Neuoffenbarung
Band 2
Am
Aufgang des dritten Jahrtausends.
Ein
Lehr- und Nachschlagewerk der Neuoffenbarung,
gegeben
durch Jakob Lorber
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Jesus:
„Meine Lehre läßt sich ganz kurz in dem zusammenfassen, daß man Gott über alles
und seinen Nächsten wie sich selbst lieben soll. Gott über alles lieben heißt:
Gott und Seinen geoffenbarten Willen erkennen und aus wahrer Liebe zu dem
erkannten Gotteswillen danach handeln und sich gegen jeden Nebenmenschen wegen
Gott also verhalten, wie sich ein jeder vernünftige Mensch gegen sich verhält;
natürlich ist hier von der reinen, uneigennützigen Liebe sowohl gegen Gott als
auch gegen jeden Nächsten die Rede. — Wie alles Gute einzig darum geliebt
werden soll, weil es gut und darum wahr ist, so will auch Gott geliebt sein,
weil Er allein höchst gut und wahr ist. — Dein Nächster aber muß ebenso geliebt
werden, weil er gleich dir das Ebenmaß Gottes ist und wie du einen göttlichen
Geist in sich trägt.“
[Ev.
Bd. 3, Kap. 53, 4-7]
Jesus:
„Wer Mein Wort völlig in sich aufnimmt und unabweichbar
darnach handelt und lebt, der nimmt dadurch Mich selbst mit aller Meiner Liebe,
Weisheit, Macht und Kraft auf und ist dadurch zu einem wahren Kinde Gottes
geworden, dem der Vater im Himmel nichts vorenthalten wird, was Er hat.“
[Ev.
Bd. 1, Kap. 83, 3]
Jesus
belehrt eine gottsuchende heidnische Schar: „Der Gott, den Moses den Juden verkündete,
der auf dem Berge Sinai mit Moses unter Blitz und Donner redete und später
durch den Mund der Propheten und vieler weiser Männer, dessen Name Jehova heißt
und der überheilig ist, dieser ist der eine, allein wahre, ewig lebendige,
höchst weise, übergute, allmächtige Gott, der den Himmel mit allen Gestirnen
und die Erde mit allem, was in, auf und über ihr ist, aus sich erschaffen hat.
An diesen Gott glaubet, haltet Seine Gebote und liebet Ihn über alles; liebet
aber auch eure Mitmenschen, so wie jeder sich selbst liebt, d.h.: tuet ihnen
alles, was ihr vernünftigerweise wünschet, daß sie dasselbe auch euch tun
möchten, so wird der eine allein wahre Gott euch allzeit gnädig sein und gerne
erhören eure Bitten! Er wird sich dann euch nicht als ferner, harthöriger Gott,
sondern als ein stets naher liebender Vater erweisen. In dem besteht alles, was
der eine, allein wahre Gott und Vater von den Menschen verlangt. Die das tun,
die werden nicht nur gesegnet sein schon auf dieser Erde, sondern auch nach dem
Abfalle des Leibes das ewige Leben ihrer Seele überkommen und ewig dort sein,
wo der Vater ist — selig, überselig!“
[Ev.
Bd. 9, Kap. 3, 12-15]
Jesus:
„Meine ganze Lehre besteht kurz darin: Erkennet und liebet in Mir den Geist des
einen, allein wahren Gottes über alles, — ihr als Brüder untereinander aber
liebet euch so in Meinem Namen, wie jeder sich selbst liebt! Eines weiteren
bedürfet ihr nicht; denn daraus werdet ihr durch Meinen Geist in alle Wahrheit
und Weisheit erhoben.“
[Ev.
Bd. 10, Kap. 194, 12]
Jesus
zu dem Zöllnerobersten Zachäus, den Er von einem Maulbeerbaum herabgerufen hat:
„Heute ist dir und deinem Hause ein großes Heil geworden; denn Ich, der wahre
Heiland, bin gekommen, zu suchen und selig zu machen, was verloren war. Ich
bringe den Menschen das so lange verlorene Reich Gottes wieder und seine Gerechtigkeit.
Denn Ich bin der Weg, die Wahrheit, das Licht und das Leben, wer an Mich
glaubt, der wird das ewige Leben haben.“
[Ev.
Bd. 9, Kap. 27, 1-2]
Jesus
berichtet eingehend über Seine Begegnung und Unterredung mit dem reichen Jüngling
und von dessen Frage nach dem kürzesten Weg zur ewigen Seligkeit.
[Ev.
Bd. 5, Kap. 27, 1-2]
Jesus
heilt in Genezareth viele kranke römische Soldaten und sagt zu dem römischen
Hauptmann, dessen Gold und Silber zurückweisend: „Freund, um Schätze dieser
Welt heile Ich niemanden, sondern nur um die Schätze aus den Himmeln; und diese
sind: ein lebendiger Glaube und eine wahre, uneigennützige Liebe zu Gott und
zum Nächsten. — Habe lieb deine Untergebenen, als wären sie deine leiblichen
Brüder, und halte sie nicht zu hart, so wirst du Mich damit am besten
belohnen!“
[Ev.
Bd. 2, Kap. 105, 8-12]
Jesus
zu dem materialistischen Denker Roklus: „Es gibt nur
einen einzigen (heilvollen) inneren Sinn, und der heißt Liebe, die da im Herzen
wohnt. Dieser Sinn muß vor allem gebildet, gestärkt und geläutert werden, und
alles, was der Mensch tut, will, denkt und urteilt, muß von der lebensheißen
Lichtflamme aus dem Feuer der reinen Gottes- und Nächstenliebe durchleuchtet
sein!“
[Ev.
Bd. 5, Kap. 62, 4]
Auf
die Frage eines Schriftgelehrten: ‚Welches ist wohl das vornehmste Gebot im
ganzen Gesetz?, erwidert Jesus: „Das vornehmste und alles in sich enthaltende
Gebot lautet: Du sollst Gott, deinen Herrn, lieben von ganzem Herzen, von
ganzer Seele und von ganzem Gemüt! Das andere Gebot aber ist dem gleich und
lautet: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst, d.h. du sollst ihm
alles das allezeit mit Freuden tun, was du wollen kannst, daß er es dir tue,
wenn du es benötigest und es in seinem Vermögen stünde. An diesen zwei Geboten
hangen das ganze Gesetz und alle Propheten!“
[Ev.
Bd. 7, Kap. 198, 2-3]
Jesus
zu bekehrten herodianischen Kriegsleuten: „Glaubet,
daß Ich das Licht und Leben, also der wahrhaftige Sohn des ewigen Vaters bin,
durch den alles in der ganzen Unendlichkeit geschaffen wurde! Lebet und tuet
nach Meiner Lehre allezeit, liebet so Gott über alles und euern Nächsten wie
euch selbst, und ihr habt dadurch das ewige Leben in euch. Wenn ihr auch dem
Leibe nach einmal sterben werdet, so wird eure Seele dennoch im hellsten
Bewußtsein fortleben und ewig nimmerdar einen Tod
sehen, fühlen und schmecken! Wenn ihr dieses begriffen habt, so fasset in euerm
Herzen den unbeugsamen Vorsatz, nach diesen Meinen Worten tätig zu werden und
zu bleiben!“
[Ev.
Bd. 9, Kap. 213, 16-17]
Jesus
zu dem reumütigen herodianischen Hauptmann Leander:
„Meine Lehre besteht ganz einfach darin: Erkenne den einen, allein wahren Gott
und Herrn und auch Mich, der Ich von Ihm in diese Welt gesandt bin und Seinen Geist
in mir berge, und liebe den einen Gott über alles und deinen Nächsten wie dich
selbst, so wirst du in dir das ewige Leben überkommen. Wie dir dein Vertrauen
den Weg zu Mir eröffnet hat, ebenso wird dir dein Glaube an Mich den Weg zum
ewigen Leben eröffnen. Du kennst auch jene Gesetze, die Gott auf Sinai dem
Volke Israel durch Moses gab; diese halte und achte deiner vielen toten Götter
und anderer heidnischer Sitten und Gebräuche nicht, so kannst du in Meinem
Reiche Mir zu einem tüchtigen Rüstzeug werden!“
[Ev.
Bd. 9, Kap. 204, 5-7]
Auf
die Frage eines römischen Hauptmanns: ‚Muß ein Mensch, der Dein Reich und seine
Gerechtigkeit überkommen will, alle Gesetze, Vorschriften und Verordnungen
Mosis treu beachten?’ antwortet Jesus: „Wenn du in Mir den allein wahren Gott
erkennst, an Ihn glaubst und Ihn in der Tat über alles liebst und deinen
Mitmenschen wie dich selbst, so erfüllst du damit auch alles, was Moses und
alle Propheten gelehrt haben; denn sie sagen mit vielen Worten nichts anderes,
als was Ich dir mit wenigen Worten gesagt habe.“
[Ev.
Bd. 10, Kap. 16, 11-12]
Jesus:
„Wer bei Mir ist und bleibt, der ist in seiner wahren Heimat, und wer sich
nicht diese allein wahre und ewige Heimat erwirbt, der wird stets in wüster
Fremde umherirren.“
[Ev.
Bd. 1, Kap. 87, 2]
Jesus
zu einem die Vergänglichkeit der Naturwelt und des Menschen bedauernden Freund:
„Das Gefühl der Vergänglichkeit rührt von dem unsterblichen Geist aus Mir in eines
jeden Menschen Seele her, welcher der Seele zuruft: ‚Habe die Welt ihrer äußeren
Reize wegen nicht lieb; denn sie alle sind der Vergänglichkeit und dem Tode
unterworfen! Ermanne dich und wende ab dein lüsternes Auge von dem, was an und
für sich nichts ist! Kehre dafür in dein Innerstes, in Mich, dein wahres Sein
und ewiges Leben zurück, da wirst du nicht nur die tote äußere Rinde der Dinge
und Wesen schauen und erkennen, sondern auch vorzüglich das, was in ihnen ist
und wirkt, wie, warum und zu welchem Endzwecke.“
[Ev.
Bd. 9, Kap. 167, 9]
Jesus
spricht über die großen Gefahren weltlicher Verstrickung, durch die eine Seele
in Furcht und Finsternis gerät: „Eine solche Seele ist schwer zu belehren und
für das Reich Gottes nur auf dem Wege bitterer, oft langdauernder Erfahrungen
zu gewinnen, bis sie endlich lernt, die Welt und ihre Herrlichkeiten zu
verachten, sich zu Gott kehrt und Seinen Geist in sich sucht, um sich mehr und
mehr mit Ihm zu einen. Der Welt Glückseligkeit ist der Seele Tod!“
[Ev.
Bd. 2, Kap. 132, 12-13]
Des
Jesuskindleins Mahnung an den soeben vermählten römischen Statthalter Cyrenius: „Schätze dich im Glück der Welt nie zu glücklich,
sondern halte die Welt samt ihrem Glück für einen Schauplatz des Truges, so
wirst du in der rechten Weisheit das Leben der Welt genießen. — Liebe den einen
Gott als deinen Vater und Schöpfer über alles und die Menschen als deine Brüder
wie dich selbst, so wirst du das ewige Leen haben in solcher deiner Liebe!“
[Jug. Kap. 111, 7, 9 und 18]
Jesus:
„Wer Mich wahrhaft liebt und Meine leichten Gebote hält, zu dem werde Ich, wenn
er es im Herzen ganz lebendig verlangt, kommen, Mich ihm offenbaren und ihm
Kraft und Macht geben, zu kämpfen wider alle argen Geister der Welt und der
Hölle. Und die Argen werden ihm nicht zu schaden vermögen. Denn wer Mich nicht
verläßt, den werde auch Ich nicht verlassen; und wer mit Mir wider Welt und
Hölle kämpft, der wird des Sieges sicher sein.“
[Ev.
Bd. 10, Kap. 91, 5-6]
Jesus,
der Herr, zu gläubigen Römern: „Trachtet danach, daß eure Seele eins werde mit
dem Geiste, — der wird euch dann in alle Wahrheit leiten; aber ohne ihn werdet
ihr stets schwanken zwischen Licht und Finsternis, Leben und Tod und zwischen
Freiheit und Gericht! Zu der Vereinigung des Geistes aus Gott mit der Seele
aber gelangt der Mensch dadurch, daß er an den einen wahren Gott lebendig
glaubt, Ihn über alles liebt und den Mitmenschen wie sich selbst.“
[Ev.
Bd. 7, Kap. 221, 9-10]
Jesus
der Herr, zu einem dankbaren, zum jüdischen Glauben neigenden Herbergswirt:
„Höre, du bist zwar ein Heide, aber du glaubst an deine vielen Götter nicht und
hast dich darum mit unserer Lehre vertraut gemacht, was von dir sehr wohl getan
war! Ich aber sage dir: Glaube nur fest an den allein wahren, einen Gott der
Juden, liebe Ihn sogar über alles und liebe auch deine Mitmenschen so wie dich
selbst; tue ihnen, was du vernünftigermaßen wollen
kannst, daß sie das gleiche auch dir tun möchten!“
[Ev.
Bd. 7, Kap. 208, 26]
Kurzes
Evangelium Jesu an die drei Weisen aus dem Morgenlande: „Der Wille Gottes an
alle Menschen lautet ganz kurz also: Erkenne Gott und liebe Ihn über alles und
deinen Nächsten wie dich selbst. Sei wahrhaft und getreu gegen jedermann, und
was du vernünftigerweise willst, das man dir tue, das tue auch deinem
Mitmenschen, so wird Friede und Einigkeit unter euch sein und Gottes
Wohlgefallen über euern Häuptern strahlen als ein rechtes Licht des Lebens.“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 40, 8-9]
Jesus:
„Ich bin von Ewigkeit die Wahrheit, das Licht, der Weg und das Leben. Wer demnach
Mich hat in seinem Herzen, der hat alles; denn außer Mir gibt es ewig nirgends
eine Wahrheit und ein Leben.
[Ev.
Bd. 3, 18-19]
Jesus:
„Wer Mich suchen, finden, erkennen und dann über alles lieben wird und seinen
Nächsten mit aller Geduld wie sich selbst, der wird Mein Kind, also Mein Sohn
und Meine Tochter sein.“
[Ev.
Bd. 5, Kap. 111, 1]
Jesus:
„In der Folge werden nur jene Menschen selig werden, die ohne Zeichen der
Wahrheit Meines Wortes glauben und danach leben. Diese werden in sich selbst
das wahre, lebendige Zeichen finden, welches da heißet: das ewige Leben, das
ihnen niemand mehr wird nehmen können.“
[Ev.
Bd. 1, Kap. 71, 5]
Inschrift
auf der ersten Stufe einer für Robert Blums jenseitige Seelenentwicklung und
-läuterung sinnbildlichen Pyramide: „Kommet alle zu Mir die ihr mühselig und
beladen seid, es soll euch Erquickung werden! Haltet euch an die alleinige
Liebe! Wahrlich, so die Zahl eurer Sünden wäre wie die des Sandes am Meere oder
des Grases auf der Erde, so wird die Liebe sie tilgen. Und wäre eure Schande
vor Gott wie das Blut der Sündenböcke, so soll sie von der Liebe weiß gewaschen
werden wie weiße Wolle und wie der feinste Byssus!“
[Rbl.
Bd. 2, Kap. 157, 4]
Der
Herr einem jungen Mädchen zum Lebensgeleit: „Meine liebe Gabiela,
liebe nur Mich! Ja, werde ganz verliebt in Mich, gleich einer Magdalena! Und
mit dem Herzen siehe nur dem nach, den Ich dir, erfüllt mit Meiner Liebe,
vorstellen werde! Gegen die Armen sei mitleidig, und für die arg Irrenden und
Fallenden bete zu Mir, deinem Gott und Vater, so wirst du vollkommen Meine
liebe, glückliche Gabiela sein!“
Hi. 1,
S. 370, 8-9
Der
Herr an eine schwankende Seele: „Meine Liebe ist der größte Reichtum und der
herrlichste Schmuck des Lebens! Wer diese hat, der hat alles! Übe dich daher in
Meiner Liebe! Sei geduldig in allem und befolge gern Meine leichten Gebote! Hab
viele und große Freude an Meinem Worte — und glaube es im Herzen, daß Ich es
bin, der euch nun so reichlich regnen läßt das Manna aus den Himmeln, so wird
es dir leicht sein, dein Herz zu stärken in aller Liebe und beständigen Treue
zu Mir. So du aber haben wirst ein festes Herz in Meiner Liebe, dann wird dich
auch bald jedes Übel des Leibes verlassen!“
[Hi.
2, S. 100, 9-11]
Jesus:
„Niemand wird von nun an sagen können: ‚Ich habe es nicht gewußt, was ich hätte
tun sollen; bis zu meinen Ohren ist der Gottesruf nicht gedrungen!‘ Ihm wird
erwidert: ‚Von dieser Stunde an gibt es keinen Menschen auf der ganzen Erde,
der es nicht in sein Herz überkommen hätte, was da ist vollkommen des Rechten.‘
Einem jeden wird eine warnende Stimme in sein Herz gelegt, die ihm zeigt, was
da gut und wahr ist. Wer diese Stimme hört und sich danach hält, der wird zu
einem größeren Lichte gelangen, und dieses wird ihm alle Pfade der göttlichen
Ordnung erleuchten!“
[Ev.
Bd. 2, Kap. 230, 10-11]
Der
Herr über das Auswandern um des Heiles willen: „Wer zu Mir kommen will, braucht
nicht nach Amerika zu wandern, sondern nur in sein eigenes Herz! — Und hat er
dieses recht gereinigt durch die wahre Liebe und den lebendigen Glauben daraus,
dann wird er Mich gar wohl finden, und das viel näher als in Amerika!“
[Hi.
1, S. 223, 5]
Der
Herr: „Erkennet und liebet Mich als Gott, den Herrn, über alles dadurch, daß
ihr euren Nächsten womöglich noch mehr liebet als euch selbst, so habt ihr dann
schon die wahre Liebe als das wahre Leben und das wahre Licht als die ewige
Wahrheit für Zeit und Ewigkeit in euch und seid so dem Geiste nach schon hier —
dort, wo Ich bin!“
[Hi.
2, S. 446, 9]
Der
Herr: „Der Menschen erste Pflicht gegen Gott ist ein freiwilliger Gehorsam,
welcher ist eine Frucht der gerechten Gottesfurcht. Erst in diesem Gehorsam
werden die Menschen von neuem ausgeboren zu Kindern Gottes und werden in Ihm
erkennen und dann erschauen den liebevollsten, heiligen Vater.“
[H.
Bd. 1, Kap. 158, 39]
Abedam-Jehova: „Wer immer nur ruft: ‚Herr, Herr,
Gott aller Gerechtigkeit, Gott der Gnade, Gott der Liebe und Erbarmung!‘, den
werde Ich zwar nicht verwerfen und ihm lassen das Leben, — aber es wird sehr
schwer halten, ob er je gelangen wird an den Ort des allerseligst-freiesten
Lebens. — Denn Gott läßt sich nicht umfassen, und der Herr aller Gerechtigkeit
kann zufolge Seiner endlosen Heiligkeit eine solche Annäherung nimmer zugeben,
sondern allein der Vater, der in Seiner endlosen Liebe zu Seinen Kindern alles
in sich birgt, damit sie sich Ihm im Geiste unaussprechlich innig nahen können,
um an Seiner Vaterbrust ewig zu genießen alles, was des Vaters ist.“
[H.
Bd. 2, Kap. 46, 5-6]
Der
Herr: „Es kann ohne Gottesfurcht niemand den Vater lieben. Daher sind auch Gottesfurcht
und Gottesliebe gleich, und es kann nicht die eine sein ohne die andere. Aber
doch ist solches zu merken, daß die Liebe höher steht als die Furcht. Und es
ist nur in der Liebe Leben, aber nicht in der Furcht. Daher soll jeder seine
Furcht von der Liebe gefangennehmen lassen, so wird er leben im Vater, der
allein der Herr alles Lebens ist.“
[H.
Bd. 1, Kap. 158, 28-29]
Der
Herr: „Wahrlich, wer da noch in aller ängstlichen Ehrfurcht steht vor Mir, der
ist auch nicht rein; denn nur ein wankendes, unlauteres und darum schwaches
Herz, welches noch nicht eins geworden ist mit Meinem Willen, fürchtet sich vor
Mir, dem allmächtig starken, ewigen Gotte! Aber ein Herz, das da in dem
allmächtigen Gott in aller Liebewärme den liebevollsten Vater treulichst erkannt hat und Seine große Gnade, das verlernt
die Angst und die große Furcht vor Dem, den es nur über alles lieben soll!“
[H.
Bd. 2, Kap. 136, 13-14]
Jesus
zu bekehrten heidnischen Priesterweibern: „Wenn ihr, Meine lieben Kinder, nun
wisset und glaubet, daß Ich der alleinige Gott bin, so ist eure Art, Mir
entgegenzukommen, nicht in Ordnung. Eine zu große, schier unbegrenzte, das
menschliche Gemüt ganz zerknirschende Ehrfurcht vor einem Gottwesen ist ebenso
unangebracht wie eine zu geringe; denn wenn ihr jemanden mit Furcht und Zittern
allzu außergewöhnlich hochachtet, so fraget euer Herz, ob ihr ihn wohl auch
lieben könnt!? Achtet ihr aber jemanden gar nicht, so werdet ihr ihn auch nicht
lieben können. Aber so ihr jemanden wohl erkennet in seinen vielen guten
Eigenschaften und Fähigkeiten, so werdet ihr ihn in euren Herzen ganz entzückt
bewundern und lieben. Sehet, das ist dann die gerechte Ehrfurcht, die ihr einem
Gottwesen schuldet.“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 119, 4]
Jesus
verweist die kluge Jüdin Helias auf mehrere Weissagungen der Propheten, die
Ihn, Jesus, als Messias und Gott Jehova erkennen lassen. Da die Bestürzte vor
übergroßer Ehrfurcht nicht weiß, wie sie sich nun vor Ihm verhalten soll,
belehrt sie der Herr: „Höre Meine Lehren an, behalte sie im Herzen und lebe
danach! Liebe Gott über alles und deinen Nächsten wie dich selbst, und du hast
dadurch alle sieben Geister Gottes in dir erweckt und das ewige Leben erlangt.“
[Ev.
Bd. 7, Kap. 27, 1-10, Kap. 28, 2]
Der
Jüngling Jesus zu einem römischen Ratsherrn: „Die wahre und vor Gott gültige Verehrung
besteht darin: erstens, daß man nur an einen wahren Gott, der Himmel und Erde
und alles, was da ist, erschaffen hat, ungezweifelt fest glaubt, zweitens
diesen einen durch den Glauben erkannten Gott über alles liebt, nach Seinem
Willen lebt und handelt und drittens, daß man auch seinen Mitmenschen liebt wie
sich selbst. Siehe, darin liegt die wahre Gottesverehrung, alles andere aber
ist eitel und hat vor Gott nicht den geringsten Wert. Nur was die Liebe tut,
das gilt vor Gott, was man aber tut aus Furcht vor der Macht Gottes, um Gott zu
besänftigen, das ist vor Gott ohne Wert.“
[Ev.
Bd. 7, Kap. 213, 6-8]
Jesus
zu einer in Ehrfurcht vor Seiner Gottheit erstarrten heidnischen Schar: „Fasset
euch doch, Kinder! Sehe Ich, ein rechter Vater aller Menschen, denn so
fürchterlich aus, daß euch vor Mir nun ein solcher Schauder ergreift!? Seht,
Mir ist wohl nichts unmöglich — denn in Mir ist alle Kraft, Macht und Gewalt im
Himmel und auf Erden —‚ aber das kann Ich nicht machen, daß Ich nicht das wäre,
was Ich bin! Ich bin einmal der, der Ich bin, war und sein werde von Ewigkeit
zu Ewigkeit. Wenn Ich euch nun Meine lieben Kinde nenne, so seid ihr ja völlig
ebenbürtig, und wenn ihr nach Meiner Lehre und Meinem Willen lebet und handelt,
dann werdet ihr wahrlich nicht minder vollkommen sein wie Ich selbst. Darum
lasset fahren eure zu große Ehrfurcht vor Mir; denn wer Mich liebt, der hat
nicht not, sich vor Mir zu fürchten! Menschen, welche Gott zu sehr fürchten,
haben Ihn noch niemals recht erkannt, und ihr Herz steht noch ferne von Seiner
Liebe, und solche zu furchtsamen Kinder stehen auch in der Gefahr, im Glauben
und Erkennen irre zu werden, weil ihnen die Furcht den Mut und den Willen
schwächt, sich Mir im Herzen zu nahen und dadurch in aller Lebenswahrheit aus
Mir erleuchtet zu werden. Darum lasset fahren eure Furcht und fasset Liebe und
volles kindliches Vertrauen zu Mir!“
[Ev.
Bd. 9, Kap. 4, 10-11]
Jesus
zu einem neubekehrten Schriftgelehrten: „Gott fürchten heißt: Gott als die
ewige, höchste und reinste Liebe über alles lieben und, weil Gott die höchste
Wahrheit ist, in der göttlichen Wahrheit verharren und nicht der Lüge der Welt
des Eigennutzes wegen huldigen. — Wer in alledem wahrhaftig ist, der hat die
wahre Gottesfurcht im Herzen, und wer diese hat, der betet Gott auch allzeit
vollgültig an.“
[Ev.
Bd. 9, Kap. 86, 5-6]
Jesus
zu überaus ehrfürchtigen Samaritern, die sich für zu unwürdig halten, daß der
Herr an ihren Tisch kommt: „Lasset ab von der zu großen Ehrfurcht und nehmet
dafür zu in der wahren Liebe zu Mir! Denn Gott den Herrn über alles lieben ist
um ein Großes mehr als Gott über alles fürchten. Eine übertriebene Furcht
entfernt den Menschen von Gott immer mehr und ist das böse Samenkorn des
Heidentums und des völligen Unglaubens. — Mit der Liebe aber nähert sich der
Mensch Gott, wird vertraut mit Ihm, sehnt sich nach Ihm und wird stets mehr
erfüllt mit dem Geiste Gottes. Denn die zunehmende und zutraulicher werdende
Liebe zu Gott ist ja eben der wahre, lebendige Geist Gottes im Menschen und der
Geist des ewigen Lebens in der Seele.“
[Ev.
Bd. 9, Kap. 129, 1-3]
Der
Herr zu den Urvätern und Kindern der Höhe durch Henoch, den großen Propheten
der Urzeit: „Wenn ihr Mich liebt, dann verbindet ihr euch wieder mit Mir, und
eures Lebens wird nimmer ein Ende sein; unterlaßt ihr aber solches, so trennt
ihr euch vom Leben. Euer Leben wird zwar darob nicht aufhören; auch werde Ich
darum ewig nicht aufhören, euer richtender Gott zu sein; und werdet ihr auch,
von Meinem Leben getrennt, fallen in die ewigen Räume Meiner Zorntiefen, Mich,
euren Gott, werdet ihr nie verlieren, aber euren liebevollsten, besten,
heiligen Vater und mit Ihm ein ewig freies, wonnevollstes Leben, seht, das
werdet ihr verlieren!“
[H.
Bd. 1, Kap. 70, 21]
Der
gottbegeisterte Erzvater der Höhe Juribael: „Solange
Du mir nur bist ein Schöpfer, ein ewiger, unendlicher Gott, so lange auch
findet zwischen mir und Dir kein anderes Verhältnis statt als nur das der
völligen Nichtigkeit von meiner Seite gegen Dich und Deine unendliche Allheit in
aller Macht Deines göttlichen Wesens gegen — mein volles Nichts! — Aber wenn
ich Dich ‚Vater‘ nenne, o Du heiliger Vater, dann hört das frühere Verhältnis
auf; eine Wonne umstrahlt da mein Herz, und mein Geist bebt, von einer unaussprechlich
großen Ahnung ergriffen, und mir bleibt dann nur ein mächtiges Gefühl, und das
ist die Liebe, die alleinige, reine, in Dir, o Vater, geheiligte Liebe!“
[H.
Bd. 2, Kap. 70, 11-12]
Der
Herr: „Wer an der Quelle das Öl entzündet und verwahrt vor Winden und Wasser
den Ort, wo das Ölquellchen in lichter Flamme lodert, dem wird die Flamme ewig
nimmer erlöschen, sondern stets herrlicher fortlodern, dieweil solche Flamme
nach und nach die Stelle weit um sich mehr und mehr erwärmen und daher auch
stets mehr Öl dem inneren Urborne entlocken wird! Sehet, wer demnach seine
Liebe im Herzen zu Mir wendet und Mich für ewig in seiner Liebe ergreift, der
hat das Öl seines Lebens an der Quelle entzündet, und diese Flamme wird nimmer
erlöschen, sondern ihm sein ein ewiges, lebendiges Licht!“
[H.
Bd. 2, Kap. 71, 15-16]
Der
Herr zu dem über Sein Erscheinen in höchster Liebesfreude entbrannten Hohenpriester
Henoch: „Überschwenglich groß ist deine Liebe zu Gott, deinem Vater; aber wäre
es dir möglich, die Freude des Vaters zu verkosten über die große Liebe eines
Kindes zu Ihm und dann zu ermessen Seine (des Vaters) erhabenen, von Liebe
getragenen Gedanken, in denen Er Seine ewig großen Pläne macht, um solch ein
Ihn über alles liebendes Kind so glückselig zu machen, wie es nur immer Seiner
Allmacht möglicht ist, - da würdest du vergehen! – Schwärme aber in deiner
reinen Liebe zu Gott nur immer also fort, so wird aus solch einer Schwärmerei
einst eine große Wirklichkeit hervorgehen, über die sich dein Geist höchst
erstaunen wird!“
[H.
Bd. 2, Kap. 224, 18-19]
Abedam-Jehova, von der Jungfrau Purista
noch unerkannt, fragte in der Urzeit diese gottliebende ‚Perle des Morgens‘:
„Hast du denn den himmlischen Vater einmal gesehen?“ Purista
erwiderte: „Du mußt nicht bloß ‚himmlischer Vater‘ sagen, sondern den
‚überheiligen, liebevollsten, himmlischen Vater‘ mußt du sagen, nicht aber
glattweg ‚Vater‘! Und der hohe Abedam korrigierte
sich nach ihrem frommen Willen, worauf sie Ihm erst die verlangte Antwort gab.
[H.
Bd. 2, Kap. 18, 23-25]
Als Purista, die ‚reine Perle des Morgens‘, den himmlischen
Vater in dem mächtigen Gottesboten Abedam erkannte,
schrie sie laut auf, stürzte zu Ihm hin und umklammerte die Füße Abedams, von ihrer allerheißesten Liebe gedrängt, und
alles, was sie zu sagen vermochte, war: „Vater! — Vater! — Vater! — Du mein
Vater, mein lieber Vater! — Du heiliger, liebevollster, himmlischer Vater! Mein
— mein — mein lieber Vater!“
[H.
Bd. 2, Kap. 20, 17-20]
Abedam-Jehova zu Ghemela,
der jüngsten Tochter des Erzvaters Zuriel: „Siehe,
Ich liebe dich also, als wenn Ich außer dir in der weiten Unendlichkeit niemanden
mehr hätte, den Ich lieben könnte! Aber siehe, also ist es nicht; denn es
enthält die Unendlichkeit zahllose Wesen, die Mich lieben wie du und also auch
von Mir wiedergeliebt werden wie du, — und jedes Wesen, das von Mir empfängt,
hat daran im Übermaße Genüge für alle Ewigkeiten!“
[H.
Bd. 1, Kap. 182, 18]
Naeme, die aus grauenvollen, sündigen Zuständen
errettete Königstochter der Lasterstadt Hanoch,
schildert dem von ihr noch nicht erkannten hohen Abedam
ihre von Kindheit an in schweren Schicksalen bewahrte unerschütterliche Liebe
zu dem alleinigen heiligen Gott und Schöpfer, sie sagt: „Jetzt, wo ich zum
ersten Male auf dieser heiligen Höhe eine so herrliche, große und weitgedehnte
Anschauung der unbeschreiblichen Wunderwerke Jehovas genieße — und das in
meiner niedrigsten Unwürdigkeit -, jetzt ist es völlig aus mit meinem Herzen!
Ja, ich möchte nun geradezu sterben aus Liebe zu diesem meinem unaussprechlich
wunderbaren, himmlisch heiligen Jehova!“
[H.
Bd. 2, Kap. 31, 9-17]
Der
hohe Abedam erhebt die aus dem Pfuhl der Lasterstadt Hanoch errettete, von reinster, glühendster Liebe zu Jehova
erfüllte Königstochter Naeme an Seine heilige Brust
und sagt zu den Zeugen: „Leichter ist, Mich zu finden und zu lieben im Reiche
des Lebens — als im Reiche des Todes; diese aber hat Mich schon im Tode gesucht
und geliebt! Daher soll sie auch mit einer Gegenliebe von Mir nun belohnt
werden, dergleichen noch kein menschlicher Sinn je empfunden hat! Ja, geliebteste Naeme, deine Hand behalte
Ich für Mich, da du dein Herz schon so lange getreulich Mir geweiht hast!“
[H.
Bd. 2, Kap. 32, 27-29]
Auf
die demütige Bitte des armen Pariholi, eines Mannes
der Urzeit: „Mögest Du auch mir gestatten, Dich über alles zu lieben! Siehe, o
heiliger Vater, — das ist alles, um was sich mein Herz sehnt! Dein heiliger
Wille geschehe!“, erwidert Abedam-Jehova: „Pariholi, du hast dir zwar das Geringste dem Anscheine nach
erbeten; aber wahrlich, Ich sage dir: es ist das Allerhöchste! Und also sollst
du auch im höchsten Maße haben Meine Liebe und deine ganze Familie mit dir,
nicht nur zeitlich, sondern ewig!“
[H.
Bd. 2, Kap. 45, 14-18]
Henoch,
der erleuchtete Prophet der Urzeit: „Wenn eure Herzen erbrennen werden zu Gott,
dem allerheiligsten, liebevollsten Vater, dann werdet ihr in euch die Wunder
des ewigen Lebens erschauen. Aber solches merket euch gar wohl, daß ihr etwa ja
nicht darum allein den heiligsten Vater liebet; denn der Vater will Seiner
selbst willen geliebt sein.“
[H.
Bd. 2, Kap. 56, 12]
Der
Gottesbote Kisehel zu dem bekehrten König Lamech von Hanoch: „Die Liebe zum
Herrn ist das Größte. Solange dein Herz mit der Liebe zu Gott erfüllt ist, bist
du völlig unfähig, in eine Sünde zu verfallen. Wenn du aber in der Liebe nachlässest, dann wirst du in dem alleinigen Glauben einen
gar schwachen Schutz gegen die Macht der Sünde haben.“
[H.
Bd. 2, Kap. 215, 6-7]
Der
Herr in der Urzeit über die von ihrer Liebe zu Ihm völlig überwältigte Jungfrau
Mira: „Jeder Mensch muß der Welt völlig absterben, bevor er die Fülle der
lebendigen Kraft und Macht Meiner Liebe in sich aufnehmen und ertragen kann!“
Als Mira — nach Meiner Berührung — wiedergeboren aus Meiner Liebe in ihr,
wieder erstand, da weinte sie vor zu großer Liebe zu Mir und war nicht fähig zu
reden, da ihr ganzes Wesen zu einem Worte geworden war, welches jedoch in ihr
mehr sagte als alle Bücher der Welt; denn dieses endlos gewichtige Wort heißt
Liebe, die reine, wahre, lebendige Liebe zu Gott.
[H.
Bd. 3, Kap. 6, 3-4 und 5-6]
Der
Herr zu Noah in dessen neuem, fruchtbaren Heimatland Eriwan: „Ich verlange ewig
nichts anderes von den Menschen, als daß sie Mich über alles lieben sollen als
ihren Gott, Herrn und Vater! Das verlangte Ich vom Henoch, und das verlange Ich
auch von dir und all deinem Samen!“
[H.
Bd. 3, Kap. 362, 11]
Der
hohe Abedam (Jehova) in der Urzeit nach einer
gewaltigen Unwetterkatastrophe zu Furchtsamen: „Sehet, der Grund eurer Furcht
liegt in der Schwäche eurer Liebe zum heiligen Vater. Wie immer die Liebe beschaffen
ist, so auch das Vertrauen; das schwache Vertrauen aber ist der Vater aller
Angst!“
[H.
Bd. 1, Kap. 168, 21]
Weise
Verfügung Josephs über die von den drei Weisen aus Persien dargebrachten
Schätze an Weihrauch, Gold und Myrrhe: „Nicht uns, sondern dem Kinde gelten die
Geschenke, und wir haben demnach nicht das Recht, sie zu gebrauchen nach unserm
Gutdünken. Wir müssen zuerst den erhabensten Vater fragen, was mit diesen
Schätzen geschehen soll. Und was Er anordnet, das wollen wir tun! Ohne Seinen
Willen aber will ich sie nicht anrühren mein Leben lang. Sein heiliger Wille
ist mir der köstlichste Weihrauch, Seine Gnade das reinste, schwerste Gold und
Seine Liebe die allerköstlichste Myrrhe. Diese drei Schätze dürfen wir allezeit
ohne Scheu verschwenderisch gebrauchen, dann wird uns der Herr mit Wohlgefallen
ansehen; Sein Wohlgefallen aber sei uns der allergrößte Schatz!“
[Jug. Kap. 31, 7-14]
Zwei
Engel zu dem römischen Statthalter Cyrenius: „Gott
ist in sich ewig die höchste Vollendung, die höchste Weisheit, die größte Liebe
und Sanftmut. Er ist in sich die allerhöchste Kraft und Macht. Liebe Ihn in
Jesus aus allen deinen Kräften, so wirst du in dieser Liebe etwas finden, was
dir sonst alle Himmel in Ewigkeiten nicht zu offenbaren vermöchten!“
[Jug. Kap. 130, 16, 17 und 23]
Das
Jesuskindlein: „Jonatha (ein Fischer) ist ein starker
Mensch in seinen Gliedern, aber die Liebe seines Herzens ist noch viel stärker!
Und diese seine Liebe zu Mir ist die gar kräftige Kost, die Mich nun sättigt.“
[Jug. Kap. 167, 23]
Der
römische Statthalter Cyrenius in seiner Freude über
eine vom Jesuskindlein erschaffene Nachbildung der Erde: „0 großer Gott, welch
endlose Fülle der Vollkommenheiten aller Art muß in Dir wohnen, daß Dir solche
Wunderdinge möglich sind! Wer sich in Dich mit seinem Gemüt vertieft, der ist
schon selig auf der Welt! Wer Dich hat und hebend trägt in seinem Herzen, wie
endlos glücklich ist wohl der zu preisen!“
[Jug. Kap. 187, 6-8]
Das
Jesuskindlein zu dem Fischer Jonatha, der in seiner
großen Demut sich der göttlichen Gnade, Liebe und Erbarmung unwürdig hält: „Ist
die Liebe zu Mir nicht heilig in sich, wie Ich selbst in Meinem Göttlichen es
bin? Wird denn nicht jeder Mensch geheiligt und ganz neu geboren durch die
Liebe zu Gott in seinem Herzen? So du aber voll von dieser Liebe bist, sage,
was ist demnach in dir Sünde?!“
[Jug. Kap. 219, 9, 11-12]
Das
Jesuskindlein zu dem römischen Statthalter Cyrenius
beim Abschied in Ostrazine: „Wo Ich wohne in der
Liebe, da bin Ich zu Hause und ziehe ewig nimmer aus. Laß Mich daher immerdar
wohnen in deinem Herzen! Die Liebe allein kann Meine Gegenwart ertragen, wie
ein Feuer das andere. Alles aber, was nicht Feuer ist, wird vom Feuer verzehrt!
— Frage aber nie: ‚Herr, wo bist Du?‘ — dann werde Ich dir nicht sagen: ‚Hier
bin Ich!‘; sondern frage sorgfältig dein Herz, ob es Mich liebt, und Ich werde
in deinem Herzen, das Mich liebt, dir zurufen: ‚Hier bin Ich zu Hause in aller
Fülle Meiner Liebe, Gnade und Erbarmung!“
[Jug. Kap. 246, 17-24]
Jesus
zu Petrus: „Niemand, der Meinetwegen etwas verläßt, wird es verlieren, sondern
es nur vielfach wiedergewinnen.“
[Ev.
Bd. 1, Kap. 9, 1]
Jesus
zu der bekehrten Irhael in Sihar
(dem Weibe am Jakobsbrunnen): „O Weib, dein Glaube ist groß und lieblich dein
Herz. Darum sollst du auch Meine Jüngerin sein und bleiben. Und wo immer dieses
Evangelium verkündet wird, soll deiner erwähnt werden in Ewigkeit!“
[Ev.
Bd. 1, Kap. 32, 6]
Jesus
weint vor Freude über die Dankbarkeit, übergroße Liebe und Opferwilligkeit des
Weibes eines von der Tollwut Geheilten und verheißt: „Sie soll es auch gewahr
werden, was das bedeutet, daß Ich über sie vor großer Freude geweint habe!“
[Ev.
Bd. 2, Kap. 68, 13]
Jesus
über die große, mutige Liebe Jarahs, des Töchterchens
Ebahls: „Wer nicht zu Mir kommt wie dies Mägdlein —
mit Liebe, und zwar mit heißester Liebe, wird den Weg ins Reich Gottes so
leicht nicht finden! Dieses Kind aber hat ihn gefunden.“
[Ev.
Bd. 2, Kap. 112, 9]
Der
erleuchtete Hauptmann Julius: „Bedenkt man, daß Gott die erste und vollkommenste
Liebe ist, und daß Er ihr zufolge allein die ganze Sinnen- und Geisterwelt
erschaffen hat, so kann der Mensch ja nicht umhin, Gott als den liebevollsten
Schöpfer aller Dinge über alles aus allen Kräften zu lieben!“
[Ev.
Bd. 2, Kap. 112, 14]
Jesus:
„Da sehet und nehmet euch alle ein Beispiel! Dies Mägdlein (Jarah,
das Töchterchen des Wirtes Ebahl in Genezareth), erst
zwölf Jahre alt, bezeigt Mir eine Liebe, wie Mir solche in Israel noch nicht
vorgekommen ist! Wer Mich so liebt wie diese, dem werde auch Ich geben, daß er
in der Fülle haben wird, wovon die Welt nichts weiß!“
[Ev.
Bd. 2, Kap. 115,4]
Jesus:
„Mit der wahren, reinen Liebe richtet man bei Mir alles aus. Denn diese Liebe
ist ja Mein Geist im Herzen des Menschen. Und was solche Liebe will, das geschieht
aus aller Tiefe der göttlichen Ordnung.“
[Ev.
Bd. 2, Kap. 127, 3]
Das
Mägdlein Jarah zu Jesus: „Ich liebe alle Menschen und
die Dürftigen am meisten und biete nach meinen geringen Kräften allzeit alles
auf, um den Armen zu helfen; aber so lieben wie Dich, Herr, kann ich sie
dennoch nicht. Und so liebe ich auch diesen schönen Engel Raphael recht sehr,
aber mein Herz und mein Leben gehört dennoch nur Dir!“
[Ev.
Bd. 2, Kap. 135, 5]
Jarah, die zwölfjährige Tochter des frommen Wirtes Ebahl, zu Jesus: „Ich möchte Dich vor lauter Liebe ganz im
Herzen haben und Dich nimmer auslassen; ja, ich möchte Dein Angesicht mit
zahllosen Küssen bedecken und nimmer aufhören. Ich möchte Dich so umarmen, daß
mir die Adern zerreißen könnten! — Aber Du bist nun das allerheiligste, höchste
Gottwesen, und ich denke mir in meinem Herzen, daß ich viel zu unwürdig bin,
Dich so zu lieben, als wärest Du ein Mensch. Aber mein Herz nimmt darauf keine
Rücksicht und liebt Dich nur noch heftiger als zuvor!“ — Darauf Jesus: „Es
folge deine Seele nur allezeit dem lauteren Zuge deines Herzens und fache darin
eine helle Flamme an, so wird der Geist Gottes in dir aufgehen wie eine Sonne,
und in seinem Licht und seiner Lebenswärme wird dann die Saat Gottes reifen und
die Seele versehen mit den Früchten des ewigen Lebens. Es kann der Geist Gottes
im Menschen ja nur erstehen durch die Liebe zu Gott und aus solcher Liebe
heraus zum Nächsten. Darum bleibe du nur in deiner großen, reinen Liebe!“
[Ev.
Bd. 2, Kap. 144, 5-8]
Jesus
zu der vor Liebe zu Ihm weinenden Königstochter Helena vom Pontus:
„Meine liebste Tochter, mühe dich nicht zu reden; denn die Sprache deines
Herzens ist Mir lieber um vieles als eine noch so gewählte deines Mundes!“
[Ev.
Bd. 3, Kap. 110, 7]
Jesus
zu der bekehrten Heidin Helena: „Wer Mich liebt wie du und lebendig glaubt, daß
Ich es bin, auf dessen Darniederkunft die Väter
harrten, der ist so völlig eins mit Mir, wie Ich es bin mit Meinem Vater im
Himmel! Durch deine Liebe wirst du stets in der nächsten Nähe um Mich sein, wenn
dich auch in dieser Welt der Raum von Meiner Person trennt; einst aber in
Meinem Reiche des reinsten Geistes und der Wahrheit wirst du ewig nimmer von
Mir getrennt werden!“
[Ev.
Bd. 3, Kap. 111, 6-7]
Jesus
zu einigen Jüngern: „So sehr, wie dieses Mägdlein Jarah
Mich liebt, vermag es niemand von euch; denn eure Liebe ist mehr eine Verwunderung
über Meine Weisheit und Meine euch unbegreiflichen Wundertaten. Dies Mägdlein
aber liebt Mich ganz rein um Meiner selbst willen, weil es weiß, wer in Mir
ist. Und das ist mehr wert, als das bloße Bewundern, da es doch jedermann klar
sein muß, daß bei Gott alle Dinge möglich sind.“
[Ev.
Bd. 4, Kap. 175, 7]
Jesus
auf die Frage des verstandesklugen griechischen Essäerführers
Roklus, wie man den endlosen Gott über alles lieben
könne: „Leichteres gibt es wohl nicht! Man betrachte die Werke Gottes, Seine
Güte und Weisheit, halte gewissenhaft Seine Gebote und liebe seinen armen
Nächsten wie sich selbst — so liebt man dadurch auch schon Gott über alles.“
[Ev.
Bd. 5, Kap. 73, 1-3]
Jesus:
„Wenn die Menschen in der Gotterkenntnis und in der Liebe zu ihrem Gott und
Schöpfer wachsen und so ein wahres Leben in Meiner Liebe, Weisheit und Macht finden,
dann werden sie auch ganz das sein, was sie sein sollen: Sie werden als Meine
wahren Kinder ebenso vollkommen sein, wie Ich selbst vollkommen bin, und vor
Meiner Weisheit, Macht und Größe nimmermehr erschrecken!“
[Ev.
Bd. 5, Kap. 117, 6]
Jesus
zu einem römischen Hauptmann: „Sobald eine Seele anfängt, den wahren Gott zu
erkennen und durch das Gefühl ihrer Liebe zu Ihm Ihn wesenhaft wahrzunehmen,
ist sie von den Banden der göttlichen Allmacht frei und gehört schon mehr und
mehr sich selbst an, ist Selbstschöpferin ihres eigenen Seins und Lebens und
dadurch eine selbständige Freundin Gottes für alle Ewigkeiten.“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 133, 6]
Jesus
belehrt heidnische Weisheitspriester: „Gott, der ewig Wahre, ist pur Liebe und
auch die höchste Weisheit, aus welcher Er alle Welten und Menschen erschaffen
hat. Da Er also selbst pur Liebe ist, so will Er auch, daß Ihn alle Menschen
vor allem über alles lieben und dann auch — weil alle Menschen Sein Werk sind —
sich untereinander, wie da ein jeder sich selbst liebt. Wenn Gott alle Menschen
mehr als ein bester irdischer Vater seine Kinder liebt, warum sollen Ihn dann
die Menschen nicht wieder über alles lieben, wenn sie Ihn erst einmal so recht
erkannt haben!? Wahrlich, Ich sage euch: Ohne die rechte Liebe werdet ihr Gott
nie finden und erkennen und euch Ihm auch nie nahen können!“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 138, 15-16]
Auf
die Frage der Jüdin Helias, ob durch die beiden Liebesgebote des Herrn die Zehn
Gebote Mosis und die Schriften der Propheten aufgehoben seien, erwidert Jesus:
„Wie magst du so etwas fragen?! Siehe, gerade wie der siebente Geist der
Barmherzigkeit, der letzte der sieben Geister Gottes, die sechs vorhergehenden
Geister im Menschen durchdringt und erfüllt und somit alle in sich aufnimmt,
ebenso erfüllt die wahre Liebe zu Gott und zum Nächsten alle vorangegangenen
Gesetze Mosis und alle Vorschriften und Ermahnungen der Propheten.“
[Ev.
Bd. 7, Kap. 28, 4]
Jesus
zu der jungen Jüdin Helias: „Wenn Moses sagt: ‚Du sollst nur an einen Gott glauben
und keine anderen Götter neben Ihm haben!‘, so erfüllst du dieses erste Gebot Mosis
ja dadurch vollkommen, wenn du Gott über alles liebst. Denn könntest du wohl
Gott über alles lieben, wenn du zuvor nicht ungezweifelt von Ihm glaubtest, daß
Er wahrhaft da ist?! So du aber durch deine Liebe zu Ihm lebendig dartust, daß
du an Gott glaubst, — wirst du in deiner großen Liebe zu Ihm wohl imstande
sein, Seinen Namen je zu verunehren und zu entheiligen!? Sicher ewig nicht! —
Wenn du, Meine liebe Helias, Gott über alles liebst, wirst du dich da nicht
gern und oft von dem weltlichen Tagesgeschäft zurückziehen und dich mit dem
Gegenstand deiner heißesten Liebe beschäftigen? Ja, ganz sicher! Und siehe,
darin besteht ja auch die wahre, vor Gott allein gültige Feier des Sabbats, die
Moses befohlen hat!“
[Ev.
Bd. 7, Kap. 28, 5 und 6]
Ein
gottsuchender indischer Weiser zu Jesus: „Du bist wahrlich und sicher ein
großer, weiser Mann. Du fielst mir im Saale auf, und mein Herz war von Deinem
Anblick so gerührt und angezogen, daß ich mich sehr mäßigen mußte, um nicht zu
Dir hinzustürzen und Dich mit aller Gewalt an meine Brust zu drücken. Das war
ein Gefühl, das ich zuvor nie empfunden habe!“
[Ev.
Bd. 7, Kap. 116,2]
Jesus:
„Ich bin das Leben der Seele durch Meinen Geist in ihr, und dieser heißt die
Liebe zu Gott. Wer sonach Gott über alles liebt und darum auch allzeit Seinen
Willen tut, dessen Seele ist von Meinem Geiste erfüllt, und dies ist die
Vollendung und das ewige Leben der Seele.“
[Ev.
Bd. 7, Kap. 127, 7]
Der
Jüngling Jesus zu dem in Liebe entbrannten, die Gnade eines Kusses erbittenden
römischen Oberstatthalter Cyrenius: „Du komme nur her
und küsse Mich! Denn wenn jemand mit deiner Liebe zu Mir kommt, und hätte er
auch der Sünden so viele an seiner Seele als es gibt des Grases auf der Erde
und des Sandes im Meere, so werde Ich ihn nicht verstoßen, sondern ihn
aufnehmen wie ein Vater seinen Sohn, der für ihn zwar verloren ging, aber
wiedergefunden ward.“
[Ev.
Bd. 7, Kap. 211, 9-10]
Der
römische Statthalter Cyrenius nach dem plötzlichen
Tode seiner geliebten Gemahlin Tullia zu tröstenden Freunden: „Sehet, hier hat
der Herr mir wunderbar dies edle Weib gegeben, und hier hat Er es mir genommen;
denn Er allein ist ja der Herr über alles Leben! Ihm sei darum auch alles
aufgeopfert, und Sein heiligster Name sei ewig gepriesen! Es ist zwar ein
harter Schlag auf mein fleischlich Herz, aber ich empfinde ihn nun umso
belebender für meinen Geist. Denn dadurch hat der Herr mich frei gemacht, und
ich gehöre Ihm nun ganz, aller irdischen Bande ledig, Er allein ist nun der
heilige Einwohner meines Herzens! Darum tröstet mich nicht; Er allein ist ja
mein Trost für ewig!“
[Jug. Kap. 188, 40-43]
Jesus:
„Suchet für eure Mir dargebrachten, kleinen Opfer nicht Entschädigungen in dieser
Welt — denn wahrlich, da wäret ihr Meine Kinder nicht —‚ sondern tuet alles aus
wahrer, lebendiger Liebe zu Mir, euerm Vater, und Ich werde dann schon auch
wissen, womit Ich Meinen lieben Kindern eine wahre Gegenfreude zu machen habe.
Wahrlich, wahrlich, Ich sage euch: Keines Menschen Auge hat es je geschaut,
keines Menschen Ohr gehört und keines Menschen Sinn je gefühlt, was Ich für
jene Meiner Kinder in Bereitschaft halte, die Mich als ihren Vater wahrhaft mit
einfältigem Herzen lieben!“
[Ev.
Bd. 8, Kap. 38, 13-14]
Als
Jesu Füße von Maria Magdalena gesalbt wurden mit köstlicher Narde, sagt Jesus
zu den darüber murrenden Jüngern: „Dies Weib hat nun ein gutes Werk an mir
getan, und wo Mein Evangelium gepredigt wird, da soll auch dieses Weib und
diese Begebenheit erwähnt werden. Dies Weib hat heute morgen schon Meine Füße
mit ihren Tränen gewaschen und ist nun wieder gekommen und hat Mir die Füße
gesalbt. Wie mag euch das denn ärgern?!“ — Darauf zu Maria Magdalena, die sich
zum Gehen wendet: „Bleibe bei Mir; denn von nun an sollst auch du eine Zeugin
Meiner Taten und Erbarmungen werden!“
[Ev.
Bd. 8, Kap. 80, 8-14]
Die
von Reue und Liebe tief erschütterte Maria Magdalena auf die Aufforderung Jesu,
sich durch Speise und Trank zu stärken: „O Herr, Du allein bist für mich das
beste Brot und der kräftigste, süßeste Wein aus den Himmeln, Du allein bist die
rechte, wahre Lebensstärkung meiner Seele und meines Leibes! Sei nur Du mir
gleichfort gnädig und barmherzig und verlaß mich arme Sünderin nicht!“ — Darauf
Jesus: „Meine liebe Tochter, diese Worte hat dir nicht dein Fleisch gegeben,
sondern der Geist der Liebe im Herzen deiner Seele. Ja, Ich bin ein wahres Brot
aus den Himmeln und auch ein wahrer Wein. Wer dieses Brot ißt und diesen Wein
trinkt, den wird es ewig nicht hungern und dürsten. Und wer Mich so genießt im
Geiste und in der Wahrheit, der wird den Tod nicht sehen, noch fühlen und
schmecken. — Aber darum iß und trinke nun dennoch leiblich dieses irdische Brot
und diesen irdischen Wein!“
[Ev.
Bd. 8, Kap. 80, 22-25]
Jesus
zu einem ehrfurchtsbangen Neubekehrten: „Sei voll guten Mutes und habe keine
eitle Furcht vor Mir; denn Ich habe dich schon lange eher geliebt, als du noch
warst! — Ohne Meine Liebe wäre weder eine Welt noch je ein Mensch ins Dasein
gekommen. Alles, was der endlose Schöpfungsraum faßt, ist Meine durch Meinen
Willen verkörperte Liebe, und somit auch du! Also bist du nun ein
Lebensfünkchen Meiner Liebe und kannst zu einer Mir ähnlichen großen,
selbständigen Liebesflamme dadurch werden, daß du Mich über alles liebst und
deine dir völlig ähnlichen Nächsten wie dich selbst!“
[Ev.
Bd. 9, Kap. 85, 6, 8 und 11]
Jesus:
„Ich weiß, welche Leiden Mich auf dieser Erde in kurzer Zeit erwarten, aber
Meine große Liebe zu euch Menschen versüßt Mir sie! So lasset euch denn auch,
ihr Meine Kinder, so manches Leid und manchen Schmerz, den ihr in diesem Leben
zu erdulden bekommet, durch die Liebe zu Dem, der in Mir wohnt, versüßen, und
ihr werdet dadurch, Mir gleich, guten Mutes und heitern Sinnes sein!“
[Ev.
Bd. 9, Kap. 119, 20]
Jesus:
„Gottes Liebe erfaßt zwar alles, aber es ist ein großer Unterschied in dem, wie
ein Mensch von Gott geliebt wird. Wer Gott über alles liebt wie dieses Mägdlein
(Jarah), der nötigt Gott, daß Er kommt und durch
Seinen Geist im liebenden Herzen Wohnung nimmt. Ein solcher Mensch hat dadurch
das ewige, unvergängliche Leben und ist völlig eins mit Gott.“
[Ev.
Bd. 2, Kap. 119, 6-7]
Jesus:
„Gott sorgt in Seiner unermeßlichen Liebe zwar für alle Menschen so, wie Er
auch sorgt für alle Kreatur nach Seiner ewig unwandelbaren Ordnung. Aber
besonders und außerordentlich sorgt Er sich nur um jene, die Ihn erkannt haben,
Seinen ihnen geoffenbarten Willen tun und Ihn so wahrhaft in allen ihren Taten
über alles lieben.“
[Ev.
Bd. 10, Kap. 97, 7]
Ein
seliger Geist: „Unendlichmal wohl demjenigen, der auf der Erde sich die Liebe
zum Herrn zum einzigen Bedürfnis gemacht hat; denn der hat zur Vollendung des
Lebens den kürzesten Weg eingeschlagen!“
[GS.
Bd. 1, Kap. 7, 14]
Der
Herr: „In den unteren Himmeln gibt es Geister, die Mich so mächtig lieben, daß
Ich Mich ihnen ihrer Liebe zufolge nur nach und nach erschaulich
nähern kann, und so müssen diese frommen Wesen in ihrem reinsten Wunsche eine
Zeitlang wartend verharren. Solcher Zustand heißt die Geduld der Liebe.“
[GS.
Bd. 1, Kap. 9, 17]
Ein
katholischer Christ in der geistigen Welt: „Ich konnte die Dreieinigkeit wie
das heiligste Altarsakrament nie so recht mit meinem Herzen ergreifen, nur mit
Christus war es anders. Wenn ich Seine heiligen Evangelien las, da stellte ich
Ihn mir immer wie gegenwärtig vor und habe mir dabei auch allzeit gedacht: wenn
ich die Gnade hätte, welche den Aposteln zuteil wurde, fürwahr, da wäre ich
selbst ein Apostel geworden und hätte aus Liebe zu Ihm Weib und Kinder
verlassen!“
[GS.
Bd. 1, Kap. 55, 10-11]
Der
Herr: „Die übertriebene Gottesfurcht ist ein Irrtum, der ohne Beschädigung des
Lebens und der Freiheit (auch im Geisterreich) nicht so leicht aus einer Seele
zu bringen ist.“
[GS.
Bd. 1, Kap. 59, 10]
Der
Herr in der Geisterwelt zu einem Ihn noch nicht erkennenden, von der Furcht vor
dem Richtergott erfüllten einstigen Prior: „Der Herr ist ein gar großer Freund
derjenigen, die Ihn lieben; Er kommt ihnen, wenn auch unerkannt, schon mehr als
auf dem halb Wege entgegen. Wie wäre es demnach, wenn du anstatt deiner großen
Furcht deine Liebe zum Herrn so recht ergreifen möchtest und der Herr dir dann
auch entgegenkäme? Ich meine, solches wäre besser als sich gar so töricht zu
fürchten vor Dem, den man doch nur über alles lieben soll!“
[GS.
Bd. 1, Kap. 96, 14]
Selbstoffenbarung
Jesu, des Herrn, in der geistigen Welt an einen Gott noch immer fürchtenden
einstigen Prior: „Siehe, deine Furcht rührt aus einer grundirrigen irdischen
Vorstellung von dem Herrn her. Da aber aller Irre einmal ein Ende werden muß,
so siehe her! — Zuerst betrachte Meine Füße, an denen noch die Nägelmale sind, dann betrachte Meine Hände und lege gleich
dem Thomas deine Hand in Meine durchbohrte Seite!“
[GS.
Bd. 1, Kap. 96, 18]
Ein
früherer Prior, der die Furcht vor einem strengen Richtergott überwunden hat, bekennt:
„O Du mein allermächtigst geliebter Herr Jesus! Wer von uns hätte es sich nur
zu denken getraut, daß Du auch im Reiche der Geister so unendlich, so
unaussprechlich gut bist! Ja, Du bist der Himmel aller Himmel und die höchste
Seligkeit aller Seligkeiten! Wenn ich nur Dich habe und Dich ewig mehr und mehr
lieben darf, so frage ich weder nach einem Himmel noch nach irgendeiner anderen
Seligkeit!“
[GS.
Bd. 1, Kap. 96, 20-21]
Der
Herr zu einer erlösten Seele im Geisterreich: „Liebe ist das einzige Band
zwischen Mir und dir, sie ist die alleinige, wunderbare Brücke zwischen Mir,
dem ewig allmächtigen, unendlichen Schöpfer, und dir, Meinem endlichen
Geschöpf. Auf dieser Brücke kann Ich zu dir und du zu Mir kommen, wie da kommt
ein lieber Vater zu seinen Kindern und ein Kind zu seinem lieben Vater.“
[GS.
Bd. 1, Kap. 98, 5]
Eine
erlöste, in heißer Gottesliebe entbrannte Seele im Jenseits: „Herr, Vater,
Gott, Jesus! Ich bin nun durch Deine Liebe und Gnade ganz geheilt, und die
übertriebene Furcht vor Dir ist auch dahin. — Aber dafür tobt eine unbegrenzte
Liebe zu Dir — wie zur höchsten Leidenschaft verstärkt — in jeder Fiber meines
Herzens! Jetzt möchte ich Dich mit aller meiner Lebenskraft umarmen in der
höchsten Gottesliebe unbeschreiblichen Wonne! — Herr, lasse Dich umarmen und an
mein vor Liebe brennendes Herz drücken!“ Darauf Jesus: „Mein lieber Bruder, das
würde dir jetzt schädlich sein, weil dein Geist in der Seele noch zu wenig
festen Fuß gefaßt hat. Aber wenn dein Geist ehestens eine rechte Gediegenheit
erreicht haben wird, dann werden wir uns ohne alle Furcht vor Schaden umarmen
können. — Denn, lieber Bruder, Ich bin freilich dir gleich ein Mensch; aber in
diesem Menschen wohnt dennoch die Fülle Meiner Gottheit leibhaftig, und diese
würde dein Geist nicht ertragen. Er würde alle Fesseln zersprengen und sich vereinen
mit der Gottheit in Mir, als seinem ewigen Urgrund und Urelement. Wenn aber
dein Geist in deiner Seele sich vollkommen geordnet hat und in sich selbst
erfüllt sein wird mit aller Stärke der Liebe aus Mir, dann wird er Meine
Umarmung ohne Nachteil ertragen können.“
[Rbl.
Bd. 1, Kap. 147, 3-4]
Jesus
zu dem liebeentbrannten und schuldbewußten, vor der göttlichen Herrlichkeit erbebenden
einstigen Bischof Martin: „Denke nicht so beständig an Meine Herrlichkeit,
sondern daran nur, daß du nun in der Liebe Mein Bruder bist, so wirst du Meine
Nähe leicht ertragen können!“
[BM.
Kap. 90, 1]
Jesus
der Herr zu der Chinesin Chanchah, deren übermächtige
Liebe zu Ihm sich nicht durch die Weisheit mäßigen lassen will: „Du Meine
allerliebste Tochter, wer Mich wie du liebt, der ist eins mit Mir und hat nicht
nur ein Leben, sondern zahllose Leben in sich! Wie sollte der vergehen können?!
Daher liebe du Mich nur aus allen deinen Kräften und fürchte nichts; denn deine
Liebe zu Mir wird dir auch Weisheit geben, und diese wird erweitern dein Herz,
auf daß du Mich stets mächtiger wirst lieben können!“
[BM.
Kap. 122, 5]
Jesus
im Geisterreich zu dem einstigen Bischof Martin, der seine Redseligkeit dem allwissenden
Herrn gegenüber bereut: „Mein lieber Sohn Martin, es ist ja nicht so sehr gefehlt,
wenn man Mir etwas beschreibt oder erzählt; denn alle Meine Kinder reden gern —
und mit Mir schon überaus gern! Würde Ich darum Mir von Meinen Kindlein nichts
erzählen lassen, weil Ich allwissend bin, so würde zwischen Mir und euch ewig
wohl kein Wort gewechselt werden; aber weil Ich eben will, daß Meine Kinder nie
um eine Freude verkümmert werden sollen, daher sollen sie Mir auch alles
erzählen, was sie irgendwo und -wann für Erfahrungen machen, was sie zu hören
und zu sehen bekommen.“
[BM.
Kap. 186, 6-7]
Inschrift
auf der dritten Stufe einer für Robert Blums jenseitige Seelenentwicklung und
-läuterung sinnbildlichen Pyramide: „Frage dein Herz, ob es Gott über alles
lieben kann ohne Interesse, außer dem süßesten der Liebe selbst? — Frage dein
Herz, ob es um Gottes willen den Bruder wahrhaft und völlig rein lieben kann? —
Kann dein Herz das, so ist deine Verwesung zu Ende, und du selbst stehst
vollendet vor Gott, deinem Herrn, Vater und Bruder!“
[Rbl.
Bd. 2, Kap. 157, 6]
Jesus
in der geistigen Welt zu einem ehemaligen Mönch, welcher an der heißen Gottesliebe
Helenas, einer einstigen Buhlerin, Anstoß nimmt: „Wer Mich nicht liebt wie
diese Helena, wahrlich, der wird an Meinem Reiche nur einen geringen Anteil
haben! — Liebtest Du Mich wie sie, so würde dich ihre Liebe nicht ärgern. Aber
da du an der wahren Liebe viel ärmer bist als diese da, so ist dir ihr großer
Reichtum ein Dorn im Auge!“
[Rbl.
Bd. 2, Kap. 160, 2-3]
Jesus
in der geistigen Welt zu dem hochgereiften Robert Blum, der Ihn um Seine ständige
persönliche Gegenwart bittet: „Wo du mit der Liebe zu Mir dich immer hinbegeben
wirst, da werde Ich bei dir sein, weil deine Liebe zu Mir Ich selbst bin. — Ich
bin überall da gegenwärtig, wo in einem Herzen die wahre, reine Liebe zu Mir in
gerechter Fülle vorhanden ist.“
[Rbl.
Bd. 2, Kap. 191, 3]
Ein
weiser Lichtbote rät einer armen Seele: „Alles, was wie eine selbstische
Leidenschaft aussieht, mußt du aus dir verbannen! Alles aber, was Liebe heißt,
mußt du dem Herrn zuwenden! — Du hast einst Gott gefürchtet, und das war gut;
denn Gottesfurcht ist die erste Stufe zur Weisheit! — Nun aber mußt du Gott
lieben über alles, — und das wird dir geben die höchste Seligkeit und eine
himmlische Schönheit für ewig!“
[Rbl.
Bd. 2, Kap. 241, 20]
Eine durch
Gottesliebe erleuchtete Seele im Jenseits: „Wie hat denn ein Johannes, ein
Jakobus, ein Petrus, wie auch ein Paulus den Herrn geliebt? Wie liebten
Magdalena und tausend andere mehr? Siehe, diese waren in den Herrn ganz
vollkommen verliebt! Und das hat in diesen Wesen den Grund gebildet, daß sie
als rechte Liebhaber des Herrn auch ehestens zu Seinen innigsten Freunden und
zu Meistern in der wahren Liebe und Weisheit wurden!“
[Rbl.
Bd. 2, Kap. 247, 6]
Jesus:
„Wo eine übermächtige Gottesliebe in einem Herzen wohnt, da wohnt auch schon
die Vollendung des Geistes. Wo aber ein Geist die Vollendung in sich trägt, da
trägt er auch schon Mich in sich und kann ohne Furcht und Scheu sich Meiner
eigentlichen freien Wesenheit nahen. Wer selbst zum Feuer geworden ist, darf
das Feuer nimmer fürchten!“
[Rbl.
Bd. 2, Kap. 267, 10]
Ein
seliger Geist: „Ich habe Christum noch nie im eigentlichen Sinne gefürchtet;
denn ich liebte Ihn zu sehr, als daß ich mich vor Ihm hätte fürchten können.
Ja, ich fürchte wohl den Herrn, aber nicht wie ein Verbrecher, sondern als ein
Liebender, der sich viel zu sündig und unwürdig fühlt, den Herrn zu lieben mit
unreinem Herzen!“
[St.-Sz.,
X. Expl. Abs. 34 und 39]
Die
Bewohner des vierten Sonnengürtels glauben: „Die Liebe zu unseren Brüdern und
Schwestern ist der Anfang des inneren Lebens. Wer aber aus dieser Liebe in die
Liebe zu Gott übergeht, der ist übergegangen in die Fülle des göttlichen Lebens
selbst. Liebet daher eure Brüder und Schwestern, damit ihr Gott lieben könnt;
denn ohne die Bruder- und Schwesterliebe kann niemand Gott lieben!“
[NS.
Kap. 42, 18 und 25]
Der
Herr zu Jakob Lorber: „Meinen Freunden und Freundinnen sage: sie sollen Meine
Diener und Knechte nicht mehr lieben als Mich! Ihr Heil sollen sie nicht in
ihre, sondern ganz in Meine Hände legen und sich nur Mir anvertrauen!“
[H.
Bd. 1, Kap 2, 4]
Der
Herr zu einem jungen Mädchen: „Siehe, Mein liebes Töchterchen, Ich bin noch immer
derselbe liebevollste, gute, heilige, himmlische Vater, wie Ich es in der Zeit
der ersten Menschen war, und bin jetzt noch viel zugänglicher als damals. Denn
jetzt stehen die Pforten der Himmel ununterbrochen offen. Damals aber waren sie
verschlossen. Und wenn jemand damals Mich nicht durch ein außerordentliches
Leben aus eigenem Antriebe und durch lange, gewaltige Selbstverleugnungen fand,
dann war für ihn die Erde ein harter Boden voll Todes. Jetzt aber ist sie schon
lange durch Mein Blut entsühnt!“
[Hi.
Bd. 2, S. 22, 3-4]
Der
Herr zu einem jungen Mädchen: „Liebe Mich, bleib Mir treu, habe große Freude an
Meinen alten und neuen Worten, suche Mich in der Liebe deines Herzens zu Mir,
halte Meine leichten Gebote, fliehe die arge Welt; komm zu Mir in deinem
Herzen, wo Ich deiner harre für und für, — so will Ich dich umfangen wie ein
zärtlichster Bräutigam seine innigst geliebte Braut und dich zum ewigen Leben
an Meine Vaterbrust drücken also, als hätte Ich in der weiten Unendlichkeit
niemanden als nur dich!“
[Hi.
Bd. 2, S. 25, 3]
Der
Herr zu einem Gottsucher: „Gottesfurcht und des Herzens tiefste Demut ist für jeden
aus dem Wasser und Feuer Getauften unerläßlich; ohne sie ist kein ewiges Leben
zu denken. Siehe, du hast die rechte Gottesfurcht und eine lobenswerte Demut —‚
aber glaube es Mir: solche Kinder, die ihre Eltern zu sehr fürchten, können
nimmer so recht heiß ihre Herzen zu ihnen erheben! — Suchst du Mich mit Furcht
und Zittern, wie wird es dir ergehen, wenn Ich zu dir komme?! — Wirst du da
nicht gleich einem Übeltäter rufen: ‚Berge, fallet über mich!?‘ — Und Ich werde
Mich dir aus großer Erbarmung nicht nahen können eher, bis sich alle deine
Furcht in die vertrauensvollste Liebe zu Mir umgestaltet hat!“
[Hi.
Bd. 2, S. 53, 18. 19]
Der
Herr: „Ich habe nirgends ein Gesetz erlassen: ‚Du sollst Gott, deinen Herrn,
ehren über alles!‘, sondern: ‚Du sollst Ihn lieben über alles!‘ — Man wird hier
freilich einwenden: ‚Die Ehre Gottes muß sein! Denn sie ist eine edle Frucht
der wahren Gottesfurcht; wer Gott nicht fürchtet, der ist aller bösen Taten fähig!‘
Ich aber sage: Wenn schon Gottesfurcht besser ist als böses Tun, so wird aber
dennoch aus einer solchen Gottesfurcht für niemanden ein ewiges Leben
erwachsen, weil ein furchtsames Gemüt ein gerichtetes ist. Darum will Ich nicht
die Ehre der Menschen als die Frucht der Furcht, sondern die getreue, kindliche
Liebe will Ich!“
Schrft., Kap. 27, 12, 17-18 und 28
Der
Herr: „Mir ist die Liebe um sehr vieles lieber als die Furcht! Wer Mich
wahrhaft liebt, der hat keine Sünde vor Mir. Denn die Liebe löschet jede Sünde
und läßt keine werden. Wer Mich aber fürchtet, der fällt leicht in eine Sünde.
Denn Furcht schützet ebensowenig vor Sünden wie ein dornig Gestrüpp einen
Flüchtling vor den Kugeln seiner Feinde. Die Liebe aber ist gleich einer festen
Burg auf einem Felsen, den kein Feind je besiegen kann!“
[H.
Bd. 2, S. 399, 4-6]
Der
Herr an eine noch an die Welt gebundene Seele: „Sie soll Mich lieben Meiner
selbst willen, nicht aber, auf daß Ich ihr bald geben möchte einen Mann und
weltglücklichere Umstände. Denn alle diese Dinge schlagen hart und schwer an
Mein Herz! — Wird sie Mich allein zu suchen und zu lieben anfangen, da werde
Ich ihr auch das Geringste nicht vorenthalten, was sie nur immer im Herzen
fühlen wird. Aber bevor Ich solches jemandem tue, da muß auch zuvor Mir gegeben
werden, was Mir gebührt, Meiner selbst willen, aber nicht der weltlichen Dinge
wegen!“
[H.
Bd. 2, S. 55, 2. 3]
Der
Herr zu einem Ihn innigst liebenden jungen Mädchen: „Es gibt auch Unterschiede
in der Liebe, sogar der reinen Engel in den Himmeln; wie sollten sie unter euch
nicht sein, die ihr noch im Fleische wandelt?! — Aber die Engel, die Mich am
meisten lieben, sind auch am nächsten bei Mir. — Weil Mich die Magdalena am
meisten liebte, so war sie auch die erste, die Mich nach Meiner Auferstehung zu
sehen bekam. — Und so sage Ich auch zu dir: Weil du (unter deinen leiblichen
Geschwistern) Mich an meisten liebst, so bist du Mir auch am nächsten!“
[Hi.
Bd. 2, S. 422, 9-11]
Der
Herr: „Ein Mädchen geht emsig in die Kirche und kleidet sich dazu an, als ginge
sie in ein Theater, — warum denn? — Etwa aus Liebe zu Mir? O nein! Sondern, daß
sie entweder bei dieser frommen Gelegenheit mit einem zusammentreffen möchte,
den sie lieber sieht als Mich, — oder um sich einen Gemahl zu erbeten. — Wer
Mich liebt, der muß Mich lieben Meiner selbst willen, aber nicht der weltlichen
Vorteile halber, — und Ich werde ihm darum geben Meine Liebe, welche ist das
wahre, ewige Leben, und alles, was Mein ist, wird auch sein sein.
— Wer Mich aber nur sucht der weltlichen Vorteile wegen, wahrlich, der ist Mir
unerträglicher als einer, der Mich noch nie gesucht hat!“
[Hi.
Bd. 2, S. 94, 9-14]
Der
Herr: „Ich bin von Ewigkeiten her der größte und allerreinste Liebhaber. Daher
bin Ich auch überaus eifersüchtig. Und es soll Mich niemand wesenhaft haben,
als der nur, der Mich allein über alles liebt!“
[Hi.
Bd. 2, S. 181, 12]
Der
Herr zu einem jungen Mädchen: „Suche ja nicht in der Welt etwas anderes zu erreichen
als ganz allein Meine Liebe, so wirst du allzeit und ewig glücklich und selig
sein! — Zähle nicht die Jahre deines Leibes und denke nicht, du möchtest im
älteren Zustande etwa kein Glück mehr machen! Wahrlich, darum habe Ich dich
nicht erschaffen, daß du die Märtyrerin eines unzüchtigen Mannes werden sollst,
— sondern für Mich allein habe Ich dich erschaffen! Ich bin nicht einer, der
Jahre zählt, sondern richte allein auf das Herz Meine Augen. Ist dieses schön
und rein, dann bist du für Mich ewig jung und schön!“
[Hi.
Bd. 2, S. 254, 7-9]
Der
Herr zu einem jungen Mädchen: „Du darfst dir wegen der Zusicherung Meiner Liebe
etwa nicht einbilden, als käme dir solch eine Gnade aus irgend einem Verdienste
zu! Sondern Ich ganz allein für Mich, ohne dein Verdienst, habe dich so lieb,
weil du Mich auch gar so sehr lieb hast und bist manchmal sogar in Mich ein
wenig verliebt, und das ist eine ganz besondere Heiligung deines Herzens. —
Denn wie könnte ein unheiliges Herz Mich, den Heiligsten, lieben?! — Wenn Mich
aber ein Herz liebt, der Ich heilig bin, wie möglich könnte in solch heiliger
Liebe das liebende Herz selbst unheilig verbleiben? — Fahre du, Mein
allerliebstes Töchterchen, in solcher deiner Liebe zu Mir nur treulich fort, so
wirst du bald einen zweiten, viel höheren Geburtstag erleben, als dieser
heutige deines Lebens ist.“
[Hi.
Bd. 2, S. 431, 5. 7]
Jesus
zu Seinen Jüngern und Freunden: „In den späteren Zeiten, wenn die Menschen mehr
und mehr in allerlei Wissenschaften und Künsten bewandert sein werden, da werde
Ich sichtbar höchst selten unter ihnen erscheinen, aber desto überzeugender
wirken durch Meinen Geist. Und Ich sage es euch: Diese Menschen werden umso
seliger sein, weil sie das, was ihr nun sehet, nicht sehen, aber dennoch
ungezweifelt glauben und danach leben werden! Ihr liebet Mich, weil ihr Mich
sehet; die Gläubigen künftiger Zeiten aber werden Mich lieben, ohne Mich je
gesehen zu haben. Wie erst werden sie Mich dann lieben, so sie Mich sehen
werden in Meinem Reiche!“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 236, 6]
Jesus:
„Wer aus Liebe zu Mir alles tut, was die Nächstenliebe fordert, dem werde auch
Ich alles tun, was in Meiner Macht steht. In Meiner Macht aber steht nicht nur
vieles, sondern alles!“
[Ev.
Bd. 8, Kap. 52, 3]
Jesus
zu einem gläubigen, rechtschaffenen Herbergswirt, der demütig um Gnade und
Barmherzigkeit bittet: „Sei getrost, Mein Freund! Darum bin Ich ja zu dir
gekommen, weil Mir deine Werke um vieles besser gefielen als jene des geizigen
Synagogenobersten. Liebe du nur gleichfort Gott über alles und deine Nächsten
ohne Ansehen ihres Standes und Glaubens wie dich selbst, tue ihnen, was du vernünftigermaßen wünschen kannst, daß sie dasselbe auch
dir tun. Dadurch erfüllst du das ganze Gesetz und die Propheten, und dann sind
dir auch alle deine Sünden vergeben!“
[Ev.
Bd. 8, Kap. 166, 20]
Jesus
zu einem bekehrten, strenggläubigen Altjuden: „Habe denn auch du von nun an die
wahre Nächstenliebe gegen alle Menschen, und du wirst erweckt werden durch Meines
Geistes Kraft zum ewigen Leben, eindringen in Meine Gottheitstiefen und dann in
Mir deinen Gott auch wahrhaft über alles lieben. Wer solche Liebe hat, der hat
vor Mir keine Sünde und braucht nicht der Juden lange, leere und vor Mir
wertlose Gebete, auch keine Fasten noch Bußwerke in Sack und Asche zu wirken.“
[Ev.
Bd. 10, Kap. 146, 12]
Jesus:
„Die Liebe zu Gott ist durch die Nächstenliebe bedingt! Wer da sagt, daß es zur
Seligkeit genüge, Gott allein über alles zu lieben, dabei aber vor seinem armen
Nächsten Herz und Tür zu verschließen vermag, der ist in großer Irre. Denn die
Liebe zu Gott ist ohne die Liebe zum Nächsten nicht denkbar! Darum liebet eure
Nächsten, weil sie gleich wie ihr Gottes Kinder sind, und ihr werdet dadurch
auch Gott über alles lieben!“
[Ev.
Bd. 10, Kap. 140, 4]
Jesus
zu bekehrten, eifrig zur Lehrverkündung bereiten Heiden: „Alles, was ihr tuet
in Meinem Namen, das tut aus Liebe, um die Liebe im Herzen derer zu wecken und
zu beleben, die ihr für Mein Reich gewonnen habt. Ist die Liebe in ihren Herzen
kräftig und voll Lebens geworden und werden sie euch Gegenliebe erweisen
wollen, so lasset das mit freudigem Herzen angehen; denn nur die mächtige Liebe
und Gegenliebe beleben sich und erzeugen ein vollkommenes, neues Leben!“
[Ev.
Bd. 10, Kap. 84, 8-9]
Auf
eine Frage des Herrn ‚Wer ist dein Nächster‘, erklärt der biedere Kriegsveteran
Markus: „Natürlich wäre der mein Nächster, der meinem Leibe am nächsten steht,
und so er einer Hilfe bedürfte, müßte ich sie ihm geben. Wieder wären meine
Nachbarn die Nächsten, wenn sie mich um eine Hilfe angingen. Und so sind auch
mein Weib und meine Kinder meine Nächsten, und ich muß sorgen für ihr
leibliches und geistiges Wohl. Als ich noch ein Krieger war, da waren auch
meine Kameraden meine Nächsten. Ja, es ist jeder Mensch, welcher Religion er
auch angehöre, im Falle der Not mein Nächster, und ich meine sogar, man sollte
auch einem Haustier die Hilfe nicht versagen, wenn ihm etwas fehlt. Kurz und
gut, der Mensch soll Gottes Regierung nachahmen und in seinem Tun so wie Gott
seine Sonne über alle Kreatur leuchten lassen.“
[Ev.
Bd. 2, Kap. 234, 2-4]
Jesus:
„Die wahre, reine Nächstenliebe besteht darin, daß man dem Nächsten alles das
von Herzen wünscht und tut, was man vernünftiger- und weisermaßen
von anderen Menschen für sich selber wünscht. Wer diesen Grundsatz so recht
beachtet, der wird bald gewahr, daß er wie kein anderer den Menschen zu einem
gewissen Fleiß und auch zur wahren, edlen Sparsamkeit anspornt. Denn jeder muß
sich sagen: ‚Ist es mir unangenehm, daß ein anderer an meiner tätigen Seite
einen Müßiggänger macht, so darf ich auch an seiner Seite nicht müßiggehen.‘ —
Wird dieser Grundsatz wahrer, edler Nächstenliebe in einer Gemeinde gepflegt,
so wird es bald wenig Arme geben außer den Lahmen, Bresthaften, Blinden, Tauben
und Aussätzigen, aber diese sollen dann auch mit dem freudigsten Herzen
zuvorkommend versorgt werden.“
[Ev.
Bd. 5, Kap. 126, 3-5]
Jesus:
„Nebst der Liebe zu Mir, eurem Herrn und Gott, gibt es noch eine andere, Mir
höchst wohlgefällige Liebe: die Nächstenliebe! Die Armen am Geiste und an den
nötigen irdischen Gütern sind die wahren Nächsten; was jemand in Meinem Namen denen
tut, das tut er Mir.“
[Ev.
Bd. 3, Kap. 112, 4]
Jesus:
„Die Talente sind von Mir an die Menschen darum so verschieden verteilt worden,
damit jeder seinem Nächsten nach dem ihm eigenen Talent in der von Mir gebotenen
Nächstenliebe dienen kann.“
[Ev. Bd.
10, Kap. 65, 4]
Jesus
zu dem dankbaren, opferbereiten Weibe eines von der Tollwut Geheilten: „Alles,
was du um Meines Namens willen den Armen tust, wird so angesehen werden, als ob
du es Mir tätest!“
[Ev.
Bd. 2, Kap. 68, 2]
Auf
die Frage eines Pharisäers, wer unser Nächster ist, erklärt Jesus: „Jeder
Mensch, der deiner Hilfe bedarf, und wäre er auch ein Fremder vom Ende der
Welt!“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 206, 22]
Jesus
erzählt Zöllnern und Pharisäern das Gleichnis vom barmherzigen Samariter und
fragt: „Wer war da des Erschlagenen Nächster?“ — Ein Pharisäer antwortet: „Der
ihm die Wohltat erwies.“ — Darauf ermahnt ihn Jesus: „Gut, so gehe hin und tue
desgleichen, so wirst du Gott ein höchst angenehmes, wahres Opfer darbringen,
das besser ist als eure Brand- und Schlachtopfer.“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 206, 23-24]
Auf
die Frage eines Schriftgelehrten: ‚Wer ist mein Nächster?‘ antwortet Jesus mit
dem Gleichnis vom barmherzigen Samariter und fährt fort: „Jeder Mensch, der
deiner Hilfe bedarf, ist dein Nächster; und wenn du ihm hilfst, bist auch du
sein Nächster. Und wenn du ihm geholfen hast, so hast du ihn als deinen Nächsten
auch geliebt wie dich selbst; denn die wahre Nächstenliebe besteht darin, daß
ihr euren Mitmenschen alles das tuet, was ihr vernünftigerweise wünschen
könnet, daß sie es im Notfalle auch euch tun möchten.“
[Ev.
Bd. 8, Kap. 63, 6-13]
Jesus
zu bekehrten Altjuden, die nach der rechten Ausübung der Nächstenliebe fragen:
„Euer Nächster ist jeder Mensch, ob Freund oder Feind, der eurer Hilfe in einer
guten, den Geboten Gottes gemäßen Art bedarf. Es versteht sich aber von selbst,
daß ihr dem, der Handlungen wider Gottes Gebote begeht, dabei nicht behilflich
sein, sondern ihn davon abhalten sollet. Wenn ihr das tut, dann übet ihr die
wahre Nächstenliebe aus.“
[Ev.
Bd. 10, Kap. 139, 3]
Jesus:
„Erleuchtet zu sein durch Meine Gnade, ist ein großes, kostbares Glück für den
Menschen. Aber noch um vieles schätzbarer ist es, mit seinem wahren, reinen
Lebenslicht auch andere, die in der Finsternis wandeln, zu erleuchten!“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 14, 22]
Jesus:
„Eure Liebe zu Euren Kindern brenne wie ein Licht, aber die Liebe zu fremden Kindern
armer Eltern sei ein großer Feuerbrand! Denn niemand in der Welt ist elender
als ein armes, verlassenes Kind. Wer solch ein Kind aufnimmt in Meinem Namen
und es leiblich und geistig versorgt wie sein eigenes Blut, der nimmt Mich
auf!“
[Ev.
Bd. 2, Kap. 68, 6]
Jesus:
„Es ist bei weitem nicht genug zu sagen: ‚Ich liebe meine Nächsten und bin zu
ihnen sehr freundlich!‘ Die vor Gott allein gültige Liebe muß in Werken
bestehen, wenn die Nächsten ihrer bedürfen geistig oder leiblich. Diese Liebe
ist der wunderbare Schlüssel zum Lichte aus Gott im eigenen Herzen.“
[Ev.
Bd. 3, Kap. 207, 14]
Jesus:
„Wer viel hat, der gebe viel, und wer wenig hat, der gebe wenig! Wer einem Durstigen
in rechter Nächstenliebe aus seinem Brunnen auch nur einen Trunk frischen Wassers
reicht, dem wird es jenseits vergolten; denn wer da seinem Nächsten Liebe
erweist, der wird auch drüben Liebe finden. Es kommt hier wahrlich nicht darauf
an, wieviel jemand gibt. Ein aus wahrer Liebe freundlicher Geber gibt doppelt!“
[Ev.
Bd. 7, Kap. 1, 13-14]
Jesus:
„Wer viel hat, der gebe viel, und wer wenig hat, der teile auch das Wenige mit
seinen noch ärmeren Nächsten, so wird er sich dadurch Schätze im Himmel
sammeln! Das Geben aber ist schon für sich seliger als das Nehmen.“
[Ev.
Bd. 7, Kap. 85, 6]
Jesu
Abschiedsworte an bekehrte Römer von hohem Rang: „Ihr werdet in Meinem Namen
noch gar vieles zu tun bekommen; wenn ihr alles aus Liebe zu Mir und zu euren
Nächsten tut, was euch Mein Geist in euch heißen wird, so werdet ihr Mir
dadurch auch alles vergüten, was euch durch Meine Liebe und Gnade zuteil
geworden ist. Was ihr euren armen Mitmenschen
Gutes, geistig und leiblich, in Meinem Namen erweist, das tuet ihr Mir!“
[Ev.
Bd. 8, Kap. 149, 1-2]
Auf
die Frage des Heilbadbesitzers Markus, ob man bekannten Lumpen und Verschwendern,
die ihr Vermögen verpraßt haben, und sogar seinen Feinden Nächstenliebe erweisen
soll, sagt Jesus: „Ihr sollt in der Nächstenliebe keine Ausnahme machen,
sondern jedem Gutes erweisen; denn wer eine Ausnahme macht, bei dem werde auch
Ich allerlei Ausnahmen machen. Wenn jemand in einer Not zu euch kommt, so
erweiset ihm die Nächstenliebe entweder geistig oder materiell. Habt ihr einen
Sünder bekehrt, und er ist in Not, so helfet ihm auch aus dieser! Hat er darauf
abermals gesündigt, so ermahnet ihn in Liebe und werdet ihm nicht feind; denn
mit welchem Maße ihr in Meinem Namen ausmesset, mit demselben Maße wird es euch
zurückgemessen werden!“
[Ev.
Bd. 9, Kap. 159, 10-13]
Jesus
auf die Frage einer Witwe, deren Sohn Er vom Tode erweckt hatte, was sie denn
Seiner Gnade würdig gemacht habe: „Ich kenne dein Herz, dem viele Arme ihr
Leben verdanken; darum bin Ich zu dir gekommen in deiner größten Not. Denn wer
nach seinem Vermögen den armen und bedrängten Mitmenschen allzeit
Barmherzigkeit und Liebe in aller Freundlichkeit erweist, der wird auch bei Mir
Erbarmung, Liebe und Freundlichkeit finden; denn darin besteht das wahre Reich
Gottes, das in Mir nun zu euch gekommen ist, daß ihr Gott liebet über alles und
eure Nächsten wie euch selbst.“
[Ev.
Bd. 9, Kap. 36, 6 und 7]
Jesus
zu dem römischen Hauptmann von Genezareth: „Es wäre gut, wenn ihr Römer statt
der Götzentempel Herbergen für Arme errichten möchtet; denn eure Götter sind
tote Gebilde, die euch nichts nützen können. Aber so ihr die vielen Kranken,
Armen, Bresthaften und Krüppel des Landes in gut eingerichteten Herbergen
versorget, so wird der eine, wahre und lebendige Gott eure guten Werke ansehen
und euch segnen!“
[Ev.
Bd. 2, Kap. 105, 13]
Jesus
zu dem reuigen Zorel: „Wer immer dich um einen Dienst
bittet oder um eine Gabe, dem verweigere nichts, vorausgesetzt, daß der von dir
verlangte Dienst nicht den Geboten Gottes und den Gesetzen des Staates zuwider
ist.“
[Ev.
Bd. 4, Kap. 78, 6]
Der
Herr zu den Kindern der Höhe: „Liebet euch in Meiner Liebe und seid fröhlich
und voll heiteren Mute untereinander, seid gegeneinander gefällig und
dienstfertig, so werdet ihr dadurch allzeit an den Tag legen, daß ihr wahrhaft
Meine lieben Kindlein seid, an denen der heilige Vater Freude hat!“
[H.
Bd. 2, Kap. 137, 4]
Jesus:
„Seid voll Dienstfertigkeit untereinander, überbietet euch im Wohltun. Liebet
euch wahrhaft untereinander, wie auch Ich euch liebe, so werdet ihr aller Welt
zeigen, daß ihre wahrhaft Meine Jünger und Meine wahren Kinder seid!“
[Ev.
Bd. 4, Kap. 97, 8]
Jesus: „Hast du den lebendigen guten Willen,
deinem Nächsten in der Not zu helfen, und es wird dir schwer ums Herz, so du
solches nicht vermagst, so gilt dein guter Wille bei Gott für die Tat.“
[Ev.
Bd. 4, Kap. 81, 6]
Jesus:
„Wenn du einen Armen siehst, der einer nötigen Hilfe wegen zu Gott betet, da
gehe hin und hilf ihm, so du etwas hast, um ihm zu helfen; hast du aber nichts,
so bete auch du bei dir für ihn zu Gott, und Ich sage dir: Gott wird dein und
des Armen Gebet erhören!“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 180, 8]
Jesus:
„Wenn jemand seinem Nächsten eine Wohltat erweist, so tue er das im stillen und
brüste sich nicht damit vor den Menschen! Denn wer das tut, der hat seinen
geistigen Lohn bei Mir schon dahingenommen, da er für seine Tat einen
weltlichen Ruhm erhielt; dieser aber stärkt die Seele niemals, sondern verdirbt
sie nur, weil er sie eitel und selbstgefällig macht.“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 123, 8]
Jesus:
„Wenn jemand seinem Nächsten etwas Gutes tun will, so tue er das nicht vor den
Augen der Welt und lasse sich darum nicht öffentlich loben, sondern er tue es
im geheimen, so daß seine Rechte nicht weiß, was die Linke tut, und Gott, der
auch das Geheimste sieht, wird solche Werke mit Seinem Segen belohnen!“
[Ev.
Bd. 7, Kap. 158, 3]
Jesus
zu Nikodemus, der eine geplante gute Tat ankündigt: „Was ihr Gutes tut, das tut
im stillen und lasset euch darum nicht loben von der Welt; denn es genügt, wenn
Gott, vor dem nichts verborgen bleibt, sieht und weiß, was jemand Gutes tut.
Wer sich aber seiner guten Taten wegen von der Welt loben und ehren läßt, der
empfängt auch schon seinen Lohn und wird dafür einst in Meinem Reiche einen geringen
Lohn finden. Darum soll sogar deine rechte Hand nicht erfahren, was deine linke
tut.“
[Ev.
Bd. 7, Kap. 180, 34]
Jesus:
„Beim Wohltun sollst du nicht ernste und bittere Ermahnungen mitgeben; denn
diese erzeugen bei dem armen Bruder oft Traurigkeit, und er fängt an, sich sehr
danach zu sehnen, von dem ermahnenden Wohltäter ja nichts mehr annehmen zu
müssen. Den Wohltäter aber machen solche Ermahnungen stolz, wodurch das Nehmen
bei weitem schwerer wird als das Geben. Dagegen hat ein freudiger und freundlicher
Geber einen großen Vorzug vor dem grämlichen Mahnprediger, weil er das Herz des
Nehmers tröstet, erhebt und in eine dankbare Stimmung versetzt. Auch erfüllt er
den Nehmer mit liebevollem Vertrauen zu Gott und den Menschen, und des Armen
schweres Joch wird dadurch leichter.“
[Ev.
Bd. 4, Kap. 81, 15 und 17]
Jesus:
„Wenn ihr Gelder darleihet, dann leiht sie auch den Armen, die es euch nicht
mit Wucherzinsen zurückzahlen können, und ihr werdet dafür einen großen Schatz
im Himmel finden. — Wenn ihr Armen eine Wohltat erweiset, so tuet es frei aus
Liebe zu Gott und zum Nächsten, so werdet ihr den Ersatz dafür im Himmel
finden. — Wenn manchmal unfruchtbare Jahre kommen, dann werdet nicht karger
gegen die Armen, verkaufet euer Korn nicht teurer, backet das Brot nicht
kleiner und schlechter und vermindert den Lohn des Arbeiters nicht, so werdet
ihr darum allen Segen von oben haben!“
[Ev.
Bd. 8, Kap. 119, 7-9]
Jesus:
„Wahrlich, Ich sage euch: Wer seinen Bruder in der Not verläßt, der verläßt in
einem Gott und Himmel! Und Gott wird ihn verlassen, ehe er sich‘s versieht.“
[Ev.
Bd. 1, Kap. 125, 21]
Jesus:
„Wer aus Liebe zu Mir in Meinem Namen seinem Nächsten etwas Gutes tut, der hat
vor Mir das wahre Verdienst eines Arbeiters auf Meinem Acker und wird dafür seinen
Lohn ernten. Denn was ihr in Meinem Namen den Armen tut, das werde Ich stets
ansehen, als hättet ihr es Mir getan! Darum möget ihr Meine Person nun auch
bald verlassen, so werdet ihr Mir deshalb weder ferner noch näher stehen als
jetzt; aber wenn ihr in Meinem Namen den Menschen Gutes erweiset, so werdet ihr
Mir im Geiste um vieles näher rücken.“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 142, 13]
Jesus
zu einem strenggläubigen Altjuden: „Die rechte Nächstenliebe im Herzen eines
Menschen ist das einzige wahrhaft geistige Lebenselement, durch das alle
Sinnenwelt und auch alle Himmel in ihrer Bestandsordnung erhalten werden. Wenn
ein Mensch die wahre Nächstenliebe hat und übt, so lebt er dadurch in der
rechten Ordnung Gottes und gründet in sich das ewige Leben seiner Seele.“
[Ev. Bd.
10, Kap. 146, 11]
Jesus
zu einem strenggläubigen Altjuden: „Wenn ein armer Heide vor deine Tür kommt,
fleht um ein Almosen, und du enthältst es ihm darum vor, weil er ein Heide ist,
so hast du dadurch vor Mir nichts Verdienstliches fürs ewige Leben getan. Wenn
du dich aber auch eines armen, hungrigen und durstigen Heiden erbarmst und ihm
gibst, wessen er bedarf, so hast du ein Mir sehr wohlgefälliges Werk der wahren
Nächstenliebe getan!“
[Ev.
Bd. 10, Kap. 146, 11]
Jesus:
„Was immer für Sünder und Sünderinnen in euer Haus hilfesuchend kommen, so
sollet ihr ihnen nimmer die Türe weisen, sondern ihnen helfen und dabei alles
aufbieten, um sie zu bessern auf dem Wege der Liebe und jener wahren Weisheit,
die aus der Liebe hervorgeht.“
[Ev.
Bd. 2, Kap. 209, 7]
Jesu
Mahnung an einige Jünger, welche die begeisterte Volksmenge durch Drohungen zum
Schweigen bringen wollen: „Liebe und Geduld leite allzeit eure Schritte — und
nie ein Drohen und Herrschen! Es ist ja doch ums nie Beschreibbare herrlicher,
von den Menschen geliebt als gefürchtet zu sein!“
[Ev.
Bd. 9, Kap. 26, 15]
Jesus:
„Bedenket allezeit, daß in der Liebe, Geduld, Sanftmut und Erbarmung die größte
Macht und Kraft des Geistes sich offenbart. Könnet ihr einen Narren mit Liebe
und Geduld nicht zurechtbringen, so werdet ihr mit Ärger und Zorn dazu noch
weniger imstande sein. Es ist wohl notwendig, dann und wann mit dem rechten
Ernste aufzutreten, aber hinter dem Ernste muß dennoch stets die Liebe im Gewande
des wahren Wohlwollens hervorleuchten, sonst ist der Ernst nur ein blinder
Lärm.“
[Ev.
Bd. 8, Kap. 153, 9]
Jesus:
„Ich habe oft mit Menschen, die Mir lieb waren, so manches besprochen und ihnen
Rat in häuslichen Dingen gegeben; dasselbe taten auch Meine Jünger, was sie bei
vielen Menschen angesehen und sehr beliebt machte. Denn auch das ist
Nächstenliebe, daß man den Bedrängten und Unkundigen in allerlei nützlichen
Dingen mit gutem Rate beisteht.“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 22, 12]
Der
Evangelist Markus im Himmelreich: „Es ist die wahre Ordnung der Nächstenliebe,
wenn jemand seinen Bruder aus dem Herrn liebt. Im Gegenteil aber, wenn jemand
den Herrn liebt aus seinen Brüdern, so ist das eine umgekehrte Ordnung! Warum?
Weil es natürlicher ist, in Dem (im Herrn), in dem alles ist, auch alles zu
suchen, als in dem Bruder, da noch bei weitem nicht alles ist, das
vollkommenste Alles zu suchen. Es ist doch geordneter, in Gott alle seine
Brüder zu suchen, als in seinen Brüdern den unendlichen Gott! In Gott wird
jeder alles finden, aber in seinem Bruder das allerhöchste Wesen Gottes zu
finden, das dürfte wohl sehr zweifelhaft sein!“
[GS.
Bd. 2, Kap. 5,9-10]
Der
Evangelist Johannes: „Nach dem Maßstabe der natürlichen Eigenliebe in der göttlichen
Ordnung — (aufgezeigt im 7., 9. und 10. Gebot Mosis) — ist auch die Nächstenliebe
einzuteilen. Denn so jemand einen Bruder oder eine Schwester über dieses Maß hinaus
liebt, so treibt er mit ihnen Abgötterei und macht sie dadurch nicht besser,
sondern schlechter. Früchte solcher übermäßigen Nächstenliebe sind Habgier und
Herrschsucht!“
[GS.
Bd. 2, Kap. 103, 4-5]
Der
Evangelist Johannes: „Den Nächsten wie sich selbst lieben heißt: den Nächsten
in der gegebenen göttlichen Ordnung lieben, also in jenem gerechten Maße,
welches von Gott aus jedem Menschen von Urbeginn an zugeteilt ist.“
[GS.
Bd. 2, Kap. 103, 13]
Ein
erleuchteter Geist im Paradiese: „Wo die wahre Bruderliebe Gesetze über Mein
und Dein gibt, da kann es ewig keine Grenzstreitigkeiten geben. Denn kein
Gesetz sichert jedem das Seinige so treu und mächtig wie das heilige und lebendige
Gesetz der Nächstenliebe, demzufolge ein jeder das Seinige stets allen
freudigst zur freiesten Benutzung stellt!“
[Rbl.
Bd. 1, Kap. 121, 7]
Eine
durch Gottesliebe erleuchtete Seele im Jenseits: „Die Liebe ist der Himmel
größter Reichtum, nach ihr muß man geizen. Die Nächstenliebe ist zwar gleich
der Gottesliebe, aber sie muß sich nur Gottes wegen in Werken betätigen; denn
sonst schwächt sie die Liebe zu Gott. Man muß zuvor in der Liebe zu Gott völlig
feststehen, dann erst läßt sich alles andere in der göttlichen Ordnung
ergreifen!“
[Rbl.
Bd. 2, Kap. 246, 8, Kap. 247, 4]
Beim
Anblick mehrerer elender Seelen regt sich in dem einstigen Bischof Martin die
Barmherzigkeit. Auf die Eröffnung Jesu, des Herrn, daß sie lutherischer
Konfession sind, erwidert Martin: „Das ist mir freilich ein wenig zuwider; aber
nun ist schon alles eins, ob Luther, Mohammed, Jude oder Chinese! Kurz, was
Mensch ist, dem soll Hilfe werden! Denn nichts liegt daran, was man auf der
Welt war, — sondern alles liegt daran, was man auf der Welt getan hat, wie und
unter welchen Bedingungen!“
[BM.
Kap. 23, 1-4 und 11]
Der
Herr: „Das ist Mein Wunsch für euch alle, daß ihr eine besondere Freude habet
an Meinen armen Brüdern und Schwestern und gerne teilet euren Vorrat mit ihnen.
Solange ihr noch Arme habt, so lange habt ihr auch Mich und Meinen Segen. Wohl
den Barmherzigen, sie sollen auch bei Mir Barmherzigkeit finden. — Wer Mich
sonach suchen will und finden, der suche Mich unter den Armen!“
[Hi.
Bd. 1, S. 305, 2. 5. 8. 10]
Der
Herr: „Tuet den Menschen alles, was ihr wollt, daß sie es auch euch tun sollen!
Siehe darin liegt alle Rechtfertigung einer guten Handlung! — Und zur rechten
Tugend gehört, daß man die Betrübten tröste, die Zerschlagenen aufrichte in
ihrem Gemüte, den Notleidenden helfe, die Gefallenen aufhebe, die im Geiste
Gefangenen erlöse, die Schwachen stärke, den Irrenden den rechten Weg zeige und
alle Ärgernisse vermeide.“
[Hi.
Bd. 2, S. 289, 1-2]
Der
Herr in einem eigenhändigen Antwortbrief an den Fürsten Abgarus Ukkama in Edessa: „Sei fortan
sehr barmherzig, so wirst auch du eine große Erbarmung finden! Vergiß die Armen
nicht! Diese sind allzumal Meine Brüder! Was du ihnen tust, das tust du Mir,
und Ich werde es dir vergelten hundertfältig!“
[Bw.
4, Antw. Abs. 6]
Jesus
zu Petrus: „Wenn du den Menschen ihr Böses mit Bösen vergiltst, frage dich
selbst, ob dadurch je ihr Böses besser wird! Vergiltst du aber das dir angetane
Böse mit Gutem, so wirst du dadurch das Böse in deiner Bruder sänftigen und ihn
am Ende dir zu einem guten Freund gewinnen.“
[Ev.
Bd. 1, Kap. 67, 11]
Der
erleuchtete Priester Jonael in Sichar:
„Es ist überaus nötig, auf dieser Welt Liebe und wahre Freundschaft zu üben und
einem Feinde lieber Gutes als Böses zuzufügen und den zu segnen, der mir
fluchet; denn ich kann nicht wissen, wann der Herr ihn von dieser Welt abrufen
wird! War er auf der Welt mir in kleinen Dingen ein Feind, so wird er es mir
nachher als Geist hundertfach in großen Dingen werden. — David war doch von
seiner Kindheit an ein Mensch und Mann nach dem Herzen Jehovas, aber er hatte
einen Menschen, nämlich den Urias, sich zum Feinde
wider den Willen des Herrn gemacht. Und wie schwer hat sich dann mit der
Zulassung des Herrn des Urias Geist an David gerächt!
Das ist stets die unausbleibliche Folge einer feindlichen Handlung an einem
Menschen wider den Willen Gottes.“
[Ev.
Bd. 1, Kap. 79, 12, 13]
Jesus
zu gläubigen Schiffsknechten, die Ihn um Licht und Kraft im Kampfe gegen die
Feinde der Wahrheit bitten: „Wer sich am geringsten zu sein dünkt und will
aller anderen Diener sein, der ist unter allen dennoch der Höchste. — Liebet
euch untereinander, tut Gutes euren Feinden, segnet jene, die euch fluchen, und
bittet für jene, die euch verwünschen! Vergeltet Böses mit Gutem! — Leihet euer
Geld nicht nur denen, die es euch hoch verzinsen können, so werdet ihr des
Segens, des Lichtes, der Kraft und der Gnade Gottes in Fülle haben!“
[Ev.
Bd. 2, Kap. 159, 8]
Jesus
belehrt einen strafsüchtigen Schiffer: „Durch die Strafe wirst du den Menschen,
der dir Übles tat, wohl abschrecken, aber zum Freunde wird er dir nimmer! Hast
du ihm für etwas Arges, das er an dir beging, zur Zeit, da er in eine Not kam,
eine Wohltat erwiesen, so wird er seine Sünde einsehen, bereuen und sich
bessern.“
[Ev.
Bd. 2, Kap. 159, 10-11]
Jesus:
Die Genugtuung über die Unschädlichmachung eines Verbrechers darf nicht in
Schadenfreude und Grausamkeit ausarten. Gott wohlgefällig ist nur die Freude
über die Bekehrung eines Sünders.
[Ev.
Bd. 3, Kap. 117, 9-12]
Jesus
zu dem reuigen Bettler und Dieb Zorel: „Alles, was
dir in diesem Leben von seiten der Menschen Ärgerliches und Bitteres begegnen
kann, das bekämpfe du mit aller Geduld und Sanftmut, und wer dir Übles tut, dem
tue nicht wieder dasselbe, sondern Gutes, so wirst du glühende Kohlen auf sein
Haupt sammeln! Wer dich schlägt, dem vergilt nicht Gleiches mit Gleichem, auf
daß Friede und Einigkeit zwischen euch bleibe; denn nur im Frieden gedeiht das
Herz und des Geistes Wachstum in der Seele.“
[Ev. Bd.
4, Kap. 78, 5]
Jesus:
„Es steht zwar geschrieben, daß man dem, der einem Arges getan hat, siebenmal
vergeben soll; aber Ich sage euch: siebenundsiebzigmal sieben Male sollt ihr
eurem Beleidiger vergeben, bevor ihr ihn vor dem Richter verklaget! Bessert er
sich auch dann nicht, so stoßet ihn aus der Gemeinde! Wer aber nicht zählt, wie
oft ihn jemand beleidigt hat, dem wird auch im Himmel nicht gerechnet werden,
wie oft er Gott gegenüber gesündigt hat.“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 228, 1]
Der
Jüngling Jesus zu einem Nachbarn in Nazareth, der seinem ungetreuen Knecht vergeben
will: „Tue das, so wirst du zeitlich und ewig glücklich sein! Denn wer seinem
größten Feinde von ganzem Herzen vergeben kann, dem werden auch von Gott alle
noch so großen Sünden vergeben.“
[Ev.
Bd. 7, Kap. 229, 13-18]
Jesus:
„Vergeltet niemals Böses mit Bösem, sondern tut sogar euren Feinden Gutes, und
ihr werdet in eurer Gottähnlichwerdung einen großen Fortschritt machen; denn
Gott läßt Seine Sonne auch gleichermaßen leuchten über Gute und Böse. Zorn und
Rache müssen aus eurem Herzen weichen, an ihre Stelle müssen Erbarmung, Güte
und Sanftmut treten. Wo das der Fall ist, da ist die volle Gottähnlichkeit
nicht mehr fern, und diese ist das Ziel, nach dem allein ihr alle zu streben
habt.“
[Ev.
Bd. 7, Kap. 140, 4 und 5]
Jesus
zu einem strenggläubigen Altjuden: „Du bist ein echter Jude wie zur Zeit
Samuels, aber du hast den Fehler, daß du gegen Nichtjuden verschlossen,
unfreundlich und sogar heimlich ein Feind der Heiden bist, die du alle
vertilgen möchtest. Doch das soll fortan nicht so sein; denn es soll auch allen
Heiden Mein Evangelium gepredigt werden!“
[Ev.
Bd. 10, Kap. 145, 11-12]
Jesus
berichtet einem strenggläubigen Juden, der den Heiden feind ist, von den Verfolgungen
durch jüdische Machthaber in Seiner Kindheit und von dem Schutz und der Fürsorge
seitens heidnischer, höchster, im Herzen gottgläubiger Gewaltträger.
[Ev.
Bd. 10, Kap. 146, 1-2]
Jesus:
„Bisher hieß es: ‚Auge um Auge, Zahn um Zahn! Ich aber sage euch: Wenn dir
jemand einen Backenstreich versetzt, so gib ihm nicht wieder einen zurück,
sondern halte ihm auch die andere Wange hin, damit Friede und Einigkeit
zwischen euch sei. Wenn dir jemand ein Auge ausschlägt, so tue ihm nicht
dasselbe, sondern vergib ihm, und du wirst als Leidender sein Herz bessern.
Vergeltet nimmerdar Böses mit Bösem, so werdet ihr
als Meine wahren Jünger Ruhe haben in der Welt und dadurch zeigen, daß ihr
Meine Jünger seid!“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 243, 11]
Auf
einsamem Wüstenweg von armen, räuberischen Hirten angehalten, fordern die Jünger
den Herrn auf: ‚Herr, hast Du für dieses elende Gesindel keine Blitze und kein
Feuer mehr?!‘ — Jesus aber redet freundlich mit den Hirten, sänftigt und
beglückt sie, indem Er durch Seine Wundermacht ihr unfruchtbares Land bewässert
und begrünt. Danach sagt Er zu Seinen Jüngern: „Was ist nun besser: Gutes tun
denen, die einem Übles tun wollen oder Böses mit Bösem vergelten?!“
[Ev.
Bd. 10, Kap. 162, 5-13]
Jakobus
über Maria, die Mutter Jesu: „Sie ist sanfter als eine Turteltaube, darum kann
sie nimmer beleidigt werden. Wenn sie auch jemand beleidigen möchte, so kann er
aber das doch nicht zuwege bringen. Denn da segnet sie ihn für eine Beleidigung
zehnmal und bittet selbst den Beleidiger auf eine Art um seine Freundschaft,
der auch der härteste Stein nicht widerstehen kann!“
[Jug. Kap. 94, 11-12]
Das
Jesuskindlein zu Seiner Mutter Maria, die ihre geraubten und wiedererlangten
Kleider aus Mitleid den armen, völlig mittellosen Dieben schenken möchte: „Du
bist wohl stets sehr schön, heute aber bist du ganz besonders schön! Wahrlich,
von tausend Erzengeln bist du umringt, und jeder will am nächsten bei dir sein!
Du bist nun darum so schön vor allen Engeln der Himmel, weil in deinem Herzen
eine so große Barmherzigkeit aufgegangen ist, die der Meinen nahe gleichkommt!
Denn siehe, seine Feinde gerecht und menschlich einer Buße zu unterziehen, ist
gerecht und wohlgefällig, und es soll allezeit so sein auf der Erde! Aber
seinen Feinden von ganzem Herzen ihre Schuld vergeben und ihnen dazu noch Gutes
tun und sie segnen, siehe, das ist rein göttlich! Das bringt nur die Kraft der
göttlichen Liebe zuwege; die menschliche ist dafür zu schwach! Weil du aber
soeben solches getan hast, wie es Gott tut, darum bist du nun so schön; denn
Gott ist die allerhöchste Schönheit wie die höchste Liebe.“
[Jug. Kap. 254, 9-10, 15-20]
Versöhnungsworte
des selig verklärten Ahbel an seinen Bruder Cahin: „Cahin, wer da Böses tut,
ist ein Sünder; wer da Böses vergilt mit Bösem, der ist ein Knecht der Sünde;
wer Gutes tut für das Gute, und wer das Gute erstattet mehrfach, der ist wert
seiner Brüder, aber vor Gott zählt nur eines: Gutes tun für Böses und segnen,
die uns fluchen, und das Leben geben für den Tod! Und siehe, als dieser Letzte
komme ich zu dir.“
[H.
Bd. 1, Kap. 20, 30-31]
Meduhed, ein erleuchteter Prophet der Urzeit, zu
seinem Volk: „Fern sei von euch alle Schadenfreude über die Buße eines Sünders,
sondern eure Liebe helfe einem gefallenen Bruder wieder auf die Beine!“
[H.
Bd. 1, Kap. 34, 1]
Der
Herr zu einem Beleidigten: „Wenn du dich an einem Bruder rächen willst, da
zeichne seine Schuld in den Sand! So dir aber jemand Arges will im Herzen, den
segne, als wäre er dein erstgeborener Sohn, so wirst du sein ein wahres,
unsterbliches Kind der ewigen Liebe, voll der Gnade, Liebe und Weisheit! Daher
berate dich in deinem Herzen! Vergib deinem Bruder, wenn er auch noch so arg an
dir gehandelt, so werde auch Ich dir deine Torheit vergeben und dich heilen zum
ewigen Leben!“
[H.
Bd. 1, Kap. 174, 5 und 12]
Ein
gottbegeisterter Bürger von Hanoch zu einem ehemals
tyrannischen, nun aber zum alten Gott zurückgekehrten Ratsherrn: „Es gibt
keinen erhabeneren Anblick, als wenn ein Feind zum Freunde wird; aber noch
ergreifender ist es für jedermann, wenn ein Verfolger einer guten Sache endlich
zu ihrem eifrigsten Förderer wird!“
[H.
Bd. 3, Kap. 157, 6]
Eine
zum Licht erwachende Seele im Jenseits: „Jene göttliche Liebe, die noch am
Kreuze unter den größten Schmerzen für ihre Mörder den ewigen Vater um
Vergebung bitten konnte, — von solch einer Liebe hat uns beiden wohl noch nie
etwas geträumt! Und doch ist nur in dieser Liebe alles enthalten, was das Leben
bedingt.“
[Rbl.
Bd. 1, Kap. 141, 2]
Jesus
in der geistigen Welt zu Robert Blum, dem als ehemaligem Freiheitskämpfer der
Soldatenstand ein Dorn im Auge ist: „In Meinem Reiche herrscht nur die
allerreinste Liebe, die völlig frei sein muß von aller Unversöhnlichkeit. In
jedem Augenblick mußt du aus deinem ganzen Gemüt deine Arme für Millionen
ausbreiten können! Dein Bruderkuß muß allen Wesen der gesamten Schöpfung
gelten, ob sie dir genehm sind oder nicht! Ob Freunde oder Feinde, das muß dir
völlig gleich sein!“
[Rbl.
Bd. 2, Kap. 234, 4-5]
Ein
erleuchteter Geist im Jenseits zu einer erwachenden Seelenschar: „Wer dir eine
Ohrfeige gibt, dem erwidere sie nicht, sondern halte ihm noch die andere Wange
hin, auf daß Friede und Einigkeit herrsche unter euch! Wer von dir den Mantel
verlangt, dem gib auch den Rock dazu! Wer dich zu einer Stunde Geleit nötigt,
mit dem gehe zwei Stunden, auf daß du ihm Liebe erweisest im Vollmaße! Den
Feind segne und bete für die, so dich verfluchen! Nie vergelte jemand Böses mit
Bösem, sondern tuet Gutes denen, die euch hassen, — so werdet ihr wahrhaft
Kinder Gottes sein!“
[BM.
Kap. 68, 19]
Die
erleuchtete Chinesin Chanchah: „Hier in den Himmeln
gibt es keine Schuld mehr, und gäbe es eine, so tilgte sie für ewig meine Liebe
zu Gott! Denn mein Herz sagt es mir: ‚Deine Liebe zu Gott ist Gott selbst in
dir!‘ Und, Freunde, diese heilige Liebe kennt keine Schuld, sondern überall nur
liebe Brüder und Schwestern — und das auch dann, wenn diese noch in ihrem
Irrtum wandeln!“
BM.
Kap. 175, 8
Der
Herr: „Wahrhaft selig wird der sein, dessen Herz über der Not des Bruders die
eigene vergaß und also auch bei der Stillung der Not der Kinder seines Bruders
die Not der eigenen Kinder Gott, seinem wahren Vater, in dankbarer, liebevoller
Ergebung aufopferte.“
[H.
Bd. 1, Kap. 154, 4]
Das
Jesuskindlein zu dem römischen Statthalter Cyrenius,
der über den plötzlichen Tod seiner Gemahlin Tullia, seiner geschworenen Liebe
zum Herrn vergessend, in tiefe Trauer versinkt: „Wer noch sein Weib mehr liebt
als Mich, der ist Meiner nicht wert, da Ich doch mehr bin als ein Weib, das geschaffen
ist durch Meine Macht!“
[Jug. Kap. 188, 27-29]
Das
Jesuskindlein zu Seiner Wohltäterin Salome: „O du überglückliche Salome, die du
für deinen Herrn ein Haus gekauft hast und bist nun Zeugin, wie Er leibhaftig
darin wohnt. Was Unterschieds ist wohl zwischen der, die Mich auf kurze Zeit in
ihrem Leibe barg, und Meiner rechten Hausfrau, die Mich für immer birgt in
ihrem Hause?! Wenn eine Mutter ein Kind in ihrem Leibe trägt, was wohl tut sie
dazu, daß es lebendig wird, wächst und dann zur Welt kommt? Ist das nicht alles
ein Werk Gottes, wo des Menschen Wille nichts vermag? Wenn aber jemand ein Kind
aufnimmt in sein Haus und gibt ihm Wohnung, Pflege und Kost für immer, sage,
ist das nicht mehr?! — Wahrlich, Ich sage dir: Die Mich, dir gleich, in Zukunft
in ihrem Herzen geistig aufnehmen werden, die auch werden sein gleich Meiner
Mutter, Meinen Brüdern und Meinen Schwestern!“
[Jug. Kap. 283, 14-21]
Jesus:
„Das Feuer deiner Liebe zu deiner Familie sei gleich einem Lichte, das man in
der Nacht anzündet; aber deine Liebe zu den Kindern anderer, armer Eltern sei
wie ein großer Feuerbrand, der weithin die ganze Gegend erleuchtet!“
[Ev.
Bd. 10, Kap. 225, 4]
Der
Herr: „So wie die Sonne scheint, und wie der Regen fällt auf alles Gras, so sei
eure Liebe gegen eure Kinder! — Gegen die fremden Kinder aber sei sie wie ein
Feuerbrand und wie ein Wolkenbruch, damit keine Eigenliebe in euch und in euren
Kindern herrsche, — wodurch dann euer Vertrauen stark werde und Ich euch
allezeit helfen kann und werde — da, wo ihr am schwächsten seid!“
[Hi.
Bd. 1, S. 12, 6]
Der
altersschwache Adam zu seinen Nachkommen: „Kinder, ich bin hungrig und durstig;
so ihr euch werdet gesättigt haben, da denket mit einer kleinen Stärkung auch
an euren alten Vater und eure Mutter und gebet auch uns etwas zu essen und zu
trinken und lasset uns hinfort nicht mehr aus eurer Sorge! Und was ihr uns,
euren Eltern, tut, Kinder, das tut aus Liebe, damit der von euch dargereichte
Bissen nicht hart und bitter, sondern wohl schmecke euren alt und schwach
gewordenen Eltern!“
[H.
Bd. 1, Kap. 44, 11]
Der Erzvater
Seth gelobt feierlichst, der Bedürfnisse seiner altersschwachen
Eltern Adam und Eva nie zu vergessen.
[H.
Bd. 1, Kap. 44, 13-15]
Der
Erzengel Raphael: „Versuche stets zuerst die Macht der Liebe! Sollte es sich
zeigen, daß mit ihrer Sanftmut wenig oder nichts ausgerichtet wird, dann erst
umhülle die Liebe mit dem Gewande des tiefen Ernstes und führe also deinen
Bruder auf den rechten Weg!“
[Ev.
Bd. 3, Kap. 59, 4]
Anläßlich
der Heilung eines durch Hundebiß an Tollwut Erkrankten sagt Jesus über Hundehaltung:
„Seid Menschenfreunde und nicht übermäßige Hundefreunde! Hunde sollen
diejenigen halten, die ihrer bedürfen, wie Jäger und Schafhirten! Nehmet lieber
Kinder armer Eltern in eure Häuser auf als nutzlose und leicht große Gefahr bringende
Hunde, so werdet ihr nie von der Tollwut, die vom Gifte Satans herstammt,
befallen werden!“
[Ev.
Bd. 2, Kap. 67, 17-18]
Henoch,
der erste Hohepriester der Urzeit, zu dem bekehrten König Lamech
von Hanoch: „Ist der Herr auch die ewige, endlose
Liebe selbst, so läßt Er dennoch mit sich nicht handeln; denn da er unendlich
treu ist in allen Seinen Verheißungen, so fordert Er mit göttlichem Recht eine
solche Treue auch von uns nach unserer Kraft, und wir müssen daher Seinen
Willen unbedingt erfüllen, koste es, was es wolle! Wer sich um Ihn nicht
kümmert und hängt an der Welt, um den kümmert auch der Herr sich nicht und läßt
ihn gehen seine Wege, die ihn ins Verderben führen! — Also sei alle deine Sorge
in Gott, und Sein heiligster Wille sei deine Tatkraft, so wird dir Gott getreu
sein allezeit und ewig!“
[H.
Bd. 2, Kap. 272, 10-13]
Jesus
zu einem bekehrten Pharisäer, der die geistige Blindheit eines verstockten
Gefährten nicht begreifen kann: „In der Seele deines Gefährten steckt noch zuviel
Gold und Silber dieser Welt, und da kann das Reich Gottes nicht so leicht Platz
greifen wie bei Menschen, deren Seelen nicht von dem Mammon dieser Welt
verhärtet und blind geworden sind. Dein Gefährte schiebt die Schuld auf Gott,
daß Er ihn vernachlässigt habe, — bedenkt aber nicht, daß auch er sehr bedeutungsvolle
Mahnungen von Gott erhalten hat, die ihm zu einer großen Leuchte für seine
Seele hätten werden können, wäre diese nicht schon von Kindheit an mit Gold-
und Silbergier angefüllt worden!“
[Ev.
Bd. 9, Kap. 78, 5]
Jesus:
„Wer das Leben dieser Welt liebt, der wird das wahre Leben der Seele verlieren;
wer es aber in der Art, wie es nun ist, flieht, der wird das wahre, ewige Leben
der Seele gewinnen.“
[Ev.
Bd. 7, Kap. 1, 12]
Jesus
nützte es der Seele, so sie für den Fleischesmenschen gewönne alle materiellen
Schätze der Erde und sich versenkte in das Fleisch und seine gemeine, tierische
Gier, in ihrer geistigen Sphäre aber Schaden litte und verlöre des geistigen,
wahren Lebens Wirklichkeit?!“
[Ev.
Bd. 5, Kap 71, 1]
Jesus:
„Das Schwelgen und Prassen macht die Seele sinnlich und materiell. Sie wird dadurch
ganz finster in geistigen Lebensdingen und am Ende auch hart, gefühllos, böse,
stolz und hochmütig.“
[Ev.
Bd. 1, Kap. 207, 2-4]
Ein
weiser und machtvoller Oberägypter zu einigen den Herrn verfolgenden
Pharisäern: „Solange euer einstiger König Salomo nicht auf einem goldenen
Throne saß und goldene Gemächer bewohnte, war er weise, und in seinem Willen
lag eine große Macht. Als er aber mit des Goldes Glanz umgeben war, verlor er
Weisheit und Macht und fiel aus der großen Gnade Gottes. Was nützten dann dem
Schwächling seine unermeßlichen Weltschätze, da er am Ende sogar am Dasein
Gottes zu zweifeln begann?!“
[Ev.
Bd. 7, Kap. 145, 18]
Jesus:
„Die Liebe zu den Dingen der Welt ist eine dunkelgraue Wolke, die sich zwischen
die Sehe der Seele und das Licht aus den Himmeln drängt. Aus diesem Grunde
haben die meisten Menschen nur ganz schwache Ahnungen von etwas Höherem und
Übersinnlichem. Und weil diese Wolke statt heller immer dunkler wird und häufig
ganz finster, so begreifen die Menschen von der reinen Weisheit aus den Himmeln
nichts, sind darum stets voll Sorge und Furcht, glauben an allerlei törichte
Dinge und suchen Trost und Beruhigung bei toten Götzen und ihren Priestern.“
[Ev.
Bd. 8, Kap. 77, 8-9]
Jesus:
„Die Schätze der Welt sind vor Gott ein Greuel und bekommen erst dann einen
Wert, wenn sie zu Zwecken der wahren Nächstenliebe verwendet werden. Wo sie
aber als Nahrung für der Menschen Geiz, Hochmut und Herrschsucht dienen und die
Menschen zu Trägheit, Völlerei, Unzucht, Raub, Mord und zu vielen anderen
Lastern verleiten, da sind sie vor Gott der Verdammung wert.“
[Ev.
Bd. 9, Kap. 105, 14]
Jesus
zu Judas: „Ich will dir ein Maß geben, nach welchem jeder Mensch wissen kann,
wie er mit der Eigenliebe, mit der Liebe zum Nächsten und mit der Liebe zu Gott
stehen soll. — Nimm die Zahl 666, die in guten und schlechten Verhältnissen
entweder einen vollendeten Menschen oder einen vollendeten Teufel bezeichnet.
Teile die Liebe im Menschen in 666 Teile, davon gib (um ein vollendeter Mensch
zu sein) Gott 600, dem Nächsten 60 und dir selbst 6 Teile!
—
Willst du aber ein vollendeter Teufel sein, dann gib Gott 6, dem Nächsten 60
und dir selbst 600 Teile!“
[Ev.
Bd. 2, Kap. 77, 1-3]
Jesus:
„Jeder Mensch muß einen gewissen Grad von Eigenliebe haben, ansonst er nicht
leben könnte, — aber nur den möglichst geringsten. Ein Grad darüber hebt schon
das reine Verhältnis auf der göttlichen Ordnungswaage auf.“
[Ev.
Bd. 2, Kap. 77, 6]
Der
Evangelist Johannes: „Da eines jeden Menschen Eigenliebe soviel wie sein
eigenes Leben ausmacht, so versteht sich die natürliche Eigenliebe von selbst;
denn keine Eigenliebe haben hieße soviel wie kein Leben haben. ‚Gerecht‘ ist
die Eigenliebe, wenn sie nach den Dingen der Welt kein größeres Verlangen hat,
als was ihr das rechte Maß der göttlichen Ordnung zuteilt, welches Maß durch
das siebente, neunte und zehnte Gebot Mosis gezeigt wird. Verlangt die Eigenliebe
über dieses Maß hinaus, so überschreitet sie die Grenzen der göttlichen Ordnung
und ist als Sünde zu betrachten.“
[GS.
Bd. 2, Kap. 103, 2 und 4]
Judas
zum Herrn: „Es gehört offenbar viel Weisheit dazu, um beurteilen zu können, ob
man das genaue Maß der Eigenliebe hat. Wie kann der kurzsichtige Mensch das
beurteilen?“, darauf Jesus: „Er tue mit redlichem Willen, was er kann, das
Abgängige wird schon von Gott hinzugetan werden.“
[Ev.
Bd. 2, Kap. 77, 7-8]
Jesus:
„Wo und wann immer ein Mensch für das Heil seiner Seele gearbeitet hat, dort und
dann hat er auch am meisten und am uneigennützigsten gearbeitet. Wer aber nur
irdisch für seinen Leib sorgt, die Schätze dieser Welt sucht und in der Materie
wühlt, der vergräbt seine Seele ins Gericht und in den Tod. Wenn ein solcher
Mensch auch den ganzen Tag hindurch mit größtem Eifer auf dem Felde gearbeitet
hat, so war er demgegenüber, was Ich Arbeit nenne, dennoch ein fauler, unnützer
Knecht für das Feld des Reiches Gottes!“
[Ev.
Bd. 5, Kap. 73, 9-10]
Jesus:
„Es sollen die Menschen mit Maß und Ziel alles haben und sich die mannigfachsten
Bequemlichkeiten fürs irdische Leben schaffen und ihre Hände schonen vor
schweren Arbeiten, um desto mehr Zeit zu gewinnen für die Bearbeitung und
Veredlung ihrer Herzen und Seelen. Und es sollen alle gleich voll Freudigkeit
sein in Meinem Namen durch ihr ganzes Leben! Unter ihnen soll es keinen
Leidenden und Traurigen geben, außer einen mutwilligen Sünder wider die gute
und göttliche Ordnung. — Wenn aber mit der zunehmenden Geschicklichkeit der
Menschen auch ihre Selbstsucht, Habgier und Herrschsucht zunehmen werden, dann
können die schlimmsten Folgen nicht ausbleiben.“
[Ev.
Bd. 5, Kap. 108, 5-6]
Jesus:
„Wäre die Liebe nicht ein Räuber so oder so, dann wäre sie keine Liebe; denn
alle Liebe begehrt und will haben. Aber im Zwecke des Habens liegt eine
unendliche Kluft, und das scheidet Himmel und Hölle ewig auseinander!“
[Ev.
Bd.1, Kap. 205, 10-11]
Ahab,
ein erleuchteter Jünger Jesu: „Die göttliche, wahre Liebe unterscheidet sich
von der höllischen gewaltigst darin, daß die
göttliche Liebe zwar auch raubt gleich der höllischen, aber sie gibt alles
wieder her. Sie sammelt nur um des Wiedergebens willen, während die höllische
Liebe bloß für den eigenen Rachen raubt und nichts wieder hergeben will. Wenn
wir uns die Liebe der Himmel aneignen, so wissen wir, daß wir dabei nie zu einem
Verlust und Schaden gelangen können, sondern nur in jeder Hinsicht mehr und
mehr zu gewinnen haben, je mehr wir hergeben.“
[Ev.
Bd. 1, Kap. 205, 7-8]
Jesus:
„Was die Liebe tut auf Erden, das ist auch im Himmel getan und bleibt ewig. Was
aber die kalte Weltklugheit tut, das verschlingt der Boden der Erde, und für
den ewigen Himmel bleibt nichts übrig.“
[Ev.
Bd. 1, Kap. 58, 4]
Jesus:
„Wenn ihr allezeit nur für euch selbst sorgt, so seid ihr von Gott verlassen
und ledig Seines Segens und Seiner sonst über alles sicheren Hilfe. Denn Gott
hat den Menschen aus reinster Liebe erschaffen, und so sollen die Menschen der
Liebe, die ihnen das Dasein gab auch völlig entsprechen. — So ihr aber ohne
Liebe und Vertrauen auf Gott lebet und handelt, da verkehrt ihr das Himmlische
in euch in Höllisches, wendet euch von Gott ab und werdet zu Dienern der Hölle,
die euch am Ende auch den verdienten Lohn geben wird, der da heißt: der Tod im
Zorne Gottes!“
[Ev.
Bd. 1, Kap. 125, 14-15]
Das
Jesuskindlein zu Seinem Pflegebruder Jakobus, der es in den Schlaf wiegen soll,
aber eines weltlichen Schauspiels wegen verlassen will: „Jakob, wenn du Mich
nun verläßt, wird es dir übel ergehen! — Bin Ich denn nicht mehr wert als der
törichte Spektakel draußen und deine eitle Neugier? Siehe, alle Engel beneiden
dich um den Dienst, den du Mir nun erweisest, und du willst Mich verlassen?! —
Gehe nur hinaus, wenn dir der Spektakel der Welt lieber ist als Ich! Siehe, das
ganze Zimmer ist voll der Engel, die bereit sind, Mir zu dienen, wenn dir dein
kleiner und leichter Dienst an Mir lästig ist!“ — Durch diese Rede des
Kindleins wurde Jakob leise gewahr, wer da hinter dem Kinde stecke.
[Jug. Kap. 63, 9-11, 13-14 und 19]
Das
Jesuskindlein zu Joseph über die Ursache des plötzlichen Todes der Tullia,
Gemahlin des Cyrenius: „Siehe, dieses Weib ward eifersüchtig
auf Mich, als Mir Cyrenius seine Liebe gestand; diese
Eifersucht und dieser Liebeneid hat sie so schnell getötet.“
[Jug. Kap. 188, 34]
Der
Herr zu Jakob Lorber, der um ein Namenstagswort für ein junges Mädchen bittet:
„Weißt du, welche Gratulation diesem Mädchen nun am liebsten wäre? — Siehe,
wenn Ich ihr statt eines lebendigen Wortes gäbe einen jungen, reichen und
schönen Bräutigam —‚ das wäre ihr nun lieber als Ich und du und ein ganzes Buch
des allerlebendigsten Wortes hinzu! — Daraus sollst du erkennen, auf welchem
Grunde da fußet das Herz derjenigen, die Mich zwar auch anrufen und manchmal
sogar im geheimen wie Liebende zu Mir seufzen, aber nicht darum, daß sie Mich
etwa lieber hätten als alle Welt, sondern nur, damit Ich so recht geschmeidig
würde, um ihnen baldmöglichst zu geben, wonach ihr Herz dürstet. Solche scheren
sich gar wenig um den Himmel, den Ich ihnen geben möchte, sondern nur den
Himmel wollen sie, den sie sich selbst erbaut haben aus ihren Begierlichkeiten.
Siehe, so werde Ich wohl als Mittel, aber nicht als Zweck angebetet! Man kehret
sich zu Mir der Welt wegen, aber nicht um Meiner selbst willen!“
[Hi.
Bd. 2, S. 93, 6. 8-10]
Jesus:
„Niemand kann Gott und dem Mammon dieser Welt zugleich dienen. Denn wer den
Mammon sucht und liebt, der kann Gott nicht lieben. Wer aber Gott nicht liebt,
der hat kein wahres Leben aus Gott in sich.“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 206, 11]
Jesus:
„Ich werde dereinst zu einem hartherzigen, lieblosen Reichen sagen: ‚Warum sorgtest
denn du weit über Gebühr nur für dich und entzogst den anderen das, was von Mir
aus ihnen gebührt hätte?! — Darum wirst
du nun in Meinem Reiche verlassen sein und dir alle Armut und Not gefallen
lassen müssen!‘.“
[Ev.
Bd. 9, Kap. 210, 6]
Jesus:
„Der zu selbstsüchtige Wucher und die zu große Herrsch- und Glanzsucht der
Menschen ist der eigentliche Satan, ein Fürst dieser Welt, die, weil ohne alles
Lebenslicht aus den Himmeln, vollkommen die Hölle selbst ist. Dieser ist es
wohl gestattet, sich wegen der Probung des freien Willens der Menschen bis zu
einer gewissen Höhe zu erheben; wird aber diese Höhe überschritten, so kommt
das Gericht, und Hölle und Satan werden in den Abgrund gestürzt.“
[Ev.
Bd. 9, Kap. 101, 7]
Jesus:
„Des Hartherzigen Seele wird ergriffen werden von argen Geistern; diese werden
sie verderben und einer Tierseele gleichmachen, als welche sie dann auch
jenseits erscheinen wird.“
[Ev.
Bd. 4, Kap. 29, 6]
Jesus mit
Beziehung auf Judas: „Ein habgieriges Herz faßt unmöglich etwas von den
geistigen Dingen und kann auch nimmer völlig dahin erhellt werden, daß es
fasse, was zu seinem Heile gereicht.“
[Ev.
Bd. 4, Kap. 123, 8]
Jesus
warnt den Judas vor dem Mißbrauch des Geldes und legt dessen Gefahren dar.
[Ev.
Bd. 1, Kap. 94, 12, 16 und 17]
Jesus
warnt vor Lüge und Wortbrüchigkeit, Er weist auf die argen Folgen unerfüllter
Versprechungen hin.
[Ev.
Bd. 1, Kap. 198, 1-5]
Jesus
warnt die Seinen vor den Gefahren des Goldes, die in der Überschätzung seines
Wertes liegen und die Ursachen vieler Feindseligkeiten unter den Menschen sind.
[Ev.
Bd. 5, Kap. 89]
Jesus
zu den Tempeljuden: „Eures Hochmuts, eurer Welt- und Selbstliebe wegen ist die
Liebe Gottes schon lange nicht mehr in euch — und darum nehmet ihr Mich auch
nicht an!“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 4, 3]
Jesus:
„Wer in seinem Gemüt nicht wird wie die Kinder, der kann ins Reich Gottes nicht
eingehen; denn der Weg zum Himmel ist ein gar enger und belegt mit allerlei
Dornen. Das größte Dornenhindernis aber ist und bleibt der Hochmut mit seinen
Abarten. — Darum hüte sich ein jeder vor dem Ehrgeiz, weil er der Vater des
dicksten Hochmuts ist, der in der Hölle seine Urheimat hat!“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 236, 8-12]
Der
Jünger Nathanael zu zweifelnden Hörern der Bergpredigt Jesu: „Wenn dich das
Licht der Welt zu sehr verlockt, so tue dir Gewalt an und kehre dich ab von
solchem Lichte, das dich in den Tod der Materie zieht. Wende dich mit deiner
Seele den rein himmlischen Dingen zu. Denn es ist dir besser, ohne alle Weltkunde
in das Reich des ewigen Lebens einzugehen als zu weltklug vom Tode der Materie
verschlungen zu werden.“
[Ev.
Bd. 1, Kap. 42, 8]
Jesus:
„Solange du dich nur kümmerst um das, was dem Fleische gebührt, wirst du als
Mensch nicht weit kommen; wenn du aber dahinterkommst, daß in dir noch ein
Mensch wohnt, der ganz andere Bedürfnisse als dein Leib hat und auch für etwas
Höheres bestimmt ist, da wird es dir nimmer schwer werden zu erkennen, wie sehr
du mit deinen selbstsüchtigen Grundsätzen im lockeren Sande herumwühlst!“
[Ev.
Bd. 4, Kap. 61, 8]
Jesus
im Jenseits zu einer standesstolzen Seele: „Gott hat kein Wohlgefallen an
Menschen, die den Menschenwert nur nach der Anzahl der Adelsahnen, nach der
Amtswürde oder nach der Menge des Geldes bestimmen, alles andere aber, was
nicht adlig, beamtet oder reich ist, als Pöbel bezeichnen. Aber alles, was vor
der Welt klein, gering und oft sehr verachtet ist, das wieder steht bei Gott in
hohen Ehren!“
[Rbl.
Bd. 1, Kap. 68, 5]
Robert
Blum in geistiger Erleuchtung: „Wer führt denn Krieg!? — Siehe, die Eigenliebe
als die Mutter des Hochmutes und der Herrschsucht! Und wer setzt sich ihr
entgegen, bekämpft und besiegt sie? — Siehe, die Macht der reinen Liebe, die da
ist ein gerechtes Gericht aus Gott! — Wohl bietet die Eigenliebe des Feindes
alle erdenklichen Mittel auf, um sich zu erhalten und Rache zu nehmen an der
Gerechtigkeit Gottes; aber das nützt ihr nichts, weil sie sich dadurch gewaltig
schwächt. Während im gleichen Kampfe die reine Liebe nur immer mächtiger wird
mit jedem Schlage!“
[Rbl.
Bd. 1, Kap. 93, 4]
Dismas, eine geläuterte Seele, im Jenseits: „Wo der
Mensch nur seinem kalten Verstande folgt, da kommt er gewöhnlich aufs Eis. Nur
wo der Mensch dem lebendigen Rate seines Herzens nachgeht, da kommt er auf ein
grünes Land und zu einer lebendigen Hoffnung! Denn in allen Werken des bloßen
Verstandes liegt der Fluch (der Selbstsucht), während die geringsten Werke des
Herzens von endlos großem Wert sind für alles, was da atmet und lebt.“
[Rbl.
Bd. 1, Kap. 105, 1, 3 und 4]
Jesus:
„Gäbe es keine übermäßige Eigenliebe, so gäbe es auch keine Hölle und auf der
Erde keinen Krieg, keine Hungersnot und auch keine Seuchen. Weil aber die
Menschen voll Selbstsucht sind und voll der verderblichsten Selbstliebe, aus
der die Hölle gemacht ist durch die Menschen und nicht etwa durch Mich, so
müssen sich solche Menschen auch alles Üble gefallen lassen, was hervorgeht aus
der Eigenliebe und der Selbstsucht!“
[Rbl.
Bd. 2, Kap. 266, 6]
Der
Herr: „Der reiche Jüngling im Evangelium ist ein sprechender Beweis dafür, wie
schwer die Gewinnung des Reiches Gottes ist, wenn das Herz noch mit Weltlichem
belastet ist.“
[Hi.
Bd. 2, S. 221, 7]
Der
Herr zu Jakob Lorber: „Sage deiner Freundin, daß es, um sich Meines Wohlgefallens
zu versichern, nicht genug ist, wenn man Meine Worte nur gern und beifällig
liest und hört, sondern man muß sich auch lebendig im Herzen danach kehren! Der
aber kehrt sich nicht danach, dem weltliche Belustigungen und Erheiterungen
noch sehr am Herzen liegen.“
[Hi.
Bd. 2, S. 268, 3-4]
Abedam-Jehova zu Seinem Sendboten Kisehel, der in seiner großen Demut die Ehre und Würde des
Führertums ablehnt: „Du bist Mir ein sehr werter Mann geworden. — Wer wahrhaft
sein will der Letzte und Geringste, der ist bei Mir der Größte; denn nur die wahre
Demut macht euch wahrhaft groß vor Mir! Alles kann jeder von Mir empfangen und
sich nehmen aus Meinem unendlichen Vorrat; er kann lieben, soviel er mag und
will; er kann sich nach seinem Wunsche so stärken im Glauben, daß es ihm ein
Leichtes wird, mit seinem Willen Berge zu versetzen; er kann sich eine solche Gewalt
zu eigen machen, daß ihm alles gehorchen muß! — Allein nicht so verhält es sich
mit der Demut: diese ist jedes Menschen Eigentum. Ich kann und darf sie
niemandem geben, sondern nur lehren und begehren. Die Demut ist also das
Einzige, das ihr Mir geben könnet, ohne es von Mir empfangen zu haben. In der
wahren Demut besteht die allerhöchste Freiheit des Lebens, daher auch dessen
größte Vollkommenheit. Durch die Demut könnet ihr sogar euch in Mir der
unantastbaren Heiligkeit Meiner Gottheit nahen, — ja, die wahre Demut ist des
Menschen höchste Weisheit, die höchste Liebe, die höchste Kraft alles Lebens,
die Macht und die höchste Gewalt, vor der die ganze Unendlichkeit ehrfurchtsvollst erbebt! — Die Demut ist die innerste,
allerhöchste Kraft, Macht und Gewalt in Mir selbst. Alles, was da füllt die
ganze Unendlichkeit, ist durch die Demut entstanden und aus ihr hervorgegangen.
Begreifst du nun, Mein geliebter Kisehel, warum Ich
dich zum Führer der übrigen berufen habe? Siehe, weil du wahrhaft von ganzem
Herzen demütig bist!“
[H.
Bd. 2, Kap. 11, 6, 10-16]
Abedam-Jehova zu den Kindern der Höhe: „Ohne die
wahre, innere Demut seines Herzens kann Mich niemand wahrhaft hebend in seinem
Herzen erfassen und dadurch dann leben ein vollkommenes, ewiges Liebeleben aus
Mir. Wann immer ihr Mich werdet lieben wollen, euer Herz aber ist nicht stark
genug, Mich mit flammender Liebe zu erfassen, sondern muß sich allein mit den
trockenen Gedanken von Mir begnügen, so denket, es fehlt euch an der wahren
Demut; denn sie ist das eigentliche Fundament alles Lebens!“
[H.
Bd. 2, Kap. 12, 14 und 15]
Kisehel, ein erleuchteter Gottesbote der Urzeit, zu
dem demütigen König Lamech von Hanoch:
„Wenn du keine Worte mehr findest in dir, Gott dem Vater zu danken, und kein
völlig würdiges Opfer für Ihn, so bist du ein rechter Danker, Preiser und Anbeter Gottes,
des heiligsten Vaters! Siehe, das ist die rechte Demut, und diese ist
der Same für das ewige Leben in Gott. Sie ist der Anfang der reinen Liebe, —
diese aber ist das ewige Leben selbst!“
[H.
Bd. 2, Kap. 207, 22-24]
Der
Herr: „Die Liebe ist der Anfang aller Weisheit; die Demut aber ist ein mächtiger
Hebel sowohl der Liebe als auch der Weisheit! Wenn du demütig bist, wahrlich,
da wird kein Mensch dir etwas aufreden wollen; denn wo der Kampflustige keine
Gegenwehr sieht, da legt er selbst seine Streitkeule zur Seite. Und somit ist
die Demut die beste Schule der Weisheit.“
[H.
Bd. 1, Kap. 175, 6]
Der
Herr zu dem erregbaren einstigen Bischof Martin: „Laß dich nicht vom Zorne gefangennehmen;
denn dem Zornigen darfst du nicht mit Zorn begegnen, sondern mit sanftmütigem
Ernste nur, dann wirst du über ihn siegen. Denn findet der Zorn nichts, woran
er sich vergreifen könnte, so kehrt er zu sich selbst zurück und zerfleischt
sich selbst. Böses mit Bösem zu vergelten, hat noch nie eine gesegnete Frucht
getragen.“
[BM.
Kap. 171, 2-4]
Der
erleuchtete Sehel-Michael nach der Enthüllung seines
geistigen Urwesens durch Abedam-Jehova zu seinem
verzagten, leiblichen Vater: „Ob ich ein erst erschaffener Urerzengelsgeist bin
oder ein aus derselben Liebe später Hervorgegangener, welchen Unterschied gibt
uns denn das vor Gott? Da aber Gott aus Seiner ewigen Ordnung und endlosen
Weisheit es so gewollt hat, daß nicht ich dein Vater, sondern du der meine wurdest,
sollte ich mich nun darob über dich erheben, da mir der liebevollste, heilige
Vater gezeigt hat so mild und überfreundlich meinen erhabenen, geistigen Urzustand?
— Heilig ist nur Er allein; wir alle aber sind Seine Kinder, die Er endlos
liebt, wenn sie sind, wie sie sein sollen.“
[H.
Bd. 2, Kap. 62, 15-18, 21, 24, 27]
Jesus:
„Der Wille des Menschen muß stets frei bleiben, und jeder Mensch wird die
Fleischlebensprobe durchzumachen haben und wird sich in allen Begierden und
Gelüsten des Fleisches möglichst selbst verleugnen und in allem demütig und
geduldig sein müssen, um so Mein Reich in sich wahrhaft zu pflegen und zu
vollenden. Denn jeder, der zu Mir kommen will, der wird ebenso vollkommen sein
müssen, wie Ich selbst vollkommen bin. Damit er aber das werden kann, darum bin
Ich selbst leibhaftig in diese Welt gekommen und zeige euch allen den Weg.“
[Ev.
Bd. 10, Kap. 115, 11]
Ein
erleuchteter Geist im Jenseits zu einer erwachenden Seelenschar: „Jeder Mensch
muß der Demut engste Pforte passieren und muß dem Herrn alles anheim stellen;
nichts als die Liebe mit der tiefsten Demut gepaart darf uns bleiben! Uns darf
nichts beleidigen. Wir dürfen nie denken und sagen, dies und jenes gebühre uns
mit Recht; denn wir alle haben nur ein Recht, nämlich das der Liebe und der
Demut. Alles andere ist allein des Herrn. Wie aber der Herr selbst sich aufs
äußerste gedemütigt hat, also müssen auch wir es tun, wenn wir dahin kommen
wollen, wo Er ist!“
[BM.
Kap. 68, 17-18]
Der
riesenhafte, fromme Fischer Jonatha weist den
kaiserlichen Lohn des von ihm aus Seenot geretteten, ihm unbekannten römischen
Statthalters Cyrenius mit den demütigen Worten
zurück: „Oh, rühmet mich nicht; denn an alledem hat Jemand anders — und nicht
ich — das große Verdienst! Ich war nur ein plumpes Werkzeug Dessen, der mich
also geschickt hat! Ich fand dich in großer Not und ward dir zum Retter, das
war der Wille des Allerhöchsten. Diesen heiligen Willen habe ich erfüllt, und
das Bewußtsein, den Willen Gottes aus Liebe zu Ihm erfüllt zu haben, ist mein
hoher Lohn — und wärest du ein Kaiser, so könntest du mir keinen höheren
geben!“
[Jug. Kap. 180, 39-42]
Der
Herr: „Wenn der Mensch etwas vollzogen hat nach Meinem Willen, so muß er sich
sogleich lebendigst erinnern, daß er nichts vollbrachte, sondern alles Ich
durch ihn vollzogen habe! Wer solches lebendig in sich erkennt, der wird vor
Mir gerechtfertigt sein durch diese demütige Erkenntnis.“
[H.
Bd. 2, Kap. 235, 15-16]
Jesus
im Jenseits zu Robert Blum: „Es gibt nur ein Mittel zur Freimachung des Geistes
in der Seele, und dieses einzige wirksame Mittel heißt die Demut des Herzens. —
Die rechte vollkommene Demut aber, die allein der Seele wahrhaft nützen kann,
schließt sogar das bescheidenste Selbstlob aus, weil dadurch die Selbstliebe,
welche eine Abwendung von der Gottheit und daher der Tod der Seele ist, eine Nahrung
bekommt.“
[Rbl.
Bd. 1, Kap. 37, 5-6]
Jesus
zu Robert Blum im Geisterreich: „Niemand kann es mit Meiner Weisheit aufnehmen.
Selbst der größte Weise aus allen Sternen muß sich vor Meiner Weisheit beugen
bis zur innersten Faser seines Lebens. Und das ist heilsam sogar für den
lichtvollsten Engelsgeist. Denn auch die größten Engel müssen demütig sein,
wenn sie ganz selig sein wollen. Um wieviel nötiger ist sonach dir eine rechte
Demütigung. Daher bekenne deine Schuld vor Mir und demütige dich, so wirst du
in Augenblicken weiterkommen, als sonst in Jahrtausenden!“
[Rbl.
Bd. 1, Kap. 37, 9-10]
Der
Herr zu dem geläuterten König Lamech von Hanoch: „Solange du auch nur mit einem kleinsten Fünkchen
eigener Weisheit prunken möchtest, kannst du nicht in Meine Weisheit eingehen,
und gäbe Ich sie dir wie aufgedrungen, so würde sie dich vernichten! Daher mußt
du ganz gereinigt vor Mir stehen durch deine Demütigung, ehe du fähig wirst,
Mein Licht in dir zu ertragen.“
[H.
Bd. 3, Kap. 66, 7-8]
Der
göttliche Vater zu herrschsüchtigen Verstandesgrüblern: „Wer in aller Demut sein
Herz zu dem Meinigen erhebt, dessen Leben will Ich erleuchten mit der hellen
Flamme seiner Liebe zu Mir, und es soll ihm also licht werden sein ganzes
Wesen, daß er in diesem Lichte ewig nimmer den Tod sehen soll!“
[H.
Bd. 2, Kap. 257, 6]
Jesus:
„Wer in Meiner Liebe ist, der ist in allem, was von Mir ausgeht. Aber aus
Meiner Liebe ganz allein wirst du Mich wohl schwer als das erkennen, was Ich,
dein Gott und Schöpfer, bin. Willst du Mich als Gott erkennen, so muß Ich Mich
dir durch Wort und Tat offenbaren. Hast du Mich daraus wahrhaft erkannt und aus
Meiner Macht und Weisheit einsehen gelernt, daß Ich weit mehr als nur ein
guter, verständiger Mensch bin, dann erst wird dein Herz demütig vor Mir in den
Staub sinken und in solcher gerechten Demut lebendigst zu Mir in aller Liebe
erbrennen, und du wirst dann erst den wahren Grund finden, Mich, deinen Gott
und Schöpfer, über alles zu lieben!“
[Ev.
Bd. 5, Kap. 117, 1 und 3]
Ein
Gottesbote aus der Höhe zu einem demütigen Ratsherrn von Hanoch,
der aus eigenem Willen ein höheres Amt verschmäht: „Willst du wahrhaft gottwohlgefällig
demütig sein, so sei es nach dem Willen Gottes, aber nie nach deinem eigenen
Gutdünken! Denn bist du durch dein eigenes Vorhaben demütig, dann ist deine
Demut ein Kind deiner Selbstliebe und somit von keinem Wert vor Gott. Sagst du
aber allzeit und zu allem aus deinem Lebensgrunde: ‚O Herr und Vater, Dein
allein heiliger Wille geschehe jetzt wie ewig!‘, dann bist du wahrhaft demütig
vor Gott, und deine Demut hat vor dem Herrn einen Wert.“
[H.
Bd. 3, Kap. 162, 10-1.1]
Auf
die Frage des mißgelaunten Judas Ischariot: „Wenn der Herr zu dir — wie einst
zu mir — sagte: ‚Du bist ein Teufel!‘, wie würde dir solch ein Zeugnis
schmecken?“ belehrt ihn der erleuchtete Wirt von Kana: „Freund, wenn der Herr
mir ein solches Zeugnis gäbe, so würde ich zu Ihm in meinem Herzen sagen: ‚O
Herr und Meister des Lebens, ich danke Dir, ganz zerknirscht von Deiner
Herrlichkeit, daß Du mir gezeigt hast, ein wie großer Sünder ich noch bin. Ich
bitte Dich, erweise mir die Gnade und Barmherzigkeit und treibe den Teufel des
Hochmuts, der Lüge, des Betruges und der schnöden Selbstsucht aus mir und
erfülle mich mit dem Geiste der wahren Demut, Sanftmut, Selbstverleugnung, der
Liebe zu Dir und mit uneigennütziger Liebe zum Nächsten!‘ Und ich glaube, daß
der Herr mir solche Gnade nicht vorenthalten würde, wenn eine solche Bitte aus
dem vollsten Ernste meines Lebens hervorginge.“
[Ev.
Bd. 9, Kap. 98, 16-18]
Jesus
zu Angehörigen verschiedener Völker: „Was ihr immer tut, das tut stets in
Meinem Namen; denn ohne Mich vermöget ihr nichts Wirksames zum Heile eurer
Seele! Und wenn ihr am Ende alles getan habt, was euch zur Erlangung des
wahren, ewigen Lebens zu tun geboten ist, dann bekennet in euch wie auch vor
der Welt, daß ihr faule, unnütze Knechte gewesen seid! Denn Gott allein ist
alles in allem und wirkt im Menschen alles Gute!“
[Ev.
Bd. 8, Kap. 19, 1]
Gleichnis
Jesu von der Arbeit des Landmannes und dem Verdienst Gottes an der fruchtbaren
Ernte. — Dazu Jesus: „Sollte der Landmann nicht in seinem Herzen bekennen:
‚Herr, Du großer, guter und heiliger Vater im Himmel, ich danke Dir für Deine
Sorge! Denn alles das war, ist und wird sein allzeit nur Dein Werk. Ich selbst
war dabei nur ein fauler, unnützer Knecht!‘? — Wenn sich das aber schon bei
einer materiellen Arbeit geziemt, um wieviel mehr bei einem geistigen Werk,
wobei der Mensch nur an Mich zu glauben und Meinen göttlichen Willen als ein
Geschenk von Mir sich anzueignen hat.“
[Ev.
Bd. 8, Kap. 19, 11 und 12]
Jesus
zu zwei Griechen, die um Licht und Stärkung auf ihrem Lebenswege bitten: „Ohne
Mich kann niemand etwas wirken zum Heil seiner Seele, und hat er auch alles
nach den ihm geoffenbarten Geboten wie aus eigener Willenskraft getan, so soll
er dennoch in sich bekennen, daß er ein fauler Diener war, und soll in allem
Guten, das er gewirkt hat, Gott allein die Ehre geben. Denn wer Gott in allem
Guten die Ehre gibt, der ist Ihm wohlgefällig und ein rechter Diener nach
Seinem Herzen! Wer Gott in seinem Herzen nicht verläßt, den wird Gott nicht
verlassen, sondern schirmen mit Seiner Hand. — Wer aber in seinem Herzen Gott
verläßt und Seiner wenig oder gar nicht achtet, sich selbst ein Herr dünkt,
nach seinem Weltverstande handelt und, wenn ihm etwas gelungen ist, nur sich
dafür ehren läßt und von seiner Klugheit und seinen edlen Taten spricht, der
belohnt sich selbst und hat von Gott keinen Lohn zu erwarten. Was ihr immer
tuet, das gut und wahr ist, das tuet in Meinem Namen, und Ich werde mit euch
sein und euch stärken!“
[Ev.
Bd. 9, Kap. 159, 3-4]
Jesus
erweckt einen durch prahlerischen Wagemut von einem hohen Gerüst abgestürzten
Knecht des Lazarus in Bethanien vom Tode und ermahnt ihn: „Wolle dich unter deinen
Mitknechten niemals durch allerlei Wage stücke hervortun, um von deinem Dienstherrn
als ein erster Knecht geachtet zu werden und dann über deine Mitknechte herrschen
zu können, sondern sei nur treu und fleißig, so wirst du nie mehr das Unglück haben,
hoch herabzufallen und dir das Genick zu brechen! Denn wer zu hoch steigt,
fällt tief herab!“
[Ev.
Bd. 8, Kap. 67, 1-15]
Jesus
zu bekehrten, aber noch rangstolzen Pharisäern: „In Meinem Reiche gibt es keine
weltliche Rangordnung, sondern da heißt es nur: Wer sich selbst erhöht, der
wird erniedrigt werden; wer sich aber ganz bescheiden erniedrigt, der soll
erhöht werden. Wer der Kleinste und Geringste sein will, der wird der Größte
sein. Denn im Himmel ist alles gegen die Weltordnung verkehrt; was vor den
Augen der Welt groß und glanzvoll ist, das ist im Himmel klein, gering und ohne
allen Prunk. — Diese Lehre soll aufgezeichnet werden, und wo Mein Evangelium
verkündet wird, da muß auch dies getreu allen Menschen gepredigt werden! Ich
bin doch der Herr selbst, und seht, Ich bin von ganzem Herzen sanft und
demütig. Seid ihr alle ebenso! Dadurch wird es sich vor allem weisen, daß ihr
wahrhaft Meine Jünger seid!“
[Ev.
Bd. 7, Kap. 177, 2, 5-7]
Der
Evangelist Johannes zu einem willensmächtigen Zentralsonnenbewohner: „Suche
nicht die Kraft und die Macht des Herrn dir zu eigen zu machen, sondern suche
vielmehr ein Allergeringster in Seinem Reiche zu werden und nichts zu besitzen
als Seine Liebe und nichts zu wünschen, als nur bei Ihm zu sein, dann wirst du
ewig wohnen wie ein zartes, vielgeliebtes Kindlein auf den heiligsten Armen des
ewigen, allerliebevollsten Vaters!“
[GS.
Bd. 2, Kap. 60, 24]
Der
Herr: „Durch Zurückgezogenheit von der Welt in die schützende Demut wird euer
materielles Wesen durch die Wirkung des hervortretenden Geistes gereinigt.“
[Hi.
1, S. 75, 32]
Jesus:
„Wahre Demut, Gottes- und Nächstenliebe bereiten den Himmel im Menschenherzen.“
[Ev.
Bd. 2, Kap. 8, 9]
Jesus
zu einem römischen Hauptmann: „In das Reich des wahren ewigen Lebens gelangt
man nicht auf den breiten Heerstraßen dieser Welt, sondern auf einem ganz schmalen
Pfade nur, und dieser heißt Demut, Geduld, Selbstverleugnung in allen
Reizungen, die von dieser Welt ausgehen, und eine volle Ergebung in den Willen
des einen, allein wahren Gottes.“
[Ev.
Bd. 10, Kap. 10, 22]
Jesus
im Jenseits zu dem einstigen Bischof Martin, der einen Mondweisen mit überragender
Weisheit meistern will: „Der rechte Weg, sich weisere Geistwesen dienstfertig
und liebeuntertänig zu machen, heißt Liebe, Demut und große Sanftmut. Durch
diese drei wichtigsten Lebenskräfte kann man allen Sternenbewohnern aufs
wirksamste begegnen. Die Liebe lehrt dich, allen Wesen wohlzutun und sie so
glücklich wie möglich zu machen; die Demut lehrt dich, klein zu sein und dich
über niemanden, möchte er noch so unbedeutend scheinen, hochmütig zu erheben, —
und die Sanftmut lehrt dich, jedermann stets gleich wollend zu ertragen. Siehe,
das sind die Hauptbedingungen der himmlischen Meisterschaft!“
[BM.
Kap. 50, 12-14]
Jesus
zu dem gläubigen Herbergswirt Ebal, der sich über das
herrische Gebahren eines römischen Hauptmanns erregt: „Mein Freund, laß fahren
deinen Ärger! Wäre diese Welt nicht von Gott zu einer Lebensprobestätte
bestimmt, in welcher jeder Mensch sich bis zu seiner vollen Wiedergeburt im
Geiste in aller Geduld, Demut, Sanftmut und Liebe auf dem Wege der äußersten
Selbstverleugnung zu üben hat, so würde Ich selbst nicht zu euch gekommen sein,
um euch in allem mit dem besten Beispiel voranzugehen. Wollen die Menschen
dieser Erde Kinder Gottes werden für ewig, so müssen sie sich auch die Mittel,
die von Gott zur Erreichung des höchsten Lebenszweckes verordnet sind, in
dieser kurzen Probelebenszeit in Geduld und Ergebung in den Willen des
allerweisesten Vaters gefallen lassen!“
[Ev.
Bd. 10, Kap. 6, 13]
Der
Seher Mathael: „Wohl haben auch die Kinder Gottes in
dieser Welt so manche Schwächen, die sie sehr daran hindern, sich zu Gott,
ihrem Vater, zu erheben. Allein diese Schwächen hat der heilige Vater ihnen in
dieser Welt nur darum zukommen lassen, daß sie in solcher Schwäche ihren Vater
erkennen, sanft und demütig werden und den Vater um die rechte Stärkung bitten.
Er wird ihnen sodann diese Kräftigung geben, wenn es für sie an der rechten
Zeit ist; denn wegen der Schwächen sind sie nicht minder Seine Kinder.“
[Ev.
Bd. 3, Kap. 92, 12-14]
Auf
die Worte des Petrus: „Es wäre nicht fein, so wir Jünger eben darum die Letzten
im anderen Reiche sein sollten, dieweil wir allhier die Ersten waren!“
antwortet Jesus: „Darum sicher nicht; aber wenn jemand von euch sich darum für
besser dünken möchte, weil Ich ihn zuerst erwählte, der wäre dadurch schon in
einen Hochmutsdünkel verfallen, mit welchem er im Himmelreich nimmer ein Erster
sein könnte. Dagegen wäre ein spät Erwählter, doch in hohem Grade Demütiger,
der sich für den solcher Gnade Unwürdigsten hält, gewiß ein Erster im
Himmelreich.“
[Ev.
Bd. 5, Kap. 259, 5 und 6]
Jesus
auf die Frage der Jünger, wer der Erste und Größte nach Gott im Himmelreich
sei: „Wahrlich, so ihr nicht umkehrt von solchen weltlich hochtrabenden
Gedanken, dann kommet ihr, obwohl ihr nun Meine Jünger seid, nicht ins
Himmelreich! — Wer sich selbst erniedrigt und keinen Hochmutsfunken in sich
verspürt, der ist der Größte im Himmelreich; denn nur die wahre Demut eines
reinen Herzens bestimmt den Seligkeitsgrad in den Himmeln!“
[Ev.
Bd. 5, Kap. 244, 2-3]
Jesus
zu den Seinen: „Seid auch so geduldig, sanft- und demütig, wie Ich es von ganzem
Herzen bin, und liebet einander als wahre Brüder, wie auch Ich euch liebe und
allzeit geliebt habe, so werdet ihr dadurch aller Welt zeigen, daß ihr wahrhaft
Meine Jünger seid! Keiner von euch dünke sich mehr zu sein als ein Mitjünger.
Denn ihr seid alle gleiche Brüder; Ich allein bin euer Herr und Meister und
werde das auch bleiben in alle Ewigkeit!“
[Ev.
Bd. 9, Kap. 71, 12]
Jesus:
„Es ist bei jedem Menschen gar leicht möglich, daß sein Glaube trotz vieler Zeichen
und Lehren schwach wird. Er darf sich nur ein wenig überheben und sich auf
seine Fähigkeiten etwas einbilden, dann befindet sich seine Seele sogleich in
einem zweifelvollen Dunkel, aus dem ihr nur eine rechte Demütigung helfen
kann.“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 146, 7]
Jesus
in der Bergstadt Abila zu bekehrten Griechen, Römern
und Juden: „Wünschet euch nicht zuviel Lebensheiterkeit, solange ihr noch im
Fleische wandelt; denn durch sie verirrt sich die Seele leicht ins Weltliche
und Materielle und findet dann den rechten Weg zum Leben sehr schwer. Ertraget
vielmehr Freud und Leid mit der rechten Geduld und voll Ergebung in Meinen
Willen, so werdet ihr dereinst in Meinem Reiche mit der Krone des Lebens
geschmückt.“
[Ev.
Bd. 10, Kap. 69, 12-13]
Jesus
zu Judas Ischariot, der sich über die andern Jünger an Klugheit erhaben fühlt:
„Demut begreift alles eher als der starre, eigensinnige Hochmut, der, wenn du
noch länger bei ihm verharrst, dein Teufel, dein Richter und dein Tod sein
wird. Was wohl hast du vor allen anderen voraus, darauf du dir soviel zugute
tust?! — Demütige dich, damit du den Schlingen Satans entrinnen mögest!“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 207, 18]
Der
Wirt von Kana dem hochmütigen, leicht zu kränkenden Judas Ischariot: „Wer noch
durch die Schwächen seiner Mitmenschen gekränkt und beleidigt werden kann, ist
noch nicht auf jenen wahren Lebenspunkt gedrungen, auf dem der Herr von ihm
sagen kann: ‚Das ist der Mann nach Meinem Herzen!‘.“
[Ev.
Bd. 9, Kap. 98, 14]
Der
Herr: „Es war für Paulus wegen seines Amtes nötig, eine beständige Mahnung im
Fleische zu haben, die zu ihm sprach: ‚Siehe, du bist nur ein Mensch und
durchaus kein Gott! So oft du fallen wirst vor Mir, will Ich dich wieder
aufrichten, damit du gedenkest, daß du nur ein Mensch bist!‘ — Paulus bat Mich
dreimal heftig, daß Ich ihn von dieser Prüfung, dem ‚Pfahl im Fleische‘, befreien
solle. Ich aber sprach zu ihm: ‚Lasse dir an Meiner Gnade genügen; denn Meine
Kraft ist nur in den Schwachen mächtig!‘ und nun wußte Paulus, daß Ich dem
Schwachen und dadurch Demütigen stets näher bin als einem Starken!“
[Hi.
2, S. 190, 12-14]
Jesus
zu überaus eifrigen Freunden: „Ich lobe euern Eifer, doch merket euch: In der
Klugheit des menschlichen Geistes liegt stets eine größere Kraft als in seiner
Faust, und wo der gewisse Ernst für sich wenig oder nichts ausrichtet, da
wirken Liebe, Sanftmut und Geduld Wunder. Der volle Ernst und Mut beherrsche
euch selbst; eure Waffe gegenüber den Menschen aber bestehe stets nur in der Liebe,
Sanftmut und Geduld, und ihr werdet auf diesem Wege, den Ich selbst vor den
Menschen wandle, mehr ausrichten als mit dem Feuereifer und seinem diamantenen
Ernst!“
[Ev.
Bd. 9, Kap. 148, 9]
Jesus
zu einem allzu Unterwürfigen: „Du tust Mir, deinem Gott und Schöpfer, keine
Ehre an, wenn du dich als Mein Werk für garnichts
schätzest und dich tief unter die Würde eines Wurmes stellst. Denn durch eine
solche Geringstachtung deiner selbst setzest du ja
auch Den herunter, der dich aus Seiner höchsten Weisheit und Liebe geschaffen
und gestaltet hat.“
[Ev.
Bd. 4, Kap. 188, 3]
Jesus:
„Die Demut im Herzen ist eine der notwendigsten Tugenden, durch die man ehest
zum inneren Lichte des Lebens gelangen kann. Aber diese Tugend besteht
eigentlich nur in der rechten Liebe zu Gott und zum Nächsten, durch die der
Mensch sich über seine noch schwächeren Brüder nie herrisch erhebt, sondern sie
nur mit Geduld zur selbst erstrebten höheren Vollendung durch Lehre, Rat und
Tat zu führen trachtet. Darin allein besteht die wahre Demut, aber in der
Verachtung seiner selbst besteht sie ewig nie!“
[Ev.
Bd. 7, Kap. 141, 9]
Jesus:
„Ich selbst bin von ganzem Herzen demütig und sanftmütig, und Meine Geduld
übersteigt alle Grenzen; aber das werdet ihr an Mir noch nie erlebt haben, daß
Ich Mich vor den Menschen je verachtete! Wer sich selbst nicht gerecht als ein
Werk Gottes achtet, der kann auch Gott und seinen Nächsten nicht der Wahrheit
nach achten.“
[Ev.
Bd. 7, Kap. 141, 10]
Der
römische Oberst Kornelius zu dem bekehrten Bettler Zorel:
„Wenn wir da und dort Menschen sehen, die sich mit sehr geringen,
unansehnlichen Arbeiten abgeben müssen, sollen wir, um etwa unserer Demut die
Krone aufzusetzen, auch Pfützen und Kloaken räumen? Dessen bedarf es gewiß
nicht; es genügt, daß wir jene Menschen in unseren Herzen nicht für geringer
halten als uns, die wir vom Herrn aus ein ganz anderes Amt zu versehen haben!“
[Ev.
Bd. 4, Kap. 86, 7]
Der
römische Oberst Kornelius zu dem bekehrten Bettler Zorel:
„Man soll im Herzen voll wahrer Demut und Nächstenliebe sein, aber äußerlich
damit nicht prunken; denn dadurch, daß ich mich äußerlich zu knechtisch tief
unter die anderen Menschen beuge, mache ich sie hochmütig und benehme mir
selber die Gelegenheit, ihnen in allem Nützlichen zu dienen. Eine gewisse Achtung,
die ich als Mensch von meinen Mitmenschen zu erwarten habe, darf ich nie vergeben;
darum wollen wir zwar im Herzen so demütig wie nur möglich sein, aber dennoch
von unserem notwendigen äußeren Ansehen nichts vergeben!“
[Ev.
Bd. 4, Kap. 86, 5-6]
Jesus:
„Die Bescheidenheit ist eine schöne Tugend, und man kann sie den Menschen nur
empfehlen. Aber allzu bescheiden zu sein, ist nicht selten unklug, weil man
dadurch seinen Nächsten zur Selbstüberschätzung und zum Hochmut verführt.“
[Ev.
Bd. 5, Kap. 271, 2]
Der
Herr zu übertrieben ehrfürchtigen Erzvätern der Urzeit: „Ich verlange nicht,
daß jemand eine Stunde lang vor Mir, seinem Gott und Schöpfer, auf seinem
Angesichte liegt! Alles, was Ich hebend verlange, ist ein treues, zu Mir gewendetes,
liebevolles und demütiges, durch Reue geläutertes Herz, und mit einem solchen
hat vor Mir kein Mensch einen Umweg vonnöten, da Ich ihm ohnehin doch allzeit
der Allernächste bin.“
[H.
Bd. 1, Kap. 124, 9]
Henoch,
der erste Hohepriester der Urzeit, zu einem Bekehrten, der sich vor ihm niederwirft:
„Siehe, sogar der Herr, unser Gott und Vater, hat uns allen trotz Seiner unantastbaren
Heiligkeit verwiesen, vor Ihm im Staube zu liegen. Denn hat jemand ein unbeugsames
Herz und mag es nicht demütigen und läutern vor Gott, da kann er sich sein Leben
lang im Staube wälzen, und es wird ihm nichts nützen! Wer aber sein Herz beugt
und läutert es und erfüllt es mit Liebe, der bedarf nicht mehr, seinen Leib in
den Staub zu senken!“
[H.
Bd. 2, Kap. 222, 4-7]
Der
Herr zu Neubekehrten in Hanoch: „Wohl bin Ich im
Vollbesitze aller unendlichen Kraft und Macht und darum ein alleiniger Herr!
Aber dessen ungeachtet sollet ihr euch vor Mir nicht im Staube wälzen; denn Ich
habe euch ja nicht dazu einen aufrechtstehenden Leib gegeben, daß ihr ihn
gleich den Würmern vor Mir gebrauchet, sondern, daß ihr als freie Menschen, als
Meine Kinder und untereinander als lauter Brüder und Schwestern vor Mir, euerm
Vater, aufrecht wandelt!“
[H.
Bd. 2, Kap. 228, 5-6]
Auf
die Frage: „Soll denn der Mensch gar kein Ehrgefühl haben?“ erwidert Jesus: „O
doch, der Mensch kann allerdings ein Ehrgefühl haben, aber nur eines von der
edelsten Art. Wenn ihr mit einem schwachgeistigen Menschen, der euch beleidigt
hat, ohne Groll im Herzen freundlich redet, so habt ihr das edle und göttliche
Ehrgefühl in euch vollkommen gerechtfertigt. Sobald ihr aber noch einen kleinen
Groll in euch merket und gegen den Menschen bitter und unfreundlich werdet, so
ist das eine Folge eines kleinen, in eurer Seele verborgenen Hochmuts, der
genügt, die Vereinigung eurer Seele mit Meinem in euch wohnenden Lichtgeiste zu
verhindern.“
[Ev.
Bd. 5, Kap. 125, 5-6]
Jesus
zu Seinen künftigen Aposteln: „Da wir wohl wissen, was wir den Menschen zu geben
haben, so werden wir die blinde Bosheit der Welt in aller Geduld, Demut und
Sanftmut ertragen. Denn der Vater will es so, daß die Seinen in dieser Welt bis
aufs äußerste zuvor sollen gedemütigt werden, ehe sie erhoben werden zu der
unvergänglichen Ehre, die ihnen ewig niemand mehr nehmen wird.“
[Ev. Bd.
6, Kap. 21, 12]
Jesus
erzählt zur Demütigung eines selbstgerechten Pharisäers die bekannte und wahre
Begebenheit vom Pharisäer und Zöllner im Tempel und erklärt auf Verlangen
einiger Zuhörer: „Der Zöllner ging gerechtfertigt aus dem Tempel, weil er sich
selbst erniedrigt und seine Schuld vor Gott im Herzen treu und wahr bekannt
hat. Denn wer sich selbst erhöht, der wird erniedrigt, und wer sich selbst
erniedrigt, der wird erhöht!“
[Ev.
Bd. 8, Kap. 164, 11-17]
Der
Herr: „Nur durch die freiwillige Beschränkung seiner äußeren Weltfreiheit, also
durch eine völlige Selbstverleugnung, kann der Mensch zur inneren Freiheit des
Geistes gelangen, darin begründet ist das ewige Leben. — Denn was immer der
Mensch tut vergnüglich nach seinem äußeren freien Willen, das zieht ihn ab vom
Geiste und verrammt ihm den stillen, allzeit schmalen Pfad in den geistigen
freien Willen. Er mag wohl äußerlich das Wahre, zum inneren Leben Benötigte als
solches erkennen. Aber er wird dennoch nie den mächtigen Liebetrieb in sich
gewahren, das auch völlig zu tun!“
[Hi.
2, S. 232, 3-4]
Der
Herr: „Der Geist eines Menschen kann nicht geärgert werden, aber die Seele kann
Schaden nehmen durch Ärgernisse. Darum sind diese aus höchst weisen Gründen zu
vermeiden. Liebe und Geduld sind aber endlos mehr wert als alle Weisheit und
alle Gerechtigkeit. Darum haltet euch stets an die Liebe und an ihre Schwester,
die Geduld, so wird euch die Sünde zur Unmöglichkeit werden!“
[Hi.
2, S. 313, 5-6]
Jesus
zu Judas Ischariot: „Wer aus euch sich am meisten erniedrigt vor seinen
Brüdern, der ist der Erste im Gottesreiche; jedes Sichbesserdünken
aber setzt ihn im Gottesreich auf eine letzte Stufe zurück. Wenn jemand von
euch noch irgendein Besserseinsgefühl gegenüber seinen Brüdern in sich
verspürt, da ist er von der gierigsten Hölle noch nicht frei und nicht
geschickt zum Reiche Gottes; denn solch ein Mensch ist nicht freien Geistes. —
Wenn aber jemand sich unter alle seine Brüder herabgesetzt hat und also bereit
ist, allen zu dienen nach seiner Fähigkeit, so ist er der Erste im Reiche
Gottes, und alle können sich ganz füglich nach ihm bilden.“
[Ev.
Bd. 2, Kap. 76, 2-4]
Jesus:
„Dienen heißt die große Losung durch alle Sphären der Unendlichkeit, sowohl im
großen Reiche der Natur als auch im endlosen Reiche der Geister.“
[Ev.
Bd. 4, Kap. 99, 1]
Der
Herr im Liebehimmel zu vollendeten Geistern: „Nicht nur den Brüdern der Erde
sollt ihr dienen, hier will Ich mit euch im weitergedehnten Sinne sprechen;
denn Ich habe noch gar viele Herden, die nicht im Schafstalle der Erde wohnen,
sondern die da leben nach ihrer Art auf zahllos vielen anderen Weltkörpern. Sie
alle müssen in Meinen Schafstall des ewigen Lebens geführt werden. Darum gebe
Ich euch nun Meine Kraft in der Fülle, damit ihr durch diese allenthalben,
wohin Ich euch senden werde, vollkommen so wirken könnet, als wirkte Ich
selbst. Ich könnte wohl alles dieses selbst wirken, aber Ich teile euch solche
Wirkung zu, damit sich dadurch eure Seligkeit an Meiner Seite fortwährend von Ewigkeit
zu Ewigkeit mehre!“
[GS.
Bd. 1, Kap. 61, 9-10]
Jesus
verwirft das selbstsüchtige Himmelsstreben der Menschen, die dadurch die Ersten
im Gottesreiche werden wollen. Nur ein auf wahre Liebe und Demut gegründetes Dienen
gilt vor Gott.
[Ev.
Bd. 2, Kap. 76, 6-7]
Jesus
zu Seinen Freunden: „Was du auch immer in der Naturwelt ansehen magst, das wird
alles von Geistern geleitet, die von Gott dazu die Befähigung erhalten. Und
darin besteht jedes Geistes Seligkeit, daß er so, mit aller Kraft und Macht von
Gott versehen, Gott dienend, tätig sein kann. — Ihr alle seid auf dieser Erde
nur über ein Kleines gestellt; aber wer in diesem Kleinen treu ist, wird
dereinst über Großes gestellt werden!“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 228, 7-8]
Jesus:
„Ist das auf den Stufen der Naturreiche entwickelte Seelenleben in die Menschenform
übergegangen, so ist Dienen seine erste Bestimmung. Hat der Mensch die naturgesetzmäßigen,
die freieren und freiesten moralischen Dienste getreulichst
verrichtet, so hat er dadurch sich selbst zur Vollendung des Lebens erhoben.
Dies geschieht wohl bei einigen Menschen, die schon von Geburt an auf eine
höhere Stufe gestellt wurden, bereits in ihrem Erdenleben; aber bei anderen Menschen,
die noch an der Linie der Tiere stehen, geschieht ihre Vollendung erst jenseits,
jedoch immer auf dem Grundwege des Dienens.“
[Ev.
Bd. 4, Kap. 94, 14]
Jesus:
„Wie Gott der Mensch wegen auf dieser Erde eine so außerordentliche Mannigfaltigkeit
in allen Reichen der Natur hervorgerufen hat, so hat Er auch die Menschen
selbst in einer so außerordentlichen Verschiedenheit der Gestalt, des
Charakters und der Fähigkeiten werden lassen, daß ihr unter Tausenden nicht
zwei gleiche findet. Das aber bewirkte Gott auch aus dem Grunde, damit die
Menschen einander mehr dienen und mehr Liebe bezeigen können.“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 152, 11]
Jesu
Abschiedsworte an den Zollobersten Zachäus, den Er von einem Maulbeerbaum herab
an Seine Seite berufen hatte: „Ich habe dir nun ein Pfund dargeliehen; verwalte
es gut und recht, auf daß Ich es, wenn Ich wiederkomme, von dir mit Zinsen
zurückerhalte! Über Kleines bist du nun gestellt, und über Großes sollst du
dann gestellt werden; denn wer im Kleinen treu ist, der wird auch im Großen
treu bleiben!“
[Ev.
Bd. 9, Kap. 30, 13]
Jesus
zu Seinen Jüngern und Freunden: „Ich kam darum zu euch, um tüchtige Arbeiter
für den großen Weinberg der Himmel zu erziehen. Meine Lehre ist deshalb dahin
abgezielt, fürs erste euch selbst im Gebiete eures inneren Lebens wahrhaft zu
vollenden, und fürs zweite, daß ihr dann als selbst Lebensvollendete Mir schon
hier und einst drüben in Meinem Reiche die tüchtigsten Arbeiter abgeben möget!
— Ihr werdet wohl Gottes Herrlichkeiten ewig anzustaunen haben, aber nicht ohne
Tätigkeit! Denn an eurer Tätigkeit wird es ja liegen, die Wunder der Himmel zu
mehren und sie stets herrlicher zu gestalten.“
[Ev.
Bd. 4, Kap. 95, 5-6]
Jesus:
„Durch das Dienen wird die Demut am meisten gefördert. Je untergeordneter ein
Dienst erscheint, desto tauglicher ist er für die Ausbildung des wahren Lebens.
— Im Hochmut hat alles Dienen ein Ende somit auch die Fortbildung des Lebens;
da aber das Meiner ewigen Ordnung zuwider ist, muß jeder Mensch und Engel sich
zum Dienen bequemen und am Ende im ewigen, stets ausgedehnteren Dienen die
größte Wonne und Seligkeit finden.“
[Ev.
Bd. 4, Kap. 95, 1-2]
Jesus:
„Ohne Dienen gibt es keine haltbare Lebensdauer, keine Glückseligkeit und keine
Liebe, keine Weisheit und keine Wonne des Lebens, weder hier noch jenseits! Wer
sich einen Himmel ohne Dienstleistung, voll Trägheit und Schwelgerei denkt, der
irrt sich groß! — Eben darum bekommen die seligsten Geister der höchsten Himmel
eine Mir nahezu gleiche Kraft und Macht, um Mir und allen Wesen desto
gediegenere Dienste leisten zu können. Würde ihnen wohl zum Nichtstun eine
solche schöpferische Macht und Weisheit dienlich sein?“
[Ev.
Bd. 4, Kap. 95, 3-4]
Jesus:
„Ich will es, daß von nun an alle Meine Gedanken und Ideen durch Meine Kindlein
ins volle Werk gesetzt werden; hier schon für Seele, Herz und Geist eurer
Brüder und Schwestern und jenseits in alle großen Wirklichkeiten von ihrer
innersten geistigen Entstehung bis zu ihrer äußersten materiellen Ausbildung
und von da an zur abermaligen Rückführung ins gemehrte, rein und selbständig
geistige, vollendete Leben. Und dazu wird unendlich viel Geduld und eine große
Tätigkeit erforderlich sein und eine allumfassende Weisheit und Kraft.“
[Ev.
Bd. 4, Kap. 95, 7]
Der
Herr: „Da in der ganzen Unendlichkeit kein Wesen vollkommen mit allen Talenten
versorgt ist, so ist eben die Ermangelung an einem oder dem anderen Talent ja
das schönste und haltbarste Band der gegenseitigen Liebe, durch welches ein
Bruder dem anderen notwendig wird und sich an ihn wenden muß, um sich des
Talentes des Bruders bedienen zu können.“
[Hi.
2, S. 96, 4]
Jesus:
„Eine freie, innere Sittenreinheit mit der wahren, alles opfernden Nächstenliebe
gilt bei Mir über alles, aber die des hartherzigen Klausners ist bei Mir nicht
einen Stater wert! Wer rein ist, der soll rein sein
im Herzen vor Gott, aber vor der Welt sich dessen nicht rühmen, sonst wird er
von Mir wenig Lob zu erwarten haben. — Am besten ist es, wenn der Mensch stets
sagt: „O Herr, sei mir Sünder gnädig!‘, urteilt über niemand Arges, betet für
seine Feinde und tut sogar denen Gutes, die Übles von ihm reden und ihm
zufügen. — Wahrlich, wer das tut, der ist nicht nur rein vor Mir, und beginge
er auch noch so manche Fleischessünde, sondern er ist vollauf Mein Bruder und
mit Mir ein König der Himmel und ihrer Herrlichkeiten!“
[Ev.
Bd. 2, Kap. 209, 2-5]
Jesus:
„Die an Mich wohl glauben und ‚Herr, Herr‘ sagen, aber im Tun lau sind und nachlässig
in der Liebe zum Nächsten, in denen werde Ich nicht wohnen und Mich ihnen nicht
offenbaren, und Meine Kraft und Weisheit wird ihre Seele nicht erfüllen. Denn
Ich will, daß jeder Mensch durch das Tun nach Meinem Willen frei zu Mir komme,
und Ich werde dann auch zu ihm kommen, Mich ihm offenbaren und ihn durch den
heiligen Geist Meiner ewigen, allwaltenden Liebe mit Meiner Weisheit und Macht
erfüllen!“
[Ev.
Bd. 9, Kap. 158, 6]
Jesus:
„Es wird dereinst viele geben, die zu Mir ‚Herr, Herr‘ rufen, aber Ich werde zu
ihnen in ihren Herzen sagen: ‚Ihr Fremden, Ich kenne euch nicht! Wußtet ihr,
daß Ich der Herr bin, und kanntet ihr Meinen Willen, — warum tatet ihr nicht
danach?‘ — Es ist nicht genug, daß man Mich erkennt und glaubt, daß Ich der
Herr bin, sondern man muß auch tun, was Ich lehre! Durch die Tat erst wird der
Mensch zur Gottähnlichkeit gelangen.“
[Ev.
Bd. 7, Kap. 140, 10-11]
Jesus:
„Wer nicht im Herzen beten kann, der bete lieber gar nicht! Dennoch kann jeder
Mensch auch mit den Füßen beten, wenn er hingeht zu den Armen, um ihnen Hilfe
und Trost zu bringen; mit den Händen, wenn er den Notleidenden unter die Arme
greift; mit den Augen, wenn er gern und freundlich die Armen ansieht; mit den
Ohren, wenn er gern und tatwillig Gottes Wort anhört und sie vor den Bitten der
Armen nicht verschließt; und am Ende mit den Lippen, wenn er sich gern tröstend
mit den armen, verlassenen Witwen und Waisen bespricht und für die Gefangenen
ein gutes Wörtlein einlegt. Das alles ist dann auch ein Gott wohlgefälliges
Gebet und heißt: Gott im Geiste und in aller Wahrheit anbeten.“
[Ev.
Bd. 2, Kap. 111, 5-8]
Der
Herr: „Was soll Ich denn von einer Sekte sagen, die nichts als den Glauben
lehrt und die Werke verwirft!? Es steht doch klar und offen geschrieben, daß
ein Glaube ohne Werke tot ist, und Ich selbst habe offenkundig und zu öfteren
Malen gesagt: ‚Seid nicht eitle Hörer, sondern Täter Meines Wortes!‘ Dadurch
ist ja offenbar angezeigt, daß der Glaube allein nichts nützt, sondern das
Werk!“
[Ed.
Kap. 73, 6]
Jesus:
„Seid nicht nur Hörer, sondern vielmehr Täter Meines Wortes! Aus der Tat erst
werdet ihr erkennen, ob die Worte, die Ich zu euch gesprochen habe, aus dem Munde
eines Menschen oder aus dem Munde Gottes gekommen sind.“
[Ev.
Bd. 1, Kap. 140, 8-9]
Jesus:
„Nur Tätigkeit über Tätigkeit zum allgemeinen Wohle der Menschen führt zum
ewigen Lebensziel! Denn alles Leben ist eine Frucht der beständigen, nie
ermüdenden Tätigkeit Gottes und kann daher nur durch die wahre Tätigkeit
erhalten und für eine ewige Dauer bewahrt werden, während aus der Untätigkeit
nichts als der Tod zum Vorscheine kommt.“
[Ev.
Bd. 1, Kap. 221, 6]
Der
Engel Ahbel zu Kisehel,
einem Sendboten des Herrn in der Urzeit: „Sorge dich nicht um den Ausgang
unserer Sache, sondern handle geduldigst nach dem dir
wohlbekannten Willen Gottes, so wird sich am Ende alles dem rechten Ziele
zuwenden und es auch unfehlbar erreichen! Darum achte allzeit genauest auf den
Zug des göttlichen Willens in dir und handle streng danach, so gehst du den
geradesten, kürzesten und liebe gerechtesten Weg. Denn wir tun alles recht,
wenn wir nur Seinen Willen erfüllen und Ihn, den allerliebevollsten, heiligsten
Vater über alles lieben!“
[H.
Bd. 2, Kap. 182, 9, 11 und 13]
Auf
die Frage eines Lichtsuchers in der Urzeit nach dem Zweck der menschlichen Tätigkeit
angesichts der allwaltenden Macht Gottes antwortet der weise Gottesbote Kisehel: „Die Tätigkeit ist die Erhaltung und stete
Stärkung des Lebens, darum sind alle Wesen tätig, und der Mensch soll darum
überaus tätig sein, weil er am meisten von Gott mit dem Leben beteilt ist. Da
aber der Mensch vorzugsweise ein geistiges Leben hat, so soll er dieses auch
vorzugsweise üben in der Liebe zu Gott, damit er es nicht verliere! Siehe,
darum läßt der allmächtige Gott uns arbeiten!“
[H.
Bd. 2, Kap. 210, 21-23]
Der
Herr: „Wer seine Knie beugen will vor Mir, der beuge sie im Geiste der Wahrheit
und Demut, — aber nicht die Knie seines Leibes! Denn was soll das
Kniebeugen und das Auf-der-Erde-liegen Mir bedeuten von euch Kindern, denen Ich
gegeben habe einen lebendigen Geist?! Wenn ihr aber schon auch euren Leib samt
eurem Geiste zu Mir erheben wollet, da gebrauchet eure Glieder aus Meiner Liebe
in euch zum Mir allein wohlgefälligen Bruderdienste, und Ich werde da die Werke
eures Leibes ansehen als Werke der Liebe eures Geistes!“
[H.
Bd. 2, Kap. 66, 9, 11 und 17]
Der
Herr in der Urzeit zu dem liebetateifrigen Erzvater Seth: „Wer das tut, was Ich
ihm auferlege, der ist ein treuer Knecht; wer mit seinem Herzen stets zu Mir
gewendet ist, der ist Mir ein rechtes Kind, ein rechter Sohn und eine rechte
Tochter; wer aus dem Geiste handelt, einen Abscheu vor der Welt und stets alle
Sinne nach Mir gerichtet hat, der ist ein Engel und Mir ein Bruder im Geiste! —
Wer aber wie du die Hungernden speist und die Dürstenden tränkt, wahrlich, der
ist mehr; denn er ist Mir ein Bruder in der Liebe, — und das ist das Allerhöchste!“
[H.
Bd. 2, Kap. 93, 10-11]
Der
hohe Abedam zu dem freigiebigen Seth, einem Erzvater
der Urzeit: „Wahrlich, Ich sage dir, das ist das Größte, was jemand tun kann,
wenn er den armen Bruder und die arme Schwester versorgt und liebevollst unterstützt das Alter und die Kleinen! Wer solches
tut aus reiner Liebe zu Mir und zu den Brüdern und Schwestern, — Ich sage dir,
und hätte er Sünden, soviel da ist des Sandes im Meere, wahrlich, sie sollen
ihm alle erlassen werden!“
[H.
Bd. 2, Kap. 93, 6-7]
Henoch,
der erste Hohepriester der Urzeit, zu den erfolgreichen Bauführern des Königs Lamech von Hanoch: „Freuet euch
nicht zu sehr des vollendeten Werkes und auch nicht des Lohnes wegen, sondern
freuet euch vielmehr der großen Gnade und Erbarmung Gottes! Erkennet eure
Mängel, reinigt eure Herzen, seid eifrige Täter des Willens Gottes und liebet
Ihn über alles und euch untereinander wie jeder sein eigenes Leben, so werdet
ihr in solcher Liebe erst den größten Lohn finden, welcher da heißt: das ewige
Leben in Gott!“
[H.
Bd. 2, Kap. 221, 18]
Jesus
zu Neubekehrten: „Es sind Meine Worte wohl Kraft und Leben aus Gott selbst,
aber sie werden erst zu eurem Lebensanteil durch euer Handeln danach. Seid
darum allezeit wahre Täter und nicht nur Hörer des Wortes, so werden euch alle
eure vielen Sünden vergeben auch im Himmel, und Ich werde euch dann auch
allzeit helfen können!“
[Ev.
Bd. 8, Kap. 194, 11]
Jesus:
„Wer zu Mir nur sagt: ‚Herr, Herr!‘, der ist noch fern von dem Reiche Gottes;
wer aber an Mich glaubt und das tut, was Ich ihn gelehrt habe, der wird erreichen,
was ihm verheißen ist. Er wird durch das Tun in sich gewahr werden, daß die
Worte, die Ich geredet habe, nicht Menschen-, sondern wahrhaft Gottesworte
sind! Denn Meine Worte sind in sich selbst Liebe, Licht, Kraft und Leben und
tun euch offen kund Meinen Willen. Wer Meinen Willen in sich aufnimmt, der wird
in sich das ewige Leben haben, wenn er auch dem Leibe nach stürbe!“
[Ev.
Bd. 7, Kap. 157, 1]
Jesus
zu einem reumütigen Schriftgelehrten, der um Stärkung seines Glaubens bittet:
„Der Glaube allein wird nicht selig machen, sondern die Tat nach dem Lichte des
Glaubens, auf daß der Glaube lebendig werde. Mache aber auch das Unrecht, das
du an deinen Mitmenschen begangen hast, soviel wie möglich gut, so werden dir
deine Sünden vergeben; denn solange jemand nicht den letzten ungerechten Stater an seinem Mitmenschen berichtigt hat, solange wird
er ins Reich Gottes nicht eingehen!“
[Ev.
Bd. 8, Kap. 66, 6]
Jesus:
„Wenn ihr nur glaubet, aber den Glauben nicht zur Tat erhebt, so ist der Glaube
noch tot und kann der Seele kein wahres Leben geben; aber durch die Tat wird
der Glaube lebendig und somit auch die Seele durch ihren lebendigen Glauben.
Darum sage Ich euch: Seid nicht nur Gläubige dessen, was ihr von Mir hört,
sondern liebewillige, eifrige Täter, so werdet ihr in euch das wahre, ewige
Leben überkommen.“
[Ev.
Bd. 8, Kap. 183, 6]
Jesus
zu Petrus: „In deinen guten Werken nach dem erkannten Willen Gottes wirst du
deinen Gott schauen, weil nur die Werke es sind, die einer Seele den Adel vor
Gott verleihen. — Das reine Denken nach der reinen Wissenschaft und das keusche
Verhalten allein ohne Werke der Nächstenliebe verschaffen der Seele noch keine
Anschauung Gottes.“
[Ev.
Bd. 5, Kap. 238, 3]
Jesus:
„Das Wissen um Meine Lehre allein macht nicht selig, sondern das Handeln danach.
— Es gibt aber ein zweifaches Handeln: das für die Welt aus Eigennutz und ein
rechtes Handeln in der Welt aus wahrer Liebe zu Gott und zum Nächsten. Aus dem
ersten Handeln gewinnt der Mensch das Gericht und leicht den ewigen Tod, aus
dem zweiten aber die Liebe und Gnade Gottes und das ewige Leben der Seele!“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 227, 5-6]
Jesus:
„Wollt ihr Gott, der ein reinster Geist ist, wahrhaft anbeten, so müßt ihr Ihn
durch die Liebe in euren Herzen im Geiste und in der Wahrheit anbeten, und zwar
in der Tat durch allerlei gute Werke. Denn wahrlich, was ihr den Armen tut aus
Liebe zu Gott, das tut ihr Gott.“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 57, 21]
Jesus
zu einem begnadeten Harfensänger, der eine sehr reiche Geldspende bescheiden
zurückweist: „Nimm du nur an, was man dir mit Freuden gibt; denn du hast ein
gutes Herz und teilst gerne mit den Armen auch von dem wenigen, was du dir mit
deiner Kunst erwirbst. Den Armen wohltun ist Gott wohlgefällig und für die
Armen arbeiten und sammeln ist herrlich vor Gott und wird allzeit schon in
diesem und noch mehr im anderen Leben belohnt!“
[Ev.
Bd. 9, Kap. 9, 5]
Zwei
dienende Engel zu gutwilligen Anhängern Jesu: „Wollt ihr uns gleich werden, so
nehmet des Herrn lebendiges Wort auf in euer Herz und tut willig danach, so
werdet ihr dadurch gleich uns Seines Wortes allmächtige Kraft in euch haben,
und so Er euch dann berufen wird, zu handeln in Seinem Willen, dann werden euch
alle Dinge möglich sein, und ihr werdet mehr tun können als wir, da ihr aus
Seiner Liebe seid, während wir Seiner Weisheit entstammen.“
[Ev.
Bd. 2, Kap. 38, 1]
Der
Jüngling Jesus zu einem römischen Ratsherrn: „Da die Menschen so vieles wagen
zum Vorteil ihres Leibes, der sterben wird in kurzer Zeit, - warum wagen sie
denn nicht mehr für die Seele, die ewig zu leben bestimmt ist?! Sei auch du in
Zukunft tätiger für die Wohlfahrt deiner Seele als für die deines Leibes, und
es wird dann schon heller in dir werden!“
[Ev.
Bd. 7, Kap. 220, 5]
Jesus
kennzeichnet den Dünkel des Judas Ischariot, der sich als Schriftgelehrter vor
allen anderen Jüngern brüstet, und fährt fort: „Mir ist ein Mensch, der nur
weniges aus der Schrift weiß und danach gläubig lebt und tut, sehr viel lieber
als ein Mensch voll Schriftgelehrtheit, der die Schrift nur kritisiert, an sie
einen schwachen oder gar keinen Glauben hat und darum auch nicht nach ihr lebt
und handelt, sondern nur nach dem Rate seiner Weltvernunft.“
[Ev.
Bd. 9, Kap. 99, 3]
Jesus:
„Die Seligkeit des Lebens besteht hauptsächlich in der Tätigkeit, und es ist
der Seele nützlicher, daß sie sich in aller Tätigkeit übt, als daß sie sich bei
aller Klarheit des inneren Wahrnehmens gleichfort untätig verhält.“
[Ev.
Bd. 9, Kap. 141, 9-10]
Jesus:
„Wer Mein lebendiges Wort, dies zu euch gesprochene Evangelium, nur beifällig anhört,
aber nicht danach handelt, dem nützt es nichts. Er bleibt der alte Weltnarr und
kommt nie auf einen grünen Lebenszweig.“
[Ev.
Bd. 5, Kap. 167, 11]
Jesus:
„Die Seligkeit einer Seele und ihre Klarheit steigern sich nach den Graden
ihrer Liebetätigkeit und nicht nach den Graden ihrer Klarheit, zu der sie ohne
Liebetätigkeit ohnehin niemals gelangen kann; denn es ist dies schon von
Ewigkeit her von Gott so verordnet, daß kein Geist und keine Menschenseele ohne
entsprechende Tätigkeit je zum Lichte gelangen!“
[Ev.
Bd. 9, Kap. 142, 3]
Jesus
zu den lichtsuchenden Bürgern von Golan: „Wohl jedem, der zu Mir kommt und Mich
erkennt wie ihr nun! Denn wer Mich erkennt, der hat schon ein Licht dazu überkommen,
daß er dann auch an Mich lebendig glauben kann! Aber es ist dies Licht jetzt
nur ein kleines Flämmchen in eurer Seele; doch wenn ihr Meine Lehre und mit ihr
Meinen Willen werdet überkommen haben und danach handelt und lebt, so wird euer
nunmaliges kleines Licht zu einer Sonne werden, und
ihr gelangt dann erst in die volle Wahrheit alles Lebens und Seins und erweckt
in euch selbst das ewige Leben!“
[Ev.
Bd. 10, Kap. 88, 11-12]
Der
Herr zu einem neuen Himmelsbürger: „Würdest du hier nur in Untätigkeit die himmlischen
Herrlichkeiten genießen, so würdest du mit der Länge der Dauer übersättigt werden.
Darum habe Ich für die stets wachsende Seligkeit dadurch schon von Ewigkeit
vorgesorgt, daß jedes Meiner Kinder hier fortwährend eine wohlangemessene
Tätigkeit und einen guten Wirkungskreis überkommt.“
[GS.
Bd. 2, Kap. 3, 11]
Der
Herr: „Es ist nicht vonnöten, daß jemand die ganze Bibel im Kopfe habe, um
damit Mein Reich und Mich zu finden. Sondern dazu genügen wenige Texte und ein
genaues Beachten und Leben danach. Wer also tut, zu dem wird sich das
Gottesreich bald so kehren und vernehmen lassen, wie es im Evangelium steht und
lautet: Ei, du getreuer Knecht, dieweil du im Kleinen getreu warst, so sollst
du nun über Vieles und Großes gesetzt werden!“
[Hi.
Bd. 2, S. 376, 9. 10]
Der
Herr: „Der festeste Glaube ohne Werke ist gleich einem törichten Menschen, der
sich im kalten Zimmer nur mit einem warmen Gedanken zudecken will, um sich zu
erwärmen. So wie diese Gedankendecke nichts nützt, also nützt auch der Glaube
ohne die Werke nichts. Der Glaube ist nur das Aufnahmeorgan für eine Lehre, die
zu einer gewissen Tätigkeit anleitet.“
[Ed.
Kap. 73, Abs. 10-11]
Der
Herr: „Mein Reich ist ein Reich der höchsten Tatkraft; Ich sagte zu den
Aposteln nicht: ‚Bleibet daheim, denket, brütet und grübelt über Meine Lehre
nach!‘, sondern: ‚Gehet hinaus in alle Welt!‘ Dasselbe sage Ich auch zu allen
Seligen. Da heißt es tätig sein; denn immer ist die Ernte größer als die Zahl
der Arbeiter. Darum ist es auch besser, in irgendeiner Ordnung tätig als nur
des reinsten Glaubens zu sein. Tätig zu sein nach Meiner Lehre ist sicher
unendlich besser, als die ganze Bibel auswendig zu wissen und zu glauben.“
[Ed.
Kap. 73, Abs. 17-18]
Jesus:
„Es ist wohl sehr löblich und gut, sich von Mir und Meinem Reich zu besprechen,
aber noch löblicher und besser ist es, sich in den Geschäften der Himmel recht
wacker zu üben! Das Wissen geht natürlich dem Geschäfte voraus. Weiß man aber
einmal, was man zu tun hat, dann muß man handeln. Und es ist dann schon eine
kleine, gute Handlung besser als ein großes Wissen ohne Handlung.“
[Rbl.
Bd. 2, Kap. 280, 4]
Jesus
im Jenseits zu einem tateifrigen, erleuchteten Geist: „Die Tätigkeit ist zwar
das eigentliche Hauptwesen des Geistes, aber dann und wann ist es auch gut, daß
der Mensch ein wenig ruhe! Denn in der Ruhe sammeln sich wieder zu neuer
Tätigkeit die erschöpften Kräfte der Seele, die da ist ein Organ des Geistes!“
[Rbl.
Bd. 2, Kap. 281, 2]
Der
Herr: „Der bloße Glaubensmensch ist dem gleich, der sein Talent vergrub; wenn
aber jemand aus der Schrift nur wenig weiß, aber danach tut, der ist dem
gleich, der über das wenige eine treue Haushaltung führte und dann über vieles
gesetzt wird.“
[Ed.
Kap. 73, 19]
Jesus:
„Ein Mensch, der des Gesetzes Mosis wohl kundig ist, es vollständig hält und
aus Liebe zu Gott und zum Nächsten nicht mehr übertritt, hat dadurch das
lichtvolle Maß der eigenen Lebensvollendung erfüllt und ist schon diesseits ein
Bürger der Himmel geworden, da er den geistigen Tod in sich vollkommen besiegt
hat und voll des ewigen Lebens aus Gott geworden ist.“
[Ev.
Bd. 7, Kap. 53, 2]
Der
Herr: „Mir liegt wenig daran, ob ihr diese Meine Worte schön oder nicht schön
findet, — aber es liegt Mir alles daran, daß ihr danach handelt; denn nicht der
Bewunderung wegen, sondern eures ewigen Heiles willen gebe Ich sie euch!“
[Schrft. Kap. 11, 28]
Der
Herr: „Ein Schauspieler bin Ich nicht, daß Ich Mich begnügen möchte mit dem
leeren Beifallsgeklatsche, — sondern Meine Sache ist voll des ewigen Ernstes,
und Ich verlange daher auch eine ernste Tätigkeit nach Meinem Wort und nicht
den leeren, alleinigen Beifall!“
[Schrft. Kap. 4, 11]
Der
Herr vergleicht die im himmlisch-geistigen Sinne geringfügige Bedeutung der
Taten kriegerischer Helden mit der ewigen Bedeutung im geheimen verübter
Liebeswerke.
[Hi.
Bd. 1, S. 367, 5-10]
Jesus:
„So erhaben die großen, Mich preisenden Flammengedanken der Cherubim und
Seraphim auch sind, so ist‘s Mir dennoch lieber, wenn Mich Meine Kindlein so
recht herzlich ‚Vater‘ nennen und Meine Freunde zu Mir sagen: ‚Lieber Bruder‘,
— als wenn die größten Lobengel Mich mit den hehrsten Weisheitsliedern besingen
und am Ende ganz ermattet zusammen sinken, wenn sie nach ihren großen
Anrufungen zur Einsicht kommen, daß ihre größten und flammendsten Gedanken
nicht einmal den Saum Meines Kleides zu berühren imstande sind, während Meine
ganz einfachen Kindlein mit Meinem Herzen und Meinen Gedanken seligst spielen können und allzeit bei Mir wohnen und an
Meinem Tische das Brot des wahren Lebens genießen.“
[Rbl.
Bd. 1, Kap. 127, 7]
Jesus:
„Daß das Mägdlein Jarah auf Meine Frage ‚Was ist Wahrheit‘
eine zutreffende Antwort fand, das macht ihre unbegrenzte, reinste Liebe zu
Mir; solche ihre Liebe verbindet ihr Herz mit dem Meinen, und so kann sie sich
stets auf dem kürzesten Wege alles Licht und alle Weisheit holen aus der von
ihr selbst bezeichneten Urquelle alles Lichtes, alles Seins und aller Wahrheit,
die für ewig unwandelbar in Mir ist!“
[Ev.
Bd. 2, Kap. 199, 7]
Jesus
der Herr zu der Ihn grenzenlos liebenden Chinesin Chanchah:
„Mich kann niemand genug lieben, — aber das ist bei der größten Liebe wohl zu
beachten, daß die Liebe nicht ohne Weisheit einhergehen darf, wenn sie die
Seligkeit aller Seligkeiten bewirken soll! Denn die pure Liebe ist ein verzehrend
Feuer, dem, da es ein Grundfeuer ist, durch nichts gesteuert werden kann als
durch einen entsprechenden Grad von Weisheit. Daher mußt auch du deine Liebe zu
Mir durch einen gerechten Grad von Weisheit mäßigen, wenn du die wahre
Seligkeit der rechten Liebe genießen willst! — Darum betrachte Mich nicht als
das allerhöchste, allmächtigste Gottwesen, sondern als deinen allerbesten,
wahrhaftigsten Vater, ja sogar in Meiner Menschlichkeit als deinen Bruder, so
wirst du Mich — wie jeder andere Selige — leicht ertragen!“
[BM.
Kap. 121, 8-10]
Joseph
zu dem demütigen Fischer Jonatha, der von ihm
gegenüber dem göttlichen Kinde ein erhaben ehrfürchtiges Verstummen erwartet:
„Wollte ich über das göttliche Kind Gefühle und Gedanken in mir erwecken, vor
denen alle Engel erbeben müßten, sage, welchen Dienst würde ich dadurch Dem
erweisen, der die ganze Unendlichkeit in Seiner Rechten trägt? — — Alles, was
ich tun kann, ist, daß ich das Kindlein liebe aus allen meinen Kräften und Ihm
den nötigen Dienst erweise, den es von mir verlangt! — Alles andere
Großgedankenwerk aber lasse ich aus dem Grunde beiseite, weil ich wohl weiß,
daß mein erhabenster und größter Gedanke gegen die Größe Gottes ein prahlerisches
Nichts ist!“
[Jug. Kap. 170, 16-20]
Das
Jesuskindlein zu dem Fischer Jonatha, der Kunde über
die Beschaffenheit des Mondes wünscht: „Siehe, viel Wissen macht den Kopf
schwer und das Erdenleben unbehaglich. Aber viel Liebe im Herzen zu Gott und
deinen Brüdern macht das Erdenleben angenehm und benimmt alle Furcht vor dem
Tode. Denn diese Liebe ist ja in sich selbst das ewige Leben; wer aber das hat,
der wird dereinst auch zu schauen bekommen alle Schöpfung! Denn die wahren
Liebenden Gottes werden anschauen Sein Angesicht. Das aber ist das Angesicht
Gottes, was Er erschaffen hat durch Seine Weisheit und ewige Allmacht!“
[Jug. Kap. 174, 13-16]
Jesus:
„Sehet, die Gleichnisse vom verlorenen Schaf, vom verlorenen Groschen und vom
verlorenen Sohn sind Bilder der Barmherzigkeit Gottes für diejenigen, die in
der Liebe ihres Herzens dem Vater im Himmel gleichen. Welche aber nur in der
Weisheit stehen, die fühlen das große Bedürfnis der Liebe im Vater nicht. — In
der Liebe liegt gar vieles verborgen, was keine Weisheit ergründet; darum ist
der Vater als die ewige Liebe auch größer als der Sohn, der als Ihr Licht hier
vor euch steht. Darum sage Ich: Vieles ist selbst bei den weisesten Menschen
unmöglich, was bei Gott in Seiner Liebe dennoch möglich ist.“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 242, 10, 13 und 14]
Henoch,
der liebeweise Prophet der Urzeit: „Wer vermöchte je Gott zu zwingen, daß Er
sich einem zeigen und enthüllen solle?! Und täte Er es, wer möchte es fassen
und bleiben am Leben?! So ihr aber Gott liebet über alles, da wird Er euch
führen in alle Weisheit und höchste Erkenntnis mehr und mehr —‚ je nach der
Fähigkeit und Größe der Liebe, die ihr zu Ihm Herzen heget. — Liebe ist die
Wurzel aller Weisheit, daher liebet, wollt ihr wahrhaft weise werden! Wenn ihr
aber liebet, da liebet der Liebe und nie der Weisheit wegen, so werdet ihr
wahrhaft weise sein!“
[H.
Bd. 1, Kap. 90, 11 und 13]
Jesus
im Jenseits: „Jedes Meiner Worte bleibt zwar ewig unwandelbar im Bereich Meiner
Ordnung und Weisheit; aber wer durch die Liebe zu Mir kommt, dem wird alle
Schuld nachgesehen. Denn bin Ich schon in der Weisheit ein Diamant, so bin Ich
in der Liebe weicher als Wachs und lasse sehr mit Mir handeln!“
[Rbl.
Bd. 2, Kap. 252, 10]
Der
Herr: „Wahrlich, die Liebe im Herzen eines Kindes zu Mir, dem Vater, ist mehr
wert als alle noch so erhabene Weisheit und alle erdenkliche Wissenschaft! Denn
wer die Liebe hat, der hat alles; wer aber die Liebe allein der Weisheit, der
Wissenschaft und der Stärke wegen hat, der soll auch haben, was er haben will,
aber dann soll er dennoch nicht haben — Mein Herz!“
[H.
Bd. 3, Kap. 11, 4-5]
Das
Mägdlein Jarah, eine Jüngerin Jesu, auf die Frage,
woher sie ihre Weisheit habe: „Jesus ist der Geber aller guten Gaben! Er allein
ist weise und vollkommen gut! Wer Ihn liebt und im Herzen glaubt, daß Er der
Herr Jehova-Zebaoth von Ewigkeit ist, in dessen Herz wird Er Sein ewiges Licht
geben, und es wird dann hell werden im ganzen Menschen; ein solcher Mensch wird
dann voll sein der wahren, göttlichen Weisheit durch und durch!“
[Ev.
Bd. 2, Kap. 159, 2]
Jesus:
„Ich als die Wahrheit im Vater bin gleich wie ein Sohn, der Vater aber ist die
ewige Liebe in Mir. Wen sonach die Liebe oder der Vater zieht, der kommt auch
zum Sohne oder zur Wahrheit. Darum ist es besser, sich Mir durch die Liebe zu
nahen als durch das Erforschen der puren Wahrheit. Denn mit der Liebe kommt
auch der Geist der Wahrheit unfehlbar so, wie mit dem Feuer, wenn es sich zur
lebendigen Flamme steigert, das Licht!“
[Ev.
Bd. 9, Kap. 37, 3-4]
Der
Herr zu einem Verstandesgrübler: „Wer die reine Liebe zu Gott, dem Vater aller
Menschen und dem Schöpfer aller Dinge, hat und aus dieser Liebe heraus zu allen
Brüdern und im gerechten, reinen Maße auch zu den Schwestern, der hat alles;
ja, er hat das ewige Leben und alle klare, heilige Weisheit!“
[H.
Bd. 1, Kap. 174, 10]
Inschrift
auf der zweiten Stufe einer für Robert Blums jenseitige Seelenentwicklung und
-läuterung sinnbildlichen Pyramide: „Die Liebe ist das Leben, das Gesetz die
Ordnung, die Kraft, die Macht, die Sanftmut, die Demut, die Geduld und dadurch
der Kern aller Weisheit. Der Weisheit sind nicht alle Dinge möglich, weil die
Weisheit nur einen gewissen Weg geht und sich mit dem, was unrein ist, nicht
befassen kann. Aber der Liebe sind alle Dinge möglich. Denn sie ergreift auch
das, was verworfen ist, mit derselben Innigkeit wie das, was in sich selbst schon
das Reinste ist. Die Liebe kann alles brauchen, die Weisheit aber nur, was die
Liebe gereinigt hat.“
[Rbl.
Bd. 2, Kap. 157, 5]
Jesus
im Jenseits: „Mein Apostel Johannes hatte die mächtigste Liebe zu Mir und darum
auch die größte Glut in der Darstellung Meines Wortes. In seinen Worten liegt
auch die größte Weisheit, wie bei keinem anderen Apostel. Ihm ward darum auch
die tiefste Offenbarung gegeben. Denn was der Mensch mit dem Verstande in
hundert Jahren bei aller Mühe kaum erreicht, das gibt ihm die rechte Liebe in
einer Sekunde! Denn die Liebe bin Ich selbst im Menschen! Je vollkommener seine
Liebe wird, desto entfalteter auch Mein Ebenbild in ihm. — Der Verstand aber
ist nur ein Schrank, in dem die Liebe ihre erworbenen Schätze aufbewahrt.“
[Rbl.
Bd. 2, Kap. 245, 2, 4 und 5]
Jesus:
„Die kindliche Einfalt eines Herzens steht bei Mir endlos höher als die
tiefschürfende Weisheit eines Cherubs.“
[BM.
Kap. 186, 17]
Jesus:
„Wer sich den Willen Gottes durch sein Handeln danach zueigen gemacht hat, der
hat sich auch die Weisheit Gottes angeeignet, ohne die der Wille nichts
Heilvolles zu bewirken vermag. Und so ist denn ein Mensch, der dem Willen
Gottes gemäß handelt, voll des wahren, lebendigen Lichtes durch die Liebe zu
Gott und zum Nächsten.“
[Ev.
Bd. 9, Kap. 108, 7]
Der
Herr: „Wie da jemandem sein wird die Liebe zu Mir, so wird auch sein dessen
Licht und Weisheit! Daher fliehet die Welt und suchet euch selbst und Mich in
euch!“
[H.
Bd. 2, Kap. 86, 5 und 13]
Der
Evangelist Johannes: „Wer die über alles beseligende und für ewig belebende
Liebe zu Gott überkommen hat, der hat mit ihr auch die Weisheit überkommen,
welche gleich ist der göttlichen Weisheit, weil die Liebe selbst, aus der
solche Weisheit hervorgeht, göttlich ist.“
[GS.
Bd. 2, Kap. 41, 6-7]
Der Herr:
„Swedenborg ist wahr und gut, solches kannst du glauben. — Aber Ich sage dir:
Die Liebe ist über alles erhaben und heilig! Wer diese hat, der hat alles; denn
er hat wahrhaft Mich selbst! Und siehe, das ist mehr als alle Propheten, alle
Apostel und somit auch mehr als Swedenborg!“
[Hi.
Bd. 2, S. 53, 21, 14. 3. 1842, Bd. 2, Abs. 21]
Jesus
zu dem römischen Oberstatthalter Cyrenius: „Liebe mit
Ernst und Weisheit, das ist ein ewiges Gesetz; wer danach handelt, macht keinen
Fehltritt, und die Früchte davon werden köstlich sein.
[Ev.
Bd. 2, Kap. 55, 6]
Jesus:
„Darin liegt die höchste Weisheit, daß ihr weise werdet durch die lebendigste
Liebe. Alles Wissen ist ohne die Liebe nichts nütze! Darum bekümmert euch nicht
zu sehr um viel Wissen, sondern daß ihr viel liebet, so wird euch die Liebe
geben, was euch kein Wissen je geben kann!“
[Ev.
Bd. 4, Kap. 1, 9]
Jesus
zu einem sehr freigebigen griechischen Wirt: „Bleibe du, was du bist, und suche
die Wahrheit und den Grund des Lebens und Seins! Denn nur die Wahrheit wird
dich frei machen, und mit ihr wirst du hoch über allem Priestertume stehen und
über allem, was die Welt Weisheit nennt.“
[Ev.
Bd. 5, Kap. 254, 5]
Der
Herr: „Soll euch die Weisheit (das Wissen um Gott) zum wahren Nutzen werden, so
muß sie entweder zu einem lebendigen, klaren Gefühl im Herzen werden oder — was
das Vorzüglichste ist — sie muß aus der Lebendigkeit des Herzens hervorgehen.
Ist eines oder das andere der Fall, so wird dann erst die dadurch geweckte
Lebenskraft als ein stetiger Zeuge auftreten und laut verkünden, daß Gott die
reinste und heiligste Liebe ist, in welcher kein Wesen je zugrundegehen wird!“
[H.
Bd. 2, Kap. 164, 16-17]
Der
Herr: „Der ordnungsmäßige Zustand im Menschen soll folgender sein: Das Herz
wird mehr und mehr durch die demütige Darniederkunft
des Verstandes erweitert und nimmt den Verstand in sich auf. Dann wird der
Verstand von der Liebe erwärmt und dehnt sich im Herzen aus. Dadurch entzündet
sich auch die Liebe in ihrer beseligenden Wärme, und das Licht ihrer sanften Flamme
durchleuchtet gar lieblich den Verstand. Dann erglänzen die Schätze des Himmels
im Verstand, werden durch die Wärme des Lichtes immer größer und zergliederter,
woraus danach das schöne Herzensverständnis der Liebe und des wahren lebendigen
Glaubens kommt und das Senfkörnlein sich zum Baume
gestaltet, der die Vögel des Himmels und endlich auch Mich selbst zum Wohnen in
seinen Zweigen einladet.“
[Hi.
Bd. 1, S. 96, 4]
Jesus
in der geistigen Welt zu Robert Blum: „Robert, siehe hierher! Die du lieb hast,
ist die ganze Weile, während der du auswarst, an Meiner Brust gehangen. Du hast
sehr viel gesehen und große Erfahrungen gemacht. — Du bist in Meine Himmel
gedrungen, — aber diese deine Helena tief in die großen Geheimnisse Meiner
Liebe. Was meinst du nun, wer von euch beiden in tiefen und wichtigen Erfahrungen
des Lebens wohl die größten Fortschritte gemacht hat?“ Darauf Robert Uraniel:
„O Herr, sicher diese liebste Helena hier! Denn wer an der Urquelle selbst
schöpft, der empfängt in Fülle des Lebens reinstes Licht!“
[Rbl.
Bd. 2, Kap. 188, 1-2]
Jesus:
„Seid geduldig und in allem voll Sanftmut, so werdet ihr viel Segen in die
Herzen der Menschen streuen! — Es ist hierbei aber nicht so sehr von einer
äußeren, als vielmehr von einer inneren, wahren Sanftmut die Rede. Wo es nötig
ist, durch eine scheinbare Strenge einen notwendigen Erfolg zu erzielen, da tue
man das; denn die Regel im Umgang mit Böswilligen ist: ‚Klug sein gleich den
Schlangen und dabei dennoch sanft gleich den Tauben‘.“
[Ev.
Bd. 2, Kap. 166, 4 und 6]
Der
Herr: „Es soll nicht sein, daß der Mensch in jegliche Tiefe Meiner Weisheit
dringe in der Zeit; denn dazu ist euch ja von Mir ein ewiges Leben bereitet!“
[H.
Bd. 3, Kap. 27, 3]
Der
Herr: „Jedes Wort aus der Liebe ist eine lebendige Frucht, in welcher
Unendliches und unendlich Mannigfaltiges verborgen liegt. In der Weisheit gebe
ich nur soviel, wie jeder zu ertragen imstande ist; aber in der Liebe gebe ich
euch eine Unendlichkeit um die andere, wobei auch die höchste Engelsweisheit
nie zu einer endlichen Lösung der darin verborgenen Weisheit gelangen wird.“
[Hi.
Bd.1, S. 233, 8, 9]
Herzensbekenntnis
demütiger, schlicht gläubiger Menschen der Jetztzeit: „Wir einfältigen
Liebhaber Gottes, die wir zwar außer der Universität Gottes in unserem Herzen
nie eine andere besucht haben, wollen mit aller hochberühmten Weltweisheit
dennoch nicht tauschen; denn unser Schauen in die Tiefen der großen Schöpfungen
unseres heiligen Vaters ist uns lieber als euer tausendjähriges Forschen mit
verdeckter Sehe. Wie weit eure Ferngläser und eure mathematischen Linien
reichen, wissen wir; aber wie weit die helle Sehe unseres in Gott ruhenden
Herzens reicht, das zu bemessen, dürften eure Tubusse
und mathematischen Linien wohl bedeutend zu kurz werden und zu wenig mathematisch
sein!“
[H.
Bd. 1, Vorrede Abs. 11]
Jehovas
Ermahnung an den redseligen Erzvater Seth: „Seth, weißt du denn nicht, daß die
wahre Liebe stumm ist und die Weisheit nur dann das Wort führt, wenn sie zum
Frommen anderer zu reden aufgefordert wird? Hast du Liebe, so schweige mit dem
Munde und rede allein im Herzen; und hast du Weisheit, so lasse dich vorher von
jemand begehren, und so solches geschehen, dann rede wenige Worte aus dem
Herzen und nicht aus dem Verstande, was da frommt dem Begehrenden! Es ist
unvergleichlich besser, zu schweigen und das Ohr zu verhalten, als beständig zu
mundwetzen und zu brodeln gleich einem Wasserfall!“
[H.
Bd. 1, Kap. 98, 2-4]
Jesus
zu einer Seelenschar, die Gott in Seiner Unendlichkeit vergeblich sucht: „Wenn
ihr die Gottheit nach der endlosen Wesensseite ihres Lichtausströmens beurteilt
und als wahre ‚Lichtreiter’ die endlosen Räume durchflieget und das Dasein der
großen Gottheit suchet, da bleibt euch freilich das Bekanntwerden mit dem
eigentlichen wahren Gottwesen ewig fern, und ihr müsset endlich vor der
unermeßbaren Gottesgröße erliegen und vermöget euch nimmer aufzurichten in
euren Herzen, auf daß ihr schauen und fassen möget das wirkliche Wesen Gottes,
eures Vaters.“
[Rbl.
Bd. 2, Kap. 277, 2]
Paulus
an die Gemeinde zu Laodizea: „Eure Rede sei allzeit
mit Liebe gewürzt gegen jedermann und sei voll Salz der wahren Weisheit aus
Gott; aus dieser Weisheit sollet ihr allezeit nehmen, was ihr redet mit
jemandem, auf daß er erfahre, wie verschieden die göttliche Weisheit ist von
dem Wissen der Weltweisen.“
[Lao.
Kap. 3, 40]
Jesus
im Jenseits: „Die vollkommene himmlische Würde, Anmut und Reinheit gibt einer
Seele nicht die Weisheit, sondern nur die Liebe! Daher haltet euch alle an die
Liebe, wollet ihr in den Himmeln bei Mir sein! — Ihr werdet zwar in jedem der
drei Haupthimmel bei Mir sein und wandeln vor Meinem Angesicht, aber nie so
nahe, wie diese verklärte Seele allein durch die Liebe!“
[Rbl.
Bd. 2, Kap. 243, 9]
Das
Jesuskindlein zu dem wißbegierigen römischen Statthalter Cyrenius:
„Wenn du forschend deinen Geist (Verstand) erheben wirst, dann wird dieser
seine lebendige Tiefe stets mehr und mehr verlassen, und du wirst dich dadurch
von Meinen Tiefen entfernen und dich ihnen nicht mehr nahen können. Aber von
nun an solle tiefe Weisheit vor den Weisen der Welt verborgen bleiben; jedoch
den einfältigen und schwachen Kindern soll sie ins Herz gelegt werden. Darum
werde du ein Kind in deinem Gemüte, und es wird dann die rechte Zeit für dich
sein, die wahre Weisheit zu überkommen.“
[Jug., Kap. 217, 17-19]
Jesus:
„Es wäre keinem Engel gut, so er gleich Gott allwissend wäre. Denn so wenig ein
Geist je die ganze Unendlichkeit Gott gleich erfüllen wird, ebensowenig wird je
eines noch so vollendeten Geistes Weisheit alle Tiefen der göttlichen Weisheit
zu erforschen und zu erfassen imstande sein.“
[Ev.
Bd. 2, Kap. 233, 4-5]
Jesus:
„Die Menschen müssen vor aller Verstandesbelehrung und Wissenschaft erst wahre
Menschen werden, ansonst ihnen jede Wissenschaft viel mehr schaden als frommen
kann. Denn die Wissenschaft beschäftigt nur den Verstand, der im Gehirn seinen
Sitz hat; aber das Herz als das Fundament des Lebens bleibt roh und ungeschlacht
wie das eines Raubtieres und übt mit Hilfe der Wissenschaft noch mehr Böses als
ohne sie; denn bei einem gottlosen Herzen ist die Wissenschaft eine wahre
Leuchte zum Bösen aller Art.“
[Ev.
Bd. 3, Kap. 175, 4]
Jesus:
„Es ist euch besser, etwas weniger Kenntnis von der Natur der Materiewelt, aber
dafür mehr Kenntnis eures inneren seelisch-geistigen Wesens zu haben. Wer sein
Inneres völlig kennt, der wird auch zur Kenntnis nicht nur der ganzen Erde,
sondern auch aller anderen Weltkörper im Schöpfungsraume gelangen, materiell
und geistig, welch letzteres allein von größter Wichtigkeit ist. Doch die nur
äußere Kenntnis der Natur dieser Erde wird keiner Seele den Weg zur
Unsterblichkeit bahnen!“
[Ev.
Bd. 3, Kap. 87, 9-10]
Jesus:
„Der einfache Mensch, der reinen Herzens ist, hat eine freiere Seele und in ihr
einen freieren Geist und faßt darum bald das, was des Geistes ist. Aber ein
Weltweiser, dessen Seele mit lauter materiellen Vorstellungen angefüllt ist und
von einem göttlichen Geiste in ihr keine Ahnung mehr hat, wird das nicht fassen
und begreifen.“
[Ev.
Bd. 3, Kap. 16, 3]
Der
Herr: „Diejenigen, die zu Mir in die Schule gehen, werden in alle Ewigkeit
nicht auslernen. Denn je mehr da einer erkennen wird, desto mehr wird ihm noch
immer zu erkennen bleiben. Daher wird es in Meinem Reiche auch keine Gelehrten
geben. Und da wird nie jemand können das ‚Rigorosum‘ zur Doktorwürde machen.
Denn da wird es stets heißen: Wir bleiben ewig Schüler, und all unser Erkennen
und Wissen ist Stückwerk gegen die Allwissenheit unseres Vaters! — Daher seid
froh und voll guten Mutes und wisset, daß euch alles gegeben wird, um was ihr
Mich, euren heiligen Vater, bitten werdet!“
[Hi.
Bd. 1, S. 221, 24-27]
Der
Apostel Petrus zu dem neuen Himmelsbürger Robert Blum: „Hier (im himmlischen
Jerusalem) gibt es neben dem großartigsten Wissen der Geister dennoch ein
fortwährendes Fragen und Erklären der mannigfachen Erscheinungen und Dinge.
Auch du wirst mit dem Fragen ewig zu keinem Ende gelangen. Am leichtesten kommt
man zurecht, wenn man sich stets mehr in der Liebe zu befestigen sucht als im
Wissen; denn die Liebe befriedigt, aber das Wissen ewig nimmer.“
[Rbl.
Bd. 2, Kap. 288, 16]
Jesus
im Jenseits: „Es ist zwar nicht völlig unmöglich, daß Geister des untersten Weisheitshimmels
in einen höheren Himmel übergehen können, aber es geht dies immer sehr schwer,
weil die Weisheit sich stets mehr in der Betrachtung als in der wirklichen Tat
gefällt. — Der Weise hat nur Wohlgefallen, wenn er vor anderen seine Einsichten
auskramen kann, während der eigentliche Liebegeist nur nach dem erkannten Guten
und Wahren handeln will.“
[Rbl.
Bd. 2, Kap. 233, 7]
Der
Herr: „Wer die Liebe Gottes in sich hat, dem wird auch die Weisheit in
demselben Grade zukommen, in welchem er die Liebe hat. Und also wird es dem
gegeben, der da hat, nämlich die Liebe. — Wer aber diese nicht hat, sondern
allein seinen trockenen Weltverstand, den er als die Weisheit ansieht, dem wird
alsdann auch dieser genommen werden, und zwar auf die natürlichste Weise, wenn
ihm das Weltliche oder sein Leibesleben genommen wird.“
[GS.
Bd. 1, Kap. 5, 5]
Jesus:
„Wer sich im Leben des Geistes aus Mir befindet, der befindet sich auch in
aller Weisheit des Geistes. Durch sie wird der Baum der Erkenntnis gesegnet,
und die Seele wird dann in einem Augenblick mehr erkennen als durch ihr äußeres
eitles Verstandesforschen in tausend Jahren!“
[Ev.
Bd. 9, Kap. 84, 9]
Jesus:
„Wer im Herzen, in der Liebe und im Willen mit Mir vereint ist, dem wird die ärgste
Welt nie etwas anhaben können. Aber wer nur eins ist mit Mir in der Weisheit,
der wird in der Welt viele und arge Kämpfe zu bestehen haben; denn die Welt
wird in ihrem materiellen Verstande nie einsehen, daß ihr scheinbares Etwas vor
dem Geiste ein Nichts ist!“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 151, 15]
Der
Herr: „Glaube Meinem Worte, du Menschengeschlecht auf Erden: Wenn dir mehr
liegt an der Erfahrung der Dinge als an Meiner Vaterliebe, da wir es wohl
geschehen, daß du mit deiner mächtigen (Welt-) Weisheit die Armut unterjochen
wirst, aber dann sollst auch du von mir unterjocht werden, und Ich werde dann
deiner nicht schonen!“
[H.
Bd. 3, Kap. 11, 6]
Jesus:
„Der kalte, noch so scharfe Weltverstand sieht nicht ein, daß Ich mit dem Vater
eins und der bin, der mit Seiner Weisheit und Macht die ganze Unendlichkeit
erhält und regiert.“
[Ev.
Bd. 3, Kap. 16, 1]
Jesus:
„Ein verstandesgebildeter Mensch kann es durch viel Selbstverleugnung auch
(nachträglich) noch zu einer wirksamen Gemütsbildung bringen. Dazu empfehle Ich
euch vor allem die Nächstenliebe, die da kommt aus der Liebe zu Gott. Denn
diese allein vermag aus eurer Verkehrtheit wieder Menschen in Meiner Ordnung zu
machen.“
[Ev.
Bd. 4, Kap. 220, 4-5]
Jesus:
„Wenn Mein Geist in euch tätig wird, dann soll es licht werden in eurem Verstande
und ihr werdet auf ganz natürlichen Wegen der Natur ihre Kräfte ablauschen und
euch ihre Geister dienstbar machen. Dadurch werdet ihr große irdische
Lebensvorteile erreichen, die ihr zu Wohltaten für die Menschen verwenden
sollt.“
[Ev.
Bd. 4, Kap. 225, 4]
Der
Erzengel Raphael: „Ein durch allerlei Wissenschaften und Erfahrungen geweckter
Verstand erhält erst dann den rechten Scharfblick, wenn er von der Liebe zu
Gott erwärmt und erleuchtet wird.“
[Ev.
Bd. 5, Kap. 58, 14]
Jesus
zu gedächtnisschwachen Jüngern: „Wenn der Geist Gottes über euch kommt, dann
wird er euch in alle Weisheit leiten, und ihr werdet hinfort eures irdischen
Gedächtnisses nicht mehr bedürfen. Aber der Bildung der Seele wegen ist dem
Menschen auch ein irdisches Gedächtnis gegeben, das bei einem recht festen
Willen stark genug ist, sich eine zahllose Menge von Worten, Wahrheiten und
Taten zu merken. Nur wenn ein Mensch über derlei Dinge und Vorkommnisse
gleichgültig hinweggeht, so bleiben sie ihm auch nicht im Gehirn haften.“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 145, 9]
Jesus
verwirft die allzu gründliche philosophische Bildung verstandeskluger
Priesterweiber und fährt fort: „Alle diese weltweisen Philosophen widersprechen
einander ja im höchsten Grade, so daß durch sie alle sich nie ein einheitliches
Lebenssystem erzielen läßt und aus so belehrten Menschen nur hochmütige
Vielwisser werden.“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 105, 6-8]
Der
Herr: „Ich sprach am Kreuze: ‚Es ist vollbracht!’ — Aber was ist vollbracht? —
Mein eigener Kampf um euch; denn mehr kann Ich als euer Schöpfer, Gott, Herr
und das ewige Leben selbst nicht tun, als euern Tod auf mich nehmen. Es ist
zwar vollbracht (die Erreichung des höchsten Lebenszieles), aber nicht für
euch, sondern nur für Mich selbst! Aber tuet ihr danach, daß dieses Werk auch
in euch vollbracht werde? — O ja, ihr leset fleißig, ihr schreibet auch
fleißig, ihr besprechet euch auch gerne von Mir —; doch wenn Ich sage: ‚Widmet
Mir anstelle eurer Weltgedanken und weltlichen Erheiterungen nur eine Stunde am
Tage, heiliget sie dazu, daß ihr euch dann mit nichts als nur mit Mir in eurem
Herzen abgebet!‘ —‚ oh, da werdet ihr hundert Anstände finden, und hundert
weltliche Gedanken werden sich um einen einzigen schwachen geistigen wie ein
Wirbelwind drehen!“
[Schrft. Kap. 5, 12, 14-15]
Jesus
empfiehlt nach wichtigen geistigen Gesprächen und Belehrungen: „Nun wollen wir
ruhen und uns in der inneren Selbstbeschauung üben, welche eine wahre Sabbatsfeier
in Gott ist.“
[Ev.
Bd. 2, Kap. 166, 18]
Jesus
über die rechte Weise und Wirkung der Selbstbeschauung: „Ruhet und denket im
stillen lebendig nach über euer Tun und Lassen, über den euch wohlbekannten
Willen Gottes, und ob ihr diesem nachgekommen seid zu den verschiedenen Zeiten,
— so habt ihr euch in rechter Weise innerlich selbst beschaut und dem
Eindringen Satans in euch den Weg erschwert. Denn dieser sucht nichts emsiger,
als durch allerlei äußere, nichtssagende Gaukeleien den Menschen an seiner
inneren Selbstbeschauung zu hindern. Hat aber der Mensch durch Übung eine
Fertigkeit in der Beschauung seines Inneren erreicht, so findet er in sich gar
bald, welche Fallstricke ihm der Satan gelegt hat, und kann diese alsbald
zunichte machen und aller künftigen Arglist des Feindes vorbauen.“
[Ev.
Bd. 1, Kap. 224, Abs. 10-11]
Der
Erzengel Raphael: „Äußere Ruhe und Schweigsamkeit sind nötig für das Wirken des
Geistes in der Seele.“
[Ev.
Bd. 3, Kap. 60, 21 und Kap. 61, 1-3]
Der
Jünger Johannes: „Mir kommt es vor, als ob der Herr es so haben wolle, daß
jeder Mensch sich zuerst selbst finden muß, bevor der Herr Seine alles Leben
vollendende Hand an ihn legt und mit Seinem Lichte Wohnung nimmt in des
Menschen Herzen. Aus diesem Grunde sagt der Herr auch niemandem die Fehler
seines Lebens vor, sondern macht die Fehler nur durch gewisse Rüttler offenbar,
wodurch Er die Seele nötigt, sich näher zu beschauen, ihre Fehler in Seinem
Lichte zu erkennen und sie von sich zu bannen, um dann völlig in die Ordnung
Gottes einzugehen.“
[Ev.
Bd. 2, Kap. 188, 15-16]
Der
erleuchtete König Lamech von Hanoch
zu den Urvätern und den Kindern der Höhe: „Der Herr hat dem Menschen die
Schwächen zur selbständigen Probung gegeben. Durch diese Schwächen ist unser
aller geistige Freiheit bedingt, und wir können erst durch deren Erkenntnis und
Besiegung vollkommen frei im Geiste werden. Und somit ist die Schwäche in uns
ein vom Herrn geflissentlich unvollendeter Teil unseres Wesens, den wir selbst
vollenden sollen, um dadurch die göttliche Ähnlichkeit unseres Geistes in uns
selbst bekräftigend zu rechtfertigen und ein wahrhaft freies Leben für ewig zu
gründen. Wenn wir aber lieber unsere Schwächen verdecken als offenbaren, so
schaden wir uns selbst und sind selber schuld, wenn wir am Ende durch sie
zugrunde gehen!“
[H.
Bd. 3, Kap. 170, 7-9]
Den
lange hart und vergebens in der inneren Selbstbeschauung um Erleuchtung Ringenden
empfiehlt Jesus: „Prüfet euch sorgfältig, ob nicht noch weltliche
Vorteilsgedanken euer Herz beschleichen, ob nicht zeitweiliger Hochmut, eine
überspannte Sparsamkeit, Ehrsucht, richterlicher Sinn, Rechthabelust, Wollustsinn
und dergleichen mehr euer Herz und eure Seele gefangenhalten. Solange das bei
einem Menschen der Fall ist, wird er zur vollen Erfüllung Meiner Verheißung
(die Wiedergeburt) an ihn nicht gelangen.“
[Ev.
Bd. 5, Kap. 125, 2]
Jesus:
„Es würde oft manchem gar nicht viel fehlen an der vollen Besitznahme des
Gottesreiches in seiner Seele; und dennoch wird er Mein Reich nicht einnehmen,
weil er sich zu wenig prüft und nicht acht darauf hat, was etwa noch Irdisches
an seiner Seele klebt.
[Ev.
Bd. 5, Kap. 125, 4]
Jesus
beleuchtet dem römischen Oberrichter Faustus die Wichtigkeit der Selbstprüfung
als Seelenläuterungsmittel und weist auf die Gefahren des Hochmutes und der
Geltungssucht hin, die im Herzen die Hölle bereiten.
[Ev.
Bd. 2, Kap. 8, 8]
Der
Evangelist Johannes: „Jeder, der in das Leben seines Geistes eingehen will, muß
sich täglich auf eine Zeitlang in die vollkommene Ruhe seines Geistes begeben
und muß in dieser nicht etwa mit allerlei Gedanken umher schweifen, sondern er
muß einen Gedanken nur fassen und diesen unverwandt betrachten. Der beste
Gedanke ist der Herr. Und wenn jemand solches mit Eifer und mit aller möglichen
Selbstverleugnung tut, so wird dadurch die Seele wie das Gehör seines Geistes
(seiner Seele?) immer mehr an innerer Schärfe gewinnen.“
[GS.
Bd. 2, Kap. 44, 16-17]
Der
erleuchtete Prophet der Urzeit Henoch: „Es ist nicht so leicht, sich selbst zu
beschauen. Denn sehet, bis jetzt war bei euch allen vorzugsweise der Verstand
eures Kopfes die Leuchte eurer Seele; aber der ewig lebendige Geist, der da
wohnt im Herzen der Seele, und der da ist das alleinig wahre, innerste,
lebendige Licht des Lebens, ist bei euch noch nie geweckt worden. Das aber ist
das alleinige Weckmittel des Geistes, daß ihr alle euch im Herzen, d.h. in der
vollkommensten Liebe, an den heiligsten Vater wendet voll Vertrauen und voll
gerechter, uneigennütziger Treue!“
[H.
Bd. 2, Kap. 56, 5, 6 und 11]
Jesus
zu der klugen Jüdin Helias, die eine Beachtung des Neunten Gebotes für
unmöglich hält, da man seinen Gedanken und Begehrungen nicht gebieten könne:
„Du kannst denken, was du willst, so kannst du dadurch nicht sündigen, wenn
dein Herz an einem unordentlichen Gedanken kein Wohlgefallen findet. Findest du
aber an ihm ein Wohlgefallen, so verbindest du schon deinen Willen mit dem
schlechten, der Nächstenliebe baren Gedanken und bist nicht ferne davon,
solchen Gedanken, der einmal von deinem Wohlgefallen und Willen belebt ward, in
die Tat übergehen zu lassen, wenn dir die Umstände günstig erscheinen und die
Tat ohne äußere Gefahr zulassen. — Daher ist die weise Überwachung der im Menschen
vorkommenden Gedanken durch die wahre Nächstenliebe und vom geläuterten Lichte
des Verstandes und der Vernunft von höchster Wichtigkeit.“
[Ev.
Bd. 7, Kap. 36, 2]
Auf
die Frage des Judas Ischariot: ‚Herr und Meister, wie kann man den alten Adam
aus- und einen neuen Menschen anziehen?“ erklärt ihm Jesus: „Deine weltlichen
Begierden und Gelüste, die im Fleische toben, unterjoche mit deinem freien
Willen und trachte nach dem Reiche Gottes in dir nach der euch allen bekannten
Lehre und Weise, so hast du dadurch den alten Menschen ausgezogen und einen
neuen angezogen.“
[Ev.
Bd. 9, Kap. 100, 8-9]
Jesus:
„Es soll sich jeder Mensch zuerst gläubig nach den von oben empfangenen guten
Lehren richten und dann acht haben auf sein Gemüt, aber auch auf die in seinem
Fleische schlummernden bösen Leidenschaften, die sich in Trägheit, Wollust,
Eigenliebe, Starrsinn, Hochmut, Neid, Geiz und Herrschsucht kundgeben. Diesen
soll er durch die Macht der Liebe zu Gott und zum Nächsten, durch Geduld, Demut
und Sanftmut begegnen, so wird es nicht lange währen, bis sich ihm die guten
Geister fühl- und sichtbar nahen.“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 225, 19]
Jesus
zu der lichtsuchenden Jüdin Helias: „Solange der Mensch nicht völlig Herr
seiner Gedanken ist, wird er auch nicht Herr seiner Leidenschaften und der
daraus hervorgehenden Taten sein. Wer aber nicht Herr und Meister in und über
sich ist, der ist noch fern vom Reiche Gottes und bleibt ein Knecht der Sünde,
die den ganzen Menschen verunreinigt.
[Ev.
Bd. 7, Kap. 37, 6]
Der
Herr zu einem jungen Mädchen: „Willst du, Meine liebe Tochter, dein Herz
reinigen, auf daß es wohlgefalle den himmlischen Geistern, so mußt du wie eine
weise Gastwirtin alles schlechte und unnütze Gesindel (unsaubere, weltliche
Gedanken) aus deinem Herzen verbannen, ja es gewaltsam hinauswerfen, dann alle
Gemächer deines Herzhauses wohl fegen und säubern, auf daß den anlangenden Himmelsgästen
die Gaststuben gefallen und sie fortan darin bleiben mögen!“
[Hi.
Bd. 2, S. 315, 4]
Der
Jünger Johannes zu dem Bettler Zorel: „Willst du
vollkommen werden, so mußt du dich entdecken, und es darf kein Hehl in deiner
Seele sein; erst wenn alles Unordentliche aus dir heraus ist, kannst du an der
Vollendung zu arbeiten anfangen.“
[Ev.
Bd. 4, Kap. 63, 10]
Der
Erzengel Raphael: „Wie kann der Mensch in sich erfahren, ob er sich ganz in der
reinen Liebe nach der göttlichen Ordnung befindet? — Der Mensch prüfe sich,
wenn Arme zu ihm um einen Beistand kommen, ob es ihn in seinem Herzen freudigst
und seiner selbst vergessend zum Helfen drängt. Verspürt er dies in sich ganz
lebendig, so ist er als ein wahres Gotteskind schon reif, und die gemachten
Verheißungen, die ein fertiges Gotteskind zu gewärtigen hat, beginnen in die
volle Wirksamkeit zu treten und sich wunderbar in Rede und Tat zu zeigen.“
[Ev.
Bd. 3, Kap. 241, 5-6]
Des
tiefst gefallenen, verruchten Königs Lamech von Hanoch grausige Innenschau, in welcher er seine
schreckliche Sündhaftigkeit und die Fülle seiner Missetaten erkennt, seine
heiße Reue und tiefe Demütigung.
[H.
Bd. 2, Kap. 183, 14-23]
Jesus:
Satan versucht immer wieder, durch schreckenerregende Erscheinungen die
Selbstbeschauung ernst ringender Seelen zu stören; aber im Vertrauen auf Mein
Wort gewinnt die Seele ihre Ruhe wieder und gelangt bald zur Wiedergeburt.
[Ev.
Bd. 1, Kap. 226, 2-4]
Cyrenius, der römische Statthalter und große Freund
des Jesuskindleins, nach zweijähriger Trennung zu Joseph: „O mein Bruder, ich
habe in diesen zwei Jahren gar viel ausgestanden: Verfolgung, Verrat,
Verleumdung und viele andere höchst unangenehme Dinge. Aber ich dachte dabei
allezeit daran, was mir vor zwei Jahren das heiligste Kindlein gesagt hat,
nämlich, daß es diejenigen zupfe und kneipe, die es
lieb habe. — Und fürwahr, alle diese Stürme um mein Gemüt waren im Ernste
nichts als lauter Liebkosungen dieses meines Herrn aller Herren! Denn wo immer
sich eine Woge wider mich erhob und mich zu verschlingen drohte, da zerschellte
sie an einer noch mächtigeren Gegenwoge, und es blieb nichts als leerer Schaum
zurück.“
[Jug. Kap. 182, 11-16]
Jesus:
„Die Achtung des freien Willens der Menschen dieser Erde geht von Gott aus so
weit, daß Er nicht immer darauf sieht, was die Menschen denken, wollen und tun.
Nur wenn sie zu weit von Gott abgewichen sind, dann erst sieht Gott sie an und
erweckt wieder Seher, Lehrer und Propheten, damit sie den Menschen Seinen
Willen und Seine Absichten verkünden. Kehren sich die Menschen daran, so geht
es wieder ganz gut; verspotten und verfolgen sie aber die für sie von Gott
Erweckten, so muß Gott dann notwendig ein Strafgericht über die Menschen und
oft über ein ganzes Volk kommen lassen. Aber selbst ein solches Gericht geht
niemals unmittelbar von dem allmächtigen Willen Gottes aus, sondern kommt stets
von der blinden und böswilligen Verkehrtheit der Menschen.“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 225, 8]
Jesus:
„Ich kann zwar schon von Ewigkeit her alles wissen, was mit einem Menschen
wird, wenn Ich es wissen will; aber damit der Mensch in der Reife seiner Jahre
völlig frei und unbeirrt handeln kann, so ziehe Ich auf eine bestimmte Zeit
Meine Augen von ihm ab und nehme keine Kenntnis von seinem Handeln, außer er
bittet Mich inständig, ihm zu helfen beim freien Kampfe mit der Welt. Da sehe
Ich Mich nach ihm um, helfe ihm auf den rechten Weg und verleihe ihm beim
Kampfe mit der Welt die nötige Kraft.“
[Ev.
Bd. 2, Kap. 137, 16]
Jesus
zur zukunftsbangen kleinen Jüngerin Jarah: „Ich will
für dich keinen Blick in die Zukunft tun, auf daß du frei bleibest in deinem
Handeln; aber dafür belehre Ich dich nun, auf daß du zur Zeit der Versuchung
dich alles dessen werktätig erinnern magst. Auch dein Schutzengel wird dich in
solcher Zeit allein lassen; wenn du aber über die Welt wirst aus deiner Kraft
gesiegt haben, dann wird er wieder zu dir treten und dir dienen in allen
Dingen.“
[Ev.
Bd. 2, Kap. 137, 17]
Jesus
zu dem römischen Oberstatthalter Cyrenius: „Wenn dich
Mein Wille nötigt, so bist du ein geknebelter Sklave, nötigt dich aber dein
eigener Wille, so bist du ein Freier; denn dein Wille will nunmehr das, was
dein Verstand, das Augenlicht deiner Seele, als wahr und gut erkennt. Daraus
kannst du klar ersehen, warum Ich Mich vor Meinen Verfolgern zuweilen flüchte
und ihnen aus dem Wege gehe — nicht etwa, um Mich vor ihrer ohnmächtigen Wut zu
schützen, sondern um sie als Meine blinden und törichten Kinder vor dem ewigen
Verderben zu bewahren. — Sehe Ich aber, daß Menschen, die Mich verfolgen, in
sich dennoch besserer Natur sind und bei einem rechten Geisteslichte die
Wahrheit und das reine Gute erkennen würden, so fliehe Ich nicht vor ihnen,
sondern lasse sie zu Mir kommen, wo sie dann belehrt werden, ihre Nacht und ihr
Gericht erkennen und endlich zu Menschen nach der Ordnung Gottes werden!“
[Ev.
Bd. 3, Kap. 17, 4-6]
Jesus
schildert den stufenweisen geistigen Erkenntnisweg des verstandesklugen
Zöllners Kisjonah: „Du hieltest Mich anfangs für
einen sehr weisen und wohlverständigen Arzt, und als du Mich ungewöhnliche
Taten verrichten sahst, so fingst du an, Mich für einen Propheten zu halten,
durch den der Geist Gottes wirke. Du aber bist ein in allen Schulen bewanderter
Mann, und es trieb dich, in volle Wissenschaft zu bringen, wie ein Mensch zu
solcher Vollendung gelangen könne. Da enthüllte Ich dir, was der Mensch ist und
was aus ihm werden kann, so er sich völlig erkennt und dadurch zur vollen
Lebensfreiheit seines Geistes gelangt. — Aber Ich zeigte dir dann auch, wie
Gott selbst ein Mensch ist, und wie aus diesem Grunde auch du und alle dir
ähnlichen Wesen Menschen sind. Und Ich zeigte dir dann ferner, im Geheimen, daß
eben Ich selbst der Gott-Mensch bin, und daß ein jeder Mensch berufen ist, das
zu werden und für ewig zu sein, was Ich selbst bin. Da erstaunest du und weißt
von da an, wer Ich bin.“
[Ev.
Bd. 1, Kap. 155, 4-5]
Jesus
zu dem bekehrten Essäerführer Roklus:
„Die reinsten und besten Menschen der ganzen Erde befinden sich nun sämtlich
hier; denn Ich habe es also gewollt, daß sie alle von weit und nah sich hier um
Mich versammeln. Sie haben auch alle, gleich wie du, den Unterricht geraden Weges
aus den Himmeln empfangen.“
[Ev.
Bd. 5, Kap. 129, 2 und 3]
Jesus:
„Das Wort, das Ich zu euch rede, gilt nicht nur für diese Erde, sondern
entsprechend für die ganze Unendlichkeit. Denn Meine Worte sind nicht Menschen-,
sondern Gottesworte, werden auch von Myriaden von Engeln vernommen und von
einem Ende Meiner vielen Schöpfungen zum anderen getragen!“
[Ev.
Bd. 10, Kap. 188, 23]
Ein
erleuchteter Oberägypter bezeugt: „Der große Meister voll des Geistes Gottes
und all Seiner Macht und Kraft, will die Menschen nicht durch Zeichen, sondern
durch Seine reinste, weiseste Lehre auf den Weg des Lichtes und des Lebens
führen. Die Zeichen nötigen die Menschen wohl, an Ihn und Sein Wort zu glauben,
aber sie verschaffen niemandem eine innere, freie und lebendige Überzeugung von
der großen Wahrheit.“
[Ev.
Bd. 7, Kap. 147, 6]
Risa, ein junger Freund Jesu bezeugt: „Der Herr
versteht es als Lehrer, unsere Gemüter in den Schranken der Nüchternheit zu
halten.“
[Ev.
Bd. 4, Kap. 31, 9]
Jesus
zu zwei weltweisen Griechen, die nach Seiner Lebensschule fragen: „Die wahre
Schule des Lebens bin Ich selbst! Wer zu Mir in die Schule des Lebens durch den
Glauben an den einen allein wahren Gott, durch die Liebe zu Ihm und zum
Mitmenschen kommt und nach meiner Lehre dann lebt und handelt, der ist ein
rechter Jünger Meiner Schule. Und dies ist die allein wahre Schule des Lebens
für jeden Menschen. Nur in dieser Schule wird er das ewige Leben seiner Seele
finden, und der Tod und das Gericht der Materie wird von ihm weichen. Er wird
es dann auch in sich erfahren, wie und warum eben nur Ich der Meister und die
Schule bin.“
[Ev.
Bd. 9, Kap. 155, 8-10]
Eine
zum Licht gelangende Seele im Geisterreich über die verschiedenartige Wirkung
der Lehrweise eines Engels und der des Herrn: „Die Worte des erhabenen Boten
des Herrn waren für mein Gefühl wie eine rauhe Feile, mit welcher er — ewig
Dank der göttlichen Erbarmung! — mir meine vielen und gröbsten Irrtümer
abgefeilt hat; auch waren sie wie ein scharfes Schwert! — Deine Worte aber, o
Herr, sind wie ein allerheilsamster, lieblichster Balsam; oh, ich kann es Dir
gar nicht beschreiben, wie unaussprechlich wohl mir bei jedem Deiner Worte
ward!“
[GS.
Bd. 1, Kap. 91, 11-12]
Jesus
zu dem heftig ungeduldigen einstigen Bischof Martin: „Was die Liebe, gepaart
mit Sanftmut und Geduld, nicht vermag, das vermag auch kein Schwert und keine
sonstige Macht! Die Allmacht kann wohl alles richten, töten und vernichten
durch das Gericht, aber helfen, aufrichten, das Leben erhalten, das Verlorene
wiederbringen, den gefangenen Geist frei machen, siehe, das kann nur die Liebe,
gepaart mit Sanftmut und Geduld.“
[BM.
Kap. 36, 10-11]
Jesus:
„Ich ging sehr zeitig morgens mit Meinen Jüngern in den Tempel und war sonach
einer der Ersten darin. Als das Volk sah, daß Ich in den Tempel gegangen war,
da kam es in großer Menge zu Mir. Ich setzte Mich mitten unter die Menschen und
fing an, das Volk durch Gleichnisse, Bilder und Beispiele zu lehren, wie solche
vielfach in den Evangelien vorkommen. Ich zeigte ihm die große Liebe, Güte und
Gerechtigkeit des Vaters und auch, worin das Reich Gottes bestehe, das nun so
nahe zu ihm gekommen sei. Und viele glaubten an Mich.“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 196, 1-3]
Gewaltige
Wirkung der beim Laubhüttenfest im Tempel gehaltenen Rede Jesu auf das Volk und
auf die zur Gefangennahme des Herrn ausgesandten Schergen der Pharisäer.
[Ev.
Bd. 6, Kap. 170, 11]
Jesus
zu jüdischen Jüngern, die es bemängeln, daß Er vorzugsweise die Heiden über die
geistige Bedeutung vieler Naturvorgänge belehrt: „Ihr seid wohl allzeit eifrige
Befolger des Gesetzes Mosis gewesen, aber um die Gesetze in der Natur habt ihr
euch selten oder nie gekümmert, und Ich wußte darum wohl, worin Ich euch zuerst
zu unterweisen und ins rechte Licht zu führen hatte! — Da es euch nun klar
geworden ist, daß Ich der wahrhaftige Messias bin, so ist auch für euch die
Zeit gekommen, daß ihr so manches aus dem Gebiete der Natur erklärt und
enthüllt überkommt, aber gründlich verstehen und einsehen werdet ihr alles das
auch erst dann, wenn ihr von Meinem Geiste erfüllt seid.“
[Ev.
Bd. 10, Kap. 186, 4-5]
Jesus:
„Ein Mensch kann die tieferen, übersinnlichen Wahrheiten nie völlig fassen und
begreifen, wenn er den Boden nicht kennt, auf dem er als natürlicher Mensch
steht und geht, und Ich selbst habe euch eben darum schon vieles erklärt
hinsichtlich der Erscheinungen in der Naturwelt.“
[Ev.
Bd. 7, Kap. 183, 10]
Jesus
zu dem römischen Hauptmann Pellagius: „Wenn du über
die Dinge in der Naturwelt einen tieferen Aufschluß haben willst, da besuche
deinen Amtsgefährten in Genezareth, so wirst du vieles von ihm vernehmen, was
dir bis jetzt noch fremd ist. Denn Ich unterweise die Menschen stets nach ihrer
Aufnahmefähigkeit und darin, worüber sie schon selbst nachgedacht haben, aber
trotz all ihrer Mühe zu keiner Wahrheit gelangen konnten.“
[Ev.
Bd. 10, Kap. 74, 10]
Jesus
verheißt als besondere Gunst sehr eifrigen Lichtsuchern: „Als euer Freund werde
Ich Mich noch fünf Tage bei euch aufhalten und euch gelegentlich auch noch so
manches irdisch Gute und Nützliche zeigen.“
[Ev.
Bd. 5, Kap. 233, 4]
Jesus
als gütiger Ratgeber in der Landwirtschaft und in anderen nützlichen Dingen.
[Ev.
Bd. 5, Kap. 233, 5-6]
Die
drei Weisen aus dem Morgenlande wundern sich beim Morgenmahl über Jesu
schlichte, menschlich-natürliche Unterhaltung in irdischen Angelegenheiten.
[Ev.
Bd. 6, Kap. 40, 11-12]
Jesus
zu dem Griechen Philopold: „Weil du ein echter
Weltweiser nach Aristoteles, Sokrates und Plato bist, so muß Ich schon auch zum
Teil nach ihrer Weise mit dir reden, damit du Mich leichter verstehst.“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 31, 2]
Jesus:
Die Jünger verstanden es mit der Zeit immer tiefer, warum Ich an den verschiedenen
Orten nebst der stets gleichen Hauptlehre auch über verschiedene andere lebenswichtige
Dinge die Menschen so belehrt habe, wie sie es fassen konnten, und wofür sie
ein Bedürfnis hatten.
[Ev.
Bd. 10, Kap. 74, 11]
Gleichnisreden
Jesu: „Das wahre Brot aus den Himmeln ist Mein Wort und Meine Lehre!“ — „Ich
selbst bin das wahre Brot des Lebens. Wer zu Mir kommt, den wird es nicht hungern,
und wer an Mich glaubt, den wird es nimmerdar
dürsten!“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 43, 11-14]
Jesus
über die Königsmacher aus Tiberias: „Diese Menschen sind noch ganz auf der Stufe
der Tiere, und Ich rede darum so verdeckt, auf daß sie nichts begreifen und sich
sodann von Mir entfernen; denn ihre Zeit ist noch lange nicht da.“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 43, 16]
Jesus
zu den über die Rede vom Fleischessen und Bluttrinken murrenden Jüngern: „Die
Worte, die Ich zu euch geredet habe, sind Geist und Leben und nicht irdisch Fleisch
und Blut.“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 45, 10]
Jesus
begründet Seine rätselhafte Volksbelehrung vom Fleischessen und Bluttrinken mit
der Unreife der Zuhörer für die tieferen Geheimnisse des Reiches Gottes und mit
der Notwendigkeit, diesen Seelen einen „Stoß“ zu versetzen, um sie zum Forschen
und Nachdenken zu bewegen.
[Ev.
Bd. 6, Kap. 45, 8]
Jesus
über Sein letztes Verweilen und Wirken in Genezareth gegen Ende Seines Lehramts:
„Ich blieb mit den Jüngern noch acht Tage in Genezareth, und es kamen dahin viele
Fremde aus der Gegend von Damaskus und anderen Städten, haben Mich kennen
gelernt und den Glauben an Mich angenommen. Nicht nur in den Dingen des Reiches
Gottes auf Erden, sondern auch in allen natürlichen Dingen und Erscheinungen
wurden die Menschen von Mir, Meinen Jüngern und Meinem Engel Raphael
unterwiesen und ließen dadurch ihren alten Aberglauben fahren. Auf diese Weise
haben sich denn auch bald bedeutende Gemeinden zu Damaskus und in anderen Orten
gebildet.“
[Ev.
Bd. 10, Kap. 24, 14-16]
Jesus
belehrt und bekehrt eine arbeitsscheue, durch Lieblosigkeit und einen
sündhaften Lebenswandel bettelarm gewordene Witwe, indem Er ihr aus Seiner
göttlichen Allwissenheit ihre Vergangenheit vorhält.
[Ev.
Bd. 7, Kap. 132, 6-7, 10-17]
Herrlicher,
eindrucksvoller Bericht Jesu über die von den Pharisäern zur Verurteilung vor
Ihn gestellte junge Ehebrecherin und deren die Pharisäer tief beschämende
Freisprechung mit den Worten Jesu: „Wer unter euch ohne Sünde ist, der werfe
den ersten Stein auf sie!“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 197, 5-6]
Jesus,
der mit Zöllnern und Sündern speist und umgeht, spricht zum großen Ärger der
Pharisäer und anderer Erzjuden auch herzlich und gütig mit den liebenswerten
Töchtern des reichen Zöllners Kisjonah.
[Ev.
Bd. 1, Kap, 146, 7 und 8]
Jünger
Jesu zu dem gutwilligen Pharisäer Roban: „Unser
heiliger Meister Jesus hat noch nie einen Stater von
uns verlangt, obschon wir alle stets mit allem von Ihm versorgt werden. Glaube,
Vertrauen und Liebe ist alles, was Er von uns haben will.“
[Ev.
Bd. 2, Kap. 36, 9]
Jesus:
„Wer der wahren Ordnung gemäß leben will, der lebe geradeso wie Ich selbst lebe
und zu leben lehre, so wird er die Frucht des ewigen Lebens in sich reif werden
sehen.“
[Ev.
Bd. 1, Kap. 207, 11]
Der
Herr: „Wen Ich prüfe, den will und werde Ich auch zu etwas machen; denn er ist
schon in Meiner Schule. — Bei Mir wird niemand in der Prüfung verworfen,
sondern jeder kann bestehen, entweder schon hier oder doch sicher im Jenseits.
O Kinder, erkennet doch einmal, daß Ich euer liebevollster Vater bin, der euch
in jeder Prüfung euer Leben ums Tausendfache erhöht und vermehrt!“
[Hi.
Bd. 1, S. 345, 2, 3, 10]
Große
langmütige Auseinandersetzung des Herrn mit dem selbstgerecht hadernden Erzvater
Mahal über die ‚Reue Gottes‘, über die Sterblichkeit des Menschen, sowie über
den Ursprung Satans und alles Bösen in der Welt.
[H.
Bd. 3, Kap. 338-340]
Jesus
zu einem mitleidigen Jünger, der allen Armen Notleidenden helfen möchte: „Niemand
kennt die Not und das Elend der Menschen besser und niemand ist barmherziger
als Ich; aber es wäre allen Menschen mit Meiner Liebe und Erbarmung wenig
geholfen, wenn nicht Meine höchste Weisheit bei der Liebe und Erbarmung mitwirkte.“
Darauf beleuchtet Jesus in den wechselvollen Schicksalen einer Familie die
notwendige Läuterung der Seelen durch Armut, Elend und Not.
[Ev.
Bd. 7, Kap. 92, 2-11]
Jesus:
„Es ist zwar die Armut eine große Plage für die Menschen, aber sie trägt den
edlen Keim der Demut und Bescheidenheit in sich und wird darum als Demutsschule
auch stets unter den Menschen verbleiben.“
[Ev.
Bd. 4, Kap. 79, 3]
Jesus
läßt den Bewohnern eines von Steuereinziehern des Herodes ausgeplünderten
Dorfes zuerst materielle Hilfe angedeihen.
[Ev.
Bd. 1, Kap. 132, Kap. 133, 1-4]
Jesus
zu bekehrten persischen Juden: „Ich lasse Meine Sonne leuchten über Gute und
Schlechte, und Meine ärgsten Feinde werden täglich aus Meiner allmächtigen Hand
mit Wohltaten überhäuft, nur über die zu argen Frevler wird Meine Rute
geschwungen.“
[Ev.
Bd. 3, Kap. 209, 4]
Der
Herr: „Katastrophale Erscheinungen wie große Feuersbrünste, Erdbeben, Überschwemmungen
und dergleichen sind nichts als Rüttler, um so manche Schläfer, deren es nun
gar viele gibt, aus ihren süßen Weltträumereien zu erwecken, die ganz Toten
aber aus dem Wege zu räumen. Glaube es fest, eine andere Zeit ist nahe!“
[Hi.
Bd. 2, S. 119, 3. 4]
Der
Herr zu einer Seele, die sich von Ihm zurückgesetzt glaubt: „Siehe, Ich ziehe
Mich, besonders bei deines gleichen, oft so zurück, daß ihr auch manchmal
ausrufen möchtet: ‚Mein Gott, mein Gott, warum hast Du mich verlassen?!‘ —
Allein Ich sage dir: Solches ist dir sehr heilsam zur ewigen Gesundheit des
Geistes (der Seele!), Merke aber dabei: Ich bin dir nie näher als gerade dann,
so du Mich am entferntesten glaubst. Sei daher sanften Herzens, hebe deine
Weltgedanken zu Mir empor und sei geduldig in allen Dingen!“
[Hi.
Bd. 2, S. 100, 14-16]
Auf
den Vorwurf des selbstgerechten Erzvaters Mahal, ihn und seine Kinder in der
Hölle der Tiefe verlassen zu haben, erwidert der Herr: „O Sohn, weil Ich dich
so lieb habe, darum wollte Ich dich auf dieser Erde erziehen zu einem
Großfürsten Meiner Himmel! Du aber ersahst in Meiner zu großen Liebe nur eine
Vernachlässigung Meinerseits an dir; oh, wie blind hat dich deine eigene
Gerechtigkeit gemacht!“
[H.
Bd. 3, Kap. 340, 4-9]
Der
Herr: „Ich sehe eure Gebrechen und wähle die tauglichsten Mittel, euch zu
helfen, zuerst geistig und dann auch leiblich, wenn das Geistige geordnet ist.“
[Hi.
Bd. 2, S. 413, 8]
Der
Herr: „Die Ich lieb habe, denen schicke Ich so manche kreuzigende Not und oft
ein außerordentlich groß scheinendes Kreuz, so daß, der es ansieht, gewaltig
davor erschrickt.“
[Hi.
Bd. 1, S. 265, 3]
Ein
armer, sterbender Familienvater, der durch den Tod von langen, bittersten
Leiden erlöst zu werden hofft, spricht zu den Seinen: „Du, mein teures Weib,
und ihr, meine geliebten Kinder! Ihr habt um meinetwillen viel ausgestanden,
aber ihr habt euch dabei auch sichtbar überzeugt, daß des Herrn Hand für euch
stritt und trieb eure Feinde wie einen schlechten Spukgeist von dannen. Vertrauet
also fortan auf den Herrn! Er wird euch dann am nächsten sein, wenn eure Not am
höchsten ist!“
[St.-Sz.,
10., Abs. 17]
Jesus:
„Je mehr Ich einen Menschen liebe, desto mehr auch wird er von Mir geprüft.
Denn jeder soll Mir gleich vollkommen werden; dazu aber wird viel
Selbstverleugnung, Geduld, Sanftmut und volle Ergebung in Meinen Willen
erfordert.“
[Ev.
Bd. 3, Kap. 120, 7]
Jesus:
„Vollkommen reine Herzen prüfe Ich nicht mehr durch Leiden, sondern nur solche,
die Mich zwar sehr lieben, aber dennoch auch mit der Welt dann und wann liebäugeln.
Solchen Seelen treibe Ich durch allerlei Leiden die Weltliebe aus dem Herzen,
auf daß sie völlig rein und Mein werden.“
[Ev.
Bd. 2, Kap. 127, 21]
Der
Herr: „Meine lieben Kinder, der Vater weiß zwar alles, aber dennoch bespricht
Er sich gern mit Seinen Kindern, als wüßte Er nicht alles.“
[GS.
Bd. 2, Kap. 123, 2]
Jakob
Lorber empfängt für seine über bittere Lebenserfahrungen sich grämende Mutter
eine lichtvolle Gleichniserzählung, aus welcher hervorgeht, daß hinter
scheinbaren äußeren Ungerechtigkeiten die höchste göttliche Liebe und Weisheit
plant und wirkt.
[Hi.
Bd. 2, S. 158, 1 ff]
Jesus
zu Robert Blum im Jenseits: „Die Gottheit sorgt für die Menschen dieser Erde so
außerordentlich, als hätte sie in der ganzen Unendlichkeit nahezu keine Wesen
mehr, die ihrer Fürsorge bedürften, und führt sie unter allen Verhältnissen
ihres Prüfungslebens so, daß fast alle — trotz aller sich entgegenstellenden
Schwierigkeiten — ihre hohe Bestimmung erreichen können, deretwegen sie von der
Gottheit ins Dasein gerufen sind!“
[Rbl.
Kap. 24, 2]
Jesus
zu Seiner Mutter Maria, die Ihn für Neubekehrte um ein Zeichen zur Bestätigung
Seiner Gottesmacht bittet: „Ich bin in diese Welt nicht der Zeichen, sondern
der Wahrheit und des Lebens der Seelen wegen gekommen! Meiner Zeichen wegen
wird kein Mensch selig, wohl aber jeder, der an Mich glaubt und nach Meiner
Lehre lebt und handelt. Zudem habe Ich nun diesen Freunden die Macht erteilt,
den armen, leidenden Menschen Gutes zu erweisen in Meinem Namen, und das ist
ein größeres Zeichen, als wenn Ich vor euren Augen eine Welt erschaffen würde!“
[Ev.
Bd. 9, Kap. 149, 8-10]
Jesus
zu dem zur Wortverkündigung berufenen römischen Hauptmann der Bergstadt Pella: ,,Redet nicht zuviel von Meinen gewirkten Zeichen,
aber desto mehr von Meiner Lehre, durch welche alle Menschen zum ewigen Leben
in Meinem Reiche berufen sind! Denn durch Meine Wundertaten allein wird niemand
selig, sondern nur, wenn er an Mich glaubt und nach Meiner Lehre lebt und tut.
Durch Meine Zeichen kann ein Mensch wohl zum Glauben an Mich genötigt werden —
was für seine Seele von keinem großen Nutzen ist. Wer Mich aber aus Meinen
Worten erkennt, an Mich glaubt und nach Meiner Lehre lebt und handelt aus
seinem ungezwungenen, freien Willen, der steht in Meinem Reiche um vieles höher
als der, welcher durch Meine Zeichen zum Glauben an Mich und Meine Lehre
bewogen worden ist. — Aus der reinsten Wahrheit Meiner Lehre werden die Menschen
auch in den spätesten Zeiten leicht innewerden, Wer der war, der sie den
Menschen gegeben hat!“
[Ev.
Bd. 10, Kap. 44, 6-7]
Jesus
empfiehlt wunderkräftigen, zur Ausbreitung Seiner Lehre berufenen Jüngern:
„Bevor ihr ein Zeichen wirket, sollt ihr euch stets an Mich wenden und fragen:
‚Herr, ist es auch Dein Wille, daß ich nun von der mir verliehenen Kraft
Gebrauch mache, so gib mir das kund in meinem Herzen und vereine Deinen
allmächtigen Willen mit Deiner mir gnädig verliehenen Kraft! Ist es nun aber nicht
auch Dein Wille, so zeige mir solches an nach Deiner Liebe, Weisheit und
Gnade!‘ — Ich werde solche Frage augenblicklich im Herzen des Fragestellers mit
Ja oder Nein beantworten und ihm auch den Grund zeigen, aus dem ein Zeichen zu
wirken oder zu unterlassen ist. Der Besitzer Meiner Kraft wird zwar auch ohne
Meine Einwilligung das Wunderzeichen wirken können, aber es wird weder ihm seinen
Zeugen etwas nützen!“
[Ev.
Bd. 8, Kap. 154, 2]
Jesus:
„Ein Apostel soll nicht ohne Not Zeichen wirken; denn die Wahrheit muß für sich
selbst sprechen, und wo sie nicht verstanden wird, da folge eine nähere
Erklärung so lange, bis die Wahrheit begriffen wird. Es kommen allerdings Fälle
vor, besonders bei noch sehr rohen, ungeschlachten Völkern, in denen es nötig
ist, durch ein mäßiges Zeichen die Erklärung in ein helleres Licht zu stellen.
Doch soll ein Zeichen niemals der Art sein, daß die Menschen in Angst und
Furcht und somit in ein Gericht geraten könnten; denn dadurch würde für die
freie Entwicklung der Seelen nichts gewonnen!“
[Ev.
Bd. 4, Kap. 248, 3-4]
Jesus
zu Seinen Jüngern: „Im Notfall werdet auch ihr als Lehrer Zeichen zu wirken imstande
sein. Aber seid damit ja sparsam und wirket erst dann ein Zeichen, wenn ihr im
Geiste dazu genötigt werdet! Denn ein Zeichen wirkt zwar Gutes, aber ein
wahres, lebendiges Wort um tausend Male Besseres, weil durch das Wort dem
Menschenherzen kein Zwang auferlegt wird. Denn das Wort erleuchtet zuerst den
Verstand des Menschen. Dieser erweckt den Willen und die Liebe im Menschenherzen;
die Liebe erleuchtet und belebt dann den Willen im Herzen, und dieser handelt
nach der Vorschrift des eigenen, nunmehr erleuchteten Verstandes. Was der
Mensch nun frei aus sich tut, das ist eigene, verdienstliche Tat.“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 178, 13-14]
Jesus
zu Seinen Jüngern: „Es gibt Zeichen, die ihr als Meine Boten und Nachfolger wirken
möget, doch diese sollen eine Wohltat für arme und bresthafte Menschen sein,
aber nicht ein besonderes Beweismittel für die reine Göttlichkeit Meiner Lehre.
Die Lehre muß durch ihr Licht sich selbst als reingöttlich erweisen!“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 178, 19-20]
Jesus:
„Lasset euch nicht so sehr hinreißen von den Zeichen, die Ich vor euren Augen
verrichte, auf daß ihr nicht in einen toten, gerichteten Glauben kommt, der
nichts nütze ist, sondern lebet und handelt nach dem, was Ich euch lehre, so
werdet ihr es in euch selbst überkommen, darob ihr euch nun so über die Maßen
verwundert; denn ihr seid alle berufen, ebenso vollkommen zu sein, wie der
Vater im Himmel vollkommen ist.“
[Ev.
Bd. 1, Kap. 71, 13]
Jesus
zu den mit Wunderkraft ausgerüsteten Verkündern Seiner Lehre: „Vor allem merket
euch, daß ihr, die ihr Mein Evangelium den Menschen überbringet, hauptsächlich
durch die Macht des Wortes zu wirken habt! Denn ein Mensch, den das Wort zur
vollen Bekehrung führt, ist ein größerer Gewinn für Mein Reich, als tausend
Menschen, die durch Zeichen und Wunderwerke Meine Lehre anzunehmen genötigt
wurden. Denn das reine Wort und sein Licht bleibt ewig, die Zeichen aber
vergehen und haben für die Nachkommen, die davon keine Zeugen waren, nahezu
keinen Wert.“
[Ev.
Bd. 8, Kap. 154, 3]
Ein
Jünger zu einem Lichtsuchenden über die Wunder Jesu: „Wahrlich, der Herr hat
schon überaus viele große Wunderwerke gewirkt, so daß sie kaum mehr gezählt und
in Büchern beschrieben werden könnten! Doch das größte und für ewig bleibende
Wunder ist Sein Wort; wer sich danach richtet, der wird das ewige Leben in sich
haben. Die Zeichen aber, die der Herr nun tut, sind für uns nur Zeugen, daß Er
eben der Herr ist. In der Folge aber werden nicht mehr die von Ihm gewirkten
Zeichen Zeugen Seiner Gottherrlichkeit sein, sondern Seine Lehre im Herzen der
Menschen, die nach ihr leben und handeln; denn sie wird in uns die
beseligendsten Zeichen des wahren und hellbewußten Lebens wirken, — was mehr
ist, als so der Herr nun vor uns noch so viele große Wunderzeichen wirkte, von
denen wir und unsere Nachfolger den späteren Nachkommen wohl berichten können,
die sie uns aber vielleicht gar nicht glauben werden!“
[Ev.
Bd. 8, Kap. 214, 2-3]
Jesus:
„Lehre ist besser als Zeichen; denn die Zeichen zwingen, die Lehre aber führt
die zu erlangende Kraft in sich selbst, und es ist dann das erst des Menschen
wahres, völliges Eigentum, was er sich selbst durch die eigene Tätigkeit erworben
hat.“
[Ev.
Bd. 5, Kap. 216, 8]
Jesus:
„Ich habe vor euch nun Zeichen gewirkt, die euch zu glauben genötigt haben, daß
eben Ich und kein anderer der verheißene Messias bin. Aber diese Nötigung dient
nicht wahrhaft zu euerm Seelenheil, sondern ihr werdet erst selig, wenn ihr
nach Meinem Worte lebet!“
[Ev.
Bd. 7, Kap. 62, 3]
Jesus:
„Von jenen Taten, die Ich gewirkt habe, um die Menschen schneller der Wahrheit
Meiner Lehre zu überführen — was nur in
dieser Zeit besonders nottut, nicht aber in den künftigen Zeiten, in denen Mein
Wort schon für und aus sich Zeichen wirken wird — soll kein Aufheben gemacht
werden. Denn das würde die Menschen bald mehr nach allerlei Wundern als nach
der wahren Lebenswirkung Meiner Lehre im Menschen sehnsüchtig und lüstern machen;
und wundersüchtige Menschen sind auch durch falsche Wunder, die von falschen
Lehrern und Propheten verübt werden, um vieles eher von der eigentlichen,
inneren Lebenswahrheit abwendig zu machen als jene, die alles scharf prüfen und
nur das Gute und Wahre behalten.“
[Ev.
Bd. 10, Kap. 46, 3]
Der
Erzengel Raphael: „Nun (zu Jesu Erdenzeit) geschehen Wunder der verstockten Juden
und Heiden wegen auf daß niemand sagen kann, es seien bei der Offenbarung dieser
neuen Lehre keine Beglaubigungszeichen aus den Himmeln geschehen. In späteren
Zeiten aber werden die Menschen mehr nach der Wahrheit fragen und nicht so sehr
nach den wunderbaren Beglaubigungszeichen, da die Weisen sagen werden, daß für
sie die Wahrheit auch ohne die Wunderzeichen Wahrheit bleibt.“
[Ev. Bd.
5, Kap. 83, 14]
Jesus
zu wundersüchtigen Juden: „Warum wollt ihr denn Zeichen? — O du verkehrte Art!
Wisset ihr denn nicht, daß die Zeichen niemanden erwecken, sondern nur
richten?! Ich aber kam nicht euch zum Gerichte, sondern auf daß ihr das ewige Leben
empfangen sollet, so ihr an Mich glaubet in Euren Herzen.“
[Ev.
Bd. 1, Kap. 14, 13]
Jesus
verwehrt seinen schreibenden Jüngern, einige große Speisungs- und
Bekleidungswunder aufzuzeichnen, weil solches zu wissen der ungläubigen Welt
nicht diene.
[Ev.
Bd. 1, Kap. 134, 1-2]
Jesus:
„Wer Wunder wirken will, muß dazu die innere Kraft von Gott haben; und dann
wirke er nur dort Wunder, wo es die äußerste Notwendigkeit erheischt!“
[Ev.
Bd. 2, Kap. 65, 12]
Den
Zeugen großer Wunder im Hause des Gastwirtes Ebahl
gebietet Jesus, der Welt gegenüber davon zu schweigen, und sagt: „Die Hälfte
derer, die solches vernähmen, würde sich ärgern, das Vernommene nicht glauben
und euch Narren schelten. Die andere Hälfte würde eure Aussagen zu
leichtgläubig annehmen und in ihrem Denken, Wollen und Handeln gebunden werden.
Dies hieße: den freien Geist dieser Menschen töten!“
[Ev.
Bd. 2, Kap. 116, 1-2]
Jesus:
„Für Seelen von oben sind Wunder eine Gnade, — aber nicht für die Kinder der
Welt.“
[Ev.
Bd. 3, Kap. 159, 9]
Jesus:
„Ich will aus euch keine Wundertäter, sondern wahre Wohltäter der Menschen
machen!“
[Ev.
Bd. 4, Kap. 225, 4]
Wegen
der Erweckung zahlreicher toter Kinder durch Jesus beantwortet der Herr die
Frage: ‚Wie möglich konnte denn eine solche Wundertat ganz verschwiegen
bleiben, sowie viele andere?‘ mit den Worten: „Weil Ich selbst es so verordnet
habe, damit für die Folge nur die reine Lehre die Menschen leite und nicht die
den freien Willen des Menschen hemmende Macht der Wundertaten.“
[Ev.
Bd. 8, Kap. 217, 23-24]
Ein
Jünger Jesu belehrt heidnische Priester, die fassungslos über die Zeichen und
Wunder des Herrn staunen: „Es ist ein so unerhörtes Zeichen wohl als ein großes
Wunder anzusehen, wenn die Menschen, die davon Zeugen waren, über die Wesenheit
des Zeichenwirkers nicht hinlänglich im klaren sind. Haben aber die Menschen
den Zeichenwirker in Seiner göttlichen Wesenheit erkannt, dann ist das gewirkte
Zeichen an und für sich kein Wunder mehr; denn sie sehen es ja ein, daß Gott,
dem ewig Allmächtigen, kein Ding unmöglich ist. Was sind diese Erde und alle
die zahllosen Gestirne am Himmel denn anderes als des Herrn Wort und Wille aus
Seiner Liebe und Weisheit?! Wenn es Gott, dem Herrn von Ewigkeit, aber möglich
ist, solche großen Werke nur durch Seinen Willen ins Dasein zu rufen, so ist es
Ihm ja ebenso leicht möglich, durch Sein Wort und Seinen Willen eine kahle
Gegend in ein fruchtbares Land umzuwandeln!“
Ev.
Bd. 10, Kap. 104, 13-15]
Nach
einem großen Landschaftswunder am Berge Nebo ermahnt
Jesus Freunde und Jünger, kein Aufhebens von diesem Zeichen zu machen, und
fährt fort: „Bleibet vorerst nur bei der Lehre, und nachher möget ihr auf Meine
Zeichen übergehen, die mit der Folge der Zeiten, so wahr sie auch sind, doch
wenig Glauben finden werden; denn der Verstand der Menschen wird so lange
solche Dinge für unwahr halten, als er in ihren Urentstehungsgrund nicht
eingeweiht werden kann.“
[Ev.
Bd. 10, Kap. 201, 5-7]
Jakob,
der Pflegebruder Jesu, erklärt, vom Geiste erleuchtet: „Wann hat sich jemand
darüber verwundert, wenn er aus einem in die Erde gestreuten Körnchen bald eine
hundertkörnige Ähre entsprießen sah! Niemand wundert sich darüber, weil man
dieses Wunder gewohnt ist. Ist es wohl recht, Gott nur da zu bewundern, wo Er
etwas Ungewöhnliches geschehen läßt, während doch das geordnete Gewöhnliche bei
weitem höher steht, da es zu allen Zeiten gleichfort dieselbe endlose Güte,
Allmacht, Liebe und Weisheit Gottes bezeugt?!“
[Jug. Kap. 251, 16, 19-20]
Jesus
zu Neubekehrten: „Die Kraft, Zeichen zu wirken, geht nicht vom Verstande, sondern
vom lebendigen Glauben und festen Tatwillen aus. Denn der Verstand des Gehirns
ist ein schwaches Weltlicht des Menschen, das niemals in die innersten
Lebensregionen des Geistes und seiner Kraft dringen kann; aber der lebendige Glaube
im Herzen ist das wahre Lebenslicht der Seele, das in ihr den Geist erweckt und
ihn den ganzen Menschen durchdringen macht. Ist der Mensch aber vom Geiste
durchdrungen, so ist er auch durchdrungen von seiner alles vermögenden Kraft;
und was dann der lebendige Geist, als ein Wesen mit der Seele, will, das
geschieht.“
[Ev.
Bd. 9, Kap. 83, 3]
Jesus:
„Ich wirke Meine Zeichen nur dem Willen Dessen gemäß, der Mich als einen Menschen
mit Fleisch und Blut in diese Welt gesandt hat und nun auch in Mir wohnt. —
Wenn Ich ein Zeichen wirke, so muß es zur tiefen, geistigen Belehrung der
Seelen dienen und daneben aber zu allerlei Gutem den Menschen frommen.“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 21, 1]
Jesus
zu bekehrten Essäern: „Alle gottesgeistige Wunderkraft wird einem wahrhaft gottergebenen
Gemüte eigen sein, und das so lange, wie ein solcher Mensch sich dabei nicht
überhebt. Nimmt er dafür Ehre und einen Lohn aus Eigennutz, so wird er im
selben Augenblick die gottesgeistige Eigenschaft völlig verlieren!“
[Ev.
Bd. 5, Kap. 66, 5]
Jesus
beleuchtet das Wesen der Materie durch zwei verschiedene Wundertaten: „Woher
habe Ich denn das Erdreich genommen, mit dem Ich jenen See zudeckte, oder woher
jene Stoffe, mit denen Ich den armen Fischern ihre irdischen Besitzungen
verbesserte? Und wohin ist die Materie der drei von Mir aufgelösten
Götzenbilder gekommen?! — Beim See und bei den Fischern ist Mein Gedanke durch
Meinen Willen fixiert und bei den Götzenstatuen Mein fixierter Wille
ausgelassen und Mein Urgedanke frei und wieder geistig gemacht worden.“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 107, 12]
Jesus:
„Reine, unverdorbene Naturmenschen wie diese zu tieferer Belehrung berufenen
Nubier vermögen als wahre Herren der Natur manches zu bewirken durch die Festigkeit
ihres Glaubens und Willens, was einem gewöhnlichen Weltmenschen als ein großes
Wunderwerk vorkommen muß.“
[Ev.
Bd. 4, Kap. 187, 1]
Jesus
über die Fähigkeit der von Ihm berufenen seelenvollendeten Nubier, durch die
Kraft ihrer seelischen Außenlebenssphäre Wunder zu wirken.
[Ev.
Bd. 4, Kap. 229, 6-9]
Gleichnisse
Jesu: Vom Unkraut unter dem Weizen, vom Senfkorn und vom Sauerteig. Gute
Auslegung durch den bekehrten jungen Pharisäer Ahab: Da Jesus der wahre, von
den Propheten geweissagte Messias ist, erfüllt Er auch jene Weissagungen,
welche bekunden, daß Er seinen Mund in Gleichnissen auftun werde.
[Ev.
Bd. 1, Kap. 192, 1-11]
Gleichnis
Jesu vom gärenden und sich klärenden Wein beim Nachtbesuch des Nikodemus.
[Ev.
Bd. 1, Kap. 19, 12]
Jesu
Gleichnis vom gärenden und sich klärenden Most als Entsprechung für die
geistige Läuterung einer Seele.
[Ev.
Bd. 5, Kap. 125, 3]
Der
Jünger Nathanael erklärt törichten Zweiflern den geistigen Sinn des Gleichnisses
Jesu vom Ausreißen des ärgerlichen Auges.
[Ev.
Bd. 1, Kap. 42, 8-10]
Jesu
Gleichnis vom Schatz im Acker.
[Ev.
Bd. 1, Kap. 198, 9]
Gleichnisse
Jesu von der kostbaren Perle und vom Fischernetz. Ihre Ausdeutung durch den
Herrn selbst.
[Ev.
Bd. 1, Kap. 199]
Gleichnisse
Jesu über Himmel und Hölle im Menschenherzen.
[Ev.
Bd. 2, Kap. 9]
Gleichnis
Jesu vom rechtschaffenen, selbstlosen Dienstboten und vom eigensüchtigen,
faulen Knecht.
[Ev.
Bd. 2, Kap. 77, 4-5]
Gleichnis
Jesu von einem mit Weltschätzen beladenen Schiff in Sturmesnot und dem mit
geistigen Schätzen beladenen Lebensschiff rechter Jünger und Nachfolger des
Herrn.
[Ev.
Bd. 2, Kap. 102, 5-6]
Gleichnis
Jesu vom sittenstrengen Klausner und vom barmherzigen, aber als Sünder verachteten
Zöllner.
[Ev.
Bd. 2, Kap. 208, 1-6]
Gleichnis
Jesu von der Sündflut und der Arche Noahs und geistige Deutung dieses Geschehens.
[Ev.
Bd. 3, Kap. 13, 4-9]
Gleichnis
des erleuchteten Sehers Mathael vom Sonnenbild im Tautropfen.
[Ev.
Bd. 3, Kap. 48, 10]
Jesu
Gleichnis vom Blindenführer.
[Ev.
Bd. 3, Kap. 163, 9-10]
Gleichnis
Jesu vom Unkraut unter dem Weizen, erläutert vom Herrn.
[Ev.
Bd. 4, Kap. 101, 1-7]
Jesus
deutet das Gleichnis vom Unkraut unter dem Weizen.
[Ev.
Bd. 1, Kap. 197, 11-15]
Jesu
Gleichnis von der Reifung der Weintraube im Sonnenlicht und von ihrer Kelterung
als geistige Entsprechung für die Läuterung und Erleuchtung der Seele durch die
Liebetätigkeit.
[Ev.
Bd. 5, Kap. 123, 5-7]
Jesu
Gleichnis vom großen Gastmahl.
[Ev.
Bd. 5, Kap. 204, 12-13]
Gleichnis
Jesu vom guten Hirten und von dessen Freude über das Wiederfinden des verlorenen
Schafes.
[Ev.
Bd. 5, Kap. 247, 7]
Ein
gläubiger Wirt in Kapernaum erklärt den Jüngern Jesu die geistigen Entsprechungen
vom Brot aus den Himmeln, vom Fleischessen und Bluttrinken.
[Ev.
Bd. 6, Kap. 48, 5-6]
Jesu
Gleichnis vom gesetzesstrengen und selbstgerechten, reichen Juden und vom reuigen
Zöllner.
[Ev.
Bd. 6, Kap. 51, 9-11]
Jesu
Gleichnis vom Sämann, der seinen Samen auf verschiedenerlei Boden streut, und
dessen geistige Ausdeutung.
[Ev.
Bd. 6, Kap. 65, 10-13]
Jesus
läßt den in der Herberge des Lazarus auf dem Ölberg um Zutritt Bittenden sagen:
„Wen es hungert, der komme und esse sich satt, und wen da dürstet, der komme
und trinke! Wer von Mir gesättigt wird, den wird es nimmer hungern in Ewigkeit,
und wer von Meinem Weine getrunken hat, den wird es nimmer dürsten!“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 202, 1-3]
Jesus:
„Mein Wort ist die rechte Speise, und euer Glaube und euer Handeln danach ist
der rechte Trank. Darum kommt alle, die ihr mühselig und belastet seid, zu Mir;
denn Ich will euch erquicken!“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 202, 9]
Gleichnisse
Jesu vom verlorenen Groschen und vom verlorenen und heimgekehrten Sohn.
[Ev.
Bd. 6, Kap. 242, 3-9]
Gleichnis
Jesu von dem eifrigen und von dem faulen Knecht und den ihnen anvertrauten
Pfunden, danach seine Ausdeutung.
Ev.
Bd. 7, Kap. 124, 8-23
Jesu
Gleichnis vom guten Hirten und vom Mietling. „Ich bin der gute Hirte!“
[Ev.
Bd. 7, Kap. 154, 2-5]
Jesus
legt einer Gruppe verstockter Tempelpriester und Pharisäer, die Ihn mit Fragen
fangen und dann dem Tode ausliefern wollen, ein Gleichnis von den bösen
Weingärtnern vor, welche dem Herrn des Weinbergs die Ernte nicht abliefern
wollen und dessen Abgesandte töten.
[Ev.
Bd. 7, Kap. 193, 11-19]
Jesu
Gleichnis von den anvertrauten Pfunden und dessen Deutung als ein Entsprechungsbild
für den Abfall der Juden von Gott und für die Erlangung des Lichtes und des Gottesreiches
durch die Heiden.
[Ev.
Bd. 9, Kap. 27, 6-23]
Das
Gleichnis Jesu von der aufdringlich bittenden Witwe, die der Richter endlich
doch erhört. Geistige Deutung durch den Jünger Andreas.
[Ev.
Bd. 9, Kap. 88, 1-5 und 1-13]
Gleichnis
Jesu von den zwei verschiedenen Arbeitern im Weinberg. Der eine arbeitet hastig,
aber schlecht, der andere langsam, geduldig und sehr sorgfältig. Wie die
Arbeit, so die Ernte und der Lohn!
[Ev.
Bd. 10, Kap. 68, 8-11]
Gleichnis
Jesu, des Herrn, von den zwei Söhnen einer sterbenden Witwe, von denen der eine
mit reichen Opfern, der andere mit Tränen und heißem Liebesgebet für die todkranke
Mutter fleht.
[Mi.
Bd. 2, S. 204, 19-35]
Jesu
Gleichnis vom unfruchtbaren Schmarotzerbaum, der ins Feuer geworfen wird.
[Rbl.
Bd. 1, Kap. 96, 4-6]
Gleichnis
des erleuchteten Geistes Robert Blum vom Weinkeltern als Sinnbild der Einigung
des Geistes mit der Seele durch den Druck der Demütigung.
[Rbl.
Bd. 2, Kap. 250, 5-7]
Der
Herr: „Bei der Zeugung wird die aus den drei Naturreichen gesammelte
Menschenseele in den Mutterleib getrieben, wobei sich ihr chaotisches Spezifikalgemisch zu entwirren beginnt, Schutzgeister,
Engel und große Engel überwachen die Zeugung und Entwicklung jedes
Menschenleibes sowie die Ausbildung jeder Menschenseele im Mutterleibe. Und da
gibt es keinen Menschen, der nicht wenigstens drei Schutzgeister, zwei Engel
und einen großen Engel hätte, über die noch ein Siebenter wacht, den ihr schon
kennt!“
[Ed.
Kap. 50, 3-11]
Der
Erzengel Raphael: „Wir Engel sind es, die für alles sorgen, was das Sein eines
Menschen von seinem Entstehen bis zu seinem Scheiden von dieser Erde betrifft.
Und wir sind es auch, die eure Seelen durch die in eurem Fleische bewirkten
Leiden und Schmerzen läutern und zur Aufnahme des Geistes aus Gott fähig
machen.“
[Ev.
Bd. 3, Kap. 130, 7-8]
Die
kleine Jüngerin Jarah erhält den Erzengel Raphael in
sichtbarer Gestalt und in landesüblicher Tracht als Schutzgeist bis zu ihrer
Reife.
[Ev.
Bd. 2, Kap. 142, 6-8]
Auf
die Frage nach der Wirksamkeit von Schutzgeistern erklärt der Herr: „Es lebt
nicht ein Mensch auf dieser Erde, dem nicht Geister aus einer besseren Welt
beigegeben wären. Und diese Geister sind ständig bemüht, ihre Schützlinge zum
Lichte und zum Leben alles Lebens zu führen!“
[Hi.
Bd. 1, S. 380, 10]
Jesus
zu dem römischen Oberstatthalter Cyrenius:
„Unsichtbar für deine irdischen Sinne sollen diese beiden Engel fortan deine
Beschützer bleiben, wie sie es schon von deiner Geburt an waren. Wenn du deine
Schutzengel auch nicht siehst, so kannst du dennoch mit ihnen reden und sie um
allerlei fragen, und sie werden dir die Antwort in dein Herz legen, wo du sie
als einen klar ausgeprägten Gedanken wahrnehmen wirst. Und das ist besser als
die äußere Rede! Ein Wort, das dir ein Engel in dein Herz legt, ist für deine
Seele heilsamer als tausend äußere Worte. Denn was du im Herzen vernimmst, ist
schon dein Eigentum; was du aber von außen her vernimmst, das mußt du dir erst
zu eigen machen durch die Tat.“
[Ev.
Bd. 2, Kap. 39, 5-6]
Jesus
zu dem römischen Oberstatthalter Cyrenius: „Es ist
dir heilsamer, deine geistigen Beschützer nicht zu sehen, solange du noch im
Leibe bist; wenn du aber dereinst den Leib verlassen wirst, dann kannst du sie,
als selbst Geist, für ewig sehen und zahllos viele andere Engel dazu.“
[Ev.
Bd. 2, Kap. 39, 8]
Der
Erzengel Raphael zu seinem Schützling, dem Mägdlein Jarah:
„Ich werde nicht immer sichtbar — wie jetzt — um dich sein; aber du darfst mich
in deinem Herzen nur rufen, und ich werde dir antworten durch deines Herzens
deutlich vernehmbare Gedanken. Hast du solche vernommen, so wirst du erkennen,
daß sie nicht auf deinem Grund und Boden gewachsen sind. Sodann aber handle
danach!“
[Ev.
Bd.4, Kap. 23, 10]
Abedam-Jehova zu dem Erzvater Zuriel,
dem guten, geistigen Hirten seiner Familie: „Zuriel,
komm her zu Mir und empfange für deine Treue den Lohn! Siehe, Ich mache dich zu
einem großen Engel und setze dich zu einem treuen Wächter und unsichtbaren
Beschützer aller Meiner Kinder, — und du wirst von nun an allzeit Mein
Angesicht schauen und dich freuen in Meinem Lichte!“
[H.
Bd. 2, Kap. 5, 32-34; Kap. 6, 4-10]
Jesus:
„Wenn dir ein guter, sehr erleuchteter Geist unsichtbar reine Gedanken und Gefühle
ins Herz legt, dann ist das so gut, als hättest du diese (Gedanken und Gefühle)
selbst in dir gefunden; sie einen sich mit deinem Leben und bestimmen dich zur
Tätigkeit. — Wenn aber ein Geist wie der des Moses dir sichtbar erschiene und
sagte: ‚Dieses und jenes mußt du tun, wenn du zum Leben eingehen willst, tust
du das nicht, so verfällst du dem Gericht des allmächtigen Gottes!‘, siehe, da
wirst du nach einer solchen Mahnung erbeben und dich dein Leben lang nichts anderes
zu tun getrauen. Welches Verdienst aber wirst du dabei haben? Siehe, gar
keines; denn da hat nicht dein eigenes besseres Erkennen deinen freien Willen
zur besseren Tätigkeit bestimmt, sondern die Macht des zu dir gekommenen
Geistes, und das hat für deine Seele beinahe gar keinen Wert.“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 225, 3-5]
Jesus:
„Die Belehrung der Menschen durch Engel wird von nun an häufig geschehen, aber
nur an Menschen von reichen Kenntnissen, Erfahrungen und nüchternem Gerechtigkeitssinn,
deren es nicht viele auf dieser Erde gibt.“
[Ev.
Bd. 5, Kap. 129, 2]
Die
drei Weisen aus dem Morgenlande waren zeitweise (zur Zeit der Geburt Jesu) „in
Besitz“ und geleitet von drei mächtigen Geistern aus der Urzeit der Menschheit
(Adam, Kain und Abraham).
[Ev.
Bd. 6, Kap. 38, 3 und 4]
Jesus
belehrt die drei Weisen aus dem Morgenlande: „Ihr wurdet einst (zum Kind in der
Krippe) von Lichtgeistern geführt. Diese Geister aus der Urzeit waren ehedem
auch Menschen auf dieser Erde (Adam, Kain und Abraham), und zwar für alle jetzt
lebende Menschheit von der größten Bedeutung. Sie geleiteten euch sicher zu Mir
nach Bethlehem. — Doch als ihr später durch eure Reisen weitläufiger wurdet, da
haben euch diese Lehr- und Lichtgeister verlassen und euch eurer eigenen
Vernunft, eurem Verstande und eurem freien Willen anheimgegeben. Dennoch
weckten sie die Begierde in euch, daß ihr Mich suchen und nun auch finden
mußtet, und das war von den drei Geistern ganz wohl gesorgt für euch und eure
Völker.“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 40, 6-7]
Ein
Engel zu dem Römer Agrikola „Weil ihr Menschen dieser
Erde aus der Liebe Gottes hervorgegangen seid, dürfen wir Weisheitswesen euch
nicht im geringsten in eurer freien Entwicklung aus der Urliebe Gottes stören;
und du, irdischer Bruder, wirst nun etwas heller begreifen, warum wir Engel
Gottes euch nicht sichtbar umgeben dürfen. Denn wir dürfen bei euch die in
eurer Gottesliebe schlummernde Weisheit und Macht nur leise und ganz unbemerkt
wecken, aber euch nie auch nur einen Funken von unserer Engelsweisheit
einhauchen; denn das würde eure Weisheit nicht wecken, sondern erdrücken.“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 190, 5]
Der
Jünger Thomas zu gläubigen Samaritern: „Wie wäre je ein Mensch verständig, voll
Vernunft und höherer Erkenntnis geworden, wenn Gott nicht durch himmlische
Wesen ihn erzogen und Sich ihm geoffenbart hätte?!“
[Ev.
Bd. 9, Kap. 123, 17]
Der
Jünger Thomas zu einem gläubigen Samariter: „So siehst du nun diesen Jüngling
(Erzengel Raphael) den blinden Menschen durch Worte und wunderbare Zeichen, die
zu bewirken ihm im Namen des Herrn möglich sind, den gestirnten Himmel
erklären, auf daß aus ihren Herzen der finstere Aberglaube verschwinde und der
Wahrheit Licht sie erleuchte!“
[Ev.
Bd. 9, Kap. 123, 20]
Kisjona, ein Freund Jesu: „Wo der Herr persönlich
gegenwärtig ist, da sind auch Seine himmlischen, mit aller Macht ausgerüsteten
Diener nicht ferne! Drei Jünglinge (die Erzengel Michael, Raphael und Gabriel)
waren gestern von frühmorgens bis zum Untergange der Sonne bei mir im Hause und
haben die Jünger des Herrn und auch andere Menschen, die eines guten Willens
waren, in allerlei Dingen belehrt.“
[Ev.
Bd. 9, Kap. 135, 21]
Jesus:
„Es ist besser, ein Unrecht zu dulden, als jemandem auch nur ein kleines
Unrecht zuzufügen. Durch solche Duldsamkeit werdet ihr euch keine Rächer aus
dem Jenseits zuziehen; und die Geister, die sonst eure Feinde geworden wären,
werden dann eure Schutzgeister sein und viel Unheil von euch abwenden!“
[Ev.
Bd. 1, Kap. 80, 2]
Ein
Schutzengel des ersten Menschenpaares: „Fürchtet euch nicht vor dem Knechte Jehovas,
der zu euch gesandt ist von oben, um euch zu zeigen die Erde und euch zu erleuchten
die Irrsale der Welt und auch zu züchtigen euch und eure Nachkommen, wenn ihr
von den Wegen der ewigen Liebe und der unendlichen Heiligkeit Gottes abweichen
solltet.“
[H.
Bd. 1, Kap. 11, 8]
Ein
Engel erscheint Joseph und Maria in der Höhle zu Bethlehem und gebietet:
„Joseph, verkaufe die von den drei Weisen aus Persien empfangenen Schätze und
kaufe dir noch einige Lasttiere; denn du mußt mit deiner Familie nach Ägypten
fliehen. — Wir Engel der Himmel haben die Weisung vom Herrn erhalten, über eure
Sicherheit sorglichst zu wachen.“
[Jug. Kap. 33, 2 und 5]
Ein
Erzengel im Hause Josephs zu Ostrazine: „Ihr alle,
die ihr noch in den sterblichen Leibern wohnet, gehet zur Ruhe! Wir Engel aber
werden hinausziehen vor das Haus und es bewachen. Denn es hat der Feind des
Lebens erfahren, daß hier der Herr (im Jesuskinde) wohnt, und beschlossen,
heute nacht dieses Haus mörderisch zu überfallen. Daher sind wir da, um zu schützen
dieses Haus, und wenn der Feind kommt, dann soll er übel zugerichtet werden!“
[Jug. Kap. 175, 2-5]
Jesus:
„Die ungeläuterten, argen Seelen im Jenseits würden diese ganze Erde mit Hilfe
der ungegorenen Naturgeister bald derart verderben, daß auf ihr nichts mehr
wachsen und kein Geschöpf bestehen könnte. Nur durch die Liebe, Weisheit und
Macht der vollkommenen Geister werden diese argen Seelen im Jenseits daran
verhindert, nach und nach fortgebildet und, wenn möglich, von Stufe zu Stufe
dem Reiche Gottes näher gebracht.“
[Ev.
Bd. 9, Kap. 143, 4-6]
Großer
Aufgabenkreis der reingeistigen Bewohner der obersten dritten Luftregion als
Lehrer und Schutzgeister von Menschen der Erde und der aufsteigenden Seelen.
[Ed.
Kap. 28, 8-10]
Der
Erzengel Raphael belehrt eine Jüngerin: Wir himmlische Schutzgeister lassen mutwillige
und hartnäckige Übeltäter zu ihrer Erfahrung zuweilen in eine Not oder Gefahr geraten
und dabei tüchtig anrennen.
[Ev.
Bd. 2, Kap. 765, 7-10]
Bischof
Martin erhält im Jenseits einen ihm auf Erden befreundeten früheren Buchhändler
als Führer, der ihm bei der Überwindung seines geistigen Hochmutes und seiner alten
Sinnlichkeit behilflich sein soll.
[BM.
Kap. 52, 1-39, Kap. 53, 1-26]
Der
Evangelist Johannes: „Die im Kinderreich der geistigen Sonne geschulten und vollendeten
ehemaligen Kinderseelen werden zunächst den auf der Erde lebenden Menschen als
Schutzgeister beigegeben, um dabei selbst in der göttlichen Geduld sich zu
üben. Denn fürwahr, es ist keine Kleinigkeit für einen Schutzengel, wenn er mit
aller Macht ausgerüstet ist und darf doch nicht Feuer vom Himmel rufen, sondern
er muß im Bewußtsein seiner Macht fortwährend zusehen, wie der ihm anvertraute
Mensch sich in allerlei Argem der Welt begründet und des Herrn mehr und mehr
vergißt.“
[GS.
Bd. 2, Kap. 105, 16. 17]
Der
Evangelist Johannes: „Wieviele Tränen müssen die Schutzgeister der Menschen vergießen;
denn ihr ganzes Einwirken auf sie darf nur in einem leisesten Gewissensflüstern
bestehen oder höchstens bei außerordentlichen Gelegenheiten in der Verhütung
gewisser Unglücksfälle, welche auf die Sterblichen der Erde von der Hölle angelegt
sind. Wenn schon bei solchen Gelegenheiten ein Eingriff gestattet ist, so muß
er aber so klug angelegt werden, daß der Schützling dadurch in der Freiheit
seines Willens nicht im geringsten behindert wird, sondern nur in der
tatsächlichen Ausführung.“
[GS.
Bd. 2, Kap. 105, 18. 19]
Der
Erzengel Raphael: „Wir Engel haben die Macht, die Geister der Hölle zu
vernichten; wir sehen ihre bösen Pläne, behandeln sie aber dennoch als unsere
gefallenen Brüder mit aller Geduld.“
[Ev.
Bd. 3, Kap. 130, 13-16]
Der
Erzengel Raphael: Wir Engel Gottes dienen auch als Ratgeber der Könige und
aller Menschen guten Willens.
[Ev.
Bd. 3, Kap. 232, 2]
Jesus:
„Die größte Seligkeit der höchsten Engel besteht darin, daß sie in Meinem Namen
den Menschen auf dieser Erde einen rechten Liebesdienst erweisen können,
obschon sie daneben über zahllos viele Sonnen und Erden im endlosen Raum zu
gebieten haben.“
[Ev.
Bd. 9, Kap. 119, 21]
Jesus
erklärt den Schriftgelehrten, denen der Erzengel Raphael auf Sein Geheiß auf
wunderbare Weise griechische Gewänder beschafft hat: „Mit diesem Wunder ist
erfüllt, was geschrieben steht: ‚In dieser Zeit (der Menschwerdung Gottes)
werdet ihr Engel sehen auf- und niedersteigen und Mir und den Menschen
dienen!‘.“
[Ev.
Bd. 9, Kap. 122, 11]
Der
Erzengel Raphael zu neu bekehrten Jüngern Jesu: „Wo sich wahre Freunde des
Herrn darüber besprechen was des Geistes der ewigen Liebe und Wahrheit ist, da
sind auch stets die Engel des Herrn um sie versammelt. Ich bin nun wahrlich
nicht der einzige, der sich in eurer Nähe befindet, sondern noch gar viele
meinesgleichen sind da!“ Hierauf wurde den Neubekehrten die innere Sehe
geöffnet, und sie erschauten wie in einem Lichtmeer Scharen von vollkommenen
Geistern, von denen eine mächtige Stimme ertönte: „Glücklich, wer den Herrn,
wenn er Ihn erkannt hat, über alles liebt und nach Seinem Worte treu handelt
und leb! Wir sind allezeit bereit, Ihm zu dienen in aller Bruderliebe.“
*
* *
Der
Herr: „Wenn jemand seine Liebe an die materielle Welt heftet, so wird seine
Liebe durch die Macht des Todes erdrückt, und die Folge ist dann das Los der
Materie oder der Tod. Wer aber seine Liebe zu Mir richtet und am Mich heftet,
der verbindet seine Liebe mit der Liebe oder mit dem Leben alles Lebens und
wird selber lebendig durch und durch!“
[H.
Bd. 1, Kap. 4, 4-5]
Der
Herr: „Dem Menschen tut nur eine Sorge not, und diese besteht darin, Gott, den
heiligen Vater, zu suchen allzeit, nicht nur in der Not, sondern auch auf den
liebegerechten Wegen! Und wer da Ihn als das allerhöchste Gut gefunden hat, der
soll Ihm nicht sobald wieder den Rücken zukehren, sondern bei Ihm verbleiben, —
sonst wird er allzeit seiner Ohnmacht gewahr werden schon auf dem halben
Rückwege und erst durch bittere Erfahrungen erkennen müssen, wie gar nichts er
ohne Mich vermag!“
[H.
Bd. 1, Kap. 160, 7]
Der Herr
zu dem eigenwilligen Adam: „Wenn jemand Meinen Namen ruft, hat aber seinen
Rücken Mir zugewendet, wahrlich, der wird nicht erhört so lange, bis er nicht
Herz und Angesicht zu Mir gewendet hat! Doch merket euch: Es wird aber eine
solche Umkehr allzeit auf eine heiße Probe gestellt werden, und es wird sich
dann erst zeigen, wieviel des Ernstes im Herzen waltet; — denn da wird die Welt
gewaltig toben um dich —‚ und es wird kein anderes Wort erhört denn allein das
des Herzens. Verstehe es wohl und kehre Mir nimmer den Rücken, sondern laß dich
überallhin von Mir geleiten und führen!“
[H.
Bd. 1, Kap. 160, 8-10]
Der
hohe Abedam zu noch blinden Gottsuchern: „Wahrlich,
Ich sage euch, wer Mir folgt, der wandelt einen rechten Weg und wird nicht irre
werden auf dem Pfade des Lebens hin zum Leben. Wer aber mag ohne Licht wandeln
auf einem Waldweg bei Nacht? Die Welt aber ist der Wald und der Menschen
irdisches Leben der Weg, und die Zeit (der Seelen) im Körper ist die dichte
Nacht. Ich aber bin ein wahrhaftes, untrügliches Licht und bin der Weg und das
ewige Leben selbst.“
[H.
Bd. 2, Kap. 51, 1-5]
Der
Herr zu den Urvätern der Höhe: „Saget nicht untereinander: ‚Dieser Fleck Erde gehört
mir, und dieser Baum ist mein Eigentum, und mit meinem Leibe kann ich tun nach
meinem Behagen!‘; denn das wird euch von Meiner Liebe stets mehr und mehr abziehen,
und ihr werdet dadurch zu Knechten der Welt und somit auch des Todes! Und dann
werdet ihr euch schwer, langwierig und äußerst mühsam wieder von der Welt
losreißen können und wird dereinst viel Feuers über euch kommen, um euch
loszuschmelzen von den ehernen Banden des Todes.“
[H.
Bd. 2, Kap. 137, 21]
Der
Erzengel Zuriel: „Unser Leben ist Gottes Leben, wir
mögen leben, wann und wo wir wollen, — sobald wir den Grund des Lebens erschauen
und begreifen, wenn wir unser Herz nach Gott gewendet haben, so leben wir schon
ein vollkommenes Leben, ob noch im fleischlichen Leibe oder im reinen Geiste,
da ist kein Unterschied!“
[H.
Bd. 3, Kap. 10, 9]
Der
erleuchtete Essäeroberste Roklus
auf die Frage eines Griechen, was man tun solle, um die Hilfe Gottes zu
erlangen: „Da heißt es, zuvor an diesen Gott lebendig im Herzen glauben, Seine
Gebote unter allen Umständen halten, Ihn dann über alles lieben und seine Mitmenschen
wie sich selbst! Wer das nicht tut, den erhört Gott nicht! Ich und meine Brüder
aber tun das und haben auch die untrüglichsten Beweise, daß unser allein wahrer
Gott allzeit gerne unsere Bitten erhört, vorausgesetzt, daß wir Ihn nicht um Törichtes
bitten. Darum wendet euch im Herzen gläubigst an
unseren Gott wie an einen allerbesten Vater!“
[Ev.
Bd. 8, Kap. 217, 13-14, 16-18]
Jesus
zu einem verstockten Schriftgelehrten, der auf das leidensvolle Los vieler
Gläubigen hinweist: „Mit dem Lebensglück der von Gott begeisterten Menschen
sieht es immer am allerbesten aus; denn diese wissen es, warum sie in diese
Welt gestellt sind, und wenn sie leiden, so wissen sie auch, warum. Sie haben
keine Furcht vor dem Leibestode, weil sie das ewige Leben der Seele schon in
aller Klarheit in sich haben und darin auch die Macht des Geistes Gottes. — Was
hat dagegen ein in allen Weltwohlgenüssen schwelgender Mensch in sich? Wessen
wird er am Ende inne? Des Todes, hinter dem sich ihm kein Leben zeigen will, —
und Verzweiflung ist zuletzt sein Los!
[Ev.
Bd. 9, Kap. 118, 24-25]
Jesus:
„Wenn im Menschen alles himmlisch geworden ist, dann wird auch seine Umgebung
himmlisch. Die Tage werden Himmelstage, und die Nacht wird zu einer Ruhe der
Himmel, voll des herrlichsten Lichtes für des Menschen reine, mit ihrem Geiste
vereinte Seele.“
[Ev.
Bd. 4, Kap. 166, 6]
Jesus
zu frommen Dorfbewohnern in Samaria: „Wer wie ihr auf Gott vertraut, den
verläßt Er niemals. Wenn Gott ihm oft auch nicht sogleich augenscheinlich
hilft, so läßt Er ihn aber doch nicht völlig sinken. Denn Gott prüft jeden
zuvor, bis Er ihm ersichtlich hilft. Hat ein Mensch aber in aller Prüfung seine
Treue und Liebe zu Ihm bewährt, dann kommt auf einmal, ehe sich‘s ein Mensch
versieht, die Hilfe von Gott, und Sein Segen bleibt immerdar über dem Getreuen.“
[Ev.
Bd. 9, Kap. 60, 6-7]
Joseph
erklärt dem römischen Statthalter Cyrenius dessen
wunderbare Bewahrung vor Meuchelmördern und Errettung aus Seenot als das Werk
der Gnade Gottes und fährt fort: „Also aber ist allezeit gewesen und wird ewig
sein die Art des Herrn, diejenigen zu führen, die da sind auf dem Wege zu Ihm.“
[Jug. Kap. 184, 10-20]
Jakob
zu seinem Vater Joseph, der um den Verlust seiner Habe durch Raubgesindel
bangt: „Wenn wir alles verlieren, der Herr aber uns bleibt, was hätten wir dann
verloren?! Laß dir die ganze Erde rauben und behalte den Herrn, dann hast du
mehr, als wenn alle Himmel und Erden dein Eigentum wären!“
[Jug. Kap. 243, 15 und 17]
Jesus
zu dem römischen Hauptmann in Samosata: „Die Zeit des
alten, leeren Götzentums und des blinden Aberglaubens ist vorüber! Von jetzt an
werden die Menschen an den einigen, allein wahren, lebendigen, für jedermann
begreifbaren Gott zu glauben anfangen, werden sich selbst finden in solchem
Glauben und die Unsterblichkeit ihrer Seele und deren ewige, seligste
Bestimmung erkennen.“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 130, 1]
Jesu
Abschiedsworte an bekehrte indische Weise: „Der Vater ist gut und hat kein Wohlgefallen
an den Leiden der Menschen. Aber Er hindert auch nicht, daß solche über die
Menschen kommen, wenn sie aus lauter Weltsinn des Vaters vergessen, keinen
Glauben haben und sich selbst in alles begeben, was ihnen Ungemach bereiten
muß. Wandelt gleichfort auf den Wegen, die Ich euch treulich gezeigt habe, so
werdet ihr wenig zu leiden haben, und euer Abgang von dieser Welt wird ein
leichter sein!“
[Ev.
Bd. 8, Kap. 16, 10-11]
Jesus:
„Weil sich die Menschen von Gott, dem Urquell alles Seins und Lebens, alles Lichtes
und aller Wahrheit, entfernt und dafür ihr ganzes Sinnen und Trachten der Welt
und ihrer Materie zugewandt haben, ist ihr Seelenabend oft ein stürmischer und
elender. — Wenn sich die Menschen von der Welt wieder abwenden und zu Mir im
vollen Glauben und in aller Liebe zurückkehren, dann werden sie in Mir einen
ruhigen, seligen Lebensabend finden.“
[Ev.
Bd. 9, Kap. 137, 9-10]
Jesus
zu verarmten Juden, die durch Trägheit und Glaubenslosigkeit zu hart
behandelten Sklaven der Heiden geworden sind: „Es ist schwer und hart, denen zu
dienen, die an keinen Gott und kein Fortleben der Seele nach dem Tode des
Leibes und auch an keine Wiedervergeltung im Jenseits glauben und somit keine
Nächstenliebe haben.“
[Ev.
Bd. 10, Kap. 56, 5]
Ein
bekehrter heidnischer Grieche, dem es Jesus freistellt, die Nacht bei Ihm zu
verbringen oder heimzukehren, bricht begeistert in die Worte aus: „O Du Herr,
Herr, Herr von Ewigkeit! Wegen der Unterkunft hat es hier für uns seine guten
Wege! Wir sind unser zwar bei hundert Personen, doch wenn wir heute nacht um
Dich verweilen dürfen, so bleiben wir hier, — und sollte uns zu Hause auch all
unser Weltliches zugrunde gehen! Ein Wort aus Deinem Gottesmunde zu vernehmen,
ist ja endlos mehr wert als alle Schätze der Erde und mehr als Sonne, Mond und
Sterne!“ Darauf Jesus: „So bleibet! — Für alles andere wird von Mir gesorgt!“
[Ev.
Bd. 9, Kap. 35, 1-2]
Jesus
zu Judas Ischariot: „Wer es mit der Welt hält und sie liebt, der findet früher
oder später sicher den Lohn, den die Welt für ihre Freunde stets in
Bereitschaft hat: den Tod! — Mein Reich aber ist nicht von dieser Welt, und wer
es mit Mir hält, dem wird das ewige Leben zum Lohne! Schreibe dir das in dein
Weltherz!“
[Ev.
Bd. 9, Kap. 139, 6-7]
Jesus:
„Wer dieses Leibes Leben liebt der Welt wegen, der wird das Leben der Seele verlieren.
Wer es aber nicht liebt um Meinetwillen, der wird es erhalten für ewig in Meinem
Reiche!“
[Ev.
Bd. 9, Kap. 149, 16]
Jesus:
„Um Gott wahrhaft lieben zu können, muß man Gott stets mehr zu erkennen
trachten. Wem daran nicht das meiste liegt, der muß es sich am Ende selbst
zuschreiben, wenn bei ihm das innere Gefühl und Bewußtsein des Fortlebens der
Seele nach dem Tode nur ein schwaches ist; denn dieses Lebensgefühl ist ja eben
die Folge der wahren, lebendigen Liebe zu Gott und daraus zum Nächsten.“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 75, 9]
Der
römische Hauptmann von Pella nach einer schweren
Sturmnacht zu angstvollen Heiden: „Sehet, ich habe mich unter dem Schutze eines
Gottes im vollen Glauben und Vertrauen auf Ihn in dieser Judenherberge ganz
wohl ohne alle Furcht und Angst befunden. Gegen solche Furcht schützen nur ein
fester Glaube und ein lebendiges Vertrauen auf einen wahren, allmächtigen, allweisen, allgütigen und allwissenden Gott; wer das nicht
hat, der ist bei allen stürmischen Erscheinungen aller Qual und Pein ausgesetzt
und der größten dann, wenn seine letzte Stunde naht!“
[Ev.
Bd. 10, Kap. 77, 14]
Der
Herr zu einem angefochtenen Freunde des Neuen Wortes: „Wohl dem, der aus Liebe
zu Mir ein getreuer Kämpfer ist für Mein Reich, wahrlich, sein Lohn wird
unermeßlich groß sein! Denn er wird den Tod auf der Erde nimmer schmecken. —
Was aber dann in Meinem Vaterhause seiner harrt, dafür hat die ganze
Unendlichkeit zu wenig Ohr, um es gebührend vernehmen zu können! Also sei
heiter und fröhlich; denn auch dein Kreuz ist eine Gabe von Mir, deinem ewig
guten, heiligen Vater! Vertraue dich Mir in allem! Und gehe es in deiner
Familie, wie es wolle, so denke, der große Steuermann ist nicht ferne!“
[Hi.
Bd. 2, S. 153, 18-20]
Der
Herr zu erlösten Seelen im Geisterreich: „Mit Mir vermöget ihr alles, ohne Mich
aber nichts! So ist es bei Mir auch allzeit gut sein! Außer Mir aber gibt es
nirgends ein Sein, das da wäre von Bestand; denn Ich allein bin der Weg, die
Wahrheit und das Leben! Wer in Mir verbleibt durch die Liebe und Ich in ihm,
der hat das Licht, die Wahrheit und das Leben!“
[GS.
Bd. 1, Kap. 98, 13]
Der
Evangelist Johannes: „Gott ist in sich selbst die ewige und allerreinste Liebe.
Aus dieser unendlichen Liebe bist du, Mensch, hervorgegangen, also ein Werk der
Liebe bist du! Daher sollst du auch Gott, deinen Schöpfer, mit all deiner Liebe
ergreifen und Ihn lieben über alles! Tust du solches, so ergreifst du das
ewige, unvergängliche Leben. Tust du es nicht, so trennst du dich vom Leben,
und das Los deiner Trennung ist der ewige Tod!“
[GS.
Bd. 2, Kap. 48, 19-20]
Der
Herr zu einer um verlorenes irdisches Glück Trauernden: „Nur in Mir wirst du
die volle, freieste und heiterste Ruhe finden und nirgends anderswo, — auch
nicht im Kleide einer privilegierten Barmherzigkeitsschwester und auch nicht in
kalten, gemauerten Kirchen, sondern allein bei Mir, durch das Vertrauen und die
stets zunehmende Liebe zu Mir! — Siehe, Mein Knecht (J. Lorber) war auch
ehedem, dir gleich, krank. Seit er aber Mich gefunden hat, ist er gesund,
heiter und frei!“
[Hi.
Bd. 2, S. 8, 18. 19]
Der
Herr zu Wanderfreunden: „Machet euch die Berge zu Freunden, die Täler zur Anschauung
der Demut und Mich zum Führer durch die Täler auf die Berge der Ruhe und des
Friedens, so werdet ihr erkennen, daß Ich, euer Vater, der wahre Weg, das Licht
und das ewige Leben selbst bin!“
[Hi.
Bd. 1, S. 361, 40]
Der
Herr: „Wer nicht beständig mit Mir wandelt, der geht gar oft seinem Unglück
blind in die Arme und ahnt nichts davon. Wo aber Ich bei einer Reise oder einem
anderen Unternehmen dabei bin, da werde Ich es nie zulassen, daß demjenigen,
der an Meiner Seite wandelt, auch nur ein Haar gekrümmt wird!“
[Hi.
Bd. 1, S. 226, 5]
Der
Herr zu kriegsbangen Freunden: „Eure Frage sei nur: ‚Herr, Vater, bist Du bei
uns?‘ — Und Ich sage zu euch dann: ‚Ja, Meine Kinder!‘ — Alsdann lasset in
Krakau Österreicher, Russen oder Chinesen einziehen, und es wird für euch ganz
einerlei sein! Mag da geschehen, was da wolle, die Meinen werden allezeit sich
unter Meinem allmächtigen Schutze befinden, sei es auf der Welt oder in der
Hölle!“
[Hi.
Bd. 2, S. 296, 12. 13]
Der
Herr: „Solange ein Volk allgemein sich mehr um Mich bekümmerte und nach Meinem
Geiste strebte, solange gab es in seinem Lande Engel in großer Menge unter den
Menschen. Dadurch wurden nicht nur die Menschen, sondern auch der Erdboden
gesegnet, so daß er stets reichliche Ernten trug.“
[Hi.
Bd. 2, S. 323, 3]
Der
zwölfjährige Jesusknabe im Tempel zu Jerusalem: „Es ist dem Menschen auf Erden
überall ein Maß gestellt, wie für das Gute, also auch für das Schlechte; im
gleichen aber ist auch jedem Volke ein Maß gesetzt. Wenn es voll wird des
Göttlich-Guten, dann wird das Volk und sein Land triefen von Segen, wenn aber
ein Volk und sein Land voll wird des Schlechten, dann ergeht darüber auch
unnachsichtlich ein strenges Gericht!“
[Dr.
T. Kap. 26, 22]
Jesus:
„Die Sadduzäer, äußerst materielle, die Welt und sich selbst über alles
liebende Menschen, glauben an keinen Gott, leugnen darum auch die Unsterblichkeit
der menschlichen Seele völlig und schelten jeden einen Narren, der daran
glaubt.“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 68, 5]
Jesus:
„Wo man an Gott, dem Grunde alles Lebens, zweifelt, da ist es nicht verwunderlich,
wenn man auch über das Fortleben der Seele nach des Leibes Tode im Zweifel
ist.“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 68,4]
Segensgruß
des himmlischen Vaters: „Friede sei mit euch! — Meine Liebe sei euer einziger
Reichtum! Und Meine Gnade erleuchte vor euch die Finsternisse der Welt und
zeige euch sanft den Weg des ewigen Lebens!“
[Hi.
Bd. 1, S. 19, 6]
Jesus:
„Die Keuschheit ist von der größten Lebensbedeutung. Würden die Menschen das
Laster der Unkeuschheit meiden und den Beischlaf nur so oft begehen, wie er zur
Erweckung einer Frucht in einem Weibe nötig ist, Ich sage es euch, unter euch
wäre jeder ein Hellseher! So aber vergeuden Mann und Weib die besten Kräfte
durch das häufige Vergießen der edelsten, seelenverwandtesten Lebenssäfte und
haben demnach keinen Vorrat, aus dem sich ein stärkeres Licht in der Seele
ansammeln könnte. Dadurch werden die Menschen träge und genußsüchtig, sind
selten eines hellen Gedankens fähig und werden endlich furchtsam, feig, sehr
materiell, launisch, selbstsüchtig und neidisch. Sie können schwer etwas
Geistiges begreifen; denn ihre Phantasie schweift immer im Reize des Fleisches
umher, sodaß die Seele des geistigen Lichtes ganz vergißt und sich immer wieder
in den Pfuhl der Fleischeslust stürzt.“
[Ev.
Bd. 4, Kap. 230, 2-3]
Auf
die Frage König Lamechs von Hanoch,
ob im Hinblick auf die große Zeugungsfähigkeit des Mannes die Vielweiberei zu
gestatten sei, erklärt der Herr: „Wäre die Vielweiberei in Meiner Ordnung, so
hätte Ich im Anfange schon dem Adam dreihundert und etliche Weiber erschaffen,
damit er sein tägliches Zeugungsvermögen hätte in Anwendung bringen können.
Aber siehe, Ich erschuf ihm nur ein Weib, und nach dieser Regel gebe Ich noch
bis zur Stunde für ein männliches Wesen nur ein weibliches. Daraus kannst du
gar leicht den guten Schluß ziehen, daß dem Manne von Mir aus nur ein Weib
bestimmt ist trotz seiner reichen Zeugungsfähigkeit. Was aber diese betrifft,
so ist sie nicht gegeben der Vielzeugerei, sondern
der kräftigen Zeugung wegen! Und so kann ein Mann mit einem Weibe zwar weniger,
aber dafür desto kräftigere Kinder zeugen, während bei der Vielzeugerei
nur unreife Schwächlinge zum Vorschein kommen können. Denn jeder Same wird eine
schlechte oder gar keine Frucht erwecken, wenn er nicht vorher zur vollen Reife
gelangt ist. Also ist es auch bei dem Menschen umsomehr der Fall, als es sich
bei ihm doch um die Erweckung der alleredelsten Frucht handelt. Also bleibe es
bei einem Weibe, und dieses tut genug, wenn es alle drei Jahre nur eine Frucht
ausreift.“
[H.
Bd. 3, Kap. 63, 10-15]
Der
Herr zu dem geläuterten König Lamech von Hanoch, der auf die verschwenderische Zeugungskraft und den
überströmenden geschlechtlichen Gefühlsreichtum des Mannes hinweist: „Der Mann
sammle sein Gefühl im Herzen und kehre es dann zu Mir, und wenn es die gerechte
Kraftreife erlangt hat, dann wird er in Mir, dem Urgrunde aller Dinge und somit
auch aller noch so schönen Weiber, den genügendsten
und befriedigendsten Ersatz finden und wird dann mit diesem kraftvollsten
Gefühl ein Weib in aller gerechten Kraft lieben können, und es wird ihn das
Weib seines Nachbars nimmer anfechten. — Solches aber wisse, daß auf dieser Welt
im Menschen alles nur eine auszubildende Anlage ist für einen endlos erhabenen,
ewigen Zweck. Daher soll der Mensch von den in sich wahrgenommenen Kräften
nicht eher Gebrauch machen, als bis sie zur Vollreife gelangt sind. Wie aber
die Früchte der Erde nur im Lichte der Sonne reifen, also reifen auch die geistigen
Kräfte des Menschen in Meinem Lichte nur. Daher soll jeder Mensch seine Kräfte
auf Mich hinwenden, so wird er ein vollkommen reifer, mächtiger Mensch werden
in Meiner Ordnung.“
[H.
Bd. 3, Kap. 64, 15-18]
Der
hohe Abedam (Jehova) ermahnt in der Urzeit ein
neuvermähltes Paar: „Nehmet hin Meinen Segen zum ewigen Leben! Zeuget aus euch
wahre, lebendige Früchte der reinen Liebe! Ferne sei euerm Leibe die stumme
Befriedigung dessen, daran das Fleisch und somit auch die Sünde hängt, — so
werdet ihr stets wandeln wahrhaft und getreu vor Mir; wer aber wohltut seinem
Fleische, es nährt über das gerechte Maß und es dann durch alle Wollust sucht
zu ergötzen, der nährt seine eigene Sünde und räumt durch die Wollust des
Fleisches dem ewigen Tode alle Gewalt über sich ein. Daher bezähmt allzeit eure
Begierden, so es nicht Zeit ist, daß ihr Mir zeuget eine lebendige Frucht. Wenn
es aber Zeit ist, dann rufet zu Mir, damit Ich euch halte, wenn ihr der Sünde
ein Opfer bringet, und ihr darum nicht fallet, sondern bleibet in Meiner
Gnade!“
[H.
Bd. 2, Kap. 89, 3-4]
Der
Herr zu einem neuvermählten Paar der Urzeit: „Sorget euch nur um das, was des
Geistes ist; das Fleisch .aber übergebet Mir und tuet darin Meinen Willen, so
werdet ihr im Geiste allzeit in dem Grade wachsen und zunehmen, in welchem euer
Tod abnimmt, welcher da ist die Sünde oder das Fleisch. Siehe, so oft das
Fleisch eine ungebührliche Forderung an dein Herz legen wird, allzeit die
Sterne des Himmels an, und Ich werde aus den Sternen zu dir reden und dir
sagen, was du zu tun hast. — Wenn du aber abweichen möchtest von Meinem Wege,
dann wird sich auch der Himmel vor deinen Augen verhüllen, und du wirst so
lange die sprechenden Sterne nicht zu Gesichte bekommen, bis du voll Reue auf
diesen Meinen Weg zurückkehren wirst! So du aber verbleiben wirst freimütig
getreu Meinem Willen, da wirst du bald dessen große Macht in dir gewahren!“
[H.
Bd. 2, Kap. 89, 7, 10-12]
Der
Evangelist Johannes: „Ihr wißt, daß der Mensch einer zweifachen Liebe fähig
ist, nämlich der göttlichen, welche aller Selbstliebe entgegen, und der
Selbstliebe, welche aller göttlichen Liebe entgegen ist. — Wenn nun jemand den
Akt der Zeugung begeht, welche Liebe war da der Beweggrund: die Eigenliebe,
unter deren Botmäßigkeit auch jegliche Genußsucht steht, — oder die göttliche
Liebe, welche nur mitteilen will, was sie hat, ihrer selbst gänzlich
vergessend. — Die Selbstsucht ist nirgends schmählicher als bei dem
Zeugungsakt. Wie der Same, so auch wird die Frucht. Ist göttliche Liebe, also
die Keuschheit, der Same, so wird auch eine göttliche Frucht zum Vorschein kommen;
ist aber Eigenliebe und Genuß sucht, also die Unkeuschheit, der Same, welch
eine Frucht wird da hervorgehen?!“
[GS.
Bd. 2, Kap. 80, 14-18]
Jesus:
„Wenn das Leben des Menschen kein tändelnder Scherz, sondern ein heiliger Ernst
ist, so kann auch der Zeugungsakt durchaus keine Tändelei, sondern auch nur ein
heiliger Ernst sein. Die dabei sinnlich angenehmen Empfindungen sollen nicht
der Beweggrund zu diesem Akte sein, sondern allein, daß ein Mensch gezeugt
werde! Drängt dich der Hauptgrund, so gehe und handle, und du hast keine Sünde
begangen.“
[Ev.
Bd. 3, Kap. 215, 1-3]
Der
Herr: „Ist nicht der Mensch der Gipfelpunkt aller Schöpfung? Wenn er aber das
doch unleugbar ist, kann dann seine Zeugung ein gleichgültiger Akt sein? — Die
Zeugung der Tiere ist eine gerichtete und kann darum nur in der strengsten
Ordnung verrichtet werden. — Die Zeugung des Menschen aber ist eine freie;
durch sie soll schon der erste freie Same in den Embryo gelegt werden, aus dem
wieder ein freier Mensch hervorgehen soll! — Es handelt sich also um das Wunder
aller Wunder, um einen freien Menschen, der berufen ist, für ewig als ein Gott
mit Gott zu leben und zu verrichten Gottes Taten!“
[Hi.
2, S. 355, 12-14]
Der
Evangelist Markus: „In der ersten Kirche, welche die adamitische war, wurde der
Zeugungsakt von jenen Menschen, die damals mit den Himmeln in beständigem
Verkehr standen, viel mehr auf eine geistige als auf eine sinnliche Weise
begangen. Dabei wurden die beiden Ehegatten mehr als sonst vom göttlichen
Geiste durchdrungen, gerieten dadurch in einen leiblichen Schlaf, erweckten
sich bald aus diesem naturmäßigen Schlafe und wurden dann im Geiste eins und
auch völlig in den Himmel entrückt. Alda erst verrichteten sie den Akt der
Zeugung und wurden danach leiblich wieder in die naturmäßige Welt versetzt.“
[GS.
Bd. 1, Kap. 45, 10]
Der
Herr zu einem Vater der Höhe: „Wenn du ein Weib hast, kannst du mit ihm zeugen,
was du willst? — Siehe, nicht deinem Willen wird dieser Akt folgen, auch nicht
dem Willen deines Weibes, sondern da waltet allezeit Mein göttlicher,
allmächtiger Wille und es wird, was Ich will, und nicht, was du möchtest!
Willst du einen Sohn, da gebe Ich dir eine Tochter, und willst du diese, da
soll dir ein Sohn werden; denn Ich allein bin der Herr über alles Leben!“
[H.
Bd. 3, Kap. 26, 6-7]
Jesus:
Eine gewaltsame Zeugung mit einer Jungfrau oder mit dem Weibe eines anderen
Mannes ist ein schwerer Verstoß gegen die Nächstenliebe.
[Ev.
Bd. 3, Kap. 215, 7 und 8]
Jesus:
„Wer sein Weib stört während der Schwangerschaft, der verdirbt die Frucht schon
im Mutterleibe und pflanzt ihr den Geist der Unzucht ein. Denn welch ein Geist
die Gatten nötigt und reizt, sich über die natürliche Gebühr zu beschlafen,
derselbe Geist geht dann auch in die Frucht über.“
[Ev.
Bd. 4, Kap. 231, 4]
Jesus:
„Bei der Zeugung soll sehr gewissenhaft beachtet werden, daß erstens die Zeugung
nicht aus gemeiner Sinnenlust verübt werde, sondern aus wahrhafter Liebe und
seelischer Neigung, — und zweitens, daß das empfangen habende Weib noch gut
sieben Wochen nach der Ausgeburt ihrer Frucht ungestört belassen werde!“
[Ev.
Bd. 4, Kap. 231, 5]
Eitelkeit
und Putzsucht der Weiber wird vom Herrn als Fallstrick Satans verworfen — Lob
des demütigen, reinen Weibes.
[Ev.
Bd. 1, Kap. 167, 1-3, 5-7]
Jesus
empfiehlt eine Wiedergutmachung des getätigten außerehelichen Geschlechtsverkehrs
und seiner Folgen im Geiste wahrer Nächstenliebe.
[Ev.
Bd. 3, Kap. 66, 4]
Der
Herr: „Wahrlich, wer aus Liebe zu Mir nicht ehelicht, der tut ja besser. Wer
aber einmal einem Mädchen das Wort gegeben hat, der begeht eine grobe Sünde,
wenn er sein Wort bricht. Hat aber jemand gar wider Mein Gebot einem Mädchen
beigewohnt, um wieviel mehr muß er darum auch verpflichtet sein, seine Sünde an
dem Mädchen gutzumachen, ohne welche Tat (die Gutmachung) sie ihm nie von der
Schuldtafel gelöscht wird im Reiche des Lebens!“
[Hi.
11, S. 108, 15]
Der
Herr: „Den Buhlern und Buhlerinnen sage: „Wer im Fleische wandelt, der wandelt
im Tode, und seine Lust wird bald zur Speise der Würmer werden. Nur wer im
Geiste wandelt, kommt zum Lichte, der Urquelle alles Lebens; sein Anteil wird
ewig bestehen und sich vermehren.“
[H.
Bd. 1, Kap. 1, 10]
Jesus:
„Gott ist kein unbilliger Richter und weiß die Schwächen des menschlichen Fleisches
genauest abzuwägen und zu berücksichtigen.“
[Ev.
Bd. 3, Kap. 67, 4]
Jesu
milde Beurteilung des sinnlichen, aber seine Veranlagung zügelnden jungen Pharisäers
Simon.
[Ev.
Bd. 4, Kap. 177, 6]
Jesus:
Übermäßiger und ehebrecherischer Geschlechtsverkehr ohne Zeugungsabsicht tötet
das geistige Streben in einer Seele.
[Ev.
Bd. 3, Kap. 68, 1-5]
Jesus
verurteilt nachdrücklich jede Gewaltsamkeit seelischer oder leiblicher Art im
Verkehr der Geschlechter sowie allerlei andere geschlechtliche Abirrungen.
[Ev.
Bd. 3, Kap. 68, 7-10]
Jesus:
Ein übermäßiger Geschlechtsdrang kann wirksam durch Gebet und kühlende Bäder
gemildert werden.
[Ev.
Bd. 3, Kap. 66, 8]
Jesus
bezeichnet Arbeitsamkeit als das beste Mittel gegen sinnliche Versuchungen.
[Ev.
Bd. 3, Kap. 68, 6]
Jesus
empfiehlt Heilung schwerer Unzüchtler durch Fasten
und Gebet.
[Ev.
Bd. 3, Kap. 68, 11]
Jesus
empfiehlt als gute Mittel gegen übermäßigen Geschlechtsdrang: Einfachheit und
Genügsamkeit im Essen und Trinken, geistige Belehrung, auch Fasten, wobei Roggenbrot,
Wasser und Aloesaft dienlich sind.
[Ev.
Bd. 3, Kap. 69, 2-6; Kap. 71, 14 und Kap. 72, 2-3]
Jesus:
Übermäßig gesteigertes Geschlechtsverlangen kann von einem nüchternen, kräftigen
Ehegatten befriedigt werden, jedoch ist der begehrende Teil mit viel Geduld geistig
über die Gefahren des zu häufigen ehelichen Verkehrs zu belehren.
[Ev.
Bd. 3, Kap. 71, 10-11 und 14]
Jesus:
„In der Fleischeslust liegt mehr oder weniger ein Hauptübel für alle Menschen.
Aus dieser Lust entspringen nahezu alle leiblichen Krankheiten und alle Übel
der Seele. Jede Sünde legt der Mensch leichter ab als die Fleischessünde. Daher
sollet ihr eure Augen abwenden von den reizenden Gefahren des Fleisches auf so
lange, bis ihr Meister eures Fleisches geworden seid!“
[Ev.
Bd. 4, Kap. 80, 2-3]
Jesus
warnt vor zu frühzeitigem geschlechtlichem Verkehr, vor Unzucht und Hurerei,
sowie vor geschlechtlicher Ausbeutung gefallener Frauen; wer diese aufrichtet
und ihnen hilft, dessen Lohn im Himmel wird groß sein. — Jesus macht jedoch
Unterschiede zwischen großen und kleineren Fleischessünden.
[Ev.
Bd. 4, Kap. 80, 10-16]
Auf
eine Frage des Römers Agrikola erwidert Jesus: „Was
die Vielweiberei betrifft, so soll es bei Meinen Nachfolgern sein, wie es war
im Anfange der Menschheit auf dieser Erde, wo Gott nur einen ersten Mann
erschuf und ihm nur ein Weib gab. — Die Vielweiberei ist von großem Übel; denn
sie macht die Seele sinnlich, sodaß sie nichts Geistiges mehr fühlen und fassen
kann. Darum gelangen solche Wollüstlinge schwer ins Reich Gottes!“
[Ev.
Bd. 8, Kap. 41, 1 und 3]
Jesus:
„Ein Mann, der nur mit Beischläferinnen sein sinnliches Leben führt, ist oft
schlechter noch als mancher schwache Ehebrecher; denn er schadet nicht nur
seiner Seele, sondern auch den Seelen seiner Beischläferinnen. Solche Menschen
bereiten sich schon in dieser Welt ein böses und bitteres Los und ein noch
schlimmeres im Jenseits; denn sie haben durch ihren Wandel nahezu allen Seelenätherlebensstoff
vergeudet.“
[Ev.
Bd. 8, Kap. 41, 6]
Der
Herr warnt die Völker unserer Sonne vor ungeistiger, fleischlicher Zeugung und
vor der Blutschande, aus der nur Teufel hervorgehen, und zeigt ihnen die üblen
Folgen des Verharrens im unzüchtigen Wesen: Krankheit, Verlust der geistigen
Zeugungskraft und der leibliche schmerzhafte Tod; auch würden die
Sonnenbewohner die Fähigkeit einbüßen, lediglich durch ihren reinen Willen
Gärten und Äcker zu bepflanzen! Ebenso ginge ihnen auch die Freude, mit den Geistern
der Abgeschiedenen zu verkehren, verloren.
[BM.
Kap. 183, 25-31]
Auf
die Frage eines groben, hartnäckigen Unzüchtlers: ‚Wo
ist der Gott, der mich für die Erfüllung der in die Natur gelegten Gesetze
richten könnte?‘ — erwidert Robert Blum: „Wohl hat Gott alle Gesetze in die
Natur gelegt, aber dem freien Menschen gab Er Verstand und Vernunft, daß er die
Triebe seines Fleisches sehr mäßig im Stande einer ordentlichen Ehe erfüllen
solle! Für jeden Tritt über die moralische Grenze hinaus hat Er aber auch
schreckliche Hinkboten (Strafengel) gestellt, die solche Überschreitungen stets
aufs empfindlichste durch ein schmerzhaftes Gegengesetzmittel zu ahnden pflegen.“
[Rbl.
Bd. 1, Kap. 97, 18-19]
Der
Apostel Paulus im jenseitigen Mittelreich zu einer Schar fleischlich gesinnter
Seelen: „Wehe jedem Unzüchtigen, der seinen Sinn von der Gnade Gottes abwendet
und seine Augen nach dem Fleisch der Weiber richtet! Wahrlich, was eurer Gier
nun wie ein Himmel voll Lust und Wonne sich zeigt und euer Herz verlockt, wird
in aller Kürze für euch und euresgleichen zur Hölle werden!“
[Rbl.
Bd. 2, Kap. 203, 15]
Der
Apostel Paulus im jenseitigen Mittelreich zu einer Schar fleischlicher Sünder:
„Ihr sehet nicht ein, daß Gott der Herr selbst eure irdische Not und Armut
verordnete und geschehen ließ, damit ihr zu euch kommen und erkennen solltet,
daß euch Gott für etwas Besseres erschaffen und bestimmt hat als nur für die
Werke des Fleisches, die der Mann, solange er im Fleische lebt, wohl auch zu
verrichten hat, aber nach weisem Ziel und Maß, — jedoch nie anzusehen hat als
Bestimmung seines Seins. Denn der Herr gab diesen Sinn dem Fleische nicht zu
einem Bedürfnis, sondern als eine Eigenschaft zum nüchternsten und weisesten
Gebrauch. Wer daraus ein Bedürfnis macht, der ist ein elender Sünder, und die
Gnade Gottes weicht aus seinem Herzen, da er dem stummen Gesetz des Fleisches
gehorcht. Ihr sollt aber über dem Gesetz des Fleisches stehen durch die freie
Macht der Selbstverleugnung, durch die Liebe und den lebendigen Glauben an Gott
den Herrn, auf daß ihr alles Gesetzes und alles Gerichtes ledig werden möget!“
[Rbl.
Bd. 2, Kap. 203, 17-20]
Engelsrat
an junge Eheleute: „Die Keuschheit prange wie ein Immergrün auf eurer Stirne,
und nie entheilige Zwietracht, Zorn, Neid, Geiz und Unzucht die gesegnete
Zeugung eurer Kinder; Mäßigkeit in allem und die Liebe Gottes über alles sei
eure Regel! Wenn ihr das tun werdet, wird euer Leben des Leibes lang und euer
Abschied von der Erde im Lichte der unendlichen Gnade des ewigen, heiligen
Vaters sein!“
[H.
Bd. 1, Kap. 36, 44]
Der
Herr: „Die Ehe ist die erste Ordnung, in der die Menschheit gezeugt werden muß,
wenn sie je in eine höhere Ordnung eingangsfähig werden soll! Die Ehe ist eine
freie Einung zweier Herzen, zweier Seelen, zweier Geister, aus welcher einst
die große Einung in Mir und mit Mir selbst hervorgehen soll als ein Endzweck
alles Seins!“
[Hi.
2, S. 355, 16]
Abedam-Jehova verbindet nach eingehender Prüfung
ihrer Herzen das reine, Ihm in flammender Liebe ergebene junge Menschenpaar Lamech und Ghemela zu einer
wahren, himmlischen Ehe.
[H.
Bd. 2, Kap. 3 und 4]
Abedam-Jehovas Aufforderung an den jungen Lamech der Höhe bei der Vermählung mit Ghemela:
„Lamech, beuge dich zur Ghemela,
reiche ihr deine rechte Hand und erhebe sie dir zum Weibe und stelle sie an
deiner Liebe Seite vor Mir her, damit Ich euch segne für alle Zeiten!“ Und
Jehova segnete sie und befahl ihnen, die Reinheit der Herzen beständig zu
bewahren und zu behalten die Keuschheit ihr Leben lang. Und sie gelobten es und
wurden das reinste Ehepaar der Urzeit.
[H.
Bd. 2, Kap. 4, 32 und 35]
Das
Jesuskind zu dem römischen Statthalter Cyrenius und
dessen Braut Tullia: „Ich bin nicht ein Herr dessen, was der Welt ist; daher
seid ihr von Mir aus in allem Weltlichen frei! — Habt ihr aber wahre Liebe in
euren Herzen zueinander gefaßt, da sollet ihr diese nicht brechen! Denn es gilt
bei Mir kein anderes Gesetz für die Ehe, als welches mit glühender Schrift
geschrieben steht in euren Herzen! Habt ihr euch aber schon beim ersten Anblick
laut dieses lebendigen Gesetzes erkannt und verbunden, da sollet ihr euch nicht
mehr trennen, so ihr nicht sündigen wollet vor Mir. — Ich halte aber kein
weltliches Eheband für gültig, sondern allein das des Herzens. Wer dieses
bricht, der ist ein wahrer Ehebrecher vor Mir!“
[Jug. Kap. 102, 11-16]
Eherat des himmlischen Vaters an ein junges Mädchen:
„Gabiela, du mußt Meiner nicht vergessen! Und du
sollst nicht Auge und Herz schlank gewachsenen jungen Männern durchs Fenster
insgeheim ehesüchtig nachsenden, und zwar heute diesem, morgen jenem und
übermorgen einem dritten usw., sondern stets Meiner gedenken, Auge und Herz Mir
nachsenden und lieben Einen nur! Und dieser Eine bin ich, dein heiliger, liebevollster
Vater! In dieser allein gerechten Liebe wirst du leben zeitlich glücklich und
ewig dann im Schoße deines Vaters. — Die Menschenliebe, siehe, liebe Gabiela, ist kein nütze, wenn sie nicht aus Meiner Liebe
stammt. Wenn du aber aus Liebe zu Mir zu jemandem dich hinneigen möchtest, da
siehe, ob er im Besitze Meiner Liebe ist! Ist er das, so ist er dir gleich und
deinem Herzen der Nächste! Ist er es aber nicht, so betrachte ihn als einen
irrenden Bruder, der noch zwischen Himmel und Hölle wandelt und seine Augen
mehr auf Abgründe ewiger Nacht als zu Mir, dem ihm noch völlig unbekannten
‚Vater‘, richtet. Wenn der finstere Abgrund sein Augenlicht verzehren und er
beim nächsten Tritt in den Abgrund fallen wird, so wird sein Fall dich zum
Mitfalle zwingen. Und es möchte dann schwer halten, dich loszulösen von den
Ketten, welche eine arge Weltliebe um dein zartes Herz geschmiedet hätte
tausendfältig. — Mit dem Herzen siehe also nur dem Manne nach, den Ich dir,
erfüllt mit Meiner Liebe, vorstellen werde, dann wirst du vollkommen glücklich
sein!“
[Hi.
1, S. 369, 3-9]
Das
Jesuskind verbindet den römischen Statthalter Cyrenius
mit der Römerin Tullia zur wahren Ehe mit den Worten: „Du, mein Cyrenius, hast zu dieser Tochter dein Herz gar mächtig
gefaßt, daher sollst du es nicht mehr abwenden von ihr! — Und du, Tochter,
warst beim ersten Anblick brennend schon in deinem Herzen zu Cyrenius. Darum bist du schon sein Weib vor Mir! Denn bei
Mir gilt allein der Rat eurer Herzen! Bleibet sonach diesem für ewig treu! —
Du, mein Cyrenius, nimm hin das Weib, das Ich dir
gebe, und du, Tullia, nimm den Mann, den Ich dir zugeführt habe; nun sollet ihr
euch nimmer verlassen! — Wenn euch aber des Leibes Tod trennt, dann soll der
überlebende Teil frei sein dem Äußeren nach, aber die Liebe soll währen
ewiglich!“
[Jug. Kap. 102, 17-20, Kap. 103, 16-18]
Das
Jesuskind zu dem römischen Statthalter Cyrenius, der
sein Nebenweib Gott nicht opfern will: „Zwei Weiber kannst du zufolge Meiner
Ordnung nicht haben; denn im Anfange ward nur ein Mann und ein Weib
erschaffen!“
[Jug. Kap. 104, 25]
Jesus
zu dem bekehrten Paar Joram und Irhael in Sichar: „Ihr müßt miteinander in eine vollkommene und
unauflösliche Ehe treten. Sonst wäre euer Beisammensein ein Ärgernis den
Blinden, die nur aufs Äußere sehen und vom Innern keine Ahnung haben. Ich habe
euch nun verbunden, und dieses Bündnis ist allein gültig im Himmel wie auf
Erden. Den Priestern und euren Mitbürgern zeiget das an, auf daß sie es wissen,
daß ihr nun völlig rechte Eheleute seid vor Gott und aller Welt.“
[Ev.
Bd. 1, Kap. 36, 13.]
Jesus
vermählt den römischen Oberrichter Faustus mit Lydia, der Tochter des Kisjonah, mit den Worten: „Ich habe euch gesegnet, und
somit seid ihr schon ein Leib; aber das merket euch: Was Gott verbunden hat,
das soll kein Mensch mehr trennen, und es bleibt sonach eine wahre Ehe für ewig
unauflöslich. — Eine falsche Weltehe aber ist ohnehin
kein Bund vor Gott und somit auflöslich wie die
Weltmenschen und alle ihre Bündnisse. — Ihr aber seid nun völlig Mann und Weib
und vor Gott ein Fleisch!“
[Ev.
Bd. 1, Kap. 236, 18-20]
Der
hohe Abedam-Jehova bestätigt in der Urzeit die Einehe
als allein der göttlichen Ordnung entsprechend, erklärt aber das der Zeugung
dienende Zusammenleben mit mehreren Frauen für besser als ein ausschweifendes,
ungeregeltes Geschlechtsleben ohne Zeugungsabsicht.
[H.
Bd. 2, Kap. 106, 10-22]
Jesus:
„Ein junger Mann sollte nicht unter 24 Jahren und eine Maid nicht unter 20
Jahren ein Ehebündnis schließen!“
[Ev.
Bd. 3, Kap. 72, 15]
Jesus
vermählt den Arzt Borus und Sarah, die Tochter des Synagogenobersten
Jairus, mit den Worten: „Siehe, wie unbeschreiblich lieb sie ist! Nimm sie,
liebe und pflege sie wie eine zarteste Pflanze; denn Ich gebe sie dir aus den
Himmeln als einen wohlverdienten Lohn. — Gehet hin zu den Eltern, auf daß sie
euch segnen, und kommet dann zu Mir, daß auch Ich euch nochmals segne!“
[Ev.
Bd. 2, Kap. 44, 30]
Segen
der auf glühender Liebe zum Herrn begründeten himmlischen Ehe des Arztes Borus und Sarah, der Tochter des Synagogenobersten Jairus.
[Ev.
Bd. 2, Kap. 44, 33-34, Kap. 46, 8]
Sarah
dankt dem Herrn Jesus für ihre Vermählung mit Borus:
„Herr, weil Du es also willst, tue ich es gerne; wäre aber Dein Wille ein
anderer, so hätte ich gegen mein Herz gekämpft — doch nun danke auch ich Dir
für den besten Mann im Lande!“
[Ev.
Bd. 2, Kap. 44, 31]
Jesus
zu dem mit zwei Frauen verehelichten frommen und biederen Wirte Ebahl: „In Zukunft soll ein Mann nur eine Jungfrau oder
Witwe zum Weibe nehmen; denn Gott gab dem Adam auch nur ein Weib. Daß die
Menschen von diesem ersten Gesetz abgingen, war nicht Gottes, sondern der
sinnlichen Menschen Wille; viele der Weiber eines Fürsten oder eines Reichen
waren nur Lustdirnen.“
[Ev.
Bd. 2, Kap. 103, 19-20]
Jesus
schließt die Ehe zwischen dem jungen Seher Mathael
und der Königstochter Helena, indem Er beide ihre Liebe und ihren Ehewillen
bekunden läßt und ihren Bund segnet.
[Ev.
Bd. 3, Kap. 119, 4-11 und 12 Ende]
Jesus
in der geistigen Welt zu einem Liebespaar: „Lasset euch von der äußeren Gestalt
nicht mehr als von dem Geiste der Liebe leiten! Der äußere Sinn gewöhnt sich
bald an eine noch so schöne Form, wodurch sie ihm dann gleichgültig wird. Die
Liebe aber, da sie stets neue Weisheit und neue Wunder schafft, wird
anziehender von Weile zu Weile. Haltet euch daher stets an den Geist der Liebe,
der wird euch das wahre, ewige Himmelsbrot sein und euch kräftigen und stärken
immer mehr; denn solcher Geist in euren Herzen ist Mein Geist!“
[Rbl.
Bd. 2, Kap. 255, 2]
Der
Herr im himmlischen Jerusalem zu einem sehr demütigen und bescheidenen ehemaligen
Laienbruder: „Siehe, du hast noch kein Weib, es ist aber eines schon auf dem Erdkörper
für dich bestimmt. Wenn dieses hier ankommen wird, da sollst du mit ihm in die
Ehe treten. Unterdessen aber sei ein treuer Bruder aller deiner Brüder!“
[GS.
Bd. 2, Kap. 8, 30]
Der
Herr an eine um weltliche Liebe Trauernde: „Wie magst du trauern in deinem Herzen,
daß Ich dich sorglich bewahrte und befreite von denen, die nur sich selbst
lieben?! — Ich sage dir: Freue dich vielmehr dessen und glaube Mir, daß du durch
die Heiterkeit in Mir genesen wirst und es Mir dann auch gar nicht schwer sein
wird, dein Mir ergebenes Herz mit einem Manne zu belohnen schon hier, der dir
ewig ein Engel des Himmels bleiben wird!“
[Hi.
11, S. 7, 13]
Der
Herr zu einer Ehelustigen: „Da gegenwärtig bei Eheschließungen nicht der
Mensch, sondern nur seine Wohlhabenheit als ein Wert angesehen wird, und also
nur das Geld den Mädchen Männer und den Junggesellen Weiber verschafft, so bin
Ich rein überflüssig in diesen Angelegenheiten und habe das alles der Welt
überlassen und sorge Mich darum gar nicht mehr, außer es müßte sich jemand
vollernstlich an Mich wenden und die Welt ganz aus dem Spiele lassen. Dann
freilich würde Ich eine solche Ehe segnen und fürs Fortkommen sorgen.“
[Hi.
2, S. 400, 2]
Der
Herr: „Wenn zwei Ehewillige einander fragen: ‚Wieviel hast du? Und welche Ehrenstelle
bekleidest du? Wovon lebst du? Und von welchem Stande sind deine Eltern?‘, — da
ist es auch schon aus bei Mir! Denn das sind ja lauter Mir widrigste, weltliche
Dinge! Und es wird von Mir doch niemand verlangen wollen, daß Ich noch jemandem
zu dem verhelfen solle, was ihn von Mir ganz abzieht und der Hölle zuwendet!“
[Hi.
2, S. 400, 3]
Der
Herr: „Wer eine Arme aus Liebe ehelicht, der hat Mich zum Schwiegervater und genießt
Meinen Segen! — Und es ist besser, wenn Arme ehelichen als Reiche. Denn die
Armen denken in ihrer Not doch an Mich, ihren Vater, und suchen Hilfe bei Mir!“
[Hi.
1, S. 191, 21]
Göttlicher
Rat an einen Schürzenjäger: „Willst du glücklich leben, so eheliche ein Mädchen
in rechter Ordnung, und Ich will dich segnen mit Meinem Frieden. — Und du
bringst dadurch in dir selbst ein kleines Opfer für die vielen Opfer der
weiblichen Treue, die du erschlichen und verspielt hast! Und habe keine Furcht,
betrogen zu werden; sondern sorge vielmehr, daß du niemand betrügest mit dir
selbst! Und habe nicht so sehr deinen Vorteil vor Augen als vielmehr den
Vorteil derjenigen, die du dir antrauen lassen möchtest! Dann wirst du gut
fahren, zeitlich und ewig!“
[Hi.
1, 5. 193, 30]
Jesus
zu Seinen Jüngern: „Wenn ihr in einer Gemeinde die Ehen prüfet und segnet in
Meinem Namen, so wird dies den Ehewilligen zum Nutzen und zur Bekräftigung
ihres Bundes dienen. Es geschehe das von euerm guten Willen ausgehend als ein
Liebesdienst. Ich gebe euch dieses aber nur als einen guten Rat und nicht etwa
als ein Gesetz. — Eine bezahlte Einsegnung der Ehe durch einen gebieterischen
und hochmütigen Priester in oder außer dem Tempel hat vor Mir nicht den
geringsten Wert, sondern nur Mein volles Mißfallen.“
[Ev.
Bd. 8, Kap. 40, 23, 24 und 25]
Jesus:
„Eine gute, mit Vernunft, Weisheit und Selbstverleugnung gepaarte Ehe
verhindert die geistige Wiedergeburt nicht, aber die Wollust macht sie unmöglich.“
[Ev.
Bd. 8, Kap. 41, 8]
Jesu
weiser Eherat: „In allen mißlichen Ehefällen müssen
die Eheleute Geduld miteinander haben bis in den Tod; denn hatte den jungen
Eheleuten der Ehe Honig gemundet, so müssen sie dann auch mit der Galle der Ehe
sich zufriedengeben. Der Ehe Honig ist ohnehin ihr schlechtester Teil, erst mit
dem bitteren Teil der Ehe nimmt des Lebens goldener Ernst seinen Anfang. Dieser
aber muß sich überall einstellen; denn käme er nicht, so ginge es mit der Saat
für den Himmel schlecht. Im bittersten Lebensernste beginnt erst der geistige
Same sich zu entfalten, der im beständigen Honigleben also erstickt wäre wie
eine Fliege, die sich mit aller Gier in den Honigtopf stürzt und darin ihr
Leben einbüßt.“
[Ev.
Bd. 3, Kap. 70, 8-10]
Jesus:
„Ein sanftmütiges Weib ist ein Symbol des Himmels, dagegen ein ungerechtes,
eigensinniges und herrschsüchtiges Weib ein Ebenmaß der Hölle. — Ein rechtes
Weib sollte nie gegen einen Mann völlig ärgerlich werden; denn im Weibe muß der
Mann die Ruhe seines Sturmgemüts finden, um selbst sanft und geduldig zu werden!“
[Ev.
Bd. 5, Kap. 10, 6 ff]
Die
Stammutter Eva zu klagesüchtigen Weibern: „Klaget nicht, da ihr sanftmütig und
duldsam sein sollet! Denn die Klage des Weibes ist ein scharfes Messer und
zerschneidet die Treue des männlichen Herzens; aber die Sanftmut ist ein
starkes Band, welches die Herzen der Männer an uns fesselt, und die Männer
werden es nicht zerreißen!“
[H.
Bd. 2, Kap. 280, 25]
Der
Herr: „Die Gattenliebe ist wie ein abgekühltes Feuer, das nimmerdar
kochen macht das Blut im Herzen, sondern nur sanft und leise erwärmt und
belebt.“
[H.
Bd. 1, Kap. 158, 36]
Jesus:
„Wer ein Weib mit dem trockenen Weltverstande sucht, wird nur eine Törin finden,
die nicht den Menschen, sondern sein Gold ehelicht. Doch ein Weib voll Liebe zu
ihm nicht! Wer aber ein Weib voll Liebe finden will, der muß es auch mit Liebe
suchen!“
[Ev.
Bd. 10, Kap. 98, 3]
Jesus:
Wer ein ordentliches Weib in der Ordnung Gottes genommen hat, ist an sie gebunden
bis zum Tode; der Scheidebrief Mosis gilt in solchem Falle vor Gott nicht. Wer
nach erfolgter Scheidung heiratet, ist ein Ehebrecher.
[Ev.
Bd. 3, Kap. 66, 11]
Jesus:
Die mit einem Zwitter geschlossene Ehe ist scheidbar; auch verheimlichte schwere
Gebrechen körperlicher oder seelischer Art gestatten die Auflösung der Ehe.
[Ev.
Bd. 3, Kap. 70, 2-5]
Jesus:
Unmäßiges und unlöschbares geschlechtliches Verlangen eines Ehegatten berechtigt
unter Umständen zur Ehescheidung.
[Ev.
Bd. 3, Kap. 71, 2-9]
Jesus:
Ein gesegnetes (schwangeres) Weib bedarf der Schonung; bei übermäßigem Geschlechtsverlangen
des Ehemannes ist daher einem sittsamen Weibe die Ehescheidung zu gewähren.
Ev.
Bd. 3, Kap. 71, 12
Auf
die Fangfrage der Sadduzäer: ‚Wenn eine Frau im Erdenleben nach dem Gesetz
Mosis sieben Brüdern, die nacheinander starben, als Eheweib angehört hat,
wessen Weib wird sie im anderen Leben sein?‘ antwortet Jesus: „In der von euch
unverstandenen Auferstehung werden die Menschen völlig gleich sein den Engeln
Gottes und weder selbst freien noch sich freien lassen. Denn die Ehe im Himmel
ist eine andere als die eure auf dieser Erde. Gleichwie auf Erden ein gerechter
Mann und ein gerechtes Weib miteinander verbunden sind, also sind im Himmel
Liebe und Weisheit miteinander verbunden.“
[Ev.
Bd. 7, Kap. 197, 1-3]
Jesus:
Des Nächsten Weib begehrend anzusehen, ist schon ein geistiger Ehebruch; mit
einem solchen Weibe eine Frucht zu zeugen, ist eine grobe Sünde, eine größere
Sünde jedoch, mit des Nächsten Ehefrau in unfruchtbarer Wollust zu verkehren.
[Ev.
Bd. 3, Kap. 66, 12-13]
Jesus
empfiehlt Beratung und Prüfung Ehelustiger durch staatliche Ehegerichte.
[Ev.
Bd. 3, Kap. 72, 8-11]
Jesus
empfiehlt Ehegerichte und erläutert deren Aufgaben und Wirksamkeit.
[Ev.
Bd. 3, Kap. 72, 12-14, 16-17]
Jesus:
Die Ehegerichte sollen auch die Erziehung der Kinder in der Ordnung Gottes überwachen.
[Ev.
Bd. 3, Kap. 72, 19]
Ein
Pharisäer fragt Jesus: „Ist es recht, daß ein Mann sich scheiden lasse von
seinem Weibe aus einer begründeten Ursache?“ — Darauf Jesus: „Der, welcher im
Anfange die Menschen machte, erschuf nur ein Männlein und ein Weiblein. Als das
erste Menschenpaar dastand vor seinem Schöpfer, sah dieser, daß dem Manne das
schöne Weib sehr wohlgefiel, und sprach: ‚Sieh, darum wird in Zukunft ein
Mensch Vater und Mutter verlassen und seinem Weibe anhangen, und es werden die
Zwei also ein Fleisch sein!‘ Was aber Gott zusammengefügt hat, das soll der
Mensch nicht trennen! — Moses hat wohl einen Scheidebrief gegeben, laut dessen
ihr euch scheiden könnet von euren Weibern; aber er tat solches nur um der
Härte eurer Herzen willen!“
[Ev.
Bd. 5, Kap. 255, 5-7 und 9]
Jesus
auf die Frage eines Pharisäers: „Wer sich von seinem Weibe, und sei es auch um
der argen Hurerei willen, scheidet und freit eine andere, der bricht die Ehe.
Und wer die Geschiedene freit, der bricht auch die Ehe. Was aber der Ehebruch
für eine Sünde ist, das wisset ihr ohnehin.“
[Ev.
Bd. 5, Kap. 255, 10]
Jesus:
Die Scheidung von einem sehr sinnlichen, ehebrecherischen Weibe ist gestattet,
doch soll die Rückkehr einer reuigen Frau zu ihrem Manne nicht verhindert
werden.
[Ev.
Bd. 5, Kap. 256, 9]
Die
Versuchung des einstigen Bischofs Martin durch schöne Frauen im Jenseits, seine
Aufklärung durch den Engel Petrus, der ihn auf die Gefahren des vom Herrn
verworfenen Priester-Zölibats, eines menschlichen, törichten Kirchengesetzes,
aufmerksam macht.
[BM.
Kap. 6]
Der
Herr zu drei gereiften, seligen Geistern: „Zu eurer höchsten Vollendung will es
Meine Ordnung, daß ihr in der Ehe der Himmel leben und wirken sollt, daher muß
jeder von euch, um vollkommen zu sein, ein Weib haben, auf daß er feste für
ewig seine Weisheit und aufnehme das Licht, das der Liebe in seinem Herzen
entströmt! Denn ein Weib ist ein geistiges Gefäß für das Licht aus euren
Herzen, eine Magd in der Lebensküche des Herzens, sie unterhält das heilige
Lebensfeuer auf dem Herde, den Ich in euch erbaut habe. — Und so müsset auch
ihr ein Weib nehmen und mit ihm völlig eins sein für ewig. Denn so wird aus dem
getrennten Adam wieder ein vollkommener Mensch, aber in gesonderter, persönlich
seligster Wesenheit.“
[BM.
Kap. 202, 3-4 und 11]
Der
Evangelist Markus: „Ihr fraget, ob bei den Geistern hier (in der Geisterwelt)
ein geschlechtlicher Unterschied obwalte? Ich sage euch: Solches ist hier
ebensogut der Fall wie auf den Erdkörpern, und die Geister essen und trinken
auch hier. Ferner genießen diese himmlischen Eheleute auch wie auf der Welt die
‚ehelichen Freuden‘; aber solches alles gestaltet sich hier ganz anders. So
besagt das Essen und Trinken die Aufnahme des Göttlichguten und Göttlichwahren;
und derjenige Akt, den ihr als den Begattungsakt kennt, besagt die Vereinigung
des Liebeguten und Glaubenswahren zu einem liebtätigen Ersprießen!“
[GS.
Bd. 1, Kap. 45, 3-4]
Jesus
zu Robert Blum, den Er mit Helena zur himmlischen Ehe verbunden hat: „Du wirst
erst durch sie ein vollkommener Mensch und Engel, und sie durch dich noch
schöner und vollkommener! Ich gebe sie dir zu einem wahren himmlischen Weibe,
mit dem du stets weiser und seliger werden wirst!“
[Rbl.
Bd. 1, Kap. 124, 10]
Himmlisches
Gelöbnis der einstigen großen Sünderin Helena bei ihrer jenseitigen Vermählung
mit Robert Blum: „Des Herrn Name sei gepriesen ewig, und Sein heiliger Wille geschehe!
Ebenso aber wird mir ewig heilig sein dein Wille, da ich nun klar erschaue, daß
du keinen anderen Willen mehr in deinem Herzen birgst als allein den heiligen
des himmlischen, liebevollsten Vaters aller Engel und Menschen! — Sollte dein
Herz je nach großen Taten in der Liebe auf Augenblicke matt werden, da soll es
an dem meinen eine reiche Sättigung und Stärkung finden! Und sollte ich selbst
je im heiligen Wollen eine Schwäche zeigen, dann wird dein Herz mich kräftigen
und stärken in allem, was dem heiligsten Vater wohlgefällig ist! — Und so will
ich denn im Namen des heiligsten, himmlischen Vaters sein und bleiben für ewig
dein himmlisches Weib, das mit und in dir leben und handeln wird als ein Wesen
mit dir ewig!“
[Rbl.
Bd. 1, Kap. 124, 12]
Inschrift
auf der neunten Stufe einer für Robert Blums jenseitige Seelenentwicklung und
-läuterung sinnbildlichen Pyramide: „Die pure Weiberliebe ist Eigenliebe! Denn
wer von der Weiberliebe sich so weit verziehen läßt, daß ihm daneben die
Nächstenliebe und aus dieser die Gottesliebe zur Last wird, der liebt sich
selbst im Wesen des Weibes! Lasse dich daher von der reizenden Gestalt eines
Weibes nicht gefangennehmen über das gerechte Maß, ansonst du untergehst in der
Schwäche des Weibes, während doch das Weib in deiner Kraft erstehen soll zu
einem Wesen mit und in dir! — Wie du einen oder den anderen Teil deines Wesens
liebst, also liebe auch das Weib, auf daß es eins werde mit dir! — Aber Gott
liebe du über alles, auf daß du in solcher mächtigsten Liebe neu geboren
werdest zu einem wahren, freiesten Bürger der reinsten Himmel Gottes für ewig
und dein Weib wie ein Wesen mit dir!“
[Rbl.
Bd. 2, Kap. 157, 12]
Helena
zu ihrem himmlischen Gemahl Robert—Uraniel: „Deine Weisheit vermähle sich
wahrhaft mit meiner in Gott reif gewordenen Liebe. Werden wir dann eins vor
Gott, so werden wir ein wahres Ehepaar der Himmel sein und als ein solches ewig
leben und wirken in der Ordnung Gottes!“
[Rbl.
Bd. 2, Kap. 188, 8]
Der
Herr zu einer erlösten Seele im Himmel: „Das himmlische Weib, das Ich dir hier
geben werde, liebe also wie dich selbst! Sei eins mit ihr, auf daß du mit ihr
darstellest einen vollkommenen Menschen, welcher ist in dem vollkommenen
Wahren, Himmlischen und Liebtätigkeitsguten. In diesem Weibe wirst du fühlen
die Macht deiner Liebe zu Mir und das Weib die Macht Meiner Weisheit in dir,
und so werdet ihr sein wie eins in Meiner ewigen Liebe und Weisheit. Der
höchste Grad eurer Wonne wird dann sein, wann immer ihr in der Liebe zu Mir
völlig eins werdet.“
[GS.
Bd. 1, Kap. 100, 9]
Der
Evangelist Johannes: „Siehe das Weib nicht mit begierlichen
Augen an, so wird dadurch deinem Geiste ein freies Gedeihen werden. Und wirst
du in der Kraft deines Geistes dich befinden, dann wird es dir ein Leichtes
sein, die Kraft des Geistes in deinem Weibe dir wahrhaft zu vermählen, welches
wird sein eine wahre Ehe vor Gott.“
[GS.
Bd. 2, Kap. 48, 18]
Paulus:
„Höret, ihr Weiber zu Laodizea: Also will es der
Herr, unser Gott von Ewigkeit, daß ihr vollkommen untertan sein sollt euren
Männern in Christo dem Herrn; denn im Manne habt ihr das Haupt Christi. — Ihr
Männer aber liebet eure Weiber gerechten Maßes und seid nicht hart gegen sie;
aber treibet es mit der Liebe zu euren Weibern nicht zu arg, daß ihr darob des
Herrn vergessen könntet —; denn die Liebe zum Herrn muß ledig sein, also — als
hättet ihr kein Weib!“
[Lao.
Kap. 3, 28-29]
Der
Herr gibt eine lichtvolle Erläuterung des Textes: ‚Jeglichen Mannes Haupt ist
Christus; das Haupt des Weibes ist der Mann; das Haupt Christi ist Gott.‘
(1.
Kor. 11, 3)
[Hi.
2, S. 393, 1 ff]
Abedam-Jehova tröstet die Ihn über alles liebende
Jungfrau Ghemela über seine baldige Unsichtbarkeit
mit der Versicherung Seiner unwandelbaren göttlichen, unermeßlichen Vaterliebe
und treuesten, innigsten Fürsorge; Er verheißt Ghemela
Seine spätere oftmalige Sichtbarkeit.
[H.
Bd. 1, Kap. 185, 41-47]
Abedam-Jehova zu dem Urvater Adam, der sich darüber
wundert, daß der Herr sich sogar gegen das weibliche Geschlecht so herablassend
gnädigst und barmherzigst
bezeigt: „Adam, ist denn die Eva nicht auch aus Meiner Hand hervorgegangen?
Warum soll denn das Weib in Meiner Liebe zurückstehen? Ich sage dir aber, daß,
wenn Ich dereinst einen neuen Himmel bauen werde, Ich diesen in einem Weibe
werde zu bauen anfangen!“
[H.
Bd. 1, Kap. 181, 32-34]
Jesus
zu dem liebevollen Arzt und Jünger Borus bei dessen
Vermählung mit Sarah, der Tochter des Jairus: „Siehe, so viele Weiber auf der
Erde leben und noch leben werden, sie alle sind, so sie einen reinen
Lebenswandel führen, Meine Bräute; aber solch eine innigste Verbindung mit Mir
hindert sie niemals, eines ordentlichen Mannes Weib zu werden. Sarah kann darum
ganz gut dein Weib werden und doch im Geiste jetzt und ewig Meine Braut und
Mein wahres Weib sein!“
[Ev.
Bd. 2, Kap. 44, 4]
Auf
Elisabeths Frage nach den Zuständen im Tempel zu Jerusalem erwidert Maria: „Wir
Weiber tun unklug, wenn wir uns über Dinge beraten, darüber der Herr die Söhne
Aarons gesetzt hat. Wenn wir nur Gott lieben über alles und Seine heiligen
Gebote halten, da leben wir ganz unserem Stande gemäß; was darüber ist, gebührt
den Männern, die der Herr beruft und erwählt. Wenn es aber dem Herrn recht sein
wird, dann wird Er schon den Tempel züchtigen und umgestalten zur rechten
Zeit!“
[Jug. Kap. 6, 21. 23. 24]
Jesus:
„Es hat das Weib dasselbe Recht wie der Mann auf Meine volle Liebe und Gnade.
Auch ihr steht die geistliche Schule offen.“
[Ev.
Bd. 2, Kap. 16, 14]
Jesus
zu der bescheidenen, redescheuen Helena, die im Erdenleben eine Liebessünderin
war: „Als Ich am dritten Tage aus dem Grabe erstand, wen wohl sandte Ich zuerst
zu den Brüdern, ihnen Meine Auferstehung zu verkünden? Siehe, ein Weib,
ungefähr von deiner irdisch-moralischen Beschaffenheit! — Im Himmelreich hören
alle irdischen Unterschiede, auch die irdischen Geschlechtsrechte, auf. Alle
sind den Engeln Gottes gleich und genießen das eine Recht, nämlich Gottes
Kinder zu sein!“
[Rbl.
Bd. 1, Kap. 84, 7-8]
Jesus:
„Lehret früh die Kindlein den Vater im Himmel lieben, zeiget ihnen, wie gut und
liebevoll Er ist, wie Er alles, was da ist, zum Besten der Menschen höchst gut
und weise erschaffen hat, und wie gar so sehr Er besonders den kleinen, Ihn
über alles liebenden Kindlein zugetan ist! Machet die Kindlein bei jeder
Gelegenheit darauf aufmerksam, daß alles der Vater im Himmel anordnet und
geschehen läßt, so werdet ihr die Herzen der Kleinen zu Mir kehren, und Meine
Liebe wird in ihnen zu wuchern anfangen! Wenn ihr so die Kleinen leitet, dann
wird eure leichte Mühe euch bald die güldensten Früchte tragen.“
[Ev.
Bd. 4, Kap. 220, 12]
Jesus:
„Was die Weiber als Mütter und erste Erzieherinnen die Kinder lehren, das ist
bleibender und mehr wert als der Unterricht aller hohen Schulen der Welt. Wenn
ein Weib weise ist, so werden auch seine Kinder weise; ist ein Weib aber dumm
und ungebildet, so werden auch die Kinder schwerlich zu Propheten. Da gilt das
Sprichwort, daß ein Apfel nie weit vom Baume fällt. Es ist schon ganz recht,
daß ein Weib eine gute, emsige Hauswirtschafterin ist und auch seine Kinder in
der Hauswirtschaft bildet und übt; aber noch besser ist es, wenn es als selbst
vom Geiste der Wahrheit aus Gott erfüllt auch seiner Kinder Herzen mit Ihm
erfüllt. Solchen Kindern wird dann leicht und wirksam Mein Evangelium zu
predigen sein!“
[Ev.
Bd. 8, Kap. 213, 10-12]
Der
Herr: „Zum Erziehen der Kinder gehört nicht nur ein gutes, williges Herz,
sondern auch ein wohl unterrichtetes, von Mir gezogenes Gemüt. Denn wer sich
noch nie von Mir hat ziehen lassen und nicht weiß, wer und wo Ich bin und wie
Ich wirke, — wohin soll denn ein solcher Erzieher die Kindlein ziehen?“
[Hi.
Bd. 1, S. 50, 2]
Jesus:
„Kinder, in Meiner göttlichen Ordnung gezeugt und im Mutterleibe ungestört ausgereift,
werden erstens schon seelenvollkommener in diese Welt kommen, weil die Seele in
einem völlig ausgebildeten Organismus besser für ihren geistigen Herd sorgen
kann als bei einem ganz verdorbenen, an dem sie gleichfort zu bessern und zu
flicken hat. Und zweitens ist die Seele selbst reiner und heller, weil sie
nicht von den Unzuchtsgeistern, die durch die Nachzeugungen in des Embryo
Fleisch und in die Seele hineingelangen, gestört wird. — Wie leicht kann solch
eine Seele ihr Gemüt schon in der Kindheit gleich einem Samuel zu Gott erheben
aus wahrer, kindlicher Liebe.“
[Ev.
Bd. 4, Kap. 231, 6-7]
Jesus:
„Wird bei dem Menschen das Gemüt zuerst und vor allem gebildet und kommt dann
erst eine leicht zu bewirkende Ausbildung des Verstandes hinzu, so wird der
also geweckte Verstand zum lebendigen Lichtlebensäther, der die Seele umfließt
wie der Lichtäther die Sonne.“
[Ev.
Bd. 4, Kap. 217, 7]
Jesus ermahnt
eine von Ihm aus der Hand von Sklavenhändlern befreite Schar junger Menschen,
den Glauben, daß Er der Herr des Himmels und der Erde sei, im Herzen treuest zu bewahren. Sie sollen in der Weltstadt Rom sich
ja nicht von Pracht, Hoffart, sündigen Verlockungen und den heidnischen Götzen
berücken lassen, sondern Seine Lehre getreuest
befolgen und sich allezeit keusch und gesittet verhalten, so werde Er (Jesus)
an ihnen ein besonderes Wohlgefallen haben und ihnen allerlei Gnaden erteilen.
Dann fährt der Herr fort: „Habt auch das stets vor Augen, daß Ich allsehend und
allwissend bin und sogar von jedem seine noch so geheimen Gedanken weiß. Das
soll euch allezeit abhalten, etwas wider die Gesetze der wahren Lebensordnung
zu tun. Denn so wie Ich gern jedem Menschen, der reinen Herzens ist, alle
möglichen Gnaden aus den Himmeln erteile, ebenso aber hat jeder Übertreter
Meiner weisen Gesetze Meine Zuchtrute zu befürchten.“
[Ev.
Bd. 7, Kap. 169, 2-4]
Jesus
zu jungen, aus der Hand von Sklavenhändlern befreiten Menschen: „Bis jetzt waret
ihr rein wie Meine Engel im Himmel, und das war auch der Grund, aus dem Ich
selbst euch aus den harten Banden der Sklaverei befreit habe. Bleibet auch in
der Folge so rein, und Meine Engel werden mit euch wandeln, euch beschützen vor
jedem Ungemach und euch führen auf den Wegen des Lebens in Meine Himmel! — Seht, der Jüngling, der euch bisher in Meinem
Namen versorgt hat, ist ein solcher Engel.“
[Ev.
Bd. 7, Kap. 169, 5 und 7]
Abedam- zu den Urvätern der Höhe: „Lasset es bei der
Belehrung eurer Kinder nicht bei Worten bewendet sein, sondern sorget eifrigst
dafür, daß die Lehre bei ihnen alsbald übergehe zur vollen, lebendigen Tat, und
seid versichert, daß jeder, der diese Lehre ernstlich tätig aufnimmt, alsbald
das große, lebendige, heilige Zeugnis von der Echtheit Meines Wortes in sich
finden wird.“
[H.
Bd. 2, Kap. 74, 25-26]
Jesus
zu dem Römer Agrikola: „Wird eine Seele schon von
Jugend an vernünftig geleitet und geübt, daß sie stets mehr Herr ihres
Fleisches wird und ihm nicht mehr gewährt, als was ihm von Natur aus nach
Meiner Ordnung gebührt, dann wird einer solchen Seele alle Welt mit ihren
Schätzen und Lustreizen gleichgültig, und die im Geiste starke Seele ist
dadurch nicht nur Herr über ihres Leibes Leidenschaften, sondern auch über die
gesamte Natur der Welt und über alle Mächte der Hölle!“
[Ev.
Bd. 8, Kap. 12, 16]
Jesus:
„Wird der Mensch schon von Kindheit an zur rechten Tätigkeit angehalten und in
Gehorsam, Demut, Sanftmut und Selbstverleugnung erzogen, so wird er in der reinen,
wahren Erkenntnis Gottes und in der Liebe zu Ihm bald stark und mächtig. Gott
wird sich ihm dann unbeschadet seiner Willensfreiheit offenbaren, und es wird
dann hell und lebendig in des Menschen Seele.“
[Ev.
Bd. 8, Kap. 196, 3]
Jesus:
„Bewahret die Kinder vor dem ersten Falle und erhaltet ihnen ihre Schamhaftigkeit,
so werden sie als Erwachsene ihr Fleisch leicht beherrschen und nicht zu Fall
kommen; aber einmal übersehen, und des Fleisches böser Geist hat von der jungen
Seele Besitz genommen.“
[Ev.
Bd. 4, Kap. 80, 4]
Jesu
liebevoller, weiser Rat an junge Menschen: „Erheitert euch mit allerlei
nützlichen Betrachtungen! Sehet euch diese schöne Gegend an, betrachtet die
Blumen, Bäume und viele andere Schöpfungen und bedenket dabei, wie dies alles
ein guter Gott mit Seiner Weisheit und Allmacht aus sich heraus erschaffen hat!
Seid Ihm darob recht dankbar in euren Herzen, so werdet ihr die Zeit am
nützlichsten zubringen und dabei eine große Freude im Herzen haben!“
[Ev.
Bd. 7, Kap. 64, 11]
Jesus:
„Wenn die Kinder in Meiner Lehre wohl erzogen werden, dann haben sie als Männer
(und Frauen) voll guten und kräftigen Willens an Meiner Lehre ein leichtes
Joch.“
[Ev.
Bd. 7, Kap. 140, 2]
Der
Herr: „Sehr gut ist es, widersetzliche Kinder durch Fasten zur Ordnung zu
bringen. Man mache ihnen begreiflich, daß der himmlische Vater, weil sie
schlimm (böse) waren, ihnen kein Brot geschickt (zugedacht) habe. Wenn sie aber
brav seien und den himmlischen Vater um Brot bäten, so werde Er ihnen auch
wieder Brot geben (gewähren). Dadurch werden solche Kinder auf Gott aufmerksam
gemacht, und es wird sich ihrer jungen Seele stets tiefer einprägen, daß sie in
allem von Gott abhängt, und daß Er der getreueste Vergelter ist für alles Gute
und Schlechte. Sind solche Kinder dann recht sittsam geworden, dann soll es
nicht versäumt werden zu sagen, daß der himmlische Vater eine große Freude an
ihnen hat und tagtäglich ruft: Lasset diese lieben Kleinen zu Mir kommen!“
[Ed.
Kap. 62, 14-15]
Jesus:
„Es gibt kein Volk auf der ganzen Erde, dem sich Gott nicht zur rechten Zeit
geoffenbart hätte; aber dann hätten nach dem Willen Gottes die Eltern ihre
Kinder so erziehen sollen, daß diese unverwandt im lebendigen Glauben an den
einen wahren Gott und auch im Handeln nach Seinem Willen geblieben wären. Da
aber bald den Menschen die rechte Demut und Selbstverleugnung aus der Liebe zu
Gott zu unbequem ward, so ließen sie davon ab und gingen in die Welt- und
Selbstliebe über.“
[Ev.
Bd. 8, Kap. 196, 1]
Der
Herr zu dem Römer Agrikola: „Es soll bei der
Jugenderziehung darauf gesehen werden, daß die Menschen die weltlichen
Kenntnisse des Lesens, Schreibens, Rechnens und der Sprache nicht zur ausschließlichen
Hauptsache machen und ihr Leben lang sich nur mit dem Studium der Schriften und
Sprachen abgeben, dabei aber die geisterweckende innere Bildung vergessen, in
der allein aller Wert des Lebens besteht. Denn was nützte es einem Menschen,
wenn er alle Schriften der Welt schreiben und verstehen und alle Zungen reden
könnte, an seiner Seele aber Schaden litte?!“
[Ev.
Bd. 7, Kap. 126, 8]
Jesus
belehrt die Seinen über die Nachteile einer zu frühen Verstandesbildung der
Kinder für deren noch nicht ausgereifte Gehirnzellen (Gehirntäfelchen).
[Ev.
Bd. 4, Kap. 227 und 228]
Jesus:
„Lehret die Kinder zuerst lesen, schreiben, rechnen, dann enthüllet vor ihnen
die Gestalt der Erde und zeiget ihnen gleich überall den wahren Grund, soweit
sie ihn zu fassen imstande sind! Bereichert sie mit allerlei nützlichen
Kenntnissen, lasset sie mancherlei Erfahrungen machen und begeistert sie für
alles Gute und Wahre!“
[Ev.
Bd. 5, Kap. 134, 4]
Jesus
zu Priestern und Lehrern: „Seid darum bemüht, daß alle Menschen schon von Kindheit
an ordentlich lesen, schreiben und rechnen lernen — nicht nur die Reichen —‚
sonst nützen euch die Bücher (die Meine Lehre enthalten) wenig. — Suchet aber
vor allem den Menschen eine rechte Bildung des Herzens und des Verstandes zu verschaffen,
so werdet ihr euch einen großen Lohn in Meinem Reiche bereiten, und ihr werdet
dadurch auch ein leichtes Handeln mit den Menschen haben; denn mit wahrhaft
gebildeten Menschen ist leicht zu reden und zu verkehren. Aber suchet eine
rechte und ganze Bildung auszubreiten; denn eine halbe Bildung ist oft
schlechter als gar keine.“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 124, 4]
Jesus
segnet die trotz Abwehr der Jünger zu Ihm drängenden Kinder eines Fischerdorfes
am Jordan.
[Ev.
Bd. 5, Kap. 257, 7-11]
Der
Herr ermahnt die junge, erleuchtete Jüngerin Jarah,
bescheiden und sparsam zu sein mit ihren Weisheitsreden vor fremden Zuhörern:
„In der Folge trete du allezeit so bescheiden wie nur immer möglich auf, so
wirst du erst dadurch Meine vollwahre Braut sein!“
[Ev.
Bd. 2, Kap. 130, 12-13]
Jesus
zu überstrengen Eltern: „Gefällt es euch, wenn Eltern ihre Kinder so erziehen,
daß diese in Ehrfurcht vor ihnen kriechen müssen? Was wird aus solchen Kindern?
Nichts als feige und dennoch selbst- und herrschsüchtige Kriecher, von denen
kein Mensch je etwas Gutes zu erwarten hat! — Weil auch ihr eure Kinder so
töricht erzogen habt, so war es ganz recht und billig, daß sie euch genommen
wurden, noch ehe eure blinde Torheit ihre Seelen völlig knebeln und verderben
konnte!“
[Ev.
Bd. 8, Kap. 205, 5-6]
Paulus:
„Ihr Kinder seid gehorsam vollkommen euren Eltern in allen Dingen, die nicht wider
Christus sind; denn das ist Sein Wille und Ihm angenehm. Ihr Eltern aber machet
nicht bitter die Gemüter eurer Kinder durch harte Worte und Mißhandlungen, auf
daß sie nicht scheu werden vor euch und möchten dann zu feigen Kriechern und
Heuchlern werden; denn einen offenbaren Trotzkopf könnet ihr durch Liebe
geschmeidig machen, — aber ein Heuchler und Schmeichler ist unverbesserlich!“
[Lao.
Kap. 3, 30-31]
Jesus:
„Wahrlich, wenn ein Vater oder eine Mutter nur dafür sorgt, daß ihre Kinder in
dieser Welt wohl versorgt sein möchten, und achten nicht höher den Wert der
Seele ihrer Kinder, die graben sich und ihren Kindern ein Grab zum ewigen Tode,
denn was immer der Welt ist, das ist des Satans, also des Gerichts und des
Todes der Materie!“
[Ev.
Bd. 5, Kap. 171, 7]
Das
Jesuskindlein: „Es tut wohl jeder Vater recht, wenn er die kleinen unartigen
Kinder mit der Rute bestraft, aber den erwachsenen Söhnen (und Töchtern) soll
er stets ein weiser und sanfter Lehrer sein.“
[Jug. Kap. 168, 13]
Jesus:
„Strenge und dabei weise Eltern werden gute, gehorsame und dienstfertige Kinder
haben, die ihre Eltern lieben und ehren, wogegen den zu nachgiebigen Eltern die
Kinder nur zu bald über den Kopf wachsen.“
[Ev.
Bd. 2, Kap. 55, 5]
Jesus:
„Ihr Eltern sollt eure fehlenden Kindlein ernstlich zurechtweisen und im
dringendsten Falle sie auch mit der heilsamen Zuchtrute strafen.“
[Ev.
Bd. 4, Kap. 38, 8]
Jesus:
„Ein Hauptgrund der Verderbung der Menschenseelen liegt in der affenliebigen Kindererziehung. Man läßt das Bäumchen
wachsen wie es will und trägt durch unzeitige Verzärtelung viel dazu bei, den
Stamm recht krumm werden zu lassen. Ist aber der Stamm einmal erhärtet, dann
nützen gewöhnlich alle Geradbeugungsversuche wenig oder nichts. Eine einmal
krummgewachsene Seele wird selten wieder zu einem völlig geraden Stamm. Gebet
ihr also den selbstischen Begierden und Leidenschaften eurer Kinder nach, so
werdet ihr damit allen Lastern ein weites Tor öffnen und vergeblich gegen sie
zu Feld ziehen.“
[Ev.
Bd. 4, Kap. 124, 2 und 8]
Der
Herr: „Weise Eltern legen ihren Kindern einen rechten Zaum an und lenken sie so
natürlich und sittlich auf einer rechten Bahn zum schönen Ziele der
leiblich-seelischen Entwicklung. — Törichte Eltern hingegen, die ihren Kindern
alles gewähren, was sie ihnen von den Augen absehen, machen aus ihnen Affen
statt Menschen; ihr übermäßig genährtes Fleisch wird voll Sinnlichkeit und ihr
Geist träge und endlich ganz stumpf für alles Hohe, Gute und Wahre!“
[BM.
Kap. 108, 3]
Jesus:
„Ein Kind ist bis ins siebente Jahr noch mehr Tier als Mensch. Darum hat es
auch viele tierische und wenig menschliche Bedürfnisse. Es werde den Kindern
daher nur das Nötigste gereicht. Man gewöhne sie frühzeitig an allerlei
Entbehrungen, lobe die Braven nie übertrieben, sei aber auch gegen Minderbefähigte
und Minderbrave nie zu hart, sondern behandle sie alle mit rechter Liebe und
Geduld. Man lasse die Kinder sich üben in allem Guten und Nützlichen und hüte
sich davor, ein noch so braves Kind eitel, selbstliebig
und überheblich zu machen. Ganz besonders achte man bei wohlgestalteten Kindern
darauf, daß sie nie durch schöne, reiche Kleider eitel und stolz gemacht
werden. Man halte sie rein, mache jedoch nie Hausgötzen aus ihnen, dann wird
man sie schon von Jugend an auf jenen Weg bringen können, den Ich euch allen
gewiesen habe.“
[Ev.
Bd. 4, Kap. 124, 4-6]
Jesus:
„Hütet euch, die Kleinen durch übermäßiges Putzen und reizende Kleidung fleischlich
zu entzünden! Wehe dem, der sich also an der Natur der Kinder versündigt! Den
Frevler an der heiligen Natur der Jugend werde Ich selbst züchtigen mit aller
Macht Meines Zornes! Denn ist das Fleisch einmal brüchig geworden, dann hat die
Seele keine feste Unterlage mehr und ihre Vollendung geht schlecht vonstatten!“
[Ev.
Bd. 4, Kap. 80, 5-6]
Jesus:
„Die Kinder sollen mit wahrer, ernster Liebe behandelt und erzogen werden. Jede
Verzärtelung und Nachgiebigkeit seitens der Eltern ist ein großer Seelenschaden
für die Kinder, der den Eltern zur Schuld gerechnet wird. — Weise Eltern werden
auch mit weisen Kindern gesegnet. — Bei der Erziehung der Kinder aber ist ein
Muß solange nötig, bis das Gute der Gebote zu einem freiwilligen, freudigen
Gehorsam wird.“
[Ev.
Bd. 8, Kap. 22, 7-9]
Jesus
über die Entstehung und Ursache schwerer Kinderkrankheiten und über Gottes oft
hart erscheinende erzieherische Maßnahmen bei gefährdeten Kinderseelen.
[Ev.
Bd. 1, Kap. 241, 6-12]
Der
Herr: Affenliebige Verzärtelung der Kinder durch
törichte Eltern bedingt oft ihren frühzeitigen Tod; denn es ist besser, daß die
Kleinen schwache Himmelsgeister werden, als daß sie sonst auf der Welt zu
starken Höllengeistern werden.
[Ed.
Kap. 61, 19-23]
Jesus:
„Dieser Knabe Josoe wäre mit der Zeit ob seiner
bedeutenden Talente von seinen ihn mehr als Gott liebenden Eltern zu sehr verzärtelt
worden, und es wäre am Ende aus ihm ein eingebildeter, stolzer und
eigensinniger Tropf geworden. Gott aber sah dies voraus, nahm ihn zur rechten
Zeit von dieser Welt und gab ihn jenseits den Engeln zur besseren Erziehung.“
[Ev.
Bd. 2, Kap. 69, 7-8]
Der
Herr zu einer Mutter: „Habe ein gleiches Maß der Liebe gegen jedes deiner
Kinder, damit Ich ihnen dann auch ein gleiches volles Maß der Gnade schenken
kann. Sonst aber sollen die mehr Geliebten weniger Gnade und die weniger
Geliebten mehr Gnade von Mir empfangen! — Denn siehe, Ich bin ein Vater der
Verfolgten, ein Tröster der Betrübten, — aber ein sehr strenger Richter der von
euch zuviel geliebten Kinder. Denn das Übermaß eurer Liebe verdirbt eure Kinder
und macht sie unfähig zum Empfange Meiner Gnade.“
[Hi.
Bd. 1, S. 11, 3. 4]
Eindringliche
Warnung des himmlischen Vaters vor dem Unterricht der Kinder in der Tanzkunst
und vor den verderblichen Folgen des Tanzes.
(Hi.
Bd. 1, S. 250, 10-12]
Der
Herr zu einem putzsüchtigen Mädchen: „Dieser Kleidersarg macht den Leib zu
einem Modergrabe, in welchem das Leben von den Würmern der Eigenliebe,
Eitelkeit, des Stolzes und der Hof verzehrt wird. — Daher kleide dich lieber
mit dem Kleide der Demut, tiefer Bescheidenheit und großer beharrlicher Empfänglichkeit
für alles Liebegute und Glaubenswahre, so wird aus deiner ‚Puppe‘ einst ein
herrlicher Falter zum Leben erstehen.“
[Hi.
Bd. 1, S. 324, 18. 19]
Der
Herr zu einem Familienvater: „Sieh bei deinen Kindern vor allem auf die Bildung
des Herzens! Denn diese zählt bei Mir
allein. Alles übrige hat bei Mir keinen Wert. Lehre die Kinder daher demütig
sein und vertrauen auf Mienen Namen, so wirst du ein guter Arbeiter Meines
Weingartens werden und mit Meinem Lohn zufrieden sein ewig!“
[Hi.
Bd. 1, S. 332, 8. 9]
Erziehungswinke
des Herrn an einen Familienvater: „Vernachlässige bei deinen Töchtern ja nicht
die Religion und halte sie an zum Gebet, desgleichen auch die Knaben, so wirst
du bald des Segens Fülle in deinem Hause bemerken. Und teile der Jugend die
Zeit, da sie eines und das andere tun und lernen soll, fest und bestimmt ein,
so wirst du sie frühzeitig an die notwendige Ordnung gewöhnen, welche die
Grundfeste aller Liebe und Weisheit ist.“
[Hi.
Bd. 1, S. 372, 8. 9]
Der
Herr empfiehlt einem sorgenvollen Familienvater zur Heilung seines von Trägheit,
Vergnügungs- und Lügensucht beherrschten Muttersöhnchens anhaltendes Gebet,
strenge Tageseinteilung und nützliche Tätigkeit, sowie Brechung des bösen
Eigenwillens.
[Hi.
Bd. 1, S. 373, 7-19]
Der
Herr rät einem Vater heranwachsender Töchter: „Du sollst in deinem Hause eine
ganz andere Ordnung einführen und dich an jedem Tage wenigstens eine Stunde
geistig mit deinen Töchtern abgeben und dabei weise und liebeernstlich eine
sichere ‚Türsperre anlegen, willst du dein Haus vor Unglück und Schande bewahren!“
[Hi.
Bd. 2, S. 11, 3]
Der
Herr zu einem Familienvater: „Siehe, alle eitlen Flitterarbeiten deiner Kinder
ekeln Mich so an, daß Ich sie nicht ansehen mag! Sie sollen lieber Wäsche für
Arme flicken, statt Reichen eitle Präsente zu sticken! Dann werde Ich ihren
Arbeitstischen näher stehen als bisher!“
[Hi.
Bd. 2, S. 19, 5. 6]
Jesus
erläutert eingehend, wie durch unmäßige Aufnahme von Speise und Trank
unverbrauchte Nährstoffe im Unterleib abgelagert werden. Diese ziehen unlautere
Naturgeister heran, die vom Leibe des Menschen Besitz ergreifen und allerlei
Krankheiten verursachen. Die Unmäßigkeit kann aber zu einem noch ärgeren
Zustand, dem des Besessenseins von sehr bösen Seelen verstorbener Menschen,
führen. Von diesem Übel kann ein Mensch nur durch die göttliche Macht befreit
werden.
[Ev.
Bd. 10, Kap. 209, 7-12]
Als
der Herr den Noah beim ersten Dankopfer nach der Sintflut gesegnet hatte,
sprach Er zu ihm: „Seid fruchtbar und mehret euch, erfüllet die ganze Erde mit
eurem Geschlechte und mit eurem Geiste! Euer Wesen sei zur Furcht für alle
Tiere der Erde und alle seien in eure Hände gegeben! Alles, was sich regt und
lebt auf dieser Erde, sei eure Speise; Ich gebe es euch wie das grüne Kraut!“
[H.
Bd. 3, Kap. 361, 5-6]
Jesus:
„Was durch den Mund nach rechter, zweckdienlicher Zubereitung in den Menschen
zur Stillung seines Hungers kommt, das verunreinigt ihn niemals; aber was zum
Munde aus dem Herzen in Worten herauskommt — als Lüge, böser Leumund, Meineid,
unzüchtige Reden, Flüche, Lästerungen und Verführung zu allerlei Sünden und
Lastern —‚ das verunreinigt wahrhaft den ganzen Menschen!“
[Ev.
Bd. 9, Kap. 127, 6]
Jesus
zu gesetzesstrengen Pharisäern: „In der Schrift werdet ihr es finden, warum
euch Moses nur den Genuß von reinen Speisen anbefohlen hat. Das tat er wegen
eurer zu großen Fleischeßgier und wegen eurer unbändigen Sinnlichkeit. — Ich
aber sage nun: Was du zur nötigen Stärkung deines Leibes ißt oder trinkst, das
wird dich weder selig noch je unselig machen, sondern nur das, was du glaubst
oder tust.“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 222, 12-13]
Jesus
zu einigen nach langer Wanderung heißhungrigen Jüngern: „Habt ihr bis jetzt
ausgehalten, so werdet ihr wohl noch etliche Augenblicke ohne zu verhungern und
zu verdursten auszuhalten imstande sein! Wartet auf die warme Speise; wenn
diese auf dem Tische steht, dann nehmet zuvor etwas Brot mit Salz und darauf
einen Schluck Wein, dann wird euch das Nachtmahl stärken und frisch und heiter
machen, sonst aber nur Glieder und Eingeweide schwächen! Der Mensch muß danach
trachten, seinen Leib gesund zu erhalten, wenn er seine Seele vor Traurigkeit
und Angst bewahren will.“
[Ev.
Bd. 9, Kap. 6, 15]
Jesus
zu gesetzesstrengen, jüdischen Jüngern: „Ihr sollt essen und trinken, was euch
auf den Tisch gesetzt wird, und nicht Wesens machen mit dem materiellen,
äußeren Judentum, das vor Mir keinen Wert hat. Sondern handelt nach dem Geiste
des wahren, inneren, lebendigen Judentums, so werdet ihr Meine wahren Jünger
sein, und Ich werde ein Wohlgefallen haben an euch und euren Werken!“
[Ev.
Bd. 8, Kap. 100, 6]
Jesus
zu einigen jüdischen Jüngern, die sich über die kostbaren Öle und Salben
vornehmer bekehrter Römer ärgern: „Wer den Armen das tut, was diese freigiebigen
Römer tun, der hat auch das Recht, so er dazu Vermögen besitzt, seinen Leib zu
pflegen in der Art und Weise, wie er es von Kindesjahren an gewöhnt ist.
Unseren Freunden ist das zu einem so natürlichen Bedürfnis geworden wie euch
das frische Wasser. Ich aber sehe nicht darauf, ob und womit jemand seine Haut
gereinigt und belebt hat, sondern nur darauf, ob er gewaschenen, reinen Herzens
vor Mir ist. — Wenn ihr den Völkern Mein Evangelium verkündet, sollet ihr sie
in ihren Leibespflegesitten belassen; denn es genügt für einen jeden, daß er an
Mich und Meinen Namen glaubt und nach Meiner Lehre lebt!“
[Ev.
Bd. 8, Kap. 100, 3-4]
Jesus:
„Das Blut, besonders von erstickten Tieren, soll kein Mensch genießen, weil
darin viele böse Geister (Gifte) verborgen sind.“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 222, 18]
Der
Jüngling Jesus zu dem gesetzesstrengen Pflegevater Joseph, der sich scheut, bei
einem heidnischen Wirt den Juden verbotene Speisen zu genießen: „Der in Mir
ist, hat Moses die Gesetze gegeben und ebenderselbe sagt nun zu dir: Iß, was
dir auf den Tisch gesetzt wird, wo du es nicht anders haben kannst; denn dem
Reinen ist alles rein! Moses hat das Fleisch der unreinen Tiere den Juden nur
darum zu essen untersagt, damit sie selbst nicht noch unflätiger würden, als
sie schon von Geburt an waren; aber im Notfalle durften auch die Juden das
Fleisch der als unrein bezeichneten Tiere essen.“ Mit dieser Erklärung waren
Joseph und Jakobus zufrieden, und der Wirt brachte sogleich wohlgeräuchertes,
gut zubereitetes Schweinefleisch, Brot, Salz und einen guten Wein, was alles
ganz wohlgemut verzehrt wurde.
[Ev.
Bd. 7, Kap. 208, 15-17]
Jesus
zu dem geläuterten Essäerobersten Roklus
und dessen bekehrten Ordensbrüdern: „Da Mir, dem Herrn, in dir und deinen
Brüdern gar tüchtige Arbeiter für Meine Acker und Weinberge geworden sind, so
sollet ihr denn von Mir an diesem Tage auch bestens bewirtet werden!“ Als Jesus
dieses ausgesprochen hatte, da waren alle noch vom Morgenmahle auf den Tischen
stehende Schüsseln voll der besten Speisen, bestehend in Fischen der edelsten
Art, wohlbereitetem Kalb- und Lammfleisch, sowie in allerlei süßen Früchten und
bestem Brot; ebenso waren auch alle Krüge gefüllt mit dem besten Wein, der das
Herz stärkte und Leib und Seele erquickte.
[Ev.
Bd. 8, Kap. 212, 3-6]
Jesus
beschreibt ein festliches, zu Seinem Empfang bereitetes Gastmahl im Hause des
reichen Freundes Kisjona: Wohlbereitete Edelfische
aus dem Galiläischen Meer machten den Anfang, von denen Ich etliche verzehrte,
und so auch Maria, die selbst eine wohlerfahrene Fischbereiterin war. Es waren
aber noch gebratene Hühner, zwei fette Lämmer und ein ganzes Kalb gut
zubereitet auf dem Tisch und Obst der allerbesten Art, an allem dem sich die
Jünger und auch die anderen Gäste recht viel zugute taten. Ich aber blieb bei
den Fischen, obschon Maria meinte, daß Ich doch von allem etwas verkosten
solle. Ich aber sagte: „Ein jeglicher esse nach dem Bedürfnisse seines Magens;
Ich habe Mich gesättigt an den Fischen, und eines Weiteren bedarf Mein Leib
nicht. Du aber sieh nicht auf Mich, sondern iß, was dir schmeckt!“
[Ev.
Bd. 9, Kap. 116, 11-12]
Jesus:
„Esset nach Bedarf und stärket euch, auf daß es euch weder hungere noch dürste;
denn in Meiner Nähe soll niemand hungern und dürsten, sondern ein jeder völlig
gesättigt werden, leiblich und geistig.“
[Ev.
Bd. 2, Kap. 185, 17]
Das
Jesuskindlein über das Morgenmahl der Salome: „Ich esse zwar auch die Honigkuchen
gern, wie auch die Fischbrühe mit Weizenbrot, aber die Fische sind Mir dennoch
lieber als alle anderen Speisen.“
[Jug. Kap. 263, 15-16]
Weise
Ratschläge für eine gesunde Ernährung: Hülsenfrüchte, Brot, Milch, Honig, Geflügel,
Lamm-, Ziegen-, Kalb- und Rindfleisch, dabei mäßiger Weingenuß.
[Ed.
Kap. 35, 5-8]
Maria
und Martha von Bethanien bieten zum Mahl der Gesellschaft Jesu Brot, Wein und
gebratenes Hammelfleisch.
[Ev.
Bd. 6, Kap. 18, 1]
Beim
Gastmahl im Hause des bekehrten Zöllnerobersten und Grundbesitzers Kisjona bezeichnet Jesus auf Wunsch des Gastgebers die für
den Menschen genießbaren Kräuter, Wurzeln, Baum-, Strauch- und Hülsenfrüchte
und erläutert deren Zubereitung.
[Ev.
Bd. 9, Kap. 127, 15-16]
Jesus
rät an Fischvergiftung erkrankten Freunden: „Esset keinen Fisch, der im Wasser
gestorben ist, einen geschlachteten Fisch aber lasset keine halbe Stunde ohne
Salz, Thymian und Kümmel! Bereitet ihn dann auf die euch bekannte jüdische Art,
und ihr werdet vom Fieber verschont bleiben. Dasselbe beachtet bei anderen
Tieren, und esset auch kein faul werdendes Obst und kein verschimmeltes Brot!“
[Ev.
Bd. 9, Kap. 150, 21]
Festliches
Morgenmahl bei dem jüdischen Herbergswirt in Pella.
Jesus berichtet: Veronika, die von Mir geheilte Tochter des römischen
Hauptmanns Pellagius, setzte Mir in einer goldenen
Schüssel mehrere bestbereitete Fische, dazu Weizenbrot und einen Goldbecher mit
Wein vor; für die anderen ward ein ganzes Kalb gebraten und in mehreren
Schüsseln vor die Jünger gesetzt. Für den Hauptmann und seine Unterführer,
sowie für sein Weib und seine Tochter aber ward nach der Römer Sitte gekochtes
Rindfleisch samt der würzigen Brühe aufgetragen. Und allen schmeckte das Morgenmahl
überaus gut. Mit Wein und Brot wurde nicht gespart.
[Ev.
Bd. 10, Kap. 43, 1-3]
Das
von Jesus geheilte Weib des jüdischen Wirtes von Golan schildert staunend den
reichen Inhalt ihrer vom Herrn wunderbar gesegneten Vorratskammer: „Darinnen
gibt es in großer Menge Linsen, Bohnen, Mehl, Öl, Baumfrüchte, Trauben, große
Töpfe voll Honig, getrocknete und geräucherte Fische, und die Brotkörbe sind
voll der schönsten Brotlaibe! Ebenso strotzt die kleinere Speisekammer von
Milch, Butter, Käse, frischen Eiern, Salz, guten Kräutern und Wurzeln. Wie und
wann ist denn das alles in die Speisekammer gekommen?!“
[Ev.
Bd. 10, Kap. 72, 4]
Jesus
zu Seinen zu Ihm in den ‚lieben, kleinen Ort‘ bei Bethsaida von der Aussendung
zurückgekehrten Jüngern: „Daß Mir euer Wirken bekannt ist, wisset ihr, und ihr
seid denn auch wert eures Lohnes, Meine Jünger zu sein. Doch nun sollt ihr
ruhen und euch stärken mit Speise und Trank!“ — Es wurden auch sogleich Brot,
Wein und Fische gebracht.
[Ev.
Bd. 10, Kap. 141, 22-24]
Jesus
bezeichnet als gesunde Fleischkost: Fische, Hühner, Tauben, Rind- und
Schaffleisch, dazu Weizen- oder Gerstenbrot. Als bekömmliche Getränke nennt der
Herr: Wein mit Wasser vermischt, Kuh-, Ziegen- und Schafmilch. An
Hülsenfrüchten erwähnt Jesus Linsen und persischen Maisweizen und rät, nur
vollkommen reifes und gekochtes, gebratenes oder gedörrtes Obst zu genießen.
[Ev.
Bd. 10, Kap. 210, 2-11]
Jesus:
„Es ist gut, daß der Mensch nach der Lehre Mosis rein halte auch seinen Leib.
Durch Unreinheit kommen allerlei böse Krankheiten in Fleisch und Blut und
erzeugen Unlust und Traurigkeit in der schwachen Seele! Aber was das Fleisch
vom Schmutze reinigt, das reinigt die Seele nicht von ihren Sünden.“
[Ev.
Bd. 8, Kap. 40, 20]
Jesus
belehrt eine säugende Mutter: „Wenn irgend etwas dein Gemüt stark erregt hat,
dann laß dein Kind solange nicht an der Brust saugen, bis dein Gemüt wieder in
völlige Ruhe zurückgekehrt ist. Denn mit einer (durch die Erregung) verdorbenen
Muttermilch können allerlei Übel im Leibe und sogar in der Seele des Kindes
entstehen. Dies merke dir!“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 80, 8]
Der
Herr: „Eine säugende Mutter enthalte sich geistiger Getränke und vermeide
heftige Gemütsbewegungen, sowie auch solche Speisen und Getränke, die zuviel
Galle erzeugen.“
[Ed.
Kap. 62, 4]
Jesus
gibt dem biederen Wirt Ebahl in Genezareth Ratschläge
für Acker-, Obst- und Weinbau, belehrt ihn über die Verwendung und Zubereitung
von Kräutern und Wurzelfrüchten, auch legt Er mit Seinen Jüngern für Ebahls Töchterchen Jarah einen
kleinen Küchengarten an, bepflanzt ihn mit allerlei nützlichen Gewächsen und empfiehlt
dem Mägdlein, diesen Garten recht sorgsam zu pflegen.
[Ev.
Bd. 2, Kap. 167, 1-2]
Ein
Engel: „Seele und Geist des Menschen brauchen feinstoffliche Nahrung aus der
Materie. Die gröberen Substanzen daraus nähren den Leib.“
[Ev.
Bd. 1, Kap. 12-15]
Jesus:
„Wenn du Brot issest, dann wird das materielle Mehl bald wieder aus dem Leibe
durch den natürlichen Gang geschafft, das Keimleben aber geht dann als Geistiges
in das Leben der Seele über und wird eines mit ihr. Das mehr Materielle des
Lebenskeims aber, das ihm immer zur soliden Unterlage diente, wird Nahrung des
Leibes, geht endlich als geläutert auch in die Seele über und dient ihr zu
Bildung und Ernährung der seelischen Organe.“
[Ev.
Bd. 2, Kap. 218, 2]
Jesus
schildert eingehend den Verdauungs- und Ernährungsprozeß im menschlichen
Körper, sowie die Verteilung der in Speise und Trank enthaltenen materiellen
und substantiellen Bestandteile durch Magen und Blut an Leib und Seele des
Menschen.
[Ev.
Bd. 10, Kap. 209, 2-6]
Der
Herr: „Das Getreide und manche gröberen Obstgattungen dienen vorzugsweise zur
Nahrung des Leibes, — aber die Frucht des Weinstockes dient, im reinen und
mäßigen Genusse, mehr zur Belebung der Seele als der des Leibes.“
[Hi.
Bd. 1, S. 71, 8]
Jesus:
„Wer viel für seinen Leib sorgt, der sorgt auch für seine Hölle und mästet sein
Gericht zu seinem Untergange.“
[Ev.
Bd. 2, Kap. 210, 9]
Jesus
belehrt den Herbergswirt Ebahl in Genezareth darüber,
daß man auch das Fleisch der Hasen, Rehe und Hirsche, in rechter Weise
zubereitet, als einen reinen, wohlschmeckenden Braten genießen könne, ohne
dadurch unrein zu werden.
[Ev.
Bd. 2, Kap. 167, 1]
Jesus
erteilt Lazarus und seinem Wirt praktische Ratschläge über Landwirtschaft und
Viehzucht. Er belehrt sie auch über die Verwendung und Zubereitung von Schweinefleisch,
Wildbret und Vögeln, damit solche Kost den Menschen nicht schade.
[Ev.
Bd. 6, Kap. 222, 1-2]
Jesus
zu einem bekehrten Heidenpriester, der sich darüber wundert, daß der Herr mit
Seinen Jüngern heidnische Kost genießt: „Siehe, für den Reinen ist alles rein!
Wo Ich Menschen treffe, die voll guten Willens und reinen Herzens sind, da ist
auch ihre Kost rein; denn Ich selbst reinige sie für alle, und es wird durch
sie niemand verunreinigt!“
[Ev.
Bd. 10, Kap. 105, 3]
Der
Herr: „Den Kleiderpracht- und Modesüchtigen sage ernstlich, daß sie nackt vor ihrem
gerechtesten Richter stehen. Ihre Pracht wird vergehen wie ein Schaum; ihre
Herrschsucht wird in Sklaverei verwandelt werden, und sie werden sich ihrer
Torheit schämen müssen.“
[H.
Bd. 1, Kap. 1, 11]
Engelsrat
an gutwillige Flüchtlinge aus der Lasterstadt Hanoch:
„Das männliche und das weibliche Geschlecht soll sich unterscheiden in der
Tracht der Kleider, züchtig und manierlich. Ferne sei von euch alle Prachtliebe
und Hoffart! Nur bedecken soll euch das Kleid und schützen vor Erkältung,
leiblich und geistig euch bringen zu Gott in der Wärme der ewigen Liebe, der
Sanftmut und des Gehorsams.“
[H.
Bd. 1, Kap. 36, 39]
Jesus:
Gott zeigte dem ersten Menschen, sich ein Gewand zu machen, damit er seine Haut
vor Kälte schützen könne, aber darum lehrte Gott sie nicht, sich Kleider zu machen,
damit sie diese als hoffärtige Zierde ihrer Glieder tragen sollen. Und noch
weniger lehrte Gott den Menschen, sich darum ein verbrämtes Kleid zu machen,
daß er darin allein Gott würdig anbeten solle. — Daher kleidet euch nach eurem
Stande, aber einfach, und leget auf Rock und Mantel keinen anderen Wert als
den, daß er bedecke den Leib; was darüber ist, das ist von Übel und trägt keine
guten Früchte!“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 123, 17-18]
Jesus
zu einem Wirt, der Ihm zur Nachtruhe ein Bett anbietet: „Sieh, Freund, wer ein
Bett haben will, dem gib eines; Ich aber werde auf Meinem Stuhle die Nacht
hindurch ruhen. Deine Stühle taugen Mir dazu besser als ein Bett.“ Da Jesus
demnach auf einem Stuhl die Nachtruhe nimmt, wollen auch Seine Jünger kein
Bett, sondern bleiben, wie sonst zumeist, neben dem Herrn auf den Stühlen
sitzen. Nur Maria, die Leibesmutter Jesu, und Joel, Sein Pflegebruder, nehmen
in einem Nebenzimmer zwei Betten.
[Ev.
Bd. 9, Kap. 140, 1-3]
Jesus
nach einem reichen Arbeitstag und einem festlichen Abendmahl in der von Ihm
wunderbar erneuerten Burg Salem bei Abila: „Da es nun
schon ziemlich spät in der Nacht geworden ist, so wollen wir uns zur Ruhe
begeben. Ich selbst bleibe hier am Tische ruhen; wer aber ein Bett wünscht, der
gehe in die vielen Ruhegemächer, und er wird darin zahlreiche Ruhebetten
antreffen.“
[Ev.
Bd. 10, Kap. 62, 7]
Jesus:
„Es ist dem Leibe durchaus nicht zuträglich, gleich nach einem Mahle sich zur Ruhe
zu begeben.“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 52, 2]
Jesus:
„Die Morgenkühle ist zwar für die Haut ein wenig unangenehm, aber stärkend für
Leib und Seele; denn nun ziehen die reineren Naturgeister in der Luft an uns vorüber.“
[Ev.
Bd. 8, Kap. 44, 11]
Weiser
Rat des himmlischen Vaters: „Gehet mit Mir gerne auf Berge und Höhen! Da sollet
ihr allzeit eine Bergpredigt oder eine Verklärung oder eine Sättigung mit wenig
Brot, oder eine Reinigung oder einen Sieg über stärkste Versuchungen, eine
Erweckung vom Tode und derart vieles, für euch jetzt noch Unaussprechliches
erfahren; nehmet auch Kinder mit, und ihr sollet den Segen der Berge an ihnen
gar deutlich erkennen!“
[Gr.
Einleitung, Abs. 1, und Kap. 9]
Der
Herr: „Die reinen Geister der dritten, oberen Luftregion kommen nicht selten in
die Zweite, manchmal auch in die erste (unterste) Luftregion dieser Erde herab;
hauptsächlich aber sind jene Stellen auf der Erde ihre sichtbaren
Niederkunftsplätze, die ihrer bedeutenden Höhe zufolge fortwährend mit Eis und
Schnee bedeckt sind. Darin liegt auch der Grund, warum solche Gegenden für fast
jeden Menschen eine beseligende, das ganze Gemüt beruhigende, erheiternde und
stärkende Anziehungskraft haben. Wer da traurigen Herzens ist und voll Unruhe
in seinem Gemüte, der begebe sich in Meinem Namen auf eine solche Höhe oder
gehe wenigstens in ihre Nähe, und sein Gemüt wird wie mit stärkendem Balsam
übergossen werden.
[Ed.
Kap. 29, 7]
Der Herr:
„Gehet gern auf die Berge! Denn auch Ich, als Ich im Leibe wandelte auf der
Erde, ging häufig auf Berge. Auf einem Berge ward Ich verklärt, auf einem Berge
trieb Ich den größten Versucher von dannen, auf einem Berge predigte Ich vom
Himmelreich, auf einem Berge betete Ich, und auf einem Berge ward Ich
gekreuzigt! Darum gehet gern auf die Berge; denn nicht nur euer Geist, sondern
auch euer Leib gewinnt mehr dabei als aus hundert Apotheken!“
[Ed.
Kap. 29, 9]
„Was
dir vorgesetzt wird, das iß, und es wird weder deinem Leib noch deiner Seele
schaden; nur vor der Unmäßigkeit hat sich jedermann zu hüten! — Was übers Maß
ist, das ist für den Menschen von Übel! Unmäßigkeit im Essen erzeugt Magenkrankheiten,
Unmäßigkeit im Trinken aber neben Magen- und Brustübeln fleischliche Unzucht
aller Art. Darum seid in allem mäßig und nüchtern, und ihr werdet in einem
stets gesunden Leib auch eine gesunde, heitere Seele haben.“
[Ev.
Bd. 5, Kap. 239, 3-5]
Paulus
an die Gemeinde zu Laodizea: „Wie möget ihr wohl so
große Toren sein und euch weismachen lassen, dem Herrn sei angenehmer, so
jemand ißt einen Fisch in Öl gelegt, oder er ißt ein anderes Fleisch von einem
warmblütigen Tier und dessen Fett statt des Öles?! Ich aber sage euch: Esset
mit Maß und Ziel allezeit, was euch schmeckt und wohltut eures Leibes
Gesundheit, und trinket Wein mit Wasser, wie auch ich es tue, wenn ich es haben
kann, und machet euch kein Gewissen daraus, so werdet ihr recht handeln auch in
diesem Stücke!“
[Lao.
Kap. 2, 26-27]
Jesus:
„Menschen, die ein Wohlgefallen haben an dem, was ihrer Sinnlichkeit behagt,
stecken als Seele durch das Übermaß ganz in der Materie, sind darum geistig
völlig taub und blind und mögen nicht mehr sehen, hören und verstehen, was
ihnen frommt. Daher seid allezeit mäßig im Essen und Trinken, auf daß ihr nicht
krank werdet in eurer Seele und diese zugrundegehe in der Materie!“
[Ev.
Bd. 1, Kap. 207, 5-6]
Jesus
zu Seinen Jüngern: „Meine lieben Brüder, es ist der Wein, im rechten Maße
genossen, eine gute Stärkung des Leibes; aber wenn er übermäßig getrunken wird,
dann erweckt er die bösen Geister des Fleisches und betäubt die Sinne. Die
bösen Geister aber erwecken des Fleisches Lust, die da Unkeuschheit und Unzucht
heißt, wodurch die ganze Seele auf langehin unrein
und träge wird. Darum beachtet auch im Trinken des Weines ein gerechtes Maß,
und ihr werdet Ruhe haben in eurem Fleische.“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 187, 1]
Jesus:
„Der Mensch muß essen und trinken zur Erhaltung des Leibeslebens, aber Speise
und Trank sollen rein und frisch sein. Und so ist es für den Leib auch gesund,
ihn möglichst rein zu halten, und ebenso auch in allen Dingen rein, mäßig und
nüchtern zu sein. Derlei Verordnungen des Moses sind heilsam nicht nur für die
Juden, sondern für alle Menschen. — Wer aber an Mich glaubt und Meine Gebote
der Liebe hält, den leitet der Geist Gottes im eigenen Herzen und zeigt ihm
auch die Regeln zur Wohlfahrt seines Leibes.“
[Ev.
Bd. 9, Kap. 69, 5 und 7]
Henoch,
der erste Hohepriester der Urzeit, zu dem bekehrten König Lamech
von Hanoch und dessen Gefolge: „Der Mensch lebt nicht
allein von Brot und aller anderen irdischen Kost, sondern von jeglichem Worte
aus dem Munde Gottes. — Es soll aber damit nicht gesagt sein, als solle der
Mensch die natürliche Kost nicht genießen, da sie doch Gott dazu erschaffen und
Er selbst diese sogar sichtbar vor uns allen mit uns gegessen hat; aber zum
Hauptbedürfnis soll sie uns nicht werden! Ich sage euch: seid allezeit mäßig im
Genusse der natürlichen Kost; denn in ihr liegt eine große Versuchung. Wenn wir
das natürliche Brot essen und die Früchte des Erdbodens, so müssen wir dabei
sehr behutsam sein, daß wir durch grobe, sinnliche Lust nicht den unsterblichen
Geist erdrücken! Denn solches magst du schon an gefräßigen Kindern klar
erschauen, wie sie durch ihre starke Eßlust verdummen und dann zu nichts
Geistigem fähig sind, wogegen die mäßigen Kinder gar bald feine Denker werden!“
[H.
Bd. 2, Kap. 245, 8-13]
Der
Herr gibt den aus Hanoch geflohenen Meduhediten in ihrem neuen, gesegneten Heimatland ‚Ihypon‘ eine weise Lebensordnung, die ihnen Einfachheit und
Mäßigkeit gebietet, und fügt hinzu: „Solange ihr und eure Nachkommen bleiben
werdet in dieser Ordnung, solange auch wird nie ein fremdes Volk euch stören
können in eurem Frieden, und Ich selbst werde euch tausenderlei schöne und
nützliche Dinge erkennen und bereiten lehren.“
[H.
Bd. 1, Kap. 34, 14-18]
Jesus:
„Die Nahrung der ersten Menschen war immer eine gleiche: zumeist lebten sie von
Milch, Brot und guten, reifen Baumfrüchten; zur Stillung ihres Durstes diente
das frische Quellwasser. Aus diesem Grunde waren ihre Leibesnerven stets von
denselben guten, unschädlichen Seelensubstanzen ernährt, und es konnte gar
keine böse, unreine und somit schädliche Seelensubstanz in den Leib hinein;
daher blieben diese Menschen stets gleich kräftig und gesund, sowohl geistig
(seelisch) als auch leiblich.“
[Ev.
Bd. 10, Kap. 182, 3-4]
Jesus
zu Seinen von der Güte eines Weines begeisterten Jüngern: „Es ist der Wein ein
stärkendes Getränk, aber nur dann, wenn er mit Maß getrunken wird. Wer den Wein
unmäßig zu sich nimmt und sich berauscht, für den ist er ein sein ganzes Wesen
schwächendes Getränk. Darum genießet den Wein allzeit mäßig in Meinem Namen, so
wird er euch stärken auch zum ewigen Leben der Seele! Im übermäßigen Genusse
dieses Getränkes ruht der arge Geist der Unzucht. Dieser Geist belebt die Seele
nicht, sondern tötet sie für den wahren Lebensgeist aus den Himmeln und macht
auf dieser Erde die geistige Wiedergeburt der Seele beinahe zur Unmöglichkeit.“
[Ev.
Bd. 8, Kap. 75, 2]
Jesus:
„In der Unmäßigkeit ruht der Same der fleischlichen Wollust. Seid daher in
allem mäßig und laßt euch niemals zur Unmäßigkeit im Essen und Trinken
verleiten, sonst werdet ihr euer Fleisch schwer bezähmen können!“
[Ev.
Bd. 4, Kap. 80, 19]
Jesus
zu dem neubekehrten jungen Pharisäer Simon: „Wenn es dich hungert und dürstet,
so sättige dich mit einer einfachen und frischbereiteten Kost; wenn du aber
Fraß und Völlerei treibst, dann sündigst du wider die Ordnung Gottes!“
[Ev.
Bd. 4, Kap. 177, 5]
Einfache
Mahlzeit bei dem Heilbadbesitzer Markus, bestehend in Fischen, Brot, Salz und
Wein.
[Ev.
Bd. 4, Kap. 189, 3]
Jesus
verwirft Prassen und Schwelgen: Solche Prasser werden meist kalt und hartherzig
gegen ihre armen Mitmenschen.
[Ev.
Bd. 6, Kap. 51, 4]
Jesus:
„Seid mäßig im Essen und Trinken und gieret nicht nach verkünstelten Leckereien,
so werdet ihr des Leibes Gesundheit lange erhalten, und der Tod in einem hohen
Alter wird gleich sein dem süßen Einschlafen eines müde gewordenen Arbeiters im
Weinberge Gottes.“
[Ev.
Bd. 8, Kap. 82, 11]
Einem
reichen, magenkranken Kaufmann aus Sidon gibt Jesus folgenden ärztlichen Rat:
„Iß nicht wie bisher zuviel und zu fettes Schweinefleisch, trinke nicht zuviel
des stärksten Weines den ganzen Tag hindurch und enthalte dich der Wollust,
dann wird dein Magenleiden schon ein Ende nehmen! Das ist Mein ärztlicher Rat,
wenn du den befolgst, so wird es dir mehr dienen als dein Aloesaft, der dir
wohl den Magen ausräumt, auf daß du ihn darauf wieder umsomehr anfüllen kannst.
Der Mensch lebt nicht um zu essen, sondern er ißt, um zu leben, und dazu bedarf
es keines vollgestopften Magens und keiner täglichen Nervenberauschung durch
einen starken Wein!“
[Ev. Bd.
9, Kap. 7, 2]
Der
Herr warnt vor hitzigen Getränken und vor häufigen Besuchen von Tanzveranstaltungen,
weil dadurch arge Sinnlichkeitsgeister Gelegenheit bekommen, sich junger, erregter
Menschen zu bemächtigen.
[Ed.
Kap. 59, 5-7]
Der
Herr: „Wenn ihr des Leibes wartet, dann tut es so, daß er nicht üppig wird und
ihr gar leicht ersticken möchtet im Fleische und in allem, was des Fleisches
ist! Verstehet es wohl! Denn ihr alle habt noch viel ‚Fleisch‘. Wer aber fällt
im Fleische, der stehet schwerer auf als ein vollbelasteter Elefant, der in
einen Sumpf gefallen ist.“
[Hi.
Bd. 1, S. 407, 8]
Der
Herr zu einem Lichtsuchenden, der sich einen völlig schmerzunempfindlichen Leib
wünscht: „Der Schmerz ist des Lebens größter Wohltäter und getreuester
Schutzwächter, ohne den das Leben gar nicht bestehen könnte! Zudem ist dir ja
ohnehin ein schmerzloser Leib gegeben worden. Wenn du ihn hältst nach Meiner
Ordnung, so wirst du dein Leben auch ganz schmerzlos verbringen. Und wenn du
mäßig bist im Essen und Trinken, da wirst du auch verschont bleiben vom inneren
Weh; und wenn du nicht zu sehr den Werken des Fleisches obliegst, so wirst du
nie einen Schmerz erfahren!“
[H.
Bd. 3, Kap. 72, 10-13]
Jesus:
„Über wen Ich noch allerlei Leiden und Trübsal zulasse, dem helfe Ich auch zur
rechten Zeit; wen Ich aber sein irdisch stolzes und schwelgerisches Wohlleben
fortgenießen lasse, der trägt sein Gericht und seinen ewigen Tod schon in
sich.“
[Ev.
Bd. 9, Kap. 29, 13]
Jesus:
„Des Leibes Krankheiten sind zumeist die bitteren Folgen der Nichtbefolgung der
von Mir den Menschen klar ausgesprochenen Gebote. Wer diese von Jugend an treu
hält, der wird bis in sein hohes Alter keines Arztes bedürfen, und seine
Nachkommen werden nicht an den Sünden ihrer Eltern zu leiden haben.“
[Ev.
Bd. 9, Kap. 35, 6-7]
Der
Herr: „Den Kranken sage, sie sollen sich in ihrer Krankheit nicht betrüben,
sondern sich ernstlich an Mich wenden und Mir ganz trauen. Ich werde sie
trösten, und ein Strom des köstlichsten Balsams wird sich in ihr Herz ergießen,
und des ewigen Lebens Quelle wird unversiegbar in ihnen offenbar werden. Sie
werden genesen und sollen erquickt werden wie das Gras nach einem Gewitterregen.“
[H.
Bd. 1, Kap. 1, 3]
Jesus
zu zwei auf ihre Bitte geheilten Griechen: „Dies merket euch aber, daß es dem
Menschen um seiner Seele willen nicht allzeit zuträglich ist, wenn er gesunden
Leibes einherwandelt; denn ein zu gesundes Fleisch
wird leicht erregt durch allerlei sinnliche Lustreize, in welche die Seele eher
einwilligt, als wenn ihr Fleisch kränklich und schwach ist. Und so ist eine
Leibeskrankheit gewisserart eine Wache vor der Tür des inneren Lebens der
Seele. Darum hütet euch, daß ihr nicht wieder in eure alten Sünden und mit
ihnen in noch ärgere Krankheiten verfallet! Verleugnet euch selbst und folget
dem Geiste Meiner Lehre nach! — Ich will nicht, daß jemand mit einem kranken
Leibe dieses irdische Willensfreiheitsfreiheitsprobeleben durchmachen soll;
wenn aber die Menschen den Rat Meiner Liebe und Ordnung nicht beachten, so sind
sie selbst die Schöpfer aller Übel ihres Leibes und ihrer Seele!“
[Ev.
Bd. 9, Kap. 158, 11-13]
Jesus
zu leidgeprüften, einst reichen, mit Gott hadernden Juden: „Gott ließ euch, die
ihr zuvor in großem Wohlstande, aber auch in leiblicher und geistiger Trägheit
lebtet, einige Jahre hindurch eine ernstere, härtere Schule des Lebens
durchmachen, auf daß ihr nicht nur des Erdenlebens Anmut, sondern auch dessen
Bitternis selbst erfahren solltet, um danach den wahren Wert des Lebens und
seinen Zweck in euch zu erforschen und zu erkennen. Ihr habt nun des Lebens Wermutbecher
bis zum letzten Tropfen verkostet und seid dadurch zu tief denkenden Menschen
geworden, fähig zur Aufnahme des wahren, lebendigen Gotteslebenslichtes aus den
Himmeln, und so hat Gott denn nun in dem Augenblick eure Bitten erhört, in dem
ihr Seiner Hilfe am meisten bedürftet! — Und was Er nun euch getan hat, das hat
Er getreuest schon sehr vielen Menschen getan, wenn
sie sich wahrhaft gläubig in ihrer Not an Ihn gewendet haben!“
[Ev.
Bd. 9, Kap. 20, 11-13]
Jesus:
„Mangel, Not und allerlei Elend lasse Ich nur dann unter die Menschen kommen,
wenn sie von Mir ganz abgefallen und finstere Götzendiener oder selbstsüchtige
Weltlinge geworden sind. Denn Not und Mangel nötigen die Menschen zum
Nachdenken über die Ursachen ihres Elends, machen sie scharfsichtig, und es
werden auf diese Art kluge und weise Männer aus dem Volke aufstehen, die ihren
Mitmenschen die Augen öffnen und ihnen die Quellen des allgemeinen Elends zeigen.
— Würden die Menschen sich nie von Gott abwenden, so würden sie auch nie in Not
und Elend verfallen.“
[Ev.
Bd. 9, Kap. 35, 4 und 5]
Jesus
zu Petrus: „Die meisten Krankheiten der Menschen sollen verhüten, daß die Seele
eins werde mit dem Fleische, das auch bei den Kindern des Lichts aus dem
gebannten Satan genommen ist. Bei den Kindern des Lichts ist das Besondere, daß
ihre Leiden, wenn die Seele fleischlich werden will, vom Himmel aus verfügt
werden. Auch die Schmerzen der Kinder der Welt werden aus diesem Grunde aus den
Himmeln verordnet und zugelassen, sind aber doch Schmerzen der Hölle, da der
Leib des Weltkindes als ein Teil Satans es mitfühlt, wenn der Hölle durch den
gewaltigen Einfluß der Himmel ein Teil ihres Gesamtlebens entrissen wird.“
[Ev. Bd.
2, Kap. 169, 12]
Der
Herr zu dem von Seinem furchtbaren Feuergericht entsetzten und erschütterten
Volk von Hanoch: „Wahrlich, eine große Mühe habt ihr
Mir bereitet! Eure stets wachsenden Sünden haben Meine Geduld und Langmut auf
eine überaus starke Probe gestellt! Daher mußte Ich durch eine große Todesangst
eure völlig zerstreute Seele sammeln und sie vollständig umgestalten, damit sie
wieder fähig werde, das Leben des Geistes aus Mir in sich geltend zu machen und
sich leiten zu lassen von dessen sanfter Kraft!“
[H.
Bd. 3, Kap. 168, 4 und 3]
Jesus
zu gereiften Jüngern und Freunden: „Ihr sollt die Heilung einem Kranken nicht
vorenthalten, wenn euch Mein Geist im Herzen sagt: ‚Dem werde geholfen!‘ — Sagt
aber der Geist: ‚Den lasse in der Plage des Fleisches, auf daß seine Seele satt
bekomme, zu frönen den Gelüsten des Fleisches!‘, dann soll er es erdulden zum
Heile seiner Seele!“
[Ev.
Bd. 5, Kap. 75, 8]
Der
Herr zu einem Familienvater: „Das Weinen der Kinder nach dem Verlust weltlicher
Dinge soll dich niemals rühren! — Dann bist du geschickt zu Meinem Reiche. Wenn
jemand in der Weltliebe erkrankt, da er sein Gemüt zerreißt der Welt und der
Eigenliebe wegen, siehe, den drückt das Kreuz Meiner Erbarmung. Dieser soll
nicht getröstet werden eher, als bis er das Kreuz willig und mit Liebe
angenommen hat.“
[Hi.
Bd. 2, S. 19, 1. 2]
Jesus:
Krankheiten aller Art werden von Gott nicht absichtlich verfügt, sondern nur
zugelassen als Heilmittel für die Seelen, um sie von der Welt abzuziehen.
[Ev.
Bd. 6, Kap. 55, 4]
Jesus:
„Bei den meisten von Mir Geheilten war die Krankheit eine Folge ihrer früheren
vielen Sünden. Wären diese Menschen durch ihre Sünden nicht krank geworden, so
wäre es um ihre Seelen geschehen. Nur eine schwere, bittere Krankheit hat sie
nüchtern gemacht. Sie verloren dadurch ihre Liebe zur Welt, ihre Seele ward
freier, und es kam ihnen dann auch zur rechten Zeit die Heilung ihres Leibes.“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 56,4]
Jesus:
„Fängt ein Übeltäter in der Leidensschule an, das Böse des Bösen wegen zu verabscheuen
und das Gute des Guten wegen zu erwählen, so wird er in seiner Strafe geduldiger,
da er sein Leiden, durch das sein Leben gebessert wird, gerecht findet. Wenn
der Übeltäter auf diesen Punkt gekommen ist, und sein Inneres im Ernste besser
wird, dann ist es an der Zeit, mit den äußeren Strafen nachzulassen.“
[Ev.
Bd. 7, Kap. 93, 10]
Jesus:
„Was soll aus einem in Sünden gezeugten, körperlich ganz verkümmerten Kinde auf
dieser Erde werden? Ist es da nicht besser, wenn es von dieser Welt genommen
und im jenseitigen Kinderreich von Engeln großgezogen wird?“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 55, 5]
Jesus:
„Es gibt Menschen, die wegen der Sünden ihrer Eltern oder Voreltern schon vom
Mutterleibe aus krank in diese Welt kommen. Sie stammen ihrer Seele nach
zumeist von oben her und machen nur eine zeitweilige Fleischprobe auf dieser
Erde durch, für diese aber ist jenseits im Reiche der Geister schon bestens
gesorgt, und jeder, der sie pflegt mit Liebe und Geduld, wird von ihnen einst
jenseits mit der gleichen Liebe und Geduld in ihre himmlischen Wohnungen aufgenommen.“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 56, 10]
Jesus:
„Die Menschen kultivierten ihre irdische Wohnwelt zu sehr, erbauten Städte und
errichteten ein Prachtwerk ums andere. Sie wurden in ihre Welt so verliebt, daß
sie Gott vergaßen und leugneten. Kam dann ein Seher, von Gott erweckt, zu
ihnen, so wurde er ausgelacht. — Nun, derlei Menschen müssen dann durch
allerlei bittere Erfahrungen, durch so manche Leiden und Schmerzen immer mehr
von der Welt abgezogen werden, da sie sonst ganz von der Materie und dem Tode
verschlungen würden. Und seht, das ist nun der Grund, warum auf der Erde die
Menschen so vieles zu erleiden haben.“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 162, 4-6]
Jesus
zu einem römischen Oberstadtrichter, der nach der Ursache schmerzhafter Krankheiten
fragt: „Besehet die vielen Leckerbissen, mit denen die Menschen ihren Leib füllen,
und es wird euch klar, wieviele ungegorene, unreine, böse und schädliche
Substanzen dadurch oft den ganzen menschlichen Leib in Besitz nehmen und mehr
und mehr quälen! Denn solche Substanzen geraten dann in einem Menschenleibe in
einen beständigen Kampf, den der Mensch nur dadurch auf eine Zeitlang zu
beschwichtigen vermag, daß er zu allerlei Kräutern und Wurzeln seine Zuflucht
nimmt und damit die inneren Seelensubstanzen beruhigt. Aber solch eine
Gesundheit ist nie von Dauer, besonders bei einem alten Menschen, — er müßte
denn auf längere Zeit zur ganz einfachen Leibesernährung greifen. Aber die
meisten Menschen, wenn sie dem Leibe nach durch eine geeignete Medizin gesünder
werden, bekommen bald wieder Lust zu ihren alten Leckereien, werden darauf
kränker als ehedem und nehmen oft ein schmerzvolles Ende.“
[Ev.
Bd. 10, Kap. 182, 5-6]
Jesu
Abschiedsworte an bekehrte indische Weise: „Um was ihr den Vater bittet in Meinem
Namen, das wird euch auch gegeben werden. Denn der Vater ist gut und hat kein
Wohlgefallen an den Leiden der Menschen. Aber Er hindert auch nicht, daß solche
über die Menschen kommen, wenn sie aus lauter Weltsinn des Vaters vergessen,
keinen Glauben haben und sich selbst in alles begeben, was ihnen Ungemach
bereiten muß. Wandelt gleichfort auf den Wegen, die Ich euch nun treulich
gezeigt habe, so werdet ihr wenig zu leiden haben und euer Abgang von dieser
Welt wird ein leichter sein!“
[Ev.
Bd. 8, Kap. 16, 10-11]
Jesus
zu Lazarus von Bethanien, der sich über das arge Treiben der jüdischen Tempelpriester
zu Jerusalem ärgert: „Willst du jenseits völlig bei Mir sein für ewig, dann
mußt du Mir auch darin gleich sein, daß du dich über niemanden ärgerst. Denn
der Ärger ist der leiblichen Gesundheit nicht zuträglich, da er zuviel Galle
erzeugt; diese verdirbt das Blut und setzt das menschliche Leben aufs Spiel.
Also hüte dich ganz besonders vor großem Ärger, ansonst du bald dein
Leibesleben einbüßen würdest.“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 164, 12-13]
Jesus
zu einem übereifrigen, vom Tode erweckten, jungen Mädchen: „Sei in der Folge
klug und verrichte nur solche Arbeiten, für die du hinreichende Kräfte
besitzest, ansonst dir wieder etwas Ähnliches widerfahren könnte. Der Fleiß
eines Menschen ist zu loben; wenn er aber seine Kräfte übersteigt, so ist er
nicht mehr löblich, sondern töricht.“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 73, 9]
Jesus:
„Über Menschen, die durch allerlei Welttümlichkeiten
ihre Seele zu sehr in ihr Fleisch versenkt haben, kommen am Ende bittere
Leiden; denn eine solche Seele muß, damit sie nicht völlig verderbe in ihrem
Fleische, mit großer Gewalt davon losgetrennt werden, was auch im Leibe große
Schmerzen erzeugt. Und das ist gut für die Seele, weil sie durch Schmerzen und
Leiden von ihren fleischlichen Gelüsten gereinigt wird und dadurch im Jenseits
einen leichteren Fortgang auf der Bahn des geistigen Lebens findet.“
[Ev.
Bd. 8, Kap. 16, 12]
Jesus
verwirft die Tötung unheilbar Kranker, da kein Mensch weiß, warum Gott dem
Kranken ein solches Leiden zukommen ließ, und wie es dann jenseits um dessen
Seele stehen werde.
[Ev.
Bd. 6, Kap. 39, 2]
Jesus
auf die Frage Seiner Jünger, warum Er einigen schwachgläubigen, tempelhörigen
Juden nicht aus ihrer Not geholfen habe: „Bei diesen Juden, deren Bitte Ich
unerhört ließ, tut eine schmerzvolle Heimsuchung not; denn dadurch werden sie
aus ihrer alten Seelenträgheit aufgerüttelt, in der Geduld geübt, und ihre
Herzen werden sanfter und barmherziger, als das bisher der Fall war. Denn Ich
bin nicht nur ein Helfer, sondern da, wo es nottut, auch ein gerechter
Richter.“
[Ev.
Bd. 8, Kap. 161, 3]
Ein
frommer altjüdischer Herbergswirt fragt: ‚Was war schuld daran, daß mein Sohn,
der von frühester Jugend an, mein geratenster und
frömmster war, blind und lahm geworden ist?‘ — Darauf Jesus: „Solches
verschuldete deine zu große Vorliebe für diesen Sohn, sowie die von dir ohne
Vertrauen auf Gott veranlaßten falschen Heilkuren durch unkundige Ärzte. Doch
hast du nun eingesehen, daß ein rechter Jude auch bei leiblichen Übeln stets
mehr auf Gott als auf die oft unwissenden Weltärzte sein Vertrauen setzen
solle; denn wo kein Arzt mehr helfen kann, da kann Gott allein wohl noch
helfen! Und Ich wußte ja auch, daß Ich zu dir kommen werde, um dir in der
Heilung deines Sohnes ein Zeichen zu geben, daß Ich der Herr bin, und daß Mir
nichts unmöglich ist!“
[Ev.
Bd. 10, Kap. 148, 9-12]
Jesus:
„Moses hat den aus der Knechtschaft Ägyptens erlösten Israeliten den Speisezettel
vorgeschrieben, um das zur Unmäßigkeit neigende Volk vor schweren Krankheiten
zu bewahren. Die Juden, welche streng danach lebten, blieben gesund bis in ihr
hohes Alter, aber viele sehnten sich bald zurück nach ihren ägyptischen
Fleischtöpfen, wurden daher krank, schwach und mühselig und mußten unter
allerlei Krankheiten ihr Leibesleben beschließen.“
[Ev.
Bd. 10, Kap. 182, 7]
Jesus
zu einer armen Familie in Emmaus: „Gott hat euch stark geprüft, und ihr habt ohne
Murren in voller Ergebung in den Willen Gottes alles, was über euch gekommen
ist, ertragen. Als eure Not das Vollmaß erreichte, hat Gott euch auf eine
wunderbare Art schnell geholfen, und diese Hilfe wird bei euch verbleiben nicht
nur zeitlich bis ans Ende eures irdischen Lebens, sondern auch über das Grab
hinaus für ewig! — Warum ihr aber auf dieser Erde von Gott so stark geprüft
wurdet, das werdet ihr erst im andern Leben erfahren und einsehen.“
[Ev.
Bd. 7, Kap. 134, 14]
Jesus:
„Menschen, die noch nie einen Tag ohne Leiden begrüßen konnten, haben ihren
Ernst in den Kämpfen der Nacht gestählt und werden demnach auch am freundlichen
Lebenstage des Lebens Ernst nicht hintansetzen.“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 130, 15]
Jesus:
„Es ist wahr, daß des Menschen Leben von Geburt an von vielen Drangsalen und
Leiden behaftet ist, aber wenn er nach der erkannten Ordnung Gottes lebt und dadurch
in sich schon auf dieser Erde das lebenshelle Bewußtsein überkommt, was ihn im
andern Leben erwartet, so wird er alle noch so bitteren Prüfungen, die nur zur
Erweckung des Geistes Gottes in seiner Seele ihm zugelassen werden, mit aller
Geduld und Standhaftigkeit ertragen und dabei vollauf frohen Mutes sein.“
[Ev.
Bd. 9, Kap. 119, 19]
Jesus
zu geheilten Dienstleuten des Wirtes von Kana, die sich scheuen, in Seiner Nähe
zu speisen: „Höret, eure gerechte Demut und Bescheidenheit gefällt Mir und
frommt eurer Seele, aber dennoch bleibet hier! Denn ihr habt viel mit Geduld
und voller Ergebung in den Willen Gottes gelitten und euch dadurch als wahre
Helden im Glauben und Vertrauen auf Gott erwiesen. Ihr seid darum auch würdig,
als Begnadigte des Herrn in Seiner nächsten Nähe euch zu stärken; und so setzet
euch nur ganz wohlgemut an jenen Tisch und esset und trinket, was euch
aufgesetzt wird!“
[Ev.
Bd. 9, Kap. 97, 12]
Der
Herr: „Wenn irgendwo Reisende einkehren, so bringen sie auch verschiedenes Gepäck
mit und geben es dem Hauswirt zur Verwahrung. Ich bin auch ein Reisender, und
Mein ganzes Gepäck besteht in einem Kreuze. Wohin Ich nicht mit Meinem Kreuze
komme, da bin Ich auch nicht willens zu bleiben. — Wenn Ich aber komme mit
Meinem heiligen Gepäck, dem Kreuze, so bin Ich dann auch mit allem da und bin
nicht so leicht wieder hinauszubringen!“
[Hi.
Bd. 2, S. 52, 13. 14]
Des
Herrn Rat für eine Kranke: „Sie soll nicht zu sehr nachsinnen, was sie wieder
völlig gesund machen könnte! Denn Ich, der Arzt aller Arzte, der Ich ihr schon
so weit geholfen habe, werde ihr auch weiter helfen. Es liegt nicht zuviel
daran, ob auf den Gebeinen viel oder wenig Fleisches hängt; aber alles liegt
daran, wieviel der wahren Liebe zu Mir sich in einem Herzen vorfindet! Daher
soll sie sich auch mehr an Meine Liebe halten als an alles andere — so wird sie
wahrhaft genesen!“
[Hi.
Bd. 2, S. 101, 23-25]
Jesus:
„Ich heile nicht nur des Menschen Fleisch, sondern wo eine Seele noch nicht zu
mächtig mit ihrem Fleische verbunden ist, mache Ich die Seele frei und erwecke
den in ihr gleichsam begrabenen Geist. Dieser stärkt sogleich die Seele, die
dann frei wird, und es ist ihr alsbald ein leichtes, alle Gebrechen des Fleisches
in einem Augenblick in Ordnung zu bringen. — Das nennt man dann eine
Wunderheilung, während es doch die allernatürlichste Heilung ist.“
[Ev.
Bd. 3, Kap. 12, 8-9]
Jesus
zu einem Zeuspriester, der bezweifelt daß der Herr einem Armlosen die
verlorenen Glieder wieder geben kann: „Wie urteilst du schwachsinniger Mensch
über die göttliche Weisheit, Kraft und Macht?! Wer hat denn den ersten Menschen
in die Welt gestellt ohne Zeugung und Mutterleib und hat dem, der zuvor nicht
war, alle seine Glieder gegeben? Siehe, das war Der, welcher nun wirkt in Mir,
wie du dich hast überzeugen können bei den etlichen hier von Mir gewirkten
Zeichen! Siehst du denn nicht ein, daß nur der Geist Gottes solches vermag, der
in Mir und eins ist mit Meinem Willen?!“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 97, 26]
Der
Fürst Abgarus Ukkama in Edessa
schreibt an den Herrn Jesus: „Ich habe von Dir gehört und von Deinen
Gesundmachungen, wie Du sie ohne Arzneimittel und Kräuter verrichtest. Denn die
Rede geht, daß Du die Aussätzigen reinigest, daß Du die Blinden sehen und die
Lahmen gehen machst, die unreinen Geister austreibest und diejenigen heilest,
die mit langwierigen Krankheiten kämpfen, und sogar die Toten auferweckest!“
[Bw.
1, Abs. 2]
Jesus
heilt durch Sein göttliches Wort verkrüppelte Glieder und stellt eine fehlende
Hand wieder her.
[Ev.
Bd. 6, Kap. 23, 11-12]
Der
Herr: „Der Kranken sage, daß nur Ich der einzige und allein rechte Arzt bin und
frei helfen kann, wem Ich will!“
[Hi.
Bd. 1, S, 269, 2]
Zwei
von Jesus geheilte Kranke bekunden, es sei ihnen so vorgekommen, daß sich eine
sehr helle, weiße Flamme gleich einem Blitz über sie ergossen habe, worauf sie
alle Schmerzen verließen, sie sich gesund und gestärkt fühlten und sogleich das
Bett verlassen konnten.
[Ev.
Bd. 8, Kap. 112, 7]
Durch
Jesu wundermächtiges göttliches Wort Geheilte bezeugen: „Wir empfanden, daß uns
eine Kraft wie ein Feuer durchströmte, und wir waren gesund wie niemals zuvor!“
[Ev.
Bd. 8, Kap. 165, 6]
Ein
von schwerer Gicht durch Jesu Wort geheilter Knecht erzählt seinem Dienstherrn,
daß es ihm vorkam, als ob es um ihn geblitzt habe, worauf ihn im Augenblick
aller Schmerz und alle Schwäche verließen, so daß er sich gleich vom
Krankenbette zu erheben vermochte. Es müsse da Gott an ihm ein Wunder gewirkt
haben.
[Ev.
Bd. 9, Kap. 68, 4]
Jesus
bei dem Wirt von Kana, bei dessen Hochzeit Er Wasser in Wein verwandelt hatte,
nach Jahren wieder einkehrend, findet in dessen Haus viel Krankheitsnot und
sagt: „Ich hätte schon früher zu dir kommen können, doch da fehlte es dir noch
sehr am lebendigen Glauben und Vertrauen. Als du aber nach Kis
zu dem Freunde Kisjonah kamst, da erst bekamst du ein
rechtes Licht über Mich und gelangtest auch zum rechten Glauben und Vertrauen
auf Mich, und so kam Ich denn auch, um dir Hilfe zu bringen, und will nun, daß
alles was in deinem Hause krank ist, samt dir gesund sein soll!“
[Ev.
Bd. 9, Kap. 97, 7]
Der
Herr zu einem Leidenden: „Die Glaubenskur aus der Liebe zu Mir, eurem Vater,
ist die allerbeste! Wenn du glaubst in deinem Herzen, daß Ich dir allezeit
helfen kann und will, wenn du nur immer Meiner allein rechten und wahren Hilfe
vonnöten hast, und wann du dich immer lebendig volltrauend darum zu Mir
wendest, dann soll dir auch allezeit geholfen sein!“
[Hi.
Bd. 2, S. 292, 1. 2]
Jesus
heilt einen Blindgeborenen, indem Er dessen Augen mit befeuchteter Erde bestreicht
und den Blinden dann zur Waschung zum Teiche Siloah
sendet. Die Pharisäer bezweifeln die göttliche Art der Heilung, weil sie an
einem Nachfest-Sabbat geschah.
[Ev.
Bd. 7, Kap. 186, 7-44]
Jesus
heilt einen fischvergifteten, reichen persischen Kaufmann, indem Er ihm die
rechte Hand auf die Magengrube legt, und weist dessen große Dankesopfergabe
zurück mit den Worten: „Alles dessen benötige Ich nicht! — Ich sehe nur auf ein
treues, Gott über alles und seine Mitmenschen wie sich selbst liebendes Herz!
Und so kannst du dein Geld zu anderen, Gott wohlgefälligen Zwecken der wahren
Nächstenliebe verwenden!“
[Ev.
Bd. 9, Kap. 111, 15-16, Kap. 112, 1-2]
Jesus:
„Ich helfe vor allem denen, die da glauben, wenn sie auch keine Zeichen und
Wunder schauen. Wo der unbedingte Glaube Mir entgegenkommt, da heile Ich sicher
und gewiß.“
[Ev.
Bd. 1, Kap. 90, 3]
Glaubensheilung
des Sohns eines Königlichen durch Jesus.
[Ev.
Bd. 1, Kap. 90, 5-8]
Heilung
des gichtbrüchigen Knechts des Hauptmannes von Kapernaum durch Jesus.
[Ev.
Bd. 1, Kap. 97]
Glaubensheilung
der Tochter eines kananäischen Weibes durch Jesus.
[Ev.
Bd. 2, Kap. 168, 2-12]
Jesus
heilt das belehrte und bekehrte Weib am Jakobsbrunnen von langem, schwerem
Leiden durch Sein Wort: „Sei gesund!“
[Ev.
Bd. 1, Kap. 29, 5]
Jesus
heilt ein blutflüssiges, griechisches Weib, das gläubig Sein Gewand anrührte,
und entläßt die Erschütterte mit den Worten: „Stehe auf, Meine Tochter, dein
Glaube hat dir geholfen! Ziehe nun hin mit Frieden und sei gesund und frei von
deiner Plage!“
[Ev.
Bd. 1, Kap. 111, 8-18]
Jesus
zu Josa, einem für seine schwerkranke Familie um
Heilung flehenden alten Juden: „Ich wollte in Nazareth wegen des zu großen
Glaubensmangels kein Zeichen mehr wirken; aber wenn du glauben kannst, daß Ich
dir und deiner Familie zu helfen vermag, so ziehe getrost heim, und dir geschehe,
wie du glaubst.“
[Ev.
Bd. 2, Kap. 33, 5]
Jesus
heilt einen vertrauensvoll nach Seiner Hilfe schreienden Blinden und gebietet
dem kräftigen Manne, künftig nicht mehr zu sündigen und durch ehrliche Arbeit
sein Brot zu verdienen.
[Ev.
Bd. 8, Kap. 54, 10-22]
Jesus
heilt einen fußverletzten jungen Ägypter, der an Krücken ging und sich ihm mit
den Worten genaht hatte: „O du guter Herr, als ich Dich eine Weile betrachtete,
da ward es wie glühend in meinem Herzen, und ich vernahm eine Stimme in mir:
Nur Dieser allein kann dir helfen!“
[Ev.
Bd. 8, Kap. 192, 22-26]
Jesus
heilt einen schwer Gichtkranken, den die drei Weisen aus dem Morgenlande, die
sehr kundige Ärzte waren, für unheilbar erklärt hatten, mit den Worten: „Sei
geheilt und wandle, aber sündige fortan nicht mehr, auf daß dir nicht noch
Ärgeres begegne!“ — Da erschraken die Weisen und wollten den Herrn anbeten.
[Ev.
Bd. 6, Kap. 40, 13-2 1]
Im
Heilbad des alten römischen Kriegers Markus wird ein griechischer Arzt, der
begeistert an die Gottheit Jesu glaubt und davon zeugt, aus der Ferne durch
Jesus von seinen alten, schweren Übeln befreit.
[Ev.
Bd. 9, Kap. 161, 1-3, Kap. 162, 5]
Jesus
heilt aus der Ferne eine Schar in ihren Sünden rückfälliger Schwerkranker aus
Joppe durch ein von ihm gesegnetes Mahl vor der Herberge des Heilbadbesitzers
Markus. Durch einen erleuchteten Diener des Markus ermahnt der Herr die
Geheilten, nicht wieder in ihre alten Sünden zu verfallen.
[Ev.
Bd. 9, Kap. 186, 15-20, Kap. 187, 4-6]
Jesus
heilt aus der Ferne die Tochter Veronika des glaubensstarken römischen Hauptmanns
Pellagius.
[Ev.
Bd. 10, Kap. 36, 2 1-24, Kap. 37, 1-4]
Jesus
heilt einen schwer gichtbrüchigen Jüngling in der Bergstadt Pella
mit den Worten: „Aus Meiner eigenen Macht, die Mir innewohnt, sage Ich: Du Gichtbrüchiger,
Ich will es, werde gesund und sündige in der Folge nicht mehr; denn durch dein
geheimes Sündigen bist du zu deinem Leiden gekommen!“
[Ev.
Bd. 10, Kap. 33, 11]
Wunderheilung
eines langjährigen Kranken am Teich Bethesda durch Jesus am Sabbat.
[Ev.
Bd. 6, Kap. 1, 8-13]
Wunderbare
Massenheilung durch Jesus in einem armen Fischerdorf am Jordan.
[Ev.
Bd. 5, Kap. 253, 19-25]
Massenheilung
durch Jesus in der Herberge des frommen und biederen Wirtes Ebahl
zu Genezareth; überschwenglicher Dank des Ebahl und
der Geheilten.
[Ev.
Bd. 2, Kap. 103, 8-13]
Jesus
zu armen Fischern: „Ich bin allein ein wahrer Weltheiland für alle Menschen und
habe nicht nur die Macht, jeden Menschen durch Meinen Willen und Mein Wort dem
Leibe nach gesund zu machen, sondern vermag vor allem auch der Menschen Seelen
von langer Irrsal zu erlösen und ihnen das ewige selige Leben zu geben.“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 97, 9]
Jesus
zu Seinen zur geistigen Heilung berufenen Nachfolgern: „Ein Zeichen Meiner mächtigen
Gegenwart bei und in euch wird sein, daß, wenn ihr den leiblich Kranken aus
wahrer Nächstenliebe in Meinem Namen die Hände auflegt, es mit ihnen besser
wird, wenn dies zum Heile ihrer Seelen dienlich ist. Dabei saget allezeit im
Herzen: ‚Herr, nicht mein, sondern Dein Wille geschehe!‘ Denn ihr könnet es
nicht wissen, ob das Besserwerden des Leibes einer Seele dienlich ist. Und ein
ewiges Leben im Leibe ist ja keinem Menschen beschieden! Daher kann das
Handauflegen auch nicht jeden Menschen von seinen Leibesübeln befreien! Aber
ihr werdet dennoch keine Sünde dadurch begehen, daß ihr jedem Kranken die euch
angezeigte Liebe erweiset; den Helfer werde schon Ich machen, wenn es zum
Seelenheile des Menschen dienlich ist, was Ich allein weiß. — Wenn ihr aus der
Ferne vernehmet, daß ein Freund krank darniederliegt, dann betet über ihn und
leget im Geiste die Hände auf ihn, und es soll besser mit ihm werden. Dabei
bestehe das nur im Herzen auszusprechende Gebet in den wenigen Worten:
‚Jesus,
der Herr, wolle dir helfen! Er stärke dich, Er heile dich durch Seine Gnade,
Liebe und Erbarmung!‘ Wenn ihr das tut voll Glauben und Vertrauen zu Mir, so
wird es zur Stunde mit dem Kranken besser werden, wenn es seinem Seelenheile
dienlich ist.“
[Ev.
Bd. 9, Kap. 43, 6-9]
Jesus
erteilt bekehrten, in ihre Heimat zurückkehrenden Römern die Macht, durch Handauflegen
sowie auch in die Ferne hin Kranke zu heilen, und ermahnt sie: „Wollet mit der
euch nun verliehenen Kraft nicht prunken und lasset euch dafür von niemandem
bewundern oder ehren, sondern saget und zeiget es den Geheilten, wem sie im
Grunde ihre Heilung zu verdanken haben und wem allein dafür Ehre, Lob und Dank
gebührt! Umsonst aber erteile Ich euch aus der Macht Meines Willens solche
Kraft, und so denn heilet auch ihr umsonst die Menschen, die eurer Hilfe
bedürfen!“
[Ev.
Bd. 8, Kap. 153, 5]
Jesus
zu den mit Wunderkraft ausgerüsteten Verkündern Seiner Lehre: „Wenn ihr einem
Kranken offen vor den Augen der Menschen in Meinem Namen die Hände aufleget,
dann habt ihr zum Zeugnis für die Wahrheit Meines Wortes genug getan; doch im
geheimen ohne Zeugen könnet ihr es am Tage viele Male tun und arme Leidende von
ihrer Not befreien, ohne daß es auch nur einer von ihnen erfährt, wer ihn von
seiner Qual erlöst hat. Ich sage euch: Eine solche Heilung gilt bei Mir mehr
als hundert offenbare vor den Augen der Welt, und Ich werde euch dafür segnen!“
[Ev.
Bd. 8, Kap. 154, 9]
Ein
bekehrter, demütiger Essäerführer, von Jesus zum
Heilen berufen, legt einigen Kranken die Hände auf mit den Worten: „Im Namen
dessen, der allein mächtig, überheilig und endlos gut, liebevoll und barmherzig
ist, lege ich euch meine schwachen Hände auf, und es wolle euch dadurch der
große Herr und Meister Jesus helfen!“ Als der Oberste unter diesem Spruche, den
hernach auch alle Jünger Jesu bei Krankenheilungen gebrauchten, den Elenden die
Hände auflegte, da ward ein jeder im Augenblick so geheilt, als hätte ihm nie
etwas gefehlt.
[Ev.
Bd. 8, Kap. 201, 10-11]
Jesus:
„Wer jemandem die Hände auflegt, muß das in Meinem Namen tun, ansonst seine
Behandlung keinen Nutzen brächte. Es gehört auch ein fester, unerschütterlicher
Glaube und Wille dazu. Aus des Herzens tiefstem Grunde, aus der wahren
Nächstenliebe muß ein solches Bestreben hervorgehen, dann erfüllt die Kraft der
Liebe die Hände des Handauflegers und fließt wie ein sanfter Tau, Heilung
bringend, in die Nerven des Kranken.“
[Ev.
Bd. 4, Kap. 40, 4-6]
Jesus
erteilt bei der Aussendung von siebzig Jüngern diesen durch Handauflegung die
Macht der Krankenheilung, der Geisteraustreibung, sowie über arge Naturgeister
und reißende Tiere.
[Ev.
Bd. 7, Kap. 166, 17-19]
Das
Jesuskind zu einem Arzt in Nazareth, der fassungslos vor der plötzlichen
Heilung eines schwer gichtbrüchigen Mädchens steht: „Meinst du denn, die
Heilung des Mädchens war ein Wunder? Ich sage dir: Mitnichten. Versuche du nur,
auch deine anderen Kranken auf diese Art zu behandeln, und es wird besser mit
ihnen! Gehe hin, erwecke in ihnen den Glauben, lege ihnen dann die Hände auf,
und sie werden genesen im Augenblick! Aber zuvor mußt du selbst fest glauben,
daß du ihnen helfen kannst und auch unfehlbar helfen wirst.“
[Jug. Kap. 274, 10-13]
Jesus:
„Jeder rechte Himmelsbote wird von Mir die Fähigkeit erhalten, die Kranken zu
heilen durch die Auflegung seiner Hände. Dieses soll er in einer Gemeinde,
bevor er predigt, alsbald tun, da es für die neue Lehre aus den Himmeln einen
guten Sinn erweckt.“
[Ev.
Bd. 4, Kap. 165, 13]
Jesus:
„Wer in Meiner Lehre wandelt und glaubt, daß Ich der wahre Christ bin, der mag
einem Kranken in Meinem Namen die Hände auflegen, und es wird besser mit ihm werden.
Auch wenn ein Kranker in der Ferne ist, und du betest in Meinem Namen über ihn
und streckst nach ihm deine Hände aus, so soll er gesund werden, wenn es zu
seinem Heile gereicht.“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 180, 3]
Der
bekehrte, zum Heilen berufene Essäeroberste Roklus weist ehrfurchtsvoll bei ihm Hilfesuchende zurecht
mit den Worten: „Ich bin ein Mensch wie ihr und vermag aus mir selbst nichts.
Wenn durch mein Wort und Gebet Gott, der Eine und Wahrhaftige, jemandem eine
Gnade erweist, da gebührt Ihm allein alle Ehre!“
[Ev.
Bd. 8, Kap. 203, 12]
Der
geistige Arzt Borus heilt einen tobenden
Tollwutkranken mit den Worten: „Der Herr Jesus sei mit dir, und du sei geheilt
in Seinem Namen!“
[Ev.
Bd. 2, Kap. 67, 15]
Jesus
erteilt Chiwar, einem bekehrten Pharisäer und
Schriftgelehrten, die Gabe der Krankenheilung durch Gebet und Handauflegen und
die Fähigkeit, im Herzen die Pläne der Gegner Jesu zu erkennen.
[Ev.
Bd. 2, Kap. 85, 2]
Jesus
erteilt vier Indojuden die Gabe, durch Handauflegen
Kranke und Besessene zu heilen und verweigert diese Kraft neubekehrten Templern
mit der Begründung: „Diese vier (Indojuden) sind
schon länger um Mich und in allem wohl unterrichtet; ihre Seelen sind rein und
ohne Sünde, und die erteilte Kraft bleibt in ihnen. Eure Seelen aber sind noch
mit so manchen Schwächen behaftet, deren ihr durch wahre Selbstverleugnung erst
los werden müsset; denn ein Gefäß, in welchem Meine Gnade verbleiben soll, muß
haltbar, fest, gut und rein sein!“
[Ev.
Bd. 9, Kap. 132, 1-3]
Jesus
zu dem großen, geistigen Arzt Borus: „Wenn ein
Kranker deine Hilfe erfleht, so frage ihn stets ganz ernstlich: „Glaubst du,
daß ich dir im Namen Jesu, des Heilandes aus den Himmeln, helfen kann?“ Sagt
der Kranke darauf vollernstlich: „Ja, ich glaube!‘, so heile ihn; zweifelt er
aber, dann heile ihn nicht, bis er glaubt, daß du ihn in Meinem Namen heilen
kannst!“
[Ev.
Bd. 2, Kap. 46, 16]
Jesus
heilt einen Händelosen durch den bekehrten Essäerobersten
Roklus, nachdem Er des Roklus‘
Zweifel am Gelingen dieser Heilung beseitigt hatte.
[Ev.
Bd. 8, Kap. 201, 18-21]
Jakobus
heilt einen Blinden durch Anhauchen und erklärt seinem fragenden Vater Joseph:
„Ich habe in mir eine Stimme vernommen, die zu mir sprach: ‚Hauche dem Blinden
ins Angesicht, und er wird sein Gesicht wieder erhalten!‘ Und siehe, ich
glaubte fest dieser Stimme in mir, tat nach ihrem Worte, und der Blinde ist
sehend! Der nun auf meinen Armen spielt (das Jesuskind) mit meinen Locken,
Dieser ist es, der in mir solches wunderbar geredet hat.“
[Jug. Kap. 162, 2-4, 7-8]
Jesu
Rat für den Heilbadbesitzer Markus: „Wer viel hat, der gebe als Entgelt für
deine Heilhilfe viel, und wer wenig hat, der gebe wenig, auf daß der Nichts
habende auch etwas habe! — Wenn du unter deinen Dienern oder Gästen einen
Geizigen (Habsüchtigen) siehst, so treibe ihn hinaus; denn der Geizige (Habsüchtige)
ist ein fressender Krebs in einer besseren Menschengesellschaft und verpestet
die Herzen der Menschen mit Zorn und Grimm!“
[Ev.
Bd. 5, Kap. 167, 12-13]
Borus, ein Freund Jesu, war der größte vom Herrn
gesegnete Arzt im Judenlande. Er verdiente sich durch seine Kunst, besonders
von den Großen und Reichen viel Gold und Silber, wogegen er armen Kranken ganz
umsonst alle mögliche Pflege und Hilfe zukommen ließ.
[Ev.
Bd. 2, Kap. 44, 1]]
Jesus
belehrt einen zum geistigen Heilen berufenen Jünger: „So du einen Kranken findest,
dem lege in Meinem Namen die Hände auf, und es wird besser werden mit ihm. Hast
du aber jemanden auf diese Art geheilt, so lasse dir die Heilung nicht
bezahlen, sondern sage zum Geheilten: ‚Danke Gott, dem Allmächtigen, in Seinem
Sohne Jesus! Gehe hin und sündige nicht mehr! Halte die Gebote und tue Gutes!‘
Dadurch wirst du Mir viele Gläubige erwecken.“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 79, 18-19]
Jesus
zu einem jungen, gläubigen Arzt, der arme Kranke kostenlos behandeln will: „Jesus
ist Mein Name; in diesem Namen lege du den Kranken die Hände auf, und es wird
besser mit ihnen werden, so das ihrem Seelenheile nützt! Den Reichen gib du nur
Arzneien wie zuvor; denn nur für die Armen verleihe Ich dir diese Kraft!“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 91, 6]
Jesus
zu einem jungen, gläubigen Arzt: „Sollten reiche Kranke auf Heilung durch Handauflegen
beharren, dann fordere von ihnen ein Entgelt, das sie als Geheilte dir und den
Armen zu leisten haben. Gehen sie freudig darauf ein, so lege auch ihnen die
Hände auf; wenn nicht, so laß sie in ihrer Krankheit und gib ihnen Arzneien,
wenn sie solche haben und nehmen wollen.“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 91, 10]
Jesus
zu dem großen Arzt und geistigen Heiler Borus:
„Vergiß auch in Zukunft der wahrhaft Armen nie und lasse dir deine von keinem
Weltmenschen erreichbare Kunst der Heilung aller Krankheiten von keinem armen
Bürger und noch weniger von einem Diener zahlen. Den großen Geldbesitzern,
Maklern, Wechslern, Kaufleuten und Grundbesitzern aber berechne deine Kunst
nach Recht und Gebühr; denn wer da hat und leben will, der soll für sein Leben
auch ein Opfer bringen.“
[Ev.
Bd. 2, Kap. 46, 9-10]
Jesus
zu dem großen, geistigen Arzt Borus: „In Sichar habe Ich auch einen Arzt erweckt, daß er sehr
beachtliche Heilungen bewerkstelligen kann; aber er kann sich von seinen
Kräutersäften nicht völlig trennen und steht daher dir nach.“
[Ev.
Bd. 2, Kap. 46, 13]
Jesus
empfiehlt Seiner Jüngerin Sarah, der Ehefrau des großen Arztes Borus, den Beruf der Wehemutter mit den Worten: „Es ist vor
Gott ein sehr wertvoller Dienst, den mit vielen Schmerzen Gebärenden
beizustehen!“
[Ev.
Bd. 2, Kap. 46, 15]
Jesus:
Fromme Weiber, die sich durch Gebet und Herzensreinheit einen Engel dienstbar
machen, können den oft schwer Gebärenden durch Handauflegung eine große Linderung
verschaffen.
[Ev.
Bd. 4, Kap. 40, 8]
Jesus
segnet die Heilquellen im Garten des Heilbadbesitzers Markus für Gichtleidende,
Fieberkranke und Aussätzige.
[Ev.
Bd. 5, Kap. 167, 8]
Der
Herr: „Was das sonderheitlich Nützliche der Quelle betrifft, die ihr den
‚Ursprung der Andritz‘ nennet, so gebe Ich euch kund,
daß, wenn diese Quelle zu einem benutzbaren Badeorte verwandelt würde, sie
beinahe die Eigenschaft hätte wie einst der euch bekannte Teich bei Jerusalem,
und es würden dort viele bresthafte und gichtische Menschen geheilt werden. Es
gibt zwar viele Quellen, aber nicht allen ist beständig ein schützender
Engelsgeist beigegeben. Dieser Quelle aber ist ein solcher Geist gegeben. Und
daher wohnt ihr auch eine besondere heilende Kraft inne. — Das geistig Nützliche
an ihr aber ist, daß jeder auf die gleiche Weise still aus sich hervortreten
soll wie diese Quelle, so wird er das Leben in sich nicht trüben durch eine
törichte Heftigkeit, und das Licht der Gnade wird ihn erleuchten können bis in
den innersten Grund, und sein ganzes Leben wird sein voll lebendiger
Hoffnungen, wie dieser Quellengrund bewachsen ist mit schönen, hellgrünen
Kräutlein. Und so werden sich auch seine demütigen Erkenntnisse gleich den
munteren Fischlein in dieser Quelle in dem hellen Wasser seines Lebens frei
nach allen Richtungen bewegen.“
[Hi.
Bd. 1, S. 207, 24-26]
Der
Herr empfiehlt gute Heilmittel, reine Kost und eine ruhige Lebensweise gegen verschiedene
Krankheiten.
[Hi.
Bd. 2, S. 389, 2 ff]
Der
Herr zu einem stärkungsbedürftigen Kranken: „Lasse dir ein von Mir gesegnetes Essen
und Trinken recht sorglos gut schmecken! Und gebrauche morgens und abends die
evangelische Kur, nämlich: Nimm roten, ungerichteten Wein und reines Olivenöl
und reibe dir damit die Brust, die Glieder, den Rücken, das Genick, am Abend
auch das Haupt und ganz besonders die Schläfen im Glauben und Vertrauen auf
Mich, so wirst du bald wieder stark und gesund werden! Doch sollst du in der
Zeit dich vom Kaffee und vom schlechten Weine enthalten, weil darin arge und unreine
Geister hausen, die da stürmisch und sehr unruhig sind.“
[Hi.
Bd. 2, S. 263, 9-11]
Der
Herr zu einer Kranken: „Auf Mich mußt du stets mehr Vertrauen als auf die Arzneimittel,
die Ich dir eben angeraten habe, sonst möchten sie dir wenig oder nichts
nützen. Denn alle Arzneien bekommen erst durch Mich ihre volle Heilkraft!“
[Hi.
Bd. 2, S. 396, 10]
Erstmalige
Erweckung der Tochter des Obersten der Synagoge, Jairus, vom Tode.
[Ev.
Bd. 1, Kap. 112]
Erweckung
des seit eineinhalb Jahren toten, völlig verwesten Knaben Josoe
vom Tode durch Jesus.
[Ev.
Bd. 2, Kap. 70, 1-10]
Jesus
gebietet gänzliches Schweigen über die höchst wunderbare Erweckung des Knaben Josoe vom Tode und fährt fort: „Denn die Menschen dieser
Zeit würden durch ein solches Zeugnis wie mit ehernen Ketten gezwungen, an Mich
zu glauben, wodurch ihr freies Leben einen großen Schaden erlitte; die spätere
Menschheit aber würde solche Zeugnisse als Erfindungen der menschlichen
Phantasie betrachten und sich dadurch an der reinen Lehre und ewigen Wahrheit
stoßen.“
[Ev.
Bd. 2, Kap. 71, 5-6]
Jesus
erweckt eine durch ihren unvorsichtigen Übereifer in einem großen Fischbehälter
ertrunkene Tochter eines gläubigen Herbergswirtes vom Tode.
[Ev.
Bd. 6, Kap. 73, 3-8]
Jesus
beweist einem reichen Zöllner Seine Allwissenheit. Er ruft dessen von drei
Ärzten für tot erklärten Sohn Jorabe ins Leben zurück
und entlarvt die gewinnsüchtigen Ärzte, die absichtlich das Leiden des Kranken
verlängert hatten.
[Ev.
Bd. 6, Kap. 82, 10-17, Kap. 83, 1-17]
Jesus
erweckt vor Nahim in Judäa einen Jüngling, den Sohn
einer frommen Witwe, aus dem Sarge vom Tode mit den Worten: „Ich will es, stehe
auf und wandle mit deiner Mutter nach Hause!“
[Ev.
Bd. 9, Kap. 33, 2-11]
Der
elfjährige Jesus erweckt ein Nachbarkind zum Trost seiner Mutter, einer Witwe,
vom Tode mit den Worten: „Kephas! Ich sage dir: Stehe auf und betrübe nimmer
das Herz deiner Mutter!“
[Jug. Kap. 296, 22]
Der
elfjährige Jesusknabe erweckt einen vom Gerüst gestürzten Zimmermann vom Tode
und ermahnt ihn, künftig sorgfältiger und weniger neidvoll zu arbeiten.
[Jug. Kap. 296, 29-32]
Jesus
zu unzeitig Fastenwilligen: „Der Leib braucht seines zeitlichen Fort-bestehens wegen ebenso eine Nahrung und Stärkung wie die
Seele, wenn sie in der Erkenntnis und in der Kraft des Willens wachsen soll.
Ein übertriebenes und grundloses Fasten ist daher ebenso eine Torheit und kann
sogar zur Sünde werden wie ein allzu üppiges Schwelgen. Wer in der wahren
Ordnung leben will, der sei mäßig in allem; denn jedes Unmaß muß mit der Zeit
für Leib, Seele und Geist nachteilige Folgen haben. Esset und trinket darum
ganz wohlgemut und seid dabei heiteren und dankbaren Gemütes!“
[Ev.
Bd. 4, Kap. 167, 12 und 14]
Jesus:
„Der Mensch kann sich wohl von der Welt ganz absondern gleich den Einsiedlern
von Karmel und Sion, die kein Weib ansehen und sich
kümmerlich von Wurzeln, Beeren, wildem Honig und Johannisbrot ernähren. Auch verschneiden
sie sich sogar des Reiches Gottes wegen, weil sie dann in keine Versuchung
geraten, ein Gebot zu übertreten. Aber zu wessen Nutz und Frommen alles?! Ich
sage es euch: Das nützt ihnen nichts und den anderen Menschen auch nichts! Denn
Gott hat dem Menschen die verschiedenen Kräfte, Anlagen und Fähigkeiten nicht
darum gegeben, daß er sie in einer Klause als Einsiedler verschlafe, sondern
daß er nach dem geoffenbarten Willen Gottes tätig sei und damit sich und seinem
Nächsten nütze! — So hat Gott zu dem Menschen auch niemals gesagt: ‚Verstümmle
und verschneide dich, auf daß dich das Fleisch des Weibes nicht reize!‘, sondern
Gott sprach zu Adam, als Er ihm das Weib gab: ‚Gehet hin, vermehret euch und
bevölkert die Erde!‘ Und bei Moses heißt es: ‚Du sollst nicht Unzucht und
Hurerei treiben, sollst nicht begehren deines Nächsten Weib und nicht
ehebrechen!‘ — Der Mensch muß also in der Welt wirken und freiwillig ihren
bösen Verlockungen widerstehen. Dadurch wird seine Seele stark, und die Kraft
des Geistes Gottes wird sie durchdringen!“
[Ev.
Bd. 7, Kap. 156, 4-7]
Jesus:
„Es gibt Menschen, die allerlei Fasttage streng halten in der Meinung, sich dadurch
das Himmelreich zu verdienen; diese aber werden sich sehr irren! Ich Will damit
nicht sagen, daß ihr Schwelger, Prasser und Säufer werden sollt, sondern ihr
sollt allezeit mäßig sein in allem!“
[Ev.
Bd. 5, Kap. 222, 6-7]
Jesus
zu einigen neubekehrten Judgriechen, die sich über
Seine menschlich-natürliche Eßlust wundern: „Der Leib braucht das Seine — und
der Geist das Seine. Wir sind unseren Gliedern eine rechte Stärkung schuldig
und dann werden wir auch des Geistes nicht vergessen. — Glaube ja keiner, daß
er Gott einen wohlgefälligen Dienst erweist, wenn er fastet und für seine
Sünden in härenen Kleidern vor aller Welt Buße tut! — Nur der ist Gott angenehm,
der dankbar ißt und trinkt, was ihm Gott zukommen läßt, um dadurch seine irdischen
Kräfte zu nützlicher Arbeit zu stärken, und der eine begangene Sünde als solche
erkennt, bereut, sie nicht mehr begeht und sich also bessert.“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 51, 2-3]
Jesus
verwirft das gleisnerisch-hochmütige Gebahren fastender Tempelbüßer, die andere
Menschen verachten und richten.
[Ev.
Bd. 6, Kap. 51, 5-6]
Jesus:
„Wenn ihr, Meine Jünger, in die Welt unter allerlei Völker in Meinem Namen
hinausziehen werdet, da esset, was man euch vorsetzen wird! Esset und trinket
jedoch nie über ein rechtes Maß, so werdet ihr das rechte Fasten halten; alles
andere aber ist Aberglaube und menschliche Torheit, von der die Menschen erlöst
werden sollen!“
[Ev.
Bd. 7, Kap. 85, 15]
Jesus:
„Fort mit Sack und Asche, fort mit dem Kasteien und Fasten, mit der Opferung
der Böcke und mit allen anderen Tempelopfern wegen der Vergebung der Sünden;
denn sie haben vor Mir nicht den geringsten Wert! Aber dafür herbei mit einem
festen und unbeugsamen Willen zur wahren, inneren Lebensbesserung! Herbei mit
der lebendigen Liebe zu Gott und zum Nächsten und mit dem vollen Glauben an
Gott und Seine Menschwerdung in Mir! Denn nur das heiligt den Menschen und
macht stark die Seele in Meinem in ihr waltenden Geiste!“
[Ev.
Bd. 8, Kap. 42, 3]
Jesus
zu Martha von Bethanien, die Ihn nach Seiner Lieblingsspeise fragt: „Der Mensch
lebt nicht allein von Brot und Wein, sondern vielmehr von jeglichem Worte, das
aus dem Munde Gottes kommt, wenn er danach tut; und es ist somit das Wort Gottes
eine vorzüglichste Nährspeise für den ganzen Menschen, während das Brot dieser
Erde nur seinen sterblichen Leib ernährt und nicht zugleich seine Seele und
seinen Geist. — Wie aber Gott durch das Wort die Hauptspeise für den ganzen
Menschen ist, so ist auch der Mensch, der Gott erkennt, Ihn über alles liebt
und Seinen Willen erfüllt, eine gute und höchst erquickliche Speise für die
ewige Liebe in Gott. Wenn du das nun verstanden hast, so magst du uns heute zum
Abendmahl ein gutes Gericht von wohlzubereiteten Fischen auf den Tisch setzen.“
[Ev.
Bd. 8, Kap. 93, 4-5]
Der
Herr zu Menschen der Urzeit, die aus Ehrfurcht und Liebe in Seiner Gegenwart
nicht essen und trinken wollen: „Meine lieben Freunde, jetzt seid ihr noch auf
der Erde und habt einen Leib, welcher der Erde angehört; also ist es auch
nötig, diesen zu stärken nach Maß und Ziel mit Speise und Trank!“
[H.
Bd. 1, Kap. 132, 8]
Jesus
zu einem geistig verzückten Oberägypter, der beim Anblick des Herrn auf körperliche
Nahrung verzichten will: „Ich weiß wohl, daß eine vom Geiste erfüllte Seele den
Hunger des Leibes nicht fühlt, aber dessenungeachtet muß der Leib seine
natürliche Nahrung bekommen, weil er sonst der Seele kein vollkommenes Werkzeug
abgeben kann. Und so müsset nun auch ihr, Freunde, zuvor eine ordentliche
Nahrung zu euch nehmen, damit ihr darauf um so kräftiger werdet, Mir gute
Dienste eurer Brüder wegen zu leisten!“
[Ev.
Bd. 7, Kap. 138, 12]
Jesus:
„Was zum Munde eingehet zur gerechten Ernährung und Kräftigung des Leibes, das
verunreinigt den Menschen nicht; aber was oft aus dem Munde kommt wie: Verleumdung,
Ehrabschneidung, unflätige Reden, Fluchen, falsches Zeugnis, Lüge und Gotteslästerung,
das verunreinigt den Menschen, und wer solches tut, der bricht das wahre
Fasten.“
[Ev.
Bd. 7, Kap. 85, 12]
Paulus
an die Gemeinde zu Laodizea: „Wenn jemand sagt, lehrt
und begehrt: ‚Diese und jene Speise darf nicht gegessen werden, da sie unrein
ist nach Moses!‘ —‚ da entgegne ich: Moses und die Propheten sind in Christo
erfüllt und (vom Gesetz) befreit worden; uns aber hat der Herr keine Speise
verboten, indem Er selbst aß und trank mit Sündern und Zöllnern und hat
ausgerufen: ‚Was du issest, verunreinigt dich nicht; aber was da kommt aus
deinem Herzen — als: arge Reden und Begierden, das verunreinigt allezeit den
Menschen!“
[Lao.
Kap. 2, 4-6]
Der
Herr: „Ich sage nicht: ‚Setzet euch gänzlich außer allen zu eurer zeitlichen
Existenz notwendigen Verkehr mit der Welt!‘; denn dergleichen habe Ich ja
selbst nicht getan, als ich auf der Welt war. Ich habe in der Welt gearbeitet
und ihr gar viele gute Dienste mit Meinen Händen getan.“
[Schrft. Kap. 16, 9]
Falsche
Himmelserwartungen asketischer Nonnen im Jenseits; ihre lieblose Werkgerechtigkeit
findet keine Anerkennung.
[BM.
Kap. 59, 5-11, Kap. 60, 7-12]
Der
Herr zu einem ängstlich um den Verlust seiner kranken Frau zagenden Freund:
„Sei froh und heiter; denn Ich bin bei dir! Iß und trink, natürlich mäßig; denn
von Mir hängt es ab, ob dir Speise und Trank dienen oder nicht. Ich sage dir,
du magst fasten, seufzen und trauern, so werde Ich dir darum dennoch nicht
helfen. — Aber durch den Vollglauben und durch deine wahre Liebe zu Mir und
daraus zu deinen Brüdern werde Ich dir allezeit helfen.“
[Hi.
Bd. 2, S. 414, 13. 14]
Jesus:
„Ein völlig rechtes Fasten besteht darin, daß man sich enthalte aller Sünde und
sich in allen Dingen der Welt selbst verleugne, sein Kreuz auf sich nehme und
Mir nachfolge, ohne darum gar zu ängstlich im Essen und Trinken zu sein, aber
auch nicht ins Schwelgen überzugehen. Alles andere Fasten hat vor Gott wenig
oder gar keinen Wert.
[Ev.
Bd. 1, Kap. 207, 8]
Jesus:
„Wenn jemand gesündigt hat, so vergleiche er sich mit dem, gegen den er sündigte,
und sündige in der Folge nicht wieder, dann werden ihm seine Sünden auch vergeben.
Aber durch Beten, Fasten und Kasteien werden niemandem seine Sünden nachgelassen,
solange er sie selbst nicht läßt.“
[Ev.
Bd. 7, Kap. 141, 15]
Jesus:
„Wenn dich das üppige Fleisch einer Jungfrau oder gar das des Weibes eines andern
anzieht und verlockt, so wende deine Augen ab und enthalte dich der Lust des
Fleisches, und du hast dadurch wahrhaft gefastet.“
[Ev.
Bd. 7, Kap. 85, 9]
Jesus:
„Wenn dich jemand beleidigt und erzürnt hat, dem vergib, gehe hin und vergleiche
dich mit ihm, und du hast dadurch gültig gefastet. Wenn du dem, der dir Böses zugefügt
hat, Gutes erweisest und den segnest, der dir flucht, so fastest du wahrhaft.“
[Ev.
Bd. 7, Kap. 85, 10-11]
Der
Herr zu einem Erzvater der Urzeit, der in törichter Weltflucht jeder Lebensfreude
entsagen will: „Wer was immer in der Welt mehr liebt als Mich, der ist Meiner
nicht wert! Eltern, Weib und Kinder sind auch in der Welt, daher sollst du sie
nicht mehr lieben als Mich, willst du Meiner würdig sein. Aber alles, was du
Mir opferst, will Ich dir dereinst tausendfach ersetzen im Reiche des ewigen
Lebens. Bleibe aber jeder, was und wo er ist, und opfere Mir in seinem Herzen
alles, was er hat, dann werde Ich ihn ansehen und Mich mit ihm auf ewig
verbinden! Was er aber dann in solcher Verbindung genießen wird, und was immer
er tun wird, das alles wird ihm zum ewigen Leben dienlich sein! Denn dann ist
Mein Geist in ihm und schafft alles um im Menschen: das Leben wird wahrhaft ein
Leben, die Liebe wird eine wahrhafte Liebe, das Tote selbst wird erweckt zum
ewigen Leben, und alle Lust in diesem Leben wird gerecht sein vor Mir, da Ich
sie in ihm geschaffen habe zur Vermehrung des ewigen Lebens und Meiner unendlichen
Liebe, Gnade und Erbarmung. Mit Mir kann der Mensch durch alle Pforten gehen
und alles genießen, weil Mein Geist in ihm alles zum Leben umgestaltet!“
[H.
Bd. 3, Kap. 125, 7-13]
Jesus
warnt vor Kasteiung zwecks Eindringens in das Geisterreich.
[Ev.
Bd. 1, Kap. 207, 9-10]
Jesus:
„Kein Teufel ist schwerer aus dem Menschen zu vertreiben als der Fleischteufel,
er kann nur durch vieles Fasten und Beten aus dem Menschen geschafft werden.“
[Ev.
Bd. 4, Kap. 80, 4]
Der
Herr ermahnt junge Mädchen zum gerechten Herzensfasten durch Ablegung aller
eitlen Welttümlichkeiten und durch die Pflege der
wahren Gottes- und Nächstenliebe.
[Hi.
Bd. 1, S. 329, 16-19]
Jesus:
„Es besteht ein großer Unterschied zwischen jenen bösen Geistern, von denen oft
Menschen besessen werden, und den ungegorenen Naturgeistern, aus denen die
ganze Erde in allen ihren Teilen und Elementen besteht. Aber diese
Verwandtschaft und gegenseitige Beziehung haben sie doch, daß ein Mensch, der
seines Leibes Naturgeister nicht zu sehr erweckt, auch nicht leicht dem Leibe
nach von den wirklichen bösen Menschenseelen besessen wird. — Darum warne Ich
euch vor der Wachrufung der bösen Naturgeister in Fleisch und Blut. Denn sind
diese einmal zu wach, so gesellen sich bald die sich noch sehr häufig in der
unteren Erdregion aufhaltenden unreinen Seelen verstorbener Menschen zu ihnen, und
dann ist ein solcher Mensch im vollen Ernste besessen.“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 187, 7-8]
Jesus:
„Es gibt in und über der Erde ungegorene böse Geister, die stets darauf ausgehen,
sich des Menschenleibes zu bemächtigen. Sie sind Ausgeburten des alten Gerichtes
der Erde, suchen ihresgleichen unter den Kindern der Welt und beschleichen ihre
Sinne. Das tut den Kindern der Welt wohl, und sie folgen den geheimen Lockungen
solcher Geister. Diese Menschen ergreifen dann alles, was in der Welt Aufsehen
macht. Denn weil sie den wahren Geist Meiner Lehre nicht haben wollen, so
richten sie sich in allem nach ihrer weltlichen Blindheit.“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 22, 2-3]
Jesus:
„Die bösen Seelen, die man Teufel nennt, kehren auch in sich, aber sie finden
nur Erzböses, wie ihre Liebe ist. Aus dieser erschaffen sie sich auch Orte, die
mit ihrem inneren Charakter übereinstimmen, und suchen jedermann zu schaden.
Wenn sie unter den Erdenmenschen ähnliche Charaktere verspüren, so nähern sie
sich ihnen, nehmen den Leib solcher Menschen in Besitz und erfüllen es mit
allem Bösen.“
[Ev.
Bd. 10, Kap. 176, 4]
Auf
die Frage des römischen Hauptmanns Pellagius, wie man
sich vor dem Besessenwerden durch arge Geister schützen könne, sagt Jesus:
„Freund, davor hat sich niemand zu fürchten, der an Mich lebendig glaubt und
Mich liebt durch die Werke Meiner Liebe in ihm! — Aber Menschen, die noch tief
im heidnischen Aberglauben stehen, haben sich allerorts und allezeit vor derlei
Geistern zu fürchten und sind auch stets mehr oder weniger von ihnen umgeben
oder gar besessen. Denn alle unlauteren Leidenschaften der Menschen werden von
solchen Geistern erregt und beeinflußt, die einst von den gleichen unlauteren
Leidenschaften ihr Leben lang beherrscht waren. Diese unlauteren Geister haben
zum Teil schon als Menschen in dieser Welt gelebt; größtenteils aber sind es
Naturgeister, die noch niemals in einen Menschenleib eingezeugt worden sind.
Sie befinden sich überall in der Naturwelt, auch im Fleisch und Blut der
Tiere.“
[Ev.
Bd. 10, Kap. 54, 1-3]
Jesus:
„Bei Menschen, die im wahren, lichtvoll lebendigen Glauben sind, kommt das Besessensein
nie vor, weil des Menschen Seele und ihr Geist auch den Leib so erfüllen, daß
kein fremder, arger Geist in das lautere, durchgeistigte Fleisch eindringen
kann. — Wo aber die Seele eines Menschen finster, fleischlich und materiell ist
und dadurch auch furchtsam, krank und schwach, da geschieht es leicht, daß arge
Seelen, die sich nach dem Austritte aus ihrem Leibe zumeist in den niederen
Regionen dieser Erde aufhalten und dort ihr Unwesen treiben, in den Leib eines
schwachen Menschen dringen, sich zumeist im sinnlichen Unterleibe ansetzen und
durch den Körper des Besessenen nach außen hin bemerkbar machen.“
[Ev.
Bd. 8, Kap. 32, 10]
Der
Römer Agrippa berichtet von der Besessenheit eines Illyriers durch einen
mächtigen Geist, der die Betrügereien heidnischer Priester aufdeckte und ihnen
sagte, es gäbe nur einen wahren Gott, der allein ihn, den Geist, aus dem Körper
des Illyriers auszutreiben vermöge. — Jesus,
der Herr, gibt nähere Erklärungen zu diesem Besessenheitsfall.
[Ev.
Bd. 8, Kap. 31, Kap. 32, 1-11]
Der
Herr: „Der Grund von zu heftiger sinnlicher Genußsucht liegt gewöhnlich im Besessensein
von einem oder mehreren Fleischteufeln, d.h. von Seelen verstorbener Menschen,
welche ebenfalls der groben Sinnlichkeit sehr ergeben waren. Sie treten zwar
aus einem Besserungsgrunde in den Leib eines noch lebenden Menschen über, aber
weil das Fleisch eben ihr Element war, so treiben sie es nicht selten in einem
Menschen, den sie besessen haben, noch ärger, als sie es früher im eigenen
Körper getrieben haben. Wenn solche Fleischseelen es zu toll treiben und sich
immer mehr in ihrer unreinen Lust entzünden, bewirken sie auch zumeist die sehr
gefährlichen Geschlechtskrankheiten, was von den schützenden Engelsgeistern zugelassen
wird, damit die Seele des Besessenen Menschen nicht gänzlich zugrunde gehe in
der wilden Begehrlichkeit ihres Fleisches.“
[Ed.
Kap. 59, 2-4]
Jesus:
„Das Besessensein hat für den Besessenen auch sein Gutes; denn eine solche
Seele, deren Leib von einem Teufel in Besitz genommen ist, wird durch die
Qualen ihres Fleisches geläutert und vor bösen leiblichen Begierden bewahrt.
Zur rechten Zeit aber kommt dann schon die Hilfe von oben, und eine Weltseele
ist dann für den Himmel gewonnen.“
[Ev.
Bd. 2, Kap. 169, 7]
Der
Erzengel Raphael: „Da jede Seele nach dem Leibestode fortlebt und sich in der Region
dieser Erde aufhält, so ist es nichts Seltenes, daß sie sich in die
Außenlebenssphäre der Menschen begibt und mit ihrer bösen Begierlichkeit in
jenen Menschen Böses zu erwecken strebt, die einen bedeutenden Hang zu
demselben Laster, dem auch die jenseitige Seele noch frönt, in sich tragen. Der
Herr aber läßt solches zu; denn dadurch bekommt die geplagte Seele des Menschen
einen wahren Widerwillen gegen ein Laster ihres Fleisches und verwendet alle
Tätigkeit darauf, stark zu werden in dem, worin sie vorher schwach war, wobei
ihr des Herrn Gnade auch zeitgerecht zu Hilfe kommt.“
[Ev.
Bd. 5, Kap. 94, 4-5]
Jesus
über den Zweck der zeitweisen Besessenheit eines schuldlosen Knaben: „Es stammt
dieses Knaben Seele aus einer jener großen Welten, deren zahllos viele den Himmelsraum
erfüllen. Ihr war um ihres Heiles willen neben der Probe des Fleischtragens
auch die zeitweise Besessenheit notwendig, durch welche sie schon in der Jugend
eine Kraft erhielt, die so manche Seele im Leibesleben nie erlangt.“
[Ev.
Bd. 5, Kap. 240, 11]
Jesus:
„Es werden Besitznahmen des Fleisches irdischer Menschen durch unlautere Seelen
zugelassen, weil auch die vom Fleische eines anderen Menschen besitzergreifende
Seele am Ende nur durch ihren eigenen freiesten Willen gebessert und gefestet
werden kann. Der freie Wille aber ist nur durch allerlei bittere Erfahrungen zu
jener Nüchternheit zu bringen, durch die er sich endlich in den lichtvollen
Willen eines besseren Geistes fügt und so erst wahrhaft aus sich heraus
geläutert werden kann.“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 121, 3]
Jesus:
„Die an sich schlimm aussehenden Fälle von Besessenheit sind eine Zulassung
Gottes in glaubensfinsteren Zeiten, damit die Ungläubigen dadurch eine Mahnung
erhalten, daß es nach dem Abfalle des Leibes ein Fortleben der Seele des
Menschen gibt und auch einen Gott, der die Bosheit und Torheit der Menschen
auch jenseits gar wohl zu züchtigen weiß. — Der arge Geist, der das Fleisch
eines Menschen in Besitz nimmt, erfährt trotz seines bösen Sträubens für ihn
kaum erträgliche Demütigungen und wird dadurch sanfter und leichter. Die Zeugen
solcher Vorkommnisse aber werden aus ihrem materiellen und finsteren
Lebenswandel gerissen, fangen an, über Geistiges nachzudenken und werden besser
in ihrem Tun und Lassen.“
[Ev.
Bd. 8, Kap. 32, 4-5]
Jesus
zu dem Zöllnerobersten Zachäus, dessen Sohn Er von schwerer Besessenheit
geheilt hat: „Schwere Besessenheiten werden darum zugelassen, damit die
Menschen, bei denen der Glaube an Gott und an die Unsterblichkeit der Seele
beinahe erloschen ist, wieder an etwas Geistiges zu denken und auch zu glauben
anfangen. Wäre Ich früher zu Dir gekommen, dann hättest du Mir nicht so
geglaubt wie nun. Und wäre dein Sohn, auf den du die größten Stücke hieltest,
nicht in das Übel gekommen, so hätten dich Stolz und Hochmut derart zugerichtet,
daß du zu einem wahren Teufel geworden wärest, und allen Glauben an Gott aus
dir verbannt hättest. Als aber dein Sohn so krank ward, wie Ich ihn nun
angetroffen habe, da wurdest du demütigeren Herzens und fingst an, wieder an
einen Gott zu denken und zu glauben.“
[Ev.
Bd. 9, Kap. 29, 5-7]
Der
Herr: „Unlauteren, aber besserungswilligen Geistern wird es nicht selten
erlaubt, das Fleisch von unschuldigen Menschen, sogar von Kindern, in Besitz zu
nehmen. Allein in solchen Fällen wird die Seele des Besessenen aufs sorgfältigste
geschützt und das Herz vor (argen) Einflüsterungen verwahrt. Will ein solcher Höllenemigrant
guttun, so kann er teilhaftig werden der Gnade und Erbarmung des Herrn.
Manchmal können ein Fleisch auch mehrere Geister in Besitz nehmen, weil solche
Geister dem Rate der Engel, sich lieber an den Herrn zu wenden, nicht folgen,
sondern hartnäckig darauf bestehen, daß sie nur durch diesen Weg zum Herrn
gelangen können. Dies wird ihnen auch zugelassen; denn die Engel unterrichten
alle Wesen auf erfahrungmäßige Weise.“
[Ed.
Kap. 58, 14-16]
Auf
die Frage des Römischen Hauptmanns von Pella: ‚Herr
und Meister, woher kommt es, daß die von Dir ausgetriebenen Geister in der
Gestalt abscheulicher Tiere uns ersichtlich wurden?‘ erwidert Jesus: „Weil
diese Gestalt ihrer inneren, bösen Gierliebe entspricht. Diese innere
Seelenbeschaffenheit erscheint in Meinem aller höchsten Wahrheitslichte in
einer solchen Gestalt, die ihr vollkommen entspricht.“
[Ev.
Bd. 10, Kap. 50, 12, Kap. 51, 1, 5-8, Kap. 52, 1]
Jesus
treibt von einem schwer besessenen Jüngling siebzehn Dämonen aus, die den Befreiten
in Gestalt schwarzer kleiner Krokodile verlassen, und enthüllt sie als
Haupträdelsführer der abtrünnigen, um das goldene Kalb tanzenden Israeliten zur
Zeit, da Gott Moses auf Sinai seine Gesetze verkündete.
[Ev.
Bd. 10, Kap. 50, 2-6]
Der
Herr: „Sobald die Seele eines von einem argen Geiste besessenen Menschen ihr
Fleisch im Leibestode verläßt, wird sie von den Engeln Gottes sogleich in
Empfang genommen. Der böse Jäger aber wird aufs empfindlichste gezüchtigt und
an seinen Herrn und Gebieter (Satan) zurückverwiesen. Die Seele aber mit ihrem
Geiste wird von den Engeln in einen Zustand versetzt, in dem sie nach und nach
erkennt, wie es mit ihrer weltlichen Aufführung gestanden hat. Will sie sich
bekehren, so kommt sie höher und höher; ist sie aber hartnäckig, so sinkt sie immer
tiefer bis zu den empfindlichsten Strafen.“
[Ed.
Kap. 58, 8-10]
Obertritt
einer besessenen Seele ins Jenseits, ihre Befreiung von ihrer argen Einwohnerschaft,
ihre Prüfung, Läuterung und Errettung durch die Engel Gottes.
[Ed.
Kap. 59, 15-18]
Die
Heilung der von sieben argen Geistern besessenen Maria Magdalena durch den
Herrn Jesus.
[Ev.
Bd. 6, Kap. 185, 1-11]
Jesus
zu der geheilten, reumütigen Maria Magdalena: „Stehe nun auf; denn es ist dir
geholfen, und deine Sünden alle sind dir vergeben. Aber gehe nun hin und
sündige nicht mehr, auf daß dir darob nicht noch Argeres
widerfahre! Denn wenn ein böser Geist einen Menschen verläßt, so durchzieht er
Steppen und Wüsten und sucht, ob er eine Wohnung fände, und wenn er nichts
findet, dann kehrt er wieder zurück. Findet er seine alte Wohnung sauber
gereinigt, dann zieht er wieder ein. Wenn er allein zu schwach ist, dann sucht
er sieben andere arge Geister und kehrt mit diesen in seine frühere Wohnung zurück.
Und dieser zweite Zustand ist um vieles ärger, als da war der erste!“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 185, 16]
Innig-feurige
Liebeserklärung der durch Jesu göttliche Macht von schwerer Besessenheit
geheilten Maria-Magdalena an den Herrn und ihre tiefe, aufrichtigste Reue über
ihre zahlreichen Fleischessünden.
[Ev.
Bd. 6, Kap. 185, 11]
Jesus
heilt einen taubstummen Besessenen mit den Worten: „Fahre aus diesem Menschen,
du unsauberer, böser Geist!“
[Ev.
Bd. 1, Kap. 131, 2-5]
Jesus
zu Petrus: „Wenn dich jemand um Hilfe für einen Besessenen angeht, so sollst du
sie ihm — trotz möglicher Gnadenwirkung der Besessenheit — nicht vorenthalten;
denn da sorgt schon Meine Voraussicht dafür, daß keinem Besessenen vor der
rechten Zeit Hilfe wird.“
[Ev.
Bd. 2, Kap. 169, 9]
Die
schwere Besessenheit des Sehers Mathael, dessen
gesunde Seele sich vor dem Andrang zu mächtiger böser Geister zurückgezogen
hatte, war nur unter großen Leibesqualen Mathaels zu
heilen durch weise Einwirkung der Macht Gottes.
[Ev.
Bd. 4, Kap. 247, 1-4]
Jesus
heilt einen mondsüchtigen, besessenen Knaben und verbannt den höllischen Besessenheitsgeist
mit den Worten: „Hebe dich von hier und büße deine vielen, im Fleische verübten
Greuel, in den kahlen Talschlünden des Mondes, allwo du ehedem warst!“
[Ev.
Bd. 5, Kap. 240, 3-8]
Jesus
zu den entsetzten Zeugen der Austreibung eines höllischen Geistes: „Fürchtet
euch nicht; denn Mir ist alle Gewalt gegeben im Himmel wie auf dieser Erde!
Dieser Geist, der den Knaben sieben Jahre lang gepeinigt hat, wird fortan
nimmer dieser Erde nahekommen.“
[Ev.
Bd. 5, Kap. 240, 8]
Jesus:
„Arge Besessenheitsgeister sind nicht anders aus einem Menschenleibe zu vertreiben
als durch Beten und Fasten.“
[Ev.
Bd. 5, Kap. 240, 22]
Der
Herr: „Das Besessensein durch unlautere, arge Geister kann durch Fasten, Gebet
und viel Selbstverleugnung behoben werden, weil dadurch die Seele sich mehr und
mehr mit ihrem (reinen) Geiste vereinigt, der dann das arge Gesindel aus dem
Hause der Seele schafft.“
[Ed.
Kap. 59, 9]
Der
Herr: „Besessenheitsgeister sind nicht anders aus dem Menschen hinauszubringen
als durch anhaltendes Beten — das heißt nicht etwa stundenlange Gebete, sondern
daß da im festen, lebendigen Glauben und Vertrauen mit dem Gebete an Meinem
Namen angehalten (festgehalten) wird, in welchem allein jede Bitte sichere
Gewährung finden kann und wird. Das Gelingen richtet sich allezeit nach der
selbsttätigen Glaubenskraft und der gänzlichen, ungezweifelten Ergebung,
Geduld, Liebe und Sanftmut.“
[Hi.
Bd. 1, S. 331, 2. 3]
Der
Herr empfiehlt gegen die Besessenheit eines Kindes durch einen alten, bösen
Hausgeist kühle Bäder und ernstes, anhaltendes Gebet des besessenen Mädchens
und ihrer Angehörigen.
[Hi.
Bd. 2, S. 58, 1 ff]
Einem
bekehrten griechischen Wirt gelingt es mit der ihn erfüllenden Macht Jesu, die
Dämonen zweier Besessener aus Abila dem Willen des
Herrn gefügig zu machen.
[Ev.
Bd. 10, Kap. 48, 7-13]
Der
römische Hauptmann von Pella, vom Herrn berufen und
mit göttlicher Geistesmacht ausgestattet, befreit einen von fünf Dämonen
besessenen Jüngling aus Abila von seinen
Plagegeistern, indem er ihm die Hände auflegt und die ihm von Jesus vorgesagten
Worte spricht: „Im Namen Jesu, des Herrn, gebiete ich euch, aus diesem Menschen
uns allen sichtbar zu fahren, und zwar in der Gestalt, die euch eigen ist aus
eurer alten, hartnäckigen Bosheit!“
[Ev. Bd.
10, Kap. 49, 1-7]
Jakobus
heilt auf Geheiß des Jesuskindleins einen besessenen Mohrenknaben durch Berührung
der Brustgrube mit dem linken Zeigefinger und spricht dabei zu dem argen Geist
die Worte: „Der Herr will es! Nicht fern ist das Meer, wo es am tiefsten ist,
da sollst du wohnen im Grunde, und der Schlamm soll deine Wohnstätte sein
fürder! Amen!“
[Jug. Kap. 164, 19]
Jesus:
„Daß die Güter dieser Erde sehr ungleich verteilt sind, so daß es Reiche und
Arme gibt, ist der weise Wille Gottes. Denn dadurch, daß Gott die Menschen mit
sehr verschiedenen Gütern, Gaben und Fähigkeiten ausgestattet hat, ist ein
Mensch dem anderen ein unerläßliches Bedürfnis. Der Reiche ist gewöhnlich für
eine schwere und doch höchst notwendige Arbeit nicht sehr geeignet und willig,
aber er hat eine Freude daran, nach seinem Wissen und seinen Erfahrungen die
Arbeiten seiner Knechte und Mägde anzuordnen. Diese dienen dann dem Reichen um
den bedungenen Lohn. — Ebenso braucht der reiche Besitzer allerlei Handwerker
wie Schmiede, Zimmerleute, Maurer und noch viele andere mehr. So lebt einer von
dem andern, weil einer dem andern dient. Und nur auf diese Art kann das
Menschengeschlecht auf der Erde bestehen und erhalten werden!“
[Ev.
Bd. 7, Kap. 37, 1-4]
Jesus
zu dem Römer Agrikola: „Ich eifere nicht gegen den
gerechten und wohltätigen Handelsverkehr zwischen den Menschen; — denn so will
Ich es ja selbst haben, daß ein Mensch von dem andern in gewisser Beziehung
abhängen soll, und da ist ein gerechter Verkehr unter den Menschen in der
Ordnung der Nächstenliebe! Aber das wirst du wohl einsehen, daß Ich dem
lieblosen Wucher kein lobend Wort reden kann! Der redliche Kaufmann soll für
seine Mühe und Arbeit seinen entsprechenden Lohn haben, aber er soll nicht für
10 Groschen 100 Groschen und noch mehr gewinnen wollen! Ich verdamme den Wucher,
aber nicht den notwendigen, rechtlichen Handel und Verkehr!“
[Ev.
Bd. 7, Kap. 6, 6]
Auf
die Frage reicher Pharisäer: ‚Herr und Meister, siehe, Deine Freunde Lazarus,
Nikodemus und Joseph von Arimathia sind doch um
vieles reicher als wir! Warum verlangst Du von ihnen nicht das, was Du von uns
(Aufgeben aller irdischen Güter) verlangst?!‘ antwortet Jesus: „Zwischen ihren
und euren Gütern ist ein himmelgroßer Unterschied! Ihre Güter sind streng
gerechte Stammgüter, und die darin enthaltenen königlichen Schätze sind das
Ergebnis eines wahren, uneigennützigen Fleißes und des Segens aus den Himmeln
Gottes. Zugleich sind die drei Genannten nun fast die einzigen Unterstützer der
vielen Tausende, die durch euer gottloses Treiben und Gebahren arm und elend
geworden sind. Sie sind somit die wahren Sachwalter Gottes auf Erden über die
ihnen anvertrauten Güter und betrachten diese als ein Geschenk von oben, das
sie zur Versorgung vieler Armer zu verwalten haben. Ist das auch mit euren
zusammengeraubten Gütern der Fall?! Und konnte Gott solche eure Güter je
segnen?! Ja, der Segen der Hölle ruht darauf, aber der Segen Gottes nimmermehr!
— Zu solchen weitreichen Menschen wie ihr sage Ich in Meiner göttlichen Macht
und Kraft: Leichter geht ein Kamel durch ein Nadelöhr als ein solcher Reicher
in das Reich Gottes.“
[Ev.
Bd. 7, Kap. 157, 8,9 und 11]
Jesus:
„Wenn die Reichen und Mächtigen alle Lebensgüter an sich ziehen, so müssen dadurch
gar viele Menschen tiefst verarmen und in Elend und Not ihr Leben hinbringen,
weil dann den Armen nur das gehört, was ihnen die Reichen und Mächtigen für
schwere Arbeit kärglichst geben. — Es kann aber diese
Sache zunächst nicht anders werden, darum, ihr Reichen und Mächtigen, seid
wahre Freunde eurer armen Brüder und Schwestern und erweiset ihnen Liebe! Seid
mit euren Erdengütern Meine Sachwalter! Und Ich werde euch dafür geben das
ewige Leben. Und mit welchem Maße ihr messet, mit demselben wird euch von Mir
zurückgemessen werden!“
[Ev.
Bd. 8, Kap. 182, 8-10]
Jesus:
„Wem viel an Erdengütern verliehen worden ist, der verwalte sie nach dem Liebewillen
des himmlischen Vaters, und er wird als ein treuer Verwalter in Meinem Reiche
über Großes gestellt werden!“
[Ev.
Bd. 9, Kap. 210, 17]
Jesus:
„Sehet unseren Lazarus von Bethanien an, der einer der reichsten Menschen von
Judäa ist! Er ist nicht reich für sich allein, sondern für viele tausend Arme,
die bei ihm allezeit Arbeit und ein gerecht-gutes Unterkommen finden. Darum ist
er aber auch gesegnet, und so er dem Leibe nach stürbe, da will Ich ihn
auferwecken, auf daß er noch lange für die Armen lebe. Und hinfort soll er
keinen Tod mehr sehen, fühlen und schmecken, sondern es wird ihm freistehen,
seinen Leib zu verlassen und in Mein Reich einzugehen. In der Wohnung, wo Ich
ewig wohne, da wird auch er wohnen ewiglich.“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 227, 9]
Das
dankbare Weib eines von der Tollwut Geheilten: „Die Hälfte meines großen Vermögens
will ich sogleich den wirklich Armen geben, und die andere Hälfte will ich für
sie verwalten, da mir bekannt ist, daß die Armen mit einem größeren Vermögen
nicht haushalten können und dann zur Zeit der Not nichts haben.“ Jesus darauf:
„Tue das, liebes Weib! So sollten es alle Reichen machen!“
[Ev.
Bd. 2, Kap. 68, 3-4]
Jesus
zu dem freigebigen Herbergswirt Ebahl in Genezareth:
„Ich will nicht, daß du noch kräftigen Müßiggängern, die Arbeiten zu leisten
vermögen, das Brot der Armen teilest; ihnen gib eine ihren Kräften angemessene
Arbeit. Verrichten sie dir diese, dann gib ihnen auch Speise und Trank. Doch
wer da Kräfte hat, aber nicht arbeiten will, der soll auch nicht essen!“
[Ev.
Bd. 2, Kap. 157, 9]
Jesus:
„Wenn ihr unter euch Arme habt, brauchet ihr ihnen nicht zu geben, daß sie auch
reich würden, aber Not sollet ihr sie nicht leiden lassen! Die ihr sehet und
kennet, denen helfet nach Recht und Billigkeit!“
[Ev.Bd.4,Kap.
79,4]
Jesus:
„Es wird nicht verlangt, daß ihr alle eure Habe an die Armen verteilen sollt,
weil ihr Meine Jünger seid. Aber weise Verwalter des euch anvertrauten
Vermögens sollet ihr sein, auf daß ihr die unverschuldet Armen nicht darben und
schmachten lassen möget, wenn sie vor eure Türe kommen!“
[Ev.
Bd. 4, Kap. 97, 5]
Jesus:
„Wenn du Wohltaten an den Armen übst, da tue solches im Verborgenen mit aller
Freundlichkeit und zeige es nicht der Welt; denn der Vater im Himmel sieht es,
und des freundlichen Gebers Gabe wird Ihm angenehm sein. Er wird sie dem Geber
ersetzen hundertfach. — Wer aber mit seinem Wohltun nur vor der Welt prunken
will, der hat sich seinen Weltlohn schon genommen und hat fürder keinen mehr zu
erwarten.“
[Ev.
Bd. 3, Kap. 112, 6-7]
Weise
persische Kaufleute: „Wir sind nicht geizig; denn wir wissen es ja, daß unser
Reichtum sich gleichfort in der Hand des Allmächtigen befindet, der ihn einem
Menschen über Nacht geben und in der nächsten nehmen kann! Wir sind nur des
Reichtums Sachwalter!“
[Ev.
Bd. 3, Kap. 191, 14]
Jesus:
„Ein großer irdischer Reichtum in den Händen gütiger Menschen ist ein wahrer Segen
aus den Himmeln für ein ganzes Land. Besitzen solche Menschen dazu noch eine
höhere Weisheit, so können sie zum wahren Wohle der Menschheit Wunder wirken.“
[Ev.
Bd. 3, Kap. 192, 3]
Jesus
erteilt dem Heilbadbesitzer Markus soziale Ratschläge für seine Diener.
[Ev.
Bd. 5, Kap. 168, 5-6]
Jesus
zu reichen Floßbesitzern, die Ihn für die Rettung ihrer Flöße belohnen wollen:
„Ihr habt Arme in eurer Stadt; denen erweist Gutes und denket, daß auch die
Armen Menschen und eure Erdenbrüder sind! Seid nicht karg gegen sie und gebet
ihnen gern von eurem großen Überflusse, und ihr werdet eure Gegend dadurch am
wirksamsten vor Dieben und Räubern sichern.“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 116, 8]
Jesus
hält reichen Floßherren, die ihre Arbeiter um den gerechten Lohn betrogen haben
und sie dadurch zum Diebstahl an ihrer Herren Eigentum getrieben haben, ihr
Unrecht vor und ermahnt sie, anstatt diese Opfer ihrer Ausbeutung zu bestrafen,
ihnen den gerechten Lohn nachzuzahlen. Die zu Dieben gewordenen Männer ermahnt
Jesus zu redlicher Arbeit.
[Ev.
Bd. 6, Kap. 118, 14-18]
Jesus:
„Was jemand den Armen tut in Meinem Namen, das werde Ich annehmen, als hätte er
es Mir getan, und Ich werde ihn segnen hier und drüben! Wer aber nur für sich
und seine Kinder arbeitet und sorgt und sich auch nicht scheut, ungerechtes Gut
an sich zu ziehen, der wird keinen Segen von Mir zu erwarten haben, und
jenseits wird er vor Mir nicht bestehen!“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 227, 7]
Jesus:
„Wenn zu dir Reichem einer kommt, dem du schon einige Male Gutes getan hast,
der aber deine Güte mißbrauchte, so ermahne ihn mit guter Rede, aber die Liebe
enthalte ihm nicht vor! Bessert er sich, so hast du an ihm ein doppelt gutes
Werk getan; bessert er sich nicht, so werde ihm darum nicht gram; denn neben
der leiblichen Armut gibt es auch eine geistige, die schlimmer und
bedauernswerter ist als die leibliche.“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 227, 18]
Jesus:
„Jeder irdisch reiche Mensch, der mehr Güter und Geld besitzt, als notwendig
ist zu seinem irdischen Lebensunterhalt, ist Mir gegenüber, der Ich allein der
wahre Herr aller Güter bin, ein ungerechter Haushalter, und die Güter, die er
sein nennt, sind ein ungerechter Mammon. Wenn er aber mit seinen ungerechten
Reichtümern reichlich der Armen gedenkt, dann wird er sich durch die vielen
beteilten Armen Freunde machen, und wenn er nackt und verlassen zu ihnen in
Mein Reich kommt, so werden sie sich seiner erbarmen und ihm sein gutes Werk
reichlich vergelten.“
[Ev.
Bd. 10, Kap. 216, 5-6]
Jesus:
„Ich bin nicht nur ein Freund der Armen, sondern auch ein Freund der Reichen,
wenn sie ihren Reichtum nach der wahren Absicht Gottes gebrauchen. Wer reich
ist, der tue also, und er wird leben!“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 227, 10]
Jesus
zu dem wohltätigen Lazarus von Bethanien: „Zu einem reichen Jüngling, der Mir
nachfolgen wollte, aber doch seine Reichtümer sehr liebte, sagte Ich: ‚Verkaufe
zuvor alle deine Güter, teile den Erlös unter die Armen, dann erst komme und
folge Mir nach!‘ Da ward der Mensch traurig und ging von dannen. Dir (Lazarus)
aber sage Ich: ‚Kaufe noch mehr Güter; denn was du dein nennst, das gehört
schon so gut wie den vielen Armen, die das meiste von deinen Gütern verzehren!“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 227, 13-14]
Jesus:
„Reich sein auf dieser Erde und für sich nur soviel verwenden, wie man zur Erhaltung
seiner selbst nötig braucht, also karg sein gegen sich, um desto freigebiger gegen
die Armen sein zu können, dies ist die größte Gottähnlichkeit schon im Fleische
dieser Erde. Je größer diese wahre Gottähnlichkeit bei einem Menschen ist,
desto mehr Segen und Gnade fließen ihm auch stets aus den Himmeln zu!“
[Ev.
Bd. 3, Kap. 192, 11]
Jesus:
„Menschen, die durch ihren Fleiß reich wurden unter der Gnade aus den Himmeln,
sind eine gute und edle Frucht dieser Erde. Sie sind Sammler für die Schwachen
und Armen, daher wird auch ihr Lohn dereinst groß sein; denn sie tragen den
schönsten und höchsten Himmel schon auf dieser Erde in sich. — Wenn dereinst
ihre Seele den Leib verläßt, dann wird aus ihrem Herzen ein höchster Himmel
sich ausbreiten und sie stellen in seine Mitte.“
[Ev.
Bd. 3, Kap. 192, 8-9]
Paulus
an die Gemeinde in Laodizea: „Euch dienstgebenden
Herren rate ich, wohl zu bedenken, daß die Knechte und Diener auch eure Brüder
sind vor dem Herrn; daher erweiset ihnen allezeit, was da recht ist vor Gott!
Gebet ihnen den gebührenden Lohn zur rechten Zeit mit Liebe in Christo und
bedenket, daß wir alle einen Herrn haben im Himmel, und dieser ist Christus!“
[Lao.
Kap. 3, 36]
Jesus
zu reichen Freunden: „Leget in euren Häusern Pflanzschulen für arme Kinder an,
und ihr sollet mit allem Segen überschüttet werden! Aber wenn ihr arme,
hungrige Kindlein von euch weiset und sie angrollt, dann wird der Segen von
euren Häusern also weichen wie der sterbende Tag vor der Nacht!“
[Ev.
Bd. 2, Kap. 68, 7]
Jesus:
„Ein hilfloses Kind ist bettelarm, denn es ist arm am Geiste, an leiblichen
Kräften und an Besitztümern. Darum sage Ich euch und durch euch allen Menschen,
denen dieses Evangelium gepredigt wird: Wer ein solches Kind aufnimmt in Meinem
Namen, der nimmt Mich auf, und hat er Mich in aller Liebe aufgenommen, so hat
er auch den Vater im Himmel aufgenommen, und in seinem Hause wird es an Segen
nicht fehlen.“
[Ev.
Bd. 5, Kap. 246, 9-10]
Jesus
zu betrügerischen, heimlich wohlhabenden Bettlern: „Nur wer wahrhaft arm und
wegen seines hohen Alters oder wegen Krankheit zu keiner Arbeit mehr fähig ist,
der hat von Gott aus das Recht, die Barmherzigkeit seiner Mitmenschen in
Anspruch zu nehmen. Den Beteilten wird Gott die Gabe segnen und ihm auch den
Lohn geben für seine Geduld, mit der er seine wahre Armut ertragen hat.“
[Ev.
Bd. 8, Kap. 159, 12]
Der
Herr: „Die Armen sollen nicht betteln vor der Tür des Reichen, wo sie das Los
der fremden Hunde erfahren und ihr Herz in Trauer und Bitterkeit verkehrt wird,
— sondern sie sollen nur festen Vertrauens zu Mir kommen, und Ich werde sie
allesamt erquicken. Denn der Arme ist Mein nächster Bruder, Ich sorge für ihn.“
[H.
Bd. 1, Kap. 2, 3]
Paulus
an die Gemeinde zu Laodizea: „Wollet ihr ein Gott
wohlgefälliges Haus haben in eurer Mitte, da erbauet ein Hospital für Kranke,
Lahme, Bresthafte, Krüppel, Blinde und Stumme — und ein Haus für arme Witwen
und Waisen — und ein Haus für fremde Verunglückte, ohne Ausnahme, wer immer sie
sein Mögen! Diese nehmet freudig und mitleidig auf und teilet allen euren Segen
mit ihnen, wie es unser Herr Jesus Christus zweimal getan hat, da Er mit seiner
Segensfülle gesättigt hat Tausende von Hungrigen; da werdet ihr Ihm, dem allein
Heiligen, einen wahren, wohlgefälligen Dienst tun zu eurer Heiligung. Denn da
hat Er selbst dafür geredet, indem Er sprach: Was ihr tut den Geringsten, das
habt ihr Mir getan!“
[Lao.
Kap. 3, 13-15]
Jesus:
„Wer von euch viel des Geldes hat, der leihe es nicht nur denen, die ihm hohe
Zinsen geben und das Kapital zur bedungenen Zeit zurückzahlen können, sondern
auch den Armen, die das nicht können, so wird er sein Geld bei Mir guthaben,
und Ich werde ihm Kapital und Zinsen zurückzahlen.“
[Ev.
Bd. 4, Kap. 98, 1]
Jesus
zu neubekehrten Juden: „Wenn ihr ein großes Erdenvermögen besitzet und es nur
denen um gute Zinsen darleihet, die es euch in einer bestimmten Zeit
zurückerstatten können, so habt ihr dadurch wohl auch eine Art Nächstenliebe
ausgeübt, — doch bei Mir kommt derlei Nächstenliebe, die euch mit den guten
Zinsen schon hier belohnt, in keine Vergeltsrechnung!
Aber wenn ihr euer Vermögen auch ohne Zinsen den Armen leihet, von denen ihr
wisset, daß sie es euch nicht leicht werden zurückerstatten können, dann werde
Ich der Zinsenbezahler und der Rückerstatter eures Vermögens sein, und niemand
wird bei Mir zu kurz kommen!“
[Ev.
Bd. 10, Kap. 139, 9]
Jesus:
„Es wäre nicht gut, den Menschen so zu stellen, daß er ganz versorgt wäre dem
Leibe nach; denn dadurch würde er am Ende so träge werden, daß er sich um
nichts mehr kümmern würde. Die Seele würde in der sorglosen Ruhe des Leibes
mitruhen, da auch in ihr ursprünglich der Hang zur Untätigkeit überwiegend
vorhanden ist.“
[Ev.
Bd. 2, Kap. 212, 4]
Jesus:
„In jeder Seele lebt ein Hoheitsgefühl und darin der Keim zum Hochmut. Darum
ist auf dieser Erde die Armut vor der Wohlhabenheit der Menschen so überwiegend
groß, um dadurch den Hochmut stets am scharfen Zügel zu halten. — Setze einem
Bettler eine Königskrone auf, und du wirst dich überzeugen, wie seine frühere
Demut und Geduld alsbald verdampft!“
[Ev.
Bd. 4, Kap. 83, 1-2]
Jesus:
„Wahrlich, auch ein Trunk frischen Wassers, den eure Liebe einem Durstigen dargereicht
hat, wird bei Mir Belohnung finden! Wenn die Menschen alle so miteinander lebten
und nach dem ihnen schon oft geoffenbarten Willen und Rate Gottes täten, so würden
niemals Not, Bedrängnis und Trübsal unter ihnen entstehen! Alles Elend bereiten
sich die Menschen selbst durch ihren bösen Wuchergeist. Zuerst leiden die
Kleinen und Armen, dann aber kommt es tausend Male ärger über die Großen und
Mächtigen; denn sie sind durch ihren Wuchersinn und durch ihre große
Herrschsucht Diebe und Räuber der Völker und haben darum auch von Mir den
verdienten Lohn zu gewärtigen.“
[Ev.
Bd. 9, Kap. 101, 5-6]
Jesus:
„Wenn ihr nach Meiner Lehre Gott über alles liebt und darum auch euch
untereinander so, wie jeder sich selbst liebt und für sein eigenes Bestes
sorgt, so werdet ihr euch nie über eine Not zu beklagen haben. Denn Not und
Armut unter den Menschen erzeugt auf dieser Erde einzig und allein die gegenseitige
Lieblosigkeit. Diese aber ist die Folge des Unglaubens. Denn wer den Glauben an
den einen, ewig allein wahren Gott nicht hat, wie soll er Ihn über alles lieben
und aus solcher Liebe seinen Nächsten wie sich selbst?!“
[Ev.
Bd. 9, Kap. 210, 4]
Jesus
zu der Chinesin Chanchah: „Unmöglich kann jedermann
ein Herr sein. Und würden von Gott aus auch alle Menschen zu Herren gemacht, so
daß jeglicher hätte sein Haus und sein gutes Auskommen und niemand dem anderen
mit einer Bitte zu kommen brauchte, was wäre aber dann mit der Nächsten- und
Bruderliebe und was mit der Liebe zu Gott?! Siehe, diese Liebe ginge dabei
völlig unter.“
[BM.
Kap. 97, 9]
Jesus:
„Armut und Not entschuldigen nicht Diebstahl, Raub und Totschlag. Wer arm und
in Not ist, der weiß ja nun (durch Mich), an wen er sich zu wenden hat.“
[Ev.
Bd. 4, Kap. 79, 2]
Paulus:
„Euch Knechten und Dienern eurer Herren sage ich: „Seid ihnen gehorsam in allen
Dingen, die nicht wider Christus sind, — aber nicht mit alleinigem
Augendienste, um dadurch euren Herren zu gefallen, sondern in wahrer Einfalt
eures Herzens und in stetiger Gottesfurcht! — Alles aber, was ihr verrichtet
euren Herren, das verrichtet so, als dientet ihr Christo dem Herrn in aller
Treue eures Herzens, — aber nicht, als dientet ihr den Menschen, — so werdet
ihr auch einst von Ihm den Lohn der Herrlichkeit überkommen. Wer von euch aber
Unrecht verübet an seiner Herrschaft, der tut es gleichermaßen an dem Herrn.
Der Herr aber sieht nicht darauf, ob jemand ist Herr oder Knecht, sondern
allein auf das Werk und auf des Werkes Grund, — und Er wird euch dereinst geben
den gebührenden Lohn!“
[Lao.
Kap. 3, 32-35]
Der
Evangelist Johannes: „Wir lesen nirgends in der Schrift eine Aufforderung, daß
wir uns über die Güter der Reichen hermachen sollen. Der Herr selbst spricht:
‚Gebet dem Kaiser, was des Kaisers ist!‘ So befiehlt Er auch nicht dem reichen
Jüngling, seine Güter zu verkaufen, sondern erteilt ihm nur den freundlichen
Rat nebst der Verheißung des ewigen Lebens.“
[GS.
Bd. 2, Kap. 84, 4]
Der
Herr zu einer irdisch armen Gottsucherin: „Sei allezeit heiter in deiner
Dürftigkeit! Denn je geringeren Anteil jemand hat an der Welt, desto näher ist
er bei Mir, und umsomehr hat er in Mir seinen ewigen, unvergänglichen Anteil zu
hohen Zinsen angelegt! — Daher sei fröhlich; denn Ich bin dir näher, als du es
wähnest!“
[Hi.
Bd. 1, S. 409, 8]
Jesus:
„Der Herr sorgt für alles, und die mit Ihm sind, haben nichts zu sorgen, außer
daß sie bei Ihm verbleiben.“
[Ev.
Bd. 1, Kap. 32, 2]
Jesus:
„Die Menschen sollen sich stets so wenig wie möglich um die Dinge der Welt sorgen,
sondern darum, daß ihre Seele eins werde mit dem Geiste und nicht mit dem Fleische.
Denn was nützt es dem Menschen, so er für sein Fleisch die ganze Welt gewönne,
aber dafür Schaden erlitte an seiner Seele? Die ganze Welt mit ihren flüchtigen
Herrlichkeiten wird vergehen, auch der Himmel mit seinen Sternen zu seiner
Zeit, aber der Geist wird bleiben ewig!“
[Ev.
Bd. 2, Kap. 132, 11]
Jesus:
„Ein jeder sorgt sich vor allem um das, was ihm am nächsten liegt. Aus wem ein
geweckter Geist spricht, dessen Sorge ist auf seinen Geist gerichtet; wer aber
noch mehr fleischlich ist und aus dem Fleische denkt und will, der sorgt sich
vor allem um sein Fleisch und stellt die Sorge für den Geist in den
Hintergrund. — Die rechte Sorge für den Geist aber liegt darin, daß das Herz
voll Liebe werde zu Gott und zum Nächsten!“
[Ev.
Bd. 3, Kap. 163, 1 und 3]
Jesus
zu einem gläubigen Herbergswirt: „Sorge nicht so sehr um dein Haus und was die
Deinen essen und trinken werden; denn das tun nur die Weltmenschen und die Heiden,
die von Gott nichts wissen! Suche nach Meinem Worte allein das Reich Gottes und
seine lichtvollste Gerechtigkeit, die vor allem in der Liebe zu Gott und zum
Nächsten besteht, so wird dir alles andere ganz frei hinzugegeben werden. Wenn
schon die Menschen, die ja zumeist arg und böse sind, ihre Kinder lieben und
ihnen möglichst viel Gutes erweisen, um wieviel mehr wird der göttliche,
allgütige Vater im Himmel das denen tun, die Er würdig befindet, seine Kinder
zu sein!“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 69, 3 und 6]
Jesus:
„Wer wahrhaft Mein Jünger und Nachfolger sein will, der hat nicht (ängstlich)
zu sorgen für den künftigen Tag, was er essen und trinken, und womit er sich
bekleiden wird, sondern er suche nur emsigst das
Reich Gottes und seine Gerechtigkeit! Alles andere, dessen er zum Leben
benötigt, wird ihm hinzugegeben werden; denn der Vater im Himmel weiß allezeit,
wessen die Seinen bedürfen. Er, der das Gras auf dem Felde nährt und alle Tiere
erhält und bekleidet, wird für jene Menschen, die in seiner Liebe und in und in
seinem Wohlgefallen wandeln, doch wohl noch mehr sorgen; denn ein solcher
Mensch ist mehr wert als alle Pflanzen und Tiere der Welt!“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 228, 10]
Der
Jüngling Jesus zu hochgestellten Römern: „Was ewig währt, das zu erreichen
setzet alle eure Kräfte und Mittel in volle Tätigkeit; ums Irdische für den
Leib aber sorget nur insoweit, als es vernunftmäßig nötig ist! Daß ein Mensch
essen, trinken und seinen Leib schützen muß gegen Kälte und Hitze, das ist eine
ganz natürliche Sache! Wer aber für den Leib mehr tut als für die Seele oder
gar für den Leib allein sorgt und für die unsterbliche Seele gar nicht, der ist
wahrhaftig ein blinder Narr!“
[Ev.
Bd. 7, Kap. 222, 15]
Jesus
im gastfreien Hause des Lazarus von Bethanien zu der überaus besorgten und geschäftigen
Martha: „Martha, Martha, du bist immer noch die gleiche, obwohl Ich dir schon
einige Male Meine Meinung sagte! Du sorgst dich viel um das, was der Welt ist —
aber Maria hat zu Meinen Füßen einen besseren Platz erwählt, darum soll sie
auch allda verbleiben. Wir haben ja ohnehin zu essen und zu trinken in
Überfülle. Warum sorgst du dich da noch?“
[Ev.
Bd. 8, Kap. 67, 26-28]
Jesus:
„Sehet an die Vögel in der Luft, die Tiere des Waldes und der Gewässer! Sie
säen und ernten nicht, und doch sind sie alle versorgt mit allem, was sie nötig
haben. Sorget aber Gott für die Tiere, so wird Er sicher noch um vieles mehr
sorgen für die Menschen, die an Ihn glauben und Ihn über alles lieben. So
betrachtet auch das Gras und die Blumen des Feldes! Wahrlich, sie sind herrlicher
geziert und bekleidet als König Salomo in seiner Pracht! Sorget aber Gott als
der allein wahre Vater aller Menschen schon so für die Gewächse des Feldes, die
heute wohl noch stehen, aber morgen schon abgemäht und verfüttert werden, dann
wird Er wohl umsomehr für seine Kinder sorgen!“
[Ev.
Bd. 9, Kap. 155, 12-14]
Jesus:
„Wer stark im Geiste und somit im Reiche Gottes geworden ist, der wird auch ein
Herr sein über die Dinge der Welt und niemals eine große Nährnot für seinen
Leib zu erdulden haben. Aber besser ist es auch für den im Geiste Erweckten, in
den Gütern der Himmel Gottes zu schwelgen und dabei sich an den Gütern dieser
Erde eine kleine Not gefallen zu lassen.“
[Ev.
Bd. 9, Kap. 209, 10]
Jesus:
„Sammelt euch allzeit Schätze, welche Motten und Rost nicht zerstören können!
Hütet euch vor den Gütern und Schätzen dieser Welt; denn in ihnen ruht der arge
Geist der Versuchung zu allen Sünden! Wenn ihr zu Gott betet: ‚Vater im Himmel,
führe uns nicht in Versuchung!‘, so denket und wünschet, daß Er euch nicht mit
vielen irdischen Gütern und Schätzen versehe, sondern bittet Ihn nur um das
tägliche Brot, und Er wird es euch nicht vorenthalten, da Er wohl am besten
weiß, wessen ihr bedürfet.“
[Ev.
Bd. 9, Kap. 210, 1-3]
Maria
zu Joseph nach dem unerwartet friedlichen Besuch der drei Weisen aus dem Morgenlande:
„Siehe nun, du ängstlicher, sorgenerfüllter Mann, wie herrlich und gut der
Herr, unser Gott ist, wie gar so väterlich Er für uns sorgt! Wer von uns hätte
sich je solches können beifallen lassen? Aus unserer großen Angst hat Er solch
einen Segen für uns bewirkt und hat all unsere Furcht und Sorge in eine so
große Freude verwandelt! Von denen wir befürchteten, daß sie nach dem Leben des
Kindes trachten möchten, gerade von denen haben wir erlebt, daß sie Ihm Ehre
dargebracht haben! Und haben uns noch obendrauf reichlich beschenkt! O Joseph,
darum will ich dem allerliebevollsten Herrn danken, Ihn loben und preisen die
ganze Nacht hindurch!“
[Jug. Kap. 31, 2-6]
Ein
durch Erfahrung belehrter Erzvater der Höhe bekennt vertrauensvoll: „Ich
glaube, Der, dem die Elemente gehorchen, und der da sorgt für die ganze Erde,
dessen heilige Sorge wird auch meiner armen Hütte nicht vergessen!“
[H.
Bd. 1, Kap. 163, 21]
Der
Evangelist Johannes: „Nach himmlischer Art sorgt man sich um gar nichts außer allein
um die Liebe und die Erkenntnis Gottes. Für alles andere sorgt der Herr! Nach
höllischer Art aber strebt man nur nach einer sicheren materiellen Versorgung.“
[GS.
Bd. 2, Kap. 109, 3]
Der
Herr: „Leget das Schwere (die Sorge) auf Mich und behaltet das Leichte für
euch, damit ihr frei bleiben möget in allen euren Handlungen und eure Kinder
erkennen mögen die große Liebe des heiligen Vaters im Himmel, welcher der
alleinige Geber aller guten Gaben ist, war und sein wird ewig!“
[Hi.
Bd. 1, S. 10, 2]
Der
himmlische Vater zu einem Sorgenden: „Tue nur soviel wie du vermagst und
kannst, alles Übrige überlasse im vollen Vertrauen Mir! Und du kannst
versichert sein, daß Ich alles zu einem gerechten Ziele führen werde! Wahrlich,
wenn du Mich eine Stunde lang geliebt und Mir vertraut hast, so hast du mehr
getan, als wenn du dich zehn Jahre lang vergeblich sorgtest und in solchen
Sorgen um nichts gar oft von Meinem Gnadenwege dich abwendetest. Siehe, Ich bin
ein Herr über Lebendige und Tote. Der Lebendige hört allezeit Meine
Vaterstimme, versteht sie und kehret sich danach. Siehe an Meinen Knecht (Jakob
Lorber)! Er hat kein Vermögen als das (geringe) von Mir. Und doch sage Ich dir,
daß er in seiner Armut reicher und glücklicher ist als einer, dem alle Schätze
und Wissenschaften der Erde zu Gebote stehen!“
[Hi.
Bd. 1, S. 271, 3. 4. 6. 8]
Der
Herr: „Hast du Meine Liebe, so hast du alles und brauchst dich um nichts mehr
zu sorgen. Denn diese Meine Liebe sorgt schon in sich ewig für alles und hat
schon für alles gesorgt.“
[Hi.
Bd. 2, S. 142, 9]
Der
Herr ermahnt und verheißt: „Bleibet gleichfort ganz voll Vertrauen auf Mich;
möge sich die Zeit gestalten, wie sie will, so werde Ich euch nimmer verlassen,
und euch soll nicht hungern, weder geistig noch leiblich!“
[Hi.
Bd. 2, S. 324, 9]
Der
Herr zu einem zukunftsbangen Familienvater: „Dir fehlt es nicht an der durch
viele Erfahrungen gefesteten Wissenschaft. Aber am wahrsten, festen Großglauben
fehlt es dir! Und darum hast du noch immer eine starke Furcht vor der Welt, —
weil du den irdischen Unterhalt viel mehr in den Händen der Welt als in den
Meinigen der Wahrheit nach wähnst und erwartest. Glaube es Mir, Ich kann und
will dich und deine Kinder auch dann erhalten, wenn dir alle Habe genommen
würde, und kann dir auch irdisch eine zehnfach größere bereiten und geben. Aber
du mußt fester sein in deinem Herzen, als du bis jetzt es warst!“
[Hi.
Bd. 2, S. 413, 10. 11]
Ermahnung
einer seligen Mutter aus dem jenseits an ihre Familie: „Denket nicht so sehr an
die weltlichen Dinge, wie z.B. an das leidige Heiraten, an das nach mir von
Seite der Großeltern an euch entfallende Erbe und an andere unnötige Dinge;
sondern allein der heiligste Vater sei der einzige, eure Herzen allertiefst
beschäftigende Gegenstand, — so werdet ihr zur rechten Zeit von Ihm alles
bekommen, was euch nottut und euren Seelen gut und nützlich ist.“
[Hi.
Bd. 2, S. 423, 8]
Jesus:
„Ein fleißiger Mensch erwirbt sich leicht täglich so viel, wie er bedarf, und
noch manches darüber, das ihm in seinen alten Tagen gut zustatten kommt. Und
hätte er sich auch nichts ersparen können, weil er gern seinen Überfluß den
Armen und Dürftigen gab, so wird für seine alten Tage dennoch (von Gott aus)
gesorgt sein.“
[Ev.
Bd. 4, Kap. 123, 10]
Jesus:
„Wer nur für sich selbst und für seine Angehörigen spart, der rechnet nicht in
Meiner Ordnung; sondern wer da spart, damit er zur Zeit der Not auch für andere
arme Brüder etwas habe, den lobe Ich und segne seine Ersparnisse, und er wird
niemals Not leiden. Ich sage nicht, daß jemand nicht sparen soll für seine
Kinder und für sein Haus; denn es ist das ja jedes Elternpaares erste Pflicht.
Aber es sollen dabei die fremden Armen nicht ausgeschlossen sein; denn Ich
lasse Meine Sonne ja auch über jene leuchten, die nicht Meine Kinder sind. —
Wer da tun wird wie Ich, der wird sein wie Ich und dereinst auch dort weilen,
wo Ich ewig bin. Wer aber seinen Brüdern gegenüber geizig ist, dem gegenüber
werde auch Ich sehr sparsam sein.“
[Ev.
Bd. 5, Kap. 168, 7-9]
Jesus:
„Die rechte Sparsamkeit ist so lange eine Tugend, wie dadurch kein Mitmensch
benachteiligt wird. Ist dies der Fall, so geht sie leicht in den Geiz über und
wird zum Laster.“
[Ev.
Bd. 10, Kap. 225, 2]
Jesus:
„Ich wollte zwar, daß alle Menschen ohne das Geld, dieses verderbliche
Tauschmittel, als Brüder miteinander lebten, aber da sie es zur größeren Bequemlichkeit
ihres Handels und Wandels schon von altersher eingeführt haben, so will Ich es
denn auch belassen. Aber Segen wird es den Menschen erst durch Meine Liebe
bringen! Lege also nie einen anderen Wert als den Meiner Liebe darauf!“
[Ev.
Bd. 5, Kap. 6, 6-7]
Die
Frage, ob die Zinsnahme für geliehene Kapitalien nicht wider das siebente Gebot
sei, beantwortet der Evangelist Johannes: „Wenn in einem Staate der Zinsfuß
gesetzlich bestimmt ist, so ist es auch erlaubt, nach diesem Zinsfuß von den
Reichen die Interessen (Zinsen) zu nehmen. Hat aber jemand einem Bedürftigen
ein erforderliches Kapital geliehen, so soll er dafür keine Zinsen verlangen!“
[GS.
Bd. 2, Kap. 84, 14]
Der
Herr zu einem Freunde Jakob Lorbers: „Siehe, es ist das Geld ja nötig in der
Welt für die Welt; denn es ist der Welt-Gott! Wer aber aus Mir ist, der wird
davon allezeit soviel haben, wie er bedarf, um der Welt ihren Tribut zu entrichten
und den Wirten ihre Zeche zu bezahlen. — Wer aber nicht aus Mir ist, dem wird
das Geld dereinst im geistigen Reiche schlechte Zinsen bringen.“
[Hi.
Bd. 2, S. 84, 18-20]
Jesus
empfiehlt dem römischen Oberstatthalter Cyrenius und
dem Obersten Kornelius, seinen ergebenen Freunden, ihre wichtigen hohen Ämter
nicht niederzulegen, sondern sie im Geiste Seiner Lehre weiter auszuüben.
[Ev. Bd.
2, Kap. 47, 11-12]
Jesus
zu dem römischen Oberstatthalter Cyrenius: „Bleibe
du, was und wer du bist, und stehe dem vor, dem du vorgestellt bist, aber nicht
zu deinem (eigenen, alleinigen) Ansehen, sondern zum vielfältigen Nutzen der
Menschen!“
[Ev.
Bd. 3, Kap. 13, 3]
Das
Jesuskindlein zu dem römischen Statthalter Cyrenius,
der in Ehrfurcht vor der Macht Gottes sein Schwert von sich werfen will: „Cyrenius! Tue nicht, was du tun willst! Denn wahrlich, wer
das Schwert nach deiner Art trägt, der trägt es gerecht! — Wer das Schwert
gebraucht als Waffe der Herrschsucht und Gewalt, der werfe es von sich! Wer es
aber gebraucht als einen Hirtenstab, der behalte es! Denn also ist es der Wille
dessen, dem Himmel und Erde ewig gehorchen müssen! Du aber bist ein Hirte
denen, die in das Buch deines Schwertes geschrieben sind; daher umgürte dich
nur wieder mit der gerechten Ehre, auf daß dein Volk erkenne, daß du ihm ein
Hirte bist! — Wahr ist es: außer in Gott gibt es keine Macht; aber wenn dir
Gott eine Macht verleiht, dann wirf sie nicht von dir!“
[Jug. Kap. 75, 7-19]
Joseph
zu dem demütigen und liebevollen römischen Statthalter Cyrenius:
„Edler Freund, bleibe, was du bist; in deinem Herzen allein vor Gott, dem
ewigen Herrn, demütige dich und suche allen Menschen im geheimen Gutes zu tun,
und du bist Gott so nahe wie meine Väter Abraham, Isaak und Jakob! Siehe, in
diesem Kinde (Jesus) hat dich ja der allmächtige Gott heimgesucht, du hast Ihn
auf deinen Armen getragen! Was willst du noch mehr? Ich sage dir: Du bist gerettet
vom ewigen Tode und wirst hinfort keinen Tod an dir mehr sehen, noch fühlen,
noch schmecken!“
[Jug. Kap. 39, 7-9]
Jesus,
der Herr, zu hohen römischen Beamten: „Ihr Staatsmänner müßt euern Beruf erfüllen;
das ist aber vor Gott kein Hindernis für euch, recht zu wandeln auf den von Mir
gezeigten Wegen. Vielmehr gibt euch das erst die Mittel an die Hand, durch die
ihr umso leichter und eher zur wahren geistigen Vollendung gelangen könnet.“
[Ev.
Bd. 7, Kap. 223, 5]
Jesus:
„Das äußere (weltliche) Ansehen der Person hat vor Mir nicht den geringsten
Wert, wohl aber das Ansehen eines durch Gottes Wort erleuchteten Herzens, das
voll Leben ist durch die Liebe zu Gott und zum Nächsten. — Kaiser und Bettler
sind vor Mir ganz gleich und haben als das, was sie sind, gar kein Ansehen vor
Mir, sondern nur das hat vor Mir einen Wert, wie sie es sind in Meinem Namen!“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 143, 2 und 3]
Jesus:
„Ein Amt soll ein wohlrespektiertes Ansehen haben und der Beamte insoweit, als
er ein Amt vorstellt. Aber der Beamte tue sich darauf nichts zugute, da er nur
ein Diener des Amtes, jedoch nicht das Amt selbst ist. Es soll sich niemand
eines weltlichen Amtes wegen überheben; denn wer das tut, der ist nicht mehr in
Meiner Liebe, und sein Amt dient ihm dann nicht zu seinem Leben, sondern zu
seinem Untergange.“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 143, 4-5]
Der
Herr: „Den Beamten und Herren der Welt sage ohne Scheu, daß ihre Ämter nicht höher
stehen als die Ämter Meines Reiches. Jedes Amt aber, das wider Mein Amt ist,
will Ich zerstören; denn Ich bin der Allerhöchste, und Mein Gesetz ist ewig!“
[H.
Bd. 1, Kap. 2, 12]
Der
Herr: „Es ist hoch gefehlt, wenn ein Bruder vor dem andern im Staube liegt.
Denn solches verlange nicht einmal Ich; wieviel weniger solltet ihr erst gegenseitig
euch also ehren, als wäre da ein Bruder dem andern ein Gott! Ich will aber
damit nicht sagen, als solltet ihr euch gegenseitig gar nicht ehren, sondern
Ich sage nur, daß ihr nicht voreinander kriechen sollet. — Wenn ihr euch aber
schon ehret, da ehret euch allein durch die Liebe und dadurch, daß sich keiner
erhebe über den andern!“
[H.
Bd. 2, Kap. 63, 5-8]
Der
Herr zu neidischen Strebern: „Scheelsüchtige Amtleute kann Ich in Meiner großen
Haushaltung durchaus nicht brauchen. Darum reiniget zuvor eure Herzen von aller
Scheelsucht und denket allzeit — selbst wenn ihr euch noch so sehr gereinigt
habet —: ‚Wir sind auch der geringsten Gnade nicht wert!’ — Dann erst werde Ich
euch erforschen, ob ihr im Ernste völlig rein seid vor Mir, und werde die
völlig Reinen dann auch erwählen für eine höhere Amtsgnade; sonst aber genüge
euch allen die freie Gnade des Lebens aus Mir! — Achtet der kleinen Gaben aus
Meiner Hand, wollet ihr Meine Kinder sein, dann werde Ich euch schon ohnehin
zur rechten Zeit der größeren teilhaftig machen!“
[H.
Bd. 2, Kap. 267, 12-15]
Der
Herr: „Herrscher und Amtleute sollen sich bemühen, Männer nach Meinem Herzen zu
sein, im Geiste und in der Wahrheit! — Reiche sollen für die Armen Sachwalter
sein! — Gelehrte sollen Meine Gnade fassen! — Künstler sollen aus ihrer Kunst
Mich erkennen! — Und alle sonstigen irdischen Meister sollen Mich als den
alleinigen Meister in allen Dingen anerkennen, dann das, was sie sind, in
Meiner Ordnung sein!“
[Hi.
Bd. 2, S. 335, 10]
Jesus
zu weltlich gesinnten, reisenden Kaufleuten: „In weltlichen Dingen, mit denen
der innere Geist in keinem Verbande steht, mag euer Weltverstand richten und
entscheiden, aber in den göttlichen Dingen richte und entscheide nur ein
lebendiger Glaube an Gott und die reine Liebe zu Ihm und daraus zum Nächsten!“
[Ev.
Bd. 10, Kap. 120, 6]
Jesus:
„Wenn es nötig ist, da lasset das Ansehen eures Amtes walten, aber seid selbst
voll Demut und Liebe, so wird euer Gericht über eure verirrten Brüder und
Schwestern ein nach Meiner Ordnung gerechtes sein.“
[Ev.
Bd. 3, Kap. 165, 10]
Der
Herr: „Wenn du bedenkest, daß der Liebe aus Mir allezeit der gerechte Anteil
der wahren, freien Weisheit hinzukommt, welche die alleinige gerechte
Gesetzgeberin ist, alles am besten ordnet, durchleuchtet und durchschaut, — ja,
wenn so Meine Liebe Grundstein ist, da ist auch das wahre Recht!“
[Hi.
Bd. 1, S. 9, 3]
Jesu
Rat an den reichgesegneten Heilbadbesitzer Markus: „Kommt zu dir ein Vermögender,
der von der Gicht geplagt wird, so rechne ihm nach Billigkeit Herberge und Verköstigung,
aber das Bad lasse ihm frei! — So aber jemand nur des Vergnügens wegen ins Bad
kommt, dem rechne Bad, Herberge und Verköstigung teurer an als einem anderen.
Will er aber die Wahrheit von dir, so gib sie ihm unentgeltlich; denn darin ist
er ein Armer! — Kommt aber ein Weltkluger und will von dir die Wahrheit hören,
dem gib sie nicht umsonst; denn für solch einen Wahrheitsucher
hat die Wahrheit erst dann einen Wert, wenn er durch viel Geld dazu gekommen
ist!“
[Ev.
Bd. 5, Kap. 6, 9-11]
Jesus,
von einem bekehrten Zöllner über die Berechtigung seiner Berufsausübung
befragt: „Was du bist, das bleibe du! Aber sei billig in deinem Verlangen gegen
die Armen. Die Zölle sind gut für dieses Land, da sonst große Karawanen mit
allerlei Waren euer Land überziehen und es bald von seinen eigenen Lebensmitteln
entblößen würden.“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 92, 5-6]
Jesus
segnet den bisher sehr steinigen Grundbesitz Ihn gläubig erkennender und liebender
Dorfbewohner in Samaria, verleiht den Gründen reiche Fruchtbarkeit und ermahnt
die Dorfleute: „Der Geist, den Ich in euch erwecke, wird euch lehren, wie ihr
künftig eure irdische Bewirtschaftung zu besorgen habt. Wenn aber eure Gründe
voll Segen sein werden, dann übernehmet euch nicht, sondern bleibet, wie ihr
seid, und Mein Segen wird auch bei euch bleiben natürlich und geistig.“
[Ev.
Bd. 9, Kap. 62, 3-5]
Jesus:
„Mit Liebe erreicht ihr alles, mit Gewalt aber wird der Teufel aus seinem
Schlafe geweckt. Es ist also um vieles besser, daß unter den Menschen die Liebe
und Sanftmut wachse und wach bleibe, als daß man mit dem dröhnenden Gepolter
der Gewalt die Teufel wecke und diese dann die Erde verderben.“
[Ev.
Bd. 1, Kap. 76, 4-5]
Jesus:
„Seid als Richter sanft und gerecht durch die Nächstenliebe, so werdet ihr
dereinst auch ein sanft-gerechtes Gericht finden; denn mit welchem Maße ihr
einmesset, mit demselben Maße wird euch rückgemessen werden!“
[Ev.
Bd. 3, Kap. 69, 8-10]
Das
Jesuskind erweckt einen durch Übereifer zu Tode gekommenen jungen Holzfäller
und ermahnt ihn: „Höre, du eitler junger Mensch! Lasse fahren deine Eitelkeit
und wolle nicht mehr tun, als du Kraft besitzest, so wirst du vor ähnlichen
Unfällen dich künftig bewahren! Auch deine Mitknechte haben ihre Arbeitskraft
aus Gott, und diese sollst du nicht zuschanden machen! Ist dein Mitknecht
absichtlich träge, so wird ihn schon der Herr finden. An dir aber soll es
nimmer sein, daß du ihm durch einen übertriebenen, eitlen Fleiß zu einem
Richter wirst!“
[Jug. Kap. 291, 13-18]
Der
Herr zu einem übereifrigen Berufstätigen: „Nimm in Zukunft deine Welttätigkeit
weniger wichtig im lebendigen Vertrauen auf Mich! Und Ich werde alle deine
Arbeiten segnen, auf daß sie besser werden, als du sie bisher verrichtet hast!
— Kehre auf eine Zeit von wenigstens vierzehn Tagen allen deinen Geschäften den
Rücken, sorge dich um nichts, lege alle deine Sorgen vertrauend auf Meine
Schultern, und es wird alles zur rechten Zeit in der besten Ordnung sein.“
[Hi.
Bd. 2, 5. 262, 8]
Der
Herr: „Unter dem bekannten Gebot: ‚Gebet Gott, was Gottes ist!‘ darf man nicht
nur die innere Liebeverpflichtung gegen Gott verstehen, sondern auch die gegen
alle Menschen, als da sind Gläubiger, Wohltäter, Lehrer, Führer, Gottesdiener,
die Knechte und alle sonstigen gedungenen Arbeiter, denen man das ihnen
Gebührende zu geben verpflichtet ist.“
[Hi.
Bd. 2, 428, 16]
Der
Herr: „Jedem, der sich an Meinen Geboten versündigt, kann vergeben werden, wenn
er seinen Fehler einsieht, bereut und sich bessert, dann sich zu Mir wendet und
in Mir verbleibet und Ich in ihm; aber wer Mein Gesetz untergraben will, den
wird es erdrücken. — Alle Weltgesetze untergraben Mein Gebot, wenn sie nicht
aus Meiner Liebe von Männern gegeben wurden, die durch Meinen Geist unterrichtet
sind.“
[H.
Bd. 1, Kap. 2, 12]
Der
bekehrte König Lamech von Hanoch
zu seinem jubelnden Volk: „Fortan will ich euch kein König mehr sein und
durchaus kein Herr, sondern euer Bruder, der euch führen und leiten will zur
wahren Erkenntnis und Liebe Gottes, welcher ist der alleinige Herr und König
von Ewigkeit her über alle Menschen und über alle Kreatur. Dieser Gott wird
allzeit über uns herrschen wie ein guter, weisester Vater über seine Kinder!“
[H.
Bd. 2, Kap. 217, 8-9]
Dankbares
Gelöbnis Helenas, der Königstochter vom Pontus: „Unsere
Brüder und Schwestern, die unsere Untertanen sind, wollen wir lieben wie unser
eigenes Leben, indem wir ihnen treulich den allein wahren Gott verkünden und
ihnen eine solche Verfassung geben, durch die sie auf dem Wege der wahren Liebe
und Demut zu Gott wohlgefälligen Menschen werden!“
[Ev.
Bd. 3, Kap. 120, 2 und Kap. 121, 8]
Joseph,
der Pflegevater Jesu, zu dem römischen Statthalter Cyrenius,
der dem göttlichen Kindlein zuliebe sein machtvolles Amt aufgeben und die
Niedrigkeit erwählen will: „Freund, bleibe, was du bist; denn die Macht in der
Hand von Menschen deiner Art ist ein Segen Gottes dem Volke! Denn siehe, was du
bist, das bist du weder aus dir, noch aus Rom, sondern allein aus Gott!“
[Jug. Kap. 38, 12-14]
Der
erleuchtete Oberstatthalter Cyrenius: „Ein guter
Regent muß eine große Macht, viel Wissenschaft in allen Dingen und eine feine
Klugheit besitzen — nur so ist er ein rechter Herr, Gebieter und Leiter von
vielen Tausenden.“
[Ev.
Bd. 5, Kap. 19, 12]
Jesus
zu dem römischen Oberstatthalter Cyrenius: „Ein
Gesetzgeber soll nie zu voreilig ein neues Gesetz geben, aber noch weniger ein
erlassenes Gesetz voreilig aufheben, sonst wird man ihn der Schwäche oder der
Tyrannei zeihen.“
[Ev.
Bd. 2, Kap. 55 2]
Lebenserfahrungssatz
des römischen Oberstatthalters Cyrenius: „Ein zu
guter, nachgiebiger Regent ist mit seiner Regierung bald am Ende, aber ebenso
auch ein zu tyrannisch strenger. Ich meine: in der Mitte zwischen beiden ruht
der Staatskunst Weisheit, Glück und dauerhafte Festigkeit.“
[Ev.
Bd. 2, Kap. 55, 7]
Jesus:
„Gute, gerechte Weltgesetze sind wegen der Entartung und Zügellosigkeit vieler
Menschen unbedingt erforderlich. Sie sollen aber nicht verdammen, sondern den
kranken Menschenseelen heilsam sein.“
[Ev.
Bd. 2, Kap. 26, 9-17]
Jesus:
„Glaubet es Mir, daß ein Mensch, der wahrhaft ein Herr seiner selbst geworden
ist, auch leicht ein Herr über ein ganzes Volk werden kann. Denn die Menschen
werden ihn selbst dazu machen, indem sie zu ihm hineilen und sich Rat holen.“
[Ev.
Bd. 5, Kap. 133, 6]
Kisehel, ein erleuchteter Gottesbote der Urzeit: „In
einem Königtume nach der Ordnung Gottes wird der König ein Leiter und Lehrer
der Brüder sein, aber durchaus kein Herr und Gebieter! Ein solcher König wird
keiner weltlichen Macht bedürfen, sondern die Macht und Kraft der göttlichen
Liebe, Weisheit und Ordnung wird in seinem Geiste wohnen, und aus dem Geiste
heraus wird er leicht und hinreichend mächtig seine Brüder zu allem Guten und
Wahren zu leiten imstande sein!“
[H.
Bd. 2, Kap. 201, 15-16]
Jesus:
„Als Ich die Welt erschuf, da habe Ich keine Grenzsteine gesetzt, die Erde
nicht mit dem Faden abgemessen und auch nicht gesagt: ‚Siehe, dieser Teil
gehört diesem, ein anderer Teil jenem!‘ Sondern Ich habe die ganze Erde zu
einem Gemeingut für alle Menschen gemacht! Erst mit der Zeit haben Geiz,
Habgier und Herrschsucht der Menschen die Erde abgemessen und mit Gewalt
bestimmt: ‚Dieser große Teil des Landes gehört mir, und wer mir dienen und
arbeiten will, der soll auch ein kleines Stück Land bekommen, aber ich bleibe
der Herr des ganzen Landes!‘ Und siehe, das war die erste sogenannte patriarchalische
Verfassung unter den Menschen. So ungerecht sie auch an und für sich war, so
war sie dennoch die beste; denn war wie gewöhnlich der Patriarch ein guter und
gottesfürchtiger Mann, so hatten es seine Untertanen ebenfalls gut; denn er
sorgte für das gemeinsame Wohl des großen Landes.“
[Ev.
Bd. 10, Kap. 216, 7-8]
Jesus
erklärt einem Pharisäer, wie es dazu kam, daß die Juden auf ihr ungestümes Verlangen
in Saul einen weltlichen König erhielten.
[Ev.
Bd. 7, Kap. 203, 2-6]
Henoch,
der liebeweise Lehrer und Prophet der Urzeit: „Die nackte Gerechtigkeit, wenn
auch von allen Strahlen der Weisheit umflossen, ist drückend und hart, wenn
nicht ein leiser Liebesstrahl wohltuend durchweht die kühle Weisheit. In einem
Tautropfen Liebe liegt mehr Kraft und heilige Macht als in einer Welt voll
weisester Gerechtigkeit, wenn diese nicht die Liebe zum Grunde hat!“
[H.
Bd. 1, Kap. 81, 17 und 26]
Jesus
zu Robert Blum im Jenseits: „Das mußt du doch einsehen, daß keine menschliche
Gesellschaft ohne Leiter bestehen könnte; denn das wäre die größte
Unmöglichkeit von der Welt und sogar wider die natürliche Ordnung nicht allein
des Menschen, sondern auch aller irdischen Dinge!“
[Rbl.
Bd. 1, Kap. 18, 6-7]
Jesus:
„Ich allein bin der Herr und habe die Macht, Kronen und Zepter zu brechen und
die zerbrochenen wieder aufzurichten, wenn die Herrscher sich an Mich wenden! —
Königen, die sich an Mich halten, will Ich eine rechte Weisheit geben und eine
große Macht daraus! Und es werden ihre Völker rufen: ‚Heil dir, du großer, uns
von Gott geschenkter König und Herr! Was unser ist, das ist auch dein! Deine
große Weisheit und Güte sei unsere wahre und lebendige Verfassung! Dein Wort
sei unser Wille und Gesetz! Wehe jedem Frevler an deinem gesalbten Haupte!‘.“
[Rbl.
Bd. 1, Kap. 86, 15-16]
Der
Apostel Paulus belehrt im Jenseits einen noch im blinden Herrscherstolz
befangenen Dynasten: „Der wahre Hofglanz besteht vor allem in der Weisheit und
Herzensgüte des Regenten, in einem gut verteilten Wohlstand der Untertanen, in
einer festen, guten Disziplin eines nicht unnötig großen Wehrstandes und in
weisen Staatseinrichtungen, vor denen die ganze Welt Respekt bekommen muß, und
erst danach auch darin, daß der Regent seiner Würde nach als das erscheint, was
er ist, nämlich: ein weiser Regent eines wahrhaft glücklichen Volkes.“
[Rbl.
Bd. 2, Kap. 214, 10]
Der
Herr: „Es muß ja wohl ein Kaiser sein, ein König und ein Fürst, aber nicht des
Herrschens wegen, sondern damit die Völker durch ihre Leitung zu Mir geführt
würden. — Der Herrscher soll ein Leiter und Tröster seines Volkes sein und ihm
Gesetze geben, die nicht von den heidnischen, sondern von Meinen Gesetzen
abgeleitet sind, dann ist er ein rechter Regent, und der Heilige Geist wird mit
ihm wirken!“
[Schrft. Kap. 19, 15 und 16]
Antwortbrief
des Herrn Jesus an den Fürsten Abgarus Ukkama in Edessa: „Du möchtest Meinen Willen in deinem Staate zum
Gesetze machen? — Das wird sich vorderhand noch nicht tun! Denn siehe, es
gehört zu allem eine gewisse Reife. Aber Mein Gesetz ist nichts als Liebe. —
Willst du schon in deinem Staate etwas von Mir einführen, so führe dieses
Gesetz ein, dann wirst du mit Meinem Willen ein leichtes Werk haben.“
[Bw.
5, 4]
Der
Herr zu dem geläuterten, demütigen Ratsherrn Ohlad,
der sich für zu unwürdig hält, das Königsamt aus Gottes Hand anzunehmen: „Wenn
Ich als dein ewiger Vater dich, Meinen Sohn, zum Könige mache und dir die
gesetzgebende Gewalt einräume, so stellst du da nicht dich selbst, sondern
Mich, deinen ewigen Vater, dar! Wie aber Ich keine eitle Ehrung für Mich
verlange, sondern in aller Liebe allein die Befolgung Meines Willens, also sage
Ich auch: ‚Wer dessen Willen tut, den Ich aufgestellt habe, und hört ihn im
Herzen, der hört und ehrt Mich!‘ — Daher also laß dich salben zum Könige über
alles Volk in der Tiefe; denn wen Ich zum Könige salbe, der ist gerecht!“
[H.
Bd. 3, Kap. 165, 10-13]
Der
Herr salbt den früheren Ratsherrn Ohlad mit Öl zum
König des Reiches Hanoch und die zehn Boten von der
Höhe zu seinen Ministern mit den Worten: „Nun bist du ein wahrer König von
deines Gottes, deines Herrn und deines Vaters Gnaden! Empfange nun auch Meinen
Geist und leite mit Hilfe dieser Zehn, die Ich dir nun auch zu Ministern salbe
und lasse, das Volk in Meinem Namen!“
[H.
Bd. 3, Kap. 166, 8]
Jesus:
„Ich selbst (der Beherrscher des Weltalls) bin nun auf dieser Erde und füge
Mich, Meiner äußeren Persönlichkeit nach, in die vom römischen Kaiser
vorgeschriebene Ordnung und lehne Mich nie wider sie auf. Verliere Ich etwa
dadurch Meines innersten Gottwesens Ordnung? O mitnichten! — Ich bin, Der Ich
bin, unverändert, und Mein Rat wird auch von denen angenommen, die des
Herrschers Macht in ihren Händen tragen.“
[Ev.
Bd. 5, Kap. 133, 5]
Machtvolles
Zeugnis des erleuchteten römischen Richters und Regierungsvertreters über die
göttliche Natur und Sendung des Jesusknaben: „Dieser Knabe gehört zwar seiner irdischen
Geburt nach dem Judenstamme an und steht also teils unter den Gesetzen des
Tempels und teils auch — gleich einem jeden Juden — unter dem unsrigen. — Ich
aber nahm wahr, daß der Geist dieses Knaben das Fundament aller Gesetze, sowohl
der jedes Staates, jeder gesellschaftlichen Volksordnung, ferner aber auch der
Natur- und Geisterwelt ist. Er ist ein tief weisester und gerechtester Richter,
und nicht ein Atom Arges ist an seinem Wesen! Was sollen da unsere Gesetze noch
mit Ihm zu tun haben, da Er doch augenscheinlich ein Herr aller Gesetze ist?!“
[Dr.
T. Kap. 31, 2]
Jesus
zu dem Römer Agrikola und anderen gereiften Freunden:
„Was eure Staatsgesetze betrifft, so sollen sie bestehen für die gewöhnlichen
Menschen. Denn solange der Mensch nicht im Geiste wiedergeboren ist, sind ihm
äußere Staatsgesetze nötig, weil sie ihn in der Demut und Geduld üben.
Andernteils halten sie den bösen Menschen davon ab, seinem Nebenmenschen Böses
in zu großem Maße zuzufügen, indem sie mit scharf gezogenen Linien jedem das
Seinige zuweisen und den mutwillig dawider Handelnden züchtigen. — Darum sage
Ich euch auch: Bleibet der weltlichen Macht untertan, ob sie euch gut oder böse
dünkt; denn ihre Gewalt ist ihr von oben verliehen! — Wer aber einmal im Geiste
wiedergeboren ist, den wird so wenig wie Mich selbst ein weltliches Gesetz mehr
beirren!“
[Ev.
Bd. 8, Kap. 22, 5-6]
Jesus
zu reichbegüterten Freunden: „Von Gott aus gehört die ganze Erde, wie dies im
Anfang der Fall war, allen Menschen gleich; die Weisen sollen sie einteilen
nach dem Bedarf der Menschen und diese lehren, sie zu bebauen; die Früchte
sollen dann von den Weisen zum Teil verteilt und der Überfluß in den dazu
errichteten Kammern und Speichern aufbewahrt werden, auf daß niemand in der
Gemeinde Not zu leiden habe.“
[Ev.
Bd. 8, Kap. 182, 7]
Jesus:
„Ich sage euch, seid auf dieser Welt fortan jeder weltlichen Obrigkeit, ob sie
gut oder böse ist, untertan; denn die Macht, die sie hat, ist ihr von oben
gegeben! Und niemand von euch bestrebe sich, je ein Herrscher zu werden auf
Erden; denn wer über die Menschen herrschen soll, der wird schon von oben dazu
den Ruf bekommen, und es wird ihm in sein Herz gelegt, wie er seine Völker
regieren soll. Stolze, hochmütige Menschen sollen auch von einem hochmütigen
König beherrscht werden, gute und demütige aber werden ebensolche Herrscher
bekommen und unter ihrem Zepter gut und glücklich leben. Es wird künftig
demnach ganz von den Menschen abhängen, wie ihre Herrscher sein werden.“
[Ev.
Bd. 7, Kap. 177, 17-18]
Der
Apostel Petrus im himmlischen Jerusalem zu dem einstigen Revolutionär Robert
Blum: „Wenn es in einem Volke Menschen gibt, die sich an den Herrn wenden und
Ihn bitten um eine gute Regierung, um Ruhe, Frieden und Ordnung, dann greifen
wir Himmelsgeister auch in die Zügel des Regenten und leiten ihn und sein Volk
auf den Weg, auf dem allein alles (wahre) Glück erreicht werden kann. Darum
sollen die Menschen ihren Regenten nicht grollen oder sie gar hassen, da auch
die Regenten Menschen sind, sondern sie lieber segnen und den Herrn bitten, daß
Er die irdischen Herrscher lenke und segne! Dann werden sie alle glücklich sein
in Hülle und Fülle!“
[Rbl.
Bd. 2, Kap. 289, 9]
Der
Herr zu dem durch ein furchtbares Feuergericht gedemütigten Volk von Hanoch: „Ich habe nun für euch einen König erweckt und
gesalbt, der euch leiten wird auf Meinen Wegen. Ich werde euch von nun an
fortwährend Könige geben, gute —‚ so ihr in Meiner Liebe verbleibet, —
Tyrannen, — so ihr von Mir eure Herzen abwendet! — Wenn ihr aber euch rotten
werdet wider die Könige, dann werdet ihr euch rotten gegen Mich, und der Vater
wird sich umwandeln in den Richter und euch allen geben ein Gericht! Wenn ihr
aber (zu Recht) mit einem König unzufrieden seid, da wendet euch zu Mir, und
Ich sorge dann dafür, daß euch ein rechter König werde!“
[Ev.
Bd. 3, Kap. 168, 5-9]
Jesus:
„Gegen die Macht einer bösen Obrigkeit helfen nur das Gebet und ein rechter Lebenswandel nach Meinem Worte.
[Rbl.
Bd. 1, Kap. 1, 9]
Jesus
belehrt den bekehrten Zöllner Jored über den
Sklavenhandel: „Was durch die Staatsgesetze besteht, das kannst du nicht
ändern, und so mag es bleiben, bis der Staat selbst eine Änderung vornehmen
wird. Du aber sei gegen die Sklaven gut, billig und gerecht; denn auch sie sind
Menschen und Kinder ein und desselben Vaters im Himmel. Wenn du wieder einen
Sklavenmarkt besuchst, so kaufe die angebotenen Sklaven nur immerhin nach
Herzenslust und mache aus ihnen freie, gottergebene Menschen, so wirst du dir
dadurch einen großen Schatz im Himmel bereiten! Aber du sollst keinen je wieder
verkaufen; denn Menschen verkaufen ist ein Greuel vor Gott! Wo aber Meine Lehre
einmal Wurzel schlägt, dort wird solch schnöder Sklavenhandel von selbst aufhören.“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 92, 10]
Jesus
zu reichen Grundbesitzern, die sich über Steuerabgaben an den Regenten
beschweren: „Ein Herrscher ist ein höchster und allgemeiner Gemeindevorsteher und
hat von allen Gemeinden das gekrönte Recht, für ihre innere Ordnung und
Sicherheit Sorge zu tragen. Er hat somit auch das Zepter der Gewalt und das
Schwert des Gesetzes und des allgemeinen Rechtes. Er muß nicht nur für sich,
sondern vielmehr für alle Gemeinden Wachen bestellen und halten, für deren
notwendige Erhaltung er nicht allein mit seinen Händen arbeiten und sammeln
kann. Da aber die Gesetze, die Richter und Wachen zumeist zum Frommen der
Gemeinden erhalten werden, so müssen auch die Gemeinden gern und willig
beitragen, daß der Monarch stets dazu vermögend ist. Und also sind auch eure
Steuern und Abgaben eine gerechte Sache.“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 118, 6-7]
Jesus:
„Wenn ein tyrannischer Herrscher gar zu große und mutwillige Erpressungen
seinen Gemeinden auferlegt, haben diese das Recht, solch einen Tyrannen vom
Throne zu entfernen. Denn die Gemeinden haben von Anbeginn an das Recht gehabt,
sich einen König zu wählen und ihn auszurüsten mit aller nötigen Macht und
Gewalt. Dieses Recht haben sie noch. Dennoch ist es jeder Gemeinde besser,
unter einem Tyrannen eine Zeitlang zu dulden, als sich mit ihm in einen Krieg
einzulassen; denn die Tyrannen sind gewöhnlich nur auf kurze Zeit von Gott
zugelassene Geiseln, durch welche die Gemeinden wieder daran erinnert werden,
daß es einen allweisen und allmächtigen Gott gibt,
der allein jedem bedrängten Volk helfen kann, wenn dieses sich allen Ernstes
gläubig um Hilfe flehend an Ihn wendet!“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 118, 8-9]
Jesus
hält dem immer noch revolutionären Robert Blum vor: „Ich selbst bezeigte Mich
jeder weltlichen Gewalt unterwürfig, während Ich doch Macht genug gehabt hätte,
einer jeden Trotz zu bieten. Und ferner beachte, daß Ich im Tempel bei der
Vorweisung des Zinsgroschens eigens gebot, dem Kaiser zu geben, was sein ist,
und Gott, was dessen ist! — Ebenso gebot Ich durch Paulus, jeder Obrigkeit zu
gehorchen, ob sie mild oder streng ist; denn keine habe eine Gewalt außer der
von oben!“
[Rbl.
Bd. 1, Kap. 17, 3]
Jesus
begründet die Notwendigkeit einer strengen Gesetzesordnung mit der gefährlichen
Zügellosigkeit vieler entarteter Seelen und fährt fort: „Erkennst du es nun,
warum Ich — wie auch der Apostel Paulus — allen Bekennern Meiner Lehre den
Gehorsam gegen eine rechtmäßige weltliche Obrigkeit anempfahl! Siehst du nun
ein, warum man dem Kaiser, was sein ist, und Gott, was Gottes ist, geben
soll?!“
[Rbl.
Bd. 1, Kap. 22, 3-11]
Des
erleuchteten Königs Mathael vorbildliche
Staatsverfassung und Gesetzesordnung in seinem Reiche am Pontus:
Steuerwesen, Landesverteidigung, Vermögenserwerbsbeschränkung, Erbschaftsabgabe
und Sozialfürsorge.
[Ev.
Bd. 5, Kap. 17, 2-8]
Jesus:
„Die reine Vernunft verlangt einen gerechten Eigentumsschutz sowie die Bestrafung
und Arbeitserziehung der Eigentumsfrevler.“
[Ev.
Bd. 4, Kap. 62]
Jesu
Rat an Wohlhabende und Regenten: „Lasset unter den Menschen die Armut nie zu
groß werden, wollet ihr sichern Weges wandeln!“
[Ev.
Bd. 4, Kap. 79, 1]
Auf
die Frage des vollendeten Robert Blum, ob die geistig helleren Menschen nicht
das Recht haben, sich gegen eine grausame Tyrannei der Seelen zu erheben,
erwidert der Apostel Petrus: „Ich sage dir, es bleibt ewig bei dem, daß
Menschen für sich allein gar nichts (Heilsames) dagegen tun können; und tun sie
doch etwas, so wird ihr Zustand nur verschlimmert. — Aber etwas ganz anderes
ist es, wenn eine reinere Gesellschaft von Menschen, die dem Herrn ergeben ist,
Ihn um Hilfe und Schutz anfleht. Dann legt der Herr selbst die Hand an solch
ein Werk, und mit der Tyrannei hat es ein Ende! Denn nur die Allmacht kann jede
andere Macht schlagen! Des Menschen Ohnmacht aber vermag nichts ohne den Herrn.
— Im übrigen weiß der Herr schon, inwieweit Er eine Tyrannei fortbestehen
lassen kann.“
[Rbl.
Bd. 2, Kap. 290, 3]
Der
Evangelist Johannes: „Es liegt klar am Tage, daß ein wahrer Christ nicht das
Recht hat, sich über die Güter der Reichen herzumachen, auch nicht in der
größten Not; wohl aber hat bei einem großen Notzustande ein ganzes Volk das
Recht dazu. Dann tritt der Herr selbst im Volke waltend auf und bewirkt dadurch
für die nimmersatten Wucherer ein gerechtes Gericht. Nur soll sich niemand —
außer im höchsten Notfall — erlauben, die reichen Hartherzigen zu ermorden! Man
soll ihnen nur soviel von ihren überflüssigen Schätzen wegnehmen, wie das Volk
nötigst bedarf, um sich wieder auf den Boden friedlichen Erwerbs stellen zu
können. — Dem reichen Wucherer aber soll noch immer soviel gelassen werden, daß
er auf der Welt keine Not leide! Denn würde solch einem Reichen alles
weggenommen werden, so würde Verzweiflung sich seiner bemächtigen und eine
endlose Zornwut, in der er unmöglich je den Weg des Heils betreten könnte.“
[GS.
Bd. 2, Kap. 84, 5-9]
Der
Evangelist Johannes: „Bei Staatsumwälzungen sollen niemals seitens eines tiefverarmten
Volkes blutige Grausamkeiten ausgeübt werden; denn sobald solches geschieht, da
wirkt nicht mehr der Herr mit dem Volke, und das Volk wird seine Tat nicht
gesegnet sehen! Denn wenn es heute Siegen wird, so wird es morgen wieder geschlagen,
und da wird ein Blut wider das andere fließen! Nie soll der Mensch vergessen,
daß alle Menschen seine Brüder sind!“
[GS.
Bd. 2, Kap. 84, 10]
Jesus:
„Der allmächtige Gott ist allein ein Herr, ihr alle aber seid Brüder untereinander
und Diener eines Herrn! Oder meinet ihr, daß die Könige bei Mir höher stehen
denn ihre geringsten Diener, weil sie mächtige Könige sind? Mitnichten! Da
entscheidet allein das Herz; König ist, und der Diener, warum er ein Diener;
sonst aber stehen vor Mir König und Knecht auf der gleichen Stufe!“
[Ev.
Bd. 3, Kap. 164, 16-17]
Jesus
nach der Begegnung mit Wegtribut erpressenden, räuberischen Bergarabern: „Es
soll unter den Menschen so werden, wie es war in den Zeiten der ersten Menschen
der Erde: Sie sollen als wahre Brüder freien Wandel haben in ihrem Lande,
einander mit wahrer Liebe begegnen und im Notfalle nach Möglichkeit
unterstützen; aber sich gegenseitig in der gerechten Freiheit durch allerlei
Quälereien beschränken, das ist nicht himmlisch, sondern höllisch! Je mehr Beschränkungen
in der gerechten Freizügigkeit in der Welt durch habgierige und herrschsüchtige
Menschen vorkommen, desto mehr der Hölle und desto weniger des Himmels wird
unter den Menschen daheim sein!“
[Ev.
Bd. 8, Kap. 198, 15]
Jesus:
„Ich selbst sage zu Meinen Jüngern: „Gehet hinaus zu den Völkern und predigt
ihnen das Evangelium! Darum kann Ich eine zu arge Beschränkung der gerechten
Freizügigkeit der Menschen durch Gewalthaber und herrschsüchtige Priester
unmöglich billigen!“
[Ev.
Bd. 8, Kap. 199, 5]
Der
Apostel Petrus im heiligen Jerusalem zu dem einstigen Revolutionär Robert Blum:
„Der Herr mißt eines jeden Zeit. Und so ist auch aller Tyrannen Zeit genauest
bemessen. Es fehlt oft nur der letzte Tropfen. Fällt dieser, dann ist die Zeit
zu Ende. — Darum sorge dich nun nicht mehr um die Verhältnisse der Erde! Der
Herr versteht sie am besten zu leiten und zu schlichten.“
[Rbl.
Bd. 2, Kap. 290, 4]
Der
Herr: „Was ein Mensch seinem Geiste schuldet, das geht das Staatsoberhaupt
nichts an. Und wenn dieses darin über seine Grenze Forderungen an die Menschen
stellt, so wird es darin auch sein unvermeidliches Gericht finden. — Wenn aber
ein Herrscher durch leiblichen Zwang auch den Geist der Menschen in Fesseln
legen und ihm aus der Materie vorschreiben will, welche Gebühr er Mir, dem
Herrn, zu entrichten schuldig sei, so entrichte der Aufgeforderte um des
Kaisers willen auch solche, damit er ihn nicht ärgere. Aber im Herzen kehre er
sich nicht daran, sondern gebe Mir im Geist und in der Wahrheit, was Mein ist,
dann werde Ich den Kaiser schon so richten, wie er es ob seiner mißbrauchten
Gewalt an der Menschheit verdient hat!“
[Hi.
Bd. 2, S. 329, 13. 14]
Jesus:
Ein erzwungener, einem schlechten Zweck dienender Eid hat keine Gültigkeit vor
Gott.
[Ev.
Bd. 2, Kap. 238, 9]
Der
Herr: „Was jemand für den Kaiser tun kann aus gutem Herzen, das tue er und bete
häufig für den auf eine hohe und harte Probe gestellten Bruder, so wird er im
Vollmaße dem Kaiser geben, was er ihm schuldig ist, und in solcher allgemeinen
Nächstenliebe auch Gott, was Gottes ist.“
[Hi.
Bd. 2, S. 329, 16]
Jesus:
„Ich sage nicht, daß ihr alle Gefängnisse, die noch ein notwendiges Übel sind,
zerstören und alle Fesseln und Schwerter zerbrechen sollt. Nein! Denn sehr
ansteckend kranke Seelen müssen sogar sorgfältig von den gesunden abgesondert
und solange in Gewahrsam gehalten werden, bis sie von Grund aus geheilt sind.
Aber nicht Zorn und Rachegefühl halte sie in Gewahrsam, sondern eure
Nächstenliebe und die damit verbundene Sorge um ihre Heilung. Wird es euch der
rechte Geist der Liebe anzeigen, daß bei einem seelisch Schwerkranken eine
bittere Arznei vonnöten ist, so enthaltet sie ihm nicht vor, weil das ein sehr
unzeitiges Erbarmen wäre. Doch nur in der wahren Liebe müsset ihr sie ihm
verabreichen, so wird sie ihm sicher die erwünschte Heilung und euch viel Segen
bringen!“
[Ev.
Bd. 4, Kap. 38, 1-2]
Jesus
zu dem römischen Hauptmann Julius: „Sieh, in Mir ist alle Macht und Gewalt über
Himmel und Erden. Ich könnte Meine Widersacher alle mit einem Gedanken
vernichten, und dennoch ertrage Ich sie mit aller Geduld bis zu der Zeit, da
ihr Maß voll wird. — Auch Mich erzürnen die Menschen und machen durch ihre
Unverbesserlichkeit Mein Herz traurig; aber Ich ertrage sie dennoch und
züchtige sie stets nur mit Liebe, auf daß sie sich bessern und eingehen möchten
ins Reich des ewigen Lebens. — Willst du demnach ein rechter Richter sein, so
mußt du Mir auch darin nachfolgen!“
[Ev.
Bd. 2, Kap. 164, 5-6]
Jesus
zu dem römischen Oberstatthalter Cyrenius: „Wenn
jeder Mensch dieser Erde für die höchste Vollendung in der Gotteskindschaft
erschaffen wurde, so kann und darf seinem geistigen Teile kein Mußgesetz
gegeben werden, vielmehr sollte da ein jedes Gesetz mit ‚Soll‘ gegeben sein,
und nur für offenbar böswillige Gegner des freien Gesetzes ist eine gerechte,
auf die freiwillige Besserung gerichtete Züchtigung zu verordnen. Dadurch wird
die menschliche Seele zum selbständigen Denken und Wollen gelangen, das gegebene
Gesetz zu dem ihrigen machen und danach handeln, während eine willkürlich bemessene
Strafe das menschliche Gemüt verhärtet und erbittert und aus dem Menschen einen
rachgierigen Teufel macht!“
[Ev.
Bd. 2, Kap. 30, 1]
Jesus:
„Ihr sollt nicht klagsüchtig sein und ohne eine dringende Not nicht zu den Weltrichtern
laufen! Denn was ihr nicht wollt und wünscht, daß es euch begegne, damit verschonet
auch eure Mitmenschen, solange es möglich ist! Nur offenbare Diebe und Räuber
und zu arge Hurer und Ehebrecher möget ihr den Gerichten überliefern und im gleichen
den, der einen Mord begangen hat. Aber ihr sollt dabei nur tun, was da not ist;
alles andere überlasset Mir und den Richtern!“
[Ev.
Bd. 9, Kap. 159, 17]
Jesus:
„Es ist klar, daß man einem erzbösen Menschen durch zu große Freundlichkeit
nicht noch mehr Gelegenheit verschaffen soll, in seiner Bosheit zu wachsen und
noch ärger zu werden. In diesem Falle wäre eine fortgesetzte Nachsicht nur eine
wahre Hilfeleistung für des Feindes wachsende Bosheit. Dafür aber habe Ich in
dieser Welt zu allen Zeiten strenge Richter aufgestellt und ihnen das Recht
erteilt, die zu böse gewordenen Menschen zu züchtigen und zu strafen, und habe
euch darum auch das Gebot gegeben, daß ihr der weltlichen Obrigkeit untertan
sein sollet, ob sie sanft oder streng sei. Wer demnach einen so argen Feind
besitzt, der gehe zum Weltrichter und zeige ihm solches an, damit dieser dem
schon erzböse Gewordenen seine Bosheit austreibe.“
[Ev.
Bd. 10, Kap. 215, 9-11]
Jesus:
„Es versteht sich von selbst, daß in dieser Welt für große und grobe Verbrecher
auch mächtige, weltliche Gerichte bestehen müssen, da sonst niemand seines
Lebens sicher wäre!“
[Ev.
Bd. 5, Kap. 250, 4]
Jesus
zu dem bekehrungseifrigen römischen Hauptmann Julius: „Der erste Versuch zur
Besserung hartnäckiger Sünder geschehe durch die reine Liebe und durch eine rechte
Belehrung. Denn wenn die Menschen die Einsicht bekommen, daß man ihnen nur um
ihres Heiles willen scharfe Gesetze gibt, so werden sie sich solches gefallen
lassen. Erscheinen aber die scharfen Gesetze nur als eine tyrannische Willkür
des Machthabers, so bessern sie niemanden und machen am Ende die Menschen nur
zu rachsüchtigen Teufeln!“
[Ev.
Bd. 2, Kap. 155, 6]
Jesus
zu dem römischen Hauptmann Julius: „Vergiß nie bei deinem Amt der Menschenführung,
daß auch der Sünder dein Bruder ist. Fühlst du Zorn im Herzen über einen
Straffälligen, dann lege die Zuchtrute aus der Hand; denn durch deinen Zorn
wird sie nicht zu einem heilsamen Wegweiser, sondern zur Schlange, die in eine
durch ihren Biß verursachte Wunde ein tödliches Gift bringt.“
[Ev.
Bd. 2, Kap. 164, 1-2]
Der
weise Joseph warnt den römischen Statthalter Cyrenius,
als Staatsmann und Richter grausame Abschreckungsmittel zu gebrauchen, und
fährt fort: „Leite die Menschen allezeit mit der Liebe; denn ein Tropfen
Mitleid ist besser als ein ganzer Palast voll der besten und strengsten
Gerechtigkeit! Denn das Mitleid bessert den Feind wie den Freund, aber die
beste Gerechtigkeit macht den Gerechten stolz und hochmütig, und der Schuldige,
Gerichtete wird voll Ingrimms und sinnt nur, wie er sich rächen könne!“
[Jug. Kap. 138, 3-12]
Der
Jesusknabe im Tempel zu einem menschlich fühlenden römischen Richter: „Jedermann,
der als Mitglied einer großen Menschengesellschaft lebt, muß sich den Ordnungsgesetzen
fügen und sie zu seinen Lebensrichtlinien machen! Will er das nicht, so muß er
sich die notwendig bitteren Folgen als Widerspenstiger der allgemeinen Volksordnung
gefallen lassen. — Daß du als Richter aber hauptsächlich darauf siehst, daß ein
verirrter Mensch durch das Gericht nicht so sehr gestraft als vielmehr gebessert
werde, das ist eine Tugend aus den Himmeln in deinem Herzen; denn du befolgst
den ewig wahren Grundsatz der Nächstenliebe, der also lautet: ‚Was du vernünftigermaßen nicht willst, daß man es dir täte, das
tue auch deinen Mitmenschen nicht!‘ Damit aber bist du vor Gott wie vor den
Menschen schon ganz in der Ordnung.“
[Dr.
T. Kap. 22, 5 und 7]
Jesus:
„Man muß die Geduld so weit wie möglich ausdehnen; sind aber einmal die äußersten
Grenzen erreicht, dann heißt es ohne Aufschub und Schonung mit Blitz und Donner
dreinfahren!“
[Ev.
Bd. 2, Kap. 121, 11]
Das
Jesuskindlein anläßlich der Beraubung der Familie Josephs durch freche,
bösartige Diebe: „Böser Mutwille soll bestraft werden allezeit und ewig! Wer
Böses tut und kennt es nicht, der soll belehrt werden, desgleichen auch, der es
tut in der Not! Wer aber das Gute kennt, tut aber dennoch aus purem satanischem
Mutwillen Böses, der ist ein Teufel und muß mit Feuer gezüchtigt werden!“
[Jug. Kap. 252, 19-21]
Jesus
über die wirksame geistige Behandlung von Sexualverbrechern.
[Ev.
Bd. 4, Kap. 80, 17]
Jesus
empfiehlt eine gerechte, aber maßvolle Strafgesetzgebung: „Es versteht sich von
selbst, daß man arge Diebe, Räuber und Mörder einfangen und in die Zwinger tun
muß. Auf sie eine gerechte Jagd zu machen, ist sogar eine Pflicht der Engel
Gottes. Aber vernichten soll sie niemand, sondern sie in den Zwingern sänftigen
und zähmen. Nur bei gewaltsamem, hartnäckigem Widerstand dürfen sie getötet werden.“
[Ev.
Bd. 1, Kap. 75, 5-9]
Jonael, ein erleuchteter Oberpriester, über die
Todes strafe: „Am schlechtesten wirkt die Todesstrafe! Denn was nützt es,
jemandes Leib zu töten, wenn man seine Seele und seinen Geist, in denen die
eigentliche Kraft zum Wirken und Handeln vorhanden ist, nicht gefangenhalten
kann!? — Wer da glaubt, daß er sich seines Feindes entledigt habe, so er dessen
Leib tötete, der ist mit Blindheit geschlagen! Denn eben dadurch hat er sich
aus einem schwachen Feinde, den er sehen konnte, viele unsichtbare Feinde
gemacht, die ihn dann Tag und Nacht verfolgen.“
[Ev.
Bd. 1, Kap. 79, 6-7]
Jesus:
„Wer einen Dieb oder Mörder fängt, tut wohl, so er ihn einem gerechten Gerichte
überliefert; aber der Richter soll nie vergessen, daß der Missetäter, solange
er in dieser Welt lebt, noch kein völliger Teufel ist, sondern ein mißbildeter, verführter Mensch, an dem zu seiner möglichen
Besserung noch alle Versuche zu machen sind, bevor er als unverbesserlich zum
Tode verurteilt werden darf.“
[Ev.
Bd. 1, Kap. 174, 9]
Jesus
zu dem römischen Hauptmann Julius: „Glaube nicht, daß du dir einen Feind vom
Halse schaffst, wenn du ihn tötest! Denn war er dir im Erdenleben nur ein
einfacher Feind, so wird er nach dem Leibestode dir ein hundertfacher werden
und dich quälen dein Leben lang, und du wirst so leicht kein Mittel finden, das
dich befreit von deinem unsichtbaren Feinde.“
[Ev.
Bd. 2, Kap. 164, 3]
Jesus:
„Würden die Weltrichter die Wirksamkeit der göttlichen Seelenerziehung erkennen,
so könnten sie aus so manchem Erzübeltäter einen guten Menschen schaffen. Aber
sie sind bei großen Übeltätern gleich mit der Todesstrafe bei der Hand und
machen dadurch aus dem gänzlich unverbesserten Verbrecher für die Geisterwelt
einen vollendeten Teufel.“
[Ev.
Bd. 7, Kap. 93, 11]
Jesus:
Die von Moses für unverbesserliche Sittlichkeitsverbrecher verordnete
Todesstrafe ist nur im Falle aussichtsloser Verworfenheit und Verstocktheit
anzuwenden.
[Ev.
Bd. 3, Kap. 69, 7]
Jesus
zu einem Schriftgelehrten, der für Mörder zur Abschreckung die Todesstrafe
verlangt: „Wenn ein roher, verwahrloster Mensch, von seinen bestialischen
Leidenschaften getrieben, einen Menschen erschlägt, so hat niemand ein Recht,
anstelle des Erschlagenen an dessen Mörder Rache zu üben. Da aber der Übeltäter
auch für andere Menschen gefährlich werden kann, so bringe man ihn in ein gutes
Gewahrsam, gebe ihm einen Unterricht und versuche, aus ihm einen Menschen zu
machen! Ist das gelungen, so habt ihr aus einem Teufel einen Menschen gemacht,
wofür ihr mehr des wahren Lebenslohnes zu erwarten habt, als wenn ihr den
Mörder getötet hättet. Ist der Mörder aber ein eingefleischter,
unverbesserlicher Teufel, der verstockt bleibt, dann sorget dafür, daß er fürderhin
für die menschliche Gesellschaft unschädlich werde, doch nicht durch seinen
Tod, sondern entweder durch ein stärkstes Gefängnis oder durch Verbannung. Das
ist Mein Rat.“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 244, 2-4]
Jesus
zu dem römischen Staatsmann Agrikola: „Wenn du gleich
Mir den Verbrecher erkennen kannst als vollendeten Teufel, so verhänge über ihn
die Todesstrafe, wie solches auch Moses aus Meinem Geiste erkannt hat. Aber
wenn du das nicht Mir und Moses gleich erkennen kannst, so übereile dich
niemals mit der Todesstrafe! Denn weil du Getötetes nicht geistig wieder
lebendig machen kannst, so sollst du auch nicht töten, außer im höchsten Notfall,
z.B. in einem Verteidigungs- oder in einem von Gott aus gebotenen Strafkrieg
gegen unverbesserliche, böse Völker, sowie auch im Falle einer Notwehr gegen
Mörder und Straßenräuber. — In allen anderen Fällen sollst du nicht töten noch
töten lassen, solange du nicht in dir Mein volles Licht hast!“
[Ev.
Bd. 7, Kap. 94, 3 und 5]
Jesus:
„Erhältst du von einem minder bösen Menschen, den eine plötzliche Gemütsaufwallung
dazu verleitet hatte, eine Ohrfeige, so wehre dich nicht, damit er dadurch, daß
du ihm mit keiner Ohrfeige entgegenkommst, besänftigt wird und ihr darauf ohne
Weltrichter zu guten Freunden werden könnt. Aber wenn dir jemand mit einer mörderischen
Ohrfeige in großer Wut entgegenkommt, so hast du ein volles Recht, dich zur
Gegenwehr zu stellen.“
[Ev.
Bd. 10, Kap. 215, 12-13]
Jesus
befürwortet ein Notwehrrecht und strenge Maßnahmen gegen unverbesserliche
Verbrecher.
[Ev.
Bd. 1, Kap. 81, 2-3]
Jesus:
„Nur jene wenigen Menschen bekamen die Schärfe Meines gerechten Zornes zu
verkosten, die mit bösestem Willen Mich und euch verderben wollten. Denn der
Ernst ist nur dann zu gebrauchen, wenn euch der Menschen mutwillige Bosheit
entgegentritt, euch verfolgt und von euch kein versöhnendes Wort annimmt.“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 161, 6]
Jesus
weist Tribut erpressende Bergaraber zurück und bedroht sie mit Seiner Macht;
dem gewalttätigsten Bandenführer, der Hand an Ihn legt, läßt Er durch ein aus
der Erde fahrendes Feuer die Hand verbrennen.
[Ev.
Bd. 8, Kap. 198, 3-6]
Jesus
wendet vernichtende Sturmesgewalt gegen arge Feinde an, die Ihn verfolgen.
[Ev.
Bd. 1, Kap. 209, 1]
Jesus
berichtet, daß Gott dem Noah zur Bewachung der Arche starke Hunde sandte, die
böswillige Nachbarn, welche die Arche zerstören wollten, zerrissen. Der Herr verschafft
auch seinem von habgierigen Templern umlauerten Freunde Lazarus von Bethanien
durch Seine göttliche Willensmacht ebensolche scharfen Wachhunde.
[Ev.
Bd. 6, Kap. 160, 1-7]
Jesus
zu dem römischen Hauptmann von Genezareth: „Wenn ihr Römer in eurem Reiche
Recht und Ordnung aufrechterhalten wollt, müßt ihr zum Schwerte greifen. Da
macht ihr dann mit den Waffen das, was Gott für euch tun würde, so ihr Ihn
erkenntet und Seine Gebote hieltet!“
[Ev.
Bd. 2, Kap. 105, 14]
Jesus:
„Gegen blinde Heiden, deren Seelen noch zu weit von Meiner Ordnung entfernt
sind, und die Mein Wort daher unmöglich verstehen können, aber ihrem Glauben
mit ehrlichem Eifer obliegen, soll das Schwert nur als Hüter der Grenzen so
lange aufgestellt werden, bis sie sich in Meine Ordnung fügen. Ist dieses
erfolgt, dann vertrete des Schwertes Stelle das Zeichen der brüderlichen
Eintracht und Liebe!“
[Ev.
Bd. 4, Kap. 251, 5]
Jesus:
„Wenn ein Volk ganz in Meinem Lichte stände und es wäre bedroht durch hartnäckige,
blinde, gottlose Völker, die den Glauben an Mich durchaus nicht annehmen wollen,
wohl aber Meine Lämmer verfolgen mit Haß und Wut, dann ist es Zeit, das Schwert
zu ergreifen und die Wölfe von den frommen Herden für immer zu verscheuchen!“
[Ev.
Bd. 4, Kap. 251, 4]
Der
geläuterte König Lamech von Hanoch
befiehlt seinem Sohn und Waffenmeister Thubalkain:
„Laß alle Waffen, die da zum Kriegführen bestimmt waren, im ganzen Reiche
sammeln und verfertige daraus Pflüge, Sicheln, Sensen, Holzhacken, Erdhauen,
Spaten und allerlei andere nützliche Gerätschaften, welche dich des Herrn Geist
lehren wird! Denn von nun an soll der Herr allein unsere allerwirksamste
Schutzwaffe sein gegen alles Übel !“
[H.
Bd. 3, Kap. 40, 10-11]
Jesus
erteilt dem künftigen Regenten Mathael Weisheit und
verheißt ihm geistige Macht zur Verteidigung seines Reiches wider die Einfälle
wilder Völker.
[Ev.
Bd. 3, Kap. 118, 6]
Jesus
in der geistigen Welt: „Wenn es in einem großen Volksstaate keine Waffenleute
gäbe, wo wäre da die Sicherheit des Eigentums, des Lebens und der
Aufrechterhaltung der Ordnungsgesetze? Deshalb ist der Soldatenstand für jeden
Staat sehr nützlich und unentbehrlich! Denn es muß ja Verteidiger des Gesetzes
geben, auf daß aus und unter dem Gesetz eine wahre, dauernde Freiheit erkeimen
und erwachsen kann!“
[Rbl.
Bd. 2, Kap. 234, 8]
Jesus:
„Das Leben ging hervor aus einem gewaltigen Kampfe in Gott, ist und bleibt ein
ständiger Kampf und kann nur durch einen fortwährenden Kampf erhalten werden.“
[Ev.
Bd. 2, Kap. 172, 9]
Jesus:
„Die Menschen werden es einst mit der der Erfindung verheerender Waffen so weit
treiben, daß dann bald kein Volk gegen das andere einen Krieg führen kann. Denn
werden zwei Völker mit solchen Waffen sich anfallen, so werden sie sich schnell
bis auf den letzten Mann aufreiben, was keinem Teil einen wahren Sieg und
Gewinn bringen wird. Das werden die Könige und ihre Heerführer bald einsehen
und sich daher lieber in Frieden und Freundschaft vertragen. Und wird sich
irgendein höchst stolzer, ehrgeiziger Störenfried erheben und gegen seinen
Nachbarn ziehen, so werden sich die Friedliebenden vereinen und ihn züchtigen.
Auf diese Weise wird sich nach und nach der Friede unter den Völkern der Erde
einstellen und dauernd festigen.“
[Ev.
Bd. 8, Kap. 185, 9]
Der
Herr: „Der Soldatenstand wird bestehen solange wie das Welttum
aus der Eigenliebe der Menschen; doch seid versichert, daß Meine Kinder nie
Waffen tragen sollen, denn Ich bin ihre Waffe gegen alles Übel. Und so sie auch
tun müßten gleich den Weltkindern, was nur selten geschehen wird und kann, so
glaubet Mir: Ich werde auch dann ihr Vater sein und ein starker Gott, ihnen zur
scharfen, unbesiegbaren Waffe!“
[Hi.
Bd. 1, S. 21, 5]
Abedam-Jehova zu den Vätern der Höhe: „Das sage Ich
euch allen, daß ihr die Irrenden kräftig ermahnen sollet, doch die Zuchtrute
soll niemand eher schwingen über seinen Bruder, als bis Ich ihm zurufen werde:
‚Nun züchtige ihn mit dem Feuer deiner Liebe; lasse ihn gehen aus der Gemeinde
zwar, damit sich niemand an ihm ärgern solle, aber dein Herz begleite ihn bis
ans Ende der Welt!‘ Dein letzter Abschiedsblick, wie jeder frühere, lasse den
irrenden Bruder erfahren, daß er dein armer, gedrückter und gefallener Bruder
ist, und daß er dir gleich, obschon er darniederliegt, ein Sohn Meiner Liebe ist!
— Zorn sei euch völlig fremd und Fluch sei ferne eurem Munde und doppelt ferne
eurem Herzen! Wie ihr euch verhalten werdet gegenseitig, also werde auch Ich
Mich verhalten zu euch!“
[H.
Bd. 2, Kap. 26, 18-22]
Abedam-Jehova zu dem Urvater Adam: „Wann wird denn
einmal die Zeit kommen, da du Mich erkennst von der väterlichen, nicht aber nur
von der richterlichen Seite!? — Du bekanntest Mich zwar mit dem Munde als den
heiligen, liebevollsten Vater, aber dein Herz ließ diesem Vater nie vollen
Raum, sondern wo der Vater einzog, da zög auch der Richter mit Ihm, der dein
Herz dann zwang, Mich zu lieben, aber doch viel mehr zu fürchten. Nun aber
scheide in dir von dem Vater den kläglichen Richter, der dir allzeit noch hinderlich
war, im hellsten Lichte zu erschauen die endlose Liebe des Vaters!“
[H.
Bd. 2, Kap. 44, 1, 3, 4 und 5]
Der
Herr: „Der Mensch soll mit nichts so sparsam sein wie mit dem richterlichen
Fluche! Denn wer kann da schauen in Meine Wege und erforschen Meine
Ratschlüsse?! Wenn jemand über Erscheinungen flucht, deren Grund er nicht
kennt, da kann es leicht geschehen, daß er flucht Meiner großen Liebe und
Erbarmung!“
[H.
Bd. 2, Kap. 108, 3-5]
Jesus
zu Petrus und anderen Jüngern: „So ihr die richtet und strafet, die sich an
euch versündigen, dann werdet ihr am Ende alle böse, und es wird in keinem mehr
eine rechte Liebe und etwas Gutes vorhanden sein. Darum richtet und verdammet
niemanden, auf daß ihr nicht wieder gerichtet und verdammt werdet! Habt ihr
diese allerwichtigste Lehre begriffen, ohne die Mein Reich nie in euch Platz
greifen kann?“
[Ev.
Bd. 1, Kap. 74, 16]
Hochmütige,
frömmelnde Tugendhelden werden zu ihrer Demütigung oft von bösen Geistern unter
Gottes Zulassung zur Sünde angetrieben. Darum: Richtet nicht!
[Ev.
Bd. 1, Kap. 174, 4]
Jesus:
„Ich bin nicht gekommen, zu richten und zu verderben diese Welt, sondern zu suchen
das Verlorene und aufzurichten, was darniederliegt.“
[Ev.
Bd. 1, Kap. 203, 8]
Jesus:
„Eine Ehebrecherin mußte nach dem Gesetz Mosis sofort gesteinigt werden. Ich
aber sage euch: Wer die Flüchtige aufnimmt in sein Haus und sucht sie zu retten
geistig und leiblich, der wird von Mir mit freundlichen Augen angesehen werden.
Wer aber einen Stein nach ihr wirft und ist selbst nicht frei von Sünde, der
wird dereinst ein schweres Gericht von Mir aus zu bestehen haben!“
[Ev.
Bd. 2, Kap. 209, 8]
Jesus:
„Wer Mir wiederbringt, was verloren war, der soll im Himmelreiche dereinst
einen großen Lohn erhalten. Wer aber richtet, wenn auch gerecht nach dem
Gesetz, der wird dereinst auch gerecht und streng nach Meinem Gesetze gerichtet
werden!“
[Ev.
Bd. 2, Kap. 209, 8]
Jesus:
„Um wieviel ihr Richter durch ein hartes Gericht eine kranke Seele noch elender
gemacht habt, um ebensoviel werdet ihr selbst an eurer Seele elender und
schwächer, und es wird im Jenseits eure Heilung dann eine desto bitterere
sein!“
[Ev.
Bd. 4, Kap. 37, 8]
Jesus:
„Euer vor Mir allein gültiges Schutzgericht sei euer gutes und versöhnliches
Herz; ihr werdet dabei ganz gut und mit den wenigsten Gerichtsunkosten
auskommen, und der Sünder an euch wird um vieles eher euer Freund werden, als
wenn er durch einen richterlichen Spruch dazu genötigt worden wäre. Die
kleineren Verirrungen unter euch Menschen sollen also vor dem Richterstuhle des
barmherzigen und versöhnlichen Herzens geschlichtet werden, auf daß daraus
nicht etwa mit der Zeit schwere Verbrechen entstehen.“
[Ev.
Bd. 5, Kap. 249, 9, Kap. 250, 4]
Jesus:
„Ihr sollt nie im Ernste zu einem Bruder ‚Narr‘ sagen, und wäre er noch so
blöde. Denn seid ihr weiser als er, so seid ihr das aus Gottes Gnade. Seid ihr
aber darob noch stolz und schämet euch des Blöden, so habt ihr schon den Keim
der Hölle in euch.“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 244, 6]
Jesus
zu dem über die arge Tempelbrut empörten, seinem Grimm Luft machenden Volk:
„Urteilet nicht, als wäre euer das Richteramt und die Verhängung der Strafen,
sondern habet Geduld auch mit den Sündern! Denn es steht geschrieben: ‚Der Zorn
und die Rache sind Mein!‘ Ihr Menschen aber bedenket, daß Gott, der Herr,
allein der gerechteste Richter ist, der zur rechten Zeit alles Gute zu belohnen
und alles Böse zu bestrafen weiß.“
[Ev.
Bd. 7, Kap. 201, 2]
Jesus:
„Kehret allzeit zunächst vor eurer eigenen Türe und sehet nicht zuvor nach des
Nachbarn Tür, ob der Weg zu ihr schon gefegt ist. Erst wenn ihr den Weg zu
eurer Tür gereinigt habt, dann könnet ihr auch zum Nachbarn sagen: ‚Freund,
siehe, ich habe meinen Weg vor meines Hauses Tür schon gereinigt, du aber noch
nicht. Wenn du Zeit und Muße hast, da reinige denn auch den Weg zu deines
Hauses Tür! Hast du aber ein anderes dringlicheres Geschäft, so laß es zu, daß
ich auch deinen Weg rein mache!‘ Wenn dann dein Nachbar zu dir sagt: ‚Tue mir
den Liebesdienst!‘, dann kannst du auch den Weg vor deines Nachbarn Tür
reinigen!“
[Ev.
Bd. 8, Kap. 124, 14]
Jesus
gibt dem bekehrten römischen Hauptmann und Oberrichter von Pella
als Richtschnur: „Wer die Gefangenen geistig und leiblich befreit von den
Fesseln des Teufels, der soll auch befreit werden von den Banden des ewigen
Todes! Wer ein Richter ist und ein sanftes, gerechtes Gericht führt über
verblendete Menschen, der wird dereinst auch von Mir so mild gerichtet werden.
— Wer barmherzig ist, wird auch bei Mir Barmherzigkeit finden; wer aber ein
strenger Richter ist, der wird auch an Mir einen strengen Richter finden; —
denn gerade jene Strenge, mit der er seine Mitmenschen gerichtet hat, wird
dereinst sein eigener Richter sein!“
[Ev.
Bd. 10, Kap. 107, 15-17]
Das
Jesuskindlein zu Joseph, nach dessen hartem Richten seiner Söhne: „Ist es denn
gar so süß, ein Herr zu sein?! Siehe, Ich bin der alleinige Herr der Unendlichkeit,
und außer Mir ist ewig keiner! Und Ich, euer aller Schöpfer und Vater, wollte
vor euch ein schwaches Menschenkind werden, mit allem Zurückhalte Meiner eigen
und unendlichen göttlichen Herrlichkeit, auf daß ihr durch dieses Demutsbeispiel
an eurem alten Herrschgeist einen Ekel bekommen sollet!“
[Jug. Kap. 235, 31-33]
Jesus
zu einer geläuterten, aber noch richtenden Seele: „In deinem Herzen sitzt noch
ein kleiner Richter. Dieser Richter ist zwar billig und gerecht, aber er ist
dennoch nicht in Meiner Ordnung. Willst du ganz nach Meiner Ordnung sein, dann
mußt du auch diesen Richter aus deinem Herzen schaffen. Denn siehe, Ich allein
bin ein Richter, gut und gerecht in aller Fülle Meiner Macht. Und dennoch
richte Ich niemand. Sondern jeder richtet sich selbst — nach seiner Liebe. Ist
diese rein und gut, so wird auch sein Selbstgericht gut und rein sein; ist aber
seine Liebe unlauter und schlecht, so ist es auch sein (Selbst-) Gericht. Wenn
aber Ich, aus Meiner Macht und Kraft niemand richte, um wieviel weniger darfst
du es tun!“
[Rbl.
Bd. 1, Kap. 111, 3-4]
Jesus
im Jenseits zu streitenden Seelen: „Ihr sollt euch wegen einer Meinungsverschiedenheit
weder anfeinden, noch euch gegenseitig eine Menge Sünden vorwerfen und euch
beschuldigen, als hättet ihr ein Recht, einander zu richten. Ich sage euch,
jeder von euch ist voll Fehler und Gebrechen und hat genug vor seiner eigenen
Tür zu fegen! Daher mache sich keiner breit über die Fehler seines Bruders!“
[Rbl.
Bd. 1, Kap. 142, 1 und 2]
Ein
Engel im Jenseits zu dem einstigen Bischof Martin: „Der Herr weiß es am besten,
wie Er einen oder den anderen leitet zur Erreichung des einstigen großen Zieles
(Freiheit und Herrlichkeit der Gotteskindschaft), daher auch hat Er geboten,
niemanden zu richten. Wir müssen also nur sehen, was der Herr tut, und danach
unser Urteil einrichten, wollen wir weise und wahre Kinder Gottes sein; alles
eigene Urteil aber muß ganz aus uns weichen! Darum heißt es auch, daß jeder nur
vor seiner Tür fegen solle.“
[BM.
Kap. 74, 18-19]
Paulus
an die Gemeinde in Laodizea: „In allem vertrage einer
den andern, und vergebet euch gegenseitig von Herzen, so werde auch ich euch vergeben
und der Herr, wie ihr euch vergebet! — Führet nicht Klage gegeneinander gleich
den Heiden, welche da haben ihre Eigenen Klagegerichte, sondern seid
verträglich und gegenseitig duldsam und machet eure Sachen im Herzen aus!“
[Lao.
Kap. 3, 20-21]
Paulus
an die Gemeinde in Laodizea: „Einfältig und weise sei
euer Wandel vor und gegen jedermann, — auch gegen Juden und Heiden! — Ihr
sollet niemanden richten, sei er Skythe, Heide, Jude oder Grieche —‚ sondern
schicket euch weise nach Zeit und Umständen!“
[Lao.
Kap. 3, 39]
Der
Herr in einem eigenhändigen Antwortbrief an den Fürsten Abgarus Ukkama in Edessa: „Du hast in
deinem Gefängnis einen Verbrecher, der nach deinem weisen Gesetze den Tod
verdient hat. Ich aber sage dir: Liebe und Erbarmung stehen höher als Weisheit
und Gerechtigkeit! Handle daher mit ihm nach der Liebe und nach der Erbarmung,
so wirst du eins sein mit Mir und mit dem, der in Mir ist, von dem Ich als
Mensch deinesgleichen ausgehe.“
[Bw.
4, 8]
Jesus
zu Petrus: „Meinst du denn nicht, daß Ich um vieles besser als du die Anzahl
jener Menschen auf Erden kenne, die von Mir noch nie etwas haben erfahren
können und auch künftig lange Zeit nichts erfahren werden?! Wie könnte Ich sie
darum richten und verdammen, wenn sie ohne ihre Schuld nicht an Mich glauben
können, da Ich doch selbst unter den Juden, die Mich hörten und Meine Werke
sahen und Mir dennoch nicht glaubten, noch niemanden gerichtet und verdammt
habe?! Wie sollte Ich dann die Unwissenden und Unschuldigen richten und
verdammen?!“
[Ev.
Bd. 10, Kap. 154, 2]
*
* *
Jesus:
„Ein rechter Jünger Meiner Lehre soll niemals etwas leichtfertig ohne genaue Prüfung
annehmen. Erst wenn er von allem sich eine gründliche Einsicht und Überzeugung
verschafft hat, soll er das Gute und Wahre sich zu eigen machen und weise
danach handeln.“
[Ev.
Bd. 5, Kap. 88, 1]
Jesus
zu dem Römer Agrikola: „Mir ist ein freier Denker
lieber als tausend leichtgläubige Seelen, denen es einerlei ist, ob man ihnen
ein Alpha oder ein Omega vormacht. Denn wer nicht denkt, der lernt und begreift
auch nichts, und ihm ist Gold und Blei ein und dasselbe; aber der Denker kauft
keine Katze im Sack.“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 188, 7]
Der
Herr zu einem Propheten der Urzeit: „Du sollst kein Wort annehmen, das du
allein glauben müßtest, ohne es im Geiste zuvor bestimmt erfaßt zu haben! Es
gibt keinen schlimmeren Zustand für einen freien Menschen als den des Blindglaubens;
denn ein solcher Glaube gebiert den Tod!“
[H.
Bd. 2, Kap. 151, 7-8]
Jesus:
„ Sammelt euch eine rechte Kenntnis in allen (lebenswichtigen) Dingen! Prüfet
alles, was euch vorkommt, und behaltet davon, was gut und wahr ist, so werdet
ihr leicht die (göttliche) Wahrheit erfassen, um damit den bisher toten Glauben
zu beleben und zu einer wahren Leuchte des Lebens zu machen.“
[Ev.
Bd. 1, Kap 155, 13]
Jesus:
„Prüfet alles zuvor und behaltet das Gute und Wahre! Ich konnte von euch gar
wohl verlangen, daß ihr Mir ohne weitere Erklärungen glaubet, was Ich euch sage
und zu tun anrate, denn die Zeichen, die Ich vor euren Augen wirkte, haben Mir
doch die nötige Autorität verschafft, — aber ein genötigter Glaube ist noch
lange kein inneres Licht der Seele und belebt sie nicht freudig zur Tat.“
[Ev.
Bd. 8, Kap. 27, 11 und 12]
Jesus
zu einem kritischen Wahrheitssucher: „Wer so redet wie du, dem ist es um die
Wahrheit ernst, und Ich gebe ihm da gerne ein rechtes Licht, wer aber weder
kalt noch warm ist, der ist Meines Lebenslichtes nicht wert und wird es auch so
lange nicht bekommen, als ihm darum nicht völlig ernstlich zu tun ist.“
[Ev.
Bd. 8, Kap. 129, 15]
Jesus:
„Eine frommgläubige Seele sollte das gerechte Suchen und Forschen nicht auf die
Seite setzen! Denn es soll jeder Mensch alles prüfen, was er von Menschen vernimmt,
und das Gute, das auch allzeit wahr ist, behalten; doch was leicht erkennbar
von Mir selbst den Menschen geoffenbart wird, das braucht der Mensch nicht zu
prüfen, sondern nur zu glauben und danach zu handeln, und die lebendige Wirkung
wird sich ihm bald sehr bemerkbar machen.“
[Ev.
Bd. 9, Kap. 37, 2]
Jesus
zu Neubekehrten in der Bergstadt Aphek: „Prüfet auch
ihr alles, und das, was ihr als wahr und gut befunden habt, behaltet, handelt
und lebet danach. Dadurch werdet ihr euch zu wahren, Mir ewig lieben Kindern
bilden und gleich Mir frei und selbständig werden!“
[Ev.
Bd. 10, Kap. 109, 7]
Der
scharfdenkende Atheist Roklus zu dem Erzengel
Raphael: „Widerlege meine atheistischen Gründe und zeige mir den Gott, der sich
mit der reinen Vernunft verträgt und mit des Menschen innerstem Lebensprinzip,
das offenbar die Liebe ist!“
[Ev.
Bd. 5, Kap. 36, 8]
Jesus:
„Ich bin der Herr und Meister von Ewigkeit, und ihr erkennet Mich nun vollkommen.
Da wäre sonach ein Autoritätsglaube sicher am Platze! Aber wer von euch kann
sagen, daß Ich solchen von euch je verlangt habe?! Ja, Ich verlange Glauben,
aber keinen blinden und toten, sondern einen vollauf lebendigen. Ich lehre euch
Wahrheiten, von denen der Welt nie etwas in den Sinn gekommen ist, aber Ich
frage nicht: ‚Glaubst du das?‘, sondern: ‚Hast du das wohl verstanden?‘ — Und
so du sagst: ‚Herr, dies und jenes ist mir noch unklar‘, da erkläre Ich dir die
Sache durch alle Mir zu Gebote stehenden Mittel so lange, bis du es vom
tiefsten Grunde aus begriffen hast, und gehe dann erst wieder einen Schritt
weiter.“
[Ev.
Bd. 5, Kap. 88, 2]
Jesus:
„Ich könnte jedem Menschen gleich anfänglich eine solche Erklärung geben, daß
er eine von Mir vorgetragene Lehre sogleich vollauf begreifen müßte. Aber Ich
weiß, wieviel ein Mensch auf einmal zu ertragen fähig ist, gebe also nur
soviel, wie er fassen kann, und lasse dem Samen auch Zeit, Wurzeln zu schlagen.
Verlanget also von niemandem einen blinden Glauben, sondern zeiget jedem den
Grund. Und sollte ein Mensch nicht fähig sein, solchen zu erfassen mit seinem
Verstande, so lasset es euch der Mühe nicht gereuen, ihn von Stufe zu Stufe
hineinzuleiten mit aller Liebe und Geduld, bis er fähig wird, eure gute Lehre
vom Grunde aus zu begreifen.“
[Ev.
Bd. 5, Kap. 88, 3-5]
Jesus
zu dem Synagogenobersten Jairus: „Wer völlig nach Meinem Wort (handelt und)
lebt, wird es in sich zur lebendigen Überzeugung bringen, daß Meine Worte keine
leeren Menschen-, sondern Gottesworte sind. Wer in seinem Herzen dieses
Bewußtsein nicht überkommt, dem werden alle Beweise wenig oder gar nichts
nützen.“
[Ev.
Bd. 2, Kap. 32, 2-3]
Jesus
vergleicht die geistige Entwicklung des Menschen mit dem irdischen Tagwerden
und fährt fort: „Ließe Ich den vollen geistigen Tag allen Menschen plötzlich
zukommen, so würden sie träge und gäben sich nicht mehr viel mit dem Forschen
und Suchen der Wahrheit ab. Sie würden wohl die Gebote halten und nach der in
ihnen leuchtenden Wahrheit handeln, aber das auf eine mehr mechanische als
lebendige Art. Und so ist es besser, daß die Menschen nur durch ihr eigenes
Suchen, Forschen und Handeln von Stufe zu Stufe den geistigen Tag in sich
erleben!“
[Ev.
Bd. 8, Kap. 22, 2]
Der
erleuchtete Seher Mathael: „Es ist mir Klar, daß man
an einen Gott erst glauben muß, bevor man ihn lieben kann. Der Glaube aber darf
kein blinder, sondern muß ein lichtvoller sein, d.h. man muß einsehen, wer und
was ein Gott ist. Man muß von seiner Weisheit, Macht, Größe und Dauer einen
klaren, vernunftgerechten Begriff haben, um dann daraus in die volle Liebe zu
Gott übergehen zu können.“
[Ev.
Bd. 5, Kap. 119, 1]
Jesus
zu einem Zöllner, der sich seines Glaubens rühmt, aber die Zollpflichtigen oft
übervorteilt hat: „Hast du die Nächstenliebe in der Tat nicht, da bist du ferne
von Meinem Reiche; denn der bloße Glaube ohne die Werke der Liebe ist tot und
der, welcher ihn hat, mit ihm. Darum ändere dein Handeln, ansonst dir wenig
Heil aus deinem Glauben an Mich erwachsen wird.“
[Ev.
Bd. 8, Kap. 54, 1-2]
Der
Herr: „Die Glaubenshelden, die nur auf den allein seligmachenden Glauben
halten, sind sehr fest, voll Eifers und Tätigkeit, solange sie von Meinem Gnadenstrahl
durchleuchtet und erwärmt werden, wenn sie aber auf die Probe gestellt werden,
wieviel der eigenen Wärme sie in sich wahren, dann werden sie welk, die Früchte
samt den Blättern fallen herab, und sie stehen kahl da. — In Meinem höchsten
Sonnengnadenlichte erblicken sie die Herrlichkeit Meines Reiches in den
Früchten, die sie aus diesem Lichte bringen; aber diese Früchte sind fremden
Ursprungs; d.h. sie werden nicht durch die Kraft der eigenen Wärme erzeugt, und
darum bleibt solchen Glaubenshelden die Verkostung des Todes. — Aber nicht also
steht es mit denen, welche in ihrem Innern in ihrer großen Liebe zu Mir selbst
eine Sonne haben; zu denen sage Ich: Wahrlich, die Mich lieben und sind tätig
nach Meinem Worte, die werden den Tod weder fühlen noch schmecken!“
[Schrft. Kap. 22, 9-12]
Jesus
zu einem Neubekehrten: „Wenn dein Glaube durch Werke lebendig wird, so wirst du
dadurch auch ins Schauen, Fühlen und dich tiefst überzeugende Erkennen übergehen.
Und das ist für die Seele des Menschen um vieles besser, als wenn sie etwas
erst für überzeugend wahr annimmt, was sie durch ihr eigenes Suchen und
Forschen mühevoll auf dem Erfahrungswege sich als Wahrheit zu eigen gemacht
hat. Es ist wohl solch eine emsig forschende Seele auch ihres Lohnes wert, aber
besser ist es für eine Seele, wenn sie die Wahrheit aus dem Munde Gottes
vernimmt, glaubt und danach tätig ist; denn dadurch eint sie durch die Liebe
Meinen Geist mit sich, der ihr in einer Stunde mehr der lichtvollen Weisheit
gibt, als sie sich auf dem Wege des eigenen Forschens in hundert Jahren
erwerben kann.“
[Ev.
Bd. 9, Kap. 37, 1-2]
Der
Herr: „Wenn Ich vom Glauben sprach, so verstand Ich darunter allezeit den
lebendigen, mit Liebe gepaarten Glauben; aber einen Glauben für sich allein
verwarf Ich allezeit. Denn niemand wird durch den alleinigen Glauben zum Lichte
gelangen, sondern nur durch die Tat nach Meinem Worte!“
[Schrft. Kap. 34, 21-22]
Jesus
zu den Juden von Abila: „Daß euer gesunkener Glaube
durch Meine große Wundertat wieder aufgerichtet wurde, ist sehr begreiflich.
Ich habe durch dieses Mir leicht mögliche Wunderwerk nicht nur euern völlig
gefallenen Glauben, sondern auch eure Liebe zu Mir angefacht. Aus dem Lichte
dieser wahren, ewigen Lebensflamme habt ihr dann auch bald erkannt, wer in Mir
zu euch gekommen ist. Aber in der Folge müsset ihr diesen Glauben erst durch
die Werke der wahren Nächstenliebe lebendig machen, ansonst er für das Leben
eurer Seele keinen Wert hätte! Denn Ich bin nur durch Meine übergroße Liebe zu
euch Menschen gekommen, und so könnet ihr Menschen auch nur wieder durch die
Liebe zu Mir zum ewigen Leben eurer Seelen als Meine rechten Kinder gelangen.“
[Ev.
Bd. 10, Kap. 57, 3 und 5]
Der
Herr durch den Mund des liebeweisen Propheten der Urzeit Henoch: „Ich werde die
Menschen richten nach dem Glauben; Meine Kinder aber will Ich führen in Meiner
Liebe, und das Licht Meiner Weisheit soll ihnen zur ewigen Leuchte des
allerseligsten Lebens in Mir, ihrem liebevollsten, heiligsten Vater, werden,
jetzt und in alle Ewigkeit! Amen!“
[H.
Bd. 1, Kap. 41, 27]
Jesus:
„Gott ohne Unterlaß im Geiste und in der Wahrheit anbeten heißt: An den einen,
wahren Gott glauben, Ihn aus allen Kräften über alles lieben und Seine Gebote
halten!“
[Ev.
Bd. 3, Kap. 36, 4]
Der
Erzengel Raphael: „Wie der falsche, blinde Glaube sich erweist durch allerlei
Lüge und Trugwerk und durch eine steigende Lieblosigkeit, so erweist sich ein
wahrer Lebendiger Glaube durch die volle rückhaltlose Wahrheit in allen Dingen
und durch eine stets wachsende Liebe unter den Menschen und zu Gott,
hervorgehend aus der Kraft und Macht, die Gott in eines jeden wahren Menschen
Herz gelegt hat.“
[Ev.
Bd. 5, Kap. 47, 7]
Jesus
zu den über Seine Anwesenheit im sturmbedrohten Schiff frohlockenden Jüngern:
So ihr an Mich glaubet, auf Meinen Namen baut und Mich wahrhaft liebet, dann
bin Ich allezeit bei euch, ob ihr Mich sehet oder nicht. Aber wer an Mir
zweifelt, bei dem bin Ich nicht, und sähe er Mich auch an seiner Seite stehen!“
[Ev.
Bd. 2, Kap. 102, 1]
Der
Herr: „Wenn irgendwo in Meinem Worte vom Glauben die Rede ist, da ist dieser allezeit
so zu nehmen, als wenn ihr von einer Börse redet. Wer da sagt: ‚Ich habe ihm
meine Börse gegeben‘, dabei versteht sich das ‚gefüllt‘ von selbst; denn mit
einer leeren wird wohl niemandem gedient sein. Ebenso ist es auch der Fall mit
dem Glauben, von Meiner Seite aus betrachtet. Ich verstehe darunter nie den
leeren, sondern allezeit den mit Liebe gefüllten!“
[Schrft. Kap. 34, 30]
Jesus:
„Der Glaube an Mich ist wohl ein lebendiges Licht aus den Himmeln, aber erst
durch die Werke der Liebe. Wie aber ein Licht, das in der Nacht leuchtet,
erlischt, wenn es nicht ständig mit Öl genährt wird, ebenso erlischt der
anfangs ungezweifelte Glaube ohne die steten Werke der Liebe.“
[Ev.
Bd. 10, Kap. 57, 4]
Jesus
zu einer bekehrten jüdischen Familie in Golan: „Wer an Mich glaubt und die
Gebote hält, die Moses gegeben hat, der hat schon das ewige Leben in sich; denn
Ich gebe euch kein anderes Gesetz, als es Moses auch von Mir empfangen und den
Menschen gegeben hat: Erkenne und liebe Gott über alles und deinen Nächsten wie
dich selbst, so erfüllst du das ganze Gesetz Mosis und dadurch den Willen
dessen, der nun mit dir spricht!“
[Ev.
Bd. 10, Kap. 73, 5-6]
Wer
flammenden Herzens zum himmlischen Vater kommt, gewinnt Ihn selbst. Wer nur mit
Loben und Preisen kommt, erhält nur Seinen Abglanz.
[Ev.
Bd. 1, Kap. 54, 10-11]
Das
Jesuskindlein zu Joseph über den demütigen, in höchster Gottesliebe entbrannten
römischen Statthalter Cyrenius: „Cyrenius
ist mehr als Abraham, Isaak und Jakob und mehr als Moses und die Propheten und
mehr als David und Salomo! — Denn deren Taten waren gerecht durch den Glauben
und durch große Gottesfurcht in ihrem Herzen; Cyrenius
aber ist ein Erstling, den Meine Liebe geweckt hat, und das ist mehr als der
gesamte alte Bund. Cyrenius hat in seinem Herzen mit
großer Selbstverleugnung Mir einen neuen, lebendigen Tempel erbaut, in dem Ich
wohnen werde ewiglich, und das ist mehr als alle Weisheit Salomos!“
[Jug. Kap. 189, 17-19 und 22]
Der
Apostel Paulus spricht in einer in der Paradiessphäre gehaltenen Großratsversammlung:
„Wenn vor Gott alle Menschen Sünder sind und die Sünde und Ungerechtigkeit ihr
Anteil ist, mit welchem Recht wollen sie denn da richten?! Welche Gerechtigkeit
haben sie denn als Sünder? Wir haben wohl eine Gerechtigkeit, die da gilt vor
Gott. Aber diese kommt nicht aus unserer Erkenntnis über die Sünde und auch
nicht aus dem Gesetz und seinen Werken, — sondern aus dem Glauben an Ihn und aus
der reinen Liebe zu Ihm! Und diese Gerechtigkeit heißt ‚Gnade‘ und ‚göttliche
Erbarmung‘! — Da wir aber nur aus dem Glauben von Gott sind gerecht gemacht
worden und nicht nach der Erfüllung des Gesetzes, — sollte da der Glaube das
Gesetz aufheben? O das sei ferne! Denn der Glaube macht das Gesetz erst
lebendig! Das Leben des Glaubens aber ist die Liebe! Und das lebendige Gesetz
ist die Ordnung der Liebe!“
[Rbl.
Bd. 1, Kap. 81, 8, 10, 15, 19-20, 25-26]
Der
Apostel Paulus in der himmlischen Sphäre eines gläubigen Geistes: „Selig sind
zwar diejenigen, die da glauben, daß Er ist Christus als der wahrhaftige, ewige
Sohn des lebendigen Gottes. Aber diejenigen, die Ihn lieben über alles, werden
in Ihm den heiligen Vater schauen; denn durch die Liebe erst werden wir zu
wahren Kindern Gottes!“
[GS.
Bd. 1, Kap. 9, 13]
Der
Herr in einem Schreiben an den Fürsten Abgarus Ukkama
in Edessa: „Abgarus, du bist selig, weil du Mich
nicht gesehen und doch — Glauben hast! Denn siehe, es steht von Mir
geschrieben, daß die, welche Mich gesehen haben, nicht an Mich glauben werden,
auf daß die, welche Mich nicht gesehen haben, glauben und leben mögen in Ewigkeit!“
[Bw.
1. Antw. Abs. 1]
Jesus
in einem Schreiben an den für seinen todkranken Sohn um Hilfe flehenden Fürsten
Abgarus Ukkama in Edessa:
„Abgarus, groß ist dein Glaube! Und darum könnte es mit deinem Sohne wohl
besser werden. Aber da Ich bei dir Liebe gefunden habe mehr als in Israel, so
will Ich dir auch mehr tun, als so du nur geglaubt hättest!“
[Bw.
2, Antw. Abs. 1]
Jesus:
„Durch eure eigene unwandelbare Glaubensstärke werdet ihr in euren Jüngern einen
gleichen lebendigen Glauben erwecken. Damit ihr diese in all ihrer Kraft
beweisen könnt, ist es notwendig, daß ihr erkennet, daß Ich vom Vater
ausgegangen bin, um in eurem Fleische euch den Weg des Lebens zu zeigen.“
[Ev.
Bd. 4, Kap. 164, 7]
Der
Herr: „Die Liebe bringet alles mit sich, der Glaube aber nur sich selbst. Und
es können viele glauben ohne Liebe; aber ihr könnet unmöglich denken, daß die
Liebe je vermöchte den Glauben auszuschließen. Daher sage Ich jetzt wie
allezeit: Wachset in der Liebe, so werdet ihr wachsen in allem! Denn die Liebe
vergibt alles, und die Liebe gibt alles!“
[Hi.
Bd. 1, S. 238, 33-34]
Jesus
zu hochmütigen Schriftgelehrten: „Ihr traget in euren Köpfen die toten Buchstaben
der Schrift herum, aber den belebenden Geist, der in ihnen steckt, habt ihr
noch nie erkannt, weil eure Herzen stets voll Hochmut und Weltsinn waren und
der nur in der wahren Demut des Herzens wohnende Geist in euch noch nie zum
lichtvollen Leben hat erwachen können. Denn Ich sage euch: Der Buchstabe der
Schrift tötet, nur der Geist macht lebendig. Diesen aber überkommen nur jene,
die Mir nachfolgen in Demut und Liebe.“
[Ev.
Bd. 8, Kap. 64, 15 und 16]
Henoch,
der begnadete Künder des göttlichen Wortes in der Urzeit: „So ist es mit jeglichem
Worte des Herrn: Nicht also, wie es gegeben wurde, wird es fruchtbringend sein,
— sondern, so es gelegt wurde in das Erdreich unserer Herzen, so wird es gelegt
in seiner wohlverwahrenden, harten Schale (Buchstabe); wenn aber durch unsere
Liebe diese harte Schale aufgelöst und verzehrt wird im Herzen, sehet, dann
wird der lebendige Keim oder das lebendige werktätige Verständnis ans Licht der
Geistessonne hervorbrechen und unter manchen stürmenden Prüfungen, unter dem
Lieberegen von oben und dem Gnadenlichte unseres heiligsten, liebevollsten
Vaters wohlgedeihend reifen zur unschätzbarsten Frucht alles Lebens und aller
Liebe in der Weisheit Gottes.“
[H.
Bd. 1, Kap. 61, 11]
Ein
Mondweiser belehrt den einstigen Bischof Martin im Jenseits: Jede äußere
Belehrung, auch durch äußere göttliche Offenbarung, muß der Seele durch den in
ihr wohnenden Geist aus Gott erläutert, bestätigt und ganz zueigen gemacht
werden. Innere Belehrungen machen die Seele frei, ohne sie ist die rein äußere
Belehrung nutzlos, und die Seele bleibt im Gericht.
[BM.
Kap. 50, 18-24]
Der
zwölfjährige Jesusknabe im Tempel zu dem jungen, ungläubigen Priester Barnabe: „Du hältst die Schrift für ein reines Menschenwerk,
das viele Menschen wegen der leichteren Beherrschung ihrer Mitmenschen
geschrieben haben. Wer sie mit deinen Verstandesaugen betrachtet, der wird nie
etwas Göttliches darin finden und fortan ein materieller Weltmensch bleiben.
Wer aber die heiligen Bücher liest mit großer Ehrfurcht seines Gemütes und
glaubt, daß die Schrift göttlichen Ursprungs ist, der wird auch bald das
Göttliche zur Erweckung und Belebung seines Geistes (seiner Seele) darin
finden!“
[Dr.
T. Kap. 19, 6, 7 und 10]
Jesus
zu gesetzesstrengen Pharisäern: „Ich hebe durchaus kein Gesetz des Moses auf,
sondern Ich erfülle das Gesetz in allen Punkten. Aber Ich zeige euch euern
Unverstand in der Beurteilung der Gesetze des Propheten. Ihr reitet auf dem
Buchstaben, der da tötet, und kennet den Geist nicht, der lebendig macht. Ich
aber offenbare euch nun den alles lebendig machenden Geist.“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 222, 15]
Das
Jesuskindlein zu dem wackeren, aber gesetzesgebundenen Fischer Jonatha: „Die des Gesetzes Last getötet hat, werde Ich aus
den Gräbern ziehen! Aber vor den Buchstabenreitern des Gesetzes werde Ich das
Tor zum Leben so eng wie ein Nadelöhr machen! — Wohl hat Gott das Gesetz
gegeben, aber nicht für den (harten) Weltverstand, sondern für das Herz! Und
Moses hat das ganze Gesetz in der Liebe zu Gott gesetzt! Das Gesetz wohl ist
geblieben, — aber die Liebe ist lange schon erstorben. Ein Gesetz aber ohne
Liebe ist nichts nütze, und der es hält ohne Liebe, ist ein toter Sklave! Darum
ist Mir ein Heide und ein freier Sünder lieber als ein Sklave des Gesetzes!“
[Jug. Kap. 173, 23-26]
Jesus
hat Seinen Jüngern geboten, nur Gott als „Vater“ zu bezeichnen; aber ein gläubiger
Freund weist darauf hin, daß in der Schrift mehrfach der Erzeuger der Kinder „Vater“
genannt werde. Jesus erklärt: „Am Wort selbst liegt nichts, sondern alles an
seinem inneren Sinn. Darum mögen die Kinder immerhin ihren Zeuger
„Vater“ und ihre Gebärerin „Mutter“ nennen, da sie des Wortes Geist nicht
kennen. Ihr aber wisset, daß die höchste und reinste Liebe in Meinem Herzen zu
euch Menschen, die Ich zu Meinen Kindern erziehe und erhebe für ewig, der
allein wahre Vater ist. Also, wohl verstanden, Freunde, nur unter diesem
Geistsinne im Worte sollet ihr zu niemandem „Vater“ sagen!“
[Ev.
Bd. 9, Kap. 145, 7-8]
Der
Herr: „Alles, was Ich euch hier in diesen Eröffnungen gebe, ist wahr und getreu
für Meine Kinder; Ich gebe es nicht der Welt, sondern Meinen schwachen Kindern.
Denn die Welt hat das Wort im Sinne, Ich aber habe den Sinn im Worte, — daher
derjenige nur zerstreuet, der nicht mit Mir sammelt!“
[H.
Bd. 1, Kap. 34, 36]
Jesus:
„Ihr müßt Meine Worte tiefer ins Herz fassen, dann werden sie eurem Gedächtnis
nicht so leicht entschwinden; denn alles, was einmal das Herz lebendig erfaßt
hat, das bleibt euch in der Erinnerung fest zueigen, und ihr habt es bei
passender Gelegenheit zur Hand. Wollt ihr euch aber das von Mir Gesagte nur im
Kopfgedächtnis merken, so werdet ihr es bald vergessen. Was jedoch das Herz
einmal ergriffen hat, das ist in das geistige Leben übergegangen und bleibt
euch zueigen für ewig!“
[Ev.
Bd. 4, Kap. 178, 15]
Jesus:
„Zu einem wahren, lebendigen Lehrer in Meinem Namen gehört mehr als die
Kenntnis, die Schrift zu lesen und anderen Menschen vorzusagen. Der Buchstabe
ist da tot sowie auch der, welcher ihn nur liest, ihn selbst nicht versteht und
darum auch nicht danach handelt, auf daß er im Geiste zum Leben erwache; der
Geist allein macht lebendig und gibt das rechte Verständnis und die Tatkraft.“
[Ev.
Bd. 8, Kap. 200, 8]
Ein
Engel: „Schlicht und prunklos steht das Wort Gottes auf der Erde durch den Buchstaben
im Buche. So aber jemand in das schlichte Wort durch die enge Pforte der demütigen
Liebe dringet, zu welch einer Wunderfülle gelangt er in einem einzigen ‚Worte
Gottes‘!“
[GS.
Bd. 1, Kap. 10, 11]
Ein
erweckter ehemaliger Offizier im geistigen, erscheinlichen
Wien erklärt einer blinden, buchstabengläubigen Seelenschar, die immer noch ein
furchtbares Weltgericht im ‚Tale Josaphat‘ erwartet,
die Sinnlosigkeit einer materiellen Schriftausdeutung mit den Worten: „Man muß
das Wort Gottes, weil es durchgängig geistig ist, auch stets geistig nehmen,
wenn man zur Wahrheit gelangen will, die allein das menschliche Gemüt von allen
törichten Irrtümern frei macht. — Sehet, das unwirtliche Tal Josaphat wurde als Begräbnisstätte benutzt und bezeichnet
im engeren Sinne das Grab selbst und im geistigen Sinne die Geisterwelt. Denn
auch die Geisterwelt ist so lange ein Totengrab für den Geist (die Seele) des
Menschen, bis diesen Gott der Herr durch Seinen heiligen, allmächtigen Liebewillen
daraus erweckt.“
[Rbl.
Bd. 2, Kap. 238, 11-12]
Der
Apostel Johannes belehrt den Sonnenweisen Uhron: „Da
des Herrn Worte und Verheißungen reingeistig sind und ihre wahre Geltung nur
den Geist und nicht dessen notwendig vergängliche Form berührt, so gehört auch
ein rechtes geistiges Verständnis jeder göttlichen Verheißung dazu, um sagen zu
können, ob der Herr in Seinen Verheißungen getreu ist — oder nicht. Was der
Herr verheißt, das erfüllt Er auch getreuest, aber
nur für den Geist und nicht für den sterblichen Leib!“
[BM.
Kap. 181, 1-2]
Der
Herr: „Nehmet an, ihr hättet die ganze Bibel auswendig in eurem Kopfe, ein
anderer aber hat sich nur einige Verse zueigen gemacht, doch sein Leben streng
danach eingerichtet. Bei diesem werden zwei Verse lebendig und machen frei
seinen Geist, bei euch aber liegt die ganze Schrift tot, und ihr verstehet auch
nicht einen Vers lebendig. — Was ist nun besser: die zwei lebenstätigen Verslein — oder die ganze Heilige Schrift, wovon aber auch
nicht ein einziger Vers ins Leben aufgenommen ward? — Sicher werden hier die
zwei lebenstätigen Verse besser sein!“
[Schrft. Kap. 11, 18-19]
Jesus:
„Die Schöpfungsgeschichte des Moses kann erklärt werden: Erstens rein
naturmäßig — woraus man in der Schöpfung ein Werden in gewissen Abschnitten
nach der unwandelbaren Ordnung Gottes ersieht. Daraus können alle Naturweisen
ihren Verstand füllen und recht vieles ermitteln, aber dabei doch niemals auf
einen festen Grund kommen. — Zweitens naturmäßig und geistig gemengt. Diese Art
ist für die Menschen, die nach dem Wohlgefallen Gottes trachten, die beste,
weil da beides, wie Hand in Hand gehend, klar in der Tat und in der
Erscheinlichkeit ersichtlich und begreiflich wird. — Drittens rein geistig,
wobei die Naturerscheinungen keine Rolle spielen und es sich nur um die
geistige Bildung der Menschen in entsprechenden Naturbildern handelt. Dies haben
zu verstehen alle Gottesweisen, denen die Seelenbildung der Menschen anvertraut
ist. — Und endlich viertens rein himmlisch, wobei der Herr alles in allem ist
und alles auf Ihn Bezug hat. Wie aber dieses zu verstehen ist, könnt ihr nicht
eher fassen, als bis ihr durch die volle Wiedergeburt eures Geistes mit Mir
eins geworden seid.“
[Ev.
Bd. 4, Kap. 163, 3-6]
Jesu
Aussprache mit der klugen, kritischen Jüdin Helias über die Zehn Gebote des Moses.
[Ev.
Bd. 7, Kap. 28-35]
Jesus
verweist den lichtsuchenden Tempelobersten Nikodemus auf das 6. und 7. Buch
Mosis nebst Anhang, wo er Aufklärung über die Natur- und Geisterwelt finde.
[Ev.
Bd. 7, Kap. 61, 8]
Gleichnis
Jesu von Schale und Inhalt eines Eies für Hülle und Wahrheitskern des wahren
Prophetenwortes. — Jesu Ausdeutung: „Die Umhülsung des göttlichen Wortes muß in
der materiellen Welt da sein, auf daß die innerste göttliche Wahrheit niemals
verunreinigt werden kann.“
[Ev.
Bd. 5, Kap. 272, 12-13]
Der
vom Geiste Gottes erleuchtete Römer Agrikola belehrt
Schriftgelehrte und Pharisäer: „Im sechsten Buch gab Moses genaue Kunde über
die natürliche Entstehung der Erde und beschrieb ihre Zustände von ihrem
Anbeginn bis auf seine Zeit und von da an prophetisch weiter bis zu ihrer
völligen Auflösung. Darin beschrieb Moses auch den gestirnten Himmel, diese
Sonne und ihre Planeten, sowie auch die Kometen in ihrer natürlichen, wahren
Beschaffenheit, ferner die Sonnen- und Mondfinsternis, deren Vorausberechnung
er erläuterte. Und schließlich enthüllte dieses Buch Wesen, Größe und Entfernungen
der Fixsterne. Über dieses alles sollte das Volk wohl belehrt werden, damit das
Volk Gottes auf Erden und in den Gestirnen in aller Wahrheit wandle und nicht
in allerlei Irrwahn der Heiden verfalle!“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 216, 7]
Der
erleuchtete Römer Agrikola: „Das siebente Buch Mosis
enthielt die Wahrheit über die Schöpfung des Menschen und seine geistige
Entwicklung durch den beständigen Einfluß des Geistes Gottes. Es erklärte zu
jedes Menschen Verständnis das erste Buch Mosis und gab Kunde von den Büchern
der Patriarchen Kenan, Henoch und Lamech und erklärte
sie. Am Schlusse berichtete es von den „Kriegen Jehovas“, d.h. von der
Geschichte der Völker der Tiefe, und ermahnte die Volkslehrer, dies alles das
Volk ordentlich zu lehren. Moses gebot, daß da niemand zuvor ehelichen oder ein
Amt bekommen dürfe, bevor er sich den ganzen Inhalt seiner Bücher zu eigen
gemacht habe.“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 216, 9]
Der
erleuchtete Römer Agrikola: „Zum siebenten Buch Mosis
kam noch ein prophetischer Anhang, der bekundete, daß die Priester, Richter und
Könige Israels alles Gotteswidrige tun werden, und wie Gott sie darum züchtigen
werde. Darin wird auch das Kommen des Messias beschrieben, wie Er leben, was Er
tun und lehren und wie Er von den Priestern gehaßt und verfolgt wird. Dann
schildert Moses der Juden Untergang, des Messias Kirche, ihre langen Verfolgungen
durch den Gegenmessias, danach das Ende des Antichrist und darauf die Glorie
der reinen Kirche Gottes auf Erden.“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 216, 11-12]
Jesus:
„Moses hätte nicht ein sechstes und siebentes Buch von den Dingen und Erscheinungen
in der Natur und dazu einen prophetischen Anhang mit der alten Lehre der Entsprechungen
zwischen Natur- und Geisterwelt geschrieben, wenn er das zur Bildung der Juden
nicht für höchst notwendig erachtet hätte! Aber schon zur Zeit der Könige ist
dieser wichtige Zweig der Vorbildung durch den finster und habsüchtig
gewordenen Teil der Priesterschaft und auch durch die Könige selbst mehr und
mehr vernachlässigt worden, bald ging er ganz verloren, sodaß ihr nun kaum mehr
wisset, daß einst bei den Juden eine solche Wissenschaft bis unter Samuel sehr
gepflegt wurde.“
[Ev.
Bd. 7, Kap. 183, 11-12]
Jesus:
„Obschon Moses als angeblicher Sohn des Pharao in die ägyptischen Mysterien
eingeweiht war und auch von der alten Sternenwissenschaft und Erdkunde so manches
kennengelernt hatte, so war das dennoch kaum ein trüber Wassertropfen gegen das
Meer seiner nachmaligen Erkenntnis, die ihm als dem erwählten Führer des
israelitischen Volkes vom Geiste Gottes gegeben wurde und wodurch er ein wahrer
Gelehrter aus Gott ward!“
[Ev.
Bd. 9, Kap. 92, 10]
Jesus
zu Seinen Jüngern: „Es mögen tausend Evangelien geschrieben werden, so wird
immer nur das das einzig wahre sein und verbleiben, welches sich im Menschen,
wenn er nach Meinen Worten lebt und handelt, nach Meiner Verheißung lebendig
offenbaren wird, — und dieses lebendige Evangelium wird auch bis ans Ende aller
Zeiten der einzige Prüfstein sein und bleiben, ob ein geschriebenes Evangelium
echt oder falsch ist. An den Früchten also müsset ihr das erkennen; denn von den
Disteln erntet man keine Feigen und von den Dornhecken keine Trauben.“
[Ev.
Bd. 8, Kap. 79, 18-19]
Jesus:
„Die beiden Evangelien nach Matthäus und Johannes sind bis auf einzelne Kleinigkeiten
am meisten rein.“
[Ev.
Bd. 1, Kap. 134, 12]
Jesus:
„Die Urschriften der Evangelien wurden weisest aus dem Wege geräumt, auf daß
mit solchen Reliquien in kurzer Zeit keine Abgötterei getrieben werde. Der
Geist aber, der in den Originalen lag, ist auch in den Nachschriften völlig
erhalten worden. Mögen sich die Nachschriften Meines Wortes äußerlich noch so
unähnlich sehen, so sind sie im Innersten dennoch von ein und demselben Geiste
erfüllt, und mehr braucht es nicht. Denn am Buchstaben liegt nichts, sondern
nur am Geiste!“
[Ev.
Bd. 1, Kap. 134, 14-16]
Jesus
erklärt Widersprüche in den Evangelien des Johannes und des Matthäus.
[Ev.
Bd. 1, Kap. 91, 8-9]
Unterschiede
der Aufzeichnungen des Matthäus und des Johannes: Jesus: „Was Matthäus
schreibt, das kommt nur dieser Erde besonders zugute; was Johannes schreibt,
das gilt für die ganze ewige Unendlichkeit. Denn in allem, was er schreibt,
liegt verhüllt das rein göttliche Walten von Ewigkeit zu Ewigkeit.“
[Ev.
Bd. 1, Kap. 113, 10]
Jesus
verbietet dem Jünger Matthäus, die Enthüllungen über das Vorleben des Griechen Philopold auf anderen Gestirnen aufzuzeichnen, und sagt:
„Das ertragt ihr als Meine nächsten Zeugen wohl und möget es auch fassen; aber
wenn alles beschrieben würde in vielen Büchern, was Ich vor euch tue und rede,
so würde solche Dinge die Welt nicht fassen.“
[Ev.
Bd. 1, Kap. 216, 10]
Jesus
belehrt den Jünger Johannes, der durch lückenhafte Berichte Verwirrung über
Jesu Erdenleben befürchtet: „Es ist besser, die Sache wird der Welt in
Verhüllung gegeben; sie kann sich dann mit der Hülle abmühen, wobei der Lebenskern
unversehrt bleibt. — Wenn es aber einst vonnöten sein wird, werde Ich schon von
neuem Menschen erwecken und ihnen alles kundgeben, was hier geschehen ist, und
was die Welt zu erwarten hat um ihrer unverbesserlichen Bosheit willen. Wie
aber das alles geschehen wird, das werde Ich dir, du Mein Bruder Johannes, wenn
Ich wieder in Meinen Himmeln wohnen werde, noch in dieser Welt für alle Welt in
verhüllten Bildern (Offbg. Johs.)
offenbaren.“
[Ev.
Bd. 1, Kap, 216, 13-15]
Ein
erleuchteter Geist im Jenseits belehrt eine suchende Schar: „Die scheinbare
Zusammenhanglosigkeit der göttlichen Offenbarungen an die Menschen widerspricht
der göttlichen Ordnung nicht, sondern bestätigt sie vielmehr. Denn eben dadurch
zwingt die Gottheit die träge Natur der Menschen zum Denken und Suchen und Sichzurechtfinden in dem, was ihr am Anfang und in der Äußerlichkeit
der Gotteslehre so unordentlich und unlogisch vorkommt.“
[Rbl.
Bd. 1, Kap. 114, 10]
Jakobus,
der Pflegebruder Jesu, übergibt dem Oberstatthalter Cyrenius
ein von ihm niedergeschriebenes Evangelium über die Jugend Jesu.
[Ev.
Bd. 2, Kap. 25, 2-4]
Jesus
ermahnt Seinen Jünger Johannes, nur das aufzuzeichnen, was Er, der Herr, offen
vor aller Welt lehre und tue. Sein geheimes Tun aber solle er wegen der Unreife
der Welt nur in sein Herz zeichnen.
[Ev.
Bd. 1, Kap. 34, 2 und Kap. 36, 2]
Jesus:
„Es werden gar bald nach uns eine Menge geschriebener Evangelien zum Vorschein
kommen, von denen jedes behaupten wird, die reine Wahrheit zu enthalten, von
denen aber keines dem anderen gleichsehen wird. Ja, es wird der wider Mich
zeugende Fürst der Lüge auch noch dazu kommen und große, falsche Zeichen tun.
Er wird in den Acker, darein Ich nun den reinsten Samen streue, Unkraut säen.
Aber es wird das alles Meiner wahren, reinen Lehre an und für sich keinen
Eintrag machen; denn das hier von Mir zu euch gesprochene Wort wird von euch
weitergesprochen, und ihr werdet euch zwar nicht mehr genau buchstäblich Meiner
Worte bedienen, aber der innere Geist (Meiner Lehre) wird dabei dennoch
erhalten bleiben!“
[Ev.
Bd. 5, Kap. 120, 5-6]
Jesus
zu Seinen ersten Aposteln: „Es ist besser, wenn die Menschen nach Meiner vernommenen
Lehre mehr handeln als diese niederschreiben; denn wird der Schreibgeist unter
den Menschen zu früh wach, da werdet ihr in kurzer Zeit nach Mir eine Unzahl
von geschriebenen Evangelien sogar unter euren Namen entstehen sehen und werdet
viel zu tun haben, all das falschprophetische Geschreib
zu widerlegen. Darum möget ihr wohl viel reden, aber wenig schreiben!“
[Ev. Bd.
8, Kap. 79, 8]
Der
Herr über einen noch glaubensschwachen Freund: „Ich habe sein Herz angeschaut
und einen guten Keim darin gefunden. Er soll ja recht fleißig diesen Keim
begießen mit dem Wasser des Lebens aus Mir, das er in großer Fülle finden wird
in der Schrift des Alten und Neuen Testamentes.“
[Hi.
Bd. 1, S. 19, 2]
Der
Herr zu einer lichtsuchenden Seele: „Nimm gern das Neue Testament zur Hand und
lies es sorgfältig, so wirst du darin gar bald des wahren Lebens Schule
entdecken! — Und wirst du erst danach zu handeln anfangen, so wirst du mit
Strömen des ewigen Lichtes übergossen werden!“
[Hi.
Bd. 1, S. 409, 7]
Die im
Lukas-Evangelium Kapitel 5 erwähnte, aber im Kirchengebrauch verschollene sogenannte
‚Schiffspredigt des Herrn wird durch Jakob Lorber in ihrem machtvollen, gewaltigen
Wortlaut wiedergegeben.
[Hi.
Bd. 2, S. 202, 1 ff]
Der
Herr verkündet durch Jakob Lorber ein bis dahin unbekanntes Evangelium über die
Himmelfahrt Jesu Christi.
[Hi.
Bd. 2, S. 208, 1 ff]
Der
Apostel Paulus im jenseitigen Mittelreich zu lichtlosen Seelen: „Das Wort
Gottes ist den Menschen verhüllt gegeben worden, auf daß es in seinem Heiligsten
nicht verunreinigt werden kann!“
[Rbl.
Bd. 2, Kap. 204, 9]
Vor
Seiner Himmelfahrt enthüllte der Herr Seinen Jüngern tiefe Geheimnisse des
inneren Lebens, die aber wegen der Unreife der Menschen nicht aufgezeichnet
werden durften.
[Hi.
Bd. 2, S. 208, 3-4]
Der
Herr zu einem Freunde Jakob Lorbers, der das Wort Jesu: ‚Seliger ist Geben als
Nehmen!‘ in den vier Evangelien vermißt: „Das muß dir doch klar sein, daß Ich
im Verlaufe von dreiunddreißig Jahren sicher mehr werde geredet haben, als da
enthalten ist in den vier Evangelien. Dieses Sätzlein
war Mein gewöhnlicher Wahlspruch, der jeder Handlung wie auch so mancher Rede
voranging.“
[Hi.
Bd. 2, S. 285, 1-2]
Jesus
in einem „Notabene“ für die Jetztzeit: Beinahe alle Städte und Orte, in denen
sich Aufzeichnungen von Meinem Wirken und Lehren vorfanden, sind zerstört
worden; nur die (biblischen) Kleinevangelien des Johannes und Matthäus sind
noch, der Menschen guten Willens wegen, mehr oder weniger sprachrichtig bis
jetzt als echte Dokumente über Mein Erdenleben erhalten worden, so auch die
Schriften des Lukas und des Markus, soweit der Letztere das von Paulus Vernommene
in aller Kürze für sich aufgezeichnet hatte, — ebenso auch mehrere Briefe der
Apostel, — von denen aber viele verlorengegangen sind — und die Offenbarung
Johannis, aber freilich auch mit einigen Sprachunrichtigkeiten, was jedoch der
Hauptsache für den, der von Mir geführt wird, keinen Eintrag tut.
[Ev.
Bd. 10, Kap. 25, 6]
Jesus
zu einem junger Johannes: „Du wirst über das Wichtigste Meines Lehramtes auf
Erden in dem von dir geschriebenen und bleibenden Evangelium noch anführen, daß
Ich gar vieles gelehrt und getan habe, was nicht in diesem Buche geschrieben
steht, und würde man solches auch in Büchern aufschreiben, so würde sie die
Welt nicht fassen. Daß Ich Mich demjenigen, der an Mich glaubt, Mich liebt und
Meine Gebote der Liebe hält, selbst offenbaren werde, das genüge einem jeden,
der in Meinem Namen getauft und gestärkt wird durch Meinen Geist aus den
Himmeln.“
[Ev.
Bd. 10, Kap. 157, 3-4]
Der
Herr bezeichnet auf die Frage Jakob Lorbers als die tröstlichsten Worte des
Alten Testaments den Text Jesaja, Kapitel 54, Vers 1-17, und im Neuen Testament
Seine Worte: „Kommet her zu Mir alle, die ihr mühselig und beladen seid, — Ich
will euch erquicken!“ [Hi. Bd. 2, S. 159, 4-5]
Der
Herr schildert die geschichtliche Entstehung und Entwicklung der lateinischen
Bibel, ‚Vulgata‘ genannt, und der griechischen Bibel, welche Luther in die
deutsche Sprache übersetzte.
[Hi.
Bd. 2. S. 173, 1 ff]
Der
Herr: „In der Form beider Bücher (der Vulgata und der Lutherbibel) ist die
Hauptsache aufbewahrt und für den Geist völlig rein. Denn der innere Sinn blieb
ganz rein unter was immer für einer Form. Und das ist ja auch die Hauptsache.
Daher kann man sich an die eine oder die andere halten, und man kann nicht
irren und darum auch ganz ruhig sein. Denn auf den Buchstaben kommt es nicht
an, sondern auf den Geist; dieser ist es ja, der da lebendig macht!“
[Hi.
Bd. 2, S. 175, 15-16]
Jesus
zu berufenen Verkündern Seiner Lehre: „Werdet ihr auch nicht imstande sein,
alles Heidentum siegreich in kurzer Zeit zu bekämpfen, so wird das die reine
Wahrheit Meiner Lehre in späteren Zeiten vermögen. Denn in jenen Zeiten werde
Ich wieder Männer und Mägde erwecken, die den Menschen diese Wahrheit ebenso
rein und klar überliefern werden, wie Ich selbst sie euch jetzt verkünde.“
[Ev.
Bd. 8, Kap. 42, 4 und 5]
Des Herrn
große Verheißung eines neuen Schriftwortes: „Vor Meiner Wiederkunft werde Ich
von Zeit zu Zeit Menschen erwecken, denen Ich alles, was jetzt bei dieser Meiner
Gegenwart geschieht und gesprochen wird, durch ihr Herz in die Feder sagen
werde, und es wird dann das Geschriebene auf eine den dermaligen Menschen
bekannte kunstvolle Art in ganz kurzer Zeit in vielen Tausenden von gleichlautenden
Exemplaren können vervielfacht und verbreitet werden. Da die Menschen in jener
Zeit beinahe durchgängig des Lesens und Schreibens kundig sind, so werden sie
die neuen Bücher auch selbst lesen und wohl verstehen können. Und diese Art der
Ausbreitung Meiner neu und rein wiedergegebenen Lehre aus den Himmeln wird dann
um vieles schneller und wirksamer zu allen Menschen der Erde kommen als jetzt
durch Meine Boten von Mund zu Mund.“
[Ev.
Bd. 9, Kap. 94, 4-5]
Jesu
Verheißung: „Es wird das, was wir nun hier verhandeln, nach fast zweitausend Jahren
ebenso von Wort zu Wort können vernommen und aufgezeichnet werden, als ginge
das alles vor den Augen der dann auf Erden Lebenden vor sich.“
[Ev.
Bd. 3, Kap. 15, 6]
Jesus
zu Seinen Jüngern: „Ich werde in der fernen Zukunft Knechte erwecken und ihnen
durch den Geist in ihrem Herzen alles das zum Schreiben diktieren, was nun seit
der Zeit geschehen und gelehrt worden ist, als Ich in das Lehramt trat und euch
zu Meinen ersten Jüngern machte, sowie auch das, was nachkommen wird, und noch
vieles andere dazu.“
[Ev.
Bd. 8, Kap. 79, 3]
Der
himmlische Vater zur Zeit der Neuoffenbarung durch Jakob Lorber: „Bald nach Meiner
größten Tat, eurer Erlösung, da war Mein Brot noch sehr teuer, und die Menschen
konnten es sich nur in kleiner Gabe durch ihr Blut und Leibesleben erkaufen
(zur Zeit der Märtyrer). Dieses Mein Brot schmeckte damals bitter und war noch
nicht bestrichen mit dem Honig der Liebe und getränkt mit der Milch des freien
Lebens. Jetzt aber, wo Ich es jedem ganz umsonst gebe, bloß für das sehr kleine
Entgelt eurer Liebe, mit Honig und Milch, nun verachtet man es und verschmäht
den großen freundlichen, liebevollsten Geber.“
[H.
Bd. 1, Kap. 12, 2 und 3]
Der
himmlische Vater zur Zeit der Neuoffenbarung durch Jakob Lorber: „Die Pforten
Meiner Himmel habe Ich jetzt weit öffnen lassen. Wer immer herein will, der
komme; denn es ist gekommen die große Zeit der Gnade, und das neue Jerusalem
kommt zu euch allen hinab zur Erde, damit alle, die Mich lieben, darinnen
Wohnung nehmen und gesättigt werden sollen mit Honig und Milchbrot und trinken
in vollen Zügen das reine Wasser alles Lebens und sollen es schöpfen in vollem
Maße aus dem ewigen Brunnen Jakobs.“
[H.
Bd. 1, Kap. 12, 4,7 und 8]
Die
erste verbürgte Nachricht über einen dem steirischen ‚Schreibknecht des Herrn‘
Jakob Lorber im Jahre 1844 durch die Stimme des Geistes kundgegebenen
Briefwechsel des Herrn Jesus mit dem Fürsten Abgarus Ukkama
in Edessa findet sich in dem großen Hauptwerk des
Vaters der Kirchengeschichte Eusebius, der anfangs des vierten Jahrhunderts
n.Chr. als Bischof zu Cäsarea in Palästina lebte.
Bischof Eusebius berichtet, daß er selbst in der königlichen Urkundensammlung
von Edessa (Mesopotamien) einen solchen Briefwechsel
entdeckt habe und führt den ersten der Briefe mit der Antwort des Herrn in
seinem Geschichtswerk wörtlich an: mit diesen beiden Briefen stimmt Lorbers
Wiedergabe getreu überein.
[Bw.
Vorw. Abs. 1]
Der
Evangelist Johannes: „Der Herr hat nach Seiner Auferstehung noch gar vieles mit
uns, Seinen Erwählten, gesprochen, welches nicht aufgezeichnet ward; und wäre
es auch aufgezeichnet worden, so hätte die Welt die Bücher vor der Menge und
vor der Größe und Tiefe des Inhalts nicht fassen können. Hier aber (durch die
Neuoffenbarung) wird euch so manches davon kundgetan; daher möget ihr wohl aufmerksamen
Geistes sein, um in euch zu fassen das große Geheimnis des Lebens und die
innere, erhabene Weisheit des Geistes!“
[GS.
Bd. 2, Kap. 15, 29]
Ein
erleuchteter Geist im Jenseits: „Die Gotteslehre ist so gegeben und gestellt,
daß jeder Geist aus ihr seine ihm zusagende Nahrung nehmen, dadurch wachsen und
zur Vollendung gelangen kann. Wie auf demselben Erdboden zwei verschiedene
Pflanzen recht gut nebeneinander fortkommen und ihre Reife erlangen können,
ebenso können auch aus derselben Gotteslehre mehrere konfessionell verschiedene
Geister ungehindert ihre geistige Vollendung erlangen, wenn sie ihrer Konfession
nur treu und gewissenhaft folgen.“
[Rbl.
Bd. 1, Kap. 114, 13-14]
Der
Herr: Die Kenntnis der Schriften Swedenborgs fördern den geistigen Fortschritt
eines Menschen auch im Jenseits.
[BM.
Kap. 52, 1]
Jesus,
der Herr, zu einer erlösten Seele in der Geisterwelt: „Ich habe auf der Erde Zeugen
erweckt, und was Ich mit dir nun hier rede und geredet habe, noch reden und handeln
werde, siehe, das alles wird zu gleicher Zeit auf der Erde aufgeschrieben und
kundgemacht den Menschen.“
[BM.
Kap. 127, 15]
Mahnung
des Herrn: „Ein Weltmensch wird diese Eröffnungen (das 0ffenbarungswerk ‚Bischof
Martin‘) über das Fortleben der Seelen im Jenseits, die jenseitige
Seelenschule, ebenso ungläubig wie die Heilige Schrift als eine Torheit verwerfen.
— Ihr aber, Meine Kinder, nehmet diese Enthüllung gläubig an, dann werdet ihr
jenseits leichteren Weges wandern als viele Tausende, welche vom jenseitigen
Leben keine Ahnung haben!“
[BM.
Kap. 205, 1 und 5]
Dem
zur Zeit der Niederschrift des Neuoffenbarungswerkes „Die natürliche Sonne“ auf
unserer Erde noch unbekannten Planeten ‚Neptun‘ — von seinen Bewohnern ‚Miron‘
= ‚Welt der Wunder‘ genannt — entspricht das siebente Sonnengürtelpaar.
Naturmäßige Beschaffenheit des Miron (Neptun), seine Bewegung um die Sonne,
seine Pflanzen-, Tier- und Menschenwelt. — Dieser wunderbare, von der Sonne
ungeheuer weit entfernte, sie sehr langsam umbahnende Planet wurde erst vier
Jahre nach der Offenbarung durch Jakob Lorber von den Astronomen Leverrier und Galle — am 23. September 1846 — entdeckt.
Welch ein hochbedeutsamer, überzeugender Beweis für die Echtheit dieser
Neuoffenbarung!
[NS.
Kap. 53, 3-14, Kap. 54-65]
Der
Herr zu dem ob der Zweifel seiner Mitmenschen zagenden Jakob Lorber: „Bringe du
nur stets fleißig aufs Papier, was du vernimmst! Denn darum gebe Ich es dir,
damit Ich der Welt dadurch einen neuen Eck- und Grenzstein setze, über den
viele fallen werden, die nicht auf den darin bezeichneten Wegen der Demut, der
gänzlichen Selbstverleugnung, der Geduld, Sanftmut und aller Liebe wandeln
werden!“
[Hi.
Bd. 1, S. 390, 14]
Der
Herr: „Siehe, dieses Wort (Neuoffenbarung) ist in sich gar mächtig, entweder
zum Beleben oder zum Toten. Daher muß im Anfange damit überaus vorsichtig zu
Werke gegangen werden. Wen es ergreift, den laßt es nimmer aus — entweder zum
Leben oder zum Tode! — Da es aber ebenso mächtig wie zum Leben auch zum
Gerichte leitet, so lasse Ich es nun geschehen, daß eben dieses mächtige Wort
den, der es lebendig ergreift, auch lebendig macht und gar gewaltig wiedergebäret;
— den aber, der es nur lau ergreift, alsbald hinausstößt und ihn abhält, es
ferner aufzunehmen. Denn es ist besser, von Meiner Liebe nichts zu vernehmen,
als diese in sich lau zu handhaben, wenn sie an ihn einmal in solch lebendigster
Fülle ergangen ist!“
[Hi.
Bd. 2, S. 187, 4-6]
Ein
wandernder greiser Bettler aus Illyrien berichtet der Mutter Jakob Lorbers eine
alte Weissagung über einen Mann in der Steiermark, aus dem der Geist Gottes
sprechen werde, und fügt hinzu: „Euer Sohn ist dieser Begnadete!“
[Hi.
Bd. 2, S. 241, 1 ff]
Der
erleuchtete Robert Blum auf dem geistigen Reinerkogel bei Graz zu dem Herrn
über Jakob Lorber: „Einen (aus der angekommenen Gesellschaft der Grazer
Freunde) kenne ich schon. Das ist der, welcher in Deinem Namen, o Herr, Brot
und Wein mit sich brachte. Es ist so ein schwaches irdisches Knechtlein von Dir; er schreibt, was Du ihm durch einen
Engel in Deinem Namen in die Feder diktierst.“
[Rbl.
Bd. 2, Kap. 261, 5]
Der
Herr zu Jakob Lorber: „Siehe, wärest du ein Schreiblustiger, dann hätte Ich
dich nie erwählt! Denn die Schreiblustigen schmuggeln gern und verkaufen unter
Meiner echten Ware auch ihre eigene auf Meine Rechnung. Darum also erwählte Ich
dich, weil du kein Schreiblustiger bist, um eben dadurch Meine Ware einmal ganz
rein vor die Welt zu bringen!“
[Hi.
Bd. 2, S. 251, 4]
Der
Herr offenbart Jakob Lorber einen wichtigen Text des Religionsphilosophen
Heinrich Steffens, welcher lautet: „Alle Religion ward als Offenbarung, als
eine Gabe höherer Geister betrachtet und war nur dadurch Religion. Die
christliche Religion ist die Offenbarung der ewigen Liebe Gottes, so wie sie
den Gläubigen geschenkt ward, die Enthüllung eines seligen, höheren Lebens,
gegen welches alle irdische Erscheinung verblassen muß!“
[Hi.
Bd. 2, S. 278, 4-5]
Der
Herr: Fürs erste soll sich jeder, der die Mitteilung über den Planeten Saturn
gelesen hat, ein tüchtiges Beispiel nehmen, wie ganz anders die Bewohner dieses
Planeten Meinen Willen achten als die Bewohner eurer Erde. Fürs zweite soll er
daraus erschauen, wie Meine Liebe, Weisheit, Macht und väterliche Sorgfalt viel
weiter hinausreichen, als es sich der hochtrabende Menschenverstand je in den
Sinn kommen läßt. — Und fürs dritte aber soll diese Betrachtung den Menschen
eurer Erde zur vollen Demut leiten, aus welcher er erkennen soll, wer er ist
und wer Ich, sein Gott, Schöpfer und Vater, bin. Und dabei soll er sich auf die
Brust schlagen und darüber nachdenken, welch größte Gnade und Erbarmung ihm
dadurch zuteil geworden ist, daß Ich, der alleinige Herr und Schöpfer solcher
Wunderwerke, es Mir habe gefallen lassen, eure Erde, diesen kleinen, sündigsten
Planeten, zu erwählen zur Geburtsstätte Meiner unendlichen Liebe, Erbarmung und
Gnade und somit aller Fülle Meines göttlichen Wesens!“
[Sa.
Kap. 51, Abs. 15-18]
Der
Herr: „Wer mit Mir reden will, der komme zu Mir, und Ich werde ihm die Antwort
in sein Herz legen; jedoch die Reinen nur, deren Herz voll Demut ist, sollen
den Ton Meiner Stimme vernehmen. Und wer Mich aller Welt vorzieht, Mich liebt
wie eine zarte Braut ihren Bräutigam, mit dem will Ich Arm in Arm wandeln. Er
wird Mich allezeit schauen wie ein Bruder den anderen Bruder, und wie Ich ihn
schaute schon von Ewigkeit her, ehe er noch war.“
[H.
Bd. 1, Kap. 1, 1-2]
Der
Herr: „Mein Geist der Liebe und Gnade ist in euch und ist in aller Weisheit.
Wer ihn hört, der wird alles ergründen in der Tiefe der Tiefen. — Aber seine
Stimme ist nicht laut, sondern sehr leise, jedoch eben darum durchdringend wie
die Wärme der Liebe und wie das Licht der Gnade und wie die Kraft der erbarmenden
Liebe eures heiligen Vaters.“
[H.
Bd. 1, Kap. 6, 13 und 14]
Der
Herr: „Ich erweckte völlig Henochs Herz; er erkannte alsbald ein helles Licht
in seinem Herzen lodern und sah zum ersten Male eine helle Feuerschrift in
seiner Seele und erkannte daraus, daß es ein lebendiges Wort aus Mir war.“
[H.
Bd. 1, Kap. 70, 4]
Der
Herr: „Die äußeren Reize der Welt sind nur der Versuchung wegen da, damit sich
die Menschen selbst richten nach Meiner Liebe. Sobald jemand an der Welt kein
Wohlgefallen mehr findet, sondern nur an der stets wachsenden Sehnsucht nach
Mir, dem wird das innere Auge und Ohr erschlossen werden, und er wird, wenn
auch noch im sterblichen Leibe, alsbald den heiligen Vater hören und Ihn dann
und wann auch zu sehen bekommen.“
[H.
Bd. 1, Kap. 80, 4]
Auf
die Frage eines eifrig forschenden römischen Hauptmanns: „Wie liebt man Gott,
den man noch zu wenig kennt?“ antwortet der erleuchtete Joseph: „Wie du deinen
Bruder oder deine Braut liebst, so auch liebe Gott! Ebenso liebe deine
Mitmenschen als Brüder und Schwestern in Gott, und du wirst dadurch auch Gott
lieben! Tue allezeit und allenthalben Gutes, so wirst du die Gnade Gottes
haben! — Sei barmherzig gegen jedermann, so wirst du auch bei Gott Barmherzigkeit
finden! — Ferner sei in allen Dingen gelassen, sanft und voll Geduld, fliehe
den Stolz, den Hochmut und den Neid wie die Pest, dann wird der Herr eine
mächtige Flamme in deinem Herzen erwecken, und das gewaltige Licht dieser
geistigen Flamme wird alle Finsternisse des Todes aus dir verscheuchen, und du
wirst in dir selbst eine Offenbarung finden, in der dir alle deine Fragen aufs
lebendigste beantwortet werden. — Wenn du Liebe ausübst, dann wird aus der
Flamme solcher Liebe dir ein Licht werden! — Siehe, das ist der rechte Weg zum
Licht und Leben aus Gott. Das ist die rechte Liebe zu Gott; diesen Weg wandle!“
[Jug. Kap. 146, 12-20, Kap. 148, 21]
Henochs,
des ersten Hohenpriesters der Urzeit, Rat an Lamech,
den königlichen Oberpriester der Tiefe: „Nach der demutsvollen, lebendigsten
Anrufung Gottes, des Vaters, sollst du dich begeben in die volle Ruhe und
erwarten des Herrn Wort und Willen! Kommt des Herrn Wort, so achte sorgfältigst
darauf, zeichne es auf und verkünde es dem Volke! Wird es aber nicht kommen,
dann gib Gott in deinem Herzen die Ehre, tritt ehrfurchtsvoll aus dem Tempel
und schließe diesen wieder auf einundneunzig Tage!“
[H.
Bd. 2, Kap. 242, 11-13]
Henoch,
der erste Hohepriester der Urzeit, zu bekehrten Bewohnern von Hanoch: „Das Schauen des Herrn bringt niemandem das ewige
Leben, wohl aber das Hören und das Leben nach dem gehörten Wort!“
[H.
Bd. 2, Kap. 269, 5]
Petrus
zu dem römischen Oberstatthalter Cyrenius: „Wir
Jünger reden mit Jesus zumeist nur im Herzen und fragen Ihn um tausenderlei,
und Er antwortet uns in klaren, wohlausgeprägten Gedanken, und so gewinnen wir
doppelt. Denn eine Antwort des Herrn in des Menschen Herz ist schon sein
Lebensanteil, während das äußere Wort erst durch die Tat zum Lebensanteil der
Seele werden kann.“
[Ev.
Bd. 2, Kap. 62, 9]
Jesus
zu dem römischen Oberstatthalter Cyrenius: „Sei ruhig
und versuche in deinem Herzen, Mich um was immer zu fragen, und Ich werde dir
die Antwort klar, deutlich und wohlvernehmlich in dein Mich wahrlich über alles
liebendes Herz legen!“
[Ev.
Bd. 2, Kap. 62, 14]
Jesus:
„Ich allein bin der Herr und tue alles nach Meiner Liebe und Weisheit, und niemand
kann zu Mir sagen: ‚Herr, warum tust Du dieses und jenes?‘ Ja, wer Mich in der
Liebe seines Herzens fragt, dem werde Ich eine belehrende Antwort in sein Herz
legen. Wer aber mit Mir rechten wollte, dem wird keine Antwort, sondern ein
Gericht erteilt.“
[Ev.
Bd. 3, Kap. 119, 12]
Der
Erzengel Raphael: „Wer Gott den Herrn wahrhaft liebt, der ist beständig bei und
in Gott. Will er von Gott etwas hören und wissen, so frage er Ihn im Herzen,
und er wird durch die Gedanken des Herzens eine volle Antwort bekommen. Es kann
so jeder Mensch von Gott allezeit und in allen Dingen belehrt werden.“
[Ev.
Bd. 4, Kap. 23, 9]
Jesus:
„Wer seinen armen Bruder liebt wie sich selbst und nicht hinausstoßen wird eine
arme Schwester, welchen Stammes und Alters sie auch sei, zu dem werde Ich
selbst kommen allezeit und Mich ihm treulich offenbaren. Seinem Geiste, der die
Liebe ist, werde Ich es sagen, und dieser wird damit erfüllen die ganze Seele
und ihren Mund. Was solch ein liebevoller Mensch dann reden oder schreiben
wird, das wird von Mir geredet und geschrieben sein!“
[Ev.
Bd. 4, Kap. 79, 5]
Jesus
zu einem tief im Herzen bekehrten, einfachen Herbergswirt: „Wenn du von nun an
in Meinem Namen reden wirst, dann brauchst du nicht zu denken, was du reden
sollst, sondern Ich werde dir die Worte, die du zu reden hast, in den Mund
legen. Gedanken, so klar wie ausgesprochene Worte, wirst du in deinem Herzen
empfinden und sie ganz leicht aussprechen mit dem Munde. Darin liegt das Geheimnis
Gottes im Menschenherzen.“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 79, 15 und 17]
Jesus
zu Seinen Jüngern: „Ich kann nicht ewig im Fleische auf dieser materiellen Welt
verbleiben, und doch fragt ihr, wie Ich bis ans Ende der Zeiten bei den Meinen
verbleiben werde! — Ich werde im Geiste, im Worte und in der Wahrheit bei den
Meinen verbleiben, und die sich in großer Liebe zu Mir befinden, die werden
Mich auch persönlich auf Augenblicke zu sehen bekommen. Die aber nach Meinem
Worte leben und nach dessen innerer Wahrheit forschen, mit denen werde Ich
reden durch das Verständnis ihrer Herzen und werde legen Meine Worte in ihr
Gemüt. Und in Meinem Namen wohlerzogene Jünglinge und Mägde sollen Gesichte
haben, in denen ihnen erklärt wird Meine Wesenheit, die Himmel und das ewige
Leben, wie auch das Los der Abtrünnigen und Bösen! Und also werde Ich
verbleiben bei den Meinen bis ans Ende dieser Erde!“
[Ev.
Bd. 8, Kap. 55, 14-15]
Jesus
zu dem bekehrten Essäerobersten Roklus:
„Wenn ihr in Meinem Namen lehren und wirken werdet, dann denket nicht, was ihr
reden und wie ihr ein Werk beginnen und beenden sollet; denn Ich selbst werde
euch stets alles ins Herz und in den Mund legen, euern Verstand wohl erleuchten
und euern Mut und Willen stärken!“
[Ev.
Bd. 8, Kap. 220, 10]
Jesus
verheißt den wahren Nachfolgern und Verkündern Seiner Lehre: „Wenn Ich auch
nicht in dieser Meiner leiblichen Person bei eurem Wirken gegenwärtig sein
werde, so bin Ich es aber im Geiste Meiner Liebe, Weisheit, Macht und Kraft,
und dieser Geist wird euch allzeit lehren und euch die Worte ins Herz und in
den Mund legen, die ihr zu reden habt. Wie ihr aber selbst allzeit von Meinem
Geiste belehrt werdet in aller Weisheit aus Gott, so werden auch eure gerechten
Nachfolger ohne Dazwischenkunft Meiner leiblichen Persönlichkeit in allem
belehrt werden.“
[Ev.
Bd. 8, Kap. 200, 12-13]
Jesus:
„Wer an Mich glaubt, Meinen Willen tut, Mich über alles und seinen Nächsten wie
sich selbst liebt, zu dem werde Ich selbst kommen und Mich ihm treulich
offenbaren. In der Folge aber wird es so sein, daß jeder, den es wahrhaft nach
Mir als der ewigen Wahrheit dürstet, von Mir belehrt wird.“
[Ev.
Bd. 9, Kap. 37, 3]
Jesus:
„Mein Wort ist schon das Leben in sich und macht lebendig jeden, der es mit
gutem Herzen vernimmt; denn es geht da sogleich das Grundleben alles Lebens ins
Leben des Menschen über. Das Wort des Propheten aber ist nur ein getreuer
Wegweiser und zeigt dem Menschen, wie er zu dem lebendigen Worte aus Meinem
Munde gelangen und dadurch ins Leben des Geistes übergehen kann.“
[Ev.
Bd. 9, Kap. 56, 6]
Jesus:
„Es muß jeder Mensch in seinem Herzen von Gott belehrt werden! Wer nicht vom
Vater, dem Gottgeiste in Mir, belehrt wird auf dem Wege der reinen Liebe zu
Mir, der kommt nicht zu Mir, dem Sohne der ewigen Liebe, der Ich bin das ewige
Licht, der Weg, die Wahrheit und das Leben; denn Ich bin des Vaters Weisheit in
Mir selbst.“
[Ev.
Bd. 9, Kap. 56, 7]
Jesus:
„Leuchten in der Nacht nicht zahllose Lichter am Himmel? Und dennoch kannst du
bei ihrer Beleuchtung keine Schrift lesen! Ebenso kann ein Mensch bei dem
tausendfältigen Geflimmer seiner mühevoll errungenen Weltwissenschaften und
Erfahrungen die innere Schrift des Geistes nicht entziffern. Wie man aber am
Tage beim Lichte der Sonne jede noch so kleine Schrift wohl lesen kann, so kann
ein Mensch, wenn durch das Tun nach Meinem Worte die innere Lebenssonne ihm
aufgegangen ist, auch seine innere, wahre Lebensschrift lesen und verstehen und
die Verhältnisse alles dessen erkennen, was in ihm ist und ihn umgibt.“
[Ev.
Bd. 9, Kap. 100, 12-13]
Der
Jungfrau Maria demütiges Gebet und innige kindliche Zwiesprache mit Gott nach
der Verkündigung des Erzengels Gabriel. — Lichtvolle Antwort von oben: „Maria,
sorge dich nicht vergeblich; du hast empfangen, und der Herr ist mit dir! Mache
dich an deine Arbeit und bringe sie zu Ende; denn fürder wird für den Tempel
keine mehr gemacht werden von dieser Art!“
[Jug. Kap. 4, 1-14]
Das
Jesuskindlein zu Jakobus, Seinem liebevollen Pflegebruder: „Ich werde Mir noch
auf ein Jahr die Zunge binden vor allen bis auf dich; du aber wirst Meine
Stimme nur in deinem Herzen vernehmen!“
[Jug. Kap. 157, 20-21]
Der
Jünger Johannes zu Jesus: „Herr, ich werde mitunter beklommen darum, als möchte
mein Herz möglicherweise doch etwas aus Dir Kommendes nicht richtig und schnell
genug erfassen und dann leicht etwas Eigenes für Deines hingeben.“
[Ev.
Bd. 5, Kap. 190, 7]
Jesus
zu Robert Blum im Jenseits: „Um im Herzen denken zu können, muß man eine eigene
Übung haben, und diese Übung besteht in der stets erneuten Erweckung der Liebe
zu Gott. Dadurch wird das Herz gestärkt und erweitert, wodurch des Geistes
Bande lockerer werden, so daß sein Licht aus Gott sich immer freier und freier
entwickeln und ausbreiten kann.“
[Rbl.
Bd. 1, Kap. 35, 6]
Jesus
zu Robert Blum: „Wenn der Mensch zu sehr und zu lange nur für die Ausbildung
des Kopfverstandes und durch diesen nur für irdische Zwecke und Wohlfahrten
gesorgt hat, da freilich muß es einem solchen Menschen völlig unmöglich
vorkommen, auch im Herzen denken zu können. Ferner muß man sich auch der
evangelischen Sittenreinheit erfreuen. Man darf kein Schwelger und hauptsächlich
kein fleischlicher Unzüchtler sein. Denn die Unzucht
tötet beinahe den Geist, da sie für lange Zeiten den Durchbruch und die freie
Entwicklung seines Lichtes (in der Seele) verhindert.“
[Rbl.
Bd. 1, Kap. 35, 9-10]
Der
Engel Borem zu dem einstigen Bischof Martin in der Geisterwelt: „Manchmal legt
einem der Herr aus höchst weisen Gründen die Antwort nicht augenblicklich ins
Herz, wie man sie oft haben möchte; aber da heißt es dann, in aller Liebe und
Ergebung ganz ruhig und gelassen abwarten, bis es dem Herrn gefällt, die
erwünschte Antwort uns ins Herz zu legen.“
[BM.
Kap. 103, 4]
Der
Herr: „Sind die Menschen nicht mehr in Meiner göttlichen Ordnung, sind ihre
Herzen sinnlich gestimmt und haben materielle Dinge und nichtige Weltsorgen in
ihnen Platz genommen und Mein Wort und Meine Lehre unwirksam gemacht, dann freilich
kann Ich nicht mehr gesehen und gehört werden!“
[BM.
Kap. 184, 10]
Der
Herr zu einer jungen Seele: „Wenn du an Mich denkst, siehe, da rede Ich, dein
lieber Vater, mit dir. — Wenn du betest in der Andacht deines Herzens zu Mir,
siehe, da sage Ich allzeit ganz sanft und leise zu dir: Mein liebes Töchterchen,
Ich, dein guter, lieber Vater, bin auch ein sehr heiliger Vater! Jesus-Jehova
ist Mein Name! — Bau auf diesen Namen! Denn Er ist über alles mächtig und
heilig, überheilig! In diesem Namen wirst du das ewige Leben finden!“
[Hi.
Bd. 2, S. 26, 9-10]
Jakob
Lorber dankt dem himmlischen Vater dafür, daß Er ihn schon lange vorbereitet,
erzogen und öfter — durch die Sünde sogar — auch gedemütigt hat, damit er für
die unaussprechliche, allerhöchste Gnade des lebendigen, inneren Wortes
aufnahmefähig werde.
[Hi.
Bd. 2, S. 49, 3]
Der
Herr bemängelt die neuen, unruhevollen Wohnverhältnisse Jakob Lorbers und erklärt,
daß für das reine Aufnehmen Seines Wortes auch völlige äußere Ruhe notwendig
ist.
[Hi.
Bd. 2, S. 54, 2-5]
Der
Herr zu einem Freunde Jakob Lorbers: „Dieser Bruder (Jakob Lorber) hat vor
anderen Armen voraus, daß er aus Mir das Wort hat, das da lebendig macht das
Herz und den Geist. Wie aber er gibt, also gebe Ich es. Und wer ihm etwas gibt,
der gibt es unmittelbar Mir selbst. — Ist auch sündhaft sein Fleisch wie alles
Fleisch, so ist aber dennoch Mir geheiligt sein Geist, vor dem alle Schätze der
Himmel erschlossen sind zur Kundgabe an die, welche danach trachten in ihren
Herzen.“
[Hi.
Bd. 2, S. 298, 12-13]
Jesus
besteigt einen besteigt einen Berg, um einsam zu beten und Sein Menschliches
noch inniger mit dem Vatergeist in Ihm zu einen.
[Ev.
Bd. 2, Kap. 95, 19]
Der
Seher Mathael über das Beten Jesu: „Nur der Geist in
Jesus ist Gott; alles andere ist Mensch, wie wir da Menschen sind. So Er betet,
dann läßt Er Seinen Menschen ganz durchdringen von Seinem urewigen Grundgeiste
Gott.“
[Ev.
Bd. 3, Kap. 121, 4]
Jesus
zum Weibe am Jakobsbrunnen: „Siehe, Gott, der Vater von Ewigkeit, ist weder auf
dem Berge, noch im Tempel, noch in der Bundeslade zu Hause. Es kommt aber die
Zeit und ist schon da, in der die rechten Anbeter Gott, den Vater, im Geiste
und in der Wahrheit anbeten. Dazu braucht es weder einen Berg noch irgendeinen
Tempel, sondern lediglich ein möglichst reines, liebevolles und demütiges
Herz.“
[Ev.
Bd. 1, Kap. 27, 12 ff]
Jesus:
„Die Sprache eures Herzens gilt bei Mir mehr als tausend noch so schöne, von
der Zunge gesprochene Worte, von denen das Herz nichts weiß.“
[Ev. Bd.
1, Kap. 195, 4]
Jesus:
„Das Hauptgebet besteht darin, daß ein demütiges Herz demütig bleibt und seinen
Nächsten liebt in der Tat wie sich selbst, Gott als den allein wahren Vater
aller Menschen und Engel über alles!“
[Ev.
Bd. 3, Kap. 207, 12]
Jesus
zu bekehrten persischen Juden: „So ihr betet, da betet nicht den Heiden und Pharisäern
gleich nur mit den Lippen, sondern betet im Geiste und in der Wahrheit durch
lebendige Werke der Liebe an euren Nächsten, dann wird jedes in Meinem Namen
gesprochene Wort ein wahrhaftes Gebet sein, das Ich stets und unfehlbar erhören
werde, aber die leeren Seufzer der Lippen erhöre Ich nie; denn jedes wie immer
geartete Lippengebet ist ein Greuel vor Mir!
[Ev.
Bd. 3, Kap. 209, 3 und 4]
Jesus
zu bekehrten Heidenpriestern: „Solange ihr tätig verbleibet in Meiner Lehre,
werde Ich auch im Geiste wirkend in und bei euch verbleiben, und um was ihr
diesen Meinen Gottesgeist bitten werdet in Meinem Namen, das wird euch auch
gegeben. — Aber um rein weltliche Dinge kommet Mir ja nicht; denn dies
seelentötende Gift werde Ich euch nicht geben! Meine Sache ist es, eure Seelen
von aller Welt frei zu machen, nicht aber, sie mit ihr fester zu verbinden.“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 122, 1-2]
Jesus:
„Ich sage euch, daß Mir niemand mit einer heuchlerisch-frommen Gebärde und
Miene kommt! Ein solcher Beter wird nie erhört werden! Nur wer Mir so natürlich
kommt, wie er ist, ohne allen Prunk und Zwang, Mich wahrhaft liebt, Meinen
Willen tut und Mich bittet im rechten Geiste der Wahrheit, dessen Bitte will
Ich erhören.“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 123, 11]
Jesus:
„Wie soll denn ein bezahltes Gebet etwas nützen? Der Gläubige getraut sich
nicht, zu Gott zu beten, und der bezahlte Priester betet nicht zu Gott, er kann
das auch nicht, weil er in sich an keinen Gott glaubt! Denn glaubte er an einen
Gott, dann würde er zu dem Gebetbezahler sagen: ‚Jeder Mensch, und hätte er der
Sünden so viele, wie es gibt des Grases auf der Erde, kann reuig und demütig zu
Gott beten, und Gott wird sein Gebet erhören. Darum gehe hin und bete selbst zu
Gott, was allein dir nützen kann und wird!“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 180, 5]
Jesus:
„Gott ist in sich ein Geist von höchster Weisheit, hat den allerlichtvollsten
Verstand und ist die ewige Wahrheit selbst. Wer zu Gott wirksam beten will, der
muß im Geiste und in der Wahrheit beten. So aber betet der, der sich ins stille
Kämmerlein seines Herzens begibt und darin Gott anbetet und anfleht. Gott, der
alle Herzen durchforscht, wird auch in eure Herzen schauen und gar wohl
erkennen, wie und um was ihr bittet, und euch auch geben, um was ihr wahrhaft
im Geiste und in der Wahrheit gebeten habt.“
[Ev.
Bd. 7, Kap. 85, 17]
Jesus
zu reichen Weltmenschen: „Solange ihr noch im Gerichte der Welt wandelt, bin
Ich euer Herr und Meister; wenn ihr aber in Meinem Geiste frei und lebendig
sehend geworden seid, dann erst werdet ihr in Mir Gott erkennen und zu Mir
‚Heiliger Vater!‘ rufen. Doch dann werdet ihr nicht so wie jetzt mit dem Munde
rufen, sondern in euch aus dem lebendigen Geiste; denn Gott ist in sich ein
Geist und kann daher auch nur im Geiste und dessen lebendigster, lichtfreiester
Wahrheit angerufen und angebetet werden!“
[Ev.
Bd. 8, Kap. 205, 10]
Jesus:
„Gott anbeten heißt: Ihn stets über alles lieben und den Nächsten wie sich
selbst. Und Gott wahrhaft lieben heißt: Seine Gebote treuest
halten unter oft noch so mißlich scheinenden Lebensverhältnissen, die Gott,
wenn es nach Seiner Liebe und Weisheit nötig ist, über einen Menschen kommen
läßt zur Stärkung und zur Lebensübung der von der Materie angezogenen Seele.“
[Ev.
Bd. 9, Kap. 37, 7]
Jesus:
„Ein mit allen diesirdischen Gütern wohlversehener
Mensch verlernt leicht das wahre, glaubensvolle Beten. Kommt einmal eine Not
über ihn, so fängt er wohl auch an, durchs Beten bei Gott Hilfe zu suchen; aber
er hat zu wenig Vertrauen, daß er bei Gott Erhörung finde. Der Grund liegt im
Mangel an der Übung des lebendigen Vertrauens zu Gott.“
[Ev.
Bd. 9, Kap. 87, 5]
Jesus
belehrt geheilte Arme, die Ihm ihre Dankbarkeit mit lauten Worten und großen
Gebärden bekundeten, über die Gefahren des äußerlichen Dankens, warnt vor
leerem, zeremoniellem Gebahren und fährt fort: „Wenn jemand ein Anliegen hat,
so gehe er damit in das stille Kämmerlein seines Herzens, bete darin zu Gott
und bitte Ihn als den liebevollsten Vater um eine rechte Hilfe. Und der Vater,
der alles noch so Verborgene hört und sieht, wird dem im Geiste der Wahrheit
lebendig Bittenden allezeit gerne geben, um was er bittet. Dessen könnet ihr
alle versichert sein!“
[Ev.
Bd. 9, Kap. 209, 6]
Jesus:
„Die Menschen, die Gott erkennen und Ihn über alles lieben, sollen im Herzen
auch zu Ihm beten. Aber wie? Vor allem durch die rechte Befolgung Seines
Willens, durch die Ausübung der Werke der Nächstenliebe, und ferner sollen sie
im Herzen lebendig und voll Liebe so zu Gott reden:
‚Unser
liebevollster Vater, der Du wohnst in Deinen Himmeln! Dein Reich der ewigen Liebe
und Wahrheit komme zu uns! Dein allein heiliger Wille, das Sein aller Wesen,
werde auch unter uns so zur Tat, wie er es in allen Deinen Himmeln und Schöpfungsräumen
ist! Gib uns, Deinen Kindlein, das Brot des Lebens! Unsere Schulden vergib uns,
so wie wir unsern Brüdern, die uns beleidigt haben, vergeben! Lasse nicht
Versuchungen und Reizungen zur Sünde über uns kommen, denen wir in unserer
Schwäche schwer oder gar nicht widerstehen können, sondern befreie uns von
allen Übeln! Dein Name werde allzeit geheiligt, hochgepriesen und über alles
gelobt; denn Dein ist alle Liebe, Weisheit, Kraft und Macht ewig!“
[Ev.
Bd. 8, Kap. 92, 5-6;] [Weitere ähnliche Fassungen sind im Ev. Bd. 10, Kap. 32,
6, Kap. 249, 1 zu finden, sowie in Rbl. Bd. 2, Kap. 248, 14 und BM. Kap. 179,
1-3]
Der
Apostel Petrus zu dem Sonnenweisen Uhron, der es als
ungeziemend erklärt, den allweisen Gott um etwas zu
bitten: „Als der Herr, der allmächtige Schöpfer Himmels und aller Welten, auf
meiner Erde das Fleisch angenommen hatte, da lehrte Er uns alle also beten:
‚Unser
Vater, der Du in den Himmeln wohnst, Dein heiligster Name werde geheiligt! Dein
Reich der Liebe, der Wahrheit und des ewigen Lebens komme zu uns! Dein allein
heiliger Wille geschehe allezeit und in Ewigkeit! Gib uns heute wie allezeit
das tägliche Brot! Unsere Sünden und Gebrechen vergib uns nach dem Maße, wie
wir vergeben unsern Schuldnern! Laß nicht Versuchungen über unsere Schwächen
kommen, denen wir unterliegen müßten, sondern erlöse uns von allem Übel! Dein,
o Vater, ist alle Kraft, Macht und Herrlichkeit ewig; Dir allein sei aller
Preis, alle Ehre, aller Ruhm, alle Liebe, alles Lob und aller Dank ewig!‘
— Da uns ja der Herr selbst also beten und
bitten gelehrt hat, so glaube ich denn doch, daß es gerade nicht unrecht sein
dürfte, wenn wir als Kinder Ihn zuvor um alles das bitten, daß Er es uns geben
möge, was wir für uns als notwendig erkennen.“
[BM.
Kap. 179, 1-3]
Auf
die Frage eines neubekehrten römischen Hauptmanns: ‚Wie sollen wir bitten und
beten?‘ antwortet Jesus: „In jeder Not und Drangsal bittet mit natürlicher
Sprache im Herzen zu Mir, und ihr werdet nicht vergeblich bitten! Wenn ihr aber
um etwas bittet, dann machet nicht viele Worte und durchaus keine Zeremonie,
sondern bittet ganz still im geheimen Kämmerlein eures Herzens!“
[Ev.
Bd. 10, Kap. 32, 4-5]
Das
Jesuskindlein zu Joseph: „Wenn du durch die Liebe zu Gott betest, da brauchst
du nimmer zu fragen, ob du Mich nun als den allerheiligsten Gott und Vater
anbeten sollst. Wer so wie du zu Gott betet, der betet auch zu Mir; denn der
Vater und Ich sind einer Liebe und eines Herzens.“
[Jug. Kap. 91, 11-12]
Das
Jesuskindlein zu dem in Wiedersehensfreude vor Ihm knieenden römischen Statthalter
Cyrenius: „Cyrenius, es ist
genug, wenn du in aller Liebe dein Herz vor Mir beugst; deine Knie aber magst
du gerade halten! Denn siehe, du hast ja viel Gefolge bei dir, das Mich noch
nicht kennt, und diesen Unreifen sollst du Mich nicht verraten durch solche
Stellung!“
[Jug. Kap. 182, 2-3]
Henoch,
der große Lehrer und Prophet der Urzeit, zu einem lichtsuchenden Bruder: „O Sethlahem, wende dich nie eher zu den Menschen, bevor du
dich im innersten Grunde gewendet hast voll Liebe zu Gott! Und solltest du
unerhört bleiben längere Zeit, so denke, daß auch die allerbesten Menschen
gegen Gott eitel böse und lieblos sind, und daß dir Gott doch lange eher alles
geben wird, bevor dich das mitleidigste Menschenauge ansieht!“
[H.
Bd. 1, Kap. 72, 6]
Der in
Gottesliebe entbrannte Erzvater Juribael zu Abedam-Jehova: „In der Liebe zu Dir, o Vater, vergesse ich
sogar aller Anbetung, alles Dankes und Lobes, aller opferlichen
Verehrung, die Dir doch als dem ewigen Gott gebührt, und alles Rühmens und Preisens
Deiner unendlichen Herrlichkeiten und wahrlich, dann habe ich nichts vor mir
denn allein Dich, o Du heiliger Vater, rufe nichts als ‚Vater‘!“
[H.
Bd. 2, Kap. 70, 13]
Mahnwort
des Herrn auf das lange Nachtgebet eines Neubekehrten: „Deine Worte klingen
zwar schöner als die große Musik der Sphären im ewigen Schöpfungsraume; aber
die Liebe im Herzen des Geistes ist noch schöner als all dies herrliche Getöne!
Daher gib Rast deinen Lippen, damit dadurch zum ruhigen Spiegel werde das
lebendige Gewässer deiner Seele und du erschauest Mein Wesen im ruhigen Spiegel
deines Gewässers!“
[H.
Bd. 2, Kap. 270, 15]
Der
Evangelist Johannes: „Um aus dem Geiste mächtig und wahrhaft zu wirken, ist es
nötig, daß ihr euch mit dem Herrn durch die Liebe in Seinem Willen vereint.
Wenn dann jemand etwas tun möchte, so habe er acht auf den ersten Gedanken;
diesen halte er nun fest und vertausche ihn um alle Welt nicht mit einem
zweiten! Dann bitte er den Herrn, daß Er sich möchte mit Seiner unendlichen
Stärke vereinen mit der Schwäche des eigenen Willens und erfasse den Herrn
dabei abermals mit seiner Liebe! Ist solches in wankelloser
Festigkeit geschehen, dann geselle er noch eine vierte Gabe hinzu, und das ist
der feste Glaube! — Dieses Geheimnis, das ich euch nun kundgegeben habe, ist dasselbe,
welches der Herr gelehrt hat, da Er sagte: ‚Ohne Mich könnt ihr nichts tun, mit
Mir aber alles!‘ — und weiter: ‚Um was immer ihr den Vater in Meinem Namen
bitten werdet, das wird Er euch geben!‘ Hier hat der Herr in der Bitte keine Ausnahme
gesetzt, da Er sagte: um was immer!“
[GS.
Bd. 2, Kap. 18, 19, 21-22 und 26-27]
Nutzloses
Gebet zum Herrn und zur Jungfrau Maria eines todkranken Kirchenfürsten.
[BM.
Kap. 1, 4]
Der
Herr: „Fraget jedes Evangelium, fraget alle Apostel und andere Verbreiter
Meines Wortes und zeiget Mir irgendeine Stelle, in welcher gelehrt wird, sich
an gewisse ‚Schutzgeister‘ (Schutzpatrone) neben Mir zu halten! Heißt es im
Evangelium nicht vielmehr: Kommet alle zu Mir, die ihr mühselig und beladen
seid, Ich will euch erquicken?!“
[Hi.
Bd. 1, S. 381, 15]
Jesus:
„Es soll sich rein weltlicher Dinge wegen niemand betend an Gott wenden; denn
deretwegen würde ihn Gott nicht erhören. Aber so da jemand um das zum Leben des
Leibes und zur Stärkung des Glaubens und der Seele wahrhaft Nötige bittet, so
wird es ihm nicht vorenthalten.“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 180, 8]
Jarah, das Töchterchen des Wirtes Ebahl, über ihre wunderbare, seligste Gebetserhörung zu
Jesus: „Mich ergriff eine überstarke Liebe zu dem viel gerühmten Wunderheiland,
und ich bat den lieben Gott tagtäglich andächtig und vertrauensvoll, daß Er
dich zu uns führen möge durch Seine Allmacht. Und siehe! Gott hat mich erhört
und Dich zu uns gebracht! — Als es hieß, daß Du gekommen seiest, ach, das ist
unbeschreiblich, was ich da für eine Seligkeit empfand!“
[Ev.
Bd. 2, Kap. 114, 8-9]
Der
Erzengel Raphael zu der liebreichen Jüngerin Jarah:
„Wirst du den Herrn auch nicht sehen, so wirst du Ihn doch allezeit hören und
sprechen können. Denn so du Ihn fragst im Herzen, wird Er dir auch durch das
Herz antworten.“
[Ev.
Bd. 4, Kap. 23, 7]
Jesus:
„ wahrlich, Ich sage euch: Um was ihr den Vater in Meinem Namen und in Meiner
euch bekannten Ordnung bittet, das wird euch auch gegeben in dem Maße, wie es euren
Seelen frommt.“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 21, 9]
Jesu
Abschiedsworte an treue Freunde: „Ihr habt Mich hierher geleitet aus großer
Liebe, da ihr wohl wisset und glaubet, wer in Mir bei euch war, und wem ihr das
Geleit gegeben habt. Bleibet fortan so in Meiner Liebe, und Ich werde in dieser
Liebe auch fortan in, bei und unter euch verbleiben, und was ihr den Vater in
Mir bitten werdet, das wird euch gegeben. Nur bittet nicht um eitle Dinge
dieser Welt, sondern um die ewigen Schätze des Reiches Gottes; denn alles
andere, was ihr zum irdischen Leben benötigt, wird euch ohnehin gegeben.“
[Ev.
Bd. 10, Kap. 32, 2]
Jesus:
„Zu große irdische Vorteile sind stets Nachteile für die Seele. Ich aber bin
nicht gekommen zum Nutzen des Leibes, sondern zum Nutzen der Seele des
Menschen. Darum sollet ihr Mich vor allem um das bitten, was eurer Seele zum
wahren, ewigen Heile gereicht.“
[Ev.
Bd. 10, Kap. 109, 2-3]
Adams
Morgengebet: „O Herr, lasse mich diesen ganzen Tag über so denken und handeln,
daß der Nachruf der Abendröte mir sanft zuwehen wird: ‚Adam, frohlocke, denn
dein Auge hast du nicht abgewandt vom Angesichte Jehovas und deine Füße nicht
aus dem Geleise der Wege der ewigen Liebe; und wie da ging die Sonne still
erleuchtend und erwärmend durch das Firmament, so folgte dein Herz dem stillen
Wehen des ewigen Geistes.‘ O Vater, der Du nie noch Dein Aug‘ und Ohr von mir
abgewandt hast, wende es auch heute und in alle Ewigkeit nimmer weg von mir!“
[H.
Bd. 1, Kap. 49, 3-4]
Der
göttliche Vater zu der Jungfrau Purista, die sich
davor scheut, Ihm im Gebet einen Rat zu erteilen: „Ich als Vater will Mir von
Meinen lieben Kindlein raten lassen also, als hätte Ich ihres Rates vonnöten,
und will sie auch tätig sein lassen, als hätte Ich ihrer Tat und Hilfe
vonnöten. Denn solches alles tue Ich als Vater Meinen Kindlein aus Meiner großen
Liebe heraus, leite aber dann ihren Rat und ihre Tat so, daß Ich dadurch dennoch
Mein Ziel allzeit erreiche.“
[H.
Bd. 3, Kap. 1, 20-22]
Gebet
des römischen Statthalters Cyrenius beim Abschied vom
Jesuskindlein in Ostrazine: „O Herr, Du mein großer
Gott, Du mein Schöpfer und Vater von Ewigkeit, der Du nach Deinem ewigen
Ratschlusse hier auf diesem Erdenstaube als Menschenkind wandelst in unserer
Gestalt, Du mein allmächtiger Herr, vor dessen Wink alle Mächte der
Unendlichkeit erbeben, o siehe mich vor Dir im Staube gnädig an und würdige, Du
Heiliger aller Heiligkeit, mich Deines Segens! Laß, o Du mein Leben, Deinen
allerheiligsten Namen alle meine Kraft und Stärke sein! O Du mein über alles
geliebter Jesus, Du Urkönig meines Herzens, siehe mich armen, schwachen Sünder
gnädig und barmherzig an und laß es zu, daß ich fort und fort in der Liebe zu
Dir wachse! Nimm, o Du mein ewig geliebter Jesus, meine Liebe als schwachen
Dank an für die endlosen Gnaden und Erbarmungen, die Du mir mit jedem Atemzuge
erteilst!“ — Hierauf das Jesuskindlein, den Cyrenius
viele Male umarmend: „O weine nicht, du Mein liebster Cyrenius,
du siehst es ja, wie lieb Ich dich habe! In Meiner Liebe zu dir liegt ja Mein
größter Segen! Ich sage dir, so du bleibst, wie du bist, da bleibst du ewig
Mein, und deine Seele soll nimmer den Tod fühlen noch schmecken!“
[Jug. Kap. 245, 2-14]
Gebet
eines im Jenseits zum Licht gelangten Priors für sich und seine noch irrenden
Glaubensbrüder: „O Du allmächtige, heilige Liebe, Du aller barmherzigster Vater
in Jesus Christus! Wir bekennen unsere alte, große Schuld vor Dir; wir sagen
hier, daß wir allzeit nicht nur unnütze, sondern die schlechtesten Knechte vor
Dir waren, und bekennen, daß all unsere vermeintliche Verdienstlichkeit Dir, o
heiliger Vater, gegenüber ein Greuel sein mußte, bitten Dich aber dennoch hier
in unserer größten Not, daß Du uns gnädig und barmherzig sein möchtest! Laß uns
hier zu wahren Brüdern werden, die einander allzeit durch Deine Gnade und
Erbarmung lieben und Dir geben alles Lob, alle Ehre und alle unsere Liebe! —
Wir haben dies zwar aus unserem Willen erbeten, doch bitten wir Dich, daß Du
Dich nicht nach unserem Willen unser erbarmest; denn Dein Wille allein ist
heilig, und daher geschehe auch nur Dein allerheiligster Wille!“
[GS.
Bd. 1, Kap. 89, 13-14]
Der
Herr: „Deinen Bitten füge auch diese hinzu: ‚Vater, laß nicht Versuchungen über
meine Schwäche kommen, sondern befreie mich von allem Übel, sowohl geistig als
auch leiblich!‘ Also wirst du recht bitten.“
[H. Bd.
1, Kap. 158, 38]
Der
Herr: „Wachet und betet, damit ihr nicht in Versuchung fallet! Ist auch euer
Geist willig, so ist aber doch schwach euer Fleisch! — Wer diese ewige Wahrheit
nicht beständig im Herzen trägt, ist nie sicher vor dem Falle!“
[H.
Bd. 2, S. 1, 1-2]
Der
Herr: „Um was immer jemand in Meinem Namen bittet, das will Ich jedem allezeit
gern geben. Aber um Dinge der Welt kommt Mir ja nicht; denn diese sind der Tod!
Ich aber, als das ewige Leben, bin am allerwenigsten geneigt und als Vater
imstande, Meinen Kindern den Tod zu geben.“
[Hi.
Bd. 2, S. 170, 1]
Der
Herr zu einem Freunde, der ängstlich um das Leben seiner kranken Frau bangt:
„Wenn Ich dir auch alles nähme: Weib, Kinder und Vermögen, so mußt du noch mit
Hiob sagen: ‚Herr, Du hast es mir gegeben, Du kannst auch alles wieder nehmen!
Dein Wille allein ist heilig!‘ — Wenn du so in dir redest, dann werde Ich zu
dir umso wirksamer sagen: Bruder, weil du Mich mehr liebst als dein Weib, deine
Kinder und viel mehr als ein irdisches, vergängliches Vermögen, so will Ich dir
aber auch alles vielfach wiedergeben, was deinem Herzen nach Mir noch irgend
teuer ist. Denn Ich allein bin ja der Besitzer der Unendlichkeit, nur Mir
gehört alles! Ich allein kann geben und nehmen und das Genommene hundertfach wiedergeben!“
[Hi.
Bd. 2, S. 413, 6-7]
Der
Herr zu einem um den Verlust seiner kranken Frau ängstlich zagenden Freund:
„Wenn du voll Angst und Kleinmut sprichst: ‚Herr, Dein Wille geschehe!‘, so
gilt das bei Mir nichts. Aber so du das mit freiem freudigen Herzen sprichst,
da wirst du allezeit Hilfe finden. Denn nur in einem in Meinem Namen freien und
freudigen Herzen wirke Ich kräftig. Darum muß dein Glaube im Herzen zu einem
Felsen werden, sonst findet Meine Kraft in dir keinen so festen Stützpunkt, daß
sie sich vollkommen wirksam äußern könnte.“
[Hi.
Bd. 2, S. 414, 15-16]
Der
Herr: „Die Menschen beten und bitten wohl mit den Lippen um und für allerlei,
das ihnen recht und gut dünkt, aber ihr Herz hängt nicht an Mir, sondern an dem
nur, um was sie bitten. Daher gebe Ich ihnen das nicht, um was sie bitten,
damit sie sich dadurch nicht von Meinem Herzen noch mehr entfernen!“
[Hi.
Bd. 2, S. 357, 4]
Jesus
zu einem von schwerem Magenleiden geheilten Griechen: „Bitte im Herzen Gott vor
dem Essen, daß Er dir und allen Menschen Speise und Trank segne. Er wird solche
Bitte allezeit erhören. Und dir wird dann jegliche für die Menschen bestimmte
Speise wohl dienen und deinen Leib wahrhaft nähren und stärken!“
[Ev.
Bd. 9, Kap. 11, 11]
Der
Herr gebietet den ersten Menschen: „Essen sollet ihr gemeinschaftlich am
Morgen, um die Mitte des Tages und am Abend, — aber allezeit sehr mäßig und
stets in der Furcht des Herrn, nachdem ihr Ihm allezeit vorher und nachher
gedankt habt, damit die Speise gesegnet und ihr dadurch der Tod genommen werde.
Wenn jemand dieses je unterläßt, der wird bald der üblen Folgen gewahr werden.“
[H.
Bd. 1, Kap. 17, 21-22]
Jesus
zu Martha von Bethanien: „Ein Dank mit dem Munde ist nicht vonnöten. Wer Mir in
seinem Herzen dankt, tut genug und der Lippengruß kann da schon füglich
unterbleiben. Denn Ich sehe nur auf das Herz und seine inneren Gedanken. — Aber
es haben bei dir auch deine Worte einen rechten Wert vor Mir, weil sie aus
deinem Herzen kommen.“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 15, 12]
Dankgebet
befreiter junger Sklaven: „O du guter Vater! Wir danken Dir, daß Du uns gerettet
und unsere harten Binden gelöst hast! Wir haben nichts, um es Dir je zu vergelten;
aber wir wollen Dir in der Folge dienen, als wären wir Deine Füße, Hände, Augen
und Ohren. Oh, laß Dich auch von uns lieben, guter Vater! Bleibe uns fortan ein
Vater in Deiner Güte und Liebe und verlasse uns nimmerdar!“
Jesus geht nun zu jedem einzelnen, umarmt und drückt ihn an Seine Brust und
sagt: „Der Friede mit dir, Mein Sohn, Meine Tochter!“ — Da weinen die zarten,
blondlockigen Jünglinge und die lieblichen Jungfrauen und benetzen mit ihren
Freudentränen Jesu Hände und Füße.
[Ev.
Bd. 7, Kap. 5, 13-15]
Jesus
zu geheilten Armen aus Joppe, die Ihm mit großen Gebärden danken: „Ihr tuet
wohl, daß ihr Mir danket; doch für die Folge danket Mir ohne solche äußeren
Gebärden allein im Herzen! Lebet und handelt stets nach Meiner Lehre, und es
wird Mir das angenehmer sein als das tiefe Verbeugen, Aufheben der Hände und
die vielen lauten Worte!“
[Ev.
Bd. 9, Kap. 208, 12]
Gebet
Josephs nach Empfang der im Tempel erzogenen Jungfrau Maria, welche ihm durch
die Gotteszeichen des frischen Lilienstabes und einer zu ihm fliegenden Taube
zugesprochen war: „Es geschehe allzeit der allein heilige Wille meines Gottes!
Was Du, o Herr, gibst, ist ja allezeit gut, daher nehme ich auch gerne und
willigst diese Gabe aus Deiner Hand! Segne sie für mich und mich für sie, auf
daß ich ihrer würdig sein möchte vor Dir, jetzt wie allezeit!“
[Jug. Kap. 1, 30]
Dankgebet
des Pflegevaters Joseph, nachdem er den von ihm gefürchteten römischen
Volkszählungsbeamten, Hauptmann Kornelius, als freundlichen, den Juden
wohlgesinnten Mann kennengelernt hatte: „O Gott, wie gut bist Du, daß Du sogar
das mir in Freude verwandelst, davor ich mich am meisten gefürchtet habe! Darum
sei Dir alles Lob und alle Ehre!“
[Jug. Kap. 19, 16]
Joseph
am Tagesschluß zu seinen Söhnen: „Kinder, der Abend ist herrlich und schön!
Gehen wir hinaus ins Freie! Da wollen wir im großen, heiligen Tempel Gottes ein
Loblied anstimmen und dem Herrn danken für alle Wohltaten, die Er uns und
unseren Vätern erwiesen hat!“
[Jug. Kap. 88, 3-4]
Dankgebet
Josephs bei der Rückkehr aus Ägypten nach Nazareth und in seine frühere
Wohnstätte: „O Gott und Vater, wie gut bist Du! Du führst den Wanderer allezeit
ans beste Ziel!“
[Jug. Kap. 261, 21]
Dank-
und Bittgebet Meduheds, des weisen Propheten aus Hanoch: „O Du großer, überguter, heiliger, allmächtiger
Gott, wir danken Dir im Staube unserer Nichtigkeit! Laß zu Deinen Ohren dringen
unseres Dankes schwache Stimme und siehe gnädig an unser demütiges Herz!
Erfülle uns gnädig mit der Wärme Deiner Liebe und ziehe nie Deine Gnade von uns
armen Kindern der Sünde! Lasse uns, wenn wir je gegen Deinen heiligsten Willen
handeln sollten, nicht von Menschen züchtigen, sondern züchtige Du uns nach Deiner
Gerechtigkeit und Milde und schaffe uns um in unseren Herzen nach Deiner
unendlichen Barmherzigkeit! Amen!“
[H.
Bd. 1, Kap. 34, 25]
Der
Herr: „Wenn das Herz betet, da soll sich der Mund nicht dreinmischen, damit
durch ihn nicht getrübt wird, was einer reinen Quelle gleich aus dem Herzen
kommt. Das Lob des Mundes ertönt vor der Welt; aber das Lob des Herzens dringt
zu Meinem Herzen!“
[H.
Bd. 2, Kap. 124, 4-5]
Dankgebet
des Schreibknechts Jakob Lorber: „Ehre, Preis und Dank sei Dir, o
allerheiligster, bester Vater, von unseren schwachen, unreinen Herzen dargebracht!
— O reinige uns alle mit der heiligen Kraft Deiner unendlichen Liebe und
Barmherzigkeit, damit wir Dir dereinst, o bester, heiligster Vater Du, würdiger
zu danken und Dich heiliger zu preisen vermöchten, als es bisher in der großen
Nacht unserer Sünden möglich war!“
[Hi.
Bd. 1, S. 195, 44]
Gebet
Jakob Lorbers, worin er dem himmlischen Vater dafür dankt, daß Er ihm weder
irdischen Reichtum, noch Wunderkräfte, noch ein hohes weltliches Amt verliehen,
sondern ihn Seiner höchsten Liebesgnade und Seines lebendigen, heiligen Wortes
gewürdigt hat.
[Hi.
Bd. 2, S. 49, 2]
Der
Urstammvater Adam zu seinem Sohn, dem Erzvater Seth, der sich in seiner Reue
über eine Verfehlung zu schwere Bußwerke auferlegen will: „Mache dir kein
unnötiges Gebot, sondern beachte das eine nur, daß du Ihn, den heiligsten
Vater, mehr und mehr liebst in aller Demut deines Geistes und alle Brüder und
mich zehnmal mehr denn dich! Alles andere überlasse dem Herrn; Er weiß es am
allerbesten, welche Last du zu tragen vermagst!“
[H.
Bd. 1, Kap. 84, 13]
Der
weise Hohepriester Henoch zu dem geläuterten König Lamech
von Hanoch, der alles zu tun gelobt, was der Herr von
ihm verlangt: „Wer aus Liebe zum Herrn nicht alles verlieren kann, der ist des
Herrn nicht wert! Wer auf der Welt sein Weib, seine Kinder, seine Brüder und
seine Eltern mehr liebt als den Herrn, der ist des Herrn auch nicht wert. —
Daher soll jeder seine Liebe wohl prüfen, bevor er dem Herrn ein Gelöbnis
macht, denn es könnte ihn des gemachten Gelübdes gereuen, wenn er es ausführen
soll, — Siehe, der ist doch des Herrn nicht im geringsten wert!“
[H.
Bd. 3, Kap. 37, 12-14]
Jesus:
„Ich werde jedes ernsten Strebens Hilfe, Kraft und Stütze sein. In der Zeit der
Not werde Ich niemanden verlassen, der treugläubig und Mich liebend auf Meinen
Wegen gewandelt ist. Ist er aber durch allerlei Lockungen der Welt von Meinen
Wegen abgewichen, dann muß er es sich schon selbst zuschreiben, wenn für ihn
Meine Hilfe zur Zeit der Not unterm Wege verbleibt und das so lange, bis der
Gefallene sich reuig an Mich wendet. — Ich werde zwar ewig ein und derselbe
treue Hirte verbleiben und nachgehen den Schafen, die sich verloren haben. Aber
das Schaf muß zu blöken anfangen und sich finden lassen nach seinem
unantastbaren, freien Willen.“
[Ev.
Bd. 5, Kap. 169, 2-3]
Jesus:
„Wer mit einer für seine Kraft zu großen Lebensbürde belastet ist, der komme im
Herzen zu Mir, und Ich werde ihn stärken und erquicken. Denn Ich gebe eben
darum manchem eine größere Bürde zu tragen, auf daß er fühle seine Schwäche und
dann im Herzen zu Mir komme und Mich um Kraft bitte. Ich werde ihn dann stärken
in jeglicher Not und ihm ein rechtes Licht geben, zu durchwandeln die finsteren
Wege dieser Welt. Wer aber die zu große Bürde wohl fühlt, doch nicht zu Mir
kommt im Herzen, der muß es sich selbst zuschreiben, so er erliegt unter der
Last des Erdenlebens.“
[Ev.
Bd. 5, Kap. 169, 4]
Jesus:
„Wer durch seine Bitte etwas von Mir erhalten will, der bitte ganz still in
seinem von Liebe zu Mir erfüllten Herzen, und das Erbetene wird ihm gegeben,
wenn es sich mit dem Heil seiner Seele verträgt. — Es können sich auch ganz im
stillen zwei oder mehrere Menschen vereinen und für sich und die ganze Gemeinde
bitten, aber nicht so, daß es die Gemeinde erfahre, und Ich werde solche Bitten
erhören.“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 123, 9-10]
Henoch,
der erste Hohepriester der Urzeit, zu bekehrten Bewohnern Hanochs:
„Jeder Mensch kann sich allezeit an Gottes Vaterliebe wenden, wenn er etwas
vonnöten hat, und der Vater wird es ihm geben, wenn es ihm gut ist, oder auch
vorenthalten, wenn es ihm nicht gut sein sollte. Ob aber gut oder nicht gut,
darum möget ihr allezeit den Vater bitten und seid versichert, Er wird euch den
wohlvernehmbaren Rat nicht schuldig bleiben und wird reden zu eurem Herzen,
wenn ihr Ihn vollernstlich darum bitten werdet.“
[H.
Bd. 2, Kap. 269, 6]
Bitte
des Römers Agrikola an Jesus: „Verlasse Du mich
niemals, und lasse keine zu starken Versuchungen über mich und mein Haus kommen!
Ich kenne wohl meine von Dir mir geschenkte Stärke, aber auch meine alten
Schwächen. Sollte mich dann und wann eine oder die andere versuchen, o Herr, da
ergreife mich und stärke meinen Willen, damit ich mich aufrecht halte und nicht
falle!“ Jesus erwidert: „Wahrlich, um was du den Vater bitten wirst in Meinem
Namen, das wird dir auch gegeben. Darum sei stets voll Trost und lebendigster
Zuversicht; denn Ich werde, so du im Glauben und in der Liebe zu Mir verharrst,
stets bei dir sein und dich führen und stärken!“
[Ev.
Bd. 8, Kap. 53, 4-5]
Gebetserfahrung
der jungen Jarah: „Ich kann wohl, wenn es kleine
Sachen sind, meine Eltern bitten, daß sie Armen und Notleidenden Hilfe
schaffen, und da bin ich beinahe immer erhört worden. — Mit der Bitte zu Gott,
dem allmächtigen Herrn, aber ist es mir nicht immer so gut gegangen. Denn wenn
ich schon glaubte, daß Gott meine Bitte sicher erhören werde, und ich hinging
zu den Leidenden, um nachzusehen, — so war nichts geschehen. Es war alles noch
beim alten Übel. — Ging ich dann wieder zu meinem Vater und fragte ihn, warum
denn Gott, der Allmächtige, gar so harthörig sei, — da sagte mir der Vater,
Gott wisse, warum Er diesem oder jenem zu seinem Seelenheile ein längeres Leiden
sende, und bemesse sehr wohl die Zeit, wie lange dieser oder jener zu büßen habe.
Und da nütze dann kein Gebet, außer — ein solcher Sünder hätte sich schnell
völlig bekehrt. — Und siehe, ich war damit beruhigter, aber ich gab darum das
Bitten für die Armen nicht auf. — Manchmal erhörte mich jedoch der liebe, große
Gott schnell, und dann hatte ich die größte Freude!“
[Ev.
Bd. 2, Kap. 114, 1-5]
Jesus
zu Schwachgläubigen, die ihr Heil im bezahlten Priestergebet wähnen und suchen:
„Erwecket euern Glauben an Gott, die wahre, lebendige Liebe und ein festes Vertrauen
zu Ihm! Betet und bittet selbst im Geiste und in der Wahrheit zu Ihm, und Er
wird euch dann sicher erhören. Betet so ohne Unterlaß, tuet wahre Buße und
ertraget auch die über euch aus gutem Grunde kommenden Leiden mit Geduld und
wahrer Hingebung in den göttlichen Willen, und Gott wird euch helfen aus
jeglicher Not, soweit das nur immer mit dem Heil eurer Seelen verträglich ist.“
[Ev.
Bd. 8, Kap. 160, 6]
Jesus
zu einem bekehrten Griechen: „Wenn euch eine Not drückt, dann berufet Mich
vertrauensvoll in euren Herzen, und es soll euch geholfen werden!“
[Ev.
Bd. 5, Kap. 257, 14]
Jesus:
„Wo zwei oder drei in einer Angelegenheit, die gut in Meiner Ordnung ist, in Meinem
Namen sich versammeln, da werde Ich im Geiste unter ihnen sein und gewähren, um
was sie Mich bitten.“
[Ev.
Bd. 5, Kap. 248, 16]
Jesus
zu demütig um Stärkung bittenden Jüngern und Freunden: „Wahrlich, Ich sage
euch: Um was ihr den Vater bittet in Meinem Namen, das wird euch auch gegeben!
Wo wäre ein Vater unter den Menschen, der einem Kinde, das ihn um ein Stück
Brot bittet, einen Stein gäbe? — Um wieviel mehr wird der übergute Vater im
Himmel denen Gutes erweisen, die Ihn liebend und gläubig darum bitten! Daher
möget ihr allezeit frohen Herzens und Mutes sein; denn der heilige, gute Vater
wacht stets über euch und sorgt um euer Wohl und Seelenheil!“
[Ev.
Bd. 9, Kap. 74, 11-13]
Der
Evangelist Johannes: „Der Herr will vor allem die Selbsterkenntnis Seiner
Kinder erwecken, daher läßt Er auch alles von ihnen selbst zuvor beurteilen und
bemessen, also auch ihre Not, auf daß sie Ihm dann diese nach ihrer Erkenntnis
vortragen und Er ihnen dann helfe nach ihrer Erkenntnis und ihrem Verlangen.“
[GS.
Bd. 2, Kap. 30, 12]
Der im
Jenseits erleuchtete einstige Mönch Thomas zu dem Führer einer Schar Kriegsgefallener:
„Wende dich mit deiner Schar an Jesus, und es wird euch allen geholfen sein! Er
allein hat mir geholfen, ohne mein Tun in Rechnung zu ziehen, da Er endlos gut
ist und niemanden richtet. Jedem aber gibt Er, wonach sein Herz sich sehnt. Wer
guten Willens ist, dem wird ein Übermaß des Guten zuteil.“
[Rbl.
Bd. 1, Kap. 129, 5]
Auf
die Bitte des ‚Schreibknechts‘ Jakob Lorber um ein heiliges Wörtlein zum
Namenstage eines jungen Mädchens erfährt Lorber eine heftige Ablehnung, der
Herr sagt u.a.: „In Zukunft verlange Ich von jedem, der von Mir Rat oder Trost
haben will, daß er sich zuvor vollernstlich in seinem Herzen an Mich wende und
nicht an dich, da es dann etwa so herauskäme, als ob du ein willkürlicher
Ausspender Meiner Gnade wärest und brauchtest zu Mir nur zu sagen: ‚Herr, tue
dies und tue das!‘ — und Ich müßte dann etwa gar tanzen nach deiner Pfeife! —
Wenn aber jemand etwas aus dem Worte näher enthüllt haben will, da bin Ich noch
stets der gleiche, allezeit bereitwillige Geber!“
[Hi.
Bd. 2, S. 331, 7-8]
Jesus
zu einem geheilten jungen Araber, der für Leidende bittet: „Die rechte, reine
und uneigennützige Liebe und Erbarmung eines Menschen für seine leidenden
Brüder wird bei Mir allzeit Liebe, Erbarmung und Erhörung finden; denn es steht
geschrieben: Das Gebet eines guten, reinen, gläubigen und frommen Herzens
erhört Gott zu jeder Zeit.“
[Ev.
Bd. 8, Kap. 201, 6]
Barmherzige
Bitte eines bekehrten Juden: „Du, o Herr, wolle auch den (geistig) Blinden
gnädig und barmherzig sein, und uns, die wir die Wahrheit erkannt haben,
verlasse nicht, sondern erhalte uns in der lebendigen Wahrheit Deines Reiches,
auf daß wir stets nach Deinem Willen leben und handeln können!“ Darauf Jesus:
„Das war eine rechte Bitte, und sie wird nicht unerhört bleiben!“
[Ev.
Bd. 10, Kap. 73, 12-13]
Henoch,
der erste Hohepriester der Urzeit, auf die Frage des Herrn, was mit einigen
unverständigen Murrenden geschehen solle: „Herr, der Du voll unendlicher Liebe
und Erbarmung bist, Du bedarfst dessen nicht, daß Dich jemand um Erbarmen
anfleht, doch verschaffst Du uns Gelegenheit, unsere Herzen zu prüfen, wieviel
der Nächsten- und Bruderliebe darin wohnt, und wie weit wir es — Dir ähnlich —
in der Barmherzigkeit gebracht haben. Danach kann ich Dich bitten, daß Du Dich
der Schwachen und Blinden erbarmen mögest! Doch bitte ich Dich da nicht, o
Vater, um Dich zu etwas zu bewegen, sondern daß Du gnädigst
mein Herz ansehen möchtest, wenn es Dir aus Deinem Schatze für die Brüder ein
kleines Opfer bringt.“
[H.
Bd. 1, Kap. 172, 10 und 14]
Fürbitte
des Gottesboten Kisehel für den reuigen Erzmeister Thubalkain aus Hanoch: „O Vater,
siehe, dieser neue Bruder ist noch blind und kann Dich nicht erschauen, daher
mögest Du, so es Dein heiliger Wille ist, ihm seine Bitte gnädigst
gewähren und ihm spenden einen Strahl Deiner Gnade in sein Herz!
[H.
Bd. 2, Kap. 194, 19-20]
Jesus
zu Petrus: „Hat jemand gesündigt an dir, so vergib ihm von ganzem Herzen und
bitte in Meinem Namen den Vater, daß Er des Sünders Herz zurechtrichten wolle,
so wird dies auch nach dem Maße deines Glaubens und deines Vergebens
geschehen.«
[Ev.
Bd. 5, Kap. 248, 15]
Der
Herr berichtet: Der schuldlose Ahbel bittet Gott für
die Seinen um Vergebung ihrer Sünde und um Fruchtbarmachung ihres wüsten
Fluchtlandes, sein Flehen wird gnadenreich und wunderbar erhört.
[H.
Bd. 1, 14, 1-3]
Jesus:
„Aus dem Munde der Völker ist von einer allgemeinen Bitte an Mich nun beinahe
nichts mehr zu vernehmen, und das Gebet des einzelnen Menschen gilt nicht für
ganze Völker. Jedem einzelnen Beter wird gegeben, um was er bittet; aber den
Völkern kann nicht gegeben werden, um was die wenigen einzelnen bitten!“
[Rbl.
Bd. 1, Kap. 83, 12-13]
Der
Jünger Johannes in der Welt unserer Sonne zu dem einstigen Bischof Martin: „Du
warst ja auf der Erde ein großer Freund Mariens, des Joseph und anderer
Heiliger; wie ist es denn, daß du dich hier gar nicht um sie zu kümmern
scheinst, — auch nicht um deine Anverwandten und Freunde?! Sie könnten ja
leicht irgendwo unglücklich sein?! Und du bist nun ein großer Freund des Herrn,
wolltest du ihnen denn nicht helfen? Hast du auf der Welt doch selbst große
Stücke auf die Fürbitte der Heiligen gehalten, und nun hier als Selbstheiliger
und Freund des Herrn denkst du nicht einmal daran?! O sage, wie kommt denn
das?“ Darauf der einstige Bischof Martin: „Sollte ich denn hier etwa auch noch
wie auf der Erde irrwähnig meinen, die seligen Bürger
dieses endlosen Himmelreiches möchten barmherziger, liebevoller und gnädiger
sein als der Herr selbst, und Er müßte sich etwa von ihnen zur Liebe, Erbarmung
und Gnade erst bewegen lassen?! O Freund, so dumm, wie ich war, bin ich nun —
Gottseidank — nimmer! — Was sind Maria und Joseph, was alle Heiligen, was meine
Anverwandten und Freunde gegen den Herrn? Habe ich Ihn, was frage ich da nach
jenen. Der Herr sorgt für sie alle, wie Er für mich gesorgt hat; was braucht es
dann mehr!?“
[BM.
Kap. 130, 1-2, 4-5]
Der
Herr zu einer frommen Seele: „Daß du gebetet hast für ein im Gericht
befindliches Land dann und wann, war ja recht. Tue desgleichen nur anhaltender!
Denn der Nutzen wird auf deiner Seite sein, wenn du dich übest in Meiner großen
Liebe. Aber denke dabei stets, daß Meine Gerichte allezeit gerecht sind und nur
diejenigen treffen, welche diese schon lange wohl verdient hatten.“
[Hi.
Bd. 1, S. 56, 5]
Der
Herr: „Ihr sollet nicht denken, Mich etwa durch euer laues Gebet zur
Barmherzigkeit zu bewegen; sondern betet, damit ihr euch selber vor Mir in
eurer Liebe stärken möget und Mir darum wohlgefällig sei eure Bitte!“
[Hi.
Bd. 1, S. 165, 17]
Gebet
der Jünger Jesu bei Krankenheilungen: „Jesus helfe dir! Jesus mache dich
gesund! Jesus erhalte dich! Jesus, Du ewiger Helfer aller Leidenden, Jesus, Du
Arzt aller Krankheiten, Jesus, Du ewige Liebe und Erbarmung, hilf diesem (oder
dieser) Kranken! Dein heiliger Wille geschehe! Amen!“
[Hi.
Bd. 1, 5. 12, 1]
Paulus
an die Gemeinde zu Laodizea: „Weichet nicht ab vom
Gebet und betet auch für mich, auf daß der Herr mir allezeit die Tür des
lebendigen Wortes auftun möchte, auf daß ich allezeit rede vor euch und vor
allen Brüdern in Christo Sein großes Geheimnis und das Seines Reiches!“
[Lao.
Kap. 3, 37-38]
Aus
einem Gebet Jakob Lorbers: „O gib, daß ich vermöchte Dich, meinen geliebten Jesus,
unendlichmal mehr zu lieben als alles, alles in der Welt! O mein Gott und mein
Herr, mein allergeliebtester Jesus, erbarme Dich
meiner, tröste mich in meiner Not, auf daß ich wieder aufleben möchte und sein
voll munterer Tätigkeit nach Deinem allerheiligsten Willen! Oh, lasse sie nicht
fallen, die Wenigen (Lichtfreunde), sondern ergreife sie und lasse allergnädigst auf das Auge ihres Geistes einen Strahl
Deines übersanften, ja über alle Himmel erhabenen Lichtes fallen, auf daß sie
künftighin mehr und mehr erkennen möchten die innere geistige und himmlische
Tiefe und Erhabenheit Deiner durch meine Hand und Feder darniedersteigenden
unaussprechlichen Gnade und Erbarmung!“
[Hi.
Bd. 1, 5. 386, 2. 4. 6]
Jesus:
„Der Ich mit Meiner urewigen, unendlichen Gottheit hier vor euch stehe, sage
nun selbst zu euch, daß von jetzt an das Reich Gottes und seine Gerechtigkeit
nicht mehr im Tempel zu Jerusalem oder auf Garizim zu
suchen ist und alldort Gott anzubeten sein wird,
sondern solchen Gottesdienst wird man tun können überall, wo ein Mensch ist. —
Des Menschen Herz wird sein der lebendige Tempel des wahren, einzigen Gottes,
und die werktätige Liebe wird sein der allein wahre Gottesdienst. Und die Liebe
zu Gott wird sein die allein wahre Anbetung. — Da aber weder eine wahre Liebe
zu Gott ohne die werktätige Nächstenliebe und diese nicht ohne die wahre Liebe
zu Gott denkbar ist, so sind diese beiden Liebearten im Grunde nur eine Liebe
und somit eine und dieselbe wahre Anbetung Gottes. Wer das in sich hat, der hat
alles Gesetz und alles Prophetentum in seinem Herzen
vereint und daher weiter nichts vonnöten.“
[Ev.
Bd. 5, Kap. 132, 3-5]
Jesus
zu dem bekehrten Judenältesten von Abila: „Den Sabbat
heiligen nach dem Gebote Mosis ist für jeden recht und gut. Aber von nun an ist
jeder Tag ein Tag des Herrn, und wer an jedem Tage nach Meiner Lehre seinem
Nächsten Gutes tut, der heiligt wahrhaft den Sabbat. Und so brauchet ihr an
einem Sabbat euch nicht anders zu verhalten als an jedem andern Tage. Der
Mensch hat am Sabbat für seinen Leib dieselben Bedürfnisse wie an jedem andern
Tage und soll sie nach Möglichkeit auch befriedigen. Nur von einer schweren, knechtlichen Gewinnsarbeit soll er sich enthalten. Wenn er
aber dadurch einem Nächsten einen gerechten Nutzen erweisen kann, so wird der
Sabbat auch durch schwere Arbeit nicht entheiligt, und Ich werde ihn dafür
segnen. Aber sonst ist es gut, auszuruhen an einem Sabbat und sich mit den
Dingen des Geistes zu beschäftigen. Denn dazu hat Moses ja den Sabbat
verordnet.“
[Ev.
Bd. 10, Kap. 63, 2-3]
Jesus:
„Es war seit den ersten Zeiten der Menschen der Gebrauch, die Woche in 7 Tage
einzuteilen, welche Einteilung die Menschen auf dem natürlichen Wege von den
Mondvierteln ableiteten, auf dem ihnen geoffenbarten übersinnlichen Wege aber
von den sieben Geistern in Gott. — Von den sieben Geistern Gottes ist es der
siebente, der rückwirkend die sechs vorangehenden durchläutert und durchsänftet, und dieser siebente Geist heißt die tätige
Erbarmung. Und seht, auch aus diesem Grunde hat Moses den siebenten Tag zum
Sabbat bestimmt, daß ihr euch an ihm von der knechtlichen
Arbeit für den eigenen leiblichen Bedarf enthalten und bei der Zusammenkunft
vor der Hütte, darin die Lade stand, nach den armen Brüdern und Schwestern, den
Witwen und Waisen umsehen und euch über sie werktätig erbarmen sollt!“
[Ev.
Bd. 8, Kap. 92, 1-2]
Die
durch Jesu Wort geheilte Elisa, welche vom Herrn bei der Fischmahlbereitung an
einem Sabbat an die von Moses gebotene Feiertagsruhe gemahnt wird, zu Jesus: „O
Herr, Du bist Gott durch und durch, was ich klar einsehe. So wir durch unsere
Tätigkeit nur Dir dienen, da entheiligen wir den Sabbat sicher nicht. Sonst
verrichten wir zwar an einem Sabbat keine schwere, knechtische Arbeit, aber was
nottut, das verrichten wir auch an einem Sabbat. — Wenn man die große Schöpfung
betrachtet, so ersieht man bald, daß Du, o Herr, an den Sabbaten ebenso tätig
bist wie an allen anderen Tagen. Und da wir schon nach der Schrift Gottes
Kinder sind, so tun wir doch sicher nichts Unrechtes, wenn wir in allem den
guten, heiligen und lieben Vater nachahmen.“
[Ev.
Bd. 5, Kap. 264, 5, 13 und 14]
Das
Jesuskindlein zu dem gesetzesgebundenen Joseph, der sich scheut, am Ostersabbat
für armes Volk ein Schiff auszubessern: „Die rechte Feier des Sabbats besteht
nicht im Müßigsein, sondern in guten Werken! Moses hat wohl die Feier des
Sabbats geboten und jede unnötige und knechtische, bezahlte Arbeit als eine
Schändung des Sabbats bezeichnet, aber an einem Sabbat den Willen Gottes zu
tun, hat Moses nie verboten! Es steht nirgends im Gesetze, daß man an einem
Sabbat einen Bruder soll zugrunde gehen lassen! — Ich aber als der Herr des
Sabbats sage: Tuet auch am Sabbat allezeit Gutes! So werdet ihr den Sabbat am
besten feiern!“
[Jug. 149, 9-16]
Der
Herr: „Der Sabbat soll nur ein Tag der allgemeinen Unterweisung, nicht aber
etwa ein ausschließlicher Tag Meiner Liebe sein; denn dieser Liebe ist jeder
Tag gleich! Daher liebet Mich allezeit, den Sabbat aber haltet als einen Tag
der Unterweisung in Meiner Liebe!“
[H.
Bd. 2, Kap. 110, 17-18]
Jesus
zu Petrus, der wegen guter Gelegenheit am Sabbat fischen möchte: „Gedenkst du
denn heute des Sabbats nicht?! Wen es hungert, der mag auch an einem Sabbat
fischen, wenn er sich am Vorsabbat keinen Vorrat hat verschaffen können; doch
ohne Not soll jeder Jude beim alten Gesetz bleiben, auf daß sich an ihm die
Kleinen nicht ärgern! Gutes tun auch an einem Sabbat ist Meine Lehre und Mein
Wille; aber ohne Not an einem Sabbat aus dem Meere Fische fangen, ist weder
recht nach dem Gesetz, noch nach Meiner Lehre. Darum lasset euch für heute die
Lust zum Fischen vergehen! Ich aber habe euch zu Menschenfischern gemacht, und
wenn eure Zeit kommt, dann werdet ihr auch an den Sabbaten für diesen Zweck
arbeiten können.“
[Ev.
Bd. 9, Kap. 114, 4-5]
Jesus:
„Es bedarf der allein wahre Gott des Dienstes der Menschen für sich niemals,
aber dessen bedarf Er, daß die Menschen aus Liebe zu Ihm und daraus zueinander
sich gute Dienste erweisen. Und so besteht der wahre, Mir allein wohlgefällige
Gottesdienst hauptsächlich darin, daß die Menschen einander in Meiner Liebe
dienen.“
[Ev.
Bd. 10, Kap. 63, 6-7]
Jesus:
„Gott der Herr bedarf eures Dienstes und eurer Ehre nicht; denn Er hat die Welt
und den Menschen ohne alle fremde Hilfe erschaffen und verlangt von den
Menschen nichts als das nur, daß sie Ihn erkennen und aus allen ihren Kräften
lieben, und zwar nicht nur am Sabbat, sondern an jedem Tage ohne Unterlaß!“
[Ev.
Bd. 1, Kap. 50, 4]
Jesus
zu bekehrten Heidenpriestern: „Ich bin nun drei Tage bei euch und habe euch gelehrt,
was ihr zu wissen, zu glauben und zu tun habt, um das ewige Leben der Seele zu
erlangen. Habe ich euch da von irgend welchen leeren Lippengebeten oder
irgendeinem mysteriösen, Mir allein wohlgefälligen Gottesdienst etwas gesagt
oder von gewissen Feiertagen wie etwa von einem Sabbat der Juden, den sie einen
Tag des Herrn Jehovah nennen? Nein, von alledem habt ihr aus Meinem Munde
nichts vernommen! — Und Ich sage es euch als vollwahr: Hinweg mit allen leeren
Lippengebeten und mit allen Feiertagen, da jeder Tag ein wahrer Tag des Herrn
ist, — und hinweg mit allem Götzenpriestertum! Denn jeder Mensch, der Gott
erkennt, Ihn über alles liebt und Seinen Willen tut, ist ein wahrer Priester
und dadurch auch ein rechter Lehrer. Ein solcher Mensch betet wahrhaft allzeit
‚ohne Unterlaß‘. Und jeder Tag, an dem er seinem Mitmenschen in Meinem Namen
eine Wohltat erweist, ist ein rechter und Mir allein wohlgefälliger ‚Tag des
Herrn‘!“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 123, 5-7]
Jesus
zu gesetzesstrengen Pharisäern: „Wie könnt ihr denn sagen, daß Ich den Sabbat
schände, wenn Ich an solchem Tage einen Kranken ohne Entgelt gesund mache?! Ihr
reichet doch auch am Sabbat dem Ochsen das Futter und führet die Tiere zur
Tränke! Und laßt ihr den Ochsen in einer Zisterne ertrinken, wenn er an einem
Sabbat hineinfällt? So ihr aber solches schon euren Haustieren tut, warum soll
man dann einem Menschen an einem Sabbat nicht helfen?! Ist ein Mensch nicht
mehr als ein Tier?!“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 223, 2]
Jesus
zu Tempelpriestern: „Ich bin auch ein Herr des Sabbats! Und so sage Ich: Ich habe
keine Freude an dem von euch verunstalteten Sabbat, und Ich tue auch am Sabbat,
was Ich will, so wie Ich auch am Sabbat lasse auf- und untergehen die Sonne,
fließen die Ströme, wehen die Winde und Stürme. Wenn aber das alles in Meiner
Macht steht, warum soll Ich euch fragen, was Ich an einem Sabbat tun soll?!“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 223, 7]
Jesus:
„Dort ist der rechte Tempel Jehovas, wo im Menschen ein Herz ist, das Gott über
alles und seinen Nächsten wie sich selbst liebt.“
[Ev.
Bd. 7, Kap. 2, 17]
Der
Herr: „Ich habe auf der Welt nie Meine Ehre gesucht, sondern Glauben und Liebe
nur. Demnach ist jede eitle Ehrenbezeigung, die aus Mir, dem einigen, ewigen,
lebendig wahren Gott, einen Götzen macht, ein Greuel; denn Ich will im Geiste
und in der Wahrheit, welche ist im lebendigen Herzen des Menschen, nicht aber
in einem Münster angebetet sein! Die rechte Anbetung im Geiste und in der
Wahrheit besteht aber darin, daß Mich die Menschen als ihren Gott und Vater
erkennen, als solchen über alles lieben und die Gebote der Liebe auch gegen
ihre Brüder halten! Das allein ist eine rechte Gottesverehrung!“
[Ed.
Kap. 65, 7]
Im
jenseitigen Kinderreich werden die gereifteren Kinderseelen über die wahre Bedeutung
des dritten Gebotes Mosis belehrt: „Der Sabbat ist der Tag des Geistes im
Menschen, das göttliche Licht im menschlichen Geiste, die aufgehende Sonne des
Lebens in der menschlichen Seele. Das ist der lebendige Tag des Herrn im
Menschen, den er fortwährend mehr erkennen und durch alle seine Handlungen
heiligen soll, die er aus Liebe zu Gott und daraus aus Liebe zu seinem Nächsten
verrichten soll!“
[GS.
Bd. 2, Kap. 76, 15]
Jesus
über religiöse Gedächtnisfeiern: „Alle religiösen Gedächtnisfeste der Menschen
haben vor Mir keinen Wert, außer sie werden täglich im Herzen lebendig
begangen. — Anfangs werden diese Feste wohl in einer Art religiösen Aufschwungs
begangen, später aber werden sie zu einer leeren Zeremonie, bei der man kaum
mehr weiß, warum solche Feiern stattfinden. — Wahre Gedächtnisfeste will Ich
jedoch nicht auflösen, aber sie müssen neben der Alljährlichkeit auch die Alltäglichkeit
im Herzen führen, ansonst sie tot und wirkungslos sind.“
[Ev.
Bd. 2, Kap. 157, 12-14]
Jesus:
„Das wahre, Mir allein wohlgefällige Gebet im Geiste besteht nicht im Bewegen
der Lippen, sondern in der tätigen Ausübung der Liebe. Was nützt es dir, so du
mit viel Gold eines Propheten Grab geschmückt, aber darob die Stimme eines
leidenden Bruders überhört hast?! Meinst du, Ich werde daran ein Wohlgefallen
haben!? Tor! Mit zornigen Augen wirst du von Mir angesehen, darum du eines
Toten wegen die Stimme eines Lebenden überhört hast!“
[Ev.
Bd. 4, Kap. 1, 15]
Jesus
zu einem Psalmsänger: „Singe du nur in deinem Herzen! Dieser Herzensgesang
klingt den Ohren Gottes um vieles angenehmer als ein lautes, sinnloses Getöne,
wobei das Herz ungerührt bleibt. Wenn aber bei Gelegenheit auch äußerlich
gesungen wird, so soll das erst dann geschehen, wenn das Herz vom Gefühl der
Liebe zu Gott derart voll ist, daß es sich durch des Mundes Stimme Luft machen
muß. Dann ist auch der Gesang Gott wohlgefällig. Aber er soll mit einer reinen
Stimme gesungen sein, welche das Gemüt erhebt. Denn eine unreine und nicht
wohlklingende Stimme ist wie ein trübes Sumpfwasser, auf eine lodernde Flamme
gegossen.“
[Ev.
Bd. 4, Kap. 21, 13-15]
Jesus:
„Die Juden haben wohl die Beschneidung, die eine Art Vortaufe ist, aber an sich
vor Mir keinen Wert hat, wenn der Beschnittene nicht auch beschnittenen Herzens
ist. Darunter verstehe ich aber ein rein gefegtes und mit aller Liebe erfülltes
Herz.“
[Ev.
Bd. 4, Kap. 110, 3]
Auf
die Frage des gesetzesgläubigen, besorgten Joseph, was er am Osterfest der
Juden mit seinen heidnischen Gästen (Cyrenius und
Gefolge) beginnen solle, spricht das Jesuskindlein: „Siehe, an der Beschneidung
der Vorhaut liegt nichts, alles aber an der Beschneidung des Herzens! Diese
Römer haben ein edel beschnittenes Herz, darum halte Ich auch nun mit ihnen,
und nicht mit den Juden, das Osterfest!“
[Jug. Kap. 120, 20-25]
Der
Herr: „Meinet ihr denn, Ich wohne in den Mauern, in der Zeremonie, im Gebet
oder in der Verehrung? O nein! — nur wo die Liebe ist, da bin auch Ich!“
[H.
Bd. 1, Kap. 4, 12]
Der
Herr zu Ohlad, dem neuerwählten Priesterkönig von Hanoch, bei der Wiedereröffnung eines Weisheitstempels: „In
diesem Tempel lehre das Volk den wahren, inneren, lebendigen Tempel suchen und
finden, — dann wird dir und jedem, der solcher Lehre ernstlich folgt, die
wahre, innere, lebendige Weisheit aus Mir werden! — Wer aber nur aus
Gewohnheit, um sein Gewissen zu beschwichtigen, in diesen Tempel tritt, der tut
besser, so er draußen bleibt; denn wer sich an diesem Tempel nicht stößt und
nicht zerschellen macht seine Materie, der wird darin kein Leben des Geistes
und dessen Weisheit finden, wohl aber das Gericht seines Geistes: die Materie
und durch diese den Tod!“
[H.
Bd. 3, Kap. 169, 7-8]
Der
Herr über den Kirchenbesuch: „Ich sehe nie auf das Äußere, sondern allezeit auf
das Inwendige des Menschen, und so kann jeder ehrliche Christ in einem Bethause
ganz wohlgemut dem zeremoniellen Gottesdienste obliegen, in seinem Herzen aber
bei Mir sein. Wen aber dieser Gottesdienst ärgert, der bleibe draußen; mit
Gewalt wird ja niemand hineingezogen. Und wäre dies auch der Fall, so wird es
niemand schaden, wenn er hineingeht; denn besser ist es doch immer, sich in
einem Bethause zu befinden und eine Andacht zu verrichten, als an den allgemein
gebotenen Fest und Feiertagen sich auf die Jagd zu begeben oder wucherische
Geschäfte zu machen. Neben den Zeremonien werden ja noch Predigten gehalten,
vor welchen einige Verse des Evangeliums gelesen werden! Will schon jemand eine
Predigt nicht munden, so bleibe er bei den Versen aus dem Evangelium, und er
wird daraus so viel entnehmen können, um das ewige Leben zu erlangen, wenn er
nur den wenigen Versen Folge leistet.“
[Ed.
Kap. 66, 5-7]
Der
Herr: „Der Tempel zu Jerusalem war bei Meinen Leibeslebzeiten völlig ein Götzentempel!
Von einem Hause Gottes war keine Rede mehr; denn Jehova war nicht mehr darin.
Aber Ich, der Jehova, untersagte es niemandem, den Tempel zu besuchen und seine
Gabe zu opfern. Ich selbst ging zu öfteren Malen hinein, lehrte und ließ dort
auch der Ehebrecherin ihre Schuld nach. Auch Meine Schüler erhielten nie ein
Verbot, den Tempel zu besuchen. Warum sollte sich denn heute jemand ärgern, in
ein Bethaus zu gehen?! Denn geht er wahrhaft in Meinem Namen hinein, so gehe
Ich mit ihm und bin bei ihm.“
[Ed.
Kap. 66, 8-9]
Der
Herr: „Ihr sollt keinen Feiertag mit eurer Jahreserinnerungsfeier unter euch
gründen! Sondern es sei euch jeder Tag ein Ruhetag in Meiner Gnade, Liebe und
Erbarmung. Ja, jeder Tag sei euch ein Festtag, da Ich ja an jedem Tage des
Jahres stets gleich euch Meine Gnade, Liebe und Erbarmung erwies!“
[Hi.
Bd. 2, S. 178, 9]
In der
im Lukas-Evangelium erwähnten ‚Schiff spredigt‘
verwirft der Herr aufs schärfte alle äußeren toten Opferwerke, alle leeren
Zeremonien und erkennt als Gott wohlgefällig nur die Liebe zum himmlischen Vater
und das innige Herzensgebet an.
[Hi.
Bd. 2, S. 203, 13-18]
Jesus
zu dem Herbergswirt Ebahl in Genezareth, der den
Tisch, an welchem Jesus gespeist hat, zum Heiligtum erklären und durch ein
jährliches Armenessen verehren lassen will: „Laß du den Tisch Tisch sein und bleibe du, wer du warst! Wenn ein Armer zu
dir kommt, so unterstütze ihn an jeglichem Tage; aber ein jährliches Festessen
nützt weder dem Armen noch dir etwas und Ich habe daran keine Freude. Wer
Meiner gedenken will, der tue das alle Stunden des Tages in seinem Herzen.“
[Ev.
Bd. 2, Kap. 157, 6]
Der
Herr verwirft die Verehrung des sogenannten ‚Heiligen Rockes von Trier‘ und
anderer Reliquien, auch die Errichtung von zu prunkvollen Kirchenbauten.
[Hi.
Bd. 2, S. 290, 1 ff]
Jesus
zu einem Apollopriester, der Ihm einen Tempel erbauen will: „Mein Tempel ist im
Herzen der Menschen, die an Mich glauben, Mich über alles lieben und Meine
Gebote halten! — Siehe, die Erde mit allem, was sie trägt, und das Firmament!
Auch das ist Mein Tempel, den Ich Mir selbst erbaut habe! Darum benötige Ich
keines von Menschenhänden hergestellten Tempels!“
[Ev.
Bd. 10, Kap. 191, 1-2]
Das
Jesuskindlein in Ostrazine zu bekehrten
Heidenpriestern, die Ihm einen Tempel erbauen wollen: „Wollet ihr Mir einen
Tempel erbauen, da erbauet ihn in euren Herzen lebendig! Denn Ich bin lebendig
und will daher lebendige, aber nimmer tote Tempel! So ihr aber schon glaubet,
daß in Mir wohne die Fülle der Gottheit leibhaftig, bin Ich da nicht selbst
genug ein Tempel lebendig vor euch?! Weshalb soll da vor Mir noch ein
Schnitzwerk und ein steinerner Tempel sein? O ihr blinden Toren! Ist denn das
nicht mehr, so ihr Mich liebet, als wenn ihr Mir tausend Tempel aus Steinen
erbauet?!“
[Jug. Kap. 92, 6-11]
Jesus:
„Wollt ihr durchaus ein sogenanntes Gotteshaus bauen, dann erbauet Kranken- und
Versorgungshäuser für eure armen Brüder und Schwestern; dienet ihnen darin mit
allem, was sie benötigen, so werdet ihr auf diese Weise den wahrsten
Gottesdienst verrichten, an dem der Vater im Himmel ein großes Wohlgefallen
hat.“
[Ev.
Bd. 1, Kap. 202, 12]
Paulus
an die Gemeinde zu Laodizea: „Ein Herz voll Liebe ist
der Gott, dem Herrn in Christus, allein wohlgefällige, lebendige Tempel und ist
Ihm lieber als eine Welt voll salomonischer Tempel, die alle tot sind, während
das Herz lebendig ist und kann Gott und alle Brüder lieben! Also erbauet von neuem
diesen Tempel in euch geistlich und opfert allezeit darin dem Herrn lebendig! —
Nicht der Tempel, nicht die Zeremonie, nicht der Priester und nicht der Bischof,
auch nicht der Paulus und seine Jünger, nicht der Jude, nicht der Grieche, noch
der Juden Beschneidung, noch der Tempel Salomos; weder der Sabbat noch der
Neumond, noch das Jubeljahr gelten etwas vor Gott, sondern allein Christus ist
alles in allem!“
[Lao.
Kap. 3, 17-18]
Ein im
Jenseits zum Licht erwachter einfacher Kirchendiener: „Ein Bild ist wohl dazu
gut, daß man dadurch an so manches Würdige der heiligen Religion erinnert wird.
Aber den Bildern eine gewisse Wunderkraft zuzuschreiben, ist heidnisch!“
[Rbl.
Bd. 2, Kap. 229, 2]
Jesus:
„Alle äußerlichen Opfer und Lippengebete sind ein Greuel vor Gott! Gehet und
stärket zuerst die Notleidenden, speiset die Hungrigen, tränket die Durstigen,
bekleidet die Nackten, tröstet die Traurigen und prediget den im Geiste Armen
das Evangelium, dann werdet ihr besser tun um vieles, als so ihr Tag und Nacht
in den Tempeln eure Lippen bewegtet, eure Herzen aber wären kalt und
unempfindlich gegen eure armen Brüder.“
[Ev.
Bd. 3, Kap. 112, 8 und 10]
Jesus:
„Gott hat noch nie eines Menschendienstes bedurft und noch weniger eines
Brandopfers geschlachteter Tiere! Aber das Opfer, das die wahre Nächstenliebe
Gott darbringt in guten Liebeswerken, das sieht Er an mit wohlgefälligen
Augen!“
[Ev.
Bd. 5, Kap. 238, 8]
Jesus:
„Alle großen Tempelopfer samt den Brandopfern sind ein Greuel vor Gott! Er
bedarf nicht des Brandgeruches von geschlachteten Tieren, aber des Liebesbrandes
eurer Herzen bedarf Gott, als Vater von euch, Seinen Kindern!“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 206, 14]
Der
Herr zu Henoch, dem ersten Priester der Urzeit: „Du weißt es doch am besten,
worin das Mir allein wohlgefällige Opfer besteht! Wo Mir zuerst das innere
Opfer eines reumütigen, zerknirschten, liebeerfüllten Herzens dargebracht wird,
da wird ja auch dadurch jedes (äußere) Opfer geheiligt. — Der Vater will kein
Opfer denn allein das des Herzens. Der Vater aber ist auch der ewige,
überheilige, mächtige Gott, dem allein gebührt ein Opfer, wie dem Vater die
reine Liebe. — Solch ein Opfer ist ein Zeugnis des Menschen vor Gott, welches
besagt, daß er Gott erkannt hat, offenbar oder dunkel ahnend im Herzen.“
[H.
Bd. 1, Kap. 170, 4-6]
Der
hohe Abedam über die Teilnahme der Kinder der Höhe am
Sabbatopfer: „Es soll niemandem zu einer Lebenspflicht gemacht werden, zum
Opfer zu erscheinen; denn das Opfer wird niemanden heiligen, sondern allein die
Liebe zum Vater! — Wen die Liebe zum Vater herzuführt, durch den wird das Opfer
geheiligt, und er wird dadurch erbaut im Geiste. Wen aber nicht die Liebe,
sondern ein nötigender Zuchtmeister hertreiben wird, durch den wird das Opfer
entheiligt, und er wird vertrocknen im Herzen.“
[H.
Bd. 1, Kap. 170, 16-17]
Jesus:
„Wer Mich liebend im Stillen ehrt und preist und dabei in aller Demut seine Geringheit
und Mein Alles erkennt, der ehrt Mich im Geiste und in der Wahrheit, und Ich
habe ein großes Wohlgefallen an ihm. Wer Mich aber mit großem Weltgepränge, mit
allerlei nichtiger Zeremonie, mit langen Gebeten und Gesängen ehrt und preist
und dabei glaubt, daß Mir dies wohlgefalle, der ist in einer großen Irre!“
[Ev.
Bd. 8, Kap. 95, 5]
Jesus
zu lichtsuchenden Heidenpriestern, die Ihm im Tempel des Zeus ein Opfer darbringen
wollen: „Das rechte, Mir wohlgefällige Opfer bestehe für alle Zukunft einzig
und allein darin, daß ihr Menschen an Mich glaubet, Gott über alles in Mir
liebet und eure Mitmenschen wie euch selbst durch Haltung Meiner Gebote! — Ihr
sollet Mir keine Tempel von Holz, Steinen, Gold und Silber erbauen und Mich
darin ehren durch allerlei eitle, nichtige Zeremonie, an der Ich kein Wohlgefallen
habe; der rechte Tempel, in dem ihr Mich ehren sollet, sei euer Mich liebendes
Herz! Wer Mir im Herzen durch die Werke der Liebe zu Mir und zu seinem Nächsten
opfern wird, dessen Opfer hat vor Mir allein einen Wert, und Ich werde ihn
belohnen mit dem ewigen, seligsten Leben in Meinen Himmeln!“
[Ev.
Bd. 10, Kap. 102, 15-16]
Der
Herr zu einem zeremoniell Gebundenen: „Nur auf das Herz ist Mein Auge
gerichtet! Alles andere hat vor Mir keinen Wert; denn Ich bin die Liebe selbst
und will daher nichts als nur die Liebe!“
[H.
Bd. 2, Kap. 254, 21]
Am
achten Tage nach seiner Geburt wurde das Kindlein beschnitten im Tempel und erhielt
dabei den Namen ‚Jesus‘. Maria opferte, wie es das Gesetz gebot, zwei Turteltauben
und unterzog sich der Reinigung.
[Jug. Kap. 24, 1-6]
Über
den Wert des Meßopfers sagt Jesus: „Ich habe nur einmal, und das für alle Menschen,
Mich dem geopfert, der in Mir ein heiliger Vater von Ewigkeit ist. Von diesem
einzigen Opfer an gibt es für ewig kein zweites, diesem ähnliches mehr!“
[Rbl.
Bd. 2, Kap. 226, 3]
Jesus
über das Meßopfer: „Ich sehe allezeit nur auf das Herz und nie auf die Form.
Und durch ein gerechtes, liebevolles Herz wird jede äußere Form gerecht und gut
vor Mir. — Durch ein Meßopfer wird nichts zuwege gebracht, aber durch das edle
Herz dessen, der es verrichtet, sehr vieles! Denn da wird es von Mir wahrhaft
gesegnet, nicht etwa als ein Opfer, sondern als Erinnerung an Mein Erdenleben.“
[Rbl.
Bd. 2, Kap. 1, 2 und 3]
Jesus
zum Weib am Jakobsbrunnen: „Einen Verlorenen zu finden, ist mehr wert als 99
Gerechte (vor dem Gesetz), die nach ihrer Meinung der Buße nicht bedürfen, weil
sie an jedem Sabbat auf Garizim Gott zu dienen
wähnen. Am Vorsabbat aber nehmen sie alle Schöpfgefäße vom Brunnen weg, auf daß
sich am Sabbat ja niemand einen Trunk Wassers schöpfe und dadurch den Sabbat
entheilige. Oh, der großen, blinden Torheit solcher Gerechten!“
[Ev.
Bd. 1, Kap. 29, 4]
Jesus:
„Der Mensch soll auch am Sabbat essen, wenn es ihn hungert, und nicht erst nach
dem Untergang der Sonne. Denn was hat die Sonne mit dem Sabbat zu tun und was
der Juden Sabbat mit der Sonne?“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 5, 13]
Jesus
verläßt am Sabbat eine streng nach altjüdischem Brauch geführte Herberge, um im
gastlichen Bethanien auch an solchem Tag ein gutes Mittagsmahl zu finden. Dem
Herbergswirt wirft er vor: „Du bist Mir zuviel Jude und hältst auf alles Äußere
große Stücke, — aber das Innere, Wahre und Lebendige ist dir fremd!“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 148, 6-10]
Jesus
begründet die strengen Sabbat- und Speisegebote des Moses mit der durch die
Entartung des Volkes Israel in Ägypten notwendig gewordenen Läuterung ihrer
Seelen von Trägheit und Sinnenlust.
[Ev.
Bd. 9, Kap. 109, 14-18]
Jesus:
„Ich nehme nicht Ehre von den Menschen, da sie Mir ohnehin ewig nie eine größere
geben können, als die in Mir wohnt.“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 4, 3]
Jesus
zu dem Nubierführer Oubratouvishar:
„Hinweg mit deiner übertriebenen Ehrfurcht vor Mir! Liebe Mich als deinen
Schöpfer, Vater, Meister und Herrn aus allen deinen Lebenskräften und liebe
auch deine Brüder wie dich selbst, so tust du genug! Und wenn du Mich anredest,
da heiße Mich ganz einfach ‚Herr und Meister‘!“
[Ev.
Bd. 4, Kap. 188, 9]
Maria,
die Leibesmutter Jesu, zu biederen Bekehrten, die sie als die glücklichste
aller Mütter preisen: „Liebe Freunde, preiset allein den Herrn und tuet nach
Seinem Willen! Ich bin wohl die Mutter Seines Leibes nach Seinem ewigen
Ratschluß, aber Er ist der Herr von Ewigkeit, und nur Ihm gehört denn auch alle
Ehre, alles Lob und aller Preis in Ewigkeit! Ich für mich aber bin nur Seine
Magd und lasse über mir allzeit Seinen Willen walten. Seid darum ruhig und
preiset nur den Herrn!“
[Ev.
Bd. 9, Kap. 195, 26-27]
Jesus
zu bekehrten herodianischen Kriegsleuten, die vor Ihm
auf die Knie fallen: „Freunde, erhebet euch nur schnell vom Boden; denn Ich bin
kein Götze und verlange keine äußere, gebärdliche
Verehrung! Ich habe in eure Herzen geschaut und sie als Mir wohlgefällig
befunden, und eines Weiteren bedarf Ich nicht.“
[Ev.
Bd. 9, Kap. 213, 9-10]
Jesus
zu bekehrten Indojuden, die sich davor scheuen, an
Seiner Seite Platz zu nehmen: „Bin Ich im Geiste denn nicht überall zugegen?
Wohin wollet ihr euch verstecken, auf daß euch nicht fände das Licht Meiner
Augen?! So seid nun heitern und frohen Mutes darum, daß Ich Mich von euch habe
finden lassen; denn jetzt bin auch Ich, ein Mensch von Fleisch und Blut, wie
ein Freund und Bruder unter euch.“
[Ev.
Bd. 9, Kap. 107, 13]
Jesus
zu übermäßig ehrfurchtsvollen, nach der Ihm gebührenden Anrede fragenden Bittstellern:
„Herr und Meister bin Ich, und so redet Mich auch an; eines Weiteren bedarf es
nicht! Mit dem Ausdruck ‚Heiligster‘ aber kommet Mir nicht mehr! Denn Ich bin
hier gleich euch ein Mensch und sage euch, daß niemand heilig ist als der Geist
Gottes. Wohl wohnt dieser in Mir, doch der geht euch vorderhand nichts an. Wenn
ihr aber selbst in diesem Geiste wiedergeboren seid, dann erst wird er euch
auch angehen, und ihr werdet seine Heiligkeit verstehen.“
[Ev.
Bd. 8, Kap. 205, 7-8]
Jesus
zu reichen, vor Ihm auf den Angesichtern liegenden Bittstellern: „Erhebet euch
als freie und vernünftig denkende Menschen und lasset beiseite eure
übertriebene Ehrfurcht; denn Ich bin nicht zu euch gekommen, um Mich einem
Götzen gleich anbeten und verehren zu lassen, sondern um euch Gott, den ihr
vergessen habt, und Seinen Willen von neuem kennen zu lehren und auf Erden zu
errichten das Reich Gottes, das wahre Reich des ewigen Lebens, und zu zerstören
die alten Fesseln und Kerker der Sünde, des Teufels, des Gerichtes und des
Todes der Seelen. Und da will Ich, daß die Menschen vor Mir nicht in eitler
Ehrfurcht den Würmern gleich kriechen, sondern sich als werdende Kinder Gottes
frei, offen und aufrecht um Mich als wahre Freunde und Brüder sammeln, Mich
hören und auch mit Mir reden.“
[Ev.
Bd. 8, Kap. 205, 3]
Jesus
läßt zwei blinde Bettler, die Ihm mit dem lauten Rufe: ‚Jesus, du Sohn Davids,
erbarme Dich unser!‘ nachlaufen, unbeachtet, um ihnen zu zeigen, daß Er gar
nichts auf derlei weltliche Ehrentitel und Schmeicheleien halte.
[Ev.
Bd. 1, Kap. 130, 1-2]
Lazarus
von Bethanien zu dem vornehmen Römer Agrikola, der
dem von ihm gesuchten Wundermann Jesus mit irdischen Schätzen seine Achtung
bezeigen will: „Mit Gold, Silber und Edelsteinen kommet Ihm ja nicht; denn so
Er das wollte, könnte Er Berge in Gold verwandeln! Bei Ihm gilt nur ein reines,
gutes Herz. Wer Ihm mit diesem größten Schatz entgegenkommt, der ist Sein
Freund, und dem tut Er auch alles, was ihm frommt.“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 183, 12]
Jesus
zu Seiner Mutter Maria, welche den Ihm zu Ehren bereiteten königlichen Tafelschmuck
im Hause des Kisjona bewundert: „Ich habe nur eine
große Freude an dem Herzen des Kisjona, das rein, gut
und edel ist, — aber der Glanz des Goldes, des Silbers und der Edelsteine hat
keinen Wert vor Mir. Weil es aber dem Freunde eine Freude macht, Mich so zu
ehren, so soll ihm seine Freude auch nicht genommen werden.“
[Ev.
Bd. 9, Kap. 116,8]
Maria
Magdalena auf des Römers Agrikola Aufforderung, einen
Becher Wein „in Gegenwart des Arztes“ Jesus zu dessen Ehre zu leeren: „Wenn ich
wüßte, daß ich Ihm (dem Herrn) dadurch eine rechte Ehre erweise, so ich den
Wein trinke, so möchte ich alle Weinschläuche Palästinas leeren und dann für
Ihn sterben. Aber ich weiß, daß ich durch das Trinken des Weines Seine Ehre
nicht im geringsten erhöhe. Da er von allen Mächten des Himmels und der Erde im
höchsten Grade geehrt wird, so ist daneben meine Ehre soviel wie nichts. Und so
trinke ich den Wein um der Ehre willen nicht, wohl aber aus Liebe zu Ihm und
auch zu euch, ihr lieben Männer aus Rom! Und so gelte denn dieser Becher voll
Wein soviel wie Mein Herz Ihm allein und meine Achtung euch allen!“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 186, 9]
Auf
die Anrede eines jüdischen Synagogenobersten ‚Du wahrhaft großer und guter Meister‘
erwidert Jesus: „Da du Mich nur für deinesgleichen hältst, wie magst du Mich ‚guter
Meister‘ nennen? Niemand ist gut als Gott allein!“
[Ev.
Bd. 8, Kap. 166, 1-2]
Jesus,
der Herr, in einem Schreiben an den Fürsten Abgarus Ukkama
in Edessa: „Wer ein Bild von Mir in deiner Absicht
will, dem sei es keine Sünde! Denn da erduldet die Liebe ja alles. — Aber wehe
denen, die Mich zu einem Götzen gestalten werden! — Halte daher dieses Bild
geheim!“
[Bw.
3, Abs. 8]
Der
Herr: „Was den Wunsch des Malers W. betrifft, den dieser schon lange mehr im Kopfe
als in der Brust hat, so sage Ich, daß Mir gar kein Bild, weder aus Farbe noch
aus Holz, aus Metall oder Stein angenehm ist. Denn sehet, dies alles ist nichts
als Materie und somit tot. — Trachtet vielmehr nach dem lebendigen Bilde Meiner
Liebe und Gnade in euren Herzen!“
[Hi.
Bd. 1, S. 27, 1-3]
Der
Herr: „Wer aus Liebe zu Mir das Kreuz, die Nägel und die Krone liebt, der wird
gekreuzigt gleich Mir. Wer Mich aber so liebt: des Kreuzes, der Nägel und der
Krone wegen, — der liebt Meine Haut, da sie ist voll Blutstropfen, Schläge und
Wundmale! — Wer Mich aber recht lieben will, der halte Meine Gebote und liebe
Mich aus Meiner Liebe, die Ich jedem — ohne Kreuz, Nägel und Krone — ganz rein
gebe!“
[Ei.
Bd. 1, S. 12, 2-3]
Jesus
berichtet: „Als die Mutter Maria den großen, durch die Wundermacht Meines Wortes
geschaffenen Vorrat in ihrer Speisekammer erschaut, da wird es ihr völlig
bange, sie eilt schnell zu Mir, fällt vor Mir auf die Knie und dankt für eine
so reiche Versorgung. Ich aber beuge Mich schnell zur Erde, hebe die Mutter
empor und sage zu ihr: ‚Was tust du Mir, was allein dem Vater gebührt?! Stehe
auf!‘ — Maria aber weint vor Freude und geht schnell hinaus, uns ein gutes Mahl
zu bereiten.
Die
Jünger treten nun zu Mir und sagen: „Siehe, welch ein liebes Weib und welch
eine zärtliche Mutter! Sie ist nun schon 45 Jahre alt und sieht aus, als hätte
sie kaum das zwanzigste Jahr zurückgelegt. Und wie hoch schwellt die reinste,
zärtlichste Mutterliebe ihre Brust! Wahrlich, ein Weib der Weiber der ganzen
Erde!“ Sage Ich: „Ja, ja, sie ist die Erste, und es wird nimmermehr eine sein
wie sie. Aber es wird auch so kommen, daß man ihr mehr Tempel als Mir erbaut
und sie ehren wird mehr als Mich, und man wird des Glaubens sein, nur durch sie
selig werden zu können! Darum will Ich denn nun auch, daß man sie nicht zu sehr
erhebe, da sie wohl weiß, daß sie Meines Leibes Mutter ist, und auch weiß, wer
hinter diesem Leibe steht! — Deshalb seid mit ihr wohl überaus gut und artig, aber
hütet euch davor, ihr eine göttliche Verehrung zukommen zu lassen!“
[Ev.
Bd. 1, Kap. 108, 7-12]
Auf
den Hilferuf vieler Lahmen, Krüppel und Bresthaften: ‚O du herrliche Mutter,
die du halfst den Blinden, wir bitten dich, befreie auch uns von unserer großen
Qual!‘ erwidert Maria, die Mutter Jesu: „Was rufet ihr zu mir? Ich kann euch
keine Hilfe leisten; denn ich bin gleich euch nur eine schwache, sterbliche
Magd meines Herrn! Aber Der (Jesus), den ich auf meinen Armen trage, kann euch
wohl helfen; denn in Ihm wohnt die Fülle der ewigen Allkraft!“
[Jug. Kap. 147, 2-4]
An
ihrer Zufluchtstätte bei Kisjonah erteilte Jesu
Mutter Maria bedürftigen Kindern Unterricht in allerlei nützlichen Dingen und
Handfertigkeiten; sie heilte auch viele Kranke durch Handauflegung und Gebete.
So war sie ein Segen für die ganze Gegend und dem reichen Grundbesitzer Kisjonah ein wahres Kleinod.
[Ev.
Bd. 6, Kap. 36, 3]
Maria,
die Mutter Jesu, von gläubigen Samaritern begrüßt mit salbungsvoller Rede, erwidert
den Ehrfürchtigen: „Ich bin nur eine erwählte Magd des Herrn; und daß ich das
ward, was ich bin, war Sein Wille! Darum preiset nicht mich, sondern gebet
allzeit Gott allein die Ehre!“
[Ev.
Bd. 9, Kap. 130, 7-8]
Eine
gläubige Herbergswirtin bittet den Herrn, Maria, ‚die würdigste der Mütter‘ in
ihr Haus führen zu dürfen. Jesus gibt ihr den freundlichen Bescheid: „Liebes
Weib, auch die Mutter hat ihren freien Willen, und Ich kann zu ihr nicht sagen:
‚Tue das, oder tue jenes!‘ Wenn sie will, kann sie dir schon die Freude machen;
denn was sie tut, ist stets wohlgetan, und Ich habe daran die größte Freude.“
[Ev.
Bd. 9, Kap. 135, 15-17]
Maria
auf die rühmende Weissagung des Hohenpriesters: „Würdiger Diener des Herrn,
lobe mich nicht zu sehr und erhebe mich nicht über die andern; denn diese
Arbeit (Weben am Tempelvorhang) ist ja nicht mein Verdienst, sondern allein des
Herrn, der da meine Hand leitete. Darum sei Ihm allein alles Lob, aller Ruhm,
alle meine Liebe und alle Anbetung!“
[Jug. Kap. 5, 8-10]
Angesichts
lobsingender Engelscharen vor der Höhle zu Bethlehem sagt Joseph zu Maria:
„Höre, du reinste Jungfrau des Herrn! Die Frucht deines Leibes ist wahrhaftig
eine Zeugung des Heiligen Geistes Gottes; denn alle Himmel bezeugen es nun!“
[Jug. Kap. 18, 19-22]
Demütiges
Bekenntnis der jungen Maria auf das hohe Lob der Elisabeth: „Das gerechte Leben
ist nicht unser, sondern des Herrn, und ist eine Gnade! Wer da aus sich zu leben
glaubt, der lebt vor Gott sicher am wenigsten gerecht; wer aber stets seine
Schuld vor Gott bekennt, der ist es, der da gerecht lebt vor Gott. — Mein Leben
ist eine pure Gnade des Herrn; daher kann ich auch nichts anderes tun, als Ihn
allezeit lieben, loben und preisen aus allen meinen Kräften!“
[Jug. Kap. 6, 28-30]
Die
Prophetin Hanna im Tempel zu Jerusalem zu Maria, der Mutter Jesu: „Glücklich
und gebenedeit bist du, o Jungfrau, da du die Mutter meines Herrn bist! — Laß
es dich aber ja nicht gelüsten, dich darum preisen zu lassen; denn nur das, was
da trinkt an deiner Brust, ist allein würdig, von uns allen gepriesen und
angebetet zu werden!“
[Jug. Kap. 25, 7-8]
Maria
tröstet die von dem römischen Statthalter aus hoher Stellung entlassene
Griechin Eudokia: „Siehe, auch ich bin eines Königs
Tochter, aber die königliche Herrlichkeit ist lange vergangen, und nun bin ich
eine Magd des Herrn, und das ist eine größere Herrlichkeit als alles Königtum
der Welt!“
[Jug. Kap. 105, 19-20]
Liebliche
und demütige Zwiesprache der Erzengel Zuriel und
Gabriel mit Maria, der Mutter Jesu, bei einem Festmahl in Ostrazine.
[Jug. Kap. 114, 1-14]
Der
Herr: „Ihr habt es nicht nötig, euch an jemand andern als unmittelbar an Mich
in allen euren Anliegen und Nöten zu wenden! Sehet, der Gruß an Maria kam
(dereinst bei der Verkündigung Meiner Geburt) aus der höchsten Höhe der
Heiligkeit Gottes in aller Fülle der Macht und Kraft Seines Geistes, damit euch
allein die Liebe im Vater (Jesus) ein wahrer Bruder werde. — Nun, so fraget
euch, was ihr jetzt noch mit diesem Gruße wollt?! — Maria bedarf dessen nicht
und dürstet auch nicht danach. Und sie weiß es am besten, daß Mein Ohr schärfer
ist als das ihrige und Mein Auge heller als das ihrige! Wahrlich, es bereiteten
ihr eure Unwissenheit und euer Irrtum nur Trauer, wenn Ich nicht aus Meiner
übergroßen Liebe zu euch zuvorkommend auf Mich nähme, was an sie oder an andere
Selige von euch gerichtet wird!“
[Hi.
Bd. 1, S. 14, 2-4]
Jesus
zu Lazarus, der sich darüber ereifert, daß aus den Wolken kein strafender Blitz
unter die Templer fährt: „Mein lieber Bruder, ereifere dich nicht so sehr!
Sieh, Ich werde nun sieben Tage im Tempel lehren. Wer sich da wird bekehren
wollen, für den wird es gut sein; wer aber verharren wird in seiner Blindheit
und Bosheit, der wird umkommen am Tage des Gerichtes, das über Jerusalem
losbrechen und alle Kreatur zugrunderichten wird!“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 173, 6]
Der
Ehemann der von Jesus aus der Gewalt der Templer befreiten jungen Ehebrecherin
berichtet den Begleitern seines heimgekehrten Weibes, daß nur größte Not sie
beide in die Fallgrube der Pharisäer getrieben habe.
[Ev.
Bd. 6, Kap. 201, 1-4]
Große
Beratung der Tempelpriester und Pharisäer über die beste Art, Jesus, dem das
Volk begeistert anhängt, als „Volksbetrüger“ zu entlarven und unschädlich zu
machen.
[Ev.
Bd. 7, Kap. 191, 1-10]
Jesus
erwähnt, daß der Hohepriester Zacharias von den Pharisäern des Tempels, weil er
die großen Mißbräuche und Betrügereien der herrschsüchtigen Pharisäer und ihrer
Anhänger rügte und abschaffen wollte, zwischen dem Altar und dem Allerheiligsten
erwürgt wurde.
[Ev.
Bd. 9, Kap. 78, 6]
Mutige
Mahnung und Bußpredigt des Tempelältesten Nikodemus vor dem großen Tempelrat
anläßlich der schreckenerregenden Erscheinung von 12 Feuersäulen über Jerusalem.
[Ev.
Bd. 7, Kap. 45, 14-18]
Des
Jesusknaben scharfe Anklagerede gegen die Priesterschaft des Tempels, welche ihren
Stand, Gott, das Volk und den Tempel nur als eine recht fette Melkkuh betrachtet,
die zu melken sie allein von Gott aus das Recht habe; diese Gerichtsrede
gipfelt in der schwersten Anklage: „Ja, dieses Gotteshaus ist zu einer wahren
Raubmörderhöhle geworden; es gibt keinen Greuel, der in diesem Tempel nicht
wäre zu öfteren Malen verübt worden!“
[Dr.
T. Kap. 25, 6-14, Kap. 28, 3-7]
Jesus
zieht mit Seinen Jüngern zum Osterfest und Tempelbesuch nach Jerusalem.
[Ev.
Bd. 1, Kap. 12, 6]
Die
geistige Bedeutung der Tempelreinigung, vom Herrn erläutert.
[Ev.
Bd. 1, Kap. 16, 1 ff]
Jesus
verwirft bei der Besprechung des Textes Jes. 1, 16-24 den Sündenbockglauben der
Tempelpriester, die alljährliche Schlachtung des mit den Sünden von ganz Israel
belegten Bockes und andere leere Zeremonien.
[Ev.
Bd. 2, Kap. 17]
Schwere
Anklage Jesu wider die jüdischen Tempelpriester und Pharisäer, die ihre eitlen
Menschensatzungen über die wahren Gebote Gottes stellen und das Volk damit betrügen.
(Ev. Matth. Kap. 15, Vers 1-9)
[Ev.
Bd. 2, Kap. 123, 1-9]
Die
alte Bundeslade im Tempel zu Jerusalem hat seit dem grausamen Tode des Oberpriesters
Zacharias ihre wunderbare Kraft verloren.
[Ev.
Bd. 6, Kap. 16, 8]
Jesus
zu forschenden Pharisäern: „Wer war Melchisedek, der alleinige höchste
Priester, der König von Salem? Wo sind seine Lehren und seine allen Menschen
gegebenen weisesten, liebevollsten Gesetze?! — Seht, eure Väter haben sie
vernichtet! — — — Moses hat in seinem sechsten und siebenten Buche alles
Verlorene wiedergebracht, und ihr habt es vor dem Volke wieder versteckt und
ihm dafür eure eigennützigen Satzungen gegeben!“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 221, 4-5]
Der
Wirt im Tal, ein Nachbar des Lazarus von Bethanien, erzählt, wie das Volk im
Tempel zu Jerusalem den Templern nach einer scharfen Gerichtsrede des Herrn
ihre Untaten und Greuel, sowie auch ihr habgieriges Verhalten gegen den
wohlhabenden Gottesfreund Lazarus zornentbrannt vorwarf. Der Erzähler schildert
danach das Rasen des Volkes gegen einen Oberpriester, der die Anhänger Jesu mit
dem Fluche des Tempels bedrohte.
[Ev.
Bd. 7, Kap. 79, 1-6, 7-20]
Jesus
in einer großen Tempelrede zu verstockten Pharisäern und Erzjuden: „Weil Ich es
wohl weiß, wie ihr alle gänzlich vom Worte Gottes abgewichen seid, darum bin
Ich selbst, der Ich im Geiste derselbe bin, der auf Sinai dem Moses die Gesetze
gab, nun im Fleische eines Menschen in diese Welt gekommen, um euch alle durch
Lehre und Taten aus eurem Gericht und Tod zu erlösen, weil ihr trotz aller
Urväter, trotz Mose und aller Propheten in die harte Gefangenschaft der Sünde
und des Todes geraten seid. — So Ich euch nun selbst lehre, weil alle Meine
früheren Boten nichts ausgerichtet haben, bin Ich darum ein Wahnsinniger?! O du
Schlangenbrut, du Otterngezüchte, wie lange werde ich dich noch in deinem
Gerichte und in deinem Tode ertragen müssen?!“
[Ev.
Bd. 7, Kap. 190, 7-8]
Vernichtende
Gerichtsrede Jesu gegen die ruchlose Tempelbrut Seiner Zeit mit dem Schlußwort:
„Wie lange soll Ich mit euch noch Geduld haben?! Mir ist alle Gewalt und Macht
gegeben im Himmel und auf Erden! Mein Wille kann euch verderben und in das
Feuer Meines Zornes werfen; ihr aber könnet Mir nichts tun! — Erst wenn Ich es
eurer großen Bosheit wegen zulassen werde, daß ihr eure schnöden Hände an Mich
legt — dann ist aber auch der Tag eures Gerichtes und eures Unterganges
gekommen!“
[Ev.
Bd. 7, Kap. 193, 22-32]
Jesus
zu bekehrten Schriftgelehrten: „Der Tempel ist schon lange kein Gotteshaus
mehr. Er ist zu einer Räuberhöhle und Mördergrube geworden! Ihr Pharisäer,
Hohenpriester und Schriftgelehrten habt ihn dazu umgestaltet, darum kann auch
für keinen Menschen aus dem Tempel mehr ein Heil zum ewigen Leben seiner Seele
erwachsen!“
[Ev.
Bd. 8, Kap. 85, 19]
Glaubensprüfung
der jüdischen Kinder im Alter von 12 Jahren im Tempel zu Jerusalem.
[Dr.
T. Kap. 1, 1-10]
In der
im Kirchengebrauch verschollenen, im Lukas Evangelium erwähnten (Kap. 5) sogenannten
‚Schiffspredigt‘ erhebt der Herr schwere Anklage gegen die sündhafte, hab- und
herrschsüchtige, ehebrecherische Priesterschaft im Tempel zu Jerusalem.
[Hi.
Bd. 2, S. 206, 44-51; 60-64]
Rat
des Herrn an Seine Jünger: „Wahrlich, auf dem Stuhle Mosis sitzen die Hohenpriester,
Schriftgelehrten und Pharisäer. Was sie euch lehren aus der Schrift, das haltet
und befolget! Aber ihren Taten folget nicht und ihren eigenen Satzungen auch
nicht! Denn diese sind nicht von Gott, sondern eitles Menschenwerk gegen den
Willen Gottes.“
[Hi.
Bd. 2, S. 375, 4]
Jesus
verheißt der Stadt Rom als wichtigstem Hort Seiner Lehre ein langes Bestehen
trotz mancher Verirrungen und fährt fort: „In späten Zeiten wird der Geist
Meiner Lehre auch dort sehr schwinden, und die Menschen werden an der äußeren Rinde
kauen und sie für das geistige Brot des Lebens halten; aber da werde Ich schon
durch die rechten Mittel sie auf den Weg des Lebens zurückführen. Und hätte
diese Stadt noch soviel Hurerei und Ehebruch getrieben, so werde Ich sie wieder
reinigen zur rechten Zeit! Im übrigen aber wird sie stets eine Verkünderin der
Liebe, Demut und Geduld verbleiben; die Großen der Erde werden sich oft um sie
scharen und aus ihrem Munde die Worte ihres Heils vernehmen wollen.“
[Ev.
Bd. 5, Kap. 9, 6-7]
Der
Herr: „Es ist wohl wahr, daß es in der katholischen Kirche viele Mißbräuche
gibt, aber es gibt darin auch wieder manches Gute; denn es wird dort von Liebe
und Demut gepredigt. Und wenn jemand nur das befolgt, so wird er nicht verloren
sein.“
[Ed.
Kap. 73, 5]
Der
Herr: „Ist es wohl löblich, wenn Kinder ihre kranke Mutter verlassen und der
Leidenden den Tod wünschen ihrer vielen Gebrechen halber? — Die römische Kirche
ist zwar eine Hure, aber ihr seid doch in ihr geboren und habt die erste
Kindermilch aus ihrer Brust gesogen. Sie lehrte euch zuerst Meinen Namen
nennen, nährte euch wie eine zärtliche Mutter und untersagte euch nur das
Naschen solcher Speisen, die euch den Magen verdorben hätten. Sie weckte
dadurch in euch den Appetit zu kräftigeren Speisen der Seele und des Geistes,
welche nach Meinem Willen euch nie vorenthalten wurden, so daß ihr nach Herzenslust
habt schwelgen können. Und noch heutzutage schwelget ihr — in ihrem Schoße! —
Wie kommt es denn nun, daß ihr wie Jakobus und Johannes ruft: ‚Herr, lasse
Blitze und Schwefel regnen auf ihr krankes Haupt!‘? — Hört, da schaut noch
wenig wahre Liebe heraus! Meinet denn ihr, Vernichtung sei der Weg zur
Besserung!? O nein, da irrt ihr euch! — Sehet, die Römerin, sie gleicht dem
ehebrecherischen Weibe, welches hätte gesteinigt werden sollen. Ich aber sage
auch hier: Wer ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein auf sie!“
[Hi.
Bd. 1, S. 97, 6-8]
Der
Herr: „Die römische Kirche ist gleich der großen Hure und hernach Büßerin Magdalena,
die da Meine Füße salbte. Diese Kirche hat Mir schon sehr viele gute Kinder erzogen
und dadurch Meine Füße gesalbt. Daher will Ich ihr helfen und sie ansehen,
damit sie Buße tue; denn sie hat viel gesündigt, aber auch viel geliebt.“
[Hi.
Bd. 1, S. 98, 8 und 10]
Jesus:
„Es werden zwar die Weltmenschen mit der Zeit aus Meiner Lehre dasselbe machen,
was die Heiden aus der Urlehre gemacht haben, die Adam und seine ersten Nachkommen
erhielten; aber neben solcher Abgötterei werden stets noch Menschen da sein,
die Meine Lehre rein erhalten und besitzen werden, wie sie nun aus Meinem Munde
kommt.“
[Ev.
Bd. 2, Kap. 107, 3]
Der
Erzengel Raphael: „Glaube ja nicht, daß das höchste Licht aus den Himmeln je
alle Menschen der Erde durchdringen wird. Nur die wahren Kinder Gottes, in
geringer Anzahl allezeit, werden damit rein und reichlichst
versehen. Die Weltkinder aber werden aus ihrem Unverstand Tempel und Götzenhäuser
erbauen und sie mit ehernen Gesetzen und blinden Regeln umzäunen, jedoch den
wahren Kindern dadurch nie etwas anhaben können, wofür der Herr allezeit sorgen
wird.“
[Ev.
Bd. 5, Kap. 5, 3]
Der
Herr: „Sage deinen Freunden, daß sie sich ja nicht an der Kirche stoßen sollen;
denn jede Speise, die Ich empfehle, reinige Ich für den, der sie im Geiste und
in der Wahrheit genießen will, und dann soll er sie genießen ohne Sorge.“
[H.
Bd. 1, Kap. 3, 14]
Der
Herr: „Es hat zwar jeder Mensch einen lebendigen Tempel der Weisheit in sich.
Wenn er Mir darin das Lob der Weisheit gegeben hat, so kann er des äußeren
Tempels wohl entbehren. Aber dessen ungeachtet habe Ich auch einen äußeren,
sichtbaren Tempel errichtet zum Gedächtnis an den inneren, lebendigen, auf daß
jeder Mensch, der in diesen Tempel eintritt, sich erinnere, daß Ich allein der
Herr bin! Wären die Menschen der Erde gleich Meinen wahren Kindern, da
bedürften sie keiner sichtbaren Tempel. Aber sie sind so grob wie die äußere
Materie, aus welcher die Tempel angefertigt sind, daher müssen sie auch ein
grobsinnliches Zeichen haben und sich stoßen an der äußeren, harten Materie und
daran zerschellen, damit dann ihr Inneres frei werde und sie aus diesem groben,
äußeren toten Tempel in den inneren, lebendigen eingehen können, wenn sie dies
ernstlich wollen!“
[H.
Bd. 3, Kap. 169, 4-6]
Der
Herr: „Der Knecht kann raten, Ich aber kann es tun; der Diener kann belehren, allein
die Erlösung ist nur Mein Werk! Der Knecht kann beten, aber nur Ich kann
segnen. Mein Diener muß richten gerecht; aber das Recht der Gnade hat nur der
Herr. Daher sollen sie über den Dienern und Knechten des Herrn nicht
vergessen!“
[H.
Bd. 1, Kap. 2, 6]
Der
Evangelist Markus zeigt in seiner Sphäre eine Gruppe von jenseitigen Inselbewohnern
und sagt: „Das sind gläubige Christen, welche in dem alleinigen Glauben die
Rechtfertigung suchten und die Liebe nicht anerkennen wollten, als tauge sie
nichts fürs ewige Leben, sondern allein der Glaube. Und solche Begründung hält
sie hier (in einer etwas kargen Gegend) fest.“
[GS.
Bd. 1, Kap. 21, 14-19]
Der
Evangelist Markus zeigt in seiner Sphäre den ‚Probehimmel‘ derjenigen römischen
Katholiken, die in ihrem Glauben liebtätig und gewissenstreu lebten und nun im
Geisterreich zunächst alles ihren Glaubensvorstellungen gemäß vorfinden.
[GS.
Bd. 1, Kap. 47]
Der
Evangelist Markus zu einem Mönch in der geistigen Welt: „Daß ein Paulus in Rom
gelehrt hat und gepredigt das Evangelium des Herrn, solches ist allbekannt;
aber daß Petrus in Rom das Papsttum gegründet habe, davon finde ich in der
ganzen Heiligen Schrift nicht eine Silbe!“
[GS.
Bd. 1, Kap. 67, 11]
Ein
aufschlußreiches theologisches Streitgespräch des Evangelisten Markus mit einem
römisch-katholischen Mönch im Jenseits über verschiedene dogmatische Irrtümer
seiner Kirche!
[GS.
Bd. 1, Kap. 68, 1-27]
Ein im
Jenseits zum Licht gelangter früherer Prior: „Wir haben in unserem Erdenleben
den wahren Christus verloren, der noch am Kreuze blutend und sterbend Seine
größten Feinde segnete und sie mit ihrer Unwissenheit entschuldigte. Ja, den
Christus haben wir verloren, der den Missetäter, welcher sich zu Ihm gewendet
hatte, mit dem offensten Herzen aufnahm und sogar jenen nicht verdammte, der
Ihn am Kreuze schmähte. Wir haben uns statt dieses wahren Christus einen
Tyrannen-Christus gebildet, der fortwährend Rache brütet bis zu dem von uns
bestimmten irrwahnigen Vergeltungstage, während wir
doch gar leicht hätten bedenken können, daß der Herr, wenn Er an Seinen armseligen
Geschöpfen hätte Rache nehmen wollen, nicht einer so langen, unbestimmten Frist
benötigen würde, sondern mit ihnen es hätte machen können wie mit Sodom und
Gomorra. — Ferner stellten wir Christum fortwährend in unzugänglicher Erhabenheit
vor, durch welche Er sich um Seine Geschöpfe gar wenig kümmere, sondern sie bis
zum Gerichtstage frei belasse, da sie Sein Wort und Sein Gesetz haben. Wir
gedachten dabei aber wenig dessen, was der gute Hirte spricht. Und die
Verheißung: ‚Ich bleibe bei euch bis ans Ende aller Zeiten!‘ ging ebenfalls
stumm an unseren Herzen vorüber.“
[GS.
Bd. 1, Kap. 97, 4-5]
Jesus
zu einem im Jenseits zum Licht erweckten ehemaligen Mönch: „Du machst Mir mit
Unrecht zum Vorwurf, daß Ich der römischen Kirche ob ihrer Mißstände noch nie
eine kräftige Warnung zukommen ließ. Betrachte alle die Trennungen von der
Römerin! Siehe, das sind ganz gewaltige Gegenkundgaben! Aber sie fruchteten
wenig, weil Ich den Drachen (Satan) noch nicht richten wollte — wegen Meiner
Liebe. — Weiter betrachte die große Verbreitung des reinen Wortes durch die
Druckschrift in allen Zungen! Aber sie fruchtete wenig, weil Ich den Drachen
noch nicht richten wollte — wegen Meiner Liebe! Weiter betrachte die von Mir
selbst zu allen Zeiten erweckten zahlreichen Propheten! Diese übten eine starke
Gegenkundgabe aus. Aber es fruchtete wenig, weil Ich den Drachen noch nicht
richten wollte — wegen Meiner Liebe. Dann betrachte noch die tausendfachen
Demütigungen, die Ich der Römerin als starke Gegenkundgabe von allen Seiten
habe zukommen lassen! Aber sie fruchteten bisher ebenfalls wenig, weil Ich den
Drachen noch immer nicht richten wollte — wegen Meiner Liebe.
Von
nun an aber werden sich die Verhältnisse der Römerin ohnehin ganz anders zu gestalten
anfangen. Ihre Weltmacht wird sehr erschüttert und eine offene Zunge gegen sie
allenthalben gestattet werden. Wird sie eine solche Kundgabe auch noch nicht
fruchtbringend berücksichtigen, dann wird der Drache gerichtet — wegen Meiner
zu lange mißbrauchten Langmut!“
[Rbl.
Bd. 1, Kap. 126, 20-21]
Jesus
im geistigen, erscheinlichen Wien zu einem zum Licht
erwachenden ehemaligen Erzbischof: „Nicht alles ist schlecht an der Römerin
(römisch-katholische Kirche)! Nur das ist ein Greuel, wenn sie des irdischen
Mammons wegen Mittel ergreift, die höllischer Natur sind, wie — falsche Wunder
und Heilmittel, Ablässe, Reliquien, Bilderdienst, blinde Zeremonien; auch
mißbillige Ich: falsche Gnadenwallfahrtsorte, Kirchenschätze, hohe Ämter und
Ehrenstellen, ihre Herrschsucht und hartnäckigste Alleinrechthaberei! Ich will
vom Meßopfer nichts sagen, nichts von der Ohrenbeichte, nichts von ihren
Tempeln, Glocken und Orgeln, nichts gegen würdige Kunstwerke, nichts von der
Heilighaltung ihrer Bethäuser und nichts von den pomphaften Begräbniszeremonien
für die Verstorbenen. Denn dies alles in reinem Sinne würdig benützt, ist nicht
untauglich, das menschliche Gemüt zu erheben und zu veredeln. Aber daß die
Römerin diese an und für sich reinen Dinge dazu gebraucht, das menschliche Herz
blind glauben zu machen, daß man durch den sorgfältigen Gebrauch alles dessen
zum Leben in den Himmeln und nur durch sie zu Meiner Gnade gelangen könne — das
ist schlecht! Denn dadurch werde Ich bei den Kindern als Vater zu einem
Tyrannen gemacht, den man wohl fürchtet, aber nie liebt. Die Verständigen,
Gelehrten und Weltläufigen aber fangen dann an, Meiner sich zu schämen und
wollen oft von einem solchen Erlöser, wie Ihn die Römerin schildert, nichts
mehr wissen und verwerfen dann das Kind samt dem Bade. Und siehe, das bewirkt
die römische Kirche durch ihre eigenmächtigen Lehren und Satzungen, die sie als
von Mir empfangen vorgibt, sowie durch allerlei geduldeten und gepredigten
Aberglauben. Und dadurch richtet sie sich selbst zugrunde!“
[Rbl.
Bd. 2, Kap. 223, 9]
Der
Apostel Petrus auf konfessionelle Behauptungen katholischer Seelen im Jenseits:
„Ich weiß nichts von einer Übergabe der mir von Gott erteilten Macht an den
römischen Papst, wie ich auch nie in Rom meinen Sitz gehabt habe. Paulus, als
ein Apostel der Heiden, hat sich wohl längere Zeit in Rom, und zwar unter der
tyrannischen Regierung des Kaisers Nero aufgehalten, aber ich, der wahre
Petrus, nie! Wie sollte ich dann einen Papst zu meinem Nachfolger ernannt und
ihm alle mir von Gott selbst eingeräumte Macht übergeben haben?!“
[Rbl.
Bd. 2, Kap. 259, 6]
Der
Apostel Petrus im Jenseits zu dem einstigen Bischof Martin: „Siehe, war Luther
auch nicht in der Fülle ein Mann nach dem Herzen Gottes, so war er dennoch
besser als viele aus deiner Kirche, die da wollen die allein rechten und
vollkommensten sein. Denn er allein hatte inmitten der tiefsten Babelsnacht den
löblichen Mut, der Menschheit das reine Wort Gottes wiederzubringen und diese
dadurch auf den rechten Weg des Herrn zu führen! Waren auf diesem Wege auch
einige Dunkelheiten als natürliche Folgen des zu nahen Babel (Rom), so war
dennoch seine Lehre nach dem reinen Worte des Herrn gegenüber den Irrlehren
Roms gleich einer Mittagssonne gegen ein mattes Sumpflicht in finsterer Nacht!
— Wenn aber Luther solches im Namen des Herrn gewirkt hat, welchen Grund hast
du dann wohl, diesen würdigen Mann zu schmähen und zu verachten!?“
[BM.
Kap. 5, 3-5]
Ein
durch einen seligen Tod erlöster Armer beleuchtet die Irrtümer und Fehler der
katholischen Kirche seiner Zeit und seine eigene, allein auf Liebe gegründete
Einstellung zu Christus und dessen Wort.
[St.-Sz.
10, 31]
Der
Herr: „Wer recht leben will, der kann es in jeder Kirche; denn eine Hauptregel
ist: Prüfet alles und das Gute davon behaltet! — Wenn ihr ein Kind gebadet
habt, so schüttet bloß das Badewasser weg, das Kind aber behaltet, — und das
Kind ist die Liebe!“
[Ed.
Kap. 73, 13-14]
Der
Herr: „Ihr dürfet alles tun, was der äußere Kultus verlangt, um niemandem ein
Ärgernis zu geben.“
[Hi.
Bd. 2, S. 322, 9]
Der
Herr: „Folget der Lehre der äußeren Kirche, wo sie Mein Wort und Demut und
Liebe verkündet! Aber ihren Werken und Satzungen folget nicht, wenn sie wider
Mein Wort gerichtet sind!“
[Hi.
Bd. 2, S. 375, 6]
Jesus:
„Ich sah von Ewigkeit voraus, daß die Menschen — da unvorbereitet — Mich bei
Meiner Ankunft unmöglich erkennen könnten, und ließ ihnen daher schon von ihrem
ersten aus Mir geschiedenen Entstehen an durch viele Seher, die das Licht nicht
verloren hatten, die Art und Weise und sogar Ort und Zeit Meiner Ankunft
vorhersagen. Und bei Meiner Ankunft ließ Ich große Zeichen geschehen und erweckte
einen Mann (Johannes der Täufer), in dem ein hoher Urgeist (der Erzengel
Michael) Wohnung genommen hatte, damit er den blinden Menschen Meine Ankunft
und Gegenwart auf der Erde verkünde.“
[Ev.
Bd. 1, Kap. 1, 25]
Jesus
deutet das Gleichnis von den zu verschiedenen Zeiten gedungenen Arbeitern im
Weinberg: „Alle Propheten sind, wie nun ihr, Meine Jünger, der Seele nach nicht
von dieser Erde, sondern von oben her gedungene Arbeiter. Sie haben mit Mir
einen Vertrag wegen der Erreichung der Kindschaft Gottes, die nur auf dieser
Erde möglich ist, geschlossen. — Alle großen Propheten — euch mitgerechnet —
die eine große Offenbarung empfingen, sind die zuerst gedungenen Arbeiter im
Weinberge des Herrn. — Die kleinen Propheten, die nur den halben Dienst zu
verrichten haben — nämlich die Aufrechterhaltung der einmal gegebenen großen
Offenbarung —‚ sind jene, die nach euch kommen werden. Sie werden die Macht, welche
Ich euch gebe, nicht besitzen, aber mit euch den gleichen Lohn haben, weil ihr
Glaube ein kräftigerer sein muß; denn weil sie nicht sehen, was ihr nun sehet
und erfahret, so wird ihr freiwilligerer Glaube ihnen auch zu einem höheren
Lebensverdienst angerechnet. — In gar später Zeit werden knapp vor einem großen
Gericht Seher erweckt, welche die kurze, schwere Mühe haben, die sehr unrein gewordene
Lehre zu reinigen, auf daß diese nicht von der heller denkenden Menschheit als
ein alter Priestertrug verworfen werde. Diese letzten Arbeiter in Meinem
Weinberge werden nicht durch große Wundertaten, sondern allein durch das reine
Wort und durch die Schrift wirken und nur die Offenbarung des inneren,
lebendigen Wortes im Gefühl und in den Gedanken ihres Herzens empfangen. Sie
werden eines klaren, vernunftvollen Glaubens sein, ohne Wunderwerke die
verdorrten Menschenreben Meines Weinberges aufrichten und von Mir dann auch
denselben. Lohn bekommen wie ihr als die Arbeiter des ganzen Tages. Denn sie
werden es um sehr vieles schwerer haben, fest und ungezweifelt an das zu
glauben, was über tausend Jahre vor ihnen hier geschah.“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 176, 7-10]
Jesus:
„Ein wahrer Prophet ist ein einfacher, natürlicher Mensch, mit allerlei
Schwächen behaftet wie du; aber da er ein verständiges Herz hat, in dem weder
Zorn noch Rache, noch Mißgunst, noch Stolz oder Unkeuschheit wurzeln können, so
reinigt der göttliche Geist dessen Herz von den Schlacken der Welt und gießt
ein Licht aus den Himmeln hinein. Da dieses Licht sich in klar vernehmbaren
Worten ausspricht, so darf der Prophet nur laut nachsprechen, was er in seinem
Herzen deutlich vernimmt, — und solches heißt dann eine vollwahre Prophezeiung
oder Weissagung und ist ebensogut ein reines Gotteswort, als hätte Gott selbst
unmittelbar zu den Menschen geredet.“
[Ev.
Bd. 2, Kap. 108, 1-3]
Der
Herr: „Henoch, der liebeweise Lehrer und Prophet der Urzeit war nie Traurig und
bedauerte niemand, dem etwas Unangenehmes begegnet war. Denn sein Auge ruhte beständig
auf Meinem Herzen, und so gewahrte er gar wohl die geheime Leitung Meiner
Liebe, wie sie durch jedes noch so sonderbar scheinende Mittel allzeit am
besten versteht, die Menschen so zu führen, wie es für die Gewinnung des ewigen
Lebens am allerbesten taugt. Ja, er ging in der Rechnung seiner Liebe zu Mir so
weit, daß er sogar mit der größten Sicherheit bestimmte, wie, wann, wo und
warum etwas zum Vorscheine kommen werde, und zu welchem Ende.“
[H.
Bd. 1, Kap. 80, 4]
Der
Herr: „Der Geist der ewigen Liebe wird den wahren Propheten erfüllen; er wird
schauen: Zukunft, Gegenwart und Vergangenheit.“
[H.
Bd. 1, Kap. 80, 5]
Der
weise Hohepriester Henoch zu dem geläuterten König Lamech
der Ebene, der sich tiefst vor ihm verneigt: „Höre, du mein geliebter Bruder Lamech, was der Herr für sich weder von mir noch von dir
verlangt, das unterlasse allzeit auch vor mir! Denn wenn ich zu dir komme, da
komme ich in der reinen Liebe des Herrn als ein wahrer Bruder! Wozu demnach solche
Ehrung, die zu nichts nütze ist?! Vermeiden wir gegenseitig solches, sonst
werden wir selbst Schöpfer arger Zeiten werden!“
[H.
Bd. 3, Kap. 35, 1-4]
Abedam-Jehova zu Henoch, dem ersten Hohenpriester
der Urzeit, nach dessen erster Sabbatrede: „Also wie du jetzt rein aus Mir
geredet hast, geradeso wirst du auch künftig in Meinem Namen reden zum Volke.
Siehe, solches ist von nun an dein Hauptgeschäft an jedem Sabbat. — Und wenn
Ich dir zeigen werde, daß sich jemand abgewendet hat von Mir und hat sein Auge
gerichtet zur Welt, so gehe aber an jedem Tage hin, rufe den Verirrten in
Meinem Namen und stelle seine Füße wieder auf den rechten Weg der Reue, Demut
und Liebe zu Mir! — Wenn sich aber derlei Fälle mehren sollten, daß du nicht auslangen
möchtest mit der Zeit, da erwähle du in Meinem Namen einen Tauglichen aus
deiner Schule und sende ihn gehörig ausgerüstet hin und sei dabei unbesorgt;
denn Ich werde so gut mit ihm sein wie mit dir! Auf den du in Meinem Namen
deine Hände legen wirst, den auch will Ich alsbald erfüllen mit Meinem Geiste,
und er wird weissagen dir gleich und wird erbrennen im Eifer der Liebe zu Mir!“
[H.
Bd. 2, Kap. 26, 3-6]
Abedam-Jehova zu den unter Kisehels
Führung zur Wortverkündung in der Lasterstadt Hanoch
erwählten Gottesboten: „Ich bin der Erste und stehe jedem noch näher als der
von Mir euch gegebene Führer. Daher sollt ihr auch allzeit in eurem Herzen eher
zu Mir als zum Führer gehen, wenn ihr eines Rates benötiget, und Ich werde dann
eure Herzen empfänglich machen zur Aufnahme des Rates aus dem Munde des Führers
und werde euch schon zuvor mit dem erfüllen, was euch hernach erst der Mund des
Führers bestätigen wird, — damit ihr dann das Wort des Führers nicht als sein
Wort, sondern als Mein Wort in euch allen erkennet. Und so diene euch der
Führer nicht etwa, als solle er euch Gesetze und Regeln vorschreiben, sondern
nur, daß er euch bestätige Meinen Willen in euch!“
[H.
Bd. 2, Kap. 12, 4-6]
Der
weise Hohepriester der Urzeit Henoch: „Wir alle haben nur einen Herrn, einen
Vater, wir unter uns sind lauter Brüder! So aber der Herr einen über Größeres
setzt als einen andern, so erhöht Er ihn dadurch nicht vor den Brüdern, sondern
gibt ihm nur die Gelegenheit, an seinen Brüdern desto mehr Liebe zu üben.“
[H.
Bd. 3, Kap. 35, 12-13]
Henoch,
der erste Prophet und Hohepriester der Urzeit, zu dem zwiespältigen Urvater
Adam: „Wie du dich gegen meine Worte, die da kamen aus dem Geiste des Herrn,
auflehntest und mich von dir wiesest, also werden es deine Nachkommen allen
jenen Lehrern tun, welche vom Geiste Gottes erfüllt sind, und denen huldigen,
die den Geist der Welt predigen werden.“
[H.
Bd. 3, Kap. 111, 4]
Jesus:
„Der echte Prophet wird nie selbstsüchtig sein, und fern von ihm ist jeder Hochmut
(Geltungsdrang, überhöhtes Sendungsbewußtsein). Er wird wohl dankbar annehmen,
was ihm gute Herzen spenden, aber nie von jemand einen Lohn fordern, weil er
weiß, daß dies vor Gott ein Greuel ist, und weil Gott Seine Diener wohl
erhalten kann. — In des echten Propheten Rede wird nie ein Widerspruch vorhanden
sein; stelle aber des falschen Propheten Rede ans Licht, und es wird darin von
Widersprüchen wimmeln! — Den echten Propheten kann niemand beleidigen, wie ein
Lamm wird er alles ertragen, was die Welt ihm antut; nur gegen Lüge und Hochmut
wird er im Feuereifer aufwallen und sie allezeit schlagen!“
[Ev.
Bd. 3, Kap. 204, 12 und 14]
Der
Erzengel Raphael: „Gar große Propheten, durch welche Gott den Menschen der Erde
sehr viele, gewaltigste Dinge kundtut, werden nur alle tausend Jahre einmal zu
den Menschen dieser Erde gesandt, um ihnen im reichlichsten Maße die neuen Wege
Gottes zu noch höherer Vollendung zu zeigen und andernteils sie von den vielen
Irrwegen, auf denen sie sich befinden, abzuwenden und auf den einen rechten Weg
hinzuleiten.“
[Ev.
Bd. 3, Kap. 3, 15]
Jesus:
„Wer einen rechten Propheten in Meinem Namen aufnimmt, verpflegt und dessen
Freund ist, der wird auch eines rechten Propheten Lohn überkommen. Wehe aber denen,
die einen Propheten verlassen der Welt wegen oder ihn gar verdächtigen und verfolgen!
Diese werden schwerlich zur Anschauung Gottes gelangen! Wer aber an einen
echten Propheten die Hand legt, soll mit dem Feuer der Hölle bestraft werden!
Denn eines Propheten Herr und Mund ist Gottes!“
[Ev.
Bd. 2, Kap. 108, 6-7]
Jesus:
„Wenn es in einer Gemeinde Lehrer gibt, die nicht Zeit haben, sich mit ihrer Hände
Arbeit den Lebensunterhalt zu verschaffen, sollen sie von der Gemeinde so
versorgt werden, daß sie nicht nötig haben, die Zeit, die für den Unterricht
eurer Kinder bestimmt ist, mit der Feldarbeit und dergleichen zuzubringen. Das
ist auch ein Akt einer besonderen Nächstenliebe, der obenan steht. Denn wer
euch tätig mit den geistigen, wahren Lebensschätzen versorgt, den sollet ihr
auch nicht in seiner leiblichen Sphäre darben lassen.“
[Ev.
Bd. 5, Kap. 126, 6]
Jesus:
„Wer von Meiner Gnade berufen ist, den Menschen in Meinem Namen ein geistiger
Lehrer zu sein, der bedenke, daß er die Gnade von Mir umsonst empfing und sich
daher für die Weiterausteilung kein Entgelt bezahlen lassen soll. — Die
Beteilten aber sollen einen solchen Lehrer liebevoll aufnehmen und in keiner
Art darben lassen.“
[Ev.
Bd. 5, Kap. 126, 7]
Der
Erzengel Raphael: „Der Herr wird immer von Zeit zu Zeit Knechte erwecken, die jenen
Menschen, die eines guten Willens sind, den reinen Willen Gottes zeigen sollen.
Wohl denen, die sich danach richten; denn sie werden dadurch die höchste Lebensvollendung
erreichen. Nur mit der Wundertätigkeit wird es dann etwas spärlich aussehen;
denn des Herrn Geist wird die Seinen lehren, damit vorsichtig zu sein, um nicht
ein ganzes Heer von falschen Propheten gegen sich zu hetzen und dann mit dem
Schwerte wider die Hölle kämpfen zu müssen.“
[Ev.
Bd. 5, Kap. 83, 11]
Der
Erzengel Raphael: „Die wahren Propheten wird der Herr stets ganz in der Stille
erwecken, und sie werden wie stille Wasser in der Welt nie einen Lärm machen.
Die aber einen Lärm machen werden, in denen wird die Wahrheit und das Wort des
Geistes nicht sein. — Die von Gott erweckten echten Propheten werden in aller
Stille auch sehr wohl imstande sein, Wunder zu wirken; aber es wird davon die
Welt nichts merken, sondern allein die wahren Freunde Gottes zu ihrem eigenen
stillen Troste.“
[Ev.
Bd. 5, Kap. 83, 12-13]
Jesus:
„Es werden Zeiten kommen, in denen viele falsche Propheten und Messiasse aufstehen
und sagen werden: ‚Sehet, hier ist der Gesalbte!‘ oder, Dort ist er!‘ Aber wo
sie angeben, daß Ich zu finden sei, da werde Ich nicht sein! Denn wer Mich
suchen wird in etwas Welttümlichem, der wird Mich
nicht finden, sondern nur der, welcher Mich in der wahren Liebe, Demut und
Selbstverleugnung sucht.“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 76, 19]
Jesus:
„Es war Daniels fromme Seele wohl ganz geeignet, prophetische Bilder zu schauen
wie in einem lebhaften Traume, aber sie konnte sie nicht fassen (deuten), weil
ihr jenseitiger Geist aus Gott mit ihr nicht eins werden konnte, solange Ich
noch nicht im Fleische da war, um solch eine völlige Einigung zu ermöglichen. —
Diese volle Einigung aber wird erst dann möglich sein, wenn Ich werde aufgefahren
sein in Meine alte und danach ganz neue Heimat.“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 101, 6]
Ein
gottgläubiger, geistig hellsehender Illyrier gibt einem römischen Hauptmann in
Rom denkwürdige Aufschlüsse über Gott, den Unwert der Götter, über die
stufenweise Entwicklung der Menschenseele in den Naturreichen, über die
Verfinsterung und Entartung der Menschheit durch das Sinnenleben und über ihre
bald bevorstehende Errettung durch Gott selbst.
[Ev.
Bd. 6, Kap. 134, 2-5]
Jesus
erklärt die Entstehung des Antichrist durch die Habsucht scheinfrommer Menschen,
die mit falschen Lehren, mit Zaubereien und Tempelpracht das blinde Volk verführen,
und ermahnt die Seinen zu einem bescheidenen Leben: „Habet wohl acht, daß ihr
nur den (nötigen) Lebensbedarf von euren Gläubigen annehmet! Denn die echten
Propheten werden stets in Meiner Armut einhergehen!“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 179, 2-4]
Der
Herr zu dem ersten Hohenpriester der Urzeit Henoch: „Vermeidet alles Gewaltige
und erhaben-geheimnisvoll Pomphafte und gehet Mir gleich liebevoll, bescheiden
und schlicht einher, so werden alle Herzen in euch Ruhe finden und in Mir durch
euch das ewige Leben!“
[H.
Bd. 2, Kap. 236, 15]
Jesus
zu Seinen Jüngern: „Sorget nicht für den kommenden Tag, was ihr essen, und
womit ihr euch bekleiden werdet. Denn das Wort des Moses: ‚Wer dem Altare
dient, der soll auch vom Altare leben!‘ gilt nur für euch als die erwählten
Arbeiter in Meinem geistigen Weinberg! Zu den anderen sage Ich: Wer nicht
arbeitet, der soll auch nicht essen! Wer aber Mein Reich sucht und seine Gerechtigkeit,
dem wird wie euch alles andere als eine freie Gabe hinzugegeben werden.“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 193, 7-8]
Jesus
schildert den geistigen und wissenschaftlichen Bildungsgang des großen
Propheten Moses in den Priesterschulen Ägyptens, nachdem er von seiner Mutter
im Glauben Israels belehrt und erzogen worden war.
[Ev.
Bd. 6, Kap. 233, 1-2]
Jesus:
„Moses und Aaron, auch Elias, Jonas, Josua und Samuel waren große Propheten und
sind dazu in keiner Schule gebildet worden, denn ihr Glaube, ihr Gott ergebenes
Herz und Gott selbst waren ihre Schule. — So waren auch die Erzväter zumeist
Seher und Propheten ohne Schule. — Und sogar in dieser Zeit gibt es Seher und
Propheten, die nicht in einer Schule dazu erzogen wurden; denn Gott sieht
allzeit nur auf das Herz der Menschen und nicht auf die Schule. Siehe da Meine
Jünger! Keiner von ihnen hat je eine Prophetenschule gesehen, und dennoch
werden viele von ihnen Größeres leisten als alle alten Seher und Propheten;
denn Ich allein bin ihr Meister und ihre Schule, und so wird es auch in der
Folge sein und bleiben!“
[Ev.
Bd. 9, Kap. 57, 1-3]
Paulus
an die Gemeinde zu Laodizea: „Der Herr hat mich nicht
berufen für eine neue Einrichtung der Zeremonie, sondern für die Aufrichtung
der Herzen, um welche der Satan Jahrtausende seine harten Ketten geschmiedet
hatte, — und zu predigen jedermann die Freiheit des Geistes, den Frieden der
Seele und damit zu zerreißen in Christo, dem Herrn, die alten, harten Bande des
Todes!“
[Lao.
Kap. 1, 36-37]
Der
Herr: „Wäre Hus nach Meinem Rate klug statt eigensinnig gewesen — gleich dem Nikolaus
Kopernikus, der da war ein kluger Rechner in Meiner Schöpfung —‚ so wäre er
nicht im Feuer zugrunde gegangen. Denn Ich sage dir: Ihr sollet allezeit den
Satan überwinden mit der Klugheit eurer Sanftmut!“
[Hi. Bd.
1, S. 56, 6]
Der
Herr zu seinem Schreiber Jakob Lorber: „Jeder Arbeiter ist seines Lohnes wert.
Und so du redlich arbeitest und ohne Gewinnsucht, wie bis jetzt, so wird auch
für dich ein der Arbeit angemessener Lohn zu rechter Zeit in Bereitschaft stehen.
Doch denke nie an den Lohn, sondern stets nur an Mich, und an die Arbeit für
Mich, so hast du schon den größten Lohn in dir. Wo aber der ist, da ist alles!“
[Hi.
Bd. 2, S. 9, 4]
Der
fromme Israelit Simeon bezeugt, das Jesuskindlein auf dem Arm tragend, im
Tempel zu Jerusalem: „Herr, nun laß Du Deinen Diener in Frieden fahren, wie Du
es gesagt hast; denn meine Augen haben nun den Heiland gesehen, den Du
verheißen hast den Vätern und den Propheten! Dieser ist es, den Du bereitet
hast vor allen Völkern! Ein Licht, zu leuchten den Heiden und Deinem Volke
Israel!“
[Jug. Kap. 24, 13-16]
Die
zeitweise von Gott geduldete Verderbnis der Priesterschaft und ihre stark
verfälschte Gotteswortverkündigung nötigt die Menschen zum selbständigen Suchen
der göttlichen Wahrheit, und dies ist der Grund solcher Zulassung.
[Ev.
Bd. 2, Kap. 203]
Jesus:
„Der falsche Prophet wird sich zahlen lassen für jeden Schritt und für jede ‚gottesdienstliche‘
Handlung zum vorgeschützten Wohle der Menschheit. Der falsche Prophet wird von
den Gerichten Gottes donnern und selbst in Gottes Namen richten mit Feuer und
Schwert. Der rechte Prophet aber wird niemand richten, sondern die Sünder nur
zur Buße ermahnen und wird keinen Unterschied machen zwischen angesehen und gering.
Denn ihm gilt allein Gott und Sein Wort alles!“
[Ev.
Bd. 3, Kap. 204, 13]
Jesus:
„In wenigen Jahren nach Meinem Erdenleben schon wird es eine Menge falscher
Propheten und Wundertäter geben, die Meine reine Lehre gänzlich verunstalten.
Sie werden sich zwar Meines Namens bedienen; aber ihre Lehre wird der Meinen
nicht mehr gleichen, und ihre Wunderwerke werden betrügerischer Art sein und
gar viele Menschen zu festen Anhängern der falschen Propheten machen.“
[Ev.
Bd. 5, Kap. 140, 6]
Jesus
zu rechthaberischen Schriftgelehrten: „Ein Mensch, der wie ihr im Falschen
begründet ist, auch falsch lehrt und dafür von den blinden Menschen noch eine
große Ehre begehrt, dem kommt die lichte Wahrheit stets hart und seine
vermeinte Ehre verletzend vor und macht ihn ärgerlich. Aber Ich sage euch, daß
ein solcher Mensch, wenn er sich in seinem Falschen nicht durch die lichtvolle
Wahrheit demütigen lassen will, niemals in die Wahrheit eingehen, sondern in
seiner Finsternis untergehen wird.“
[Ev.
Bd. 8, Kap. 64, 3]
Jesus:
„Es werden mit der Zeit viele falsche Propheten in Meinem Namen hinausreisen zu
allen fremden Völkern der Erde, dem Scheine nach wohl, um Meine Lehre
auszubreiten, aber dem Hauptgrunde nach nur, um von den fremden Völkern viele
Erdengüter zu gewinnen, weshalb sie auch Meine Lehre so gestalten werden, wie
sie für ihre Gewinngier am meisten taugt. Derlei Boten werden von Mir keinen
Schutz zu gewärtigen haben.“
[Ev.
Bd. 8, Kap. 199, 12-13]
Jesus
zu Seinen Jüngern und Freunden: „Die fehlende Verbindung mit Mir und Meinem
Geist war allzeit der arge Anfang des falschen, lügenhaften Prophetentums,
sowie der Verfinsterung und Verschlimmerung der Menschen. Darum soll nur der
seine Mitmenschen lehren, der es zuvor von Mir in seinem Herzen erlernt hat.
Wer aber aus sich nur von dem, was er durch andere Menschen stückweise
vernommen hat, seine Mitmenschen belehren will, dem glaubet nicht; denn das ist
ein falscher Prophet, der nur eines Ansehens und zeitlichen Gewinnes wegen
einen Propheten spielen will.“
[Ev.
Bd. 9, Kap. 185, 6]
Jesus:
„Wer einen falschen von einem wahren, von Mir berufenen Propheten und Lehrer
mit leichter Mühe erkennen will, der schaue auf die Werke der Selbstsucht,
Gewinn- und Machtgier eines falschen Propheten!“
[Ev.
Bd. 9, Kap. 185, 7-9]
Jesus
zu Heidenpriestern in der Bergstadt Aphek: „Viele
Priester Altägyptens wußten es wohl, wie sie mit dem einen, allein wahren Gotte
daran waren, aber das blinde Volk mußte glauben, was sie ihm vorstellten. Und
darum hat Gott sie mit Blindheit geschlagen. Und in dieser Blindheit befindet
ihr Heidenpriester euch auch noch auf langehin, wenn
ihr nicht von der Welt ablaßt und aus dem rechten, vollwahren Grunde Gott, Sein
Reich und dessen Gerechtigkeit sucht. Wer Gott nicht in aller Liebe, Sanftmut,
Demut, Geduld, und Selbstverleugnung sucht, der findet Ihn, das höchste Lebensgut,
nicht!“
[Ev.
Bd. 10, Kap. 97, 4-6]
Der
Apostel Paulus warnt die Gemeinde zu Laodizea vor
einem falschen Propheten, kennzeichnet dessen eigensüchtiges, machthungriges
Wesen, rät zu seiner Absetzung und zur Hinwendung zu einem wahren Jünger des
Herrn, namens Nymphas.
[Lao.
Kap. 2, 9-14 und 16-18, Kap. 3, 9-12]
Ein im
Jenseits zum Licht erwachter einfacher Mesner des Stephansdoms zu Wien geißelt
mit eindringlicher Rede den leeren Zeremonienkult und die törichten
widerchristlichen Satzungen der Kirche seiner Zeit und enthüllt am Schluß eines
heftigen Wortstreites mit geistig blinden, ehemaligen Kirchenfürsten die wahre
Bedeutung der Worte Jesu über die apostolische Vollmacht, zu lösen und zu
binden. Von den verstockten kirchlichen Würdenträgern wird der unerschrockene
Mesner kurzerhand zur Hölle verdammt, jedoch von Jesus gerechtfertigt.
[Rbl.
Bd. 2, Kap. 230-232]
Jesus:
„Wer Mich annehmen will, der nehme Mich an; und wer Mir und Meiner Lehre folgen
will, der folge; denn Ich und Mein Reich sind frei und wollen daher auch in
aller Freiheit errungen werden. Vor Mir gilt nur die freieste Selbstbestimmung.
Denn jeder Zwang von irgendwo andersher als aus dem
eigenen Herzen ist etwas Fremdes und kann für des Menschen inneres Leben
unmöglich eine Geltung haben in Meiner ewigen, allerfreiesten Ordnung. Darum
ist die Ausbildung dieses inneren Lebens einem jeden Menschen in die eigenen
Hände gelegt worden.“
[Ev.
Bd. 1, Kap. 93, 4-6 und 8]
Jesus
zu Seinen zur Lehrverkündung ausgesandten Jüngern: „Die Zeit des sanften Wehens
Jehovas vor der Grotte der Welt ist nun da! Darum wollen auch wir weder mit
Sturm noch mit Feuer ausziehen, sondern nach der ewigen Ordnung Gottes mit
aller Liebe, Sanftmut und Geduld. — Aber auch die Klugheit sollt ihr nicht
außer acht lassen, da ihr als Lämmer unter reißende Wölfe ziehet.“
[Ev.
Bd. 1, Kap. 137, 11]
Jesus
rät bekehrten Heidenpriestern, dem Volke zunächst Seine Lehre vorzutragen und
dann erst die alten Götzenbilder zu beseitigen, und fährt fort: „Mein Reich,
das Ich nun auf dieser Erde gründe, ist ein Reich des Friedens und nicht der
Zwietracht, der Verfolgung und des Krieges; und so sollet ihr es auch im
Frieden unter den Menschen ausbreiten und euch dabei keines Schwertes bedienen!
Wirket allein durch Meine Liebe in euren Herzen; denn in der Liebe liegt die
größte Kraft und Macht!“
[Ev.
Bd. 10, Kap. 106, 4-14]
Jesus:
„Wahrlich, wer Mein Wort und Meine Lehre mit dem Schwerte in der Hand verbreiten
wird, der wird für seinen Eifer keinen Segen von Mir überkommen, sondern in die
Finsternis hinausgestoßen werden!“
[Ev.
Bd. 4, Kap. 39, 4]
Jesus:
„Jeder Zwang im Geistesleben ist ein Gericht. Soll der Mensch gut und voll des
wahren, geistigen Lebens werden, so darf ihn weder Gesetz noch Lohn oder Strafe
bestimmen zur Annahme Meiner Lehre, sondern allein sein freier Glaube, seine
innere Überzeugung, sein Erkennen und sein freier Wille, der aus der reinen
Liebe zu Gott und zu allem Guten und Wahren hervorgeht.“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 7, 5-6]
Jesus:
„Meine Zeichen sollen zur Bekräftigung dessen dienen, daß Ich wirklich der bin,
als den Ich Mich den Menschen darstelle. Ihr aber sollet euch davon nicht
gefangennehmen lassen in euren Herzen, sondern euch allein leiten lassen durch
Mein Wort und seine Wahrheit. Denn so ihr frei aus euch heraus allein Meinen
Zeichen widersprechet, euch aber frei nach der Wahrheit Meiner Worte füget, so
habt ihr dennoch das ewige Leben in euch und seine volle Freiheit. Lasset ihr
euch aber nur von den Zeichen bestimmen und achtet auf die Wahrheit Meiner
Worte nicht, so seid ihr gefangen, stehet im Gerichte, seid nichts als
Maschinenmenschen ohne inneres, wahres Geistesleben!“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 7, 9-10]
Jesus:
„Ich dränge Mich und Meine Lehre niemandem auf, sondern überlasse alles jedermanns
freiestem Willen.“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 221, 10]
Der
Herr zu einem genötigt Gläubigen: „Wenn du Gott bekennst in deinem Herzen, d.h.
durch deine lebendige Liebe zu Ihm, und betest also im Geiste und in der
Wahrheit zu Ihm, so wirst du abschütteln dein jetziges genötigtes Glaubensgericht,
aus dem dir nie ein Heil erwachsen wird, und wirst dafür übergehen in den
lebendigen Glauben, d.h. in ein lebendiges Schauen deines Geistes. Und darin
erst wirst du Gott wahrhaft erkennen!“
[H.
Bd. 3, Kap. 47, 8-9]
Jesus:
„Ich mache euch zu ganz freien Verkündern des Reiches Gottes. Wohl sollet ihr
von Mir allzeit die innere Weisung, was da und dort zu tun und zu reden ist,
überkommen — aber niemals eine Willensnötigung, da ihr vor allem ja Meine
lieben und völlig freien Kindlein seid! Ich werde weder euch noch jemand
anderem je Meinen Willen aufdrängen, sondern ihn nur durch Wort und Rat
bekanntgeben; dann müsset ihr ihn selbst durch Willen und Tat zu dem eurigen
machen, und zwar durch allerlei Selbstverleugnung in den Dingen dieser Welt.“
[Ev.
Bd. 5, Kap. 130, 9-10]
Der
Apostel Petrus zu einem sichere Glaubensbeweise verlangenden Sonnenmenschen:
„Wäre Gott, dem ewigen Herrn, darum zu tun, Seine Menschen durch unumstößliche
Beweise zu lehren, daß, wie und wodurch Er ist, so wäre Ihm das ein überaus
leichtes, aber die Menschen wären dadurch gerichtet. Der Herr jedoch will keine
gerichteten, sondern ganz freie Menschen haben, darum muß auch ihr Herz frei
sein in der Annahme der von Ihm geoffenbarten Lehre.“
[BM.
Kap. 162, 9]
Auf
die entrüstete Frage der Jünger Petrus und Johannes: „Herr, hast Du für solche
Frevler (falsche Propheten) keine Blitze und Donner?!“ erwidert Jesus: „Seid
ihr denn Kinder des Donners oder Kinder Gottes? Der Blitz vernichtet wohl,
wohin er schlägt; aber die Kinder Gottes haben eine andere Waffe, und diese
heißt: Geduld, Sanftmut und Liebe.“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 235, 12]
Jesus:
„Die himmlische Beeinflussung geschieht bei jedem Menschen nur so, daß man auf
sein Erkenntnis vermögen, nie aber auf den Willen hemmend oder fördernd
einwirkt; denn ein unterstützter wie ein gehemmter Wille ist als ein
gerichteter zu betrachten. — Die Hölle ja, die packt die Menschen beim Willen
und zerrt sie damit ins Verderben, ins Gericht und in den Tod.“
[Rbl.
Bd. 2, Kap. 254, 10]
Der
Herr zu einem Eiferer: „Wer mit Schwert und Knütteln dreinschlägt und blitzt
und donnert, der verwundet und tötet nicht selten. Wer aber allzeit ist voll
Sanftmut, Gelassenheit und Geduld, der wird die Herzen um sich versammeln und
des ewigen Lebens Segen über sie streuen!“
[H.
Bd. 1, Kap. 143, 22-25]
Jesus:
„Ich hebe das durch Moses gegebene Gesetz nicht auf, sondern gebe es euch in
seiner ursprünglichen Reinheit wieder. Nur das ‚Muß‘ hebe Ich auf und gebe euch
die alte, volle Freiheit wieder. Und darin besteht hauptsächlich das Werk der
Erlösung eurer Seelen aus dem harten Joche des Gerichtes und des Fürsten der
Finsternis, daß ihr von nun an in Meinem Namen unter keinem Mußgesetz mehr
stehen sollt!“
[Ev.
Bd. 8, Kap. 20, 15]
Jesus:
„Wenn Ich euch Menschen zu Maschinen machen wollte, so kostete Mich das nur
einen mit Meinem Willen verbundenen Gedanken, und der ganze Tempel, ganz Jerusalem
und das ganze Judenland würden Mich unmöglich als etwas anderes erkennen als
den Messias, als Jehova Zebaoth! Aber wäre allen Juden und Heiden damit geholfen?
Ich sage es dir: Wahrlich nicht um ein Haar mehr als dieser hölzernen
Speiseschüssel, die — wie du das sogleich sehen sollst — sich nach Meinem
Willen nach allen Richtungen hin bewegen wird.“
[Ev.
Bd. 7, Kap. 62, 4]
Jesus:
„Seid äußerst vorsichtig bei der Ausbreitung Meiner Lehre, daß ihr sie ja niemandem
aufdränget, weder durch das Schwert noch weniger durch zu auffallende Zeichen.
Die Wunde mit dem Schwerte ist zu heilen, aber die eines zu groben
Wunderzeichens nahezu nimmer. Wo ihr demnach mit dem Worte auskommt, da wirket
keine Zeichen!“
[Ev.
Bd. 4, Kap. 249, 5-6]
Jesus:
„Es ist für den Menschen ein freier Unglaube um vieles besser als ein durch
Wundermittel erzwungener Glaube; denn die volle, selbständige Willensfreiheit
im Menschen ist der große Plan Gottes. Der Mensch kann wohl unschädlichermaßen
von Gott belehrt werden, was er zu tun hat, um in sich des Lebens Vollendung zu
erlangen; aber von Gott wie auch von einem anderen Geiste darf er dazu nie mit
Macht gezwungen werden. Denn wird er das, so ist er gerichtet, also tot, und
besteht als ein freies, selbständiges Wesen nicht mehr.“
[Ev.
Bd. 7, Kap. 62, 7]
Jesus:
„Daran werden allzeit Meine wahren Jünger zu erkennen sein, daß sie sich
untereinander lieben also, wie Ich euch alle liebe, und daß sie Meinen Namen
und Mein Wort niemals mit dem Schwerte verkünden werden!“
[Ev.
Bd. 4, Kap. 251, 3]
Jesus
zu Seinen Jüngern: „Meine Lehre gibt euch die höchste Freiheit und kann darum
nicht mit dem Schwerte und mit den Ketten der Sklaverei verkündet werden. Denn
was dem Menschen die höchste Freiheit verschaffen kann und wird, das muß er
auch in seiner vollen Freiheit anerkennen und annehmen.“
[Ev.
Bd. 8, Kap. 20, 3, 10 und 11]
Jesus:
„Alle Gebote, die Ich den Menschen gab, waren niemals Muß-Gesetze, sondern nur
Ratschläge Meiner ewigen Liebe und Weisheit. Aus diesen Meinen Ratschlägen haben
dann die Menschen, in der Meinung Mir dadurch eine größere Ehre zu erweisen,
streng zu haltende Gesetze gemacht, deren Übertretung sie mit zeitlichen und
ewigen Strafen belegten.“
[Ev.
Bd. 8, Kap. 20, 6]
Jesus:
„Die Seele des Menschen muß durch guten Unterricht und durch ihr eigenes
Forschen, Prüfen, Erkennen, Glauben und Wollen ins innere lebendige Licht ihres
aus Gott ihr innewohnenden Geistes gelangen, dann ist ihr für ewig wahrhaft
geholfen. Jede andere Gewalt, um ihr geistig zu helfen, würde nur zerstörend
und nie heilend auf ihre Lebenselemente einwirken.“
[Ev.
Bd. 8, Kap. 126, 6]
Jesus:
„Wenn euch euer Geist die Gebrechen eines schwachen Bruders offenbart, so helft
ihm mit Rat und Tat aus der geheimen Not, und euer Lohn wird nicht unterm Wege
bleiben! Doch lasset jedem den freien Willen und tuet niemandem einen Zwang an;
denn ihr wisset, daß jeder Zwang wider Meine Ordnung ist!“
[Ev.
Bd. 8, Kap. 43, 6-7]
Der
Herr zu einem Freund Jakob Lorbers: „Führe ihn (einen jungen Hauslehrer) zu Meinem
Knechte, damit ihm dieser den Weg zu Mir zeige. Und so er ihn wandeln will, wird
es ihm zum größten Nutzen sein, zeitlich und ewig. Doch soll er nicht im
geringsten gezwungen werden; sondern er soll selbst den Rat Meines Knechtes als
die höchste Hilfe betrachten lernen, damit Ich ihm zum Bedürfnis werde!“
[Hi.
Bd. 1, S. 51, 5-6]
Der
Herr zu Jakob Lorber und seinen Freunden: „Ihr sollet keiner Sekte und keinem Orden
angehören, wollet ihr leben, sondern allein Meiner Liebe, darin keine Schranken
sind ewig!“
[Hi.
Bd. 2, S. 82, 5]
Der
Grieche Kado, ein Freund Jesu, berichtet von der
dreimaligen Erscheinung der Lichtwolke auf der Insel Pathmos,
aus der eine himmlische Stimme das Kommen des Urlichtes Gottes zu allen Völkern
der Erde verkündete.
[Ev.
Bd. 8, Kap. 177, 2-21, Kap. 180, 1-17]
Weissagung
des Geistes Gottes an den frommen Simeon: „Du wirst nicht den Tod des Leibes
sehen, ehe denn du gesehen hast Jesus, den Gesalbten Gottes, den Messias der
Welt!“
[Jug. Kap. 24, 8]
Jakobus,
der Pflegebruder des Jesuskindleins, von Joseph um ein prophetisches Wort
gebeten, bekennt: „Ich bin nur ein mattes Werkzeug des Herrn und kann nur dann
reden, wenn mir der Herr die Zunge löst. Darum verlange nicht von mir, was ich
nicht habe, sondern wende dich darob an den Herrn. Wenn Er es mir geben wird,
dann auch sollst du es sogleich bekommen.“
[Jug. Kap. 238, 8-10]
Henoch,
der liebeweise Prophet der Urzeit, mahnt: „Es habe niemand eine zu große, begehrliche
Freude daran, ein Werkzeug des Herrn zu werden, sondern jeder verharre in heiliger
Stille, großer Demut und in heimlicher Liebe! Denn es liegt durchaus kein Verdienst
darin, dem Herrn als Werkzeug zu dienen; — der Herr vermag auch ohne Werkzeuge
Seine großen Werke zu verrichten. — Wen der Herr berufen hat, vor den Brüdern
von Seiner unendlichen Liebe zu zeugen, der zeuge immerhin, aber stets in der
höchsten Demut seines Herzens, immer eingedenk, daß man nur ein nutzloser
Diener ist. — Dienen wir in aller Liebe uns gegenseitig als Brüder und als
Kinder ein und desselben Vaters, und unsere höchste Weisheit sei, den heiligen
Vater über alles zu lieben. — Der Prediger — der wahre Prophet — aber bedenke,
daß er der Unwürdigste ist, so wird er sein Herz bewahren vor dem Hochmut und
sein dem Herrn ein stilles Haus, das Ihm wohlgefällt.“
[H.
Bd. 1, Kap. 83, 16, 17, 19 und 21]
Der
Herr: Einer kleinen aus Hanoch geflohenen Schar
predigt der Geist Gottes aus dem Munde mehrerer reißender Tiere Selbsterkenntnis,
Buße, Gottes- und Nächstenliebe.
[H.
Bd. 1, Kap. 35, Kap. 36, 1-20]
Der
Herr: „Mein Knecht (Jakob Lorber) redet nichts aus sich und kann es auch nicht;
er ist Mir ein ziemlich taugliches Werkzeug, da in seinem Kopfe fast nichts an
höherer wissenschaftlicher Bildung vorhanden ist, aber destomehr
in seinem Herzen, welches Ich allein brauchen kann, da in ihm kein (Kopfverstandes-)
Gedächtnis ist, wohl aber eine Erinnerung der Liebe in und zu Mir und in dieser
Erinnerung die Anschauung dessen, was Ich will und sage.“
[Hi.
Bd. 1, S. 174, 3]
Der
Herr: „Wem es vollkommen Ernst ist mit seiner Liebe zu Mir und mit der
Verherrlichung Meines Namens, dem sollen alle Gemächer Meiner unendlichen
Schöpfung nach und nach aufgeschlossen werden. Und er soll mit dem einen Auge
schauen die große Welt der Geister und mit dem anderen Auge zu gleicher Zeit
die Welt der (stofflichen) Körper, damit er da gewahren könne, wie eins aus dem
andern hervorgeht und eines für das andere da ist. Jedoch, wohlgemerkt, nicht
eher soll das jemandem zuteil werden — und würde er darum bitten Tag und Nacht
— bevor es ihm nicht ganz vollkommen Ernst mit seiner Liebe zu Mir geworden
ist. Denn das Himmelreich leidet allezeit Gewalt, und nur diejenigen werden es
besitzen, die es mit eiserner Gewalt an sich reißen. Diese ‚eiserne Gewalt‘ ist
aber keine andere als die Gewalt der Liebe. Denn die Liebe vermag alles!“
[Hi.
Bd. 1, S. 205, 16-17]
Ein
Erzengel zu der Jüngerin Jarah: „Du holdselige
Tochter des Herrn bist mit deiner Seele ganz in den Geist übergegangen und hast
mit der Materie der Welt nahezu keine Gemeinschaft mehr; dein irdisches Auge
ist zum Auge deiner Seele geworden und dein Seelenauge zum Auge deines ewigen
Geistes. Wenn du nun einen noch so fernen Stern in dein Gemüt aufnimmst, das da
ist ein Auge des Geistes, und dein Seelenauge durch das fleischliche Auge dem
mit den Augen des Geistes betrachteten Stern zuwendest, so entsteht ein Kontakt
des inneren, in deinem Geiste ruhenden Bildes mit dem äußeren Bilde. Dadurch
wird es dann in deiner Seele völlig Licht über den beschauten Stern, und dieser
stellt sich dir dann so vor, wie er wirklich ist.“
[Ev.
Bd. 2, Kap. 141, 2-3]
In der
Urzeit erlebt der demütige, aus Liebe zu Jehova einsam wohnende Sehel in einer inneren Schau die Sintflut, sieht die
rettende Arche und erkennt die Friedensverheißung Gottes im Regenbogen.
[H.
Bd. 2, Kap. 59, 17-26]
Des
erleuchteten Sehers Oalim wundersames, höchst
bedeutungsvolles Gesicht, das ihm drei Herzen in der Menschenbrust zeigt: das
fleischliche, das seelische und das geistige Herz, im letzteren erblickt er
staunend das Abbild des mensch-persönlichen wesenhaften göttlichen Vaters, der
sich dem liebeglühenden Seher danach noch inmitten einer unermeßlichen großen
Sonne in der Tiefe der Unendlichkeit als Urmensch offenbart.
[H.
Bd. 2, Kap. 72, 11-25]
Abedam-Jehova erläutert das Gesicht des Erzvaters Oalim: „Sehet, Oalim fand im
dritten Keimherzen, nachdem es sich gestaltet hatte zu einem Menschen, noch ein
Sonnenherz und in diesem Herzen endlich Mich selbst, und dieses Mein Bild in
ihm redete gleich Mir in ihm, und dessen Wort zeigte ihm Mich als den ewigen,
heiligen Vater in der Höhe Meiner unendlich heiligen Göttlichkeit.“
[H.
Bd. 2, Kap. 74, 27]
Ein
Hellsehender sieht die Menschenseelen verschiedener Art in ihrer wahren, vom
Leibe sich zumeist sehr stark unterscheidenden, sei es tierischen, sei es
menschlichen, sei es engelhaften Farbe und Gestalt.
[Ev.
Bd. 3, Kap. 24, 2-5]
Der
Seher Mathael berichtet von seiner in der Jugend
gehabten Gabe des Geistersehens und von deren Verlust durch seinen Eintritt in
den Tempel zu Jerusalem.
[Ev.
Bd. 4, Kap. 128, 1]
Jesus:
„Ein seliger Geist kann nur mit den Augen des Geistes, nie aber mit den Augen
des Fleisches gesehen werden.“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 125, 2]
Jesus
zu bekehrten Freunden: „Ich habe durch Meine Willensmacht euer inneres Geistesauge
geöffnet, und so waret ihr imstande, die fernen Welten ganz wie in der Nähe zu
beschauen; denn für den Geist besteht eine räumliche Ferne so gut wie gar
nicht.“
[Ev.
Bd. 5, Kap. 275, 4]
Jesus
öffnet Jüngern und Freunden die geistige Sehe und zeigt ihnen das neue Jerusalem
als Sinnbild Seiner reinen Lehre.
[Ev.
Bd. 6, Kap. 13, 3-5]
Ein
Engel zu dem Römer Agrikola: „Deine Sehe ist dir nun
soweit aufgetan, daß du mit dem Auge deiner Seele uns reine Geister schauen
kannst, aber dies nur deshalb, weil wir uns aus eurer Lebensaußensphäre einen
substantiellen Leib gebildet haben. Wären wir als pure Geister bei euch, so
würdet ihr uns trotz eures nunmaligen zweiten Gesichtes
nicht sehen. Wenn ihr aber dereinst im reingeistigen Schauen sein werdet — was
man das dritte Gesicht oder die geistige Sehe nennt —‚ dann könnet ihr reine Geister
sehen. Dieses dritte Gesicht ist auch notwendig, um alle anderen Weltkörper zu
erschauen, die in der Entsprechung im kleinsten Maßstabe auch in dir sind, aber
von deiner Seele erst dann bemerkt werden, wenn sie eins ist mit dem Geist aus
Gott. Mit der Zulassung des Herrn können wir bei euch Menschen auf kurze Zeit
das dritte, geistige Schauen bei vollwachem Geiste bewirken.“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 191, 2-4]
Jesus:
„Hohe, reine Geister können nicht mit dem Auge der Seele, sondern nur mit dem
Auge des in sich selbst reinsten Geistes gesehen werden.“
[Ev.
Bd. 4, Kap. 140, 3]
Wunderbare
Erlebnisse und Gesichte des Pflegevaters Joseph zur Zeit der Geburt Jesu.
[Jug. Kap. 15, 8-18]
Nachdem
Jesus Seine Freunde aus dem Zustand des geistigen Schauens in die irdische
Wirklichkeit zurückversetzt hat, ruft Nikodemus erschüttert aus: „Wunderbar
über wunderbar! Wir waren hier, sahen Dich und alle anderen genau, und doch
sahen wir auch alles, was wir beschrieben, höchst deutlich und klar, und ich
habe nun wahrhaftig selbst erfahren, wie unbeschreiblich heller das Schauen der
freien Seele ist, als das im Verbande mit dem Leibe.“
[Ev.
Bd. 7, Kap. 58, 21-22]
Jesus
belehrt reine, junge Menschen: „Was ihr in hellen Träumen mit eurer inneren Geistessehe
schauet, ist geistig. Diese Sehe ist im irdisch-wachen Zustande der Seele geschlossen,
und kein gewöhnlicher Mensch kann sie gleich dem Fleischesauge beliebig öffnen,
was seinen höchst weisen Grund hat. — Ich aber kann jedem Menschen die innere
Sehe zu jeder Zeit auftun, und er kann dann Geistiges und Natürliches zugleich
schauen. — Wenn ihr in der Erfüllung Meines Willens einst vollkommen sein
werdet, dann sollet ihr noch in diesem Leben eure innere Geistessehe, wie auch
euer Geistesohr völlig in eurer Gewalt haben!“
[Ev.
Bd. 7, Kap. 169, 12, 13 und 18]
Jesus
öffnet einer Schar junger, reiner Menschen die geistige Sehe, zeigt ihnen
selige und unselige Geister und läßt sie im Geiste von Engeln durch herrliche
Gegenden und Gebäude führen. Den Wunsch, dort länger verweilen zu dürfen, weist
Jesus ab mit den Worten: „Solange ihr noch in dieser Welt zu leben habt — damit
ihr dereinst freie, selbständige Geister werden könnt —‚ ist das, was ihr nun
geschaut habt, völlig hinreichend; denn es wird dies einen großen Eifer in euch
erwecken, nach Meiner Lehre und nach Meinen Geboten zu leben und zu handeln!“
[Ev.
Bd. 7, Kap. 169, 13-17]
Jesus
zu forschenden Naturfreunden: „Ich habe eure innere Sehe nur soweit aufgetan,
daß ihr die schon mehr in die Materie übergehenden Naturgeister erschauen
konntet, was zum untersten Grade des inneren Schauens gehört, welches manche
einfachen Menschen von Natur besitzen. Mit diesem Grade des inneren Schauens
lassen sich aber die Menschenseelen, besonders die vollendeteren,
nicht erschauen, weil das Schauen der Naturseelen mehr materieller als
reingeistiger Art ist.“
Ev.
Bd. 8, Kap. 44, 23
Den
Wunsch des römischen Hauptmanns Pellagius, einen
Engel zu sehen, erfüllt Jesus mit den Worten: „Ich brauche einen Engel nicht
aus einem fernen Himmel nach deinem Denken hierher zu berufen; denn wo Ich bin,
da ist auch der allerhöchste Himmel mit zahllosen Engelscharen, die Mich
umgeben immerdar. — Ich will nun eure Augen auftun, und ihr sollt Meine
Umgebung schauen! Und so geschehe Mein Wille!“ — Als Ich solches ausgesprochen
hatte, da ersahen alle, wie in weiten Kreisen auf lichten Wolken stehend,
sitzend und knieend unzählige Engel sich befanden,
die alle ihren Blick nach Mir richteten und Mich priesen.
[Ev. Bd.
10, Kap. 116, 4-6]
Henoch,
der erste Hohepriester der Urzeit, zu bekehrten Bürgern von Hanoch:
„Wenn Gott erschaut werden will, so öffnet Er dem Menschen, der Ihn erschauen
soll, die inneren Augen des Geistes, und dann kann der Geistmensch durch den Fleischmenschen
hindurch Gott erschauen — und sieht und hört Ihn so, wie ihr Ihn soeben alle
gesehen und gehört habt. Wenn aber der Herr nach Seinem weisesten Ratschlusse
wieder unsichtbar werden will, so schließt Er durch Seinen allmächtigen Willen
dem Menschengeiste alsbald wieder die Augen (des Geistes), und der Mensch kann
dann den Herrn nicht mehr erschauen.“
[H.
Bd. 2, Kap. 269, 3-4]
Der
Evangelist Johannes: „Hättet ihr nicht das ganze Universum in euch (in eurem Geiste),
so wäre sternlos der ganze Himmel für euer Auge. Und hättet ihr nicht in euch
(in eurem Geiste) das geistige Reich der Himmel und das ewige Leben aus dem
Herrn, wahrlich, ihr könntet alles dies weder denken noch aussprechen!“
[GS.
Bd. 2, Kap. 11, 21]
Der
Herr: „Menschen mit dem zweiten Gesicht sind nicht deswegen schon als
Wiedergeborene zu betrachten. Diese Fähigkeit beruht auf einem zarten Nervensystem
und Nervengeist, wodurch die Seele leicht Anschauungen aus ihrem Seelenreiche
in den Leibesorganismus überträgt. Starke Nerven eignen sich nicht dafür, daher
auch starknervige Menschen selten das zweite Gesicht haben. Das zweite Gesicht
ist demnach weder als etwas Gutes noch als etwas Schlechtes zu betrachten.“
[Ed.
Kap. 70, 19-20]
Der
Herr erläutert eingehend das Wesen des ‚zweiten Gesichts‘, das in den
verschiedenartigen Seelenzuständen der damit begabten Menschen in sehr
verschiedener Weise auftritt, dabei oft Raum und Zeit überwindet. Ein Zeichen
der erfolgten Wiedergeburt der Seele im Geiste ist es nicht.
[Hi.
Bd. 1, S. 302, 1 ff]
Jesus:
„Was die Seele im Traume schaut, das ist alles ihrer Art. Ist die Seele im
Wahren und Guten aus dem, was Ich euch zu glauben und zu tun lehre, so sieht
sie auch im Traume Wahres und kann sich Gutes fürs Leben schaffen. Ist die
Seele aber im Falschen und im Bösen, so wird sie im Traume Falsches sehen und
daraus Böses bilden.“
[Ev.
Bd. 1, Kap. 37, 8]
Der
römische Oberrichter Faustus erzählt einen wundersamen Traum, der ihm die Gottheit
Jesu zeigte.
[Ev.
Bd. 1, Kap. 236, 12-13]
Ein
Engel des Herrn erscheint dem Pflegevater Joseph im Traum und spricht zu ihm:
„Joseph, sei nicht bange ob der Maria, der reinsten Jungfrau des Herrn! Denn
was sie unter dem Herzen trägt, ist erzeugt vom Heiligen Geiste Gottes, und du
sollst Ihm, wenn Es geboren wird, den Namen ‚Jesus‘ geben!“
[Jug. Kap. 9, 13]
Das
Mägdlein Jarah erzählt seine prophetischen Träume von
der Kreuzigung und Auferstehung des Herrn.
[Ev.
Bd. 2, Kap. 120]
Belehrende
Wahrträume der Jünger und Freunde Jesu auf dem Berge „Morgenkopf“.
[Ev.
Bd. 2, Kap. 143; Kap. 145, 7, 10 und 12, Kap. 147, 12]
Geistiger
Wahrtraum des Fischers Hiram von der Ankunft Jesu mit Seinen Jüngern in einem
erleuchteten Schiff.
[Ev.
Bd. 5, Kap. 179, 4]
Jesus
deutet dem gläubigen Tempelobersten Nikodemus den Traum Jakobs von der Himmelsleiter
auf himmlische und auf geistige Weise.
[Ev.
Bd. 7, Kap. 57, 1-3]
Jesus:
„Es sind dem Menschen Traumgesichte gegeben, damit er durch sie während seines
irdischen Lebens in einem Verkehr mit der Welt der Geister minderer oder
höherer Art verbleiben kann, je nachdem er in sich mehr oder weniger des wahren
Himmels durch seine guten Werke erbaut und erschaffen hat.“
[Ev.
Bd. 8, Kap. 18, 8]
Der
Erzengel Raphael belehrt einen römischen Hauptmann über die drei verschiedenen
Schau- und Wahrnehmungsgrade der Seele im Traum.
[Ev.
Bd. 8, Kap. 135, 2-13, Kap. 136, 1-14]
Bedeutungsvoller
Wahrtraum eines Schriftgelehrten, in welchem dem Träumenden sein böser
Seelenzustand in allerlei erschreckenden Erscheinlichkeiten vor Augen geführt
wird.
[Ev.
Bd. 9, Kap. 79,3-14, Kap. 80, 3-9]
Das
geisterleuchtete Töchterchen eines Indojuden zu dem
vom Herrn berufenen, allen sichtbaren Erzengel Raphael: „O du lieblichster Bote
aus den lichtvollen Höhen Gottes! Dich habe ich in meinen hellen Träumen schon
oft gesehen und gesprochen, aber meine Eltern hießen mich eine Traumschwärmerin.
Doch jetzt sehen sie dich selbst!“
[Ev.
Bd. 9, Kap. 119, 13]
Prophetischer
Traum eines blinden Weibes über ihre Heilung durch das Badewasser des
Jesuskindleins. Von diesem Traume bewogen, geht die Blinde zu Maria und wird
auf die von ihr geträumte Weise sehend.
[Jug. Kap. 93, 11-19]
Himmlischer
Wahrtraum der Griechin Eudokia, der ihr mit überwältigender
Macht die göttliche Herrlichkeit des jesuskindleins zeigt.
[Jug. Kap. 160, 21-23]
Der
Engel des Herrn in dem Zufluchtsort Ostrazine zu
Joseph im Traume: „Stehe auf, nimm das Kindlein und Seine Mutter zu dir und
ziehe hin in das Land Israel. Denn sie sind gestorben, die dem Kindlein nach
dem Leben standen!“
[Jug. Kap. 256, 14]
Der
Herr: „Im gewöhnlichen Schlafe träumt nur die Seele und schaut ihre eigenen Zustände
und Verhältnisse, jedoch ohne Zusammenhang, weil sie sich außer Verband sowohl
mit der Außenwelt als auch mit ihrem Geiste (aus Mir) befindet.“
[Ed.
Kap. 67, 6-10]
Ein
bekehrter Altjude berichtet: „In einem Traume kam es mir vor, daß ich mich hoch
entrückt über der Erde befand und diese nicht als einen Kreis, sondern als eine
große Kugel unter meinen Füßen erblickte. Ich fragte darauf den mir in diesem
Traume sichtbaren Geist des Propheten Elias, was dies zu bedeuten habe. Und
Elias sagte: ‚Das wirst du von Dem erfahren, der vor mir war und ewig sein
wird!‘.“
[Ev.
Bd. 10, Kap. 159, 13-15]
Ein im
Jenseits gereifter Lichtfreund berichtet: „Als ein zarter, gottesfürchtiger
Knabe auf Erden im Hause meiner frommen Eltern hatte ich allerlei herrliche
Gesichte. Ja, es war mir manchmal, wenn ich mein Gebet verrichtete, als
umschwebten mich Engelsgestalten, die mich stärkten und in meiner Brust ein so
himmlisches Gefühl erweckten, daß es mir dabei nicht selten vorkam, als befände
ich mich schon wirklich in einem Eden Gottes! So hatte ich auch in meiner
Jugendzeit oft so wunderbar herrliche und bedeutungsreiche Träume, daß diese
mein irdischer Vater aufzeichnete und daraus so manche moralische Betrachtungen
und Schlüsse zog, ja, manchmal sogar kommende Ereignisse für den Kreis unserer
Verwandtschaft weissagte. — Als ich aber als erwachsener Jüngling aus dem
väterlichen Hause ging und stets mehr und mehr Geschmack an der Welt fand, da
war es mit meinen himmlischen Gesichten und Träumen aus!“
[Rbl.
Bd. 1, Kap. 109, 10]
Jesus
belehrt Seine Jünger über den Verzückungsschlaf, dessen Herbeiführung durch
magnetische, von einem seelenstarken, reinen Menschen gegebene Striche, und
seine Wirkung auf den Urlebensfunken (Geist) und die Seele des Menschen, sowie
über die Rückführung von Seele und Geist aus dem Verzückungsschlaf in den
gewöhnlichen Wachzustand.
[Ev.
Bd. 4, Kap. 35, 5-7]
Jesus
gibt dem geistesstarken Jünger Zinka Anweisung, den
Bettler Zorel in den Verzückungsschlaf zu versetzen.
[Ev.
Bd. 4, Kap. 42, 10]
Jesus
belehrt die Jünger über die Bewirkung des Verzückungsschlafes durch seelisch geläuterte
Heiler. Die sofortige Heilung eines Kranken auf diesem Wege ist nur einem völlig
Wiedergeborenen möglich.
[Ev.
Bd. 4, Kap. 47, 8-9]
Der
Verzückungsschlaf des seelenkranken Bettlers Zorel.
[Ev.
Bd. 4, Kap. 48-58]
Drittes
Stadium im Verzückungsschlaf des Zorel: Die mit ihrem
Geist verbundene Seele erschaut und erkennt den Herrn Jesus in der Gnadensonne
und Sein göttliches Walten in der Schöpfung.
[Ev.
Bd. 4, Kap. 55, 4-10]
Zorel erweist sich nach Beendigung seines
Verzückungsschlafes als der alte, materialistisch gesinnte Mensch.
[Ev.
Bd. 4, Kap. 59, 7-16]
Jesus:
„Sehr sensitive, sich in Verzückung befindende Menschen sehen mit ihrem geöffneten
Gemütsauge durch noch so feste Materie, durch die ganze Erde und durch die entferntesten
Sterne.“
[Ev.
Bd. 5, Kap. 72, 4]
Der
Seher Mathael erläutert die Beziehungen der
Tierkreiszeichen zur Einteilung der altägyptischen Jahresarbeit.
[Ev.
Bd. 3, Kap. 103, 1-3ff, Kap. 107, 1-3 ff]
Jesus:
„Es war die Bestimmung der alten ägyptischen Pyramiden, den Menschen als
Weisheitsschulhäuser zu dienen. Denn ‚pira-mi-dai‘ heißt ‚gib mir Weisheit!‘. Die innere Einrichtung
dieser Schulen war so bestellt, daß der Mensch darin — von der Außenwelt abgeschlossen
— in sein Inneres schauen und sein innerstes Lebenslicht finden mußte.“
[Ev.
Bd. 5, Kap. 72, 3]
Jesus:
„Weil die Pyramiden als Seelenschulhäuser dienten, so gab man ihnen den bezeichnenden
Namen ‚She-oul-a‘, d.h. ‚es
dürstet der (Tier)Mensch nach höherer Erkenntnis und Weisheit‘. Daraus bildete
der alte Hebräer sein abgekürztes ‚Sheol‘, der
Grieche sein ‚Scole‘, der Römer seine Schola, der Perser und Inder sein Schehol.“
[Ev.
Bd. 5, Kap. 72, 6]
Jesus:
„Es gibt in den Bildern der Prophetenschrift stets einen dreifachen Sinn:
erstens den naturmäßig-geistigen, zweitens den reingeistigen und drittens den
rein himmlischen aus dem Herzen Gottes.“
[Ev.
Bd. 5, Kap. 272, 8]
Wunderbare,
das jüdische Volk und die Tempelpriester bestürzende Erscheinung von 12
lichtstarken Feuersäulen über Jerusalem — und deren verschiedenartige Deutung
durch das Volk, die Templer und — zuletzt durch den Herrn.
[Ev.
Bd. 7, Kap. 45 und Kap. 50]
Die
Erscheinung des alten und des neuen Jerusalem am Himmel, Jesu Erläuterung dazu.
[Ev.
Bd. 7, Kap. 49, 1, 3 und 4, Kap. 54]
Jesus:
„Wie gewisserart der Magen das Lebensnährherz des Leibes ist, so ist das Herz
im Menschen der Nährmagen der Seele zur Erweckung des Geistes aus Gott, und Meine
Lehre ist die wahre Lebensspeise und der wahre Lebenstrank für den Magen der
Seele. Und so bin Ich in Meiner Lehre an die Menschen ein wahres Lebensnährbrot
aus den Himmeln, und das Tun nach ihr ist ein wahrer Lebenstrank, ein bester,
kräftigster Wein, der durch seinen Geist den ganzen Menschen belebt und durch
seine hell auflodernde Liebesfeuerflamme durch und durch erleuchtet. Wer dieses
Brot ißt und diesen Wein trinkt, der wird keinen Tod mehr sehen, fühlen und
schmecken in Ewigkeit!“
[Ev.
Bd. 9, Kap. 72, 13-14]
Jesus
erläutert Seinen Jüngern das Gleichnis vom Fleischessen und Bluttrinken: „Brot
und Fleisch sind (entsprechungsweise) ein und dasselbe, so wie Wein und Blut.
Und wer in Meinem Namen das Brot der Himmel ißt und durch das Tun nach dem
Worte, also durch die Werke der wahren, uneigennützigen Liebe zu Gott und zum
Nächsten, den Wein des Lebens trinkt, der ißt auch Mein Fleisch und trinkt Mein
Blut. Denn wie das natürliche Brot im Menschen zum Fleische und der getrunkene
Wein zum Blute wird, so wird in der Seele des Menschen Mein Wortbrot zum
Fleische und der Liebetatwein zum Blute umgewandelt.“
[Ev.
Bd. 9, Kap. 73, 2-7]
Jesus:
„Die geistige Entsprechungswissenschaft ist nur jenen Menschen zugänglich, die
im wahren Glauben und Vertrauen an den einen Gott nicht wankend und schwach
werden, Ihn allzeit als den Vater über alles lieben und ihre Nächsten wie sich
selbst. Denn diese Wissenschaft ist ja die innere Schrift und Sprache der Seele
und des Geistes in der Seele. Die Menschen verloren diese Wissenschaft durch
ihre eigene Schuld und haben so sich selbst außer Verkehr mit den Geistern
aller Regionen und aller Himmel gestellt, sie können darum das Geistige in der
Schrift nicht mehr fassen und begreifen. Sie lesen die geschriebenen Worte nach
dem blind eingelernten toten Buchstaben und können nicht einmal dessen
innewerden, daß der Buchstabe tot ist und niemanden beleben kann, und daß nur
der innerlich verborgene Sinn es ist, der als selbst Leben alles lebendig
macht.“
[Ev.
Bd. 9, Kap. 93, 2-5]
Jesus:
„Trachtet vor allem, daß das Reich Gottes in euch lebendig und volltätig werde,
so werdet auch ihr wieder in die Wissenschaft der Entsprechungen zwischen
Materie und Geist gelangen, ohne welche ihr weder Moses noch irgendeinen
Propheten je in der Tiefe der lebendigen Wahrheit verstehen könnet.“
[Ev.
Bd. 9, Kap. 93,6]
Des
Urvaters Kenan Traumgesicht von den zehn Säulen, die eine geistige Beleuchtung
der zehn Gebote darstellen, sowie der Folgen ihrer Übertretung und der Geistige
Entsprechungen segensreichen Auswirkung der Reue der Sünder, wobei das Walten
der göttlichen Gnade einsetzt.
[H.
Bd. 1, Kap. 42, 1-86]
Der
Herr erklärt den Urvätern eingehend die geistige Bedeutung der sinnbildlichen Erscheinungen
und Geschehnisse bei Seinem Auftreten als der Fremdling Asmahael
bis zu Seiner Offenbarung als Abba Emanuel.
[H.
Bd. 1, Kap. 138, 1-15]
Abedam-Jehova beruft die in der höchsten, reinsten
Liebe zu Ihm erprobte „Perle des Morgens“, Purista,
zum Herbergsdienst in der Hütte des Vaters Gabiel,
darin Purista dem himmlischen Vater auf dem Herd der
Liebe allezeit ein köstlichstes Mahl bereiten solle. Der Herr verheißt ihr, daß
Er oft als Gast zu ihr kommen wolle, solange das Herdfeuer rein leuchtet gleich
den hellen Liebeflammen ihres Herzens.
[H.
Bd. 2, Kap. 22, 1-11, 14-16]
Der
Herr schildert die Gestaltung und die Bewegung der Sonnen, Erden und Monde und
bezeichnet sie als Entsprechungsbilder für die gottgewollte geistige
Lebensordnung des Menschen.
[H.
Bd. 1, Kap. 5, 34-37, Kap. 6, 2-5]
Der
Evangelist Johannes bezeichnet die Kugel und den Kreis als weise, uralte Entsprechungsbilder
für die Ewigkeit und die Unendlichkeit; die Pyramide aber entspricht der eingeteilten
Zeit.
[GS.
Bd. 2, Kap. 46, 2-8]
Ein
Engel erläutert abstoßende Erscheinlichkeiten im abödenden
Traumerleben unlauterer Seelen im Jenseits und ihre Bedeutung als
Entsprechungsbilder seelischer Untugenden und großer Torheiten.
[BM.
Kap. 81, 26, 27, 29 und 35]
Der
Herr gibt eine lichtvolle Deutung des Textes Offenbarung Johannes, Kap. 12,
Vers 1, 2 und 5.
[Hi.
Bd. 2, 5. 303, 3-11]
Der
Herr: „Niemand soll es sich beifallen lassen, durch außerordentliche Mittel die
Zukunft enthüllen zu wollen; denn es ist nicht nur für jede Seele schädlich,
sondern auch höchst unsinnig, da es nirgends eine bestimmte Zukunft gibt; denn
diese richtet sich ja allezeit nach dem freien Willen der Menschen, die darum
hier auf der Erde leben, um ihren freien Willen zu ordnen. Nach der Ordnung
(Entscheidung) des freien Willens der Menschen wird ja erst die Zukunft
bemessen! Suchet vor allem das Reich Gottes, alles andere kommt schon von
selbst hinzu!“
[Ed.
Kap. 69, 19 und 20]
Eindringliche
Warnung des Herrn vor allerlei Aberglauben: Wettervorhersage nach gewissen
Kalendertagen, Glücks- und Unglückszeichendeutung, Kartenlegen und anderen Zukunftsforschungen.
[Ed.
Kap. 68 und 69, 1-11]
Der
Jüngling Jesus zu einem abergläubischen Manne: „Wer Gottes Gebote hält und Gott
über alles liebt und seinen Nächsten wie sich selbst, der hat keine
Unglückstage zu fürchten; wer aber solches nicht tut, für den ist jeder Tag ein
Unglückstag!“
[Ev.
Bd. 7, Kap. 208, 5]
Jesus:
„Es ist dem Menschen, solange er auf dieser Erde als im Geiste noch nicht wiedergeboren
wandelt, nicht zum Guten dienlich, wenn er zuviel vorher weiß; denn die ihm
klar enthüllte Zukunft würde sein Gemüt erdrücken und ihn leicht zur
Verzweiflung bringen. Bedenke nur, wie es den Menschen zumute wäre, wenn sie
ganz bestimmt wüßten, in welcher Zeit und Stunde sie dem Leibe nach sterben werden!
Darum forschet nicht zu emsig nach der Gestaltung der Zukunft, sondern begnüget
euch mit dem, was ihr als zum Heile eurer Seele nötig wisset, und vor allem
damit, daß Ich in Meiner Liebe und Weisheit darum weiß und sicher alles so
werde kommen lassen, wie es für die Menschen am besten ist; ihr werdet dann
jede böse oder gute Zukunft erträglich finden.“
[Ev.
Bd. 8, Kap. 30, 5, 6 und 8]
Die
drei Weisen aus Persien zu dem römischen Hauptmann Kornelius vor der Höhle zu
Bethlehem: „Halte uns ja nicht für Feinde! Wir sind Sternkundige aus Persien
und haben alte Prophezeiungen, daß in dieser Zeit den Juden ein neuer König
aller Könige geboren und dies durch einen Stern angezeigt werde. Die den Stern
sehen, sollen sich auf die Reise machen und, von dem Stern geführt, den Heiland
der Welt finden, wo der Stern wird seinen Stand nehmen! — Siehe aber, über
diesem Stalle steht der Stern, jedermann sichtbar am hellen Tage, allwo das
Wunder aller Wunder sich lebendig vorfindet, ein neugeborenes Kind, ein König
der Könige, ein Herr der Herren von Ewigkeit! Diesen wollen wir sehen, Ihn
anbeten und Ihm die höchste Huldigung darbringen!“
[Jug. Kap. 29, 20-24]
Der
Herr: „Seht, Ich bestimme nie eine Zeit zu etwas, sondern handle allzeit nach
der Beschaffenheit der Umstände bei den Menschen, und zwar als Vater bei den
Kindern und als Gott bei den Weltmenschen. Wäre Ich nicht grausam, wenn Ich
sagen würde: ‚Im nächsten Jahr werde Ich Mein Gericht über euch losbrechen
lassen‘ — und täte es bestimmt, auch so ihr euch von Grund aus bessern würdet?
— Und täte Ich es nicht, wäre Ich dann nicht ein barer Lügner!? Und wie
vertrüge sich das mit Meiner Liebe und mit Meiner Heiligkeit? Aus dieser wahren
Ursache lasse Ich alle prophetischen Zeitbestimmer
und Zeitrechner anrennen und am Ende zuschanden werden.“
[Hi.
Bd. 1, S. 21, 2-3]
Jesus
erläutert die Gesichte Daniels von den vier großen Tieren, die nicht vier
Königreiche, sondern vom Anfange der Menschenzeiten auf dieser Erde an vier
große aufeinanderfolgende Menschheitsperioden bezeichnen.
[Ev.
Bd. 6, Kap. 101, 1-5]
Der
Herr: „In vielen somnambulen Träumen werden der Seele von den sie umgebenden
Geistwesenheiten auch künftige Begebenheiten vorgeführt, was für die
Jenseitigen nichts Schweres ist, da sie die Ordnung der Dinge kennen, weil sie
selbst die Hüter dieser Ordnung sind. Von diesen Visionen der Somnambulen ist
zwar viel zu halten, jedoch soll niemand auf diese Zukunftsschau wie auf ein
unwandelbares Schicksal bauen; denn dadurch soll niemand in seiner Willensfreiheit
beeinträchtigt sein. Will jemand ernstlich etwas anderes, als was ihm die
Geister in einer Vision gezeigt haben, so darf er sich nur vertrauensvoll an
Mich wenden; denn Ich allein kann alle Dinge in jedem Augenblicke ändern.“
[Ed.
Kap. 67, 15 und 17]
Jesus:
„Die Kenntnis vom Sein und Wirken der Naturgeister ist nicht für jedermann
heilsam. Viele Zauberer stehen mit Geistern und Kobolden in Verbindung und
führen mit ihrer Hilfe allerlei Zauberei aus. Aber solche Zauberei ist ein
Greuel vor Gott und wer sie übt, wird schwerlich je ins Reich Gottes kommen.“
[Ev.
Bd. 2, Kap. 65, 6]
Jesus
warnt vor dem Treiben der Geisterbeschwörer, das zur Hölle führt.
[Ev.
Bd. 1, Kap. 226, 8-9]
Jesus
verwirft das arge Treiben der Zauberer und schildert ihr jenseitiges Los in der
tiefsten Hölle.
[Ev.
Bd. 2, Kap. 65, 6, 10, 11 und 13]
Jesus
zu einem um Seinen Segen Bittenden: „Freund, wo Ich bin, da ist schon der Segen
mit Mir, eines mehreren bedarf es dann nicht. Lebe du nur nach der Lehre, die
Ich Meinen Jüngern gegeben habe, und du wirst zu dem wahren, lebendigen Segen
gelangen, der dir zeitlich und ewig zum größten Nutzen gereichen wird! Solch
ein Segen aber, wie du ihn dir vorstellst, ist zu nichts nütze. Sieh, die
Pharisäer teilen doch allerlei Segen aus und lassen sich dafür bezahlen; wem
aber hat ein solcher Segen je genützt!?“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 180, 1-2]
Jesus:
„Ich segne die Menschen wahrhaft dadurch, daß Ich ihnen das wahre Lebenslicht
gebe und das ewige Leben, wenn sie nach Meiner Lehre handeln! — Doch das gewisse
magische Segnen ist zu nichts nütze und vermehrt nur den Aberglauben der
Menschen.“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 180, 3]
Jesus
zu bekehrten Heidenpriestern: „Ihr habt die Zahl Sieben zu einer magischen und
bedeutungsvollen Sache gemacht, ihr allerlei Wirkungen zugeschrieben und das
ganze Volk damit betört!“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 96, 10]
Jesus
warnt einen abergläubischen Herbergswirt vor dem Gebrauch von Amuletten und
anderen Zaubermitteln. Er belehrt ihn auch darüber, daß nicht Sein, des Herrn,
leibliches Betreten seines Hauses den Bewohnern Segen bringe, sondern erst das
Handeln nach der Lehre des Herrn.
[Ev.
Bd. 8, Kap. 215, 11-21]
Die
drei Weisen aus dem Morgenlande bekunden die Fragwürdigkeit der auch von ihnen
geübten Weissagungen aus den Sternen, wenn sie ohne starke himmlische Erleuchtung
geschieht.
[Ev.
Bd. 6, Kap. 38, 7 und 9]
Bericht
der drei Weisen aus dem Morgenlande über den „Stern von Bethlehem“, eines nach
Westen wandernden Kometen, und über die von ihnen in den Sternen gelesene
Schrift: „Den Juden ist ein neuer König geboren, der ein Reich gründen wird,
das kein Ende hat in Ewigkeit, und er wird herrschen über alle Völker der
Erde.“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 38, 8]
Jesus
zu bekehrten Heidenpriestern: „Eure astronomischen Forschungen und Zeitberechnungen
sind in Ordnung und gut; ihr dürft sie auch weiter betreiben bis auf eure
Sterndeutung, wobei ihr aus den Sternen die Schicksale der Menschen herauslesen
und bestimmen wollt. Auch verwerfe Ich, daß ihr unter den Sternbildern Götter
sehet, sie anbetet und ihnen Opfer darbringt. — Aber rechnen dürft ihr, wie ihr
wollt, und zählen die Tage, Wochen, Monde und Jahre. Und ihr könnt auch Uhren
machen, soviel ihr möget, wenn ihr euch dabei aller Abgötterei und Wahrsagerei
enthaltet. Dieses Geschäft allein wird euch von Mir aus nicht widerraten,
obwohl bei eurer Zeitberechnung die Bestimmung von den das Jahr regierenden Planeten
eine leere, dumme Sache ist.“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 96, 3]
Jesus
zu bekehrten Heidenpriestern: „Gott ist nur einer, der alles, was da ist, aus
sich heraus erschaffen hat. An Ihn allein glaubet, haltet Seine Gebote und
liebet Ihn über alles in der Welt! So ihr aber das tut, da ist‘s mit den
regierenden Planeten nichts mehr; denn Gott allein ist der Regent aller Dinge,
aller Elemente und aller Zeiten!“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 96, 6-7]
Jesus
zu einem römischen Hauptmann: „Die wahre Sternkunde war auch den Menschen in
den alten Zeiten vertraut; aber als ihre Nachkommen sich stets mehr mit den Dingen
dieser Welt beschäftigten, dabei stolz und herrschsüchtig wurden, da vergaßen
sie bald der alten Weisheit, achteten ihrer nicht und meinten, daß derlei zu
wissen zur Fristung des Lebens nicht nötig sei. Es genüge, wenn die Weisen
Kunde davon hätten, das Volk solle nur auf seine Herden und Acker sehen und
sich nicht mit den Dingen am Himmel beschäftigen. Und siehe, dadurch ward das
Volk samt seinen Lenkern in allen geistigen Dingen dumm, blind und voll
Aberglaubens.“
[Ev.
Bd. 10, Kap. 16, 3]
Jesus:
Dem heidnischen Priestertum, das nach irdischen Gütern jagte, trug die wahre,
von Gott geoffenbarte Sternkunde zu wenig ein, daher griff es nach der
ägyptischen Astrologie und prophezeite den blinden Menschen daraus allerlei
Gutes und Schlechtes und ließ sich dafür reichlich bezahlen. Daß das, was sie
den Menschen aus den Sternen weissagten, oft in Erfüllung ging, dafür wußten
sie durch ihre geheimen Umtriebe zu sorgen.
[Ev.
Bd. 10, Kap. 130, 1-2]
Der
Evangelist Johannes: „Der irdische Mensch, welcher sich einer bestimmten
Neigung oder Fähigkeit zu sehr hingibt, erweckt dadurch den diese seelische
Kraft beeinflussenden Planeten in sich und wird diesem Einfluß, also der Macht
des Planeten untertan.“
[GS.
Bd. 2, Kap. 122, 7-9]
Der
Seher Mathael erklärt die Bedeutung der
Tierkreiszeichen.
[Ev.
Bd. 3, Kap. 102-105]
Jesus
zu Seinen Jüngern und Lehrverkündern: „Wie ihr nun von Gott belehrt seid, so
soll in der Folge jeder wahre Lehrer zuvor von Gott belehrt sein, ehe er in ein
Gottesamt tritt; denn wenn ein Mensch in einem Fach ein Meister werden will, so
muß er das zuvor doch von einem Meister des Faches wohl erlernen. In diesem
Fache aber, wo es sich um das Wichtigste und Heiligste für jeden Menschen
handelt, bin Ich allein der Meister.“
[Ev.
Bd. 8, Kap. 200, 9]
Erste
Aussendung von zwölf Jüngern Jesu, die mit der Macht ausgerüstet werden, Kranke
zu heilen und unlautere Geister auszutreiben.
[Ev.
Bd. 1, Kap. 134, 3-4]
Allzeit
gültige Verhaltungswinke bei der ersten Jüngeraussendung. Hauptregel: „Umsonst
habt ihr es von Mir empfangen und ebenso sollet ihr es wieder in Meinem Namen
hingeben!“
[Ev.
Bd. 1, Kap. 135, 8-12]
Jesus
empfiehlt Seinen Jüngern, Missionsreisen zu zweien oder dreien und nach einem
wohlüberlegten Plane zu unternehmen.
[Ev.
Bd. 1, Kap. 141, 8-10]
Jesus:
„Gehet hin in alle Welt zu den verlassenen Brüdern und Schwestern, trocknet
ihnen die Tränen von ihren Angesichtern und gebet ihnen reichlich zu trinken
von diesem reinsten Wein, den Ich euch allen zu trinken gab in Hülle und
Fülle!“
[Ev.
Bd. 3, Kap. 225, 15]
Jesus
sendet Seine Jünger in zwei Gruppen zur Lehrverkündung auf sieben Tage in die
Städte und Orte der Landschaft Hauran und gibt ihnen
dafür Verhaltensregeln hinsichtlich der Wahl der Herbergen, des Friedensgrußes
beim Betreten eines Hauses, der Annahme von Speise und Trank, der
Krankenheilung ohne Entgelt und der Verwendung von Opfergaben für Arme.
[Ev.
Bd. 10, Kap. 133, 4-13]
Jesus
zu dem Heilbadbesitzer Markus: „Wer zu dir kommt und Arbeit sucht, dem gib sie
nach seinen Kräften; aber allen Arbeitern soll dies Mein Evangelium gepredigt
werden, auf daß auch aus den dienenden Sklaven freie Menschen werden!“
[Ev.
Bd. 5, Kap. 167, 9]
Jesus:
„Wer in die Fremde zieht, um den dortigen Menschen zu nützen und ihnen ein gutes
Licht zu bringen, der wandere und wirke, und die Reise wird ihm viel Gewinnes
abwerfen. Jeder Prophet macht in der Fremde mehr Geschäfte als daheim in seinem
Lande.“
[Ev.
Bd. 2, Kap. 36, 19-20]
Jesu
Gleichnis vom Sämann, der seinen Samen auf viererlei Acker streut.
[Ev.
Bd. 4, Kap. 231, 9-14]
Jesus:
„Wer da predigt zur Heilung der Seelen, der führe wohl ein vernehmliches, aber
doch sanftes Wort und schreie nicht wie ein Rasender; denn ein aufgeregter
Mensch bessert niemand mit seinem Geschrei!“
[Ev.
Bd. 4, Kap. 39, 5]
Jesus:
„Wenn ihr jemanden belehrt, so dürft ihr nicht mit der Tür ins Haus fallen, sondern
müßt zuvor den Menschen genau erforschen, von welcher Seite er zugänglich ist!
Denn habt ihr ihn bei einer unzugänglichen Seite gefaßt, so habt ihr euch die
Arbeit unnütz erschwert und werdet dann lange zu tun haben, um solch einen
Menschen auf den rechten Weg zu bringen! Daher kann Ich euch nicht oft genug
sagen: Seid klug wie die Schlangen und sanft wie die Tauben!“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 113, 3]
Jesus:
„Wer ein rechter Lehrer sein will, der muß seine Lehren so stellen, daß seine
Jünger dabei viel zu denken und zu suchen haben, sonst macht er sie zu trägen
Wahrheitsforschern.“
[Ev.
Bd. 5, Kap. 246, 2]
Jesus
zu Petrus, der seinen schwachen Fang von wenigen kleinen Fischen wieder ins
Meer werfen will: „Behalte, was du gefangen hast; denn die kleinen Fische sind
oft recht gute Fische und Mir lieber als die großen, die oft ein zähes und
schwer verdauliches Fleisch haben. — Merke dir diese Entsprechung als
Menschenfischer!“
[Ev.
Bd. 2, Kap. 43, 17-18]
Jesus:
„Bei der Verbreitung Meiner Lehre sehet nicht etwa aufs Kleid oder auf eine
Außenwürde, sondern allein auf Benehmen, Herz und Gemüt eines Menschen. Ist
dieses edel, sanft und geduldig, dann verkündet ihm das Evangelium und saget:
‚Der Friede sei mit dir im Namen des Herrn und mit allen Menschen, die eines
guten Willens sind!“
[Ev.
Bd. 4, Kap. 86, 12]
Jesus
zu neuen Jüngern: „Diese Welt ist Mein Weinberg, und die Menschen, die Mein
Wort hören, halten und an Mich, den Gottessohn, glauben, sind die edlen Reben,
die Mir viel Frucht bringen. Aber zwischen den edlen Reben gibt es viele
unedle, diese sollen auch veredelt werden, und dazu benötigt es vieler
kräftiger Arbeiter. Wohl denen, die sich als tüchtige Arbeiter in Meinem Weinberg
erweisen, und zwar aus Liebe zu Gott und zum Nächsten!“
[Ev.
Bd. 8, Kap. 125, 18]
Jesus:
„Wer nicht völlig Gottes wird, ehe er sich wirkend kehrt zur Welt, den verführt
die Welt und verschlingt bald sein Herz und seine Seele; wer aber zuvor ganz
Gottes geworden ist, dem kann die Welt nichts mehr anhaben; denn er hat um sich
einen festen Damm und eine Burg erbaut, die von der Hölle nicht überwunden
werden können.“
[Ev.
Bd. 8, Kap. 125, 12]
Jesus:
„Gleichwie ihr selbst vor allem wahre Täter Meines Wortes sein sollt, so ihr es
in euren Herzen lebendig erfahren wollet, wer der ist, der euch diese Lehre der
Liebe gegeben hat, so sollet ihr auch alle, denen ihr Mein Wort verkündet, zur
Tat antreiben. Denn wenn Mein Wort ins Herz dringt, dann wird es lebendig,
bemächtigt sich des Willens, treibt den ganzen Menschen zur Tat an. Durch
solches Tun wird dann im alten Menschen ein neuer Mensch.“
[Ev.
Bd. 1, Kap. 140, 10-12]
Der
Erzengel Raphael zu einem Redelustigen: „Es ist besser, viel und gut handeln
als viel und gut reden! Da vielen Menschen zur wahrhaft guten Rede die rechte
Weisheit mangelt, so reden sie häufig Unsinniges und schaden dadurch schwachen
Gemütern und auch sich selbst, weil sie hochmütigen Herzens werden. Durch
solche schädliche Redelust werden allerlei falsche Lehren verbreitet, und die
arme Menschheit wird verblendet und verfinstert, so daß es nachher sehr schwer
ist, sie zu erleuchten. Ein demütiges, der wahren, tätigen Liebe offenes Herz
aber ist die beste Pflanzschule der hohen Weisheit und wird auch da gut und
recht zu reden verstehen, wo es vonnöten ist!“
[Ev.
Bd. 4, Kap. 30, 8]
Der
Erzengel Raphael zu dem redelustigen Risa, einem
jungen Freunde Jesu: „Wenn du viele Erfahrungen gemacht hast, wirst auch du gut
zu reden und zu lehren wissen. Aber zuerst sammle dir Erfahrungen und werde
reich und gut an edlen Handlungen!“
[Ev.
Bd. 4, Kap. 30, 14]
Jesus:
„Ein Prediger muß vor allem selbst in Ordnung sein, bevor er jemand lehrt.
Sonst ist die Lehre hohl und läßt auch den Lehrling hohl. Wenn aber jemand
selbst ein eifriger Befolger dessen ist, was er lehrt, so werden auch seine
Jünger sich mit Eifer bestreben, so vollkommen wie ihr Meister zu werden.“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 163, 2]
Jesus:
„Wer seine Brüder lehrt in Meinem Namen, muß nicht aus seinem, sondern aus
Meinem Brunnen schöpfen! Er soll nicht denken: ‚Wie soll ich vor diesem oder
jenem reden das Wort des Herrn?‘; denn zur rechten Zeit wird es ihm ins Herz
und auf die Zunge gelegt werden, was er zu reden hat. Wem aber diese Gnade
zuteil wird, der scheue sich nicht, Mein Wort laut auszusprechen, auch vor
einem Machthaber, ohne Furcht, diesen damit zu beleidigen oder zu erzürnen.
Denn wer die Welt mehr fürchtet als Mich, der ist Meiner und Meiner Gnade nicht
wert!“
[Ev.
Bd. 4, Kap. 165, 9-10]
Jesus
zu einem römischen Oberrichter, der sich über die Unkenntnis seiner
Zeitgenossen auf dem Gebiet der Naturwissenschaft wundert: „Zum zweifelsfreien,
richtigen Erkennen in den Dingen der Naturwelt gehört zum voraus eine geistige
Gewecktheit, die Erkenntnis des einen wahren Gottes und auch des eigenen
menschlichen Wesens. — Erst wenn der Mensch in diesen Hauptstücken im klaren
ist und dadurch Mein Geist seine Seele durchdringt, wird der Mensch mit seinem
von oben her erleuchteten Verstande auch die Wesenheit und Ordnung in den
Dingen der großen und kleinen Naturwelt fassen und von Grund aus begreifen.
Darum heißt es: zuerst das Evangelium vom Reiche Gottes auf Erden den Menschen
predigen, und haben sie das angenommen und sind durch den Geist aus Gott
gestärkt, dann werden sie alle anderen Wahrheiten leicht fassen. Denn Mein
Geist, den Ich in Fülle über jeden ausgießen werde, der an Mich lebendig glaubt
und Mich liebt, der wird die Menschen in alle Weisheit und Wahrheit leiten.“
[Ev.
Bd. 9, Kap. 184, 6-8]
Jesus
zu Naturfreunden: „Ich sage euch, daß ihr die Menschen nicht zu sehr auf die Natur
der materiellen Dinge der Welt hinweiset, daß sie Gott in ihnen suchen sollen;
ihr werdet damit die Menschen nur zu einem Ahnen des Daseins eines Gottes, aber
nie zu Seiner vollen Erkenntnis und zum wahren, lebendigen Glauben an Ihn
bringen. Schicket daher Mein lebendiges Wort voraus und machet dann erst die
Menschen, welche Mein Evangelium angenommen haben, auf den Grund und die
Erscheinungen der Dinge in dieser Welt aufmerksam, und ihr werdet so die besten
Erfolge von eurer Arbeit und Mühe ernten! Wenn ihr Meine Lehre, wie ihr sie von
Mir klar und rein bekommet, euren Brüdern gebet, so werden sie euch hören und
die Lehre auch annehmen, und da Meine Worte Kraft, Macht und Leben in sich
bergen, so werden sie eine ganz andere Wirkung in den Gemütern eurer Brüder
hervorbringen als alle erdenklichen Beweise aus dem Bereiche der materiellen
Welt. Wenn dann die Menschen an Mich glauben und nach Meinem Willen leben und
handeln, so werden sie schon den wahren Lehrer und Weiterführer in sich finden,
der sie in alle anderen Wahrheiten leiten wird.“
[Ev.
Bd. 8, Kap. 108, 10, 14, 11-12]
Jesus
zu Seinen Jüngern und Freunden: „Wer seine Mitmenschen belehrt in der rechten
Ordnung, d.h. zuerst über das Reich Gottes, der baut ein Haus auf Felsengrund.
Wenn über ein solches Haus dann Stürme und Fluten kommen, so werden sie ihm
nichts anhaben können, weil es auf Felsengrund erbaut ist. Und dieser
Felsengrund bin Ich; mit Mir anfangend, werdet ihr alles bestens vermögen, —
ohne Mich aber nichts!“
[Ev.
Bd. 9, Kap. 185, 3]
Einen
bekehrten Stoiker, den Bürgerobersten von Abila, der
im ersten Begeisterungsfeuer alle Menschen mit der Lehre des Herrn beglücken
möchte, belehrt Jesus: „Liebe und Geduld sind die zwei größten Dinge zu allem
in der Welt. An Liebe fehlt es dir nicht, weshalb Ich Mich auch von dir habe
finden und bald erkennen lassen, aber an der rechten, mit der Liebe im Einklang
stehenden Geduld fehlt es dir noch. Siehe, tue heute in Meinem Namen nur soviel
wie dir möglich ist, und es wird dir der nächste Tag schon sagen, was du ferner
tun mußt. Denn in dieser Welt läßt sich nichts übers Knie brechen. Denn ginge
das, da wäre Ich niemals als Mensch mit Fleisch und Blut zu euch gekommen und
hätte euch nicht in den Dingen Meines Reiches selbst mit übergroßer Geduld
unterwiesen. Jeder Mensch hat seinen freien Willen, und dieser muß vor allem
geachtet und berücksichtigt werden.“
[Ev.
Bd. 10, Kap. 68, 1-3]
Der
Erzengel Raphael: „Wenn ein Mensch die Wahrheit aus Hochmut und Eigendünkel
nicht annehmen will, dann verdient er eine längere Geduld nicht. Aber mit einem
Menschen, der infolge seiner Geistesarmut die Wahrheit nicht begreifen und
annehmen kann, habe Geduld. Wenn er dadurch verständiger wird, dann wird er die
Wahrheit schon annehmen.“
[Ev.
Bd. 7, Kap. 114, 12]
Jesus:
„Ein rechter Himmelsbote geht von Gemeinde zu Gemeinde und sagt: ‚Der Friede
sei mit euch, das Reich Gottes ist nahe zu euch gekommen!‘ Wird der Bote
angenommen, so bleibe und predige er; wird er aber von einer Gemeinde, die zu
sehr der Welt und des Teufels ist, nicht angenommen, so ziehe er weiter und
schüttle den Staub von seinen Füßen!“
[Ev.
Bd. 4, Kap. 165, 6]
Jesu
Gleichnis von dem Weltstaub, den die lehrenden Jünger von den Füßen schütteln
sollen. Mit diesem Staub meint Jesus die scheinklugen Reden der Weltmenschen.
[Ev.
Bd. 6, Kap. 59, 8-10]
Der
Herr: „Ein blindes, unwissendes Volk ist leicht zu bekehren; denn es hat bei
seiner Blindheit doch ein offenes, gläubiges Herz; aber ein hochkultiviertes
Industrievolk hält sich für weiser als Ich es bin. Ja, es braucht Mich gar
nicht; denn die Welt hat sich nach seiner Meinung selbst erschaffen und
notwendig auch ihre Gesetze.“
[H.
Bd. 3, Kap. 138, 4]
Jesus
zu Seinen Jüngern: „Merket euch, wie Ich die Menschen behandle, und wie Ich sie
je nach der Art ihrer Seele belehre! Tuet desgleichen, und ihr werdet gute
Erfolge haben!“
[Ev.
Bd. 9, Kap. 108, 17]
Einen
begeisterten Freund, der behauptet, daß nach einer klaren Verkündung der göttlichen
Lehre jeder Mensch sein ewiges Lebensziel erkennen und danach handeln müsse,
belehrt Jesus: „Vor wie vielen Menschen habe Ich gelehrt auf dem offenen Felde,
auf den Straßen, in den Städten, Flecken, Häusern, auf dem Meere, auf den
Bergen, im Tempel und in der Wüste! — Und Ich habe dabei, um den Blinden die
Augen zu öffnen, stets große, nie erhörte Zeichen gewirkt; gehe hin und forsche
nach, wie wenige sich von allen, die Mich gehört und gesehen, wahrhaft bekehrt
haben! Und siehe, wie es nun ist, ebenso wird es in der Folge sein.“
[Ev.
Bd. 9, Kap. 181, 4-5]
Jesus
zu einem wankelmütigen alten Rabbi, der es auch mit den Heiden und ihren
Göttern hält: „Allen Menschen, ob Juden oder Heiden, der Wahrheit nach Freund
sein, ist gut und recht und auch Mein Wille — denn auch Ich lasse Meine Sonne
über Juden und Heiden leuchten —; aber Menschen, die in der alten Blindheit
schmachten, in ihrem Irrwahn noch bestärken, anstatt sie aus wahrer,
uneigennütziger Nächstenliebe auf den Weg des Urlichtes zu leiten, ist
schlechter, als ein Dieb und Straßenräuber sein! Das merke dir, du alter Doppellehrer!“
[Ev.
Bd. 10, Kap. 38, 5]
Jesus
zu berufenen Lehrverkündern: „Merket euch wohl, daß es leichter ist, dem Menschen
eine Kunde im Bereich des Wissens zu verschaffen, als sein Gemüt zu einem festen
Glauben zu bewegen. Darum sollet ihr auf die Gründung des lebendigen Glaubens
ein viel schärferes Augenmerk haben als auf ein pures Wissen; denn im Wissen
allein ist das Leben nicht, wohl aber im reinen, durch die Werke der Liebe
lebendigen Glauben. Das noch so reine Wissen ist ein Ablicht
der Dinge und ihrer vergänglichen Ordnung dieser Welt, aber die Dinge des
Glaubens sind ein wahres Licht aus den Himmeln, ein lebendiges Angehör des
Gemütes, der Seele und ihres Geistes und somit unsterblich und unvergänglich.
Alle sichtbaren Dinge werden vergehen, aber Meine Worte und wer an sie glaubt,
werden ewig bestehen!“
[Ev.
Bd. 9, Kap. 132, 12-14]
Jesus:
„Die reine, göttliche Wahrheit kann im allgemeinen dem Menschen von Mir nicht
gegeben werden, sondern nur verhüllt in Gleichnissen und Bildern, auf daß er
sie, aus solchen Bildern suchend, entwirren kann. Nur mit wenigen Menschen rede
Ich ohne Vorbehalt; denen ihr die göttliche Wahrheit weitergebet, die sollen
sie von euch aber nicht völlig nackt erhalten, sondern ein wenig verhüllt, auf
daß ihnen die Gelegenheit zum freien Nachdenken und zur freien Tätigkeit ja
nicht benommen wird.“
[Ev.
Bd. 3, Kap. 168, 12]
Jesus:
„Ein verfinstertes Volk kann ein plötzlich aufgehendes helles Licht nicht ohne
Schaden vertragen; darum muß das Licht ganz sparsam zugelassen werden, damit
sich die Menschen nach und nach daran gewöhnen.“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 40, 2]
Zur
Erkenntnis des Vaters in Jesus bedarf es der Reife.
[Ev.
Bd. 1, Kap. 109, 16-17]
Jesus
gebietet seinen Jüngern, vor den Weltkindern ihrer Unreife wegen über das Geheimnis
Seiner Gottheit zu schweigen.
[Ev.
Bd. 1, Kap. 230, 15-16]
Das
Jesuskindlein zu Joseph, der einen gottsuchenden römischen Hauptmann auf eine
spätere Zeit vertrösten will: „Denen, die da bitten, suchen und anklopfen, muß
aufgetan werden die lange verschlossene Pforte in Mein Reich! Doch mußt du
nicht gerade mit dem Finger auf Mich herzeigen, weil Meine Zeit noch nicht da
ist; denn du weißt es ja, daß alles seine Zeit haben muß!“
[Jug. Kap. 144, 22-23]
Jesus:
„Es ist nicht allen gegeben, die Geheimnisse des Gottesreiches zu fassen. Wenn
ihr aber dennoch jemanden findet, der eines rechten Geistes Kind ist, dem
könnet ihr nach und nach ein und das andere Geheimnis offenbaren, aber nur für
ihn selbst; denn Ich will es, daß ein Mensch sich solch ein Wissen durch den
eigenen Fleiß nach Meiner Lehre erwerben soll.“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 61, 6]
Der in
allen Religionen, in aller Weltweisheit und in der Klugheit der alten Völker
bewanderte und durch Jesus bekehrte Pharisäer Floran
wird zur Mission unter den Kindern der Welt berufen.
[Ev.
Bd. 3, Kap. 159, 11]
Der
Herr: „Wer als Mein Bote alle Menschen gewinnen will, der muß mit allen alles sein.
Er muß weinen mit den Weinenden, scherzen mit den Scherzenden, fröhlich sein
mit den Fröhlichen, traurig mit den Trauernden, leidend mit den Leidenden,
gesund mit den Gesunden, krank mit den Kranken, stark mit den Starken, schwach
mit den Schwachen und somit auch ein Gelehrter mit den Gelehrten! Denn jeder
ist nur in seiner Schwäche, die sein Joch, sein Netz und seine Schanze ist, zu
fangen. — So komme auch Ich selbst nun allen entgegen mit weit ausgebreiteten
Armen und rufe von neuem: Kommet alle her, die ihr mühselig und beladen seid,
Ich will euch alle erquicken!“
[Hi.
Bd. 2, S. 281, 23-25]
Jesus
zu Seinen Jüngern: „Habt wohl acht darauf, daß nach Meinem leiblichen Scheiden
von euch nicht Zänkereien und Streitigkeiten vorkommen; denn diese würden vollwahr
die Mutter des Gegenchristen auf dieser Erde werden. Ich sage es euch zum
voraus, damit ihr solches verhütet!“
[Ev.
Bd. 8, Kap. 20, 2]
Der
Herr: „Seit den Zeiten der Apostel hat es eine Unzahl Eiferer gegeben, die mit
glühendem Schwerte die Welt bessern wollten. Ströme von Blut wurden vergossen!
Mit welchem Erfolge? — Ich sage euch: Mit offener Gewalt wird niemand etwas
ausrichten gegen die Welt; denn wo die Welt Gewalt sieht, dort begegnet sie ihr
wieder mit Gewalt! Wer die Welt bekämpfen will, der muß sie mit heimlichen
Waffen bekämpfen, und diese Waffen sind Meine Liebe und Mein Friede in euch!
Jeder aber muß zuerst mit diesen Waffen die eigene Welt in sich besiegen, dann
erst wird er eben diese Waffen allzeit siegreich gegen die Außenwelt gebrauchen
können.“
[Schrft. Kap. 35, 17, 21 und 22]
Der
Herr: „Mein Joch ist sanft, und Meine Bürde ist leicht! Meine Kinder sollen
darum nicht eigenwillig ins Feld ziehen für Mich und sich (ohne Not) verwunden
lassen von Meinem Feinde; — für sie werde schon Ich kämpfen. Denn die Liebe
steht höher als der (eigenmächtige) Kampf! — Wer aber selber kämpfen will und
Freude hat am Kampfe, der muß sich auf allerlei Wunden gefaßt machen und sehe
zu, daß er nicht unterliege im Gefecht! Der Sieger aber steht nicht über der
reinen Liebe, sondern unter ihr, solange er nicht die Siegerkrone in die Flamme
der Liebe wirft!“
[Hi.
Bd. 1, S. 13, 4-5]
Jesus:
„Wer, so es nottut, Mich vor der Welt bekennt, den werde auch Ich bekennen vor
dem Vater im Himmel. Wer Mich aber nicht bekennt vor der Welt, wenn es nottut,
den werde auch Ich nicht bekennen vor dem Vater im Himmel.“
[Ev.
Bd. 7, Kap. 127,9]
Jesus:
„Jeder Arbeiter in Meinem Lebensweinberg wird nach seinem Fleiß und Eifer einen
guten Lohn zu gewärtigen haben. Hier auf Erden wird dieser zwar stets nur ein magerer
sein für den Leib, aber ein desto größerer für Seele und Geist!“
[Ev.
Bd. 8, Kap. 163, 8]
Jesus:
„Was euch die Menschen Meiner Lehre wegen aus freudigem Herzen tun und geben,
das nehmet an und gebrauchet es zu eurem und eurer Nächsten Besten, und die
Gnade Gottes wird euch darum nicht genommen werden.“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 92, 3]
Jesus
zu neubekehrten Wortverkündern: „Nehmet euch an Mir ein Beispiel! Ich kam ungerufen
aus reiner Liebe zu euch und erwies euch sofort alle Liebe, ohne Entgelt zu verlangen;
da ihr Mich aber erkanntet und Mir nun mit aller Liebe entgegenkommet, so nehme
Ich solche eure Liebe auch mit freudigem Herzen an und verschmähe es nicht, an
eurem Tische mit Meinen Jüngern zu essen und zu trinken. Und so erweiset auch
den Menschen zuerst Liebe ohne Entgelt; wenn sie euch dann gleichfalls mit
aller Liebe entgegenkommen, da nehmet aber allzeit mit Ziel und Maß — von
ihnen, was sie euch bieten! Wenn ihr so handelt, dann werdet ihr bald Mein
Reich auf Erden in Hülle und Fülle sich ausbreiten sehen!“
[Ev.
Bd. 10, Kap. 84, 11-12]
Jesus:
Ein wahrer Himmelsbote soll nicht mehr besitzen, als den einfachen irdischen Bedürfnissen
entspricht.
[Ev.
Bd. 4, Kap. 165, 12]
Der
Erzengel Raphael: „Ein wahrer Wundertäter wirkt Wunder nicht, um sich von der
blinden Welt anstaunen zu lassen oder gar materielle Schätze zu gewinnen,
sondern ihm liegt daran, seinen Nebenmenschen den wahren Lebensweg zu zeigen,
ihnen Mut und Vertrauen zu geben zum Kampfe mit der Welt und mit ihren bösen
Leidenschaften, ihnen zu zeigen des Lebens wahren Grund, Wert und Zweck und sie
auf diese Weise dahin zu bringen, wozu sie alle von Gott aus berufen sind,
nämlich zum wahren, ewigen Leben und zu dessen höchster Glückseligkeit.“
[Ev.
Bd. 5, Kap. 51, 6]
Jesus:
„Wer Mir einen Verlorenen wiederbringt, wird mehr Lohn erhalten als derjenige,
der Mir auf einer eingefriedeten Weide hundert Lämmer wohl gehütet hat. Denn
einen ehrlichen Menschen bei der Tugend erhalten, ist eine leichte Arbeit; aber
einen verachteten, verstockten Sünder wieder zu Ehren erheben, das wird von Mir
hoch angesehen!“
[Ev.
Bd. 3, Kap. 163, 6]
Jesus:
„Ich bin der Allerhöchste und Ich suche und nehme das Verachtete und in den
Augen der Welt Verlorene auf. Denn die Gesunden bedürfen des Arztes nicht.
Wollet ihr vollkommen Meine Jünger und Diener sein, so müsset ihr auch darin so
sein, wie Ich selbst bin.“
[Ev.
Bd. 3, Kap. 163, 7-8]
Jesus
zu bekehrten Sklavenhändlern: „Wendet ab euer Ohr und Herz von euern Wahrsagern!
Seid die rechten Priester eurer Mitmenschen, und ihr sollet darum einen großen
Schatz der geistigen Gaben aus Mir schon in jüngster Zeit überkommen. Redet
aber dabei nicht zuviel von Meinen Zeichen, sondern habt vor allem Meine Lehre
vor Augen. Denn das Heil für die Menschen liegt ja nicht in den gewirkten Zeichen,
sondern in Meiner Lehre und hauptsächlich in ihrer lebenstätigen Befolgung.“
[Ev.
Bd. 7, Kap. 165, 2-3]
Jesus
zu Seinen Jüngern: „Lasset stehen die Tempel und die Priesterhäuser, bearbeitet
nur das Volk! Ist das einmal auf eurer Seite, dann werden die alten
Götzentempel ehestens von selbst allen Wert verlieren und zusammenstürzen. Und
ihre Diener werden aus eigenem Antrieb oder notgedrungen zu euch übergehen, die
neue Lehre annehmen und mit ihr zu wirken anfangen.“
[Ev.
Bd. 5, Kap. 118, 8]
Jesus
zu einem bekehrten reichen Zöllner: „Die Götzenpriester laß vorderhand so wie
sie sind! Sie haben ihr Amt und ihr Brot und werden darum von dem nicht leicht
abstehen, was sie sind. Aber mit der Zeit kannst du dem einen oder anderen
etwas von Meiner Lehre kundtun, und sie werden euch wenig oder gar keine
Anstände machen. Nach und nach werden auch die Götzentempel fallen. Aber Ich
gebe euch dennoch kein Gebot, daß ihr sie zerstören sollt; es genügt vollkommen,
daß sie in eurem Herzen zerstört sind.“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 92, 11]
Jesus:
„Ich sehe es leider voraus, daß es mit Meiner Lehre in wenigen Jahren, nachdem
Ich heimgegangen bin, im allgemeinen sehr traurig aussehen wird. Aber Ich sehe
auch, daß sie sich in kleinen Gemeinden sonnenrein bis ans Ende der Zeiten
dieser Erde erhalten wird! Und das ist eine große Erquickung Meinem liebenden
Vaterherzen!“
[Ev.
Bd. 4, Kap. 250, 5]
Große
Voraussage Jesu über die Zukunft Seiner Lehre.
[Ev.
Bd. 8, Kap. 14, 1-11]
Jesus:
„Habt keine Scheu vor den Weltmenschen! Verkündet offen am Tage Meine Lehre und
fürchtet euch nicht vor denen, die wohl den Leib töten können, aber nicht die
lebendige Seele.“
[Ev.
Bd. 1, Kap. 138, 21]
Jesus
sagt für Seine Jünger sehr harte Lebensproben und schwere Verfolgungen seitens
der Welt um Seines Namens willen voraus.
[Ev.
Bd. 9, Kap. 62, 8]
Jesus:
„Ich bin nicht auf diese Welt gekommen, um ihr, wie sie ist, Frieden und Ruhe
zu bringen, sondern das Schwert zum Kampfe wider sie. Ich selbst bin als die
ewige Wahrheit das Schwert; und dieses Schwert habe Ich auch euch zum Kampfe
wider die Hölle und ihre Macht gegeben. Fürchtet darum diejenigen nicht, die
wohl euren Leib töten, aber der Seele nicht schaden können; sondern fürchtet
Den, dem alle Macht zu eigen ist im Himmel und auf Erden!“
[Ev.
Bd. 9, Kap. 101, 8]
Jesus
zu berufenen Verkündern Seiner Lehre: „Wenn ihr seht, daß ihr mit Liebe und
Weisheit bei zu finsteren Menschen nichts ausrichten könnt, dann kehret ihnen
den Rücken und ziehet von dannen; ihr werdet andere Menschen finden, an denen
ihr in Meinem Namen guten Gewinn machen werdet! Bekennen sollt ihr Mich vor
allen Menschen, wie auch Ich euch bekenne vor Meinem Vater; aber aufdrängen
sollt ihr Mich den Weltfinsterlingen nicht und ihnen auch nicht Meine Perlen
vorwerfen!“
[Ev.
Bd. 9, Kap. 148, 11, 12 und 14]
Jesus
zu Seinen Jüngern: „Wenn ihr in Meinem Namen den Menschen künftig das
Evangelium predigt, so werdet ihr allerlei Urteilen über euch begegnen. Sind
diese blind und dumm, jedoch nicht böse, so laßt die Menschen reden! Sind ihre
Urteile aber böser Art, dann möget ihr die bösen Beurteiler entweder vor einem
Richter zur Rede stellen, oder ihr verlasset den Ort und schüttelt den Staub
von euren Füßen, und Ich werde dann im geheimen schon den Richter über solch
einen Ort und seine Bewohner machen.“
[Ev.
Bd. 9, Kap. 7, 12]
Jesus:
„Es ist vom Anfange her kein Weib berufen worden, als Prophetin vor dem Volke
zu weissagen; aber wenn ein Weib frommen Herzens ist, die Gebote hält und seine
Kinder weise in der wahren Gottesfurcht und Liebe erzieht, so ist es gleich
einem Propheten, und der Geist aus Gott nimmt auch in seinem Herzen Wohnung.
Darum sollet ihr in der Folge, wenn ihr Mein Wort predigt, die Weiber nicht
ausschließen, sondern ihnen nichts vorenthalten, was euch vom Reiche Gottes
geoffenbart worden ist!“
[Ev.
Bd. 8, Kap. 213, 9-10]
Der
Evangelist Johannes belehrt den weisen Ältesten eines Zentralsonnengebietes
über den Weg zur Gotteskindschaft: „Willst du ein Kind des Herrn sein, so mußt
du nicht sein wollen der Erste und der Vornehmste, sondern gleich einem
geringsten Knecht all derer, die du führest. Du mußt sie nicht lehren die Weisheit,
sondern Demut und Liebe, dann werdet ihr alle überkommen die wahre Weisheit. —
Darum sei von ganzem Herzen demütig! Liebe Gott aus allen deinen Lebenskräften
über alles und erfülle dadurch Seinen Willen, daß du deine Brüder und
Schwestern achtest und liebest wie dich selbst!“
[GS.
Bd. 2, Kap. 59, 14-15]
Der
Herr sagt über die geistige Lehrverkündung auf dem Saturn: „Die Saturnmenschen
werden zuerst durch äußere Belehrung über das Wesen Gottes unterrichtet. — Dann
werden sie hingelenkt zur Erkenntnis des Großen Geistes und sodann zur Ausübung
des erkannten Willens Gottes.“
[Sa.
Kap. 44, 10-11]
Jesus
zu berufenen Verkündern Seiner Lehre: „Wenn ihr in Meinem Namen zu den Menschen
redet, so denket zuvor nicht lange darüber nach, was ihr reden sollt; denn es
werden euch (den Berufenen) durch Meinen Geist die rechten Worte ins Herz und
in den Mund gelegt. Das gilt auch für alle, die nach euch das Volk in Meinem
Namen zu lehren haben. Erbauet Mir keine Tempel und machet nicht gewisse Tage
im Jahre zu besonderen Tagen, sondern bestimmt in der Woche einen Lehrtag,
lasset die Menschen dann in eure Versammlungshäuser kommen und belehret sie!“
[Ev.
Bd. 7, Kap. 165, 4-5]
Jesus
erteilt neuen Jüngern Ratschläge für die Lehrverkündung und fährt fort: „Wenn
ihr eine Gemeinde bekehrt, geheilt und in Meinem Namen gefestet habt, dann
stellet aus ihrer Mitte den kundigsten und getreuesten Mitbürger zu einem
freundlichen Hüter und Aufseher über die Gemeinde und erteilet ihm besonders
die Gaben des Heiligen Geistes, auf daß er ein wahrer Wohltäter der ihm
anvertrauten Gemeinde werde!“
[Ev.
Bd. 8, Kap. 23, 12-14]
Missionswinke
Jesu für berufene Verkünder Seiner Lehre: „Teilet euer Brot mit den Armen,
lasset euch dafür nicht ehren und begehret von niemandem einen Lohn oder ein
Opfer; denn umsonst habt ihr es bekommen und sollet es umsonst auch wieder an
eure Mitmenschen austeilen! Den Lohn dafür habt ihr in allem von Mir zu
gewärtigen. Wenn aber ein Vermögender kommt und euch freiwillig ein Dankopfer
bringt, so nehmet es an und beteilet damit die Armen! Wer euch in Meinem Namen
ein Opfer brachte, den schätzet darob nicht höher als den armen Bruder, auf daß
er nicht eitel werde und sich über seine Brüder erhebe, sondern nur in der
Liebe zu ihnen wachse; dann wird Mein Segen ihm reichlich sein Opfer
vergelten!“
[Ev.
Bd. 7, Kap. 165, 5-6]
Jesus
zu berufenen Lehrern: „Wenn die Menschen euch freiwillig aus Liebe dies und jenes
tun oder geben, dann möget ihr es ohne Bedenken in Liebe und Freundlichkeit annehmen.
Doch von den Armen sollet ihr auch unter dieser Bedingung nichts nehmen,
sondern diese unterstützet noch obendrauf, damit sie völlig innewerden der
ewigen Liebe und Freundlichkeit Gottes!“
[Ev.
Bd. 8, Kap. 200, 5]
Jesus
zu Seinen Jüngern: „Ihr sollet im Anfang euch nicht mit zu vielem Schreiben abgeben,
sondern mehr mit dem Reden, damit die Menschen erst einmal erfahren, um was es
sich handelt. Sind die Menschen davon in Kenntnis und haben sich in Meinem
Namen Gemeinden gebildet, so könnet ihr diesen aus einem entfernten Wirkungsort
auch schreiben und ihnen ein schriftliches Gedenkzeichen hinterlassen. Aber
ermahnet die Gemeinde aufs lebendigste, daß sie mit derlei Hinterlassenschaft
keine Abgötterei treibe!“
[Ev.
Bd. 8, Kap. 79, 4-6]
Paulus
an die Gemeinde zu Laodizea: „Lasset das lebendige
Wort Christi reichlich unter euch wohnen in aller Liebe und wahrer, vollkommener
Weisheit aus ihr! Lehret und vermahnet und erbauet euch gegenseitig mit
allerlei herrlichen geistigen Dingen und Betrachtungen! Auch mit Psalmen der
Liebe und anderen Lobgesängen und geistlichen, lieblichen Liedern; aber singet im
Herzen und macht nicht ein leeres Getöne mit dem Munde, so werdet ihr dem Herrn
angenehm sein!“
[Lao.
Kap. 3, 25-26]
Jesus
zu der einstigen Sünderin Helena, die sich im Jenseits scheut, lehrend das Wort
zu ergreifen: „Siehe, in seinem Briefe an die Römer, und zwar im 16. Kapitel,
grüßt Paulus mehrere Frauen, die viel mit Wort und Tat in der Gemeinde in
Meinem Namen gearbeitet hatten. — Siehe, Meine liebe Helena, solchen Weibern
hat Paulus keine Mundsperre in der Gemeinde angelegt, sondern nur solchen, die
aus Hochmut in der Gemeinde Sitz und Stimme erstrebten und, ohne Meinen Geist
zu haben und zu begreifen, dennoch reden wollten! — Wenn ein Weib voll Meines
Geistes wird, dann kann und muß sie sogar reden, was und wie es der Geist von
ihr verlangt!“
[Rbl.
Bd. 1, Kap. 84, 5-6]
Jesus:
„Wenn einem Gemeinderabbi vom Geiste Gottes angezeigt wird, daß ein Gemeindeglied
auf Abwege geraten ist, dann gehe er sogleich hin und ermahne es und warte dazu
nicht den Sabbat ab; denn für den Verirrten und wieder Zurechtgebrachten wird
der Tag ein rechter Sabbat sein, an dem er sich völlig bessert.“
[Ev.
Bd. 8, Kap. 89, 10]
Jesus
zu den bekehrten Bewohnern einer von Ihm reich gesegneten Gegend: „Menschen,
welche durch euch vollgläubig werden, die segnet in Meinem Namen, indem ihr ihnen
die Hände aufleget und im festen Vertrauen auf Mich zu ihnen saget: ‚Gott der
Herr, der im Menschensohne Jesus zu uns gekommen ist und durch die Macht Seines
Wortes und Willens bezeugte, daß Er der verheißene Messias ist, sei mit euch
und durch Ihn der Friede den Menschen auf Erden, die an Ihn glauben, eines
guten Willens sind und Seine Gebote halten!‘ Doch denen, die nur halbgläubig
sind, tuet das erst, wenn auch sie mit der Zeit voll Glaubens werden; denn ein
halber Glaube taugt für den Empfang Meines Segens nicht.“
[Ev.
Bd. 10, Kap. 128, 17-19]
Jesus:
„Werden arge Sünder nicht besser, so könnet ihr die Sache bei einem Weltrichter
anzeigen, und der unverbesserliche Feind soll aus der Gemeinde gestoßen werden!
Denn wer da unverbesserlich Arges tut, der soll auch, auf daß durch ihn die
Mitmenschen nicht länger geärgert werden, gezüchtigt werden!“
[Ev.
Bd. 9, Kap. 159, 15]
Auf
die Bedenken Seiner ersten Jünger, daß auch sie wegen des ihnen vom Herrn verliehenen
hohen Lehramtes von den Menschen geehrt werden könnten, erwidert Jesus: „Daß
euch die Menschen nicht ehren sollen, dafür habe Ich kein Gebot gegeben. Aber
wenn ihr euch darauf etwas einbildet, als wäret ihr mehr als die, welche euch
ehren, so habt ihr dadurch euren Lohn schon empfangen. Wollet ihr aber als
Meine Arbeiter vor Mir als verdienstlich und wohl angesehen dastehen, so saget
in eurem Herzen, wenn ihr alles auf das gewissenhafteste in Meinem Namen getan
habt: ‚Herr, wir sind vor Dir faule und unnütze Knechte!‘ Wenn ihr das lebendig-wahr
in euch fühlet und einsehet, daß ihr nur freiwillige Diener Meines allein wirkenden
Geistes waret, so werde Ich eure Arbeit also ansehen, als hätte Ich selbst
durch euch gehandelt, und euch dafür den gerechten Lohn geben.“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 143, 6-8]
Jesus
zu Seinen Jüngern: „Obwohl ein Hüter der Gemeinde von euch bestellt wird in Meinem
Namen, so soll er doch keinen irdischen Rang haben, sondern er soll sein gleich
euch ein demütigster und geringster Diener der ihm anvertrauten Brüder und Schwestern
und soll sich von ihnen nicht ehren oder für seine ihnen geleisteten Dienste
belohnen lassen; denn was er umsonst erhalten hat, das soll er umsonst weitergeben
in aller Liebe zu seinen Brüdern und Schwestern. — Was ihm aber die freie Liebe
seiner Gemeinde bieten wird, das soll er auch annehmen, gleichwie Ich solches
auch euch gestattet habe!“
[Ev.
Bd. 8, Kap. 23 ‚ 15-16]
Die
gottgewollte Gemeindeordnung Bei der Aussendung der Jünger in die Landschaft Hauran in zwei Gruppen fragt Simon Juda: ‚Herr und Meister,
soll nicht jede Gruppe einen Vorsteher haben?‘ Darauf Jesus: „Wann hat denn die
reine Liebe und die klare Wahrheit aus den Himmeln eines Vorstehers benötigt?
Ist eine solche Liebe und Wahrheit aus Mir in jedem von euch, wer von euch will
dann seinem Bruder einen Vorsteher abgeben? Ich allein bin der Herr! Ihr alle
aber seid ganz gleiche Brüder, und es soll keiner mehr noch minder sein. Denn
jede noch so geringe Vorsteherei erweckt im Gemüte des Vorstehers die
Herrschgier und wird auch bald zum Verderber der reinen Liebe und der lebensvollen
Wahrheit. Wer von euch durchaus ein Erster Meiner Jünger sein will, der sei ein
Letzter und Geringster und ihrer aller Diener! Denn so besteht die Ordnung in
Meinen Himmeln unter Meinen Engeln.“
[Ev.
Bd. 10, Kap. 134, 1-7]
Paulus
warnt die Gemeinde zu Laodizea: „Der Herr wird sich
zurückziehen und wird euch in allerlei Hurerei übergehen lassen, ins alte
Gericht und in den alten Tod, so ihr nicht sofort umkehret und gänzlich
ablasset von eurer selbstgewählten Geistlichkeit, von eurem Tempel, von eurem
Feiertage und von euren verbrämten Kleidern; denn dies alles ist vor dem Herrn
ein Greuel!“
[Lao.
Kap. 1, 54]
Jesus:
„In von Menschenhänden unter dem Titel ‚Gott zur größeren Ehre‘ erbauten Tempeln
werde Ich ebensowenig daheim sein wie nun im Tempel zu Jerusalem! Wenn ihr aber
aus Liebe zu Mir in einer Gemeinde ein Haus erbauen wollet, so sei das ein Schulhaus
für eure Kinder. Gebet ihnen aber auch Lehrer nach Meiner Lehre! — Ebenso möget
ihr auch ein Haus erbauen für Arme, Kranke und Bresthafte! Versorget solch ein
Haus mit allem, was zur Pflege der darin wohnenden Menschen nötig ist, und ihr
werdet euch dadurch allzeit Meines Wohlgefallens erfreuen! — In einem wohlbestellten
Schulhause aber könnet ihr auch eure Versammlungen und Besprechungen in Meinem
Namen halten und habt nicht nötig, dazu ein besonderes Haus zu erbauen!“
[Ev.
Bd. 9, Kap. 44, 4-6]
Jesus
zu einem Griechen, der zur Versammlung der Gläubigen und zur Besprechung der
Lehre des Herrn ein Haus erbauen will: „Wozu ein eigenes Haus erbauen, da ihr
ja eure Wohnhäuser habt, in denen ihr euch in Meinem Namen versammeln könnt, um
euch über Meine Lehre zu besprechen und die durch den Wandel nach dem Willen
Gottes gemachten Erfahrungen mitzuteilen. Denn Gott sieht nicht auf ein Ihm zur
Ehre und Anbetung erbautes Haus, sondern auf das Herz und den Willen des
Menschen. Ist das Herz rein und der Wille gut und den ganzen Menschen zur Tat
ziehend, so ist das schon das wahre, lebendige Wohnhaus des Geistes Gottes im
Menschen.“
[Ev.
Bd. 9, Kap. 44, 1-2]
Jesus
zu dem König von Pontus: „Wenn du deine Völker Lesen,
Schreiben und Rechnen lehren willst, so kannst du die Kinder von geeigneten
weltlichen Lehrern in Schulhäusern darin unterweisen lassen. Aber Mein
Evangelium können und dürfen nur jene mit Nutzen und Segen verkünden, die von
Gott dazu berufen und erzogen sind.“
[Ev.
Bd. 4, Kap. 165, 5]
Jesus
zu bekehrten Priesterweibern: „Was ihr nun von Mir gesehen habt und wisset, das
lehret in aller Geduld und Sanftmut auch eure Kinder und Diener und später auch
die Kinder anderer Eltern! Gründet so eine wahre Lebensschule in Meinem Namen,
und ihr werdet dadurch vom Segen aus den Himmeln umflutet sein und so vom Tode
dieser Welt zum Leben des Geistes durchdringen.“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 103, 13]
Jesus
über Sein eigenes äußeres Wesen: „Sehet, in Mir wohnt alle Fülle des wahrhaftigen
Gottes, und ihr habt Mich noch nie mit hängendem Kopf und frömmelnden Augen
einhergehen sehen, sondern allezeit offenen, natürlichen Gesichtes, und Mein
Weg ist stets ein gerader. Mit Ehrlichen und Heiteren bin Ich freundlich und
heiter, die Trauernden und Ängstlichen mache Ich fröhlich und mutig, und ihr
als Meine Jünger sollet ebenso sein!“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 18, 11]
Jesus
weist böswillige Verleumdungen der Pharisäer zurück: „Wem soll Ich diese Art
von Menschen vergleichen?! Der Täufer Johannes genoß beinahe nichts als
Heuschrecken und wilden Honig und führte ein strenges Büßerleben, da sagten
diese: ‚Wie ist doch der Mensch ein Gleisner und Scheinheiliger!‘ — weil
Johannes ihnen ihre volle Gottlosigkeit und ihrer Sünden Unzahl vorhielt. — Ich
selbst esse und trinke, mache keinen Frömmler und Kopfhänger, begegne jedermann
freundlich, helfe jedem, der zu Mir kommt, glaubt und von Mir Hilfe erfleht,
und da sagen sie: ‚Wie ist doch der Mensch ein Vollsäufer und Vielesser und ein
Freund der Sünder, Zöllner und Heiden und achtet der Satzungen Mosis nicht!‘.“
[Ev.
Bd. 9, Kap. 67, 27-28]
Jesus
beim fröhlichen Mahl im Hause des Lazarus in Bethanien: „Meine Jünger dürfen
keine Kopfhänger sein und nicht mit gleisnerischen, Frömmigkeit heucheln den
Gesichtern einhergehen, auf daß die Menschen glauben sollen, sie beträten nur
noch mit den Füßen der Erde Boden, mit dem anderen Leibe aber stäken sie, ganz
erfüllt vom Geiste Gottes, schon in den Himmeln. — Gehet vielmehr vor jedermann
mit dem offensten und heitersten Gesicht einher, damit jeder ein gutes
Vertrauen zu euch fassen kann, so werdet ihr viel himmlischen Segen unter den
Menschen verbreiten!“
[Ev.
Bd. 6, Kap, 18, 10]
Jesus:
„Ich sage euch allen, daß ihr ganz freien Geistes sein und fröhlich und heiter
durch die Welt gehen sollt, ohne an ihr zu hängen. Ich bin ja darum in die Welt
gekommen, um allen Menschen eine frohe, höchst beseligende Kunde aus den
Himmeln zu überbringen, die jedermann den besten Trost zu geben vermag, weil er
aus ihr ersieht, daß es für ihn keinen Tod mehr gibt. Und so werde Ich auch
euch, wenn ihr tüchtig seid im Geiste und in der Kraft Meiner Lehre, hinaussenden
in Meinem Namen, allen Völkern der Erde diese frohe Kunde aus den Himmeln zu
überbringen. Wer aber wird eine so überfrohe Kunde mit einem traurigen,
zaghaften und kopfhängerischen Gesicht überbringen wollen?“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 18, 12-13]
Jesus:
„Ich will aus euch keine Kopfhänger und Verflucher
der Welt machen, sondern weise Benützer derselben. Die Welt ist für euch ein
Werkzeug, mit dem ihr — wenn ihr es recht anwendet — überaus viel Gutes und
Herrliches schaffen könnt. Aber ihr müßt als Meine Jünger dieses Werkzeug so
gebrauchen, wie Ich als euer einziger, wahrer Meister es euch gelehrt habe.
Also gebraucht und angewendet, wird euch dieses Werkzeug das ewige Leben
bereiten und befestigen.“
[Ev.
Bd. 1, Kap. 83, 6, 8und9]
Jesus
spricht über himmlische und über unlautere, weltliche Munterkeit.
[Ev.
Bd. 4, Kap. 167, 16]
Jesus:
Markus, ein bekehrter römischer Kriegsveteran, brachte auf Mein Verlangen mit
seinen beiden Söhnen mehrere Krüge voll des allerbesten Rebensaftes. Unsere
Becher wurden bis an den Rand gefüllt; alle tranken auf das Gedeihen der neuen
Lehre aus den Himmeln und konnten die Güte des Weines nicht genug preisen. Wir
alle griffen recht wacker nach den Bechern, und das gute Brot wurde dabei auch
nicht geschont. Dies bemerkte eine Gruppe am Nachbartische sitzender Pharisäer
mit großem Mißfallen; sie ärgerten sich sehr über solch ein „üppiges Gelage“
des ihnen bekannten Propheten und Heilandes.
[Ev.
Bd. 5, Kap. 92]
Jesus
zu Neubekehrten: „Wenn ihr Meine Jünger sein wollt, müßt ihr euern alten Menschen
ganz ausziehen wie ein altes Kleid und einen ganz neuen anziehen! Dieses beachtet
und seid vernünftig, edel, heiter und voll guten Mutes!“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 19, 5]
Trinkspruch
bekehrter Judgriechen beim Mahle mit Jesus: „Auf ein
allgemeines Gedeihen aller Völker der Erde! Dein Wort, Deine Lehre und Deine
Gnade, o Herr, möge sie alle ebenso durchdringen, wie dieser köstliche Wein
unsere Glieder durchdringt und belebt! Herr, Dein Wille geschehe!“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 21, 10]
Jesus
nach ergiebiger geistiger Aussprache zu dem erleuchteten Wirt in Kapernaum:
„Nun bringe noch Wein; denn wir wollen heute und die anderen Tage recht heiter
sein. Ich habe eine rechte Freude an dir; denn du hast Mich besser verstanden
(bezüglich des Gleichnisses vom Fleischessen und Bluttrinken) als Meine
Jünger.“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 48, 11]
Jesus
zu ehrfurchtsbangen Neubekehrten: „Solange die Hochzeitsleute den Bräutigam bei
sich haben, sollen sie keine Not leiden; denn sie werden, so der Bräutigam
aufgefahren sein wird dahin, von wo Er gekommen, noch genug Not zu erleiden
haben. Der wahre Bräutigam aber bin Ich, und die Mich lieben und an Mich
glauben, sind die wahren Bräute und Hochzeitsleute zugleich. Darum jetzt nur
heiteren und fröhlichen Mutes!“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 50, 15]
Jesus
zu bekehrten heidnischen Priesterweibern: „Setzet euch zu Tische und esset und
trinket fröhlichen Mutes mit Mir! Denn so ihr gar oft bei euren Festmahlen habt
heiter sein können, als noch der Tod in euren Herzen hauste, da werdet ihr nun
wohl umso heiterer sein können, da der Tod von euch gewichen und das Leben in
eure Brust eingekehrt ist!“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 119, 5]
Festliche
Mahlbereitung durch die Wundermacht Jesu im Hause des römischen Obersten von Serrhe und demutsvoller Dank des Hausherrn.
[Ev.
Bd. 6, Kap. 138, 5-10]
Jesus
zu ehrfurchtsvoll vor Ihm Niedergefallenen: „Stehet auf, Meine lieben Kinder;
denn der Vater will von euch nicht wie ein Götze von den Heiden angebetet,
sondern wahrhaft geliebt sein! Eurer Liebe wegen hat Er sich von euch finden
lassen. Den ihr suchet, der bin Ich. Aber nun erhebet euch vom Boden und seid
frohen, heiteren Mutes! Setzet euch zu diesem Tisch und labet euch mit dem
Wein, mit dem Ich eure Becher füllen werde!“
[Ev.
Bd. 9, Kap. 107, 11]
Jesus
zu glaubensstarken Neubekehrten: „Ich werde das Licht aus Meinen Augen in eure
Becher dringen lassen, und sie werden sogleich voll des reinsten Weines aus den
Himmeln sein! Solchen Wein trinket aus Liebe zu Mir, und ihr werdet dadurch zu
jener Kraft und Stärke gelangen, die euch den rechten Mut gibt, mit Mir zu
reden. Und was Ich euch sage, das werdet ihr leicht behalten und in euerm Land
euren Brüdern verkünden.“
[Ev.
Bd. 9, Kap. 107, 17]
Der
Herr: „Meine Liebe wird nur bei denen sein, die künftig sie suchen nicht nur in
der Not und Bedrängnis, sondern in ihrer Fröhlichkeit und Freiheit.“
[H.
Bd. 1, Kap. 21, 10]
Der
Herr: „Wenn auch die Tränen der Reue gerecht und Mir wohlgefällig sind, so
stehen aber doch die Tränen der Freude für Mein Vaterherz um vieles höher. Denn
die Tränen der Reue besagen, daß jemand seinen großen Liebe- und Treueabstand
von Mir gewahrt und von der Sehnsucht beseelt wird, zu Mir, dem Vater,
zurückzukehren. Die Freudentränen aber sind ein Zeichen des vollen
Wiederfindens, weil sich der Sohn freut, daß er den Vater gefunden, der Vater
aber, daß Er den Sohn wiedergefunden hat.“
[H.
Bd. 2, Kap. 136, 16-18]
Der
Herr zu dem König und Oberpriester Lamech von Hanoch: „Meine Kinder dürfen in Meinem Namen ganz nach
reiner Herzenslust fröhlich sein! Daher magst du auch hüpfen wie ein Hirsch;
denn Mir ist der in Meinem Namen Heitere lieber als einer, der da trauert an
Meinem Herzen! Denn Ich habe euch für die Seligkeit, aber nicht für die Traurigkeit
geschaffen.“
[H.
Bd. 2, Kap. 237, 20-21]
Der
Evangelist Johannes zu dem Ältesten eines Zentralsonnengebietes, der sich vor
der Macht der Gotteskinde fürchtet: „Fürchtet euch nicht vor uns, sondern seid
fröhlich und voll heiteren Mutes; denn Gott, unser Herr und Vater, hat alle
Seine Geschöpfe für Freude und Seligkeit, aber nie für Schrecknisse,
Traurigkeit, Qualen und Schmerzen erschaffen!“
[GS.
Bd. 2, Kap. 59, 9]
Ein
hoher Engel zu dem einstigen Bischof Martin im Jenseits: „Ich bin kein
Kopfhänger und der Herr schon am allerwenigsten, aber dessenungeachtet muß das
Spottlachen aus den Himmeln verbannt sein, weil in ihm eine geheime
Schadenfreude versteckt ist.“
[BM.
Kap. 81, 15]
Jesus
zu dem geistig gereiften einstigen Bischof Martin im Jenseits: „Bleibe du nur,
wie du bist! Ein rechter Humor des Herzens darf auch in allen Himmeln nicht
fehlen!“
[BM.
Kap. 96, 3]
Der
Herr: „Die Bewohner des zweiten Gürtelpaares der Sonne — das eurer Erde entspricht
— sind so fröhliche, heitere und gesellige Menschen, wie man sie auf eurer Erde
nirgends findet. Sie haben auch Musik, Theater und Konzerte, aber alles dieses
in einem anderen Sinne wie ihr! Denn der Zentralpunkt all dieser
Unterhaltungen, um den sich alles dreht, bin Ich!“
[NS.
Kap. 33, Abs. 29]
Der
Herr: „Wohl dem, für den die Ewigkeit schon diesseits kein (leerer) Traum ist! Darum
sage Ich euch allen: Seid heiter und fröhlich miteinander in Meinem lebendigen
Namen! Denn Ich bin wahrhaft mitten unter euch!“
[Hi.
Bd. 2, S. 53, 23-24]
Der
Herr: „Ich habe zwar an keinerlei (weltlichen) Festen, welche die Menschen auf
Erden begehen, eine Freude. Aber wenn Feste zu seltenen Malen begangen werden
von solchen, die in Meinem Herzen gezeichnet sind, da freilich bin auch Ich
dabei wie bei der Hochzeit zu Kana und verwandle das Wasser der Welt in den
belebenden Wein des Geistes.“
[Hi.
Bd. 2, S. 297, 2]
Freudige
Lobpreisung des liebeweisen Lehrers der Urzeit Henoch: „0 du überguter, heiliger
Vater, Du gabst mir ja ein Herz, angefüllt mit Liebe und Frömmig
keit, und so will ich denn allzeit fröhlich sein über
Deine so unendlich große Güte und allzeit laut frohlocken in Dir, meinem Gott,
daß Du so voll Liebe und Gnade bist gegen jedermann, der da Freude hat in
Deinem heiligsten Namen. 0 Fröhlichkeit, Fröhlichkeit, du schönste Gefährtin
der Liebe, wie süß schmeckst du dem Herzen, das da schlägt nach dem Willen des
heiligen Vaters!“
[H.
Bd. 1, Kap. 50, 14-16]
Jesus
im Garten des römischen Hauptmanns von Samosata:
„Sehet, gleich wie dieser musterhafte Garten soll auch der rechte Mensch nach
dem Willen Gottes bestellt sein. Er soll auch in sich das Wahre und Gute mit
dem Schönen und Erhabenen vereinen. — Seht die große Anmut dieser Blumen, wie
herrlich sie geschmückt sind! Ja, warum denn also? Am Ende folgt der Blüte
einer noch so reizend schönen Rose doch nur ein einfacher, nie besonders
schöner Same, zu dessen Hervorbringung es eigentlich keiner gar so herrlichen
Blüte bedurft hätte. Aber Gott wählte zu allen Seinen Werken auch die
Schönheit, damit dadurch in den Menschen der zu aller Seligkeit notwendige
Schönheitssinn erweckt werde. Ist dieser in einem Menschen völlig wachgerufen,
so ist des Menschen Seele dann auch empfänglich für alle Wahrheit und alles
Gute.“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 136, 2-3]
Jesus
zu Robert Blum: „Du warst stets ein Freund alle Schönen und auch alles Nützlichen!
Dein Wahlspruch lautete: ‚Das Schöne muß nützlich und das Nützliche schön
sein!‘ und siehe, dieser dein Wahlspruch ist auch von Ewigkeit her Mein eigener
Grundsatz gewesen. Daher denn alle Meine Werke nicht nur nützlich, sondern nach
dem Grade ihrer Nützlichkeit auch schön sind. Die Nützlichkeit entspricht
Meiner ewigen Liebe und Güte und die Schönheit Meiner Weisheit und Wahrheit!“
[Rbl.
Bd. 1, Kap. 124, 9]
Jesus
verheißt einem frommen, gottbegeisterten Harfensänger, der dem Herrn und Seiner
Gesellschaft den Psalm Davids ‚Singet dem Herrn ein neues Lied...‘ mit
himmlischer Inbrunst vorgetragen hatte: „Singe du nur noch einmal den Psalm und
sei versichert, du frommer Samarite, daß dir Kunst
und Stimme bis ans Ende deiner irdischen Lebenstage erhalten bleiben, — und im
Himmel sollst du vor dem Throne des Allerhöchsten ein lieblicher Sänger sein
und bleiben ewig!“ Hierauf griff der Harfner wieder in die Saiten, und sie
klangen noch heller und reiner als das erste Mal, und so war es auch mit seiner
Stimme. Alle Meine Jünger, unsere Wirtsleute und ebenso die fremden Gäste
wurden zu Tränen gerührt; die Meinen an unserem Tische am meisten, da sie wohl
wußten, wem dieser Psalm galt!
[Ev.
Bd. 9, Kap. 8, 8-17]
Jesus
zum Vortrag eines begnadeten Psalmsängers: „Dieses Sängers Amt ist wahrlich
nicht eines der geringsten; denn er erweicht durch die große Wärme seines
Gesanges und seines Saitenspiels die harten Herzen, und in sie dringt dann
leicht das Wort der ewigen Wahrheit (und Liebe). Wenn Saul die Harfe Davids
vernahm, dann ward sein steinern Herz mürbe, und der böse Geist wich von ihm.
Darum steht auch in der Schrift: Lobet Gott, den Herrn, mit Psalmen, reiner Stimme
und wohlgestimmten Harfen!“
[Ev.
Bd. 9, Kap. 10, 2-3]
Der
Herr verheißt zur Zeit der Urmenschen Zuriel, dem
Vater und weisen Erzieher seiner fünf schönen Töchter: „Durch deine Töchter
soll gesegnet sein des Geistes künstlerisches Wirken; denn es werden Zeiten
kommen, da die Menschen der Künste bedürfen, und diese sollen ein Segen sein
denen, welche die Künste weise benützen, — doch ein Gericht für jene, die sich
ihrer eigennützig bedienen werden!“
[H.
Bd. 1, Kap. 180, 25]
Der
selige einstige Bischof Martin auf unserer Sonne: „O du göttliche Musik, du
erfreuest und erbauest nicht nur auf Erden das Gemüt der Seele, — auch im
Himmel bist du eine große Labung der Geister!“
[BM.
Kap. 170, 14]
Der
Herr zu einem Familienvater: „Da einige deiner Töchter auch Musik lernen,
eifere sie dazu an und betrachte diese Sache nicht als nutzlos und geringfügig
bei ihnen. Und dein Wohlgefallen daran wird nicht wenig ihre Herzen veredeln
und sie von vielen anderen, unreinen Gedanken abziehen.“
[Hi.
Bd. 2, S. 18, 25]
Auf
die Frage des römischen Hauptmanns Pellagius, wie
denn der Herr, dem die endlos großen Schönheiten der Himmel zu Gebote ständen,
an irdischen Naturschönheiten ein Wohlgefallen haben könne, antwortet Jesus:
„Freund, wenn der Meister selbst an Seinen Werken kein Wohlgefallen hätte, wer
sollte es dann haben? Oder meinst du, daß der Meister alle diese Werke
geschaffen hätte, die Er schon lange vor ihrer Entstehung im Geiste sah, wenn
Er nicht an ihnen ein überaus großes Wohlgefallen gehabt hätte?!“
[Ev.
Bd. 10, Kap. 40, 16-17]
Jesus:
Reine Freude an der Schönheit in Natur und Welt kann die Seele nicht verderben.
[Ev.
Bd. 3, Kap. 14, 8 und 15]
Jesus:
„Daß die Menschen eine Freude an der schön gezierten Erde haben, das habe Ich
nie untersagt; aber sie sollen dabei allezeit im Herzen dessen gedenken, der
die Erde so schön geschaffen und geziert hat. Dadurch werden sie in ihrem
Herzen und Gemüt erbaut. Wer so Gottes Werke mit rechten Augen betrachtet, der
mag schon seine Lust daran haben. Die Freunde der schönen Natur sind auch
bessere Menschen und leicht zum Reiche Gottes reif zu machen.“
[Ev.
Bd. 8, Kap. 78, 9]
Jesus
in der kleinen Bergstadt Aphek: Wie häufig, so befand
Ich Mich auch diesmal mit Meinen Jüngern eine Stunde vor Sonnenaufgang im
Freien, und da es ein heiterer Morgen war, genossen wir von einer Anhöhe
außerhalb der Stadt eine überaus schöne Fernsicht und so manche überraschend
schöne Naturszene.
[Ev.
Bd. 10, Kap. 101, 5]
Jesus:
„Findet ihr eines Menschen Haus rein und zierlich eingerichtet, so könnt ihr daraus
schließen, daß das Innere des Besitzers beinahe ebenso bestellt ist. Ein großer
Prachtsinn freilich artet bald in Selbstliebe, Hochmut und Herrschsucht aus.
Ein solcher Sinn heißt Hoffart und ist eine Sünde. — Aber der Schönheits- und
Ordnungssinn, der mit seinem Fleiße und dem Eifer für alles Schöne, Wahre und
Gute etwas schafft, ist eine Tugend, die jedermann bestens zu empfehlen ist.“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 136, 5-7]
Jesus
zu einem Besitzer altertümlicher Schätze: „Zeige diese Reliquien nur solchen Menschen,
die von keinem Aberglauben beseelt sind, sondern diese Dinge nur als geschichtliche
Zeugnisse betrachten und ihnen keine magische Heilswirkung beilegen. Siehe an
die Berge und ihr Gestein! Das sind Werke der Macht und Weisheit Gottes und
sind für dich unaussprechbar alt, sind also doch um vieles denkwürdiger als die
Werke von der Hand eines Menschen! Welcher Vernünftige möchte darum die Berge
verehren oder gar anbeten!?“
[Ev.
Bd. 8, Kap. 121, 16-17]
Jesus
zu dem Römer Agrikola, der ewigfort
in der Anschauung einer schönen Landschaft schwelgen möchte „Die Seele hat nach
des Leibes Tode im Verbande mit dem Geiste aus Gott das Vermögen, überaus
herrliche Gegenden auch in anderen Welten zu schauen und zu genießen. Aber Ich
meine, daß es nach dem Abfalle des Leibes für eine lebensvollendete Seele noch
höhere Seligkeitsgenüsse gibt. Wenn du diese schöne irdische Landschaft nur
hundert Jahre hindurch in einem fort betrachten müßtest, so würdest du dich
bald derart langweilen, daß du sie nimmer ansehen möchtest. Denn die Seele
sehnt sich bald nach Veränderung, damit sie größere Erfahrungen mache und aus
ihnen stets etwas Neues erlerne. Zudem besitzt die Seele in ihrem freien,
reingeistigen Zustand ein viel höheres Sehvermögen als in dem beschränkten
Leibe.“
[Ev.
Bd. 7, Kap. 65, 3-6]
Der
weise Hohepriester Henoch zu seinem Enkel, der die Pracht der Gebäude in Hanoch übermäßig bewundert: „Höre, mein lieber Sohn Lamech, ich sage dir: Laß dir diese Sachen nicht zu sehr
wohlgefallen; denn daran klebt noch viel Welt! Nach dem Maße du daran ein Wohlgefallen
findest, ebensosehr verdunkelst du deinen Geist, so daß er dir in deinem Herzen
gar wenig Licht mehr spenden kann, und du bist dadurch genötigt, dich zu sehr
aufs äußere Fragen zu verlegen. Also betrachte nicht länger, was dich so sehr
besticht, und wende dein Auge davon ab, so wird dein Geist bald wieder sein
rechtes Licht überkommen!“
[H.
Bd. 3, Kap. 34, 6-8]
Der
Evangelist Johannes: „Die Schönheit des Geistes richtet sich nimmer nach der
äußeren Form, sondern nur nach der alleinigen Liebe zum Herrn; denn diese ist
die wahre und allerhöchste Schönheit des Lebens!“
[GS.
Bd. 2, Kap. 60, 26]
Des
Herrn scharfe Kritik an dem höllischen Textbuch der mit himmlischer Musik ausgestatteten
Oper ‚Don Giovanni‘ von W. A. Mozart.
[Hi.
Bd. 2, S. 272, 4-14]
Einen
römischen Hauptmann, der meint, daß die Erde für die geistige Bildung der Menschen
viel zu schön und reizend sei, belehrt Jesus: „Siehe, diese große, schöne Weltnatur
ist für die Selbstbildung des Menschen höchst notwendig; denn ohne sie würde es
mit seinem Denken und Empfinden sehr mager aussehen, und der Mensch würde sich
nicht viel über das Tier erheben. Da aber die Erde so überaus mannigfach mit
allen Kreaturen ausgestattet ist, muß der Mensch sie mit bewunderndem
Wohlgefallen betrachten, geht dadurch in ein tieferes Denken über und fängt an,
den Urgrund des Daseins so vieler Dinge zu suchen und zu erforschen. Ist der
Mensch durch diese Eigentätigkeit soweit gekommen, so komme auch Ich ihm
entgegen und offenbare Mich ihm stets mehr und immer klarer. — Darum, Mein
Freund, ist es schon ganz recht so, daß diese Erde, auf der die Menschen
berufen sind, Gotteskinder zu werden, in allem so schön und höchst mannigfaltig
ausgestattet ist. Aber freilich soll der Mensch nicht mit zuviel Liebe diese
Welt erfassen und mit all seinen Sinnen an ihr hangen; denn dadurch wird er
materiell in seiner Seele und entfernt sich von dem, was er anstreben soll,
immer mehr und wird blind, finster und böse in diesem kurzen
Willensfreiheitsprobeleben!“
[Ev.
Bd. 10, Kap. 101, 10-15]
Jesus:
„Nicht der ist schon wahrhaft bei Mir, der mit Mir nun umherzieht, Meine Worte
hört und Meine Zeichen bewundert, sondern der ist wahrhaft bei Mir, den eine
innere, ganz reine Liebe zu Mir zieht, und der vollauf glaubt, was Ich lehre,
und daß ich vom Vater ausgegangen und im Geiste eins mit Ihm bin.“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 46, 4]
Jesus:
„Wer mit seinem Herzen bei Mir ist, der kann mit seinen Gliedern unbeirrt sein
nötiges Tagewerk verrichten, wie es sein Gewerbe erfordert, und er widmet Mir
dennoch seine volle, wahre Aufmerksamkeit.“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 60, 2]
Jesus
zu römischen Freunden, die es bedauern, von Ihm scheiden zu müssen: „Wenn ihr
Mir im Geiste folgen wollet, dann denket nur so recht lebendig über alles nach,
was ihr von Mir vernommen und gesehen habt! Handelt und lebet im Geiste Meiner
Lehre, so werdet ihr Mir dadurch wahrhaft und lebendig im Geiste folgen!“
[Ev.
B. 8, Kap. 150, 5]
Jesus:
„Lasset der Lehre die guten Werke vorangehen, und die Menschen werden daraus
ehest erkennen, daß ihr wahrhaft Meine Jünger seid! Nehmet euch alle an Mir ein
Beispiel und tuet sogar den Feinden Gutes! Denn Ich bin von ganzem Herzen
demütig und sanftmütig, Ich richte und verdamme niemanden; aber ein jeder, der
mühselig und mit allerlei Gebrechen behaftet ist, der komme zu Mir, und Ich
werde ihn erquicken!“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 161, 3-4]
Jesus
zu Seinen Jüngern und Freunden: „Daß ihr Mich als den Herrn und Meister
anerkennet, erweckt in euren Seelen noch nicht das Gefühl der Unsterblichkeit,
sondern das hat das Unsterblichkeitsgefühl in euch erweckt, daß ihr euch
vollernstlich in euren Herzen entschlossen habt, allzeit zu tun, was Ich euch
angeraten habe!“
[Ev.
Bd. 8, Kap. 183, 7]
Einem
gesetzesstrengen, aber geizigen Obersten der Synagoge gibt Jesus den Rat: „Gehe
hin, verkaufe alle deine Güter und verteile den Erlös weise unter die Armen,
und du wirst dir dadurch einen Schatz im Himmelreich bereiten, aus dem dir ein
rechtes Lebenslicht werden wird. Dann komme zu Mir und folge Mir nach, und du
wirst der wahren Bürgschaften für ein ewiges Leben der Seele in Hülle und Fülle
finden!“ Als der Oberste solches vernahm, da ward er traurig, kehrte Jesus den
Rücken und entfernte sich von ihm. Die anwesenden Ortsbewohner aber sagen: „Ja,
dieser Oberste ist wohl ein gesetzlich gerechter Mann, aber zu den freigebigen
Menschen ist er nicht zu zählen, und seine Diener haben einen sehr spärlichen
Lohn und eine magere Kost bei dem Habgierigen.“
Darauf
Jesus zu Seinen Jüngern und Freunden: „Wie schwer werden solche Reichen wie der
geizige Synagogenoberste ins Reich Gottes, welches das wahre ewige Leben ist,
kommen! Ich sage euch: Leichter geht ein Kamel durch ein Nadelöhr als solch ein
Reicher ins Reich Gottes!“
[Ev.
Bd. 8, Kap. 166, 10-16]
Jesus:
„Ich sage euch: Wer um Meines Namens willen nicht Haus, Acker, Weib und Kind
verlassen kann, der ist Meiner nicht wert; und wer seine Hände an den Pflug des
Reiches Gottes legt, sich aber dabei noch nach den Dingen der Welt umsieht, der
ist noch lange nicht geschickt zum Reiche Gottes.“
[Ev.
Bd. 7, Kap. 157, 6]
Jesus
zu einem wohlmeinenden, aber ängstlichen Suche des Gottesreiches: „Wem Mein
Lebenslicht leuchtet, der wird auf dem Wege zu dem inneren Reiche Gottes nicht
leicht an einen Stein stoßen, und die Dornen wird er vermeiden können. Wer mit
Mir wandelt, der hat allenthalben einen wohlgebahnten Weg; wer aber ohne Mich
dem Reiche des Lebens und aller Wahrheit zuwandelt, der hat einen langen,
schmalen und sehr dornigen Weg zu durchwandern, wie das bei vielen alten Weisen
aller Völker von jeher der Fall war und künftig sein wird.“
[Ev.
Bd. 9, Kap. 58, 1]
Jesus:
„Ich sage nicht, es solle der Mensch etwa Meiner Willen zufolge gar nicht
sorgen und keine irdische Arbeit verrichten! Oh, das sei ferne! Denn der leibliche
Müßiggang ist der Erzeuger und Ernährer aller Laster. Im Gegenteil, es solle
jeder Mensch sehr emsig tätig sein und im Schweiße des Angesichtes sein Brot
essen. Es kommt dabei nur auf die Absicht an. Wer so sorgsam, tätig und
arbeitsam ist wie du, Mein Freund und Bruder Lazarus, der sucht auch kräftig
und sehr wirksam in sich Mein Reich und seine Gerechtigkeit und wird es auch
finden.“
[Ev.
Bd. 8, Kap. 61, 19-20]
Jesus
zu Neubekehrten in der Bergstadt Aphek: „Wen Ihr
durch die Werke der Liebe im lebendigen Glauben an Mich verbleibet, wird euch
von Mir die Kraft erteilt, die Kranken durch die Auflegung eurer Hände zu
heilen und die von argen Geistern Besessenen von ihrer Qual zu befreien. — Doch
solches werdet ihr nur im vollen, lebendigst festen Glauben an Mich zu bewirken
imstande sein! Kurz, mit Mir werdet ihr alles vermögen, ohne Mich aber nichts!
Darum bleibet gleichfort durch die Liebe und durch den Glauben in Mir, und Ich
werde ebenso mit Meiner Liebe, Wahrheit, Macht und Kraft in euch verbleiben.“
[Ev.
Bd. 10, Kap. 109, 12-13]
Jesus:
„Liebet einander als Brüder und erweiset euch Gutes! Keiner erhebe sich über
den andern und wolle ein Erster sein; denn Ich allein bin der Herr, — ihr aber
seid Brüder! In Meinem Reiche wird nur der ein Erster sein, wer ein Geringster
und stets bereit ist, in allem Guten und Wahren seinen Brüdern zu dienen.“
[Ev.
Bd. 10, Kap. 90, 5]
Bei
einem längeren Aufenthalt bei Kisjona, einem
bekehrten Zöllner, fragt Jesus Seine Jünger, ob auch sie wie Judas Ischariot
ihre Familien besuchen wollen. Die Jünger antworten: „Herr, unsere Weiber und
Kinder sind von Dir aus bestens versorgt, und so bleiben wir hier, wo wir in
jedem Augenblicke unendlich viel für Geist und Seele gewinnen können.“
[Ev.
Bd. 9, Kap. 122, 19-23]
Jesus:
„Wer Mir folgen will, der kann es tun, und Ich werde ihn nicht von Mir weisen,
und sollte er ein noch so großer Sünder sein! Ich bin ja der Verlorenen und
Seelenkranken wegen in die Welt gekommen; denn die Gesunden bedürfen des Arztes
nicht.“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 49, 4]
Der
Apostel Paulus in der geistigen Welt zu ungeläuterten, starrgläubigen
Calvinisten: „Calvins Bekenner, kehret euch um; denn der Herr harret euer!
Nicht Luther, nicht Calvin, nicht die Bibel, auch nicht Petrus oder Paulus oder
Johannes, sondern allein Jesus, den Gekreuzigten, bekennet! Denn Er allein ist
der Herr Himmels und der Erde, außer Ihm gibt es keinen Herrn, keinen Gott und
kein Leben mehr!“
[BM.
Kap. 36, 2]
Das
Jesuskindlein zu Joseph, der ermatten will unter der ihm von dem göttlichen
Kinde auferlegten Kreuzeslast: „O trage Meine leichte Bürde ohne Rast, so wirst
du einst in Meinem Reiche den rechten Lohn finden! Siehe, an diesem Kreuze
wirst du Meine Bürde gewahr, und es wird dir durch seinen kleinen Druck sagen,
was Ich auf der Welt dir bin. Aber wenn du diese Welt in Meinen Armen verlassen
wirst, dann wird dir dieses Kreuz zu einem feurigen Eliaswagen, in dem du seligst auffahren wirst!“
[Jug. Kap. 214, 12-14]
Der
Herr: „Johannes (Mein Lieblingsjünger) hatte die größte Liebe zu Mir, darum
scheute er die Verfolgungen der Welt nicht und wollte sie lieber bis auf den
letzten Tag erdulden, als daß er Mir von seiner bestimmten irdischen Lebenszeit
etwas abgebettelt hätte. Er war also mit Meiner Ordnung vollkommen zufrieden.“
[Schrft. Kap. 35, 9]
Der
Herr: „Daniel wollte nicht den Märtyrertod sterben, darum ward er erhalten in
der Löwengrube, desgleichen die Jünglinge im Feuerofen. Und so ward gar vielen
Tausenden Meiner Anhänger ebenfalls kein Haar gekrümmt, weil sie die Kraft
Meines Friedens in ihrem Herzen ungestört erhielten. Wer sich aber über diesen
Frieden hinausschwingen wollte, der mußte dafür auch den Unfrieden der Welt
verkosten!“
[Schrft. Kap. 35, 15]
Ein
armer, frommer, von schweren Leiden erlöster Vater spricht aus dem Jenseits zu
den Seinen: „Alles, was Christum nachfolget, muß den Weg des Kreuzes wandeln.
Alles Fleisch muß mit Christus gekreuzigt werden und in Ihm sterben, da es
sonst zu keiner Erweckung und Auferstehung in Ihm und durch Ihn gelangen kann!“
[St.
Sz., X., 20]
Der
Herr: „Das Kreuz ist eine wahre Notwendigkeit des Lebens! Wenn das Leben keine
Not hat, dann zerstreut und verflüchtigt es sich wie Äthertropfen. Die kein
Kreuz tragende Seele ermattet und stirbt und verliert sich in die Nacht des
Todes. Die Not des Leben aber ist ein Gefäß des Lebens, in welchem dieses
gefestet wird. Daher nehme jeder das Kreuz, welches Ich ihm gebe, auf seine
Schulter und folge Mir in aller Liebe nach, so wird er sein Leben erhalten
ewig!“
[Hi.
Bd. 1, S. 335, 1-3]
Der
Herr zu einem Freunde, der das Kreuz scheut: „Du mußt Mir deinen Glauben und deine
Liebe lebendig erweisen, willst du zu Mir kommen! Du mußt dich verleugnen, dein
Kreuz auf deine Schultern laden und Mir nachfolgen! Du mußt Mich in der Tat mit
dem Kreuze in der Hand suchen, willst du Mich im Ernste finden! Willst du etwas
empfangen von Mir, dann mußt du bitten mit dem Kreuzlein in der Hand! — Und die
Pforten des ewigen Lebens werden dir nur aufgetan, so du klopfen wirst an diese
mit dem Kreuzlein! Siehe, kein anderer als nur der Weg des Kreuzes führt zum
Leben!“
[Hi.
Bd. 2, S. 16, 15-17]
Der
Herr auf die Frage ‚Dürfen wir denn gar keine Freude haben?‘: „Ihr sollt Freude
haben, und nimmer soll sie von euch genommen werden, — aber Ich, euer
himmlischer Vater, sollte stets eure größte Freude sein! Diese endlose Freude
aber werdet ihr nicht eher überkommen, als ihr mit Paulus sagen könnt: Nun lebe
nicht mehr ich, sondern Christus lebt in mir!“
[Hi.
Bd. 2, S. 266, 12 und 17]
Jesus:
„Wer in Meinem Namen vieles gibt, dem werde auch Ich alles geben für die Ewigkeit!“
[Ev.
Bd. 9, Kap. 95, 6]
Jesus
zu schuldbeladenen, reuigen Pharisäern: „Bei Gott sind alle Dinge möglich, und
so ist es auch dem noch so tief gefallenen Weltmenschen und Sünder möglich,
sich wirksam zu ändern, wenn er ernstlich im vollen Glauben und Vertrauen auf
Gott das tut, was die göttliche Weisheit ihm rät. Er muß da an sich selbst
durch einen plötzlichen Umschwung seines Willens ein wahres Wunder wirken, und
zwar in der gänzlichen Selbstverleugnung bezüglich aller seiner früheren Schwächen,
Gelüste und argen Leidenschaften. Und mit wievielen
Leidenschaften aller Art seid ihr noch behaftet!? Fasset den ernstesten Willen,
sie alle zu verlassen und dann Mir nachzufolgen! Könnet ihr das, so werdet ihr
bald zu einer inneren Lebensvollendung gelangen!“
[Ev.
Bd. 7, Kap. 155, 2-3]
Der
auf dem Berge Tabor himmlisch verklärte Herr Jesus zu Seinen Jüngern Petrus, Jakobus
und Johannes: „Das ist das rechte Paradies und der wahre Himmel, daß ihr daran
glaubet und das tut, was Ich euch lehre, und endlich in der Tat Mich aus vollem
Herzen liebet. Also habt ihr das wahre Reich Gottes in euch, sonst gibt es
örtlich nirgends eines. Ist es aber in euch, dann ist es örtlich auch überall
in der ganzen Unendlichkeit, wo immer ihr sein möget!“
[Ev.
Bd. 5, Kap. 234, 9-11]
Jesus:
„Darin besteht ja hauptsächlich das Himmelreich, daß unter den Menschen dieselbe
Liebe, Eintracht und Versöhnlichkeit herrschen wie in den Himmeln unter Meinen
Engeln.“
[Ev.
Bd. 5, Kap. 248, 19, Kap. 249, 8]
Jesus
im Jenseits: „Mein Reich ist pur Liebe, und wo die Liebe waltet, da bin auch
Ich zu Hause! Daher kommt auch niemand ohne Liebe je in Mein Reich und noch
weniger unmittelbar zu Mir!“
[Rbl.
Bd. 2, Kap. 253, 4]
Jesus
zu dem herodianischen Hauptmann Leander, der Ihm
seine Kriegsdienste anbietet: „Höre, Mein Reich, das Ich nun von neuem gründe
unter den Menschen dieser Erde, ist kein diesirdisches
Reich gleich dem eines Königs, dem du gedient hast, sondern ein geistiges und
ist nicht unter irgendeinem Schaugepränge ersichtlich; denn es besteht inwendig
im Menschen, und das gläubige, liebe- und vertrauensvolle Herz ohne Hochmut,
Neid, Lüge und Trug, aber dafür voll Demut, Sanftmut, Geduld und Barmherzigkeit
ist die feste, von keiner Macht zu besiegende Burg, in der Ich als der ein
allein wahre Herr und König alles Lebens Wohnung halten werde bei jedem
Menschen, dessen Herz die erwähnten Eigenschaften besitzt.“
[Ev.
Bd. 9, Kap. 204, 9]
Ein
nachdenklicher Freund zu Jesus: „Da Du nun bei uns bist, so ist ja auch Dein
Reich nicht nur in, sondern auch bei uns. Wird bei Deiner Wiederkunft sich
diese heiligste Sache auch so verhalten, oder wird Deine zweite Ankunft eine
von der jetzigen doch sehr verschiedene sein?“ Darauf Jesus: „Mein lieber
Freund, du hast ganz recht, wenn du sagst, daß das Reich Gottes in Mir zu euch
gekommen ist und sich bei euch befindet. Aber das genügt noch nicht zur
Erreichung des ewigen Lebens der Seele, weil das Reich Gottes in Mir wohl zu
euch gekommen, aber noch nicht in euer Inneres gedrungen ist, was erst dann
geschehen kann und wird, wenn ihr ohne alle Rücksicht auf die Welt Meine Lehre
ganz in euren Willen und in die volle Tätigkeit aufgenommen habt. Dann werdet
ihr nicht mehr sagen: ‚Christus und mit Ihm das Reich Gottes ist zu uns gekommen
und wohnt unter uns!, sondern ihr werdet sagen: ‚Nun lebe nicht mehr ich,
sondern Christus lebt in mir!‘. Dann erst werdet ihr in der Fülle begreifen,
wie das Reich Gottes nicht mit äußerem Gepränge zu den Menschen kommt, sondern
sich nur inwendig im Menschen entfaltet und die Seele in sein ewiges Leben
zieht.“
[Ev.
Bd. 9, Kap. 72, 6-9]
Der
Herr: „Euer Herz muß völlig lebendig werden aus der Liebe zu Mir! Ich selbst
muß eure ganze Liebe ausmachen; dann erst könnet ihr aus dieser Liebe wahrhaft
Verdienstliches zum ewigen Leben wirken, und das darum, weil dann das
Verdienstliche allein Mir zukommt. Ihr aber bleibt reine Empfänger Meiner
Liebe, Gnade und Erbarmung. Sobald aber noch jemand sagt: ‚Ich habe getan, und
ich habe gegeben‘, da ist er noch ferne Meinem Reiche. Nur wenn er in sich
lebendig bekennt: ‚Herr, mein Gott und Vater, ich bin allein nichts, sondern Du
allein bist alles in allem!‘, dann ist er Meinem Reiche nahe!“
[Schrft. Kap. 30, 15-16]
Jesus:
„Der Pfad zum wahren, lebendigen Reich Gottes in euch ist ein schmaler und dorniger!
Demut und volle Selbstverleugnung ist sein Name. Für den Weltmenschen ist er
ungangbar. Wer aber an Mich glaubt und Meine Gebote hält, den werden die Dornen
auf dem Pfade zum Reiche Gottes nicht verwunden. Nur ein erster Anfang ist
schwer. Wenn der Ernst aber bleibt und nicht durch allerlei Weltrücksichten
geschwächt wird, so ist die volle Erreichung des Reiches Gottes etwas Leichtes.
Denn solchen beharrlichen Strebern nach dem inneren Gottesreich ist Mein Joch
sanft und leicht Meine Bürde, und Ich werde Ihnen stets laut in Ihren Herzen
zurufen: Kommet alle zu Mir, die ihr mühselig und beladen seid! Ich komme euch
schon auf halbem Wege entgegen und will euch vollauf kräftigen und erquicken!“
[Ev.
Bd. 9, Kap. 57, 7-8]
Der
Herr: „Größer ist der, der sein Leben läßt zum Wohle seiner Brüder, als wer
diese nur durch lebendige Worte aus Mir zu beleben strebt. Denn es ist
leichter, andere zu unterweisen, als für andere sein Leben zu lassen. Wahrlich,
Ich sage euch: Wer da je des Leibes Tod finden wird in Meinem Namen und in
Meinem Worte, der hat das ewige Leben mit starker Heldengewalt an sich gerissen
und ist vollkommen eins mit Mir geworden.“
[H.
Bd. 1, Kap. 123, 11-12]
Jesus
zu Seinen Jüngern, die dem Zudrang zahlreicher kranker Kinder wehren wollen:
„So lasset doch die Kindlein alle zu Mir kommen und wehret ihnen nicht; denn
ihrer ist das Reich Gottes! Wahrlich: Wer das Reich Gottes nicht als ein Kind
einnimmt, der kommt nicht hinein! Wenn Ich dies sage, so verstehe Ich darunter
nicht die leibliche Kindschaft, sondern die des Herzens.“
[Ev.
Bd. 8, Kap. 165, 17 und 20]
Jesus:
„Ich gebe euch für diese Welt keinen Frieden, sondern das Schwert; denn durch
den Kampf mit der Welt und mit allem, was sie euch bietet, müßt ihr euch des ewigen
Lebens Freiheit erringen. Mein Reich leidet Gewalt, und die es nicht mit Gewalt
an sich reißen, die werden es nicht einnehmen.“
[Ev.
Bd. 1, Kap. 201, 4-5]
Jesus:
„In der Welt werden die Meinen keine Triumphe feiern; denn die Menschen dieser
Erde sind nicht ledig ich Meine Kinder, sondern auch Kinder des Fürsten der
Finsternis. Diese lieben nicht Mein Licht noch jene, die es ihnen bringen, aber
daran sollen sich die Meinen nicht stoßen; denn für sie ist der Triumph in
Meinem Reiche vorbehalten!“
[Ev.
Bd. 3, Kap. 225, 9]
Jesus:
„Die vollkommene Befolgung des erkannten Willens Gottes ist das wahre Reich
Gottes in euch. Aber sie ist nicht leicht; denn die Weltmenschen stemmen sich
sehr dagegen und verfolgen die Bewerber ums Reich Gottes. Darum muß derjenige,
der das Reich Gottes sich völlig aneignen will, vor denen keine Furcht haben,
die nur des Menschen Leib töten, aber der Seele nicht schaden können. Wer Gott
mehr fürchtet als die Menschen und trotz der Verfolgung durch die Menschen den
erkannten Willen Gottes tut, der ist es, der das Reich Gottes mit Gewalt an
sich reißt.“
[Ev.
Bd. 7, Kap. 127, 3-4]
Jesus:
„Meine Lehre ist wohl der wahre Friede einer Seele, die nach ihr lebt und
handelt, — ja, sie ist der selige Friede des Himmels im Menschen; aber für die
Teufel der Hölle, die in Menschengestalt auf dieser Erde schalten und walten
durch Lüge und Trug, ist sie ein flammendes Schwert! Darum wird das wahre Reich
Gottes auf Erden große Gewalt zu erleiden haben. Und die es haben wollen,
werden es auch mit Gewalt an sich reißen müssen.“
[Ev.
Bd. 9, Kap. 144, 13]
Jesus
zu gläubigen Schiffern: „Das Himmelreich braucht Gewalt! Die es nicht mit
Gewalt an sich reißen, werden es nicht einnehmen! Ein jeder aber, der einen
Kampf des Himmelreiches wegen aufnimmt, ist ein weiser Baumeister, der sein
Haus nicht auf Sand baut, sondern auf einen festen Felsengrund! Kommen dann
Stürme und Wasserfluten, so können sie dem Hause nichts anhaben. — So ist es
auch bei dem Kampfe in sich um das Himmelreich. Wer es einmal in sich erkämpft
hat, der hat es für ewig! Es mögen was immer für Weltstürme über ihn kommen,
sie werden ihm nichts anhaben!“
[Ev.
Bd. 2, Kap. 159, 16-17]
Jesus:
„Wer zwar Gott erkennt, Ihn über alles achtet und liebt und seinen Nächsten wie
sich selbst, aber dabei auch die Welt achtet und fürchtet und sich nicht
getraut, offen Meinen Namen zu bekennen, weil ihm das einen weltlichen Nachteil
bringen könnte, der tut dem Reiche Gottes keine Gewalt an und wird es auf
dieser Welt auch nicht völlig überkommen und dann jenseits noch manche Kämpfe
zu bestehen haben, bis er vollendet wird.“
[Ev.
Bd. 7, Kap. 127, 6]
Jesus:
„Suchet vor allem das Reich Gottes in euch, — alles andere wird euch dann hinzugegeben
werden; aber ohne dieses Reich hat der Mensch — und besäße er auch alle Schätze
der Erde und die Wissenschaften aller Weltweisen — soviel wie nichts! Ein Besitzer
des Reiches Gottes aber hat alles in seinem Herzen: die höchsten und tiefsten
Wissenschaften und das ewige Leben mit seiner Kraft und Macht.“
[Ev.
Bd. 7, Kap. 126, 9-10]
Jesus
zu dem bekehrten Römer Markus, der befürchtet, daß die ihm enthüllten
Geheimnisse Gottes von den Menschen nicht begriffen werden: „Denen es nottut,
des Reiches Gottes wegen Meine Werke tiefer zu verstehen, denen wird es schon
Mein Geist in ihnen enthüllen und sie in alle Wahrheit und Weisheit leiten. Die
anderen Menschen aber tun genug, wenn sie an Mich glauben und nach Meinen
Geboten leben und handeln. Es sind wohl viele berufen zum Reiche Gottes, — aber
der Auserwählten gibt es nur wenige, denen es gegeben ist, die Geheimnisse des
Reiches Gottes (tiefer) zu verstehen.“
[Ev.
Bd. 8, Kap. 77, 1-2]
Jesus
zu Jüngern des Täufers Johannes, die Ihm folgen wollen: „Meine Jünger sollen
nicht an einen materiellen Erwerb an Meiner Seite denken; denn so etwas gibt es
bei Mir nicht! Bei Mir ist nur ein Erwerb gestattet, und der heißt: das Reich
Gottes und das ewige Leben! — Da sehet Meine alten Jünger! Sie haben um Meinet
willen Haus, Hof, Weib und Kinder verlassen und sind Mir nachgefolgt, aber ihr
irdisches Hauswesen ist versorgt. Wer als Mein Jünger der Welt nicht völlig
entsagen kann, der wird nicht stark im Gottesreiche werden; denn Gott und der
Welt dienen geht schwer oder gar nicht. Wenn aber jemand im Reiche Gottes stark
geworden ist, dann kann er wahrhaft auch alle Welt nützlich dienen.“
[Ev.
Bd. 8, Kap. 125, 4, 8-9]
Jesus
beruft den Erzengel Raphael für Seine Jünger und Freunde, die das Wesenhafte
des Reiches Gottes kennenlernen wollen. Der Erzengel erscheint in himmlisch
strahlender Schönheit, ernstfreundlichen Angesichts und sagt zum Herrn: „Mein
Herr und mein Gott, Dein Wille ist mein Sein, mein ewiges Leben, meine Weisheit
und Macht! Lasse geschehen, daß diese Brüder Deinen Willen als Dein Reich in
mir erschauen!“
[Ev.
Bd. 9, Kap. 172, 5-8]
Der
Herr: „Gehet nicht hinaus in die Wüste (des weltlichen Schrifttums); denn da
ist weder Weisheit noch die lebendige, innere Wahrheit zu finden! Sondern gehet
in die Liebe zu Mir und zu euerm Nächsten; suchet in der Tat Mein Reich, so
wird euch alles andere in der höchsten Fülle hinzugegeben werden!“
[Schrft. Kap. 14, 6]
Jesus
zu einem neugierigen Araber auf dessen Frage nach der Herkunft Seiner Wunderkraft:
„Was Ich habe, das habe Ich von Meinem Vater im Himmel. Mit dem begnüge dich
und frage Mich um nichts Weiteres; denn du und dein Stamm seid noch ferne vom
Gottesreich. Euer Himmel sind eure Weiber und Sklavinnen, — und die solchen
Himmel preisen, sind noch ferne von Mir und Meinem Vater!“
[Ev.
Bd. 8, Kap. 193, 1-2]
Jesus:
„Die Menschen sollen mit allem Eifer Mein Reich in allem und vor allem suchen
und sollen sich als Meine werdenden Kinder stets mehr und mehr in ihres Vater
großem Hause auskennen. Dadurch werden sie in der wahren Liebe voll Demut
wachsen, und sie werden dann an ihrem göttlichen Vater — und Er auch an ihnen —
eine stets größere, mit Liebe erfüllte Freude haben!“
[Ev.
Bd. 5, Kap. 117, 5]
Der
Herr in einem eigenhändigen Antwortbrief an den Fürsten Abgarus Ukkama in Edessa: „Suche das
Große — das ist Mein Reich — so wird dir auch das Kleine dieser Welt zukommen!
Wenn du aber suchest das Kleine, dann könntest du des Großen nicht wert erachtet
werden!“
[Bw.
4, 7]
Der
Herr: „Im Geiste wird jeder nach seiner Liebe und der daraus hervorgehenden Weisheit
der Schöpfer seiner eigenen für ihn bewohnbaren Welt sein, und diese Welt ist
das eigentliche Reich Gottes im Menschen.“
[GS.
Bd. 1, Kap. 5, 4]
Der
Herr: „Es ist wohl wahr, daß die Rinde an einen Baume tot ist und niemand aus
ihr eine Lebensnahrung ziehen kann. Aber wenn man diese tote Rinde einem Baume
nehmen würde, so würde der Baum großen Schaden leiden oder gar zugrunde gehen.
— Geradeso steht auch die äußere Kirche zur inneren wie die äußere Rinde eines
Baumes zum inneren, lebendigen Baume. — Von der äußeren Kirche wird wohl nie
das Gottesreich kommen, welches da ist das eigentliche innere, ewige
Geistesleben. Aber die äußere Kirche ist nach Meiner Vorsorge ein Schutz für
die innere Kirche, die jedermann leicht finden kann, wenn er sie nur suchen und
finden will. Und dabei ist es gleich, in welcher äußeren Kirche er sich
befindet, — wenn sie nur irgend Meinen Namen und Mein Wort verkündigt.“
[Hi.
Bd. 2, S. 375, 7-9]
Der
Herr: „Wenn jemand sich in der inneren Kirche schon in aller Fülle befindet, da
wird es ihm nie zur Sünde gerechnet, so jemand die Bethäuser der äußeren Kirche
besucht. Nur soll er darin kein Ärgernis nehmen an den götzerischen
Ausstattungen, wohl aber Mich bitte, daß Ich auch dieses dunkle Gemach mit
Meinem Lichte erhellen möge, so wird er in seinem Herzen den Armen im Geiste
ein lieber Bruder sein, der darob den ewigen, großen Lohn ernten wird. — Das
spricht der Herr der äußeren und der wahren, inneren Kirche!“
[Hi.
Bd. 2, S. 376, 12-13]
Der
Herr: „Sage es allen, sie mögen sein, welcher Religion sie wollen — ob
Römische, ob Protestanten, ob Juden, ob Heiden — kurz, für alle soll es gesagt
sei, es gibt nur eine wahre Kirche, und diese ist die Liebe zu Mir in Meinem
Sohne, welche ist der Heilige Geist in euch und gibt sich euch kund durch Mein
lebendiges Wort. So bin Ich in euch, und eure Seele, deren Herz Meine Wohnstätte
ist, ist die alleinige wahre Kirche auf der Erde. In ihr allein ist ewiges
Leben, und sie ist die alleinseligmachende. Daher geht zuvor in die wahre
Kirche, darinnen Leben ist, — dann erst in die tote, damit sie lebendig wird
durch euch!“
[H.
Bd. 1, Kap. 4, 9 und 14]
Jesu
Abschiedsworte an eine bekehrte und reich gesegnete Hochtalgemeinde: „Bleibet
im Glauben an Mich und in der Liebe zu Gott! Dann komme Ich nach wenigen Jahren
verklärt wieder zu euch und erteile euch allen die Kraft Meines Geistes. Denn
wer Meiner nicht vergißt, dessen vergesse auch Ich ewig nicht. Darum bleibet
Mir getreu, solange ihr im Fleische wohnet, und Ich werde euch geben das
unvergängliche ewige Leben in Meinem Reiche.“
[Ev.
Bd. 5, Kap. 276, 10-11]
Jesus:
„Meine wahren Kinder auf dieser Erde werden Meine Lehre stets rein erhalten und
sich nie in die Macht des Weltbetruges fügen, sondern diamanten an der ewigen Lebenswahrheit
festhalten.“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 152, 3]
Jesus
zu Seinen Jüngern: „Daran wird man leicht erkennen, ob jemand Mein Jünger ist
oder nicht: Meine Jünger werden einander allzeit lieben, wie auch Ich euch
allzeit liebe. Die unechten Jünger dagegen werden einander offen oder heimlich
hassen. Denn darin besteht die arge Frucht der Lügen, daß sie stets hassen
müssen, weil eine Lüge von der anderen niemals überflügelt sein will. Die
Wahrheit aber sucht fortwährend ihresgleichen und liebt sie stets mehr,
gleichwie ein Licht das andere niemals verdunkelt, sondern es immer heller
macht und am Ende ein vereintes, hellstes Licht bewirkt.“
[Ev.
Bd. 8, Kap. 79, 19-20]
Jesus:
„Viele werden künftig sagen: ‚Sehet, hier ist Christus!‘ oder ‚Dort ist
Christus!‘, dann glaubet es nicht! — Wenn aber jemand ungezweifelt an Mich
glaubt und Mich wahrhaft im Herzen über alles liebt und darum auch seinen
Nächsten wie sich selbst und hat dabei eine stets wachsende Sehnsucht, Mich zu
erschauen, sowie Mich und Meinen Willen tiefer und heller zu erkennen, so werde
Ich ganz unerwartet in seiner nächsten Nähe gegenwärtig sein, obschon er Mich
noch irgendwo ferne glaubt, und gebe Mich ihm auch bald zu erkennen, mit ihm in
demselben Hause wohnend und Mahl haltend.“
[Ev.
Bd. 9, Kap. 54, 4]
Der
Herr: „Wenn man euch sagen wird: das Reich Gottes oder die lebendige Wahrheit
oder die reine Lehre Christi ist in dieser oder jener Konfession oder Sekte, —
so glaubet es nicht; denn der Herr ist nur bei denen, die ihn lieben im Herzen
und in Werken!“
[Schrft. Kap. 14, 10]
Der
Herr: „Menschen, die Ich nicht als Waisen lassen will, sind jetzt — in
Gerichtszeiten — sehr selten und kostbar geworden. Sie leben schlicht, von der
Welt soviel als möglich abgezogen, und ihre Freude bin Ich, und der Gegenstand
ihrer Gespräche bin auch Ich! Warum denn? Weil der Mund davon übergeht, wes das
Herz voll ist. Diese sind fürwahr keine Waisen; denn Ich bin ja mitten unter
ihnen, rede tagtäglich mit ihnen und lehre und ziehe sie selbst. Diese hören
allezeit Meine Stimme und erkennen sie als die des rechten Hirten!“
[Schrft. Kap. 19, 20-21]
Der
Herr: „An der Liebe erkenne Ich die Meinen, aber nicht an der Sekte! Wer Mich
liebt und hält Mein Wort, der hat die Liebe des Vaters in sich, wie Ich den
Vater i Mir, — und der ist eins mit Mir, wie Ich eins bin mit dem Vater.“
[Schrft. Kap. 33, 13]
Der
Herr offenbart Jakob Lorber eine wichtige Lehre des nordischen Religionsphilosophen
Heinrich Steffens, die gekürzt wie folgt lautet: „Der fromme Christ wünscht,
daß der Heiland Gestalt in ihm gewinnen möge. Man findet diese Äußerung
mystisch, fanatisch, schwärmerisch, doch ich möchte das, was diese Äußerung im
Innersten ausdrückt, die tiefste Seligkeit der Liebe nennen! — Der Apostel,
wenn er die Gemeinde als der Leib des Herrn darstellt, benützt (als Gleichnis
dafür) die Glieder des Leibes, die eins sind und alle einander gleich durch die
Einheit des Lebens. Dieses Bild ist herrlich; aber des Apostels flammende Worte
über die Liebe fordern, daß wir es in einem höheren Sinne nehmen. Wir sind frei
im Heilande, Kinder Gottes durch Ihn. Daher tritt uns in Ihm die geheiligte
Person alle Persönlichkeiten, die Urgestalt aller Gestalten entgegen. Und vermögen
wir uns Ihm hinzugeben, dann gibt Er sich auch uns hin ganz und gar, daß wir,
wie die Besonderen, so doch auch in Ihm, mit Ihm Er selbst sind.“ Soweit
Steffens. — Der Herr fügt hinzu: „Sieh diese Stelle zeigt dem tiefer Denkenden
klar, was er zu tun hat, um aus Mir das wahre, ewige Leben zu überkommen.“
[Hi.
Bd. 2, S. 279, 12-15]
Der
Herr: „Ich sage zu niemandem: Werde ein Katholik oder: werde ein Protestant
oder ein Grieche, sondern: was einer ist, das bleibe er, — wenn er will. Sei er
aber, was er wolle, so sei er ein werktätiger Christ, und das im Geiste und in
der Wahrheit; denn jeder kann, wen er es will, das reine Wort Gottes haben. —
Ich bin nicht wie ein Patriarch und bin nicht wie ein Papst und nicht wie ein
Generalsuperintendent und nicht wie ein Bischof, — sondern Ich bin wie ein überaus
guter und gerechtester Vater allen Meinen Kindern und habe nur Freude daran,
wenn sie tätig sind und wetteifern in der Liebe, aber nicht daran, daß sie
einander Narren schelten und ein jeder aus ihnen der Weiseste und Unfehlbarste
sein will, aber dabei nichts tut!“
[Ed.
Kap. 73, Abs. 15-16]
Zeugnis
des Lazarus vor dem Römer Agrikola, der in Jesus
einen künftigen Judenkönig vermutet: Jesus ist ein großer Freund der Römer, und
die Weissagungen der alten Propheten müssen dahin gedeutet werden, daß Er als
der nun in aller Wahrheit gekommene Messias nicht die Absicht hat, ein
irdisches Reich zu gründen, wohl aber ein geistiges Reich der Liebe und der
wahren Weisheit Gottes bei allen Menschen der Erde, die Seine Lehre von Gott,
vom Himmelreich und vom ewigen Leben der Seele nach dem Tode des Leibes
annehmen und nach Seinem kundgegebenen Willen leben und handeln werden.“
[Ev.
Bd. 6, Kap. 184, 2]
Ein
erleuchteter Mesner des Stephansdomes zu Wien erklärt hochmütigen
Kirchenfürsten in der Geisterwelt: „Jesus, der Herr, hat Seinen Jüngern, als
sie Ihn töricht genug angingen, wer unter ihnen der Erste sein solle,
ausdrücklich geboten: ‚Wer unter euch der Geringste ist und euch dienet, der
ist vor Mir der Erste! Nur einer ist euer Herr! Ihr alle aber seid gleiche
Brüder! Daran aber wird man erkennen, daß ihr Meine Jünger seid, wenn ihr
einander als Brüder wahrhaft liebet! — Meine Eminenzen, das sind Worte Christi,
des Herrn, in denen klar dargetan ist, daß es auf der Erde in geistigen Dingen
nie hätte Standesunterschiede geben sollen. Nie hat Christus, der Herr, von
einer geistlichen Eminenz etwas gesagt, noch weniger je etwas von einem Papst!
Alle sollen gleich sein vor Ihm, da Er allein der Herr ist über die ganze
Unendlichkeit!“
[Rbl.
Bd. 2, Kap. 231, 5-6]
Der
Evangelist Markus in der geistigen Welt zu einem kirchlich gebundenen Mönch:
„Daß der Herr bei Seinem Erscheinen in der allerhöchsten Person Christi eine
zeremonielle, bildliche Kirche gegründet habe, davon hat Er nie etwas erwähnt!
Vielmehr stellte Er als die Grundfeste Seiner Lehre nichts als die
Nächstenliebe auf und dieser als unentbehrlichen Vorgrund die Liebe zu Gott,
indem Er ausdrücklich sagte: Liebet euch untereinander, wie Ich euch geliebt
habe und noch liebe, so wird man daran erkennen, daß ihr wahrhaft Meine Jünger
seid!“
[GS.
Bd. 1, Kap. 68, 21]
Der
Herr bezeugt, daß der Heidenapostel Paulus nie einen Zeremoniendienst
eingeführt, sondern eine lebendige, innere Kirche, geistlich im Herzen der
Seele gegründet hat.
[Hi.
Bd. 11, S. 227, 2-3]
Ein
Himmelsbote in der geistigen Welt: „Der wahre Fels Petri zeigt sich in Worten
des Evangeliums wie: ‚Mein Reich kommt nicht mit äußerem Schaugepränge, sondern
es ist inwendig in euch!‘ und ‚Wer Meine Wort hört, sie annimmt und danach
lebt, der ist es, der Mich liebt, zu dem werde Ich kommen und Mich selbst ihm
offenbaren!‘ Sieh, das ist Petrus, der unüberwindliche Fels, in eines Menschen
Herzen, das allein ist die wahr lebendige Kirche des Herrn, wenn Er durch den
leben vollen Glauben, der die Liebe ist, im Herzen des Menschen Wohnung
genommen hat!“ [BM., Kap. 79,
8-12]
Inhaltverzeichnis
05.01. Die Große Frage: Wie werde ich
selig?
05.02. Liebe zu Gott und Gottesfurcht
05.04. Feindesliebe und Nächstenliebe
05.05. Von der Selbst- und Weltliebe
05.06. Demut, Geduld und
Selbstverleugnung
05.07. Dienen, die große Losung
05.09. Liebe, Weisheit und Verstand
05.10. Die Selbstbeschauung, ein
hochwichtiges Seelenreinigungsmittel
05.11. Die Lehr- und Erziehungsweise
des Herrn
05.12. Zeichen und Wunder
Jesu und der Engel
05.14. Das Lehr- und Führungsamt der
Engel und Seligen
06. Das Menschenleben im Lichte der
Liebesgebote
06.01. Vom Leben mit und ohne Gott
06.02. Das irdische Liebesleben
06.04. Man und Weib vor Gott, Dem
Vater
06.05. Kinderzucht und Jugendpflege
06.06. Gesundheitspflege, Kleidung und
Ernährung
06.07. Hauptregel der Leibespflege:
Einfachheit und Mäßigkeit
06.08. Warum Krankheit, Not und andere
Leiden?
06.09. Geistige Heilweise Jesu
06.10. Geistige Handauflegung und andere
Heilhilfe durch Berufene
06.12. Vom Fasten und Asketentum
06.13. Besessenheit und ihre Heilung
06.14. Armut und Reichtum (soziale
Frage)
06.17. Staatsleben und Gesetzesordnung
06.18. Strafrecht und Todesurteil
07.01. Blindglaube oder
Vernunftglaube?
07.04. Von den Schriftgrundlagen:
Bibel und Neuoffenbarung
07.05. Das Innere lebendige Wort
07.09. Sabbatfeier, Zeremonie und
Gottesdienste
07.10. Christusverehrung und
Marienkult
07.11. Der Tempel von Jerusalem zu
Jesu Zeit
07.12. Von Religionen und Kirchen der
Jetztzeit
07.13. Propheten, Priester und Lehrer
07.14. Zwangslosigkeit in
Glaubensdingen
07.15. Geistige Kundgaben, Schauungen,
Träume und der Verzück
07.16. Geistige Entsprechungen
07.17. Wahrsagen, Prophetien, Magie
und Sterndeutung
07.18. Christliche Lehrverkündung
(Mission)
07.19. Die gottgewollte
Gemeindeordnung
07.20. Frömmigkeit ohne Kopfhängerei
07.21. Vom Schönheitssinn und dessen
Pflege
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[VH-LIF
2008]