Golgatha – das Wunder
Göttlicher Liebe
Diese Offenbarungen sind laut Joh.
14.21 durch das Innere Wort
empfangen von
Johannes Widmann
und für privaten Gebrauch bestimmt.
Alle Rechte vorbehalten!
Inhaltsverzeichnis
Bethlehem
und Golgatha
...................................................................................... 1
Golgatha,
das Geheimnis eurer Erlösung ............................................................. 11
Kain und Abel
........................................................................................................ 19
Meine
Golgathaliebe ist euer höchstes Vorbild
.................................................... 29
Wie
stehe ICH zu den einzelnen Religionsgemeinschaften
.................................. 39
Eure
opfernde Liebe kauft Seelen frei
................................................................... 52
Vorwort
(Johannes Widmann)
Möge
dieses Büchlein vielen Menschen die Fülle der Gnaden Gottes erschließen, welche
uns JESUS, die Mensch gewordene Gottheit, erworben hat.
Bethlehem und
Golgatha
Warum wurde ICH
Mensch in einem kleinen Kind?
Von solcher Wahrheit
könnt ihr lernen. ICH, der große, unendliche Schöpfer, habe MICH für euch klein
gemacht, so klein, wie ihr es einst wart, in den ersten Tagen.
ICH, der Größte,
wurde mit der Kleinste! ICH habe Meine Hoheit verlassen und habe MICH mit zu
den Geringsten gemacht.
Ihr wisst, ein
kleines Kind kann sich nicht helfen. Es bedarf aller Hilfe. Auch ICH gab MICH
in solche Hilflosigkeit, damit MIR Menschen helfen. ICH machte MICH von
Menschenhilfe abhängig. So klein machte ICH MICH vor euch.
Die Juden erwarteten
MICH als einen starken König, daß ICH alle Kniee beuge. Aber wie ganz anders war Mein Kommen. Als ein
schwaches Kind trat ICH zu euch. ICH ließ MIR wohl dienen. Aber ICH war in
einer schwachen Gestalt.
Nicht mit hartem
Zepter regierte ICH, vielmehr durch Meine Liebe und Hilflosigkeit. ICH wollte
vor euch hilflos erscheinen. Jeder kleine Dienst war MIR ein Gottesdienst.
Was wäre, wenn ICH
gleich als ein starker König zu euch gekommen wäre?
Ihr hättet MICH
sicher gefürchtet und geehrt. Aber ihr hättet bei euch gesagt: "Was ist
unser kleines Werk diesem großen und höchsten König?"
ICH wurde klein und
hilfsbedürftig, auf daß jedes Wesen MIR dienen
konnte. So haben MICH selbst die Tiere im Stall gewärmt. So haben MIR die
Hirten ihr Weniges gebracht. Dies alles waren MIR gute Gaben. Alle, die MIR
Geschenke brachten, brachten nur ihr Mögliches. Alles nahm ICH dankbar an.
ICH wurde klein vor
euch, damit keine eurer Gaben vor MIR zu klein sei. Denn ihr wißt, die stumme Kreatur bei der Krippe konnte MICH nicht
loben und rühmen. Aber seht, - sie stand doch bei MIR. Sie hielt Wache. Sie
stand bei MIR und bewunderte ihren Schöpfer.
ICH wurde so klein,
ja mit der Kleinste unter euch. Wenn ihr MICH so versteht, dann habt ihr ein
herzliches Erbarmen mit MIR, so wie mit einem Kind, das sich nicht helfen kann.
So ist dieses
herzliche Erbarmen, dieses Sichbeugen zu MIR, das
erste Nahen Meiner.
Ihr müßt wissen, ICH wurde bewußt so
klein, daß selbst die Kleinsten unter den Kleinen MIR
noch einen Dienst erweisen konnten.
Als ICH größer und
größer wurde, da ließ ICH MIR durch Menschen, wie ihr sagt, manche Lehre geben.
ICH ließ MIR auch Befehle geben von Meinen Eltern. ICH war ihnen gehorsam.
Ihr wißt, daß in MIR kein Geringerer
Mensch wurde als euer Schöpfer. Dennoch gehorchte ICH Menschen. ICH stellte
MICH unter ihre Ordnung. ICH war ihnen ein
folgsames Kind. ICH war also nicht einer, der alle menschlichen Gesetze
unbeachtet ließ. ICH fügte MICH in eure Ordnung. ICH lebte wie ein junger
Mensch unter den älteren und ICH zollte ihnen Hochachtung und Gehorsam.
ICH fühlte MICH also
unter den Menschen nicht wie ein Starker, der nur befiehlt und belehrt. ICH
nahm auch der Menschen Rat an und gehorchte ihnen, wenn sie im Guten MIR
befahlen.
Dieses Bild sei euch
ein Beispiel.
ICH bin keiner, der
euch tyrannisiert oder nur beherrschen will. Wo ihr im Guten seid, da will ICH
euch gehorsam sein, wie ein Junge, der sieht, daß ihm
recht befohlen wird.
ICH habe in Meinen
ersten Erdenjahren auch durch Menschen viel gelernt.
Ihr könntet fragen:
Herr der Herrlichkeit, wie
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konntest Du von
Menschen lernen?
ICH nahm ihre
Erfahrungen an. ICH habe sie auf MICH gemünzt. ICH bin nicht so, daß ICH Sage, nur ICH weiß. Nein,
ICH höre auch auf euren Rat; denn ein rechtes Herz hat immer guten Rat.
ICH bin keiner, der
nur Lehrer ist. ICH bin auch Schüler. Denn ihr müßt
wissen, ein Gerechter schöpft aus dem gleichen Geist wie ICH Selbst als
Schöpfer.
Als Mein Josef große
Ställe und Häuser baute, da zeigte er MIR in seinem Geist, wie man Tempel baut,
eben nach seiner Liebe. So war er MIR menschlich gesehen auch ein Meister.
Maria war in ihrer
Liebe MIR auch ein Ansporn als Mensch. Sie war so lieb, daß
nie ein böses Wort über ihre Lippen kam, trotz Not und Verfolgung, trotz Herzeleid.
Ihr Leben war nur Liebe.
Ihr wißt, daß die Templer sie so sehr
verfolgten und schädigten nach allen menschlichen Gesetzen. Sie blieb allen
gut. Sie hatte nur ein liebes Wort über sie zu sprechen.
Ihre Liebe war so
edel, wie sie in MIR selbst edel ist. So fand ICH in ihr Meine Liebe
geoffenbart. ICH lernte in ihr Meine Liebe neu erschauen.
Wenn ICH Gerechte um
MICH fand, so fand ICH MICH in ihrem Herzen wieder. ICH beschaute MICH wie von
außen neu in jedem Gerechten. ICH sah MICH in vielen Herzen neu, ICH besah MICH
immer neu.
Ihr müßt wissen, Erfahrungen machen erst das ganze Lebensbild.
ICH durfte auch Erfahrungen machen unter Menschen. Denn ihr müßt
wissen, jeder Mensch hat in sich einen eigenen Geist und jeder Geist gibt aus
Meinem Geist etwas Neues.
So durfte auch ICH
vom Schaffen jedes Geistes etwas Neues lernen. Denn ihr müßt
wissen, in MIR ist wohl alles enthalten. Aber ICH glich damals noch einem Baum.
Meine Früchte waren Meine Schöpfung. In Meinen Früchten habe ICH MICH erkannt.
Meine Früchte waren MIR in vielem ein Ansporn, nun Meine ganze Göttlich-
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keit in einer
Menschengestalt zu offenbaren, ganz Mensch und ganz Gott zu sein.
Als ICH selbst einen
Beruf ausübte, da legte ICH Hand an an das Holz und
auch an den Stein. ICH war nicht einer, der nur nachsann. ICH bearbeitete den
äußeren Stoff. ICH legte Hand an an diese Welt. Die
Welt war MIR nicht schlecht. Sie war MIR nur Material, um aus ihr einen neuen
Tempel zu bauen.
Die ganze Erde sei
MIR ein Tempel!
Meine Handwerksjahre
waren ein Schaffen noch in der äußeren Welt. ICH schuf zum Gleichnis äußere
Denkmäler, äußere Tempel.
Als ICH aber in die
Jahre kam, da legte ICH das äußere Werken ab und zog MICH zurück in die Wüste.
Denn alles Große geschieht zuerst im Geiste. Die Welt wird nicht geändert durch
äußere Umformungen. Die Welt wird nur vergeistigt, wenn sie vom Himmel aus neu
eingeordnet wird, wenn ihr innerster Geist geändert wird, wie es geschah,
indem ICH im Herzen der Erde MIR einen großen Raum schuf. Das war Mein Ringen
in der Wüste. ICH rang mit dem Herrn dieser Welt. Die Wüste war geistig gesehen
gleich dem Erdinnern. Hier hatte der Fürst der Hölle seine Macht ausgebreitet.
Plötzlich kam ICH, der wahre Herr. Da wollte MICH jener Böse durch Versuchungen
von Meinem Plan abhalten, die Erde ganz als Mein einzunehmen. Er wollte MIR
Fallstricke stellen.
Aber ihr wißt, in allen Prüfungen blieb ICH der, der ICH bin,
unwandelbar im Entschluß: Alles ist Mein und alles
soll Mein bleiben!
Das Ringen in der
Wüste war ein Kampf mit dem Geist, der die Welt damals ganz gefangenhielt.
Der Geist des Bösen wütete. ICH aber überwand ihn. Er floh von MIR. Er ließ
viele Opfer zurück.
Als ICH mit jenem
bösen Geist rang, da hatte ICH ein großes Herzstück der Erde schon eingenommen.
Da ward der Erzfeind des Lichtes erbost. Von da an erst suchte er Menschen
wider MICH aufzustacheln, daß sie MICH tö-
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ten sollten.
ICH hatte ihn
überwunden. Nun wollte er Menschen sich zu Werkzeugen machen, daß sie MICH überwinden sollten.
Als ICH aber ihn
überwand, da begann Meine Lehrzeit. Da hatte ICH dann noch einen Feind, den
Feind in den Menschenherzen, derselbe böse Geist, den ICH einst überwand in der
Tiefe.
Als ICH die Menschen
lehrte, da offenbarte ICH ihnen Meine Wahrheit. ICH zeigte ihnen alles im
Licht, im rechten Gotteslicht. ICH zeigte ihnen, wie
ICH alles sehe und wie ihr eigener Gottesgeist alles sieht.
ICH lehrte die
Menschen das Sehen im Licht, das Sehen nach der ewigen Wahrheit;
ICH öffnete den
Menschen die geistigen Augen, die Augen, die alles ewig gültig sehen, wo nichts
Zeitliches die Ansicht der Menschen ausmacht, sondern nur Mein unbeschränkt heiliger Geist.
ICH lehrte die
Menschen mit Meinen Augen zu sehen, mit Meinem Sinn zu verstehen, mit Meinem
Herzen zu fühlen und mit Meiner Kraft zu schaffen.
ICH lehrte die
Menschen Mein Leben. ICH lehrte die Menschen das Leben, das in Meinem Herzen
brennt und in allen Gerechten.
ICH wollte die Sünder
zur Buße rufen, daß sie ablassen vom alten Herrn der
Erde und nun ihren wahren Herrn annehmen.
ICH hatte den alten
Herrn schon besiegt, aber der alte Herr war noch in den Menschenherzen, und das
war Mein größerer Kampf.
ICH kämpfte wider die
Lüge in den Menschenherzen. Meine Kraft, um sie zu überwinden, war Meine
Wahrheit.
So habe ICH mit
Meiner Wahrheit wider die Lüge gekämpft. So hat Meine Liebe den Haß besiegt. Denn Lüge und Haß
sind der Geist der Finsternis.
Als ICH in den
Menschenherzen Meinen Geist erblühen sah, da freute sich Mein Herz gleich wie
wenn ein Gärtner gute Frucht ersprießen sieht. Aber
ihr wißt,
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die gute Frucht ist
selten; und so haben Mein Wort und Meine Wahrheit nicht in Allen gute Frucht gebracht,
da der Boden zu steinig war.
Als all Mein Lehren
viele nicht bekehrte, da machte ICH einen weiteren Schritt. Dieser Schritt war
wieder die Einsamkeit. In der Einsamkeit suchte ICH nun für die Menschen ein
Werk zu tun, das sie ewig gültig von allem Fluch der Sünde befreit.
ICH verließ die
Menschen dem Äußeren nach und kehrte ganz in Mein Inneres zurück und nahm ihre
Lasten auf MICH; denn ihr müßt wissen, wenn Menschen
dem Geist der Finsternis lange dienen, so ist ihr ganzes Herz wie steinern und
verunstaltet. Ihr Herz wurde blind und taub und lahm. ICH nahm ihre Herzen auf
MICH wie ein schweres Kreuz.
Das, was MIR am
schwersten zu tragen war, war nicht die Schuld der Menschen, sondern die
Taubheit und Blindheit der Herzen. Ihr müßt wissen,
Mein Kampf wäre nicht so groß gewesen, wären die Menschen nicht so steinern
und verstockt in ihren Herzen gewesen und hätten sie Meine Wahrheit erkannt und
angenommen. So war das Organ des Herzens, des Glaubens und der Liebe nicht
lebendig und Mein Licht ihnen nicht erfaßbar,
ICH mußte ihre Herzen ändern. Wie konnte dies geschehen? ICH
trug die Herzen wie ein Kreuz auf Meiner Schulter. ICH trug es bewußt. Ihr wißt, ICH trug das
Kreuz, die Herzen, auf eine Höhe. War die Last auch schwer, ICH trug die Last
zur Höhe, zum Licht.
Ihr wißt, ICH fiel gar oft zu Boden. Warum? Da die Menschen so
oft lieblos und unvernünftig waren, da viele Menschen zu verstockt, zu blind
und zu eitel waren.
Ihr müßt wissen, das waren Schweren, die selbst für Meinen
Rücken unermeßlich waren. Denn solche Tiefen, solche
Herzensdummheiten zogen hinab. Aber jene Schwere trug ICH dann doch zur Höhe.
Betrachtet einmal
einen Stein! Ihn zieht's hinab. ICH nahm jenen Stein auf Meine Schultern und
trug ihn
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hoch und höher. ICH habe MICH so im Schweiß gebadet. Das,
was hinunter wollte, die Herzen, zog ICH hinauf. ICH überwand die
Herzensschwere durch Meine Liebe. Ihr könnt nun sagen:
"Herr, hast Du
mit Gewalt die Herzen hinaufgezogen?
ICH sage euch:
Deshalb fiel ICH so oft zu Boden, da MIR die Menschen so oft ganz widerstrebten
und gar keinen Hang mehr hatten, MIR getreu zu sein.
Aber immer wieder
richtete ICH MICH auf, da ICH sah, selbst im verstocktesten Sünder ist doch
eine Sehnsucht ins ewige Vaterhaus.
ICH trug die Seelen
in der Gewißheit, alle wollen letztendlich nach
Hause. Die Herzen der Menschen wurden mit jedem Schritt, welchen ICH mit dem
Kreuze tat, heller. Ihre Herzen wurden freier, sie wurden lichtempfindlicher.
Hätte ICH die Herzen
nicht geändert, so wäre ihr Sinn geblieben. Ihr Sinn aber war finster und sie
haben das Licht nicht angenommen.
So trug ICH die
Herzen Stück für Stück, von Stufe zu Stufe, von Licht zu Licht.
Seht, je höher ICH
die Herzen trug, desto mehr erstanden sie selbst im Licht und wurden selbst in
Meinem Licht zu Leben.
ICH trug schwer mit
Meinem Kreuz. Aber ihr wißt, ICH habe es geschafft,
das Kreuz, die Herzen, zum Licht zu tragen.
Ihr wißt auch, ICH hatte einen Helfer, der MIR beistand, Mein
Kreuz zu tragen. Jener äußere Helfer war nur ein Gleichnis für Meine Gerechten,
die MICH unterstützten, die mit MIR im Herzen tragen, daß
sie höher kommen zum Licht.
Als ICH das Kreuz auf
der Höhe hatte, da geschah das Nächste. Die Menschen nagelten MICH an das
Kreuz. Seht, das war der Geist in den Herzen. Das war noch das Böse, das in
einem bösen Keim in ihnen lag. Die Hölle war noch in ihren Herzen.
Als MICH die Hölle an
das Kreuz heftete, da hatte
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das Böse sein Werk an
MIR vollbracht.
Das Böse glaubte,
MICH töten zu können. Aber sie nagelten MICH an das Kreuz, an die Herzen, die
ICH emporgetragen hatte. Sie haben uns vereint. Denn
das Kreuz waren die Herzen. Die Finsternis hat uns verbunden. Sie hat MICH an
euch genagelt und vereinigt und hat uns durch das Leid nur verbunden.
Die Finsternis
glaubte, MICH töten zu können. Aber sie hat MICH mit euch verschweißt. Als die
Finsternis ihr Werk getan hatte, da mußte sie aus den
Herzen fliehen und ICH allein blieb in den Herzen.
Die Finsternis hatte
ihr Werk getan. Sie hat ihr Böses ausgeschüttet. Sie hat ihren Plan erfüllt.
Doch dieser brachte ein, daß ICH nun am Kreuz für
Mein Kreuz litt und das Blut über das Kreuz floß und
so das Kreuz rein wusch.
Das Kreuz war die
Schande der Menschen, die Schande der Herzen. Als aber ICH an diesem Kreuz litt
und rang mit dem inneren Geist, da ließ der böse Geist von den Herzen und wich,
da bebte die Erde. Aus dem Inneren des
Herzens entfloh das Böse.
ICH habe am Kreuz in
euren Herzen gerungen. ICH habe in eurem Herzen gelitten. ICH habe in euren
Herzen Meine Liebe vergossen, Mein Blut. ICH habe eure Herzen freigekauft. ICH
gab der Finsternis den Preis für eure Errettung.
So geschah es, daß ICH am Kreuz für euch bezahlte, für alle Starrheit
eurer Herzen, daß euer Herz ganz frei sei.
Ihr wißt, am Kreuz bin ICH verschieden. Das heißt, ICH habe
MICH am Kreuz menschlich erschöpft. ICH habe Mein Bestes für euch gegeben,
Meine beste Gabe.
Als ICH euch alles
gab, seht, da riß der Vorhang im Tempel. Da konnte
erst der Vorhang zwischen euch und MIR gesprengt werden, da konntet ihr erst
Meiner ansichtig werden.
Als ICH Meinen Leib
verließ, da hatte ICH wieder das vollkommene Einssein
mit Meinem Vatergeist. ICH
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entließ diese Welt und war wieder völlig Geist.
Ihr müßt wissen, Mein Leib war eine Wohnung in dieser Welt. Die
Wohnung verließ ICH, um wieder ganz Geist, Urgottheit zu sein.
Ihr müßt aber wissen: euer Herz und das Kreuz sind eins. ICH
litt an eurem Kreuz in euren Herzen. ICH bin eurem Herzen immer nah. Warum? ICH
habe an eurem Herzen gehangen und ICH bin letztendlich schon auferstanden, in
eurem Herzen.
Denn damals legte ICH
dieses äußere Kleid ab, um MICH ganz im Innersten zu zeigen.
Ihr müßt wissen, Mein Leib war nur eine äußere Umhüllung,
damit ICH schaubar war in der Zeit.
Am Kreuz habe ICH
Mein Zeitliches abgelegt. ICH habe es zurückgelassen und war wieder pur Geist.
Ihr könnt nun nach
Meinem Leib fragen. Wenn ICH sage, ICH habe Meinen Leib verlassen, dann meine
ICH damit das Zeitliche. ICH habe damit die äußere Erscheinung verlassen und
bin wieder ganz pur im Geist als heiligster Geist zugegen.
ICH bin am Kreuz
schon auferstanden; das war die erste Auferstehung.
Ihr müßt wissen, auch euer Herz ist nun gleich dem Kreuz, aus
welchem ICH auferstehe und in welchem ICH MICH euch zeigen kann.
Jedes Herz ist MIR
ein Kreuz, an welches ICH MICH heften lasse. In eurem Herzen will ICH
auferstehen.
Wohl leide ICH noch
in den Herzen wie einst am Kreuz. Aber einst werde ICH die Herzen verwandelt haben
und in jedem Herzen auferstehen in Meinem Gott-Sein. ICH werde vollkommen in
Meinem Gott-Sein in allen Herzen wohnen.
Einst war der Fürst
der Hölle Herr über die Herzen. Aber da ICH den Geist der Welt überwand und den
Geist in den Herzen, da konnte nun ICH der Herr der Herzen werden und konnte
in den Herzen auferstehen als, der Herzen göttliches Leben.
Ihr wißt, nur wenn ICH in den Herzen auferstehe wie
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einst bei Meiner Auferstehung, nur dann hat das Herz das
ewige Leben, das göttliche Leben.
Wo ICH in einem
Herzen nicht auferstanden bin, verklärt, urgöttlich, dort hat die Seele noch
nicht ihr höchstes, göttliches Ziel erreicht.
Seht, nach der
Auferstehung in Meinem vollkommenen Gott-Sein war ICH wieder, was ICH war von
Urbeginn.
Aber ICH mußte klein werden, um MICH euch zu offenbaren, um euch
helfen und euch dienen zu können, um an euch das größte Schöpfungswunder zu
tun.
Denn Welten
erschaffen, ist MIR leicht, aber: Herzen zu ändern, ist selbst MIR schwer. Denn
jedes Herz ist ein freier Geist und mit freiem Willen ausgestattet.
ICH kann die Herzen
nur solange tragen, bis ICH sie willig emporheben kann.
Wie ICH einst das
ganze Kreuz zur Höhe brachte, so werde ICH auch die ganze Schöpfung, wenn es
auch noch Ewigkeiten dauern wird, zum Heile führen. Werde ICH auch noch oft
leiden und wie zu Boden stürzen ob der Bosheit der Menschen - Mein ist der
Sieg, Mein ist die Auferstehung!
So habe ICH einst
geistig schon vollbracht, was sich in Ewigkeiten voll zeigen wird.
Ist euer Herz jener
Teil Meines Kreuzes, der schon ganz in Meinem Lichte steht und in welchem ICH
schon ganz auferstanden bin? Oder seid ihr jener Teil des Kreuzes, den ICH erst
emportragen muß?
Geistig ist es wohl
geschehen, aber zumeist irdisch noch nicht. ICH habe im Geiste alles vollbracht
und wie es im Himmel geschah, so geschehe es nun auf Erden.
So möget ihr aus
solchem Worte erkennen, wie ihr MICH finden könnt, wie ihr euch MIR nahen
könnt, wie ihr MICH begreifen könnt.
Wenn ihr MICH so
versteht, dann bin ICH euch nah, dann habt ihr den rechten Sinn für MICH und
ihr wißt:
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Wer ICH bin und wie
ICH bin und wie Meine Liebe beschaffen ist zu euch allen, Meinen Geschöpfen.
So seid in Frieden! Amen!
J.W. 5.12.1970
ICH will euch einige
Beispiele geben, was Golgatha für euer Heil brachte.
Ihr alle steht, wenn
ihr Meine Gnade nicht annehmt, im alten Gesetz. Das alte Gesetz sagt: Auge um
Auge! Zahn um Zahn!
Die an MICH nicht
glauben, MICH nicht lieben und so auch nicht Meine Verheißungen annehmen,
werden ernten, was sie säten.
So steht die heutige
Menschheit vor einer großen Ernte. Wenn sie nicht Meine Gnade erlangt, wird sie
genau das ernten, was sie säte. Doch diese Frucht wäre arg.
So sage ICH, es muß die Menschheit Gnade erlangen, will sie vor dem
Schlimmsten bewahrt werden.
Wie könnt ihr Gnade
erlangen?
ICH will es euch
offenbaren. Das Golgathageheimnis ist der Preis, um
euch Allen Gnade einzubringen.
Ihr habt einen
reichen Vater, der eure Schuld bezahlt hat. Ihr müßt
dieses Bezahlen nur annehmen.
Die Menschheit hat
sich an MIR und vielen versündigt. Wenn sie nicht Gnade bei MIR erlangt, muß sie ernten, was sie gesät und das wäre eine sehr große
Not.
Aber das Wunder von
Golgatha ist so groß, daß ICH sogar die Schuld der
Menschheit tilgen kann, wenn sie MIR ihre Schuld bringt, und zwar wenn sie um
Golgatha willen MIR alles bringt.
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Durch Golgatha tilgte
ICH nicht nur die Sünden der Gläubigen. ICH öffnete ihnen auch das unendliche
Gnadentor .
Durch Golgatha habe
ICH MICH auch bereit gefunden, Ungläubige von ihrer
Schuld zu befreien, wenn sie sich bittend und flehend zu MIR wenden.
So ist die Menschheit
gleich einer großen Masse Ungläubiger. Wenn sie MICH bittet um Meiner Golgathaliebe willen, so will ICH ihr vergeben. ICH will
ihr das geben, was ICH ihr in Gnaden vorbereitet habe, nämlich, statt ihrer
bösen Werke und deren Frucht, Gnade und Erlösung.
Mein Golgathawunder geschieht an euch nicht selbstverständlich.
Ihr müßt dazu auch etwas beitragen.
Das Mindeste ist, daß ihr an Mein Golgathawunder
glaubt, und bittet, daß jenes Wunder an euch verwirklicht
wird.
Mein Golgathawunder geschah in der Ewigkeit und wird durch euren
Glauben auch in der Zeit wiederholt, vergegenwärtigt und verwirklicht.
Das Golgathageschehen geschah zuerst im Geiste. Wenn ihr es
annehmt in dieser Stofflichkeit, dann wird wie im Himmel, so auch auf Erden,
Mein Golgathawunder verwirklicht.
ICH habe euch vom
Geiste aus alles vergeben. Aber ihr müßt zuerst
dieses Vergeben annehmen. Dann erst ist die volle Verwirklichung Meines Golgathageheimnisses geschehen.
ICH bin bereit, der
Menschheit, ja, jedem Menschen, seine Schuld zu vergeben, wenn er an Mein Golgathawunder glaubt, wenn er sich selbst in die Golgathaliebe stellt und in Meiner Golgathaliebe
lebt.
ICH mache euch eure
Erlösung denkbar leicht. Eine Bitte um Meiner Golgathaliebe
willen kann euch von allem Bösen befreien und euch dazu noch alle Gnaden
einbringen.
Viele Menschen eurer
Tage haben Krankheiten. So sage ICH: Krankheiten kommen nicht von ungefähr.
Sie
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sind durch eine
Gesetzmäßigkeit entstanden. Nicht immer durch eigene Schuld, aber dann doch
durch Schuld.
So ist Golgatha die
große Schulderlösung - ist die Schuld von euch selbst bewirkt oder aber von
anderen.
Wer seine Krankheit
um Golgatha willen MIR gibt, der wird gewahren, ICH will alle Schuld streichen
und dafür Gnade geben.
Was ist, wenn ein
Mensch schuld ist an seiner Krankheit?
Er soll MIR abermals
seine Schuld überbringen, seine Krankheit. Er soll Meine Golgathaliebe
annehmen, ihr alles übergeben und ICH werde ihn pur aus Gnade heilen, ohne daß er alles, was er Böses tat, wieder gut machen muß. ICH werde es für ihn selbst gut machen.
Wenn fremde Menschen
schuld sind an eurem Leiden, so sage ICH: Bringt MIR eure Leiden! Bringt sie
MIR, eurem Herrn von Golgatha! ICH nehme sie an und ICH verwandle alles; denn
seht, Meine Golgathaliebe bezahlt alles, sie erlöst
alles um Meiner Liebe willen.
Wenn ihr eine besondere
Gnade erbitten wollet, so sage ICH euch: Ihr selbst könnt euch oft keine Gnade
erwerben. Aber Meine Golgathaliebe, Mein Golgathaopfer hat euch unendlich vieles erworben, das ihr
nun in Anspruch nehmen sollt.
Mein Golgathawunder brachte es mit sich, daß
ICH ohne ein Gegengeschenk euch beschenken will. Daß
ICH euch auch dann, wenn ihr Meine Gnaden nicht verdient, Meine Gnaden schenken
will. Etwa so: auch dann, wenn ihr mit ganz leeren Händen vor MIR seid, so will
ICH dann doch eure Hände füllen.
Golgatha machte Meine
Liebe so reich, daß sie nicht mehr fragt, habt ihr
sie verdient, sondern, seid ihr bereit, sie zu empfangen und gerecht zu
verwerten.
Meine Golgathaliebe fragt nicht mehr, was ihr MIR für Meine Liebe
gebt. Sie fragt nur, wie ICH euch alle beschenken kann.
Wer besondere Gnaden
erlangen will, bedenke sich: Meine Golgathaliebe
fragt nicht nach Lohn. Sie fragt
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nur, wie sie euch
beschenken kann, damit ihr dadurch ewig selig seid.
Meine Golgathaliebe ist maßlos. Sie ist nicht berechnend. Sie
ist überschwenglich. Sie ist für euch unbegreiflich.
Seht, wer diese
unbegreifliche Liebe annimmt, wird unbegreifliche Gnaden empfangen.
Die Finsternis ist in
eurer Zeit groß an Macht infolge des Unglaubens der Menschen. Die Finsternis
hat nur deswegen Macht über gewisse Menschen, da diese selbst der Finsternis
die Hände reichen, bewußt oder unbewußt.
ICH sage euch: Meine Golgathaliebe ist das, was die Menschen anbeten sollen, was
die Menschen erflehen sollen; denn dies ist der größte Schatz der Ewigkeit. Es
ist Mein pur heiliges Herz. Wenn ein Mensch danach verlangt, die Hölle wird
dann keine Macht mehr über sein Herz haben.
Wenn aber ein Mensch
sich nicht nach Meiner Golgathaliebe sehnt, so hat
er nicht den Preis, der ihn entbindet von den Mächten der Finsternis. ICH sage
euch: Um eurer Schwachheit willen könnte euch die Finsternis binden. Aber um
Meiner Liebe willen muß sie euch frei geben. Denn
Meine Liebe ist es, die für euch alles tat, damit ihr frei seid.
Die Finsternis hat
solange Macht über die Menschheit, bis sich die Menschheit durch Meine Golgathaliebe freikaufen läßt,
bis sie Meine Golgathaliebe annimmt als ihr Lösegeld
zu ihrer Freiheit.
Die Finsternis
rechnet auch nach einem Gesetz, es ist eben das alte Gesetz. Das alte Gesetz wird
überwunden durch Meine Golgathaliebe. Sie ist das
neue Gesetz. Es ist das Gesetz: aus Gnaden sollt ihr alle selig werden.
Wolltet ihr alle in
Mein Reich kommen, so könnt ihr dies wiederum nicht verdienen; denn wer hat
schon so Großes MIR getan, daß
ICH ihn in Mein göttliches Reich versetzen kann.
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So habe ICH unter der
Sonne kaum Menschen, die nur annähernd Mein Reich verdienten. Aber es werden
dann doch viele Meiner Kinder Mein Reich gewinnen, nicht um ihrer Verdienste
willen, sondern um Meiner Golgathaliebe willen.
Meine Golgathaliebe ist bereit, Unverdientes zu verschenken.
Meine Golgathaliebe ist bereit, den guten Willen der
Menschen so sehr zu belohnen, daß ihr für ganz
Geringes ganz Hohes empfangt. Etwa so: Ihr bemüht euch, im Kleinen MIR getreu
sein und ICH stelle euch über Großes; ICH gebe euch
Meine Gnade, daß ihr in allem Meinem Großen getreu
werden könnt.
Meine Golgathaliebe rechnet euer Schwaches als groß an. Sie
vergilt euch euer Schwaches in unendlichem Maße.
So sind jene, die in
Meiner Golgathaliebe stehen "Reiche". Denn
was sie auch immer MIR im Kleinen tun, das will auch ICH ihnen überreich
belohnen.
In Mein Himmelreich
kommen heißt, würdig werden für Meine allerhöchsten Güter. . Doch wie könnt ihr
würdig werden?
Wenn ICH euch überhäufe
mit all Meinem Heil, daß es euch umwandle. Ihr
könntet euch nie so umwandeln aus eigener Kraft, daß
ihr je pur himmlische Wesen werden könntet.
Ist euer Wille gut
und glaubt ihr an Meine Gogatha-Liebe, so will ICH
euch die Fülle Meines Geistes geben. Er wird euch durchläutern,
er wird euch ausglühen wie pures Gold, daß ihr um
Meiner Liebe willen rein und heilig seid; denn ICH sage euch: Seid ihr nicht
geheiligt durch Meine Golgathaliebe, so werdet ihr
Mein urewiges Vaterreich nicht erschauen.
Meine Golgathaliebe ist das Gesetz des Himmels. Sie ist das
Gesetz des neuen Himmels. Sie ist Mein Gesetz.
Ihr könntet euch
fragen: "Herr, gab es vor Deinem Erdenwandel und vor Deinem Kreuzopfer
auch schon das Golgathagesetz?
ICH sage euch: Nur
wer MIR gerecht wurde nach dem
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alten Gesetz, konnte
volle Erlösung erlangen.
Wollte ICH euch
prüfen, inwieweit ihr nach dem alten Gesetz vor MIR gerecht seid, so müßte ICH euch sagen: Kaum einer unter der Sonne wäre nach
dem alten Gesetz vor MIR gerecht und so wert, in Mein Reich aufgenommen zu
werden. Aber um eures schwachen Dienstes willen, um eurer schwachen Liebe
willen, will ICH euch groß und herrlich beschenken. Nicht da ihr es verdient
habt, sondern da ICH es für euch verdient habe. ICH habe MICH Meiner höchsten Liebe
entäußert. ICH habe euch Meine höchste Liebe geoffenbart. ICH habe euch Meine
höchste Liebe geschenkt. ICH habe sie euch geschenkt, wenn ihr sie annehmt,
wenn ihr euch für sie aufschließt und sie entgegennehmt.
Die Golgathaliebe ist jene höchste Liebe, die ICH euch geben
kann. Es ist die Liebe, die in Meiner Gottheit im Innersten schlummerte über
Ewigkeiten, nun aber offenbar wurde in Meinem Erdenwandel.
Diese Meine Liebe
kann aus verstocktesten Herzen wieder Heilige machen, daß
sie würdig sind, Mein Reich zu schauen.
Meine Golgathaliebe vermag es, Unreine so rein zu machen, daß sie MICH wieder erschauen.
Meine Golgathaliebe vermag es, daß
Ungerechte wieder zum Recht gelangen und gerecht werden und so die Fülle
Meiner Gnaden empfangen.
Meine Liebe macht
alles wieder gut. Doch habt ihr Meine Liebe schon in Anspruch genommen? ICH
werfe sie niemand nach. ICH gebe sie nur jenen, die sie erbitten. Das ist die
Grundbedingung. ICH bin kein Vater, der verschwendet. ICH bin ein Vater, der
überreich gibt, jenen, die empfangen wollen.
ICH sage euch: Selbst
die Hölle ist freigekauft, nimmt sie Meine Golgathaliebe
an. Denn ICH habe Meine höchste Liebe geopfert, daß
das Tiefgefallenste dadurch von seiner Bosheit
wieder frei werden kann.
ICH habe Meine
allerhöchste Liebe eingesetzt, um das Geringste zu verwandeln.
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Wäre Meine Golgathaliebe nie in eine Offenbarung gekommen, so stände
es um die gefallene Schöpfung denkbar schlecht. Die gefallene Schöpfung würde
sich immer mehr verlieren in ihrem alten Treiben, bis sie MICH schließlich ganz
verlieren würde und so in eine ewige Nacht versinken würde.
Aber ICH habe ein
ganz großes Wunder vollbracht. ICH habe Meine gefallene Schöpfung mit Meinem
Geist durchglüht. Und Meine Liebe durchglüht sie immer noch. ICH warte nur
darauf, bis das Gefallene Meine Feuerglut annimmt, Meine allgegenwärtige
Erlöserliebe.
Wer ihr nun das Herz
auftut, in den dringt Meine Liebe ein und sie ist das Befreiende, das Heilende,
das Erlösende.
Mein Blut, Meine Golgathaliebe ist über euch und wartet bis sie einfließen
kann in euer Innerstes.
Mein Blut ist über
euch und will euch rein waschen, wenn ihr euer Wesen ihm öffnet.
So seht ihr, Meine
Gnade ist bereit. Sie ist seit Golgatha bereit, euch pur in Gnade zu
beschenken, wenn ihr euch MIR beugt und Meine Liebe erbittet, die doch so
maßlos ist, daß selbst die Engel sie nicht begreifen.
Denn sie sagen: 0 Herr, Du hast Dich entäußert, daß
selbst wir Dich nicht mehr verstehen. Wie konntest Du in Deiner Größe nur so
klein werden? Wie konnte Deine heilige Liebe sich nur so demütigen? Wie
konntest Du Deinen höchsten Schatz Deinen verlorenen Söhnen und Töchtern wieder
schenken, die doch einst fast alles verpraßten?
ICH habe euch, die
ihr verloren wäret, einen Schatz aufbewahrt, der euch alle wieder frei kauft.
ICH habe euch in Meinem Herzen eine Liebe aufbewahrt. ICH wußte,
was auch immer mit euch geschehen mag, - Meine Liebe ist größer denn eure
Schuld - Meine Liebe wägt alles auf, was ihr wider MICH tatet. Meine Liebe
zahlt für euch mehr, als ihr je euch verschulden könnt. Warum? Ihr seid Meine
Kinder, so will ICH alle Himmel für euch bewegen und alle Himmelsschätze für
euch ein-
-17-
setzen. Denn für Meine Kinder tue ICH alles.
So ist es wahr: wer
MIR ein Kind ist ob seiner Liebe, für den wirkt Golgatha täglich.
Für Meine Kinder tue
ICH alles. ICH entreiße sie aus jeder Gefahr. ICH bewege um ihretwillen die
Welten und sage sogar: Finsternis weiche! - Auch dann, wenn Meine Kinder
schuldig sind. Denn Meine Liebe ist höher, höher denn ihre Schuld.
So mögt ihr erkennen,
wenn alle menschliche Hilfe versagt und all eure Hilfserkenntnis schweigt, dann
gedenkt Meiner Liebe! Denn über allem Begreifen ist Meine Golgathaliebe.
ICH sage euch: Wo sie
wirkt, wirkt sie Wunder. Meine Liebe ist nicht mehr gesetzmäßig. Sie ist
überheilig und unermeßlich. Sie ist unbegreiflich.
So sage ICH euch: Ihr
dürft mit MIR nicht rechnen etwa so: Der Herr wird es mir wohl geben. Nein! Meine
Liebe ist so groß, daß all euer Rechnen nur wie ein
schwaches Ahnen ist. ICH gebe euch dann, wenn eure schwache Bitte MICH trifft.
ICH frage nicht nach Lohn, auch nicht nach eurer Gerechtigkeit. ICH frage nur,
darf ICH euch beschenken? Wollt ihr Mein Heil, MICH selbst? - Wenn ja, dann sei
euch alles gegeben in Gnaden. Amen.
J.W. 10.8.1970
-18-
ICH brauche lautere
Herzen, die ihr Inneres frei machen von all dem, was MICH darinnen
stört.
Wer die Welt liebt,
in dem kann nicht Meine Liebe leben.
So lernt, der Welt
und den Gütern dieser Welt zu entsagen, um MICH dadurch lieben und empfangen
zu können.
Was heißt die Welt
lieben?
Sein Herz an tote
Dinge hängen, die vergänglich sind. Euer Herz hänge sich an das Ewige - an
MICH! Dann ist es bereit, MICH zu besitzen und zu empfangen.
Ihr dürft in der Welt
Freude haben. Aber ihr dürft nicht euer Herz daran hängen. Ihr dürft die Welt
als solche nicht lieben, denn die Welt ist eurer Liebe nicht wert. ICH bin all
eurer Liebe wert.
Was ist die Liebe in
euch?
Es ist die innerste
Herzkraft. Diese Herzkraft ist das Feuer auf eurem Altar, das zu MIR brennen
soll, MIR zum Dank, MIR zum Lob, MIR zum Preise.
Kain hatte auch
ein Feuer in sich. Es brannte zur Tiefe. Er gab nicht MIR allen Dank, allen
Preis und alle Anbetung. Er zollte alles der Kreatur, der gefallenen Schöpfung.
Kain betete die
Welt an in seinem Geiste. Deswegen war er vor MIR nicht gerecht.
Abel aber hatte nur
MICH im Sinn. Er danke MIR in jedem Augenblick. Er diente MIR in jedem
Augenblick. Sein ganzes Leben war ausgerichtet, um MIR eins zu sein.
Kain war auch die
Wohnstätte von einem Geist. Es war der Geist der Zwietracht, - der Geist der
Gottlosigkeit.
Die die Welt lieben,
sind alle in der Gefahr, vom
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Geist der
Gottlosigkeit in Besitz genommen zu werden und zu allerlei Gewalttätigkeit
verführt zu werden.
Die aber MICH lieben
und ihr Leben nur betrachten als einen Gottesdienst, die werde ICH zu aller
Sanftmut ziehen, daß sie Friedensstifter sind und
wahre Opfer zum Heil vieler.
Abel wurde durch
seinen Bruder erschlagen. Er war das erste große Sühneopfer.
Abel hätte sich
schützen können, denn er wußte um den Willen seines
Bruders. Aber er schützte sich nicht, denn er sollte ein großer Vorbote Meiner
Liebe sein.
Kain liebte die
Welt. Der Weltgeist war in ihm so stark, daß er Abel
nach dem Leben trachtete. Nicht Kain als solcher
tötete Abel, sondern der böse Geist in ihm.
So war Kain als solcher nicht an dem Brudermord schuld, sondern
die Finsternis in ihm.
Kain liebte die
Welt und öffnete so der Finsternis Tür und Tor.
Abel wußte um die Gedanken der Finsternis in Kain.
Aber Abel war ganz in Meinen Händen. Er war ganz erfüllt von MIR. So habe ICH
in Abel das erste Opfer auf MICH genommen.
Ihr müßt wissen, die Finsternis war abermals nicht wider Abel
als solchen, sondern wider MICH in Abel.
So suchte die
Finsternis MICH in Abel zu zerstören. ICH habe etwas zugelassen, was euch
vielleicht etwas schrecklich klingt: Kain durfte Abel
erschlagen. Aus welchen Grund? ICH sage euch: Die Finsternis hat eine arge
Liebe. Ihre Liebe heißt Rachsucht, Mord, Gier, Verbrechen. Diesen bösen Geist
ließ ICH auswirken. ICH ließ jenen bösen Geist über MICH kommen in Abel. Mit
anderen Worten: die Liebe der Finsternis, die böse war, habe ICH angenommen in
Form von Keulenschlägen. ICH nahm die Sünde, die Liebe der Finsternis auf
MICH. Sie hat Abel getötet, aber ICH nahm seinen Geist zu MIR auf.
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Aus solchem Bild
könnt ihr erkennen: Auch die Finsternis hat Liebe. Es ist der böse Geist, der
immer nur Zwietracht und Haß schafft.
ICH habe solch einen
Geist auf MICH genommen wie ein Kreuz. ICH nahm den Schmerz, welchen MIR die
Finsternis hier anbot. ICH habe damals zum erstenmal
ein Kreuz getragen. ICH bin dadurch in Abel zum erstenmal
- wie ihr sagen könnt - zum Kreuzträger geworden.
So ist seit eh und je
Abel der Vorläufer Meines Kreuztodes gewesen.
Ihr könntet euch
fragen: Herr, warum ist es notwendig gewesen, daß
Abel erschlagen wurde?
ICH sage euch: ICH
ließ die böse Liebe der Finsternis an MIR ein böses Werk vollbringen. Aber
nicht, da ICH ohnmächtig war. ICH nahm ihre böse Liebe an und habe ihr Herz
dadurch angenommen. ICH ließ ihre Bosheit an MIR geschehen, habe sie aber
dadurch zu MIR genommen und erlöst.
ICH sage euch: Die
Kinder der Finsternis haben auch eine Liebe und ICH bitte auch um ihre Liebe.
Aber ihre Liebe heißt, daß sie MICH töten und verachten
wollen.
Aber nähme ICH ihre
hassende und verachtende Liebe nicht an, so wäre ihre Seele ewig verloren.
So ist es wahr, um
die gefallene Schöpfung erlösen zu können, muß ICH
ihre böse Liebe an MIR geschehen lassen. Dadurch erlöse ICH sie.
Mein Kreuzestod ist
für viele noch ein unerklärliches Geschehen. Viele sagen: Herr, hättest Du
nicht andere Wege gefunden, die Menschen zu erlösen, als einen so schandvollen Tod zu sterben?
Aber die Menschen
dereinst und auch heute hatten keine bessere Liebe zu MIR, als MICH zu verachten, MICH zu schmähen und
MIR nach dem Leben zu trachten. Das blieb von ihrer Liebe übrig und ICH nahm
solche
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Liebe an.
Ihr wißt, jeder Mensch soll MICH über alles lieben. So gibt es
Menschen, die lieben MICH im guten Sinne über alles. Es gibt aber auch
Menschen, die haben ihre Liebe völlig verkehrt. Sie haben sie wider MICH gerichtet.
Zu ihnen sage ICH: Gebt MIR eure verkehrte Liebe! Denn seht, bringt MIR eure
verkehrte Liebe Schmerzen, so sind Meine Schmerzen eure Heiligung.
Abel war nun Mein
Träger. ICH war in Abel. ICH war in großer Herrlichkeit in Abel, denn ICH sage
euch: Abel war bereits ein Leib, in dem ICH wohnte in großer Herrlichkeit. ICH
hatte noch viele in späterer Zeit, die MIR ähnlich herrliche Leiber waren.
So ist es auch in der
heutigen Zeit, daß ICH in vielen Menschen Wohnung
nahm, damit ICH in ihnen abermals ein Kreuz trage.
Denn ICH sage euch:
Viele Menschen lieben MICH heute in einer verkehrten Art - sie hassen MICH. Es
ist die Verkehrung wahrer Liebe. Aber ließe ICH nicht solche Liebe zu MIR
kommen, so könnte ICH solche Seelen nie mehr annehmen. So muß
ICH ihre verkehrte Liebe annehmen als ihre Gabe, die sie noch haben. ICH muß mit solcher Liebe fertig werden. ICH muß sie wieder heiligen.
So ist es wahr, es
ist einerlei, in welcher Liebe ihr steht, - bringt sie MIR! Ob ihr MICH liebt
oder haßt, - ICH will sie annehmen. ICH will MICH
freuen oder an euch leiden. Wichtig ist, daß ihr MIR
eure Liebe bringt, denn seht, ICH erlöse euch.
So ist es für jeden
Geist eine Seligkeit, MIR zu begegnen. So war es auch eine Seligkeit im
himmlischen Sinn für die Hölle, die MIR begegnete, denn ICH habe ihren Haß umgewandelt in Liebe.
So ist es wahr: Alle,
die MIR begegnen und MICH in wahrer Liebe lieben oder in verkehrter Liebe
hassen, ICH nehme alle ihre Liebe an und heilige sei.
Vorerst sind nur die
Wesen verloren, die MIR nicht begegnen. Es sind die Lauen. Es sind jene Wesen,
die
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MIR weder
widerstreben, noch zu MIR gehen. Deswegen sage ICH euch: Geister, die eine
völlig verkehrte Liebe haben, sich aber mit MIR abgeben, werde ICH zu MIR
holen. Denn stellt euch vor, als die Finsternis in Kain
versuchte, MICH zu töten in Abel, da hatte sie ihre ganze Bosheit auf MICH
ausgeschüttet, ihre ganze Bosheit. Als alle Bosheit ausgegossen war, da war sie
nun leer und da habe ICH sie gesegnet und erfüllt mit Meinem Geist.
Auch als MICH die
Soldaten einst in Meinen Erdentagen dem Leibe nach töteten, da hatten sie ihre
ganze Bosheit über MICH ausgegossen.
Aber anstatt sie zu
strafen, nahm ICH ihre verkehrte Liebe in Form von Schlägen und Beleidigungen
an. ICH nahm all ihre verkehrte Liebe und gab ihnen dafür Meine wahre Liebe.
Dadurch habe ICH sie bekehrt.
ICH sage euch: Wer sich
an MIR versündigt, der wird nicht zugrundegehen. Denn ICH werde all eure Sünden
umwandeln in Meiner wahren Liebe.
So ist es gerecht:
Abel war dereinst ein Träger in der Zeit Kains. Kain konnte MIR nur in Abel begegnen! Denn Kains Zustand war zu tief gesunken.
Auch in der heutigen
Zeit brauche ICH Menschen, durch welche ICH MICH den Menschen offenbaren kann,
ICH, der Geist der Ewigkeit.
Hätte ICH nicht gute
Menschen in eurer Zeit, wie wollte ICH MICH euch allen offenbaren?
So wird auch die
Finsternis in kommender Zeit MICH verfolgen in Menschen. Aber dadurch wird sie
MIR begegnen. ICH werde auch da manches Kreuz geschehen lassen, aber wiederum
nur dadurch und darum, daß die Liebe der Bösen und
das Böse in den Guten und in den Bösen ganz zu MIR gelangen kann und ICH ihnen
alles abnehmen kann.
Hätte ICH nicht
Menschen, in denen ICH abermals wohnen kann und in welchen ICH nicht abermals
die verkehrte und die gute Liebe annehmen könnte, so könnte ICH, ICH sage es
euch, vieles nicht geschehen
-23-
lassen.
Die Finsternis muß MIR begegnen. Sie wird MIR vorerst nur in Menschen
begegnen.
So sage ICH euch:
Wenn ihr eines reinen Herzens seid und ICH in euch wohnen kann, so fürchtet die
bösen Menschen nicht! Denn seht, was sie glauben, euch zu tun, das tun sie MIR.
Sie begegnen dadurch MIR und bringen ihre Gabe, wenn sie auch falsch ist, MIR,
und ICH werde sie dadurch erlösen.
Es ist viel ärger,
eine böse Gabe zu haben und sie MIR nicht zu geben, als sie MIR zu geben. Denn
alles, was ihr MIR gebt, sei es gut oder böse, kommt in die Erlösung.
Wenn Menschen euch
hassen, so nehmt dies nicht an, um ihnen wieder gram zu sein! Seht vielmehr, daß die Menschen dadurch MIR in euch begegnen können!
Dadurch können sie ihre falsche Liebe ganz auf MICH werfen und ICH nehme all ihre
Verkehrtheit von ihnen und schenke ihnen dafür Meinen Geist, daß sie dadurch Heil für ihre Sünden bekommen.
Wenn ihr dieses
erkannt habt, was ICH euch gesagt habe, versteht ihr das Golgathageheimnis
nun viel tiefer.
ICH sage euch: Würde
ICH nur der Guten Gaben annehmen, dann könnten nur die Guten selig werden.
Aber ICH nehme selbst vom Bösesten aller Geister sein Böses an als seine Gabe,
die er MIR bringt. Mag es auch ein Backenstreich sein oder ein Fluch! ICH nehme
sein Höllisches, verwandle es in Meinem Herzen zu Himmlischem und verwandle so
Stück für Stück selbst die gefallensten Wesen in
Meinem Licht.
Es ist wohl so, daß selbst die Ewigkeiten noch ein kleines Maß sind für die
Zeitspanne, die ICH benötige, um sehr tief gefallene Geister zu erlösen. Denn
ICH sage euch: Es gibt viele und große Geister, die ihre Liebe so sehr
verkehrten, daß selbst ICH Mühe habe, so viel
verkehrte Liebe von ihnen zu ertragen.
So habe ICH Geister,
die wohl ein sehr großes Maß
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an Liebe haben. Aber
sie haben alles verkehrt. Sie haben alles umgewandelt in einen Gotteshaß, in eine Gottwidrigkeit.
Will ICH sie erlösen,
so muß ICH alle Gottwidrigkeit und allen Gotteshaß erleiden und umwandeln.
So ist es wahr, ICH
leide auch heute noch. ICH erleide die Sünden der Welt auch heute noch, um sie
ständig zu erlösen.
Stellt euch vor, ICH
ertrage den bösen Sinn der Höllengeister. ICH lasse MICH abermals von ihnen
schinden und quälen. Würde ICH solche Liebe nicht abermals an MIR geschehen
lassen, wie könnte ICH sie erlösen?
Golgatha geschah
nicht nur in einigen Stunden. Golgatha ist ein ewiges Geschenk.
Stellt euch vor,
ständig sündigen die Menschen. Deswegen muß ICH sie
auch ständig erlösen und ihnen ständig Meine Gnade geben.
Würdet ihr erahnen,
welch großes Maß an falscher Liebe noch in den Menschen und in den Geistern
der Finsternis ist, so könntet ihr auch begreifen, wieviel
ICH noch auf MICH nehmen muß, um sie alle zu erlösen.
So ist es wahr, die
Bösen kreuzigen MICH täglich. Aber ihre Kreuzigung, die sie MIR geben, ist ihre
Erlösung. Das lernt begreifen!
Ja, was die Menschen
MIR immer geben, im Guten und im Bösen, das wird ihre Erlösung sein.
Es heißt wohl, denen,
die wider den Heiligen Geist sündigen, wird nicht vergeben. Was ist mit jenen?
ICH möchte sagen, die böse sind und MIR nicht ihre Gabe bringen, denen kann
ICH nicht vergeben.
Menschen, die nicht
mit MIR ringen, die MICH völlig vergessen, denen kann ICH nicht vergeben, denn
ICH vergebe nur jenen, die MIR geben, was sie haben, sei es Licht oder
Finsternis. Ihr könnt euch noch fragen: Lieber Vater, wie ist es, wenn Du
leidest?
Ihr dürft euch Mein
Leid nicht vorstellen wie eure
-25-
Leibesschmerzen.
Meine Liebe ist wie ein Feuer, das alles in sich aufnimmt, eben wie ein
Opferfeuer. Wenn das Böse hereinkommt in das Feuer, dann wird es durch Meine Überglut verzehrt. Es wird alles in Meinem Feuer zu Licht
umgewandelt.
Stellt euch Meine
Leiden nicht vor wie eure Leiden, daß auch ICH zage!
Nein! ICH habe zu große Kraft, als daß ICH auch nur
an einer Schuld matt werden könnte.
Es ist wohl so, daß es viele Offenbarungen .gibt, die MICH als matt
erscheinen lassen. Aber ICH sage euch: Dies kommt durch etwas anderes hervor.
Die Seelen, denen ICH
besonders viel Liebe gab und die nun Meine Liebe verraten, die Meine Gnaden mißbrauchen, sie sind es, die Mein Herz so blutig
schlagen.
Stellt euch vor, ICH
gab einem Menschen unendlich viele Gaben und solch ein Mensch würde MICH nun
plötzlich verraten! Seht, da erst wäre es Meiner Liebe schwer, es zu ertragen.
Denn wenn ein Geist mit
Meinem Heiligen Geist wider MICH sündigt, da zaudert Mein Herz.
Könnt ihr begreifen,
wie groß das Maß Meiner Liebe sein muß, um selbst
Geistern, die im höchsten Erkennen sind, zu vergeben.
Doch wißt, so groß auch eine Schuld ist, ICH werde sie erlösen,
wenn ihr sie zu MIR bringt.
Ihr wißt, daß die Schuld der
Menschheit unsäglich groß ist. Solange die Schuld der Menschheit ist, wird die
Finsternis Macht haben über sie.
So gebt MIR die
Schuld der Menschheit! Denn ihr wißt, Mein Herz ist
wie ein Opferaltar, der alle Schuld verzehrt in Licht. Bringt MIR anstelle der
Menschen ihre Schuld und ihr werdet gewahren, ihr kauft sie dadurch von der
Finsternis frei.
Dies ist ein
priesterlicher Beruf!
Auch ihr fallt noch
des öfteren in Schuld. Was soll da euer erster Weg
sein? Bringt eure Schuld MIR! ICH will sie annehmen und euch von ihr befreien
und die
-26-
Finsternis wird über
euch keine Macht haben.
So möge dies euch ein
tief heiliges Geheimnis sein, daß ihr alles, alles zu
MIR bringt, alles! Dann wird alles von MIR erlöst. Mag auch der Andrang der
Finsternis groß sein, - bringt alles MIR! In Meinem heiligen Feuer wird alles
heilig und rein.
ICH kann nur jenen
nicht helfen, und sie nicht erlösen, die an MIR vorübergehen, ohne MICH zu
beachten.
So werdet ihr auch
sehen, daß jene, die mit MIR ringen, eher Gnade
finden als jene, die MICH vergaßen.
Wird ein Geist MICH
vergessen, so wird er unsäglich leiden. Warum? Er hat seinen Erlöser vergessen.
Die Finsternis, ICH sage euch; geht mehr mit MIR um als in vielem die Kinder
des Lichts. Die Finsternis haßt MICH wohl, doch sie
geht mit MIR um und schüttet so ständig ihren Haß MIR
zu. Sie wird oft schneller erlöst als die Lauen, denn bedenkt euch: Ist der Haß der Bösen einmal ausgegossen und aufgebraucht, dann
wird Mein voller Gnadenstrom in ihnen Platz haben.
So sind Geister, die
MICH hassen, dann doch der Erlösung näher als die Lauen, die MICH meiden, die
nicht mehr mit MIR umgehen. Über sie muß ICH erst
Feuer gießen, manche Läuterung, bis auch sie sich mit MIR auseinandersetzen,
sei es in Liebe oder sei es im Streite.
So ist es wahr, ICH muß jedem Menschen begegnen. Jeder Mensch muß MIR begegnen. Es ist wahrhaft so, ICH muß Menschen in großer Zahl auf dieser Erde besitzen, durch
welche ICH den Menschen begegnen kann.
Stellt euch vor,
welch heiliger Auftrag! ICH brauche euch, um den Menschen begegnen zu können,
wie einst in Abel und in sehr vielen Fällen.
Wenn ihr Meine wahre
Liebe ausstrahlt, da wird die Finsternis in den Weltliebhabern es sehr wohl
erleben. Ihr werdet erkennen, daß ihr um eurer wahren
Liebe willen von der Finsternis in vielen Menschen angefeindet werdet. Aber
die wahre Liebe, die dann aus eurem Herzen strahlt, bin ICH Selbst, es ist
Meine göttliche
-27-
Gegenwart.
Wenn ihr Menschen
begegnet, werden sie immer Meiner Liebe in euch begegnen. Da wird jeder Mensch
nur mit MIR selbst in eine Verbindung treten. Die einen werden MICH annehmen in
solcher Liebe und werden in die Erlösung gelangen. Doch die Anderen, die MICH
abstoßen, die werden MICH anfeinden, aber MIR ihre verkehrte Liebe geben und so
auch Stück für Stück, wenn auch auf dem langsamen Weg, die Erlösung finden.
ICH komme wieder! ICH
komme wieder durch viele Menschen zu den Menschen. ICH komme als die wahre
Liebe in den Menschen. Wenn ICH als solche Liebe von den Menschen angenommen
werde, dann ist das Reich Gottes nah.
So ist der wahre
priesterliche Beruf, MIR ein Träger zu sein, daß die
Menschen MIR begegnen können in eurer Liebe, in Meiner Liebe in euch. Denn
seht, dadurch kann selbst der verstockteste Weltmensch MIR begegnen. Denn die
Liebe in euch bin ICH Selbst in großer Fülle.
ICH kann in dieser
Welt vorerst nur als Liebe offenbart werden. Wer MICH als solche reine,
heilige Liebe annimmt, hat MICH als Gott angenommen. So strahlt Meine Liebe
über alle Welt! ICH sage euch: Die Guten werden dadurch zum Guten angespornt.
Doch auch die Bösen werden dadurch angespornt, entweder sich zu bekehren oder
wider MICH zu kämpfen.
Wichtig ist, daß sich die Finsternis mit MIR auseinandersetzt und MIR das
Ihre gibt - ICH werde alles erlösen.
So gab ICH euch in
dieser Stunde ein Wort, das euch einen tiefen Einblick gibt über das Geheimnis
der Erlösung, über das Geheimnis Meiner Liebe. Habt ihr erkannt, wie groß
Meine Liebe ist, wie endlos, wie es keine Sünde gibt, die ICH nicht erlösen
kann.
Mag mancher Geist
auch Ewigkeiten MIR widerstreben! Wird jener Geist MIR sein Letztes, wenn auch
sein Bösestes geben, dann werde auch ICH ihm das Höchste geben und er wird
wieder Mein sein und ICH sein. Amen.
-28-
Ihr dürft sehr
erfreut sein, wenn ihr in eurem Leben Menschen kennenlernen durftet, die euch
ein wahres Vorbild gaben.
Habt ihr schon
Menschen in eurem Leben kennengelernt, die wahrhaft gut waren und würdig, euch
ein Vorbild zu sein?
Hättet ihr nur ein
Vorbild unter den Menschen, das wahrhaft edel ist, ICH sage euch, ihr hättet
einen großen Leitstern.
So möget ihr euch
sehr gute Menschen zum Vorbild nehmen, auf daß sie
euch Leitsterne sind zu MIR hin!
Als die Älteren von
euch noch in die Schule gingen, wurden ihnen Heiligenlegenden in der Schule
gelehrt. Damals wurden ihnen heilige Menschen zum Vorbild gegeben. Diese
Vorbilder waren jenen Menschen wie leuchtende Vorbilder. 0 welch ein Segen!
Seht die heutige
Jugend an, welche Vorbilder man ihnen heute zeigt und als groß hinstellt! Es
sind Fußballkönige, es sind Männer mit Macht, es sind Männer mit äußerer
Weisheit und Schlauheit. Es sind Menschen, die nur zum Schein gut oder gerecht
sind.
Aber wo sind wahre
Vorbilder unter den heutigen Menschen?
Wenn ihr auf den Weg
zu MIR gelangen wollt, dann nehmt euch die besten Vorbilder! ICH will euch
einige offenbaren.
Als einst Abel sich bewußt opferte, hatte er eine Liebe, die Meiner Liebe am
ähnlichsten war. Kain strebte ihm nach dem Leben, da
Abel im Segen lebte ob seines Gottvertrauens und seines ehrlichen Strebens. Kain mißgönnte Abel den Segen.
Was machte Abel? Er
gab von seinen Reichtümern Kain. Er gab ihm Liebe. Er
gab ihm Verstehen. Was gab ihm
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Kain dafür? Er haßte Abel noch mehr. Er wollte alles an sich reißen und
deswegen besann er sich, ihn zu töten.
Die Bösen sind
Menschen, die besitzen wollen, was sie nicht verdient haben, was sie nicht
erworben haben in Meiner Gnade. Abel war bereit zum größten Opfer, um seinem
hassenden Bruder alles zu schenken, nur daß sein Herz
eine Stillung fand.
Abel war bereit, Kain das größte Zeugnis seiner Liebe zu geben, nicht nur
alles ihm zu geben, was er irdisch hatte, sondern sogar sein irdisches Leben.
Kain war von dem
Geist der Selbstsucht besessen, von der alten Schlange. Aber Abel hatte Meinen
Erlösergeist in sich und war ein Vorbild, ein Vorläufer Meines Kommens.
Abel war MIR ein
Mensch, der MIR ein Gerechter war, der alles so tat, wie ICH es ihm befohlen
hatte. Deswegen war sein Segen so groß.
Kain aber
widerstrebte MIR, er war MIR undankbar, Er hat Meine Gnaden mißbraucht,
und so blieb ihm der Segen aus.
Als Kain in seinem Innersten erkannte, daß
Abel so viel Segen hatte, besann er sich, wie er den Segen Abels an sich reißen
könnte. Er glaubte, wenn er zuerst Abel beraube, daß
er dann Segen habe. Schließlich sagte er, wenn ich Abel töte, gehört mir
alles!
Doch welch ein
Irrtum! Wahrer Segen kann nicht gestohlen werden, sondern nur von MIR erworben
werden.
Als er Abel
erschlagen hatte, war genau das Gegenteil eingetroffen von dem, was er erhofft
hatte. Anstatt Abel den Segen zu nehmen, hatte er
sein Unheil heraufbeschworen. Er hatte dadurch wider MICH gesündigt. Warum? Er
hatte die Verdienste Abels stehlen wollen. Er hatte an sich reißen wollen, was
er nicht verdient hatte. Er hatte einen Gerechten zum Tode verurteilt, der
nichts Böses getan hatte.
Als ICH einst Mensch
wurde, da ward ICH der Gerechte. ICH war unter den Menschen eurer Zeiten-
-30-
epoche. Was tat ICH
unter ihnen? ICH lebte ganz in Meiner göttlichen Gerechtigkeit. Niemand konnte
MIR nach dem ewigen Gesetz etwas vorwerfen, das ICH nicht gehalten hätte.
Aber warum trachteten
MIR soviele Menschen nach dem Leben?
Sie sahen Meine Macht
und Herrlichkeit und waren MIR so neidig. So waren es
vor allem die Pharisäer und Schriftgelehrten, die da sagten: Dieser JESUS VON
NAZARETH macht uns arm. Er zieht alle zu sich. Bald müssen wir selbst uns das
Brot verdienen.
So haben die
Weltkinder MICH aus rein irdischen Gründen, um ihrer Vorteile willen, verfolgt.
So wird es auch in
eurer Zeit sein, daß man euch verfolgen wird, da ihr
vielen unlieb seid, da ihr die Wahrheit offenbart und diese Wahrheit wider sie
Zeugnis ist.
Aber wißt, wenn es euch geschehen wird, werdet ihr Abel zum
Vorbild haben und auch MICH. Ihr werdet so Meine wahren Nachfolger sein.
Als ICH die Wahrheit
predigte unter den Menschen, da zeigte ICH ihnen alle Dinge in Meinem Lichte,
so, wie sie in der Ewigkeit vor MIR sind.
Alle, die die
Wahrheit hörten, staunten. Sie begriffen - auch dann, wenn sie sich nicht
bereit fühlten, Meine Wahrheit zu erfühlen und sich zu bekehren. So war den
Schriftgelehrten Meine Wahrheit bis ins Tiefste bekannt. Aber sie hatten sich
nicht gedemütigt, nach Meiner Wahrheit zu leben.
ICH sagte ihnen zum
Beispiel: predigt das Gesetz Gottes so, daß ihr jeden
Menschen darauf hinweist, Gott in sich zu suchen!
Dieses war den
Schriftgelehrten ganz unlieb, denn sie hatten zuerst ihren Vorteil im Auge und
wollten, daß alle Menschen nur zu ihnen kämen, auf daß sie sie beten ließen, daß sie
selig werden.
-31-
So waren die
Schriftgelehrten einst nicht Boten Meiner Liebe und Meines Lichtes, sondern
sie waren die, welche die Menschen von MIR fernhielten.
Als ICH den
Pharisäern solches offenbarte, da wurden sie sehr grimmig, denn ICH hatte an
ihrem morschen Baum die Axt angelegt. ICH hatte den Menschen die Wahrheit
gezeigt und sie verstanden, was ICH meinte.
Seht, überall wo ihr
die Wahrheit sprecht, da werdet ihr bei den Ungerechten auf großen Widerstand
stoßen, denn Meine Wahrheit ist den Ungerechten wie ein zweischneidiges
Schwert.
Als ICH durch die
Straßen ging und die Kranken heilte, waren MIR auch viele neidig.
Warum? Sie wollten auch Meine Gabe haben. Sie waren eifersüchtig auf Meine
Kraft.
Aber ICH sage euch:
Wer wahre Liebe zu seinem Nächsten und zu MIR hat, soll die gleiche Gabe
haben, wie ICH sie im Vollmaß besaß.
Meine Gnaden stehen
euch alle offen, - doch erwerbt sie euch! Wenn ein Mensch nach Meinen Gnaden
strebt, ohne den Lohn oder Preis zu zahlen, nämlich die Liebe zu MIR im
höchsten Maße und die Liebe zum Nächsten, dann wird er Meine Gnaden nicht
empfangen.
Wer nach diesen
Gnaden strebt und sagt, er hat die Gnaden, ohne Meine Liebe zu haben, der ist
ein Heuchler.
So gibt es auch heute
Heuchler, die, ohne MICH und den Nächsten wahrhaft zu lieben, sagen, sie haben
die Heilergabe; und es ist doch nur Phantasie.
Wer MICH und den
Nächsten im Vollmaß liebt, wird viele Gnaden haben.
Er braucht die Gnaden nicht zu suchen. Sie werden ihm zufallen.
Als einst die
Pharisäer Meine Gaben sahen, waren sie MIR neidig.
Denn sie hatten erkannt, daß diese Gaben von MIR
Zeugnis gaben. Sie machten MICH schlecht. Sie sagten: Er steht mit dem Obersten
der Teufel in Verbindung.
-32-
Solche Verleumdungen,
Meine Kinder, werden auch euch noch treffen; denn die Finsternis wird alles
versuchen, um euch zu verstören, um euch auf eurem Weg zu hindern. Als ICH
einst den Menschen das Evangelium vom ewigen Leben gab, da habe ICH sie auf
alles Wichtige hingewiesen. Die Menschen erkannten, daß
alles Wichtige darin besteht, daß der Mensch vor MIR
lebe wie ein Kind vor seinem Vater und mit MIR wie in einer Familie lebt und
von MIR, seinem Vater, alles empfängt, wie ein irdisches Kind vom irdischen
Vater empfängt.
Ein irdischer Vater
gibt dem Kind, was er hat. Sei es sein Können, sei es sein Besitz, sei es
Erfahrung. Wenn die Menschen sich als Meine Kinder fühlen und mit MIR, ihrem
Vater, leben, wird ihnen alles von MIR zuteil, alles was ICH habe und bin. Das
war in allem Meine wichtigste Lehre. Als die Pharisäer und Schriftgelehrten
hörten, daß die Menschen sie gar nicht brauchten, da
wurden sie noch wilder. Denn sie hatten Angst, daß
ihr Brotkorb leer würde. Er wurde leerer. Sie hatten nun Angst, daß ihr Verdienst durch MICH aufhörte. Sie setzten alles
daran, daß Meine Wahrheit nicht unter die Menschen
käme, denn Meine Wahrheit zeugte davon, daß jedes
Herz MICH in sich selbst finden kann und durch MICH alles empfangen kann, wenn
es MIR ein Kind ist und ICH sein Vater bin.
Was war der Anlaß, daß die Hohenpriester und die Schriftgelehrten MICH zum Kreuztod verdammen wollten?
ICH will es euch
sagen. ICH hatte so große, selbstlose, grenzenlose Liebe zu allen Wesen, daß ICH alle, die zu MIR kamen, reich segnete und von allen
Leiden befreite.
Stellt euch vor, ICH
habe die Schäflein der Pharisäer und Schriftgelehrten alle überreich
beschenkt.
Die Pharisäer, - was
machten sie? Sie hatten ihre Schäfchen nur ausgebeutet und versklavt. Deswegen
-33-
hatten sie MIR das Ärgste gewünscht, den schmachvollsten
Tod; denn ICH war ihr Gegner.
Wenn ihr MIR heute
nachfolgt in wahrer, selbstloser Liebe, da werdet ihr auch viele Feinde haben;
denn euer Tun wird Zeugnis sein wider sie, die wie die Pharisäer nur nach
Verdienst fragen und nicht nach dem ewigen Heil der Seele.
Als ICH den Menschen
ihre Sünden vergab, da waren die Schriftgelehrten böse; denn die Menschen
sollten doch zu ihnen kommen, auf daß sie Gott
bitten, daß Er ihnen vergebe.
Aber seht, in MIR war
Gott Mensch geworden. ICH vergab ihnen, ICH gab ihnen alles Heil. So machte
ICH den alten Tempel überflüssig und deswegen trachtete er MIR nach dem Leben.
So ist es auch
heutzutage. Wenn ein Mensch ist, der das reine Evangelium predigt, daß ICH jeden Menschen selbst führen will und jedem
Menschen alles geben kann ohne jede Vermittlung, da werden viele auferstehen
und sagen: Nein, nur durch uns könnt ihr selig werden.
Aber das sind die
neuen Schriftgelehrten.
Der Mensch braucht
keinen Mittler der Gnaden. Denn das Herz, die Liebe des Menschen ist der beste
Mittler für alle Gnaden.
So haben MICH die
Templer einst verfolgt und ICH habe nun das Größte getan: ICH habe durch Mein
Leiden und Sterben sie besiegt, sie erlöst.
Ihr wißt, daß die Templer nur so viel
predigten, als es ihnen angenehm war und ihnen einträglich war.
ICH aber habe alles
Meinen Kindern gegeben, alles, so daß ICH ein armer
Vater wurde.
So habe ICH auch
Meinen größten Feinden alles gegeben, Meine ganze Liebe. ICH habe MICH
verblutet für sie. Alles gab ICH ihnen, Mein Leben. So ist es auch heute. Die
größte Liebe haben jene, die alles geben, auch den Feinden, auch jenen, die
ihnen fluchen.
Ihr wißt, Abel war bereit, Kain alles
zu geben. ICH war bereit, Meinen Erzfeinden alles zu geben. ICH
-34-
wollte sie lieben,
auch dann, wenn sie MIR fluchten. ICH habe sie geliebt, auch dann, als sie MICH
gefangen nahmen. Meine Liebe war stärker als ihr böses Tun.
Als ICH MICH von
ihnen binden ließ, habe ICH euch ein großes Maß an Liebe geoffenbart. Aus Liebe
zu den Menschen, die MICH verfolgten, nahm ICH Schmerzen auf MICH. Aus Liebe zu
den Menschen ließ ICH MICH verleumden. ICH nahm die Schmerzen und die Leiden
auf MICH; denn ICH weiß, was ICH erleide, erlöse ICH.
Als man MICH verhörte
und verleumdete, da schwieg ICH. ICH rechtfertigte MICH nicht, denn Meine Liebe
hatte keinen Grund, sich zu rechtfertigen. Meine Liebe gibt, heilt und erlöst,
ohne zu fragen nach Lohn und Dank.
Als man MICH dem Tod
übergab, da ward Meine Seele bis ins Innerste erschüttert. Denn seht, nun mußte ICH Meinen Mördern, denen, die MICH am meisten haßten, die MIR fluchten, alles geben, Meine höchste Liebe.
Könnt ihr begreifen,
welche Liebe in MIR ist, daß ICH Meinen Peinigern
noch in Liebe begegnen konnte?
ICH litt Todesqualen,
ICH nahm die Todesqualen auf MICH und liebte sie, die MIR die Todesqualen brachten.
ICH liebte bis in den Tod.
Als man MICH
schließlich ans Kreuz schlug, da vollbrachten jene, die MICH haßten, ihr ärgstes Werk. Welches? Ihre Liebe, die doch ein
Anteil von MIR war, eine Gnade von MIR, hatten sie nun völlig gegen MICH
gerichtet wie Feinde.
Diese Menschen waren
auch Meine Kinder. ICH hatte sie geliebt und liebe sie noch. Sie sind in
ärgster Feindschaft wider MICH gezogen. Sie hatten den, der sie im höchsten Maß
geliebt hat, verraten. Um sie noch lieben zu können, mußte
auch Mein Herz sich in die höchste Demut begeben.
Stellt euch vor, der
heilige und übergute Vater läßt
sich von unerzogenen Kindern zu Tode martern. Dennoch vergibt Er, segnet sie
und liebt sie.
Als das Werk geschah,
daß ICH am Kreuz litt, da litt ICH die Sünden der
Menschen, die MICH haßten.
-35-
Wenn da eine Seele
war, die MICH haßte, so war MIR dies eine Höllenqual.
Warum? ICH habe den Haß, der MIR zugesandt wurde, in
Meinem Herzen erlitten und umgewandelt. ICH habe für Haß
Liebe gegeben, für Fluch Segen, für Unheil ewiges Heil.
Aber ihr wißt, wenn Menschen euch einen Streich geben, so tut es
weh. Es tat auch MIR weh, daß die Menschen Meiner
fluchten. Aber seht, ICH trug diesen Fluch und ICH rang durch Meine Liebe
solchen Fluch nieder. ICH durchrang den Fluch zum Segen.
Als alle Schmach an
MIR wie ein unendliches Gewicht hing, das MICH wie in die Hölle zog, da seufzte
auch Meine Seele. Denn seht, so groß ist die Bosheit der Gottlosen, daß sogar Gott Mühe hat, diese in seiner Liebe wieder
umzuwandeln.
Da ward Meine Seele
wie verlassen. Keinen hatte ICH, der MIR half. ICH hatte wohl Seelen, die MICH
liebten. Aber ihre Kraft reichte nicht aus, um MIR zu helfen im wahren Sinne.
So rang ICH allein
mit den Sündern der Welt. ICH habe sie wie ein Opferlamm getragen. Da ICH sie
trug, trug ICH sie zur Erlösung.
Als Mein Leib zu Tode
gemartert war, da hatten Meine Feinde Freude in sich. Es war eine höllische
Freude. Sie glaubten, MICH besiegt zu haben.
Aber wißt, Meine Liebe hat nie gewankt zu Meinen Kindern.
Anstatt daß ICH sie haßte,
habe ICH sie geliebt. Das begriffen Meine Feinde nicht.
ICH habe sie geliebt
in allen Martern. ICH habe jenen Fluch umgewandelt in Segen. Jedes Lästerwort
habe ICH ihnen zurückgegeben in einem Segen. Da ICH ihnen nur Gutes wiedergab,
war ICH ihnen kein Echo des Bösen, sondern im Guten. Je mehr die Bösen Meiner
fluchten, desto lieber wurde ICH. Bis sie schließlich einsahen, welche
Narrheit in ihnen Platz nahm.
Als selbst Mein
höchster Gegner einst von dieser Meiner Liebe empfing, da war er beschämt bis
ins Innerste; denn er gewahrte, Meine Liebe ist doch
-36-
stärker als seine
Bosheit.
So ist auch Meine
Liebe heute stärker denn alle Bosheit der Welt. Meine Liebe überzeugt. Sie
überzeugt ewig. Sie ist der Sieg.
Mag ein Mensch auch
zutiefst fallen. Es kommt für jede Seele der Moment, wo sie einsieht: Gott ist
mein bester Freund. Er hilft mir, Er segnet mich über alles Verstehen.
So wird dereinst auch
die Finsternis selbst, so werden die Gottlosen wie reuige Seelen zu MIR kommen
und eingestehen:
"Herr, wir waren
die Dümmsten in Deinem Reiche, denn wir haben uns vor Deiner Gnade verschlossen
und haben so selbst die Hölle, die Gottferne geschaffen."
So muß heute in euren Tagen die höchste Liebe geoffenbart
werden, daß das Tiefste überwunden werden kann. Denn
in euren Tagen wird die Höllenmacht sich auch offenbaren, die tiefste
Höllenlüge. Damit die Höllenlüge nicht überhandnimmt, muß
ICH euch Mein höchstes Himmelslicht geben; denn nur Mein höchstes Himmelslicht
hat die Kraft, das am tiefsten Gefallene zu überwinden und zu erlösen.
Ihr wißt, diese Erde ist ein Schauplatz, wo sich der Geist der
Finsternis manifestiert, sei es durch Menschen, sei es durch Ideen, sei es
durch Systeme.
Aber ICH habe auch
Meine Offenbarung. ICH offenbare MICH in Meinem Geist in vielen Herzen. ICH
offenbare MICH in Meiner Macht in allem Geschehen. ICH offenbare MICH Selbst
unter den Meinen, daß sie nur noch den sehen, der
einst aufgefahren ist als Mensch und zurückkam als Gott.
Es ist die Zeit
gekommen, wo die tiefste Lüge geoffenbart wird unter den Menschen. Aus diesem
Grunde werde ICH auch die höchste Wahrheit Meiner Himmel offenbaren, denn sie
gibt euch den Sieg.
Diese Wahrheit
lautet: ICH liebe alle Feinde so sehr, daß MIR keiner
mehr widerstreben kann. ICH bin
-37-
ein Feuer, das alle
Feinde verzehrt. So ist vor MIR kein bleibender Gegner. Alle werde ICH an MICH
reißen und verwandeln. Die einen zum Leben, die Anderen zum Tode.
So möget ihr in euren
Tagen von MIR einen Lichtblick bekommen haben in die zukünftige Zeit; denn was
ICH euch heute geoffenbart habe, ist ein Blick in kommende Tage.
Was einst geschah an
Abel und MIR, wird auch in Zukunft geschehen an den Meinen.
Aber der Sieg, den
Abel erfochten hat und der Sieg, den ICH erfochten habe einst, der wird auch in
Zukunft von Meinen Kindern erfochten. Es wird der letzte und höchste Sieg sein.
So wiederholt sich
alles in der Schöpfungsgeschichte. Aber die Schöpfungsgeschichte hat nun einen
Punkt erreicht, wo das Tiefste von MIR Selbst aufgegriffen wird und die
höchste Gottesmacht darüber ausgegossen wird, so daß
die tiefste Hölle durch Meine Liebe ausgebrannt wird.
Wer nicht mit MIR
ist, wird von Meinem Feuer zerstört. Nicht daß ICH
ihn auflöse, daß er nicht mehr wäre. Er ist noch,
doch in lauter Atomen.
So ist die
Heilsgeschichte dahin gereift, daß der innerste Kern
der Finsternis überwunden wird und die ganze Schöpfung zurückgeführt wird in
Mein ewiges Licht. Denn das Tiefste ist überwunden. Amen!
J.W. 11.4.1970
-38-
Diese Frage finden
viele von euch wichtig.
ICH sage euch: Viele
dienen MIR, aber nicht alle dienen MIR ganz in Meinem Willen. ICH will euch
das Warum erklären.
Ein Mensch, der in
Meine Schule geht, den werde ICH Selbst belehren. ICH werde ihm Meinen Geist
geben und ihm selbst Mein Wort eröffnen, so daß er
Meinen Willen ganz klar ersieht.
So ist geistige Reife
die Grundlage, um Mein Wort zu verstehen, um Mein Wort und Meine Wahrheit
erfüllen zu können.
So sage ICH: Viele
suchen MIR zu dienen. Aber nur wer geistig reif wurde durch Meine Schule, der
wird auch den Geist haben, Mein Wort zu verstehen und Meinen Willen wissen, um
es zu erfüllen.
So ist wahrhaftig die
geistige Reife Grundbedingung, um MICH verstehen und MIR nachfolgen zu können.
Wodurch wird geistige
Reife erzeugt?
Erstens durch die
Demut, zweitens durch den Gehorsam, drittens durch die Liebe.
Ein Mensch, der vor
MIR demütig ist, bereitet sich innerlich, MIR zu dienen. Er will MIR, dem
Herrn, ein Diener sein ohne eigenes Wollen. Er ist MIR ganz zu Diensten.
Die zweite Tugend zur
Gewinnung wahrer Geistigkeit ist Gehorsam. ICH gab euch Mein Wort. Doch wer
kann von euch sagen, daß er Meinem Worte schon
gehorsam war oder ist?
Demut ist das
Fundament, um gehorsam werden zu können. Viele sagen, daß
sie MIR nachfolgen. Doch sehe ICH auf ihren Gehorsam, dann sehe ICH oft: sie
kennen Mein Wort, doch sie tun es nicht.
So muß ICH sagen: Solange sie Mein Wort nicht erfüll-
-39-
len im Gehorsam,
solange fehlt ihnen wahre Geistigkeit, solange haben sie Meinen Geist nicht,
der ihnen Mein Wort enträtselt.
Was ist Gehorsam?
Demut ist
Selbstüberwindung. Gehorsam ist heiliger Eifer in Meinem Leben.
Doch eine dritte Gabe
muß der Mensch erringen, um wahrhaft geistig zu
werden. Es ist die Liebe.
Die Demut macht den
Menschen vor MIR klein. Gehorsam macht den Menschen vor MIR tätig. Liebe aber
macht MICH im Menschen groß, sie schafft wahre Geistigkeit.
Was ist Liebe?
Liebe ist, wenn Mein
Geist die Herzen entzündet und in den Menschenherzen brennt, wenn ICH sagen
kann: ICH bin eure Liebe geworden und euer Leben.
MICH lieben heißt
mehr, als nur fromme Gefühle für MICH zu haben. MICH lieben heißt, MICH in
Meiner Ganzheit lieben, auch dann, wenn ICH euch menschlich gesehen, nicht
immer angenehm erscheine.
ICH sage euch: Meine
Jünger liebten MICH, so lange ICH unter ihnen war als den Geber aller Gaben.
Aber als ICH den Kreuzweg antrat, da haben sie sich fast alle an MIR gestoßen.
Sie liebten MICH hier in vielem nicht mehr. Sie liebten Meinen Opferweg nicht. Sie liebten MICH in Meiner Wahrheit und
Liebe noch nicht vollkommen.
Betrachtet einmal
Petrus, wie er sagte: Herr, das wirst Du doch nicht tun! - Dich kreuzigen
lassen.
Da mußte ICH ihm das schwere Wort sagen: Weiche von MIR,
Satan!
Seht, er liebte MICH
noch nicht, sondern einen menschlichen Geist. Er glaubte, daß
ICH dabei etwas verliere, wenn ICH an das Kreuz gehe. Aber ICH sage
-40-
euch: Indem ICH Mein
irdisches Leben dahingab, gewann ICH für euch das ewige Leben.
So war das kleine
Opfer unendlich wichtig, um euch einen großen Sieg zu vermitteln.
Petrus wußte, daß ICH in Meinem Wort
wahr bin und auch Mein Wort erfüllen werde. Er glaubte, MICH von Meinem Wort
abhalten zu können. Aber ihr wißt, Mein Wort ist
Wahrheit und Mein Wort gilt für die Ewigkeit.
Petrus und viele
Meiner Jünger verstanden MICH nicht in Meinen letzten Dingen. So mußte ICH sagen: Sie liebten MICH noch nicht vollkommen;
denn das Kreuz, das ICH so liebte, liebten sie noch nicht.
Sie erwarteten auch
von MIR ein Leben etwa so wie bei den Pharisäern, die in ihren Tempeln saßen
und sich feiern ließen.
ICH aber ließ MICH
nicht feiern. ICH diente Tag und Nacht. ICH schuf für das Heil der Seelen. ICH gönnte MIR keine Ruhe. ICH schuf unermüdlich. Noch mehr,
ICH habe nicht das Meine gesucht, sondern das eure. ICH habe nicht Meine Freude
gesucht, sondern eure Freude. Dies mußte ICH bezahlen
durch Mein Leid.
Ihr wißt, als ICH am Kreuz hing, da gerieten viele Meiner
Jünger wie außer sich. Sie haben MICH nicht mehr verstanden. Der Meister ist
gestorben, sagten sie. Der Meister hat uns verlassen. Wir sind allein. So
dachten sie.
Sie liebten MICH im
letzten noch nicht vollkommen, denn das, was sie an MIR erlebten und liebten,
das war noch Menschliches.
Als ICH ihnen aber
dann wieder erschien, da fanden sie Meine Göttlichkeit und fingen an, sie zu
lieben.
Als sie dann Mein
Unsterbliches liebten, das, das über allem Tode siegreich herrscht, da wurde
ihre Liebe zu MIR wahrhaft heilig und erlöst.
Seht, liebt ihr MICH
auch dann, wenn ICH euch oft menschlich unverständlich bleibe oder macht ihr es
Meinen Jüngern gleich, die sagten: Herr, das wirst
-41-
Du doch nicht tun,
von uns Opfer und Dinge erwarten, die uns sehr unangenehm sind.
Seht, durch Meine
Bitternis habe ICH euch Freude bereitet. Einer muß
leiden, damit viele selig und glücklich werden.
Wer Mein Kind sein will,
der sei bereit zum Leiden; denn ICH sage euch: Himmlische Freude wird in dieser
Welt durch Leid bezahlt.
Wer MIR nachfolgen
will, der trage ein Kreuz MIR gleich! Er mache es nicht wie die Menschen, die
da fröhlich sind und tanzen. Er suche seine Freude im Leid, im Tragen eines
Kreuzes zum Heil vieler.
Liebt MICH der Mensch
von heute noch?
ICH sage euch: Die
Liebe zu MIR ist unter den meisten Menschen erkaltet. Würden MICH die Menschen
lieben, wenn ICH sagen würde: Leide für MICH, dann wirst du dereinst ewig
selig sein! Arbeite am Seelenheil anderer, auch wenn es dir großen Schmerz
einbringen wird! Gehorche MIR auch dann, wenn die ganze Welt wider dich ist,
wenn du allein stehst, verlassen und verraten und geschlagen!
Liebt ihr MICH da
noch? Liebt ihr da Mein Wort?
Liebt ihr MICH in
Meinem Worte?
Ihr wißt, viele Meiner Jünger verließen MICH, als ICH von
Meinen Feinden gebunden wurde. Warum? Sie verstanden MICH nicht mehr. Sie
liebten Mein Tun nicht mehr. Aber Mein Tun war eine Offenbarung Meiner Liebe,
Meiner Selbst.
Die Menschen
glaubten, ICH sei töricht, da ICH an MIR Hand anlegen ließ und MICH Meinen
Feinden und ihren bösen Werken übergab.
Warum übergab ICH
MICH Meinen Feinden?
ICH war das
Schlachtopfer. ICH war ihnen das Opfer, über welches sie alle Schuld und alle
Not der Welten
-42-
schütten konnten.
So ist es wahr, MICH
traf aller Fluch der Menschen und der Geister, alle Verleumdung, alle
Lästerung, alle Bitternis. Ja, was sich die Menschen je taten, was noch ungesühnt
war, das traf MICH, das Opferlamm.
Ihr wißt, wie sich die Menschen bekriegen. ICH stellte MICH
zwischen ihre Fronten und sie schlugen auf MICH ein.
Seht, das ist ein
Leid, das MICH getroffen hat, das euch unermeßlich
scheint. Wahrhaft, es ist unermeßlich.
ICH gab MICH zum
Sühnewerkzeug, damit alle Schuld an MIR ausgetragen und MIR aufgeladen werde,
denn seht, ICH bin der Altar, auf welchem ein Feuer brennt, das alles erlöst.
ICH bin Jener, der
alles verwandelt, was je an Schuld Ihm überbracht wird.
Meine Feinde
glaubten, MICH nun zu besitzen und zu besiegen. Sie gaben MIR all ihre
Lästerungen in Form von Geißelschlägen und Verhöhnungen,
von Fußtritten und indem sie MICH anspieen. Sie gaben
MIR ihr Böses und ICH gab MICH ihnen zum Opfer. ICH nahm alles dankbar an.
Warum? ICH wollte die Schuld der Menschen auf MIR lasten lassen. Denn ICH sage
euch: Wäre ICH damals nicht als Mensch
das Opferlamm geworden, die Menschheit in der Zeit hätte sich fast völlig zerfleischt.
Denn der Haß unter den Menschen war zu groß geworden.
So ließen die
Menschen damals, geistig gesehen, ihren Haß und ihren
Zorn an MIR aus. ICH tilgte ihren Haß in ihren
Herzen.
Seht, ihr sollt es
MIR gleich machen! Auch euch wird vieles aufgetragen, das euch bitter
erscheint.
ICH sage euch: Ihr
steht auch inmitten von Fronten. Ihr seht oft, wie Menschen sich bekriegen.
Stellt euch zwischen die Fronten und sagt:
Ich will auch ein
Opferlamm sein. Du triffst nicht den Anderen, sondern mich.
-43-
Ja, ICH sage euch:
Stellt euch zwischen die Fronten! Da kann sein, daß
die streitenden Parteien euch angreifen, euch auch verhöhnen und spotten und
schlagen. Aber dadurch werden die feindlichen Parteien in Eintracht kommen.
Warum? Ihr werdet ihre Schuld tilgen. Ihre Schuld wird an euch ein Ende finden
und sie werden sich wie Brüder wieder finden.
Die Finsternis hatte
einst die Menschen so blind gemacht, daß sie
glaubten, im Nächsten nur ist der Feind, sie müßten
den Nächsten ausrotten, dann ist die Finsternis ausgerottet. Aber sie wußten nicht, daß in ihrem
eigenen Herzen die Finsternis wohnte, und sie nur die Finsternis fanden, die in
ihrem eigenen Herzen wohnte.
So haßten sich damals die Menschen etwa so wie heute. Jeder
sah im anderen einen großen Feind. Jeder sah aus seiner eigenen Finsternis auf
die Finsternis um sich.
So kann ICH sagen,
die Finsternis hatte sich nicht gegenseitig aufgerieben. ICH hatte MICH
zwischen ihre Fronten gestellt und sie sahen nun MICH als ihren großen Feind
und schlugen auf MICH ein.
ICH habe die Feinde
auseinandergehalten und zog MIR so alle Finsternis zu.
Als ICH alle
Feindseligkeit auf MICH geladen hatte, seht, da wurde wieder eine gewisse Zeit
Friede; da konnte ein neuer Geist die Menschen durchleuchten.
Die Menschheit damals
stand in einem ähnlichen Zustand wie heute. Sie hatte ihren Auftrag, welcher
ihr gegeben ward für jene Jahrtausende, nicht erfüllt.
Was hätte die
Menschheit zu Meiner Zeit erfüllen sollen?
Das Mindeste wäre
gewesen, daß sie in die Demut gegangen wären und
Gehorsam gelernt hätten. Denn das Alte Testament stand unter dem Gehorsam. Aber
wer war MIR gehorsam? Sie waren nur der Finsternis gehorsam mit wenigen
Ausnahmen.
Da sie ihren Auftrag,
den rechten Gehorsam, nicht
-44-
erlernten, so waren
sie unerfüllt und ihren falschen Göttern gehorsam. Diese suchten die Menschen
untereinander zu zerfleischen.
Als aber ICH kam, da
gab ICH der Menschheit einen neuen Auftrag: LIEBE! Wer demütig ist und in MIR
den Grund, seinen Gehorsam, findet, der wird MICH in sich als seine Liebe
erwecken und ICH werde seine Liebe sein.
So ist das neue
Jahrtausend und die kommende Zeit eine Zeit zur Verwirklichung Meiner Liebe und
zur Auferstehung Meiner Selbst als Liebe und Leben.
Ihr wißt, auch die Menschen heute sind innerlich unerfüllt, da
sie ihren Auftrag für jenes Jahrtausend nicht erfüllten. Sie sind innerlich
leer und hohl.
Ihr steht heute in
einer Zeit, wo gerade die falsche Liebe so gepredigt wird. Seht, das ist der
Abgott.
Damals waren die
Menschen gehorsam ihrem bösen Geist. Als aber ICH den Gehorsam gegenüber dem
urheiligen Gottwesen lehrte, da war dieser gegen den Gehorsam ihrer falschen
Götter gerichtet.
ICH war ihnen so wie
ein Eckstein, an welchem sie sich stießen, an welchem sie sich vergriffen, den
sie aus ihrer Welt schaffen wollten.
Aber ICH war doch der
Eckstein, auf welchen das neue Reich gebaut werden mußte.
ICH habe MICH den
Menschen in den Weg gestellt und sie mußten sich an
MIR entscheiden. Das, was sie an MIR taten als ihrem scheinbaren Feind, nahm
ICH an; denn ICH sage euch: Die der Welt gehorsam sind, betrachten MICH als
Feind. ICH bin der, der der Welt widerstrebt, der dem Herrn der Welt wahrhaft
den Krieg erklärte. ICH will seine Macht zerbrechen und seine Reiche durch Mein
Licht überwinden.
Als ICH in die Welt
kam, habe ICH wahrhaft Feindschaft erzeugt. Aber nicht indem ICH feindselig
war, sondern indem ICH das Gesetz des göttlichen Gehorsams und der göttlichen
Liebe lehrte.
Die Weltgeister
wurden dadurch feindselig wider
-45-
MICH, da ICH ihr
altes Reich aufhob und ihnen die Macht absprach, die Menschen weiter zu
versklaven.
So hat die Finsternis
durch MICH einen großen Kampf erlebt. Ihr wißt, an
MIR hat die Finsternis ihre Kraft versucht, aber sie ist an MIR gescheitert.
Warum? Die Pfeile des Bösen haben MICH im Geiste nicht getroffen. So haben
wohl die Finsternis und die Geister MICH geschlagen und verhöhnt, aber Mein
Geistwesen konnten sie nicht treffen. Sie konnten nur Mein Fleisch schlagen
und schänden.
Als die Geister der
Finsternis sahen, daß sie Mein Urwesen nie treffen
können, da gaben sie ihre Marterungen an Meinem Leibe auf. Sie wußten, keine irdische Macht kann MICH besiegen, auch
keine irdische Macht kann Mein ewiges Leben MIR nehmen; denn ICH bin das ewige
Leben selbst.
Als all ihr böses
Werk nicht den geringsten Erfolg einbrachte, da hörten sie auf, wider MICH zu
kämpfen.
Seht, das war Mein
Sieg!
An MIR wird sich die
Finsternis weiter messen, aber sie wird eingestehen: ICH bin unbesiegbar.
Warum? ICH bin Geist, den materiellen Geistern nicht ergreifbar.
Meinen Leib konnten
sie wohl töten. Aber seht, es war nur Mein Kleid, das ICH angezogen hatte. ICH
war es nicht selbst.
So konnten die
Geister damals Mein Fleisch unendlich schinden. Aber ICH habe Mein Fleisch neu
und herrlich gestaltet in Meinem Auferstehungsleib, in welchem ICH MICH euch
wieder ersichtlich mache.
Die Geister damals
haben MICH als den Eckstein gefunden, aber als einen Stein des Anstoßes.
Ihr aber sollt MICH
als den Leitstein zum ewigen Leben finden.
Seht, so haben MICH
einst die finsteren Geister gehaßt. Ihr aber sollt
MICH lieben. Ihr sollt MICH in allem lieben. Wo ihr MICH noch nicht liebt in
Meinem Willen und in Meiner Wahrheit, dort liebt ihr MICH noch nicht
vollkommen.
-46-
Was würdet ihr sagen,
wenn ICH es euch erklären würde wie Meinen Jüngern?
ICH sagte ihnen zum
Beispiel: Geht nun in jene Stadt und predigt Mein Evangelium! Die Menschen
werden euch vorerst anhören, dann werden sie euch verspotten, euch binden und
in die Kerker werfen. Dann predigt aber auch in den Kerkern, denn so ist es
Mein Wille. In dieser Welt ist Meine Wahrheit geknechtet. Aber auch in der
Knechtschaft macht sie frei.
Meine Jünger hatten
hier ein großes Maß an Selbstüberwindung, sie gingen bewußte
Opfer ein.
Seht, hier hatten sie
sich an MIR nicht mehr gestoßen, denn sie hatten bereits einen Heiligen Geist.
Sie liebten Meine Wahrheit und Meinen Willen und waren MIR so eins.
ICH weiß, ihr liebt
nicht das Leid. ICH sage nicht, daß ICH das Leid als
solches suchte, auch nicht für euch. Aber ICH suche euch einen Dienst zu geben,
der euch auch Leid einbringen wird; denn das Gute in dieser Welt wird immer
durch Leid bezahlt.
Habt ihr noch nicht
erkannt: Die in der Welt leiden, werden im Himmelreich selig sein. Aber die auf
der Welt Freudenfeste feiern, die werden die Geringsten in Meinem Reiche sein.
Die Welt haßt MICH in vielem. Warum? Sie liebt nicht das Kreuz. ICH
aber sage euch: Nur wer sein Kreuz und Mein Kreuz trägt, der wird das ewige
Leben haben.
Wer sein Kreuz trägt,
ist jener, der sich überwindet in Demut, Gehorsam und Liebe.
Wer aber Mein Kreuz
trägt, ist der, der für MICH trägt, der mit MIR Lasten trägt, die ICH ihm aufbürde,
indem er für andere trägt, damit es ihnen wohlergeht.
Die für MICH tragen,
treten in ein bewußtes Opferleben.
Wer kann von euch sagen, daß er MICH so liebt, wenn
ICH solches von euch begehre?
-47-
ICH sage euch: Aus
der Dornenkrone wird die Krone voll Licht und Herrlichkeit.
Wer nicht mit MIR
litt, wird sich nicht mit MIR freuen. Wer nicht mit MIR trug, den werde ICH
nicht vollkommen tragen. Wer nicht alles MIR gab, dem kann auch ICH nicht alles
geben.
Habe ICH doch einst
gesagt: Selig sind, die sich an MIR nicht stoßen. Wie oft habt ihr euch an MIR
gestoßen, wenn ICH von euch Dinge erwartet habe, die euch menschlich nicht
immer gefielen?
Aber ICH muß dennoch bei Meinem Worte bleiben und muß sagen: Ehe ihr MICH in Meiner Wahrheit nicht liebt,
liebt ihr MICH nicht. Solange ihr MICH nicht liebt, habt ihr nicht das ewige
Leben. Denn wer MICH liebt in Meinem Worte, der besitzt MICH als seine Liebe
und sein ewiges Leben.
Wie wäre es, wenn ICH
heute auf diese Welt käme und Meine Wahrheit den Menschen gäbe? Glaubt ihr, daß ICH mehr Anhang finden würde als einst?
Seht, nun komme ICH
zu den Gemeinschaften zurück: Wer würde da in den Gemeinschaften MICH noch
weiter lieben?
Suchen sich nicht
viele in den Gemeinschaften ein gemütliches, freundliches Leben? Aber Mein
Leben ist dornenreich und auch beschwerlich.
Wer liebt aus den
Gemeinschaften MICH?
ICH sage euch: Die
Gemeinden als solche sind wie große Ställe Meiner Schafe. Es werden immer wenig
Schafe aus den großen Ställen MICH wahrhaft lieben.
So habe ICH in allen
Ställen wahre Schafe. Aber ICH habe keinen Stall, wo ICH sagen kann, daß alle Schafe MIR ganz recht sind.
So werden sich aus
allen Ställen immer nur einzelne erwählen lassen, die MICH erwählen, die MICH
auch lieben bis zum Kreuz und bis zum Tod.
ICH sage euch: Die
Gemeinschaften sind MIR alle
-48-
recht, wenn sie MIR
gute Frucht bringen. Aber wer liebt MICH bis zum Kreuz?
Seht, da gibt es nun
wahrhaft Gemeinden, die in großer Zahl MIR in solchem Maß getreu werden wollen
und in solcher Treue stehen, die wahrhaft bereit sind, MIR nachzufolgen und
kostet es ihr Blut und Leben.
ICH liebe alle
Gemeinden. Aber nicht alle Gemeinden lieben MICH gleich.
Seht, das ist Mein
Maß. Ihr sollt nicht sagen, daß ICH eine Gemeinde in
den Himmel hebe, die andere aber stürze.
Die MICH am meisten
lieben, denen werde ICH MICH am meisten offenbaren. Denen ICH MICH am meisten
offenbare, die haben das größte Maß an Meinem Heiligen Geist und an Meinen
Offenbarungen.
ICH sage: Jene
Gemeinden, welche zur höchsten Liebe zu MIR bereit sind, denen werde ICH das
höchste Maß an Heiligem Geist geben.
Würde ICH nun die
einzelnen Gemeinden prüfen, inwieweit ihre Opferbereitschaft vorhanden ist und
sie MICH auch in Meiner Opferliebe lieben, so sage ICH euch: Diese Gemeinden
sind dünn gesät.
Mit MIR freuen wollen
sich alle, mit MIR leiden aber wenige. ICH sage euch: Wer MIR wahrhaft Opfer
bringt und sich eher Leid als Freude in Meinem Dienst schafft, der ist MIR
angenehm.
So sage ICH nur: Wer
MICH liebt bis zum Kreuz, bis zu Meinem Opfer und auch bereit ist, Mein Kreuz
und Mein Opfer auf sich zu nehmen, der liebt MICH wahrhaft.
Ihr wißt, Meine Jünger starben fast alle einen Opfertod. Nehmt
sie zum Vorbild!
Nicht daß ICH ihnen das Opfer als solches aufzwang. Sie liebten
MICH so sehr, daß sie auch Mein Opfer auf sich
nahmen. Sie wollten MIR gleich sein. Sie wollten
-49-
keine geringere Liebe
haben als ICH sie selbst hatte im Herzen.
Seht, welch
leuchtende Beispiele!
ICH sage euch: ICH
suche nicht das äußere Opfer als solches, sondern euren Dienst für MICH.
Ihr müßt wissen, ICH suche nie ein äußeres Martyrium. ICH
will, daß ihr Meinen Willen erfüllt, den ICH euch
gab.
Bringt jener Mein
Plan euch dann Leiden, so nehmt sie an, doch sucht nicht das Leid, sondern
Meinen Auftrag zu erfüllen!
Bringt er euch Leid,
so nehmt es als eine Dornenkrone, die euch zur Himmelskrone wird!
ICH sage euch: Wer in
Meinem Dienst ist, der wird auch dornengekrönt. Warum? Meine Herrschaft ist der
Welt wie ein Hohn. Sie verlachen auch eure Herrschaft in Meinem Namen.
Aber ihr sollt
wissen, in dieser Welt bin ICH verborgen und auch Meine Herrlichkeit. Ihr lebt
in der Fremde und Einsamkeit. Aber dereinst in Meinem Reiche werdet ihr zu
Hause sein. Doch die Kinder dieser Welt werden dann in der Fremde sein,
vielleicht auf ewig, so lange, bis auch sie lieben lernen, um sagen zu können:
Herr, ich bin nur bei Dir zuhause in Deiner Liebe, in Deinem Geist, in Deiner Wahrheit.
So seht ihr, wollt
ihr die Gemeinden prüfen, so prüft ihren Geist! ICH sage euch aber: Sucht nicht
Gemeinden als solche, sucht die Menschen, die Einsamen!
Denn überall sind nur
Einzelne, die MICH wahrhaft lieben. Aber sie sind gar selten. Seht, diese
seltenen Früchte sind die Früchte an Meinem Baume des ewigen Lebens.
So sage ICH nicht,
geht zu jener Gemeinde oder zu jener! ICH sage: Folget MIR nach! Liebet auch
Mein Kreuz! Denn ohne Kreuz keine Auferstehung und kein ewiges Leben.
Mit MIR freuen wollen
sich alle. Doch bürde ICH
-50-
ihnen eine Last auf
in Meinem Dienst, dann werfen sie das Kreuz und MICH nieder. Sie wissen nicht:
MIR kann nur dienen, wer auch mit MIR leidet! Denn in dieser Welt habt ihr
Angst. Aber seid getrost: ICH habe die Welt überwunden und euer Leid in ewige
Freude verwandelt.
ICH sage euch: Wer im
Leibe Freude sucht, hat Seelenpein. Wer aber in der
Seele Freude sucht, der hat ewige Wonne in Meinem Reiche.
Ihr könnt euch
aussuchen, wo ihr euren Schatz finden wollt. Wenn in der Welt, dann ist euer
Heil nur für Stunden, aber Unheil in der Unendlichkeit.
Sucht ihr aber euer
Heil in der Ewigkeit, so müßt ihr viel in der Welt
leiden; denn die Gerechten leiden auf dieser Welt viel. Diese Welt ist ein
Reich der Finsternis, solange Meine Herrschaft noch nicht vollkommen angetreten
ist unter den Menschen.
So wißt ihr nun, wie ICH euch, euer Inneres, eure Aufgaben und
auch eure Berufungen sehe.
Lernt daraus! Amen.
J.W. 7.2.1971
-51-
ICH habe starke
Wächter unter euch gestellt.
Auf dieser Erde
geschieht ein großes Wunder.
ICH sage euch: Diese
Erde ist ein großes Schlachtfeld. ICH habe auf diese Erde hohe Geister
gesetzt, die in diesem letztem Kampf für MICH den großen Sieg vollbringen.
Ihr könntet fragen:
Herr, wo ist in
Deinem Himmel der Zentralsitz?
ICH sage euch: Diese
Erde ist der Zentralblick und das Zentralfeld. Was in eurer Welt geschieht, ist
wichtiger als was in den jenseitigen Welten geschieht; denn hier vollzieht sich
ein heiliges Mysterium.
Luzifer wird in den
großen Zweikampf gestellt. Meine Engel sind daran, als seine großen
Geschwister nun von ihm Rechenschaft zu fordern. Luzifer wird herausgefordert.
So wird es sein, daß große Engel Luzifer herausfordern und von ihm Rede und
Antwort verlangen.
Es wird sein, daß Meine großen Engel Satana in
die Enge treiben. So werden zuerst Satana und ihr
Gefolge durch Meine Engel überwunden. Dann erst werden die Erde und die
Menschheit frei sein.
Das große Mysterium
der Umwandlung dieser Erde geschieht, indem durch Meine von Meinem Geiste
erfüllten Engel die Hierarchien der Hölle überwunden werden.
So haben sich sehr
starke Himmelsgeister in eure Mitte gestellt. Diese werden mit Meiner Kraft
Millionen finsterer Mächte niederzwingen.
Was ihr äußerlich
seht, ist nur ein kleines Beiwerk dieses großen Kampfes.
ICH sage euch: Es
haben sich sehr viele hohe Geister in diese Welt gestellt, um geistig Satana mit ihrem ganzen Heer zu schlagen.
Doch wann wird der
große Sieg vollbracht sein?
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ICH sage euch: Es
liegt am Opferwillen Meiner Kinder .
Meine Engel sind alle
ausgestattet mit einer großen Kraft. Aber sie werden nicht mit Meiner Allmacht
die Hölle besiegen, sondern durch ihren Opfergeist.
ICH war ihr großes
Vorbild. Sie wollen MIR in vielem ein Gleiches tun.
So wird es sein, daß Mein Opferwille Satana endgültig
besiegt. Der Opferwille in Meinen Kindern wird so stark sein, daß sie sich nicht wehren kann, daß
sie sich ändern muß oder fliehen muß.
Warum ist der
Opferwille eine so große Macht in der letzten Zeit, im großen Gericht?
Der Opferwille ist
die Kraft, der die Finsternis endgültig besiegt. Der Opferwille zwingt nicht
mit Gewalt, sondern er zahlt der Finsternis so viel aus, daß
sie alle Seelen loslassen muß. Der Opferwille ist ein
erneutes Freikaufen der Seele.
Stellt euch dies vor:
Der Opferwille Meiner Geister ist so groß, daß alle
Schuld, die Menschen nun ständig vollbringen, nun durch den Opferwillen auch
Meiner Kinder getilgt wird.
Wenn ihr Opfer bringt
für eure Geschwister, so wird dies jeweils ein Freikaufen sein. Ihr tretet
dadurch in Meine Fußstapfen; und da ihr Opfer bringt, gilt für alle Welt Mein Golgathawunder nun ganz persönlich.
Ihr wißt, Mein Golgathawunder
geschieht nur dann an den Menschen, wenn sie es gläubig annehmen.
Wenn ihr für sie
opfert, werden selbst die Ungläubigen um eures Opfers willen angenommen,
obgleich sie noch nicht glauben.
So wird es sein,
indem ihr opfert, kauft ihr die Menschen von der Finsternis frei. Die
Finsternis wird die Menschen loslassen müssen; denn ICH habe es so bestimmt.
Wenn ihr Menschen in
der Finsternis wißt, dann
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opfert für sie! So
werdet ihr sie freikaufen.
Dies ist die große
Abmachung, die ICH einst mit Luzifer machte. Wider jenes Lösegeld wird er
machtlos sein. So wird eure Waffe nicht das Schwert der Wahrheit sein, sondern
das Kreuz des opfernden Geistes.
Was ist opfernder
Geist?
ICH sage euch: Wenn
ihr euch selbst verleugnet und Opfer bringt, damit andere selig werden, dann
zahlt ihr und kauft die Menschen frei.
Jedes Opfer, das ihr
MIR bringt und Meinem Werk, ist eine Loskaufung.
Wenn ihr sagt: Herr,
ich diene Dir, ich bitte aber dafür, daß Du diese und
jene Seele freikaufst von der Finsternis!
- So wird dies geschehen, auch wenn die Seelen noch nicht glauben und
Mein Golgathawunder noch nicht annehmen.
So wird es sein, daß um der Opfer Meiner Kinder willen viele freigekauft
werden, die sonst ganz in den Bann der Finsternis gezogen würden.
Was wird Satana machen, wenn ihr ihre Opfer freikauft?
Sie wird fauchen.
Aber sie wird alle loslassen müssen, denn ICH habe gesagt: ICH erlöse alle
Seelen, die an MICH und an Mein Opfer glauben.
Aber im letzten wird
es heißen: Wenn Meine Kinder für Meine Kinder opfern, werden sogar jene selig,
die nicht glauben.
So wird es sein, daß selbst Ungläubige durch euer Opfer vor dem letzten
Gericht bewahrt werden. Ihnen wird noch eine Gnadenzeit eingeschoben.
So wird es sein, daß die Ungläubigen durch euren Opfergeist in ganz
besondere Gnaden gestellt werden. Etwa so, wie ein Paulus sie erlebte.
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Eure Opfer werden
ganz besondere Gnaden auf diese Erde herabziehen. Ihr werdet sehen, wenn ihr
die Opfer brachtet für eure Seelen, werde ICH immer große Wunder wirken.
Dies ist nun kein
Zwang des freien Willens, sondern es ist ein Werk eurer opfernden Liebe.
ICH sage euch: ICH
zwinge die Seelen nicht, wenn ICH sie um eures Opfers willen mit Gnaden
überhäufe. Ihr habt für sie gezahlt. Ihr habt ihnen die Schuld abgenommen.
Deshalb sind auch diese Seelen leer und rein und aufnahmefähig für Meinen
Geist.
So hatte ICH diesen
ewigen Plan in MIR noch verborgen gehalten, denn er sollte erst in der letzten
Zeit geoffenbart werden, daß ihr selbst dann nicht
traurig sein werdet, wenn Menschen scheinbar verloren gehen sollten.
So wird es sein, daß Meine Kinder in der letzten Zeit viele Opfer für MICH
und Mein Werk bringen; und sie werden dadurch Seelen frei kaufen, die selbst
schon von Meinen Engeln als verloren gegolten haben.
So geht nun an eine
opfernde Liebe! Wißt, jedes gute Werk wird die Seelen
frei kaufen. Den Lohn, den ihr durch eure Dienste empfangt, dürft ihr zur Freikaufung der Seelen verwenden.
Die Hölle muß alles los geben, was ihr frei kauft. So ist es wahr,
eure Liebe ist ein Kaufpreis, damit Mein Kaufpreis selbst an den Ungläubigen
und Schwachgläubigen zur vollen Entfaltung kommt.
Was Meine großen
Engel betrifft, so sage ICH euch: Satana wird durch
Meine großen Engel in Schach gehalten und sie muß
alles frei geben, was ihr freikauft.
Meine Engel werden
darüber wachen, daß keinem Wesen Unrecht geschieht,
das heißt, daß ihm nichts geschieht, was es nicht
verdient hat.
Wenn ihr nun für die
Seelen eine Gnade verdient, so werden Meine Engel darüber wachen, daß auch wirklich jene Seelen frei gegeben werden. ICH habe
Meinen Engeln Macht gegeben, selbst die Finsternis dazu zu
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zwingen. Denn ICH bin
der Gesetzgeber. Wenn die Finsternis Meinem Gesetz nicht gehorchen wollte, müßte ICH sie strafen.
Wer sich gegen Mein
Gesetz stemmt, der wird bitterlich daran leiden müssen.
So erkennt nun, daß im letzten ihr selbst neue Kreuzträger
seid, daß aber euer Kreuztragen die Unbekehrten heimbringt und ihnen das Gnadentor öffnet, das
Herz eures Heilandes.
So erkennt, eure
Opfer machen Meine Opfer erst für die Ungläubigen offen. Wenn ihr dieses Wort
versteht, begreift ihr nun, daß ihr viel stärker seid
als alle Finsternis.
So ist ein schwaches
Kind viel stärker als Satana und ihre ganze Gefolgschaften. Ein Kind ist stärker, so es für MICH und
Mein Werk opfert, seinen Lohn opfert für die alten, verlorenen Seelen.
So wird es sein, daß der Anhang der Hölle durch euer Opfer freigekauft wird;
denn ihr werdet zahlen, was ihr verdient habt, in die Kasse Meiner göttlichen
Gerechtigkeit. ICH werde sagen: Wenn ihr sie schon freikauft, dann sollen sie
eure Gnade haben, euren Verdienst .
Auch Satana muß sich unter dieses
Heilsgebot stellen. Und so wird es sein, daß Meine
Kinder nun den größten Sieg vollbringen; denn sie bringen das wahrhaft Verlorene
heim, ehe das Verlorene selbst es recht versteht.
Nun wißt ihr, diese letzte Zeit ist da, um das Allerhöchste zu offenbaren, die letzten Geheimnisse mit
dieser alten Schöpfung.
Wenn diese alte
Schöpfung dereinst überwunden und in eine neue umgewandelt ist, dann erst werde
ICH euch die neuen Dinge Meines neuen Reiches offenbaren.
Vorerst muß das Alte vergehen, damit das Neue recht erblühen kann,
wie ein neuer Lebensbaum.
So seid reich
gesegnet! Amen.
J.W. 3.10.1970
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