Tekstvak:       Einübung in das Arkanum der                      		  wundersamen Heilkunst

Die geistige Willenskraft, im Einklang mit dem HERRN, wirkt Wunder.“

               [Quelle: aus dem Buch Die geistige Sonne, Band 2, Kapitel 18, durch Jakob Lorber empfangen]

 

 

[GS.02_018,19] Euch aber, die ihr nun den Geist schon ein wenig habt kennengelernt, kann ich es nun schon ein wenig kundgeben, worauf es hauptsächlich ankommt, um eben aus dem Geiste mächtig, unfehlbar, bestimmt und wahrhaft wunderbar zu wirken.

 

[GS.02_018,20] Worauf kommt es denn eigentlich an? – Höret, ich will euch dafür ein kleines Rezeptchen geben. Nehmet davon alle Morgen und Abende einen guten Eßlöffel voll ein, und ihr werdet euch überzeugen, daß dieses Rezept ein wahrhaftiges Wunder-Arkanum ist.

 

 

                                                              

 

[GS.02_018,21] Die erste Spezies besteht darin, daß man sich gleich nach dem Erwachen mit dem Herrn durch die Liebe in Seinem Willen vereint; solches muß auch abends geschehen. – Wenn dann jemand etwas möchte, so habe er acht auf den ersten Gedanken; das ist die zweite Spezies. Diesen halte er nun augenblicklich fest und vertausche ihn um alle Weltreichtümer nicht mehr mit einer zweiten.

                        

                                

 

[GS.02_018,22] Hat er solches getan, dann bitte er den Herrn, daß Er Sich möchte mit Seiner unendlichen Stärke vereinen mit der Schwäche des eigenen Willens, erfasse den Herrn dabei abermals mit seiner Liebe, – das ist die d*ritte Spezies. Ist solches in aller wankellosen Festigkeit geschehen, dann geselle er zu diesen drei Spezies noch eine vierte hinzu, und das ist der fixiert feste Glaube.

 

[GS.02_018,23] Wenn diese vier Spezies beisammen sind vollkommen, so ist die Wundermedizin auch schon fertig.

 

[GS.02_018,24] Wer es nicht glauben will, der wird in sich wohl schwerlich die Probe ausführen können; wer es aber glaubt, der gehe hin und tue desgleichen, und er wird sich überzeugen von der vereinten Kraft des Herrn in seinem Geiste. – Dieses Geheimnis mußte ich euch hier mitteilen, weil es hier am rechten Platze ist.

 

[GS.02_018,25] Ihr wisset demnach nun auch, was ihr hier auf dieser unserer Welt zu tun habt, damit wir weiterkommen; ein Gedanke, eine feste Bestimmung, und wir werden den Ort vor uns haben, dahin wir wollen.

 

[GS.02_018,26] Dieses Geheimnis aber, das ich euch nun kundgegeben habe, gilt für alle naturmäßige wie für alle geistige Welt; denn es ist ganz dasselbe, welches der Herr und alle Seine Apostel und Jünger gelehrt hat, und zwar bei der Gelegenheit, da Er sagte: „Ohne Mich könnt ihr nichts tun; mit Mir aber, versteht sich von selbst, alles!“

 

[GS.02_018,27] Und weiter, da Er sagte: „Um was ihr immer den Vater in Meinem Namen bitten werdet, das wird Er euch geben.“ – Hier hat der Herr in der Bitte keine Ausnahme gesetzt, indem Er sagte: „um was immer.“

 

[GS.02_018,28] Also zeigte Er auch: Wenn zwei oder drei in Seinem Namen versammelt sind, so wird Er mitten unter ihnen sein; und um was sie da bitten werden, wird ihnen gegeben. – Der Verfolg dieser Weltbereisung wird jedoch, wie schon bemerkt, euch noch so manches verborgene Geheimnis lichten. Der neue Ort aber steht schon vor uns; also wollen wir ihm uns nahen! –                     

 

Tekstvak: Wenn ich mir etwas wünsche, frage ich IHN, zum Beispiel:
„Geliebter Vater, willst DU mir bitte sagen, was mich noch von DIR trennt und wie ich DIR näherkommen kann?“
Dann höre ich auf die Antwort – auf die ersten Gedanken, die mir kommen!
Dieses Wort oder diese wenigen Gedanken halte ich sofort fest;
tausche sie niemals gegen den ganzen Reichtum der Welt ein!

 

 

 

Tekstvak: Dann bitte ich den HERRN, dass ER Sich mit Seiner unendlichen Kraft mit meinem schwachen Willen vereint, und ich nehme den HERRN wieder mit meiner Liebe an.
Ich bitte IHN zum Beispiel: „Ich will DEIN inspiriertes Wort befolgen. Hilf mir bitte, zu erkennen, was mich von DIR getrennt hat – so, wie DU es benannt hast – und es auch zu überwinden. Ich bin zu schwach und kann es nur durch DICH schaffen. So geschehe DEIN Wille.“
Wenn das mit aller unerschütterlichen Gewissheit so geschehen ist, nehme ich dazu noch den festen und gefestigten Glauben hinzu.