Während der ersten Weihnachtstage
empfangen von Gottfried Mayerhofer am 21. Dezember 1875
Im unendlichen Raum kreisen Sonnen um andere Sonnen, und die Planeten
müssen sich unter dem Einfluss dieser Sonnen stets in gegenseitiger
Wechselwirkung verändern. Alles hat seinen Zweck – so wie auch das Umkreisen
von Welten um andere Welten einem höheren Ziel dient.
Im Ätherraum gibt es keinen Bereich, so klein er auch sein mag, der einem
anderen völlig gleicht; denn die dort herrschenden Bedingungen erfordern
jeweils wieder andere Lebensverhältnisse.
Auch bei euch auf der kleinen Erde verhält es sich so: An der Meeresküste
herrscht ein anderes Leben als in den Bergen, in Sumpfgebieten anders als in
der Steppe oder Wüste – und überall steht der Organismus der lebenden Wesen
unter dem Einfluss verschiedener klimatischer Bedingungen, die wiederum auch
die geistige Entwicklung mitbestimmen.
Was hier im Kleinen gilt, gilt im Großen ebenso am Sternenhimmel: Auch dort
bewirken andere notwendige Einflüsse jeweils andere Wirkungen und verfolgen
andere Ziele.
Nicht ohne Grund sind Entfernungen von Millionen Kilometern notwendig für
das Bestehen eines bestimmten kosmischen Weltkörpers; und nicht ohne Grund sind
für noch größere Sonnen sogar noch größere Distanzen erforderlich. Sie brauchen
Raum für ihre materielle Entwicklung und zur Vervollkommnung all jener kleineren
Welten, die von ihnen abhängen. Nichts ist grundlos so beschaffen, wie es jetzt
ist, wie es einst war und wie es ewig sein wird.
Ein Werk, das auf Ewigkeit bestehen soll, muss auf eine weite Grundlage
gebaut sein, wenn es nicht nur ins Dasein treten, sondern sich auch erhalten,
sich vollenden und zu einem bestimmten Endziel gelangen soll. Ich, der Herr,
habe den ersten Impuls zum Dasein gegeben; die weiteren Impulse aber müssen
sich aus eigener Kraft weiterentwickeln.
Auch in eurem Seelenleben ist es ebenso: Zuerst muss der erste Lichtstrahl
der Liebe zu Gott und zum Nächsten entfacht werden – und dann ist es die
Aufgabe jedes Menschen, sich zu dem zu entwickeln, wozu Ich ihn eigentlich
erschaffen habe. Der Strahl der Gedanken – „das Wort“ – soll ihn erwecken, und
den weiteren Prozess der Läuterung und Vervollkommnung soll er dann selbst in
die Tat umsetzen.
Wie die Welten durch weite Räume geführt werden, um aus dem Äther
aufzusaugen, was sie für ihre Erhaltung und Entwicklung benötigen, so geschieht
es auch mit dem menschlichen Geist im großen Reich der Gedanken: Auch er hat
die Aufgabe, aus den überlieferten Worten – sei es göttlichen oder menschlichen
Ursprungs – seine Bestimmung zu erkennen und ihr zu folgen.
Weit hinter der materiellen Schöpfung wohnt der „große Geist“ inmitten
Seines Geisterreiches; doch erst weit über der Welt der Gedanken lebt die
eigentliche QUELLE des geistigen Verständnisses der gegebenen Worte! Nicht die
Worte und nicht die Gedanken allein sollen den Menschen zum Ziel führen – sie
müssen geistig erfasst und im Leben verwirklicht werden.
So wie das Licht mit all seiner Schöpferkraft erst dann wirksam wird, wenn
es auf ein festes Objekt trifft, so wird auch die Welt der Gedanken erst dann
fruchtbar, wenn sie auf empfänglichen Boden fällt und Frucht tragen kann.
Seht Meine Lehre: Wie einfach gab Ich sie selbst den Ungebildeten – und
Meine Apostel waren einfache Fischer, keine Gelehrten!
Und noch heute ist, bei aller Gelehrsamkeit der Welt, niemand imstande, diese
Lehre den Menschen so zu übermitteln, wie Ich sie ausgesprochen habe und
verstanden wissen will. Ich muss gewissermaßen wieder von vorne beginnen und
zunächst wenigen alles einzeln erklären, wenn Ich will, dass Meine Worte –
Worte des höchsten Geistes – auch geistig verstanden werden.
Wie oft habe Ich dieses Mittel schon erprobt!
Von Ewigkeit zu Ewigkeit habe Ich durch verschiedene Menschen gesprochen,
stets im Einklang mit dem Geist der jeweiligen Zeit – und doch vergeblich!
Meine Worte wurden nicht gehört, oder nur halb gehört, oder falsch ausgelegt.
Und nun bist du wieder einer jener Auserwählten, durch die Ich Meinen Lehrplan
vollenden will. Und dennoch – schau auf deine Anhänger: Wie wenige verstehen,
was du – Gottfried Mayerhofer – niederschreiben sollst, und was Ich ihnen in
Meiner unendlichen Gnade sagen lasse!
Aus allen Reichen der Natur, aus allen Winkeln der Erde und der Schöpfung
wähle Ich Themen aus, die unter Meiner Hand eine Bedeutung erlangen, wie sie
kein Mensch je geahnt hat. Ich enthülle ihnen das Nächste ebenso wie das
Fernste, überall zeige Ich ihnen dasselbe Ziel, denselben liebenden Vater und
denselben Ursprung.
Überall erkläre Ich ihnen, was der Urgrund alles Geschaffenen ist – sei es
durch ein Mikroskop oder durch ein Fernrohr, mit dem sie Meine Wunder
betrachten wollen: Überall war, ist und wird es die Liebe sein, die alles
erschaffen hat, alles erhält und alles zur Vollendung führt.
Aus dem Orion ebenso wie aus dem kleinsten Atom des kosmischen Äthers
klingt euch allen entgegen, was Meine Engel einst bei Meiner Geburt sangen:
„Friede auf Erden!“
„Friede“ verkündet Meine Schöpfung, „Friede“ ist Mein Endziel – und „Friede“
soll unter euch herrschen! Schaut, wohin ihr wollt: Überall werdet ihr
erkennen, dass die Natur stets den Frieden wiederherstellen will, wo er durch
Naturkatastrophen oder andere Einflüsse gestört wurde. Jedes geschaffene Wesen
sehnt sich zutiefst nach Frieden. Das herannahende Weihnachtsfest soll euch
diesen Frieden wieder ins Gedächtnis rufen. „Friede auf Erden – Friede mit euch
selbst“, das sei euer Leitspruch für das kommende Jahr, damit ihr diesen
Frieden auch dorthin tragen könnt, wo immer euer Platz auch ist!
Möge so das Licht aus dem fernsten Nebel des Orion – wo Welten leuchten,
deren Entfernung und Größe für euch zwar nicht zu berechnen sind, deren
Ausrichtung und Sein aber ebenso einzig den Liebesgesetzen gehorchen – euch den
sanften Liebesstrahl ihres Lichts senden!
Damit ihr erkennt, dass auch dort dieselben Gesetze und dieselbe Fürsorge
walten, die auch hier auf eurer kleinen Erde selbst den kleinsten Wurm nicht
übersehen – und dass überall nur der Friede verbreitet werden soll, weil nur
die Liebe allein im Frieden wirken kann! Amen. — Aus: „Schöpfungsgeheimnisse“,
Kapitel 27
Der Herr spricht:
„Das Weihnachtsfest und der Jahreswechsel sollen euch nur an eines
erinnern: das erste an Meine große Liebestat, das zweite an das rasche Vergehen
der Zeit. Ihr befindet euch jetzt in einem ganz anderen Lebensraum als im
vergangenen Jahr – denn eure planetarische Sonne rast mit solcher
Geschwindigkeit dahin und führt euch mit all ihren Trabanten in andere
kosmische Räume als jene, in deren Nähe ihr euch im letzten Jahr noch befandet.
Fragt daher nicht nach den sich verändernden klimatischen Verhältnissen
oder nach der Wandlung der geistigen Einstellung der Menschheit und des
Einzelnen – ihr wisst ja nicht, wo ihr euch jetzt befindet und wohin euch die
Gesetze Meiner Schöpfung noch führen werden!“ — Quelle: „Schöpfungsgeheimnisse“,
Kapitel 27

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Neujahrssegen
Am Ende des Jahres gebe Ich euch, die ihr noch an Mir festhaltet und an
Mich glaubt, einen kleinen Funken dessen, was das kommende Jahr bringen wird.
Das Beste ist: Alle, die an Meinem Namen festhalten, können auf Meine beständige
Liebe und Gnade zählen. Wer das besitzt, der blicke nicht auf die Welt und auf
das, was sie tut und tun will; denn Ich allein bin wahrhaftig der Herr, und das
Geschick aller Menschen – ob groß oder klein, reich oder arm, mächtig oder
ohnmächtig – liegt in Meiner Hand und in Meiner Macht.
Die Wolke, aus der jetzt unablässig der Blitz zuckt und alles vom Aufgang
bis zum Untergang durchdringend erleuchtet, steht unerschütterlich am Firmament
des Geistes. Der alte babylonische Aberglaube mitsamt seiner Lüge und seinem
Betrug stürzt unwiderruflich in den Abgrund. Sollte Ich nicht auch die
Regierenden durch die Not dorthin führen, damit auch sie erleuchtet werden und
nicht mehr imstande sein werden, dem Reich der Finsternis, des Gerichts und des
Todes noch Schutz zu bieten?
So nehmt auch diese kurze Zeit der Not noch willig auf euch! In wenigen
Monaten wird alles ganz anders aussehen – auf eine Weise, die euch nicht
erschrecken wird. Bedenkt nur, dass Ich alles so geschehen lasse wie diesen
Tag, der euch vielleicht auch nicht gefällt und doch voller Segen für diese
Erde ist. Kurz und gut: Wer sich in Meinem Licht befindet, der braucht sich vor
nichts zu fürchten!
Ich will und werde nun den Hochmut und die verdorbene Hoffart auf eine
Weise heimsuchen, an die noch niemand gedacht hat – sie wird sich in ihrem
eigenen Wetteifer selbst zugrunde richten müssen, wie die alte Hure Babel; denn
beide sind Kinder ein und desselben Geistes und müssen sich selbst vernichten.
Aber alle, die müde sind und mit unnötiger Furcht beladen – kommt in eurem
Herzen, mit Liebe zu Mir erfüllt, und Ich werde euch alle erquicken! Nehmt mit
diesen Worten Meinen Segen an – für das kommende Jahr, für noch längere Zeit
und für die Ewigkeit. Amen. Das sage Ich euch. — Himmlische
Geschenke, Band 3, Seite 386, gegeben am 31. Dezember 1861

Maria von Josef
In der Offenbarung Jesu durch Jakob Lorber heißt
es, dass der Herr Jesus Seine Jünger ermahnt, der Gebärerin Seines Leibes keine
göttliche Verehrung entgegenzubringen. Zwar ist sie die Beste unter allen
Frauen, und niemand wird je so sein wie sie – dennoch bleibt Maria mit all
ihren Vorzügen stets ein Mensch.
Weiterhin kündigt Er an, dass die Menschen in späteren Zeiten zahlreiche
Tempel zu ihren Ehren errichten werden – und genau das bezeichnet Jesus als
einen äußerst verfehlten Weg: nämlich das ewige Heil allein durch Maria
erlangen zu wollen! Ja, Maria ist in höchstem Maße würdig, geehrt zu werden –
aber anbetungswürdig ist allein der Vater in Jesus! [Quelle: u. a. Bischof Martinus,
BM.01_060,12]
WEIHNACHTSFEST
(von
Wilfried Schlätz, Deutschland)

„Ich und der Vater sind eins. Wer Mich sieht,
sieht den Vater. Aber der Vater, der in Mir wohnt, der tut die Werke. Mir ist
alle Gewalt im Himmel und auf Erden gegeben. In Jesus Christus wohnt die ganze
Fülle der Gottheit leibhaftig.“
[Joh. 10:30, Joh. 14:9-10, Matth. 28:18, Kol. 2:9] „Das Wesen Gottes kann in aller Wahrheit nur mit dem Herzen verstanden
werden und niemals mit dem Verstand.“ [Haushaltung Gottes 2/139:20-22]
Der Herr zeigt uns auch auf wunderbare Weise in dem dennoch so außerordentlich
tiefgründigen kleinen Werk „Die Fliege“ das Allerkleinste.
Der irdische Leib Jesu war Marias erster und einziger Sohn. Er entstand
nicht durch eine irdische, fleischliche Empfängnis, sondern die Zeugung war
eine reine Schöpfungstat Gottes.
„Nur das erste Menschenpaar empfing einen Leib
aus dem Willen Gottes – alle anderen Menschen aber aus einem Mutterleib. Und so
ist auch mein Leib aus einer irdischen Mutter, obwohl er nicht durch einen
irdischen Vater auf gewöhnliche Weise gezeugt wurde, sondern allein durch den
allmächtigen Willen des Geistes Gottes, was bei vollkommen reinen und Gott
hingegebenen Menschen durchaus möglich ist. Zu Anfang der Zeiten, bei den noch
völlig unverdorbenen, einfachen und Gott sehr zugewandten Menschen, war dies
keineswegs selten, und auch heute geschieht es hin und wieder noch. Dass solche
Menschen, die auf rein geistlichem Wege gezeugt sind, geistiger sind als
Menschen, die auf dem normalen Weg gezeugt werden, ist klar.“
[GJE.06_090,08 ff.]
Ursprünglich sollte Adam in sich eine Brücke bauen, durch die es möglich
ist, vom Materiellen zum Geistigen zu gelangen. Adam brauchte nur
Selbstüberwindung und Gehorsam, und so wurde diese Brücke geschaffen. Sowohl in
Adam als auch in allen Menschen, die von ihm abstammen, hätte das geistige
Leben blühen können.
Doch Adam fiel, und damit vollzog sich ein Rückzug ins Materielle, der dem
polarisierten Geist entgegenstand. Wäre Adam nicht ungehorsam gewesen, wären es
auch seine Nachkommen nicht gewesen, denn er zerstörte in sich einen Keim, der
nicht mehr vererbt werden konnte. Aber Adam nährte diesen Keim, und in seinen
Nachkommen wuchsen die Bäume der Sünde, die das Licht der geistigen Sonne kaum
durch ihr starres Blätterdach hindurchscheinen
ließen.
Die Seele Jesu war in der Lage, diesen Baum der Sünde zu durchbrechen und
nicht nur das Blätterdach zu durchstoßen. Der Mensch Jesus gab sich aus Liebe
freiwillig hin, um dieses Gebot der bedingungslosen Gehorsamkeit nicht ohne den
Willen des Vaters zu erfüllen und wurde dadurch das strahlende Vorbild zur
Nachfolge.
Im Menschen Jesus wurden die Voraussetzungen erfüllt, um den früheren
Zustand der Glückseligkeit für alle Geschöpfe wiederherzustellen. Doch dass
dieser Weg, der direkt zu Gott führt, durch den Menschensohn Jesus, der dadurch
Sohn Gottes wurde, vollbracht wurde, darin liegt die Rettung. [GJE-11-75]
Wäre Jesu irdischer Leib materiell und fleischlich empfangen worden, hätte
Er Adams Ungehorsam geerbt, und es wäre Ihm unmöglich gewesen, den Weg des
absoluten Gehorsams zu gehen und uns alle von den Zwängen zur Ungehorsamkeit zu erlösen.
Durch seine geistige Zeugung wurde seine Seele auf dieselbe neutrale
Ausgangsbasis gestellt, auf der Adam einst vor seinem Fall stand. Und weil die
Seele Jesu durch ihren totalen und bedingungslosen Gehorsam gegenüber Gott die
Brücke von der Materie zum Geist beschritt, an der Adam durch seinen Ungehorsam
scheiterte, kann nun jeder Mensch diese Brücke nutzen, um zu Gott
zurückzukehren, indem er immer mehr seinen eigenen Willen dem Willen Gottes
unterordnet und sich demütigt.
Jesus hat uns durch seinen bedingungslosen Gehorsam, der auch durch seine
geistige Zeugung möglich wurde, von den Zwängen zur Ungehorsamkeit
befreit, sodass wir nun, trotz unserer fleischlichen Zeugung, die von Jesus
gebaute Brücke benutzen können, um zu Gott zurückzukehren – so
weit wir es wollen.
Es ist tatsächlich ein materielles und historisches Faktum, dass sich am
Geburtstag Jesu einige Engel für kurze Zeit mit einem irdischen Leib bekleiden
durften, um den Hirten auf dem Feld persönlich die Freudebotschaft von der
Geburt des Erlösers zu überbringen, sie zur Krippe bei Bethlehem [nicht
Nazareth!] zu führen und den Herrn, Gott, im Kind anzubeten. Außerdem wurden in
jener Nacht vielen spirituell gereiften Menschen für kurze Zeit die geistigen
Augen geöffnet, sodass sie die große Schar himmlischer Heerscharen bei ihren
Lobgesängen sehen konnten.
Was meine sogenannten Brüder und Schwestern betrifft [Matthäus 13,55–56], so waren diese tatsächlich
Kinder des Josef aus seiner ersten Ehe, aber nicht die Kinder Marias, deren
erstes und einziges Kind Ich war.
Was die Schwestern angeht, so waren diese nicht Josefs Töchter, sondern
ihre armen Verwandten, und deshalb wurden sie auch Schwestern genannt. Sie
lebten und handelten im Willen Josefs wie Maria. Drei dieser Brüder versorgten
Mich, nämlich Jakobus, Simon und Johannes; zwei blieben zuhause, führten Josefs
Handwerk weiter und versorgten Maria, bis Ich sie ihr an Johannes zur weiteren
Pflege übergab.
Mit Verweis auf das GJE, Seite 242 [Redaktion: = auch Himmlische Geschenke
3_64.03.18, 15–17]
[Redaktion: Es könnte auch so gewesen sein, dass der Herr Gott den Hirten
auf dem Feld die Augen öffnete, wie einst Elisa in 2. Könige 6,17: „Elisa
betete und sprach: Herr, öffne doch seine Augen, dass er sehe! Und der Herr
öffnete die Augen des Jünglings, und siehe, der Berg war voller feuriger Pferde
und Wagen um Elisa her.“]
Weihnachtsfest
von Gradus
Heimrich
Der Herr kam auf diese Erde als geborener Mensch am 7. Januar 4151 (nach
einem speziellen biblischen Zeitsystem), das ist circa ein Jahr vor unserer
christlichen Zeitrechnung. Laut einer vermutlich aus dem Jahr 336 n. Chr.
stammenden Liste mit Begräbnisstätten christlicher Märtyrer und den
dazugehörigen Gedenktagen steht folgender Eintrag:
„VIII IAN Natus Christus in Betleem
IU Dea“.
Die Volksmeldung erfolgte am Folgetag und verbreitete sich vielleicht am 8.
Januar unter dem Volk, sodass man annahm, er sei am 8. Januar geboren, obwohl
Jesus noch vor Mitternacht, also am 7. Januar, geboren wurde. Der römische
Kalender zählt die Tage ab dem ersten Tag des Monats aufwärts. Die Bibel
berichtet, dass Jesus nachts geboren wurde [Lukas 2,8]. Die Wächter auf dem
Feld hüteten ihre Schafe [Jesaja 21,11 und Ezechiel 3,17]. Die Höhle wurde von einer leichten Wolke
umhüllt, der Shechina, der Wolke Gottes (hebräisch שְׁכִינָה, Zahlenwert: 300 + 8 +
50 = 358). {Das hebräische Wort für Messias (מָשִׁיחַ, MeShICh)
hat denselben Zahlenwert.}
Der Herr hatte sich im Leib des Kindes Jesus erneut einen Wohnsitz in Efrata, auf den Feldern von Jaäl,
gesetzt (Psalm 132,6). Der Himmel öffnet sich, und seine Herrlichkeit erscheint
auf den Feldern von Bethlehem. Das hebräische Wort „Schachan“
bedeutet „wohnen“ oder „bewohnen“. Es wird unter anderem für die Wolkensäule
verwendet, die auf der Stiftshütte ruht [Exodus 40,35]. Die Stiftshütte heißt
im Hebräischen „MiShQaN“ (40 + 300 + 100 + 50 = 490)
und Bethlehem hat nahezu denselben Zahlenwert. Die griechische Übersetzung für
den messianischen Spross steht beschrieben in Jeremia
23,5; Zefanja 3,8 und 6,12. Der Stern, der aus Jakob
hervorgehen wird [Numeri 24,17], die Sonne der Gerechtigkeit [Maleachi 4,2; Daniel 9,25 – außerdem 1 Timotheus 3,16;
6,16; Hebräer 1,6; 1 Petrus 1,12; Jesaja 9,6 und 2
Korinther 13,4] – Er, der reich ist, weil alle irdischen Schätze in Ihm ihren
Ursprung finden (1 Könige 2,3 und Hebräer 1,3). Er lässt sich in großer Armut
von den Menschen finden [2 Könige 8,9].
Warum der 25. Dezember?
Zwei Gründe: Erstens wurde dieses Datum von jüdischen Zahlenkundigen
(Messias = 358) berechnet, die feststellten, dass, wenn man vom 1. Januar an
358 Tage zählt, man auf den 25. Dezember kommt. Zweitens hat die katholische
Kirche das germanische Mittwinterfest – die Sonnenwende – christianisiert.
Micha 5,1-2 prophezeite:
„Und du, Bethlehem Efrata, die du klein bist unter
den Tausenden von Juda, aus dir wird mir hervorgehen,
der Herrscher über Israel sein wird, dessen Ursprung von alters her, von den
Tagen der Ewigkeit her ist. Darum wird er sie preisgeben bis zur Zeit, da die
Gebärende geboren hat.“
Jesus war etwa 30 Jahre alt, und dies war im 15. Regierungsjahr des
Tiberius. Dreißig Jahre war auch das Priesteralter im Alten Testament. Im 13.
Regierungsjahr des Herodes wurde Israel von einer Hungersnot heimgesucht. Im
Jahr 37 v. Chr. wurde Jerusalem von Herodes eingenommen. Dies war ein
Sabbatjahr. Rechnet man 30 Jahre vor Christi Amtsbeginn zurück, so war auch das
Jahr 1 v. Chr. ein Sabbatjahr. Zwischen dem Herrn und Serubbabel
werden 21 Namen aufgezählt. Dies wird am Ende des babylonischen Exils
angesetzt. Davor sind 21 Namen bis David genannt = 21 + 21 = [entspricht 777 +
777] Generationen.
Einige Merkmale bei der Geburt Jesu laut Beschreibung von Josef, Jesu
Pflegevater:
Herodes konnte also unmöglich im März gestorben sein. Diese Angabe ist
fehlerhaft. Vielleicht ist auch sein Todesjahr falsch.
Gedenkfeiern
Von Jesus
gegeben
[Über Jakob Lorber 1840 vom Herrn empfangen]: Der
Herr sagt:
„ICH sage: ‚Lasst den Tisch Tisch sein, und bleibe du
selbst! Wenn ein armer Mensch zu dir kommt und du hast etwas, unterstütze ihn
täglich. Ein jährliches festliches Mahl nützt weder dem Armen noch dir etwas,
und Mir bereitet es keine Freude. Wer Mich gedenkt, soll das alle Stunden des
Tages tun, aber ein jährliches Gedenken kann Ich nicht gebrauchen!‘“ (GJE2-157
[7])
Wenn du ein solches Fest einführst, bist du wie die Tempelpriester in
Jerusalem, die dreimal im Jahr Gedenkfeiern abhalten und dabei aus Brauch den
Armen Brot austeilen. Als könnten sie von einem Stück Brot vom einen Fest bis
zum nächsten ohne weitere Nahrung leben! Oh, wie unsinnig sind solche lächerlichen
Feiern! Zwar erhalten die Pharisäer an solchen Festtagen so viele Opfergaben,
dass sie von den Erträgen eines Festes hundert Jahre königlich leben könnten,
doch der Arme muss sich damit begnügen, im Jahr dreimal ein Stück Brot von kaum
einem Achtel Pfund zu bekommen. O welch große Torheit, Dummheit, Blindheit und
selbstsüchtige Bosheit!
Sei also du selbst an deinem Tisch, dann wirst du das für Mich schönste
Fest feiern, wenn du täglich nach Vermögen dem einen oder anderen Armen an
diesem oder einem anderen Tisch Nahrung gibst! Sollte derselbe Arme täglich
kommen, frage ihn nicht, ob er anderswo nichts bekommt; denn davon könnte er
Angst bekommen und nicht mehr zu dir kommen. Dadurch würde dein gutes Werk für
Mich wirkungslos! Ich will auch nicht, dass du körperlich kräftigen
Arbeitsscheuen, die arbeiten könnten, Almosen gibst; wenn solche kommen, gib
ihnen Arbeit, die sie bewältigen können!
Wenn sie für dich arbeiten, gib ihnen auch zu essen und zu trinken; lehnen
sie die Arbeit ab, gib ihnen nichts zu essen! Denn wer zum Arbeiten fähig ist,
aber nicht will, soll auch nicht essen! Sieh, wenn du so handelst, bereitest du
Mir stets das angenehmste Gedenkfest. Aber mit deinem geplanten Jahresfest
bleib mir fern! Denn so ein Jahresfest ist der größte Unsinn, den ein Mensch
sich ausdenken kann, weil niemand davon etwas hat – außer dem Veranstalter, der
bei so einem Jahresfest durch Opfer zu seinem eigenen Vorteil kommt!
Warum sollte eine Jahreszeit besser sein als ein Tag? Wer zum Beispiel
einmal im Jahr den Geburtstag seines Vaters feiert, müsste eigentlich auch
jeden Tag die Geburtsstunde feiern, was sicherlich besser wäre als nur der
jährliche Geburtstag! Ich sage dir: All diese Gedenkfeiern der Menschen haben
für Mich keinen Wert, es sei denn, sie werden täglich – besser noch: stündlich
– im Herzen gelebt. Neumond, Jubeljahr, Befreiungsfest
Jerusalems aus der babylonischen Unterdrückung, Fest des Wiederaufbaus der
Stadt und des Tempels, Fest von Mose, Aaron, Samuel, David und Salomo sind
alles belanglose Dinge, in denen kaum mehr Wahrheit steckt als in einem Regen,
der vor tausend Jahren ins Meer fiel.
Man beginnt zwar mit einer Art religiöser Erneuerung durch diese Feste, und
die Festbesucher erinnern sich noch lebhaft an die Person oder ein bedeutendes
Ereignis, das sie selbst erlebt haben. Doch in der zweiten, dritten, vierten
oder sogar zehnten Generation werden sie zu einer sinnlosen Zeremonie, von der
Tausende kaum noch wissen, warum sie gefeiert wird – und später wird es ganz
heidnisch. Dabei will Ich die echten Gedenkfeiern nicht abschaffen, aber sie
müssen neben dem jährlichen auch das tägliche Gedenken im Herzen mitbringen,
sonst sind sie tot und ohne Wirkung. Aber hier mit dem Tisch bleibt es, wie Ich
es dir gesagt und gezeigt habe!“
EBAHL sagt:
„Alles wird ganz genau so getan werden, wie Du, o Herr, es jetzt so
freundlich und wahr gezeigt hast. Dabei werden wir den täglichen Festen in
unseren Herzen viel mehr Aufmerksamkeit schenken und uns mit aller Kraft in der
Nächstenliebe üben, und so die herrlichsten Gedenkfeiern halten!“
ICH sage: „Wenn ihr das fortsetzt, werde auch Ich in euch bleiben, und man
wird daran sehen, dass ihr wirklich Meine Jünger seid! Aber nun haben wir genug
gegessen und getrunken, lasst uns vom Tisch aufstehen und hinaus zu unseren
Schiffern gehen. Sie werden euch viel zu erzählen haben! Hier hätten wir wenig
Ruhe, denn in einer Stunde kommt eine Karawane aus Bethlehem mit einigen jungen
Erzpharisäern, die Ich keinesfalls sehen will; sorgt dafür, dass sie noch heute
nach Sibarah geschickt werden!“
Der Hauptmann sagt: „Das wird geschehen! Denn kein Mensch auf Erden ist mir
jetzt so zuwider wie ein Erzpharisäer!“ – Nach diesen Worten stehen wir alle
auf und eilen zu unseren Schiffern am Meer. (GJE2-157 [6-18])