Neuoffenbarung
Band 1
Am Aufgang des dritten Jahrtausends.
Ein Lehr- und Nachschlagewerk der Neuoffenbarung,
gegeben durch Jakob Lorber
*
Das geistige Schrifttum Jakob Lorbers
Die durch das innere Wort empfangenen
„Neuoffenbarungen des Herrn“ wurden von hingebungsvollen Freunden Lorbers
gesammelt und befinden sich nun — urschriftlich in vielen großen und kleinen
Folianten — im Besitz der Lorber—Gesellschaft e.V., Bietigheim! Württemberg.
Die heutigen Herausgeber faßten dieses Geistesgut in 25 großen Bänden und
einigen kleineren Druckschriften zusammen. Das im Lorber-Verlag Bietigheim
erschienene Gesamtverzeichnis enthält darüber ausführliche Angaben.
Die in vorliegendem Nachschlagewerk wörtlich
angeführten Schriftstellen sind folgenden Lorberwerken
entnommen:
|
Das
Große Evangelium |
11 Bände |
|
Die
Haushaltung Gottes |
3 Bände |
|
Die
Jugend Jesu |
Jakobus-Evangelium |
|
Drei
Tage im Tempel |
Dreitagesszene |
|
Erde
und Mond |
_ _ _ |
|
Die
geistige Sonne |
2 Bände |
|
Bischof
Martin |
_ _ _ |
|
Robert
Blum |
2 Bände. (neuer Titel: „Von der Hölle bis
zum Himmel“) |
Außerdem enthält das Werk zahlreiche Hinweise
auf weitere Lorber-Texte. Die nachstehenden alphabetisch geordneten Abkürzungen
beziehen sich auf folgende Schriften:
|
Ev.
Bd. |
Großes Evangelium, Band... |
|
Rbl. |
Robert Blum (Hölle/Himmel) |
|
Sa. |
Der Saturn |
|
Gr. |
Der Großglockner |
|
GS. |
Die geistige Sonne |
|
Schrft. |
Schrifttexterklärungen |
|
BM. |
Bischof Martin |
|
Hi. |
Himmelsgaben |
|
Bw. |
Briefwechsel Jesu |
|
H. |
Die Haushaltung Gottes |
|
Dr.
T. |
Drei Tage im Tempel |
|
Jug. |
Die Jugend Jesu |
|
Ed. |
Erde und Mond |
|
Lao. |
Laodizenerbrief |
|
Fl. |
Die Fliege |
|
NS. |
Unsere natürliche Sonne |
Vorwort
Dieses
letzte Lebenswerk des früheren Schriftleiters im Lorber Verlag, Dr. Walter
Lutz, stellt ein nach Begriffen geordnetes Nachschlagewerk dar. Der Verfasser
gliederte hier die gewaltige Fülle von Texten des gesamten Schrifttums Jakob
Lorbers in zwölf Lehrgebiete. Ihre Abschnitte behandeln jeweils bestimmte
geistige Themen. Die systematische Zusammenfassung ergab sich aus folgender
Notwendigkeit:
Die
Neuoffenbarungen Jesu Christi, die Lorber durch das innere Wort vermittelt wurden,
umfassen 25 stattliche Bände. Sie bieten außer den reinen Lehrtexten auch zahlreiche
geschichtliche Berichte, naturgeistige Erkenntnisse vom Atom bis zum Weltall,
Eröffnungen über die geistigen Sphären, über Weg und Ziel des Menschen, sowie
über mancherlei verborgene Probleme des Seins und Daseins.
Walter
Lutz ging es darum, die große Zahl der vielfach weit verstreuten und oft schwer
auffindbaren Schriftstellen, betreffend die wichtigsten Fragen des geistigen
Glaubens- und irdischen Alltagslebens, den Lesern in gesammelter,
übersichtlicher Form nutzbar zu machen. Damit werden nun auch Vortragsrednern
und Verfassern von Abhandlungen die bezüglichen Darlegungen Jesu und seiner
erleuchteten Jünger in wohlgeordneter Form an die Hand gegeben. Ist auch bei
solchen Lesern ein gründliches Studium der Lorberwerke Voraussetzung, so bietet
ihnen das neue Nachschlagewerk mit der beigefügten Übersichtstafel zusätzlich eine
wertvolle Hilfe.
Aber
auch für neu hinzukommende Wahrheitssucher ist dieses Werk ein übersichtlicher
Führer, der ihnen Zugang zu der unermeßlichen Tiefe der Neuoffenbarung
vermittelt. Der mit dem Lorber-Schrifttum noch nicht Vertraute hat dabei den
Gewinn, daß er hier zweifellos auf Probleme stößt, die ihm besonders am Herzen
liegen. Er vermag damit in der Folge eine Auswahl jener Originalschriften
Lorbers zu treffen, deren Studium ihm besonders ausführliche Antworten auf
seine Fragen erteilen kann.
Die
begriffordnende Übersichtstafel zeigt den logischen Hauptgedankengang, der sich
wie ein Lichtkreis wegweisend um das große Offenbarungsgut zieht. Aus diesem
Blickfeld wurden die verschiedenen geistigen Lehrgebiete erfaßt und
aneinandergereiht.
Vom
erhabenen Wesen der Gottheit führt uns dieser Weg weiser zum Mensch gewordenen
Gott in der Gestalt Jesu Christi hin. Von Ihm, dem nun persönlich vorstellbaren
Gott, geleitet uns der Ordnungskreis zur geistigen und materiellen Schöpfung.
Und von da aus zur Schaffung des Erdenmenschen aus den seelischen Substanzen
der Materie, die durch den ihm eingepflanzten reinen Gottesfunken zur Läuterung
und Vollendung gebracht werden sollen. Das Wirken der gottesfeindlichen Kräfte
durch Luzifers (Satans) Sturz aus den himmlisch-geistigen Sphären, sowie seine
Bannung in die Materie unseres Erdkörpers wird in mehreren Kapiteln des
Lehrwerkes ausführlich berücksichtigt. Ebenso klar erscheint darin die
Begründung, warum gerade dieser kleine Planet und seine Bewohner eine solch
einzigartige Stellung im gesamten Makrokosmos einnehmen.
Wie
sich das Erdenleben des Menschen gestalten soll, welche Gnadenmittel Gott dem
Menschen darreicht, damit dieser selbständig und völlig willensfrei sein ewiges
Ziel, die Gotteskindschaft zu erreichen vermag — das schildern überzeugend die
geordneten Texte der Lehrgebiete V — VIII. Die in Kap. V. erläuterten
göttlichen Liebegebote bilden den Schlüssel hiezu, wenn der Mensch von jenem
Glaubens- und Geistesleben tätigen Gebrauch macht, wie es ihm im VI. und VII.
Lehrgebiet geoffenbart wird. Anliegen des VIII. Lehrgebietes ist es, dem
Heilsuchenden darzulegen, welche Mittel und Wege zur Erlösung und Vollendung
des geistigen, seelischen und auch leiblichen Menschen hinführen.
Im IX.
Abschnitt des Lehrwerkes stehen wir an der Schwelle des Todes und erfahren dort
die frohe Botschaft vom ewigen Leben, das als Schöpfungshauch Gottes unzerstörbar
ist. Das anschließende Lehrgebiet XI gibt dem staunenden Auge einen bisher nie
erhaltenen Einblick in die Fülle des schier endlosen Geisterreiches. Wir
wandern im Geiste an der Hand des göttlichen Vaters Jesus und seiner Engel vom
noch erdenverhafteten Mittelreich bis zu den Tiefen der Hölle, sowie hinauf zu
den beseligenden Himmelszuständen der Weisheit und Liebe. Findet die Erlösung
des Menschen zum Gotteskind ihre Krönung im höchsten Liebehimmel, erhebt sich
dort für jeden vollendeten Geist die Frage: Was wird aus den anderen Menschen,
aus den tiefstgefallenen Wesen der materiellen Welten?
Hier
im XII. und letzten Lehrgebiet enthüllt sich uns jener überwältigende Rückerlösungsplan
alles in der Materie gefesselten Geistigen, der als höchster Liebeakt des
Schöpfers die Frage nach der „Wiederbringung aller Dinge“ beglückend
beantwortet. Eben so wird in diesem Abschnitt (wie auch bereits in Kap. VII)
ein besonderes Anliegen der christlichen Glaubenswelt erläutert: die geistige
„Wiederkunft Christi“ auf Erden, die jenen grandiosen Umwandlungsvorgang mit
all seinen Folgen einleiten wird.
Mit
der kommenden Vergeistigung aller Welten des Universums und der möglichen Befreiung
aller, sogar der härtest gefangenen und tiefstgefallenen Geister schließt
dieses Thema das umfassende Lehrwerk ab. Doch über dieser letzten Hoffnung
schwebt das göttliche „Vielleicht“; denn das letzte Geheimnis seines Herzens
gibt Gott nicht einmal seinen höchsten Engeln preis.
Das
Lehrwerk „Neuoffenbarung“ entsprang dem Herzenswunsch seines Verfassers, den
Mitmenschen einen zusammenfassenden Überblick zu bieten über jene Gnadengabe
des Heiligen Geistes, die das christliche Glaubensgut in ein höheres, Gemüt und
Vernunft ansprechendes Verständnis rückt. Die Saat ist ausgestreut. Möge sie
die Liebe Gott-Vaters zur Frucht in vielen Menschenherzen reifen lassen!
Einleitung
Alles
Neue kommt aus der Verborgenheit. Unter dieses Wort Joachims von Fiore kann
auch das Lebenswerk Jakob Lorbers gestellt werden, das der Christenheit
verloren gegangene oder bisher verborgen gewesene Glaubens- und
Erkenntniswahrheiten offenbarte. Und verborgen blieb der Welt bis heute auch die
Bedeutung jenes „Schreibknechtes Gottes“, über dessen Lebenslauf viele Lexika
nichts oder manche nur mit wenigen Zeilen berichten.
Jakob
Lorber wurde am 22. Juli 1800 als Sohn einer Bauernfamilie in Kanischa-Jahring bei Marburg, Südsteiermark, geboren. Er
besuchte das Gymnasium in Marburg und war schon dort während seiner Studienzeit
als begabter Organist an der katholischen Kirche tätig. Sodann setzte er seine
Studien zur Vorbereitung auf den Lehrerberuf in Graz, der Hauptstadt der
Steiermark, fort, entschloß sich jedoch später, sich völlig der Musik zu widmen.
Lorber ergriff den Beruf eines Musiklehrers und schuf sich in Graz auch durch
Konzerte den Ruf eines hervorragenden Violinvirtuosen. Eng befreundet mit dem
Tondichter Anselm Hüttenbrenner, begegnete er auf seinen Wiener Reisen auch
Schubert, Beethoven und Paganini.
In
seinem 40. Lebensjahr wurde ihm die Stelle eines Kapellmeisters in Triest
angeboten, doch sollte sein Leben plötzlich eine ganz andere Richtung annehmen.
Als er am 15. März 1840 gerade sein Morgengebet verrichtet hatte, vernahm er in
seiner Brust vom Herzen her deutlich eine Stimme, die ihm zurief: „Nimm deinen
Griffel und schreibe!“ Lorber gehorchte sofort diesem geheimnisvollen Ruf, nahm
die Feder zur Hand und schrieb das ihm innerlich Diktierte Wort für Wort
nieder. Es war der Eingang des Werkes „Die Haushaltung Gottes“ (Urgeschichte
der Menschheit). Die ersten Sätze lauteten:
„So
spricht der Herr für jedermann, und das ist wahr und getreu und gewiß: Wer mit
Mir reden will, der komme zu Mir, und Ich werde ihm die Antwort in sein Herz
legen. Jedoch die Reinen nur, deren Herz voll Demut ist, sollen den Ton Meiner
Stimme vernehmen ...“
Lorber
lehnte nach diesem Ereignis, das ihn zutiefst erschütterte, die ihm gebotene
Anstellung ab und diente dieser Berufung durch die Geistesstimme des Inneren
Wortes volle 24 Jahre lang. So entstand in den Jahren 1840 bis 1864 jenes
umfangreiche Schrifttum des Neuoffenbarungswerkes, von dem das von Walter Lutz
nun geschaffene Lehrwerk einen tief beeindruckenden Überblick bietet. Am 24.
August 1864 schied der Gottesschreiber Jakob Lorber von dieser Welt. Als
kostbares Vermächtnis hinterließ er seinen getreuen Freunden sein Lebenswerk in
vielen Folianten, von denen — oft unter großen Widerständen — im Laufe der
folgenden Jahrzehnte immer mehr zum Druck gelangten. (Eine Aufzählung aller
Schriften ist am Ende dieses Buches zu finden.) Nähere biographische Daten
finden sich in der „Lebensbeschreibung Jakob Lorbers“, die sein Freund, der
Dichter und Archivar Ritter v. Leitner verfaßte.
Lorber
empfand das innere Wort in sich als die Stimme Jesu Christi. Er wurde wiederholt
belehrt, die ihm verliehene Gabe sei eine natürliche Anlage aller Menschen, die
sie jedoch in ihrer Weltsucht begraben hätten. Der schwere Weg, für das innere
Wort begabte Mittler heranzubilden, bahnt sich in unserem chaotischen
Endzeitalter durch unzählige Versuchungen und Täuschungen hindurch. Wir stehen
im stärksten Prüfungsfeuer aller Zeiten, wo mehr als je das Evangelienwort gilt
‚Ihr müßt alle von Gott gelehrt sein. Wen nicht der Vater zieht, der kommt
nicht zum Sohne!‘ Das bedeutet: Wer nicht die Liebe des Vaters, den
Gottesfunken in sich lebendig empfindet, der gelangt auch nicht zur wahren Theosophia, zur Weisheit aus Gott, die den Sohn, das
geoffenbarte Wort darstellt.
Lorber
selbst aber war das wahrhaftigste Zeugnis für diese Verheißung. Unermeßlich
tief ist der Inhalt der Neuoffenbarung, die wohl das allumfassendste Lehrwerk
christlicher Erkenntnisse darstellt. Sein Schreiber jedoch erhob keinerlei
Anspruch auf Prophetentum und trat ganz hinter das
Werk zurück, zu dem er durch die Stimme Gottes berufen wurde. Unverkennbar
leuchtet in dem, was Lorber niederschreiben durfte, das Feuer des göttlichen
Geistes, und jeder, der zuinnerst davon betroffen wird, erkennt darin die Liebe,
Weisheit und Wahrheit des heiligen inneren Wortes.
Es
erhebt sich nun die Frage: Was hat das Geistesgut Lorbers, aufgezeichnet vor
mehr als hundert Jahren, unserer Gegenwart und ihrer Zukunft zu sagen? Die
Naturwissenschaft von heute ist bald an der Grenze ihrer Forschungsmöglichkeiten
angelangt, da sie sich bekanntlich nur mit den wäg- und zählbaren Verhältnissen
der Materie befaßt, ohne das Geheimnis des geistigen Waltens in der Natur zu
enträtseln. Der „Baum der Erkenntnis“ bleibt daher noch ungesegnet. Aber auch
der „Baum des Lebens“, irdisch vertreten durch die Religion, beginnt in unserem
Zeitalter mehr und mehr zu verdorren. Die von den Kirchen dargebotenen
Glaubenslehren entbehren der lebendigen Kraft, weil allzu viele menschliche
Satzungen die geistige Sonne verdunkeln. Wissenschaftlicher Gelehrtenstreit und
kirchliches Theologengezänk können nur durch das göttliche Wort der
Liebeweisheit überwunden werden. Die Neuoffenbarung bildet dazu jene Gnadengabe
des Heiligen Geistes, der den Menschen verhieß: „Siehe, Ich mache alles neu!“
Die
Menschheit unserer Tage vermag nicht mehr blind zu glauben, sondern strebt nach
einer vertieften Erkenntnis der ihr bisher dargebotenen Glaubenslehren. Aber
auch die Fülle wissenschaftlicher Funde drängen den Menschen immer mehr zu der
Frage nach dem Warum und dem Sinn, der hinter den Dingen waltet. Es ist daher
verkehrt, Religion und Wissenschaft fernerhin trennen zu wollen, anstatt beide
in einer Synthese zu vereinen; diese wird die Aufgabe des kommenden Zeitalters.
Und wir müssen uns mit Dankbarkeit und Ehrfurcht vor der göttlichen Vorsehung
neigen, die schon im Abklingen des alten Zeitalters uns durch einen Menschen
das Rüstzeug dazu schenkte.
So
wird das Neuoffenbarungswerk immer stärker dazu beitragen, die Gemüt- und
Vernunftkräfte in den Dienst eines höheren Menschentums zu stellen. Und mehr
und mehr werden Menschen erweckt werden, in denen die Verheißung des echten
inneren Wortes Gestalt gewinnt. Freilich sind göttliche Offenbarungen in jener
Größe und Tiefe, wie sie Lorber empfangen durfte, ein besonderes Gnadengeschenk,
das den Menschen guten Willens für die Tage kommender Weltgerichte als
besonderer Wegweiser dienen soll. Darüber hinaus aber bleibt das Wort Gottes
ewige Wahrheit und wird den Menschen immer näher heranführen an das Ziel seiner
Bestimmung; die Gotteskindschaft, die auch auf Erden das Friedensreich Gottes
verwirklichen wird.
Über
das Ende dieses Weges wäre vielleicht zu sagen, daß es noch verborgen liegt in
der von J. von Fiore vorausgeschauten Geistkirche, der von Swedenborg
erwarteten Neuen Kirche, besonders aber in dem von Lorber verkündeten Neuen
Jerusalem, das aus den Himmeln auf die Erde herabkommen soll. Dann wird das
Wort des Herrn, wie im Großen Evangelium verkündet, seine Erfüllung finden:
„Wer
an Mich glaubt, Meinen Willen tut, Mich über alles und seinen Nächsten wie sich
selbst liebt, zu dem werde Ich selbst kommen und Mich ihm treulich offenbaren.
In der Folge aber wird es so sein, daß am Ende ein jeder, den es wahrhaft nach
Mir als der ewigen Wahrheit dürstet, von Mir belehrt werden wird“...
Noch
steht die Menschheit weitab von dieser letzten Erfüllung. Aber jedem liebenden
Wahrheitssucher bietet die Licht- und Lebenslehre Christi, wie sie die Neuoffenbarung
verkündet, einen festen Wanderstab durchs Leben, wenn er ihn zu gebrauchen
versteht. Denn in der Verborgenheit einer kleinen Grazer Mietsstube entstand
ein Gotteswerk von so monumentaler Größe, daß es die Grundlage der heraufdämmernden
geistigen Weltzeitalter bilden wird. Dann wird das Lebenswerk Jakob Lorbers
erst seine Kraft offenbaren und wird von einer Menschheit erkannt werden, die
sich der umwandelnden Macht des Heiligen Geistes hinzugeben bereit ist.
Einem
Freunde gab Lorber im Jahre 1858 folgende briefliche Aufklärung: Bezüglich des
inneren Wortes, wie man dasselbe vernimmt, kann ich, von mir selbst sprechend,
nur sagen, daß ich des Herrn heiligstes Wort stets in der Gegend des Herzens
wie einen höchst klaren Gedanken, licht und rein, wie ausgesprochene Worte
vernehme. Niemand, mir noch so nahe stehend, kann etwas von irgendeiner Stimme
hören. Für mich aber erklingt diese Gnadenstimme dennoch heller als jeder noch
so laute materielle Ton.
Das
ist nun auch schon alles, was ich Ihnen aus meiner Erfahrung sagen kann. Aber
es wandte sich jüngst eine dem Herrn höchst ergebene Frau durch mich an Ihn,
und es ward ihr folgende Antwort zuteil, die ich Ihnen hier wörtlich mitteile.
Sie lautet:
„Das,
was nun Mein irdisch sehr armseliger Knecht tut, sollten eigentlich alle Meine
wahren Bekenner tun können. Denn allen gilt das Evangeliumswort: ‚Ihr müsset
alle von Gott gelehrt sein. Wen nicht der Vater ziehet, der kommt nicht zum
Sohne!‘ Das aber besagt soviel als: ‚Ihr müsset von eurer werktätigen,
lebendigen Liebe zu Mir — und daraus zu jedem bedürftigen Nächsten — zur inneren
Weisheit aus Gott gelangen!‘ Denn eines jeden wahre, werktätige Liebe bin ja
eben Ich selbst gleich also in seinem Herzen, wie der Sonne lebendiger Strahl
wirkend ist in jedem Tautropfen, in jeder Pflanze und in allem, was die Erde
trägt. Wer Mich sonach wahrhaft über alles aus allen seinen Kräften liebt,
dessen Herz ist auch voll von Meiner Lebensflamme und deren hellstem Lichte.
Daß dadurch zwischen Mir und dem Mich über alles liebenden Menschen ein steter
und hellster Verkehr entstehen muß, ist ebenso klar, wie, daß ein gesundes Weizenkorn
in fruchtbarer Erde unter dem warmen Sonnenstrahl zur segensreichsten Frucht
emporwachsen muß.
Daß
dieses aber mit den Menschen durch Erfüllung der im Evangelium gestellten Bedingungen
wirklich möglich ist, dafür steht dieser Mein Knecht als ein Zeuge vor dir! —
Aber das sage Ich dir auch: Mit einer bloßen Verehrung und noch so tief
andächtigen Bewunderung Meiner göttlichen Vollkommenheit ist‘s da nichts!
Solcher sogenannten frommen Christen gibt es eine Menge in der Welt, und doch
erreichen sie wenig oder nichts. Alles aber liegt an dem, daß jemand, der zu
Meinem lebendigen Worte in sich gelangen will, vollkommen ein Täter Meines
Wortes ist. Dies zur Darnachachtung für dich und
jedermann!“
*
* *
Der
Jünger Johannes belehrt einen Lichtsuchenden: „Du mußt Gott zuerst erkennen,
und dazu hast du einen geordneten Verstand. Aber beim Verstande allein darf es
nicht verbleiben. Was du verstehst, mußt du ehest in dein Herz oder in dein
Leben aufnehmen, es damit beleben, und du wirst dann schon auf dem rechten Wege
sein! Denn wie Gott wirkt in der großen Außennatur der Welten, ebenso wirkt Er
auch durch Seine Lebensgnadensonne im Menschenherzen.“
[Ev.
Bd. 5, Kap. 178, 6 und 8]
Jesus:
„Die allgestaltende schöpferische Urkraft muß eine einheitliche und ihrer
selbst gar sehr bewußte sein, da sie als Ursein ja allem Sein zugrundeliegt.
Wir wollen diese Urkraft einmal „Gott“ nennen und weiter fragen: ‚Wo ist denn
dieser Gott und wie sieht er aus? Wie erschafft Er die Dinge, wie bringt Er als
ein reinster Geist die grobe Materie aus sich zum Vorschein?‘ — Sieh, wenn ein
Mensch einmal so zu fragen beginnt, dann ist er schon auf einem besseren Wege.
Er wird allen Geschöpfen eine höhere Aufmerksamkeit widmen und in ihnen der
göttlichen Urweisheit nachforschen. Je länger er prüfen wird, desto mehr der
göttlichen Weisheit und Ordnung wird er finden. Dann wird er in seinem Herzen
auch bald eine Regung von Liebe zu Gott fühlen und aus solcher Liebe stets mehr
innewerden, daß Gott in sich selbst von der mächtigsten Liebe erfüllt sein muß,
da Er eine so große Lust und Freude hat, eine unzählbare Menge von Dingen und
Wesen so wunderbar weise zu erschaffen.
[Ev.
Bd. 6, Kap. 87, 8-11]
Jesus:
„Wer einmal anfängt, daran zu denken, daß es einen Gott gibt, der alles, was da
ist, erschaffen hat, erhält und leitet, der wird auch bald einsehen, daß alles,
was da ist, gut und zweckmäßig eingerichtet ist. Er wird aus der weisen
Einrichtung auch bald dahin ins Klare kommen, daß der Schöpfer alles dessen
höchst gut sein muß. Beurteilt der Mensch also Schöpfer und Geschöpfe, so wird
er den Schöpfer zu lieben anfangen, und es wird sich die Liebe zu Gott im
Herzen des Menschen mehren und festen, und diese Liebe ist dann eben der
jenseitige Geist des Menschen, von dessen Licht die Seele durchdrungen und von
dessen Lebenswärme sie belebt wird. Ist das einmal der Fall, so ist es dem
Menschen nicht mehr möglich, einen Tod in sich zu denken.“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 111, 89]
Jesus
zu einem gottsuchenden Heiden: „Wer außer Gott könnte dem Menschen, dessen Leib
schon ein kunstvollster Organismus und eine höchst weise eingerichtete Lebensmaschine
ist, Intelligenz, Selbstbewußtsein, Vernunft, Liebe und einen freien Willen mit
der entsprechenden Tätigkeitskraft geben, erhalten und vollenden? Freund, wenn
du das einigermaßen hell überdenkst, so wirst du darin ganz leicht den Weg
finden, auf dem der Mensch, wenn er es nur ernstlich will, Gott und mit Ihm die
ewige Wahrheit finden kann.“
[Ev.
Bd. 8, Kap. 176, 13]
Jesus
zu einem Wahrheitsforscher: „Wäre diese Welt nicht mit allen erdenklichen
Lustreizen versehen, sondern nur eine Wüste, so wäre des Menschen gottähnlicher
freier Wille, seine Vernunft und sein Verstand ihm vergeblich gegeben. Denn was
sollte da seine Liebe, sein Begehren und Wollen erregen, und was könnte seine
Vernunft läutern und seinen Verstand erwecken und beleben? Das endlos viele und
höchst Mannigfaltige der Schöpfung, gut und schlecht, edel und unedel, ist also
nur des Menschen wegen da, auf daß er alles prüfe, erkenne, erwähle und es
zweckmäßig gebrauche. Daraus kann der Mensch dann auch zu schließen anfangen,
daß alles ein höchst weiser, guter und allmächtiger Urheber so geschaffen und
eingerichtet hat, der, wenn der Mensch aus sich so zu urteilen beginnt, sich
ihm nach und nach offenbart, wie dies zu allen Zeiten der Fall war.“
[Ev.
Bd. 9, Kap. 23, 1-2]
Der
erleuchtete römische Hauptmann von Pella belehrt zwei
heidnische Bürger, die nach dem Weg zu Gott fragen: „Es gibt von Ewigkeit her
nur einen, allein wahren Gott, und dieser Gott will von uns Menschen gesucht,
gefunden, erkannt und durch strenge Haltung Seiner Gebote, die Er zu unserm
Heile gab, verehrt werden. Und weil es nur einen Gott gibt, den ein tiefer
forschender Mensch aus Seinen Werken sehr wohl wahrnehmen kann, so soll der
Mensch voll wahrer Liebegier diesen Gott eifrigst suchen, aber nicht von heute
bis morgen, leichtsinnigen Kindern gleich, sondern von Tag zu Tag mit stets
zunehmendem Eifer und Fleiß und mit einer in der Liebe zu Ihm wachsenden Sehnsucht,
und Gott wird sich von einem solchen Sucher finden lassen, wie von mir und
vielen anderen Menschen. — Solchen treuen Suchern wird Gott dann auch kundtun,
was sie nach Seinem weisesten Willen fürder zu tun, und wie sie zu leben haben,
um in Seiner Liebe und Gnade zu verbleiben und von Ihm zum ewigen Leben der
Seele erweckt zu werden.“
[Ev.
Bd. 10, Kap. 78, 9-11]
Jesus:
„Gott so vollkommen wie möglich erkennen, ist das erste Erfordernis für jeden
Menschen. Wer Gott nicht richtig erkennt, kann nie vollkommen an Gott glauben,
noch weniger Ihn über alles lieben, und somit auch des Geistes Gottes nie
völlig teilhaftig werden. Denn aus einer unrichtigen Erkenntnis Gottes entstehen
mit der Zeit, vermöge des freien Willens der Menschen, allerlei Irrtümer, die
wie eine tausendköpfige Hydra fortwuchern, die Menschen zu Götzendienern machen
und ihnen die Pforte zum wahren, ewigen Leben verrammen.“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 228, 18 und 19]
Jesus:
„Was nützt es deiner Seele, wenn du an einen fernen Gott hinter allen Sternen
glaubst und auch daran, daß Er von dort aus vermöge Seiner Allmacht alles hört,
sieht, erschafft, erhält und regiert und überall gegenwärtig ist? So kennst du
Gott dennoch nicht und bist in deinem Gemüt durch deine dunstige, schwache
Erkenntnis Gottes noch sehr ferne von Ihm, kannst Ihn unmöglich lieben, sondern
nur eine halbgläubig-dumpfe Ehrfurcht vor Ihm haben. In dieser Erkenntnis und
Gemütsvorstellung kann niemand bei Gott sein, und von einer wahren Liebe zu Ihm
ist dabei gar keine Rede!“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 233, 5]
Jesus:
„Daß sich Gott nicht so bald und leicht finden läßt, wie es manche Menschen
gern hätten, das hat seinen höchst weisen Grund darin: Würden die Menschen mit
leichter Mühe das finden, was sie suchen, so hätte das Gefundene bald keinen
Wert mehr für sie, und sie gäben sich wenig Mühe mehr, noch weiter zu suchen
und zu forschen; sie begäben sich in die Trägheit, und der von ihnen gar so
leicht und bald gefundene geistige Schatz würde ihnen noch weniger nützen, als
wenn sie ihn ängstlich gleichfort suchen müßten! Darum geschehen große
Offenbarungen selten, damit die Menschen, in ihrer Seelennacht geängstigt,
selbst Hand ans Werk legen und mit allem Eifer die ewige Wahrheit und Mich
suchen.“
[Ev.
Bd. 9, Kap. 19, 8]
Jesus:
„Wer Gott lieben will, der muß zuerst glauben, daß es einen Gott gibt, der, als
selbst ganz Liebe, der ewige Urgrund aller Dinge in der Unendlichkeit ist. Wie
aber kann ein Mensch zu solchem Glauben gelangen? Am sichersten durch die
Offenbarung, durch das Anhören des Wortes Gottes und durch die Erkenntnis des
Willens der ewigen Liebe. Hat der Mensch solchen Willen erkannt, so ordne er
seinen Willen ganz dem Willen der ewigen Liebe und der höchsten Weisheit in
Gott unter und lasse sich von dem Willen Gottes verzehren, so wird er dadurch
vom Geiste Gottes ganz durchdrungen und daraus als eine neue Kreatur zum ewigen
Leben hervorgehen.“
[Ev.
Bd. 9, Kap. 116, 22-24]
Jesus
zu dem materialistischen Denker Roklus: „Du hast bis
jetzt alles mit dem eiskalten Verstande gesucht, und der Hebel zu deinem Suchen
war deine kalte Vernunft, die nichts als wahr annahm, was sich nicht mit einem
der Sinne wahrnehmen ließ. — So suchtest du auch Gott mit der Rechentafel in
der Hand, d.h. mit der kalt rechnenden Vernunft, die keiner inneren, geistigen
Anschauung fähig ist. Da also dein kaltes Verstandesforschen dein Gemüt nie
erwachen ließ, so fandest du auch Gott, den Grund des Lebens, nicht.“
[Ev.
Bd. 5, Kap. 61, 5 und 7]
Jesus
zu dem gelehrten und verstandesstolzen Essäer obersten Roklus:
„Weil dein Geist durch die Masse der starren materiellen (Schein=) Wahrheit wie
zu Tode erdrückt war, so mußtest du notwendig jede Spur vom Dasein eines Gottes
verlieren, da Gott pur Liebe ist in Seinem Urgrunde und nur durch die Liebe
begriffen werden kann!“
[Ev.
Bd. 5, Kap. 60, 7]
Jesus:
„Wer die göttliche Offenbarung nicht annimmt, sondern sich allein auf seine Vernunft
und seine Erfahrungen verläßt und danach handelt, der begeht darum keine Sünde;
aber er bleibt dennoch zurück und wird um vieles länger zu tun haben, bis er
zur reinen Erkenntnis Gottes und zur Vollendung seines inneren wahren Lebens gelangt.“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 204, 10]
Jesus:
„Wer Gott nicht ernstlich sucht, sondern ganz den Gelüsten der Welt nachgeht,
der verliert Gott, und Gott wird ihm keine Zeichen geben, aus denen er erkennen
könnte, wie weit er schon von Gott abgewichen ist. Erst wenn er aus eigenem
Antrieb und Bedürfnis Gott wieder zu suchen anfängt, wird Gott sich ihm nahen
und sich vom Suchenden auch finden lassen, sofern es dem Suchenden ein wahrer
Ernst ist, Gott zu finden und zu erkennen.“
[Ev.
Bd. 7, Kap. 156, 12]
Der
erleuchtete Gottesbote Kisehel: „Die wahre Erkenntnis
Gottes ist der Grund der Liebe zu Ihm; daher sei es auch jedermanns vorzüglichstes
Bestreben, Gott zu erkennen, damit er Ihn dann über alles wird zu lieben
vermögen! Das aber ist dann auch das ewige Leben!“
[H.
Bd. 2, Kap. 215, 11-12]
Der
Herr zu einem kalten, blinden Verstandesmenschen: „Mit deinem Verstande wirst du Mich ewig nie
begreifen—; denn für den bin Ich unendlich!“
[H.
Bd. 2, Kap. 261, 19]
Der
Herr: „Wer da forscht und grübelt ohne Meine Gnade, der geht fehl. Wer aber zu
Mir kommt und lernt es von Mir in seinem Herzen, der hat es (das Wissen um
Gott) in der Fülle der Wahrheit.“
[Hi.
Bd.1, S. 100, 3]
Jesus:
„Durch das Forschen nach Wahrheit macht sich die Seele frei von den groben
Banden der Materie, verbindet sich mit ihrem göttlichen Geist und kommt so mehr
und mehr ins Lebenszentrum ihres Herzens, wohin unablässig Gottes Licht und
Erbarmung fließt.“
[Ev.
Bd. 3, Kap. 204, 2]
Murel, ein erleuchteter Jünger Jesu: „Wenn Gott
Wesen haben will, die Ihn erkennen und lieben, muß der Schöpfer dem Geschöpf
und der Vater dem Kinde entgegenkommen und sich ihm auf eine solche Weise
offenbaren, bei der es dem Geschöpf und dem Kinde möglich wird, den Vater als
solchen zu erkennen.“
[Ev.
Bd. 3, Kap. 239, 10]
Jesus:
„Die mittelbare (äußere), durch Forschung erlangte Offenbarung gibt dem
suchenden Menschen nur darüber Licht, worüber er eins haben möchte, und gleicht
einem guten Lampenlichte, mit dem man ein dunkles Gemach hell erleuchten kann.
Die unmittelbare Offenbarung von Gott aber gleicht der Sonne am hellsten
Mittage, deren mächtiges Licht die ganze Welt allenthalben erleuchtet.“
[Ev.
Bd. 3, Kap. 204, 4]
Jesus
zu dem Römer Agrikola, der eine schnelle Ausbreitung
der göttlichen Wahrheit wünscht: „Gott hat zwar die ganze Welt erschaffen, und
von Seiner Allmacht hängt alles Sein ab, aber Ihm liegt vor allem an der
wahren, inneren Lebensbildung und an der möglichst vollen Selbständigkeit und
Selbstkraft jedes Menschen. Und diese kann Gott nur durch Seine möglichste
Zurückgezogenheit und durch ein leises Einfließen Seines Geistes in das Gemüt
des Menschen nach und nach bewirken. Zum Zwecke seiner inneren Lebensbildung
und Selbständigmachung muß der Mensch anfangs durch
allerlei Erscheinungen in der Materiewelt und durch innere Erlebnisse dahin
gebracht werden, daß er über alle Wahrnehmungen nachdenkt.“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 204, 5-7]
Jesus:
„Ist die Menschheit einmal durch Naturbeobachtung und Belehrung zu der Erkenntnis
Gottes gelangt, dann werden größere Offenbarungen zugelassen, aus denen die
Menschen schon heller und mit größerer Zuversicht das Gottwesen und dessen Willen
erkennen, aber dabei doch noch einen großen, freien Spielraum haben, das ihnen
Geoffenbarte als Wahrheit anzunehmen und danach zu handeln oder auch nicht.“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 204, 9]
Jesus:
„Die ewige göttliche Wahrheit wird stets nur verdeckt gegeben; denn offen
würden die Menschen sie ebensowenig ertragen wie das Licht der Mittagssonne mit
offenen Augen. Die Menschen müssen denken lernen, dann suchen und selbst
finden. Denn hat ein Mensch das innere Licht des Lebens nicht selbst gefunden,
so nützen ihm tausend Lehrer nichts. Daher muß der Mensch wohl einen Stoß zur
Aufsuchung der Wahrheit bekommen, aber die volle Wahrheit niemals urplötzlich.“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 204, 2-4]
Der
Evangelist Johannes: „Aus den Himmeln kann keine Kunde völlig enthüllt zu den
Menschen auf der Erde gelangen, sondern allzeit ist jede Kunde mit einer Hülse
umschlossen. Denn ohne eine solche Umschließung könnte keine Kunde aus den
Himmeln, welche reingeistig ist, zu den Menschen gelangen, so wenig wie jemand
von euch imstande wäre, den für den Leib tauglichen ätherischen Nahrungsstoff
ohne Beigabe gröberer Materie in sich aufzunehmen.“
[GS.
Bd. 2, Kap. 15, 3]
Jesus:
„Es ist ganz löblich, sich in der Natur ein wenig umzusehen — denn sie ist ein
großes Buch, geschrieben von der allmächtigen Hand Gottes, und gibt jedem
biederen Forscher die schönsten Beweise von der Liebe, Weisheit und Macht
Gottes, des Schöpfers und Vaters im Himmel. Aber ein zu erpichter Forscher kann
bei seinen zu emsigen Forschungen auch leicht auf Irrwege geraten, auf denen er
von Gott ganz abkommt und am Ende alles Werden und Sein allein von den blinden
und stummen Kräften der Natur ableitet.“
[Ev.
Bd. 5, Kap. 251, 6]
Jesus:
„Eine reine und wohlbegründete Erkenntnis der Erde und des gestirnten Himmels
in allen ihren Erscheinungen dient einem reinen Gemüt zur rechten Erkenntnis
Gottes, ohne die für den Menschen kein wahres Heil zu erwarten ist. Denn nur
jene, die Gott wahrhaft erkennen, kommen zu Gott.“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 233, 3]
Jesus:
„Wer mich wahrhaft liebend in seine Seele aufgenommen hat, aber nicht nur
gläubig dem vernommenen Worte, sondern vollkommen der Tat nach, zu dem werde
ich allezeit im Geiste kommen, Mich ihm offenbaren und ihn erleuchten wie die
hell aufgehende Sonne die finsteren Gefilde der Erde. Mit einem inneren
geistigen Blick wird er mehr vom tiefsten Grunde aus erkennen als durch das
alleinige Lesen in tausend Jahren.“
[Ev.
Bd. 5, Kap. 124, 7-8]
Jesus:
„Wer an Mich glaubt, Mich liebt und Mein leichtes Gebot der reinen Liebe hält,
der erkennt Mich auch im vollen Lichte seines Herzens als den Vater! Und zu ihm
werde Ich selbst allezeit kommen und Mich ihm offenbaren, ihn lehren und
führen; und Ich werde seinem Willen Kraft verleihen, so daß ihm im Notfalle
alle Elemente gehorchen sollen.“
[Ev.
Bd. 3, Kap. 225, 8]
Ein
bekehrter Schriftgelehrter zu einem heidnischen Priesterweib: „Den von dir
verlangten Gottesbeweis kann dir niemand anders geben als du allein dir selbst,
— auch Gott nicht. Denn dieser Gottesbeweis muß erst durch die Tätigkeit nach
dem geoffenbarten Willen Gottes in dir selbst wach werden.“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 110, 12]
Eine
fortgeschrittene, erleuchtete Seele im Jenseits zu einem hartnäckigen Zweifler,
der Beweise für die Gottheit Jesu verlangt: „Solange es dir dein eigenes Herz
durch den Geist der Liebe nicht sagt: Dieser ist es! — solange nützen dir auch
alle Beweise nichts! Sagt es dir aber dein Herz: Dieser ist es! — dann bedarfst
du keines anderen Beweises. Wer Jesum erkennen will, der muß Ihn lieben. Wer
aber Jesum liebt, der hat ihn auch lebendig in sich. Und das ist eben der
alleinige Beweis, durch den jedermann Christum ehestens und ohne Zweifel
erkennen kann!“
[Rbl.
Bd. 2, Kap. 221, 6]
Der
Erzengel Raphael zu indischen Magiern: „Gott ähnlich werden heißt: Werdet voll
Liebe gegen eure Mitmenschen, und euer Herz sei voll Demut, Sanftmut, Geduld
und Erbarmung gegen jedermann, so wird sich Gott auch euer erbarmen und sich
von euch finden lassen. — So ihr Gott nur in der Wahrheit allein sucht, werdet
ihr Ihm wohl nahekommen, aber Sein eigentliches Wesen nicht erschauen und
begreifen!“
[Ev.
Bd. 7, Kap. 100, 4-5]
Jesus:
„Wer Mich sucht in Meinen Werken und Zeichen, der hat eine sehr schwere und
mühevolle Arbeit und wird leicht erlahmen unter der großen Bürde; wer aber
sucht in der Liebe, der wird Mich als die Kraft alles Lebens in sich bald und
leicht finden. Und hat er Mich gefunden, dann hat er auch schon alles gefunden:
das ewige Leben und dessen Macht, Kraft und Weisheit.“
[Ev.
Bd. 8, Kap. 214, 10]
Jesus:
„Leset die zahlreichen Bücher und Schriften der Ägypter mit allem Fleiße durch,
und ihr werdet als außerordentliche Vielwisser in euerm Heimatland gelten; aber
deshalb wird euer innerer Geist noch lange nicht eins werden mit eurer Seele,
und ihr werdet von dem Wesen Gottes, von euerm Geiste und von dem Fortleben der
Seele ebensowenig wissen wie bisher! Darum suchet vor allem euer Lebensgefühl
nach Meiner Lehre zu bilden und zu stärken, fühlet mit dem Armen seine Not und
lindert sie nach euren Kräften, tröstet die Traurigen, bekleidet die Nackten,
speiset die Hungrigen, helfet den Kranken, erlöset die Gefangenen, und den
Armen im Geiste prediget Mein Evangelium, — das wird in die Himmel erheben euer
Gefühl, euer Gemüt, und eure Seele wird auf diesem wahren Lebenswege bald und
leicht mit ihrem Geiste aus Gott eins und dadurch auch all Seiner Weisheit und
Macht teilhaftig werden.“
[Ev.
Bd. 8, Kap. 150, 12 und 14]
Jesus:
„Wer mich in der Folge, wenn Ich wieder in Meine Himmel zurückgekehrt bin,
wahrhaft finden, sehen und sprechen will, der wird Mich nicht in der Welt oder
in gewissen Häusern, Tempeln und Kammern, sondern in seinem Herzen suchen
müssen; und wer Mich so suchen wird, der wird Mich auch finden!“
[Ev.
Bd. 9, Kap. 54, 5]
Jesus
zu zwei weltweisen, lichtsuchenden Griechen: „Den Willen des einen, allein
wahren und ewig aus Seiner Macht lebendigen Gottes und Vaters der Menschen
könnet ihr aus den Büchern Mosis und der Propheten kennenlernen. Wenn ihr nach
den zehn Geboten Mosis treu lebet, so wird der Geist Gottes euch durchdringen
und erleuchten. In solchem Lichte werdet ihr dann den einen, allein wahren Gott
nicht nur erkennen und über alles lieben, sondern er wird sich dann auch selbst
euch offenbaren und euch in alle Weisheit und Macht erheben. Dann werdet ihr
auch lichtvollst innewerden, daß dieser Gott derselbe
ist, der sich zu allen Zeiten jenen Menschen treulichst
offenbarte, die völlig nach Seinem Willen lebten und handelten.“
[Ev.
Bd. 9, Kap. 157, 10-11]
Der
Herr zu einem erschütterten, reumütigen Verstandesmenschen: „Die durch eine
Wundertat erweckte Erkenntnis Gottes ist euch nur ein Gericht zum Tode; wenn ihr
Mich aber werdet in der Liebe eures Herzens erkannt haben, dann erst wird euch
Meine Erkenntnis zum Leben gereichen!“
[H.
Bd. 1, Kap. 176, 32]
Jesus
im Geisterreich zu dem hadernden einstigen Bischof Martin: „Du hattest doch das
Evangelium, die erhabenste Lehre Jesu, als die Hauptlebensschule, — warum
versuchtest du denn nicht, auch nur einen Text praktisch anzuwenden, auf daß du
erfahren hättest, von wem diese Lehre ist? Heißt es nicht darin: Wer Mein Wort
hört und danach lebt, der ist es, der Mich liebt, zu dem werde Ich kommen und
Mich ihm selbst offenbaren?!“
[BM.
Kap. 21, 12-13]
Der
Herr: „Zu wem Ich käme und bliebe bei ihm, der würde von Mir verschlungen; denn
das Feuer Meiner Liebe ist zu unendlich, als daß es zu ertragen imstande wäre
ein noch sterbliches Wesen! Wenn aber jemand frei zu Mir kommt, nachdem er Mich
gesucht hat in seinem Herzen, der hat sich dadurch gefestet und ist stark
geworden, weshalb Ich ihn dann aufnehmen kann und werde zur ewigen Anschauung
Meiner Unendlichkeit und zum ewigen freien Genuß der Ausflüsse Meiner Liebe und
Gnade!“
[H.
Bd. 1, Kap. 142, 17]
Der
Herr: „Siehe, mit Kindern rede Ich kindlich, mit Männern als Mann, mit Herren
als Herr, mit Fürsten als Gott, mit allen Höheren als der Allerhöchste, mit
Machthabern als der Mächtigste und mit den Sündern als Hirt und Richter. So
rede Ich mit jedem nach seiner Art als ein Gott. Aber mit dem in aller Demut
Liebenden rede Ich als Vater und Bruder.“
[Hi.
Bd. 1, S. 27, 3]
Der
Herr: „Die auf die Erziehung des Menschen zu einem freien, selbständigen Wesen
sich stützende Notwendigkeit einer göttlichen Offenbarung ist der erste,
grundsätzliche Beweis für die Echtheit einer solchen Offenbarung. Das stärkste
Kriterium ihrer Echtheit liegt im Handeln danach. Wer da gewissenhaft einer
erkannten Offenbarung getreu lebt, der wird zur inneren Freiheit seines Geistes
gelangen, ob er Jude, Türke, Brahmane oder Christ ist. Also steht es auch
geschrieben: Wer da tun wird nach Meinen Worten, der wird es erkennen, ob sie
von Gott, oder ob sie vom Menschen sind.“
[Hi.
Bd. II, S. 269, 7-9]
Jesus:
„Ich werde auch in künftigen Zeiten hie und da unter den wahren Bekennern
Meines Namens Männer und Mägde erwecken, denen alle Geheimnisse der Himmel und
der Welten eröffnet werden durch ihr liebevolles Herz. Diese Erweckten werden
im Schauen sein und eine große Freude haben!“
[Ev.
Bd. 4, Kap. 109, 12-13]
Jesus:
„Gott hat allezeit unter allen Völkern nach ihrem Bedürfnis weise Männer erweckt,
die den Menschen gute Gesetze gaben und ihnen gesagt haben, daß es einen Gott
gibt, der alles erschaffen hat, erhält und regiert. Sie lehrten die Menschen
auch, daß Gott diejenigen, die Seine Gesetze befolgen, belohnen, die
Widersacher aber züchtigen werde diesseits und jenseits, weil die Seele des
Menschen nach dem Tode des Leibes in der Welt der Geister fortlebe und nach
ihrem Tun gerichtet werde. — Siehe solche Kunde hat jedes Volk erhalten, und
wenn es diese zu vergessen beginnt, so wird es von neuem daran erinnert durch
abermals erweckte weise Männer und stets auch durch das eigene Gewissen.“
[Ev.
Bd. 8, Kap. 17, 3-4]
Jesus:
„Es wird sich dereinst vor Mir kein unbußfertiger Sünder entschuldigen können,
da es einem jeden Menschen von Mir gegeben ist, die Wahrheit und ihr Gutes zu
erkennen, dem Heiden durch die Erkenntnis der Dinge und Verhältnisse im Reiche
der Natur und dem Juden auf dem Wege der außerordentlichen Offenbarung.“
[Ev.
Bd. 9, Kap. 210, 15]
Jesus
angesichts einer zu Ihm drängenden, lichtsuchenden heidnischen Volksmenge:
„Lasset sie alle zu Mir kommen, die da mühselig und mit Nacht belastet sind,
Ich will sie erquicken. Die zu Mir wollen, denen soll die Tür aufgetan werden,
und sie werden in Mir Den finden, den sie lange vergeblich suchten und mit all
ihrer Weitweisheit nicht finden konnten. Wo Ich bin, da gibt es Raum für jeden,
der Mich liebt und sucht!“
[Ev.
Bd. 10, Kap. 88, 6]
Der
Herr: „Wer etwas von Gott erfahren möchte, der wende sich an einen, der da ist
wohlverständigen Herzens, d.h. der allzeit in sich vernimmt die Stimme der
ewigen Liebe!“
[H.
Bd. 1, Kap. 98, 7]
Jesus:
„Der Gott der Juden, den die meisten Menschen nicht in der Fülle der Wahrheit
erkennen wollen und nur mit leeren Zeremonien verehren, — ist der allein wahre,
ewige Gott, der einst den Himmel und diese Erde mit allem, was auf und in ihr
ist, erschaffen hat aus sich heraus.“
[Ev.
Bd. 1, Kap. 210, 13]
Der
Jünger Johannes: „Der allein wahre und einige Gott ist ein ewiger, reinster
Geist aus sich selbst, ausgerüstet mit dem höchsten Selbstbewußtsein, mit der
lichtvollsten Weisheit und mit einem festesten und mächtigsten Willen, dem kein
Ding unmöglich ist.“
[Ev.
Bd. 4, Kap. 74, 5]
Der
Herr: „Um das unendliche, vollkommenste, freieste Leben Gottes zu begreifen,
denket euch einen unendlichen Raum, in dem sich ein Mittelpunkt befindet, von
welchem nach allen Seiten endlose Strahlen auslaufen, deren Anfang zwar der
Mittelpunkt, aber deren Ende ewig nirgends anzutreffen ist. — In diesem Zentrum
ist alle lebende Kraft der ganzen Unendlichkeit vereinigt und geht von diesem
Zentrum wieder in die ganze Unendlichkeit hinaus. Damit aber diese lebende
Kraft sich nicht zu sehr ins Unendliche zerstreue und dadurch in sich selbst
schwächer werde, so hat sie sich durch die ganze Endlosigkeit des ewigen Raumes
zahllos viele Lebenssammelpunkte geschaffen, in welchen sich das Leben
gewisserart selbst auffängt und sodann zurückkehrt zu seinem urewigen
Zentralsitz.“
[Fl.,
Kap. 7, 5-6]
Die
Urväter der Höhe erörtern das Verhältnis des wesenhaft gestalteten, endlichen
Gottes in Abedam zu dem unendlichen Gottgeiste. Sie
werden von dem hohen Abedam belehrt: „Was ihr des
Raumes Unendlichkeit nennet, ist der Geist Meines Willens, der von Ewigkeiten
her diese endlose Räumlichkeit gestellt und erfüllt hat mit Wesen aller Art.
Dieser Geist aber hat einen Mittelpunkt,
wesenhaft gestaltlich, in dem alle Macht dieses unendlichen Geistes vereinigt
ist zu einem Wirken, und dieses Machtzentrum des unendlichen
Gottgeistwesens ist die Liebe als
das Leben dieses Geistes; und diese Liebe bin Ich von Ewigkeit. — Obschon sich
der Geist Gottes überall wirkend äußern kann, so kann er sich dennoch nicht
wesenhaft gestaltlich äußern ohne die Liebe;
wo aber Gott sich dann gestaltlich äußert, da äußert Er sich für endliche
Wesen, wie ihr es seid, durch Seine Liebe, welche da ist das eigentliche
Grundwesen Gottes und der Sammelpunkt aller Macht, Kraft und Heiligkeit des
unendlichen Geistes. Sehet, das ist das Wesen Gottes in aller Wahrheit und kann
nur mit dem Herzen, aber nie mit dem Verstande begriffen werden!“
[H.
Bd. 2, Kap. 139, 20-23]
Auf
die Frage eines römischen Oberstadtrichters: ‚Herr, wie ist es Dir möglich,
auch in der Ferne durch die Macht Deines Willens zu wirken, während Du persönlich
unter uns gegenwärtig bist?‘ antwortet Jesus: „Dieser Mein Leib, der wie der
eurige aus Fleisch und Blut besteht, und den man den ‚Sohn‘ nennt, ist nun hier
bei euch und zu gleicher Zeit nirgends anderswo. Aber die von Mir ausgehende
Kraft des Gottesgeistes erfüllt die ganze Unendlichkeit und wirkt nach dem
Grundwillen in Mir und in dem Augenblick, in welchem von Mir das ‚Werde!‘
ausgesprochen wird.“
[Ev.
Bd. 10, Kap. 195, 2-3]
Der
Herr zu Henoch, dem ersten Hohenpriester der Urzeit: „Ich bin Mann und Weib zugleich
in Meiner Gottheit Tiefen, aber nicht so, wie ihr es pflegt zu nehmen, sondern
also nur: Als Mann bin Ich die Liebe
selbst, das freie Leben und alle Macht und Tatkraft selbst! Da Ich auch im
Weibe zu Hause bin, muß Ich da nicht zugleich das Weib völlig in Mir fassen?
Die Weisheit aber ist der Liebe
Gottes ewig eigentümlich unzertrennlich rechtes Weib, mit dem Ich ewiger,
einiger Gott alle Dinge gezeugt und geschaffen habe!“ [H. Bd. 3, Kap. 27, 5, 6,
9 und 13]
Auf
die Frage Jesu ‚Was ist Wahrheit?‘ antwortet das himmlisch erleuchtete Mägdlein
Jarah aus dem Liebelicht ihres Herzens: „Was kann
sonst die volle ewige Wahrheit sein als Gott selbst, Der, von Ewigkeit alle
Vollendung in sich fassend, im Geiste stets ein und derselbe ist, also für ewig
unwandelbar! Gott ist der alleinige, ewige Urgrund alles Seins; alle
Schöpfungen sind Seine festgehaltenen Gedanken, ihr Sein ist sonach auch ein
Gottessein, und ihr Leben ist Gottes Leben. In Gott ist darum volle ewige
Wahrheit, weil außer Gott nichts sein kann. — In uns Menschen aber ist sie nur
insoweit, als wir eins mit Seinem heiligsten Geiste sind durch die reine Liebe
zu Ihm. Sind wir aber das, so haben wir auch Sein Licht. Und dieses Urlicht in
der höchsten Reinheit des Geistes ist eben die ewige, unwandelbare Wahrheit!“
[Ev.
Bd. 2, Kap. 199, 4-5]
Der
Erzengel Raphael: „Ein noch so vollendeter Geist kann Gott in Seiner endlosen
Fülle in Ewigkeit nie erreichen!“
[Ev.
Bd. 3, Kap. 3, 3]
Jesus:
„Der unendliche Schöpfungsraum ist allenthalben erfüllt mit Meinem Geiste, welcher
da ist Liebe, Leben, Licht, Weisheit, klarstes Selbstbewußtsein, ein bestimmtes
Fühlen, Schauen, Hören, Denken, Wollen und Wirken. In Mir ist dieses ewig
gleichen Geistes Brennpunkt, der eins ist mit Seinem die Unendlichkeit
erfüllenden Außenlebensäther, der bei Mir mit dem Hauptlebensbrennpunkt stets
mit allem, was er faßt, in innigster Verbindung steht. Dieser Mein Außenlebensäther
aber durchdringt und umfaßt alles in der ganzen ewigen Unendlichkeit und sieht,
hört, fühlt, denkt, will und wirkt überall auf eine und dieselbe Weise. Sehet,
darauf gründet sich ganz klar und faßlich die Allwissenheit Gottes.“
[Ev.
Bd. 4, Kap. 257, 10, 11 und 13]
Jesus:
Gott bindet sich selbst um des Bestandes der Schöpfung willen an Seine ewig
unwandelbare Ordnung.
[Ev.
Bd. 5, Kap. 91, 7]
Jesus:
„Mir ist wohl alles möglich, aber ein zweites, Mir gleich vollkommenes Ich kann
Ich nicht erschaffen, sowie auch keinen zweiten unendlichen Raum und keine
zweite ewig dauernde Zeit.“
[Ev.
Bd. 10, Kap. 207, 6]
Jesus:
„Auch das vollkommenste Dasein Gottes muß in sich selbst die ausgebildetsten
Gegensätze fassen, ohne die Gott kein wirkungsmächtiges Wesen wäre!“
[Ev.
Bd. 2, Kap. 229, 3]
Drei
Sonnenjungfrauen sprechen entzückt beim Näherkommen des Herrn: „Ach, ach! Welch
eine unbeschreibliche Sanftmut strahlt aus Seinem ganzen Wesen! Je näher Er
kommt, desto liebenswürdiger wird Er, und desto klarer wird es unseren Herzen,
daß man außer Ihm kein Wesen mehr lieben könne!“
[BM.,
Kap. 143, 21]
Jesus
zu einem Ihm hartnäckig trotzenden bösen Geist, der zur Zeit Mosis als abtrünniger
Israelit lebte: „Ihr Argen meint, daß Ich
euch quäle?! 0 mitnichten! Jeder Teufel quält sich selbst durch seine Verkehrt-
und Verstocktheit, wenn er damit Meiner weisesten Ordnung widerstrebt und sie
nach seiner bösen Liebe umzugestalten wähnt. Ich bleibe ewig ein und derselbe
unveränderliche Herr über alle Sinnen- und Geisterwelt. Mit der reinen Liebe zu
Mir und daraus zum Nächsten kann jeder Mensch und Geist mit Mir alles
ausrichten, aber mit einer Art Gewalt und Trotz ewig nichts; denn Ich bin der
Gewaltigste aller Gewaltigen und der Mächtigste aller Mächtigen. — Aber Ich bin
auch der Sanfteste aller Sanften, der Beste aller Guten und der Barmherzigste
aller Barmherzigen. Wer in der wahren, reuigen Liebe zu Mir kommt und Mich um
Erbarmen bittet, dem werde Ich sie nicht vorenthalten. Wer sich aber gegen
Mich, so er Mich erkannt hat, auflehnt, der wird ewig zu keiner Erlösung
gelangen, sondern sich selbst nur in ein größeres Elend stürzen. Das bedenke
jeder arge Geist, jeder Teufel! Der Herr bin Ich, und außer Mir gibt es
keinen!“
[Ev.
Bd. 10, Kap. 43, 11-14]
Abrahams
Zeugnis in der geistigen Welt von Gottes Wesen: „Herr, tausend Jahre sind vor
Dir wie ein einziger Tag! Denn aus Dir gingen hervor Zeit und Raum, aber Du setztest
Dich über beide. Und die fernste Vergangenheit wie die fernste Zukunft sind Dir
gleich wie ein Tag! Liebe ist Dein Wesen, und die höchste Güte ist Deine
Weisheit! Weich wie Wolle ist Dein Gemüt, und sanft wie des Lenzes Abendhauch
ist Dein Herz! Alle Deine Wege heißen Erbarmung, und Deine Führungen sind die
Gerechtigkeit Deines Herzens!“
[Rbl.
Bd. 1, Kap. 79, 10]
Inschrift
auf der zehnten Stufe der für Robert Blums jenseitige Seelenentwicklung und
-läuterung sinnbildlichen Pyramide: „Suche, daß du dich nicht übernimmst, wenn
du groß wirst! — Siehe an des Herrn Demut, Sanftmut und Güte! Er ist der Herr
von Ewigkeit! Alles, was die Unendlichkeit fasset, vom Größten bis zum
Kleinsten, vom geistigsten bis zum materiellsten Atom, ist Sein Werk, und Seine
Kraft ist so groß, daß alle die zahllosen Werke der Unermeßlichkeit schon vor
dem leisesten Hauch Seines Mundes in ein Nichts zurücksinken müßten! — Und
dennoch steht Er gar so einfach und ganz ohne Anspruch bei Seinen Kindlein, als
wäre Er nahezu der Allergeringste unter ihnen, und liebt sie und unterhält sich
mit ihnen, als hätte Er nur sie allein in der ganzen Unendlichkeit!“
[Rbl.
Bd. 2, Kap. 157, 13]
Der
Herr zu einem seligen Geist: „Meine Gottheitssonne muß ewig in einem
unzugänglichen Zentrum stehen, dem sich kein Wesen über die bestimmte Ordnung
nahen kann; denn jede Annäherung über das bestimmte Maß würde jedem Wesen die
Vernichtung bringen. Solches wurde auch dem Moses gesagt, als er Gottes
Angesicht schauen wollte; denn unter ‚Schauen‘ mußt du hier nicht das
Wahrnehmen mit den Augen verstehen, sondern das sich völlige Nahen dem
Grundwesen der Gottheit.“
[GS.
Bd. 1, Kap. 60, 14]
Auf
die Frage eines lichtsuchenden Heiden: ‚Was ist Wahrheit?‘ erwidert Jesus mit
freundlicher Miene: „Sieh Mich an und vernimm es wohl, was Ich dir nun sage:
Gott, der eine und allein Wahre, ist die Wahrheit. Wer Gott, den allein Wahren,
gefunden hat, der hat auch die Wahrheit gefunden, die ihn frei und völlig
lebendig macht. Hat der Mensch aber Gott gefunden und Seinen geoffenbarten
Willen erkannt, lebt und handelt er danach, so ist auch der Mensch selbst in
sich zur Wahrheit geworden, ist frei und vom Tode der Welt und ihrer Materie
zum Leben aus Gott vorgedrungen.“
[Ev.
Bd. 8, Kap. 176, 2]
Jesus:
„Da es geschrieben steht, daß Gott den Menschen nach Seinem Ebenmaße geschaffen
hat, was sollte dann Gott anderes sein als eben auch ein vollkommenster
Mensch!?“
[Ev.
Bd. 2, Kap. 144, 4]
Jesus
zu einem lichtsuchenden Zöllner: „Wenn du fragst: ‚Wo ist denn Gott und wie
sieht Er wohl aus?‘, da sage Ich dir: ‚Das eigentliche Gottwesen kann niemand
sehen und dabei leben; denn es ist unendlich und allgegenwärtig und als
Reingeistiges auch das Innerste eines jeden Dinges und Wesens, d.h. in Seinem
auswirkenden Willensmachtlichte! In und für sich selbst ist Gott aber ein
Mensch wie du und wohnt in einem unzugänglichen Lichte, das in der Welt der
Geister die Gnadensonne genannt wird. Die Gnadensonne aber ist nicht Gott
selbst, sondern nur das Auswirkende Seiner Liebe und Weisheit. — Wie die Sonne
dieser Welt wirkt durch den beständigen Ausfluß ihres Lichtes nach allen
Richtungen hin, also ist auch der göttlichen Gnadensonne wirkende Kraft als ein
aus ihr strömendes Licht in allen Wesen allenthalben schaffend und belebend gegenwärtig.“
Ev.
Bd. 6, Kap. 88, 3-4
Jesus
auf die Frage begierig forschender Kinder, ob Er den Vater im Himmel schon
gehört und gesehen habe, und wie Er wohl aussehe: „Meine lieben Kindlein, Ich
höre und sehe den Vater immer, und Er sieht gerade so aus wie Ich und Seine
Stimme klingt auch so wie die Meine. Wer sonach Mich sieht und hört, der sieht
und hört auch den Vater im Himmel. Sehet mich daher nur recht gut an, und ihr
könnet dann sagen, daß ihr den Vater im Himmel gesehen und gehört habt.“ Darauf
schauen die Kinder den Herrn fest an und sagen nach einer Weile: „Wenn der
Vater im Himmel so aussieht wie Du, dann muß Er sehr gut sein, und wir lieben
Ihn jetzt schon über alles!“
[Ev.
Bd. 8, Kap. 219, 21-23]
Der
Herr zu Henoch, dem ersten Hohenpriester der Urzeit: „Du kannst Mich nicht
lieben als Gott, sondern nur als Mensch; denn welche endliche Brust könnte wohl
ertragen den unendlichen Gott, welche Brust das endlose Feuer der göttlichen
Liebe, welcher endlich geschaffene Geist die endlose Fülle der göttlichen
Weisheit?!“
[H.
Bd. 2, Kap. 24, 16]
Jared,
ein liebeweiser Erzvater der Urzeit, von dem hohen Abedam
befragt, wie der unendliche Gott in begrenzter Menschengestalt sichtbar werden
kann, erklärt: „Mein Maßstab für Deine Gottheit ist mein Herz, da es niemanden
so sehr wie Dich zu lieben vermag. Wie Du Dich als ein unendlicher Gott uns
endlichen Würmern vor Dir auch als ein endlicher Gott der Form nach in der
Gestalt eines Menschen zeigen kannst, das begreife ich nicht! Doch gestehe ich
hier ganz offen, daß ich Dich nur unter dieser Gestalt wahrhaft zu lieben
vermag; denn wo sollte ein begrenztes Herz die Liebe hernehmen, um Gott in
Seiner Unbegrenztheit zu lieben?! Daher bist Du mir so auch unendlich lieber
als in Deiner für mich undenkbaren göttlichen Unendlichkeit.“
[H.
Bd. 2, Kap. 138, 19-23]
Der
hohe Abedam zu dem liebeweisen Erzvater Jared: „Die
Liebe allein ist der Maßstab für Meine Göttlichkeit, und mit keinem anderen
Maßstabe bin Ich ermeßbar; denn Ich bin wahrhaft ein unendlicher Gott. Was aber
jedoch Meine räumliche Unendlichkeit betrifft, so ist diese nur eine für die
Zeit bedingte Erscheinlichkeit, — im Geiste aber bedeutet sie nur die
Machtvollkommenheit Meines Willens, Meiner Liebe und Weisheit! Meine
gestaltliche Wesenheit jedoch ist dieselbe, nach der ihr alle seid gemacht
worden zu Meinen wesenhaften Ebenbildern!“
[H.
Bd. 2, Kap. 138, 26]
Jesus
zu einer in Gottesliebe voll erglühten einstigen Sünderin: „Du Meine holdeste
Tochter, habe keine Furcht vor Mir, weil Ich das allerhöchste Gottwesen bin;
denn siehe, eben darum, bin Ich der sanfteste, demütigste, freundlichste,
herablassendste, liebevollste und beste Geist und Mensch zugleich!“
[Rbl.
Bd. 2, Kap. 249, 3]
Der
Herr: „Auf dem Saturn lebt nicht ein Mensch, der von Mir eine andere Vorstellung
hätte als die, daß Ich ganz vollkommen ein Mensch bin wie ein anderer Mensch,
nur mit dem Unterschiede, daß Ich der allervollkommenste Mensch bin, das heißt:
ein Mensch, in dem da wohnet die Fülle der Gottheit leibhaftig (oder
körperlich).“
[Sa.,
Kap. 10, Abs. 14]
Der
Herr: „Auf dem Saturn wird gelehrt: Gott, der Große Geist, ist ein vollkommenster
Mensch aller Menschen. Er hat Hände wie wir und Füße wie wir, hat einen Leib
wie wir, und Sein Kopf ist dem unsrigen gleich. Doch arbeitet Er nicht mit den
Händen und gehet nicht mit den Füßen, sondern alle unendliche Macht liegt in
Seinem Willen. Und mit der unbegreiflichen Kraft Seiner Weisheit erschafft und
leitet Er alle Dinge.“
[Sa.,
Kap. 39, Abs. 3]
Der
Herr: „Wieso bin Ich denn ein Tyrann und ein Verdammungsurteilsprecher?! — 0
ihr Toren! Ich liebe euch, ihr verachtet Mich; Ich bin euer Vater, ihr machet
Mich zum Scharfrichter. Wo Ich segne, da fluchet ihr! Wäre Ich so, wie ihr
saget, daß Ich sei, — wahrlich, die Erde bestände schon lange nicht mehr, ja,
sie wäre sogar nie erschaffen worden!“
[H.
Bd. 1, Kap. 2, 10]
Der
Herr in der Gestalt des hohen Abedam zu dem Erzvater Mathusalah, der Ihn als Richter anruft: „Ich bin zwar ein
Richter den Geschöpfen allen, — allein die Kinder sollen den Vater nicht
Richter heißen! Fürder aber sollen alle die gerichtet werden, die den Vater als
Richter anrufen! Ein langes Erdenleben sei dir eine kleine Gabe des Richters, damit
du hinreichend Zeit haben mögest, deinen Richter wieder als Vater anzuerkennen!“
H. Bd.
1, Kap. 166, 24
Der
uralte, durch Erfahrung gereifte Erzvater Adam: „Gott in Seiner Heiligkeit ist
unzugänglich, in Seiner Weisheit unerforschlich, in Seiner Gnade unermeßlich,
in Seiner Macht fürchterlich, in Seiner Stärke ewig unüberwindlich. Sein Licht
ist ein Licht alles Lichtes und Sein Feuer ein Feuer alles Feuers. Und so ist
Er in allem diesem ein unantastbarer, uns ganz fremder Gott! — Aber eben dieser
Gott ist auch die allerhöchste Liebe selbst. Diese Liebe sänftet
Sein Göttliches so sehr, daß Er uns will; und wenn wir Ihn lieben, so ergießt Er
sich aus allem Seinem Göttlichen durch die Liebe zu uns, macht uns zu Kindern
und gibt sich uns als der beste, allerliebevollste, heilige Vater in allem zu erkennen,
mehr und mehr zu lieben, zu genießen und endlich im freien, ewigen Leben zu
erschauen.“
[H.
Bd. 1, Kap. 68, 28]
Der
große, liebeweise Prophet der Urzeit Henoch: „Das Wort hat von Ewigkeit in Gott
gewohnt. Gott selbst war im Worte, wie das Wort in Ihm. Alle Dinge und auch wir
sind entstanden aus diesem Worte. Es ist aber dieses Wort der eigentliche Name
Gottes, und dieser Name ist die unendliche Liebe des heiligsten Vaters, und wir
sollen diese Liebe erkennen in uns und mit dieser Liebe dann lieben aus allen
Kräften den, dessen Liebe wir das Dasein verdanken.“
[ H.Bd. 1,Kap.70,10]
Abedam-Jehova zu Pura, einem aus der Tiefe
erretteten Mädchen, das in Ihm noch den richtenden Gott fürchtet: „Wisse in
deinem Herzen, daß Ich nicht nur Jehova, der allmächtige Gott und Schöpfer
aller Dinge bin, sondern im Verhältnis zu euch vielmehr der allein wahre,
heilige, liebevollste Vater, der da niemanden je richten will zum Verderben,
sondern jedermann aufrichtet zum ewigen Leben!“
[H.
Bd. 2, Kap. 120, 18]
Der
Herr in der Urzeit zu den Kindern der Höhe: „Der Sklave hat einen Herrn; die
Natur hat einen unerbittlichen Gott zum Schöpfer und zum Richter; vor Jehova
muß alles vergehen; denn der Ewige und Unendliche duldet nichts in und außer
sich; denn Seine Heiligkeit ist unantastbar —‚ nur der Vater kennt Seine
Kindlein, und diese sollen Ihn erkennen und rufen: ‚Abba, lieber Vater!‘, so
wird Er sie allzeit hören und ihnen geben alles, was Er selbst hat, nämlich das
vollkommene, ewige Leben und dessen endlose Schätze.“
[H.
Bd. 2, Kap. 156, 2-4]
Der
Herr: „O was sind alle Freuden und Seligkeiten Meiner Himmel für Mich gegen
die, von Meinen lieben Kindern als einziger, wahrer Vater geliebt zu sein?!
Siehe, alle Seligkeiten gebe Ich euch für diese einzige, die Ich für Mich
bestimmt habe!“
[H.
Bd. 1, Kap. 3, 10-11]
Auf
die Frage des Königs Lamech von Hanoch
nach der Rangordnung in Gegenwart Gottes erwidert der Herr mit dem Gleichnis:
„Wenn ein liebreicher Familienvater nach Hause kommt, dann laufen alle Kinder,
was sie können, dem lieben, guten Vater entgegen, und das flinkste fällt zuerst
in aller Liebe über den Vater her und die andern, wie es ihnen ihre Füße
gestatten. — Das jüngste Kind bleibt freilich zurück; aber der gute Vater
sieht, wie es mit pochendem Herzen ihm entgegentrippelt, nimmt es alsbald auf
seine Arme, drückt es an seine Brust und küßt und kost es nach seiner großen
Herzenslust. — Siehe, Mein Lamech, gerade also ist
auch Meine göttliche und himmlische Hausordnung und Hofsitte bestellt!
Wer zuerst kommt, der mahlt auch zuerst, und den Letzten und Schwächsten will
Ich auf Meine Arme nehmen und will ihn kosen und herzen, weil auch er in seiner
Schwäche den Vater erkannt hat und dann mit schwachen Füßen Mir entgegeneilte!“
[H.
Bd. 3, Kap. 61, 15-20]
Eine
durch Liebe und Demut geläuterte Seele bekennt: „0 Herr und Vater! Du bist die
ewige, allerreinste, von jeder Rache, von jedem Zorn, Ärger, von jeder Ungeduld
und jedem Zwange weit entfernte Liebe! Du bist der alleinige Rettungsanker für
alle, die auf des Lebens sturmbewegten Wogen von einer Klippe zur anderen
geschleudert werden. Du lässest niemanden zugrunde gehen, und es ist Dein Bestreben,
nach Deiner urewigen heiligen Ordnung, alles zurechtzubringen, was verdorben
war. Mein heiligster, liebevollster Vater, Du suchst stets das verlorene Schaf,
nimmst Tag für Tag eine Unzahl von verlorenen Kindern auf und rufst tote
Lazarusse aus den Gräbern zum Leben hervor! — Darum aber ist es auch billig,
daß Dich jedes Herz liebe über alles!“
[Rbl.
Bd. 2, Kap. 251, 3-5]
Der im
Jenseits gereifte, gottbegeisterte einstige Bischof Martin: „Gott, der ewige
Geist in all Seiner göttlichen Vollkommenheit, deren Größe keines Himmels
Gedanke ewig je in der Fülle wird denken können, ist unser Vater, wandelnd unter uns, als wäre Er nicht mehr als wir! Oh,
erhöhen wir Ihn darum in unseren Herzen, da Er sich so endlos tief zu uns
Sündern herab erniedrigt!“
[BM.,
Kap. 86, 9]
Jesus
zu einer noch kirchlich gebundenen, doch Seine Gottheit ahnenden Seele: „Gott,
dein wie aller Herr, ist kein unzugänglicher, sondern ein sich tiefst
herablassender, liebevollster Vater aller Seiner Kinder und ist unter ihnen wie
ein Bruder!“
[BM.,
Kap. 112, 25]
Jesus
der Herr erläutert der Chinesin Chanchah Sein wahres
Wesen: „Meine Kindlein sollen Mich nicht als ihren Gott, sondern stets nur als
ihren liebevollsten Vater erkennen, lieben und anbeten! — Fürchte dich nicht
vor Mir, da du Mich nun erkennst; denn du wirst an Mir ewig keine Veränderung
gewahren, außer daß du fürder alle Schätze meiner Vaterliebe und Weisheit in
ewig steigender Oberfülle genießen wirst.“
[BM.,
Kap. 120, 12-13]
Jesus
zu seligen Geistern: „Mir macht nur das Freude, was Meinen Kindern Freude
macht. Nicht Meine Gottheit, nicht Meine Weisheit und Allmacht, und so auch
nicht Meine Allwissenheit, sondern allein die große Liebe zu Meinen wahren
Kindern, die Mich lieben wie ihr alle nun um Mich Versammelten, macht die
höchste Glückseligkeit Meines Wesens aus.“
[BM.,
Kap. 186, 8]
Der
Herr: „Ihr sehet in Mir wohl Gott, den unendlich Großen, der durch Sein Wort erschuf
Himmel und Erde; aber den liebenden Vater, der es nicht für unter Seiner Würde
hält, sogar die Flügel einer Mücke in Bewegung zu setzen und die
Schimmelpflanzen an einer feuchten Brotkrume zu pflegen, daß sie gedeihen, —
sehet, dieser sich so tief herablassende, dieser sanft mütigste,
geduldigste und liebevollste Gott und Vater ist mehr oder weniger fremd eurem
Herzen! Jesum, der ie Sünder auf Seine Schultern lud,
der die Müden und Beladenen zu sich rief, Jesum, den allein guten Hirten,
kennet ihr noch nicht!“
[Hi.
Bd. 2, S. 111, 3-4]
Jesus
im Jenseits in verhüllter Gestalt zu einem forschenden Geist, der Ihn nach dem
Wohnsitz des Herrn fragt: „Im allgemeinen wohnt Er im ewigen Osten. Und vom irdisch-naturmäßigen
Standpunkt aus betrachtet in der großen Gegend des Sternbildes ‚der Löwe‘, und
zwar in der entsprechenden geistigen Zentralsonne, die da umfaßt die naturmäßige
unter dem Namen ‚Regulus‘ — und über diese hinaus die ganze Unendlichkeit!“
[Rbl.
Bd. 1, Kap. 140, 3]
Jesus
zu einem neuen Himmelsbürger: „Es geschieht dann und wann, daß Ich selbst euch
im Lichte der Gottheit erscheine, wogegen alles Zentralsonnenlicht eine wahre
Nacht bedeutet.“
[Rbl.
Bd. 2, Kap. 297,4]
Jesus
im höchsten Liebehimmel zu Robert Blum und seinen Freunden: „Siehe, diese über
der heiligen Stadt erstrahlende Sonne bin Ich im Grunde selbst! — Es gibt unterhalb
des höchsten Himmels noch zwei Himmelssphären, und zwar gegen Abend hin einen
‚Weisheitshimmel‘ und gegen Mittag hin einen ‚Liebe-Weisheitshimmel‘. Die
Bewohner dieser beiden Himmel sehen Mich nur als eine Sonne, und zwar eben
diese, die ihr nun über der Stadt Mitte leuchten sehet. — Nur hier im
allerhöchsten ‚Liebehimmel‘ bin ich außerhalb der Sonne, obschon auch in der
Sonne. Außerhalb der Sonne bin Ich, wie ihr alle Mich nun unter euch sehet. In
der Sonne aber bin Ich pur geistig durch die Kraft und in der Kraft Meines
Willens, Meiner Liebe und Weisheit. Ich bin der Grund, und diese Sonne ist
gleich einer Ausstrahlung Meines Geistes, der von hier und also aus Mir alle
Unendlichkeit in ungeschwächter Kraft durchströmt und allenthalben Meine ewige
Ordnung schafft.“
[Rbl.
Bd. 2, Kap. 283, 12-13]
Der
Erzengel Raphael erklärt dem Freunde Jesu Lazarus von Bethanien Wesen, Wirken
und Bedeutung der ‚Sieben Geister Gottes‘: Liebe, Weisheit, Wille, Ordnung,
Ernst, Geduld und Barmherzigkeit. Ev. Bd. [7, Kap. 18, 1-15]
Der
Erzengel Raphael zu dem Atheisten Roklus: „Der allein
wahre Gott ist pur Liebe, aus der Liebe heraus die vollkommene Weisheit und
durch diese Weisheit allmächtig. Dieser Gott ist zugleich die höchste Ordnung,
Wahrheit, Gerechtigkeit, alles Licht und Leben selbst. Alle Wesen und Dinge auf
dieser Erde, ebenso die Erde selbst mit ihren Geistern und Elementen, der Mond,
die Sonne und alle anderen Gestirne sind Seine Werke!“
[Ev.
Bd. 5, Kap. 37, 3-4]
Der
Erzengel Raphael: „Das vollkommene Leben ist in Gott, im Engel und im Menschen
gleichfort ein Kampf der sieben Geister Gottes, ‚Liebe, Weisheit, Wille,
Ordnung, Ernst, Geduld und Barmherzigkeit‘. — Der Kampf dieser sieben Geister
Gottes ist in Gott wie im Engel jedoch kein Bestreben eines der sieben Geister,
die anderen zu unterdrücken, sondern der Kampf geht ewig dahinaus, daß ein
Geist den andern nach all seiner Kraft und Macht unterstützt, und somit ist
jeder Geist in dem andern enthalten. Es ist also die Liebe in allen anderen
sechs Geistern und ebenso das Licht oder die Weisheit in der Liebe und in den
anderen fünf Geistern und so fort, so daß in jedem einzelnen Geiste auch alle
anderen stets wirkend gegenwärtig sind und sich fort und fort in schönster
Harmonie unterstützen.“
[Ev.
Bd. 7, Kap. 19, 10]
Der
Erzengel Raphael: „Nur wenige Menschen gibt es, die alle sieben Geister Gottes
in sich zur vollen und gleichen Tätigkeit bringen und dadurch wahrhaft Gott und
Engeln Gottes gleich werden. Viele Menschen kümmern sich wenig darum und
erkennen sonach das Geheimnis des Lebens in sich gar nicht, weil sie sich nur
von dem einen oder dem andern der sieben Geister Gottes leiten und beherrschen
lassen.“
[Ev.
Bd. 7, Kap. 20, 1]
Der
Herr gibt dem ersten Hohenpriester der Urzeit Henoch eine lichtvolle Erläuterung
der „Sieben Geister (Wesens-Haupteigenschaften) Gottes“!
[H.
Bd. 2, Kap. 252, 8-17]
Der
Erzengel Raphael: „Gott ist in sich die reinste Liebe, also auch das reinste Lebensfeuer, dadurch auch das reinste und
hellste Licht und somit in sich die höchste Weisheit sowie die höchste allwirkende Macht und Kraft. Dieser höchsten Macht und Kraft weiseste Ordnung ist das ewige Gesetz, nach dem
sich alle Dinge zu richten haben.“
[Ev.
Bd. 10, Kap. 17, 6-7]
Abba
Emanuel, eine urzeitliche Erscheinung Gottes in Engelsgestalt, mit strahlendem
Antlitz zum Himmel blickend: „0 Liebe, du reine, heilige, ewige Liebe, du hast
gesiegt und wirst Siegerin bleiben ewig! Du Himmel, du Sonne, du Erde, ihr
werdet vergehen, ja, es wird vergehen alle Majestät, Pracht und Herrlichkeit;
allein du, heilige Liebe, du wirst bestehen und nimmer vergehen!“
]H.
Bd. 1, Kap. 139, 35]
Der
Herr in der Urzeit zu den Kindern der Höhe: „Als Gott bin Ich ein ewiger
Richter nach Meiner unendlichen Weisheit und Heiligkeit; denn niemand kann sich
Gott nahen und dabei leben! — Aber in Meiner unendlichen Liebe bin Ich ein
Vater und will alle Meine Kinder um Mich versammeln. — Fraget nicht, wer da der
Mächtigere ist, ob Gott oder der Vater; denn es ist nur ein Gott und Vater!“
[H.
Bd. 2, Kap. 156, 9ff.]
Jesus:
„Im Grunde oder in der Grundursache alles Seins war das Licht (der große göttliche
Schöpfungsgedanke). Dieses Licht trat wesenhaft beschaulich aus Gott und war
somit nicht nur in, sondern auch bei Gott und umfloß gewisserart das göttliche
Sein, und Gott selbst war das Licht!“
[Ev.
Bd. 1, Kap. 1, 6]
Jesus:
„In Gott befinden sich unterscheidbar zwei Wesenshaupteigenschaften, obschon
sie Sein unteilbares, einziges Ursein ausmachen. Die eine unterscheidbare
Wesens-Haupteigenschaft ist die Liebe
als die ewige Lebensflamme in Gott; die andere unterscheidbare Haupteigenschaft
Gottes aber ist als Ausstrahlung der allerhellsten Lebensflamme das Licht oder
die Weisheit in Gott. Wenn aber also
und nicht anders, ist da die Liebe nicht ganz dieselbe Herrlichkeit in Gott wie
Seine Weisheit?!“
[Ev.
Bd. 7, Kap. 198, 14-16]
Jesus
zu Ihn versuchenden Pharisäern: „David hat nicht gefehlt, wenn er sagte: ‚Mein
Herr sprach zu meinem Herrn.‘ Wenn aber also, dann ist es doch klar, daß die
nur durch die Wortfügung scheinbaren zwei Herren im Grunde ein Herr sind. Der
König David hat damit nur das ausdrücken wollen, daß die erbarmungsvollste Liebe in Gott in alle ihre Weisheit drang und zu ihr sprach:
‚Setze dich zu meiner Rechten, werde Wort und Wesen, werde eins mit all Meiner
Lebensmacht, und alles, was des Lichtes Feind ist, muß sich dann beugen vor der
Liebesmacht in ihrem Lichte!‘ Was David damals im Geiste aussagte, das steht
nun wunderbar verkörpert vor eurem Gesicht!“
[Ev.
Bd. 7, Kap. 198, 13, 17 und 18]
Jesus:
„Die höchste Kraftpotenz aller Naturkräfte steht zur göttlichen Allkraft in einem Verhältnis
wie ein bares Nichts zu etwas Wirklichem; ebenso steht sie auch zur Kraft jedes
reinen Engelsgeistes.“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 29, 3 und 4]
Der
Erzengel Raphael: „Es gibt keinen anderen Stoff in der ganzen Unendlichkeit als
den Willen Gottes. Alles, was du siehst und durch irgendeinen Sinn wahrnimmst,
sind Gedanken Gottes, und so Er will, sind sie auch schon wesenhaft da. Was aber
Gott, dem urewigen Geiste, möglich ist, das ist auch dem Geiste Gottes im
Menschen möglich.“
[Ev.
Bd. 10, Kap. 17, 5-6]
Der
Herr: „Wo es sich um die völlige Freiheit eines Wesens handelt, da muß sogar
Ich selbst Meine Allmacht zurückhalten. Denn würde Ich diese gebrauchen, so
wäre es mit einem freien Wesen augenblicklich aus, und Ich hätte dann statt
frei lebender, denkender, wirkender und handelnder Kinder lauter gerichtete
Maschinen. — Was aber die naturmäßige Welt und die Gestaltung aller Geschöpfe
betrifft, so sind sie Werke Meiner Allmacht. Wenn dann die freien Geister
zufolge Meines Wortes und des danach geführten Lebenswandels das Leben aus Mir
in sich aufgenommen haben, so bewirkt Meine Allmacht, daß alles das, was die
frei gewordenen, lebendigen Geister als nutzwirkend Gutes und Wahres in sich
erkennen, sie sogleich zu ihrem freiwilligen Gebrauche im reichlichsten Maße
erschauen.“
[GS.
Bd. 1, Kap. 59, 10 und 12]
Jesus:
„In Mir waltet der festeste, unbeugsamste Ernst!
Und das Leben einer Milbe muß in derselben ernstesten Ordnung wie das eines Engels erhalten und geleitet werden. — Ich
bin in Meiner Allmacht wie ein Stein von größter Härte und Schwere. Wer sich an
diesem stößt, wird zerschellen. Denn die Macht Meines Gottwillens ist das Heiligste
in Mir!“
[Rbl.
Bd. 1, Kap. 100, 14 und 15]
Jesus
zu dem zuweilen ungestümen Römer Agrikola: „Die Geduld, einer der sieben Urgeister Gottes im Menschen, muß gleich allen
anderen sechs Geistern Gottes gestärkt und ausgebildet werden, wenn ein Mensch
zur wahren inneren Lebensvollendung gelangen soll. — Die Geduld ist dem
Menschen das, was ein sanfter Regen der Erde ist. Sie sänftigt die Begierden im
Menschenherzen, auf daß sie nicht in stürmische, verheerende Leidenschaften
ausarten.“
[Ev.
Bd. 7, Kap. 43,9]
Jesus
zu Jarah, dem erbarmungsreichen Töchterchen des
reichen Herbergswirtes Ebal: „Wie du keinen
Unglückseligen und Trauernden sehen kannst ohne den Wunsch, ihm zu helfen, so
ist es auch — nur in einem viel größeren Maße — Mein Wunsch und allmächtiger,
fester Wille, jedem Menschen für Zeit und Ewigkeit zu helfen, das Verlorene zu
suchen, das Kranke zu heilen und alles, was gefangen ist, zu erlösen.“
[Ev.
Bd. 2, Kap. 113, 14-15]
Der
Erzengel Raphael zu Lazarus von Bethanien: „Der siebente Geist Gottes die Barmherzigkeit — bewirkte, daß Gott
selbst das Fleisch annahm, um dadurch alle gefallenen und gefangenen Geister
aus den harten Banden des Gerichts zu erlösen, weshalb die Erlösung und die
Neuschaffung der Himmel und der Welten das größte Werk Gottes genannt werden
kann. — In diesem Erlösungswerk sind alle sieben Geister Gottes völlig gleichgewichtig
wirksam, was vordem nicht so sehr der Fall war und auch nicht sein durfte wegen
des Geistes der Ordnung in Gott. Denn früher wirkte der siebente Geist in Gott
nur insoweit mit den anderen Geistern, daß alle Gedanken und Ideen Gottes Wirklichkeit
wurden. Von nun an aber wirkt der Geist der Barmherzigkeit mächtiger, und die
Folge davon ist die vollkommene Erlösung.“
[Ev.
Bd. 7, Kap. 18, 16]
Der
Erzengel Raphael zu Lazarus von Bethanien: „Der siebente Geist Gottes, der
Geist der Barmherzigkeit, verleiht
im Menschen rückwirkend allen vorhergehenden
Geistern die göttlich-geistige Vollendung und verhilft der Menschenseele zur
vollen, wahren Wiedergeburt im Geiste.“
[Ev.
Bd. 7, Kap. 20, 7]
Der
Erzengel Raphael: „Der Herr selbst hat euch die Liebe zu Gott und zum Nächsten
vor allem ans Herz gelegt und dazu gesagt: ‚Seid barmherzig, wie auch euer
Vater im Himmel barmherzig ist, und seid sanftmütig und demütig, so wie auch
Ich von ganzem Herzen sanftmütig und demütig bin!‘ Der Herr gebot sonach euch
Menschen, den siebenten Geist, den Geist der Barmherzigkeit, vor allem darum
auszubilden, weil in diesem letzten Geiste alle vorhergehenden enthalten sind
und durchgebildet werden. Wer demnach diesen letzten Geist mit allem Eifer
bildet und stärkt, der bildet und stärkt auch die andern Geister und wird
dadurch am ehesten und sichersten vollendet. Denn die ersten sechs Geister
Gottes sind fast allen Geschöpfen mehr oder weniger verliehen, aber der siebente
Geist muß vom Menschen durch seinen eigenen Fleiß und Eifer gewonnen werden.“
[Ev.
Bd. 7, Kap. 20, 8, 9 und 10]
Der
Herr: „Der durch den Abfall der ersten Urgeister entzündete Grimm der Gottheit
unterwarf sich Ihrer Liebe. Und siehe, die Liebe wurde gerührt bis ins
Innerste. Da floß die erste Träne aus dem Herzen der Gottheit, sie hieß und
wird ewig heißen: die Erbarmung.“
[H.
Bd. 1, Kap. 5, 21-22]
Abedam-Jehova zu dem Erzvater Zuriel:
„Siehe, die Erde, den Mond, die Sonne, sowie die zahllosen Sterne, welche alle
für dich unbegreiflich verschieden gestaltete Welten oder Sonnen sind, muß Ich
beständig fest umklammert halten, vom Atom angefangen bis zur allergrößten
Mittelsonne, zu deren körperlicher Größe diese Erde samt ihrer Sonne sich kaum
verhält wie ein Atom zur Erde, — sonst würden sie urplötzlich aufhören zu
sein!“
[H.
Bd. 1, Kap. 181, 7-8]
Abedam-Jehova zu dem Erzvater Seth: „Siehe, die
Liebe ist Mein eigenst-innerstes Urgrundwesen. Aus
diesem Wesen geht die durch alle Unendlichkeit ewig wirkende Kraft hervor,
welche da ist Mein unendlicher Geist der Heiligkeit. Dieses Urgrundwesen aber
bin Ich selbst, so wie Ich jetzt vor dir stehe. Und da, aus dieser Brust, wird
die ganze Unendlichkeit erfüllt von Meinem Geiste. Siehe, demnach bin Ich auch
überall durch diesen Meinen Geist vollkommen gegenwärtig und kann da bilden,
schaffen und ordnen.“
[H.
Bd. 2, Kap. 94, 27-19]
Der
Herr zu dem geläuterten König Lamech von Hanoch, der den unendlichen Gott in der Ferne sucht: „Der
unendliche Gott hat in dein geistig Herz Sein vollkommenes Ebenbild gelegt;
dieses ist dein Leben und ist in dir. Deine mächtige Liebe zu Gott ist dieses
dich belebende Ebenbild Gottes in dir; daher bleibe in dir und hebe dieses
Heiligtum nicht aus dir, sondern mache es fest in dir, so wirst du Gott haben
stets wirkend in deiner nächsten Nähe und wirst nicht nötig haben zu fragen:
‚Hinter welchem Stern wohnt Gott?‘, sondern du wirst erkennen in dir den
eigenen heiligen Stern, hinter dem dein Gott wohnt und dir schafft fortwährend
dir freilich noch unbewußt — das Leben. Also erwecke denn deine Liebe in dir zu
einem dir nahen Gott!“
[H.
Bd. 3, Kap. 56, 20-22]
Jesus:
„Mein Fleisch ist nicht Mein Ich, sondern Mein Geist ist Mein wahres Ich. Mit
Meinem Geiste aber bin Ich allenthalben gegenwärtig und wirke in einem fort
durch die ganze Unendlichkeit.“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 142, 14]
Auf
die Frage der Jünger: „Siehe, Herr, Gott ist unendlich und allgegenwärtig! Wie
ist das möglich, da Du Dich nun in Person leibhaftig unter uns befindest?“
antwortet Jesus: „Ist denn nicht Mein von der ewigen Liebe durchglühter und von
dem Lichte der Weisheit Gottes durchleuchteter Wille eben der euch so
unbegreifliche ‚Heilige Geist‘, der ewigfort von Mir
aus alle Unendlichkeit erfüllt?! Durch diesen Meinen Heiligen Geist bin Ich
überall ebenso gegenwärtig, wie Ich nun in Meiner eigentlichen Wesenheit
unmittelbar unter euch gegenwärtig bin.“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 231, 2 und 4]
Jesus
auf die Bitte des Jüngers Philippus, der für den Sieg der Wahrheit die dauernde
Sichtbarkeit des Herrn wünscht: „Ich werde euch wohl mit dieser Meiner
Persönlichkeit verlassen, damit Ich für euch wie für alle, die durch euch an
Mich glauben, eine ewige, aller seligste Wohnstätte bereite. Aber mit Meinem
Geiste, der die Unendlichkeit erfüllt, bleibe Ich bei euch bis ans Ende der
Welt!“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 236, 1-2]
Jesus
zu Seinem Jünger Philippus: „In wem Meine Lehre, also Mein Licht und die ewige
Wahrheit verbleibt, in dem verbleibt auch Meine Kraft und Macht. Was wollet ihr
dann noch mehr?“ Darauf erwidert Philippus: „Herr, Dich selbst, da wir Dich
über alles lieben!“ Jesus: „Auch das soll euch gewährt sein! Wo je nur zwei
oder drei ernstlich in Meinem Namen versammelt sind, da werde auch Ich mitten
unter ihnen sein, und das entweder sichtbar oder wahrnehmbar wirkend im
Geiste.“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 236, 2-3]
Der
Erzengel Raphael zu zwei bekehrten Pharisäern: „Gott ist als Wesen persönlich
nur Einer, nun hier in der Person des Herrn (Jesus) vollkommen gegenwärtig und
befindet sich in der ganzen Unendlichkeit sonst nirgendwo. Aber Er ist durch
Seinen Willen und durch Seine höchst klaren Gedanken dennoch in der ganzen
Unendlichkeit vollwirkend gegenwärtig.“
[Ev.
Bd. 7, Kap. 164, 14]
Ein
bekehrter Grieche beim Abschied von Jesus: „Herr, Herr, Gott und Meister von
Ewigkeit! Du verläßt uns nun zwar in Deiner sichtbaren Persönlichkeit, aber wir
bitten Dich, daß Du mit Deinem höchsten Gottgeiste bei uns bleiben und uns dann
und wann ein Zeichen geben wollest, das uns Bürge sei, daß Du unser gedenkest
und im Geiste bei uns bist!“ Darauf Jesus: „Nicht nur ein Zeichen, sondern
mehrere sollet ihr allzeit haben davon, daß Ich im Geiste bei und in euch
gegenwärtig bin. Diese sicheren, niemals trügenden Zeichen werden allzeit
folgende sein: Erstens, daß ihr Mich mehr liebet denn alles in der Welt! Wer
Mich wahrhaft liebt über alles, der ist durch solche Liebe in Mir, und Ich bin
in ihm. — Ein zweites Zeichen Meiner Gegenwart bei euch sei das, daß ihr aus
Liebe zu Mir eure Nächsten ebenso liebet wie euch selbst; denn wer seinen Nächsten
nicht liebt, den er sieht, wie kann der Gott lieben, den er nicht sieht? — Ein
drittes Zeichen Meiner Gegenwart bei, in und unter euch wird sein, daß euch
allzeit gegeben wird, um was ihr den Vater in Mir in Meinem Namen ernstlich
bittet. Aber es versteht sich, daß ihr Mich nicht um törichte, nichtige Dinge
dieser Welt bittet. — Ein viertes Zeichen Meiner mächtigen Gegenwart wird sein,
daß, wenn ihr den leiblich Kranken aus wahrer Nächstenliebe in Meinem Namen die
Hände aufleget, es mit ihnen besser wird, wenn dies zum Heil ihrer Seelen
dienlich ist. Dabei saget allzeit im Herzen: ‚Herr, nicht mein, sondern Dein
Wille geschehe!‘ — Ein fünftes Zeichen Meiner Gegenwart bei und in euch wird
sein, daß ihr, wenn ihr Meinen Willen allzeit tut, in euch des Geistes
Wiedergeburt erreicht. Das wird eine wahre Lebenstaufe sein, da ihr dabei mit
Meinem Geiste erfüllt und in alle Weisheit eingeführt werdet. Nach diesem
fünften Zeichen strebe jeder! An wem sich dieses Zeichen erweist, der wird
schon in dieser Welt das ewige Leben haben und tun und vollbringen, was Ich
tue; denn er wird dann eins sein mit Mir!“
[Ev.
Bd. 9, Kap. 43, 1-11]
Auf
Satans Frage: ‚Ist Gott allgegenwärtig oder nicht?‘ erwidert der Apostel
Johannes: „Allerdings, Seinem Gottwesen und Willen nach ist Gott unendlich und
somit auch allgegenwärtig; aber als wesenhafter Gottmensch und als wahrster
Vater Seiner Kinder wohnt Er nur unter Seinen Kindern im höchsten Himmel.“
[BM.
Kap. 198, 1, Kap. 197, 21]
Der
Herr vor Seiner Himmelfahrt zu Seinen Jüngern: „Ich werde euch jetzt zwar
sichtbar verlassen, und ihr werdet Mich hinfort mit den Augen eures Fleisches
nicht mehr sehen, — aber in Meinem Geiste werde Ich bei euch verbleiben bis ans
Ende der Welt. Und dieser Mein Geist wird euch in alle Weisheit leiten und euch
alles geben, was ihr erbittet in Meinem Namen.“
[Hi.
2, S. 209, 13]
Der
Herr: „Solange ihr eure Herzen werdet zu Mir gekehrt haben, da werde Ich sein
mit Meiner Liebe segnend bei euch allen und jeglichem besonders nach dem Maße
seiner Liebe zu Mir und daraus zu seinem Bruder, und die flammenden Herzens
sollen Mich sogar nicht selten zu Gesicht bekommen, besonders, wenn sie ihre
Herzen vom Anbeginne ihres Seins rein erhalten und sich nicht haben von der
Welt berücken lassen!“
[H.
Bd. 2, Kap. 2, 23]
Abedam-Jehovas Frage an die Urväter: „So, wie Ich
jetzt unter euch bin, kann Ich eures freien Lebens wegen nicht verbleiben und
muß euch als sichtbarer Vater bald wieder verlassen. Wer wird euch dann
beschützen vor jeglichem Übel, und wer wird alsobald abwenden alle argen
Nachstellungen der Welt von euren Herzen, so da niemandem von euch innewohnen
würde eine höhere Macht und Kraft als ein teurer Nachlaß von Mir an euch alle!“
Darauf die Väter der Höhe: „0 heiliger Vater, wenn unsere fleischlichen Augen
Dich auch nicht mehr sehen, so wirst Du, o Abba, aber doch Deine Liebe nicht
von uns nehmen, sondern uns gestatten, unsere Herzen an Deiner unendlichen
Vaterliebe zu wärmen und neu zu beleben. 0 Abba, dieses allein bitten wir von
Dir, daß Du uns allen ewig Vater verbleiben und uns mit Deiner segnenden Hand
nie verlassen mögest!“
[H.
Bd. 2, Kap. 1, 1-3, 6-7]
Mira,
eine reine, liebeglühende Jungfrau der Höhe in der Urzeit: Mein Auge sieht den
Herrn zwar nicht mehr, aber Mein Herz ist von Ihm erfüllt, und das ist ja
unendlichmal mehr als ich, eine arme Sünderin vor Ihm, würdig bin! Wenn ich Ihn
nur lieben kann und darf, das ist mir schon genug; denn ich weiß ja, daß Seine
sichtbare Erscheinung nur eine seltene Gnade von Ihm ist. Denn würde Er gleich
einem Menschen beständig sichtbar unter uns sein, so könnten wir ja vor lauter
steigender Liebe zu Ihm uns am Ende gar nicht mehr helfen oder würden uns
endlich an Ihn so gewöhnen, daß Er uns dann ganz einem anderen Menschen gleich
vorkäme! Daher weiß Er schon, was gut und recht ist, und kommt und geht zur
rechten Zeit!“
[H.
Bd. 3, Kap. 6, 13-16]
Ein
Engel Gottes zu dem Erzvater Mahal: „Siehe, viel schlimmer als für die
Pflanzenwelt eine andauernde Sonnenbestrahlung wäre für euch die beständige
sichtbare Gegenwart des Herrn; denn in der könnte kein Wesen das Leben behalten!
Siehe, auch wir, die wir im Reiche des ewigen Lichtes Gottes leben im Geiste,
missen meistens des Herrn sichtbare Gegenwart. Wir sehen wohl Sein Licht, in
dem Er wohnt, aber Ihn sehen wir
nicht! Das aber zeugt von der endlosen Güte und Liebe des Herrn, der
fortwährend mit aller Seiner Weisheit und Allmacht bemüht ist, Seine Kinder so
zu gestalten und frei zu festen, daß sie dereinst auch Seine sichtbare
Gegenwart für ewig ertragen sollen ohne die geringste Beeinträchtigung ihrer
Freiheit!“
[H.
Bd. 3, Kap. 341, 6-8]
Der
Herr: „Gott kann sich als liebender Vater überall einen sichtbaren Leib erschaffen
und wirken durch ihn, aber dann ist nicht das, was du siehst, der Vater,
sondern das, was da wirkt durch das von dir Gesehene.“
[H.
Bd. 1, Kap. 151, 29]
Jesus:
„Ich war wohl schon von Ewigkeit her in Mir selbst in aller Macht und Herrlichkeit,
aber Ich war dennoch für kein geschaffenes Wesen ein schaubarer und begreifbarer
Gott, auch nicht für einen vollkommensten Engel! Wenn Ich Mich jemandem, wie
Abraham, Isaak und Jakob schaubar machen wollte, so geschah das dadurch, daß
Ich einen Engel besonders stark mit dem Geiste Meines Willens erfüllte, so daß
er dann auf gewisse Augenblicke Meine Persönlichkeit darstellte. — Aber von nun
an bin Ich allen Menschen und Engeln ein schaubarer Gott und habe ihnen ein
vollkommenstes, ewiges, selbständiges und freiestes Leben begründet.“
[Ev.
Bd. 8, Kap. 57, 14]
Der
Herr zu einem seligen Geist: „Da sieh empor und betrachte diese von hier aus
gar nieder stehende Sonne! In dieser Sonne bin Ich ureigentümlich vollkommen zu
Hause; sie befindet sich im ewigen, unverrückbaren Zentrum Meines göttlichen
Seins. Ihre Strahlen sind allenthalben vollkommen lebendig und gleich Meiner
Wesenheit. Wo immer demnach ein solcher Strahl hinfällt, da bin Ich selbst so
wie in der Sonne ganz vollkommen gegenwärtig, nicht nur wirkend, sondern auch
persönlich, und diese Persönlichkeit ist demnach auch allenthalben eine und
dieselbe.“
[GS.
Bd. 1, Kap. 60, 1-2]
Der
Herr zu einem seligen Geist: „Siehe, wie unvollkommen glücklich wären Meine Kinder
und Ich, wenn es Mir nicht möglich wäre, Mich selbst als Vater überallhin in
Meiner ganzen Fülle persönlich wesenhaft zu versetzen, wo immer nur Meine
Kinder sind. Denn der Himmel ist unendlich! Wäre Mir eine solche wesenhafte,
Meiner Einheit völlig unbeschadete Vervielfachung nicht möglich, wie verwaist
wären da Meine Kinder, und wie allein wäre Ich selbst mitten unter ihnen!“
[GS.
Bd. 1, Kap. 60, 15-17]
Der
Herr zu einer erlösten Seele im Himmel: „Wenn du diese Sonne (die göttliche Gnadensonne)
hier ansehen wirst, dann denke: darin wohnt dein Vater! Und diese Sonne, welche
so sanft diese Gegend erwärmt und alles so herrlich erleuchtet, geht hier nie unter,
und du wirst sie allzeit sehen und deine Liebe nimmer abwenden von ihr. Wann immer
du Mich aber in der höchsten Liebe zu Mir werktätig ergreifen wirst, dann werde
Ich alsbald so wie jetzt persönlich wesenhaft sichtbar da sein.“
[GS.
Bd. 1, Kap. 100, 6-7]
Der
Evangelist Markus in der geistigen Welt: „Bei Seelenerlösungen macht es der
Herr nicht selten so, als verreisete Er aus dem
Morgen, und während einer solchen Reise ist Er dann auch — außer in der stets
sichtbaren Gnadensonne — persönlich wesenhaft in dem ganzen unendlichen
himmlischen Morgenreiche nirgends zu erschauen. — Dieser Zustand, in welchem
die seligsten Geister den Herrn nicht sehen, wird eine ‚Wonneruhe‘ genannt;
denn in diesem Zustande werden alle Seligen durch die große Sehnsucht nach dem
Herrn zu einer höheren Seligkeit vorbereitet.“
[GS.
Bd. 2, Kap. 2, 4-5]
Der
Evangelist Johannes in der geistigen Welt: „Vor der Darniederkunft
des Herrn konnte niemals ein Mensch mit dem eigentlichen Wesen Gottes sprechen.
Niemand konnte Gott je erschauen, ohne dabei das Leben zu verlieren, wie es
auch bei Moses heißt: ‚Gott kann niemand sehen und leben zugleich.‘ Es hat sich
zwar der Herr in der Urkirche wie auch in der Kirche des Melchisedek öfter
persönlich gezeigt und gesprochen mit Seinen Heiligen und selbst gelehrt Seine
Kinder. Aber dieser persönliche Herr war doch nicht unmittelbar der Herr
selbst, sondern allzeit nur ein zu diesem Zwecke mit dem Geiste Gottes
erfüllter Engelsgeist.“
[GS.
Bd. 2, Kap. 13, 5]
Der
Evangelist Johannes in seiner geistigen Sphäre: „Vor der Darniederkunft
des Herrn konnten nicht einmal die allerreinsten Engelsgeister die Gottheit je
anders sehen, als ihr da sehet die Sonne am Firmament. Und keiner von ihnen
hätte es gewagt, sich die Gottheit unter einem Bilde vorzustellen, wie solches
denn auch den Israeliten aufs strengste verboten war!“
[GS.
Bd. 2, Kap. 13, 7]
Jesus
in einer jenseitigen Bergwelt erwidert einem Jesuiten auf dessen falsche
Gottesvorstellungen: „Für uns Himmelsgeister alle ist Gott nicht unsichtbar,
sondern sichtbar, und Er wohnt durchaus nicht im unzugänglichen Lichte, sondern
in einem gar sehr Zugänglichen! — Nur den auf der Welt noch sehr stark im
Fleische Lebenden muß Gott wegen der Willensfreiheit der angehenden Menschen
unsichtbar bleiben, solange sie nicht des Geistes volle Wiedergeburt erlangt
haben. Gott bleibt aber auch Geistern eures Gelichters unsichtbar, weil ihr
nicht rein und wiedergeboren seid!“
[Rbl. Bd.
2, Kap. 263, 12]
Der
Herr zu den neugeordneten Völkern unserer Sonne, die um Sein zeitweiliges
Erscheinen bitten: „Der Schöpfer bleibt wohl unsichtbar den gerichteten Geschöpfen,
doch der Vater kann allezeit von Seinen Kindern gesehen und vernommen werden, solange
diese in der göttlichen Ordnung verbleiben.“
[BM.
Kap. 184,9]
Der
Herr: „Auf dem Saturn gibt es selten einen Familienältesten, der nicht zum
wenigsten einmal den ‚Großen Geist‘ gesehen hätte! Die Saturnbewohner kennen
Gott nicht anders, denn als einen vollkommenen Menschen.“
[Sa.
Kap. 39, Abs. 1-2]
*
* *
Jesus:
Ich lebte bis zum dreißigsten Jahre wie jeder andere wohlerzogene junge Mensch
und mußte durch den Lebenswandel nach dem Gesetze Mosis die Gottheit in Mir wie
jeder Mensch erwecken. — Ich mußte erst an einen Gott glauben und habe Ihn dann
immer mehr mit aller Selbstverleugnung und mit stets mächtigerer Liebe erfassen
müssen. — So war Ich — als der Herr selbst — für jeden Menschen ein lebendiges
Vorbild, und deshalb kann nun jeder Mensch Mich geradeso anziehen, wie Ich
selbst die Gottheit in Mir angezogen habe, und kann selbständig mit Mir ebenso
eins werden durch den Glauben und durch die Liebe, wie Ich selbst als
Gottmensch in aller Fülle vollkommen eins bin mit der Gottheit.
[Jug., Vorrede, Absatz 1]
Jesu
Gleichnis von dem im Frühling blühenden Obstbaum und seinem reifen Fruchtsegen
im Herbst. Der Herr deutet dieses Gleichnis als Sinnbild des göttlichen Wirkens
im Kinde Jesus und der erst im Mannesalter erfolgenden völligen Vergottung des
Menschen Jesus, sowie der dazwischenliegenden langen Ruhepause im äußeren, sichtbaren
Wirken des Gottesgeistes in ihm.
[Jug., Vorrede, Absatz 2]
Der
Herr: „Um die Worte der Schrift ‚Und Er nahm zu an Gnade und Weisheit vor Gott
und den Menschen‘ richtig zu fassen, muß man sich Jesus als einen Menschen
vorstellen, in dem die alleinige, ewige Gottheit sich geradeso untätig
scheinend einkerkerte, wie da in eines jeden Menschen Wesen der Geist (als der
göttliche Funke im Menschen) eingekerkert ist. Was aber ein jeder Mensch nach
göttlicher Ordnung tun muß, um seinen Geist frei zu machen in sich, das mußte
auch der Mensch Jesus vollernstlich tun, um das Gottwesen in ihm frei zu
machen, auf daß er eins würde mit Ihm. Jesu Seele war wie die eines jeden
Menschen und mit umsomehr Schwächen behaftet, weil der allmächtigste Gottgeist
sich selbst in die gewaltigsten Bande legen mußte, um in Seiner Seele gehalten
werden zu können. Also mußte die Seele Jesu auch die größten Versuchungen, sich
selbst verleugnend, bestehen, um ihrem Gottgeiste die Bande abzunehmen, sich
damit zu stärken für die allerhöchste Freiheit des Geistes aller Geister und so
völlig eins zu werden mit Ihm. Und eben darin bestand denn auch das Zunehmen
der Weisheit und Gnade der Seele Jesu vor Gott und den Menschen, und zwar in
dem Maße, als sich der Gottgeist nach und nach einte mit Seiner freilich
göttlichen Seele, welche da war der eigentliche Sohn.“
[Jug. Kap. 298, 1, 4-7, 17-19]
Jesus
fühlte in sich fortwährend aufs lebendigste die allmächtige Gottheit; Er wußte
es in Seiner Seele, daß alles in der Unendlichkeit Seinem leisesten Winke
untertan ist. Darum hatte Er den größten Drang in Seiner Seele, zu herrschen
über alles. Stolz, Herrschsucht, Sinn für Freiheit und Wohlleben, Weiberlust
und Zorn waren die Hauptschwächen Seiner Seele. Aber Er kämpfte aus dem Willen
der Seele gegen alle diese mächtigsten, gefährlichsten Triebfedern. Den Stolz
demütigte Er durch die Armut; aber welch ein hartes Mittel war das für den, dem
alles gehörte! Die Herrschlust bändigte Er durch den willigsten Gehorsam zu
denen, welche gegen Ihn ein Nichts waren. Seine ewige, allerhöchste Freiheit
bestürmte Er damit, daß Er sich den Menschen zu knechtischer Arbeit gefangen
gab. Den Hang zum Wohlleben bekämpfte Er durch freiwilliges Fasten. Die Weiberlust
bekämpfte Er durch schwere Arbeit und durch magere Kost, durch Gebet und den
Umgang mit weisen Männern. Ja, in dieser Schwäche hatte Er ungemein viel
auszustehen, da Sein Äußeres und der Ton Seiner Rede höchst einnehmend waren.
Der Frauen Liebe gefiel Ihm wohl, aber dennoch mußte Er allezeit zu ihnen
sagen: ‚Noli me tangere!‘. Da Er ferner die Bosheit der Menschen
durchschaute, so ist es auch begreiflich, daß Er sehr erregbar war und leicht
beleidigt und erzürnt werden konnte; aber da mäßigte Er Sein Gemüt durch Seine
Liebe und Erbarmung. — Und so übte Er Sein Leben hindurch schwerste
Selbstverleugnung, um dadurch die zerrüttete ewige Ordnung wieder herzustellen.
Daraus aber läßt sich leicht ersehen, wie Jesus als Mensch die achtzehn Jahre
(Seiner Jugend- und Jünglingszeit) unter ständigen Versuchungen und deren Bekämpfung
zubrachte.
[Jug. Kap. 299, 2-18]
Botschaft
des Erzengels Gabriel an die Jungfrau Maria: „Höre, du erwählte Jungfrau Gottes!
Die Kraft des Herrn wird dich überschatten. Darum wird auch das Heilige, das da
aus dir geboren wird, der ‚Sohn des Allmächtigen‘ genannt werden. Du sollst ihm
aber, wenn Er aus dir geboren wird, den Namen ‚Jesus‘ geben; denn Er wird
erlösen sein Volk von allen Sünden, vom Gerichte und vom ewigen Tode!“
[Jug. Kap. 3, 10-12]
Jesu
Pflegevater Joseph berichtet einem griechischen Freund über seinen wunderbaren
Sohn: „Dort in der Werkstatt siehst du ihn arbeiten. Es ist sonderbar: Als er
ein Kind war bis ins zwölfte Jahr, waren ich und die Mutter wahrlich der
Meinung, daß er unfehlbar der uns verheißene Messias sein werde, doch nach dem
zwölften Jahre hat sich all das früher an ihm so göttlich Scheinende völlig
verloren. — Er ist sehr fromm, willig und fleißig und tut ohne Murren alles,
was wir ihm nach seiner Kraft zu tun geben; aber, wie gesagt, von all dem
Wunderbaren ist an ihm nichts mehr zu entdecken!“
[Ev.
Bd. 7, Kap. 206, 1]
Jesus:
„Ich als Mensch, wie Ich nun vor euch stehe, bin kein Gott, wohl aber ein Gottessohn,
was eigentlich jeder Mensch sein soll. Denn die Menschen dieser Erde sind
berufen, Kinder Gottes zu werden und zu sein, wenn sie nach dem erkannten
Willen Gottes leben. — Einer von ihnen aber ist von Gott von Ewigkeit her
bestimmt, der Erste zu sein, das urgöttliche Leben in sich zu haben und es
jedermann zu geben, der an Ihn glaubt und nach Seiner Lehre lebt. Und dieser
Erste bin Ich!“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 90,9-10]
Jesus:
„Der Geist in Mir ist wohl Gott, doch Ich als purer Menschensohn nicht; denn
auch Ich habe als Mensch, jedem Menschen gleich, durch viel Mühe und Übung Mir
die Würde eines Gottes erwerben müssen und konnte Mich danach erst einen mit
dem Geiste Gottes. Nun bin Ich wohl eins mit Ihm im Geiste, aber im Leibe noch
nicht. Doch Ich werde auch da völlig eins werden (mit Ihm), aber erst nach
einem großen Leiden und gänzlicher tiefst demütigender Selbstverleugnung Meiner
Seele.“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 90, 12]
Jesus,
von einem römischen Hauptmann um längeres Verweilen gebeten: „Als Mensch muß
Ich Mich streng nach dem richten, was der Vater im Himmel Mir auferlegt! Es ist
zwar alles auch Mein, was da ist des Vaters, denn Ich und der Vater sind im
Grunde eins, — aber dennoch steht in Mir selbst die Liebe höher als die
Weisheit, ihr Licht. Darum kann Meine Weisheit Meiner Liebe keine Gesetze
geben, sondern nur umgekehrt!“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 144, 14]
Auf
die Frage eines Freundes, was der Herr an diesem Tage noch unternehmen werde,
sagt Jesus: „Es liegt nicht immer in Meiner Ordnung, im voraus zu bestimmen,
was Ich tun werde; denn alles kommt auf Den an, der in Mir wohnt. Und Ich als
nun auch nur ein Mensch mit Fleisch und Blut und einer unsterblichen Seele muß
horchen auf diesen Geist in Mir. Wenn Er zu Mir sagt: ‚Gehe dort und da hin und
tue dies und das!‘, dann erst weiß es auch Mein Fleisch und Mein Blut.“
[Ev.
Bd. 9, Kap. 146, 2-3]
Jesus
fühlt nach einer langen Reise das Bedürfnis nach einer natürlichen Leibesstärkung.
[Ev.
Bd. 6, Kap. 25, 23]
Das
Mägdlein Jarah beschreibt die Erscheinung Jesu: „Der
Wunderheiland aus Nazareth ist der Gestalt nach nicht gerade ein schöner Mann;
denn er ist mehr klein von Statur, und Seine Hände sind rauh und arbeitsnarbig,
aber Sein Kopf ist würdevoll und Sein Auge das schönste, das mir je zu Gesichte
kam. Auch um den Mund hat Er einen überaus freundlichen, wenn auch würdevoll
ernsten Zug. Die Stimme aber kann man eine wahrhaft männlich hinreißende
nennen; denn sie klang für mein Ohr angenehmer als der schönste und reinste
Gesang.“
[Ev.
Bd. 2, Kap. 240, 12]
Herme,
ein Bote aus Cäsarea Philippi, beschreibt Aussehen
und Wesen Jesu: „Dort steht im Gespräch mit einem Mägdlein ein Mann von
wunderbar freundlichem und dabei höchst weisem Aussehen. Welch eine Würde
strahlt aus seinem ganzen Wesen! Wie edel ist doch dieses Menschen Form in
solch einer wunderherrlichen Gestalt! Es sind aller Augen auf Ihn gerichtet!
Der Tracht nach ist er offenbar ein Galiläer.“
[Ev.
Bd. 3, Kap. 142, 1]
Jesus
zu dem armen Fischer Epiphan: „Du siehst, daß Ich dir
gleich nur ein ganz schlichter Mensch bin. Ich esse, trinke, trage Kleider nach
Art der Galiläer und rede mit denselben Worten wie du. Aber so Ich eines Meiner
Worte mit Meinem Willen erfülle, so muß auf das Wort ohne den geringsten Handgriff
die vollendete Tat folgen.“
[Ev.
Bd. 5, Kap. 216, 2]
Jesus
in Erwartung eines stärkenden Mahles: „Heute habe sogar Ich einen ganz tüchtigen
Hunger und freue Mich auf einen guten Fisch, auf ein gutes Stück Brot und auf einen
reinen, edlen Wein!“
[Ev.
Bd. 3, Kap. 210, 2]
Jesus
nach einer beschwerlichen Fußreise: „Wir hatten seit frühmorgens nichts genossen.
Auch unsere Glieder waren von der weiten Fußreise müde, und das Bedürfnis nach
Ruhe war ihnen sehr fühlbar.“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 36, 6]
Jesus:
„Ich bin von Geburt ein Jude.“
[Ev.
Bd. 3, Kap. 195, 3]
Jesus
zu gläubigen Juden aus Persien: „Derselbe Mensch, der damals zu Bethlehem von
einer zarten Jungfrau in einem Schafstalle geboren ward, und dem die drei
Weisen, die von euch Sternenkönige genannt werden, Gold, Weihrauch und Myrrhen
zum Geschenk brachten, bin Ich!“
[Ev.
Bd. 3, Kap. 202, 8]
Jesus
zu Judas Ischariot: „Du bist ein echter Jude und gehörst samt Mir dem Stamme
Juda an.“
[Ev.
Bd. 5, Kap. 190, 3]
Jesus
spricht zu dem Griechen Roklus in reinem Griechisch.
[Ev.
Bd. 5, Kap. 127]
Joseph
über das Jesuskindlein: „Dieses Kind ist so sanfter Art, daß es wahrlich eine
Freude ist, bei Ihm zu sein! Nur höchst selten weint es laut. Es ist noch nie
krank gewesen; und wenn man es lockt, dann sieht es so munter und fröhlich
umher und lächelt jeden Menschen so herzlich an, daß man zu Tränen gerührt
wird. Und jetzt, da es auch wunderbar auf einmal zu reden angefangen hat,
möchte man es gar erdrücken vor lauter Liebe!“
[Jug. Kap. 64, 15-17]
Im
Alter von zwei Jahren vermied das Jesuskind durch seine innere göttliche Kraft
sorglich alles, was zu irgendeiner Wundertat hätte Anlaß geben können. Es war
munter und spielte mit den anderen Kindern. Am liebsten aber ging es mit dem
Jakob umher und plauderte mit ihm, wenn sie allein waren, ganz gescheit. Doch
mit den anderen Kindern plauderte es nur wie alle Kinder Seines Alters.
[Jug. Kap. 165, 2-5]
Fröhliche
Tischszene im Hause Josephs zu Ostrazine, bei welcher
das Kindlein sehr herzlich mitlacht und in die ganze Tischgesellschaft eine
recht heitere Stimmung bringt.
(Jug. Kap. 168, 22-25]
Liebliche
Morgenmahlsszene zwischen dem römischen Statthalter Cyrenius,
der Mutter Maria und dem Jesuskindlein, das ganz kindlich-menschlich des Cyrenius‘ Fragen beantwortet und sich mit seiner Mutter
neckt.
[Jug., Kap. 228, 13-29, Kap. 229]
Zu dem
Bibeltext Lukas 3, 23: ‚Und Er, Jesus, war, als Er begann zu lehren, etwa dreißig
Jahre alt, wie man dafür hielt, ein Sohn Josephs.‘ erklärt der Herr: „Der Ewige
erschuf sich hier (auf Erden) selbst zum ersten und zum letzten Male zu einem
Menschen, und als ein Mensch zählte Er auch an sich die Zeit, die aus Ihm war
von Ewigkeiten.“
[Schrft., Kap. 8, 2 und 6]
Der
Herr: „Der Mensch Jesus hatte Seine Lehramtsfähigkeit seinem Tun zu verdanken.
Sein Handeln ging lediglich aus seiner fortwährend großen Liebe zum göttlichen
Vater und ebenso aus der Liebe zum Nächsten hervor. Dabei widmete dieser Mensch
tagtäglich eine Zeit von drei Stunden der allgemeinen Ruhe in Gott.“
[Schrft., Kap. 8, 13-14]
Ergrimmte
Tempeljuden zu Jesus: „Du bist ein Mensch wie wir, warum soll uns gerade dein
Wort selig machen?“ Darauf Jesus: „Ich bin nun auch nur ein Mensch, — aber
einer, der von sich sagen kann: ‚Wer unter euch kann Mich einer Sünde zeihen?‘!
So Ich aber als ein vor Gott und allen Menschen sündenfreier Mensch die
Wahrheit sage, warum glaubet ihr Mir denn nicht?! (Joh. 8, 46)“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 199, 22]
Der
Evangelist Johannes in der geistigen Welt: „Jesus ist etwas so ungeheuer
Großes, daß, wenn dieser Name ausgesprochen wird, die ganze Unendlichkeit vor
zu großer Ehrfurcht erbebt. — Saget ihr ‚Gott‘, so nennet ihr zwar auch das
allerhöchste Wesen, aber ihr nennt es in Seiner Unendlichkeit, da es erfüllt
das unendliche All und wirkt mit Seiner unendlichen Kraft von Ewigkeit zu Ewigkeit.
Doch in dem Namen ‚Jesus‘ bezeichnet ihr das vollkommene, mächtige, wesenhafte
Zentrum Gottes, oder noch deutlicher gesprochen: Jesus ist der wahrhaftige,
wesenhafte Gott als Mensch, aus dem erst alle Gottheit, welche die
Unendlichkeit erfüllt, als der Geist Seiner unermeßlichen Macht, Kraft und
Gewalt gleich den Strahlen aus der Sonne hervorgeht. — Jesus ist demnach der Inbegriff
der gänzlichen Fülle der Gottheit, oder: In Jesus wohnt die Gottheit in Ihrer unendlichen
Fülle wahrhaft körperlich wesen haft.“
[GS.
Bd. 2, Kap. 13, 2-3]
Der
Herr in der Urzeit: „In der großen Zeit der Zeiten wird das ‚ewige Wort‘ als
der wesenhafte Grund aller Dinge in sich selbst Fleisch, in dem da wohnen wird
alle Fülle Meines Wesens. — Die Welt wird das Fleisch töten, aber die im
Fleische wohnende Gottesfülle, also die ewige Liebe, wird das Fleisch alsbald
wieder beleben aus sich, und dann wird wohnen die Fülle Gottes ewig in Seinem
fleischgewordenen Worte als ein Mensch gegenüber Seinen Geschöpfen, und diese
werden Ihn schauen und sprechen wie einen Bruder. Dieser Gottmensch erst wird
euch allen bringen das wahre, ewige Leben!“
[H.
Bd. 2, Kap. 252, 18-20]
Jesus:
„Ich bin überall im unendlichen Raum der ewige Gott. Aber hier bin Ich nun bei
euch in Meiner ewigen Seinsmitte, von der aus die ganze Unendlichkeit ewigfort erhalten wird in ihrer endlosen Ausdehnung. Von
Ewigkeit wohnte Ich in Meiner unzugänglichen Mitte und in Meinem unzugänglichen
Lichte aus Mir selbst. Aber Mir hat es der Menschen wegen wohl gefallen, aus
Meiner Mitte und aus Meinem Lichte, das auch den höchsten Engeln unzugänglich
war, herauszutreten, Mich auf diese Erde zu begeben — und nun bin Ich euch Menschen
zugänglich, und ihr könnt Mein Licht ertragen.“
[Ev.
Bd. 4, Kap. 122, 7-8]
Jesus
zu dem verstandesklugen Essäerführer Roklus: „Kannst du dir von Gott keinen dich befriedigenden
Begriff machen, so siehe Mich an, und du hast dann jene für ewig gültige Form
vor dir, unter der allein du dir deinen Gott und Schöpfer vorstellen kannst!
Denn Gott ist auch ein Mensch, aber der in sich vollendetste!
Siehst du Mich, so siehst du alles!“
[Ev.
Bd. 5, Kap. 73, 4]
Der
vornehme Römer Agrikola, sich verwundernd über die im
dritten geistigen Gesicht erschauten Schöpfungsherrlichkeiten: „Das soll alles
der Geist dieses wunderbaren Juden erschaffen haben?!“ Darauf ein Engel: „Ja,
du mein irdischer Bruder, und noch endlos mehr, Größeres und Wunderbareres! Und
Er, der erhabenste, ewige Geist, hat nun als ein Mensch eurer Erde dieses
Zeichen gewirkt, auf daß auch ihr Ihn wahrhaft erkennen, nach Seinen Worten
leben und dann als Seine Kinder überselig werden sollet.“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 192, 16-17]
Zeugnis
einer großen gläubigen Volksmenge nach Jesu gewaltiger Gerichtsrede im Tempel:
„Wir alle sind völlig im klaren über Dich und Deine göttliche Sendung. Wir haben
recht gut gemerkt, was Du damit anzeigtest, als Du sagtest: ‚Ich bin nicht
allein da, sondern der Vater ist allewege bei Mir!‘ Aber diese dummen Pharisäer
merkten es nicht, daß der Vater und Du ein und dasselbe seid, und daß, wenn Du
sagst: ‚Der Vater hat Mich gesandt‘, Du damit für der Menschen schwachen
Verstand nur andeuten willst, daß Du, Ewiger, Dir selbst einen Leib geschaffen
hast, um uns Würmern dieser Erde ein sichtbarer Gott, Lehrer und Tröster in
unserer großen Not zu sein. Dein heiliger Leib ist Dein Sohn, und Du, Vater,
bist in Dir vor uns armen Sündern auf dieser Erde!“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 200, 2]
Jesus
zu ungläubigen, verstockten Tempeljuden: „Ich sage euch: euer Vater Abraham ist
mir nicht unbekannt! Ihr saget, daß Abraham gestorben sei, Ich aber sage euch,
daß er dennoch diese Meine Zeit von Meinem ersten Tage an gesehen hat und darob
eine übergroße Freude empfand. (Joh. 8, 56) Ja, er sieht Meine Zeit noch und
freut sich!“
Die
blinden Juden erwidern: „Was?! Du hast noch nicht fünfzig Jahre und hast
Abraham gesehen?!“ Darauf Jesus: „Wahrlich, wahrlich, endlos eher als Abraham
war Ich!“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 200, 9-11]
Paulus
auf die Frage der Weitweisen zu Laodizea: „Was
Unterschiedes ist da zwischen Gott und Seinem Sohne Christus?“ — „Gott ist
Einer, und Christus ist Einer; denn so es nur einen Gott gibt, so gibt es auch
nur einen Christus. Was Unterschiedes sollte da sein zwischen Gott und
Christus? — Gott ist die Liebe, und Christus ist die Weisheit in Gott oder das
Licht, die Wahrheit, der Weg und das ewige Leben! In Christus wohnt die ganze
Fülle der Gottheit leibhaftig!“
Lao.
Kap. 1, 20-22
Zwei
heidnische Zeugen der Lehren und Wundertaten Jesu in Golan bekennen: „Dieser
Mann, seiner Kleidung nach ein Galiläer, ist der eine, allein wahre Gott nicht
nur der Juden, sondern aller Menschen und aller Kreatur! Ihm sind untertan alle
Mächte und Kräfte der Erde, und alle Gestirne loben und preisen Seine Weisheit und
Macht. Er ist in Sich der ewige Urgeist und ist den blinden Menschen dieser
Erde zuliebe selbst ein vollkommenster Mensch geworden, um uns zu zeigen, daß
Er allein der Herr von Ewigkeit ist über alles, was Erde und Himmel fassen, die
Seine Werke sind. Oh, wie endlos glücklich sind wir, daß wir Ihn nun in unserer
Gestalt schauen und erkennen dürfen!“
[Ev.
Bd. 10, Kap. 84, 1-2]
Der
Erzengel Raphael zu bekehrten Essäerführern: „An den
Namen Jesus, d.h. ‚Gotteskraft‘, haltet euch, und es müssen Berge weichen vor
euch und Stürme verstummen, vorausgesetzt, daß euer Lebenswandel so ist, daß
ihr dieses Namens würdig seid. Denn dies ist Gottes wahrhaftiger Name in Seiner
Liebe von Ewigkeit, vor dem sich alles beugt im Himmel, auf Erden und unter der
Erde!“
[Ev.
Bd. 5, Kap. 84, 3]
Jesus
zu einem Räuberführer, der wissen will, wer mit ihm redet: „Ich bin einer, dem
alle Macht gegeben ist im Himmel und auf Erden, und der Gewalt Meines ‘Willens
sind alle Dinge untertan; denn Mein Wille ist Gottes Wille, und Meine Kraft ist
Gottes Kraft, die über alle Kräfte ewig waltet und herrscht. Jetzt weißt du,
wer Der ist, der mit dir redet!“
[Ev.
Bd. 9, Kap. 45, 14]
Einer
heidnischen Schar, die den alleinigen Gott zu schauen begehrt, bezeugt Jesus:
„Ich selbst, der Ich nun mit euch rede, bin der eine Gott, den die Propheten
den Menschen verkündet haben! Es hat Mir nach Meinem ewigen Ratschlusse
gefallen, als Mensch mit Fleisch und Blut als ein hellstes, lebenbringendes
Licht unter die in der Nacht der Sünde irrenden Menschen zu kommen und sie vom
harten Joch des Gerichts und des Todes zu erlösen. Ich kam aber nicht nur zu
den Juden, sondern auch zu den Heiden, damit sie die ewige, lebendige Wahrheit
erkennen sollen! — Ich gebe ihnen nun das lange verlorene Lebenslicht wieder und
somit auch das ewige Leben. — Ich selbst bin das Licht, der Weg, die ewige
Wahrheit und das Leben; wer an Mich glaubt, Meine Gebote hält und Mich über
alles liebt, der ist in Mir, und Ich bin im Geiste in ihm! In wem aber Ich bin,
in dem ist auch das ewige Leben! — Und so habe Ich euch nun den allein wahren,
einen Gott gezeigt.“
[Ev.
Bd. 9, Kap. 4, 4-8]
Jesus
zu einem römischen Freund: „Deine Seligkeit wird erst dann den höchsten Grad
erreichen, wenn du alle Meine Schöpfungen näher und tiefer kennenlernst. Du
weißt nun wohl, daß in Mir die großartigste schöpferische Eigenschaft zu Hause
ist, und du machst dir davon einen möglich höchsten Begriff, seit du die
etlichen Zeichen von Mir hast wirken sehen. Du wirst dir aber einen noch ganz
andern Begriff machen, wenn dein innerer Gesichtskreis durch die tiefere Betrachtung
Meiner Werke um ein überaus Großes erweitert und erhöht wird. Denn dann wird
dir erst das wahrhaft Göttliche in Mir in einem stets höheren Lichte
erscheinen, obschon im allerhöchsten Lichte, das Ich selbst in Meinem Innern
bin, ewig niemals, weil das jedem aus Mir geschaffenen Geiste selbst in seiner
höchsten Vollendung unmöglich ist!“
[Ev.
Bd. 10, Kap. 207, 4]
Jesus
zu dem vornehmen Römer Agrikola und seinen Gefährten:
„Wo Ich bin, da bin Ich wahrlich nicht allein, sondern da dienen Mir zahllose
Scharen der mächtigen, lichten Engelsgeister aller Himmel. Denn wenn ein Kaiser
oder König eines Regierungsgeschäftes wegen reist, so reist mit ihm ein
zahlreiches Gefolge. Und also ist es nun auch bei Mir der Fall, da auch Ich
eines gar großen Welten- und Geister Regierungsgeschäftes halber als der
alleinige Herr der ganzen Unendlichkeit von Ewigkeit her in dieser Weltenzeit
auf diese Erde im Fleische ihrer Menschen eine endlos wichtige Reise unternommen
habe, ohne die kein Mensch ein wahres, ewiges Leben je erreichen könnte!“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 188, 9-10]
Der
erleuchtete römische Hauptmann Pellagius: „Jesus sagt
wohl: ‚Ich bin vom Vater in diese Welt gesandt!‘, doch ist Er derjenige, der sich selbst durch Seine Liebe zu uns Menschen in
diese Welt gesandt hat, um uns fürderhin kein unsichtbarer und unbegreiflicher
Gott und Vater, sondern ein wohl sichtbarer und begreiflicher zu sein, damit
wir in der Folge lebendig glauben können, daß eben Er der allein wahre Gott ist
und es außer Ihm keinen anderen Gott und Herrn gibt! In Ihm wohnt das Ursein
alles Seins, die Urkraft aller Kräfte, die Urmacht aller Mächte. Denn die ganze
Unendlichkeit ist erfüllt von Seinen Werken. Und ebenso wohnt in Ihm denn auch
die höchste, nie erforschbare Weisheit! Und dieses alles glaube ich nicht nur,
sondern ich bin davon vollkommen und lebendigst überzeugt und bereit, dafür
mein Leben hinzugeben!“
[Ev.
Bd. 10, Kap. 104, 4-5]
Der
geheilte Sohn eines armen, jüdischen Herbergswirtes erklärt seinem Vater, der
in dem Heiland Jesus einen großen Propheten vermutet: „Vater, die Propheten
haben niemals gesagt: ‚Ich will es, daß dieses oder jenes geschehe!‘, sondern
allzeit: ‚Der Herr sagt es, und Sein Wille ist es!‘ Dieser Heiland aber sagte:
‚Ich will es, daß du sehend und gerade werdest!‘, und siehe, ich ward im
Augenblick sehend und gerade. Daher muß der Heiland Jesus offenbar mehr als ein
Prophet sein! Seine Wundertat erinnert mich an die bedeutungsvollen Worte eines
Propheten aus dem Geiste Jehovas:
‚So
der große Held, der Löwe aus Juda, der König der Könige, der Herr aller Heerscharen
in diese Welt kommen wird, dann werden die Blinden sehen, die Tauben hören, die
Krummen gerade, und der Lahme wird einherspringen wie
ein Hirsch. Solches alles wird Er tun aus Seiner Macht und wird gründen ein
Reich, das kein Ende nehmen wird.‘ — Das stimmt ganz mit der Rede- und
Handlungsweise dieses Wunderheilands überein, und ich werde mich nicht irren,
wenn ich behaupte, daß in Ihm der so oft verheißene und von allen wahren Juden
mit größter Sehnsucht erwartete Erlöser gekommen ist!“
Ev.
Bd. 10, Kap. 143, 14-19,( vergl. 1. Mose 49, 9-10 und Jes. 35, 5-6)
Eine
zum Licht erwachte Seele im Jenseits belehrt den an der Gottheit Jesu
zweifelnden einstigen Bischof Martin und beweist ihm diese bedeutsame Tatsache
mit zahlreichen überzeugenden Textstellen und mit klaren, logischen Ausführungen.
[BM.
Kap. 28, 11-12, Kap. 30, 12-18, Kap. 32, 1, 2 und 4]
Jesus:
„Dieser Mein Leib ist die verherrlichte Gestalt des Vaters der Menschen und Engel
wegen, damit Ich ihnen ein begreiflicher und schaubarer Gott bin; und ihr
könnet Mich nun schauen, hören und sprechen und doch leben dabei, während es
ehedem hieß, daß Gott niemand sehen und dabei leben könne!“
[Ev.
Bd. 8, Kap. 27, 3]
Jesus:
„In Mir betritt der Geist Gottes nun zum ersten Male diese Erde! Das ist
derselbe Geist, von dem alle Urväter, alle alten Weisen und Propheten in ihren
reinen Gesichten geweissagt haben!“
[Ev.
Bd. 2, Kap. 109, 7]
Der
Evangelist Johannes in der geistigen Welt: „Dem unendlichen Wesen Gottes hat es
wohlgefallen, sich in Seiner ganzen unendlichen Fülle zu vereinen und in dieser
Vereinigung anzunehmen die vollkommen menschliche Natur! Nun denket euch: Gott,
den nie ein geschaffenes Auge schaute, kommt als der von unendlicher Liebe und
Weisheit erfüllte Jesus auf die Welt! Er, der Unendliche, der Ewige, vor dessen
Hauche Ewigkeiten zerstäuben wie lockere Spreu, wandelte unter uns auf Erden
und lehrte Seine Geschöpfe, Seine Kinder, nicht nur wie ein Vater; sondern wie
ein Bruder!“
[GS.
Bd. 2, Kap. 13, 8-10]
Ein
Engel im jenseits: „Sollte es dem Gott, aus dem jedes durch Zeit und Raum
begrenzte Wesen hervorging, wohl unmöglich sein, ohne Verlust Seiner göttlichen
Allmacht, aus Liebe zu uns, Seinen Geschöpfen, Seinen Kindern, sich selbst in
Zeit und Raum einzuschränken, da doch Zeit wie Raum aus Ihm hervorgehen?!“
[BM.
Kap. 32, 24]
Ein
erleuchteter Oberägypter, von Jesus aus seiner Heimat herbeigerufen, bezeugt im
Schauen und Erkennen des Herrn: „Höret, ihr Geschöpfe, ihr Menschen alle:
Ewigkeiten und Ewigkeiten verrannen, und zahllose Wesen gingen aus Gott hervor,
die Er als Seine Gedanken beschaute, und flossen wieder in Ihn zurück. Doch nie
hatte eines Geschöpfes Auge seinen unendlichen und ewigen Schöpfer geschaut! —
Aber jetzt, da es Ihm nach Seinem ewigen Ratschluß gefallen hat, sich selbst in
Seiner ganzen ewigen Wesenheit Seinen Geschöpfen schau- und begreifbar zu
machen, ist Er, der Ewige, Unendliche, ohne Veränderung Seiner Macht und Größe,
als schaubarer Gott in Menschengestalt unter euch, ihr sehet Ihn und redet mit
Ihm — und begreifet es dennoch nicht, wen ihr in eurer Mitte habt!“
Ev.
Bd. 7, Kap. 138, 8
Jesus
im Jenseits zu einer Seelenschar, die Gott im kleinen Menschen nicht zu erkennen
und zu begreifen vermag: „War denn Christus, der doch in alle Fülle Gott und
Mensch zugleich war, ein Riese, als Er auf der Erde das Werk der Erlösung
vollzog?! Oh, durchaus nicht, obschon Seine Werke von für euch nie meßbarer
Größe waren. — Und seht, derselbe durchaus nicht riesenhafte Jesus steht jetzt
vor euch! Nur Sein Geist, der aus Ihm strömt wie das Licht aus der Sonne, wirkt
in der ganzen Unendlichkeit mit ungeschwächter Kraft ewig. — Wenn ihr nun bei
dem Herrn alles Geistes seid, so fasset Ihn nach Seiner Liebe und nicht nach
Seinem unendlichen ausströmenden Lichte! Dann seid ihr wahrhaft Seine Kinder,
wie Er euer aller Vater ist!“
[Rbl.
Bd. 2, Kap. 277, 5]
Jesus:
„Das Einreich des einen Gottes kann ewig bestehen, weil Er allein sein einiger
König und Herr ist, wie solches geschrieben steht in der Schrift der Propheten:
‚Gott wird Seine Herrlichkeit keinem andern geben; denn allein Ich, Christus,
bin der einzige Gott!‘ — Menschen, Engel, Herrschaften und Gewalten, ja, alle
Dinge im Himmel und auf Erden haben sich allzeit vor Mir gebeugt und werden
sich auch in Ewigkeit nur vor Mir beugen und nie vor einem andern, gleichwie
auch alle für eure Begriffe noch so endlos groß scheinenden Weltenschöpfungsräume
von dem nur einen unendlichen Schöpfungsraum verschlungen werden und dagegen
als völlige Nichtigkeiten erscheinen!“
[Ev.
Bd. 8, Kap. 26, 6]
Der
Jesusknabe im Tempel zu Jerusalem zeugt verhüllt vor den Priestern und
Schriftgelehrten von sich selbst: „Das Jesuskind hat nie lesen und schreiben
gelernt, und dennoch gibt es keine Schrift der Welt, die es nicht lesen könnte.
Es schreibt in allen Zungen, ist bewandert in allen Künsten und hat eine Kraft,
vor der die Berge zittern und die mächtigsten Zedern sich bis zur Erde beugen,
und sogar Sonne, Mond und Sterne gehorchen Seinem Willen!“
[Dr.
T. Kap. 5, 17-18]
Der
Jesusknabe im Tempel von Jerusalem zu dem Ihm wohlgesinnten Ältesten Nikodemus:
„Gedenke Meiner! Mein Name heißt ‚Jesus Emanuel‘, und Mein Geist heißt Jehova-Zebaoth!
Nun weißt du , woran du bist! Vertraue und baue auf Mich, und du wirst den Tod
nicht sehen!“
[Dr.
T. Kap. 30,9]
Über
das höchstweise Sprechen des Jesuskindleins belehren zwei Engel den römischen
Statthalter Cyrenius: „Siehe, das Kindlein, wie es
ist in Seiner naturmäßigen menschlichen Art, kann noch lange nicht reden. Dazu
wird es erst in einem Jahre imstande sein. Aber im Herzen des Kindleins wohnt
die Fülle der ewigen, allmächtigen Gottheit! Wenn nun dies Kindlein überweise
dir vernehmlich spricht, dann spricht nicht das dir sichtbare Kind, sondern die
Gottheit aus dem Kinde in dein zu dem Behufe erwecktes Gemüt. Und du vernimmst
dann die Worte so, als redete das dir sichtbare Kindlein.“
[Jug. Kap. 129, 11-16]
Ein
begeisterter Fischer nach einem durch Jesu göttliche Macht erlebten reichen
Fischfang zu seinen jubelnden Leuten: „Höret, dieser Mensch Jesus aus Nazareth
ist nicht irgendein Prophet, der nur das reden und tun kann, was ihm vom Geiste
Gottes gegeben wird; denn Er spricht: ‚Ich bin der Herr, und ihr alle seid
Brüder!‘ Und zu den Kranken sagt Er: ‚Ich will es, sei geheilt!‘ Wer blind war,
der sieht klarer als ein Aar, und der Lahme springt wie ein Hirsch. Und spricht
Jesus zu einem Toten: ‚Stehe auf und wandle!‘, so richtet sich der Tote auf
voll neuen Lebens und wandelt heiter und frohen Mutes! — Das und vieles mehr
bezeugen uns Tausende, und ich glaube darum, daß in dem Menschen Jesus aus
Nazareth die Fülle des Geistes Gottes wohnt körperlich! Aber viele stoßen sich
an Seiner sichtbaren Menschengestalt und heißen Ihn einen großen Propheten aus
dem Stamme Davids. — Wenn es in der Schrift heißt, daß Gott den Menschen nach
Seinem Ebenbilde erschaffen hat und Abraham Gott in der Gestalt eines Mannes
sah, wie sollte sich denn nun ein Mensch an der Mannesgestalt des Herrn Jesus
aus Nazareth stoßen und nicht völlig glauben, daß in Ihm ganz derselbe Herr
wohnt, der auf Sinai Moses berief und ihm für Israel Gesetze gab?!“
[Ev.
Bd. 9, Kap. 136, 15-18]
Der im
Jenseits zum Licht gelangte einstige Mönch Thomas: „Jesus, der Gekreuzigte, ist
nicht nur der Sohn des lebendigen, allmächtigen Gottes, sondern Gott, der
Allmächtige, selbst in aller Fülle der urewigen Allmacht und Allkraft! Durch Ihn und in Ihm ist allein das Heil und das
wahre, ewige Leben zu finden und zu haben!“
[Rbl.
Bd. 1, Kap. 129, 5]
Erwachte
Seelen in Jesus im Jenseits: „Wenn man Dich, o Herr und Gott, sonst auch nicht
erkannte, so darf man Dich nur reden hören, und alle Zweifel schwinden wie Nebel
im Lichte der Sonne! Denn wie Du redetest durch den Mund der Propheten, und wie
Du selbst auf der Erde unnachahmlich und unerreichbar für jeden geschaffenen
Geist gesprochen hast, so sprichst Du nun auch vor uns. In der einfachsten,
prunklosesten Rede weise fluten Ströme der höchsten Wahrheit, der göttlichen
Liebeweisheit gleich den mächtigsten Quellen, aus Dir hervor!“
[Rbl.
Bd. 2, Kap. 279, 1]
Die
Chinesin Chanchah in der geistigen Welt über den von
ihr bis jetzt noch unerkannten Herrn Jesus: „Es liegt in Seinem großen blauen
Auge so etwas unbeschreiblich Anziehendes, und Sein Mund hat so einen sonderbar
götterartigen Zug und Ausdruck, daß man in die größte Versuchung geführt wird,
Seine so endlos liebevolle Gestalt für das getreueste Ebenbild Gottes zu
halten!“
[BM.
Kap. 105, 4]
Jesus,
der Herr, in einem Schreiben an den für seinen todkranken Sohn um Hilfe
flehenden Fürsten Abgarus Ukkania in Edessa: „Siehe, Ich, der Herr von Ewigkeit, nun ein Lehrer
der Menschen und ein Befreier vom ewigen Tode, werde deinem Sohne das ewige Leben
schenken vor Meiner Auffahrt, da er Mich, ungesehen und ungekannt, vor Meinem
bevorstehenden Leiden für alle Menschen — aus seinem ganzen Herzen geliebt
hat!“
[Bw.
2, Antw. Abs. 2]
Der
Herr Jesus in einem Schreiben an den Fürsten Abgarus Ukkama
in Edessa: „Siehe, höre und schweige: Ich allein bin
der Herr und außer Mir ist keiner mehr! Darum tue Ich frei, was Ich tue. Und
niemand kann zu Mir sagen: Tue das oder tue das nicht!“
[Bw.
2, Antw. Abs. 4]
Der
erleuchtete Fürst Abgarus Ukkama in Edessa bezeugt im Feuer des Geistes: „Bist Du, o Herr, als
das Urlicht und die ewige Urkraft, auch hier auf dieser Erde, die Du mit einem
Hauche verwehen könntest, wie ein ganz einfacher Mensch unter den Menschen
gegenwärtig, so regierest und erhältst Du dennoch aus Deinem innersten
Gottwesen die ganze Unendlichkeit! Und jeder Staub der Erde, jeder Tropfen im
Meere, die Sonne, der Mond und alle zahllosen Sterne gehorchen der
Allmachtstimme Deines Herzens, das da der ewige Mittelpunkt aller Dinge und
Wesen in der ganzen Unendlichkeit ist.“
[Bw.
5. Abs. 3]
Der
Herr offenbart Jakob Lorber eine wichtige Lehre des nordischen Religionsphilosophen
Heinrich Steffens, welche gekürzt wie folgt lautet: „Nur eine Persönlichkeit
kann Gegenstand der gänzlich sich opfernden, den Willen völlig in Anspruch
nehmenden Liebe sein. Und ewiges Leben durch die Liebe ist die innerste,
tiefste Bedeutung des Christentums. Was der Geist wohl glaubt, was den Tod
überwindet, das wird durch die beseligende Gegenwart des Erlösers Gewißheit.
Alles, was Er der Welt war und sein wird, was Er lehrte und litt, gestaltet
sich in uns, daß wir dann innewerden: Seine Worte sind Er selbst — sind Geist
und Leben!“
[Hi.
II, S. 280, 18-21]
Jesus:
„Ich, wie ihr Mich nun als Gottmenschen unter euch sehet, bin mit Meiner ganzen
Urzentralwesenheit vollkommen und ungeteilt unter euch hier in diesem
Speisesaal auf dem Ölberg und befinde Mich darum als wahrer Gott und Mensch
zugleich nirgends anderswo, weder auf dieser Erde noch auf einer anderen; aber
durch die von Mir ausgehende Kraft, die da ist der Heilige Geist, erfülle Ich
wirkend dennoch alle Himmel und den irdisch-materiellen und endlosen Raum. Ich
sehe da alles vom Größten bis zum Kleinsten, weiß um alles, verordne, schaffe,
leite und regiere alles.“
[Ev.
Bd. 8, Kap. 27, 4]
Jesus:
„Wenn unter den Namen ‚Vater‘, ‚Sohn‘ und ‚Heiliger Geist‘ nicht ein für sich bestehender,
einwesiger Gott zu verstehen wäre, und man
stattdessen einen von dem Vater unterschiedenen Sohn und ebenso einen
unterschiedenen Heiligen Geist annehmen müßte, — was für ein Gott wohl müßte
dann der Vater sein?! — Könntet ihr euch wohl vorstellen, daß der Vater alt
geworden sei, sich zur Ruhe setzen wolle und darum nun einem Ihm gleich
allmächtigen Sohne und einem gleich allmächtigen Heiligen Geiste die ganze
Regierung übergeben und sich selbst abgedankt habe?!“
[Ev.
Bd. 8, Kap. 26, 7 und 10]
Jesus:
„Ich bin als nun ein Mensch im Fleisch unter euch der Sohn und bin niemals von
einem andern als von Mir selbst gezeugt und darum Mein eigener Vater von
Ewigkeit. Wo anders könnte da der Vater sein als nur im Sohne, und wo anders
der Sohn als im Vater, also ein Gott — Sohn und Vater — in einer Person! — Ich
bin also durchgängig Gott; in Mir ist der Vater, und die von Mir nach Meiner
Liebe, Weisheit und nach Meinem allmächtigen Willen ausgehende Kraft, die den
ewig endlosen Raum allenthalben erfüllt und überall wirkt, ist der ‚Heilige
Geist‘. — Wenn ihr nun solches wisset aus meinem Munde, so werdet ihr auch
verstehen, aus welchem Grunde ihr die Menschen, die an Mich glauben und nach
Meiner ihnen bekanntgemachten Lehre handeln, im Namen des Vaters, des Sohnes
und des Heiligen Geistes durch die Auflegung der Hände stärken sollet!“
[Ev.
Bd. 8, Kap. 27, 2, 3 und 5]
Jesus:
„Die Schrift der Propheten sagt und erklärt, daß Ich, Jesus Christus, auch Menschensohn
genannt, der wahre Gott sei, obschon Gott unter verschiedenen Namen, wie Vater,
Sohn und Geist, bezeichnet wird, — Gott ist nur eine persönliche Herrlichkeit
in der vollkommensten Form eines Menschen! — Wie aber beim Menschen die Seele,
ihr Außenleib und ihr innerster Geist so geeint sind, daß sie nur ein Wesen
oder gewisserart nur eine individuelle Substanz ausmachen, unter sich aber doch
ein wohlunterscheidbares Drei sind, ebenso geeint sind Vater, Sohn und Geist.“
[Ev.
Bd. 8, Kap. 25, 14-15]
Jesus
berichtet ein denkwürdiges Tischgespräch Seiner Jünger und Freunde über das
Geheimnis Seiner Person: „Der Wein fing an, die Zungen zu lösen. Es entstanden
verschiedene Meinungen über Mich und man könnte sagen, daß hier bei diesem Mahl
eine erste Kirchenspaltung vor sich ging. Einige behaupteten, daß Ich ganz
unmittelbar das höchste Gottwesen sei; — andere sagten, Ich sei das wohl, aber
nicht unmittelbar, sondern mittelbar. Wieder andere sagten: Ich sei eigentlich
nur ein Sohn Davids der Abkunft nach und sei zum Messias des davidschen Reiches
bestimmt und darum mit der Wunderkraft Davids und mit der Weisheit Salomos
ausgerüstet. Noch andere meinten: Ich sei ein erster Engel im Himmel, nun auf Erden
im Fleische wandelnd. — Ein Teil, zu dem sich sogar etliche Meiner späteren
Apostel schlugen, erklärte Mich für den Sohn des Allerhöchsten. Ich hätte zwar
dieselben Eigenschaften wie Mein Vater, sei aber dennoch eine ganz andere
Persönlichkeit, und es möchte also auch der Geist Gottes noch eine dritte
Persönlichkeit ausmachen, die in gewissen Fällen für sich ein besonderes
Wörtlein zu reden habe.
Mit
dieser Meinung waren jedoch nur wenige einverstanden. Einige fragten daher Petrus,
was er denn meine. Darauf erklärte Petrus:
‚Jesus ist der Sohn des Allerhöchsten!‘ — Mit diesem schon bei anderer
Gelegenheit abgegebenen Zeugnis sei Ich, der Herr, vollkommen zufrieden gewesen
und habe ihn, Petrus, sogar einen Fels des Glaubens genannt, auf den Meine
Kirche bauen werde.
Johannes aber war sehr gegen die Meinung des Petrus
und sagte: „In Jesus wohnt die Fülle der Gottheit körperlich! Als den Sohn, der
aber keine andere Persönlichkeit ist und sein kann, erkenne ich nur Seinen Leib
insoweit, als er ein Mittel zum Zwecke ist; aber im ganzen ist er dennoch
identisch mit der in aller Fülle in ihm wohnenden Gottheit. — Ist denn mein
Leib eine andere Persönlichkeit als meine Seele? Machen denn nicht beide einen
Menschen aus, obschon im Anfang meines Seins die Seele diesen Leib erst ausbilden
mußte? Man kann daher wohl sagen, daß der Leib ein Sohn der Seele ist, aber darum
macht er keine zweite Persönlichkeit aus! Und noch weniger kann man das von dem
Geiste in der Seele sagen; denn was wäre eine Seele ohne den göttlichen Geist
in ihr!? Sie wird ja erst ein vollkommener Mensch durch ihn, so er sie ganz
durchdrungen hat. Da ist dann Geist, Seele und Leib vollkommen ein und dieselbe
Persönlichkeit! — Zudem steht geschrieben: ‚Gott schuf den Menschen vollkommen
nach Seinem Ebenmaße.‘ So aber der Mensch als vollkommenes Ebenmaß Gottes mit
seinem Geiste, seiner Seele und seinem Leibe nur ein Mensch ist und nicht drei,
so wird doch etwa Gott als der vollkommenste Urgeist, umgeben mit einer ebenso
vollkommenen Seele und nun auch vor unseren Augen sichtbar mit einem Leibe,
doch nur ein Gott und ewig nie ein Dreigott, etwa gar noch in drei gesonderten
Personen, sein?! — Das ist meine Ansicht, an der ich ewig festhalte!“ Sagen alle an Meinem Tische: ‚Johannes hat
recht geredet!‘ — Petrus aber will
sich verbessern und sagt: ‚Ja, so meine ich es auch; nur bin ich nicht so
mundwendig, um mein inneres Verständnis so schnell an den Tag zu legen, weil
diese Sache doch immer etwas schwer zu fassen ist!‘ — Erwidert Johannes: ‚Schwer und wieder nicht
schwer! Nach deiner Art wird es wohl nie ein Mensch auf dieser Erde fassen —
nach meiner Art, so denke ich, dagegen ganz leicht. Der Herr soll nun zwischen
uns einen Schiedsrichter machen!‘ Sagt Jesus, der Herr: „Der Glaube vermag
vieles, aber die Liebe alles! Du, Simon Juda, bist wohl ein Fels im Glauben,
aber Johannes ist ein reiner Diamant in der Liebe, und darum sieht er auch
tiefer als jemand anderes von euch. Denn in solcher Liebe hat vieles Raum, im
Glauben aber nur etwas Bestimmtes, allda es heißt: ‚Bis hierher und nicht
weiter!‘ — Haltet euch daher nur an den Ausspruch Meines Lieblings; denn er
wird der Welt die vollkommene Wahrheit über Mich bringen!“
[Ev.
Bd. 4, Kap. 88, 1-11]
Der Heilige Geist — die große Frage. Der Jünger Petrus erwähnt,
daß bei der Taufe im Jordan Jesus als ‚Sohn des Vaters‘ und bei der Verkündung
des Erzengels Gabriel als ‚Sohn des Allerhöchsten‘ bezeichnet wurde, und fährt
fort:
„Dadurch
kamen wir Jünger zu der Ansicht, daß es einen allerhöchsten Gott-Vater im
Himmel gibt. Du, Herr, bist Sein Sohn, und ein Dritter, den wir bei der Taufe
in der Gestalt einer feurigen Taube über Deinem Haupte sahen, und der Gott, dem
Vater, und Dir gleicht, ist doch offenbar der ‚Heilige Geist‘. Wir verstehen
das also: Dich durchdringt allzeit die volle Kraft des Vaters, insoweit Du
ihrer benötigst; und so ist der ewige und unendliche Vater in Dir. Du bist Sein
vollkommenes Ebenmaß. Da aber der Vater als der unendliche, ewige und allgegenwärtige
Gott auch um Dich ist, so mußt Du auch im Vater sein! Aber mit dem Heiligen
Geiste wissen wir alle nichts zu machen. Wer und was ist denn der ‚Heilige
Geist‘?“
Darauf
die Antwort Jesu: „Der Vater, Ich als Sohn und der Heilige Geist sind unscheidbar
eines und dasselbe von Ewigkeit. Der Vater in Mir ist die ewige Liebe und als
solche der Urgrund und die Ursubstanz aller Dinge in der ganzen Unendlichkeit.
— Ich als der Sohn bin das Licht oder die Weisheit, die aus dem Feuer der
ewigen Liebe hervorgeht. Dieses mächtige Licht ist das ewige, vollkommenste,
Selbstbewußtsein und die hellste Selbsterkenntnis Gottes und das ewige Wort in
Gott, durch das alles gemacht worden ist. — Damit aber das alles gemacht werden
kann, dazu gehört noch der allmächtige Wille Gottes, und das ist eben der
Heilige Geist in Gott, durch den die Werke und Wesen ihr volles Dasein
bekommen. — Und sehet, das alles ist nun in Mir: Liebe, Weisheit und Allmacht.
Somit gibt es nur einen Gott, und der bin Ich! — Ich habe nur darum hier einen
Leib angenommen, um Mich euch Menschen, die Ich völlig nach Meinem Ebenmaße
erschaffen habe, in eurer Gestalt näher offenbaren zu können.“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 229 und Kap. 230, 2-6]
Der
Evangelist Markus zu katholischen Seelen, die noch im Geisterreich an den
dreipersönlichen Gott glauben: „Denket nicht, daß bei der Taufe Jesu Christi
eine göttliche Dreipersönlichkeit geoffenbart ward; sondern was dabei geschah,
war nur eine Erscheinlichkeit, vom Herrn zugelassen, damit die Menschen dadurch
sollten in dem einen Herrn die volle Allmacht und die volle Göttlichkeit
erkennen. Denn in Jesus hat wirklich die Weisheit Gottes, als Sein ewiges Wort
aus der ewigen Liebe hervorgehend, das Fleisch angenommen und hieß Gottes Sohn,
welches ebensoviel besagt wie: Die Weisheit ist die Frucht der Liebe und geht
aus ihr hervor wie das Licht aus der Wärme. Und die sichtbare Gestalt des
Geistes Gottes (Taube) über dem Sohne bezeichnete erscheinlich, daß die ewige,
unendliche Kraft Gottes zwar ebenso wie die Weisheit aus der Liebe hervorgeht,
aber dennoch durch die Weisheit wirkt. Nun werdet ihr es auch leicht begreifen,
daß in dem Herrn, weil in Ihm das gesamte unendliche Licht der Weisheit
vorhanden war, also in Ihm auch die gesamte unendliche Liebe, wie aus den beiden
die gesamte unendliche göttliche Tatkraft vorhanden sein mußte. Denn also spricht
ja auch Johannes: ‚In Christo wohnt die Fülle der Gottheit‘, und auch: ‚Im
Anfange war Gott; Gott war das Wort, und das Wort war bei Gott; das Wort ist
Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt.“
[GS.
Bd. 1, Kap. 51, 21-23]
Ein
katholischer Christ in der geistigen Welt: „Der Anblick der göttlichen (erscheinlichen) Dreieinigkeit ist wohl an sich sehr
erhaben, aber ich müßte ein Lügner sein, wenn ich behaupten wollte, daß mich
dieser Anblick liebewarm gemacht hätte. Ich habe mich wohl gezwungen, soviel es
nur immer möglich war, aber ich konnte es nicht dahin bringen, die drei
Personen alle gleichmäßig mit Liebe zu umfassen. Denn liebte ich den Vater, so
konnte ich nicht zugleich den Sohn lieben, und wenn ich dessen in mir gewahr
wurde, so kam mir der Gedanke, als könnte solches sowohl der Vater als auch der
Sohn nicht günstig aufnehmen; wollte ich den Sohn allein lieben, so dachte ich,
ob solches wohl dem Vater recht sei? — Den Heiligen Geist als eine Taube zu
lieben, da muß ich aufrichtig gestehen, darum kämpfte ich mit meinem Herzen
vergeblich! Ich habe mir öfter gedacht, wenn sich nur Christus einmal von
Seinem hohen Throne herab zu mir begeben hätte, da hätte ich mich so recht zu
Tode geliebt an Ihm! — Aber dem Vater und dem Sohne in ihrem unzugänglichen
Lichte habe ich mich nicht nähern können; denn die Liebe fordert einen
erreichbaren Gegenstand. Etwas Unerreichbares zu lieben, möchte ich als ganz unmöglich
erklären!“
[GS.
Bd. 1, Kap. 55, 6-8]
Der
Evangelist Markus zu lichtsuchenden Mönchen in der geistigen Welt: „Jesus Christus
ist der alleinige Gott und Herr aller Himmel und Welten. Er ist in sich allein
Seiner ewigen, unendlichen Liebe zufolge der Vater und Seiner unendlichen
Weisheit zufolge der Sohn und Seiner ewig allmächtigen, unantastbaren Heiligkeit
zufolge der Heilige Geist selbst, wie Er es selber von sich ausgesagt hat, daß
Er und der Vater eines sind, und wer Ihn sieht, auch den Vater sehe; und Er hat
es selber gezeigt, daß der Heilige Geist von Ihm ausgeht, als Er Seine Apostel
anhauchte und zu ihnen sprach: Nehmet hin den Heiligen Geist! — Das ist für
euch der erste Glaubensartikel, ohne welchen niemand ins ewige Leben gelangen
kann! — Stoßet euch nicht an dem Text, da es heißt: ‚Der Vater ist mehr als der
Sohn‘; — denn solches besagt, daß die Liebe, als der Vater, in sich das Grundwesen
Gottes ist, und aus ihr geht hervor ewig das Licht und der ewig mächtige Geist.
— Solches sei für euch der zweite Glaubensartikel!“
[GS.
Bd. 1, Kap. 74, 15 und 17]
Jesus
zu gereiften Jüngern und Freunden: „Die endlose Herrlichkeit Gottes hat nicht
die Macht, andere, Ihr völlig gleiche Gottheiten außer sich zu erschaffen; denn
könnte sie das, so müßte sie außerhalb des einen unendlichen Raumes noch
mehrere ebenso unendliche Räume erschaffen, was jeder helldenkende Mensch für
baren Unsinn ansehen muß! Denn wenn der eine Raum nach allen Richtungen hin
unendlich ist, wo sollte dann ein zweiter, ebenso unendlicher Raum seinen
Anfang nehmen?! — Ein zweiter vollkommener Gott mit der vollen unendlichen
Herrlichkeit ist demnach ebenso wenig denkbar wie ein zweiter unendlicher Raum,
und ihr könnt daraus klar ersehen, daß Ich, als nun im Menschenfleische
wandelnd, kein zweiter, sondern ein und derselbe Gott bin, der Ich vor aller
Kreatur von Ewigkeit her war und bleiben werde in Ewigkeit!“
[Ev.
Bd. 8, Kap. 26, 2-3]
Jesus:
„Würde Ich außer Mir noch zwei Götter erschaffen, etwa den Sohn und den Heiligen
Geist, so daß dann beide von Mir individuell verschieden wären, so müßten sie
ja notwendigerweise auf alle Meine Machtvollkommenheit Anspruch machen, da ohne
diese kein Gott denkbar ist, sowenig wie der Begriff eines zweiten oder gar
dritten unendlichen Raumes unter einer gewissen Teilung und gegenseitigen
Beschränkung. Wenn aber das denkbar möglich wäre, wie sähe es dann mit dem nur
einen möglichen Hoheitsrecht Gottes aus?! Es kann nur ein endloses, göttliches
Hoheitsrecht geben, sonst wäre das endlose Einreich Gottes zersplittert, und
sein Bestand wäre ebenso unmöglich wie der Bestand von drei unendlichen Räumen
nebeneinander.“
[Ev.
Bd. 8, Kap. 26, 4-5]
Ein
auf Erden sehr zweifelnder Mönch vernimmt im Jenseits nach seinem Erwachen zum
Licht die himmlischen Offenbarungsworte: „Jesus, der Gekreuzigte, ist allein
Gott über alle Himmel und über alles, was den unendlichen Raum erfüllt. Er
allein ist der Urschöpfer aller Dinge, aller Engel, Menschen und aller Materie.
Er ist der Vater Seinem urewigen Liebewesen nach, der ewige Sohn Seiner
Weisheit und der Heilige Geist Seiner unendlichen Macht, Kraft und Wirkung
nach. An diesen Jesus wende dich im Herzen wahrhaftig und getreu und liebe Ihn,
der dich so sehr liebt und liebte, daß Er aus Liebe zu dir wie zu allen
Menschen die Menschennatur annahm und des Leibes bittersten Tod über sich
kommen ließ, auf daß dir und allen Menschen ein ewiges Leben ermöglicht werden
möchte!“
[Rbl.
Bd. 1, Kap. 126, 1-2]
Jesus:
„Die ewige Liebe in Gott ist der Vater. Was und wer ist denn der Sohn? — Was
aus dem Feuer der Liebe hervorgeht, das Licht, welches da ist die Weisheit in
Gott! Wie aber Liebe und Weisheit eines sind, so sind auch Vater und Sohn
eins!“
[Ev.
Bd. 2, Kap. 32, 6]
Jesus:
„Der Vater ist in Mir in aller Fülle; aber Ich als der äußere Mensch bin
dennoch nur ein Sohn von Ihm und weiß in Meiner Seele nur das, was Er Mir
offenbart. Ich bin die Flamme Seiner Liebe, und Meine Seele ist das Licht aus
dem Feuer der Liebe des Vaters. Der Vater in Mir weiß um so manches, um das der
Sohn nicht weiß. Aber es kommt bald die Stunde, da der Vater auch mit Seinem
Allerinnersten eins wird mit Mir, dem einzigen Sohne von Ewigkeit.“
[Ev.
Bd. 4, Kap. 252, 1-4]
Jesus:
„Der Vater in Mir ist gleich dem innersten Feuer der Sonne, und Ich, der Sohn,
bin das aus dem Grundzentralfeuer stets hervorgehende Licht, durch das alles,
was da ist, erschaffen ward, lebt und besteht. Also bin Ich, der Sohn, in
Meinem gegenwärtigen Sein das Äußere und das Auswirkende des innersten Vaters
in Mir, und es ist sonach alles des Vaters Mein — und wiederum alles Meine des
Vaters; Ich und der Vater müssen daher notwendig vollkommen eins sein, nur mit
dem Unterschiede, daß in dem innersten Feuer stets ein tieferes Wissen und
Erkennen vorhanden ist als in dem äußeren Lichte, das von dem innersten Feuer
stets nur in dem Grade erregt wird, wie es nötig ist.“
[Ev.
Bd. 4, Kap. 252, 14]
Jesus
zu dem weltweisen Denker Philopold: „Die Einigung des
Menschen Jesus mit Gott wird bewirkt durch Meine unendliche Liebe zum Gottgeist
in Mir und Seine gleich unermeßliche Liebe zu Mir, dem Sohne! Also bin Ich und
der Vater eine Liebe, eine Weisheit, ein Wille, ein Leben und eine Macht, außer
der es in der ganzen ewigen Unendlichkeit keine mehr gibt und geben kann. Ich
bin daher hier durch Mein Menschliches ebenso in der Zeit und im Raum, wie auch
durch Mein Göttliches außer Zeit und Raum!“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 31, 7-8]
Jesus
zu Maria Magdalena: „Der Vater, der Mich als einen Menschensohn in diese Welt
gesandt hat, ist in Mir. Ich und Er sind aber nicht Zwei, sondern eins; des
Vaters Wille ist sonach auch Mein Wille und wirkt allenthalben. Den Vater für
sich kann kein Mensch sehen; aber wer nun Mich sieht und hört, der sieht und
hört auch den Vater; denn Ich als Vater habe Mich durch Meinen Willen selbst in
diese Welt gesandt. Darum wohl euch, die ihr an Mich glaubet; denn wer an Mich
glaubt, der glaubt auch an den Vater, der Mich gesandt hat, und er wird ihm
darum geben das ewige Leben! — Maria, hast du diese Meine Worte wohl
begriffen?“ Darauf Maria Magdalena: „Ja, Herr und Meister und Vater, Sohn und
Geist! Darum werde ich Dir umso leichter und entschiedener im Herzen folgen
können!“
[Ev.
Bd. 8, Kap. 158, 15-19]
Der
Erzengel Raphael: „Der Leib Jesu schläft wohl zuzeiten, aber Seine Seele und
Sein ewiger, heiligster Geist nie und nimmer! Was geschähe mit der ganzen
Schöpfung, so der Herr nur einen Augenblick ihrer vergäße? Sogleich wäre es
völlig aus mit ihr, auch kein Mensch und Engel würde sich aus sich heraus erhalten
können! Denn alles, was da ist, wird in einem fort vom allmächtigen, ewig unwandelbaren
Willen Gottes erhalten, ohne den kein Dasein denkbar ist!“
[Ev.
Bd. 3, Kap. 236, 12-13]
Jesus:
„Wahrlich, Ich sage euch: Wo Ich rede und wirke, da redet und wirket Mein
Geist, der da ist Gott, der Vater in Ewigkeit, und nicht diese Meine leibliche
Person, die erst aufgelöst werden muß, um völlig in des Vaters Herrlichkeit
einzugehen.“
[Ev.
Bd. 8, Kap. 200, 13]
Jesus:
„Ihr alle werdet in der Wiedergeburt mit Mir eins sein in gesonderter Persönlichkeit,
während Ich und der Vater, der Meine Liebe ist, miteinander in ewig ungesonderter
Persönlichkeit vollkommen eins sind.“
[Ev.
Bd. 4, Kap. 163, 6]
Der
göttliche Vater in Jesus: „Ich habe diese Erde erwählt, weil deren Kinder die
letzten und niedrigsten sind in der ganzen Unendlichkeit; und Ich habe darum das
Kleid der tiefsten Niedrigkeit angezogen, um es allen Geschöpfen in Meinem
endlosen Reiche möglich zu machen, sich Mir zu nahen. Es wundere dich daher ja
nicht, daß du Mich auf diesem unvollkommensten, letzten Planeten der ganzen
Schöpfung antriffst!“
[Ev.
Bd. 1, Kap. 216, 4-5]
Jesus:
„Darum bin Ich selbst auf diese für die Zeugung Meiner wahren Kinder bestimmte
Erde gekommen, um euch von den Banden der geschöpflichen Notwendigkeit zu
befreien, euch den Weg zur wahren, selbständigen, ewigen Lebensfreiheit zu
zeigen durch Wort und Tat, ihn zu bahnen und zu ebnen durch Mein euch allen
vorangehendes Beispiel. Nur auf diesem Wege wird es euch möglich sein,
einzugehen in die nie ermeßbare Herrlichkeit Gottes!“
[Ev.
Bd. 3, Kap. 178, 1-2]
Jesus:
„Vom alten Fluch des Erbübels der Eigenliebe wird die Menschheit eben jetzt dadurch
erlöst, daß Ich Mich selbst in ihn hineinbegeben und ihm Meinen Segen gebracht
habe. Die alte Ordnung der Himmel hört auf, und es wird nun auf der Grundlage
der durch Mich gesegneten Materie eine neue Ordnung und ein neuer Himmel
erbaut, und die ganze Schöpfung wie auch diese Erde muß eine neue Einrichtung
bekommen. — Nach der alten Ordnung konnte niemand in die Himmel kommen, der
einmal in der Materie war; von nun an wird niemand zu Mir in den höchsten,
reinsten Himmel kommen können, der nicht gleich Mir den Weg der Materie und des
Fleisches durchgemacht hat.“
[Ev.
Bd. 4, Kap. 109, 3-4]
Jesus:
„Ich als Gott von Ewigkeit könnte wohl mit Meinem Willen die Hölle und mit ihr
die ganze (materielle) Schöpfung zunichte machen. Was aber dann? Eine neue Schöpfung
von materiellen Welten ist in keiner anderen Ordnung denkbar als in der
gegenwärtigen, weil die Materie das gerichtete und notwendig gefestete Mittel
ist, durch das ein Mir in allem ähnlich werden sollendes Wesen, von Mir ganz
abgelöst, die Willensfreiheitsprobe durchmachen muß, um zur wahren
Lebensselbständigkeit zu gelangen. Es ist darum besser, alles bestehen zu
lassen, aber in einer wohl gesonderten Ordnung. Diese konnte von Mir jedoch nur
dadurch bewerkstelligt werden, daß Ich selbst Mensch wurde, selbst alle Materie
durchdrang und somit ihren ganzen gerichteten, geistigen Inhalt zur Beseligung
fähig machte. Und das ist die zweite Schöpfung, die Ich schon von Ewigkeit her
vorgesehen habe, ohne die nie ein Mensch dieser oder auch einer anderen Erde je
hätte vollkommen werden können!“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 239, 2-4]
Jesus:
„Ich mache nun alles neu, und alle alten Verhältnisse müssen umgewandelt werden,
weil Ich selbst Mich umgewandelt habe dadurch, daß Ich (der höchste Gottgeist),
die Materie anzog. Wer jedoch nicht glaubt und nicht getauft wird aus dem
Wasser Meiner Lehre und dem Geiste Meiner Liebe auf Meinen Namen und Mein Wort,
für den wird es bleiben bei der alten Ordnung. Er wird nicht so bald in Mein
Reich und zu Meiner Anschauung kommen.“
[Ev.
Bd. 4, Kap. 109, 8 und 9]
Jesus
auf dem Berge Tabor zu dem seligen Geist des Elias (Erzengel Michael): „Am Ende
der Zeit wird alles Fleisch dieser Erde ins Geistige umgewandelt; du aber wirst
dessen nimmer bedürfen, da Ich dir ohnehin einen neuen Leib gab für ewig. —
Wache mir aber wohl über die Kinder Israels, bis Ich heimkehren werde in Kürze,
wenn Mein größtes Werk vollendet sein wird! Alsdann werde Ich dir geben einen
festen Stuhl in Meinem neuen Reiche. Denn siehe, es ist nun die Zeit gekommen,
da Ich alles neu schaffe, zuerst Meine Geisterwelten und später die Welten der
Materie.“
[Ev.
Bd. 5, Kap. 235, 10]
Der
Herr: „Damit es bei der Neugestaltung der mit Luzifer gefallenen Wesen an der
Seite Gottes gegen Ihn selbst keine Widerordnung gebe, mußte Gott sich
gewisserart durch Seine Menschwerdung selbst neu gestalten, hernach bauen einen
neuen Himmel und endlich machen, daß alles neu werde gleich Ihm!“
[Hi.
Bd. 2, S. 136, 9]
Jesus
zu gereiften Jüngern und Freunden: „Die unendliche Gottheit hat die Macht, sich
endlos frei zu bewegen. Ihr steht demnach auch das Recht zu, ihre Herrlichkeit
ins Fleisch zu wandeln, um gegenüber den von ihr geschaffenen Menschen als
selbst ein ewig vollkommenster Mensch schau- und begreifbar dazustehen.“
[Ev.
Bd. 8, Kap. 26, 1]
Jesus:
„Es war zwischen Mir und euch Menschen wohl eine endlose Kluft, vermöge der
sich Mir auch nicht einmal der vollkommenste Engelsgeist hätte nahen können,
aber nun ist über diese Kluft eine Brücke gebaut, und diese heißt die Liebe zu
Mir von eurer Seite, so wie Ich Meinerseits aus Meiner ewig großen, über alles
mächtigen Liebe zu euch Menschen selbst Mensch mit Fleisch und Blut geworden
bin und auch eure Schwächen angenommen habe, auf daß Ich kein ewig ferner Gott,
sondern ein völlig naher, leicht erreichbarer Vater, Freund und Bruder sein und
nach dem Maße eurer Liebe zu Mir bleiben kann.“
[Ev.
Bd. 9, Kap. 85, 5]
Jesus
zu einem eifrigen Gottsucher: „Der von dir gesuchte große Heiland und Lehrer
ist derselbe Jehova, der schon mit Adam, Noah und Abraham, mit Moses und vielen
anderen Propheten geredet hat. Der Unterschied zwischen damals und jetzt
besteht jedoch darin, daß Er damals als der ewige Herr aller Kreatur und als
der reinste Geist voll Liebe, Leben, Weisheit, Macht und Kraft mit dem
geweckten Geiste der Menschen geredet hat. In jetziger Zeit aber hat es Ihm
wohl gefallen, aus größter Liebe zu den Menschen selbst das Fleisch anzuziehen,
auf daß die Menschen als Seine Kinder dort ewig bei Ihm sein, leben und wohnen
sollen, wo Er selbst sich ewig befindet, und von wo Er die Unendlichkeit
regiert.“
[Ev.
Bd. 9, Kap. 52, 2]
Jesus:
„Ich bin in diese Welt gekommen, um einen gerechten, sicheren Weg zu bahnen,
auf dem es für jeden ein Leichtes werden soll, die nahen Himmel zu erreichen.
Doch soll dabei kein Mensch in der Freiheit seines Willens nur im geringsten
beirrt werden. Von nun an wird jeder, der es fest und ernstlich will, die
Himmel erreichen können, was bis jetzt nicht möglich war, da zwischen Erde und
Himmel eine allzu große Kluft bestand.“
[Ev.
Bd. 2, Kap. 133,2-3]
Jesus:
„Mit diesem Meinem Erdenleben wird dem Menschen erst die höchste Freitätigkeit
zu seiner Lebensvollendung gegeben und mit ihr das neue Gesetz der Liebe (zu Gott
und zum Nächsten), das im rechten, göttlichen Vollmaße alle anderen Gesetze und
alle Weisheit aus Gott in sich faßt.“
[Ev.
Bd. 2, Kap. 230, 8]
Der
Jünger Johannes: „Jesus tat und tut alles, damit alle Menschen ein vollkommenstes
Vorbild an Ihm haben sollen, um Ihm als dem Urgrunde und Urmeister alles Seins
und Lebens nachzufolgen!“
[Ev.
Bd. 4, Kap. 77,7]
Der
Erzengel Raphael: „Nach der Menschwerdung Gottes ist es für jedermann, der
eines guten Willens ist ein Leichtes, sich in alle Lebensvollendung hineinzuarbeiten;
denn es hat dem Herrn wohlgefallen, in dieser Zeit nicht nur kräftige Führer
aus den Himmeln auf diese Erde zu berufen, sondern Er nahm selbst Fleisch an
und kam, euch gichtbrüchige Menschen zu heilen, euch zu zeigen Seinen reinen,
göttlichen Willen und euch zu lehren, Gott über alles und euren Nächsten wie
euch selbst zu lieben.“
[Ev.
Bd. 5, Kap. 83, 9]
Jesus:
„Nie konnten selbst die vollkommensten Engel und auch die frömmsten Menschen
dieser und aller anderen Erden den niemals geschauten und daher auch niemals
begriffenen Gott verherrlichen durch eine wahre, lebendige Liebe zu Ihm. Da
hieß es allezeit: ‚Gott kann niemand schauen und dabei das Leben erhalten; denn
die Gottheit in sich ist ein verzehrendes, ewiges Feuer!‘ Dies Feuer ist nun in
Mir bedeckt und gedämpft durch Meinen Leib, und es heißt nun nicht mehr: ‚Gott
kann niemand schauen und leben!‘, sondern: ‚Von nun an wird jeder Engel und
Mensch Gott schauen und leben können!‘.“
[Ev.
Bd. 8, Kap. 57, 15
Der
erleuchtete Grieche Phulopold: „Du, Herr, wurdest den
Menschen ein vollkommener Mitmensch, auf daß der Mensch in alle Ewigkeit als
völlig selbständig Dir gegenüberstehen könne und Du selbst dadurch den
seligsten Genuß hättest, Deinen Kindern als ein schau barer, liebender Vater,
den sie lieben können, zu begegnen und sie persönlich zu führen in Deine
Wunder- himmel! Welche Seligkeit könnte das für einen
unend lichen Gott auch
sein, wenn Er wohl Seine lieben Kinder sehen könnte, diese Ihn aber nie anders
denn als ein unendliches Lichtrneer erschaueten?! So aber hast Du den Menschen die höchste
Seligkeit bereitet und dadurch als wahrer, liebevollster Vater Deiner Kinder
auch Dir selbst!“
[Ev.
Bd. 3, Kap. 183, 19-20]
Der
weise Seher Mathael: „Um für uns Menschen dieser
Erde, für die Engel aller Himmel und für alle Geschöpfe der Unendlichkeit eine
größere Seligkeit zu bereiten, kam Gott selbst als ein Mensch auf diese Erde,
um sich uns als solcher zu offenbaren. Und das tut der Herr nicht nur
unsertwegen, sondern auch Seinetwegen; denn Er müßte mit der Zeit vor
Langeweile vergehen, so Er mit Seiner Allwissenheit doch in sich höchst klar
gewahren müßte, daß Er als eine der Form nach unvorstellbare, wenn auch ewige
und vollendetste Intelligenz von Seinen Geschöpfen
nie geschaut und angesprochen werden könnte und somit auch unerkannt bleiben
müßte!“
[Ev.
Bd. 3, Kap. 238, 7]
Jesus:
„Weil der von Gott wohl berechnete, von Ewigkeit her gesehene Augenblick jetzt
gekommen ist, in welchem alle Geschöpfe eine gewisse Selbständigkeitsreife
erlangt haben, die sich am meisten daran erkennen läßt, daß die Menschen von
Gott beinahe nichts mehr wissen und von Ihm also völlig losgelöst sind, so bin
Ich als Gott denn nun da, um die Menschen nicht mehr durch Meine Allmacht zu
führen, sondern allein durch die Lehre, die Ich ihnen nun so gebe, als wäre Ich
selbst nichts mehr und nichts anderes als sie.“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 63, 13]
Jesus:
„Ich bin darum in diese Welt gekommen, um euch Menschen die beste
Lebensvorschrift zu geben, nach der jeder sich in die höchste Lebensweisheit
versetzen kann. Und diese Vorschrift lautet ganz kurz: ‚Liebe Gott aus allen
deinen Kräften über alles und deinen Nächsten wie dich selbst!‘ Wer das übt und
vollauf tut, der ist Mir gleich und wird dadurch auch in alle Weisheit, Kraft
und Macht geleitet werden.“
[Ev.
Bd. 5, Kap. 72, 12]
Jesus
zu einem Griechen: „Es gibt nur einen Gott und Herrn, der alle Menschen gleich
erziehen will, und Ich bin darum in diese Welt gekommen, um auch den Heiden das
Tor zu Licht und Leben zu öffnen. Und es wird die Zeit kommen, da den Juden das
Licht genommen und den Heiden gegeben wird.“
[Ev.
Bd. 5, Kap. 257, 2]
Jesus
zu indischen Weisen: „Jener von den drei Weisen aus dem Morgenlande besuchte
neugeborene König war und ist der verheißene Mittler, der in die Welt gekommen
ist, um nicht nur den Juden, sondern allen Menschen, die eines guten Willens
sind, ein wahres Licht des Lebens aus Gott zu bringen. Von Ihm und durch Ihn
werden alle Völker beglückt werden und einst sagen: ‚Heil Dem, der da kommt,
angetan mit dem Kleide der ewigen Liebe, Wahrheit und Gerechtigkeit; denn Er
hat sich unserer Gebrechen erbarmt und uns vom harten Joche des Gerichtes und
des Todes erlöst!‘ — Wer Ihn hören und nach Seiner Lehre tun wird, der wird in
sich das ewige Leben ernten.“
[Ev.
Bd. 7, Kap. 118, 5-7]
Jesus
zu Lazarus: „Es ist nun dahin gelangt, daß im ganzen Judenlande ohne Johannes
(der Täufer) und ohne Mich jeder Funke der wahren Gotteserkenntnis erstickt
wäre, und es war daher notwendig, daß Ich selbst als ein Mensch in diese Welt
kam, um allen Menschen, die noch eines guten Willens sind, das verlorene Licht
des Lebens wiederzubringen und ihnen von neuem die Wege zur wahren
Gotteserkenntnis zu zeigen.“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 149, 5]
Jesus:
„Ich habe diese Erde zur Zucht Meiner Kinder bestimmt, bin nun selbst auf diese
Erde gekommen, um Mich durch Wort und Tat als der Herr Himmels und der Erde in
Menschengestalt zu zeigen, um die Menschen dadurch zu belehren, daß sie
wahrhaft Mein Ebenmaß sind.“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 164, 10]
Jesus:
„Von Gott ergeht nunmehr an die Menschen dieser Erde die höchste Offenbarung;
denn mehr als Ich selbst im Fleische kann zu ihnen ewig nimmer kommen. Wohl
dem, der an Mich glaubt, sich nicht an Mir ärgert und so lebt und handelt, wie
Ich es hier lehre! Denn wer Meine Worte hält und danach lebt, der wird es bald
innewerden, daß diese Worte nicht Menschen-, sondern Gottesworte, also in sich
selbst Leben, Licht und ewige Wahrheit sind.“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 204, 14]
Jesus:
„Darum bin Ich in die Welt gekommen, daß alle zu Mir kommen sollen, die
mühselig und belastet sind. Denn Ich bin ein wahrer Arzt, der zu den Kranken
geht und ihnen hilft und nicht zu den Gesunden, die des Arztes nicht bedürfen!“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 202, 11]
Jesus:
„Ich bin nicht in diese Welt gekommen, um alle blinden und kurzsichtigen
Menschen zu richten, sondern zu suchen das Verlorene, zu heilen die Kranken,
aufzurichten das Gebeugte und zu erlösen alle Gefangenen.“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 220, 6]
Der
Erzengel Raphael: „Was Jesus in Seinem Erdenleben tut, das gilt für die ganze Unendlichkeit.“
[Ev.
Bd. 3, Kap. 80, 10]
Jesus
zu dem welterfahrenen Römer Agrikola: „Da die Hölle
nun ihre Gewalt über die ganze Erde ausübte, war es an der Zeit, daß Ich selbst
in die Materie herabkommen mußte, um dieses alte, aber notwendige Gericht mit
all Meiner Fülle zu durchbrechen und dadurch der Hölle einen Damm zu setzen,
den sie nimmermehr durchbrechen wird. Ich, der Allerheiligste, mußte Mich mit
der Unheiligkeit der menschlichen Schwachheit bekleiden, um Mich der Hölle zu
ihrer Besiegung als starker Held nahen zu können. Ich habe Mich ihr nun genaht,
bin in ihrer Mitte, und alle Teufel fliehen vor Mir wie lockere Spreu vor dem
Sturmwinde!“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 240, 2-3]
Ein
lebensvollendeter Himmelsbürger zu Satan über die Menschwerdung des Herrn und
die dadurch veränderte Stellung Satans in der Schöpfung: „Es bestanden vor des
Herrn Menschwerdung eine alte Erde und ein alter Himmel, die ruhten wohl auf
dir, dem gerichteten Satan, damals warst du noch der negative Pol! Als aber der
Herr selbst Fleisch annahm, da verwarf Er deine Polarität und setzte in sich
selbst eine viel tauglichere, Seiner würdigere und für alle Ewigkeiten haltbare
an die Stelle der deinen. Mit dieser Neuordnung kittete Er die durch deine
Schwäche aus allen Fugen gehenwollende Schöpfung
wieder fest zusammen, und es verging das Alte, und etwas ganz Neues trat an seine
Stelle. — Vor Gottes Menschwerdung warst du zwar eine Notwendigkeit; aber nach
dieser bist du nichts mehr und nichts weniger als jeder andere Geist, und darum
bist du nun auch zur Erhaltung der Dinge durchaus nicht mehr nötig!“
[BM.
Kap. 193, 14-15]
Jesus:
„Die Juden, die in dieser Zeit zumeist glaubenslos sind, aber aus ihrer
Überlieferung doch noch wissen, wie Gott ihr Volk geführt hat, sind am geeignetsten,
Meine persönliche Gegenwart zu ertragen. Denn die Mich erkennen, wissen es aus
dem rechten Grunde, wer Ich bin. Die Ungläubigen aber halten Mich für einen
Magier und die Schwachgläubigen für einen Propheten. Da ist sonach mit Meiner
Gegenwart keine Seele in ihrer Eigentümlichkeit und in ihrem freien Willen
gefährdet, und darum muß das Licht vom Judenvolke aus in alle Welt
hinausgehen.“
[Ev.
Bd. 8, Kap. 129, 11]
Jesus
zu Seinen Jüngern und Freunden: „Ich habe Mich darum mit einem Leibe umgeben,
damit Ich für euch künftig nicht mehr ein unbegreiflicher und unschaubarer Gott bin, sondern ein Mensch, mit dem ihr
ebenso wie miteinander reden und verkehren könnt. Dadurch habe Ich euch nicht
nur zu Meinen vollkommen ebenbildlichen Kindern, sondern auch zu Meinen wahren
Freunden und Brüdern gemacht. Damit werdet ihr alle wohl zufrieden sein, und es
wird euch nicht beirren, daß Ich in Meinen ewigen göttlichen Eigenschaften
niemals erreichbar bin.“
[Ev.
Bd. 10, Kap. 207, 11-12]
Jesus
zu einem gutwilligen, im Herzen jüdischen Heiden: „Ich bin kein Prophet, sondern
Derjenige, von dem die Propheten geweissagt haben, daß Er kommen werde, um
alle, die an Ihn glauben, von den Banden des Truges von der Nacht der Sünde,
des Gerichtes, der Hölle und des ewigen Todes zu erlösen. — Ich bin also der
Herr und Meister selbst und kein Diener, bin aber nun doch in dieser Welt, um
allen Menschen, die guten Willens sind, mit Meiner Liebe, Weisheit und Macht zu
dienen und ihnen das ewige Leben zu geben. Denn wahrlich, alle, die an Mich
glauben und völlig nach Meiner Lehre leben und handeln, die werden den Tod
nicht sehen, fühlen und schmecken, sondern nach dem Abfalle ihres Leibes in
einem Augenblicke verwandelt werden und bei Mir im Paradiese sein, und ihrer
Seligkeit wird kein Ende sein!“
[Ev.
Bd. 10, Kap. 125, 5-6]
Alle
Erdenvölker hatten Weissagungen von der Menschwerdung Gottes. Von einer solchen
Prophezeiung durch einen germanischen Seher weiß der römische Kriegsveteran
Markus zu berichten.
[Ev.
Bd. 3, Kap. 167, 6-8 und 11-13]
Auf
den Vorschlag des römischen Statthalters Cyrenius in
Tyrus, das Auftreten eines höchsten Göttersohnes im Jesuskindlein dem Kaiser
nach Rom zu melden, erklärt Joseph dem eifrigen Machthaber: „Lieber, guter
Freund! Meinst du denn, daß Dem an der Ehrung Roms etwas gelegen ist, dem
Sonne, Mond, Sterne alle Elemente gehorchen müssen?! — Hätte Er gewollt, daß
Ihn alle Welt ehret wie einen Götzen, da wäre Er vor aller Welt Augen in all
Seiner ewig unendlichen, göttlichen Majestät zur Erde herabgekommen! Dadurch
aber wäre auch alle Welt gerichtet worden! Er hat aber die Niedrigkeit erwählt,
um alle Welt zu beseligen! Und so laß es mit der Botschaft nach Rom gut sein!
Denn dieser ist gekommen zum Falle der Welt der Großen und Mächtigen und zur Erlösung
der Armseligen, ein Trost der Betrübten und zur Auferstehung derer, die im Tode
sind!“
[Jug. Kap. 38, 7-10]
Eine
zum Licht erwachte Seele im Jenseits: „Wenn Gott der Herr nicht das Menschliche
angenommen hätte, um auch von uns Menschen, Seinen Geschöpfen, gesehen zu werden,
wozu wohl hätte Er uns erschaffen?! Für sich nicht! Denn was hätte Er davon,
wenn wir Ihn nie zu Gesicht bekämen und vollauf liebeten?
Und wozu wäre uns ein Leben ohne einen schaubaren Gott nütze!?“
[BM.
Kap. 30, 18]
Jesus
auf die Frage eines Jüngers, warum Gott gerade auf dieser Erde Mensch wurde:
„Es befinden sich im Herzen des Menschen zwei überaus kleine, euren Augen kaum
als winzige Pünktchen sichtbare Kämmerlein, die den beiden großen Blutkammern
entsprechen. So klein aber auch diese Punkte sind, so bedingen sie durch ihre
Einrichtung doch ganz allein das Leben des Herzens und dadurch des ganzen
Leibes mit all seinen Organen. — Das erste und wichtigste Kämmerlein entspricht
dem, was des Geistes und somit des eigentlichen Lebens ist, und wir wollen es
das bejahende nennen. Das zweite, minder wichtige, obschon zum Leibesleben
unumgänglich notwendige aber, wollen wir das der Materie entsprechende, also
das verneinende nennen. Dieses hat für sich kein Leben, sondern ist nur ein Aufnahmegefäß
fürs Leben, welches es mit jedem erneuten Herzschlag aus dem bejahenden
Kämmerlein von neuem aufnimmt und dann dem ganzen Leibe durch das Blut
mitteilt. — Seht, wie im Kleinen jeder Mensch zum Behufe seines leiblichen
Probelebens eingerichtet ist, also auch entsprechend in den weitesten Umrissen
der ganze große Schöpfungsmensch. — Denket euch, daß diese Hülsenglobe, in der
sich eure Erde mit zahllos vielen anderen Weltkörpern befindet, zur Einrichtung
des Herzens im großen Schöpfungsmenschen gehört, und daß eben eure Sonne mit
ihren Planeten das bejahende Lebenskämmerlein darstellt und darinnen eben diese
Erde entsprechend den eigentlichen geistigen Grundlebensstoff bedingt und
ausmacht! — Ich aber bin von Ewigkeit der Grund alles Lebens und alles Seins
und bin somit auch die urbejahende Lebenskammer im ewigen Lebensherzen der
Unendlichkeit! — So Ich denn nach Meiner Liebe, Weisheit und Ordnung in Mir
selbst beschlossen habe, das Leiblich-Menschliche anzuziehen, so konnte Ich der
ewigen Ordnung gemäß in dem großen Schöpfungsmenschen solches nur auf dem
Punkte verwirklichen, der Meinem Urwesen völlig entspricht. Da diese Erde seit
den Zeiten Adams dazu erkoren ward und auf ihrem Boden Ich nun das Leibmenschliche
angenommen habe, so wird sie das auch verbleiben bis ans Ende der Zeiten der
gerichteten Geister. Und auch ihr werdet die Austräger des Urgrundlebens in
alle Unendlichkeit im Geiste aus Mir ewig verbleiben und eben darum Meine
wahren Kinder sein!“
[Ev.
Bd. 8, Kap. 56, 5-6, Kap. 57, 1-4 und 6]
Jesus:
„Was ein rechter Mensch tun muß, um in sich zur vollen Herrlichkeit des Lebens
einzugehen, das habe nun auch Ich selbst euch allen zum wahren Vorbild und
Wegweiser im großen Schöpfungsmenschen getan und bin darum auf diese Erde
gekommen, weil sie nach Meiner ewigen Ordnung dem bejahenden Herzenskämmerlein
entspricht.“
[Ev.
Bd. 8, Kap. 57, 13]
Zwei
Essäer über Jesus und die Menschwerdung Gottes: „Dieser Nazaräer ist mehr als
ein vollkommener Mensch! Er ist dem Leibe nach wohl ein Mensch wie unsereiner,
aber in Seinem Herzen wohnt alle Fülle der göttlichen Kraft und Macht. Es
scheint uns, daß diese Menschwerdung des allerhöchsten Gottgeistes nicht bloß
dieser Erde und ihrer Kreatur, sondern der ganzen Unendlichkeit gilt!“
[Ev.
Bd. 2, Kap. 147, 13 und 15]
Jesus:
„Bei allen zahllos vielen Vorschöpfungen, die alle einen Urgroßweltenmenschen
darstellten, habe Ich Mich nicht auf irgendeiner Erde als Mensch ins Fleisch
gehüllt durch die Kraft Meines Willens, sondern verkehrte mit ihren Menschen
nur durch reinste Engelsgeister.“
[Ev.
Bd. 4, Kap. 255, 2]
Petrus
über Johannes den Taufer: „Weil seine Seele selbst
zweifelte an Dem, von dem sein Geist zeugte, so blieb er in der Wüste zurück,
bis ihn Herodes festnahm.“
[Ev.
Bd. 1, Kap. 122, 6]
Jesus
über die Bedeutung des Täufers Johannes, der von manchen seiner Jünger verkannt
wurde.
[Ev.
Bd. 1, Kap. 125, 18]
Zinka, ein Freund Jesu, berichtet Näheres vom
gewaltsamen Tode des Täufers Johannes.
[Ev.
Bd. 4, Kap. 10, 2-5]
Der
Herr: „Da der Jünger Johannes die größte Liebe zu Mir hatte, so wurde ihm auch
das Allerhöchste
gegeben,
nämlich: das innerste, lebendige Wort der Liebe und des ewigen Lebens aus ihr.“
[Hi.
Bd. 2, S. 49, 3]
Berufung
der ersten Jünger Simon und Andreas.
[Ev.
Bd. 1, Kap. 8, 7-13]
Petrus
bekennt: „Herr, Du weißt ja, daß wir ganz einfache Menschen sind, die es nie
übers nötigste Lesen und Schreiben hinaus gebracht haben.“
[Ev.
Bd. 2, Kap. 147, 5]
Petrus
bekennt: „Du bist Christus, des lebendigen Gottes Sohn!“ — Darauf Jesus: „Selig
bist du, Simon Jona, dein Fleisch und Blut haben dir das nicht geoffenbart,
sondern Mein Vater, der im Himmel ist! — Du bist Petrus, ein Fels; auf diesem
Felsen will Ich bauen Meine Gemeinde, und die Pforten der Hölle sollen sie
nicht überwältigen! Und Ich will dir des Himmelreichs Schlüssel geben! Alles,
was du auf Erden binden wirst, das soll auch im Himmel gebunden sein; und was
du auf Erden lösen wirst, das soll auch im Himmel gelöst sein!“
[Ev.
Bd. 2, Kap. 176, 15-17]
Jesus
berichtet über das geistige Wirken des Apostels Petrus bei dem bekehrten König
von Neubabylon (später Bagdad genannt), seine Ermordung und hohnvolle
Kreuzigung durch fanatische Heidenpriester, das furchtbare Blutgericht des
ergrimmten Königs über diese Priester, sowie über die darauffolgenden Bekehrung
des ganzen Volkes durch Markus, den Gehilfen des Petrus.
[Ev.
Bd. 10, Kap. 161, 5-20]
Der
Zöllner Matthäus ist auf den Ruf Jesu sofort zur persönlichen Nachfolge als
Schreiber des Herrn bereit.
[Ev.
Bd. 1, Kap. 127, 13-15]
Jesu
Zeugnis über Seinen Pflegebruder Jakobus: „Jakobus ist als Gefährte Meiner Jugend
ein überaus glücklicher Mensch und ist sogar von den Engeln des Himmels oft
beneidet worden, freilich nur in einem höchst edlen Sinne, aber er hat dennoch
keinen Vorzug vor einem anderen Menschen. Sein Wert liegt einzig und allein
darin, daß er Mein Wort hört, glaubt und aus Liebe zu Mir danach handelt.“
[Ev.
Bd. 7, Kap. 205, 5]
Jakobus
und Johannes, Söhne Zebedäi, zu Jüngern Jesu berufen.
[Ev.
Bd. 1, Kap. 12, 3]
Berufung
der Jünger Philippus und Nathanael.
[Ev.
Bd. 1, Kap. 9, 3-12]
Berufung
des Thomas, genannt Zwilling.
[Ev.
Bd. 1, Kap. 10, 9]
Jesus
über Judas zu dem Jünger Thomas: „Halte dich ferne von ihm (Judas), vergib ihm
aber alles, wie Ich ihm vergebe, so wirst du ein freies Herz haben. — Ich weiß,
was er (Judas) an Mir selbst tun wird; denn seine Seele ist ein Teufel und will
von Gott die Weisheit lernen.“
[Ev.
Bd. 1, Kap. 96, 3 und 9]
Des
Judas schlaue Gewinnberechnung für Krankenheilungen und Totenerweckungen wird
durch Jesu Verhaltungsregeln für rechte Glaubensverkünder zunichte gemacht: „Umsonst
habt ihr es von Mir empfangen, und umsonst sollt ihr es auch in Meinem Namen
weitergeben!“
[Ev.
Bd. 1, Kap. 135, 12]
Jesus
ermahnt den Jünger Judas, auf die brüderlichen Lehren seiner Mitjünger zu
hören, sein Herz danach zu bearbeiten und es vor allem von Zorn und Habsucht zu
reinigen, sonst werde er bald eine Beute Satans werden.
[Ev.
Bd. 2, Kap. 75, 11-13]
Jesus:
„Judas meint, wenn er von Mir das Wunderwirken nicht erlerne, dann gehe er zu
den Essäern! — Denn er ist und bleibt ein Geizhals, und zehn Pfunde Goldes sind
ihm lieber als alle himmlische Wahrheit und das ewige Leben. Wenn ihm Herodes
ein bedeutendes Angebot macht, dann verrät und verkauft er uns alle!“
[Ev.
Bd. 2, Kap. 102, 2]
Der
Jünger Judas Ischariot befürwortet die Verkündigung der Lehre Jesu mit Hilfe
der irdisch Mächtigen und ihrer Gewalt.
[Ev.
Bd. 3, Kap. 108, 8-9]
Da der
geldgierige Jünger Judas als Geistesbote des Herrn sich für seine Wundertaten
bezahlen ließ, wurde ihm die Gabe des Wunderwirkens genommen.
[Ev.
Bd. 5, Kap. 273, 4]
Jesus:
„Der Jünger Judas, von Beruf ein Töpfer, kennt Meine Lehre und ist ein guter
Redner. Wenn er jemanden über Mich und Meine Sendung aus den Himmeln belehrt,
so haben seine Worte stets eine gute Wirkung, und er ist darum gleich den
andern ein aus Meinen Jüngern auserwählter Apostel.“
[Ev.
Bd. 5, Kap. 273, 10]
Judas,
der meistbegüterte der Jünger Jesu, hatte Weib, Kinder und Diener.
[Ev.
Bd. 6, Kap. 26, 6]
Marias,
der Mutter Jesu, Warnung an Judas: „Wenn du dein Gemüt nimmer änderst, dann
wird dein Ende ein Grauen sein für viele und wird im Angedenken bleiben bei den
Menschen bis ans Ende der Welt. Daher nimm dich in Zukunft wohl in acht, daß du
bestehst vor den Augen des Herrn.“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 36, 1]
Jesus
begründet mit einer klaren Charakteristik des Judas, warum Er diesen Jünger einen
Teufel nannte, ihn aber trotzdem als jünger um sich duldet.
[Ev.
Bd. 6, Kap. 47, 8-9]
Der
weise Seher Mathael: „Die Seele des Judas ist nicht
von oben her, und sein Geist ist zu klein und zu schwach, um seine weltsteife
Seele zu erweichen und zu beleben.“
[Ev.
Bd. 3, Kap. 109, 11]
Über
den Jünger Judas Ischariot äußert sich ein römischer Oberstadtrichter: „Dieser
Mensch ist mir sogleich aufgefallen, weil er niemand gerade ins Gesicht schauen
kann und auch bei Deinen göttlichen Reden, o Herr und Meister, ganz
teilnahmslos finster vor sich hinblickt und mit keiner Miene Erstaunen oder
Beifall zu erkennen gibt! — Wenn er mein Diener wäre, so hätte ich ihm schon
den Laufpaß gegeben!“ Darauf Jesus: „Er ist unter Meinen Jüngern der schriftkundigste
und als Lehrer voll Redeschwung. Aber er ist auch voll Geldgeiz, und das ist
der Teufel in ihm, den er nicht los wird.“
[Ev.
Bd. 10, Kap. 223, 6-7]
Der
Herr im himmlischen Jerusalem zu einem lebensvollendeten, um das jenseitige
Schicksal des Judas Ischariot besorgten ehemaligen Prior: „Es gibt Zwei Judas Ischariots: der erste ist der Mensch, der mit Mir auf der
Erde lebte, und der andere ist der Satan, der in seiner damaligen Freiheit sich
diesen Menschen Zins pflichtig gemacht hatte. Dieser zweite Judas Ischariot ist
immer noch der Grund der untersten Hölle, - aber nicht also der Mensch Judas
Ischariot; denn diesem ward es vergeben, und inwieweit — siehe! — derjenige der
soeben mit deinem Bruder spricht und nun wieder einen Liebesverrat begeht,
indem er deinem Bruder schon im voraus Meine große Liebe zeigt, ist eben der
Judas Ischariot, um den du besorgt warst.“
[GS.
Bd. 2, Kap. 7, 11]
Jesus
bezeichnet den mit seiner Habe mildtätigen Zöllner Matthäus als ein gutes Beispiel
für die gerechte Verwendung irdischen Reichtums.
[Ev.
Bd. 1, Kap. 125, 10-11]
Jesus
zu dem römischen Oberstatthalter Cyrenius: „Ein noch
so herrlich geschmücktes Staatsschiff wird zur Erhöhung deiner wahren
Menschenwürde nichts beitragen. Denn was du bist, das bist du, ob du auf der
Spitze des Ararat stehst oder auf einem Maulwurfshügel! Die wahre, mit Liebe
gepaarte Achtung aber, wirst du dort am meisten genießen, wo die Menschen
leicht und ungehindert zu dir kommen können.“
[Ev.
Bd. 2, Kap. 189, 4]
Der
bedeutende griechische Arzt Borus war der treueste
Jugendfreund Jesu und Sein gläubiger, mit wunderbarer Heilkraft begnadeter Nachfolger.
[Ev.
Bd. 2, Kap. 46, 7-8]
Jesu
Zeugnis über den bekehrten Pharisäer Floran, der
einen geschulten, klaren Verstand und einen starken Geist besaß.
[Ev.
Bd. 3, Kap. 159, 2 und 7]
Jesus:
„Mein Freund, der Herbergswirt Ebahl aus Genezareth,
hat Tausende von Armen beherbergt, und zwar nie mit Widerwillen oder
Ängstlichkeit der Seinen wegen, — und doch ist sein Vermögen um nichts
geschmälert worden. Im Gegenteil! Er besitzt nun so viele Erdenschätze, daß er
sich dafür ein Königtum erkaufen könnte!“
[Ev.
Bd. 4, Kap. 97, 6]
Lazarus
von Bethanien, ein vorbildlicher Versorger vieler Armen mit Arbeit und Brot.
[Ev.
Bd. 7, Kap. 107, 8-9]
Lazarus
von Bethanien, ein reicher Landbesitzer und Freund Jesu: „Heute bin ich wohl
noch vor den weltlichen Gesetzen ein rechtmäßiger Besitzer, doch morgen fordert
der Herr die Seele von mir, und diese wird vor Ihm Rechnung zu legen haben, wie
und zu wessen Frommen sie die ihr anvertrauten Erdengüter verwaltet hat. Und da
wird es mancher Seele schwer ergehen, vor dem Herrn zu bestehen! Denn vom
rechten Standpunkte des Lebens aus betrachtet, sind wir nur zeitweilige
Verwalter unserer Erdengüter, aber niemals Besitzer. Denn der ewig rechtmäßige
Besitzer ist allein der Herr, wir aber haben nur das Recht, diese Güter zum
Frommen der bedürftigen Menschen zu verwalten und zweckdienlich zu bearbeiten.
[Ev.
Bd. 8, Kap. 55, 8]
Jesus
zu dem römischen Hauptmann von Pella: „Die ersten
Machthaber in diesem Weltteil sind in ihrem Herzen schon seit Jahren durch Mich
zum lebendigen Judentum übergegangen, z.B. der Oberstatthalter Cyrenius, sein jüngster Bruder Kornelius, der Staatsmann Agrikola in Rom und mehrere seinesgleichen. Diese Männer,
sowie viele andere, hatten vom Kaiser noch keine Unbill zu erdulden, und so
hast auch du von ihm nichts zu befürchten, zumal Ich dich, wenn du Mir treu
bleibst, Meines besonderen Schutzes versichere.“
[Ev.
Bd. 10, Kap. 83, 15-16]
Jesus:
In der Bergstadt Aphek und in der weiteren Umgebung
gab es im Verlaufe von kaum einem Jahre nach Meinem dortigen Wirken keinen
einheimischen Heiden mehr. Anfangs gab es wohl bedeutende Gegenbestrebungen;
aber weil das Volk von den durch Mich bekehrten Priestern und von dem römischen
Hauptmann Pellagius gut belehrt wurde, so sah es die
alten Irrtümer ein und fand sich höchst beglückt in der Erkenntnis der reinen
Wahrheit, und Ich ermangelte nicht, jedem treuen Bekenner Meiner Lehre durch
Wort und Tat im Geiste Meine Kraft zu erteilen. — Nach Meiner Auferstehung
besuchte Ich auch den Ort Aphek und gab den bekehrten
Bewohnern Trost und Kraft, in Meinem Namen zu wirken. Zur Zeit der großen
Bedrängnis in Jerusalem und in Judäa diente auch die Stadt Aphek
den flüchtigen Juden, die völlig in Meiner Lehre standen, zu einer Zufluchtsstätte
und alle, die dahin kamen, fanden eine gute Aufnahme. — Der Hauptmann Pellagius aber stiftete mit der Zeit selbst eine Gemeinde,
ganz ohne Weltaufsehen, die später, als er von Mir heimberufen wurde, auch
seinen Namen führte. Er selbst lebte nach Meiner Auffahrt noch etwa dreißig
Jahre und ward zum Obersten über die zehn großen Städte des Berglandes um Pella ernannt.
[Ev.
Bd. 10, Kap. 118, 10-15]
Die
drei „Weisen aus dem Morgenlande“, erleuchtete Naturkundige und dadurch große
Magier sowie mächtige Landesfürsten zwischen Persien und Indien, finden nach
dreißig Jahren, vom Geiste Gottes geleitet, in Jesus das Wunderkindlein von
Bethlehem wieder.
[Ev.
Bd. 6, Kap. 37, 13-17]
Jesus
zu wahrheitssuchenden Kaufleuten aus Damaskus: „Es wird nach etlichen Jahren
von Mir in eurer Stadt ein Apostel (Paulus) für die Heiden erweckt werden, der
euch die volle Wahrheit zeigen wird. Aber zuvor wird er ein Feind Meines
Lichtes sein, dann nach der Erweckung aber der größte Eiferer für Meine Lehre.“
[Ev.
Bd. 7, Kap. 179, 5]
Das
Jesuskindlein zu dem erleuchteten römischen Statthalter Cyrenius:
„Ich, dein Herr und dein Gott, mache dich hiermit zu einem Vorläufer im Reiche
der Heiden, auf daß der, den Ich dereinst senden werde zu den Heiden (Paulus),
eine leichte Aufnahme finde! — Ich werde aber auch einen Vorläufer zu den Juden
senden (Johannes den Täufer); aber dieser wird einen harten Stand haben! Und
was er tun wird im Schweiße seines Angesichts, das wirst du leicht bewirken.
Darum aber wird auch den Kindern das Licht genommen und euch Fremdlingen in
aller Fülle überantwortet werden!“
[Jug. Kap. 152, 11-15]
Der
Evangelist Markus schildert die einfache Kleidung der ersten Apostel Jesu im
himmlischen Jerusalem; sie tragen darauf besondere Zeichen, welche auf ihr
materielles und geistiges Wirken auf Erden hindeuten und sie in ihren ewigen
hohen Aufgaben als ‚Fürsten des Himmels‘ unterstützen.
[GS.
Bd. 2, Kap. 6, 3-7]
Der
Herr über Maria Magdalena: „Fürwahr, ihre Sache war nicht das Lesen der Bücher,
aber als sie den Rechten (den göttlichen Bräutigam) erkannt hatte, da stand sie
alsbald ab von ihrem Weltgetriebe und faßte eine starke, unvertilgbare Liebe zu
Ihm und brachte Ihm ihrer großen Liebe wegen alles zum Opfer, was sie auf der
Welt hatte. Seht, für eine solche Braut war Ich in der wirklichen, lebendigen
Tätigkeit der Weg, die Wahrheit und das Leben!“
[Schrft. Kap. 4, 15-16]
Der
Herr: „Warum fand die Magdalena, was Josef von Arimathia
nicht gefunden hat? — Weil sie wenig gelesen, aber viel geliebt hatte; Josef
aus Arimathia hatte viel gelesen, aber weniger
geliebt. Daher hatte er auch nur mit dem Leichnam zu tun, — Maria Magdalena
aber mit dem Lebendigen!“
[Schrft. Kap. 7, 22]
Der
Herr zu Jakob Lorber: „Siehe, Magdalena war sinnlich in Mich bis zur Eifersucht
verliebt und hielt Mich für ihren einzig erwählten Liebhaber. Sie hatte von Mir
nur die Meinung, daß Ich ein großer Prophet sei, aber Meine Göttlichkeit war
ihr noch fremd. In Anbetracht ihres verliebten Herzens hatte somit durch Mein
Leiden und Sterben auch niemand so viel verloren wie gerade sie, da sie nicht
nur ihren Retter, Herrn und Meister, sondern im Ernste ihres Herzens auch ihren
einzigen Geliebten verloren hatte, daher sie auch untröstlich war. — Sehet,
daher kam es denn auch, daß sie die erste war, die sich nach Mir (am Grabe)
erkundigte, aus unbesiegbarer Liebe! Als sie Mich, ihren verlorenen Geliebten,
nun auf einmal vor sich stehen sah, da war ihr Herz aus allen Fesseln gehoben.
Sie schrie auf und wollte sogleich im Ausbruch ihrer leidenschaftlichen Liebe
auf Mich losstürzen. Nun aber bedenke, Wer Ich bin, — so wird dir klar
das ‚Noli me tangere!‘ — Bedenken sollst du aber auch Magdalenas starke
Liebe, und dir wird klar die Umfassung Meiner Füße und begreiflich auch die
große Buße der Magdalena nach Meiner Auffahrt, da sie erst dadurch erfuhr, Wer
eigentlich hinter ihrem vermeintlichen Geliebten war!“
[Hi.
Bd. 1, S. 255, 9-12]
Der
Herr: „Jeder Märtyrer hätte auch, ohne ein Märtyrer zu werden, Mein Evangelium
ausbreiten können. Aber die Ausbreiter kannten Mich, hatten das ewige Leben vor
Augen, und so hatten sie denn auch keine große Lust, lange in der Welt
umherzugehen, sondern sie konnten den Zeitpunkt kaum erwarten, in dem ihnen ihr
Fleisch abgenommen würde, auf daß sie dahin gelangen möchten, wohin Ich vorangegangen
war.“
[Schrft. Kap. 35, 8]
Einwände
der jüdischen Priesterschaft gegen Jesus und Seine Lehre.
[Schrft. Kap. 10, 7-14]
Der
römische Hauptmann Julius, ein Freund Jesu, über Pilatus: „Pilatus ist ein
Naturforscher, ein Freund der Gelehrten vom Pompeji und Herkulanum;
er kümmert sich ums Regierungsgeschäft wenig und läßt Herodes und die Templer
nach ihrer Willkür schalten, wenn sie nur ihren Tribut nach Rom pünktlich bezahlen.“
[Ev.
Bd. 2, Kap. 163, 7]
Der
römische Hauptmann Julius von Genezareth: „In Jerusalem sitzt ein saumseliger
Landpfleger, Pontius Pilatus, der sehr froh ist, wenn ihm die Menschen Ruhe und
Frieden gönnen; mit dem ist nicht viel zu machen!“
[Ev.
Bd.2,Kap. 192,13]
Göttlicher
Urteilsspruch des Jesuskindleins in Ostrazine über
den machtsüchtigen Herodes, den Kindermörder von Bethlehem: „ Herodes, Herodes,
Ich habe keinen Fluch für dich; aber eine Krone auf dieser Welt sollst du
tragen, die dir zur großen Qual wird!“ — Zur Zeit, als das Kindlein dieses in
Ägypten aussprach, ward Herodes mit Läusen übersät, die sich stets mehrten und
endlich seines Leibes Tod herbeiführten.
[Jug. Kap. 59, 21-22]
Jesus:
„Diese Schlangenbrut der Templer von Jerusalem weiß genau, was Ich lehre und
wirke; aber das vermehrt eben ihren Grimm, und sie werden darum gegen Mich nur
umso erbitterter. Sie sind alle erzverstockt, blind und taub im Herzen, dabei
voll des unbegrenzten Hochmuts, voll Habgier und Herrschsucht. Solch einer
Kreatur ist kein Evangelium zu predigen und vor ihren Augen kein Zeichen zu
wirken! Denn Meine Lehre und Meine Zeichen zerstören ihr altes Ansehen und vernichten
ihr großes Einkommen; darum sind sie Meine unversöhnlichsten Feinde!“
[Ev.
Bd. 5, Kap. 220, 6]
Jesus
zu Lazarus von Bethanien, der sich über den Haß der Templer beklagt, denen er
doch viel Gutes getan habe: „Sieh doch Mich an! Habe Ich nicht Erde, Sonne,
Mond und Sterne erschaffen?! Versorge Ich nicht gleichfort die Erde und erhalte
jedem Menschen das Leben!? Und was tun diese Tempelhelden? Sie hassen und
verfolgen Mich, weil Ich ihnen zeige, daß ihre Werke böse sind. Sie trachten in
einem fort, Mich zu töten, und Ich werde es bald selbst zulassen, daß sie diese
Greueltat an Mir verüben. Und siehe, Ich habe in Mir keinen Ärger über sie. Ich
werde aber auch jenseits ewig der Herr sein, und es wird ihnen dort nicht
unvergolten bleiben, was sie hier tun!“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 164, 10]
Scharfe
Abrechnung Jesu im Tempel mit den Pharisäern, deren Schandtaten Er schonungslos
vor dem
Volke
enthüllt.
[Ev.
Bd. 6, Kap. 198, 12]
Der
vornehme Römer Agrikola zu ungläubigen Pharisäern:
„Eure Schrift verstehet ihr nicht und an euren Gott glaubet ihr nicht! Und mit
solchem Unglauben und solch einer Unwissenheit getrauet ihr euch, diesen
Weisesten (Jesus) zu prüfen und zu erproben!?“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 215, 4 und 5]
Jesus
hält den Pharisäern und Schriftgelehrten im Tempel zu Jerusalem eine vernichtende
Gerichtsrede und schließt mit den Worten: „Ihr erbauet den alten Propheten Grabdenkmäler,
schmücket der Gerechten Gräber und klaget: ‚Oh, wären wir zu unserer Väter
Zeiten auf der Welt gewesen, so würden wir nicht mit den blinden Vätern
teilhaftig sein an ihrem unschuldig vergossenen Blute!‘ — Ihr Heuchler, dadurch
gebet ihr euch selbst das Zeugnis, daß ihr wahre Kinder derer seid, welche die
Propheten getötet haben. Wohlan, so erfüllet auch an Mir das arge Maß eurer
Väter, wie ihr es schon an Zacharias und an Johannes erfüllt habt! Ihr
Schlangen, ihr Otterngezücht, wie wollet ihr bei solch eurem Gebaren der
höllischen Verdammnis entrinnen?!“
[Ev.
Bd. Kap. 200, 4-17]
Das
Jesuskind belehrt einen Freund des Joseph: „Wenn der Messias kommt, da wird Er
kein Schwert gegen Rom ziehen, sondern Er wird nur verkünden lassen Sein
geistiges Reich durch Seine Boten auf Erden.“
(Jug. Kap. 272, 19-20)
Der
zwölfjährige Jesusknabe im Tempel zu Jerusalem zu den Priestern und
Schriftgelehrten: „Wenn der Messias kommt, wird Er kein materielles, sondern
ein geistiges Reich auf Erden gründen, und dieses Reiches wird kein Ende sein
in Ewigkeit. — Es ist kein Reich mit äußerlichem Schaugepränge, sondern es muß
inwendig im Menschen sich offenbaren, und ein Mensch, der in dieses wahre
Gottesreich auf Erden gelangt, der wird sein ein wahrhaft Lebendiger und den
Tod nicht sehen, noch fühlen und schmecken in Ewigkeit, wie solches David,
Daniel und Jesajas geweissagt haben.“
[Dr.
T., Kap. 5, 14-15]
Der
Jesusknabe im Tempel zu Jerusalem zu einem römischen Richter, der in Ihm den allmächtigen
jüdischen Messias erkennt: „Darob laß du als Römer dir ja kein graues Haar
wachsen! Denn Ich bin nicht gekommen, um Mich zu einem Weltfürsten zu machen
und den Juden ein weltliches Reich zu gründen, sondern allein, um das
Gottesreich zu bringen allen Menschen, die eines guten Willens sind, und möglichst
zu verderben das Reich des Satans, der da ist der Tod auf Erden! Daher wird
jedes irdische Reich wohl bestehen können und am allerbesten dann, wenn es auch
das Gottesreich, das Ich auf Erden schaffen werde, anziehen wird!“
[Dr.
T. Kap. 17, 10]
Der
lichtsuchende Tempelpriester Joram hält dem zwölfjährigen Jesusknaben im Tempel
die scheinbar gegen die Messiaswürde sprechenden Texte des Propheten Jesajas
(Kap. 52, 14 und Kap. 53, 3) vor, worauf der Jesusknabe erwidert: „Ja, das wird
das endliche, vollwahre Zeichen sein, daß eben Ich der Verheißene bin! Denn an
Mir wird das alles beinahe buchstäblich vollzogen werden, was da gesagt ist.
Was Meine Leibesgestalt anbelangt, so drückt der Prophet damit bildlich
entsprechend nur die gänzlich verkehrte Gemütsart und Denkweise der jetzigen
Menschen aus, der gegenüber Meine Gemütsart und Denkweise sich ausnehmen wird
wie eine häßliche Gestalt, die da verkümmert ist durch Krankheit und Schmerzen.
Ich werde darum bei den Angesehenen und Reichen dieser Welt auch sehr verachtet
sein, und man wird fliehen vor Mir wie vor einem Aase und, wenn es von oben
zugelassen wird, Mich verfolgen wie einen ärgsten Verbrecher, wie sich solches
nun schon bei euch augenfällig gegen Mich zeigte; denn stünde Ich als Mensch
vor euch nun nicht unter römischem Schutz, und wäre die Zeit der Zulassung über
Mein Außenmenschliches schon da, so wäre Ich nimmer lebend aus euren Händen
gekommen!“
[Dr.
T. Kap. 27, 7-13]
Auf
die Anfrage des Täufers Johannes: ‚Bist Du Der, der da kommen soll, oder sollen
wir eines anderen warten?‘ — läßt ihm Jesus sagen: „Die Blinden sehen, die
Lahmen gehen, die Tauben hören, und den Armen wird das Evangelium vom Reiche
Gottes gepredigt. — Wohl dem, der glaubt und sich nicht an Mir ärgert!“ —
[Ev.
Bd. 1, Kap. 23, 9-10]
Der
Erzengel Raphael: Vom Kommen und Wirken des Messias zeugten Henoch und alle
Propheten, zuletzt der Tempel-Oberpriester Zacharias, der darum von seinen
Mitpriestern ermordet wurde.
[Ev.
Bd. 3, Kap. 152, 17, 19-21, Kap. 153, 1-3]
Jesus
entzieht sich dem Volke, das Ihn nach einer dritten großen wunderbaren Volksspeisung
am Berge bei Tiberias zum König ausrufen will.
[Ev.
Bd. 6, Kap. 41, 20-21]
Das
dankbare Volk nach der großen Laubhüttenfestrede Jesu: „Meister, wir danken Dir
für diesen göttlichen Trank; denn uns hat es schon gar lange nach solcher
Wahrheit gedürstet, und Du hast unsern großen Durst nun wahrlich vollauf
gestillt! Du bist wahrhaftig Davids Nachkomme und der verheißene Gesalbte
Gottes!“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 171, 12]
Bekenntnis
einer besonders erleuchteten Volksgruppe im Tempel: „Wir brauchen auf keinen
anderen Messias mehr zu warten; denn wir halten Den (Jesus) schon für den
rechten. Denn Seine Worte haben Kraft und Leben, und Seine Taten sind völlig
göttlicher Art, und so ist Er schon ganz vollkommen der rechte Messias für
uns.“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 196, 6]
Jesus:
„Nach den Vorstellungen der Templer soll der Messias mit höchstem Himmelspomp
unter Donner und Blitz herabsteigen, in den Tempel einziehen, die Römer aus dem
Lande treiben und die Hohenpriester, Pharisäer und Schriftgelehrten mit aller
Macht und allem Glanze ausrüsten, auf daß sie dann bald die ganze Welt beherrschen
könnten. Da Ich aber in äußerster Armut in diese Welt gekommen bin, so glauben
die blinden Tempeljuden nicht, daß Ich der Verheißene bin, und hassen Mich,
weil sie erkennen, daß durch Mich all ihr Ansehen und ihre Macht zunichte
wird.“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 203, 4-5]
Der
Erzengel Raphael zu Pharisäern von hohem Rang: „Ihr hoffet auf einen weltlichen
Messias, der euch aus der verhaßten Botmäßigkeit der Römer befreien und aus
euch wieder ein großes, gefürchtetes Volk machen werde, aber solch ein Messias
wird ewig nicht zu euch kommen!“
[Ev.
Bd. 7, Kap. 151, 1]
Ein
Jünger Jesu bezeugt vor zweifelnden Schriftgelehrten: „Wäre Jesus nicht der
Herr aller Macht im Himmel und auf Erden, so wäre Er schon lange aus dem Lande
geflohen! Aber da Er wohl weiß, welche Macht und Gewalt Ihm eigen ist, so
flieht Er vor Seinen Feinden nicht, sondern geht ohne alle Scheu und Furcht in
den Tempel, lehrt das Volk von der Ankunft des Reiches Gottes auf Erden und
bedroht die Pharisäer und Juden mit aller Schärfe Seiner Rede. Wer anders als
nur Er würde sich das zu tun getrauen?! Das ist doch ein Beweis, daß Er der
wahre Messias und somit der Herr ist!“
[Ev.
Bd. 8, Kap. 63, 18]
Die
Juden der Bergstadt Pella bezweifeln in ihrem blinden
Buchstabeneifer trotz lichtvollster Reden und der großen Heilwunder des Herrn
die Messiaswürde Jesu, weil Sein schlichtes Auftreten in der Welt nicht
schriftgemäß sei. Ihnen erklärt Jesus: „Was ihr an Mir suchet und finden
möchtet, kommt nicht und niemals mit einem äußeren Schaugepränge, sondern
befindet sich inwendig im Menschen. — Ja, es hätten die Juden bei Meiner Ankunft
in diese Welt wohl sollen die ‚Tore‘ in ihren Herzen weit und die ‚Türen‘ in
ihren Seelen hoch machen, aber sie achteten der Aufforderung Davids schon lange
nicht mehr. Darum sind sie auch zu Sklaven der Heiden geworden!“
[Ev.
Bd. 10, Kap. 39, 2-7]
Jesus
zu einem römischen Wirt in der Bergstadt Aphek: „Ihr
Römer und Griechen seid zumeist nicht unbewandert in den Schriften der Juden
und wißt, daß ihnen und durch sie auch euch Heiden ein Messias von dem einen,
allein wahren Gott, dem Schöpfer Himmels und der Erde, durch den Mund der
Propheten verheißen ist. Und siehe, dieser verheißene Messias bin Ich und bin
nun auch zu euch Heiden gekommen, um unter euch das Reich Gottes zu gründen und
auszubreiten!“
[Ev.
Bd. 10, Kap. 93, 8-9]
Jesus
zu drei biederen Altjuden: „Ein endlos großes Reich gründe Ich wohl, aber kein diesirdisches, sondern ein wahres Gottesreich für Seele und
Geist des Menschen, das ewig bestehen wird. In ihm werden alle das ewige Leben
haben, die an Mich glauben und nach Meiner Lehre leben. Ihr verstehet die
Schrift wohl dem Buchstaben nach, aber dem innersten Geiste der Wahrheit nach
habt ihr sie noch nie verstanden, so ihr da meinet, daß Ich als der verheißene
und nun in diese Welt gekommene Messias für die Juden ein unvergängliches Reich
gründen werde, wo doch alles samt dieser Erde vergänglich ist!“
[Ev.
Bd. 10, Kap. 137, 9-10]
Jesus
zu gläubigen Altjuden: „Wenn ihr euern Glauben an Mich durch die Werke der
wahren Nächstenliebe erweiset, dann werdet ihr in euch völlig innewerden, daß
Ich wahrhaftig der verheißene Messias bin. Ihr werdet in den Propheten
nachlesen und durch Mich alles erfüllt und an Mir bestätigt finden, was von Mir
(dem Messias) geschrieben steht.“
[Ev.
Bd. 10, Kap. 139, 1]
Der
römische Staatsmann Markus erklärt jüdischen Schriftgelehrten: „Dieser Jesus
aus Nazareth, geboren zu Bethlehem nach jüdischer Rechnung im 4151. Jahre nach
der Entstehung Adams, und zwar im Monat Januar am siebenten Tage in der
Mitternacht, ist der leiblichen Geburt nach ein Jude. — Wir Römer haben schon
seit langem Kunde von allem, was sich bei seiner Geburt und auch später mit Ihm
Wunderbares zugetragen hat, und wir verloren Seine höchst denkwürdige
Persönlichkeit niemals ganz aus den Augen; denn wir erhielten von Ihm Kunde
durch Cyrenius und Kornelius. — Wir Heiden haben
schon lange bei uns gedacht, daß hinter dem wunderbaren Nazaräer etwas höchst
Außerordentliches verborgen sein müsse und daß Er gar der von den Propheten
allen Menschen verheißene Messias sei. Nun aber sind wir davon fest überzeugt
und fragen uns, was euch Juden hindert, diesen euren großen und endlos erhabenen
Landsmann sogleich als den anzuerkennen, der Er ohne allen Zweifel ist?! Ist es
nicht eine Ehre auch für euch, daß wir irdisch mächtigen Römer Ihn, der der
leiblichen Geburt nach ein Jude ist, als einen Herrn und Meister über alle
Herren der Welt anerkennen und preisen, wodurch wir denn auch treu, offen und
wahr an den Tag legen, daß Er uns Römer im Geiste völlig besiegt hat, da es uns
nur zum größten Ruhme gereicht, daß Er auch uns unter Sein allmächtiges,
väterliches Zepter als Kinder aufgenommen hat?! Und ihr Juden haltet in eurem
Hochmut und in eurer großen Blindheit nur Rat über Rat, wie ihr Ihn, den
allmächtigen Herrn aller Herrlichkeit ergreifen und töten könntet?!“
[Ev.
Bd. 8, Kap. 86, 3-6]
Ein
von Jesus geheilter und bekehrter römischer Oberrichter bekennt seinen ungläubigen
Freunden im Heilbad des Markus: „Ich glaube, daß der Mensch, von dem ich zu
euch geredet habe, der wahre Gott ist, von dem alle jüdischen Weisen geweissagt
haben, daß Er in dieser Zeit als der Herr im Fleische zu den Menschen dieser
Erde kommen und ihnen das wiedergeben werde, was sie durch ihre Trägheit, Weltliebe
und Herrschsucht verloren haben. — Dieser Gottmensch ist nun da und lehrt und
wirkt den alten Verheißungen völlig gemäß.“
[Ev.
Bd. 10, Kap. 3, 22-23]
Zeugnis
der Brüder Jesu in Nazareth: Jesus tut wahrlich große Dinge, und Seine Lehre
ist vollkommen wahr, rein und gut, aber wenn Er nicht mit Seiner göttlichen
Kraft und Macht gegen die Templer zu Jerusalem auftritt, dann geht Er unter;
denn ihre Gesinnung gegen Ihn und Seinen schon weit ausgebreiteten Anhang ist
von der ungewöhnlich-bösesten Art! — Unter den Heiden hat Jesus wohl schon
viele vollgläubig—beste Freunde und Anhänger, doch unter den Juden nur sehr
wenige, und selbst diese halten Ihn zumeist für einen großen Propheten und
wollen von einem Gottessohn nicht viel hören und wissen, obschon bei Ihm alles
in Erfüllung ging, was die Propheten über Ihn geweissagt haben. — Bis jetzt hat
Jesus sich wohl noch allenthalben zu behaupten und allen, die Ihn verfolgten,
aufs kräftigste zu begegnen verstanden, und wir hoffen und glauben auch fest,
daß Er dank Seiner göttlichen Natur, Wesenheit und Weisheit das begonnene Werk
vollenden wird.“ —
[Ev.
Bd. 10, Kap. 31, 3-6]
Nikodemus,
ein oberster Schriftgelehrter der Juden, belehrt die Pharisäer: „Ich verweise
euch auf das Beschneidungsprotokoll des Jahres der ersten Volksbeschreibung des
Kaisers Augustus, und da werdet ihr finden, daß dieser nunmalige
Galiläer nicht in Galiläa, sondern in Bethlehem, der alten Stadt Davids, geboren
ist, und daß seine beiden Eltern in gerader Linie von David abstammen. — Es
kann somit der von euch zitierte Ausspruch der Schrift: ‚Aus Galiläa steht kein
Prophet auf!‘ bei diesem nunmehrigen Galiläer nicht in Anwendung gebracht
werden!“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 171, 4-5]
Zeugnis
der bekehrten Samariterin Irhael vom Jakobsbrunnen:
„Herr! Du bist mehr denn allein der verheißene Messias! Du warst es, der den
Pharao züchtigte, die Israeliten aus Ägypten führte und ihnen vom hohen Sinai
die Gesetze donnerte!“
[Ev.
Bd. 1, Kap. 35, 2]
Des
Mägdleins Jarah feuriges Bekenntnis nach großen
Wundern und Belehrungen: „0 Herr, o mein Gott! Als ich Deine Herrlichkeit noch
nicht kannte, liebte ich Dich wie einen vollkommensten Menschen. Ich ahnte in
Dir wohl den reingöttlichen Geist, und mein Herz liebte diesen heiligsten Geist
in Dir unaussprechlich, aber dennoch dachte ich mir Dich als einen Sohn des
Allerhöchsten! Aber nun hat alles eine andere Gestalt angenommen! Du bist der
Allerhöchste selbst! Außer Dir gibt es keinen Gott!“
[Ev.
Bd. 2, Kap. 144, 1-2]
Der
römische Hüttenbewohner Markus erkennt den verheißenen Messias; er sagt: „Das
ist der verheißene Messias, Jehovah selbst, die ewige Ursonne der Geister weit,
der alle die vom Gotteslichte erfüllten Propheten als lichte Morgenwölkchen
vorangegangen sind! Ihm dienen für uns unsichtbar zahllose Engelscharen, die
von Ihm in jedem Augenblicke neue Befehle erhalten und sie mit Gedankenschnelle
erfüllen an allen Enden der Welt. Und dieser Jehovah bleibt heute in unserer
armen Hütte, Er, dem alle Himmel zu Gebote stehen!“
[Ev.
Bd. 2, Kap. 176, 1]
Lichtvolles
Zeugnis des bekehrten Pharisäers Floran: „Jesus ist
zwar ein Mensch wie wir, aber es ist in Seinem Wesen ein Etwas, das sich nur
fühlen, nie aber mit Worten beschreiben läßt. So Er spricht, da klingt es, als gälte
jegliches Wort für die ganze Ewigkeit. Man merkt es Seinem Worte an, daß es mit
noch einem ‚Werde‘ eine Welt voll Wunder aus sich oder auch aus nichts augenblicklich
hervorrufen könnte! — Jesus kann Seine Vollgöttlichkeit nicht verbergen, und
wäre ich ohne alle früheren Vorbereitungen zu Ihm gekommen, so hätte ich Ihm
auf der Stelle gesagt: ‚Du bist kein gewöhnlicher Mensch, in Deiner Brust muß
die Fülle des göttlichen Urgeistes wohnen!‘.“
[Ev.
Bd. 3, Kap. 160, 2-3]
Jarah, das liebreiche Töchterchen Ebahls, darf mit geöffneten geistigen Augen in die Himmel
Gottes sehen und bekundet: „Die großen Himmel sind angefüllt von Heeren der
seligsten Engel. Aber die arme Jarah ist dennoch
seliger! Denn der ewige Thron in der Mitte der endlos weiten Himmel, um den
Scharen der Engel knien, ist leer; der darauf zu sitzen allein das ewige Recht
hat, sitzt nun als Mensch hier bei der armen Jarah!
O
lobet und preiset Ihn; denn Sein ist der ewige Thron aller göttlichen Macht und
Herrlichkeit!“
[Ev.
Bd. 2, Kap. 115, 1]
Helles
Traumerlebnis eines indojüdischen Mägdleins von dem
neuen König der Juden und ihr erschütterndes Zeugnis über die Größe und
Herrlichkeit der Gottheit in Jesus, das mit den Worten schließt: „Ich sah in
großen Reihen Sonnen und Erden sonder Zahl und Maß vor Dir, o Herr,
vorüberschweben und alle voll der herrlichsten Wesen unsresgleichen und auch
anderer wunderbarster Dinge! Und wohin Du Dein Auge wandtest, in die Tiefen des
endlosen Raumes, ersah ich alsbald neue, große, wundervollste Schöpfungen ins Dasein
treten. O Herr, o Liebe, o Vater, Du nun mein König Jesus, wie endlos groß,
mächtig und über alles heilig und herrlich bist Du in Dir selbst von Ewigkeit
zu Ewigkeit! Dir ist ewig niemand gleich!“
[Ev.
Bd. 9, Kap. 106, 3 und 5, 107, 4-8]
Der
römische Oberstatthalter Cyrenius zeugt über Jesus:
„Jesus ist der allervollkommenste Mensch, der je diese Erde betreten hat. Er
ist vom wahren Gottesgeiste ganz erfüllt, handelt und redet aus endloser, nie
meßbarer Kraft und Allmacht Gottes.“
[Ev.
Bd. 3, Kap. 143, 12]
Der
Jünger Johannes: „Gott selbst hat diesen Jesus erwählt zu Seiner leiblichen Wohnstätte!
Das ist die große Gnade, die durch diesen Erwählten allen Völkern widerfährt.
Das Menschliche, das du an Ihm siehst, ist gleichsam der Sohn Gottes, aber in
Ihm wohnt des Geistes Gottes Fülle!“
[Ev.
Bd. 4, Kap. 77, 6]
Zeugnis
eines bekehrten heidnischen Stromräubers vor den ungläubigen Juden von
Kapernaum: „Dieser Jesus ist der alleinige Träger desselben höchsten Geistes,
welcher vor gar langen Zeiten den Himmel und diese Erde erschaffen hat. — Es
wurde schon vor mehreren hundert Jahren von vielen Propheten vorhergesagt,
wann, wo und wie Er, der Allmächtige selbst, aus Seinem höchsten Himmel als ein
Mensch auf diese Erde darnieder kommen werde. Hier unter uns weilt nun dieser
Erhabenste!“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 140, 11-12]
Der
Stadt- und Tempeloberste Nikodemus bezeugt von Jesus: „Herr und Meister von
Ewigkeit, nun sehe ich in der Fülle ein, daß Du allein wahrhaft Christus, der
Gesalbte Gottes bist, dessen Fülle in Dir wohnt! Denn so hat noch nie ein
Prophet auf dieser Erde gelehrt!“
[Ev.
Bd. 7, Kap. 57, 1]
Zwei
erleuchtete Führer des Essäerordens über die Macht
der Worte Jesu: „Herr, Deine heiligen Worte sind nicht gleich denen eines
Menschen; Deine Worte sind alle durchaus Licht, Wärme und Leben! Wenn Du, o
Herr, sprichst, so fühlen wir in uns ein neues Werden. Wir fühlen es auch
lebendig in uns, daß Deine hier ausgesprochenen Worte nicht nur uns, sondern
der ganzen Unendlichkeit gelten! — O so jauchze denn du Erde, die du aus den
zahllosen Welten erkoren warst, daß der Herr der Ewigkeit mit Seinen Füßen
deinen Boden betritt und Seine heiligste Stimme in deiner Luft ertönt!“
[Ev.
Bd. 2, Kap. 150, 9-10]
Volksstimme
über die Lehrweise Jesu: „Wenn dieser noch recht junge Mann und Meister Jesus
spricht, so ist es, als ob Gott selbst aus ihm spräche, und jedes Wort aus seinem
Munde dringt zum Herzen wie ein alter, guter Wein und macht es fröhlich durch
und durch.“
[Ev.
Bd. 2, Kap. 172, 12]
Von
den Pharisäern wegen der mißlungenen Gefangennahme des Herrn zur Rechenschaft
gezogen, antworten die Tempelknechte: „Höret, es hat noch nie ein Mensch so weise
geredet, wie dieser Galiläer! Der muß wahrlich von Gottes Geist erfüllt sein!“
(Joh. 7, 46.) Danach werfen die Knechte den hohen Pharisäern ihre moseswidrige
Lehrweise, die „für das dümmste Volk zu dumm sei“, und ihre falschen Wunder
vor.
[Ev.
Bd. 6, Kap. 170, 13-17]
Wohlwollendes
Urteil einer Volksgruppe im Tempel über Jesus: „Er ist wahrlich ein großer
Prophet, und es wundert uns sehr, daß die Pharisäer das nicht anerkennen. Er
ist im höchsten Grade uneigennützig und vergilt gastfreie Aufnahme mit großen
Wohltaten. Dazu ist er kein Kopfhänger und geht mit allen Menschen gleich
freundlich um. Und wenn Er sagt: ‚Kommet alle zu Mir, die ihr mühselig und
belastet seid, Ich will euch erquicken!‘, so müssen wir es Ihm glauben. Ein
Mensch aber, der so weise und gut redet und handelt und so große Zeichen wirkt,
ist doch wahrlich ein großer Prophet, komme Er her, von wannen Er wolle!“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 196, 4-5]
Das
Volk im Tempel über Jesus: „Dieser Jesus ist wahrlich mehr als ein Prophet;
denn Er spricht wie ein selbstmächtiger Herr. Wäre Er nur ein Prophet, so würde
Er nicht reden wie ein Herr voll der höchsten Macht aus Gott; denn wer da sagt:
‚Ich bin das Leben und die Auferstehung selbst, wer an Mich glaubt, der wird
den Tod nicht sehen, fühlen und schmecken; denn er hat das Leben und die Auferstehung
schon in sich!‘, — das kann außer Gott niemand von sich aussagen!“
[Ev.
Bd. 7, Kap. 197, 11]
Der
bekehrte und erleuchtete Römer Markus bezeugt: „Herr, Deine Worte sind keine
Menschenworte, sondern Gottesworte, und diese gelten nicht nur uns, sondern
auch der ganzen Unendlichkeit naturmäßig und geistig. Es ist ja die ganze
Schöpfung von Ewigkeit her Dein Gedanke, Dein Wort und Dein Wille!“
[Ev.
Bd. 8, Kap. 60, 14]
Ein
gottbegeisterter Bootsmann zu seinen Angehörigen, die ihn nach neuen Zeichen
und Wundern Jesu fragen: „Was Zeichen, was Wunder! Des Herrn Wort und Lehre als
die ewige, lichtvollste, lebendigste Wahrheit aus den Himmeln ist das größte
Zeichen und Wunder! Denn so wie Er spricht und lehrt, hat noch nie ein Mensch
vor Ihm geredet und gelehrt! Ich aber werde es mir zur Hauptaufgabe meines
Lebens machen, Seine Ehre, Seine Göttlichkeit und Seinen wahrhaft heiligsten
Namen vor aller Welt laut zu bekennen. Denn mich hat alle Furcht vor der
Torheit und Bosheit der Weltmenschen verlassen!“
[Ev.
Bd. 9, Kap. 140, 5-6]
Robert
Blum in der Paradiessphäre zu seinen Wiener Freunden: „Christus ist alles in allem!
Er ist das ewige Alpha und Omega, der Erste und der Letzte! Er allein ist das Leben,
die Wahrheit und der Weg — allen Wesen, Menschen, Geistern und Engeln! In
Seinen Händen ruhen alle Himmel, alle Welten und alles, was auf und in ihnen
ist, atmet, lebt, webt und strebt. Durch Ihn und durch Sein heiliges, ewiges
Wort können wir Kinder Seines ewigen Vaterherzens werden und mit und in Ihm
alles in allem sein. Ohne Ihn aber gibt es ewig kein Sein, kein Leben und somit
auch keine Seligkeit!“
[Rbl.
Bd. 1, Kap. 45, 8]
Der
Wirt von Kana bezeugt vor persischen Kaufleuten: „Der von mir euch angeratene
Arzt (Jesus) ist ein gar wundersam scharfsehender Mann, Er sieht in das
Innerste der Menschen, erkennt sogar ihre geheimsten Gedanken und weiß es
genau, wie jemandes Herz und Gemüt beschaffen ist. Er ist in Seinem Willen aber
auch so mächtig, daß Ihm sogar alle Elemente und Kräfte der Natur gehorchen müssen!“
[Ev.
Bd. 9, Kap. 111,9]
Der
Erzengel Michael, vom Herrn berufen, erscheint in der Gestalt Johannes des Täufers
und zeugt über Jesus: „Sehet, Brüder, dies ist das Lamm, das die Sünden der
Welt von euch hinwegnimmt und euch den Weg bahnt zum ewigen Leben! Glaubet an
Ihn und liebet Ihn über alles; denn Er ist der urewige Anfang und das urewige
Ende, der Erste und der Letzte, — außer Ihm gibt es keinen Gott!“
[Ev.
Bd. 9, Kap. 119, 6]
Ein
begeisterter Samariter: »Freunde, das ist also der Herr selbst, als ein sichtbarer
Mensch unter uns Menschen?! Welch ein himmlisch-sanftes Liebefeuer leuchtet aus
Seinen Augen! Welch eine Weisheit strahlt von Seiner hohen Stirn, und welcher
Worte muß sein herrlicher Mund fähig sein! Wenn man nur Seine erhabenst herrliche Menschengestalt mit rechter
Aufmerksamkeit betrachtet, so kann man keinen Augenblick mehr darüber im
Zweifel sein, daß in solch einer einmaligen, edelsten Menschenform ein Geist
wohnt, dem alles möglich ist, was Er nur immer will!“
[Ev.
Bd. 9, Kap. 126, 1-2]
Zeugnis
eines reichen, hilfesuchenden Juden über Jesus: „O Herr und Meister, Du bist wahrlich
endlos gut und weise und bei all Deiner göttlichen Herrlichkeit unaussprechlich
sanftmütig, demutsvoll herablassend und voll der größten Geduld! Das kräftigt
unseren Glauben, daß Du wahrhaftig Derjenige bist, der uns durch den Mund der
Propheten verheißen ward!“
[Ev.
Bd. 8, Kap. 206, 1]
Robert
Blum im Jenseits zu Jesus: „O Herr, wie doch so über alle Begriffe gut, mild
und herablassend bist Du! Du sprichst mit mir wahrlich nicht wie ein ewiger
Herr der Unendlichkeit, sondern wie ein irdischer Freund zum anderen, und als
oh Du im Ernste meines Rates bedürftest! Ja, das, das erst macht Dich noch
unendlichmal größer in meinem Gemüte, als wenn Du ganze Heere neuer Welten und
Himmel vor meinen Augen erschaffen würdest!“
[Rbl.
Bd. 1, Kap. 52, 5]
Die
erweckte Seele des Generals Max Olaf im Jenseits: „Der schlichte Mann in jener
Gesellschaft (Jesus), der von nichts als Liebe spricht, scheint alles in allem
zu sein. Er ordnet alles an. Er gebietet, und schon ist alles da, was Er will.
Dabei ist aber Sein ganzes Benehmen ein so anspruchsloses und — man könnte
sagen — rein himmlisch freundliches, daß ich ihn nur durchs Zusehen und Beobachten
schon so liebgewonnen habe, daß ich zu ihm hineilen und ihn liebkosen möchte
wie einen allerbesten Freund!“
[Rbl.
Bd. 1, Kap. 74, 6-7]
Die im
Jenseits geläuterte Barrikadenheldin und Dirne Helena sagt in fassungslosem Entzücken
über Jesu unendliche Gnade, Liebe und Güte: „Ist es denn möglich, daß Du, o
mein Gott und Herr, gar so unbegreiflich herablassend sein kannst?! Nein, das
hätte ich auf der Welt mir nicht einmal zu denken getraut! Aber gar so gut,
demütig und lieb bist Du!! — Nein, wer vor lauter Liebe zu Dir nicht vergeht,
der ist gar kein Mensch!“
[Rbl.
Bd. 1, Kap. 78, 20]
Ein im
Jenseits zum Licht gelangter Prior bekennt: „Jesus, der Herr, ist noch derselbe
unendlich liebevolle Freund, der zu allen spricht: ‚Kommet her zu Mir, die ihr
mühselig und schwer beladen seid, Ich will euch alle erquicken!‘ Er ist noch
derselbe Christus, der am Kreuz in sich selbst Seine Beleidiger, Seine Feinde
und Peiniger entschuldigte und ihnen alles in der Fülle Seiner göttlichen Liebe
vergab!“
[GS.
Bd. 1, Kap. 97, 7-8]
Die
selige Chinesin Chanchah preist in feuriger Liebe die
himmlische Gestalt, den erhabenen Blick und die milde Stimme des von ihr noch
unerkannten Herrn Jesus.
[BM.
Kap. 95, 3-11]
Die
von dem Pflegevater Joseph zu Hilfe gerufene Wehmutter verkündet: „Großes ist widerfahren
am heutigen Tage meiner Seele! Ich habe heute morgen ein wunderbarstes Gesicht
gehabt, in dem alles sich so gestaltete, wie ich es jetzt in Wirklichkeit sehe!
Darum sage ich nun: Israel ist ein großes Heil widerfahren! Ein Retter kam, von
oben gesandt, zur Zeit unserer großen Not! O Joseph, du Glücklicher, hier ist
mehr denn Abraham, Isaak, Jakob, Moses und Elias!“
[Jug. Kap. 16, 2, 3, 6, 7]
Die
Wehmutter, nachdem sie das neugeborene Kindlein in der Höhle zu Bethlehem und
seine junge Mutter erschaut hatte, verkündet: „Wahrlich, das ist der von allen
Propheten besungene Erlöser, der da ohne Bande frei sein wird schon im
Mutterleibe, um anzudeuten, daß er all die harten Bande des Gesetzes lösen
wird! — Wann aber hat jemand gesehen, daß ein kaum geborenes Kind schon nach
der Brust der Mutter gegriffen hätte!? Das bezeugt ja augenscheinlichst,
daß dieses Kind einst als Mann die Welt richten wird nach der Liebe und nicht
nach dem Gesetz! — Höre, du glücklichster Mann dieser Jungfrau! Es ist alles in
der größten Ordnung, darum laß mich aus der Höhle treten; denn mir fällt es
schwer nun auf die Brust, da ich empfinde, daß ich nicht rein genug bin, um die
heilige Nähe meines und deines Gottes zu ertragen!“
[Jug. Kap. 16, 9-13]
Nach
einer tiefweißen Rede des Jesuskindleins bekennt der röm. Stadthalter Cyrenius die Gottheitsfülle in diesem Kinde. Joseph aber
verweist darauf, daß Gott auch durch viele Propheten in der ‚Ichform‘
gesprochen habe, und erkennt in dem Jesuskinde nur einen ‚Sohn Gottes‘ und
einen künftigen großen Propheten. Das Kindlein verweist danach ausdrücklich auf
eine die Gottheit in Ihm Weissagung des Propheten Jesajas und bestätigt die
Überzeugung des Cyrenius. Da stimmt auch Joseph Ihm
bei, empfiehlt jedoch dem Cyrenius tiefes Schweigen.
[Jug. Kap. 153, 3-28]
Der
riesenstarke, liebreiche Fischer Jonatha, nachdem ihn
Joseph in Kürze über das göttliche Wesen des Jesuskindleins aufgeklärt hatte,
sprach am Ende seines langen Gebetes: „O du Seligkeit der Seligkeiten! Mein
Gott, mein Schöpfer hat mich besucht! Ich habe Ihn, der alle Welt und alle
Himmel trägt, auf meinen Armen getragen! O du endlose Gnade der Gnade! O Erde,
bist du wohl wert solcher Gnade?! Ja, jetzt verstehe ich die Worte des
Gotteskindes: ‚Mehr als eine Welt hast du getragen!“
[Jug. Kap. 166, 21-22]
Zeugnis
eines rechten, demütigen und liebevollen Lehrers in Nazareth über den achtjährigen
Knaben Jesus, der ohne Unterricht aus dem Propheten Daniel vorgelesen und
diesen Text weise erklärt hat: „O Herr, sei mir armem Sünder gnädig und
barmherzig; denn dieser Knabe ist kein irdischer Mensch! O, Bruder Joseph,
jetzt begreife ich es klar, warum mit diesem Knaben kein Lehrer es auszuhalten
vermag! Der Knabe versteht ja mehr als alle Lehrer zusammen auf der ganzen
Erde!“
[Jug. Kap. 295, 19-21]
Ein
Nachbar des Pflegevaters Joseph: „Ich habe seit der Kindheit deines Sohnes
Jesus an ihm oft manches Wunderbare beobachtet, besonders wenn er ganz allein
war, da spielte er mit den Elementen und Kräften der Natur. Vor den Augen der
Menschen aber ließ er von seiner inneren Fähigkeit seit etwa acht Jahren nichts
mehr merken und arbeitete wie ein anderer Mensch. Ich beobachtete ihn, wie er
einmal ganz allein einen 5-600 Jahre alten Eichbaum fällte. Unsereiner hätte
damit wohl einige Tage zu tun gehabt, er aber setzte kaum die Axt an die
Wurzel, und der Baum fiel.“
[Ev.
Bd. 7, Kap. 226, 7-8]
Der
Dorfvorsteher Barnabe berichtet von dem Auftreten des
zwölfjährigen Jesus im Tempel zu Jerusalem und sagt unter anderem: „Vor
ungefähr zwanzig Jahren war ich zu Jerusalem noch Levite. Da begab es sich
einmal, daß bei der Prüfung der zwölfjährigen Knaben ein Knabe namens Jesus aus
Nazareth in Galiläa uns vorgeführt ward. Dieser Knabe wußte schon damals mehr
denn alle Templer zusammen, und er war eigentlich der Hauptgrund, warum ich
bald darauf den Tempel für alle Zeiten verließ. — Ich muß aber dazu noch offen
bekennen, daß Du (zu Jesus), Meister der Meister, mit jenem wahrsten
Wunderknaben — namentlich im Gesicht — eine außerordentliche Ähnlichkeit hast.
Jener denkwürdige Knabe hat uns drei Tage hindurch im Tempel haarklein bewiesen,
daß er selbst der verheißene Messias sei. Ich war damals ein Gegner von ihm;
aber es dauerte gar nicht lange, da wurden mir die Behauptungen jenes Knaben
immer einleuchtender, dafür aber der Tempel von Tag zu Tag widerwärtiger und
unerträglicher!“
[Ev.
Bd. 5, Kap. 263, 5-8]
Zeugnis
des Lazarus von Bethanien über das dreitägige Verweilen des zwölfjährigen Jesus
im Tempel und dessen aufsehenerregende Weisheit.
[Ev.
Bd. 8, Kap. 6, 13]
Ein
römischer Richter zu den Oberpriestern im Tempel zu Jerusalem, die den Jesusknaben,
ihren kühnen Ankläger, mit dem Tode bedrohen: „Dieser Knabe befindet sich in meinem
Schutze, und ich erteile ihm nun das volle Recht, euch mit allerlei Fragen zu
plagen, und ich werde nicht von seiner Seite weichen; denn in seinem Kopf und
Gemüt steckt mehr der kerngesundesten Weisheit als in euch allen und in eurem
ganzen Heiligtum!“
[Dr.
T. Kap. 8, 13]
Der
wohlgesinnte Richter und Vertreter Roms bei der dreitägigen Aussprache des Jesusknaben
mit der Tempelpriesterschaft ließ es sich nach Aufhebung der Sitzung im Tempel nicht
nehmen, Jesus und Seine Eltern in seinen Palast einzuladen. Er bat den
göttlichen Knaben, Er möge sein Weib und seine Kinder segnen, und sagte darauf:
„Nun ist meinem Hause das größte Heil und die höchste Ehre widerfahren; denn
der Herr aller Herren und König und Kaiser aller Könige und Kaiser hat mein
Haus heimgesucht und gesegnet!“
[Dr.
T. Kap. 32, 9-10]
Von
der wunderbaren Heilung eines Tollwütigen überzeugte Pharisäer und Schriftgelehrte
preisen Jesus: „Dieser Mensch tut Dinge, die noch kein großer Prophet getan
hat! Es gibt keine Krankheit, die Er nicht zu heilen imstande wäre, und keinen
Toten im Grabe, den Er nicht zurückzurufen vermöchte ins Leben! Ist das doch
ein Mensch, wie die Erde noch nie einen ähnlichen getragen hat!“
[Ev.
Bd. 2, Kap. 67, 24]
Ein
griechischer Wirt, der für Seinen blind geborenen Sohn um Heilung bittet,
bezeugt sein tiefes Vertrauen zu Jesus mit den Worten: „Es liegt in Deinen
Augen etwas so Entschiedenes, daß sie mir sagen: ‚Aus diesem Mund kam noch nie
ein lügenhaftes Wort!‘.“
[Ev.
Bd. 5, Kap. 253, 13]
Einige
murrende Hauptjünger Jesu: „Es ist mit unserem Herrn und Meister oft doch sonderbar!
Dann und wann spricht und handelt Er ganz als der alleinige Herr Himmels und
der Erde; dann und wann ist Er aber wieder ganz Mensch und läßt von Seiner
Göttlichkeit nichts merken!“
[Ev.
Bd. 2, Kap. 187, 8]
Verstockte
Pharisäer ereifern sich über den Herrn: „Dieser Jesus von Nazareth soll der
verheißene Messias sein?! Wie ist er doch ein Fresser und Vollsäufer samt
seinen Jüngern! Dazu aber wissen wir noch, daß er mit Zöllnern, Heiden und
anderen Sündern umgeht und das Brot mit ungewaschenen Händen ißt! Und so mag er
noch so viele Wunder wirken, es wird dennoch kein wahrer Schriftgelehrter und
Pharisäer an ihn glauben!“
[Ev.
Bd. 9, Kap. 67, 23-24]
Lazarus
zu einer Gesellschaft vornehmer Römer, die Auskunft über Jesus wünschen: „Er,
Jesus, geht denen gerne zu, die redlichen Sinnes und wahrhaft guten Willens
sind. Doch die Verräter haßt Er, ihrer verwerflichen Bosheit willen. — Er ist
so mächtig, daß im Augenblick geschieht, was Er will. Wollte Er, daß diese
ganze Erde nicht mehr bestehe, so wäre sie schon nicht mehr da! Darum fürchtet
Er keinen Feind; aber Er ist ihm auch kein Gegenfeind, weil Er ja den Menschen
nichts so sehr ans Herz legt als die gegenseitige Liebe. So sind ihm die argen
Menschenfeinde ein Greuel, und wehe dem, den Sein gerechter Zorn ergreift!
Kurz, Er ist der weiseste, beste und mächtigste Gottmensch auf der ganzen
Erde!“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 183, 10]
Der Nubierführer Oubratouvishar zu
den Seinen: „Sehet! — An dem großen Tische dort in der Mitte sitzt, mit
rosenrotem Leibrock und einem blauen Faltenmantel angetan, über dessen
Schultern reiches, goldblondes Haar wallt, nicht nur höchst gottgeistig,
sondern auch körperlich das allerhöchste Gottwesen!“
[Ev.
Bd. 4, Kap. 194, 2, Kap. 187, 6]
Der
römische Oberste Kornelius erinnert sich an Einzelheiten bei der Geburt Jesu in
Bethlehem und sagt: „Herr, daß Du eingingest unter meines Hauses Dach, dessen
kann ich nie wert sein! Denn Du allein bist ja Derjenige, von dem der große
Judenkönig David geweissagt hat: ‚Machet die Tore weit und die Türen hoch, auf
daß der König der Ehren einziehe! Wer ist der König der Ehren? Es ist der Herr
Zebaoth, mächtig im Streite!‘ (Psalm 24, 7-8).“
[Ev.
Bd. 3, Kap. 179, 2-5]
Zeugnis
des klugen, welterfahrenen Römers Agrikola über
Jesus: „Wahrlich, Du bist ein Gott! Denn wärest Du nur ein Mensch, nimmer
könntest Du so weise reden! Du redest über die Geheimnisse des Lebens nicht wie
ein gewöhnlicher, vernünftiger Mensch über ein kunst- und prachtvolles Gebäude,
sondern Du redest wie ein Baumeister, der das Gebäude von Grund aus selbst
gebaut hat. Und darum heißt es, sich bei Deinen Reden wohl zusammennehmen und
sie ordentlich von Punkt zu Punkt fassen und begreifen, wenn man daraus für
sein Leben den wahren Nutzen ziehen will.“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 205, 1]
Der
römische Oberstatthalter Cyrenius zeugt im hohen
Alter von der wunderbaren Geburt des göttlichen Heilandes Jesus, von der
Errettung des himmlischen Kindes vor der Verfolgung des Königs Herodes und
bekennt, daß er, Cyrenius, nun sein greises Haupt in
tiefster Ehrfurcht und Liebe vor der in Jesus wohnenden Gottheit beuge.
[Ev.
Bd. 5, Kap. 149, 1-6]
*
* *
Der
Herr: „Um das unendliche, vollkommenste, freieste Leben Gottes zu begreifen,
denket euch einen unendlichen Raum, in dem sich ein Mittelpunkt befindet, von
welchem nach allen Seiten endlose Strahlen auslaufen, deren Anfang zwar der
Mittelpunkt, aber deren Ende ewig nirgends anzutreffen ist. — In diesem Zentrum
ist alle lebende Kraft der ganzen Unendlichkeit vereinigt und geht von diesem
Zentrum wieder in die ganze Unendlichkeit hinaus. Damit aber diese lebende Kraft
sich nicht zu sehr in das Unendliche zerstreue und dadurch in sich selbst
schwächer werde, so hat sie sich durch die ganze Endlosigkeit des ewigen Raumes
endlos viele Lebenssammelpunkte geschaffen, in welchen sich das Leben
gewisserart selbst auffängt und sodann zurückkehrt zu seinem urewigen
Zentralsitz.“
[Fl.,
Kap. 7, 5-6]
Der
Herr: „Ich streue das Leben in den kleinsten Partikeln aus Mir hinaus in die
endlosen Gebiete Meines allwaltenden Seins, um aus jedem dieser kleinsten
Lebenspartikel ein höchst potenziertes Leben zurückzubekommen. Außer Mir gibt
es nirgends ein Leben, und daher auch bin Ich ewig die Nährquelle für alles
Leben!“
[GS.
Bd. 2, Kap. 126, 19-20]
Auf
die Frage der Ghemela, der himmlisch-reinen,
demütigen Tochter des Erzvaters Zuriel: ‚Was ist das
Leben?‘ belehrt Abedam-Jehova sie und die Kinder der
Höhe: „Was das Leben in Mir selbst ist, wäre dir unmöglich zu begreifen; denn
wie Ich selbst bin das allereigentlichste Leben ewig und unendlich, wird auch
der höchste, tiefstweise Cherub nie zu begreifen
imstande sein. — Das Leben aber in dir ist Mein Odem in dir oder aber Mein
vollkommenes Ebenbild in jeglichem Menschen. Wie aber Ich Mich befinde im
klarsten Bewußtsein des vollkommensten Lebens, ebenso hat auch jedes Geschöpf
einen, wenn auch für dich unbegreiflich kleinsten Teil dieses Meines Lebens in
sich und ist dadurch völlig lebendig für seinen Bedarf. — Es ist aber alles
Leben so beschaffen, daß es sich beständig vermehren kann und wachsen durch
Mein unablässiges Einfließen; je ausgewachsener aber das Leben wird, desto vollkommener
stellt es sich dann auch immer dar. Aber sich selbst bewußt wird das Leben erst
dann, wenn es mit dem Fünklein der Liebe auch ein Fünkchen des Gnadenlichtes
aus Gott hinzubekommt; mit diesem Lichte erkennt das gegebene Leben sein Selbstiges und wird frei sich selber bewußt. — Wenn aber
dieses sich selbst bewußte Leben auch seines ewigen, heiligen Ursprunges bewußt
wird und gibt ihm Dank und Ehre, Liebe und Anbetung und erkennt dessen Willen,
dann erst wird es vollkommen frei und ein Kind der ewigen Liebe und des ewigen
Lebens.“
[H.
Bd. 1, Kap. 185, 19-22]
Jesus:
„Alles sichtbar Erschaffene ist ein Gedanke Gottes, festgehalten durch den allmächtigen
Willen Gottes. Solange ein großer Gedanke Gottes durch den göttlichen Willen
festgehalten wird, erscheint er als etwas für sich Bestehendes und ist dadurch
gewisserart geschieden von den zahllos vielen anderen Gedanken, damit er sich
in sich selbst festige und für immer ein selbständiges Ich werde!“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 154, 2-3]
Jesus:
„Meinst du, daß nur Meine eigene göttliche, unendliche und ewige Lebensvollendung
Mir zu etwas frommte und eine Seligkeit abgäbe? Wahrlich nicht! In dem Wachsen
Meiner zahllosen unvollendeten Kindlein, in ihrem zunehmenden Erkennen und Vollkommener
werden und in ihrer daraus erwachenden Tätigkeit liegt auch Meine eigene
höchste Seligkeit. Ihre Freude über eine mühsam errungene, vollendetere
Fähigkeit ist auch Meine Freude! Und Meine unendliche Vollkommenheit bekommt
erst dann einen unschätzbaren Wert, wenn sie von den noch unmündigen Kindlein
mehr und mehr angestrebt wird und sich auch in ihnen wachsend zu erkennen gibt.
— Wäre es nicht so, hätte Ich nie eine Welt und irgendein lebendes Wesen auf
ihr gestaltet! Das Erschaffen und Gestalten stets freier werdender und
selbsttätigerer Wesen war Mir schon von Ewigkeiten her ein unerläßliches
Bedürfnis.“
[Ev.
Bd. 5, Kap. 157, 7-9]
Jesus
zu dem Römer Agrikola: „Alle materielle Schöpfung ist
ein fortwährendes Gericht nach der unwandelbaren Ordnung Meines Willens und
Meiner Macht. Dieses Gericht muß sein und bestehen, damit die Seelen der
Menschen auf seinem harten Boden die Freiheit und die volle Selbständigkeit des
ewigen, unverwüstbaren Lebens sich erkämpfen können!“
[Ev.
Bd. 8, Kap. 12,4]
Der
Herr: „Darum ist die Erde erschaffen worden, daß sie trage in ihren Eingeweiden
ein gefallenes Geschlecht der Geister zur endlichen Wiedererstehung in ein
freies, ewiges Leben in und aus Mir!“
[Hi.
1, S. 135, 13]
Jesus:
„Gott war von Ewigkeit ein reinster, vollkommenster Geist und kann daher nichts
anderes wollen, als daß mit der Zeit Seine Geschöpfe auf den vom Schöpfer
vorgesehenen Wegen das werden, was Er selbst ist, — nur mit dem Unterschiede,
daß sie vor ihrem materiellen Dasein Gedanken und Ideen des Schöpfers waren,
die Er mit der Zeit durch die Macht Seines Willens aus sich, als für sich
bestehend, hinausstellte.“
[Ev.
Bd. 10, Kap. 171, 8]
Der
Herr: „Seht, was Ich eines einzigen hochmütigen Engels wegen tue! — Ich sage
euch, es wäre nie eine Erde, noch eine Sonne, noch irgendetwas Materielles
erschaffen worden, wäre dieser Einzige (Luzifer) demütig geblieben! Allein aus
Liebe füllte Ich, die ewige Liebe, die Unendlichkeit mit Sonnen und Welten, um
auch den kleinsten Teil dieses Gefallenen noch retten zu können.“
[Hi.
1, S. 66, 25]
Der
Erzengel Raphael zu dem Römer Agrikola: „Gott selbst
ist in Seinem Zentrum der ewige Urgeist und der ewige Urmensch und erfüllt die
ewig aus Ihm her vorgehende Unendlichkeit mit Seinen großen Gedanken und Ideen,
die, von Seiner Liebe erfüllt, zu einem Ihm gleichen Lebensfeuer, durch Seine
Weisheit zu geordneten Formen und durch Seinen Willen zu von einander
abgesonderten und wie für sich bestehenden Wesen werden, in welche die
Fähigkeit gelegt wird, sich selbst als solche ewig fortzupflanzen, fortzubilden
und auf der Stufenleiter der ewigen Ordnung Gottes sich mit der Zeit zu einen
und zur Gottähnlichkeit emporzusteigen.“
[Ev.
Bd. 7, Kap. 72,9]
Jesus:
„Die urerschaffenen Wesen wurden von Gott völlig nach Seinem Ebenmaß gestaltet,
und es ward ihnen darum auch die Fähigkeit zueigen, sich selbst zu
konsolidieren aus dem Kampfe der in ihnen aus Gott niedergelegten streitenden
Gegensätze. — Jedem Wesen ward Ruhe und Bewegung, Trägheit und Tätigkeitssinn,
Finsternis und Licht, Liebe und Zorn, Heftigkeit und Sanftmut zu eigen gegeben;
nur war im Maß ein Unterschied.“
[Ev.
Bd. 2, Kap. 229, 5-6]
Jesus:
„In Gott waren die Gegensätze schon von Ewigkeit her in der höchst besten
Ordnung. Bei den geschaffenen Wesen aber mußten sie erst durch den freien Kampf
in die rechte Ordnung wie von sich selbst heraus durch die Selbsttätigkeit
gelangen.“
[Ev.
Bd. 2, Kap. 229, 7]
Jesus
zu dem römischen Oberstatthalter Cyrenius: „Du irrst,
wenn du meinst, Gott habe den urgeschaffenen Wesen eher die eigene Selbstbildung
überlassen, bevor sie die Fähigkeit besaßen, die göttliche Ordnung in sich voll
zu erkennen und in aller Tiefe zu erfassen. Da ging viel Unterricht voran, und
es vergingen lange Zeiträume zwischen dem Werden der erstgeschaffenen Wesen und
der Zeit, in welcher solche Geister ihrer selbsttätigen Bildung anheimgestellt
wurden.“
[Ev.
Bd. 2, Kap. 230,6]
Der
Erzengel Raphael: „Nichts gibt es, was nicht aus Gott hervorgegangen wäre.
Alles, was von Ewigkeit her den unendlichen Raum erfüllt, ist Sein Gedanke,
Seine Idee, Seine Weisheit, Sein Wille! Seine Gedanken in der nie versiegbaren,
endlosen Fülle von einer Ewigkeit zur anderen sind die Ursubstanzen und
Urstoffe, aus denen alles, was auf Erden und in den Himmeln geschaffen ist,
durch die ewige Macht des göttlichen Willens besteht. Und kein Gedanke, keine
Idee kann ohne Gottes Willen fortbestehen.“
[Ev.
Bd. 7, Kap. 17, 2-3]
Jesus:
„Alles Sein ward aus dem Ursein, welches in sich selbst der ewige Urgrund seines
Seins ist. Dieses Sein stellte sein höchsteigenes Licht, seine urewige
Schöpfungsidee aus sich selbst ins feste, beschauliche Dasein. Und nichts gibt
es in der ganzen ewigen Unendlichkeit, das nicht aus demselben Urgrunde und auf
demselben Wege ins Dasein getreten wäre.“
[Ev.
Bd. 1, Kap. 1, 11]
Jesus:
„Das Urgrundsein alles Seins, das Licht alles Lichts, der Urgedanke aller Gedanken,
die Urform aller Formen kann nicht formlos und nicht tot sein.“
[Ev.
Bd. 1, Kap. 1, 13]
Der
Herr schildert die gewaltigen Entwicklungsvorgänge im Urwesen der Gottheit, wie
sie sich vor Ewigkeiten ereigneten.
[H.
Bd. 1, Kap. 5, 2-5]
Der
Herr: „Es sprach die Liebe in der Gottheit: ‚Lasset Uns die Gedanken der
Herrlichkeit festhalten und hinaustreten, daß sie frei werden und Uns empfinden
und sehen, wie Wir sie empfinden und sehen und Wir sie empfanden und sahen, ehe
noch das Licht ihre Formen erleuchtete!‘ — Da ging das Wort in die Gottheit
über, und Sie ward überall Liebe. Und siehe, da sprach die Gottheit zum ersten
Male: ‚Es werde!‘ Und es ward ein Heer der Geister aus Gott frei, deren Zahl
kein Ende hat, und die Liebe sah sich selbst verunendlichfältigt.“
[H.
Bd. 1, Kap. 5, 6-7]
Der
Herr schildert die Hinausstellung der ersterschaffenen Urgeister aus Gott, ihre
Bewußtwerdung und ihre innere Führung zur Freiheit durch die erste göttliche
Liebesgesetzgebung.
[H.
Bd. 1, Kap. 5, 8-13]
Jesus
erläutert Seinen reiferen Jüngern und Freunden die Belehrung und Erziehung der
urgeschaffenen Geister durch ‚Du-sollst-Gebote‘ zur Selbständigkeit und
Selbsttätigkeit, durch Versuchungsreize und Androhungen von Übertretungsfolgen.
[Ev.
Bd. 2, Kap. 227, 6-9]
Der
Herr schildert die Entwicklung und Erziehung der treugebliebenen Urgeister zu
Gottesfurcht, Gehorsam, Gottesliebe, Demut und zum Leben in der Freiheit.
[H.
Bd. 1, Kap. 5, 15-18]
Ein
hoher Engel zu dem großen Urgeist Satana: Dein Sein ist wohl der irdischen Zeit
nach ein sehr langes — aber kein ewiges. Vom Anfange her ist es nicht. Gott
allein ist ewig. Alles andere aber hat aus Ihm heraus einen Anfang genommen.
Wir zahllosen Wesen alle aus Ihm werden nun wohl ewig fortdauern, aber von
Anfang an wie Gott bestehen wir nicht.“
[Rbl.
Bd. 2, Kap. 184, 5]
Der
Erzengel Raphael zu indischen Magiern, die ihn seiner Wundermacht wegen für
Gott halten: „Was bin ich gegen Gott? Was ich wirke, vermag ich nur durch den
Geist Gottes, der mein Innerstes erfüllt, weil es voll ist von der Liebe zu
Gott und voll des Willens Gottes. In mir ist nur ein Fünklein des Geistes
Gottes, aber dieses steht im Verbande mit dem ewig unendlichen Geiste Gottes.
Und was dieser Geist Gottes will, das will mit Ihm auch das engverbundene
Fünklein in mir, und so geschieht das im Augenblick, was in mir Gottes Geist
will!“
[Ev.
Bd. 7, Kap. 103, 2-3]
Der
Erzengel Raphael zu dem über die Macht des Engels fassungslosen Römer Agrikola: „Wir Engel sind durch unsere Liebe zu Gott auch
völlig in Seiner uns ertragbaren Weisheit und Macht, und so ist Gottes Liebe
auch unsere Liebe, Seine Weisheit unsere Weisheit, Sein Wille unser Wille und
Seine Macht unsere Macht. — Aber dennoch gibt es in Gott noch unergründliche
Tiefen, die kein erschaffener Geist je ergründen wird; und könnte er das, so
wäre er nicht selig, weil er dann aus Gott keine steigende Seligkeit mehr zu erwarten
hätte!“
[Ev.
Bd. 7, Kap. 68, 8]
Der
Erzengel Raphael: „Ich bin ein Gefäß und nicht nur eine Ausstrahlung des göttlichen
Willens. Ich fühle gar wohl, was ich will, und was dann der Herr will. Ich
nehme aber des Herrn Willen schneller und bestimmter wahr als ihr Menschen und
unterordne dem Willen des Herrn ganz und gar den meinen; aber dessen ungeachtet
habe ich einen ganz freien Willen und könnte genauso wie ein Mensch wider den
Willen des Herrn handeln. Aber das geschieht nimmer, weil ich so viel Weisheit
besitze, daß ich als Selbstlicht aus dem göttlichen Urlichte zu sehr die ewige,
unwandelbare Gerechtigkeit des göttlichen Willens als das höchste Lebensgut
aller Engel, Menschen und Welten erkenne und darum nach meiner eigenen
Entscheidung nur Gottes Willen tue!“
[Ev.
Bd. 3, Kap. 244, 6-7]
Der
Erzengel Raphael zu einem heidnischen Händler, der ihn für einen Gott hält:
„Ich bin kein Gott, sondern durch die Gnade Gottes nur Sein Diener. Ich vermag
aus mir selbst ebensowenig wie du; aber wenn der allmächtige Wille Gottes mich
durchdringt, dann vermag ich alles.“
[Ev.
Bd. 7, Kap. 5, 3-4]
Dem
römischen Statthalter Cyrenius, der keinen
Unterschied zwischen der Macht Gottes und der Macht der Engel zu erkennen
glaubt, erklärt Joseph: „0 Freund, da besteht ein endlos großer Unterschied!
Siehe, der Herr tut ewig alles aus sich selbst, Seine Diener aber vermögen
solches aus dem Herrn nur dann zu tun, wann Er es haben will! Sonst aber
vermögen sie aus sich so wenig wie ich und du, und alle ihre eigene Kraft
vermag nicht ein Sonnenstäubchen zu zermalmen!“
[Jug. Kap. 118, 7-9]
Der
Erzengel Raphael zu einem römischen Oberstadtrichter: „Was ein Geist aus dem Willen
des Herrn in sich denkt und will, daß es da sei, das ist auch schon da. Aber
das Denken eines reinen Engelsgeistes ist ein bei weitem anderes als das eines
Menschen. Der Mensch kann sich nur die äußeren Formen denken und vorstellen,
aber was die Formen inwendig vom Kleinsten bis zum Größten enthalten, und wie
sie gebaut sein müssen, um lebensfähig zu werden, das kann sich kein Mensch
denken und darauf seinen Willen richten, daß durch ihn die Formen belebt und
tätig würden. Das aber kann ein vollkommener Engelsgeist und in einem
geringeren Grade auch ein weniger vollkommener.“
[Ev.
Bd. 10, Kap. 204, 6-7 und 9]
Der
Erzengel Raphael belehrt den römischen Hauptmann Pellagius:
„Der Herr bedarf unseres Dienens nicht, aber dennoch dienen wir Ihm in aller
Liebe darin, daß wir euch Menschen dienen nach Seinem Willen und euch beschützen
vor zu argen Nachstellungen der Hölle. — Je mehr wir im Namen des Herrn zu tun
bekommen, sowohl auf dieser Erde als auch auf zahllosen anderen Gestirnen, desto
seliger sind wir!“
[Ev.
Bd. 10, Kap. 116, 11-12]
Der
Erzengel Raphael zu Lazarus von Bethanien über das Geheimnis des Wunders: „Ich
als vollkommener Geist sehe den Stoff, aus dem das reine Gold besteht, in der
Luft herumschwimmen und kann ihn von den zahllos vielen anderen Stoffen sehr
wohl unterscheiden. Ebenso kann ich durch meinen Willen den in der Luft
enthaltenen Goldstoff sogleich auf einen sichtbaren Haufen hier zusammenziehen
oder ihn in eine beliebige Form, etwa ein Trinkgefäß, zusammenfügen.“
[Ev.
Bd. 7, Kap. 16, 1]
Ein
Erzengel belehrt Jarah, eine Jüngerin Jesu, über die
keinem materiellen Körper mögliche Augen blicksschnelligkeit
eines vollendeten Geistes: „Siehe, das kann ich und jeder Geist meiner Art,
weil für uns in der ganzen Unendlichkeit kein allergeringstes Hindernis
vorhanden ist; die Materie aber findet allerlei Hindernisse selbst im freiesten
Ätherraume und kann daher eines Geistes Schnelle nie erreichen.“
[Ev.
Bd. 2, Kap. 141, 8-15]
Der
Dorfvorsteher Barnabe fragt: „In der Schrift las ich
oftmals von Engeln Gottes, die da reinste Geister sein sollen. Sind das jene Geister,
die sich mit unseren Seelen vereinen sollen, um sie dadurch gottähnlich zu
machen?“ — Darauf Jesus: „Zu einem sehr geringen Teile dann und wann ja, wenn
Meine Ordnung sie aus ganz besonderen Gründen dazu bestimmt. — Was aber zu
öfteren Malen geschieht und hinfür noch öfter geschehen
wird, das besteht darin, daß viele Engel den Weg des Fleisches durchmachen
werden, wie Ich selbst ihn nun durchmache, auf daß sie Gottes wahre Kinder
werden können. Aber da werden sie sich selbst eine rechte, noch nie in einem
Fleische gewesene Seele erwählen und sie in ein Fleisch irgendeiner reinen
Mutter geben, und sie werden dann sorgen für das Weitergedeihen und für eine
gute Lebensbildung nach ihrem Lichte und nach ihrer Kraft, auf daß eine solche
Seele erstarke für die ewige Einigung mit ihnen.“
[Ev.
Bd. 5, Kap. 267, 7-9]
Der
Erzengel Raphael zeugt von sich: „Ich bin nichts mehr und nichts weniger als
ein Mensch (Der erste Hohepriester der Urkirche, Henoch), der einst von einem
Weibe in die Welt geboren wurde, aber nicht gestorben ist und auch nie sterben,
sondern ewig fortleben wird, weil er als reiner Geist ein Herr seines Lebens
geworden ist, — was aber auch ihr alle werden könnet, wenn ihr nach der Lehre
des Herrn lebt und handelt.“
[Ev.
Bd. 8, Kap 146,9]
Jesus:
„Wenn ein Urerzengel gleich Mir den Weg Fleisches wird durchgemacht haben, dann
wird er mehr zu fassen imstande sein als zuvor — aber alles in der ganzen, ewig
nie endenden Unendlichkeit niemals!“
[Ev.
Bd. 4, Kap. 254, 2]
Der
Erzengel Raphael erklärt sein Wesen und seine Entwicklungsmöglichkeit vom
geschöpflichen Diener und Engel des Herrn bis zum Gotteskind. „Unbegreifbar
lange früher, als je eine Welt im endlosen Raume zu schweben begann, war ich
schon ein vollendeter Diener des höchsten Geistes Gottes. Das bin ich noch und
werde es auch für ewig bleiben, wenn auch etwas verändert nach dem Maße des
Herrn, nach dem nun wohl alle noch so vollendeten Geister streben werden.“
[Ev.
Bd. 5, Kap. 81, 8]
Jesus:
„Der Erzengel Raphael zeigt sich verhüllt vor euch. Würdest du ihn in seiner
himmlischen Glorie und Schönheit erschauen, so würde dieser Anblick deinen Leib
augenblicklich töten und deine Seele auf langehin
betäuben. Es ist darum sein inneres Wesen mit einer Art körperlichen Umkleidung
verhüllt, auf daß die, mit denen er umgeht und verhandelt in Meinem Namen,
seine persönliche Gegenwart ertragen können.“ [Ev. Bd. 8, Kap. 106, 15]
Der
Erzengel Raphael belehrt einen griechischen Arzt über seine (des Engels)
körperliche Wesenhaftigkeit: „Fühle mich an, und du wirst einen Menschen mit
Fleisch und Blut gewahren, solange ich das will; will ich aber alles wieder ins
Reingeistige verwandeln, so wirst du mich zwar noch ebenso sehen wie nun, doch
nicht mit deinen Fleischesaugen, sondern mit den Augen deiner Seele, die ich
dir öffnen kann, wann und auf wie lange ich das will!“
[Ev.
Bd. 9, Kap. 174,12]
Der
römische Oberstatthalter Cyrenius beschreibt die
sichtbare Gestalt und Schönheit des Erzengels Raphael: „Ja, ja, das ist alles
Natur und im Ernst Materie! Er hat alle Glieder und dieselbe Form wie
unsereins, nur ist alles edler und um sehr vieles schöner, und die Anmut seines
Gesichtes ist unübertrefflich herrlich! Es ist ein durchaus männlich-schönes,
strahlendes Antlitz.“
[Ev.
Bd. 2, Kap. 218, 4]
Der
Erzengel Raphael: „Bei uns zahllosen urgeschaffenen Geistern ist nur das
männlich-positive Wesen völlig ausnahmslos waltend, aber es ist dennoch in
jedem von uns auch das weiblich-negative Prinzip vollkommen gegenwärtig. Und so
stellt ein jeder Engel in sich die vollkommenste Ehe der Himmel Gottes dar. Wir
können uns nach unserem Ermessen in der männlichen oder in der weiblichen Form
zeigen, und zwar in einer und derselben geistigen Haut.“
[Ev.
Bd. 2, Kap. 156, 12]
Auf
die Frage eines Herbergswirtes, ob er auch für den Erzengel Raphael ein Gedeck
auflegen solle, erwidert Jesus: „Allerdings; denn nun ist auch er für diese
Zeit mit einem Leibe umhüllt, welcher der Luft dieser Erde entnommen ist, und
bedarf ebensogut einer irdischen Stärkung wie Ich, der Herr, selbst. Die
aufgenommene Speise wird in ihm freilich auf eine ganz andere Weise verwandelt
wie bei einem natürlichen Menschen. Er wird sonach mit uns Speise und Trank zu
sich nehmen wie wir, nur bedeutend mehr als wir, worauf du dich im voraus
gefaßt machen mußt. Nun laß sogleich Brot und Wein auf den Tisch setzen und
später erst die Fische und ein wohlzubereitetes gebratenes Lamm!“
[Ev.
Bd. 10, Kap. 205, 2-3]
Bei
einem Gastmahl beobachtet ein weiser Samariter die auffallend reichliche
Speiseaufnahme dreier sichtbarer Erzengel am Tische Jesu und berichtet darüber
seinen Gefährten: „Ich sah, wie jede Speise, welche von den dreien zum Munde
geführt wurde, sich schon vor dem Munde derart auflöste und verflüchtigte, daß
von ihr auch nicht ein kleinster Brosamen in den Mund der drei Jünglinge kam.
Und ich vermute, daß diese drei außerordentlichen Geistmenschen durch ihre
Macht die materielle Leibesspeise vorher in ihr geistiges Element verkehren und
solches dann erst in sich aufnehmen und es mit ihrer Wesenheit vereinen.“
[Ev.
Bd. 9, Kap. 128, 8-9]
Der
Erzengel Raphael sagt lächelnd: „Siehe, wir Engel haben es (mit den
Kleidersorgen) leichter als ihr Menschen; denn wir tragen unseren reichlichst bestellten Kleiderschrank in unserem Willen:
was wir antun wollen, mit dem sind wir dann auch alsbald bekleidet. — Würdest
du mich aber sehen in meinem Lichtgewande, dann würdest du erblinden, und dein
Fleisch würde sich auflösen vor mir; denn gegen das Leuchten meines Kleides ist
das Leuchten der irdischen Sonne die barste Finsternis!“
[Ev.
Bd. 2, Kap. 156, 10]
Der
Erzengel Raphael lächelt und lacht sogar über die große Begriffsstutzigkeit
sich weise dünkender Pharisäer, die den dicht vor ihnen stehenden Heiland aus
Nazareth nicht erkennen.
[Ev.
Bd. 3, Kap. 56, 13-16]
Der
Erzengel Raphael: „Wir Engel sind nicht schmerzunfähig; wir leiden schwer, wenn
die Menschen unsere Fürsorge verachten und mit Füßen treten.“
[Ev.
Bd. 3, Kap. 130, 9-10]
Der
Erzengel Raphael holt mit unvorstellbarer Schnelligkeit aus Rom eine goldene
Kapsel mit Inhalt herbei und erklärt einem römischen Oberstadtrichter diese
Fähigkeit vollkommener Engelsgeister.
[Ev.
Bd. 10, Kap. 202, 1-8]
Der
Erzengel Raphael beschreibt die Wirkung des Engelgesanges auf die Menschen und
gibt davon eine Probe in einem einzigen erschütternden Tone. Dieser Ton beginnt
pianissimo beim eingestrichenen As, erhebt sich im Quartsextakkord, von der
kleinen in die eingestrichene Oktave reichend, mit Wiederholung der Oktave zu
allerhöchster Kraft wie von vielen Posaunen, um dann im eingestrichenen As
pianissimo auszuklingen. Die Zuhörer sind davon zutiefst erschüttert.
[Ev.
Bd. 4, Kap. 21, 19 und Kap. 22, 5-13]
Abedam-Jehova enthüllt dem tiefdemütigen Sehel dessen hohe geistige Wesenheit als einer der erst
erschaffenen Urerzengel (Michael).
[H.
Bd. 2, Kap. 61, 24-29]
Der
Herr zu dem ersten Hohenpriester der Urzeit Henoch: „Dem Sehel
(Michael) auf der Höhe sage, er solle nun wieder kommen zu Mir; denn Ich habe
seiner vonnöten! Und sage ihm ferner, er solle ein Schwert nehmen und damit einhergehen
wie ein zum beständigen Kampfe gerüsteter, oberster Fürst aller Engel des
Himmels!“
[H.
Bd. 2, Kap. 240, 13]
Der
Herr verklärt in der Urzeit den gottergebenen Sehel
(Verkörperung des Erzengels Michael) und weiht ihn zu seinem großen himmlischen
Amt: „Sehel, sieh, Meine großen Acker sind bestellt,
der Same ist in die Furchen gelegt; nun braucht er der guten Pflege, damit er
aufgehe und reife zur ewig lebendigen Frucht. Daher berufe Ich dich nun zurück
(von der Erde) und gebe dir eine große Macht, zu wirken im endlosen Weltenraume
nach Meinem Willen. Hier ist das Schwert Meiner Macht und dort der Feind Meiner
Liebe, ergreife es, gehe hin und kämpfe allzeit gegen den Drachen!“ Hier
verschwand plötzlich der Sehel und ward fürder nicht
mehr gesehen.
[H.
Bd. 2, Kap. 280, 32-35]
Zwei
dienende Engel über ihr eigenes Wesen: „Gottes Wille ist unser Sein und unsere
Kraft. Aus uns selbst vermögen wir nichts; so Er aber will, da nehmen wir
Seinen Willen in uns auf und vermögen dann alles durch Ihn. Unsere Schönheit
aber, die nun dein Auge blendet, entspringt, unserer Liebe zu Ihm.“
[Ev.
Bd. 2, Kap. 38, 1]
Ein
Engel überzeugt den Römer Agrikola handgreiflich von
der Wirklichkeit der Himmelswesen, sowie von ihrer unüberwindlichen Kraft und
löst vor seinen Augen einen Stein in seine geistigen Urelemente auf.
[Ev.
Bd. 6, Kap. 189, 8-14, 16-17]
Ein
Engel zu dem Römer Agrikola: „Wir (Weisheits-) Engel
sind als Geschöpfe aus Gottes Weisheit hervorgegangen; darum müssen wir erst
aus unserer großen Weisheit die Liebe zu Gott in uns selbst schaffen, was um
ein kaum Begreifliches schwerer ist, als aus Liebe zu Gott die höchste Weisheit
und Macht in sich zu finden.“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 190,4]
Ein
Engel zu dem Römer Agrikola: „Eure Lebensaufgabe auf
Erden ist, Weisheit aus der Liebe zu suchen und zu entwickeln, und unsere
Aufgabe ist es, aus der Weisheit die Liebe Gottes zu suchen und zu entwickeln.
— Der nie beschreibbar große Unterschied zwischen euch und uns besteht darin,
daß ihr Menschen dieser Erde Gott gleich (ebenbürtig?) werden könnet, wir aber
nie, — außer, wir nehmen das Fleisch dieser Erde an, wozu wir aber bis jetzt
wahrlich keine große Lust verspüren; denn wir alle sind mit unserm Lose mehr
als zufrieden und leisten auf ein besseres gern Verzicht. Wer ein vollkommenes
Kind Gottes werden kann, der ist freilich endlos glücklich, aber wir bedürfen
eines höheren Loses nicht!“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 190, 12-14]
Innigster
Dank der Erzengel am Tische des Herrn im Hause Josephs und ihre Bitte: „Wahrlich,
Ewigkeiten sind unter unseren Blicken vergangen, voll der höchsten Wonne; aber
alle die wonnevollsten Ewigkeiten sind aufgewogen durch diesen Augenblick, in
dem wir am Tische des Herrn speisen, ja am Tische Seiner Kinder, unter denen Er
ist in aller Seiner Fülle! 0 Herr, laß auch uns zu Deinen Kindern werden!“
[Jug., Kap. 113, 20-21]
Jesus
zu dem Tempelobersten Nikodemus, der sich im Hinblick auf sinnbildliche Darstellungen
in den Heiligen Büchern die Engel beflügelt vorstellt: „In Wirklichkeit hat
kein Engel Gottes je Flügel gehabt. Die Flügel in den Bildern der alten
Propheten bedeuten nur den hohen Grad der Weisheit und Kraft alles
Reingeistigen.“
[Ev.
Bd. 7, Kap. 56, 6-8]
Jesus:
„Am Ende der unmeßbar langen Bildungsperiode der Urgeister gab es eine noch
übergroße Menge solcher Art Wesen, die, obschon sie die rechten Bildungswege
Gottes wohl begriffen, von einem freien Verhalten auf diesen Wegen dennoch
nichts wissen wollten, sondern des schneller folgenden, wennschon nur kurz
dauernden Vorteils wegen, von dem gebotenen und wohlgezeigten Ordnungswege
Gottes abwichen und den Weg ihres Verderbens betraten.“
[Ev.
Bd. 2, Kap. 231, 4]
Der
Herr: „Luzifer oder Lichtträger war Satans ursprünglicher, eigenschaftlicher
Name. ‚Satana‘ bedeutet soviel wie ‚Gegenpol der Gottheit‘. Als Satana war
dieser Geist von Gott aus so gestellt, wie das Weib gestellt ist gegen den
Mann. Die Gottheit hätte in sein Wesen Ihre ewigen Ideen ohne Zahl hineingezeugt,
daß sie reif geworden wären in seinem gesammelten Lichte, und es wäre dadurch
eine Wesenschöpfung in höchster Klarheit hervorgegangen.“
[Ed.
Kap. 56, 2]
Der
Herr zu einem Vater der Höhe: „Dieser Geist (Satana) ist von Mir aus keinem
anderen Grunde her vorgerufen worden, als aus welchem du hervorgerufen wurdest,
nämlich: Mich als den alleinigen Gott, Schöpfer, Herrn und allerliebevollsten
Vater zu erkennen, Mich zu lieben und Mir dann ewig in aller Liebe lebendig zu
dienen!“
[H.
Bd. 3, Kap. 26, 14-16]
Der
Herr: „Die ersterschaffenen Geister erkannten sich in ihrer großen Macht und
alles überstrahlenden Herrlichkeit. Und der Oberste der ersten drei, gleich dem
Lichte der Gottheit, entzündete sich in seiner Begierde, sich der Gottheit
völlig zu bemächtigen. Durch ihn erbrannte auch die Gottheit in Ihrem Grimme
und schleuderte die böse Rotte in die Tiefe Ihres Zornes.“
[H.
Bd. 1, Kap. 5, 14]
Jesus:
„Satan ist eine große Persönlichkeit, die alle anderen Kräfte in ihrer
Wesenheit vereinen wollte und dadurch in der Ordnung Gottes tatunfähig geworden
ist in sich selbst.“
[Ev.
Bd. 2, Kap. 229, 12]
Jesus:
„Der Hauptgeist des Lichts, dem zahlreiche andere Lichtgeister innewohnten, jeder
davon mit zahllos vielen Intelligenzen reichst versehen, sprach bei sich: ‚Was
bedarf es da noch weiteres? In mir liegen alle Eigenschaften wie in Gott, und
Gott hat alle Seine Kraft in mich gelegt. Nun bin ich stark und mächtig über
alles. Gott hat alles, was Er hatte, hergegeben, und ich habe alles genommen.
Da ich nun alles habe, wollen wir jetzt sehen, ob der durch die Übertretung des
gegebenen Gebotes erreichte Vorteil wirklich nur von einer kurzen Dauer sein
wird. Wir meinen: Mit unserer nunmaligen Allmacht werden
wir die Dauer des kurz währensollenden Vorteils wohl
auf Ewigkeiten hinaus zu verlängern vermögen. Wer wird uns daran hindern
können? Außer uns trägt der endlose Raum keine höhere Macht und Intelligenz
mehr, als da ist die unsrige; wer sollte uns dann den Vorteil streitig machen?‘
— Sehet, so dachte und sprach der erste Lichtgeist zu sich selbst und zu seiner
ihm unterstehenden Sondergeisterschar.“
[Ev.
Bd. 2, Kap. 231, 5-6]
Jesus:
„Die Folge von Luzifers Machtwahn war die Selbstgefangennehmung in seiner
Trägheit im gottverordneten Verhalten (im trägen Widerstreben der göttlichen Ordnung),
darin er sich immer mehr verdichtete, und wiederum die Folge davon war die
Erschaffung der Materiewelt.“
[Ev.
Bd. 2, Kap. 231, 6]
Des
ersterschaffenen Urengels Luzifer große Rede aus dem Munde Adams über seinen
Fall, seine Reue und seine ursprüngliche Menschwerdung in Adam.
[H.
Bd. 1, Kap. 40, 1-19]
Luzifer
beschreibt durch den Mund Adams die Erschaffung des ersten Menschen und die
Einzeugung seines (Luzifers) gefallenen, aber reuigen Geistes in die Leibesform
des ersten Menschen.
[H.
Bd. 1, Kap. 40]
Der
Herr: „Die ganze gefestete Erde und alle anderen zahllosen Weltkörper sind
gestaltet aus der einen Seele Satans, welche in diesen Weltkörpern in zahllose
Kompendien geteilt wurde. Die Seele ist teilbar und somit auch die Urseele des
erstgeschaffenen Urgeistes; aus dieser einen Seele wird nun fortwährend eine
zahllose Menge neuer Seelen gewonnen.“
[Ed.
Kap. 53, 9, 19-20]
Der
Herr: „Die ganze sichtbare Schöpfung samt den Menschen besteht nur aus Partikeln
des großen, gefallenen und in die Materie gebannten Geistes Luzifer und seines
Anhanges.“
[Hi.
2, S. 1, 2]
Lazarus
von Bethanien erwähnt dem Erzengel Raphael gegenüber ein altes Buch, die
‚Kriege Jehovas‘ genannt, und schildert den darin beschriebenen Abfall Luzifers
und seiner Engel.
[Ev.
Bd. 7, Kap. 17, 12-14]
Jesus:
„So wie nun die Menschen durch Eigenliebe, Selbstsucht, Hochmut und Herrschsucht
derart aller Materie voll werden, daß sie oft in tausend Jahren sich nicht
völlig davon befreien können — ebenso gab es dereinst urgeschaffene Geister,
die durch den ihnen verliehenen Reiz zu sehr eigenliebig,
hochmütig und herrschsüchtig wurden; die Folge davon war, daß sie sich in die
härteste Materie verwandelten.“
[Ev.
Bd. 4, Kap. 105, 1]
Der
Evangelist Johannes: „Die naturmäßig bewohnbaren Welten sind für euer Auge
chaotische Zusammenballungen von Seelen, welche in der Urzeit der Zeiten als ordnungsmäßige
Gefäße der Geister aus Gott bei dem Falle des einen großen Gemeingeistes
(Luzifer) notwendigerweise mitfallen mußten. Aus diesen Seelen oder
Geistergefäßen sind dann erst durch die erbarmende und endlose Willensmacht des
Herrn die Welten, wie sie sind, geschaffen worden und sind nun darum da, daß
diese Seelen mit ihren Geistern nach einer weise vorgezeichneten Stufenfolge
wieder vereint werden sollen!“
[GS.
Bd. 2, Kap. 66, 5]
Henoch,
der erste Hohepriester der Urzeit, zu dem in Drachengestalt erscheinenden Luzifer-Satan:
„Wie kommt es denn, daß der Herr die ganze sichtbare Schöpfung allein
deinetwegen hervorrief, um durch die harte Probe des materiellen Todes dich
wieder zur völligen Umkehr zu bewegen, und du dennoch nicht zum Vater
zurückkehren willst und der Vater nun genötigt ist durch Seine endlose Liebe,
deine ganze Lebenskraft in ein zahlloses spezielles Leben der Menschen auf
dieser Erde — wie auf den zahllosen anderen Weltkörpern — zu zerteilen und dich
auf diese Art deines Eigensinnes zu entledigen und dich auch in uns Menschen
geteilt wieder zurückzuführen, weil du ungeteilt dich dazu wohl ewig nimmer
entschließen würdest!?“
[H.
Bd. 2, Kap. 274, 5]
Jesus
zu einer lichtbegierigen Seele im Jenseits: „Die Folge von Luzifers Abfall war
die materielle Schöpfung aller Welten, welche da ist ein notwendiges Gericht. —
Luzifer selbst kann wohl noch lange bleiben, was er ist, aber die zahllosen
Keime der Menschen werden ihm genommen — auf dem freilich harten Wege durch die
Materie. Diese Keime aber gehen aus seinem gesamten Wesen hervor, bald aus
seinem Haupte, bald aus seinem Halse, aus seiner Brust usf. — Und siehe, je
nachdem die Menschen aus dem einen oder anderen Teile des gefallenen Satans
hervorgehen, so müssen sie auch entsprechend behandelt und geführt werden, um
die Stufe der wahren Vollendung zu erreichen.“
[Rbl.
Bd. 2, Kap. 153, 5]
Der
Herr: „Es gibt in der ganzen Heiligen Schrift keinen Vers und kein Kapitel, das
da Größeres in sich fassen möchte als das Gleichnis vom ‚verlorenen Sohn‘. —
Sehet, er heißet ‚Luzifer‘! — In diesem Namen steckt das gesamte Kompendium des
verlorenen Sohnes. Nun denket euch, daß beinahe die gesamte gegenwärtige
Menschheit nichts als Glieder dieses einen ‚verlorenen Sohnes‘ sind!“
[Hi.
1, S. 306, 1, 9, 10]
Der
einstige Bischof Martin zu Satan: „Ich glaube fest, daß an deinem Elend niemand
schuld ist als du ganz allein! Wolltest du in diesem Augenblicke dich zum Herrn
wenden und als ein wahrhaft verlorener Sohn zurückkehren in den Schoß deines
heiligen, ewigen Vaters, — fürwahr, auf ewig will ich an deiner Statt das
elendeste Wesen der Unendlichkeit sein, so Er dir nicht augenblicklich
liebeerfüllt mit offenen Armen entgegenkäme und dich unter der größten
Festlichkeit aller Himmel als Seinen liebsten Sohn aufnähme!“
[BM.,
Kap. 192, 6]
Der
Herr zu Luzifer, der in der Qual seiner selbstverschuldeten Gottesferne um
Vernichtung bittet: „Höre! Nicht vernichten will Ich dich, sondern erhalten und
zurückführen auf fremden Wegen dahin, von wo du voll sündiger Hoffart ausgegangen
bist!“
[H.
Bd. 1, Kap. 40, 7]
Der
Herr: „Der Wohnsitz des Zentralgeistes Luzifers befindet sich im Mittelpunkt
eurer Erde, wo er durch Gottes Urmacht gebannt ist; denn der Willenshauch des
Allerbösesten ist so unbeschreiblich schrecklich, daß ihr Menschen euch davon
nimmer einen Begriff machen könnt.“
[Ed.,
Kap. 55, 10-11]
Der
Herr: „In dem endlos tiefen Zeiten- und Ewigkeiten-Raume wurden nach der Zahl 3
und 7 in der endlosen Zahlenfülle Geister, Mir ähnlich, von Mir ins freie
Dasein gerufen. — Eine Unzahl hat sich durch den Mißbrauch ihrer Freiheit von
Mir getrennt; aber auch eine Unzahl hat sich mit Mir auf ewig vereinigt. — Was
sollte denn mit der getrennten Unzahl werden? Sollte sie für ewig zugrunde
gehen oder zu Mir zurück geführt werden? Siehe, das war sogar für Mich, den
allmächtigen und höchst weisen Schöpfer, keine geringe Frage! Denn lasse Ich
sie zugrunde gehen, so ist auch in Mir der Tod zu Hause. Führe Ich sie aber
zurück, dann ist die unantastbare Heiligkeit Meiner urewigen Ordnung gefährdet.
— Worin aber bestand die Lösung dieser großen Frage? — Die Liebe, als das
alleinige Leben in Gott, mußte sich gewisserart trennen, die Unzahl der
getrennten Geister ergreifen, sie binden mit ihrer Macht und aus ihnen
gestalten zahllose Weltenmassen aller endlosen Arten, je nach der Beschaffenheit
der Geister, die darin eingefangen wurden.“
Hi. Bd. 2, S. 135, 4-7
Ev. Bd. 2, Kap. 227
Ev. Bd. 11, Kap. 17, 6 ff./ 16, 1 ff.
BM. Kap. 192, 8-10
Der
Herr: „Was alles habe ich getan, um dieses Wesen Luzifer (Satan) zu retten und
es der endlichen Vollendung zuzuführen; allein es will Mir dies Werk nicht
gelingen! — Ja, Ich habe an diesem Wesen einen Fehler begangen, da Ich es zu
vollkommen geschaffen habe, um es nach der Vollendung so endlos glücklich zu
machen, als es nur immer in Meiner ewigen Allmacht, Weisheit, Güte, Liebe und
Erbarmung steht! Allein dieses nicht einmal zu einer Viertelreife gediehene
Wesen setzt sich gerade jetzt in den allerwichtigsten und heikelsten Augenblicken
seiner Ausbildung so sehr gegen Meine alles leitende Ordnung, daß Ich im Ernste
traurig werden muß über solchen Starrsinn! Und da Ich Satana dennoch nicht
auflösen kann zufolge Meiner ewigen Liebe und Erbarmung, so sehe Ich mich
genötigt, einen endlos langen Prozeß einzuleiten, um dadurch nach und nach
diesen Starrsinn zu schwächen und Mir auf der anderen Seite zu bilden eine ganz
neue Kreatur aus Meinen Kindlein nach Meinem Herzen!“
[H.
Bd. 3, Kap. 22, 18-22]
Jesus,
der Herr, zu dem auf seinen trotzigen Willen pochenden Satan in der geistigen
Welt: „Weißt du denn, ob es nicht Mein geheimer Wille ist, daß du so sein mußt,
wie du bist?! Weißt du es, ob Ich dich nicht schon von Urbeginn zum Fall
bestimmt habe?! Kann das Werk wohl je dem Werkmeister vorschreiben, wie und
wozu er es gestalten solle? — Ein Erzgießer fertigt aus einer feuerfesten Masse
seine großen Schmelztiegel, diese kommen in ein mächtig Feuer, und in ihnen
kocht dann das harte Erz; und wenn es genug zerkocht ist, dann fließt es wie
Wasser in verschiedene brauchbare Formen. Ist das Erz in Formen gegossen, dann
werden diese abgekühlt und erleiden keine Glut mehr; aber der Tiegel bleibt in
der Glut, damit anderes Erz in ihm geschmolzen werde, und wird nicht eher
abgekühlt, als bis er unbrauchbar geworden ist; dann wird er verworfen für
immer als nicht mehr brauchbare, ausgebrannte Materie.
Bin
Ich nicht ein Werkmeister aller Werke?! Wenn Ich Mir Werkzeuge schaffe, wie Ich
sie brauche und haben will, — sage, kannst du Mir trotzen, weil du so bist, wie
du bist, und nicht anders sein kannst als so nur, wie Ich es will?! — Ich aber
bin kein harter Erzgießer, sondern ein Meister voll Liebe, so daß Ich sogar
Meine Tiegel aus ihrer langen Glut ziehe, wenn sie es wünschen und in die
Ordnung Meiner freien Werke übergehen wollen; wollen sie das aber nicht, und
macht es ihnen mehr Freude, Meine ewigen Schmelztiegel zu verbleiben, so ist es
Mir auch recht, — denn da brauche Ich Mir keine neuen zu schaffen! Bleiben sie
aber Tiegel, so sind sie, wie sie sein müssen, und unmöglich, wie sie sein
wollen; denn ein Werkzeug kann nicht anders sein, als wie Ich es gestalte und
haben will!“
[BM.
Kap. 119, 10-13]
Der
Herr in der geistigen Welt zu dem in seinem Trotz beharrenden gefallenen Engel
Luzifer: „So wenig ein Topf zum Töpfer sagen kann: ‚Ich bin, wie ich sein
will!‘, während ihn doch der Töpfer gestaltet, ebenso wenig kannst du zu Mir
sagen, daß du seiest, wie du wollest, — während du doch nur sein mußt, wie Ich
es will! Nur gebe Ich, als selbst die ewige Liebe, dir nebst diesem deinem
Gericht soviel lebendige Freiheit, derzufolge du
deinen qualvollsten Zustand fühlen, begreifen und ändern kannst, wenn du es
willst; willst du es aber nicht, so bleibe, wie und was du bist, — nicht aber,
weil du es so willst, sondern weil Ich es also will! — Willst du aber dein Los
verbessern, so werde Ich an deine Stelle ein anderes, Mir in deiner Art
dienliches Werkzeug setzen!“
[BM.
Kap. 119, 14-15]
Des
Herrn gewaltige Zurechtweisung Luzifer-Satans: „Als du eigenmächtig und
böswillig Mich flohst Ewigkeiten hindurch und kamst in das unantastbare Gebiet
der unendlichen Heiligkeit Gottes, darinnen du für alle Ewigkeiten vernichtet
worden wärest, wer streckte da Seinen mächtigen Arm aus, ergriff dich mit aller
Liebe und setzte dich hierher (auf diese Erde) und wollte dich sich völlig
gleichmachen?! — Aber deine Hoffart verschmähte immerdar des ewigen,
allmächtigen, unendlich heiligen Gottes allerhöchste Liebe!“
[H.
Bd. 1, Kap. 115, 11-12]
Der
Herr: „Luzifer ist ein verworfener Geist, der sich nimmerdar
bekehren mag und Mich nimmer anerkennen will als den alleinigen Gott aller
Heiligkeit, Macht und Kraft, sondern ihm ist es um die Alleinherrschaft zu tun,
darum er stets im Sinne führt, Mich zu schwächen und endlich ganz zu vernichten
und sodann alle Gewalt über alle Himmel und Welten an sich zu reißen!“
[H.
Bd. 2, Kap. 158, 5]
Satana
schildert auf des Herrn Geheiß ihr eigenes lügnerisches, boshaftes und starrsinniges
Wesen, sowie ihre einstige hehre Bestimmung, neben Gott wie ein zweiter Gott zu
sein und zu herrschen mit Ihm, aber dennoch Ihn zu lieben über alles und Ihm zu
sein (in tiefst- und reinstgeistiger Bedeutung), was
da ein treues Weib ist dem Manne.
[H.
Bd. 3, Kap. 17]
Jesus
zu verstockten, ergrimmten und anmaßenden Tempeljuden, die sich stolz ‚Gotteskinder‘
nennen: „Ihr seid Kinder des Vaters der Teufel! Der war ein Mörder von Anfang
an und ist nicht bestanden in der Wahrheit! Die Wahrheit war niemals in ihm;
denn er war allzeit ein Lügner und ein Vater der Lüge! (Joh. 8, 44)“.
[Ev.
Bd. 6, Kap. 199, 17]
Satan
in der geistigen Welt zu Jesus, dem Herrn: „Obwohl ich neben Deiner ewigen,
unendlichen Macht meine Ohnmacht zutiefst fühle, sehe ich es als einen Triumph
meines Stolzes an, daß ich Dir ewig trotzen kann!“
[BM.
Kap. 119, 5]
Große
Auseinandersetzung in der geistigen Welt zwischen Jesus, dem Herrn, und Satan,
Seinem uralten
Widersacher.
[BM.
Kap. 119]
Der
aus der Hölle errettete Teufel Cado zu dem als
‚Göttin Minerva‘ erscheinenden Luzifer-Satan: „Alle die zahllosen Engel haben
eine Freude darüber, daß du in deiner schönsten, urwahren Gestalt so lange
verharrst und sie Gelegenheit haben, die erste Urschönheit, den ersten
‚Grundgedanken alles Seins aus Gott‘ vor sich zu haben und anzustaunen. — 0
‚Lichtträgerin‘ alles dessen, was der geschaffene Geist schön nennen kann,
mache keine Bedingungen mehr und komm! Denn mein Inneres sagt es mir, daß auf
deine Rückkehr alle Himmel schon äußerst lange Zeitenläufe vergeblich harrten
und sich nach der Lust sehnten, dich als die Krone endlicher Vollendung aller
Dinge und Wesen die Ihrige nennen und ehren zu können.“
[Rbl.
Bd. 2, Kap. 175, 6]
Jesus
ruft Luzifer-Satan, der in Drachengestalt im jenseitigen Hause des einstigen Bischofs
Martin erscheint, erst als Vater, dann als allmächtiger Herr vor sich, darauf Satans
Trotzworte: „Nein, Dir gehorche ich nimmer; denn ich allein bin der Herr der Unendlichkeit,
und Du bist, was Du bist, nur durch mich!“ — — — Der Herr ergreift den
Widersacher mit Seiner Willensmacht und schleudert ihn vor sich hin, daß er
daliegt wie tot.
[BM.
Kap. 116, 2-8]
Der
Herr stellt der Satana frei, männliche Natur und Gestalt anzunehmen. Da ward
aus der Satana ein kräftig aussehender Mann.
[H.
Bd. 3, Kap. 23, 14-18]
Der
Herr weist dem Satan einen Wohnsitz im Mittelpunkt der Erde im Feuer Seines Zornes
an.
[H.
Bd. 3, Kap. 87, 9-14]
Der
Apostel Johannes zu Satan auf unserer Sonne nach Beantwortung listiger
Fangfragen: „Wir gebieten dir jetzt, diese Welt mit deiner Zentralwesenheit zu
verlassen und dich im Namen des Herrn zur Erde auf den dir bestimmten Ort zu
begeben! Wirst du dort ruhig sein, so soll dir kein weiteres Leid zukommen;
wirst du aber voll Unruhe und Bosheit sein, dann wirst du dir es selbst zuzuschreiben
haben, wenn dir der Herr Seines Zornes Schärfe zum Verkosten geben wird!“
[BM.
Kap. 199, 8]
Jakob
Lorber und sein Freund erschauen in der jenseitigen Sphäre des Apostels Petrus
sinnbildliche Darstellungen des siegreichen Kampfes des Himmels mit dem
höllischen Widersacher um das Licht des göttlichen Wortes auf Erden.
[GS.
Bd. 1, Kap. 11, 2-10]
Abedam-Jehova zu Henoch, dem ersten Hohenpriester
der Urzeit, der Ihn besorgt nach der Macht Satans fragt: „Kümmere dich nicht um
Meine großen, unerforschlichen Wege, sondern bleibe unbesorgt auf dem kleinen
Meiner Liebe zu euch und lasse unbesprochen die großen Reiche der Finsternis,
so kannst du völlig versichert sein, der noch sehr starke Fürst des Todes wird
mit dir und mit allen Brüdern deiner Liebe gar wenig zu tun haben. Ich sage
dir: es würden für dich Ewigkeiten nicht auslangen, um zu erforschen die Größe
seiner (Satans) Macht und Stärke; aber dessen ungeachtet ist er nur ein erschaffener
Geist, und wo alle seine Macht für ewig aufhört, fängt erst Meine unendliche Allmacht
an!“
[H.
Bd. 2, Kap. 25, 9-10]
Jesus:
„Alle in einer klaren Nacht sichtbaren Sterne machen nicht mal den kleinsten
Teil der Anzahl jener Sterne aus, die noch nie, auch nicht von den schärfsten
Menschenaugen, gesehen wurden. Und siehe, diese zahllos vielen Welten sind
Schulhäuser für allerlei Geister, und du kannst daraus entnehmen, warum es in
der Schrift heißt, daß Gottes Ratschlüsse unerforschlich und Seine Wege unergründlich
sind.“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 160, 9]
Die
Gottheit zu Luzifer vor der materiellen Weltenschöpfung und vor der Erschaffung
des ersten Menschen: „Ich nehme dir die große Last der mit dir gefallenen
Geister und lege sie in die Erde und in alle Sterne, und da soll kein Stäubchen
nutzlos schweben und soll bergen ein lebend Wesen, dir gleich!“
[H.
Bd. 1, Kap. 40, 23]
Der
Herr: „Die Materie ist eine große Demütigungsschule der (gefallenen)
hoffärtigen Geister.“
[Hi.
Bd. 1, S, 110, 6]
Jesus:
„Die Materie oder der gefestete Gotteswille ist eine Erlösungsanstalt, durch
welche die beim Falle Satans mitgefallenen Sondergeister nach der bestehenden
Ordnung die vollkommen selbständige Freiheit erreichen können.“
[Ev.
Bd. 2, Kap. 232, 3]
Jesus:
„Daß ein Teil der urgeschaffenen Geister die „Du-sollst-Gebote“ nicht
beachtete, führte zur sichtbaren materiellen Schöpfung, welche als ein Gericht
auf die Nichthaltung der gegebenen Gebote folgen mußte und, geistig genommen,
nichts als der längere Weg zur seligsten, vollreifen Existenz der geschaffenen
Geister ist.“
[Ev.
Bd. 2, Kap. 227, 12]
Der
Erzengel Raphael: „Im Menschen finden viele Urgedanken und Urideen Gottes die
Erlösung von ihrem alten Gericht. Sie erkennen Gott als den Urgrund allen Seins
und Lebens und kehren als frei, selbständige Wesen — wenn sie nach Seinem
erkannten Willen gelebt haben — zu Ihm zurück. Aber es ist in dieser freien,
selbständigen Umkehr auf den zahllos vielen und höchst verschiedenartigen Weltkörpern
ein ebenso großer Unterschied wie in und zwischen den Weltkörpern selbst! — Die
vollkommenste Rückkehr zu Gott ist und bleibt nur auf und von dieser Erde
möglich, weil hier jeder Mensch in seiner Seele und in seinem Geiste Gott
vollkommen ähnlich werden kann, wenn er nur will! Denn wer hier nach Gott
strebt, der wird auch zu Gott kommen!“
[Ev.
Bd. 7, Kap. 17, 7-8]
Jesus:
„Es geschieht zuweilen, daß die einst aus einer Sonne entflohenen Geister in ihren
materiellen Klumpen ganz in die Nähe ihrer Sonne gelockt werden; aber der
ungeheure Tätigkeitseifer der diese Sonne umgebenden freieren Geister, dem
hauptsächlich das Leuchten der äußeren Sonnenoberfläche zu verdanken ist,
bewirkt, daß auch alle in den starren Klumpen zusammengeschrumpften Geister
insgesamt sich zur höchsten Tätigkeit erheben, auseinanderfahren und ein jeder
für sich das Weite sucht. Die Folge solcher erwachten Tätigkeit der in einem
Planeten oder Kometen lange zusammengeballten Geister ist die plötzliche
Auflösung des Klumpens und die Erlösung vieler Millionen Geister, von denen die
meisten sich in die rechte Lebensordnung (der Liebe) zurückbegeben und zu
Engelsgeistern werden, zu nützlichen Hütern ihrer weniger freien Lebensbrüder,
zu deren schnelleren Erlösung sie vieles beitragen.
[Ev.
Bd. 4, Kap. 105, 17]
Jesus:
„In den aus den Planetarsonnen freigewordenen Urgeistern erwachte der schon
ganz ernstliche Wille, ins Urreingeistige durch die Befolgung der Ordnung
Gottes überzugehen. Viele bekämpften den in sie gelegten Reiz (zur Eigenliebe)
und wurden zu (gehorsamen) Engeln, ohne vorderhand einen Fleischesweg
durchzumachen. Denen, die sich diesem Wege entweder gleich auf der Sonne oder
gar auf dieser Erde unterziehen wollten, ward solches freigestellt, was aber
auch bei den größeren Zentralsonnen der Fall ist — doch nicht so häufig, wie
bei der Planetarsonne, die dieser Erde das Licht verleiht.“
[Ev.
Bd. 4, Kap. 105, 11]
Jesus:
„Was Gott einmal ins Dasein gerufen hat, kann wohl die Form verändern und aus
einer minder edlen in eine edlere übergehen, oder auch umgekehrt, doch niemals
vernichtet werden.“
[Ev.
Bd. 2, Kap. 232, 7]
Jesus
zu ungeduldigen Seelen im Paradiese: „Lästernde Teufel zu vernichten, wäre
nicht in der Ordnung Gottes, die nichts zerstören, sondern ewig alles erhalten
will, ja sogar erhalten muß, weil auch die Gottheit selbst litte, wenn nur das
Kleinste, das aus Ihr hervorging, zerstört würde!“
[BM.
Kap. 126, 8]
Der
Planet Saturn mit seinen Ringen und Monden ist eine wunderbare geistige
Seelenschule für die gewalttätigen, zerstörungssüchtigen Urgrundgeister dieses
Weltkörpers.
[Sa.
Kap. 48-51]
Jesus:
„Die Erschaffung der Materiewelt geschah ganz auf dem Wege der göttlichen Ordnung;
denn die Folge des Nichtbeachtens des göttlichen Gebotes war ebenso bestimmt
vorgesehen, wie der freie Zustand jener Geister, die das Gottesgebot erfüllt haben.“
[Ev.
Bd. 2, Kap. 231, 6]
Jesus:
„Die mit Luzifer aus der Ordnung Gottes gefallenen Urgeister sonderten sich ab
in große Vereine und stellten sich in für euch unvorstellbaren Entfernungen
auf. Ein jeder Verein wollte von einem zweiten nichts mehr sehen und erfahren,
um nur der Eigenliebe so recht weltendick frönen zu können. Durch dieses stets
wachsende Eingehen in die Eigenliebe und Selbstsucht, in den dadurch mehr und
mehr erwachten Hochmut und in eine grenzenlose Herrschsucht schrumpften die
zahllos vielen Lebensformen endlich nach dem Gesetz der Schwere, das sich aus
der Eigenliebe entwickelt hatte, zu einem übergroßen Klumpen zusammen, — und
die materielle Urzentralsonne einer Hülsenglobe war fertig. Nun aber gibt es im
unendlichen Raume eine Unzahl solcher Hülsengloben, wo überall eine Urzentralsonne
zahllosen Weltengebieten zum gemeinsamen Mittelpunkte dient, und diese
Urzentralsonnen sind eben die zusammengeschrumpften Urgeistervereine, aus denen
mit den Zeiten der Zeiten alle anderen Sonnenalle, Sonnengebiete, Nebenzentralsonnen,
Planetensonnen, Planeten, Monde und Kometen hervorgegangen sind.“
[Ev.
Bd. 4, Kap. 105, 2-3]
Randbemerkung
Jakob Lorbers über die unermeßliche Größe und Bedeutung einer „Hülsenglobe“.
Das Wort ‚Hülsenglobe‘ ist die Benennung der Zusammenfassung von etwa Dezillionen Sonnen, die als Zentralsonnen erster, zweiter,
dritter und vierter Ordnung mit den zahllos vielen Planetarsonnen, wie die
unserer Erde eine ist, sich alle um einen gemeinsamen, unermeßlich großen
Mittelpunkt, der auch eine endlos große Hauptmittelsonne ist, in weitgedehnten
Bahnen bewegen. — Zahllos viele solcher Hülsengloben, die in für uns Menschen
undenkbar weiten Entfernungen voneinander abstehen und den unendlichen Raum
erfüllen, führen den gemeinsamen Namen „Der große Weltenmensch“.
[Ev.
Bd. 2, Kap. 57, Fußnote]
Jesus:
In den Urzentralsonnen der Hülsengloben ward vielen großen Geistern der Druck
zu mächtig. Sie entzündeten sich zornglühend und machten sich vom Urdrucke los.
Sie flohen endlos weit von ihrem ersten Vereinsklumpen. Eine Zeitlang
schwärmten sie frei und harmlos in voller Ungebundenheit im endlosen Raume
umher und machten gute Miene, von selbst in die reingeistige Ordnung zurückzukehren;
aber weil sie der Eigenliebe nicht ledig werden konnten, fingen sie endlich
auch wieder an, zu einem festen Klumpen zusammenzuschrumpfen, und es entstanden
daraus Zentralsonnen zweiten Ranges in allen zahllosen Hülsengloben.“
[Ev.
Bd. 4, Kap. 105, 4]
Jesus
beschreibt die Bildung der Zentralsonnen dritten Ranges und der Planetarsonnen,
die nach den gleichen Schöpfungsideen und -gesetzen wie die Zentralsonnen
ersten und zweiten Ranges entstanden.
[Ev.
Bd. 4, Kap. 105, 5-10]
Gewaltige
Größenverhältnisse, sowie Gestaltung der Länder und Meere auf einer Zentralsonne.
[GS.
Bd. 2, Kap. 26, 3-11]
Geistige
Wanderung durch die landschaftlichen und baulichen Herrlichkeiten eines Zentralsonnengebietes,
deren entsprechungstiefe Bedeutung von dem Evangelisten Johannes erläutert
wird.
[GS.
Bd. 2, Kap. 28-57]
Der
Evangelist Johannes beim geistigen Besuch einer Zentralsonne zu seinen
irdischen Begleitern: „Ihr müsset andere Weltkörper nicht nach eurer Erde
bemessen; denn diese ist ein Bettelstübchen nur gegen die Paläste der Fürsten.
So gibt es im Bereiche der Sternbilder Orion, Löwe und des Großen Hundes Sonnenwelten,
vor deren Herrlichkeit und Pracht ihr hier schier vergehen würdet!“
[GS.
Bd. 2, Kap. 14, 3 und 4]
Jesus:
„Es gibt noch eine eigene Gattung von Sonnen — die Doppelsonnen, die aber keine
Zentralsonnen sind, sondern nur seltene Planetarsonnen. Eine der Doppelsonnen
ist stets bedeutend größer als ihre Begleiterin. Die kleinere bahnt um die
größere wie ein Planet. Um jede der beiden Sonnen bewegt sich eine Anzahl
Planeten von verschiedener Größe, auf denen die Bewohner ein gutes Sein haben.“
(Ev.
Bd. 6, Kap. 248, 12)
Jesus:
„Einige Geistervereine, die sich aus den Planetarsonnen mit den besten Vorsätzen
losmachten, konnten sich von der Eigenliebe dann doch nicht ganz befreien und
fingen an, dem Urreiz in sich zu frönen. Bald wurden sie als dunstige Kometen
mit einem langen Schweif materiell ersichtlich. Dieser Schweif zeigte an die
Gier der schon materiell werdenden Geister nach materieller Sättigung. Solch
ein Komet, eine Anhäufung von sehr materiell gewordenen Geistern, irrt viele
Jahrtausende im Ätherraume umher und sucht Nahrung wie ein reißender Wolf.
Durch dieses stete Einsaugen wird er immer dichter und schwerer. Mit der Zeit
wird er von der Sonne, der er entflohen ist, wieder soweit angezogen, daß er
ordnungsmäßig um sie zu kreisen beginnt. Muß er sich einmal solche Ordnung
gefallen lassen, so wird er ein Planet wie diese Erde.“
[Ev.
Bd. Bd. 4, Kap. 105, 12-14]
Jesus:
„Die Planeten bekommen von ihrer Sonne ihre Nahrung, die zugleich ein Köder
ist, um die Entlaufenwollenden stets näher an die Sonne zu ziehen und sie
wieder in sich zu begraben — ein Wunsch der urgeschaffenen Sonnengeister, der
jedoch nie in Erfüllung geht. Die Planetengeister nehmen zwar die aus der Sonne
zu ihnen kommende Nahrung recht gerne auf, aber von einer völligen Vereinigung
mit der Sonne wollen sie nichts wissen.“
[Ev.
Bd. 4, Kap. 105, 15]
Jesus:
„Ein Komet ist ein werdendes Gericht für gewisse Geister. Diese müssen sich nach
und nach ergreifen, so daß sie im Raume mit der Zeit eine materielle Masse
bilden. Diese Bildung der sichtbaren festen Masse nennen wir die Einhülsung der
geistigen Potenzen, und diese Einhülsung ist das eigentliche Gericht, aus dem
dann nach langen Zeiten die gefangenen Geister ihre Lebensfreiheit wieder
erlangen können. Und weil die Kometen werdende Gerichte sind, so ist auch ihr
Einfluß auf die Menschen einer schon fertigen Erde ein erregender.“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 166,14]
Jesus
auf die Frage des Lazarus von Bethanien: „Die Meteore haben einen doppelten
Ursprung. Sie sind zumeist Auswürfe der Sonne, auf deren Oberfläche zuweilen
heftige Ausbrüche erfolgen. Bei solchen Ausbrüchen werden große Massen mit
einer für dich unbegreiflichen Gewalt in den Weltenraum hinausgeschleudert, und
es kommen von ihnen auch stets solche in die Nähe der Erde. Sobald sie in die
Luftregion dieser Erde gelangen, erglühen sie und werden als fliegende Sterne
sichtbar. Gelangen sie tiefer in die Erdluft, so werden sie von der Erde
angezogen und fallen auf deren Boden. Eine andere Art von Meteoren entsteht
durch Ausbrüche und Auswürfe feuerspeiender Berge der Erde.“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 166, 16-18]
Jesus
erklärt die Bildung und Bedeutung des Schweifes der Kometen.
[Ev.
Bd. 6, Kap. 233,9]
Jesus
zu drei gereiften Freunden: „Eure Erde ist gewiß kein kleiner Weltkörper, und
die Sonne ist etwa um tausendmal tausend Male größer als die Erde; aber schon
die nächste Zentralsonne ist viele hundert tausend Male größer als eure Sonne
und hat mehr Inhalt als die überaus zahlreichen Planetarsonnen samt ihren
Erden, Monden und Kometen, die sich alle in weit gedehnten Kreisen um solch
eine Zentralsonne in großer Schnelle bewegen und dennoch oft tausendmal tausend
Erdjahre benötigen, um nur einmal ihre weite Bahn zu vollenden. — Nun gibt es
aber noch eine zweite Gattung von Zentralsonnen, um die sich in noch viel
größeren Bahnen ganze Sonnengebiete mit ihren Zentralsonnen bewegen, von denen
die entferntesten schon ein Äon von Erdjahren brauchen, um diese Zentralsonnen
2. Ordnung einmal zu umkreisen. Eine Zentralsonne 2. Ordnung mit ihren Sonnen-
gebieten wollen wir ein Sonnenweltall nennen.
— Nun
denket euch eine ebenso große Anzahl solcher Sonnenweltalle. Diese haben in
einer für den Menschenverstand unmeßbaren Tiefe und Ferne eine gemeinsame
Zentralsonne, die als Weltkörper noch um zehnmal tausendmal tausend Male größer
ist als die Sonnenweltalle die um sie in unermeßlich weiten Kreisen bahnen. —
Diese Sonnenweltall-Gesellschaft mit ihrer Zentralsonne wollen wir ein Sonnen-Allall nennen. Solcher Allalle
gibt es wieder eine für euch nicht zählbare Menge, und alle haben wieder in
einer unvorstellbaren Tiefe eine ungeheuer große Urzentralsonne um die sie ohne
Störung ihrer Sonderbewegungen wie ein Körper in einer nur für Engel
meßbaren, weiten Bahn kreisen. Ein solches Sonnen- und Weltensystem um eine
Urzentralsonne wollen wir, um einen faßbaren Begriff zu bekommen, eine
Weltenhülsenglobe nennen, weil alle diese vorbezeichneten Allalle,
nach allen Richtungen um die Urzentralsonne kreisend, eine unermeßlich große
Kugel darstellen und infolge ihrer gedankenschnellen Bewegung und der dadurch
bewirkten Wurfkraft nach außen hin in einer unermeßlichen Ferne eine Art Hülse
bilden, deren Dichte der atmosphärischen Luft eurer Erde gleichkommt und einen
Durchmesser hat, der mit tausendmal tausend Äonen viel zu gering angenommen
wäre.“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 245, 5-8]
Jesus:
„Eine wahre Sonnenmonarchie heiße Ich eine Hülsenglobe. Eine Globe ist sie ihrer kugelrunden Gestalt wegen. Hülsen
(Schoten) aber sind alle Weltkörper in ihr, weil sie alle ein gerichtetes
geistiges Leben umhülsen und weil am Ende diese
Trägerin (Globe) selbst eine Universalhülse ist, da
in ihr äonenmal Äonen Sonnen zur Haltung einer bestimmten
Ordnung eingehülst erscheinen“.
[Ev.
Bd. 5, Kap. 115, 13-14]
Jesus:
„Jede Hülsenglobe hat außer der allgemeinen Bewegung mit dem großen Weltenmenschen
eine Bewegung um ihre Achse, und das darum, damit ihre Haut sich fortwährend an
dem sie allenthalben umlagernden Äther reibt und dadurch eine gerechte Menge
elektrisches Feuer gleich dem der Blitze erzeugt, das dann als Hauptnährstoff
für alle in einer solchen Globe kreisenden Weltkörper
dient.“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 248, 1 und 2]
Jesus
belehrt neue Himmelsbürger: „Alle Komplexe von Sonnen- und Weltuniversen, die
sich in unmeßbar weiten Kreisen um eine Urmittelsonne bewegen, sind in tiefster
Ferne mit einer festen Hülse umfangen, durch die kein materielles Wesen dringen
kann. Diese Hülse besteht aus einer eigenen, diamantartigen, durchsichtigen
Materie und ist nach innen höchst spiegelglatt. Alles Licht, das von zahllosen
Sonnen ausgeht und von keiner Sonne noch Erde aufgefangen wird, fängt diese
Hülse auf und wirft es zurück.“
[Rbl.
Bd. 2, Kap. 300, 6]
Jesus:
„Der Regulus im ‚Großen Löwen‘ ist die Urzentralsonne der die Erde bergenden Hülsenglobe.“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 247, 8]
Jesus:
„Der Regulus im Sternbild des Löwen ist eurem Auge nur ein schimmerndes Pünktchen
und ist doch ein so großer Sonnenweltkörper, daß ein Blitz über eine Trillion
von Erdjahren zu tun hätte, um von seinem Nordpol bis zu seinem Südpol zu
gelangen. Sein eigentlicher Name ist Urka; er ist der
Zentralschwerpunkt einer Hülsenglobe, die aber für sich nur einen Nerv im
großen Weltenschöpfungsmenschen ausmacht, und deren dieser große Schöpfungsmensch
ungefähr soviele hat als die Erde des Sandes und des Grases. Der Großweltenmensch
macht aber von seinem Anfang bis zu seiner geistigen Vollendung nur eine
einzige Schöpfungsperiode aus.“
[Ev.
Bd. 4, Kap. 254, 4]
Jesus:
„Alle die zahllos vielen Hülsengloben stellen in ihrer Gesamtheit einen
ungeheuren, für eure Begriffe endlos großen Schöpfungsmenschen dar. In diesem
Menschen entspricht die Hülsenglobe, in der sich unsere Erde befindet, geistig
dem Herzen.“
[Ev.
Bd. 5, Kap. 114, 4]
Drei
gereifte Freunde Jesu von der Schilderung der Größe und des Inhalts einer
Hülsenglobe überwältigt: „Herr, uns ergreift ein Schwindel vor der erschreckenden
Größe Deiner Schöpfung! Kann die je ein Engel übersehen und begreifen?.“ Darauf
Jesus: „Ganz sicher, sonst wäre er kein Engel. — Aber laßt von euerm Schwindel
nur ab, Ich habe euch erst kaum einen Punkt Meiner Schöpfung gezeigt. Wir sind
bei der großen Hülse als der gemeinsamen Umfassung der zahllos vielen
Sonnenallalle stehengeblieben. Solch eine Hülsenglobe ist tatsächlich nur ein
Punkt in Meinem unendlichen Schöpfungsraum. — Denket euch nun ganz außerhalb
der ungeheuer großen Hülse oder äußersten Haut, die eine Hülsenglobe umfaßt,
einen ungeheuer weiten Raum nach allen Seiten hin ganz leer, und das so weit
hin, daß jemand selbst mit dem schärfsten Auge von der endlos großen
Hülsenglobe nur ein matt schimmerndes, kleinstes Pünktchen entdecken würde und
in der entgegengesetzten Richtung wieder ein solches Pünktchen. Das gäbe dann
ungefähr ein Maß der Raumweite zwischen zwei Hülsengloben, und wir hätten also
zwei nachbarliche Hülsengloben kennengelernt. — Was werdet ihr aber dazu sagen,
daß es solcher Hülsengloben zahllos viele gibt, die alle zusammen nach Meiner
Ordnung in der Gesamtumfassung genau einen Menschen darstellen?! Wie groß muß
dieser Mensch sein, wenn schon eine Hülsenglobe so unermeßlich groß ist und
noch äonenmal Äonen Male größer die Entfernung von
einer Hülsenglobe zur anderen?! — Auch dieser Mensch hat als äußerste Umfassung
eine Art Haut wie jede einzelne Hülsenglobe, die denselben Zweck hat wie die
Haut einer Hülsenglobe. — Ihr werdet euch nun wohl fragen, was es denn
außerhalb dieses Menschen gibt, worauf dieser große Mensch steht, und was er
tut. Außerhalb dieses Weltenmenschen geht nach allen Richtungen der freie Ätherraum
ewig fort, den dieser Mensch in einem für eure Begriffe wahrhaft endlos großen
Kreise, durch Meinen Willen getrieben, mit für euch unbegreiflicher Schnelle
durchfliegt, und das wegen des Nährstoffes aus dem Äthermeer, das er
gewisserart wie ein Fisch durchschwimmt. Da es im freien, großen Ätherraume nirgends
ein Oben oder Unten gibt und kein Wesen weder auf die eine noch auf die andere
Seite irgendwohin fallen kann, so steht dieser Mensch ganz gut und fest im
Ätherraum wie diese Erde und alle äonenmal Äonen
Sonnen in einer Hülsenglobe.“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 245, 9-19]
Robert
Blum und seine mit ihm vollendeten Freunde erschauen im himmlisch-geistigen
Diorama das Gesamtbild der materiellen Schöpfung: den großen Schöpfungsmenschen
als „verlorenen Sohn“.
[Rbl.
Bd. 2, Kap. 301, 1]
Jesus:
„Schneller als die Achsendrehung der Hülsengloben und (für die Erzeugung des
elektrischen Nährstoffes) noch ausgiebiger ist die Bewegung des großen Weltenmenschen
im freien Ätherraum. Die Schnelle seiner Bewegung im unendlich großen Kreise
ist so außerordentlich, daß er in einem Augenblick tausend Hülsenglobenweiten
vorwärtskommt, aber doch hunderttausendmal tausend Sonnenjahre vonnöten hat, um
wieder am alten Flecke anzulangen.
[Ev.
Bd. 6, Kap. 248, 3]
Der
lebensvollendete Robert Blum in höchstem Erstaunen beim Anblick des Großen
Schöpfungsmenschen: „Das ist ja eine vollkommene Menschengestalt! Die Knie
etwas vorgebogen; die Hände hängen nachlässig herab. Und das Haupt mit langen Absalomshaaren versehen, schaut wie das eines Trauernden,
nach vorwärts geneigt, in die bodenlose Tiefe. Die Lenden sind mit einer sehr
zerrissen aussehenden Schürze zur Not bedeckt. Kurz, die ganze Gestalt macht
auf mich einen wehmütigen Eindruck! — die ungeheure Größe könnte einen auf den
Gedanken führen, dies sei die Außengestalt des allwirkenden Geistes aus Dir, o
Herr. Aber die Trauergestalt sagt mir, daß dies unmöglich der Fall sein dürfte.
Auch müßte in Deinem Geiste, o Herr, ein Leben spürbar sein. Davon ist aber bei
dieser Großgestalt keine Spur zu entdecken. Sie ist wahrlich nur wie ein
Phosphorbild, durch Deine Allmacht ans unermeßliche Firmament gehaucht.“
[Rbl.
Bd. 2, Kap. 302, 2]
Jesus:
„Die atmosphärische Luft ist um vieles dichter als der reine Äther; doch auch
der Äther ist noch in Zeit und Raum enthalten und somit ein materielles Etwas,
obschon seine Urgrundstoffe gegen die verdichteten Stoffe einer Erdenwelt
scheinbar beinahe gewichtslos sind.“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 233, 10]
Der
Erzengel Raphael: „Steigen wir ungefähr zehn Stunden hoch über die Erde hinaus,
so werden wir keine Luft mehr antreffen, sondern den reinsten Äther. Aber
dieser Äther, der euch wie ein gänzliches Nichts erscheint, enthält zahllose
Stoffe und Elemente in einem noch ungebundeneren
Zustand als die allerreinste atmosphärische Erdluft. Sie sind dort freiere
Kräfte und dem Urfeuer und dem Urlichte um vieles näher verwandt, nähren die
Luft der Erde und alles, was auf ihr lebt und webt. — Aber der Äther ist noch
lange kein Reingeistiges, sondern er hat mehr innere Ähnlichkeit mit der Substanz
der Seele, aber nur insoweit, als er ein räumliches Mittel ist, durch das
zahllose Urkräfte aus Gott einander begegnen, sich verbinden und endlich
gemeinsam wirken.“
[Ev.
Bd. 7, Kap. 72, 3-5]
Der
Erzengel Raphael zu dem Römer Agrikola: „Hinter der
Substanz des Äthers ist das deinen Sinnen nicht sichtbare Geistfeuer, eine ewig
waltende Kraft, die, von Gott ausgehend, den unendlichen Raum erfüllt und in
einem fort wirkt und schafft.“
[Ev.
Bd. 7, Kap. 72, 9]
Der
Erzengel Raphael: „Das elektrische Feuer erfüllt den ganzen Schöpfungsraum und
macht in seiner völligen Ruhe den Äther aus, in dem die zahllosen Weltkörper
schwimmen, wie etwa die Fische im Wasser. Würden die Weltkörper in dem endlos
großen Schöpfungs- und somit Ätherraum auf einem Punkt ohne Bewegung, also in
voller Ruhe stehenbleiben, so würden sie bald wie ein Leichnam verkümmern,
vermodern, sich auflösen und in den ruhigen Äther übergehen. Darum hat der
Schöpfer mit Seiner Weisheit und Macht dafür wohl gesorgt, daß die zahllos
vielen Weltkörper sich in einer steten und sehr vielfachen Bewegung im großen
Ätherraum befinden, diesen fort und fort in hohem Maße beunruhigen und somit
zur Tätigkeit erwecken.“
[Ev.
Bd. 8, Kap. 143, 10]
Der
Herr: „Der Äther ist ein geistiges Wesen, welches sich zu allen Planeten
positiv, zu den Sonnen aber negativ verhält. Den Äther bilden äußerst reine,
friedliche und duldsame Geister; denn wären sie das nicht, wie schwer würden da
die Weltkörper es haben auf ihrem weiten Wege um die Sonne! Da diese
Äthergeister sonach äußerst reine, friedsame und nachgiebige Geister sind, so
findet an ihrem Dasein nichts ein Hindernis in seiner Bewegung.“
[Fl.
Kap. 10, 9-11]
Der
Jesusknabe im Tempel zu Jerusalem gebietet zur Belehrung der Tempelpriester einem
schweren und harten Stein: „Löse dich und werde zu Äther als deinem ursprünglichen
Element!“ Und der Stein verschwand.
[Dr.
T. Kap. 17, 5-7]
Der
Erzengel Raphael erklärt das Sieden und Verdampfen des Wassers als einen elektrischen
Akt, in welchem die erregten Äthergeister ihre ganze Macht und Gewalt bezeugen.
[Ev.
Bd. 8, Kap. 145, 6-8]
Der
Erzengel Raphael erläutert die Entstehung von Sturm, Blitz, Regen und Hagel,
sowie anderer meteorologischer Erscheinungen durch die erhöhte Tätigkeit der
Äthergeister und deren Kämpfe mit unreinen Erd und Luftnaturgeistern.
[Ev.
8, Kap. 143, 15-20, Kap. 144, 1-9]
Jonas,
ein Seher der Urzeit: „Dem Geiste ist ein Sandkörnchen mehr als dem
fleischlichen Auge diese ganze Erde! 0 Sandkörnchen, du großes Wunderwerk, du
bist mehr als ein Stäubchen. Eine Welt, eine unermeßlich große Welt bist du! In
ihren weiten Räumen wallt Licht und Leben! Große Ströme durchziehen ihre weiten
Kristalltäler, auf ihren hohen Bergen brennen tausend Sonnen, voll des
herrlichsten Lichtes aller Farben, und zahllose Wesen in nie geahnten, wunderbarsten
Formen beleben diese große Welt. Licht und Wärme sind ihre Nahrung; ihre
Bewegung gleicht einem Wanderer, dem ein hohes Reiseziel vorgesteckt ist. O du
Körnchen, du allein ja wärest mir genug für die ganze Ewigkeit!“
[H.
Bd. 2, Kap. 87, 12-16]
Der
Herr: „Wo ihr mit dem Mikroskop in einem Wassertropfen animalische Lebensformen
entdeckt, da steht das Reich der Tiere schon auf der tausendsten Stufe der Fortbildung.
Die erste Klasse der Tierwelt sind die unendlich kleinen Bewohner des Äthers.
Sie sind darin ungefähr das, was ihr in eurer Sprache ‚Atome‘ nennt, und sind so
außerordentlich klein (wohlgemerkt — nur eurem Auge), daß auf einem Punkte, den
ihr nur unter einer starken Vergrößerung entdecken könntet als solchen, schon
mehrere Trillionen Platz fänden. Diese Tiere entstehen aus dem Zusammenfluß der
Sonnenlichtstrahlen, welche einander allenthalben in dem unermeßlichen
Schöpfungsraum begegnen.“
[Hi.
Bd. 1, S. 82, 7, 8, 10]
Der
Herr gibt eine Beschreibung der im Äther und in Wolkenhöhe lebenden Kleinsturtiere
und ihrer Entwicklung zu immer reichhaltigeren Lebensformen bis zur irdischen
Tierwelt.
[Hi.
Bd. 1, S. 83, 11-19]
Der
Erzengel Raphael zu dem Römer Agrikola: „Alle
Wahrheit und Wirklichkeit ist nur im Reingeistigen daheim; und alle Materie ist
nichts anderes als der beharrliche Wille des Geistes, durch den er sie nach und
nach sänftigen, auflösen und endlich in einen ihm ähnlichen
substantiell-seelischen Leib umgestalten kann in kürzerer oder längerer Zeit,
je nachdem eine Seelensubstanz infolge des auch in ihr erwachten freien Willens
sich mehr oder weniger fügbar für die innere lebendige Ordnung des Geistes
erweist.“
[Ev.
Bd. 7, Kap. 74, 4]
Jesus
belehrt die Naturfreunde Andreas und Philippus über die Entstehung der Heuschrecken
und anderer niederer Tiere durch Urzeugung und aus Eiern.
[Ev.
Bd. 5, Kap. 251, 9-10]
Der
Herr: „Die von der Sonne ausgehenden Lichtatome sind die erste Stufe und der
Entstehungsgrund der Lichttierchen, und die Ansammlung solcher Strahlenatome zu
einem späterhin werdenden Planetenknäuel sind zugleich Ansammlungen des
tierischen Lebens auf einem werdenden Planeten.
[Fl.
Kap. 8, 24-25]
Jesus
belehrt die Seinen über die Entwicklung des in den Erdboden gelegten befruchteten
Samenkorns.
[Ev.
Bd. 2, Kap. 216, 6-13]
Jesus
zu einem römischen Oberstadtrichter, der die Grausamkeit des ständigen Kampfes
in der Naturwelt beklagt: „Um eine Menschenseele so zu gestalten, daß sie fähig
ist, ein Kind Gottes zu werden, muß sie nach einer langen Reihe von Jahren aus
einer Urzahl von Seelenpartikeln aus dem Reiche aller Kreaturen dieser Erde
zusammengefügt werden. Dieses Zusammenfügen der oft zahllosen Kreaturenseelen
nannten die alten Weisen ‚die Seelenwanderung‘. — Zwar verzehren sich die
äußeren, materiellen Formen der Kreaturen gegenseitig, dadurch aber werden
viele in den Kreaturen wohnende Seelen frei, und es vereinigen sich die
gleichartigen und werden auf einer nächsten, höheren Stufe wieder in eine
materielle Form eingezeugt, und so fort bis zum Menschen.“
[Ev.
Bd. 10, Kap. 184, 3-4]
Jesus
belehrt einen Naturfreund: „Alles, was diese Erde von ihrem Mittelpunkt an bis
weit über ihre höchste Luftregion hinaus enthält, ist Seelensubstanz und zwar
bis zu einer gewissen Lösezeit in einem mannigfach härter und milder
gerichteten Zustand, weshalb sie dem Auge des Menschen wie auch seinem Gefühl
als härtere oder weichere Materie sicht- und fühlbar wird. Dahin gehören alle
Steine und Erden, Mineralien, Wasser, sowie die Luft und alle noch ungebundenen
Stoffe in ihr. — Dann kommt das Pflanzenreich im Wasser und auf der Erde. In
diesem Reich erscheint das Gericht schon milder; denn die Seelensubstanz
befindet sich hier im Zustand der vollkommeneren Löse, und die Sonderung und
Einzelbildung der früher stark gemengten Seelenelemente tritt in diesem zweiten
Reich darum auch in großer Mannigfaltigkeit in Erscheinung. — Aber im dritten
Reich der Tiere, das um vieles mannigfaltiger ist, müssen wegen der Gewinnung
hellerer und freierer Einzelintelligenzen die Seelenelemente zu einer noch
größeren Einigung gebracht werden. Und darum vereinen sich hier auch zahllose
Kleintierseelen verschiedener Art in eine größere Tierseele, wie z.B. in die
eines größeren Wurmes oder Insektes. Zahllos viele verschiedenartige
Insektenseelen, wenn sie ihrer sie bindenden materiellen Hüllen ledig geworden
sind, vereinen sich dann wieder in eine Tierseele größerer und vollkommenerer
Art, und das so fort bis zu den großen, vervollkommneten Tieren wilder oder
sanfter Natur! — Und aus der letzten Einung dieser Tierseelen gehen dann erst
die mit allen möglichen Intelligenzbefähigungen wohlversehenen Menschenseelen
hervor.“
[Ev.
Bd. 10, Kap. 21, 1-4]
Jesus:
„Naturgeister sind göttliche Urlebensfunken oder einzelne Ideen Meines Herzens.
Wenn sie durch allerlei Kleingerichte gehörig vorbereitet und durch viele ihnen
gegebene Tätigkeiten in Meiner Liebe ausgegoren sind, dann werden sie in
grobmaterielle, pflanzliche und tierische Formen gehüllt und werden am Ende
ihres Kreisweges zu Menschenseelen mit aller Intelligenz, auf daß in ihnen dann
Mein eigener Liebegeist zu einem mit solchen Seelen auf ewig untrennbar
verbundenen Wesen werde.“
[Rbl.
Bd. 2, Kap. 265, 2]
Jesus
schildert die grausame Tötung einer Gazelle durch einen hungrigen Schakal, die
nachfolgende Tötung des Schakals durch einen Nahrung suchenden Riesenaar und
das Ende des Aars durch die Pfeile wachsamer Hirten. Der Herr fährt fort: „Aus
den Seelen dieser drei Tiere wird eine Menschen-Naturseele unter der Leitung
ihres Lichtgeistes aus Gott gestaltet. — Nun sieh her! Da steht schon eine Menschengestalt
wie die eines Kindes und wartet, bei einer nächsten Zeugung in den Leib einer
Mutter aufgenommen zu werden. Hinter dieser Seelenerscheinung siehst du eine
Lichtgestalt; das ist dieser Seele jenseitiger Geist, der dafür Sorge tragen wird,
daß diese Naturseele bei nächster Gelegenheit in einem Mutterleibe versorgt
wird. Es wird davon ein männliches Kind zur Welt geboren, aus dem, wenn es wohl
erzogen wird, ein großer Mann werden kann. Das Gemütvolle der Gazelle wird sein
Herz regieren, die Schläue des Schakals seine Vernunft und die Kraft des
Riesenaars seinen Verstand, seinen Mut und seinen Willen. Sein Hauptcharakter
wird ein kriegerischer sein, den er aber durch sein Gemüt und seine Klugheit
mäßigen kann.“
[Ev.
Bd. 10, Kap. 185, 1-6]
Der
Herr: „Im Grunde genommen gibt es weder ein Mineral-, noch ein Pflanzen-, noch
ein Tierreich als abgesondert für sich, sondern es gibt im ganzen nur ein
Reich, und das ist das Wesenreich Gottes unter allerlei Formen, und alles ist
ursprünglich Tier, weil beseelt, und weder Mineral noch Pflanze! Nur in der
Ordnung des Aufsteigens der Wesen sind gewisse Stufen gestellt, die jedermann
leicht erkennt.“
[Ed.
Kap. 48, Abs. 15 und 16]
Jesus
belehrt die Seinen eingehend über die Ausbildung und Höherentwicklung des
Seelenlebens auf den Stufen der drei Naturreiche durch immer höher geartetes
Dienen bis zur Menschenform.
[Ev.
Bd. 4, Kap. 94, 1-13]
Jesus:
„Es ist einiges in der Materie, das sich nie völlig in einer Seele finden wird,
und dieses besteht in dem Hülsstoff, in dem seelische Sonderpotenz bis zu einer
gewissen Selbständigkeitsreife eingeschlossen wird. Ist diese seelische
Sonderpotenz zur Reife gelangt, so zerreißt sie die Umhülsung, vereinigt sich
mit anderen freien Sonderpotenzen und schafft sich sogleich eine neue Hülse,
wie ihr solches bei den Körnern und Eiern im Pflanzen- und Tierreiche sehen
könnt.“
[Ev.
Bd. 2, Kap. 232, 1]
Jesus
schildert eingehend das Streben der in der Materie gefangenen, eingehülsten Geister (Seelen) nach Freiheit und ihre stufenweise
Entwicklung zu immer höheren, edleren und freieren Lebensformen des Mineral-,
Pflanzen- und Tierreiches bis zum Menschen.
[Ev.
Bd. 4, Kap. 103, 7-8]
Jesus:
„Die Seelen der Pflanzen wie der Tiere haben die den meisten Menschen unbekannte
Bestimmung, einst selbst zu Menschenseelen zu werden. Denn Pflanzen und Tiere
sind nach Meiner Weisheit und Ordnung taugliche Vorgefäße zur Ansammlung und
Ausbildung der im unermeßlichen Schöpfungsraum vorhandenen allgemeinen Naturlebenskraft,
aus der auch eure Seelen herstammen.“
[Ev.
Bd. 4, Kap. 216, 1-2]
Jesus:
„In jedem Leben besteht das unersättliche Bedürfnis, stets mehr Leben in sich
zu vereinen; das Einswerdungsprinzip aber ist im Grunde die Liebe. Wäre dieses
Prinzip einem Leben nicht vor allem inne, so gäbe es im endlosen Raume weder
eine Sonne, noch eine Erde, noch Geschöpfe darauf. Weil aber im Leben das
Einungsprinzip besteht, so wird aus vielen Sonderleben und Sonderintelligenzen
am Ende ein Leben und eine vervielfachte und darum weit ausgreifende Intelligenz
und dadurch auch aus den mit wenig Vernunft begabten vielen Weslein
ein mit viel Vernunft und Verstand ausgerüstetes Wesen.“
[Ev.
Bd. 4, Kap. 90, 10-11]
Der
Herr: „Die einzelnen Intelligenzen sind immer dieselben, ob in Mineralien,
Pflanzen oder Tieren, nur mit dem Unterschiede, daß in den Mineralien nur wenige
Intelligenzen vereint in Erscheinung treten, während in den Pflanzen und
besonders in den ausgebildeten Tierseelen schon eine beiweitem
größere Menge wirkend vorhanden ist. Wo das Mineral etwa acht bis zwanzig
Intelligenzen zählt, da sind bei mancher Pflanze schon viele Tausende, bei
manchem Tiere viele Millionen und bei dem Menschen zahllose aus allen Sternen
und aus allen atomistischen Teilen der Erde wirksam.“
[Ed.
Kap. 46, 7]
Jesus
zu einem weichherzigen römischen Hauptmann, der die Grausamkeit des Tierlebens
und -sterbens beklagt: „Was liegt denn am Leibe eines Kaninchens, mit dem ein
Aar seinen Hunger stillt, aber dadurch des Tierchens Seele frei macht, so daß
sie schon fähig ist, in eine höhere Lebensstufe aufzusteigen?‘ — Der Aar aber
hat auch eine Seele, die derselben Bestimmung entgegengeht. Und im Fleische und
Blute des Kaninchens befinden sich auch noch gröbere Seelensubstanzen. Diese
werden mit den Seelensubstanzen des Aars vereinigt, damit des Aars Seele
dadurch sanfter und intelligenter wird und nach dem Verlust ihres Leibes etwa
schon zu einer mit viel Licht, Mut und Kraft begabten Menschenseele werden
kann.“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 133, 8]
Der
Herr zu Henoch, dem ersten Hohenpriester der Urzeit, den das ständige gegenseitige
Sichreiben, Zerstören und Vernichten der Dinge und
Wesen in der Naturwelt bekümmert: „Kümmere dich nicht der äußeren
Vergänglichkeit, sondern denke: Alles, was da tritt aus dem Dasein, geht
allzeit in ein vollkommeneres Dasein über, hinauf bis zum Menschen und von da
sogar zu Mir selbst! Und so wird ewig nichts verloren gehen!“
[H.
Bd. 2, 124, 32-33]
Ein
Engel: „Die Tiere eurer Erde sind Geschöpfe der Weisheit Gottes, darum bedürfen
sie keines Unterrichts, sondern bringen alles das bei der Geburt mit (was sie
zu ihren natürlichen Verrichtungen brauchen) und sind sogleich in ihrem Tun und
Treiben vollendete Künstler. Wer hat je einer Biene die Kräuterkunde
beigebracht, wer ihr gezeigt, wo der Honig in den Blumenkelchen sitzt und wo
das Wachs?! Wer lehrte sie ihre Zellen bauen und in ihrem Magen aus dem süßen
Blütentau den duftenden Honig bereiten?! — Das alles haben die Tiere aus der
Gottesweisheit, deren Erzeugnisse sie sind.“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 190, 9]
Jesus:
„Jedes Tier hat eine Seele, aber sie ist noch zu tief in ihr Fleisch vergraben
und empfindet außer den Bedürfnissen ihres Leibes nahezu nichts! Will jemand
ein Tier zu einer einfachen Arbeit abrichten, so muß er sich viele Mühe nehmen,
um eine Tierseele aus ihrem Fleische insoweit zu wecken, damit sie versteht,
was der Mensch von ihr will.“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 67, 11-12]
Der
Herr: „In jedem Tier ist eine mehr oder weniger ausgebildete Seele zugegen, welche
durch den sie allezeit umgebenden Nervengeist in ihrem Körper, der eine noch
grobe Materie ist, wirkt. Und darin unterscheidet sich auch gelegentlich das
Tier von dem Pflanzenreich und noch mehr von dem Mineralreich: daß das Tier
schon eine freie Seele hat, während diese im Pflanzen- und besonders im
Mineralreich noch sehr geteilt und mit der Materie fest verwoben ist.“
[Ed.
Kap. 49, Abs. 2]
Vervollkommnung
und höchstmögliche Ausbildung der Tierseele, ihre Vorbereitung zu einer höheren
Tierstufe, wohin sie nach Ablegung ihres Leibes von führenden Geistern geleitet
wird.
[Ed.
Kap. 49, 15-16]
Jesus
über den Instinkt der Tiere, ihre beschränkte Bildungsfähigkeit und über eine
stumpfe Rückerinnerung an frühere Seinszustände, welche die Tierseele wie ein
Gericht in einer gewissen Betäubung gefangenhält.
[Ev.
Bd. 4, Kap. 106, 3]
Die
Fliege, eine Lebenssammlerin zwischen der positiven Polarität der Sonne und der
negativen der Planeten, sowie ein Sinnbild der sich Gottes Willen beugenden
geschöpflichen Demut.
[Fl.
Kap. 11, Abs. 15-37]
Der
Herr: „Die Tierseele ist eine Ansammlung von einer Menge
ätherisch-substantieller Spezifika, welche schon für sich ein soweit
intelligentes, freieres Wesen bilden, je mehrartig sie sich zu diesem Wesen
vereinigt haben.“
[Ed.
Kap. 49, Abs. 4]
Ein
Engel: „Es gibt Tiere, bei denen gewisse Anzeichen von höherer Liebe zu
erkennen sind. Solche Tiere sind darum schon fähig, einen Unterricht von den
Menschen anzunehmen. Je mehr Liebe bei gewissen Tieren, z.B. bei Hunden und
Vögeln, vorhanden ist, desto fähiger sind sie auch für eine bessere Ausbildung
zu verschiedenen Verrichtungen.“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 190, 10]
Der
Erzengel Raphael: „Weil jedes Tier eine eigene Seele hat, die eine abgegrenzte
Lebenskraft besitzt, aus der heraus die Tierseele nach ihrer Willkür ihren
Leibesorganismus in Bewegung setzt, so ist ein Tier auch verschiedentlich abrichtbar. Du kannst das Tier durch Worte und durch
gewisse Handgriffe dazu bringen, daß es dir dient nach deinem Willen. Dies aber
gibt dir das untrügliche Zeugnis, daß die Tiere auch eine Art Willensfreiheit haben,
ohne die sie dir ebensowenig gehorchen und dienen könnten wie ein Stein oder
ein Baum.“
[Ev.
Bd. 5, Kap. 98, 3 und 5]
Jesus:
„Aus einer einzelnen Tierseele kann nie eine Menschenseele werden; denn die
Seele eines verendeten Tieres, z.B. eines Ochsen, hört auf, eine Ochsenseele zu
sein, weil sie sich bei ihrem Austritte aus dem Tierleibe alsbald mit anderen
freien Tierseelen zu einer neuen und vollendeteren
Seele vereinigt, sich zu einer Menschenseele ausbildet, um danach in einen
Menschenleib eingezeugt zu werden.“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 165, 11]
Der
Herr weist auf hochentwickelte Fähigkeiten und den eifrigen Lerntrieb gewisser
Vogelarten hin, welche diese Tierseelen nahe an die Menschenstufe heranführen.
[Hi.
Bd. 1, S. 102, 5-7]
Jesus:
„Die Seelen, die aus der Naturwelt dieser Erde hervorgehen, entschließen sich
oft sehr schwer zum Menschendasein; nur viele Erfahrungen und die Erkenntnis,
daß sie durch den Fleischesweg nichts verlieren sondern nur gewinnen können,
und daß sie im schlimmsten Falle das wieder werden können, was sie nun sind,
bestimmen sie endlich zu diesem Entschluß.“
[Ev.
Bd. 4, Kap. 116, 3]
Jesus:
„Die Tierseelen empfinden einer ordentlichen Menschenseele Ausströmung und die
daraus gebildete Sphäre des Außenlebenslichtes und der Außenlebenswärme. In
einer vollkommenen menschlichen Außenlebenssphäre gedeihen die Tiere ebenso wie
die Planeten im Lichte und in der Wärme der Sonne und bilden sich darin für den
Übergang in eine höhere Stufe vortrefflich aus.“
[Ev.
Bd. 4, Kap. 216, 2-3]
Der Herr
schildert die Entstehung des pflanzlichen und tierischen Lebens auf den Planeten
unter der Einwirkung des Sonnenlichtes.
[Fl.
Kap. 8, 24-30]
Jesus
öffnet lichtsuchenden Römern die innere Sehe und zeigt ihnen unzählige Seelenformen
von Pflanzen, Sämereien und Insekten. Dann sagt der Herr über ihre Bedeutung
und Bestimmung: „Ihre Intelligenz treibt sie an, sich mit all dem schon
Bestehenden zu einen, was ihrer Form verwandt ist. In den Pflanzen werden sie
hernach tätig, und von ihrer Vielheit und erhöhten Tätigkeit hängt dann auch
der Reichtum der Ernten ab, sowie auch die Vielheit der verschiedenartigsten
Kleintiere, die ihr Mücken, Insekten und Würmer nennet. Das sind die ersten
Tiere einer Erde, deren Seeleneinigung danach die größeren Tiere ins Dasein
ruft.“
[Ev.
Bd. 8, Kap. 44, 15-21]
Jesus:
„In den Großtieren aus der Urzeit — wie z.B. der Krake — sammelt sich der
roheste Weltseelenlebensstoff, wird in ihnen gemildert und zu einem besseren
Übergang reif gemacht. Wenn das Tier verendet, geht sein gesammeltes Leben in
viele tausend höhere Lebensformen über, in denen es schon in einer kürzeren
Frist eine höhere Lebensreife erhält, entweder im Wasser, in der Luft oder auf
dem Erdboden. Und das geht dann also durch alle Lebensformen bis zum Menschen
hinauf.“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 62, 12]
Jesus:
„Menschenseelen, die sich aus den Elementen der urzeitlichen Großtiere entwickelt
haben, stehen auf einer sehr niederen Stufe, sie wurden von den alten Weisen
„Kinder der Drachen und Schlangen“ genannt; denn die alten Weisen wußten in
ihrer Einfalt vieles von der Seelenentwicklung.“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 62, 12]
Jesus:
„Die Wälder sind vor allem Aufnahmegefäße für zahllose Naturgeister, die im Reiche
der Pflanzen ihre erste, schon mit einer geordneten Intelligenz gesonderte
Einverleibung erhalten und zu einer solchen Reife gelangen, durch die sie dann
ins intelligentere und freiere Tierleben übergehen können. Solange derlei
Wälder auf der Erde in gerechtem Maße bestehen und die aus dieser Erde sich
entwickelnden Naturgeister darin ihre wohlgeordnete Unterkunft finden, solange
werdet ihr weder zu heftige Stürme noch zu viele schwere Seuchen erleben. —
Wenn aber die gierende Gewinnsucht der Menschen sich zu sehr an den Wäldern der
Erde vergreifen wird, dann wird für die Menschen böse zu leben und zu bestehen
sein.“
[Ev.
Bd. 9, Kap. 63, 5-6]
Der
Herr: In den Kreisen der Naturreiche geht alles Wesen- und Formenhafte
unmerklich ineinander über, und man kann nicht sagen, wo beispielsweise das
Pflanzenreich aufhört und das Tierreich beginnt.
[Hi.
Bd. 1, 5. 240, 1ff.]
Der
Herr: „In der untersten Luftregion eurer Erde ist überall für die komplette
Vereinigung aller geistigen (seelischen) Spezifika ein gewisses Zentrum gegeben.
Dieses Zentrum ist der eigentliche, engst gefesselte Urgeist oder der Liebesfunke
aus Mir. Dieser zieht mächtig alles das an sich, was seines Wesens ist, und
möge dieses noch so zerstreut sein, so wird es sich gerade an jenes geistige
Zentrum anfügen, zu dem es gehört. — So konzentrieren sich die seelischen Intelligenzen
um das ihnen eigentümliche geistige Zentrum, oder sie strömen dahin, wo ihr
geistiges Zentrum ist, ergreifen sich da zu einer intelligenten Form und
Eigenschaften nach dem Grundwesen ihres geistigen Zentrums, was gewöhnlich im
Menschen vor sich geht, weil das eigentliche Zentrum erst in der Endform des
Menschen wieder gegeben wird.“
[Ed,
Kap. 38, 4 und 7]
Der
Herr: „Die unterste Luftregion eurer Erde ist der Sammelplatz alles zerstreuten
Seelischen um ein gegebenes geistiges Zentrum. Die leitenden Geister dieser
Luftregion wachen darüber, daß die zerstreuten, aus dem Erdinnern aufsteigenden
Seelenspezifika von den ihnen untergeordneten verschiedenartigen Naturgeistern
durch die Stufen des Mineral-, Pflanzen- und Tierreiches geleitet und endlich
in höheren Lebensformen gesammelt werden, deren Endform der Mensch ist.“
[Ed.
Kap. 38 und 39]
Jesus:
„In den Bergen, in der Luft, in der Erde, im Wasser und im Feuer gibt es Naturgeister,
die noch nicht den Weg des Fleisches durchgemacht haben, weil sich für sie noch
nicht die Gelegenheit geboten hat, durch den Leib eines Weibes im Fleische zur
Welt geboren zu werden. Massen solcher noch ungeborener Seelen sind in allen
Elementen vorhanden.“
[Ev.
Bd. 2, Kap. 64, 6]
Jesus:
„Da die Lebensformen der Naturwelt nur zeitweilige Sammler und Träger eines
stets intelligenter werdenden Lebens sind, so liegt wenig daran, was nach dem
Tode mit der lebensleeren Form geschieht. Ob also die Fische von Menschen oder
von Tieren verzehrt werden, so beirrt dies die große Absicht des Schöpfers
nicht im geringsten, der Endzweck des Lebens wird dennoch erreicht. Durch das
wechselseitige Aufzehren der lebensleeren leiblichen Formen geht das Edlere
wieder in ein anderes Leben über, und so vollzieht sich auf dieser Erde durch
den ganzen großen Kreis der Geschöpfe ein fortwährender Kampf und
Lebensumtausch bis zum Menschen hinauf.“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 53, 10]
Jesus:
„Dem Einlegen des Samenkorns ins Erdreich entspricht die Einfleischung
der schon ganz ausgebildeten Naturseele, deren vorleiblicher Aufenthalt die
Luft, besonders in der Mittelregion der Berge bis zur Schnee- und Eisregion
hinauf, ist.“
[Ev.
Bd. 2, Kap. 216, 2]
Jesus
zu dem römischen Hauptmann von Samosata: „Ist eine
Naturseele — was ihr jenseitiger Geist aus Gott gar helle sieht — einmal in
einem Leibe, sei es dem einer Pflanze oder eines Tieres, durch die erfolgte
geistige Ausreifung fähig, in eine höhere Lebensstufe aufzusteigen, so
veranlaßt ihr sie stets fortbildender jenseitiger Geist, daß ihr der für
fernerhin unbrauchbare Leib abgenommen wird, damit sie dann, als schon mit
höheren Intelligenzen begabt, sich einen anderen Leib bilden kann, in welchem
sie sich in kürzerer oder längerer Zeit zu einer größeren Lebens- und Tätigkeitsintelligenz
emporarbeiten kann. — Das geht so fort bis zum Menschen hinauf, wo die Seele,
als schon völlig frei, im letzten Leib zum vollen Selbstbewußtsein, zur
Erkenntnis Gottes, zur Liebe zu Ihm und dadurch zur vollen Vereinigung mit
ihrem jenseitigen reinen Geiste gelangen kann, welche Vereinigung wir die Neu-
oder Wiedergeburt im Geiste nennen.“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 133, 4]
Jesus:
„Alle Materie ist durch die Allmacht Gottes gerichtetes und festgehaltenes
Geistiges, dem aber die Fähigkeit zu einem stets freieren und selbständigeren
Leben innewohnt. Um aber all die zahllos vielen und durch die Weltenmaterie von
Gott gleichsam abgetrennten Urgeister in ein vollkommen freies und
selbständiges Leben überzuführen, dazu gehört diese vielfache Übergangsordnung,
wie ihr sie auf allen Punkten der Erde ersehet.“
[Ev.
Bd. 9, Kap. 102, 1-2]
Jesus
zu gereiften Jüngern: „Der große Weltenmensch ist der euch ehedem dargestellte
‚verlorene Sohn‘, nun auf der Umkehr begriffen; und der Vater, der ihm entgegenkommt,
bin Ich als Mensch unter euch, und Ich nehme ihn, den ‚verlorenen Sohn‘, in
einem jeden Menschen, der nach Meiner Lehre lebt, wieder in Mein Vaterhaus auf.
Wohl dem Sünder, der Buße tut und reuig zu Mir zurückkehrt!“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 246, 8 und 9]
Kurze
Darlegung Jesu des Geisterfalles und der Rückführung der Gefallenen über die Menschenstufein die höhere Ordnung Gottes.
[Ev.
Bd. 1, Kap. 165, 8]
Jesus:
„In Gottes ewiger Ordnung steht die Erhaltung aller erschaffenen Dinge, aber
nicht im beständigen Gerichte der Materie, sondern ungerichtet frei im Geiste,
aus welchem Grunde auch keine Materie in dieser Gerichtswelt eine Beständigkeit
haben darf, sondern alles nur eine gewisse Zeit hindurch dauert, dann sich
allmählich auflöst und nach der Ordnung Gottes ins Geistige, Beständige und
Unvergängliche übergeht.“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 20, 13]
Der
Herr: „Könntet ihr das Feuer im tätigen Schwerpunkt der Erde mit geistigen
Augen betrachten, so würdet ihr da ein Heer zahlloser Geister entdecken, das von
Meinem Willen hier gehalten und zu der zweckmäßigen Tätigkeit angetrieben wird.
Es sind die Urgrundgeister, gebannt zur tätigen Belebung der sie umgebenden
Materie, durch welche sie selbst zeitgerecht höher aufsteigen und dann, in
leichtere Materie gekleidet, von Stufe zu Stufe in das vollkommenere, freiere
Leben übergehen können.“
[Ed.
Kap. 4, 17-18]
Der
Herr: „Nach und nach wird die ganze Seele Satans auferstehen in vielen
Menschen, davon ein jeder vollkommener sein wird als der ganze frühere Geist.“
[Ed.
Kap. 54, 9]
Der
Herr zu einem neuen Bewohner des höchsten Liebehimmels: „Wenn Ich dich absenden
werde auf einen Weltkörper, dann rufe zu dir die Geister dieser Welt, und du
wirst in der Sphäre dieser Geister ihre Welt und deren Bedürfnis erschauen.
Dann rufe in deinem Herzen die Macht Meiner Liebe hervor und wirke aus dieser,
dem Bedürfnis jener Welt entsprechend. Ich könnte dir auch alle Sphären mit
einem Blicke erschaulich machen, aber du würdest
dadurch eines mächtigen Grades der Seligkeit beraubt werden.“
[GS.
Bd. 2, Kap. 8, 26-27]
Jesus:
„Alle vollendeten Seelen durchdringt ein Geist, und sie haben durch ihn das ewige
Leben, die Liebe, die Weisheit, die Macht und Kraft, als Mitleiter (mit Mir)
der Welten und ihrer Geschöpfe in den materiellen, endlosen Raumgebieten zu
wirken.“
[Ev.
Bd. 7, Kap. 129, 8]
Der
Erzengel Raphael: „Ich habe als Erzengel Äonen Mitdiener, die alle von meinem
Willen abhängen. Wenn ich aus dem Herrn etwas will, so erfüllt dieser Wille
zahllose mir unterstehende Diener, die sogleich in Tätigkeit treten und eine
verlangte Tat schnellstens vollbringen. Ich persönlich tue dabei nichts. Aber
durch meinen Erzwillen werden Äonen von Geistern zur Tätigkeit vom innersten
Seinsgrunde heraus bestimmt. Und die verlangte Tat wird auch darum um so
sicherer und schneller vollbracht, weil vom Herrn und dann von uns Engeln schon
lange alles vorgesehen und vorbereitet ist.“
[Ev.
Bd. 5, Kap. 2, 4-5]
Das
Jesuskindlein zu dem römischen Statthalter Cyrenius:
„Siehe, diese Meine Diener, die du als zarte Jünglinge hier erschaust, überwachen
in Meinem Namen die ganze Schöpfung. Jede Welt, jede Sonne muß ihnen gehorchen
auf den leisesten Wink, da Ich ihnen eine unbegrenzte Macht eingeräumt habe.“
[Jug. Kap. 152, 3-5]
Jesus:
„Zahllose Heere urgeschaffener Geister haben die ihnen gegebenen Ordnungsgebote
Gottes beachtet, und nun ist alle materielle Schöpfung ihrer Macht, Kraft und
Weisheit untergeordnet.“
[Ev.
Bd. 2, Kap. 227, 13]
Jesus:
„Jeder Erzengel hat die Macht, alles das zu bewirken, was Gott selbst bewirken
kann; aber dessen ungeachtet wirkt doch kein Erzengel aus sich etwas, sondern
erst dann, wenn er dazu von Gott beheißen wird. Darum bitten sogar die höchsten
Erzengel Gott allezeit, wenn sie diese oder jene Mängel sehen, daß Gott sie
beauftragen möge, dieses oder jenes zu tun.“
[Ev.
Bd. 7, Kap. 155, 16]
Jesus:
„Dies alles, was ihr hier (im Hause und auf den Tischen der bekehrten Samariterin
Irhael) sehet und was ihr gegessen und getrunken
habt, ist nicht von dieser Erde, sondern durch die Engel Gottes aus den Himmeln
hierher geschafft. Nun aber sehet, wieviele Engel bereitstehen, um Mir zu
dienen!“ — Da verschwanden des Hauses Wände, und alle sahen die Himmel offen
stehen mit Scharen dienender Engel.
[Ev.
Bd. 1, Kap. 35, 5 f]
Jesus
zu dem staunenden Oberstatthalter Cyrenius: „Auch Ich
bin ein Herr und habe Meine Diener, die Meine Befehle der ganzen Unendlichkeit
verkünden. Sie sind dir freilich nicht sichtbar, aber wo du nichts ahnst, da
harren zahllose Legionen der mächtigsten Engel Meiner Winke.“
[Ev.
Bd. 2, Kap. 37, 15]
Über
die geistige Speise der Geister, materiellen Welten und Wesen belehrt Jesus den
bekehrten Tempelobersten Nikodemus, der über das Essen und Trinken des
Erzengels Raphael staunt: „Du siehst, daß dieser Geist ebenso ißt und trinkt
wie Ich selbst, der allerhöchste Geist. Da dieser Engel für die Zeit seines Hierseins
einen euch sichtbaren Leib haben muß, so braucht er für solchen Leib, wenn er
auch noch so ätherisch-zarter Art ist, die Kost dieser Erde, damit er euch
sichtbar bleibe, solange es nötig ist. — Im Himmel der reinen Geister wird auch
gegessen und getrunken, aber geistig und nicht materiell. Die geistige Speise
besteht in der reinen Liebe und Weisheit aus Gott. Diese durchdringt die ganze
Unendlichkeit und nährt alle Wesen, und zwar zuerst die Geister und dann durch
diese alle materielle Schöpfung im unermeßlichen Ätherraum, in dem Myriaden von
Sonnen und Planeten wie die Fische im Meere schwimmen. Aus dem Äther bekommen zunächst
die Weltkörper ihre Nahrung und aus den Weltkörpern dann alle Geschöpfe auf und
in ihnen. Bei den Weltkörpern aber wird zuerst die Luft aus dem sie umgebenden
Äther und durch sie erst der Weltkörper selbst ernährt.“
[Ev.
Bd. 7, Kap. 61, 3-4]
Jesus
über den gewaltigen Wirkungskreis der Erzengel und Engel Gottes als Leiter der
unermeßlichen Sonnen- und Weltengebiete.
[Ev.
Bd. 2, Kap. 140, 2-3]
Zwei
mächtige Engel berichten über ihren Ordnungsdienst in einer Hülsenglobe.
[Ev.
Bd. 2, Kap. 57, 1]
Der
Herr: „Über ein ganzes Land wacht schon ein Geist aus der dritten (obersten)
Luftregion eurer Erde. Über ein großes Reich gebietet ein Engelsfürst. Über
alle Reiche aber wacht der Fürst der Fürsten, wie Er auch wacht in jedem
einzelnen Spezifikum; denn des Herrn Auge sieht überall, was da ist und geschieht.“
[Ed.
Kap. 44, 13]
Der
Erzengel Raphael erläutert, wie die den Hellsichtigen als Feuerschlangen
sichtbaren göttlichen Urkräfte nach dem Schöpferwillen Gottes Lebewesen
gestalten unter Mitwirkung mächtiger Engel und ihrer zahllosen Dienstgeister,
und zeigt als Beispiel das Werden einer Henne aus dem Ei und die Urerschaffung
einer Eselin.
[Ev.
Bd. 4, Kap. 119, 6-18, Kap. 120, 1-7]
Der
Herr: „Schutzgeister, Engel und große Engel, an ihrer Spitze Ich selbst, überwachen
die Zeugung und Entwicklung jedes Menschenleibes, sowie die Ausbildung der Menschenseele
im Mutterleibe.“
[Ed.
Kap. 50, 5-11]
Entstehung
und planvolle Ausbildung der menschlichen Leibesfrucht im Mutterleibe unter der
Leitung himmlischer Geister.
[Ed.
Kap. 50, 8-11, Kap. 51, 1-4]
Der
Herr: „Nach der Geburt des Kindes wird alsbald die Lunge in Tätigkeit gesetzt,
um aus der Luft mit jedem Atemzuge eine Menge Spezifika aufzunehmen, welche zur
Bildung des Nervengeistes und zur Kräftigung des formalen Wesens der Seele
sofort Verwendung finden. — Ihre innere Spezifikal-
und Intelligenzialnahrung bekommt die Seele durch die
Sinne des Leibes, wohlgeordnet von den guten Geistern der erdnahen Sphäre.“
[Ed.
Kap. 51, 16]
Die
leitenden Geister der untersten Luftregion unserer Erde.
[Ed.
Kap. 38-40]
Der
Geist der Andritzquelle bei Graz: „Es glaube ja
keiner, daß ein bergbeherrschender Geist eine Fabel sei! Denn da der
liebevollen Macht des Ewigen zahllose Heere von Geistern liebewillig untertan
sind und die größte Freude und Seligkeit darin finden, wenn ihnen die Liebe des
Herrn nur irgendwo etwas zu tun gibt, so gewährt denn der Herr auch gern, was
diese Geister liebend begehren.“
[Hi.
Bd. 1, S. 58, 6]
Der
Naturgeist der Andritzquelle bei Graz schildert das
weise, segensvolle Wirken des ihm übergeordneten höheren Geistes.
[Hi.
Bd. 1, S. 58, 7]
Wache
haltende reinere Berggeister bevorzugen als Wohnsitz hohe, besonders freistehende
Berge mit schöner Aussicht.
[Ed.
Kap. 37, 5]
Der
Erzengel Raphael zu Lazarus von Bethanien: „Die Naturgeister in der Materie der
Berge, die mit dem in der Luft freien Goldstoff am nächsten verwandt sind,
ziehen vermöge ihrer Intelligenz und Willenskraft das freie Gold aus der Luft
an sich, und wenn das mehrere Hunderte von Jahren fort und fort geschieht, so
wird an solchen Stellen viel Gold sichtbar.“
[Ev.
Bd. 7, Kap. 16, 2]
Der
Erzengel Raphael zu Lazarus von Bethanien: „Daß eine Goldansammlung in der Natur
— der Berge — nur sehr langsam vor sich geht, daran schuldet die geringe Intelligenz
und Willensmacht der Naturberggeister in ihrem gerichteten Zustande. Doch ein
freier und vollkommener, mit den höchsten Intelligenzen und der Fülle der
Willensmacht aus Gott versehener Geist kann dies in einem Augenblick bewirken.“
[Ev.
Bd. 7, Kap. 16, 3-4]
Der
Bergwerksbesitzer Kisjonah, ein Anhänger Jesu,
berichtet von den Erfahrungen und Erzählungen seiner Bergleute über ihre Begegnungen
mit Berggeistern und erwähnt die weisen Ermahnungen eines alten Führers dieser
Wesen.
Ev.
Bd. 2, Kap. 65, 1-3
Jesus:
„Es gibt etliche Naturseelen auf dieser Erde, die nahe ein fünffaches Alter
Methusalems erreicht und den Weg des Fleisches noch nicht betreten haben. Alles
wäre ihnen sonst recht, nur der Verlust der Rückerinnerung hält sie zurück,
weil sie dies als eine Art Tod ihres gegenwärtigen Seins ansehen.“
[Ev.
Bd. 4, Kap. 116, 6]
Das
Mägdlein Jarah beschreibt eine von ihr geistig
erschaute, vor der Gesellschaft Jesu erscheinende Naturgeisterschar: „Was sind
denn das für Männlein in allen Farben?! Sie kamen vom Walde her und umlagern
uns nun. Einige scheinen ein dunstiges Kleid zu haben; die meisten sind ganz
nackt und alle haben die Größe von zwei Jahre alten Kindern.“ Darauf Jesus:
„Das sind diesirdische Naturseelen, die den Weg des Fleisches noch nicht
durchgemacht haben. Sie haben auch bis jetzt keine besondere Lust dazu, weil
sie eine neue Einkerkerung in die Materie zu sehr fürchten. Die Bekleideten
haben sogar eine Sprache, und eine gewisse Intelligenz besitzen sie alle.“
[Ev.
Bd. 4, Kap. 115, 1-2]
Das
Mägdlein Jarah befragt einen menschenähnlichen
Naturgeist über sein Wesen und Wollen, sie erhält eine zwar sehr derbe, aber im
Grunde weise Antwort.
[Ev.
Bd. 4, Kap. 115,6, 12, 14 und 16]
Jesus:
„Viele Naturseelen halten sich gern in Bergen auf, gehen aber auch in die
Wohnungen einfacher Menschen und tun ihnen Gutes; nur dürfen sie nicht
beleidigt werden, sonst ist mit ihnen nicht gut Mahlzeit halten. Sie besuchen
heimlich auch Schulen und lernen vieles von den Menschen. Den Bergleuten zeigen
sie nicht selten reiche Metallager. Auf den Almen dienen sie den Hirten und den
Weidetieren.“
[Ev.
Bd. 4, Kap. 116, 4-5]
Leben,
Wesen und Wirken der Luft-, Berg- und Wandergeister und ihr Verhalten zu den
Menschen dieser Erde.
[Ed.
Kap. 34]
Jesus
erklärt die Entstehung eines riesigen Erdloches durch das rachsüchtige Wirken
böser Menschenseelen und Naturgeister. Der Herr beschwört und bedroht die argen
Wesen und gebietet ihnen, das Erdloch wieder aufzufüllen.
[Ev.
Bd. 6, Kap. 70,5-13]
Jesus
erklärt Seinem Freunde Lazarus von Bethanien die durch Naturgeister erfolgte
Freilegung einer reichen Naphthaquelle auf dem Landgut des Lazarus.
[Ev.
Bd. 6, Kap. 167, 4-6]
Jesus
belehrt die Seinen darüber, wie Hitze durch Erregung und Tätigkeit der Naturgeister
und Kälte durch deren Untätigkeit entsteht.
[Ev.
Bd. 4, Kap. 147, 4-8]
Der
Herr: „Um in unserer unteren Wesenbauregion (Luftregion der Erde) die einzelnen
seelischen Intelligenzen um ein geistiges Zentrum so zu ordnen und so zu
verbinden, daß daraus mit der Zeit ein wirklich vollkommenes Erkennen (eine
vollkommene Intelligenz) hervorgehen kann, müssen Wesen fortwährend gegenwärtig
sein, die über eine solche Wesenbauordnung zu wachen und diese zu leiten haben,
da sich die zerstreuten Seelenintelligenzpartikel nicht von selbst ordnen
können.“
[Ed.
Kap. 39, 10]
Der
Herr: „Wer sind die Baumeister in der untersten Luftregion eurer Erde? — Da
sind zuerst als oberste Leiter die Engel; also gibt es in dieser Region sehr
viele Engel. — Der allerhöchste Leiter dieses großen Geschäftes bin aber Ich
selbst, und da, wo Ich walte, halten sich noch gar viele auf, die gerne mitwirkend
um Mich sind.“
[Ed.
Kap. 39, 11-12]
Vom
Überwachungsamt und der Arbeitseinteilung und -leistung der einfacheren, sowie
der vollkommeneren Flurgeister.
[Ed.
Kap. 44]
Der
Herr: „Für die in der ersten (untersten) Luftregion eurer Erde überaus tätigen,
reinen Geister und Engel sind Ruhezeiten anberaumt, in denen sie Erholung
haben. Eine solche Ruhezeit ist der Winter.“
[Ed.
Kap. 40, 7-8]
Weiser
Rat des himmlischen Vaters: „Wer da ist schwachen Leibes, der soll nicht fürchten
die gesegneten Berge; denn ihre Scheitel sind umflossen vom stärkenden Hauche
der Geister des Lebens. Fürwahr, auf den Bergen und Höhen, da drehen sich
selige Reihen und schmücken die duftenden Scheitel mit goldenen Blumen der
ewigen Liebe!“
[Gr. Einltg. Abs. 2]
Wesensart
und Kampf der Natur- und Friedensgeister in der Bergwelt.
[Gr.
Kap. 6]
Der
Herr über die Sammlung und Ernährung der für die Arche Noahs bestimmten Tiere
durch Seine Engel.
[H.
Bd. 3, Kap. 345, Kap. 347, 1-7]
Der
Herr: „Da es Mir gar wohl allezeit möglich ist, die allergrößte Weltmenagerie
Tag für Tag zu erhalten, so wird es Mir wohl auch damals möglich gewesen sein,
die Menagerie Noahs in der Arche ungefähr ein halbes Jahr lang zu erhalten. Daß
in derselben Zeit für den frommen Noah und noch für viele andere Menschen Meine
Engel sichtbar den Erhaltungsdienst verrichteten, das macht keinen Unterschied
von der gewöhnlichen Alltagserhaltung Meiner Geschöpfe; denn das ist ja immer
ein gleiches Geschäft Meiner Engel aus Mir!“
[H.
Bd. 3, Kap. 345, 3-4]
Der
Herr: „Wer weiß es, wieviel Kraft die entbundenen Geister in den Wasserdämpfen
besitzen? Fürwahr, wenn sie von Meinen Engeln nicht im Zaume gehalten würden,
da könnten sich die stolzen Maschinenbauer eurer Erde gar bald überzeugen, auf
was für hohlem Grunde all ihre Berechnung ruht. Denn entbundene Geister von
auch nur einer Maß Wasser könnten im ungezügelten Zustande in einem Augenblick
ganze Gebirgsketten in Staub verwandeln, woraus ihr gar leicht ersehen könnt,
wieviel himmlischen Schutzes es da immerwährend bedarf, damit die Menschen bei
ihren törichten Unternehmungen nicht allzumal zugrundegehen!“
[Sa.
Kap. 10. Abs. 10]
Jesus:
„Alles, was nun Materie ist, war dereinst Geistiges, das da freiwillig aus der
guten Ordnung Gottes getreten ist, sich in den verkehrten Anreizungen begründete
und darin verhärtete. Die Materie ist demnach nichts anderes als ein
gerichtetes und aus sich selbst verhärtetes Geistiges. Noch deutlicher gesprochen
ist sie eine allergröbste und schwerste Umhülsung des Geistigen.“
[Ev.
Bd. 4, Kap. 103, 4]
Jesus
zu dem römischen Hauptmann von Samosata, der die
Grausamkeit des Tierlebens und -sterbens beklagt: „Es ist wahr, daß auf dieser
Erde alles Leben fortwährend allerlei Feinden ausgesetzt ist und stets
kampfbereit dastehen muß, um sich zu behaupten. — Allein dieser Kampf gilt nur
der durch den allmächtigen Willen Gottes gerichteten Materie, die stets dann am
meisten zu leiden hat, wenn ihr inneres Geistwesen, das wir Seele nennen, sich
von der Materie lostrennt und in einen vollkommeneren Lebensgrad aufsteigt.
Denn alle Materie dieser Erde — vom härtesten Stein bis zum Äther hoch über den
Wolken — ist Seelensubstanz, aber in einem gerichteten und gefesteten Zustande.
Ihre Bestimmung ist, wieder ins ungebundene, reingeistige Sein zurückzukehren,
wenn sie durch diese Bindung die Lebensselbständigkeit erreicht hat. Um aber
diese durch eine stets erhöhte Selbsttätigkeit zu erlangen, muß die aus der
gebundenen Materie freigemachte Seele alle möglichen Lebensstufen durchlaufen
und sich in jeder neuen Lebensstufe wieder von neuem in einen materiellen Leib
einpuppen, aus dem sie dann wieder neue Lebens- und Tätigkeitssubstanzen an
sich zieht und sich zu eigen macht.“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 133, 3]
Jesus
zu dem philosophischen Denker Philopold: „Zwischen
‚von Ewigkeit her‘, ‚früher‘ und ‚jetzt‘ ist in Meinem Sein und Bestehen gar
kein Unterschied, was Mein reingöttliches Ich betrifft. Und wäre es nicht so,
wahrlich, dann hätte Ich in diesem Menschenleibe keine Macht und Gewalt über
die gesamte materielle Schöpfung; denn alles ist aus Mir, und nicht bin Ich aus
dem allen. Da nun alles aus Mir ist und Ich durch Meinen Willen in allem das
Inwendigste bin als das alles erhaltende, führende, ordnende und belebende
Prinzip, so bin Ich der Macht Meines Willens und Meiner Weisheit nach das Alpha
und das Omega oder der Anfang und das Ende, wie auch das Erste und Letzte in
aller Kreatur!“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 31, 3 und 5]
Der
Herr: „Die kleinsten Teile der Materie sind ursprünglich eine Ideenkraft aus
Mir, dem Schöpfer aller Dinge; diese Ideenkraft bekommt Form, und die Form
bekommt Leben aus dem Leben des Schöpfers. Der Schöpfer gibt die neubelebte
Form frei von sich, gibt ihr aus Seinem Urlicht ein Eigenlicht und mit diesem
lebendigen Lichte die eigene Intelligenz, wodurch die neubelebte Form sich erkennt
und ihrer selbst wie ein selbständiges Wesen bewußt wird. — Hat die Form sich
so erkannt, da wird ihr die Ordnung, ein Gesetz alles Seins, gegeben, mit
dieser Ordnung das innerste Feuer der Gottheit, ein Funke der ewigen Liebe, aus
dem geht hervor der Wille. Nun hat die neubelebte Form Licht, Selbsterkenntnis,
Selbstbewußtsein, die Ordnung und den Willen und kann ihren Willen der Ordnung
gemäß einrichten oder auch dieser Ordnung zuwiderhandeln.“
[Ed.
Kap. 27, 5-7]
Der
Herr: „Hätten die Naturforscher der alles beherrschenden und erfüllenden Lebenskraft
(Gottes) einen Platz in ihren Schriften eingeräumt, so hätten sie schon lange
in ihrem Wissen einen gewaltigen Schritt vorwärts gemacht und hätten nicht
nötig, ‚tote Kräfte‘ — was ein gröbster Unsinn ist — abzuwägen und zu
zergliedern, sondern sie hätten sogleich mit jener Grundbedingung alles Seins
zu tun bekommen, in welcher sie sich selbst und alle Materie vom rechten Standpunkt
aus schon lange vollkommen erkannt hätten! Aber so tappen — was eigentlich das
Dümmste ist — die Lebendigen in lauter toten Kräften herum und wollen am Ende
gar noch beweisen, daß die lebende Kraft ein Gemisch und eine Zusammensetzung
aus lauter toten Kräften ist! — In welcher Logik kann denn eine wirkende Kraft
als ‚tot‘ angesehen werden?! Kann es etwas Unsinnigeres geben, als gewissen
sichtbaren Wirkungen einen toten Grund zu unterbreiten?“
[Ed.
Kap. 41, 6-7]
Der
Herr: „Wenn in und an der Materie wirkende Kräfte entdeckt werden, so sind sie
nicht tot, sondern lebendig und intelligent; denn ohne Intelligenz läßt sich
ebensowenig eine Wirkung denken wie ohne Kraft. — Wo nichts als lauter
Wirkungen erschaut werden, da muß es auch ebenso viele Kräfte wie Wirkungen
geben; und weil alle diese Wirkungen geordnet und planmäßig sind, darum müssen
auch ebenso viele Intelligenzen wie Kräfte vorhanden sein! Daraus wird auch
begreiflich, daß die Materie aus lauter Seelenfunken, also Intelligenzen
besteht, welche von höheren Kräften und Intelligenzen nach Ordnung und
Notwendigkeit zeitweilig festgehalten werden können. Wenn aber die Zeit des Festhaltens
vorbei ist, dann erwachen die einzelnen Intelligenzen und einen sich als
Ursubstanz wieder in jenem Wesen, in welchem sie uranfänglich aus Mir, dem Schöpfer,
gestaltet worden sind; und diese Wiedervereinigung ist dann zum Teil das Werk
der Intelligenzen selbst und zum Teil das der höheren Geister.“
[Ed.
Kap. 41, 8-10]
Jesus:
„Was da vorhanden ist in der ganzen Unendlichkeit, das ist aus Gott, also im
Grunde völlig geistig. Daß es in einer Welt als feste Materie erscheint, das
macht die beharrliche Festigkeit des göttlichen Willens; hörte dieser auf,
einen Gedanken festzuhalten, so wäre von ihm für kein materielles Auge mehr
eine Spur zu entdecken, obwohl der auf diese Art aufgelöste Gedanke Gottes in
Gott geistig auf ewig fortbesteht.“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 107, 11]
Der
Erzengel Raphael zu dem Römer Agrikola: „Alle Materie
entsteht durch die Beharrlichkeit des göttlichen Willens, so verschiedenartig
sie auch erscheinen mag; denn die verschiedenen Stoffe und Elemente der Materie
sind Gottes Gedanken. Ihre Formen und Farben sind die aus Gottes Gedanken in
uns gestalteten Ideen. Ihre Zweckdienlichkeit sind die aus diesen Ideen
entwickelten Begriffe, und die Erreichung eines höheren geistigen Zieles für
alle Materie ist die göttliche Absicht, aus der für alles das glückliche Endziel
hervorgehen wird. Darum ist ein wahres und reales Sein nur bei uns ewig
unsterblichen Geistern, und das Sein der Materie ist nur ein von uns (nach
Gottes Plan) bewirktes und ist jederzeit von uns abhängig.“
[Ev.
Bd. 7, Kap. 69, 1-2, Kap. 70, 11]
Der
Herr: „Die erste, unterste Luftregion eurer Erde befindet sich dort, wo die
naturmäßige, atmosphärische Luft, in welcher Pflanzen, Tiere und Menschen
leben, über der Erdoberfläche rastet. Das Geistige ist hier mit dem Naturmäßigen
so eng verwebt, daß ein Weiser sagen müßte: Ich finde in dieser ganzen
untersten Luftregion nichts als Geistiges; nur das, was durch die geistige
Kraft fixiert wird, hat das Ansehen des Natürlichen, im Grunde aber ist dennoch
alles vollkommen geistig!“
[Ed.
Kap. 38, 1-2]
Jesus:
„Alles, was der unendliche Raum als Materielles innefaßt,
ist gefangenes und gerichtetes Geistiges. Es sind Geister im Gerichte der Kraft
und Macht des göttlichen Willens bis zu einer geordneten Zeit hin, in der sie
jenen Grad der Festigung erreicht haben, auf dem dann die geistig selbständige
Lebensfortbildung angebahnt werden kann.“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 122, 6]
Der
Erzengel Raphael: „Ihr wähnet, daß die durch sichtige Luft so gut wie nichts
sei. Wenn aber diese Luft in eine starke Bewegung gesetzt wird, daß sie durch
ihre Gewalt als Sturmwind die mächtigsten Zedern entwurzelt, so müsset ihr dann
doch erkennen, daß die Luft ein bedeutend mächtiges Etwas ist. Ja, die Luft ist
schon ein Körper und enthält alle erdenklichen Stoffe und Körper in einem noch
ungebundenen Urzustande.“
[Ev.
Bd. 7, Kap. 72, 1]
Der
Erzengel Raphael erklärt dem Freunde Jesu, Lazarus von Bethanien, seine,
Raphaels, Materialisationswunder: „Siehe, in der Luft sind in aufgelöstem
Zustande alle Substanzen und Stoffe einer ganzen Erde enthalten. Du kannst sie
zwar mit deinen irdischen Sinnen nicht wahrnehmen, aber für einen vollkommenen
Geist ist das etwas Leichtes. Und es ist einem solchen Geiste auch leicht
möglich, die zu irgendeinem Gegenstande nötigen Stoffe aus der Luft zusammenzufassen
und sie in einem Augenblick als das darzustellen, was sie in naturmäßiger
Ordnung erst nach und nach werden können.“
[Ev.
Bd. 7, Kap. 15, 3]
Der
Erzengel Raphael zu einem indischen Weisen: „Die Erde ist ebensogut ein organisches
und seelischlebendiges Wesen wie du und jedes Geschöpf, das da atmet, wirkt und
webt im endlosen Schöpfungsraume.“
[Ev.
Bd. 7, Kap. 114, 4]
Der
Herr: „Wer ein Mikroskop hätte, das die Gegenstände sechsmillionenmal vergrößerte,
der würde damit in einem Wassertropfen eine ungeheure Menge der seltsamsten
tierischen Gestalten entdecken. Diese Gestalten sind Träger verschiedener
Intelligenzen, welche einander fortwährend feindlich begegnen, ergreifen und
verzehren.“
[Ed.
Kap. 46, 9]
Der
Erzengel Raphael: „Weder in der Sonne noch auf dieser Erde geschieht irgend
etwas ohne einen dienstbaren Geist, denn alles, was du ansiehst und anrührst,
ist im Grunde ja Geist, sogar die gröbste Materie. Beleidigst du die im tiefen
Gericht wie tot ruhenden Geister zu sehr durch Stoß und Druck, so wirst du bald
ihre Macht fühlen. Denn wird beispielsweise die Luft durch einen zu gewaltigen
Stoß oder Druck aus ihrer Ruhe und aus ihrem Gleichgewicht gebracht, so reißt
sie, zum Sturm geworden, die kräftigsten Baumstämme aus der Wurzel, macht die
Erde erbeben, entzündet sich in tausend verheerenden Blitzen und wird zum
furchtbarsten Element. Wer wütet da so grimmig? Es sind die in der Luft
ruhenden, gerichteten, nun aber grimmigst erregten
Geister!“
[Ev.
Bd. 3, Kap. 234, 1-3]
Der
Erzengel Raphael zu dem Römer Agrikola: „Wir Geister
in unserer für euch unwägbaren Sphäre sind das allein wirkliche, ursprüngliche,
reingeistige Etwas. Alles andere in der materiellen Welt ist nur eine durch
unseren Willen bewirkte Erscheinlichkeit, damit für eure materiellen Seelen ein
beharrliches Mittel da ist, womit ihr euch gleich uns die volle, wahre
Lebensfreiheit verschaffen könnt.“
[Ev.
Bd. 7, Kap. 68, 12]
Jesus:
„Jede Lebensform in der Naturwelt entspricht einer gewissen Intelligenz. Je
einfacher sie ist, desto geringer ist auch die ihr innewohnende Intelligenz. Je
ausgebildeter und zusammengesetzer du aber eine Form
erschaust, desto mehr Intelligenz wirst du in ihr finden.“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 53, 7]
Endlose
Teilbarkeit der Materie, erwiesen durch die weite Ausbreitung von Düften.
[Ed.
Kap. 27, Abs. 4]
Der
Herr: „Was an einem Magneten sichtbar ist, das ist Materie, was aber in dem
Magneten anziehend oder abstoßend wirkt, das ist Substanz. Diese Substanz kann
mit dem fleischlichen Auge nicht gesehen werden, allein das Auge ist ja auch
nicht der einzige Fühler und Ansager seelischer und geistiger Dinge.“
[Ed.
Kap. 41, 2]
Der
Herr: „Ein elektrischer Funke, obschon sichtbar, ist keine Materie, sondern
seelenähnliche Substanz, welche in der Materie ruht; wenn sie erregt wird, so
äußert sie augenblicklich eine alles durchdringende Kraft.
[Ed.
Kap. 41, 4]
Der
Herr: „Steinmassen und Felsenmassen bewirken in der menschlichen Seele lebendige
Gefühle, wie: Anmut, Begeisterung und Bewunderung. Sollte wohl der tote Stein
diese lebendigen Gefühle hervorrufen können!? — Da sage Ich: Wer Ohren hat, der
höre und wer Augen hat, der schaue, was der lebendige der lebendige Geist zu
dem lebendigen Geiste spricht! Diese Steinmassen sind ebenso wie der lebendigste
Cherub aus der allmächtigen, ewigen Kraft Gottes hervorgegangen. Wie könnte
denn auch das ewige Urleben alles Lebens ‚tote‘ Steine erschaffen?!“
[Ed.
Kap. 43, Abs. 10-11]
Jesus
zu einem grüblerischen Gottsucher: „Wenn du das einfachste Würmchen ins Leben
zu rufen imstande bist, dann vermagst du ebensogut eine ganze Erde und alle
Gestirne ins Dasein zu rufen! Denn die sichtbare körperliche Lebensmaschine
eines noch so unbedeutenden Würmchens ist in ihrem organischen Bau so
kunstvoll, daß du dir davon keinen Begriff machen kannst! Und wäre diese äußere
Lebensmaschine nicht so kunstvoll und weise eingerichtet, wie könnte man da ein
substantielles Seelchen hineinsetzen, und wie sollte dieses sich einer solchen
Lebensmaschine zu seiner weiteren Entwicklung bedienen? Und wenn Derjenige, der
das Würmchen ins Dasein ruft, nicht selbst ein vollkommenster Herr aller Kräfte
und alles Lebens wäre, — wie könnte Er eine solche Maschine beleben?“
[Ev.
Bd. 10, Kap. 170, 14-15]
Jesus:
„Alles den Menschen sichtbare Erschaffene ist gerichtetes Geistiges und hat die
Bestimmung, durch eine lange Reihe von allerlei Formen endlich in ein freies
und selbständiges Leben überzugehen. Diese Formen beginnen vom Steine an und
gehen durch die Mineralreiche über zum Pflanzenreich, durch das Pflanzenreich
ins Tierreich und von da bis zum Menschen. Alle diese Formen sind Aufnahmegefäße
vom Leben aus Gott.“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 53, 5-6]
Jesus:
„Tier- und Pflanzenseelen sind von dem allgemeinen Gottraumesleben nicht streng
geschieden und darum aus ihrem Innewerden ohne Unterricht zu allem geschickt,
wozu sie ihrer Beschaffenheit und Einrichtung nach bestimmt sind. Jedes Tier
kennt seine ihm zusagende Nahrung und weiß sie zu finden; es hat seine Waffen
und weiß sie ohne alle Übung zu gebrauchen. So kennt auch der Geist der
Pflanzen genau den Stoff im Wasser, in der Luft und im Erdreich, der seiner
besonderen Individualität dienlich ist. Der Geist oder die Naturseele der Eiche
wird niemals den Stoff an sich ziehen, von dem die Zeder ihr Sein und Wesen
schafft. Ja, wer lehrt denn das eine Pflanze?! — Seht, das alles ist die
Wirkung der höchsten und allgemeinsten Raumlebensintelligenz Gottes. Aus dieser
schöpft jede Pflanzen- und Tierseele die ihr nötige, gesonderte Intelligenz und
ist dann nach deren Weisung tätig.“
[Ev.
Bd. 8, Kap. 29, 8-9]
Der
Erzengel Raphael weist den Römer und Gartenfreund Agrikola
darauf hin, daß in seinen Gärten in Rom unter den gleichen Klima- und
Bodenverhältnissen die verschiedenartigsten Gewächse gedeihen, und fährt fort:
„Woher kommt es denn nun, daß jeder Same aus der gleichen Erde, aus dem
gleichen Wasser, aus derselben Luft, aus demselben Licht und aus derselben
Wärme nur diejenigen Urstoffe an sich zieht und in seiner Art verkörpert, die
er als stets der gleiche Same schon vor vielen tausend Jahren an sich gezogen
und verkörpert hat? — Siehe, da taucht Reingeistiges in der organischen Materie
auf und zeigt dem scharfsinnigen Beobachter, daß nicht das dem Menschenauge
Sichtbare, sondern nur das im Samenkorn verborgen ruhende Reingeistige ein
wirkliches Etwas ist.“
[Ev.
Bd. 7, Kap. 73, 1-9]
Der
Erzengel Raphael zu dem Römer Agrikola: „Das im
Samenkorn wirkende Reingeistige ist ein mit Liebe, Licht und Willenskraft erfüllter
Gedanke oder eine Idee Gottes in voller Getrenntheit von den zahllos vielen
anderen für sich ebenso abgesonderten Gedanken und Ideen Gottes. Dieser so für
sich abgesonderte Geist im Keimhülschen des Samenkorns, im Besitz seiner klaren
Intelligenz und im Bewußtsein seiner Kraft, wird leicht inne, wann der Same als
sein von ihm erbautes materielles Wohnhaus sich in der Lage befindet, in
welcher der reine Geist seine Tätigkeit beginnen kann.“
[Ev.
Bd. 7, Kap. 73, 9 und Kap. 74, 1]
Der
Erzengel Raphael zu dem Römer Agrikola: „Wenn der
Same in die feuchte Erde gelegt wird und die äußere materielle Umkleidung sich
erweicht, so fängt der reine Geist sogleich an, von seiner Intelligenz und
Willensmacht Gebrauch zu machen. Er erkennt genauest die ihm entsprechenden
Teilchen in der Erde, im Wasser, in der Luft, im Licht und in der Wärme, zieht
sie an sich und schafft aus ihnen in seiner Ordnung das, was seinem Wesen
entspricht, und so siehst du dann eine Pflanze aus dem Boden der Erde
emporwachsen mit der ihr stets gleichen Eigentümlichkeit.“
[Ev.
Bd. 7, Kap. 74, 2]
Der
Erzengel Raphael zu dem Römer Agrikola: „Der in einer
Pflanze wirksam gewesene Reingeist erhebt sich nach vollbrachtem Werk und geht
im Verbande mit den an sich gezogenen Seelenteilchen zur Bildung höherer und
vollkommenerer Formen und Wesen über. — Was ich dir nun von den Pflanzen gesagt
habe, das gilt in geringerem Maße auch von allen Mineralien und in einem
höheren Maße auch von allen Tieren und endlich vorzüglich vom Menschen.
Uranfänglich aber gilt dasselbe von der Bildung aller Weltkörper, aller Hülsengloben
und des gesamten großen Weltenmenschen. — Die nun von mir dir gegebene Regel
gilt also für die ganze Ewigkeit und Unendlichkeit: Verstehst du das Alpha, so
verstehst du auch das Omega!“
[Ev.
Bd. 7, Kap. 74, 3, 5]
Der
Erzengel Raphael zu Lazarus von Bethanien: „In allen Keimen der Pflanzen und
Bäume wohnt in einer kleinen, zarten Hülse eine sonderheitliche Intelligenz in
der Gestalt eines deinem Auge nicht sichtbaren Fünkleins.
Dieses Fünklein ist das eigentliche Naturleben des Samens und hernach der ganzen
Pflanze. Nun denke dir aber die beinahe zahllose Menge der verschiedenartigsten
Pflanzen und Bäume, die natürlich auch alle verschiedenartige Samen tragen, in
deren Keimhülschen ebenso verschiedene geistige Intelligenzfünklein
wohnen! Wenn du nun verschiedene Samen ins Erdreich legst, so werden sie durch
die Wärme und die vom Erdreich aufgesogene Feuchtigkeit erweicht, das geistige
Fünklein wird tätig und erkennt ganz bestimmt jene Stoffe in der es umgebenden
Luft, die es braucht, fängt an, sie durch seine ihm eigene Willenskraft anzuziehen
und bildet aus ihnen eben jene Pflanze mit ihrer Gestalt und Frucht, die zu
bilden es die geeignete Intelligenz und die ihr entsprechende Willenskraft vom
Herrn aus besitzt.“
[Ev.
Bd. 7, Kap. 15, 5-6]
Jesus
zu staunenden Freunden: „Seht, der Wein, der durch die Rebe nach und nach bereitet
wird, ist ebenso ein Wunder wie dieser, den Ich für euch hier plötzlich
erschaffen habe. Ich könnte allezeit den Wein und alles andere so erschaffen,
wie Ich nun für euch den Wein in euren Bechern erschaffen habe aus der Luft, in
der alle Bestandteile, die zum Weine gehören, vorhanden sind, gleichwie alles,
was zur Hervorbringung auch aller anderen Dinge und Kreaturen erforderlich ist.
Der Mensch kann das mit seinen Fleischesaugen freilich nicht sehen; nur der
Geist kann das sehen und vereinen und zwar entweder plötzlich oder — wegen der
Probung des menschlichen Verstandes, der Liebe und Geduld und wegen der
Erweckung der Tätigkeit des Menschen — nach und nach auf die euch als natürlich
bekannte Weise. Immer aber ist es ein und derselbe Geist, der ganz allein alles
so oder so zu bewirken imstande ist, weil er der Urgrund von allem ist und ewig
sein wird.“
[Ev.
Bd. 9, Kap. 108, 4]
Jesus:
„Solange das Samenkorn in der Erde nicht stirbt, zerfällt und sich so auflöst,
daß seine früher festen Teile in die Ähnlichkeit des Geistes übergehen, solange
auch bleibt der Geist untätig und verborgen. Wenn sich aber das Fleisch des
Samenkorns in der Erde zu erweichen und aufzulösen beginnt und in seinen stets
ätherischer werdenden Teilchen dem im Keime wohnenden Geist ähnlicher wird,
dann fängt der Geist an, die ihm ähnlichen Teile zu ordnen. Er durchdringt sie
immer mehr, und es tritt dann — wie du das bei jeder emporkeimenden
und fortwachsenden Pflanze gar wohl merken kannst — ein ganz neuer Seinszustand
ein.“
[Ev.
Bd. 7, Kap. 77, 7]
Der
Erzengel Raphael zu dem Römer Agrikola: „Das Kraut,
gewisserart das Fleisch einer Pflanze, von der Wurzel bis zur höchsten
Stammspitze, wird nur darum vom Geiste erzeugt, auf daß der reine Geist sich in
den neuen Samenkörnern schöpferisch vervielfachen kann und so sein Ich verunendlichfältigt.“
[Ev.
Bd. 7, Kap. 74, 2]
Der
Erzengel Raphael: „Dadurch, daß jeder Gedanke und jede Idee Gottes, als aus der
höchsten Intelligenz Gottes durch Seinen Willen hervorgehend, auch in sich
selbst als eine sonderheitliche Intelligenz den entsprechenden Teil des
Gotteswillens birgt, kann jeder solche den Gotteswillen in sich tragende Einzelgedanke
Gottes oder eine ebenso beschaffene größere Idee des Herrn auch nimmer ein Ende
nehmen, weil Gott einen einmal gedachten Gedanken und eine tiefere Idee nie in
Seinem hellsten Selbstbewußtsein vergessen kann. Weil das aber unmöglich ist,
so ist jeder kleinste Gedanke und jede geringst
erscheinende Idee Gottes in ihrer urgeistigen Beschaffenheit ewig unzerstörbar.“
[Ev.
Bd. 7, Kap. 17, 3]
Der
Erzengel Raphael zu dem Römer Agrikola: „Im Samenkorn
ist der im Keimhülschen ruhende Geist allein ein wahres Etwas, während der
übrige Samenleib für sich gar nichts ist, sondern das, was er ist, nur durch
den ihm innewohnenden Geist ist. Dieser Geist arbeitet nach seiner Intelligenz
durch die Kraft seines Willens, und es wird daraus eine Pflanze, ein Strauch,
ein Baum, ein Tier, ja eine ganze Welt!“
[Ev. Bd.
7, Kap. 75, 7]
Der
Herr: Gott senkte in jede Sonne einen Gnadenfunken aus Seiner Liebe, und siehe,
die Sonnen leuchteten den Erden mit großem Glanze, wie sie noch leuchten zur
Stunde und leuchten werden, solange der Gnadenfunke ihnen nicht genommen wird.
[H.
Bd. 1, Kap. 5, 29]
Der
Herr: „Was die Gelehrten ‚Instinkt‘ nennen, das ist keine der Tierseele eigene
Intelligenz, sondern Beeinflussung und Führung seitens höhergestellter Geister;
denn es ist zweierlei: eine bestimmte Fertigkeit zu besitzen oder: nach dieser
Fertigkeit ein bestimmtes Geschäft zu vollführen. Mit dem Besitze solcher
Fähigkeit ist die notwendige Ausführung noch nicht verbunden, sondern dazu muß
ein anderer Antrieb kommen. Es ist also der Besitz solcher Fähigkeiten und
Fertigkeiten in einem Wesen die Intelligenz, während die Nötigung, nach solcher
Intelligenz tätig zu sein, nicht in dem Wesen selbst als ein Instinkt
niedergelegt ist, sondern das ist die nötigende Leitung seitens höherer, vollkommenerer
Geister.“
[Ed.
Kap. 42, Abs. 5]
Der
Herr: „In jedem Baume wohnt ein (Natur-) Geist. Dieser Geist besitzt eine ganz
einfache Intelligenz. Mit diesem von Mir ihm verliehenen Vermögen erkennt er in
der Erde die ihm zusagenden Nahrungsteile, erschafft sich nach Meinem Willen an
den Wurzeln, wo er vorzüglich wohnt, viele tausend Arme, mit welchen er unter
der Erde die Säfte aufgreift, die er durch von ihm gestaltete Röhrchen und
Kanäle bis in den höchsten Gipfel und in alle Zweiglein des Baumes treibt und
führt.“
[Hi.
Bd. 1, S. 62, 2-18]
Jesus:
Das göttlich-geistige Lebensfünklein im Weizenkorn
bewirkt in ihm auch die Fähigkeit endloser Vervielfältigung. Dieses geistige
Gottleben ist nicht nur im Weizenkorn, sondern in allen Samen, Gewächsen und
Tieren vorhanden.
[Ev.
Bd. 6, Kap. 32, 2-6]
Wunderbare
Entstehung und Entwicklung der Fliege unter dem geistigen Walten eines
göttlichen Kraftfunkens.
[Fl.
Kap. 1]
Der
hadernde Erzvater Mahal stellt dem Herrn die schwerwiegende Frage: ‚Wessen Ursprungs
ist der Satan und dessen unbegrenzte Bosheit? Woher nimmt er das, womit er alle
Menschen gegen Dich aufgewiegelt hat?! O sage, wer ist des Satans Schöpfer und
Werkmeister?‘ Der Herr antwortet: „0 du Blinder, was redest du?! Hast du denn
vergessen, wie vollkommen frei Ich den Menschen geschaffen habe, daß er
außerhalb Meiner Allmacht tun kann, was er will, wie ein zweiter Gott?! Meinst
du, der Satan als ein freies Wesen solle unvollkommener sein als du? Wenn du
Mir gegenüber tun kannst, was du willst, ohne Berücksichtigung Meiner Ordnung,
sollte das dem freien Geiste (Satan) unmöglich sein? — — Muß Ich euch nicht handeln
lassen, wie ihr wollt, so Ich euch nicht gerichtet haben will von Meiner
Allmacht?! Wenn aber also, da sage du, wie Ich den ersten Geist hätte gestalten
sollen, daß er nach deinem Sinn handeln müßte in Meiner Ordnung, dabei aber
dennoch haben solle eine vollkommene Willensfreiheit! Besteht doch die
Vollendung der Wesen darin nur, daß sie ganz frei wollen und tun können, — ob
es nun für oder gegen Meine Ordnung ist!“
[H.
Bd. 3, Kap. 339, 13-15]
Der
Herr zu dem lichtsuchenden König Lamech von Hanoch auf dessen Frage nach dem Ursprung des Bösen: „In
Meinem (göttlichen) Angesichtsbündel gibt es nichts Böses, sondern nur
Unterschiede in der Wirkung Meines Willens; und dieser ist in der Hölle wie im
Himmel, im Schaffen wie im Zerstören gleich gut. — Aber im Angesichtsbündel der
Geschöpfe ist nur eines als gut zu betrachten, und das ist der Verhältnisteil
der Bejahung, unter dem das Geschöpf neben und in Mir bestehen kann; denn das
ist der erhaltende oder stets schaffende Teil aus Mir! Der auflösende oder zerstörende
mächtige Teil aus Mir aber gilt als böse im Angesichte des Geschöpfes, weil es
darin neben und in Mir nicht bestehen kann. — In Mir also ist das ‚Ja‘ wie das
‚Nein‘ gleich gut; denn im ‚Ja‘ schaffe Ich, und im ‚Nein‘ ordne und leite Ich
alles. Aber für das Geschöpf ist nur das ‚Ja‘ gut und böse das ‚Nein‘, und das
so lange, bis es völlig eins im ‚Ja‘ mit Mir geworden ist, allwo es dann auch
im ‚Nein‘ wird bestehen können. Sonach gibt es für Mich keinen Satan und keine
Hölle, — wohl aber im Anbetrachte seiner selbst und der Menschen dieser Erde,
weil es sich hier um die Bildung Meiner Kinder handelt. — Die Erde ist eine
Kinderstube, und so gibt es auf ihr auch allzeit viel Geschrei und Lärm; aber
Ich schaue das mit anderen Augen an als du, ein Mensch dieser Erde!“
[H.
Bd. 3, Kap. 67, 12-18]
Der
Herr: „Satan will seine große Gesamtseele durch seine eigene Kraft aus der
Gefangenschaft der Materie frei machen und ihr die frühere Ausdehnung wieder
geben, daher erbrennt er fortwährend in seinem Innern, treibt immerzu die seelischen
Spezifika aus dem Erdinnern heraus und ist in dem Wahn, daß er dadurch beinahe
seine ganze gefangene Seele frei gemacht habe. Aber diese Spezifika werden auf
der Erde von den mächtigeren Geistern aufgefangen und zu neuen
Menschengestalten eingeordnet. Diese Spezifika jedoch, die von Satans Kerkersitz
kommen, sind natürlich ganz höllischer Art und grundböse; daher sie durch eine
lange Wesenstufenreihe aufsteigen und durchgären müssen, bevor sie zur
Darstellung eines Menschen tauglich sind.“
[Ed.
Kap. 54, 3-5]
Jesus:
„Die Materie entstand aus dem notwendigen Reiz, den Ich wegen der Erkenntnis
des eigenen freien Willens in die Geister legen mußte; aber obschon der Reiz
notwendig war, so war ihm als Folge die sündige Werdung der materiellen Welten
durchaus keine Notwendigkeit. Sie war nur eine aus Meiner Ordnung zugelassene
leider notwendige Folge dessen, daß so viele Geister dem Reize nicht widerstehen
wollten, obgleich sie es vermocht hätten — ebensogut wie es sechsmal so viele
urgeschaffene Geister vermochten.“
[Ev.
Bd. 4, Kap. 108, 3]
Jesus
belehrt Lichtsuchende über den Gegenpol Gottes: „Wenn der ewige, freieste, weiseste
und allmächtige Geist Gottes nicht schon von Ewigkeit aus sich heraus einen
Gegenpol gesetzt hätte, so wäre es Ihm als pur positivem Gotte nie möglich
gewesen, Sonnen, Welten und die zahllos vielen Wesen auf ihnen ins Dasein zu
rufen.“
[Ev.
Bd. 5, Kap. 228, 3]
Jesus:
„Gott muß in die frei und selbständig werden sollenden Geschöpfe, besonders in
die Engel und in die Menschen dieser Erde, den Reiz zur Widerordnung legen, auf
daß sich daraus für sie eine wahre, freitätige Selbstbestimmung ergibt. Daraus
geht klar hervor, daß Gott die mögliche Widerordnung ebenso bekannt sein muß
wie die gute, wahre Ordnung. Die Gedanken und Gefühle der Widerordnung in Gott
sind unter den Ordnungsgedanken und -gefühlen entsprechend den Giftmineralien,
Giftpflanzen und Gifttieren. Weil aber auch sie Gottesgedanken und
Gottesgefühle sind, so können sie nicht vergehen, sondern bleiben auch in ihrer
feuerzüngigen Intelligenzurgestaltung, können als verwandt sich in der
negativen Sphäre ergreifen und eine eigene Wesenreihe bilden. Aus diesem
Urborne entstand zumeist die ganze materielle, gerichtete Schöpfung. Da aber
diese berufen ist, den Geistgeschöpfen nicht nur als ein prüfend Lebensgift zu
dienen, sondern bei gerechtem Gebrauche auch als ein heilsamer Lebensbalsam, so
ist eine Ordnung auch dahin getroffen, daß die allzu ordnungswidrigen
Ursubstantialgedanken sich von den weniger ordnungswidrigen scheiden und eine
giftige Wesenreihe in allen drei Reichen der Natur ausmachen.“ [Ev. Bd. 4, Kap.
158, 5-7]
Jesus:
„Die bekannten Gegensätze Geist und Materie, Leben und Tod, Liebe und Haß,
Wahrheit und Lüge müssen irgendeinen Entstehungsgrund haben, ansonst sie nimmer
in Erscheinung treten könnten. Du wirst daraus erkennen, daß sich solche
Gegensätze dem höchsten und besten Gottwesen nicht in die Schuhe schieben
lassen. Oder kannst du annehmen, daß Gott als die höchste Wahrheit selbst dem
Menschen einen lügenhaften Sinn ins Herz gelegt hat, auf daß er dann sündige
wider die Ordnung Gottes und unsauber werde in seinen Reden und Handlungen? Oh,
das sei ferne! Gott schuf den Menschen geistig nach Seinem Ebenmaße, also rein,
wahrhaft und gut. — Da der geistige Mensch aber zu seiner ferneren Existenz bedinglich den Weg des Fleisches durchzumachen bekam, so
mußte er dieses Fleisch aus der Materie der Erde entlehnen. In dieses Fleisch
ist für den Menschen ein ihn probendes Gegengewicht gelegt: es heißt
Versuchung. Die Versuchung aber rastet nicht nur im Fleische des Menschen,
sondern in aller Materie, die dem Menschen gegenüber Lüge und Trug ist, also
ein Scheingeist. Dieser Truggeist ist eben das, was da ‚Satan‘ heißt.
Ein Mensch, der allerlei Materie mit seiner Liebe erfaßt und sich darin
begründet, sündigt wider die Ordnung Gottes, die ihm nur darum die Materie
zeitweilig unter sein Dasein legte, daß er mit ihr kämpfe und sich zur
Unsterblichkeit kräftige mit dem Gebrauche seines freigestellten Willens.“
[Ev.
Bd. 5, Kap. 70, 1-7]
Jesus:
„Die zur Erweckung des freien Willens nötigen, in die Seele gelegten gegensätzlichen
Reize heißen: Eigenliebe, Hochmut und Herrschsucht.“
[Ev.
Bd. 4, Kap. 104, 8]
Der
Herr: „Das Höllische der aus Satans Kerkersitz im Erdinnern getriebenen
Spezifika zeigt sich an vielen Wesen und Dingen, so an giftigen Metallen,
Pflanzen und Tieren. Ja, sogar bei den Menschen äußert es sich oft noch in
einem so hohen Grade, daß zwischen manchem Menschen und dem Fürsten der
Finsternis wenig Unterschied besteht.“
[Ed.
Kap. 54, 6]
Satan,
der Drache und große Widersacher, erläutert dem einstigen Bischof Martin die
Notwendigkeit seines (des Drachen) Daseins als Basis und Materie der Schöpfung.
[BM.
Kap. 116, 18-21]
Jesus:
„Ein jedes Dasein, das göttliche nicht ausgenommen, hat in sich starke
Gegensätze, die einander stets also entgegenstehen wie Kälte und Wärme,
Finsternis und Licht, Haß und Liebe, böse und gut, Lüge und Wahrheit. Betrachte
das Beispiel eines in die Luft gestellten und dadurch ohnmächtigen Riesen!
Keine Kraft kann irgend etwas wirken, wenn sich ihr nicht eine Gegenkraft entgegenstellt.“
[Ev.
Bd. 2, Kap. 228, 4-6 und 7-10]
Jesus:
„Wollte Gott aus sich heraus Ihm ähnliche, freie Wesen erschaffen, so mußte Er
sie auch mit denselben streitenden Gegensätzen versehen, die Er in sich selbst
von Ewigkeit her in den besten und reinst abgewogenen
Verhältnissen besaß.“
[Ev.
Bd. 2, Kap. 229, 4]
Satan
zu dem einstigen Bischof Martin bei einer großen Auseinandersetzung: „Jede
Kraft muß eine Gegenkraft haben, um sich als solche äußern zu können. Wenn zwei
Kräfte gegeneinander auftreten, so finden sie aneinander Widerstand und äußern
sich dadurch auf dem Wege polarischer Gegenwirkung, und erst durch solch eine
kampfähnliche Äußerung zweier Kräfte kann ein Sein bewerkstelligt werden. Nun
siehe, Gott ist die positive, oberste Kraft, — ich aber bin als die negative,
unterste Kraft ebenso unendlich in meiner Art — wie Gott als die oberste Kraft.
Gott könnte sich ohne mich ebensowenig äußern wie ich ohne Gott!“
[BM.
Kap. 193, 9-10]
Satan
zeugt von sich selbst: „Ich bin ein Wesen, aus dem die Unendlichkeit alle ihre
Wesen hat. Ich bin ein Wesen der Wesen — die ganz gleiche negative
Machtpolarität, wie da die Urgottheit die positive ist! Ich bin der endlos
große Boden, auf dem die Urgottheit ihre Werke erbaut.“
[Rbl.
Bd. 2, Kap. 179, 3]
Jesus
erläutert den Zweck und die Notwendigkeit der sinnlichen und materiellen Lustreize.
[Ev.
Bd. 4, Kap. 177, 1-5]
Jesus:
„Es muß der Reiz zum Übertreten Meiner Gebote da sein; denn er ist ein Wecker
des Erkenntnisvermögens und des freien Willens. Er erfüllt die Seele mit Lust
und Freude so lange, als sie den Reiz gar wohl erkennt, ihm aber nicht huldigt,
sondern ihn stets mit demselben freien Willen bekämpft, der durch den Reiz in
ihr erweckt und belebt wurde. Die freie Seele gebraucht den Reiz dann als ein
Mittel, nicht aber als einen in ihm erreichten Zweck.“
[Ev.
Bd. 4, Kap. 104, 5]
Jesus:
„Alles, was Welt- und Materiesinn heißt, ist etwas der wahren, geistigen Ordnung
Gottes Widerstrebendes, das als eine Gegenreizung zum Erwecken des freien Willens
in die Geschöpfe gelegt werden mußte, und ist darum als das Unkraut auf dem
geistigen Lebensacker anzusehen. Ist das Unkraut somit auch eine Notwendigkeit,
so muß es aber endlich von dem freien Menschwesen doch als solches erkannt und
freiwillig hinausgeschafft werden, weil der Mensch mit ihm unmöglich
fortbestehen darf. Es ist wohl ein notwendiges Mittel zum Zweck, kann aber nie
mit dem Zwecke selbst eins werden.“
[Ev.
Bd. 4, Kap. 704, 2-3]
Der
Evangelist Johannes: „Es ist vom Herrn weise eingerichtet, daß Ihm alle Höllen
trotz stärksten Widerwillens zur ewigen Erhaltung der Dinge dienen müssen. Und
dieser Mußdienst — den höllischen Geistern wohlbekannt — ist ihre größte Qual,
weil sie da sehen, wie trotz ihres Widerwillens alle ihre Aktionen der
göttlichen Ordnung dienen müssen!“
[GS.
Bd. 2, Kap. 108, 14]
Jesus
zu Lazarus von Bethanien: „Auf einer Welt, wo die Menschen zu vollendeten Gotteskindern
erzogen werden sollen, müssen sie nebst dem freiesten Willen und einem hellen
Verstande auch die von Gott gegebenen Gesetze haben, die ihr Wille ergreifen
und ausüben soll. Wie aber könnten sie das, wenn in ihnen nicht auch eine
mächtige Anreizung zur Nichthaltung der Gesetze vorhanden wäre!? — Diese
entgegen gesetzte Anreizung verschafft dem menschlichen Willen ja erst die
vollkommene Freiheit und gibt ihm auch die Kraft, ihr (der widergöttlichen
Anreizung) zu widerstehen und den erkannten Willen Gottes an ihre Stelle zu
setzen. — Ich sage dir: Ein Mensch, der in sich nicht die volle Fähigkeit hat,
ein vollendeter Teufel zu werden, kann auch nie ein völlig ähnliches Kind
Gottes werden! Ist denn Gott darum weniger Gott, weil er neben den heilsamen
Kräutern auch die schädlichen Giftpflanzen erschaffen hat und weil Er das
Unkraut gleich dem Weizen besamte, auf daß es mit den edlen Pflanzen fortwuchern
kann?!
[Ev.
Bd. 6, Kap. 165, 6-8 und 9]
Jesus:
„Ich bin nicht gekommen, um der Erde einen trägen Frieden und eine tote Ruhe,
sondern das Schwert, den Kampf im höheren Tätigkeitssinn zu geben. Denn erst
dem Hasse gegenüber wird die Liebe zur wahren, lebendigen Tatkraft. Die Not
macht die Menschen tätig, mit der Zeit geduldig, sanft und in Meinen Willen
ergeben. Gäbe es keine Lüge mit ihren bitteren Folgen, welchen Wert hätte da
die Wahrheit für sich?! Wer zündet am Tage ein Licht an, und wer achtet den
Wert einer Öllampe beim Lichte der Sonne?! — Alles, was demnach zugelassen ist,
muß da sein als ein Triebkeil zum Besserwerden der Menschen. Denn jedes Werden
setzt eine Tätigkeit voraus.“
[Ev.
Bd. 5, Kap. 157, 10 und Kap. 158, 1]
Jesus:
„Es hat mit dieser Erde eine höchst eigentümliche Bewandtnis. Sie gehört zwar
nun als Planet zu dieser Sonne; aber sie ist, streng genommen, nicht — wie alle
anderen Planeten — aus dieser Sonne, sondern hat ihre ursprüngliche Entstehung
aus der Urzentralsonne und ist in gewisser Hinsicht ums für euch Undenkliche
älter als diese Sonne. Doch hat sie erst körperlich zu werden angefangen,
nachdem diese Sonne schon lange als ein ausgebildeter Weltkörper den Umlauf um
ihre Zentralsonne begonnen hatte, und hat aber dann ihr eigentlich
Materiell-Körperliches dennoch hauptsächlich aus dieser Sonne an sich gezogen.“
[Ev.
Bd. 4, Kap. 106, 8]
Der
Herr zeigt Seinen irdischen Freunden unsere Erde, das ‚schmutzige Wohnhaus‘,
den ‚Kerkersitz Luzifers‘, in der linken kleinen Zehe des Großen Schöpfungsmenschen.
[Hi.
Bd. 1, S. 312, 14 ff.]
Der
Herr beschreibt die Gestaltung und Belebung der materiellen Erde und des von
ihr ausgeborenen Mondes sowie die darin waltende göttliche Ordnung und
Bestimmung.
[H.
Bd. 1, Kap. 7, 1-6]
Jesus:
„Diese Erde wie auch jeder andere Weltkörper hat ein organisches Leben und muß
daher ernährt werden, wie etwa ein großes Tier. Weil die Erde also ein
tierisches Leben hat, so muß sie auch in der Entsprechung alle jene Eingeweide
haben, die einem Tier zum Leben notwendig sind. Und darum werden auf ihrer
Oberfläche alle möglichen Äußerungen ihres inneren organischen Lebens von euch
Bewohnern der Erde wahrgenommen. Die Erde atmet sonach auch, und das von sechs
zu sechs Stunden. Sechs Stunden braucht sie zum Einatmen und sechs Stunden zum
Ausatmen. Solches Ein- und Ausatmen wird auf der ganzen Erde durch einen
periodischen Windzug wahrgenommen, der, obschon er für die ganze Erde
gleichzeitig bewirkt wird, doch auf ihrer Oberfläche nicht gleichzeitig wahrgenommen
werden kann, und zwar wegen der täglichen Drehung der Erde um ihre Achse und
wegen des stets wandelbaren Standes der Sonne.“
[Ev.
Bd. 8, Kap. 96, 5-6]
Die
Erde ist ein für viele Zwecke eingerichteter, lebendiger Organismus, der
entsprechungsweise alle Organe eines höheren Tieres oder eines Menschen besitzt.
[Ed.
Kap. 1-19]
Jesus
schildert eingehend die sechs Entwicklungsperioden der Erde, die Bildung der
Pflanzen- und Tierwelt, sowie die Entstehung der Präadamiten.
[Ev.
Bd. 8, Kap. 70-73]
Jesus
schildert das Wesen und Leben der in der fünften Erdentwicklungsperiode entstandenen
Präadamiten.
[Ev.
Bd. 8. Kap. 72, 13-19, Kap. 73, 1-3]
Ebbe
und Flut entstehen durch die Atmung der Erde. —
[Ed.
Kap. 8]
Der
Nordpol ist des Erdkörpers Hauptnährmund, wie der Südpol dessen entsprechender
Hauptentleerungskanal.
[Ed.
Kap. 7, 5]
Jesus
erklärt die Entstehung von Tag und Nacht durch die Umdrehung der Erdkugel.
[Ev.
Bd. 3, Kap. 87, 1-3]
Der
Engel Waltar belehrt den Erzvater Mahal über Menge
und Zweck der unterirdischen Gewässer.
[H.
Bd. 3, Kap. 342, 3]
Jesus
verkündet eine Sonnenfinsternis vorher und erläutert diesen Vorgang naturmäßig.
[Ev.
Bd. 3, Kap. 81, 2-3]
Die
Erdatmosphäre, ihr Wesen und ihre Beschaffenheit; für das Leben auf der Erde bedeutungsvolle
Vorgänge in den drei Luftregionen.
[Ed.
Kap. 20-26]
Der
Großglockner und seine Ausläufer als Aufnehmer, Speicher und Verteiler der
Feuchtigkeit, wovon das Fortbestehen der umliegenden Länder abhängt.
[Gr.
Kap. 1]
Jesus
beschreibt die Entstehung des Mondes durch den Ausbruch zu stark gedrückter
Materiegeister aus Unserer Erde, die Ursache und Folge der Mondumdrehung,
ferner die Beschaffenheit des Mondes und seine Verwendung als Läuterungsort
sehr weltsüchtiger Erdseelen.
[Ev.
Bd. 4, Kap. 107, 1-5]
Mondgeister
geben Auskunft über die Lebensverhältnisse auf dem Monde.
[Ev.
Bd. 1, Kap. 153, 9-10]
Das
Jesuskindlein erklärt Entstehung und Wesen einer Mondfinsternis.
[Jug. Kap. 176, 20-23]
Auf
dem Monde gibt es — wie auf der Erde — Menschen und andere Geschöpfe, jedoch
nur auf seiner der Erde ständig abgekehrten Seite, weil er auf der dem Planeten
zugekehrten Seite weder mit Luft, noch Wasser, noch Feuer selbst allem für das
organische Leben Notwendigen versehen ist.
[Ed.
Kap. 1, Abs. 4]
Fast
alle Gebiete der unserem Planeten zugekehrten Mondseite haben keine
atmosphärische Luft, sondern nur Äther, wie er sich in den freien Räumen zwischen
der Sonne und den Planeten vorfindet. Diese Seite des Mondes ist daher auch von
keinem organischen Wesen bewohnt, sondern ihre Bewohner sind geistiger Art.
[Ed.
der Mond, Kap. 1, 9]
Unter
den verschiedenartigen, sehr sonderbaren Tieren der erdabgekehrten Mondwelt ist
das einzige zahme und dabei sehr nützliche Haustier der dortigen Bewohner das
Mondschaf.
[Ed.
der Mond, Kap. 3]
Geographische
Beschaffenheit der unserer Erde zugekehrten kahlen und gebirgigen
Mondoberfläche; Gestalt, Bestimmung und Aufgaben der Mondgebirge und
-ringwälle.
[Ed.
der Mond, Kap. 4, 1-8]
Die
geistigen Bewohner der unserem Planeten zugekehrten Mondseite waren bei
Leibesleben auf unserer Erde lauter Weltsüchtige und wurden zu ihrer Besserung
dahin gebannt, damit sie auf diese Art nach bedeutenden Zeitlängen gewahr
werden, daß die Weltsucht keine guten Früchte trägt. Wenn sie den zu ihnen
gesandten Lehrern Gehör leihen, so werden die Tatwilligen alsbald zu einer
höheren, beseligenden Freiheitsstufe geführt; die weniger Folgsamen aber werden
auf der erdabgekehrten Seite des Mondes wieder mit Leibern angetan und müssen
sich dort sehr kümmerlich durchbringen.
[Ed.
der Mond, Kap. 1, Abs. 9]
Jesus:
„Die Bewohner des Mondes haben als höchst einfache und in sich gekehrte Menschen
die Gabe des Hellschauens, namentlich zur Zeit ihrer vierzehn Erdentage langen
Nacht, die sie in ihren Wohnhöhlen zumeist schlafend zubringen. In diesem
Schlafe bleiben ihre Seelen völlig wach und sehen da alles um sich, auch diese
Erde, welche sie der natürlichen Stellung des Mondes wegen im Wachzustande
niemals sehen können; denn die Mondmenschen bewohnen nur den der Erde
abgekehrten Teil des Mondes.“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 120, 6]
Sonderbare
Beschaffenheit und schwierige Lebensverhältnisse der nur zwei Schuh großen
Mondmenschen.
[Ed.
der Mond, Kap. 2, 1-8]
Die
auf der erdabgekehrten Seite lebenden Mondmenschen führen zufolge der großen Tageshitze
und Nachtkälte, sowie der kargen Tier- und Pflanzenwelt in unterirdischen
Wohnungen ein kümmerliches Dasein.
[Ed.
der Mond, Kap. 1, Abs. 9-13]
Alle
Mondmenschen haben das zweite Gesicht und werden von innen heraus durch Engelsgeister
in der Erkenntnis Gottes unterrichtet.
[Ed.
der Mond, Kap. 2, Abs. 9]
Jesus
belehrt bekehrte Heidenpriester und ihre Frauen über die Bewegung und die
Bahnen der Planeten mit ihren Monden um die Sonne. Zur Veranschaulichung
erschafft der Herr eine bewegliche, getreue Nachbildung unseres Planetensystems
im kleinen Maßstabe. Darauf erläutert Jesus Seinen Zuhörern die Bewohnbarkeit
der Sonne, der Planeten und der Monde.
[Ev.
Bd. 6, Kap. 120, 1-5]
Der
Erzengel Raphael belehrt einen römischen Hauptmann und dessen Unterführer mit
Hilfe materieller Nachbildungen über Gestalt, Beschaffenheit und Umlaufbahnen
der Weltkörper unseres Planetensystems und erwähnt dabei auch kurz die erst
später bekannt gewordenen Planeten und die Asteroiden.
[Ev.
Bd. 10, Kap. 14 und 15]
Ein
Engel zu dem Römer Agrikola: „Die Menschen der
verschiedenen Weltkörper haben eine solche Beschaffenheit, daß sie nur auf der
ihnen angewiesenen Welt leben können.“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 192, 8]
Jesus:
„Die Bewohner aller Monde der Planeten können die Geister anderer Planeten erst
dann erschauen, wenn diese sich in ihren kleinen Sphären befinden. Das liegt daran,
weil die Monde der Planeten unterste, materiellste Stufe sind.“
[BM.
Kap. 49, 10]
Jesus:
„Der einst zwischen Mars und Jupiter kreisende Planet unserer Sonne wurde vor
sechstausend Jahren zerstört durch die Schuld seiner von Gott und Gottes
Ordnung abgefallenen Bewohner.
[Ev.
Bd. 4, Kap. 106, 8]
Jesus:
„Einst gab es noch eine gar große Erde (Mallona
genannt), die von dieser Sonne das Licht empfing und auch die Bestimmung hatte,
Gottes Kinder zu tragen. Aber ihre Menschen hatten sich zu gewaltig übernommen,
und es kam darum über sie ein größtes Gericht. Jene Erde wurde ganz zertrümmert
und mit ihr auch ihre über alle Maßen stolz und lasterhaft gewordene Menschheit
vernichtet.“
[Ev.
Bd. 5, Kap. 275, 10]
Jesus:
„Es mußte nicht so unbedingt gerade diese Erde den eigentlichen Hauptbejahungspunkt
im großen Schöpfungsmenschen darstellen. Das hätte auch eine andere zu dieser
Sonne gehörende Erde sein können, und es war auch schon eine andere dazu bestimmt.
Aber ihre Bewohner benahmen sich noch um vieles unwürdiger als nun die Bewohner
dieser Erde, und so ward jene Erde verworfen und vernichtet samt ihren Bewohnern.“
[Ev.
Bd. 8, Kap. 57, 5]
Jesus
schildert dem Römer Markus die Zerstörung eines Weltkörpers, der einst zum
Schauplatz für die Menschwerdung Gottes bestimmt war: „Zu Beginn der sechsten
Erdentwicklungsperiode war nicht die Erde, sondern ein anderer Weltkörper zum
geistigen Lebenskämmerlein im Herzen des großen Schöpfungsmenschen bestimmt.
Dessen Menschen jedoch gingen zu sehr in den Hochmut und in die volle
Gottvergessenheit über; und die noch an einen Gott glaubten, boten ihm Trotz
und suchten Ihn in ihrer Blindheit vom Throne Seiner ewigen Macht zu stürzen.
Arge Weltweise sagten, daß Gott im Zentrum ihrer Erde Wohnung habe, man müsse
ihn dort gefangennehmen. Sie gruben denn auch entsetzlich tiefe Löcher in jene
Erde, wobei gar viele zugrunde gingen. Meine Boten, die sie warnten, wurden
allezeit erwürgt, und die Menschen besserten sich nicht. Und siehe, da ließ Ich
zu, daß diese Erde durch das arge Tun ihrer Bewohner von innen aus in viele
Stücke zerrissen wurde. Und von da an ward diese eure Erde zum geistigen
Lebenskämmerlein des großen Schöpfungsmenschen erkoren.“
[Ev.
Bd. 8, Kap. 74, 8-10]
Der
Erzengel Raphael eröffnet einigen Freunden Jesu die geistige Schau auf den Planeten
Venus und läßt sie die einförmigen Verhältnisse der pedantischen Venusbewohner
erkennen.
[Ev.
Bd. 3, Kap. 245 und 246]
Der
einstige Bischof Martin erschaut in der geistigen Welt Menschenseelen aus dem
Planeten „Venus“ von schöner, erhabener Gestalt, deren höchste Seligkeit es
ist, erlösten Erdenbürgern zu dienen.
[BM.
Kap. 40, 22 und 25]
Der
einstige Bischof Martin erschaut in der geistigen Welt die herrlichen,
wunderbaren Gefilde und die erhaben schönen Menschen des Planeten Jupiters.
[BM.
Kap. 42, 1-4]
Jesus
offenbart im Jenseits dem einstigen Bischof Martin die Beschaffenheit des Planeten
‚Uranus‘ und seiner höher entwickelten Menschenrassen.
[BM.
Kap. 44, 1-2]
Die
Bewohner des sechsten Gürtelpaares der Sonne, das dem Planeten Uranus entspricht,
glauben an den einen, allmächtigen Gott, den man nur in Seinen Werken erkennen
kann, und vor dessen Willen sich jeder Mensch demütigst beugen muß; Er wird in
Tempeln verehrt.
[NS.
Kap. 52, 8-10]
Die
Bewohner des Planeten Neptun (Miron) glauben an einen Gott, den sie ohne
Zeremonie und Lippengebete, aber desto eifriger durch ein gehorsames Liebestatleben
verehren, sowie durch Erforschung und Bewunderung Seiner von Weisheit, Macht
und Ordnung zeugenden Schöpfungen.
[NS.
Kap. 65]
Der
einstige Bischof Martin erschaut im Jenseits unter der gnädigen Führung Jesu
auf eine innere, geistige Weise den wunderbaren Planeten Miron, der viele
feuerspeiende Berge hat und von zehn Monden umkreist wird.
[BM.
Kap. 45, 1-2]
Jesus
zu dem einstigen Bischof Martin im Jenseits: „Die vollkommen gestalteten Menschen
des Planeten Miron sind zumeist wohlbekleidet; sie lieben Musik und Dichtung, daher
sie als Geister auch durch Entsprechung bei euch, Meinen Kindern, Herz, Gemüt
und Seele für diese beiden Künste empfänglich machen, euch harmonisch stimmen
und eure Phantasie begeistern und erheben. Überhaupt werden alle wundersamen
und romantischen Gefühle von diesem Planeten in entsprechender Weise erregt.“
[BM.
Kap. 45, 2-3]
Jesus
im Jenseits zu dem einstigen Bischof Martin: „Der Planet ‚Saturn‘ ist die
schönste und beste der Erden, die um eure Sonne bahnen.“
[BM.
Kap. 43, 1]
Der
Herr macht Angaben über die Größenverhältnisse des Planeten Saturn, seiner Ringe
und Monde und über seine Sonnenumlaufbahn.
[Sa.
Kap. 1]
Der
Herr macht Angaben über Größenverhältnisse des Planeten Saturn, seiner Ringe
und Monde, über die Sonnenumlaufbahn des Saturn und die Bewegungen seiner Ringe
und Monde. Dann beschreibt der allweise Schöpfer die Lichtverhältnisse dieses
Planeten, seiner Ringe und Monde, sowie die farbenprächtige Herrlichkeit des
Sternenhimmels, welche die Saturnbewohner genießen dürfen. Auch schildert der
Herr eingehend die reichhaltige, wunderbare Tier- und Pflanzenwelt dieses
eigenartigen Planeten, seiner Ringe und Monde, ebenso die seelische und
leibliche Beschaffenheit der meist sehr wohlgestalteten menschlichen Bewohner
verschiedener Saturnländer, sowie der Gefilde der Ringe und Monde, — der
Saturnmenschen gutes Verhältnis zu ihrer Tier- und Pflanzenwelt, ihr
vorbildliches Familien- und Gemeinschaftsleben, die weihevolle Eheschließung,
die reine, geistige Zeugung durch die Willensmacht der Gott gehorsamen Männer
und die schmerzlose Geburt der Kinder. Der Herr beschreibt auch die Errichtung
und Weihung der Tempel auf dem Saturn, die Führung der Gemeinden und
zahlreichen Familien durch weise Älteste und durch die oft sichtbaren
Lichtgeister (Paradiesengel) ihres Planeten. Ferner gibt der ‚Große Geist‘ eine
lehrreiche Darstellung der Wohnweise, der Bekleidungsordnung und der sozialen
Verhältnisse der freundlichen, liebetätigen Saturnbewohner, sowie auch der
gewaltigen Leistungen ihres reinen, starken Willens. Besonders erwähnt der Herr
noch die ausgedehnten nördlichen und südlichen Polarregionen, deren Kälte zur
Dämpfung der zerstörungslustigen Urgrundgeister des Saturn dient und zuweilen
sogar bis zu unserer Erde her wirkt.
[Sa.
Kap. 1/ 2, 8/ 3, 6/ 6-9, 11-32/ 5, 14/10, 1-11; / 33/ 37, 46-47/ 38, 1-25/ 40,
23-32/ 48, 1-15/ 49-51]
Der
Herr beschreibt die Lichtverhältnisse und Naturschönheiten des Saturn, seiner
beiden Ringe, seiner zahlreichen Monde und sagt: „Versetzet euch in eurem
Geiste auf was immer für ein Land der Mittelzone dieses Planeten und betrachtet
von da aus die großartige Herrlichkeit des gestirnten Himmels! Fürwahr, ihr
möget euch noch so erhöhen in eurer Phantasie, so könnet ihr euch doch nicht
von der großen Pracht, die allda herrscht, einen Begriff machen. Denn hier ist
die Nacht heller als bei euch der Tag. Und sogar am Tage vermißt man dort unter
dem wohltätigen Schatten des Ringes den Anblick der schönen Sterne nie;
besonders wenn man sich auf die Berge begibt und von da eine unermeßliche
Aussicht genießt, ist die Wirkung des Sternenlichtes unter dem Ringe so mannigfaltig
in der Farbenpracht, daß ihr euch davon durchaus nicht die leiseste Vorstellung
machen könnet.“
[Sa.
Kap. 2, 8]
Der
Herr schildert eindrucksvoll die Wunder der Pflanzen- und Tierwelt auf dem Planeten
Saturn und erläutert die vielfache Verwendbarkeit der Bäume und kleineren Pflanzen.
[Sa.
Kap. 3, 6; Kap. 6-9 und 11-32]
Der
Herr schildert die schönen, nach irdischen Begriffen riesenhaften Saturnmenschen
und erwähnt auch deren entsprechend große Haustiere.
[Sa.
5, 14]
Wohnverhältnisse
und Familienleben der Saturnmenschen an den großen Strömen ihres Planeten.
[Sa.
Kap. 10, 1-11]
Der
Herr: „Die Saturnbewohner können auf ihren Schiffen ungemein schnell über die
Oberfläche des Wassers gleiten; die bewegende Kraft dazu liegt allein in ihrem
Willen und unerschütterlichen Glauben.“
[Sa.
Kap. 10, 8]
Der
Herr beschreibt die Errichtung und Weihung eines Tempels auf dem Saturn, die
religiösen Gebräuche und Erkenntnisse, sowie das freundliche, liebtätige
Zusammenleben der Saturnmenschen nach dem Willen Gottes.
[Sa.
Kap. 34, 4-44; Kap. 35]
Der
Herr schildert eingehend die Wohnweise und Bekleidungsordnung, das
Familienleben und die sozialen Verhältnisse der Hochlands- und der Flachlandsbewohner
des Saturn.
[Sa.
Kap. 33, Kap. 34, 1-3; Kap. 36, 37, 46 und 47]
Der
Herr: „Der Saturnring hat alle Bestandteile seines Planeten. Seine Achsendrehung
um den mit dem Planeten gemeinsamen Mittelpunkt ist hinsichtlich der
Geschwindigkeit von der des Planeten verschieden.“ Der Herr schildert die
Pflanzenwelt und die selig lebenden, halbmateriellen Menschen des Saturnringes,
der eigentlich aus drei voneinander abweichenden Ringen besteht.
[Sa.
Kap. 49, 50 und 51]
Sa.
Kap. 41, 11-20/ 42, 1-16/ 42, 18, 19 und 21
Jesus:
„Die großartige organische Einrichtung der Sonne ist so beschaffen, daß sich
aus ihrem Inneren fortwährend eine ungeheure Menge von Gasen entwickelt.
Dadurch wird der große Sonnenkörper genötigt, sich um seine Achse zu drehen,
wodurch die große Atmosphäre der Sonne mit dem auf ihr lastenden Äther in eine
beständige Reibung kommt, welche die in der großen Sonnenatmosphäre rastenden
zahllosen Naturgeister zur Tätigkeit anregt. Diese Tätigkeit teilt sich in den
im Äther ruhenden Naturgeistern derart mit, daß diese in einem Augenblick bis
in unermeßliche Fernen miterregt werden. Auf diese Weise teilt sich das Licht
der Sonne den in ihrem Bereiche bahnenden Erdkörpern mit und bewirkt in den
kleineren Atmosphären der Planeten eine gleiche Erregung und Tätigkeit der dort
schon gediegeneren Naturgeister.“
[Ev.
Bd. 4, Kap. 219, 3-4]
Jesus
erklärt einem bekehrten Altjuden die Kugelgestalt und die Bewegungen von Erde
und Sonne, sowie die Entstehung von Tag und Nacht und der Jahreszeiten. Dann
fährt der Herr fort: „Die Sonne ist an und für sich kein Feuer, sondern was ihr
als Licht ersehet, ist das Strahlen ihrer atmosphärischen Oberfläche, das durch
den Umschwung der Sonne um ihre Achse und mehr noch durch ihre außerordentlich
schnelle Bewegung um eine weit entfernte Mittelsonne bewirkt wird. Durch solche
Bewegungen der Sonne im weiten Ätherraum wird auf ihrer atmosphärischen
Oberfläche eine außerordentlich große elektrische Wirkung erzielt, und ihr
Lichtglanz ist daher in einem sehr erhöhten Grade dasselbe wie das Leuchten
zahlloser Blitze, die auf der Luftoberfläche der Sonne ununterbrochen erzeugt
werden.“
[Ev.
Bd. 10, Kap. 159, 4-6]
Der
Herr: „Die Sonne als planetarischer Körper ist so gebaut, daß sie in sich aus
sieben Sonnen besteht, von denen immer eine kleinere in der größeren steckt.
Alle diese sieben Sonnen sind überall bewohnt.“ [NS. Kap. 2, 8 und 9]
Die
Sonne, ein vollkommener Planet, dessen Bewegung und planetarische Beschaffenheit.
[NS.
Kap. 1, 1-9]
Der
Herr: „In der Mitte jeder Hülsenglobe befindet sich eine fast endlos große
Zentralsonne, welche auf ihren weiten Flächen überall von den immerwährend
hellstleuchtenden Feuerflammen umgeben ist. Das Licht dieser großen Zentralsonne
dringt bis zu den Wänden ihrer Hülsenglobe, von da wird es zurückgeworfen durch
schier endlos weite Räume und Sonnengebiete; so erhält jede Sonne ihre Bestrahlung.
Außerdem hat jede Sonne für sich aus dem Bereiche der ihr innewohnenden Geister
auch ihr Eigenlicht.“
[NS.
Kap. 5, 3 und 6]
Der
Herr: „Die Sonne ist ein Sammelpunkt und nimmt als solcher von mehr als einer
Milliarde Sonnen die Strahlen auf, läßt diese in sich kräftig werden und
spendet sie dann wieder in dichter Masse aus.“
[Fl.
Kap. 8, 6]
Der
Erzengel Raphael erklärt einem römischen Oberstadtrichter: „Das Licht der
Sonne, das du siehst, entwickelt sich auf ihrer atmosphärischen Oberfläche und
wirkt in seiner Vollkraft nur nach außen hin und nach dem eigentlichen festen
Sonnenkörper kaum etwas stärker als zur Oberfläche dieser Erde hin.“
[Ev.
Bd. 10, Kap. 203, 6]
Vom
Grund und Wirken, sowie von dem polarischen Wesen des Lichtes.
[Fl.
Kap. 9]
Der
Herr: „Das Sonnenlicht rührt von der geistigen Liebefreude der diesen
vollkommenen Planeten umgebenden Geister her. Es gibt sieben verschiedene
Geistergattungen in der Sonne, welche miteinander das große Licht der Sonne
bedingen. Wollet ihr die innere Natur der Sonnenlichtgeister näher erkennen, so
blicket auf die sieben Gebote der Nächstenliebe. — Auch die Farben eines
Regenbogens geben euch diese Ordnung zu erkennen; daraus folgt, daß die Sonne
ein Sammelplatz von siebenfachen (sieben verschiedenen Arten) Geistern ist.
Darunter sind solche, welche erst von der Sonne zur Prüfung hinaus in die
Planeten versetzt werden, und wieder solche, welche als vollendet zurückgekehrt
sind, und bildet dann die erste, noch zu vollendende Klasse des Sonnenkörpers
inneren Gehalt, die zweite schon vollendete des Sonnenwesens äußere lichte Umhüllung.
— Diese Geister sind es, welche durch ihre Liebe und durch ihr Wonnebeben das
eigentliche Leuchten der Sonne ausmachen.“
[Fl.
Kap. 10, 17, 19-22]
Vom
Wesen und Zweck des ausstrahlenden Sonnen lichtes. Sichtbarwerden der Formen durch
das polarische Wirken des Sonnenlichtes.
[Fl.
Kap. 11, 1-8]
Jesus
belehrt die Seinen über die Sonnenflecken, ihre Größe, ihre geistigen Ursachen
und ihre Wirkung auf die Naturgeister der Planeten.
[Ev.
Bd. 4, Kap. 215, 12-14]
Auf
dem vollkommenen Planeten Sonne bestimmt und beherrscht die sehr starke
menschliche Willenskraft das Pflanzenwachstum und bewirkt eine überreiche
Mannigfaltigkeit der Wesensformen.
[NS.
Kap. 1, 10-15]
Die
Wohngürtel der Sonne, ihre menschlichen und tierischen Bewohner. Auf allen
Wohngürteln der Sonne besteht eine theokratische, patriarchalische Verfassung.
Die Menschen des Mittelgürtels und der sieben Gürtelpaare entsprechen den
Bewohnern der die Sonne umkreisenden Planeten. Äußere Lebensverhältnisse,
Familienleben, Ehe, Art der Zeugung, Kindererziehung, Tod und Bestattung, sowie
religiöse Kulte der Sonnenmenschen auf allen Gürteln und auf den ihnen
entsprechenden Planeten.
[NS.
Kap. 10-67]
Die
Menschenrassen der Sonne und ihre Wohngebiete auf den voneinander stark getrennten
Sonnengürteln.
[NS.
Kap.9]
Der
Herr: „Auf dem vollkommenen Sonnenplaneten fängt der Mensch die Reihe der Wesen
an als ein Grund derselben, — da sie allesamt aus ihm hervorgehen.“
[NS.
Kap. 2, 2]
Geistige
Zeugung des Menschen der Sonne; Belehrung über den Gebrauch der Willenskraft in
der göttlichen Ordnung.
[NS.
Kap. 2, 13-14]
Jesus:
„Bei den Menschen der Sonnenwelten gibt es viel Weisheit und Sprachfähigkeit;
aber es ist dort die Sprache und die oft hohe Weisheit mehr eine
instinktartige, gegebene. Die geschöpflichen Menschen solcher Sonnenwelten haben
jedoch viel voraus vor den mit Instinkt begabten Tieren dieser Erde; denn sie
haben eine Art freier Erkenntnis eines höchsten Gottgeistes, den sie nach ihrer
Weise verehren.“
[Ev.
Bd. 5, Kap. 200, 2 und 4]
Drei
Sonnenjungfrauen bekennen ihren Glauben: „Wir wissen, daß es einen
allerhöchsten, urewigen Geist aller Geister gibt, der alles, was da ist, erschaffen
hat aus Seiner eigenen Weisheit und Allmacht; aber dieser Geist ist uns so
endlos heilig, daß wir uns nimmer unterstehen dürfen, uns von Ihm irgendeine
Vorstellung zu machen! Solches dürfen nur die höchsten Weisen tun!“
[BM.
Kap. 140, 6]
Reifung
und Läuterung ordnungswidriger Sonnenmenschen in den inneren, festeren Sonnengebieten.
[NS.
Kap. 3, 1-2]
Unter
Jesu Gnadenführung erschaut der einstige Bischof Martin im Jenseits Landschaften,
Gebäude und Bewohner des Mittelgürtels der Sonne, alles von überwältigender Größe
und Schönheit.
[BM.
Kap. 48, 13-15]
Jesus
der Herr gibt dem erlösten einstigen Bischof Martin Verhaltungsmaßregeln für
ein heilvolles Wirken auf unserer Sonne, wo die Weisheit vorherrscht.
[BM.
Kap. 127, 16-17]
Uhron, ein Weiser unserer Sonne, schildert die
seligen, sorglosen Zustände auf seiner Lichtwelt; Krankheit und schmerzhafter Tod
sind den glücklichen Bewohnern unbekannt, sie arbeiten mehr mit ihrem Willen
als mit den Händen; ihr Abscheiden aus dem Leibesleben erfolgt freiwillig und
ist für sie eine wonnevolle Umwandlung.
[BM.
Kap. 169, 3-4]
Die
Völker der Sonne stürmen eilends zusammen zum Empfang einer angekündigten neuen,
göttlichen Offenbarung.
[BM.
Kap. 170, 1-3]
Der
Fernsprechverkehr auf unserer Sonne erfolgt in wunderbarer Weise durch weithin
schwebende Lichtzeichen.
[BM.
Kap. 171, 7, Kap. 176, 5]
In
einer großen Missionspredigt an die Völker unserer Sonne beleuchtet der
einstige Bischof Martin die gewaltigen Vorzüge des Menschenlebens auf der Sonne
gegenüber dem harten Lebenskampf auf unserer Erde.
[BM.
Kap. 172]
Des
Apostels Petrus beruhigende und stärkende Rede an die von den Gewalten Satans
bedrohten Völker unserer Sonne.
[BM.
Kap. 176]
Der
Herr: „Die geistige Sonne ist das Inwendigste der Sonne und ein Gnadenfunke aus
Mir. Dieses Geistige durchdringt mächtig wirkend die ganze Materie der Sonne,
und es ist auch das die ganze Wesenheit der Sonne Umfassende. Solches
zusammengenommen ist demnach die geistige Sonne. Diese Sonne ist die
eigentliche Sonne; denn die sichtbare, materielle Sonne ist nur ein von der
geistigen Sonne bedingtes Organ.“
[GS.
Bd. 1, Kap. 1, 13]
Jesus
auf die Frage des Lazarus von Bethanien: „Der Schöpfungsraum war ewig nach
allen Richtungen hin unendlich und hatte nie einen Anfang. — Und da Gott, Raum
und Ewigkeit identisch sind, so ist Gott, der alle diese Begriffe in sich
vereinigt, ja auch ohne Anfang, weil ein Anfang von Gott ebenso unmöglich zu
denken ist wie der Anfang im Werden des unendlichen Raumes und mit ihm der
ewigen Zeit. — Ich sehe aber noch eine dunkle Klippe in euch, die darin
besteht, daß ihr euch den endlosen, ewigen Raum als tot und ohne alle Lebensintelligenz
vorstellet. Machet euch gerade die entgegengesetzte Vorstellung vom ewigen,
unendlichen Raume! Denket euch, daß es darin nicht ein leb- und
intelligenzloses Pünktchen gibt, da ja Gott, der mit dem endlosen Raum und
seiner ewigen Zeit identisch ist, in sich durchgängig das höchste, vollendetst vollkommene Leben ist. Um zu wahren Begriffen
über Gott zu kommen, müsset ihr (in eurer Vorstellung) allen Tod aus dem
endlosen Raume völlig verbannen und euch nur mächtigstes Leben und hellste
Intelligenz vorstellen, weil es in dem unendlichen Intelligenzmachtwesen Gottes
ewig keinen Tod geben kann!“
[Ev.
Bd. 8, Kap. 28, 12-13, 15, 16 und 20]
Jesus
zu dem Römer Agrippa: „Einen vollendeten Geist geht die Örtlichkeit des Raumes
ebensowenig an wie dich nun dieser Ölberg, wenn du dir Rom oder Athen denken
willst; denn für den Geist gibt es weder einen bestimmten Raum noch eine
gemessene Zeit. Aber was das individuelle Wesen eines Geistes betrifft, so kann
es sich dennoch so wenig wie Ich außer Zeit und Raum befinden. — Ist eine Seele
hier schon völlig von der Liebe zu Gott durchdrungen, so wird ihre materiell-
individuelle Bestandsörtlichkeit zwar aus der Nähe dieser Erde als der
Erziehungswiege für die Kinder Gottes nicht verändert, aber sie wird durch Mich
dennoch im hellsten Lebenslichte die ganze Unendlichkeit durchwandern können,
ohne dabei die materiell-räumliche Örtlichkeit für ihr individuelles Sein
verändern zu müssen, gleichwie auch Ich sie im Geiste nicht verändere und
dennoch allenthalben in der ganzen Unendlichkeit gleichzeitig gegenwärtig bin.“
[Ev.
Bd. 8, Kap. 33, 2, 3 und 9]
Abedam-Jehovah zu Ghemela,
der himmlisch-reinen und liebevollen Tochter des Erzvaters Zuriel,
auf deren Frage nach dem Wesen von Zeit und Ewigkeit: „Höre, Meine geliebte Ghemela, was von Mir aus die Ewigkeit ist, könntest du wohl
nie begreifen und zugleich am Leben bleiben, — daher wäre es unmöglich, dir die
Ewigkeit von Mir aus völlig erschaulich zu machen,
aber das vermöget ihr alle zu fassen: Die Ewigkeit ist für den Geist das, was
die Zeit für den Leib, nur mit dem Unterschiede, daß die Zeit um sich her alles
verzehrt und vergehen macht, während die Ewigkeit auch nicht ein Atom vergehen
läßt. Die Zeit besteht und entsteht aus der beständigen Bewegung aller
körperlichen Dinge. — In der Zeit scheinen zwar alle Dinge zu ruhen und dennoch
bewegt sich sogar der härteste Stein in allen seinen zahllosen Teilen, und es
ist nichts, das da irgendeine Ruhe hätte. — In der Ewigkeit ist der ganz
umgekehrte Fall! Dort scheint sich alles beständig zu bewegen, aber dessen
ungeachtet ist doch alles in der ungestörten Ruhe von Mir aus. In der Ewigkeit
kann jeder mit seinen Gefühlsgedanken die weitesten Reisen machen und bei
vollem Bewußtsein alles genau beschauen, während sich seine Person auch nicht
um ein Haar von der Stelle bewegt und sich somit in der beständigen, allersüßesten
Ruhe befindet, — d.h. von Mir aus betrachtet. — Wie durch die Bewegung bewirkt
wird die Zeit, die Zerstörung, die Vergänglichkeit und endlich der Tod aller
Dinge, also wird durch die Ruhe bewirkt die ewige Erhaltung, Unvergänglichkeit
und das ewige, allervollkommenste, Mir völlig ähnliche Leben aller Mir in der
Liebe und ihrem lebendigen Geiste völlig ebenmäßigen Wesen!“
[H.
Bd. 1, Kap. 184, 6-7, 10-11, 14 und 17]
Jesus:
„Wie kurz ist der Zeitraum von Adam bis auf uns gegen die für Menschenbegriffe
beinahe endlose Zeit vom ersten Grundwerden der urgeschaffenen Geister bis zu
dem Zeitpunkt, da sie in den Vollgebrauch ihres freien Willens gestellt wurden;
und wieder, welch ein unmeßbarer Zeitraum seit ihrem Falle bis auf Adam und auf
uns!“
[Ev.
Bd. 2, Kap. 231, 1]
Jesus:
„Eine Urzentralsonne und noch mehr eine Hülsenglobe sind schon ganz respektabel
große Dinge, und noch unnennbar größer ist der Weltenschöpfungs-Großmensch.
Aber was sind diese alle gegen den unendlichen Raum? Soviel wie nichts! Denn
alles Begrenzte, wenn für eure Begriffe noch so endlos Große, ist im Verhältnis
zum unendlichen Raum soviel wie nichts, weil es mit ihm in gar kein
berechenbares Verhältnis treten kann.“
[Ev.
Bd. 4, Kap. 254, 5]
Jesus:
„Obschon der Raum nirgends ein Ende hat und also im vollwahren Sinne nach allen
Seiten hin unendlich ist, so ist aber dennoch in des Raumes endlosen Tiefen und
Fernen kein Pünktchen, wo nicht der Geist der Weisheit und Macht Gottes ebenso
gegenwärtig wäre wie nun hier auf dieser Stelle unter euch.“
[Ev.
Bd. 1, Kap. 140, 5]
Jesus:
„Wie könnte Ich (Gott) denn um alles wissen, wenn der Raum zwischen Mir, d.h. Meiner
individuellpersönlichen Wesenheit, und z.B. der Sonne oder einem noch um vieles
ferneren Objekt leb- und intelligenzlos wäre?!“
[Ev.
Bd. 8, Kap. 29, 3]
Jesus:
„Für den göttlichen Geist, auch im Menschen, gibt es weder eine vergängliche
Zeit noch einen beschränkten Raum und somit auch keine Vergangenheit und keine
ferne Zukunft, sondern nur eine ewige Gegenwart.“
[Ev.
Bd. 9, Kap. 25, 4]
Jesus:
„Auch der vollkommenste Engelsgeist kann weder die unendliche Vollstärke des
Lichtes in Mir noch die Grenzen des unendlichen Raumes je erreichen und die
Stunden der unendlichen Zeitdauer zählen. — Er kann sich über diese drei Dinge
wohl immer gedehntere Begriffe machen, aber an ein
Ende doch ewig niemals gelangen!“
[Ev.
Bd. 10, Kap. 207, 6]
Der
Seher Mathael über die unfaßbare Größe der Schöpfung:
„0 Herr! Ich fange an, mich ganz zu verlieren und aufzulösen ins Nichts! Denn
Deine ewige Macht und Größe, der unendliche Raum und die ewige Zeitendauer
verschlingen mich völlig!“
[Ev.
Bd. 4, Kap. 254, 7]
Jesus:
„Für die begrenzte, wenn auch noch so weise Seele sind die Unendlichkeits- und
Ewigkeitsbegriffe immer etwas Drückendes und Unbegreifliches, aber nicht so für
den vollkommen erweckten Geist. Denn der Geist des Menschen ist frei und in
allem Mir gleich, und seine Bewegung ist von der Art, daß alle
Räumlichkeitsverhältnisse für ihn eine barste Null sind.“
[Ev.
Bd. 4, Kap. 255, 6]
*
* *
Jesus:
„Wenn die Menschen dieser Erde Kinder Gottes werden wollen, so müssen sie in
allem so vollkommen zu werden trachten, wie der ewige, heilige Vater im Himmel,
der in sich ist die ewige Liebe, Wahrheit und Macht und alles endlos Gute,
Gerechte und Herrliche. Darum heißt es auch in der Schrift: ‚Nach Seinem
Ebenmaß schuf Gott den Menschen, und zu Seinem Ebenbilde machte Er ihn und
blies ihm Seinen Odem ein, auf daß er eine lebendige, freie Seele werde!‘ Auf
diese Weise sind die Menschen dieser Erde nicht etwa nur Geschöpfe der Allmacht
Jehovahs, sondern Kinder Seines Geistes, also Seiner Liebe.“
[Ev.
Bd. 9, Kap. 22, 5-6]
Der
Evangelist Johannes: „Was ist ein Mensch? Er ist in seiner vollendeten,
gottähnlichen Form ein Gemeinleben von zahllosen vorangegangenen Leben, welches
beim Steinmoose die ersten Lebensäußerungen zu entwickeln begann, sich dann
durch alle Pflanzenwelt durchwand, von der Pflanzenwelt in die Tierwelt
überging und von da an sich erst zu der vollendeten Lebensform des Menschen
ausbildete. — So ist es dann doch nur natürlich, daß im Reiche der vollendeten
Geister es im Grunde keine andere Formen geben kann als die Urgrundform des
gottähnlichen Menschen.“
[GS.
Bd. 2, Kap. 66, 7 und 8]
Der
Herr: „Lasset Uns den Menschen machen aus dem feinsten Lehm der Erde als ein vollkommenes
Ebenbild aus Mir nach Meiner Liebe sowohl als auch nach Meiner Gnade, damit Wir
erkannt und gelobt werden möchten von einem selbständigen Leben außer Uns, und
damit auch dereinst alle Kreatur im und durch den Menschen möchte erlöst
werden, um zu gelangen dadurch wieder zum freien Bewußtsein ihres
zweckdienlichen Daseins aus Mir!“
[H.
Bd. 1, Kap. 36, 3]
Der
von Jesus belehrte und erleuchtete Zöllner Kisjonah
bekundet: „Ich verstehe nun, was es heißt: Gott schuf den Adam als den ersten
Menschen dieser Erde aus Lehm! — Gott hat aus Seiner ewigen Ordnung es also
gewollt, daß die in der Erde gefangenen gerichteten Geister sich aus der Erde,
und zwar aus deren leichter fügbarem Lehm, einen Leib nach der entsprechend
geistigen Form (Menschenform) bauen sollen, in der sie sich mit viel Freiheit
bewegen könnten, ihr Ich und Gott wiedererkennen und sich so der göttlichen
Ordnung freiwillig unterordnen sollen, um dadurch zu ihrer urgeistigen Natur
zurückzugelangen und vollendet reine Geister zu werden!“
[Ev.
Bd. 1, Kap. 166, 3]
Der
Herr: „Es ist wahrlich nichts Geringes, wenn ein Mensch aus dem Mutterleibe zur
Welt geboren wird. Denn was dazu gehört, bis eine Menschenseele aus allen
Stufen (der seelischen Naturreiche) reif wird zur Ausgeburt in die (Menschen-)
Welt, glaube es Mir, ist mehr, als du in Ewigkeiten zu fassen imstande sein
wirst! Daß die Werdung eines Menschen für Mich selbst keine Kleinigkeit ist,
beweisen ja alle Taten und Vorschöpfungen, welche nur für den Menschen bewirkt
und gemacht wurden. — Demnach ist es denn auch billig und gerecht, daß sogar
der leibliche Geburtstag für jeden Menschen ein wichtiger Tag sein muß, da er
kein zufälliger, sondern ein schon von Ewigkeit her wohlberechneter Tag ist!
Denn erst, als die Welten von den Urzentralsonnen abwärts ausgebildet waren,
wurde jedes Weltenatom genau auf den tausendsten Teil einer Sekunde berechnet,
wann es solle gelöst werden. Und war die große Rechnung einmal bestimmt, da
erst begannen die organischen Schöpfungen auf den Weltkörpern durch alle Stufen
in der allerhöchst weisen, wohlberechneten Ordnung. — Und hernach kam endlich
erst der Mensch als ein vollkommenstes Aufnahmeorgan aller ihm vorangegangenen
zahllosen Stufen und als ein vollkommener Wiedervereinigungspunkt des einst aus
Mir gegangenen Lebens.“
[Hi.
Bd. 2, S. 135, 2. 3. 8]
Der
Herr: „Gott hat dem Bedürfnisse Seiner unendlichen Liebe zufolge von vielen
Ewigkeiten her Geschöpfe überaus mannigfacher Art erschaffen, vom
vollkommensten Geiste abwärts bis zum unbedeutendsten atomischen Tierchen.
Allen diesen zahllosen Wesen hat Gott aus Seiner eigenen Kraft — jedem nach
seiner Art — von Seinem Leben gegeben, damit die Summe ihres Lebens übergehe in
ein vollkommeneres und kräftigeres Leben, und also fort und fort aufwärts bis
zur Seele des Menschen, welche zugleich in sich zur Aufnahme des stärksten
Lebens aus Mir (des Geistes) fähig wird, welches Leben sich mit Mir durch die
Liebe nun wieder völlig zu einer Kraft vereinigen kann.“
[Fl.
Kap. 7, 9 und 24]
Jesus,
der Herr, in der geistigen Welt: „Auf den zahllosen Weltkörpern sind die Formen
in den drei Naturreichen sehr verschiedenartig; nur die Form des Menschen ist
überall stets die gleiche. Unter den Bewohnern der verschiedenen Welten gibt es
nur Abstufungen bezüglich der Größe, Liebe, Weisheit und Schönheit, ihnen allen
liegt dennoch die unveränderte Menschenform zugrunde, da sie alle Mein Ebenmaß
haben. Die Weisesten sind die Schönsten und die mit Liebe Erfüllten sind die
Zartesten und Herrlichsten.“
[BM.
Kap. 51, 7]
Jesus:
„Der Mensch ist der Grund und das Endziel der gesamten Schöpfung; er ist das
endlich zu gewinnende Ergebnis aller Vormühen Gottes. Und weil eben der Mensch
das ist, was Gott durch alle Vorschöpfungen erreichen wollte und auch erreicht
hat, so entspricht auch alles in den Himmeln und auf allen Weltkörpern dem
Menschen.“
[Ev.
Bd. 2, Kap. 222, 4 und 5]
Der
Apostel Petrus zu einem Weisen unserer Sonne: „Gott der Herr ist hier unter uns
in aller Seiner Kraft und Machtfülle gegenwärtig, und das in sichtbarer
Menschengestalt, — welche Gestalt eben die eigentliche göttliche ist, da Gott
uns Menschen nach Seinem Ebenmaße äußerlich wie innerlich geformt hat.“
[BM.
Kap. 163, 3]
Jesus
zu dem römischen Oberrichter Faustus: „Gottes höchste Seligkeit ist der in
Seiner Ordnung sich entwickelnde Mensch. In ihm findet Gott Seinesgleichen
wieder.“
[Ev.
Bd. 2, Kap. 6, 3]
Der
Erzengel Raphael: „Alles, was auf Erden und auf allen Sternen geschieht, das geschieht
allein zum Besten der Menschen; denn nur im Menschen liegt der Grund und Zweck
aller Schöpfungen im endlosen Raume.“
[Ev.
Bd. 8, Kap. 140, 5]
Jesus
belehrt den klugen, kenntnisreichen Zöllner Kisjonah:
„Ein großer Teil von den für deine Begriffe zahllosen Urgeistern hat die
Freiheit seines Willens mißbraucht und ist dadurch ins angedrohte Gericht
versunken. Aus solchen Geistern, aus denen diese ganze Erde und alle zahllosen
anderen Welten, Sonnen und Monde bestehen, kommen nach einem in alle Natur
unwandelbar gelegten Gesetze die Menschen dieser Erde wie auch aller anderen Welten
hervor, und zwar auf dem bekannten Wege der Zeugung und Geburt, und müssen
sodann durch Erziehung und Unterricht zu wahren Menschen und nach der Ablegung
ihres Leibes zu reinen und völlig freien Geistern herangebildet werden.“
[Ev.
Bd. 1, Kap. 165, 7-8]
Jesus:
„Gott ist kein stolzer Kaiser auf einem goldenen Throne, der seine Untertanen
als verächtliche Würmer ansieht und jeden mit dem Tode bedroht, der sich ohne
Erlaubnis ihm nahen will. Gott ist von Ewigkeit ein vollkommener Meister im
Größten wie im Kleinsten. Der Mensch aber ist das vollkommenste der zahllos
vielen und verschiedenen Geschöpfe, der Höhepunkt der göttlichen Liebe und
Weisheit und bestimmt, ein Ebenbild Gottes zu werden. Wie sollte sich da Gott
Seines vorzüglichsten Werkes schämen und es für unwürdig halten, sich Ihm zu
nahen?!
[Ev.
Bd. 7, Kap. 141, 3 und 4]
Ein
erleuchteter Oberägypter: „Wenn es um den Menschen etwas Geringfügiges wäre, so
hätte ihn Gott nicht wunderbar weise und kunstvoll eingerichtet, so daß der
Mensch schon dem Leibe nach ein höchstes Meisterwerk der gesamten materiellen
Schöpfung ist, und zweitens hätte Gott ihm nicht eine Seele gegeben, die Ihm,
dem Schöpfer, in allem ähnlich werden kann, wenn sie das nur ernstlich will, —
und drittens würde Gott nicht schon so oft zu den Menschen selbst geredet und
sie belehrt haben, was Sein Wille ist, welche Absichten Er mit ihnen hat und
was sie erreichen können.“
[Ev.
Bd. 7, Kap. 147, 9]
Über
das Verhältnis zwischen Gott und Mensch sagt ein erleuchteter Freund Jesu: „Der
Mensch kann es wohl auf dem Wege der gänzlichen Selbstverleugnung dahin
bringen, daß er Gott ähnlich und somit auch mächtig wird, wie sich das
besonders bei den großen Propheten bewährt hat; aber darum ist und bleibt der
Mensch nur ein in der Zeit gewordener und somit bei all seiner gottähnlichen
Vollkommenheit ein untertäniger, beschränkter kleiner Gott, während Jehova
ewig, also ohne Anfang, unendlich in Zeit und Raum und somit durch gar nichts
beschränkt ist. Und dieser endlos große Unterschied zwischen dem einen und ewig
allein wahren Gott und dem in der Zeit gewordenen Menschgott wird wohl ewig nie
hinweggefegt werden können.“
—
Darauf Jesus: „Der geschaffene Mensch wird sich mit dem eigentlichen Urwesen Gottes
nie vergleichen können; aber in dem geschaffenen Menschen wohnt ein ungeschaffener
ewiger Geist aus Gott durch den Willen Gottes, und der kann im Menschen
ebensowenig eine Beschränkung haben wie das eigentliche Urwesen Gottes selbst,
da er doch eins mit diesem ist.“
[Ev.
Bd. 9, Kap. 24, 6 und Kap. 25, 1]
Jesus:
„Im unermeßlichen Raum gibt es zahllos viele Hülsengloben. In jeder Hülsenglobe,
die für sich schon einen euch unermeßbaren Raum einnimmt, da sie die Trägerin
von äonenmal Äonen Sonnen und Sonnengebieten ist,
leben zahllos viele Menschengeschöpfe, entweder noch im Leibe oder schon
geistig. Diese haben in ihrer Art gewöhnlich eine sehr helle Vernunft und einen
feinen Verstand, der oft eine solche Schärfe erreicht, daß ihr euch vor ihm
verstecken müßtet.“
[Ev.
Bd. 5, Kap. 113, 1]
Der
Herr: „Die Saturnmenschen haben einen richtigen Begriff von Mir, erkennen daher
umso leichter sich selbst und wissen vollkommen klar, daß sie nicht nur
flüchtige, sondern im Geiste ewig bleibende Ebenbilder dessen sind, der sie
nach sich gebildet und erschaffen hat.“
[Sa.
Kap. 39, 4]
Der
Jesusknabe im Tempel zu Jerusalem zu dem geistig blinden Oberpriester: „Du bist
in einer großen Irre, wenn du meinst, daß Geist und Seele ein und dasselbe
sind! Die Menschenseele ist ein geistiges Produkt aus der Materie, weil in der
Materie ein gerichtetes Geistiges für die Löse rastet. Der reine Geist aber ist
niemals gerichtet gewesen, und es hat jeder Mensch seinen ihm von Gott
zugeteilten Geist, der alles beim werdenden Menschen besorgt, tut und leitet,
aber mit der Seele sich erst dann in eins verbindet, wenn diese aus ihrem eigenen
Wollen vollkommen in die erkannte Ordnung Gottes übergegangen und somit völlig
reingeistig geworden ist.“
[Dr.
T. Kap. 21, 19]
Jesus:
„Hat schon die Seele des Menschen ein unendliches Gedankengebiet, um wie unendlich
viel mehr der ewige, göttliche Geist in ihr, der in sich die Kraft, das Licht
und das Leben selbst ist! Ich sage dir: dieser Geist ist es, der alles im
Menschen schafft und ordnet; die Seele aber ist nur ein substantieller Leib des
Geistes, gleichwie der Fleischleib ein Behälter der Seele ist so lange, bis sie
in ihm eine gewisse Solidität erreicht hat.“
[Ev.
Bd. 5, Kap. 211, 3-4]
Jesus
zu einem bekehrten Pharisäer: „Siehe, der Mensch ist ganz nach dem Ebenmaße
Gottes erschaffen, und wer sich selbst vollkommen kennen will, der muß wissen,
daß er als ein und derselbe Mensch aus drei Persönlichkeiten besteht. — Du hast
einen Leib, versehen mit den notwendigen Sinnen und für ein freies,
selbständiges Leben nötigen Gliedern und Bestandteilen. Dieser Leib hat zum
Bedarf der Ausbildung der in ihm wohnenden Seele ein ganz eigenes Naturleben,
das sich von dem geistigen Seelenleben in allem streng unterscheidet. — Auch
die Seele ist ein vollständiger Mensch für sich, der seelisch-substantiell die
gleichen Bestandteile enthält wie der Leib und in höherer geistiger
Entsprechung sich ihrer ebenso bedient wie der Leib seiner materiellen. —
Obschon aber einesteils der Leib und andernteils die Seele zwei verschiedene
Menschen oder Personen darstellen, von denen jede für sich eine ihr eigentümliche
Tätigkeit ausübt, so machen sie im Grunde dennoch nur einen Menschen aus. — Es
muß der Leib der Seele dienen und diese mit ihrem Verstande und Willen dem
Leibe, weshalb die Seele für die Handlungen, zu denen sie den Leib benützt,
ebenso verantwortlich ist wie für ihre eigenen, die in allerlei Gedanken, Wünschen
und Begierden bestehen. — Wenn wir nun aber das Leben und Sein der Seele näher
betrachten, so werden wir bald finden, daß sie als ein substantielles
Leibmenschwesen für sich um nichts höher stünde als die Seele eines Tieres, bei
dem von einem Verstande und einer höheren, freien Beurteilung der Dinge und
Verhältnisse keine Rede ist. — Dieses höchste, gottähnliche Vermögen im
Menschen bewirkt ein rein-essentiell geistiger, dritter Mensch, der in der
Seele wohnt. Durch ihn kann die Seele Wahres vom Falschen und Gutes vom Bösen
unterscheiden, völlig frei denken und wollen und sich, — wenn sie sich mit ihrem
freien Willen für das Wahre und Gute entscheidet — ihrem Geiste völlig ähnlich
machen. — Obschon also ein im Geiste völlig wiedergeborener Mensch nur ein
vollkommener Mensch ist, so besteht seine Wesenheit dennoch ewig fort aus einer
wohl unterscheidbaren Dreiheit.“
[Ev.
Bd. 8, Kap. 24, 6-12, 14]
Jesus:
„Die Seele verhält sich zum Geiste stets so, wie der menschliche Leib zur
Seele. Der Leib hat einen eigenen Genußwillen, durch den die Seele verdorben
werden kann, wenn sie darauf eingeht. Eine recht erzogene Seele wird aber nie
in des Leibes Genußwillen eingehen und stets ein Herr über ihren Leib bleiben,
doch bei verbildeten Seelen ist solches leicht möglich. — Zwischen Seele und
Geist waltet ein gleiches Verhältnis wie zwischen Leib und Seele. Eine geläuterte
Seele wird die Begierden ihres Leibes überwinden; dasselbe tut Mein Geist in
der Seele, in die er völlig übergegangen ist. Wenn die Seele in des Geistes
Willen eingeht, geschieht alles nach seinem Willen, der auch Mein Wille ist.
Will aber die Seele etwas Törichtes, so tritt in solchen Augenblicken der Geist
zurück und überläßt der Seele allein die Ausführung des Wunsches, aus der
gewöhnlich nichts wird. Die Seele, ihre selbstische Schwäche und Torheit bald
einsehend, läßt von ihren Selbstlustträumereien bald ab, vereinigt sich mit dem
Geiste aufs innigste und läßt wieder seinen Willen vorwalten. Dann ist in ihr
wieder Ordnung, Kraft und Macht in der Fülle.“
[Ev.
Bd. 4, Kap. 226, 1-4]
Jesus
zu dem Römer Agrikola, der um Aufklärung über das
Wesen von Seele und Geist bittet: „Die Seele des Menschen ist eine rein
ätherische Substanz, aus vielen Lichtatomen, d.h. kleinsten Teilen durch die
Weisheit und den allmächtigen Willen Gottes zu einer vollkommenen Menschenform
zusammengesetzt. — Der reine Geist ist der von Gott ausgehende Wille, der das
Feuer der reinsten Liebe in Gott ist. Er ist ein Gedanke Gottes, hervorgehend
aus Seiner Liebe und Weisheit. Da aber Gott in sich ein Feuer aus Seiner Liebe
und Weisheit ist, so ist das Gleiche auch der in ein eigenes Sein gewisserart
aus Gott hinausgestellte Gedanke. Wie das Feuer eine Kraft ist, so ist dann
solch ein Gedanke aus Gott auch eine Kraft in sich, ist seiner selbst bewußt
und kann für sich wirken in derselben Klarheit, aus der er hervorgegangen ist.
Als eine Reinkraft durchdringt er alle Materie, kann aber von der Materie nicht
durchdrungen werden! — Die Seele ist durch die Kraft des Geistes wieder
aufgelöste Materie, die in des Geistes eigene Urform, durch seine Kraft
genötigt, übergeht und dann, mit ihrem Geiste vereint, gleichsam seinen
lichtätherisch-substantiellen Leib ausmacht, so wie die Seele aus der sie
umgebenden Fleischmaterie, wenn diese völlig verwest und aufgelöst ist, sich
durch ihren reingeistkräftigen Willen ihr Kleid bildet. Da hast du nun eine
kurze, wahre Darstellung dessen, was die Seele und was der reine Geist für sich
ist.“
[Ev.
Bd. 7, Kap. 66, 5-8]
Der
Jünger Johannes: „Damit das Geistsein nicht fortwährend ein an und in den
Urgeist Gottes fest gebundenes bleibe, hat die Gottheit selbst zwischen sich
und den Mensch-werden-sollenden Geist die Materie gestellt, damit der ursprünglich
göttliche Menschengeist, so er zu einer gottähnlichen Selbständigkeit gelangen
will, sich aus den mehr ätherisch-seelischen Teilen der Materie ein ihm ähnliches
Wesen schaffe, es mit einer substantiellen, aber auch geistig-intelligenten
Seele belebe und diese dann ganz unvermerkt fortbilde in der möglichsten
Freiheit ihres Willens. Hat diese Seele in aller guten Erkenntnis und Tätigkeit
so zugenommen, daß sie ihrem urgöttlichen Geist ähnlich wurde — hauptsächlich
durch die Erkenntnis des einen, wahren, ewigen Gottes, in der Liebe zu Ihm wie
auch daraus zum Nächsten — und dabei voll Demut, Geduld und Bescheidenheit ist,
dann geschieht eine für Ewigkeiten untrennbare Einigung der Seele mit ihrem
urewigen Geiste. — Die der Materie entstammende Seele wird dann selbst ganz
Geist; der Geist aber wird dann ganz eins mit der Seele und ist dadurch ein
ewig freies selbständiges und gottähnlich selbsttätiges Wesen, begabt mit allen
Eigenschaften der urewigen Gottheit.“
[Ev.
Bd. 5, Kap. 184, 3-4]
Jesus
im Jenseits zu Karmelitermönchen, die den Glauben an den Drei-Personen-Gott
vertreten: „Ich weiß es wohl, daß ihr solchen Glaubens seid. Ich aber und alle
diese, die um Mich sind, halten dafür, daß Gott nur eine einzige Person ist.
Auch der Mensch, als nach dem Ebenmaße Gottes geschaffen, ist ja eine Dreiheit
in einer und derselben Person! Hat er nicht einen Leib, der da ausmacht seine
äußere Form, eine Seele, die diese Form und deren Organismus belebt, und
endlich in der Seele einen göttlichen Geist, welcher der Seele gibt Verstand,
Willen und Kraft?!“
[Rbl.
Bd. 2, Kap. 270, 8-9]
Jesus:
„Auch ihr Menschen habt eine Mir ganz ebenmäßige Dreiheit von Liebe, Licht und
Wille in euch. — Ist der Verstand des Menschen ein helles Licht geworden, so
durchleuchtet er die Liebe, ihren Willen — und dadurch den ganzen Menschen. Nun
gibt die Liebe die reinen Mittel, das Licht oder die Weisheit ordnet sie, und
der Wille setzt sie ins Werk. Weil aber der Mensch als Ebenmaß Gottes diese
Dreiheit in sich hat, besteht er darum aus drei Menschen, oder ist er nur ein
Mensch?“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 230, 7 und 10]
Der
Herr in der Urzeit zu einem Lichtsuchenden: „Als geschaffener Mensch bestehst
du aus einem Leibe und aus einer lebendigen Seele, in welcher da wohnt der
Geist der Liebe!“
[H.
Bd. 2, Kap. 250, 10]
Ein
fremder, weiser Gast am Tische König Lamechs von Hanoch: „Der Herr hat alles so geordnet, daß die Materie
sich ernährt aus der Materie, die Seele aus der Seele und der Geist aus dem
Geiste. Die Liebe aber ist des Geistes Grund und des inneren Menschen eigentliches
Wesen, und wir können demnach unserem inneren Menschen keine bessere Nahrung
verschaffen, als wenn wir ihn sättigen mit der Liebe zu Gott. Durch diese Liebe
wird er kräftig und mächtig und ein Herr in seinem Hause werden, welches da ist
die unsterbliche Seele und der sterbliche Leib. — Es muß aber die Kost für den
Geist bestens vorbereitet sein! Das Wort Gottes ist die Vorbereitung der
Geisteskost; darum wollen wir denn auch mit dem Worte Gottes stärken unseren
Geist!“
[H.
Bd. 3 Kap. 43, 17-20, Kap. 44, 1-21]
Der
erleuchtete Jünger Johannes: „Wenn der allsehende und allfühlende göttliche Menschengeist
es merkt, daß seine von ihm hervorgerufene und aus der Materie gebildete Seele
sich wieder zu dem Elemente neigt, von dem sie genommen ward, dann reißt ihr
urgöttlicher Geist sie, wenn auch unter den größten Schmerzen, aus dem Leibe
und bildet sie dann erst jenseits, also im Reiche der Seelen, für sich aus,
aber stets so unvermerkt als möglich; denn jede unfreie, gerichtete Ausbildung
einer Seele wäre schlechter noch als gar keine.“
[Ev.
Bd. 5, Kap. 184,7]
Jesus:
„Der Leib ist der Seele Haus, und der Geist in ihr ist dazu von Gott gegeben,
daß er die Seele erwecke und unterweise in allem, was geistig ist, und sie mit
ihm auch in Verkehr setze. Wie kann aber der Geist das, wenn die Seele, im
Besitze ihres freien Willens, sich zumeist außerhalb ihres Hauses befindet und
sich erlabt am Weltlicht?!“
[Ev.
Bd. 10, Kap. 172, 5-6]
Jesus
zu Sarah, der Tochter des Synagogenobersten Jairus: „Ich bin das eigentliche Leben
im Menschen durch die Liebe in seiner Seele zu Mir, und diese Liebe ist Mein
Geist in jedem Menschen. Wer die Liebe zu Mir erweckt, der erweckt seinen von
Mir ihm gegebenen Geist, und da dieser Geist Ich selbst bin, so erweckt er Mich
selbst in sich, ist dadurch ins ewige Leben vollauf eingeboren und kann ewig
nimmer sterben, weil er mit Mir eins ist. Beharre daher in deiner Liebe zu Mir,
so wirst du keinen Tod sehen, fühlen oder schmecken!“
[Ev.
Bd. 2 Kap. 41, 4-5]
Jesus:
„In der Seele wohnt der reine Funke des Geistes Gottes, aus dem sie ein rechtes
Bewußtsein ihrer selbst und der göttlichen Ordnung in der Stimme des Gewissens
überkommt.“
[Ev.
Bd. 2, Kap. 210, 3]
Jesus:
„Der geistige Gottlebensfunke ist besonders stark und gottähnlich im Menschen
vorhanden; dadurch kann der Mensch vernünftig und verständig werden, hat eine
Sprache und kann Gott als seinen Schöpfer anfangs ahnen und später immer reiner
erkennen, lieben und dann seinen eigenen Willen dem erkannten göttlichen völlig
unterordnen.“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 32, 6]
Jesus
im Jenseits zu einer erlösten Seele: „Ich bin wohl Gott, als das urewige Wesen
voll Weisheit, Macht und Kraft — und du nur ein Geschöpf Meiner Willenskraft.
Aber dein Geist ist ganz das, was Ich selbst bin. Und somit bleibt zwischen uns
fortan das völlig gleiche Verhältnis wie zwischen Vater und Sohn oder wie
Bruder und Bruder. Denn deiner Seele nach, die nun dein äußeres Wesen ist, bist
du Mir ein Sohn und deinem Geiste nach ein Bruder. — Die Seele ging hervor aus
dem Urlichte Meiner Weisheit und ist um endlos vieles minder als das
erschaffen-habende Urlicht, und darum ist die Seele ein Sohn zu Mir, der Ich im
Grunde des Grundes pur Liebe bin. — Aber dein Geist, der da ist Meine Liebe
selbst in dir und somit Mein höchsteigener Geist, ist demnach Mein Bruder durch
und durch!“
[Rbl.
Bd. 1, Kap. 146, 9]
Jesus
im Jenseits zu forschenden Seelen: „Habt ihr an euch denn nie eine doppelte Art
geistiger Tätigkeit entdeckt, nämlich eine im Kopf und eine im Herzen? — Im
Kopfe sitzt der Seele kalt berechnender Verstand, — im Herzen aber ruht die
Liebe, ein Geist, aus Meines Herzens Geist genommen. Dieser Geist aber hat, so
wie Mein höchsteigener, alles in sich, was die Unendlichkeit vom Größten bis
zum Kleinsten enthält.
[Rbl.
Bd. 2, Kap. 279, 5]
Auf
die Frage des römischen Statthalters Cyrenius, der
das Jesuskindlein entzückt auf den Armen trägt: ‚Wie kommt es, Du mein
Kindlein, daß Du, noch kaum etliche Monate alt, schon so vernünftig und
deutlich sprichst, hat Dich Deine liebe Mutter das gelehrt?‘ Da richtete sich
das Kindlein sanft lächelnd ganz gerade auf und sprach wie ein kleiner Herr: „Cyrenius, da kommt es nicht auf das Alter und das Erlernen
an, sondern was für einen Geist man hat! Lernen müssen nur Leib und Seele, aber
der Geist hat schon alles in sich aus Gott! — Ich aber habe den rechten Geist
vollmächtig aus Gott; siehe, darum kann ich auch schon so frühe reden!“
[Jug. Kap. 55, 21-24]
Jesus
zu neubekehrten Freunden in der Stadt Abila: „Seid
nüchtern, in allem Guten und Wahren eifrig und in aller Liebe und Geduld tätig,
auf daß Mein Geist in euch erstehe und euch zeige im klarsten Lichte die innere
Gotteswelt in eurer Seele Herzen; denn darin ist eine für den Außenmenschen
unentdeckte, seligste Unendlichkeit verborgen. Nur Ich kenne den Weg dahin und
zeige ihn euch; wandelt auf ihm, auf daß ihr in die Gotteswelt in euch selbst
gelangen möget!“
[Ev.
Bd. 10, Kap. 69, 9]
Über
den Geist als Stimme des Gewissens sagt der Erzengel Raphael: „Jeder Mensch hat
ein geistiges Organ in seinem Herzen, das uns Engeln Gottes immer offensteht;
es vertritt die Begriffe ‚gut — schlecht‘, ‚wahr — unwahr‘, ‚recht — unrecht‘.
Tust du das Gute, Wahre und Rechte, so wird von uns der bejahende Teil
angerührt, und in dir entsteht dadurch das lohnende Gefühl, daß du gut und
recht gehandelt und geredet hast. — Hast du aber nicht gut gehandelt oder geredet,
so wird von uns das Gegenteil des geistigen Organs erregt; dann wird dich ein
Bangen ergreifen und dir sagen, daß du aus der göttlichen Ordnung getreten
bist. Und dieses Organ heißt: das Gewissen! Du kannst dich auf diese Stimme gar
treu verlassen, sie wird dich niemals trügen!“
[Ev.
Bd. 3, Kap. 232, 8-11]
Jesus:
Eine Gewissenstafel befindet sich in eines jeden Menschen Herzenskämmerlein,
aber viele Menschen streichen diese Tafel mit ihren Sünden schwarz an, auf daß
sie ja nimmer erschauen mögen Meinen Willen. — Eine solche Tafel befindet sich
auch im Haus eines jeden Himmelsgeistes; sie stellt ein durch den Herrn
gereinigtes Gewissen dar, weshalb sie dort in hellem Glanze erscheint.
[BM.
Kap. 37, 15, Kap. 38, 15-17]
Der
Seher Mathael: „Jesus ist Seinem Geiste nach die
wirkliche Ur-Sonne. Wir und alle Geister aber sind nur lebendige Abbilder von
dieser ewigen Urgrundsonne Gott.“
[Ev.
Bd. 3, Kap. 121, 5]
Der
Seher Mathael: „Jesus, der Heiland aus Nazareth, ist
die Lebenssonne selbst, und in mir als einem Tautröpfchen waltet wundersam
helle das kleine Abbild jener ewig-wahren, großen Sonne, aus der zahllose
Myriaden solcher Tröpfchen wie ich ihre heilige Lebensnahrung saugen.“
[Ev.
Bd. 3, Kap. 48, 11]
Jesus:
„Der lebendige Geist im Menschen ist Meine ewige Liebe und Weisheit, die alles
schafft, ordnet und erhält. Und dieser Geist ist der eigentliche wahre, in sich
ewige Mensch im Menschen, der sich aber nach Meiner ewigen Ordnung, der
Selbständigwerdung halber, mit Seele und Leib umkleidet und so in eine
äußerlich schaubare Form tritt.“
[Ev.
Bd. 9, Kap. 85, 10]
Der
Erzengel Raphael: „Der Geist aus Gott wohnt im innersten Zentrum eurer Seele,
er ist da noch ganz abgesondert von dem allgemeinen Gottesgeiste, weil er durch
eure zu geringe Liebe zu Gott viel zu wenig Nahrung hat, als daß er sich in der
Seele ausbreiten und sie durchdringen könnte, d.h. nicht etwa räumlich, sondern
in der Sphäre der Willensfähigkeit, die in ihm ebenso vorhanden ist wie in Gott
selbst, von dem er als ein unverwüstbares Lebensfünklein in das Herz der Seele gelegt wurde. In der
Willenssphäre ausbreiten heißt aber, daß die Seele selbst ihren Willen dem
erkannten Willen Gottes völlig unterordnet und sich freiwillig ganz von ihm
beherrschen läßt. Läßt sich eine Seele von dem erkannten und genau befolgten
Willen Gottes bis in ihr Innerstes durchdringen, so erweckt dieser Wille den in
der Seele Innerstem (wie) ruhenden Geist aus Gott. Dieser vereinigt sich dann
alsbald mit dem ihm gleichen, die ganze Seele durchdrungen habenden allgemeinen
Willensgeiste Gottes und ist dann eins mit ihm in allem.“
[Ev.
Bd. 7, Kap. 150, 14-16]
Der
Erzengel Raphael: „Den machtvollen Geist, das ist die Liebesflamme aus dem Gottesherzen,
demzufolge ihr zu wahren Gotteskindern werdet, bekommt ihr Menschen dieser Erde
jetzt erst (d.h. seit Gottes Menschwerdung in Jesus) und seid demnach unaussprechbar
über uns Engel hinaus bevorzugt, und wir werden euren Fleischesweg zu wandeln
haben, um wie ihr Gottes Kinder zu werden.“
[Ev.
Bd. 3, Kap. 180, 4]
Jesus
zu den drei Hauptjüngern auf dem Berge Tabor: „Der Geist, von dem Ich sage, daß
er euer Geist sei, ist eben Mein Geist in euch und weiß um alle Dinge und
Verhältnisse wie Ich selbst und kann euch in alle Weisheit leiten. Aber jetzt
ist er in euch noch nicht wach und vollwirkend; d.h. er ist zwar für sich wach
und wirkend, aber sein Wachsein und Wirken ist für euch wie noch etwas Fremdes
und euch nicht Angehöriges, weil eure Seele noch nicht rein genug ist, um sich
mit Meinem Geiste völlig zu einen.“
[Ev.
Bd. 5, Kap. 236, 10]
Jesus:
„Niemand weiß, was im Menschen verborgen ist, als nur der Geist, der im Innersten
des Menschen wohnt; und so weiß auch kein Weltweiser, was Gott selbst und in
Gott ist, als nur der Geist, der alle Tiefen der Gottheit durchdringt. — Wenn
der Geist im Menschen als das wahre Lebenslicht aber nicht erweckt wird, dann
ist es finster im Menschen, und er — der Mensch — erkennt sich nicht. Wenn aber
durch den Glauben an Mich und durch die Liebe zu Mir und zum Nächsten der Geist
im Menschen erweckt und zu hellem Lichte entzündet wird, dann durchdringt er
den ganzen Menschen, und der Mensch erschaut dann, was in ihm ist, und erkennet
sich. Und wer sich so erkennt, der erkennt auch Gott; denn der ewige
Lebensgeist im Menschen ist nicht ein Menschengeist, sondern ein Gottesgeist,
ansonst der Mensch kein Ebenmaß Gottes wäre!“
[Ev.
Bd. 9, Kap. 58, 6-7]
Der
Erzengel Raphael zu Lazarus von Bethanien: „Du ißt und trinkst, um dich zu
ernähren, und hast doch keine Ahnung, wie dein dir bisher noch unbekannter
Geist, als der geheime Liebeswille Gottes im Herzen deiner Seele wohnend, durch
seinen Willen und seine hohe Intelligenz aus den zu dir genommenen Speisen jene
Stoffe, die zur Bildung deiner sehr verschiedenartigen Leibesteile unerläßlich
sind, scheidet und sie dahin führt und zieht, wo sie notwendig sind.“
[Ev.
Bd. 7, Kap. 15, 7]
Der
Römer Agrikola fragt den Erzengel Raphael: „Sieh, in
dir wohnt doch auch eine Seele und in ihr nach eurer Lehre ein dir ganz ebenbürtiger
Geist. Warum kann denn ich nicht durch solchen meinen Geist das bewirken, was
du als ein Geist zu bewirken imstande bist?“ — Darauf der Erzengel: „Weil deine
Seele dazu noch nicht reif und dein innerster Geist noch nicht in deine Seele
übergegangen ist. — Aber etwas bewirkt dein Geist dennoch durch die
Beharrlichkeit seines Willens, und das ist der Bau und die Erhaltung deines
Leibes. Solches aber kann deine Seele noch nicht merken, auch nicht, wie ihr
Leib gebaut ist, weil ihr innerer, reiner, jenseitiger Baumeister ihr dies
nicht offenbaren und zeigen kann, da sie dafür noch nicht reif ist.“
[Ev.
Bd. 7, Kap. 69, 4-5]
Der
Erzengel Raphael: „Der innere Geist arbeitet unablässig dahin, die Seele
ehestmöglich reif und völlig frei zu machen, doch kann und darf er ihr nicht
den geringsten Zwang antun, weil dadurch die Seele noch unfreier würde, als sie
durch alle Einflüsse der Außenwelt je werden könnte. Darum ward der Seele in
ihrem Leibe ein eigener Verstand und Wille gegeben, um durch den Unterricht von
außen her dahin gebracht zu werden, sich aller Weltlichkeit durch ihren eigenen
Willen immer mehr zu entäußern und, in sich reiner und reiner werdend, die
geistigen Wege zu betreten. — In welchem Maße aber die gereinigte Seele die
geistigen Wege tätig begeht, in demselben Maße eint sich dann ihr innerer, reiner,
jenseitiger Geist mit ihr. Und hat sie sich durch ihren in sich stets lauterer
gewordenen Verstand und durch ihren dadurch auch freier gewordenen Willen aller
Welt vollends entäußert, so ist sie ihrem Geiste gleich und eins mit ihm
geworden, welche Einswerdung wir die geistige Wiedergeburt nennen.“
[Ev.
Bd. 7, Kap. 69, 5-6]
Jesus:
„Dem Geiste oder der ewigen Essenz wohnt die göttliche Liebe inne als die alles
bewirkende Kraft, die höchste Intelligenz und der lebendig-feste Wille. Alles
das zusammen erzeugt die Substanz der Seele und gibt ihr die Form des Leibes.
Ist die Seele oder der Mensch da nach dem Willen und nach der Intelligenz des
Geistes, dann zieht sich der Geist ins Innerste zurück und gibt der Seele nach
seinem Willen und seiner Intelligenz einen wie von ihm getrennten freien Willen
und eine freie, selbständige Intelligenz, die sich die Seele teilweise durch
äußere Wahrnehmungssinne und teils durch ein inneres Innewerden aneignet und
vervollkommnet, als wäre dies ihr eigenes Werk. Infolge dieses Zustandes, in
dem die Seele sich wie von ihrem Geiste getrennt fühlt, ist sie einer sowohl
äußeren wie auch inneren Offenbarung fähig. Empfängt sie diese, nimmt sie sie
(die innere, göttliche Offenbarung) an und tut danach, so eint sie sich mit ihrem
Geiste und geht dadurch stets mehr in dessen unbeschränkte Freiheit über, sowohl
in Hinsicht der Intelligenz und der Willensfreiheit als auch in der Kraft und
Macht, alles das zu bewirken, was sie erkennt und will.“
[Ev.
Bd. 8, Kap. 25, 7-9]
Jesus
zu dem Römer Agrikola: „Wenn der Mensch seine
sinnlichen und weltlichen Begierden von sich verbannt und im Geiste zu leben
anfängt, dann beginnt der Geist sich mächtig mit der Seele zu einen, und diese
tritt dann mehr und mehr in den Verband mit der allein wahren
Geisteslebenswelt. Diese aber, früher ungeahnt und ungekannt liegt vorerst tief
im Menschenherzen, gleichwie das reine Geistflämmchen im Keimhülschen eines
Samenkorns.“
[Ev.
Bd. 7, Kap. 77, 5-6]
Der
Herr: „Jeder Mensch, der auf eurer Erde geboren wird, bekommt einen Geist aus
Mir und kann dadurch nach der vorgeschriebenen Ordnung die vollkommene
Kindschaft Gottes erhalten. Auf den anderen Weltkörpern aber bekommen die
Menschen einen Geist aus den Engeln.“
[Ed.
Kap. 53, 12-13]
Ein
Erzengel zu dem Griechen Philopold: „Der Geist im
Menschen ist ein Gott im kleinsten Maße, weil völlig aus dem Herzen Gottes.“
[Ev.
Bd. 1, Kap. 214, 10]
Jesus
zu dem in der Paradiesessphäre stark fortgeschrittenen Robert Blum: „Mein
lieber Freund, Bruder und Sohn! Du hast wahrlich ein sehr geschmeidiges Herz,
und das ist für Mich eine große Freude. Denn siehe, du redest wie aus dir
selbst, und dennoch redest nicht du sondern Ich! Dein Herz vernimmt genau Meine
Gedanken, und Mein Wille bleibt ihm nicht fremd. Und siehe, das alles ist das
Werk Meines stark gewordenen Geistes in dir. Dieser Geist, weil er ganz rein
aus Mir ist, kann daher auch in Meine Tiefen dringen und allda erschauen und
erforschen Meine Gedanken und Meinen Willen!“
[Rbl.
Bd. 1, Kap. 52, 1-2]
Der
Herr: „Der Geist ist nicht teilbar, sondern wo er in eine große oder kleine
Seele gelegt wurde, da bleibt er auch eine Einheit!“
[Ed.
Kap. 53, 10]
Der
Herr: „Nach der Einlegung des Geistes ins Herz der Seele, was bei einigen
Kindern früher, bei anderen später geschieht, bei vielen drei Tage vor der Geburt,
wird der Leib schneller ausgereift, und die Geburt kann vor sich gehen.“
[Ed.
Kap. 51, 7]
Jesus:
„Wie eine Menschenseele aus vielen Kreaturseelen zusammengefügt wird, so wird
sie auch mit ihrem jenseitigen Geiste verbunden, welcher der eigentliche
Erwecker, Fortführer, Bildner und Erhalter der Naturseelen bis zur Menschenseele
ist, die dann erst in ihre volle Freiheitssphäre tritt und sich selbst in
moralischer Hinsicht fortzubilden imstande ist. Wenn die Seele sich bis zu
einem gewissen Grade der geistigen Vollkommenheit erhoben hat, dann vereinigt
sich ihr jenseitiger Licht- und Liebegeist mit ihr, und der ganze Mensch
beginnt von da an, Gott in allem ähnlicher zu werden.“
[Ev.
Bd. 10, Kap. 184, 5-6]
Jesus:
„Der natürliche, noch geistlose Mensch ist gerichtete Materie, und sein Naturleben
ist ihm vom Geiste Gottes aus nur als ein Mittel gegeben, damit er dadurch das
wahre, geistige Leben in sich erwecke. Und so kann er mit seinem Naturverstande
die Gebote Gottes als solche wohl erkennen und dann den Willen fassen, nach
ihnen zu leben und zu handeln. Tut er das, dann dringt der Geist Gottes so weit
in seine Seele, wie diese vom Glauben an Gott und von der Liebe zu Ihm und zum
Nächsten erfüllt ist. Hat der Geist aus Gott die Seele ganz durchdrungen und
all ihr Erkennen und Wissen geistig gerichtet, dann hat die Seele dadurch ihre
früher tote Materie überwunden und ist mit dem Geiste Gottes ein Geist, eine
Kraft, ein Licht und ein wahres, nimmer verwüstbares
Leben geworden.“
[Ev.
Bd. 7, Kap. 55, 10-11]
Der
Jünger Johannes zu dem bußfertigen Bettler Zorel:
„Wenn dein Geist in dir wach wird, so wirst du seine Stimme wie lichte Gedanken
in deinem Herzen vernehmen. Diese mußt du anhören und dich danach in deiner
ganzen Lebenssphäre richten, so wirst du dadurch deinem Geiste einen stets
größeren Wirkungskreis verschaffen. Der Geist wird dann wachsen in dir bis zur
vollen Größe und deine ganze Seele wird endlich dein ganzes materielles Wesen
durchdringen.“
[Ev.
Bd. 4, Kap. 76, 10]
Jesus:
„Glaubet es Mir, die zahllosen Wunder, die da in für euch unmeßbaren Räumen
kreisen und bahnen, hat ein Mensch in seinem Geiste ruhend verborgen; trachtet
daher vor allem, daß euer Geist völlig erweckt werde, und ihr werdet das, was
kein Auge je geschaut und kein Sinn je empfunden, in euch selbst in größter
Klarheit schauen und empfinden können.“
[Ev.
Bd. 3, Kap. 175, 8]
Jesus:
„Der Geist im Menschen ist aus Gott, und ist der im Menschen Herr geworden, so
lehrt er die Seele in einer Stunde mehr, als ein Mensch auf dieser Erde von
noch so weisen Lehrern in tausend Jahren erlernen könnte.“
[Ev.
Bd. 10, Kap. 16, 7]
Der
Seher Mathael: „Der Gottesgeist im Menschen ist zwar
schon von Anfang an ein Ebenmaß Gottes, aber zur vollen tätig-lebendigen Ähnlichkeit
Gottes muß er sich erst erheben auf dem Wege der Liebe und Wahrheit.“
[Ev.
Bd. 3, Kap. 48, 7]
Jesus:
„Die von Mir berufenen seelenvollkommenen Nubier erkannten schon von weitem
Meine Seele, nicht aber Meinen in der Seele wohnenden göttlichen Geist, weil
den Geist Gottes nur wieder ein Geist aus Gott erkennen kann. Dazu mußte Ich
durch Mein Wort erst den Geistesfunken in ihr Herz legen. Als der Funke, in
ihrer Seele die rechte Nahrung findend, erstarkte, da erkannten sie Mich auch
alsbald in Meinem Geiste und wissen nun, mit wem sie es in Mir zu tun haben.“
[Ev.
Bd. 4, Kap. 225, 2]
Jesus:
„Die euch Menschen unvorstellbar schnelle Bewegung der großen Zentralsonnen ist
eine wahre ‚Schneckenpost‘ gegen die Schnelligkeit des Geistes, für den ‚hier‘
und unermeßlich fern irgendwo ‚dort‘ eins ist.“
[Ev.
Bd. 4, Kap. 255, 7]
Jesus:
Der göttliche Geist im Menschen hat die Fähigkeit der Vergegenwärtigung des
Vergangenen und des Zukünftigen.
[Ev.
Bd. 4, Kap. 255, 8-11]
Der
Herr: „Das Geistige ist das Allerinnerste und zugleich das Allerdurchdringendste,
demnach das Alleinwirkende und Bedingende.“ Beispiele: die Frucht, der Ton in
der Glocke, der Magnet.
[GS.
Bd. 1, Kap. 1, 2-12]
Der
Evangelist Johannes: „Die Kugel und der Kreis sind Symbole der Vollendung; zugleich
aber stellen sie dar, daß der Geist des Menschen im vollkommenen Siege über
sein Weltliches sich selbst eine neue Welt schafft, welche hervorgeht aus
seiner vollendeten Weisheit. Also wird auch ein jeder vollendete Geist einst
der Schöpfer seiner eigenen Welt werden, oder er wird die Welt bewohnen, die
hervorgegangen ist aus den Werken seiner Liebe und aus dem lebendigen Licht
seines Glaubens. Und dazu bezeigt die Kugelgestalt die höchstmögliche
Vollendung einer solchen Welt, vollendet in der Liebe, in der Weisheit und in
jeglicher Tüchtigkeit.“
[GS.
Bd. 2, Kap. 38, 7]
Jesus:
„Die Außenlebenssphäre des Menschengeistes gleicht dem Äther, der den ganzen
endlosen Raum erfüllt. Wenn der Geist, in der Menschenseele frei auftauchend,
sich erregt, so erregt sich auch seine Außenlebenssphäre im selben Augenblick
endlos weit hinaus, und sein Schauen, Fühlen und Wirken geht dann ohne
Beschränkung so endlos weit hinaus, wie der Äther zwischen den Schöpfungen und
in ihnen den Raum durch und durch erfüllt; denn dieser Äther ist ganz identisch
mit dem ewigen Lebensgeiste in der Seele des Menschen. Dieser ewige, göttliche
Menschengeist ist ein verdichteter Brennpunkt des allgemeinen Lebensäthers, der
die Unendlichkeit erfüllt. Wenn der ewige Lebensgeist im Menschen durch die
Seele mit dem Außenäther in Berührung kommt, so vereint sich sein Fühlen,
Denken und Schauen augenblicklich mit dem unendlichen Außenlebensäther Gottes
in die endlosen Fernen hin ungeschwächt, und was der große göttliche
Lebensäther im endlosen Raume allenthalben alles umfließend und durchdringend
fühlt, sieht, denkt, will und wirkt, das fühlt, sieht, denkt und wirkt im
selben Augenblicke der Sondergeist in einer Seele und somit auch die Seele,
solange sie von ihrem Geiste durchdrungen wird und dieser mit dem ihm innigst
verwandten unendlichen, allgemeinen Außenlebensäther Gottes im Verbande steht.“
[Ev.
Bd. 4, Kap. 256, 2]
Jesus:
„Die Seele des Menschen als die höchstpotenzierte Zusammenfügung von Mineral-,
Pflanzen- und Tierseelen hat für ihre Vorexistenz keine Rückerinnerung, weil
die einzelnen Seelenteile in den drei Naturreichen keine eigene und streng
gesonderte, sondern für ihre Art nur aus dem allgemeinen Gottraumleben
entliehene Intelligenz besaßen. Es sind zwar in einer Menschenseele alle die
zahllos vielen Vorintelligenzen vereinigt beisammen, und das bewirkt, daß die
Menschenseele aus sich alle Dinge wohl erkennen und verständig beurteilen kann
—‚ aber ein Rückerinnern an die früheren Bestands- und Seinsstufen ist darum
nicht denkbar und möglich, weil in der Menschenseele aus endlos vielen
Sonderseelen nur ein Mensch geworden ist.“
[Ev.
Bd. 8, Kap. 29, 11]
Jesus:
„Die in einem Leibe wohnende Seele ist anfangs um nicht viel reiner als ihr
Leib, weil auch sie der unreinen Urseele des gefallenen Satans entstammt. Der
Leib ist für die noch unlautere Seele eine höchst weise und zweckmäßig
eingerichtete Läuterungsmaschine.“
[Ev.
Bd. 2, Kap. 210, 2]
Jesus:
„Die Seele eines Erdenmenschen ist eine Zusammensetzung vieler Lebensteilchen,
die, vom Satan genommen, in der Masse des Erdkörpers als Materie
gefangengehalten werden, von dieser dann durch die Pflanzenwelt in die vielen
Stufen der Tierwelt übergehend, sich endlich als eine Potenz, bestehend aus
zahllosen Urseelenteilchen, zu einer Menschenseele ausbilden, bei der Zeugung
im Schoße der Weiber Fleisch annehmen und dann in diese Welt geboren werden.“
[Ev.
Bd. 2, Kap. 169, 3]
Jesus:
„Bei schon gereinigten Seelen geschieht es dennoch dann und wann, daß sie, wenn
ihr Leib noch sehr begehrend auftritt, auf eine kurze Zeit in ihre eigene Hölle
treten, indem sie in das Begehren ihres Leibes und seiner Geister eingehen.
Solche Seelen aber können dann nicht mehr völlig unrein werden, sondern sind
nur für so lange unrein, als sie sich im Pfuhle ihrer Leibesgeister aufhalten;
sie kehren jedoch gar bald in ihren reinen Zustand zurück. Dadurch haben sie in
ihrer Hölle auf eine Zeit Ruhe und Ordnung hergestellt und können sich hernach
wieder desto ungestörter im Lichte ihres Geistes bewegen und stärken.“
[Ev.
Bd. 2, Kap. 210, 17]
Jesus:
„Je mehr sich die Seele mit der Materie ihres Fleisches verbindet, desto mehr
muß die Ausbildung des Geistes Gottes in ihr verkümmern und desto mehr verliert
sie dann auch das Bewußtsein und die Erkenntnis des ewigen, unverwüstbaren
Lebens in ihr. Je mehr die Seele sich jedoch von der Materie ablöst, desto
freier wird sie in allem, und je mehr sie sich dann verbindet mit dem
göttlichen Geiste in ihr, desto lebendiger und heller wird darauf die Erkenntnis
und das Bewußtsein ihres ewigen Lebens.“
[Ev.
Bd. 2, Kap. 226, 1]
Auf
die bangen Zweifel des Tempelobersten Nikodemus hinsichtlich des Wahrnehmungsvermögens
einer Seele im Jenseits belehrt Jesus die Seinen: „Der Leib als tote Materie
kann weder etwas sehen noch hören, fühlen, riechen und schmecken ohne eine
lebendige Seele in sich. Er ist also nur ein Werkzeug der Seele, so gebaut und
eingerichtet, daß sich die Seele seiner für die Außenwelt bedienen kann. Der
Leib für sich hat weder einen Verstand noch einen Willen, außer die Seele geht
durch ihre weltlichen und sinnlichen Gelüste ganz ins Fleisch über und vergräbt
sich so sehr darin, daß sie das Bewußtsein ihres geistigen Ichs verliert. Dann
ist die Seele so gut wie tot, und es kommt ihr wie ein Wahnwitz vor, wenn sie
von einer geistigen Selbständigkeit und dem Leben nach dem Leibestode etwas
vernimmt.“
[Ev.
Bd. 7, Kap. 58, 3-4]
Jesus:
„Alle Materie ist Sondergeist, der als Seele in jedem einzelnen Menschen in ihrem
göttlichen Geiste zum ewigen Leben wiedergeboren werden kann.“
[Ev.
Bd. 2, Kap. 231, 9]
Jesus:
„Der Leib ist nach außen hin mit allerlei Sinnen versehen, dadurch bekommt die
Seele reichliche Kunde von der Außenwelt, gute und schlechte, wahre und
falsche. — Aus dem Urteil des in ihr wohnenden Geistes merkt sie bald, was gut
und was schlecht ist; andererseits macht sie auch durch die äußeren Sinne ihres
Leibes Erfahrungen von guten und schlechten, wohltuenden und schmerzlichen
Eindrücken. Überdies wird der Seele von Gott auf dem Wege der Offenbarung durch
das innere und äußere Wort die Ordnung Gottes verkündet.“
[Ev.
Bd. 2 Kap. 210, 4-5]
Der
Erzengel Raphael: „Jeder Mensch hat eine unsterbliche Seele und in ihr einen
ewigen Geist. Auf daß die Seele als ein sich aus der Materie entwickelnder
Geist mit dem Urgeiste Gottes, der ‚Liebe‘ heißt, eins werde, muß die Seele all
ihr Streben dahin richten, fürs erste sich der Materie und ihren Anforderungen
zu entziehen, all ihr Trachten, Tun und Treiben allein nach dem rein Geistigen
zu richten, und fürs zweite fortwährend nur dafür besorgt zu sein, eins zu
werden mit dem in ihr ruhenden Geiste der reinen Liebe Gottes.“
[Ev.
Bd. 5, Kap. 51, 3]
Jesus
zu einem lichtsuchenden, lebenserfahrenen römischen Oberrichter: „Du denkst in
deinem Herzen: ‚Herr, warum umhüllst Du der Menschen Seele mit einem Fleische,
das für ihre geistige Vollendung nur schlecht taugt?‘ — Ich aber sage dir, daß
ich allein am besten weiß, wie eine Seele zum Behuf ihres diesirdischen
Probelebens in ein rechtes Gleichgewicht zwischen die Welt der Materie und jene
der reinen Geister zu stellen ist, damit dadurch die volle Freiheit ihrer Liebe
und ihres Willens erreicht wird. Daß für jede Seele die Materie ein gewisses
Übergewicht haben muß, ist darum so verordnet, damit die Seele genötigt wird,
tätig gegen das Übergewicht der Materie zu werden, um so von der Freiheit ihres
Willens den rechten Gebrauch machen zu können. Um aber das zu vermögen, ist ihr
die Lehre aus den Himmeln zu allen Zeiten klar gegeben worden, welche die Seele
in eine vollkommene Freischwebe zwischen Geist und Materie stellt. Wenn die
Seele sich dann nur einige Mühe gibt, sich ins Geistige zu erheben, da bekommt
das Geistige sogleich ein mächtiges Übergewicht, und die Seele erhebt sich mit
Leichtigkeit über das Gewicht der Materie ihres Fleisches und dringt in das
Leben ihres Geistes. Hat sie das getan, dann kann ihr die Materie ihres
Fleisches kein Hindernis zum Fortschreiten zur höchsten Lebensvollendung mehr
in den Weg legen.“
[Ev.
Bd. 9, Kap. 181, 7-11]
Jesus
zu einem bekehrten römischen Richter, der bedauert, durch den Tod die schöne,
für ihn sehr angenehme Erdenwelt verlassen zu müssen: „Freund, meinst du denn,
daß die Seele ohne Hilfe des materiellen Leibes die Gegenden dieser Erde nicht
schauen kann, wenn sie, nach Meiner Ordnung vollendet, beim Tode ihren schweren
Leib verläßt? Wer anders sieht denn jetzt, wenn schon unvollkommen, durch die
zwei Fenster unter deiner Stirn diese Landschaft als eben deine allein
lebendige Seele?! Der Leib ist ja nur auf eine kurze Zeit ihr als ein Werkzeug
gegeben, um sich bei rechtem Gebrauche die volle Lebensfreiheit und
Selbständigkeit für ewig zu bereiten. Was im Leibe fühlt, hört, sieht, riecht,
schmeckt, denkt und will, das ist das unsterbliche Wesen der Seele und nicht der
an und für sich tote Leib, dessen Scheinleben nur durch das wahre Leben der
Seele bedingt ist.“
[Ev.
Bd. 9, Kap. 167, 2-6]
Der
Herr: „Bei der Zeugung des Menschen wird die aus den drei Naturreichen
gesammelte Seele in den Mutterleib getrieben, wonach sich ihr chaotisches Spezifikalgemisch zu entwirren beginnt.“
[Ed.
Kap. 50, 2-5]
Der
Herr: „Ein gerechtes Maß von Trägern und Formen für die zahllosen Ideen des Urgrundes
in ein Wesen zusammengefaßt bildet eine Menschenseele. Weil die Seele demnach
aber ein Kompendium von einer zahllosen Menge verschiedenartiger substantieller
Intelligenzpartikel ist, so kann sie als ein Zusammengesetztes auch wieder
getrennt werden in ihre Teile.“
[Ed.
Kap. 52, 4-5]
Der
Herr: „Die Teilbarkeit der Seele kann man auch an der Ähnlichkeit der Kinder
mit den Eltern leicht erkennen; denn daß die Seelen der Kinder zum Teil auch
aus den Seelen der Eltern genommen wurden, beweist die physiognomische (und
charakterliche) Ähnlichkeit zwischen Kindern und Eltern.“
[Ed.
Kap. 53, 4]
Die
Frage eines Schriftgelehrten: „Was ist die Seele des Menschen, und wo hat sie
ihren Sitz im Leibe?“ beantwortet der vom Geiste Gottes erleuchtete Römer Agrikola mit den Worten: „Die Seele als eine geistige
Substanz ist ganz vollkommen Mensch sowohl der Gestalt als auch allen
Bestandteilen des Leibes nach. Die Hände der Seele befinden sich in den Händen
des Leibes, ihre Füße in des Leibes Füßen, und so fort alle Teile der Seele in
den entsprechenden Teilen des Leibes. Wird der Leib krank, so ist die Seele in
den kranken Leibesteilen gegenwärtig und sehr bemüht, diese wieder gesund zu machen.“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 218, 1]
Der
Bettler Zorel sagt im Verzückungsschlaf: „Die Seele
hat einen ätherischen Leib, der ebenso Leib ist, wie dem Fleische sein fleischlicher
Leib. Nichts fehlt dem Seelenleibe, was da hat der fleischliche Leib.“
[Ev.
Bd. 4, Kap. 51, 3]
Der
Bettler Zorel spricht im Verzückungsschlaf über den
ätherischen Seelenleib, sowie über Beschaffenheit und Fähigkeiten der Seele.
[Ev.
Bd. 4, Kap. 51, 3-10]
Der
lebenskundige Römer Agrikola schildert die Erfahrung
eines römischen Kriegers, der in einer Schlacht sein Bein verlor und dennoch
das Gefühl hatte, das Bein sei noch vorhanden. „Solche Fälle beweisen, daß die
Seele den ganzen Leib durchdringt und kein Glied verliert, wenn auch der Leib
verstümmelt wird, und daß die Seele in sich unsterblich ist und nach des Leibes
Tode ewig fortlebt.“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 219, 10-12]
Ein
Händeloser bezeugt: „Siehe, ich fühle meine beiden verlorenen Hände gleichfort
so, als hätte ich sie noch, und dann und wann fühle ich sogar noch wie einen
brennenden Schmerz eben in den verlorenen Händen. Und ich meine da, daß meine
Seele darum die Hände nicht verloren hat, wenn sie auch mein Leib verlor.“
[Ev.
Bd. 8, Kap. 201, 16]
Jesus:
„So kunstvoll auch das fleischliche Auge des Menschen gebaut ist, so steht es
dennoch in keinem Vergleich zu der Wunderbarkeit des geistigen Auges, das alles
im rechten Maße und durch und durch sieht. — Die Sehe der Seele, die in Meinem
Lichte lebt, beirrt kein irdisches Licht, und die Nacht der Erde oder deren
hellster Tag sind ihr gleich. Es gibt für sie nur einen beständigen Tag!“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 157, 4 und 6]
Der
Herr: „Der Geist wirkt in die Seele ein und kann diese durchdringen; die Seele
aber kann nie über die Schranken des Geistes hinaustreten, sondern muß da sein,
um von dem Geiste durchdrungen zu werden, während der Geist nicht dazu da ist,
um von der Seele durchdrungen zu werden, doch die Seele kann von dem Geiste
aufgenommen werden, wenn sie selbst geistig wird.“
[Ed.
Kap. 30, 1]
Jesus:
„Im Grunde kann keine Seele so verdorben werden, daß sie nimmer zu heilen wäre.
Es wird wohl bei manchen Seelen geraume Zeit entweder hier oder jenseits dauern,
bis sie jene selbständige, gesunde Festigkeit erreicht, um den Urlebenskeim in
sich völlig zu erwecken und sich von ihm in allen Teilen durchdringen zu
lassen.“
[Ev.
Bd. 4, Kap. 35, 8-9]
Jesus:
„Mag eine Menschenseele mit ihrer Vollendung noch so lange zu tun haben, so
bleibt ihr dennoch ihr eigenstes Ur-Ich und wird sich als solches auch für ewig
unwandelbar erkennen, was doch tröstender ist, als wenn die Seele völlig
zerteilt in ein anderes Individuum übergehen würde.“
[Ev.
Bd. 4, Kap. 243, 7]
Jesus:
„Jeder Mensch hat als ein geistiges, seelisches und körperliches Wesen ebenso
eine Außenlebensatmosphäre um sich wie jeder Weltkörper, jeder Stein, jeder
Baum und jedes Gewächs nach seiner Art und so auch jedes Tier; denn ohne eine
solche Außenlebensatmosphäre könnte kein lebendes Wesen bestehen. Daß sich die
Sache aber so verhält, könnt ihr schon daraus entnehmen, daß ihr zum Beispiel
in einem Eichenwald eine ganz andere Empfindung habt als in einem Zedernwalde,
eine andere auf einem Kalkfelsen als auf einem Granitfelsen, eine andere in
einem Weinberge als in einem Garten mit Feigenbäumen. Und so hat der Mensch
auch verschiedenartige Empfindungen bei der Annäherung verschiedener Tiere und
Menschen. Ein feinfühlender Mensch empfindet es oft auf eine beträchtliche
Ferne hin, ob ihm ein guter oder ein böser Mensch begegnen wird. Und sehet, das
empfinden auch die Tiere und manche um vieles schärfer als ein materieller und
wenig über Gutes und Wahres nachdenkender Mensch.“
[Ev.
Bd. 8, Kap. 102, 2-4]
Jesus:
„Unverdorbene Menschenseelen wirken mit ihrer Lebensausstrahlung wie Sonnen auf
die Pflanzen und Tiere ihrer Umgebung.“
[Ev.
Bd. 4, Kap. 216, 1]
Jesus
erklärt einem römischen Oberstadtrichter die Außenlebenssphären von Menschen
und Tieren, sowie die Fernwirkung und Reichweite ihrer Strahlkraft.
[Ev.
Bd. 10, Kap. 226, 9-12]
Jesus:
„Gott ist der große Maschinenmeister des menschlichen Leibes, den Er zum nützlichen
Gebrauche für die Menschen als eine kunstvolle Maschine gar wohl eingerichtet
hat. Gebraucht die Seele diese belebte Maschine nach dem ihr klar erteilten
Rat, der in den Geboten Gottes besteht, so wird der Leib stets wohl brauchbar
in seiner Gesundheit verbleiben; mißachtet aber die träge und sinnlich
gewordene Seele diese Gebote des göttlichen Maschinenmeisters, so muß sie es
sich auch selbst zuschreiben, wenn ihr Leib in allerlei Elend verfällt.“
[Ev.
Bd. 9, Kap. 35, 9]
Jesus:
„Der Leib ist Materie und besteht aus den gröbsten urseelischen Substanzen, die
durch die Macht und Weisheit des göttlichen Geistes in jene organische Form
gezwängt werden, die der einen solchen Formleib bewohnenden Seele in allem
Nötigen wohl entspricht.“
[Ev.
Bd. 2, Kap. 210, 1]
Jesus:
„Der Leib des Menschen kann weder etwas glauben noch wollen, sondern er dient
der Seele eine kurze Zeit nur als ein Werkzeug zur Tätigkeit nach außen und sonach
auch zu ihrer Ausbildung; das Denken, Lieben, Wollen und Handeln nach den
erkannten Wahrheiten ist Sache der Seele.“
[Ev.
Bd. 8, Kap. 129, 5]
Jesus:
„Die Leibeshülle des Menschen ist zwar auch seelisch-geistig in der weiteren
Ergründung, aber doch von der Seelensubstanz wohl zu unterscheiden. Sie ist in
sich noch zu träge, zu plump und ein zu schwerer Ausdruck der Eigenliebe, der
Selbstsucht, des Hochmutes und der Herrschsucht. Solche Materie kann erst durch
ein vielfaches Verwesen teilweise in die reinere Seelenumhäutung aufgenommen
werden; zur eigentlichen Seelensubstanz ist sie nicht verwendbar.“
[Ev.
Bd. 4, Kap. 106, 6]
Jesus:
„Von der Nahrung eines Menschen müssen alle Teile seines Leibes in ihrer Art ernährt
werden, so auch die Augen und das Herz. Die lichtverwandtesten, reinsten
Teilchen werden zur Nahrung der Augen erhoben. Die liebelebensverwandtesten
seelischen Teilchen einen sich mit der Lebenssubstanz des Herzens; die gröberen
Teile der Nahrung gehen in die verschiedenen Leibesbestandteile über. Es würde
dem Auge sehr übel bekommen, wenn Teile, die zur Ernährung eines Knochens
geeignet sind, ins Auge kämen!“
[Ev.
Bd. 5, Kap. 113, 3]
Jesus
erklärt den Bau und die Tätigkeit des menschlichen Gehirns und erläutert die Ursachen
der Verschiedenartigkeit der „Pyramidentäfelchen“ anhand von zwei von Ihm geschaffenen
Modellen, von denen eines ein Gehirn in rechter Ordnung, das andere ein durch
zu frühe, einseitige Verstandesbildung verdorbenes Gehirn zeigt.
[Ev.
Bd. 4, Kap. 232-237, Kap. 239-240]
Jesus:
„Obwohl der Leib der Seele zur Erreichung des ewigen Lebens unumgänglich notwendig
ist, so ist er aber leicht auch das größte Unheil für sie; denn wenn sie sich
von den Reizungen ihres Fleisches betören läßt und sich ganz in diese mit all
ihrer Liebe und mit all ihrem Denken und Wollen versenkt, so ist die Seele in
das Gericht ihres eigenen Fürsten der Lüge und Finsternis eingegangen, aus dem
sie schwer zu erlösen sein wird.“
[Ev.
Bd. 8, Kap. 12, 6]
Jesus:
„Wenn der Leib die Seele reizt, sich für seine sinnliche Befriedigung in
Tätigkeit zu werfen, so rührt das von den vielen unlauteren Materiegeistern
her, die das Wesen des Leibes ausmachen. Gibt die Seele den Anforderungen des
Leibes zuviel Gehör, so tritt sie mit ihnen in Verbindung, steigt auf diese
Weise in ihre eigene Hölle und in ihren eigenen Tod, begeht also eine Sünde
wider die Ordnung Gottes in ihrem eigenen Wesen. Verharrt die Seele darin mit
Liebe und köstlichem Behagen, so wird sie ebenso unrein wie ihres Leibes
gerichtete Geister, bleibt dadurch in der Sünde, somit in der Hölle und im
Tode.“
[Ev.
Bd. 2, Kap. 210, 11-12]
Jesus
auf eine bange Frage des Petrus: „Fleisch und Blut eines jeden Menschen sind
voll natürlicher böser Geister, die darum böse genannt werden, weil sie im
Gericht stehen. Wird aber der Leib von euch genommen, so wird er alsbald aufgelöst,
und seine Geister werden einer freieren Bestimmung zugeführt. — Aber nicht nur
in eurem Fleische, sondern in allen Elementen sind solche Geister, die man noch
lange nicht gut wird nennen können. Allein für den, der durch Mich rein
geworden ist, ist dann alles rein und gut durch die Bestimmung, die es von Gott
aus in sich birgt.“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 187, 3-4]
Jesus:
„Der Leib ist der Seele eine schwere, oft sehr drückende Bürde, aber sie muß
ihn zu ihrer geistigen Reifung ertragen, auch wenn er, besonders im höheren
Alter noch so gebrechlich wird!“
[Ev.
Bd. 9, Kap. 135, 7]
Der
Herr: „Da das Fleisch des Menschen höllischer Natur ist, muß der Leib sterben,
aufgelöst werden, in allerlei Gewürm übergehen, in diesem wieder sterben und
aufgelöst werden und nach dieser Auflösung in zahllose Infusorien übergehen;
und das dauert solange fort, bis auch das letzte Atom frei wird.“
[Ed.,
Kap. 54, 9]
Der
Herr: „Speise und Trank, Kleidung und Wohnung, Künste und Gewerbe, soweit zum
Nahrungserwerb erforderlich, sind Angehör des Leibes und daher auch dem Leibe
zuzubilligen in gerechtem Maße und zweckdienlicher Art.“
[Hi.
Bd. 2, S. 328, 9]
Jesus:
„Der Leib eines älteren Menschen wird nach und nach immer schwächer, weil in
ihm gewisse Fibern und Nerven mit der Zeit absterben und untätig werden. Und
doch kann dabei der Mensch noch viele Jahre leben, ohne daß er an seiner
geistigen Kraft etwas verliert, besonders wenn er stets nach dem Willen Gottes
gelebt hat.“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 246, 7]
Jesus:
„Ja, Mein Freund, eine Sonne, eine Erde und alle Dinge auf ihr zu erschaffen,
ist eine leichte Sache. Dazu bedarf es keiner so langen Zeit. Auch gerichtete
Tier- und Pflanzenseelen zu erschaffen, ist nicht schwer. Aber eine Seele
herzustellen, die Mir in allem ähnlich werden soll, das ist auch für den
allmächtigen Schöpfer eine durchaus schwere Sache, weil Mir dabei die Allmacht
nichts nützen kann, sondern nur größte Weisheit, Geduld und Langmut.“
[Ev.
Bd. 4, Kap. 246, 5]
Jesus
über die Schöpfungsweise Gottes: „Gott ist dem Geiste nach ewig und unendlich,
alles entsteht aus Ihm, alles ist die ewige, endlose Fülle Seiner Gedanken und
Ideen vom Kleinsten bis zum Größten. Er denkt sie im klaren Lichte Seines
Selbstbewußtseins und will, daß sie zur Wirklichkeit werden und sie sind dann
schon das, was sie sein müssen. Dann legt Er den Keimfunken Seiner Liebe in die
aus Seiner Persönlichkeit hinausgestellten Gedanken und Ideen, belebt sie, daß
sie wie selbständige Wesen bestehen, und leitet sie dann durch Sein beständiges
und stets erhöhtes Einfließen zur möglichst höchsten Stufe der unzerstörbaren
Selbständigkeit. — Die hinausgestellten Gedanken und Ideen Gottes kehren
schließlich wieder völlig zu und in Gott zurück, doch nicht mehr als das, als
was sie hinausgestellt wurden, sondern als völlig lebendige, ihrer selbst klar
bewußte, selbständige und selbsttätige Wesen, die dann ganz wie von Gott unabhängig
für sich bestehen, wirken und schaffen können, — darum Ich denn auch zu Meinen
Jüngern gesagt habe: ‚Werdet so vollkommen, wie da vollkommen ist euer Vater im
Himmel!‘.“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 226, 8 und 10]
Jesus
zu dem römischen Hauptmann von Samosata: „Gott kann
mit Seiner Allmacht zahllos viele Geister mit vollendeter Weisheit und Macht in
einem Augenblick aus sich erschaffen. Aber solche Geister haben keine
Selbständigkeit; denn ihr Wollen und Handeln ist kein anderes als das göttliche
selbst, das unaufhörlich in sie einfließen muß, auf daß sie sind, sich bewegen
und handeln nach dem Zuge des göttlichen Willens. Sie sind für sich aber gar
nichts, sondern pur Gedanken und Ideen Gottes. — Sollen sie aber mit der Zeit
selbständig werden, so müssen sie den Weg der Materie oder des gerichteten und
gefesteten Willens Gottes durchmachen auf die Art, wie ihr sie auf der Erde vor
euren Augen habt. Haben sie das, dann sind sie erst aus sich selbständige,
selbstdenkende und frei handelnde Kinder Gottes, die zwar auch allzeit den
Willen Gottes tun, aber nicht, weil er ihnen durch die Allmacht Gottes
aufgedrungen ist, sondern weil sie solchen als höchst weise erkennen und sich
selbst bestimmen, danach zu handeln, was dann für sie selbst
lebensverdienstlich ist und ihnen erst des Lebens höchste Seligkeit und Wonne
gibt. Daran kannst du, Mein lieber Freund, erkennen, wie Gott aus Seiner
höchsten Liebe und Weisheit Seine Gedanken und Ideen zu selbständigen und Ihm
vollkommen ähnlichen Kindern erzieht und gestaltet.“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 133, 10-12]
Der im
Jenseits gereifte einstige Bischof Martin: „Du, Herr, brauchst von niemandem einen
Rat; denn Du bist Dir ewig selber genug; aber Dein heiligstes Vaterherz will
nicht allein sein, nicht allein genießen die endlose Fülle der eigenen,
heiligsten Vollkommenheit, sondern es ruft aus seinen tiefsten Gedanken Wesen
hervor und gestaltet sie im Feuer Seiner endlosen Liebe und im Lichte Seiner
ewigen Weisheit zu Gotteskindern, auf daß sie wie freie Gottwesen selbst an der
endlosen Vollkommenheit dieses heiligsten Vaterherzens den vollen Teil nehmen
sollen ewig!“
[BM.
Kap. 86, 8]
Jesus:
„Daß dem Menschen der Schöpfungsraum und das in ihm Enthaltene wie stumm, tot
und intelligenzlos vorkommt, hat seinen weisesten Grund darin, daß sein
Lebensbewußtsein wegen der Gewinnung der vollen, Mir ähnlichen Lebensselbständigkeit
durch Meinen Willen von dem allgemeinen Lebensbewußtsein und seiner endlosen,
höchsten Intelligenz völlig abgesondert ist, damit es sich in sich selbst finde
und sich dadurch zum ewigen Fortbestande auf dem ihm geoffenbarten Wege selbst
bilde und festige. Solange aber der Mensch mit sich selbst wegen der Gewinnung
der Lebensselbständigkeit zu tun hat, ahnt er kaum, daß er von lauter Leben und
von der höchsten Lebensintelligenz umgeben und — auch seinem Leibe nach —
durchdrungen ist. Wenn aber der Mensch nach dem ihm geoffenbarten Willen Gottes
mit sich selbst fertig geworden ist, indem sein innerster Geist ihn ganz
durchdrungen hat, so tritt der ganze Mensch dann auch in den freien Verband mit
dem höchsten Leben und seiner lichtesten Intelligenz in der allgemeinen
Unendlichkeit Gottes, ohne dabei sein Persönliches zu verlieren. Dann aber gewahrt
er außer sich auch keinen toten, stummen Raum, auch keine toten Steine mehr, sondern
es wird da für ihn alles Leben und lichte, ihrer selbst wohlbewußte
Intelligenz.“
[Ev.
Bd. 8, Kap. 29, 1-2]
Jesus
zu dem römischen Hauptmann von Samosata: „Das Leben
auf dieser Erde ist für die auf ihr zu erziehenden Kinder Gottes solange ein
Kampf mit allerlei Feinden, bis es sich über alle Materie als ein Sieger aus
eigener Kraft emporgerungen hat. Die materiellen
Feinde sind nicht Feinde des eigentlichen geistigen Lebens, sondern des
materiellen Scheinlebens, das nur ein Werkzeug des wahren, inneren, geistigen
Seelenlebens ist, durch welches sich dieses immer höher zur wahren
Lebensfreiheit emporarbeiten kann!“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 133, 9]
Jesus:
„Bis zum Menschen sorgt Gottes Liebe, Weisheit und Macht dafür, daß die
Entwicklung des in der Weltmaterie gefesteten und gehaltenen Urgeistlebens von
Stufe zu Stufe in eine stets größere Vollendung übergehe, aber beim Menschen
als dem Schlußstein der Urgeistlebensentwicklung geht diese Sache anders. Was
seinen materiellen Leib betrifft, so ist dessen Einrichtung auch noch zum
größten Teile von der Liebe, Weisheit und Macht Gottes abhängig, aber nicht so
die Entwicklung der menschlichen Seele und ihres Geistes. Der Menschenseele ist
gegeben die Vernunft, der Verstand, ein freies Denken, ein freier Wille und die
Kraft, so zu handeln, wie sie es für gut und nützlich erkennt. Damit aber die
Seele weiß, wie sie zu handeln hat, um zur gottähnlichen, materielosen und von
allem Gericht befreiten Lebensselbständigkeit zu gelangen und vor dem
Angesichte Gottes zu bestehen, so werden ihr von Gott aus die Wege gezeigt, die
sie zu wandeln hat, um endlich zum seligsten Lebensziel zu gelangen.“
[Ev.
Bd. 9, Kap. 102, 3-4]
Jesus:
„Der Mensch als Mein volles Ebenmaß muß einen vollkommen freien Willen haben,
mit dem er sich selbst in seinem geistigen Teile umgestalten, festen und von Meiner
Allmacht freimachen muß, um dereinst als ein starkes, freies, selbständiges und
selbstmächtiges Wesen selig neben Mir dazustehen, zu leben und zu handeln.“
[Ev.
Bd. 7, Kap. 121, 3]
Engelslehre:
„Vom höchsten Himmel Gottes bis zur tiefsten Hölle ist des Menschen freie
Entwicklungsbahn auf dieser Erde, und wäre es nicht so, nie könnte der Mensch
die Kindschaft Gottes erreichen!“
[Ev.
Bd. 2, Kap. 60, 4]
Der
Herr nach einer tiefweisen Belehrung zu König Lamech
von Hanoch: „Du wirst nun einsehen, daß Ich als der
unwandelbare ewige Gott alles Mögliche aufbiete, um Mich Meinen Geschöpfen und
aus ihnen hervorgehenden Kindern zu nahen und alle Klüfte zwischen Mir und
ihnen so sehr auszufüllen, daß sie mit Mir wie mit ihresgleichen umgehen und
von Mir selbst lernen können ihre ewige, lebendige Bestimmung.“
[H.
Bd. 3, Kap. 68, 11]
Adam
beklagt sich, daß Gott ihn unvollkommen und fehlerhaft erschaffen und selbst
dadurch in Sünde und Schuld gestürzt habe. Auf diesen schweren, scheinbar
triftigen Vorwurf belehrt der Herr den Hadernden sehr eindringlich und sagt in
Seiner von göttlichem Ernst getragenen Rede: „Um Erbarmung rufst du. Was konnte
Ich denn noch tun, als daß Ich als Mensch und Vater zu euch komme, euch mit
eigenem Munde lehre die wahre Liebe und die wahre Weisheit und euch führe mit
eigener Hand über die euch für die einstige höchste Vollendung unterlegte
prüfende Erde?! Bin denn nicht Ich selbst die größte Erbarmung, die größte
Liebe und das untrüglichste Mittel?! Oder sollte Ich deinem Verlangen nach aus
euch etwa belebte Maschinen machen?! 0 du blinder Tor! So du nur einigermaßen
sehen wolltest, so müßte dir ja schon auffallen die große Vollkommenheit an
dir, durch welche du freiwillig fehlen, aber auch freiwillig fehllos wandeln und handeln kannst.“
[H.
Bd. 1, Kap. 136, 1-23]
Jesus:
„Darum nehme Ich Jünger an und lehre selbst so, wie da lehrt ein weiser Vater
seine Kinder, was sie zu glauben, zu kennen und zu tun haben; denn würde Ich
sie mit Gewalt auf einen Schlag mit Meinem Geiste erfüllen, so wäre es mit
ihrer Selbständigkeit, ihrem Suchen, Forschen, Prüfen, Erkennen, Glauben und
Wollen aus, ebenso mit ihrem individuellen Leben und ihrer Freiheit. — Was sich
die Meinen aber nach Meiner Lehre selbst erringen und erkämpfen, das wird dann
ihr Werk und auch ihr Eigentum sein. Und siehe, das ist denn auch nach der
ewigen Ordnung der Wille Gottes für die allein wahrhaft nützliche Lebensbildung
der Menschen dieser Erde.“
[Ev.
Bd. 8, Kap. 126, 7-9]
Jesus:
Wenn Gott nicht der Menschen zur stets größeren Sättigung Seiner Liebe bedurft
hätte, so hätte Er sie nie erschaffen! Da Er sie aber erschaffen hat, so
kümmert Er sich auch um sie und ihre ewige Erhaltung und zeigt dadurch, daß Ihm
gar alles an den Menschen gelegen ist. Es sollte den Menschen darum aber auch
alles an Gott gelegen sein!“
[Ev.
Bd. 8, Kap. 129, 13]
Jesus:
„Aus dem verlorenen Sohne des Lichts werden die Sondergeister durch die Macht
Gottes wieder erweckt und ins Fleisch als Kinder der Welt gesetzt, und es ist ihnen,
gleich den Kindern von oben, nun die Gelegenheit gegeben, sich zur höchsten
Vollendung der Kinder Gottes emporzuheben.“
[Ev.
Bd. 2, Kap. 231, 8]
Ein
Engel zu dem Römer Agrikola: „Niemand kann vor Gott
bestehen, wenn er nicht zuvor eine gerechte Zeitlang, wie ganz abgesondert, die
volle Lebensfreiheitsprobe in seinem Fleische durchgemacht hat.“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 190, 3]
Der
Jüngling Jesus zu einem Römer von hohem Rang, der eine Verbesserung der
Schiffahrt wünscht: „Bleibet nur noch recht lange bei eurer einfachen Schiffahrt;
denn eine zu große Verbesserung in irdischen Dingen bedeutet stets eine große,
dauernde Verschlimmerung im Geistigen, das der Mensch mit allen Kräften seines
Lebens doch allein suchen und pflegen soll.“
[Ev.
Bd. 7, Kap. 222, 9]
Jesus
belehrt einen römischen Hauptmann: „Man kann bei aller Weisheit auch Sorge tragen
um das, was der Mensch für seinen Leib benötigt; aber um das, was die Seele betrifft
und den Geist des Lebens in ihr, soll jeder Mensch sich vor allem sorgen und
kümmern. Denn des Essens, Trinkens und Hochtuns wegen
ist kein Mensch in diese Welt gesetzt worden, sondern daß er lebe nach der ihm
von Gott treu geoffenbarten Ordnung für den alleinigen Zweck, den ihm Gott
gestellt hat.“
[Ev.
Bd. 10, Kap. 16, 4]
Jesus:
„Der Mensch hat einen höheren Lebenszweck als das Tier und muß daher mit
rechtschaffener Mühe in gesetzlicher Ordnung und im gerechten Kampf sein Brot
erwerben. Die aus freiem Willen erfüllten Gesetze dienen seiner Selbstbildung
und Selbstbestimmung, sowie der Erreichung des hohen Zieles der Gotteskindschaft.“
[Ev.
Bd. 4, Kap. 61, 7]
Jesus:
Das Erdenleben des Menschen ist eine schwere Erfahrungs- und Prüfungsschule für
Bettler und Könige.
[Ev.
Bd. 4, Kap. 243, 8 und Kap. 244, 1-5]
Jesus:
„Es sollte jeder Mensch bis in sein dreißigstes Jahr in sich soweit mit der
Bildung seines Ichs fertig sein, daß ihm das freieste, seligste Leben nach dem
Tode des Leibes so vollbewußt und sicher wäre wie einem Aar der Flug in der
freien Luft.“
[Ev.
Bd. 2, Kap. 210, 14]
Jesus:
„Nur diese Schöpfungsperiode hat die Bestimmung, auf irgendeiner kleinen
Erdenwelt, eben dieser Erde, Mich für alle früheren wie für alle künftigen
Schöpfungen in Meiner urgöttlichen Wesenheit im Fleische und in engster Form zu
sehen und von Mir selbst belehrt zu werden. Und so hat von allen Erdkörpern in
des Sirius Zentralsonnenallgebiet gerade diese Erde den einmaligen,
unermeßlichen Vorzug, von Mir dazu erwählt zu sein, selbst auf ihr Mensch zu
werden und aus euch Menschen Meine wahren Kinder für die ganze Unendlichkeit
und Ewigkeit zu erziehen!“
[Ev.
Bd. 4, Kap. 255, 2 und 5]
Der
Herr, von der Liebe erretteter Erdenkinder erschüttert: „O Erde, was gibst du
Mir! Wahrlich, deine Kinder sollen Meine Kinder sein! Ich will dich erheben,
daß vor dir die Sonnen und Engel ihre Knie beugen sollen; und wenn Ich zu dir
komme, da werde Ich allezeit die Sünder suchen und eine große Erbarmung mit
ihnen haben!“
[11.
Bd. 2, Kap. 265, 20]
Jesus:
„Gott der Herr sorgte bei der Sinflut dafür, daß die
Erde nicht zerstört wurde, damit die Menschen nicht um ihr Schulhaus kommen, in
welchem sie für das ewige Leben geschult werden. Denn wer nicht die Schule des
Lebens im Fleische auf dieser Erde durchgemacht hat, der kann nicht zur
Kindschaft Gottes gelangen, sondern bleibt ewig auf der geschöpflichen Stufe.
Daher ist, wie begreiflich, die Erhaltung dieser Erde als des Schulhauses zur
Erwerbung der Kindschaft Gottes notwendig.“
[Ev.
Bd. 10, Kap. 236, 7-8]
Jesus:
„Diese eure Erde entsprach ursprünglich schon dem demütigst letzten Teile am
Leibe des Menschen, nämlich dem unteren Hautnervenwärzchen der kleinen Zehe am
linken Fuße — zwar nicht der Örtlichkeit, sondern der demütigen, geistigen
Bedeutung nach —‚ und nun ist sie die Trägerin Meiner eigentlichen Kinder, die
sich nach Meinem ihnen geoffenbarten Willen selbst zu richten und zu erziehen
haben.“
[Ev.
Bd. 8, Kap. 76, 5]
Der
römische Statthalter Cyrenius wundert sich, daß der
allmächtige Gott zu Seinem Dienst Engelscharen erschaffen hat. Das
Jesuskindlein fragt ihn, warum denn er selbst sich Kinder wünsche, ob er sein
Regierungsgeschäft nicht ohne sie versehen könne. Cyrenius
gesteht: „Für meine Staatsgeschäfte bedarf ich der leiblichen Kinder nicht.
Aber in meinem Herzen spricht sich ein mächtiges Bedürfnis für den Besitz von
Kindern aus, und dieses Bedürfnis heißt Liebe!“ Darauf das Kindlein: „Gut, wenn
dir aber Kinder werden, wirst du sie nicht auch, aus reiner Liebe zu ihnen, in
dein Geschäft ziehen und ihnen geben Macht und Gewalt darum, weil sie deine
Kinder sind?! — Siehe, wenn du als Mensch schon solches aus Liebe zu deinen
Kindern tust, warum sollte es denn Gott als ein heiligster Vater mit Seinen
Kindern nicht tun aus Seiner unendlichen Liebe zu ihnen?!“
[Jug., Kap. 118, 10-22]
Jesus:
„Die Menschen dieser Erde haben die große Bestimmung, selbstmächtige Kinder
Gottes zu werden; daher müssen sie auch in aller Selbsttätigkeit geübt und
gebildet werden.“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 111, 19]
Jesus:
„Ich bin darum in diese Welt gekommen, damit die Menschen es von Mir lernen
sollen, so vollkommen zu werden, wie der Vater im Himmel vollkommen ist. Denn
da die Menschen dieser Erde bestimmt und berufen sind, Kinder Gottes zu werden,
so müssen sie auch in allem Gott ähnlich sein; denn wer Gott nicht in allem
ähnlich wird, der wird kein Gotteskind. Und darum ist Meine Lehre ein wahres
Evangelium, weil sie den Menschen verkündet und die Wege zeigt, wie sie zur
Gottähnlichkeit gelangen können. Wer Mein Wort hört, daran glaubt, es in sich
behält und danach tut, der wird dadurch zur Gottähnlichkeit gelangen, das ewige
Leben in sich haben und ewig allerseligst sein!“
[Ev.
Bd. 7, Kap. 139, 6-8]
Jesus:
„Auf daß ihr vollkommen freie Verkünder Meines Wortes werdet für alle Zeiten,
kam Ich ins Fleisch zu euch auf diese Erde, wo Ich die Pflanzschule Meiner
Kinder für die ganze Unendlichkeit aufgerichtet habe, damit ihr als Meine
freien Kinder auch frei aus Meinem Munde die Lehre vernehmen, beurteilen und
frei ausbreiten könnet unter den Völkern der Erde. Und wer Meine Lehre frei
annehmen wird in ihrer Reinheit, der wird damit auch die Anwartschaft auf die
beseligendste Kindschaft Gottes frei überkommen.“
[Ev.
Bd. 4, Kap. 250, 3]
Der
Erzengel Raphael: „Wenn wir Engel so bleiben, wie wir sind, da sind wir nichts
als Arme und Finger des Herrn. Es wird aber des Herrn endlose Liebe und Gnade
mit der Zeit auch für uns Engelsgeister einen Weg bestimmen, auf welchem wir
euch Gotteskindern völlig ebenbürtig werden können. Der Weg, den nun der Herr
selbst geht, wird noch der Weg aller urgeschaffenen Geister werden — aber
freilich nicht sofort, sondern nach und nach.“
[Ev.
Bd. 3, Kap. 180, 5-12]
Jesus
nach einer besonders umfassenden Belehrung: „Die Bewohner der Himmel wissen,
welch große Eröffnungen Ich euch Menschen in dieser Nacht gemacht habe, und daß
es ihnen gestattet ist, Mich in dieser Meiner Person unter euch Menschen als
Vater weilend und euch lehrend von Angesicht zu schauen. Die höchste Seligkeit,
welche die Engel empfinden, lassen sie auch euch durch die Tätigkeit der
Naturgeister dieser Erde fühlen. Aber nicht nur auf dieser Erde, sondern in
allen Welten der ganzen Schöpfung wird in dieser Zeit ein Fest gefeiert.“
[Ev.
Bd. 4, Kap. 166, 10-11]
Ein
Engel zu dem Römer Agrikola: „Ihr Erdenbürger, die
ihr nun von dem Allerhöchsten von Ewigkeit belehrt und geleitet werdet, seid um
ein Unaussprechliches besser daran als wir Engel. Denn es ist durchaus nicht
dasselbe, ob man ein Sohn oder nur ein Knecht des Hauses ist. Den Kindern
gehört alles, was der große Vater besitzt, den Knechten aber nur das, was der
Herr ihnen geben will!“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 190, 15]
Jesus:
„Der Vater des Lazarus in Bethanien, ein großer urgeschaffener Engelsgeist,
ward nach seinem eigenen Willen (zur Erlangung der Gotteskindschaft) ins
Fleisch eines (Erden-) Menschen gelassen, und zwar unter den schwierigsten
Lebensbedingungen.“
[Ev.
Bd. 4, Kap. 138, 2]
Der
Herr: „Ihr, Meine werdenden Kinder — höret und begreifet es! — seid auf Meiner
Universität (Erde, Hochschule der Gotteskindschaft)! Ich möchte überaus vieles
aus euch machen! Daher dürfen euch auch so manche besondere Prüfungen auf
dieser Hochschule nicht befremden!“
[Hi.
Bd. 1, 5. 345, 6]
Horedon, ein Erleuchteter der Urzeit: „Sehet, darin
liegt die endlos hohe Würde und Größe unserer Kindschaft, daß der unendliche,
ewige Gott sich selbst in uns einen Vater nennt und erst dann unser wahrhafter
Vater in der allerhöchsten Liebe wird, wenn wir Ihn als solchen in unseren
Herzen erkennen und Ihn in aller Liebe auch rufen. Wenn sich aber der
unendliche Gott in uns will als Vater vollkommen offenbaren, saget, was Höheres
könnte da wohl noch gedacht werden?! Was liegt daran, ob auch wir mit dem
leisesten Hauche die ganze Schöpfung zu verwehen vermöchten? Wahrlich nichts
dagegen, daß wir zu Gott in aller Liebe und Wahrheit sagen dürfen: Lieber,
heiliger Vater!“
[H.
Bd. 2, Kap. 82, 21-24]
Der
Herr: „War einst die Seele des Luzifer auch noch so groß, so konnte in ihr aber
doch nicht mehr als ein Geist wohnen, und dieser eine, durch sich selbst
gefallene Geist kann nicht in all den zahllosen, geteilten Kompendien seiner
einstigen Urseele wohnhaft sein. Seine Wohnung ist lediglich auf diese eure
Erde beschränkt. Alle anderen Weltkörper, obschon Teile der einstigen Seele
Luzifers, sind von dieser Einwohnerschaft frei; daher aber können auch die Menschen
jener Weltkörper, obschon in ihrer Natur gewöhnlich besser als hier auf dieser
Erde, dennoch nie zu jener vollkommen gottähnlichen Höhe gelangen wie die
Kinder aus dieser Erde, welche zwar das im Geiste von Gott Allerentfernteste
und Allerletzte ist, aber eben darum im Besserungsfalle das Allerhöchste und
Allergottähnlichste werden kann. — Und aus eben diesem Grunde wählte auch Ich,
der Herr, diese Erde zum Schauplatze Meiner höchsten Erbarmungen und schuf auf
ihrem Boden alle Himmel neu.“
[Ed.
Kap. 53, 10-11]
Der
Herr: „Es ist für die Menschen dieser Erde zwar ein Nachteil, daß sie so nahe
dem Bösesten aller Geister wohnen, der ihnen viel zu schaffen macht; sie haben
aber auch den unendlichen Vorteil, daß sie einen kräftigen Geist aus Gott
haben, mit dem sie leicht, wenn sie nur wollen, die Bosheit des Bösesten bekämpfen
können, um dadurch vollkommene Kinder Gottes zu werden.“
Ed.
Kap. 53, 14
Jesus:
„Zur Heranbildung der Kinder Gottes auf dieser Erde müssen hier Himmel und
Hölle unter einem Dache wohnen; denn ohne Kampf gibt es keinen Sieg! Wo das
Höchste zu erreichen möglich ist, muß dafür auch die größte Tätigkeit
aufgeboten werden!“
[Ev.
Bd. 3, Kap. 178, 5]
Jesus:
„In einer Welt, wo ein Mensch nicht zu einem ärgsten Teufel werden kann, vermag
er auch zu keinem wahren Kinde Gottes zu werden!“
[Ev.
Bd. 9, Kap. 144, 9]
Jesus
im Jenseits zu dem einstigen Bischof Martin: „Eure Erde ist der häßlichste und
letzte Planet in der ganzen Schöpfung, bestimmt, den größten Geistern als eine
Schule der Demut und des Kreuzes zu dienen. Sie ist ein schmaler, dorniger Weg
und eine niedrige, enge Pforte zum Leben für jene Geister, die einst übergroß
waren und noch größer sein wollten.“
[BM.
Kap. 43, 1 und 5]
Der
Evangelist Johannes: „Die Kinder der Welt sind von unten her und Kinder der
Erde; die Kinder des Lichtes aber sind von oben her und Kinder der Sonnen;
diese sind dazu berufen, gleich dem Herrn zu dienen und zu leuchten den Kindern
der Welt, damit auch diese gewonnen würden zu Kindern des Lichts und wahren
Erben des ewigen Lebens, welches der Herr bereitet hat allen Seinen
geschaffenen Geistern von Ewigkeit her, da Er für sie gemacht hat im
unendlichen Schöpfungsgebiete zahllose Schulen zur Gewinnung der Freiheit des
Lebens und hat selbst ihnen gesetzt auf dieser Erde ein heiliges Ziel in Seinem
Kreuze, damit sie alle würden wahrhaftige Kinder Seiner Liebe und allerseligste
Erben Seiner Erbarmung und Gnade!“
[GS.
Bd. 2, Kap. 15, 27]
Jesus
zu einem indischen Weisen: „Siehe hinauf zu den Sternen! Sie sind alle von
Menschen bewohnt, von denen viele durch ihre Engel wissen, daß eine Seele nur
hier auf dieser Erde zur wahren Kindschaft Gottes gelangen kann durch ein
höchst beschwerliches Leben im Fleische. Wenn sie es wünschen, so wird es
zugelassen, daß ihre Seelen auf dieser Erde ins Fleisch gezeugt werden. Denn
das Reich Gottes kann nur mit Gewalt und großen Opfern gewonnen werden!“
[Ev.
Bd. 8, Kap. 16, 1, 2 und 3]
Jesus:
„Auf jedem anderen Weltkörper gibt es nicht den hunderttausendsten Teil von
Gattungen der Minerale, Pflanzen und Tiere wie auf dieser Erde in jedem ihrer
drei Naturreiche. Eben dieser Mannigfaltigkeit wegen ist auch nur diese Erde
fähig, Kinder Gottes im wahrsten Sinne zu tragen.“
[Ev.
Bd. 4, Kap. 106, 7]
Jesus:
„Wenn Gott nicht die Absicht hätte, auf dieser Erde Seine Menschengeschöpfe zu
Seinen Kindern auszubilden, so hätte Er für sie die Erde nur ganz mager und
einfach mit einigen Fruchtgattungen und zahmen Haustieren bevölkern können,
gleichwie Er solches auf zahllosen anderen Weltkörpern getan hat. Damit aber
auf dieser Erde der Mensch eine vorzügliche Gelegenheit habe, sich im
Betrachten und Denken zu üben und dadurch die volle Freiheit seines Willens
kennen zu lernen, so hat Gott für ihn diese Erde als sein Lebensschulhaus auch
so außerordentlich mannigfaltig ausgestattet.“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 152, 9]
Der
erleuchtete Jünger Johannes: „Diese Erde ist von Gott so eingerichtet, daß auf
ihr — wegen der hier allein erreichbaren Kindschaft Gottes unter den
Menschenrassen, Völkern und Charakteren der einzelnen Menschen eine so große
Verschiedenheit obwaltet, wie sie in der ganzen Unendlichkeit auf keinem der
zahllos vielen Weltkörper in einem so hohen Grade anzutreffen ist.“
[Ev.
Bd. 5, Kap. 188, 13]
Jesus:
„Weil diese Erde ein Schulhaus der Kinder Gottes ist, darum wird sie auch von
Mir mit soviel Geduld, Nachsicht und Langmut behandelt.“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 61, 6]
Ein
Zentralsonnen-Bewohner, der den Wunsch hat, ein Kind Gottes zu werden, liest
aus der ‚Flamme‘ am Altar die äußerst harten Bedingungen und Gefahren dieses
Weges auf unserer Erde.
[GS.
Bd. 2, Kap. 16, 15-20]
Ein
Zentralsonnen-Weiser zu einem vor der Härte der Bedingungen zagenden Bewerber
um die Gotteskindschaft: „Siehe, mein Sohn, es kommt alles darauf an, ob du
Gott lieben kannst oder nicht. Kannst du Gott lieben in aller Demut deines
Herzens, so bist du in diesem Herzen; kannst du aber Gott nicht lieben, dann
bist du nicht im Herzen, sondern im Gericht. Und dann ist es wohl besser, du
bleibst hier im kleinen Gericht selig, als daß du dich begeben möchtest zur
Erstrebung der Kindschaft Gottes in das große Gericht.“
[GS.,
Bd. 2, Kap. 17, 11]
Ein
weiser Ältester einer Zentralsonne: „Willst du ohne Herz (= die Liebe zu Gott)
die (harten) Bedingungen zur Erwerbung der Gotteskindschaft auf dich nehmen, so
wirst du nicht bestehen unter der Last der großen Prüfungen Gottes; aber für
die, welche in Seinem Herzen sind, hat Er kein Gesetz gegeben als allein das,
Ihn (Gott) stets mehr und mehr zu lieben.“
[GS.
Bd. 2, Kap. 17, 15]
Der
Evangelist Johannes schildert den wunderbaren Vorgang der Menschwerdung eines
Zentralsonnen Bewohners auf unserer Erde zur Erlangung der Gotteskindschaft.
[GS.
Bd. 2, Kap. 17, 22-23]
Ein
zur Gotteskindschaft bereites, demütiges, liebeglühendes Weib auf einer
Zentralsonne liest aus einer Altarflamme: „Dein Gott und Herr ist ein Gott voll
Liebe und Erbarmung, Er wird dir geben ein sanftes Joch und eine leichte Bürde!
Sei demütig in deinem Herzen, vergiß dieser Sonnenwelt große Pracht und
empfiehl dich dem allmächtigen Schutze des großen Gottes! Er selbst wird dich
unsichtbar auf Seinen Händen tragen durch ein kurzes materielles Leben bis zu
Seiner Wohnung, wo du überkommen wirst die Kindschaft und wirst leben ewig in
des allmächtigen, göttlichen Vaters Hause. Hast du Mut in deiner Liebe zu
diesem großen Gotte, so lege deine Hand auf den Altar!“ Dies tut das Weib und
ist nicht mehr zu erschauen.
[GS.
Bd. 2, Kap. 23, 12 und 15]
Ein
zum Weg der Gotteskindschaft bereiter Zentralsonnen-Bewohner: „Es handelt sich
bei der Erlangung der Kindschaft Gottes nicht um das Mehr- oder
Glücklicherwerden, sondern um das Vollkommener- und Lebendigerwerden in der
Liebe Gottes. — Wenn uns schon unsere gegenseitige geschöpfliche Liebe so sehr
beglückt, wie endlos beglückend muß da erst die Liebe sein, mit welcher
Geschöpfe als Kinder Gottes ihren Schöpfer — als Vater sichtbar — in der
allerhöchsten Liebe ergreifen und von Ihm wieder endlos allmächtig hebend ergriffen
werden!“
[GS.
Bd. 2, Kap. 64, 12 und 14]
Der
Herr zu erlösten Seelen im Himmelreich: „Meinen Kindern (von eurer Erde) ist es
von Mir aus gegeben, mit Mir zu beherrschen, zu erforschen und zu richten
(ordnen) die Unendlichkeit und alle die zahllosen Schöpfungen in ihr. Und die
Kinder aus den anderen Gestirnen stehen ihnen dabei so zu Diensten, wie die
Glieder eines Leibes zum Dienste des Willens allzeit bereitstehen. Daher bilden
diese Geister mit einem Meiner Kinder der Liebetätigkeit nach einen Menschen,
versehen mit allen zum Bedarfe seines Willens notwendigen Gliedern. Demnach ist
ein Kind von der Erde ein vollkommener Wille von zahllosen anderen Geistern aus
den Gestirnen.“
[GS.
Bd. 2, Kap. 2, 14-15]
Jesus:
„Auch jenseits wird den Geistern aller Welten Mein Evangelium gepredigt. Seid
aber hier dennoch voll Eifers; denn die rechte Kindschaft Gottes für Meinen
innersten, reinsten Liebehimmel wird nur von hier aus zu erlangen sein! Für den
ersten und auch zweiten Himmel kann noch jenseits Sorge getragen werden.“
[Ev.
Bd. 4, Kap. 247, 9]
Der
Herr: „Ein einziges Mich wahrhaft liebendes Herz auf eurer Erde wiegt alle
erdenkliche Schönheit eines ganzen Sonnenweltalls auf! — Ja, Ich sage euch noch
mehr: Ein solches Herz ist in sich ums Unaussprechliche schöner als der ganze
Weisheitshimmel der Engel und auch schöner als der zweite Liebeweisheitshimmel
der höheren Engelgeister!“
[NS,
Kap. 25, 21]
Der
Herr: „Du fragst Mich, ob wohl überall auf anderen Gestirnen auch Menschen
seien, wie hier auf der Erde, und Ich sage dir: Ja, es gibt überall Menschen.
Aber die Menschen dieser Erde rief Ich aus dem Zentrum Meines Herzens hervor
und schuf sie vollkommen nach Meinem Ebenbilde, und sie sollten nicht nur Meine
Geschöpfe, sondern Meine lieben Kinder sein, die Mich nicht nur als Gott und
Schöpfer, sondern als ihren guten Vater erkennen sollen, der sie nach kurzer
Prüfungszeit ganz zu sich nehmen will, damit sie bei Ihm alles haben, was Er
selber hat, und bei Ihm wohnen ewiglich und mit Ihm beherrschen und richten
(ordnen) das All!“
[H.
Bd. 1, Kap. 3,2 und 3]
Jesus:
„Es wohnen auf dieser Erde zweierlei Menschen. — Die meisten sind der Seele und
dem Leibe nach von dieser Erde, und man kann sie ‚Kinder der Welt‘ nennen. —
Ein geringer Teil der Menschen ist nur dem Leibe nach von dieser Erde, der
Seele nach aber entweder aus den verschiedenen Sternenwelten oder mitunter
sogar als reinste Engelsgeister aus den reinen Geisterhimmeln. Letztere sind
jedoch bisher die seltensten.
Dieser
zweiten, edleren Art der Menschen ist es vorbehalten, die Geheimnisse des
Reiches Gottes zu fassen und nach Bedarf und Fähigkeit der Auffassung die
Kinder der Welt zu lehren und ihnen den Weg zu zeigen, auf dem sie zu Kindern
Gottes und Bürgern Seines Reiches werden können. — Die eigentlichen Weltmenschen,
als erst dem Schlamme dieser Erde entwachsen, sind noch sehr sinnlicher Art, da
ihre Seelen noch nie die menschliche Vorschule eines freien, sich selbst
bestimmenden Lebens durchgemacht haben.“
[Ev.
Bd. 5, 225, 3-6]
Der Erzengel
Raphael zu bekehrten Essäerführern: „Auf den
zahllosen anderen Weltkörpern gibt es auch Menschen, aber sie haben gegenüber
euch Menschen dieser Erde eine sehr begrenzte Bestimmung. Sie stellen gleichsam
die Glieder einer Kette dar; aber ihr seid die Angeln, die ihr als wahre Kinder
Gottes bestimmt seid, mit Gott und mit uns Engeln zu tragen die ganze
unendliche Schöpfung vom Kleinsten bis zum Größten. Gott ist euer Vater und ihr
seid Seine Kinder; wäret ihr das nicht, würde Er wohl zu euch aus den Himmeln
herabgekommen sein und euch selbst erziehen zu Seinen großen Absichten, die Er
schon von Ewigkeit für euch, Seine Kinder, vorgesehen hat?!“
[Ev.
Bd. 5, Kap. 84, 4-6]
Jesus:
„Seelen, die aus den Sonnenwelten stammen, sind kräftiger als solche, die aus
den Planeten hierher kommen, um auf dieser Erde die Kindschaft Gottes zu
erreichen. — Je unvollkommener ein Planet ist, desto schwächer sind seine
Auswanderer. Diese haben zwar eine geringe Lebensprobe zu bestehen, können aber
an der Seele schon einen größeren Schaden bekommen. Doch haben sie einen
kräftigen Urlebenskeim in sich. Wird dieser erweckt, so sind solche Seelen bald
in der rechten Lebensordnung.“
[Ev.
Bd. 4, Kap. 35, 1-2]
Jesus:
„Am häufigsten sind unter den Erdenmenschen die Seelen, welche aus dieser Erde
von Urbeginn abstammen. Diese sind besonders zur Kindschaft Gottes berufen; sie
sind die Schwächsten und könnten für sich am ehesten völlig verdorben werden.
Aber es befinden sich unter hundert Erdenseelen ein bis zwei starke Seelen von
oben, durch welche die schwachen Seelen vor einem gänzlichen Verderben
geschützt werden. Und gibt es darunter auch sehr verlorene Schafe, so werden
sie zu ihrer Zeit doch aufgefunden.“
[Ev.
Bd. 4, Kap. 35, 3]
Jesus:
„Auf dieser Erde kann nur eine solche Seele eingefleischt werden, die entweder
aus einer Sonne, in der noch alle Urelemente beisammen sind, herstammt, alldort aber schon einen Fleischesweg durchgemacht hat und
somit alle jene Seelenintelligenzspezifika in sich faßt, die für die Vollendung
eines höchsten Geistlebens nötig sind, — oder eine Seele stammt unmittelbar von
dieser Erde und hat zuvor alle drei Naturreiche durchgemacht von der Steinmaterie
durch alle Mineralschichten, von da durch die gesamte Pflanzenwelt und zuletzt
durch die ganze Tierwelt im Wasser, auf dem Lande und in der Luft.“
[Ev.
Bd. 4, Kap. 106, 5]
Jesus:
„Die Menschen auf anderen Weltkörpern haben dann und wann traumähnliche Ahnungen,
daß es irgendwo Kinder des allerhöchsten, ewigen Geistes gibt, und hegen ganz
geheim nicht selten den Wunsch, um jeden Preis des Lebens Meine Kinder zu werden;
aber das geht zuallermeist nicht. Denn es muß alles in seiner Ordnung bleiben.
Das Kniegelenk eines Menschen kann nicht zu dessen Auge umgestaltet werden;
alle Glieder am Leibe müssen bleiben, was sie einmal sind.“
[Ev.
Bd. 5, Kap. 113, 2]
Jesus:
„Es ist dann und wann die Zulassung von Menschen anderer Gestirne zur
Gotteskindschaft möglich, aber dazu gehören große Läuterungen und weitgehende
Vorbereitungen. Am ehesten kommen die Seelen dieser Sonne zu solcher Gnade oder
die Urerzengel, denen die Pflicht obliegt, ganze Hülsengloben zu beherrschen
und in Ordnung zu halten. Aber so ungeheuer groß diese Engel auch sind in
allem, ebenso klein müssen sie sich gleich Mir hier zu sein begnügen und sich
jede Demütigung gefallen lassen. — Auch aus der Zentralsonne des Systems, zu
dem diese Sonne gehört, können Seelen auf diese Erde zur Erreichung Meiner
Kindschaft übersetzt werden, ebenso aus den weiteren Zentralsonnen höherer
Ordnung, jedoch nur aus dem Bereiche des Sonnenalls, in dem sich diese Erde
befindet.“
[Ev.
Bd. 5, Kap. 113, 4-5]
Jesus
enthüllt dem Griechen Philopold dessen zwanzigfaches
Vorleben auf anderen Weltkörpern, zuletzt seine Entschließung auf der
Sonnenwelt Akka, auf unserer Erde die Hochschule der
Gotteskindschaft zu durchlaufen.
[Ev.
Bd. 1, Kap. 213, Kap. 214, 1-7, Kap. 215, 3]
Der
erleuchtete Seher Philopold über die Bewohnbarkeit
der Gestirne und den Verkehr der dort lebenden Menschen mit Weisen und Engeln
Gottes.
[Ev.
Bd. 3, Kap. 221, 3-6]
Der
erleuchtete Seher Philopold: Auf unserer Erde
eingezeugte Sternenseelen verlieren die Rückerinnerung an ihr früheres Leben
und müssen hier mit ihrer seelischen Entwicklung von vorn beginnen.
[Ev.
Bd. 3, Kap. 221, 7]
Der
Herr zu einer erlösten Seele im Himmelreich: „Siehe, die zahllosen Gestirne,
die du in deinem Erdenleben am Himmel erblicktest, sind Welten, auf denen
überall Menschen wohnen, die Mich als den Herrn Himmels und ihrer Welt erkennen.
— Doch die Kinder der Erde sind Mir am nächsten, weil Ich sie dort wesenhaft
persönlich im Fleische zu Meinen ersten Kindern gemacht habe.“
[GS.
Bd. 2, Kap. 2, 12-13]
Der
Herr: „Jeder Engel (des höchsten Himmels) ist ein Kind Gottes und mußte auf
dieser Erde, so wie Ich selbst, den Weg des Fleisches durchmachen, wodurch er
dann die schöpferische Kraft in sich hat, die er aus dem Überflusse seiner
Liebe und seines Lichtes nehmen, sie in die neuwerdenden Menschen anderer
Planeten legen und sich auf diese Weise wie ein Gott Kinder seines Namens
ziehen kann. Diese Kinder sind also nur Nachkinder, doch nicht wirkliche Kinder
aus Gott, können aber auch auf dem Wege einer Wiederfleischwerdung auf dieser
Erde zur Kindschaft Gottes gelangen.“
[Ed.
Kap. 53, 13]
Jesus:
„Es wandern auch von anderen Welten Seelen ins Fleisch der Menschen dieser
Erde, um darin jene zahlreichen Eigenschaften zu erwerben, die zur Erreichung
der wahren Kindschaft Gottes notwendig sind.“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 61, 5]
Jesus
zu einem indischen Weisen: „Siehe hinauf zu den Sternen! Sie sind alle von
Menschen bewohnt, von denen viele durch ihre Engel wissen, daß eine Seele nur
hier auf dieser Erde zur wahren Kindschaft Gottes gelangen kann durch ein
höchst beschwerliches Leben im Fleische. Wenn sie es wünschen, so wird es
zugelassen, daß ihre Seelen auf dieser Erde ins Fleisch gezeugt werden. Denn
das Reich Gottes kann nur mit Gewalt und großen Opfern gewonnen werden.“
[Ev.
Bd. 8, Kap. 16, 2 und 3]
Jesus:
„Die Menschen dieser Erde sind gegenüber den Menschen anderer Erden äußerlich
ganz unansehnlich, klein und schwach, aber in ihrer verborgenen inneren
Lebenstiefe sind sie aus Mir Grundlebenspunkt des ganzen Großschöpfungsmenschen
und können aus sich darum auch die höchsten Lebensfähigkeiten entwickeln, die
bei den Menschen anderer Erden nur in einem einseitigen untergeordneten Grade
vorkommen.“
[Ev.
Bd. 8, Kap. 57, 18]
Jesus
zu Robert Blum in der geistigen Welt: „Deine Seele ist nicht von dieser Erde,
sondern von einer anderen. Etwas davon, das mit dem Fleische deines Leibes
zusammenhing, ist wohl von dieser Erde hinzugekommen, aber im ganzen gehörst du
zu den Seelen der Erdenwelt, die da heißet Uranus. Es haben wohl alle
Erdenseelen etwas aus allen Sternen in sich, aber vorherrschend bleibt das, was
sie aus der Natur derjenigen Erdenwelt haben, auf der sie zuerst als vollständige
Menschenseele ausgebildet worden sind.“
[Rbl.
Bd. 2, Kap. 265, 3-4]
Der
erleuchtete Seher Mathael: Sternenseelen aus einer
Lichtwelt stehen dem göttlichen Geiste näher als Erdenseelen, die jedoch das
gleiche Anrecht auf die Gnade des Herrn haben.
[Ev.
Bd. 3, Kap. 129, 1]
Jesus
erteilt dem Seher Mathael durch das innere Wort einen
Aufschluß über sein, Mathaels, Vorleben auf dem
Planeten Uranus und über den Grund seiner besonders harten Führungen.
[Ev.
Bd. 3, Kap. 236, 17 und Kap. 237, 1 und 7]
Jesus:
„Es kreist um die Sonne in weiter Ferne ein Planet, Uranus genannt; dort leben
sehr hartsinnige Menschen, die von einem einmal gefaßten Vorhaben nicht eher
abzubringen sind, bis es ins Werk gesetzt wurde. Auch von dieser Welt werden
dort ausgereifte Seelen wegen der Erreichung der Kindschaft Gottes auf dieser
Erde ins Fleisch gesetzt und behalten hier noch sehr vieles von ihrer Sinnessteife.“
[Ev.
Bd. 3, Kap. 237, 1-10]
Jesus:
„Die Seelen von oben sind kräftiger, und die bösen Geister dieser Erde können
ihnen wenig anhaben. Sie können denn auch eine stärkere Fleischlebensprobe
aushalten, ohne einen bedeutenden Schaden zu erleiden. Wird bei ihnen der
Geist, d.i. der verborgene Urlebenskeim, erweckt und durchdringt er die Seele,
so wird das nur wenig Verdorbene an ihr sogleich ausgeheilt, und der ganze
Mensch steht bald vollendet da.“
[Ev.
Bd. 4, Kap. 34, 8]
Jesus:
„Menschen, die ihre Blicke zumeist auf den Erdboden richten und darin herumwühlen,
allerlei Schätze suchen und nur selten ihre Augen und Ohren aufwärts richten,
sind Seelen dieser Erde. — Menschen von oben, Seelen fremder Sternenwelten,
sind gewöhnlich sehr erfinderisch und bewandert in allerlei Künsten und
Wissenschaften. Aber sie sind dennoch mehr oder weniger hartgläubig und wollen
alles klar bewiesen haben. Der Grieche Philopold in
Kane (dessen Seele aus einer Sonnenwelt stammte) glaubte nicht eher, als bis
Ich ihm die Sonnenerde (in geistiger Schau) zeigte, auf der er zuerst ein
Fleisch trug.“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 178, 10]
Jesus:
„Wer auf dem vorgezeichneten Wege die Kindschaft Gottes nicht erreicht, der
wird als ein zwar vollendetes, vernünftiges und immerhin glückseliges Geschöpf
auf seiner geistigen Erde bleiben, leben, handeln und wandeln und wird sogar
andere nachbarliche Geisterwelten besuchen — ja, er wird seine ganze
Hülsenglobe durchwandern können! — aber darüber hinaus wird er ewig nicht
kommen, und es wird in ihm auch das Bedürfnis nach etwas Höherem nicht
erbrennen.“
[Ev.
Bd. 5, Kap. 112, 9]
Der
Herr zu den Bewohnern einer Zentralsonne: „Die Kinder aus dieser Sonne haben große
Macht, ihr Hauch ist stärker denn der kleinen Erdkörper größter Sturm, und vor
ihren Gedanken beugt sich ihre Welt. Die aber Meine Kinder sind und sein
wollen, müssen schwach sein, und ihre Schwäche muß erst eine Kraft werden in
Mir. Die Kinder der Sonne mögen Mich anbeten in ihrem Lichte; aber Meine Kinder
beten Mich an in ihrem Feuer. Die Kinder der Sonne sind, was sie sind; aber
Meine Kinder dürfen nicht bleiben, was sie sind, sondern sie müssen verzehrt
werden, damit sie in ihrer Vernichtung erst das werden, was sie sein sollen!“
[GS.
Bd. 2, Kap. 25, 3]
Der
erleuchtete Jünger Johannes: „Da auf dieser Erde allein die wahre Kindschaft
Gottes zu erreichen ist, was alle reinen Urgeister in der ganzen Unendlichkeit
gar wohl wissen, so könnet ihr es euch gewiß vorstellen, daß gar viele Geister
und Seelen aus anderen Weltkörpern zu dem Behufe auf diese Erde kommen, um ihre
fremdweltliche Seele in der Materie dieser Erde durchgären zu lassen. Vielen
gelingt es beim ersten Versuch und gar vielen nicht. — Wenn die fremde Seele in
dem Leibe aus dieser Erde in dieser sie sehr drückenden Materie nicht bestehen
kann, dann wird sie von ihrem Geiste wieder dahin gebracht, von wo sie gekommen
ist.“
[Ev.
Bd. 5, Kap. 188, 14]
Der
erleuchtete Jünger Johannes: „Manche Seelen aus anderen Weltkörpern können den
Anblick dieser magersten und wenigst schönen Welt gar
nicht ertragen. Daher bilden sie ihre Sinne gewöhnlich sehr nachlässig aus.
Solche Seelen halten auf dieser Erde wohl längere Zeit aus und machen so
manches den diesirdischen Menschen nach, kehren aber
nach einem für sie immer hin bedeutungsvollen Erdenleben wieder in ihre Heimat
mit oft bestem Erfolge ihrer großen Mühe zurück und erreichen da schon sicher,
was sie suchten.“
[Ev.
Bd. 5, Kap. 188, 15]
Der
erleuchtete Jünger Johannes: „Manche erdfremden Seelen durchwandern oft viele
Weltkörper, bis sie sich, durch ihren Geist geleitet, auf diese Erde wagen.
Etliche aus Sonnenwelten kommende Seelen erreichen auf dieser Erde bald die
Vollkommenheit; manche von ihnen bekommen auch einen großen Zorn auf alles, was
auf dieser Erde vorkommt. Es entstehen daraus für diese Welt sehr böse Menschen,
die rauben, morden und stehlen. Auch haben sie keine Liebe zu den Menschen
dieser Erde. Solche entgehen hier nur selten der gerechten Strafe für ihre
Vergehen wider die erdbürgerlichen Ordnungsgesetze. Sie kehren dann in ihre
alte Heimat zurück, wo es ihnen auch nicht am besten geht; denn ihr Geist nimmt
sie in eine scharfe, schmerzliche, oft lange dauernde Zucht!“
[Ev.
Bd. 5, Kap. 188, 16]
Jesus:
„Des Mondes Menschen haben zumeist die Sehnsucht, bald Einwohner der Erde zu
werden, was auch ihre Bestimmung ist. Haben sie auf ihrer Welt den Leib
abgelegt, so wandern ihre Seelen, wenn sie sich in ihrem Fleischleben dafür
würdig gemacht haben, sogleich auf diese Erde und werden hier in einen
Mutterleib eingezeugt, als Kinder dieser Erde geboren, wachsen auf und genießen
die Erziehung der Erdenmenschen, wodurch sie die Fähigkeit erreichen, entweder
hier oder jenseits Kinder Gottes zu werden.“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 120, 7]
Jesus:
„Die Seelen der Menschen, die vom Monde stammen, bestehen (zum großen Teil) aus
der Substanz des Mondweltkörpers und haben darum, besonders in ihrem
Traumleben, einen sehr starken Zug dahin, der sich zur Vollmondzeit am
stärksten auswirkt, weil sich dann durch das Vollmondlicht größere Mengen
substantieller (Mond-) Seelenspezifika zur Erde senken und die bezeichneten
Mondseelenmenschen erregen und anziehen. Doch diesem Übel kann leicht
abgeholfen werden, und zwar durch die glaubensvolle Auflegung der Hände und
durch den Gebrauch von kalten Bädern. Übrigens schadet dem Menschen und seiner
Seele die Mondsucht durchaus nicht, denn solche Menschen sind gewöhnlich guter
und sanfter Gemütsart, und es ist mit ihnen leicht auszukommen.“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 120, 8-9, Kap. 121, 1]
Der
Herr zu einem Freunde des Neuen Wortes: „Du weißt ja, daß es in der ‚Guten Botschaft‘
lautet: ‚Viele sind berufen, aber nur wenige auserwählt!‘ — Die Berufenen sind
Kinder der Welt, können aber, wenn sie der Berufung folgen, Meine lieben Kinder
werden. — Aber die wenigen Auserwählten sind Meine Brüder und sind weder der
Seele noch dem Geiste nach von dieser Erde, sondern von dorther, woher Ich
selbst bin. — Du bist von dannen her, von wannen Ich bin, und deshalb ein
rechter Bruder Meines Herzens! Das mache dich aber durchaus nicht eitel; denn
siehe, Ich selbst bin ja von ganzem Herzen demütig! Wie sollten es dann Meine
lieben Brüder nicht sein!?“
[Hi.
Bd. 2, S. 435, 1-3]
Jesus:
„Seele und Geist Robert Blums stammen von jenem Planeten Uranus, dessen Bewohner
mit ihrer Beharrlichkeit ganze Berge versetzen und, was sie leiblich nicht vollbringen,
sogar als Geister ins Werk setzen.
[Rbl.
Bd. 1, Kap. 1]
Der
Herr beschreibt die seelisch-geistige und leibliche Erschaffung des ersten
Erdenmenschen nach der Ordnung Seines eigenen Grundwesens und nach Seinem
göttlichen Ebenmaß und fährt fort: „Der erste Mensch auf der Erde, der
hervorging aus den Händen und der Kraft der ewigen Liebe, ward benannt aus dem
Munde der erbarmenden Gnade ‚Adam‘ oder ‚Sohn der Erbarmung und der Gnade‘.“
[H.
Bd. 1, Kap. 7, 7-8]
Jesus:
„Als der Boden der Erde völlig reif war, wurde eine sehr kräftige Seele aus
ihrer freien Luftnatur berufen, sich aus dem fettesten Lehmhumus nach der
Ordnung der in ihr vorhandenen Urform Gottes einen Leib zu nehmen. Und die
erste reifste Seele tat dies, wie sie von innen heraus durch die göttliche
Kraft angetrieben und geleitet wurde.“
[Ev.
Bd. 2, Kap. 215, 12]
Jesus
schildert die Erschaffung des ersten Menschen durch Urzeugung aus Gott.
[Ev.
Bd. 4, Kap. 142, 6]
Der
Herr schildert die geistig seelische Erschaffung der Urmutter Eva aus dem eigenliebigen Wesensteil des Adam.
[H.
Bd. 1, Kap. 7, 9-11]
Adam,
der erste Mensch, erlebt im Traum die Erschaffung Evas aus dem eigenliebigen Teil seines Wesens.
[H.
Bd. 1, Kap. 40, 26-31]
Der
Herr warnt Adam vor dem Genuß der ungesegneten Frucht des Baumes in der Mitte
des Gartens: „Du wirst versucht werden, aber sei standhaft, dann wirst du den
Wurm des Todes, der an jenem Baume nagt, verderben, die Eva reinigen und dir
und allen, die aus euch werden, ein freies, seliges, ewiges Leben in Gott
bereiten. Du hast mit keiner fremden Macht zu kämpfen, sondern mit dir selbst;
denn Ich habe dir alles untertan gemacht, aber dich konnte und durfte Ich nicht
Meinem Willen unterwerfen, damit das Leben dir eigen werde. Daher mißachte
nicht dieses leichte Gebot und erhebe dich über dich selbst, damit du leben mögest
ewig!“
[H.
Bd. 1, Kap. 40, 32 und 34]
Jesus
über die Erschaffung des Weibes: „Der Leib Adams wurde aus den Ätherteilen des
feinsten Erschaffung und Fortzeugung der ersten Erdenmenschen Erdlehms durch Meinen
Willen nach der gesetzten Ordnung geschaffen. Als Adam zu jener Kraft gediehen
war, durch die sich bei ihm eine äußerst starke Außenlebenssphäre gebildet
hatte, wurde, während er schlief, eine aus allen Naturstufen zusammengesetzte
Naturseele in seine Außenlebenssphäre versetzt. Diese Seele fing sogleich an,
aus den ihr sehr lieblichen Außenlebenskräften Adams sich einen ihr
entsprechenden Leib nach Meinem Willen und nach Meiner Ordnung zu bilden. Als
darauf Adam erwachte, sah er voll Staunen und Freude sein Ebenbild neben sich,
das ihm äußerst zugetan war, weil es dem Leibe nach aus seinem Wesen stammte.“
[Ev.
Bd. 4, Kap. 162, 4-6]
Jesus:
„Beim Anblick der anmutigen Gestalt des Weibes erwachte in Adam die irdische
Liebe zu ihr. Er konnte sich nimmer trennen von ihrem Anblick, und wohin er
ging, da folgte ihm auch das Weib. Adam fühlte des Weibes Wert und Liebe und
sagte darum in einem hellen Augenblick: ‚Wir, ich ein Mann und du ein Weib, mir
aus meinen Rippen entwachsen nach dem Willen Gottes, sind sonach ein Fleisch
und ein Leib. Du bist meines Lebens lieblichster Teil, und es wird fortan der
Mann Vater und Mutter verlassen und hangen an seinem Weibe.“
[Ev.
Bd. 4, Kap. 162, 7]
Jesus:
„Die ‚Rippe‘ Adams ist ein Entsprechungsbild der starken Außenlebenssphäre
Adams, die sein (seelisches und leibliches) Innenleben umhüllte und schützte
und aus deren Überfülle auch die Kräfte zur vollen Ausbildung der Naturseele
Evas entnommen wurden. Diese ‚Rippe‘ gilt demzufolge auch als Entsprechung für
die schützende, treue Liebe eines Weibes.“
[Ev.
Bd. 4, Kap. 162, 8-11]
Der
von Jesus erleuchtete Zöllner Kisjonah erläutert die
Erschaffung des Weibes aus der Rippe Adams: „So wie die Berge der festere und
somit auch hartnäckigere Teil der Erde sind und darum auch die hartnäckigeren
Geister in sich fassen, so hatte sich auch im ersten wie in allen nachfolgenden
Männern gewisserart der hartnäckigere Teil in die Knochen des Mannes gelagert.
Das hartnäckigere Geistige, das mehr Sinnliche, Stolze und Hochmütige des
Mannes aber ward durch Gottes Weisheit und Macht aus dem Manne geschieden und
in einer ihm ähnlichen weiblichen Form dargestellt, die, als aus dem Manne
stammend, mit ihm in einer lebendigen Entsprechung steht und durch den Akt der
Zeugung zur Erweckung einer lebendigen Frucht in ihr fähig ist. Da dem Weibe
als dem geistig hartnäckigeren Teile des Mannes ein größeres Leiden auferlegt
ist, so kann es seinen Geist ebenso vollenden wie der Mann, wodurch es dann
nach der Schrift auch geschehen kann und geschieht, daß am Ende Mann und Weib
eins werden.“
[Ev.
Bd. 1, Kap. 166, 4-5]
Der
Herr: „Da jede Seele aus zahllosen substantiellen Intelligenzpartikeln besteht,
kann sie geteilt werden. Eine solche Seelenteilung geschah auch bei der
Erschaffung des ersten Menschenpaares, da aus einer Seele zwei wurden. Denn es
heißt nicht (in der Hlg. Schrift), daß der Schöpfer
auch der Eva einen lebendigen Odem in ihre Nüstern blies, sondern die Eva ging
samt Leib und Seele aus dem Adam hervor, und in diese zweite Seele wurde auch
ein unsterblicher Geist gelegt, und so wurden aus einem Menschen und einer
Seele zwei und waren dennoch ein Fleisch und eine Seele.“
[Ed.
Kap. 53, 1 und 4]
Die
erbarmende Liebe Gottes, des Herrn, warnt Adam und Eva vor zu früher, ungesegneter
Zeugung.
[H.
Bd. 1, Kap. 7, 15]
Die
erbarmende Liebe des göttlichen Vaters mahnt das erste Menschenpaar: „Befruchtet
und mehret euch und erfüllet die Erde mit der lebendigen Frucht Meines Segens!
Und allezeit, so oft ihr euch nahet dieses Segens wegen, opfert Mir zuvor eure
Herzen. Wenn ihr dieses unterlasset, so wird die Schlange die Frucht in euch
verderben, und du, Eva, und alle deines Geschlechts werden statt einer Frucht
des Segens eine Frucht des Verderbens zur Welt bringen!“
[H.
Bd. 1, Kap. 10, 13]
Jesus:
„Wenn eine (Natur-) Seele die gehörige planmäßige Konsistenz in der Luft
erreicht hat, so steigt sie zu den Wohnungen der Menschen hinab, bekommt dann
aus dem Außenlebensätherkreise, den jeder Mensch um sich hat, eine gewisse
Nahrung und bleibt, wo sie angezogen wird durch die Gleichartigkeit ihres
Wesens. — Wenn nun zwei Menschen eine Begattung begehen, so erhält eine
vollreife und dem Gattenpaare nächststehende freie Naturseele davon Kunde und
wird durch die vermehrte Kraft des Außenlebenskreises der Gatten als
gleichartig angezogen, tritt während der Begattungshandlung in den Strom des
Mannes und wird durch diesen in ein kleines Ei gelegt, was man die Befruchtung
nennt.“
[Ev.
Bd. 2, Kap. 216, 3-4]
Jesus:
Das erste Menschenpaar entstand in einer der fruchtbarsten Gegenden der Welt.
Es überwinterte in einer Grotte auf den Höhen nordöstlich des gelobten Landes
und wurde vom Geiste Gottes im Traum über die Zeugung von Nachkommen belehrt.
[Ev.
Bd. 4, Kap. 142, 9-11]
Der
Herr berichtet, daß dem ersten Menschenpaar bald nach dem Sündenfall und der
Vertreibung aus dem Paradiese der erste, ungesegnet gezeugte Sohn geboren
wurde, der auf Geheiß Gottes den Namen ‚Cahin‘ =
‚Todbringer‘ erhielt.
[H.
Bd. 1, Kap. 11, 4-6, 9-10]
Der
Herr berichtet, daß dem ersten Menschenpaar nach einer gesegneten Zeugung ein
zweiter Sohn geboren ward, der von Ihm ‚Ahbel‘, d.h.
‚Sohn des Segens‘ genannt wurde.
[H.
Bd. 1, Kap. 11, 15-18 und 25]
Des
Herrn ernste Mahnung an Cahin, bei der Mehrung seines
Geschlechts sein und seines Weibes Herz zuvor Gott zu opfern. Düstere
Prophezeiungen schwerer Folgen der Unterlassung dieses anbefohlenen
Herzensopfers vor jeder Zeugung.
[H.
Bd. 1, Kap. 17, 15-16]
Der
Herr berichtet, wie Cahin Ihm träge und mürrisch sein
Brandopfer darbringt, das deshalb ungesegnet bleibt, und beschreibt des frommen
Ahbel in heiliger Liebe dargebrachte, hochgesegnete
Opferung.
[H.
Bd. 1, Kap. 18, 3-12, Kap. 19, 1-2]
Der
Erzengel Raphael erläutert die Zeugung des Menschen, die Entwicklung der Seele
und der Frucht im Mutterleibe, sowie die Beschaffenheit der Seele nach der
Geburt und ihr zunehmendes Bewußtsein unter dem Einfluß des Geistes.
[Ev.
Bd. 4, Kap. 120, 15-18]
Jesus
belehrt Lichtsuchende über die Urgeschichte der Lebewesen dieser Erde: „Vor den
ersten, wahren Menschen dieser eurer Erde gab es — wie auf zahllosen ähnlichen
Weltkörpern — Wesen, die mit den gegenwärtigen Menschen der äußeren Form nach
eine Erschaffung und Fortzeugung der ersten Erdenmenschen bedeutende
Ähnlichkeit hatten. Es gab jedoch auf dieser Erde viele Epochen, in denen ein
solches früheres (menschenähnliches) Geschlecht ganz unterging und allmählich
ein anderes, vollkommeneres an seine Stelle trat.“
[Ev.
Bd. 5, Kap. 198, 2 und 3]
Jesus:
„Als die Erde stets humusreicher wurde und durch häufige gewaltige Feuerausbrüche
und Erdumwälzungen so gestaltet war, daß auf den größeren Trockenräumen und
durch einen reicheren Pflanzenwuchs intelligenzbegabtere Wesen darauf
fortkommen konnten, wurden die ersten geschöpflichen Menschen ins Dasein
gerufen vom ewigen, allmächtigen und weisesten Geiste Gottes.“
[Ev.
Bd. 5, Kap. 198, 4]
Jesus:
„Es ward im Anfang von Gott nur ein Menschenpaar auf die Erde gesetzt. Dieses
erste Paar wurde von Gott mit allen Fähigkeiten ausgerüstet. Es hatte tiefe
Erkenntnisse, einen klaren Verstand und einen machtvollen, freien Willen. Dazu
bekam es von Gott eine wohlverständliche Offenbarung, die ihm zeigte, was es zu
tun habe, um die ihm von Gott gestellte Bestimmung auf dem kürzesten und
gangbarsten Wege zu erreichen. Aber Gott zeigte ihm auch an, daß es dem
geoffenbarten Willen Gottes zuwiderhandeln könne, so es nach dem Triebe des
Fleisches und der Materie handeln wolle, aber dann werde es sich dadurch selbst
ein Gericht und damit den Tod bereiten. Eine Zeitlang ging das gut, aber bald
siegte die sinnliche Begierde — von Moses dargestellt im Sinnbild einer
Schlange — über die Erkenntnis des Guten und Wahren der göttlichen Offenbarung,
und das erste Menschenpaar übertrat das Gebot, um zu erfahren, was daraus
werde. Und was das erste Menschenpaar tat, das tun nun beinahe alle Menschen.“
[Ev.
Bd. 7, Kap. 121, 7-10]
Jesus
belehrt eine aus Indien zu Ihm gereiste jüdische Familie: „Seht, euer Land ist
das alte Eden, in dem Adam und Eva erschaffen wurden, das sie aber nach ihrer
Sünde verlassen mußten, und es ward bis auf euch nie von einem Menschen
aufgefunden und bewohnt. Und es wird auch fürderhin von niemandem aufgefunden
werden, wenn ihr verharrt in Meiner Liebe. Bildet euch aber darauf nichts ein;
denn Erde bleibt Erde, und Land bleibt Land! Von nun an wird es kein irdisches
Eden mehr geben, sondern nur ein Eden im Herzen des Menschen. Nach diesem
strebet alle und bewahret es vor dem Feinde, der da heißt Weltsinn; denn der
ist die Quelle aller Laster und der Untergang aller menschlichen
Glückseligkeit.“
[Ev.
Bd. 9, Kap. 115, 7 und 9]
Jesus:
Die ersten Erdenmenschen wurden durch Not und Mangel zu mannigfacher Tätigkeit
und belehrenden Lebenserfahrungen geführt.
[Ev.
Bd. 4, Kap. 142, 7-8]
Der
Herr: Die Erde und alles, was auf ihr war, war untertan dem Willen Adams, und
seiner Stimme gehorchten alle Elemente und alle Tiere. Die ewige Liebe aber
ermahnte Adam zum weisen Gebrauche dieser Macht nach dem Willen Gottes, da ihm
sonst dieses Gnadengeschenk genommen würde.
[H.
Bd. 1, Kap. 11, 13, 19-24]
Jesus:
Die biblische Erzählung vom Paradiese ist nur ein geistiges Entsprechungsbild
für Gottes Lehr- und Erziehungsweise am Menschen. Ein materielles Paradies des
Müßigganges und des Wohllebens gab es nie.
[Ev.
Bd. 4, Kap. 142, 3-5 und 10]
Der
Herr gibt Adam und den Seinen eine Gottesdienst- und Lebensordnung durch Ahbel, den ersten Priester und Lehrer der Urzeit.
[H.
Bd. 1, Kap. 17, 1-11]
Cahin hadert mit Gott: „Warum soll ich denn büßen
eine Schuld, zu deren Entstehung ich nie etwas beitragen konnte, da ich nur die
Frucht der Sünde, nicht aber deren Ursache bin!?“
[H.
Bd. 1, Kap. 15, 5]
Der
Herr berichtet: Mit Herrschsucht und Haß aufwühlenden, tückischen Reden
verführte die Schlange den neidvollen Cahin zum Brudermord.
Mit einem großen Stein zerschmetterte Cahin seinem
Bruder Ahbel das Haupt.
[H.
Bd. 1, Kap. 19, 8-29]
Der
Herr schildert die geistigen Vorgänge nach dem ersten Brudermord; zwischen Cahin und der Schlange entbrennt ein Streit um die Schuld,
die Schlange versucht, Cahin durch arglistige
Verführungskünste völlig zu verderben, was Gott durch Sein Eingreifen jedoch gnädigst verhütet. Cahin flieht
darauf mit den Seinen in ein fernes Land.
[H.
Bd. 1, Kap. 20, 1-26]
Der
Herr: Cahin ernennt seinen Sohn Hanoch
zum Gesetzgeber und Fürsten seiner großen Familie und läßt für ihn eine Stadt
mit einer Zwingburg erbauen.
[H.
Bd. 1, Kap. 22, Kap. 23, 1-4]
Der
Herr berichtet: Hanoch, der ungeratene Sohn Cahins, errichtet bei seinem Herrschaftsantritt sofort eine
grausame Despotie.
[H.
Bd. 1, Kap. 23, 6-15]
Der
Herr über Cahins Läuterung und Schicksal: Cahin, der den grausamen Fürsten Hanoch,
seinen Sohn, mahnend zur Rede stellt und ihn für sich und sein Weib um Gnade
bittet, wird von Hanoch des Landes verwiesen. In
seiner Ratlosigkeit im fremden Lande schreit Cahin zu
Gott. Der Herr sendet ihm seinen Bruder, den Engel Ahbel,
der ihm Gottes Willen kundtut. Cahin erhält nun wegen
seiner völligen Willenshingabe an Gott den Namen ‚Atheope‘,
d.h. der ‚Willenlose nach dem Willen Gottes‘; er und die Seinen bekommen eine
dunkle Hautfarbe und eine neue, vor Hanoch und der
Schlange gesicherte Wohnstätte.
[H.
Bd. 1, Kap. 24, 1-16]
Der
Herr berichtet: Durch die gottlose, despotische Regierung des Fürsten Hanoch, der sich als Gott verehren ließ, verfiel sein Reich
fast ganz der höllischen Lasterhaftigkeit.
[H.
Bd. 1, Kap. 26]
Der
Herr berichtet: Gott erweckte unter den zehn Vasallenfürsten der gottlosen
Lasterstadt den weisen Farak, der alle Mitregenten,
auch König Hanoch, zu Gott und einer besseren
Regierungsweise bekehrte, die etwa fünfhundert Jahre andauerte.
(H.
Bd. 1, Kap. 27-29)
Der
Herr berichtet: Der gottlose, herrschgierige Lamech
erobert den Thron in Hanoch durch die Ermordung
seiner beiden thronberechtigten Brüder.
[H.
Bd. 1, Kap. 29, 11-20, Kap. 30]
Der
Herr berichtet: Dem wohlgesinnten Hanochiten Meduhed, der den gewaltsamen Tod der Brüder Lamechs aufklären will, erscheint auf der Felsenhöhe des
Gebirges in riesiger Gestalt Seth, der Sohn Adams. Seth nennt dem Meduhed als wahren Mörder der beiden Königssöhne Lamech, den König von Hanoch.
Daraufhin bewegt Meduhed die Seinen, mit ihm Hanoch zu verlassen und im Vertrauen auf Gott eine neue
Heimat zu suchen.
[H.
Bd. 1, Kap. 30 und Kap. 31, 1-7]
Der
Herr schildert die gottlose, tyrannische Herrschaft des Königs Lamech von Hanoch, der die
betörende Schönheit seiner Tochter Naeme und die
Künste seiner Söhne Jubal und Thubalkain zur Festigung
seines Thrones mißbraucht.
[H.
Bd. 1, Kap. 38, 1-7]
Der
Herr begründet die Urkirche mit den Worten: „Du, Mein geliebter Henoch, sei nun
Mein erster Priester, und deine Liebe sei die Gründung der ersten und reinsten
Kirche dieser Erde! So du morgen opfern wirst, werde Ich zu dir kommen und dir
Worte auf die Zunge legen, die du sprechen wirst vor allen Kindern. Meine
Liebe, Meine Gnade und Mein Segen mit euch! Amen!“
[H.
Bd. 1, Kap. 144, 17-18]
Wunderbare,
liebewonnevolle Begegnung der fünf Töchter des Zuriel,
genannt ‚Allurahelli‘ = ‚Töchter der Liebe Jehovas‘,
mit dem Herrn, der in der Gestalt des hohen Abedam
den Bewohnern der Höhe erscheint.
[H.
Bd. 1, Kap. 180, 28-34]
Abedam-Jehova verheißt der in himmlischer Demut und
Liebe erglühten Ghemela, der Tochter des Erzvaters Zuriel: „Ich will dich segnen für alle Zeit. Siehe, du
herrliche Ghemela, wie Ich, dein Schöpfer, dein
ewiger, heiliger Vater, dich jetzt trage auf Meinem Herzen, welches ist das
ewige Fundament alles Lebens und alles Seins der ganzen Unendlichkeit, soll
dereinst eine dir völlig ähnliche Tochter aus deinem Blute — höre! — Mich
selbst, Mich, den ewigen, unendlichen Gott, das ewige Leben, den allmächtigen
Schöpfer aller Kreatur vom Atom bis zum allerhöchsten Engelsgeist unter ihrem
Herzen tragen! Dir aber werde Ich einen Sohn geben, den wirst du ‚Noah‘ nennen,
und er wird ein Retter deines Volkes werden!“
[H.
Bd. 1, Kap. 185, 16-17]
Abedam-Jehova belehrt die Kinder der Höhe über die
Eisengewinnung und verheißt ihnen Anweisungen ihres Geistes über die Herstellung
und den Gebrauch von eisernen Werkzeugen und Geräten.
[H.
Bd. 2, Kap. 7, 3-11]
Abedam-Jehova schildert den Kindern der Höhe die
Greuelzustände der Tiefe in Hanoch unter der Tyrannei
des Gott fluchenden Königs Lamech und entsendet zehn
erleuchtete, willensstarke Männer aus dem Volke der Höhe in die Tiefe Hanochs als Lehrer, Ordner und Retter.
[H.
Bd. 2, Kap. 8]
Garbiel, ein Vater der Urzeit, erlebt in einer
inneren Schau eine Belehrung über die Schriftzeichen des Alphabets.
[H.
Bd. 2, Kap. 57, 16-19]
Die
Erzväter Garbiel und Besediel
werden von Abedam-Jehova zu Geschichtsschreibern und
zur Abfassung der Bücher ‚Jehovas Streit, Zorn und Krieg‘ und ‚Jehovas, des großen
Gottes, Liebe und Weisheit‘ berufen.
[H.
Bd. 2, Kap. 97, 1-27]
Der
hohe Abedam lehrt zwölf Männer der Höhe, Worte durch
entsprechende Schriftzeichen mit gespitzten Griffeln auf steinerne Tafeln zu
schreiben und diese auch zu lesen, und gebietet ihnen, solches auch alle andere
Brüder zu lehren. — Danach ward ihnen geboten, nach der Eingabe des Geistes
jegliches Wort niederzuschreiben, das da gegangen war aus Abedams
Munde, wie auch alles, was da einer oder der andere in Seiner Gegenwart geredet
hatte, und es solle dann solches alles aufbewahrt werden bei den
Hauptstammhaltern bis auf die späten Zeiten. Die Sammlung aber solle dann den
Namen haben ‚Das heilige Buch‘ oder ‚Die Kriege Jehovas‘.
[H.
Bd. 2, Kap. 142, 2-4]
Der
hohe Abedam unterweist die Brüder Lamechs
von der Höhe in der Gewinnung und Verarbeitung von Metallen.
[H.
Bd. 2, Kap. 142, 10]
Jehova,
der bei den Vätern und Kindern der Höhe in der Gestalt des ‚hohen Abedam‘ drei Tage lang sichtbar verweilte, wird nach Seinem
Abschied von den Menschen plötzlich unsichtbar.
[H.
Bd. 2, Kap. 142, 16-19]
Herzensprüfung
der Tempelbesucher durch zwei geisterleuchtete Tempelhüter in der gereinigten
Stadt Hanoch.
[H.
Bd. 2, Kap. 242, 15-18]
Der
Herr zu einem bekehrten Verstandesgrübler: „Terhad,
Ich kannte dich und wußte es lange schon, daß du ein Mann starken Geistes bist
und kräftig in deinem Gemüte; darum verbarg Ich mich auch vor dir und ließ es
zu, daß du Mich suchen mußtest. Da du dich aber sogar durch den Kerker Lamechs nicht abwendig machen ließest von Mir, so warst du
denn auch ein Hauptgrund, daß Ich Mich der Tiefe erbarmt habe. Und so bist du
nun ein Retter der Tiefe und ein Schirm vor Meinem Gerichte!“
[H.
Bd. 2, Kap. 266, 1-3]
Der
Herr weiht den geläuterten, erleuchteten König Lamech
von Hanoch zum Oberpriester eines Bergtempels der
‚Weisheit aus Gott‘.
[H.
Bd. 3, Kap. 77, 2-10]
Durch
das alleinige Gebot der Liebe zu Gott und zum Nächsten wurde das einst
tiefgefallene Volk von Hanoch von gotterleuchteten,
berufenen Führern geordnet und von allen Übeln gereinigt.
[H.
Bd. 3, Kap. 82, 3-9]
Der
Herr beim Abschied von der Höhe: „Kinder, Ich habe nun geordnet die Höhe wie
die Tiefe und zwischen beiden wohlgangbare Wege gemacht, auf daß ihr
zusammenkommen möget und euch unterstützen in allem, das ihr gegenseitig
vonnöten habt. Ich selbst habe euch in einem Zeitraum von mehr als zwei Monaten
persönlich wesenhaft gelehrt, Mich als euern wahren Gott und Vater und euch
selbst zu erkennen und in Mir zu finden das ewige Leben des Geistes und in
diesem Leben alle Liebe, Weisheit, Macht und Kraft. — Ich habe euch kein Gebot
gegeben, sondern euch nur gezeigt, daß ihr alle in der Liebe zu Mir so
vollkommen frei seid, wie Ich, euer Gott, Herr, Schöpfer und Vater selbst es
bin. Dazu habe Ich euch noch die volle Versicherung gegeben, daß die Vollkommenen
in der Liebe zu Mir den Tod des Leibes nie sehen, fühlen und schmecken werden,
sondern sogleich übergehen werden in das vollkommenste, ewige Leben des
Geistes!“
[H.
Bd. 3, Kap. 114, 2-3, 6-7]
Der
Herr: Durch die umfassenden Belehrungen der Menschen auf der Höhe und in der
Tiefe aus Meinem Munde wurde auf Erden die erste Kirche gegründet, in der jeder
Mensch die innere Welt des Geistes in der reinen Liebe zu Gott finden konnte.
Und so war alles vollkommen gut, solange die ersten Urväter lebten; als aber
diese abgerufen wurden und einer nach dem andern starb, da ward es bald anders.
Die Welt fing an, immer mehr überhandzunehmen, das Geistige verlor sich, und
wir erschauen bald ganz materiell gewordene Menschen, welche vom Geiste nicht
viel mehr wußten als die Menschen der jetzigen Zeit und sich daher von Meinem
Geiste auch nicht mehr führen und strafen ließen.
[H.
Bd. 3, Kap. 115, 1-4]
Adams
Testament, dessen Beachtung und Ausführung durch die Urväter und sein Tod. Sein
Leib wird auf einem hohen Berge an geheimer Stelle bestattet.
[H.
Bd. 3, Kap. 115, 19-27]
Nach
dem Tode König Thubalkains von Hanoch,
der keine Leibeserben hinterließ, wird Uraniel, der Sohn Muthaels
und der Purista, vom Herrn zum neuen König von Hanoch erwählt und von dem Hohepriester Lamech
der Höhe durch Handauflegung und Salbung geweiht.
[H.
Bd. 3, Kap. 127, 1-15]
Sittlicher
Niedergang im Königreiche Hanoch vor der Sintflut mit
nachteiligen Auswirkungen auch auf die Völker der Höhe.
[H.
Bd. 3, Kap. 129, 130, 131, 132]
Die
Nachkommen der Höhenweiber aus ihrer Verbindung mit den Hanochiten
wurden zumeist sehr begabte Techniker, Forscher und Künstler, welche in Hanoch, der glänzenden Riesenstadt, eine hohe,
verhängnisvolle Zivilisation erzeugten, das Volk irreführten und von Gott
entfernten.
[H.
Bd. 3, Kap. 133]
Durch
zunehmende politische und kriegerische Wirren in und um Hanoch
zerfällt das äußerlich zwar glanzvolle, aber völlig entgottete und allen
Lastern frönende Gewaltreich in viele von grausamen Herren regierte
Fürstentümer.
[H.
Bd. 3, Kap. 134-137]
Streit
der ‚Hohen Räte‘ von Hanoch um eine mystische oder
rationalistische Religion.
[H.
Bd. 3, Kap. 143, 13-14, Kap. 144, 1-4]
Die
beiden Boten Jehovas, deren wahre Gotteslehre von den ‚Hohen Räten‘ Hanochs verschmäht wird, verlassen diese gottlose Stadt und
kehren auf die Höhe zurück.
[H.
Bd. 3, Kap. 144, 5-16]
Jesus
warnt die Seinen vor den Fallstricken und Verführungskünsten Satans: „Der böse
Geist ruht nie, weder bei Tag noch bei Nacht. Er läuft umher wie ein hungriger
Löwe, seine bösen Einflüsterungen stimmen die Seele hartherzig, unkeusch,
ehebrecherisch, selbstsüchtig, herrschgierig, meineidig, geizig, gegen alles
Wahre und Göttliche gleichgültig, gegen Arme und Leidende gefühllos und für
allen Weltgenuß gierig! — Wenn ihr so etwas an euch merket, dann gedenket
Meiner Lehre! Richtet eure Seele auf und tut gerade das Gegenteil von dem,
wonach es euch zu gelüsten anfängt, so werdet ihr Meister des bösen Geistes!
Und wenn ihr ihn in allen Stücken besiegt habt, dann wird er euch fürderhin in
Ruhe lassen. Denn der Satan kann und darf nur in die Sinne der Seele, nie in
ihren Willen einwirken. So ihr aber nur in einem Stücke euch fangen lasset oder
leichten Sinnes nachgebt, dann werdet ihr seiner bis an euer irdisches Lebensende
nicht los.“
[Ev.
Bd. 1, Kap. 217, 3-6]
Der
Herr: „Es wäre leichter möglich, einen Stummen sprechen zu machen als den Satan
den Namen Meiner Liebe. Die bösen Geister können nur weltlich agieren und zahllose
Menschen zu allen erdenklichen Leidenschaften, als da sind: Herrschsucht, Hochmut,
Habgier, Neid, Haß, Hurerei, Tanz, Prasserei usw. verführen. Und dazu ist den
Teufeln Mein Name ganz überflüssig. — Wer aber da bekennet und liebet ohne
Furcht Meinen Namen, welcher ist Jesus, der ‚Sohn‘ des lebendigen Gottes oder
das ‚Wort‘ oder die ‚Liebe‘ des Vaters, und von dem Heiligen Geist erfüllt ist
durch und durch, wie und was soll denn mit einem solchen Bekenner der Satan im
Zorne und in aller Falschheit zu schaffen haben, wo der Geist der Ewigen Liebe
alles neu schaffet?! 0 sehet dies ein und seid allezeit ohne Furcht! Denn Mein
Reich muß unter mancher Prüfung an sich gerissen werden. Und es muß die rechte
Liebe stets die Feuerprobe bestehen wie das reine Gold; denn ohne solche Probe
ist sie Meiner nicht wert!“
[Hi.
Bd. 1, S. 249, 6-8]
Der
Herr: „Soviel es möglich war, wurde Luzifer die Macht des Willens genommen.
Darum habet ihr ihn auch nicht im geringsten mehr zu fürchten, sondern euch
allein in Acht zu nehmen vor seiner List; diese aber hat keine Gewalt, sondern
ist an sich so ohnmächtig, daß ihr sie allzeit leichter als eine Fliege mit
eurem Hauche abwehren könnt, so ihr es nur wollet! Wenn aber ein Mensch sich
von seinem eigenen Herzen berücken läßt und wird hochmütig, herrschsüchtig,
fleischsinnig, weltsüchtig und eigenliebig, dann
nähert sich ja der Mensch selbst eigenwillig dem Feinde des Lebens und wird
selbst ein Feind alles Lebens.“
[H.
Bd. 2, Kap. 158, 17 und 22]
Satan
hat den mächtigen himmlischen Geistern gegenüber keine andere Macht als die der
Lüge und der arglistigen Überredungskunst.
[BM.
Kap. 197, 12]
Jesus
zu dem Mägdlein Jarah: „Es werden in etlichen Jahren
auch über dich so manche Versuchungen kommen, mit denen du trotz des größten Vertrauens
zu Mir zu kämpfen haben wirst. Aber durch die Kraft Meines Namens wirst du alle
Versuchungen besiegen und von da an erst frei wandeln in Meinem Lichte!“
[Ev.
Bd. 3, Kap. 210, 15]
Satan
schmiedet in der Urzeit einen neuen Plan: „Ich will dem Menschengeschlecht einen
Köder legen, da ich zu versuchen das Recht habe. Ich will bei den Zeugungen der
Töchter in der Tiefe zugegen sein und die Töchter so schön und reizend in ihrem
Fleische werden lassen, daß jeder, der eine solche Tochter ansieht, ganz von
ihrem großen Zauber gefangen wird. Neben diesen schönen Töchtern wird noch
immer einer, der stark ist und tugendhaft, Gott wohlgefällig einhergehen
können. Ist er aber das nicht, da soll er an den schönsten Töchtern wenigstens
einen tüchtigen Probestein finden und eine mächtige Gelegenheit, seine Tugend
entweder zu festen oder zu schwächen! — Also, diese Sache, zu beiden Seiten
abgewogen, ist an und für sich weder böse noch gut zu nennen; es ist so die
Mitte, also eine Schwebe zwischen Gut und Böse!“
[H.
Bd. 3, Kap. 32, 4-11]
Der
Herr beauftragt den zweiten Hohenpriester der Urzeit Lamech,
die Kinder der Höhe vor den fleischlich verführerisch-schönen Weibern der Tiefe
zu warnen, durch welche ihnen Satan Fallstricke legen will.
[H.
Bd. 3, Kap. 122, 3-9]
Jesus:
„Der Satan, als der Fürst der Finsternis, läßt die Menschen hier auf Erden zu
Göttern erhöhen, um sie dereinst — im Geisterreich — zu den niedrigsten
Scheusalen hinab zu demütigen. — Gott aber verlangt hier ein weises und demutsvolles
Herz, um dereinst den Menschen desto höher zu heben und seliger zu machen!“
[Ev.
Bd. 3, Kap. 207, 8-9]
Auf
den Wunsch des Griechen Philopold, mehr von der
ersten Lehramtszeit des Herrn zu erfahren, berichtet Jesus: „Ich wurde vom
Geiste des Vaters in Mir in eine Wüste im Jordan geführt, wo Ich 40 Tage lang
fastete und Mich nur zur Not mit Wurzeln und wildem Honig ernährte. Als es Mich
nach 40 Tagen solchen Fastens sehr zu hungern begann, wurde Ich von einem bösen
Geiste, einem Teufel ersten Ranges, dreimal versucht. Davon rede Ich nicht gern
näher; denn ob die Menschen darüber auch Näheres wüßten, so gereichte ihnen
dies nicht zu ihrem Seelenheil.“
[Ev.
Bd. 9, Kap. 134, 5]
Jesus
berichtet eingehend die Ihm von einem Teufel in Gestalt eines Magiers in der Wüste
widerfahrene dreifache Versuchung.
[Ev.
Bd. 9, Kap. 134, 11-23]
Auf
die Frage des erleuchteten Griechen Philopold: ‚Herr
und Meister, wie mochtest denn Du Dich in der Wüste von einem Erzteufel versuchen
lassen, und wie konnte er sich Dir nahen?!‘, antwortet Jesus: „Es gibt keine
urgeschaffenen Erzteufel, wir ihr sie euch vorstellet, — aber dennoch ist alles
Materielle der Welt in seinem Urelement ebensoviel wie ein urgeschaffener
Erzteufel. Es ist darum eines, ob man sagt, man werde von der Welt und von den
materiellen Gelüsten des Fleisches oder von einem Erzteufel versucht. Wer sich
von der Welt und von seinem Fleische zu sehr gefangennehmen läßt, dessen Seele
ist ein persönlicher Teufel und lebt nach dem Tode des Leibes mit den argen,
noch ungegorenen Materiegeistern im steten Vereine fort, und ihr Streben ist
fortan wie ihre Liebe ein böses, und sie sucht ihre arge Liebe zu befriedigen.
Diese Art Teufel können freilich über die unermeßliche Kluft zwischen Mir und
sich nicht kommen. Aber da ich nun selbst in diese Welt, die voll Gericht und
Teufel ist, gekommen bin, so habe Ich auf eine Zeitlang aus der Tiefe Meiner
Erbarmung durch die Annahme des Fleisches eine Brücke über diese Kluft erbaut,
ohne welche kein Mensch dieser Erde je zur wahren, vollen Seligkeit gelangen
könnte. Daher versteht es sich von selbst, daß sich nun auf dieser Brücke Mir
ein Teufel gleich wie ein Mensch, wenn er auch noch so böse ist, nahen, in
seiner Blindheit Mich versuchen und aufs grimmigste verfolgen kann — wenn schon
ohne Wirkung gegen Meine Macht, sondern nur zur Vermehrung seines eigenen Verderbens.“
[Ev.
Bd. 9, Kap. 134, 6-8]
Jesus
in der Geisterwelt: „Satan kann alle Gestalten annehmen, wie er sie gerade zu
seinem vermeintlichen Vorteil zu brauchen wähnt.“
[BM.
Kap. 114, 2]
Ein
erfahrener Synagogenoberster: „Laß es dich nicht gelüsten, den Satan zu einem
Kampf aufzufordern; denn er ist endlos erfinderisch, kann alle Gestalten,
selbst die eines Lichtengels, annehmen und ist in einem himmlischen Gewande bei
weitem gefährlicher als in seiner wahren, höllischen Gestalt.“
[Ev.
Bd. 2, Kap. 89, 2]
Ein
Engel: „Der Feind (Satan) hat tausend Ohren, und man muß in der Rede von ihm
sehr auf der Hut sein, wenn man ihn nicht noch ärger machen will, als er schon
ist!“
[Ev.
Bd. 2, Kap. 61, 3]
Des
einstigen Bischofs Martin große Auseinandersetzung mit Satana, der tückischen
Widersacherin, endet mit seinem Versagen in einer schweren Prüfung, da er den
Reizen des in ein wunderschönes Weib verwandelten Drachen erliegt, und zwar
zufolge seiner ihm noch anhaftenden starken Sinnlichkeit.
[BM.
Kap. 117, 9-18]
Des
einstigen Bischofs Martin wunderbare Errettung aus der verführerischen Gewalt Satans
durch die Gnade und Macht des Herrn.
[BM.
Kap. 118, 5-6]
Satana-Minerva zu Cado,
einem bekehrten Teufel, der sie zu Jesus führen will: „Nur diesen Namen (Jesus)
nenne mir nimmer — sonst ist es gleich aus mit uns beiden! — Denn dieser Name
ist mir ein Greuel!“
[Rbl.
Bd. 2, Kap. 173, 20]
Borem,
ein erleuchteter Geist, zu dem einstigen Bischof Martin im Geisterreich: „Mit Satan
kann kein Engel für sich es aufnehmen, sondern allein mit Hilfe des Herrn; denn
diesem Urdrachen stehen tausende der feinsten Trugmittel zu Gebote, durch die
er alle Himmel berücken könnte, wenn es ihm vom Herrn zugelassen würde!“
[BM.
Kap. 118, 2]
Jesus:
„Die ersten Menschen hatten die beste Erziehung von Gott. Aber sie fühlten in
sich auch den Trieb, den Geboten Gottes zuwiderzuhandeln, weil dies ihrem
Fleische behagte. Sie sanken dadurch in große Gottvergessenheit und
Lebensverderbnis. Am Ende machten sich die von Gott abgefallenen Menschen sogar
an die Zerstörung der Erde, und da ward ihr Maß voll. Sie selbst öffneten die
Schleusen der unterirdischen großen Gewässer, die sich über die Frevler ergossen
und sie ersäuften.“
[Ev.
Bd. 7, Kap. 121, 12-14]
Jesus:
„Die Bewohner der großen, lasterhaften Stadt Hanoch
haben durch ihren zügellosen Ungehorsam die Sündflut über sich gebracht, in der
sie alle übel umkamen. Wie viele Male sind sie von Mir durch Meine Seher
gewarnt worden! Allein niemand achtete darauf. Sie schwelgten und sündigten auf
alle mögliche Weise; sie freiten und hielten große Hochzeitsmähler, bis die
Flut von allen Seiten her über sie hereinbrach.“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 207, 10]
Des
Urvaters Kenan Vorausschau der Sintflut und des Wirkens des treuen, gottergebenen
Noah.
[H.
Bd. 1, Kap. 42, 87-97]
Der
Herr erwählt zehn reine, junge Männer der Höhe, rüstet sie mit Feuergewalt aus,
sendet sie als Bußprediger in die Tiefe und erklärt: „Ich aber werde wegwenden
Mein Angesicht von der Tiefe, auf daß Ich nicht sehe, was da geschehen wird!“
[H.
Bd. 3, Kap. 145, 5-9]
Da die
Könige und das Volk von Hanoch den Willen Gottes
hartnäckig verachteten, wandte der Herr Sein Antlitz von ihnen und gab ihren
Willen völlig frei bis zu einer von Ihm festgesetzten Zeit.
[H.
Bd. 3, Kap. 191, 7-13]
Durch
die zeremonielle Gesetzbuchreligion des eitlen, prunksüchtigen Priesterkönigs Kinkar von Hanoch, der sich
„Statthalter Gottes auf Erden“ nennen ließ, konnte der geistige und moralische
Verfall der Riesenstadt Hanoch und das vom Herrn
angedrohte Gericht, — die Sintflut, — nicht aufgehalten werden.
[H.
Bd. 3, Kap. 193]
Die
hohe Blüte der industriellen und künstlerischen Erfindungen in Hanoch unter den Königen Kinkar
und Japell erzeugt eine materielle, unheilvolle
Verblendung und Lebensführung der Hanochiten.
[H.
Bd. 3, Kap. 194-197]
Verhängnisvolle
Herrschaft und höllische Pläne der völlig heidnisch gewordenen, macht- und
geldgierigen Priesterkaste unter König Japell von Hanoch und dessen Nachfolgern in der Zeit vor der Sinflut.
[H.
Bd. 3, Kap. 197-225]
Kriegerische
Unterminierung des Gebirges durch die Hanochiten
zwecks Angriff auf die Hochlandsbewohner. Niederlage der Hanochiten.
[H.
Bd. 3, Kap. 226, 5-13]
Ein
Bote Noahs rät den Hochländern, von allen kriegerischen Handlungen gegen das
gottlose, unbelehrbare Hanoch abzusehen und selber
ein Leben in der göttlichen Ordnung zu führen, dann werde Gott sie segnen und
vor dem kommenden Gericht bewahren.
[H.
Bd. 3, Kap. 228, 4-8)
Höllische
Machtkämpfe der Oberpriesterpartei in Hanoch mit dem
diktatorischen König Gurat vom Hochland.
[H.
Bd. 3, Kap. 229-239]
Unter
dem diktatorischen, gottlosen König Gurat von Hanoch kommt es zum völligen Erlöschen des Glaubens an
einen Gott im ganzen Reiche Hanoch.
[H.
Bd. 3, Kap. 240, 5-15]
Verkündigung
und Aufbau einer neuen, völlig heidnischen Religion mit vielen Götzentempeln im
ganzen Reiche Hanoch.
[H.
Bd. 3, Kap. 243-249]
Des
Herrn Aufforderung an Noah, nachdem dieser jahrelang vergeblich zahlreiche Boten
in das gottlose Reich Hanoch entsandt hatte: „Noah,
ziehe mit deinen Leuten in den Wald und laß tausend schlanke, gerade
Tannenstämme fällen und diese fein behauen ins Viereck, lege die behauenen
Stämme zusammen und laß sie also liegen fünf Jahre lang! Dann will Ich dir
sagen, was du damit tun sollst!“
[H.
Bd. 3, Kap. 251, 14]
Letzte
warnende Botschaft Noahs an die Hochlandbewohner: „Kehret euch wieder vollernstlich
zum Herrn, wollt ihr dem Gerichte entgehen! Denn sobald das zwanzigste Jahr —
von heute an— abgelaufen ist, wird der Herr die Schleusen und die Fenster öffnen
und mit großen Fluten töten alles Fleisch der Erde! Solches habe ich zu euch
geredet, und solches redet mein Bruder (Mahal) jetzt in Hanoch;
wohl dem, der sich danach kehren wird!“
[H.
Bd. 3, Kap. 251, 16-17]
Der
Prophet Mahal schildert die Zustände im Reiche Hanoch
kurz vor der Sintflut: „So, wie es nun steht auf der Erde, kann sie keine zehn
Jahre mehr bestehen! Ein Mensch ist wider den andern, ein Volk zieht wider das
andere; jeder will herrschen und achtet keines Vorstandes und keines Königs! —
Besonders arg verfahren fortwährend im Verborgenen schon seit vielen Jahren die
ausgewanderten Kinder der Höhe mit den Kindern der Tiefe. Diese werden gar
nicht mehr als Menschen, sondern nur als vernunftfähige Tiere betrachtet und
behandelt; niemand will sich mehr vom Geiste Gottes leiten, ziehen und strafen
lassen! Seit der höllischen Erfindung der Sprengkörner, der Erdbohrer und der
Steinerweichungsbeize ist kein Berg mehr sicher vor der Zerstörungswut der
Menschen! Saget, — kann Gott solch einem Wüten, Treiben, Morden, Zerstören,
Lügen, Heucheln, Betrügen und Rauben und einer allerartigen Hurerei länger noch
gelassen zusehen?!“
[H.
Bd. 3, Kap. 331, 5-6 und 10-12]
Die
völlige Isolierung der Hochländer durch Abtragung ihrer Bergabhänge auf Befehl
des gottlosen und herrschsüchtigen Königs Gurat von Hanoch. In ihrer Verzweiflung beschließen die zehn Fürsten
des Hochlands die gesetzliche Einschränkung der Kinderzeugung.
[H.
Bd. 3, Kap. 242, Kap. 250, 7-14]
Der
Prophet Mahal zu dem gottlosen Feldherrn Fungar-Hellan
in Hanoch: „Zage und bebe ob deines Frevels an der
unantastbaren Heiligkeit Gottes, die du in meinem Angesichte geschändet hast!
Hättest du gesagt, Gott sei unbarmherzig und habe keine Liebe zu Seinen
Geschöpfen, so wäre das ein menschlicher Vorwurf gewesen, der zu verzeihen ist;
aber du hast die göttliche Weisheit und ewige Ordnung angegriffen und hast Gott
als einen Narren erklärt! Siehe, das war ein Angriff auf die göttliche
Heiligkeit und somit eine unverzeihliche Sünde!“
[H.
Bd. 3, Kap. 297, 4-6]
Noah
erzählt seinem Bruder Mahal den Verfall der Menschheit auf der Höhe und in der
Tiefe und die Geschichte der Arche.
[H.
Bd. 3, Kap. 333 und 334]
Noah
zu seinem Bruder Mahal, der trauert, weil er nicht mit in die Arche gehen darf:
„Weißt du denn nicht, wie gut der Herr ist, und kennst du denn nicht Seine
endlose Geduld und Seine unbegrenzte Erbarmung?! Sage mir, — wann hat der Herr
je noch jemanden nicht erhört, wenn er sich reuig in der wahren Liebe seines
Herzens wieder an Ihn gewendet hatte wie ein rechtes Kind an seinen wahren
Vater?! Tue du desgleichen, und du wirst sicher nicht nötig haben, so zu
trauern!“
[H.
Bd. 3, Kap. 335, 1-4]
Mahals,
des Bruders Noahs, schwerer Hader mit Gott, dem er die Sünde der Ungerechtigkeit
und Willkür vorwirft.
[H.
Bd. 3, Kap. 336, 6-11]
Noah
zeigt seinem Bruder Mahal dessen Gerechtigkeitsdünkel als die Wurzel seines
Hochmutes auf. Mahal erwidert ihm, den Herrn herausfordernd: „Gott muß es mir
erweisen, wann ich vor Seinem Angesichte gesündigt habe!“
[H.
Bd. 3, Kap. 337, 2-14 und 16]
Der
Herr schildert Noah und dessen Bruder Mahal die kommende Sintflutkatastrophe.
[H.
Bd. 3, Kap. 338, 14-17]
Entsendung
eines Engelheeres in die Tiefe als letzte, erfolglose Warnung vor der Sinflut.
[H.
Bd. 3, Kap. 343-344]
Der
Zug der Engel Gottes mit der gesammelten Tierwelt durch Hanoch
zur Arche Noah und ihr letzter, vergeblicher Bußruf an die Bewohner Hanochs.
[H.
Bd. 3, Kap. 346]
Der
Herr zu Noah: „Die Menschen der Tiefe haben trotz des drohenden Gerichts keine
Furcht! Sie beleuchten ihre Städte mit Fackeln und mit großen Öllampen und sind
lustig dabei; sie freien noch und lassen sich freien und halten Gastmähler mit
Spiel und Tanz, während Ich, ihr Schöpfer, um sie traure! 0 Noah, das ist ein
harter Stand für einen Vater, der Seine Kinder vor dem Abgrunde sieht und ihnen
nicht helfen kann und darf —‚ außer durch eine neue schroffste Gefangennehmung,
welche da ist das bevorstehende unausweichliche Gericht!“
[H.
Bd. 3, Kap. 325, 5-6]
Der
Herr zu Noah: „Bevor Ich die Wasser aus den Wolken zur Erde fallen lasse, will
Ich sieben Tage lang die Menschen in der Tiefe durch allerlei Erscheinungen
schrecken und sie womöglich dadurch hierher zur Flucht nötigen. Sieben Tage
also wollen wir noch harren in dieser Dunkelheit, und Ich will eine schwache
Helle ziehen von hier bis Hanoch und weiter noch, auf
daß niemand den Weg verfehle hierher, der sich noch retten will, und jeder, der
herkommt, soll in die Arche aufgenommen werden!“
[H.
Bd. 3, Kap. 352, 9-10]
Trotz
letzter mahnender Donnerrufe und warnender Schrecknisse verschmähten alle
Bewohner des Reiches Hanoch den Rettungsweg zur
Arche. Da brach dem Herrn die Geduld und Er führte den Noah zur Arche.
[H.
Bd. 3, Kap. 352, 12-14]
Als
Noah mit all den Seinen und dem anbefohlenen Getier sich in der Arche befand,
da nahm der Herr selbst das große Tor der Arche, schloß es mit eigener Hand und
segnete dadurch den Kasten; also ward Noah nun gesichert, und der Herr selbst
bewachte den Kasten. Als aber der Noah so gesichert war, da hob der Herr Seine
allmächtige Hand auf und gebot den Wolken, den Regen in mächtigsten Strömen auf
die Erde fallen zu lassen, und also auch den mächtigen Brunnen in der Erde, daß
sie ihre Gewässer herauftrieben auf der Erde Oberfläche. Da brachen auf die
Brunnen in der Tiefe und taten sich auf die Schleusen der Himmel.
[H.
Bd. 3, Kap. 353, 12-15]
Der
Herr angesichts der tosenden Sintflut: „Ich habe bis jetzt bei zweitausend
Jahre lang Meine Kinder gerufen, aber sie wollten sich Meine liebgerechte
Warnung nimmer gefallen lassen, sondern legten ihr Ohr und Herz nur an den
alten Lügenmund Satans, und dieser hat ihnen die Wege zum Verderben gezeigt.
Und sie wandelten so lange auf diesen Wegen, bis sie sich das erbeuteten, was
nun über sie und über diesen ganzen Erdkreis gekommen ist! Nicht Ich rief
dieses Gericht über die Erde und bin nicht dessen Schöpfer, — sondern die drei
letzten Herrscher von Hanoch sind die
Hauptschuldigen! Sie haben tollkühn aus Zorn gegen Mich, ihren Schöpfer, in die
Erde gestochen, und der Satan führte sie geraden Weges auf jene Punkte der
Erde, wo ihre Pulse am seichtesten liegen. Da rissen sie mit ihren Körnern aus
der Hölle die feste Haut von den Adern der Erde, und die mächtigsten Dämpfe und
Ströme fingen an empor zu brechen.“
[H.
Bd. 3, Kap. 355, 6-8]
Der
Engel Mahal wird berufen als Schutzgeist der Arche Noah. Das Ansteigen der
Flut. Mittelasien als Hauptort der Sintflut. Der Aralsee und das Kaspische Meer
sind Überbleibsel der Flut und das Riesengrab der gewaltig ausgedehnten Städte
des großen Reiches Hanoch. Nähere Angaben über die
Ausbreitung der Sintflutgewässer.
[H.
Bd. 3, Kap. 357-359]
Dauer
und Ablauf der Sintflut. Die Arche Noah wird auf den Ararat geleitet von dem
mächtigen, seligen Geiste Mahals. Noahs Auszug aus der Arche nach einem Jahr
und etlichen Wochen.
[H.
Bd. 3, Kap. 360, 2-20]
Der
Herr beim ersten Dankopfer Noahs nach der Sintflut auf der gereinigten Erde:
„Ich werde hinfort die Erde nicht mehr verfluchen der Menschen wegen; denn das
Dichten und Trachten des menschlichen Herzens ist böse von Jugend an! Und so
will Ich hinfort nicht mehr schlagen alles, was da lebt, wie Ich es nun getan
habe; und solange die Erde Erde sein wird, soll nicht
aufhören Same und Ernte, Frost und Hitze, Sommer und Winter und Tag und Nacht!“
[H.
Bd. 3, Kap. 361, 2]
Der
Herr zu Noah nach der Sintflut: „Meinen Bogen habe Ich gesetzt in die Wolken,
der soll sein das Zeichen des Bundes zwischen Mir und der Erde; und wenn es
sich fügen wird, daß Ich Wolken über die Erde führen werde, so soll man diesen
Meinen Bogen erschauen in den Wolken! Alsdann will Ich gedenken an diesen
Meinen Bund zwischen Mir und euch und allem lebendigen Getier in allerlei Fleische,
auf daß hinfort nicht mehr Sündflut kommen solle und verderben alles Fleisch!“
[H.
Bd. 3, Kap. 362, 3-4]
Jesus:
„In der Noachischen Kirche standen die Menschen noch im festen Verbande mit den
Engeln bis zu den Zeiten Abrahams — mit Ausnahme der Nachkommen Nimrods, die
zuerst sich mit der Welt zu tun machten und dadurch gesunken sind.“
[Ev.
Bd. 7, Kap. 182, 12]
Der
Herr offenbart Noah Seinen Willen, sich auf Erden eine Stadt mit Namen ‚Salem‘
zu erbauen, und verheißt Sein sichtbares Verweilen und Wirken dort als König
und Hohepriester ‚Melchisedek‘.
[H.
Bd. 3, Kap. 362, 12-17]
Das Jesuskindlein
zu Joseph: „Weißt du wohl, wer Melchisedek, der König von Salem, war? — Es war
der Herr selbst; aber außer Abraham durfte es niemand ahnen. Darum verneigte
sich Abraham bis zum Erdboden vor Ihm und gab Ihm freiwillig von allem den
zehnten Teil. Joseph, wisse, Ich bin derselbe Melchisedek!“
[Jug. Kap. 169, 11-14]
Jesus
enthüllt den bekehrten Juden von Abila die Entstehung
und Bedeutung ihrer durch Ihn wunderbar wiederhergestellten alten Wohnburg:
„Dies war des großen Königs und Hohenpriesters von Salem Burg, die, so wie die
Berge mit ihren wunderbaren Höhlen und Grotten, nicht von Menschenhänden,
sondern durch dieselbe Macht, durch die sie nun wieder neu aufgebaut wurde,
hergestellt ward. Denn Ich allein bin der wahre König von Salem und Hohepriester
Melchisedek in Ewigkeit!“
[Ev.
Bd. 10, Kap. 59, 6]
Jesus
gibt den bekehrten Juden von Abila Kunde über Wesen,
Herrschaft und Zeit Melchisedeks, des Königs von Salem: „Was die Zeit des
Königs von Salem betrifft, so war Er schon ewig vor aller Kreatur da. — Was
aber die Erdenzeit anbelangt, in der Er in der Gestalt und Persönlichkeit eines
Engels aus den Himmeln die Menschen über sich selbst und ihre ewige Bestimmung
unterwies, so war Melchisedek zwar schon zur Lebzeit des Noah öfter da und
redete mit Noah, doch ein eigentliches König- und Hohepriestertum auf Erden
ward erst einige Hunderte von Erdjahren nach Noahs Aussteigen aus der Arche
errichtet. — In dieser Zeit war die Erde schon wieder stark bevölkert, und die
Stammväter von kleinen Völkern, Könige genannt, brachten alljährlich ihre Opfer
nach Salem und wurden von Melchisedek unterwiesen. — Aber als sich dann die
Völker auf der Erde weiter ausbreiteten, vergaßen sie des Königs der Könige und
trennten sich von Ihm. Auch die, welche in Seiner Nähe wohnten, zogen nicht
mehr nach Salem. Da verließ der König Seine Burg und besuchte nur noch selten
wenige Ihm treu gebliebene Patriarchen, später die großen und kleinen Propheten
und ist nun in Fleisch und Blut zu euch gekommen.“
[Ev.
Bd. 10, Kap. 60, 3-4]
Jesus
führt die bekehrten Juden von Abila in der alten Burg
des Melchisedek zu mächtigen Kellern mit uralten, wunderbaren Weinvorräten und
erklärt ihnen: „Sehet, dieser Wein ist von Trauben, welche in diesem Lande
gewachsen sind, gepreßt; es ist ein Zehentwein, wie
ihn die Könige, über die der König von Salem herrschte, Ihm zum Opfer brachten.
Er mußte bis jetzt erhalten werden, auf daß Ich nun, als derselbe König, davon
trinke mit denen, die an Mich glauben und Mir folgen! — Solange diese Burg in
Meinem Namen bestehen wird, solange wird auch der Wein nicht versiegen. Aber dennoch
wird in dreihundert Jahren nach Meiner Auffahrt durch die Macht unserer Widersacher
diese Burg und ein großer Teil dieser Stadt derart zerstört werden, daß man
nicht mehr erkennen wird, wo sie einst gestanden hat. — Ich aber erbaue Mir
dann eine neue Burg in den Herzen der Meinen, die nimmerdar
zerstört werden kann!“
[Ev.
Bd. 10, Kap. 59, 5-12]
Jesus
schildert das gute Verhältnis des Erzvaters Abraham zu dem göttlichen Priesterkönig
Melchisedek.
[Ev.
Bd. 10, Kap. 217, 1-3]
Der
zwölfjährige Jesus deutet im Tempel zu Jerusalem die Worte ‚Jerusalem‘ und
‚Melchisedek‘ nach Maßgabe althebräischer Sprachwurzeln mit den Worten: „Dies
ist die Wohnstätte für den König“ und „Sitz Meines Lichtes“.
[Dr.
T. Kap. 19, 1-3]
Der
Herr: „Der Ort, der Adam und Eva gegeben ward zur Wohnung auf den Festen des
Landes, war ein Tal und ein Garten und ward benannt das Paradies; das war das Land,
das später von Milch und Honig überfloß, und war die Stelle, die in der großen
Zeit der Zeiten der größten der Taten der ewigen Liebe ‚Bethlehem‘ hieß und so
heißen wird ewiglich.“
[H.
Bd. 1, Kap. 8, 1]
Der
Herr: Cahins Stamm belebt bis auf die heutige Zeit
alle Kleinlande in den Gewässern und nach der großen Schlangenvertilgung durch
die Flut aus den Himmeln auch die großen Festlande, die ihr ‚Afrika‘, ‚Amerika‘
und ‚Australien‘ nennt. Und sein Stamm ist nicht getötet worden durch die
Fluten und ist noch derselbe bis zur Stunde.
[H.
Bd. 1, Kap. 25, 2]
Jesus:
Das von den Nachkommen Kains bewohnte Hoch- und Gebirgsland Abessinien wurde
von der Sintflut verschont.
[Ev.
Bd. 4, Kap. 179, 2]
Der
Herr: „Atheope, früher Cahin,
lebt noch heute natürlich und geistig verborgen auf einem Kleinlande in der
Mitte der großen Gewässer, das nie ein Sterblicher finden wird, als Beobachter
eures Tuns und Treibens. Er aß und trank und zeugte noch sieben hundert Kinder.
Nach tausend Jahren wurde Atheope von Mir erneut und
aß und trank nicht mehr, da er gesättigt wurde von Meiner Liebe, die da ist die
beste Speise für die Ewigkeit. Und so gesättigt lebt Atheope
noch im Angesichte der Erde, schaut aller Menschen Tun und Treiben und ist demnach
ein Zeuge aller Meiner Taten.“
[H.
Bd. 1, Kap. 25, 3-5]
Der
Herr berichtet: Der von Gottesfurcht, Dank und Liebe erfüllte Meduhed, ein Flüchtling aus der Lasterstadt Hanoch, führt die Seinen, der Stimme Gottes folgend, zum großen
Gewässer, heute der ‚Stille Ozean‘ genannt.
[H.
Bd. 1, Kap. 31, 8-17]
In
vielen nach Gottes Anweisung erbauten ‚Wasserkästen‘ fuhren die Meduhediten unter Gottes Schutz und Leitung in ein fernes,
großes, fruchtbares Inselland, genannt ‚Ihypon‘
(Japan), wo sie, nach den durch ihren Propheten Meduhed
verkündeten göttlichen Gesetzen lebend, ein friedliches, glückliches Volk
wurden.
[H.
Bd. 1, Kap. 31, 18-22, Kap. 32, 1-6, Kap. 33, 1-18, Kap. 34, 1-30]
Der
Herr: Ungefähr zur Zeit Abrahams vergaßen die Nachkommen der Meduhediten in Ihypon (Japan)
Gottes, ihres großen Retters und Wohltäters, und verfielen der ihnen vom Herrn
angedrohten Versklavung durch mongolische Völker.
[H.
Bd. 1, Kap. 34, 31-35]
Der
Herr offenbart die Urgeschichte des von Ihm geordneten und belehrten
chinesischen Volkes und schildert seinen späteren Verfall durch Machtwahn,
Gewalt, Streit und Unglauben.
[H.
Bd. 1, Kap. 36, 40-46, Kap. 37]
Die
Berauschung Noahs durch den ihm unbekannten Wein; das verschiedene Verhalten
seiner Söhne beim Anblick des in der Weinbetäubung entblößten Vaters. Noahs Segen
für seinen Sohn Japhet, sein Fluch über Ham.
[H.
Bd. 3, Kap. 363, 7-13]
Hams
Ansiedlung im Lande Kanaan, sein Segen über Noah, der ihn verfluchte, und über
seine Brüder erwirbt ihm Gnade und Segen Melchisedeks, dem er bereitwillig den
Zehnten opfert.
[H.
Bd. 3, Kap. 364, 8-17]
Kurze
Geschichte der Nachkommen Noahs bis zu Abraham, dem ‚Vater der Kinder Gottes‘.
[H.
Bd. 3, Kap. 365, 1-17]
Im
altägyptischen Felsentempel von Ja-bu-sim-bil (Ich war, bin und werde
sein) wurde die wahre, ewige Urgottheit angebetet.
[Ev.
Bd. 4, Kap. 193, 9]
Jesus
schildert die Entwicklung der im Tempel ‚Jabusimbil‘
gelehrten Eingottreligion der alten, noachischen
Ägypter und deren Entartung zur Vielgötterei durch die symbolhafte Ausdeutung
der einzelnen Kraftausflüsse der Urgottheit und durch deren bildliche Darstellung.
[Ev.
Bd. 10, Kap. 192, 1-11]
Der
Erzengel Raphael: „Ägypten war eine tüchtige Vorschule für die Darniederkunft Gottes zur Erde.“
[Ev.
Bd. 4, Kap. 204, 4 und 5]
Der
große, weise Hirtenkönig Shivinz und sein Wirken in
Altägypten.
[Ev.
Bd. 4, Kap. 204-205]
Der
Erzengel Raphael: „Der große ägyptische Hirtenkönig Shivinz
hat mit unsäglicher Mühe aus seinem wilden Nomadenvolke eines der gebildetsten
und weisesten Völker der Erde gemacht.“
[Ev.
Bd. 4 Kap. 207, 3]
Der
Erzengel Raphael: Lange nach der Zeit des altägyptischen Hirtenkönigs Shivinz, des Erbauers der „Piramidai“
= „Gib—mir—Weisheit“, entstanden unter den Pharaonen zu Abrahams, Isaaks und
Jakobs Zeiten im weiten und überaus langen Niltal eine Menge von Pyramiden und
allerlei Tempeln. In diesen Bauwerken waren Schulen der hohen Weisheit
eingerichtet, die bald auch bei fremden Völkern einen guten Ruf erlangten.
[Ev.
Bd. 4, Kap. 206, 3-7]
Der
Erzengel Raphael schildert den geistigen Niedergang des altägyptischen Volkes unter
den fremdländischen Pharaonen, welche die verweichlichten Nachkommen des großen
Hirtenkönigs Shivinz vom Throne stürzten.
[Ev.
Bd. 4, Kap. 207, 4-6]
Jesus
schildert einem römischen Herbergswirt die Entstehung des ‚Toten Meeres‘ durch vulkanische
Feuerausbrüche und durch eine von Gott bewirkte Erdsenkung, welche die
gottlosen, sündhaften Städte Sodom und Gomorrha begrub.
[Ev.
Bd. 10, Kap. 235, 2-4, 8-10]
Glückliche
Geschichte des wohlgeordneten und gut regierten Urvolkes von Abessinien.
[Ev.
Bd. 4, Kap. 179, 3-10]
Flüchtlinge
aus Abessinien siedelten sich zu Mosis Zeiten in Oberägypten an. Ihr neues
Heimatland wurde ‚Noua Bia‘,
später ‚Nubien‘ genannt.
[Ev.
Bd. 4, Kap. 179, 11-21, Kap. 180, 3-4]
Große
Verheißung Jesu an den Nubierführer Oubratouvishar für die geschichtliche und geistige Zukunft
seines Volkes und dessen künftiger Heimat Abessinien.
[Ev.
Bd. 4, Kap. 190, 4-6]
Der
Erzengel Raphael über Religions- und Lebensverhältnisse im alten Indien.
[Ev.
Bd. 5, Kap. 42]
Der
Erzengel Raphael über die religiöse Verbindung Indiens mit China und die
Verpflanzung der altindischen brahmanischen Religion nach China.
[Ev.
Bd. 5, Kap. 43]
Jesus
prophezeit die Zerstörung Jerusalems und die einige Jahrhunderte später
erfolgende Verwüstung und Unterwerfung vieler Länder Asiens, Afrikas und
Europas durch ein Volk aus dem tiefen Morgenlande (Hunnen).
[Ev.
Bd. 5, Kap. 107, 4]
Jesus:
„Warum sind die Juden trotz vieler Belehrungen durch Engel und Propheten Gottes
nicht im Glauben an Gott und in der Liebe zu Ihm verblieben und somit auch
nicht in Seiner lebensvollen Ordnung? Seht, das machte die bei vielen
überhandnehmende Eigen- und Weltliebe, von der sich die Menschen durch ernste
Ermahnungen und auch durch scharfe Züchtigungen nicht abwendig machen ließen.
Sie versanken dadurch in das alte Gericht der Materie und ihres Fleisches und
verloren das innere Lebenslicht ihrer Seele so sehr, daß sie nun nicht mehr
wissen, was eine Seele ist, und daß sie eine Seele haben! Wie sollten sie da
Gott erkennen und lebendig an Ihn glauben!?“
[Ev.
Bd. 9, Kap. 157, 4-7]
Jesus
zu reumütigen jüdischen Schriftgelehrten: „Wie eine Henne ihre Küchlein lockt
und sie unter ihren Flügeln schützend zu verbergen strebt vor den Feinden, so
habe Ich die Kinder Abrahams allzeit mit Meiner Vaterstimme gelockt und wollte
sie versammeln unter Meinen Flügeln des Lichtes, der Wahrheit und des ewigen
Lebens. Und als Ich redete durch den Mund der Propheten, da sagten sie: ‚Wir
erkennen wohl Jehovas Wort und Stimme, aber warum kommt Er nicht selbst zu uns
wie einst zu Abraham, Isaak und Jakob und redet mit uns, Seinen Kindern?‘ —
Darauf geschahen wieder Verheißungen, daß Ich in dieser Zeit selbst kommen
werde mit all Meiner Macht und Kraft und Mein ewiges Lebensreich mit Mir. Die
geweissagte Zeit ist gekommen und Ich mit ihr, genau nach der Weissagung. Warum
nehmen die Juden Mich denn nicht an, warum erkennen sie Mich denn nicht, warum
glauben sie nicht an Mich, da Ich doch vor ihren Augen Zeichen wirke, die außer
Gott niemandem möglich sind?! Für alle Meine Liebe, Güte und Barmherzigkeit
hassen und verfolgen sie Mich mit aller Wut! Sind das demnach die gepriesenen
Kinder des Lichts!? 0 mitnichten! Das sind Kinder der Hölle, und nicht Gott,
sondern der Teufel ist ihr Vater! — Ist es bei solchen Umständen denn unrecht
von Mir, wenn Ich nun die Heiden zu meinen Kindern mache und die Kinder des
Teufels dahin verweise, wo das Reich ihres nunmaligen
Vaters und Herrn ist?! Sage Mir nun, du Schriftgelehrter, ob Ich da unrecht
handle, wenn Ich die zu argen Juden fahren lasse nach ihrem freien Willen und
den Heiden zukommen lasse Macht und Licht!?“
[Ev.
Bd. 9, Kap. 194, 12-18]
Jesus:
„Die alten, frommen Patriarchen des israelitischen Volkes hatten eine so starke
Außenlebenslichtsphäre, daß sie in der Nacht, auch irdischen Augen sichtbar,
Vergangenheit und Zukunft des jüdischen Volkes leuchteten. Vornehmlich war dies
bei Moses der Fall, dessen Angesicht nach Empfang der Gesetzestafeln auf dem
Berge Sinai vor Liebe zu Gott so herrlich und hell strahlte, daß er es vor dem
Volke mit einer dreifachen Decke verhüllen mußte.“
[Ev.
Bd. 4, Kap. 262, 1]
Der
gläubige Besitzer des alten Davidshauses bei Bethlehem berichtet aus einer
alten Chronik, daß Bethlehem und seine Umgebung dereinst von den Babyloniern
wegen der friedlichen Bescheidenheit der Bewohner eine milde Behandlung
erfahren habe.
[Ev.
Bd. 8, Kap. 123, 1-3]
Jesus:
„Die Juden waren das erwählte Volk Gottes, — haben sie sich aber danach
benommen, um das zu sein und zu verbleiben, wozu sie seit Abrahams Zeiten
berufen waren? Sie hielten wohl dem Äußern nach ganz trocken das Gesetz und
priesen Gott mit den Lippen, aber ihre Herzen blieben verstockt und ferne von
Mir, ihrem Gott!“
[Ev.
Bd. 10, Kap. 187, 1]
Der
Erzengel Raphael schildert eingehend die Entsittlichung des jüdischen Volkes in
Ägypten, dessen ernüchternde Führung durch die Wüste und Ernährung durch Manna,
das Brot aus den Himmeln.
[Ev.
Bd. 9, Kap. 191, 1-7]
Jesus
schildert ausführlich den Abfall des Volkes Israel bei der Gesetzesverkündung
an Moses auf dem Berge Sinai und das tödliche Strafgericht an den
Haupträdelsführern.
[Ev.
Bd. 10, Kap. 52, 2-7]
Mit
ernster Eindringlichkeit schildert Jesus die an Abtrünnigkeit und Sünden reiche
Geschichte des jüdischen Volkes bis zu Seinem Auftreten in Palästina.
[Ev.
Bd. 10, Kap. 187, 2-7]
Auf
dem Hügel Araloth bei Jericho berichtet Jesus den
Jüngern die Wundertaten des israelitischen Propheten und Heerführers Josua, dem
an dieser Stelle Jehova in Gestalt eines Engels erschienen war.
[Ev.
Bd. 8, Kap. 188, 2, 8-15]
Jesus
zu jüdischen Schriftgelehrten, die vom Messias die Befreiung der Juden vom Römerjoch
und die Gründung eines jüdischen Weltreiches erwarten: „Ich bin nicht gekommen,
um den Juden ein irdisches, vergängliches Reich zu gründen, sondern ein
geistiges Reich des Lichtes und aller Wahrheit in der Liebe zu Gott und zum
Nächsten. Wer da meint, daß Ich ein irdisches Reich gründen werde, der irrt
sich groß! Die Römer sind nun eure irdischen Herren und werden es auch in
Zukunft solange verbleiben, als es Gott gefallen wird. Wenn ihr euch aber wider
sie auflehnet, dann werden sie euch zerbrechen und zermalmen!“
[Ev.
Bd. 8, Kap. 85, 25-26]
Jesus
zu jüdischen Schriftgelehrten: „Wenn ihr nicht in Meiner Lehre verbleiben und
nach ihr leben und handeln werdet, dann werden euch die Heiden an Verstand und
in allen Künsten, Kenntnissen und Wissenschaften übertreffen, euch völlig
unterjochen und in den Staub treten das ganze gelobte Land. Das schöne Jordantal
mit seinen vielen Städten, Flecken und Dörfern wird zu einer Wüste werden, in
der neben Dieben und Räubern wilde Tiere wohnen. Ich bin gekommen in diese Welt
und als selbst Jude zu euch Juden, um euch zu retten aus jeglicher Not! Zählet
aber die Juden, die an Mich glauben, — wie klein ist ihre Zahl gegen die,
welche Mich hassen und verfolgen! Zählet aber auch die Heiden, die von nah und
fern hierher kommen und mit vieler Freude Meine Lehre annehmen und Mich als
den, der Ich bin, anerkennen und lieben!“
[Ev.
Bd. 9, Kap. 193, 9-10]
Der
zwölfjährige Jesus im Kreise der Tempelpriester und Schriftgelehrten zu dem anwesenden
römischen Richter und Regierungsvertreter: „Hätten die, so da sitzen auf den
Stühlen Mosis und Aarons, stets nach Gottes Gesetzen gehandelt, so wären die Juden
nie von den Römern unterjocht worden; aber da sie nicht mehr dem alten Gesetz
treu blieben, das für alle Menschen gleich gegeben ward, sondern sich eigene
Satzungen machten nach ihren Gelüsten, so hat Gott denn auch Sein Angesicht von
ihnen abgewendet und sie gegeben unter die scharfe Zuchtrute der Heiden.“
[Dr.
T. Kap. 22, 8]
Jesus:
„Es ist nicht der Wille des Vaters, die böse Brut der Templer zu Jerusalem mit
einem Gedanken zu vernichten; sondern sie sollen handeln, bis ihr Maß voll
wird. Dann erst wird das große Gericht über sie kommen; denn sie werden sich in
ihrer Herrschsucht und ihrem Hochmut gegen die Römer empören und diese werden
ihnen den Tod geben. Kein Stein wird in Jerusalem auf dem andern bleiben, und
die Nachkommen werden die Stelle nicht mehr finden, wo es gestanden.“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 41, 3-4]
Weissagung
eines Babyloniers über Gericht und Landlosigkeit der Juden.
[Ev.
Bd. 2, Kap. 23, 2]
Jesus:
„Ich sage es euch: Es wird Jerusalem und der Tempel in längstens 50 Jahren von
den Römern derart zerstört werden, daß man gar nicht wissen wird, wo der Tempel
gestanden. Das wird eine mächtige Zuchtheimsuchung Gottes sein, und die Juden
werden vertrieben in alle Welt, werden nimmerdar ein
Volk sein und, von aller Welt verachtet, sich unter den Heiden ihr Brot
verdienen müssen. Dieses Land wird ihnen für immerdar genommen und von den
Heiden zu einer Wüste umgewandelt werden.“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 153, 5]
Jesus:
„Dieses jetzt so hochmütige Judenvolk wird in alle Welt zerstreut werden und
wird kein Land und keinen König aus seinem Stamme mehr besitzen bis ans Ende
der Zeiten.“
[Ev.
Bd. 10, Kap. 234, 4]
Jesus
zu einem jüdischen Rabbi in der Heidenstadt Pella:
„Ich bin gekommen, um diese Stadt zu fegen, auf daß sie, wenn in etwa vierzig Jahren
das finstere Jerusalem von den Römern bis auf den letzten Grundstein zerstört
wird, für alle, die Ich die Meinen nennen werde, ein sicherer Zufluchtsort
werden möge!“
[Ev.
Bd. 10, Kap. 34, 9]
Jesus
zu einem strenggläubigen Altjuden: „Ich habe bei Meinen Lehrreisen bei den Heiden
weit und breit stets mehr Glauben und Liebe gefunden als bei den Juden, die
Mich für einen falschen Propheten, Betrüger, Volksaufwiegler und für einen mit
dem Satan im Bunde stehenden Zauberer halten, als solchen vor dem Volke
darstellen und Mir gleichfort nach dem Leben trachten! — Darum wird den Juden
das Licht der ewigen Wahrheit genommen und den Heiden gegeben. Die Juden werden
zerstreut in alle Welt und nimmerdar ein eigenes Land
besitzen, sondern als verhaßte Sklaven unter den Königen heidnischer Völker
alle Schmach und Verfolgung zu ertragen haben zum bleibenden Zeugnis ihres
Unglaubens und ihrer Lieblosigkeit. Sie werden den verheißenen Messias wohl
immer erwarten, aber vergebens; denn der bin Ich und sonst keiner mehr in Ewigkeit!“
[Ev.
Bd. 10, Kap. 146, 3-4]
Jesus:
„Die hochmütige Schlangenbrut der Templer zu Jerusalem wird sich in ihrem
Machtwahn über die Römer erheben und sie aus diesem Lande treiben wollen. Doch
das wird ihr Ende sein. Der Feldherr und spätere Kaiser ist schon geboren, der
dieser Stadt und ihrem Volke den Garaus machen wird.“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 207, 11]
Des
zwölfjährigen Jesusknaben Weissagung über das spätere furchtbare Schicksal des
Tempels, der Stadt Jerusalem und des jüdischen Volkes.
[Dr.
T. Kap. 26, 5-9]
* * *
Inhaltsverzeichnis
01.
Waltet ein liebender Vatergott?
01.01. Vom Gottsuchen und von Gottes
Offenbarung
01.03. Die „Sieben Geister Gottes“
01.04. Die Allgegenwart und
Sichtbarkeit Gottes
02. Was dünket euch um Jesus Christus
02.03. Die göttliche Dreieinigkeit in
Jesus
02.04. Die Menschwerdung Gottes, ihr
Grund und Zweck
03. Das göttliche Schöpfungswerk
03.01. Grund und Zweck der Schöpfung
03.02. Die geistige Urschöpfung
03.03. Vom Wesen und Werdegang der
Engel Gottes
03.04. Luzifers Herrlichkeit und Sturz
03.05. Luzifer-Satan, der große
Widersacher
03.06. Das Weltall, eine
Seelenläuterungsschule
03.07. Der große materielle
Schöpfungsmensch
03.08. Die geistigen Urlebensfunken
der Äther
03.09. Neues geistiges Leben in den
Atomen
03.10. Die Lebensstufen der
Naturreiche bis zum Menschen
03.11. Rückführung der gefallenen
Seelen funken zur göttlichen Ordnung
03.12. Engel und Geister als
Schöpfungsdiener
03.13. Das geistige Wesen aller
Materie
03.14. Der Gottesfunke in jeder
Kreatur
03.15. Ursprung, Wesen und Zweck der
Widerordnungskräfte
03.16. Unsere Erde und ihr Mond
03.18. Saturn, die Perle unseres
Planetensystems
03.19. Die Sonne, ihr Licht und ihre
Bewohner
03.20. Raum, Zeit und Ewigkeit
04. Der Mensch und sein Lebensziel
04.01. Der Mensch — Ebenbild Gottes
und Endform aller Wesen
04.02. Der Mensch, eine Dreieinheit
von Geist, Seele und Leib
04.06. Ziel und Sinn des Menschlebens
04.07. Die Erde, Hochschule der
Gotteskinder
04.08. Erdenseelen und Sternenseelen
04.09. Erschaffugung und Fortzeugung
der ersten Erdenmenschen
04.10. Die Geschichte der Urmenschheit
„Kinder der Höhe“ und „Kinder der Tiefe“
04.11. Von den Verführungskünsten
Satans
04.12. Die Sintflut und die neue
Menschheit
04.14. Geistig Bedeutsames aus der
Geschichte der Erdenmenschheit
04.15. Vergangenheit und Zukunft des
jüdischen Volkes
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[VH-LIF 2008]