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Dr.
Walter Lutz Neuoffenbarung Band 3 Am Aufgang des dritten Jahrtausends. Ein Lehr- und Nachschlagewerk der Neuoffenbarung, gegeben durch Jakob Lorber ______________________________________________ 08. Erlösung und Vollendung
08.01. Die
Willensfreiheit im neuen Lichte
Jesus: „Wenn Gott Puppen und Automaten
haben will, so ist dazu ein Augenblick hinreichend, um damit den ganzen
sichtbaren Raum auszufüllen. Aber alle diese Wesen würden keinen eigenen
freien Willen haben und kein eigenes, für sich dastehendes, selbsttätiges
Leben. Sie würden sich regen und bewegen nur nach dem sie durchströmenden
Willen Gottes. Ihre Sehe wäre die Sehe Gottes, und ihre Gedanken wären die
Gedanken Gottes. Solche Geschöpfe wären gleich den einzelnen Gliedern deines
Leibes, die sich ohne dein Erkennen und Wollen durchaus nicht für sich
bewegen und tätig sein könnten. — Ganz anders verhält es sich mit deinen Kindern,
die aus deinem Fleisch und Blut hervorgegangen sind. Diese warten nicht mehr
auf deinen Willen; sie haben ein völlig eigenes Leben, Wollen und Erkennen.
Sie werden wohl Lehre und Gebote von dir annehmen, aber dennoch nicht nach
deinem, sondern stets nur nach ihrem eigenen Willen. — Und siehe, Geschöpfe
mit freiem Erkennen und Wollen, die sich selbst zu bestimmen und zu
vervollkommnen haben, um dadurch für ewig freie, sich selbst bestimmende
Wesen zu bleiben, müssen von Gott auch so geschaffen sein, daß ihnen solches
zu erreichen möglich ist.“ [Ev. Bd. 5, Kap. 71, 10-13] Jesus: „Erschaffen ist leicht, aber
die aus Gott hinausgestellten Geschöpfe zu einem freien, ungerichteten und
selbständigen Sein hinleiten, das ist sogar für die göttliche Allmacht keine
leichte Sache. Doch mit Geduld und Langmut kann man dennoch alles erreichen,
und ist eine Sache in zweckvoller Hinsicht gelungen, dann gedenkt man nicht
mehr der Zeit, die dazu vonnöten war. Es geht dabei zu wie bei einem Weibe,
das in seiner Schwangerschaft viel Furcht und Wehen zu bestehen hat, aber
wenn das Kind zur Welt geboren ist, dann hat bei dem Weibe alle Furcht
aufgehört, und es gedenkt nicht mehr der Schmerzen; denn es sieht vor sich
die lebendige Frucht, die aus ihm in ein freies, selbständiges Leben hervorgegangen
ist. — Wäre es aber mit der freiesten Selbständigmachung eines Geschöpfes
eine leichtere Sache, dann hätte Ich als der Schöpfer aller Dinge und alles
Seins wahrlich nicht nötig gehabt, nun selbst als ein Mensch in die Welt zu
kommen, um die völlige Freigestaltung des Menschen durch Lehre und Tat zu
bewirken.“ [Ev. Bd. 6, Kap. 63, 1-3] Jesus zu dem Römer Agrikola: „Welten
erschaffen ist für Mich ein leichtes, aber freie Menschen ins Dasein zu rufen
und sie aus sich selbst vollenden zu lassen, wobei die göttliche Allmacht
vermöge ihrer Liebe, Weisheit und Ordnung schweigen und untätig sein mußt das
bleibt auch für Mich keine leichte Sache! Da hilft Mir nichts als Meine
unbegrenzte Geduld und Meine übergroße Sanftmut.“ [Ev. Bd. 8, Kap. 14, 16] Ein fremder, weiser Gast am Tische
König Lamechs: „Bei der Erschaffung der Dinge kommt es nur auf den Willen
Gottes an, und es wird da sein, was Gott haben will. Ein von Ihm
ausgesprochenes allmächtiges ‚Werde’ genügt, und zahllose Sonnen und Welten
drehen sich in übergroßen Kreisen vor dem Auge des allmächtigen Werkmeisters!
— Aber beim freien Geiste ist das allmächtige ‚Werde!‘ ein Gericht, welches
ist des Geistes Tod. Da muß an die Stelle der Allmacht große Liebe,
Erbarmung, Geduld, Sanftmut und endlos weise Führung Gottes treten und muß
den Geist (die Seele) des Menschen wie einen zweiten Gott führen und lehren
damit dieser dann durch die Selbsterkenntnis das werde was er sein soll nach
der göttlichen Ordnung. Und das ist mehr als Welten und Sonnen erschaffen.“ [H. Bd. 3, Kap. 42, 11-12] Jesus: „Ich will es, daß jeder Mensch
auf dem von Mir vorgezeichneten Wege fortschreitet und sich mit eigener Mühe
und Aufopferung das erwirbt, dessen er hier und jenseits bedarf, um
selbsttätig und dadurch (vollkommen) selbständig werden zu können. Denn die
volle Selbständigkeit ist zur höchsten Seligkeit eines der allernötigsten
Erfordernisse.“ [Ev. Bd. 3, Kap. 177, 14-15] Jesus: „Wenn Ich vermöge Meiner
Allmacht wollte, da kein Mensch je eine Sünde begehe, so würde auch kein
Mensch mehr sündigen; denn er würde sich nicht um eine Linie über Meinen
Willen hinausbewegen können. Wer aber hätte dann ein Verdienst ob des
sündenfreier Lebens eines Menschen, den allein Gottes Allmacht leitete, wie
sie das Wachstum der Bäume und ihrer Früchte leitet und die Welten durch den
endlosen Raum führt? Niemand als Gott allein, weil der Mensch dann nur eine
Spielpuppe in den Händen Gottes wäre. Die Menschen aber sind bestimmt, freie
und völlig selbständige Kinder Gottes zu werden; darum müssen sie so geleitet
werden, daß dabei ihr freier Wille nicht die geringste Nötigung von einem
mächtigeren Geiste erfahre, sondern allein durch Offenbarung und Lehre und
durch äußere Gesetze dahin geleitet werde, aus sich selbst das Wahre und Gute
zu ergreifen und aus eigener Bestimmung danach tätig zu werden.“ [Ev. Bd. 6,
Kap. 225, 6-7] Der Erzengel Raphael: „Die Seele prüfe
sich selbst, inwieweit sie in aller Selbstverleugnung, was die Lustreizdinge dieser
Welt betrifft, vorgedrungen ist, und wieweit sie völlig eins mit dem Willen
Gottes geworden ist, ob in ihr wohl schon Meisterhaftes sich regt, — und
Gott, der Herr, wird nicht säumen, in ihr Seines Willens Macht offenkundig
werden zu lassen. Die Macht des göttlichen Willens aber wird dem Menschen
nicht etwa wie einem Kinde die Milch eingegossen, sondern er muß sie selbst
durch seine eigene Willenskraft, die bei jedem Menschen völlig frei ist, wie
mit Gewalt an sich ziehen. — Daß diese Sache sich so und nicht anders
verhält, ist daraus ersichtlich, daß der Herr, dem doch alle Dinge möglich
sind, Seine Jünger selbst gleichfort lehrt, erzieht und ihnen zeigt, was sie
zu tun haben, um sich Seinen Willen für ewig zu eigen zu machen. Was aber die
eigens vom Herrn erwählten Jünger zu tun haben, das hat auch jeder andere
Mensch zu tun, um zu der Macht des göttlichen Willens in seiner Seele zu
gelangen.“ [Ev. Bd. 10, Kap. 17, 11, 13-15] Jesus zu einem hohen römischen
Richter: „Bestrebe dich, dir Meinen Willen so anzueignen, wie du dir des
Kaisers Willen zu eigen gemacht hast, und du wirst dann bald vollkommen eins
werden mit deinem jenseitigen Geiste aus Mir, welcher ist Meine Liebe,
Weisheit und Macht, und du wirst dann auch so wirken können wie dieser Engelsgeist
Raphael zu wirken imstande ist.“ [Ev. Bd. 10, Kap. 200, 4] Der Herr zu den Vätern der Urzeit, die
ihre Lauheit in der Liebe beklagen: „Alles kann Ich euch geben, allein die
freie Liebe eures Herzens zu Mir, diese kann Ich niemandem geben! Und wenn Ich
solches täte, was wäre da eure Liebe?! Sie wäre nur ein fremder Trieb in
euch, der euch nötigen möchte, wider euren Willen Mich zu lieben und
anzubeten. Ich aber habe euch zu freien Menschen und Kindern erschaffen und
habe einem jeden gegeben einen eigenen guten Anteil der Liebe, die da bewirkt
das Leben in euch. Mit dieser freien, eigenen Liebe müßt ihr Mich ergreifen,
so werdet ihr das Leben in euch erfassen!“ H. Bd. 1, Kap. 142, 4-6 Jesus, der Herr, zu dem römischen
Oberstatthalter Cyrenius: „Würde Gott mit Seiner Allmacht aus Seiner Weisheit
heraus den Willen des Menschen leiten, so wäre der Mensch um nichts besser
als ein Tier, ja, er stünde sogar noch unter dem Tier, weil sogar dem Tier
schon eine kleine Willensfreiheit insoweit verliehen ist als es auch
Verständnis und Gedächtnis hat, Hunger, Durst und Schmerz fühlt und darum
etwas denken, urteilen und durch seine Stimme, Miene und Gebärde kundgeben
kann, was es für sein Bedürfnis will.“ [Ev. Bd. 7, Kap. 214, 9] Jesus im Jenseits zu Robert Blum: „Würde
die Gottheit sich durch Ihre Macht eines Wesens bemächtigen, das aus seinem
eigenen freien Willen Ihr aufs entschiedenste und hartnäckigste widerstrebt,
so würde das solch ein Wesen augenblicklich vernichten, was wider alle
göttliche Ordnung wäre. — Wenn aber die Gottheit Ihre Ordnung für ewig
unwandelbar dahin feststellt, daß kein Wesen, möge es sich gestalten, wie es
wolle, vernichtet werden kann, so wird dadurch allen Wesen die ewige
Fortdauer gesichert und zugleich auch jedem Wesen die freie Möglichkeit
gegeben, ein überaus glückliches zu werden, aber auch ein unglückliches zu
verbleiben, solange es dies selbst will!“ [Rbl. Kap. 30, 9-10] Jesus schildert den unumgänglichen Weg
der Erschaffung und Gestaltung freier Menschen, wobei die Anwendung der
göttlichen Allmacht bald in den Hintergrund treten muß. [Rbl. Bd. 1, Kap. 95, 3-7] Jesus im Jenseits zu übereifrigen
Geistern: „Es ist leicht gesagt: ‚Herr, richte die bösen Völker! Vertilge
alle, die eines hochmütigen und herrschgierigen Herzens sind! Tue Wunder! Laß
durch eine allgemeine Pest das ganz arge Menschengesindel zugrundegehen!‘ —
Aber bedenket, daß Ich dann umsonst gearbeitet hätte! — Wir müssen vielmehr
größte Geduld üben und sogar verkehrtesten Handlungen mit derselben Ruhe
betrachten wie die guten und gerechten! Denn die erste Hauptbedingung zur
Gestaltung freier Menschen ist, daß sie in der Trennung von Mir ihrer selbst
bewußt werde und aus sich selbst heraus zu handeln anfangen — ob gut oder
schlecht, ob gesetzlich oder ungesetzlich, das muß für den Anfang eines jeden
werdenden Menschen völlig eins sein!“ [Rbl. Bd. 1, Kap. 95, 8-9] Jesus zu einer gutwilligen Seele im
Jenseits: „Du verlangtest Gutes — und verlangtest Mich selbst und siehe, so
steht nun vor dir wahr und lebendig, was du in deinem Herzen wolltest! — Von
nun an wird dir Mein besonderer Wille kundgetan werden. Wirst du diesen zu
deinem eigenen machen, so wirst du leben ein wahres, seligstes Leben!“ [Rbl. Bd. 1, Kap. 130, 8] Jesus: „Jeder Mensch trägt gewisse
Schwächen in sich, welche die gewöhnlichen Fesseln des Geistes sind, durch
die er wie in einer festen Hülse eingeschlossen ist. Die Fesseln aber können
erst dann gesprengt werden, wenn die mit dem Fleisch verbundene Seele sich
durch die gerechte Selbstverleugnung so gestärkt hat, daß sie fest genug ist,
den freien Geist zu fassen und zu halten. Aus diesem Grunde kann der Mensch
auch nur durch allerlei Versuchungen seine Schwächen gewahren und erfahren,
wie und worin sein Geist geknebelt ist. Wenn er dann gerade in diesen Punkten
sich in seiner Seele selbst verleugnet, so löst er dadurch dem Geiste die
Fesseln und bindet damit die Seele. — Ist in der notwendigen Zeit die Seele
mit allen den ehemaligen Geistesbanden gefestet, so geht dann der entfesselte
Geist in die stark gewordene Seele über, und diese gelangt dadurch in alle
himmlische Machtvollkommenheit des Geistes und wird für ewig vollkommen eins
mit ihm.“ [Jug. Kap. 298, 8-15] Jesus zu dem Mägdlein Jarah: „Höre,
Meine liebe Jarah, Ich sehe wohl in dein Herz und lese darin, wie sehr du
Mich liebst, und kenne auch deine Treue; aber du bist nun noch ein Kind. Bis
jetzt warst du unter dem Schutze Meiner Engel, und die bösen Geister der Welt
konnten sich dir nicht nahen. Wenn aber deine Jahre reifer werden, dann wirst
du aus eigener Kraft der argen Welt und ihren Gelüsten widerstehen müssen, um
dadurch nach Meiner für alle Wesen gestellten unwandelbaren Ordnung aus dir
selbst den festen Boden zu gewinnen, auf dem du dich Mir im Geiste und in
aller Wahrheit wirst nahen können. Die Welt hat eine starke Macht über den
Menschen, weil sie zum größten Teil von der Hölle beherrscht wird, und die
Seele muß mit ihrem Fleisch und Blut manch harten Kampf bestehen, um nicht
von der Welt verschlungen zu werden. — Wenn aber solche Kampfzeit über dich
kommen wird, dann gedenke in deinem Herzen Meiner und alles dessen, was du
von Mir gehört und gesehen hast, und der Sieg über die Welt wird dir ein
leichter werden!“ [Ev. Bd. 2, Kap. 137, 13-14] Jesus: „Warum ist denn die langsame, stufenweise
Entwicklung eines Menschen vom Embryo im Mutterleibe bis zum erwachsenen,
erfahrenen Manne nötig, wenn Gott doch mit Seiner Allmacht sogleich völlig
weise und kräftige Menschen herstellen könnte? — Ja, das kann Gott
allerdings, aber was wären solche Menschen? Ich sage es euch: Nichts als
Maschinen, die nie einen eigenen freien Willen, ein eigenes Selbstbewußtsein
und nie ein selbständiges, freies Denken, Fühlen und Handeln haben könnten,
sondern Gottes allmächtiger Wille müßte sie in jedem Augenblick aus sich neu
beleben, in ihnen denken, wollen und ihre Glieder zur Tätigkeit anregen. —
Daher ward von Gott von Ewigkeit her eine Ordnung gestellt, derzufolge die
aus Gott hinausgestellten Ideen sich selbst immer mehr von Gott lösen,
endlich sich als ein von Gott getrenntes Sein und Leben finden und erkennen
müssen und nach ihren eigenen Gedanken frei wollend und frei tätig zu werden
haben, auf daß sie dadurch als völlig lebensgefestet dann durch äußere Lehre
zur Lebensvollendung wie auf eigenem Grund und Boden gebrach werden können.
Dazu aber bedarf es einer sehr langen Zeit, die von Gott aus wohl berechnet
und in viele Abschnitte eingeteilt ist, in denen dies und jenes fortschreitend
vorgenommen werden kann.“ [Ev. Bd. 6, Kap. 63, 4-11] Jesus: „Es ist dem Menschen schon auf
dieser Erde — etwa als hoher Amtsinhaber — die höchste Seligkeit von seinem
freien Willen Gebrauch zu machen. Wieviel größer aber ist jene Seligkeit, die
aus der Einigung des Menschenwillens mit dem Willen Gottes für die ganze Unendlichkeit
und Ewigkeit hervorgeht! Aber bevor dies erfolgen kann, ist eine ernstliche
Grund- und Hauptbildung des menschlichen Willens durch alle Lebensstadien
erforderlich, sonst wäre es höchst gefährlich, des Menschen freien Willen mit
großer Machtvollkommenheit auszustatten. Der Mensch muß belehrt und so
geführt werden, daß er sich freiwillig auf die Wege des Lichts begibt und
sich auf ihnen so lange in aller Liebe und Selbstverleugnung übt, bis er das
rechte Ziel durch seine eigene Tätigkeit und Selbstbestimmun erreicht.“ [Ev. Bd. 5, Kap. 78, 4-7] Jesus: „Alle Geschöpfe bestehen unter
Meinen Mußgesetzen, auch der Mensch seinem Leibe nach, — nur des Menschen
Seele und Geist nicht, d.h. was da betriff den Willen und das freie Erkennen.
Die Form und die Lebenseinrichtung der Seele in allen ihren Teilen ist natürlich
auch ein Mußwerk, von Mir ausgehend, doch nur so, daß sie durch den freien
Willen im Menschen entweder sehr veredelt und befestigt oder auch sehr
verunstaltet und geschwächt werden kann.“ [Ev. Bd. 7, Kap. 121, 4] Der Herr: „Wer als Sünder nicht
reumütig zu Mir kommt, der hat sich sein Urteil selbst an seine Stirn
geschrieben; denn Ich halte niemanden wider seinen freien Willen und ziehe
niemanden wider solchen Willen! Alles aber, was Ich, der Allmächtige, tue,
ist, daß Ich Meine Kinder rufe, zu Mir zu kommen, als ein ewiger, wahrer
Vater! Wohl denen, die den Ruf nicht überhören und, so sie ihn hören, sich
danach kehren!“ [H. Bd. 3, Kap. 355, 4-5] Ein Engel zu dem Römer Agrikola: „Wenn
es für die werdenden Menschen dieser Erde gut und zu ihrem Seelenheile
notwendig wäre, so wären wir auch beständig sichtbar unter ihnen; da aber das
nicht der Fall ist, so dürfen wir die Menschen nur ungesehen leiten, auf daß
ihr freier Wille keine Nötigung erleide.“ [Ev. Bd. 6, Kap. 190, 3] Abedam-Jehova zu den Kindern der Höhe:
„Wenn Ich stets sichtbar bei euch bliebe, so könnte niemand zum wahren,
selbständigen, freiesten Leben gelangen, weil schon die Sünde die Welt in
harte Knechtschaft nahm und eben darum Zwang und Nötigung auf der Erde ohnehin
in Fülle vorhanden sind. Würde nun Ich als die allerhöchste Urmacht beständig
sichtbar unter euch verweilen, so hättet ihr eine weitere Nötigung auf der
Erde, sodaß sich niemand auch nur im geringsten frei bewegen könnte. — Wenn
Ich jedoch fremd bleibe euren Augen, aber — so es jemand ernstlich will —
desto bekannter und vertrauter seinem Herzen, da ist dennoch jeder vollkommen
frei. Er kann die Knechtschaft der Sünde verachten, mit Füßen treten und sich
zu Mir wenden, Mich in der Liebe seines Herzens suchen und frei erfassen, wo
er dann sogleich nach dem Maße seiner Liebe von Mir aufgenommen und nach
seinem Liebewillen behalten und erhalten wird, welches alles dann erst die
Gewinnung des ewigen Lebens ist!“ [H. Bd. 1, Kap. 185, 33-34] Jesus, der Herr, zu dem römischen
Oberstatthalter Cyrenius: „So plötzlich, wie Ich den Meeressturm bändigte,
geht es mit der geistigen Hilfe für die blinde Menschheit nicht; denn bei der
Stillung des Sturmes hatte Ich nur mit Geistern und Kräften zu tun, die noch
lange keinen eigenen freien Willen haben und Mir sonach unbedingt gehorchen
müssen. Jeder Mensch aber hat einen freien Willen, demnach er tun kann, was
er will, und sein Gehorchen ist darum ein bedingtes. Gott selbst kann und
darf den Menschen mit Seiner Allmacht niemals zwingen, sondern kann ihn nur
in solche Lagen führen, durch die er zu einer reineren Erkenntnis auf dem
Wege der Erfahrung wie aus sich selbst gelangt und dann seinen Willen durch
seinen eigenen Verstand leiten kann.“ [Ev. Bd. 7, Kap. 214, 7-8] Jesus, der Herr, zu einem römischen
Ratsherrn, der eine schnelle, durch Wunder bekräftigte Belehrung der Völker
wünscht: „Gott hat die Menschen nicht zu Spielpuppen, sondern zu Ihm völlig
ähnlichen Ebenbildern erschaffen, die Er nicht als Geschöpfe Seiner
allmächtigen Laune, sondern als wahre Kinder Seiner ewigen Vaterliebe aus
sich ins Dasein gestellt und mit der Ihm ähnlichen schöpferischen Eigenschaft
begabt hat, sich ganz frei aus der eigenen Lebenskraft nach dem eigenen freiesten
Willen zur völligen Gottähnlichkeit heranzubilden. Und siehe, daher geht es
bei der Bildung der Menschen nicht an, daß man ihren freiesten Willen durch
ein göttliches Muß hemme!“ [Ev. Bd. 7, Kap. 215, 8] Jesus: „Ich sehe, wenn Ich ein Volk
drei- bis siebenmal ermahnt habe, nicht mehr darauf, was es will und tut; das
Volk oder auch jeder Mensch für sich kann dann wollen und tun, was ihm
beliebt, und Ich nehme von nichts Kenntnis bis entweder zu seiner Besserung
oder bis zu seinem Sündenvollmaße. Wie dann das Volk oder ein Mensch will und
handelt, so wird es ihm auch werden. Denn Ich habe es auf der Erde so
eingerichtet, daß auf jede Handlungsweise der Menschen der sichere Erfolg von
selbst kommen muß!“ [Ev. Bd. 8, Kap. 99, 17] Der Evangelist Markus: „Die Erde ist
ein Ort der Prüfung des freien Willens, und da ist denn auch alles frei:
Guter Sinn und Unsinn, Satan und Engel! Denn damit der Wille des Menschen in
seiner Freiheit sich üben kann, so müssen auf einem Weltkörper auch allerlei
Reizungen vorhanden sein, welche unablässig dahin wirken, den Menschen von
der Wahrheit abzuziehen und ihn ins Falsche zu leiten, wodurch dann jeder
Mensch einen ständigen Kampf zu bestehen hat, durch welchen die Lebenskraft
geübt wird und die Freiheit des Willens eine bestimmte Richtung annehme muß.“ [GS. Bd. 1, Kap. 84, 6-7] Der Herr: „Hat eure Liebe Mich erfaßt,
der Ich das freieste Leben selbst bin, so hat sie dadurch auch die höchste
Freiheit erfaßt und hat sich frei gemacht durch die allergrößte Freiheit Meines
ewigen, allein wahren Lebens!“ [Hi. Bd. 1, S. 207, 22] Der Herr zu Jakob Lorber: „Siehe, Ich
gebiete nicht und sage nicht: ‚Also tue!‘ — Willst du aber frei sein, so mache
dir aus Meinem Rate selbst ein Gebot!“ [Hi. Bd. 2, S. 54, 6] Jesus zu Lazarus von Bethanien: „Soll
der Mensch zur vollen Gottähnlichkeit gelangen, dann muß sein Wille so völlig
frei gestellt sein, daß er sich — verkehrten Sinnes — sogar an seinem Gott
und Schöpfer vergreifen kann. Hätte der Mensch nicht die Fähigkeit, ein Erzteufel
zu werden, so könnte er auch nie zur vollen Gottähnlichkeit gelangen! Der
Mensch hat also den freiesten Willen, den er durch die gegebenen Gesetze in
sich erkennt. Was wäre aber der freie Wille ohne den Reiz, die Gesetze zu
übertreten, wie und wann der Mensch es will!? Ohne solchen Reiz wäre der
Mensch nur ein Tier, das stets so handeln muß, wie das ihm gegebene Mußgesetz
es antreibt.“ [Ev. Bd. 6, Kap. 169, 6-9] Jesus: „Gott gab dem Menschen den
freien Willen, damit er frei aus sich tätig sein kann; Gott gab dem Menschen
aber auch die Vernunft und den Verstand, damit er die Ratschläge und Gesetze
Gottes begreifen und verstehen kann, und dazu auch die Kraft, danach zu
handeln. Wenn ein Mensch sich dennoch aus freiem Willen von der Welt
beherrschen läßt und den Rat Gottes nicht beachtet, ist er da nicht selbst
daran schuld, wenn er von einem Elend ins andere fällt?! [Ev. Bd. 6, Kap. 221,7] Jesus zu dem Römer Agrikola, der eine
völlige Vernichtung arger Seelen für geraten hält: „Alle Seelen, gute und,
böse, sind aus Mir, und wie von Mir ewig nichts vernichtet werden kann, also
auch die böseste Seele nicht, sondern jede Seele wird fortleben nach ihrer Liebe.“ [Ev. Bd. 6, Kap. 240, 10] Jesus: „Eine Menschenseele kann
niemals ihr Dasein völlig verlieren, aber sie kann höchst unglücklich und unselig
werden durch ihren eigenen, freien Willen und kann, wenn sie es ernstlich
will, durch ihren eigenen freien Willen auch wieder glücklich und völlig
selig werden.“ [Ev. Bd. 8, Kap. 17, 7] Jesus zeigt die Nutzlosigkeit einer
gewaltsamen Wesensänderung durch Gottes Allmacht am Beispiel eines
Raubmörders und fährt fort: „Ein solcher Mensch kann gebessert werden, und
das zunächst durch den höchst schlimmen Zustand, in den er sich selbst durch
seine böse Liebe versetzt hat. Denn des Menschen Seele fängt erst dann an,
über den Grund ihres argen und unglückseligen Zustandes nachzudenken, wenn
sie sich im selbstverschuldeten schweren Gericht befindet. Beginnt die Seele
den Grund zu erkennen, dann wird sie auch bald den Wunsch in sich wahrnehmen,
ihres argen Zustandes loszuwerden und sinnt auf Mittel und Wege, wie sie aus
dem harten Gericht kommen könnte. Hat die Seele solchen Willen in sich, so
ist sie schon fähig, ein Licht in sich aufzunehmen, das ihr von oben her
durch geeignete Mittel geboten wird. Ergreift die Seele diese Mittel, so
fängt ihre ehedem böse Liebe an, sich in eine bessere umzugestalten. Es wird
lichter in ihr, und sie geht von Stufe zu Stufe zu einer höheren Lebensvollendung
über.“ [Ev. Bd. 7, Kap. 52, 8-11] Ein erleuchteter Oberägypter zu
einigen Pharisäern: „Der Herr will auch dem Tempel keinen Zwang antun und
läßt ihn frei walten; wenn aber der Tempel von seiner Bosheit nicht läßt, so
wird er samt seinem Anhang dem Gericht und dem Untergang überlassen. Das merket
euch wohl und schreibet es euch hinter die Ohren! Denn Gott, der ist, war und
ewig sein wird, läßt mit sich nicht scherzen, da Er selbst in Seinem höchsten
göttlichen Ernst die Menschen für eine wahre ewige Seligkeit bestimmt hat.“ [Ev. Bd. 7, Kap. 147, 8] Der Herr: „Wo der Himmel seine größte
Tätigkeit entwickelt, da ist auch die Hölle nicht minder tätig. Es muß aber
auch so sein; denn sonst wäre keine Freischwebe zwischen diesen beiden Polen
denkbar.“ [Ed. Kap. 39, 13] Jesus zu dem Jünger Andreas, der den
Judas aus der Gesellschaft des Herrn entfernt sehen will: „Ihr habt gesehen,
daß Ich sogar den Teufeln nach ihrem Willen gestattete, in die Säue zu
fahren, und so gestatte Ich auch diesem Menschen (Judas), der unter euch auch
ein Teufel ist, zu bleiben oder zu gehen. Denn von Mir aus ist jeder Mensch
und Geist, gleich ob er ein Engel oder ein Teufel werden will, vollkommen
frei.“ [Ev. Bd. 8, Kap. 75, 4-5] Jesus: „Wenn Ich die Menschen ihrer
großen Bosheit wegen züchtige, so muß die Züchtigung so gestellt sein, daß
sie soviel wie möglich als eine natürliche Folge der Böswilligkeit erscheint,
damit durch sie die Freiheit des Geistes und der Seele nicht untergraben
wird.“ [Rbl. Bd. 2, Kap. 164, 7] Auf Satans Fangfrage: ‚Hat der eine,
gute Gott aus sich heraus wohl Gutes und Böses erschaffen können?‘ erwidert
der Apostel Johannes: „Da Gott allein der Schöpfer aller Dinge ist, da es
außer Ihm keinen Gott gibt, ist es auch klar, daß alles, was aus Seiner Hand
hervorging nur gut sein konnte. Alle Geister gingen von ihm aus so rein und
gut, wie Er es selbst ist; aber da Er den Geistern die volle Freiheit des
Willens gab, derzufolge sie alles tun konnten, was sie wollten, und da Er, um
sie den Gebrauch dieser Gabe zu lehren, ihnen mit dem freiesten Willen auch
durch Ihn selbst geheiligte Gesetze gab, konnten sie diese entweder beachten
oder nicht. — Und siehe, alle beachteten diese Gesetze Gottes bis auf einen;
dieser Eine, mit dem hellsten Erkenntnislichte begabt, verschmähte die
Gesetze Gottes aus seinem freien Willen heraus. Dieser Geist verkehrte sonach
in sich die göttliche Ordnung durch seinen freien, ihm von Gott eingehauchten
Willen. Auf diese Weise ist er widerordentlich geworden, also durch sich
selbst böse, und mußte sich sodann von der Gesellschaft der reinen Geister
entfernen auf so lange, bis er freiwillig umkehren wird in jene Ordnung, die
der Herr allen Geistern gleich gegeben hat, nämlich die Ordnung der Liebe. —
Gott und uns himmlischen Geistern gegenüber aber kannst du als der widerordentlich
gewordene Geist unmöglich böse sein, da du uns ewig nie schaden kannst. Böse
und schlecht bist du nur gegen dich selbst, weil du dir nur schadest, solange
du in deiner Widerordnung verharrst. — — — Du hast mich fangen wollen, da du
meintest, ich werde genötigt sein zu sagen, daß Gott auch Böses erschaffen
habe, weil du als ein böser Geist auch ein Geschöpf Gottes bist. — Gott wäre
dann unvollkommen, wenn Er den geschaffenen Geistern nur einen gerichteten
und keinen freien Willen eingehaucht hätte, wovon aber du selbst (Satan) den
mächtigsten Gegenbeweis lieferst. Denn wie ungeheuer frei und vollkommen Gott
alle Geister, also auch dich, erschaffen hat, ist ja eben daraus am hellsten
zu ersehen, daß du, obschon dem Äußeren nach hart gerichtet, doch dich dem
Schöpfer trotzigst entgegenstemmen kannst, solange du es nur willst, — aber
auch ebensogut wie wir alle vollkommen frei nach dem Willen des Herrn handeln
kannst!“ [BM. Kap. 198, 4, 7-12 und 14] Jesus: „Wenn der Mensch wider den
erkannten Willen Gottes Böses tut, so ist die Tat des Menschen völlig eigenes
Werk; denn da hat der Mensch seinen eigenen freien Willen nicht dem erkannten
Willen Gottes untergeordnet, sondern ihm widerstrebt, und es kann von ihm
füglich gesagt werden, daß seine bösen Taten völlig sein eigen sind!“ [Ev. Bd. 8, Kap. 19, 5] 08.02. »Adams
Fall« und die »Erbsünde«
Der Herr zu Adam auf dessen Bitte,
ihn, den müden, 930 Jahre alten Greis, in derselben geistigen Weise wie
Sehel, Zuriel und Pura von der Erde abzurufen: „Adam, Ich will dein Gebet
erhören und dich von der Erde nehmen! Aber also wie die drei von dir
Genannten kannst du die Erde nicht verlassen, da du gesündigt hast in deinem
Fleische. Daher soll dein Leib der Erde wiedergegeben werden, von der er genommen
ward, auf daß der Schlange von dir ihr Teil werde! Aber deine Seele mit dem
Geiste aus Mir will Ich von deinem Leibe lösen und sie führen auf den
gerechten Ort, an dem du Meine Erbarmungen schauen sollst in aller Ruhe
deines Herzens. Einen Engel werde Ich zu dir senden, der dich vom Leibe
erlösen wird! Wie aber du das Zeitliche verlassen wirst, also werden es alle
verlassen müssen, die in ihrem Leibe gesündigt haben. Denn wie durch dich
gekommen ist die Sünde in die Welt der Kinder aus dir, so soll auch kommen
der Tod des Fleisches!“ [H. Bd. 3, Kap. 115, 11-17] Der Herr schildert sinnbildlich die
starke, listige Versuchung des ersten Menschenpaares durch die Schlange,
sowie den Sündenfall durch vorzeitige Stillung ihrer von Gott ungesegneten
wollüstigen Begierde und ihre nachfolgende bittere Reue. [H. Bd. 1, Kap. 8, 2-12, Kap. 9, 1-7] Der Herr schildert den zweiten
Sündenfall Adams, der durch seine zunehmende Weltfreude und sein Vergessen
der Liebe zu Jehova verursacht wurde. Adam bereitet aus dem Saft einer
ungesegneten Frucht ein berauschendes Getränk, läßt die Seinen alle, bis auf
Ahbel, davon trinken und verführt sie zu grober Unzucht. [H. Bd. 1, Kap. 13, 1-14] Der Herr berichtet: Adam verliert
durch den zweiten Sündenfall seine große Macht über die Naturwelt und sein
Verstehen ihrer Stimmen und wird mit den Seinen aus dem Paradiese verstoßen.
Der schuldlose Ahbel wird vom Engel des Herrn zum brüderlichen Führer der Vertriebenen
bestimmt. [H. Bd. 1, Kap. 13, 15-30, Kap. 14,
9-12] Jesus belehrt die Seinen über den
Unterschied zwischen dem Fall der urgeschaffenen Geister und dem Fall Adams
hinsichtlich der Willensfreiheit. [Ev. Bd. 2, Kap. 224, 2-3] Jesus gibt den Seinen eine tief geistige
Erklärung der Erbsünde als in den Nachkommen fortwirkende Folge der ersten
Gebotsübertretung Adams. [Ev. Bd. 2, Kap. 224, 5-8] Jesus: Adams, Henochs und anderer
Urväter Heilung von der Erbsünde konnte den Rückfall ihrer Nachkommen in die
Erbsünde nicht verhüten. [Ev. Bd. 2, Kap. 226, 3] Jesus: Schmerzhafte Geburten und
schweres, qualvolle Sterben sind üble Folgen der Erbsünde. [Ev. Bd. 2, Kap. 226, 4-5] Endgültige Heilung der Erbsündenfolgen
ist nur möglich durch den göttlichen Vater in Jesus. [Ev. Bd. 2, Kap. 225, 3-4] Jesus: „Die vielfache Sorge um das
Fleisch ist bei Adam und allen seinen Nachkommen die sogenannte Erbsünde.“ [Ev. Bd. 2, Kap. 226, 10] Adams Fall ließ den Sündenkeim zum
Baum wachsen. Sein Gehorsam hätte den Sündenfall vermieden. [Ev. Bd. 10, Kap. 75, 6 ff] Jesus erläutert einem Schriftgelehrten
den geistigen Sinn des Sündenfalles und des Buches Hiob. [Ev. Bd. 8, Kap. 34, 13-20] 08.03. Die Sünden
und ihre Folgen
Jesus in der großen Morgenrede im
Tempel zum Volk: „So ihr bleiben werdet an Meiner Rede, wird die darin
liegende Wahrheit euch frei machen!“ Der ungläubige Teil der Juden erwidert:
„Wir sind Abrahams Samen und nie jemandes Knechte gewesen! Wie sollen wir
denn als freie Herren und Bürger noch freier werden?!“ Darauf Jesus:
„Wahrlich, Ich sage euch: Wer da Sünde tut, der ist der Sünde Knecht! Der
Knecht aber ist kein Freier, da er stets den Gelüsten und Leidenschaften
seines Fleisches gehorchen muß. So aber nun Ich als der wahre Sohn Gottes
euch frei mache, so seid ihr denn auch wahrhaft frei! — Ich weiß es wohl, daß
ihr Nachkommen Abrahams seid, — Ich bin es dem Leibe nach ja auch! Doch davon
rede Ich nicht, sondern von dem inneren Lebensverhältnis, und demnach waret
ihr allezeit Knechte eurer Leidenschaften und ließet euch von ihnen beherrschen.“ [Ev. Bd. 6, Kap. 199, 2-6] Jesus zu dem römischen Oberstatthalter
Cyrenius: „Du mußt die Fähigkeit des Menschen zu sündigen nicht zu niedrig
und nicht als lediglich verbrecherisch anschlagen; denn ohne die Fähigkeit,
den gegebenen Ordnungs-Gesetzen zuwiderzuhandeln, wäre der Mensch kein wahrer
Mensch, sondern ein willengebundenes Tier.“ [Ev. Bd. 2, Kap. 28, 13-14] Jesus zu reuigen Tempelpriestern: „Die
Sünde ist des Menschen eigenes Werk, weil sie hervorgeht aus seinem Fleische
und aus dem Willen seiner Seele.“ [Ev. Bd. 6, Kap. 10, 14] Jesus: „Wenn der Mensch wider den
erkannten Willen Gottes Böses tut, so ist die Tat des Menschen völlig eigenes
Werk; denn da hat der Mensch seinen freien Willen nicht dem erkannten Willen
Gottes untergeordnet, sondern ihm widerstrebt, und es kann füglich gesagt
werden, daß des Menschen böse Tat völlig sein eigen ist.“ [Ev. Bd. 8, Kap. 19, 5] Das Jesuskindlein zu dem Fischer
Jonatha, der sich für sehr sündig hält: „Eines jeden Menschen Fleisch ist
eine Sünde in sich, darum muß es auch sterben. — Sogar das Fleisch Meines
Leibes ist unter der Sünde Sold und wird darum auch gleich dem deinigen
sterben müssen. Aber diese Sünde ist ja keine freiwillige, sondern nur eine gerichtete
und steht für deinen freien Geist in keiner Rechnung. Darum wird dein Wert
nicht nach deinem Fleische, sondern lediglich nach deiner freien Liebe
bestimmt.“ [Jug. Kap. 219, 13-16] Der Herr: „Sünde ist, die Wege der
göttlichen Ordnung — soweit sie geoffenbart sind — erkennen und dann dem
guten, inneren Urteil freiwillig zuwiderhandeln.“ [H. Bd. 2, Kap. 151, 20] Der Jünger Johannes enthüllt und
verwirft den Sklavenhandel des Zorel als schweres Verbrechen gegen die
Nächstenliebe. [Ev. Bd. 4, Kap. 64] Jesus zu einem nach Wahrheit suchenden
Zöllner: „Daß ihr Zöllner den Tempel nicht besuchtet, wäre eure größte Sünde
nicht, aber ihr bedrücktet oft zu sehr die Armen, die euer Zollhaus passieren
mußten, und habt auch oft denen, die für euch arbeiteten, den Gesindelohn vorenthalten!
Seht, das ist wahrhaft Sünde, und wer sie tut, kommt nicht in den Himmel,
sondern ins Gericht und in den Tod!“ [Ev. Bd. 6, Kap. 206, 7-8] Jesus: „Eine Wahrheit notfalls zu
verhüllen, ist keine Sünde, aber eine offenbare Lüge oder einen Betrug in das
Kleid der Wahrheit stecken, das ist Sünde und von Mir für ewig verworfen.“ [Ev. Bd. 5, Kap. 139, 8] Der Gottesbote Kisehel zu dem
geläuterten König Lamech von Hanoch: „Nur eines kann dein Herz und deinen
Geist von dem Druck deiner Sünden frei machen, und dieses Eine ist die
Wahrheit. Diese muß du suchen in allem, so wird ihr Feuer den Unflat in dir
verzehren und du wirst dann freien Geistes einhergehen und in diesem freien
Geiste erst völlig erkennen, was eigentlich die Sünde ist, und wie es dem
Herrn ein leichtes ist, dich endlich aller deiner Sünden zu entheben!“ [H. Bd. 2, Kap. 196, 17] Der Evangelist Markus auf die Frage
lichtsuchender Seelen: ‚Warum wird die Sünde wider den Heiligen Geist nicht
vergeben?‘ „Wer da kämpft gegen die göttliche Liebe, den wird die göttliche
Liebe ergreifen und ihn zurechtbringen, und wer da kämpfet wider die
göttliche Weisheit, dem wird die göttliche Weisheit dasselbe tun. Sagt mir
aber, welcher Tor möchte gegen die unendliche Macht und Kraft Gottes sich im
Ernste auflehnen, was kann wohl dessen Los sein, als daß ihn die göttliche unendliche
Kraft ergreife und ihn verwehe hinaus in die Unendlichkeit!“ [GS. Bd. 1, Kap. 51, 24] Robert Blum im Jenseits zu einem
hartnäckigen Sünder: „So gut sonst unser Herr Jesus-Jehova-Zebaoth ist gegen
die, welche sich reuigen Herzens Ihm nahen, ebenso unerbittlich streng ist Er
gegen jene, die Seine Güte, Langmut, Geduld und Liebe zu lange und schmählich
auf die Probe stellen! — Noch ist Er gut und wartet auf dich! Aber diese
Seine Geduld dürfte von keiner langen Dauer mehr sein! Ist Seine Geduld mit
einem Sünder aber zu Ende, dann kommt der alte biblische Mahnspruch in Anwendung:
‚Erschreckend ist es, in die Hände des lebendigen Gottes zu fallen!‘.“ [Rbl. Bd. 1, Kap. 98, 5-6] Ein erleuchteter Geist im Jenseits:
„Sünde ist, was ein Mensch tut wider die Stimme seines Gewissens; denn das
Gewissen ist Gottes Stimme im Menschen!“ [BM. Kap. 115, 5] Jesus zu einer Schar Geheilter:
„Behaftet Mich fortan in euren Herzen durch die Liebe zu Gott und zu euren
Nächsten, dann wird Meine Gnade auch bei euch verbleiben! Solltet ihr aber in
der Liebe schwach oder gar lau und kalt werden, so wird auch Meine Liebe
schwach, lau und kalt. — Hütet euch vor Fraß und Völlerei; denn dadurch wird
die Liebe zu Gott vermindert und die Welt- und Selbstliebe, mit ihr das
Gericht der Materie, gestärkt. Also hütet euch auch vor der Unkeuschheit;
denn Unzüchtige und Ehebrecher werden in Mein Lebensreich nicht eingehen! —
Die ihr nun von euren Leibesübeln geheilt wurdet, zu euch sage Ich, daß ihr
euch hinfort zu keiner Sünde mehr verleiten lasset; denn dann würdet ihr in
noch größere Übel verfallen! Hütet euch aber auch vor dem Müßiggange; denn
der ist die Wurzel von allen Lastern der Menschen!“ [Ev. Bd. 8, Kap. 215, 5-8] Jesus: „Lasset den Ärger von eurer
Seele, denn dieser verunreinigt des Menschen Herz.“ [Ev. Bd. 8, Kap. 124, 9] Jesus: Die üblen Folgen einer
ordnungswidrigen Bergentwaldung werden die Menschen gar bald bitter verspüren,
da die ihrer Wohn- und Tätigkeitsstätten beraubten Naturgeister durch ihre
Unruhe, ihren Hunger und Durst verheerende Stürme, Trockenheit und andere
Naturkatastrophen verursachen. [Ev. Bd. 5, Kap. 109, 1] Jesus: „Viele Menschen, die keinen
Glauben haben, helfen sich selbst und machen sich auf Kosten der anderen ihre
Lebensbürde so leicht wie möglich. Diese brauchen von uns wahrlich keine
Hilfe! Wer einmal des Satans sein will, der sei es; denn einem
Selbstwollenden geschieht kein Unrecht!“ [Ev. Bd. 5, Kap. 169, 9] Leichtfertige Zweifel an der Wahrheit
göttlicher 0ffenbarungen entfesseln alle argen, höllischen Leidenschaft im
Menschen. [Ev. Bd. 6, Kap. 11, 2-3] Jesus: „Ehrsucht und Hochmut erzeugen
Mißmut, Verachtung, Groll, Zorn, Rache und am Ende Krieg und sein böses
Gefolge. Der Hochmütige und Ehrgierige ist stets voll Selbstsucht und
Habgier; und weil er alle nur für sich zur Erhöhung seiner Weltehre gewinnen
will, so ist davon die traurige Folge, daß Tausende um ihn in Armut und Not
leben. — Die übergroße Zahl der Armen und Gedrückten wird sich aber endlich
erheben und ihren hochmütigen Bedrückern den Garaus machen.“ [Ev. Bd. 8, Kap. 51, 2 und 3] Jesus: „Alle Naturkatastrophen sind
Folgen von gottordnungswidrigen Handlungen der Menschen. Die Erdenmenschheit
brauchte nur fünfzig Jahre lang in der Natur- und Gottesordnung zu leben, so
hätte sie keinerlei Unbill zu erleiden. Die Jahre würden wie die Perlen auf
einer Schnur verlaufen, eines so gesegnet wie das andere.“ [Ev. Bd. 4, Kap. 144, 1-3] Hartherzigen Schriftgelehrten, die
sich darüber beklagen, von Gott keine Glaubenshilfe zu haben, erwidert Jesus:
„Ihr habt euch schon lange kein Gewissen daraus gemacht, die Menschen zu
eurem Weltvorteil zu belügen und zu betrügen. Ihr hattet deshalb in euren
Herzen keine Lebenswahrheit mehr und darin liegt der Grund, aus dem ihr Mich
nicht erkennen und an Mich nicht glauben könnt. Denn wo keine Wahrheit und
kein Leben ist, da kann sich auch keine noch so helle Wahrheit mit ihrem
Leben eine Aufnahme und bleibende Wohnung verschaffen.“ [Ev. Bd. 9, Kap. 77, 5-6] Jesus: „Es gibt bei den jungen Frauen
eine oft auftauchende Unart, und diese heißt Eitelkeit, welche ein Samenkorn des
Hochmuts ist. Läßt ein junges Weib solches in sich aufschießen, so hat es
schon seine himmlische Weiblichkeit verwirkt und sich der Gestalt des Satans
sehr genaht. Ein eitles Weib ist kaum des Auslachens wert, ein stolzes,
hochmütiges Weib aber ist ein Aas unter den Menschen und wird darum von
jedermann verachtet. Daher, ihr Frauen, seid weder eitel und noch weniger je
stolz und hochmütig, so werdet ihr unter vielen glänzen wie die Sterne am
hohen Himmel!“ [Ev. Bd. 5, Kap. 10, 12-13] Henoch, der erste Hohepriester der
Urzeit, zu einem Furchtsamen: „Fürchtest du dich vor Gott, so wird dir die
Furcht bleiben zur Untergrabung deiner Liebe zu Gott, und der Vater wird
sich, deine Schwachheit schonend, dir nicht zu zeigen vermögen. Glaube mir,
mein Bruder Kisehel, nicht der Herr straft den Ungerechten, sondern solches
tut der Ungerechte selbst; denn seine Tat hat sein Herz erfüllt mit großer
Furcht vor Gott, und die Furcht ist dann der Schöpfer des Gerichtes und der
Strafe im eigenen Herzen. Mit dem Herzen, mit dem sich jemand durch seine
mächtige Liebe zum Vater das ewige himmlische Leben bereiten kann, mit
demselben Herzen kann er auch der Schöpfer seines eigenen Todeskerkers sein!“ [H. Bd. 2, Kap. 276, 11-13] Der Evangelist Johannes: „Jede
Handlung hat eine von Gott bestimmte Folge. Diese Folge ist das unabänderliche
Gericht; denn so ist es vom Herrn gestellt, daß sich jede Handlung am Ende
selbst richtet.“ [GS. Bd. 2, Kap. 106, 8] Von der menschlichen Rangsucht, ihren
schädlichen Folgen und von ihrer wirksamen Bekämpfung. [Ed. Kap. 63] Jesus zu einer Schar gadarenischer
Juden und Griechen, die Er von den Folgen arger Unzuchtslaster geheilt hat
und die Ihm mit lautem, aufdringlichem Lobgeschrei danken wollen: „Ein Lob
und Dank der Lippen hat keinen Wert bei Mir! Wer sich Mir nahen will, der
nahe sich Mir mit seinem Herzen, so werde Ich ihn ansehen. Doch solches
kennet ihr nicht. Darum begebet euch nach Hause! — Hütet euch aber vor
Unzucht und Völlerei, sonst fallet ihr ehest wieder in noch ärgere Krankheiten,
als von welchen ihr bisher geplagt waret!“ [Ev. Bd. 2, Kap. 154, 8] Jesus: „Wo unter den Menschen die
Unzucht als eine wahre Seelenpest eingerissen ist, da kann das Evangelium
nicht gepredigt werden, da solche Menschen keine aufnahmefähige Außenlebenssphäre
mehr besitzen.“ [Ev. Bd. 4, Kap. 231, 1-2] Jesus: Die Sünde der Unzucht ist eine
Hauptquelle, aus welcher die ärgsten Krankheiten in die Welt kommen. —
Häufige Krankheitsursachen sind auch Völlerei, Zorn und Ärger.“ [Ev. Bd. 6, Kap. 56, 2-3] Jesus: „Der sinnliche, träge Mensch
läßt sich von seinen wachsenden Leidenschaften so fest wie nur möglich umstricken
— aber was ist davon die arge Folge? Die Seele, statt sich aus den Banden der
Materie auf dem Wege der von Gott ihr angeratenen rechten Tätigkeit loszumachen
und am Ende sogar ihr Materielles zu vergeistigen, begibt sich immer tiefer
in den Tod ihren Materie.“ [Ev. Bd. 7, Kap. 193, 3-4] Jesus: „Satan hätte keine Gewalt über
des Moses Leib gehabt, wenn Moses in seiner früheren Zeit in seinem Fleische
nie eine Sünde begangen hätte. Da er aber auch gesündigt hatte dem Fleische
nach, obgleich seine Seele und sein Geist aus den Himmeln stammten, so wollte
Satan von dem Seinen an Moses Besitz ergreifen.“ [Ev. Bd. 10, Kap. 178, 15] Mahnung eines einsichtigen, reumütigen
Sünders im Jenseits: „O Menschen, die ihr wie ich fleischsüchtig seid, lasset
ab von eurer großen, bösen Fleischteufelei! Ihr werdet bald, mir gleich, vor
euren Richtern stehen! Diese werden euch euer Herz öffnen, und dieses wird,
euch verdammen! Kein Gott, sondern euer eigenes Herz wird euch richten und
verdammen, und das mit Recht! Denn ihr selbst habt euch dafür zubereitet!“ [Rbl. Bd. 1, Kap. 98, 12] Jesus im Jenseits: „Salomo war, solange
er liebte, auch weise dem wahren Sinne des Wortes nach; als er aber dann
seine Liebe auf das Fleisch der Weiber richtete, ward er bald dumm und
schwach in Wort und Tat.“ [Rbl. Bd. 2, Kap. 245, 1] Jesus zu dem einstigen Bischof Martin
in der geistigen Welt: „So lange du der fleischlichen Weibersucht nicht
entsagen wirst, so lange auch wird dir die nähere Anschauung Meiner schönsten
Schöpfungswunder verborgen bleiben müssen, weil du sonst darin Meiner leicht
vergäßest. Meiner vergessen aber heißt soviel als: das Leben und die
himmlische Freiheit verlieren und dafür das Gericht, den Tod und die Hölle
anziehen, wovor ein Mensch so lange nicht sicher ist, ehe er nicht völlig aus
Meinem Geiste wiedergeboren ist.“ [BM. Kap. 51, 9-10] Der Herr warnt eindringlich vor den
Gefahren oberflächlicher, weltlicher Geselligkeit und Unterhaltung.“ [Hi. Bd. , S. 238, 1 ff] Jesus zu dem römischen Oberstatthalter
Cyrenius: „Mit einem eisernen Muß soll niemand von der Sünde abgehalten
werden. Denn Mir ist ein Sünder, der frei aus sich Buße tut, lieber als
neunundneunzig Gerechte, die der Buße nie bedurften. Damit will Ich aber
nicht sagen, daß Mir jeder Sünder lieber ist als ein Gerechter. Es ist hier
vielmehr von einem Sünder die Rede, der das Unrecht in sich frei erkennt,
sich nach der erkannten Ordnung Gottes neu bestimmt und zu einem Menschen
wird, dem keine Schule des Lebens fremd geblieben ist.“ [Ev. Bd. 2, Kap. 29, 1-2] Jesus: „Wer seine Sünde als Sünde
erkennt, sie tatsächlich verabscheut, Gott über alles liebt und seinen Nächsten
wie sich selbst, der ist vor Mir kein Sünder mehr.“ [Ev. Bd. 3, Kap. 218, 4] Auf die Frage des Tempelältesten
Nikodemus über das zum Gericht führende Maß des Bösen erwidert Jesus: „Ein
Mensch, der sich nie Mühe gibt, die Lebensgesetze Gottes näher
kennenzulernen, und der sich von einem Sinnentaumel in den anderen stürzt,
vergißt Gott. Sowie er aber des Glaubens an einen Gott bar wird, achtet er
auch seine Mitmenschen nicht mehr. Und so macht sich dieser Mensch endlich
aller Lebensgesetze ledig, handelt nur nach den Gesetzen seiner argen, bösen
Natur und versündigt sich so am ganzen Gesetz Gottes. Dadurch aber hat er
auch das Maß des Bösen erfüllt, ist ein Teufel geworden und hat dann in und
aus sich das Gericht über sich selbst gebracht.“ [Ev. Bd. 7, Kap. 53, 3] Der Herr: „Bleibet ihr Menschen in der
von Mir, dem Schöpfer, euch vorgezeichneten Ordnung, so wird auch die ganze
euch vorangehende Schöpfung in der schönsten Ordnung verbleiben; bleibet ihr
aber nicht in dieser Ordnung, sondern bildet und schaffet euch eine andere
eigenmächtig, so bin Ich als Schöpfer und euer aller heiliger Vater ja doch
gänzlich außer Schuld, wenn die ganze Vorschöpfung hinter euch sich verkehrt
in ihrem gerichteten Wirken, euch dann ergreift und in ihr notwendiges
Gericht reißt! — Die Liebe zu Mir aber ist der Inbegriff aller Meiner
Ordnung. Darum haltet euch allzeit lebendig an diese Liebe, so werdet ihr
nimmer in ein Gericht sinken; werdet ihr aber diese verlassen, so werdet ihr
dem Gericht die Schleusen öffnen, und dieses wird dann notwendig über euch
herfallen und euch begraben!“ [H. Bd. 3, Kap. 13, 7 und 12] Die in den Schulen des jenseitigen
Kinderreiches in der geistigen Sonne gereiften Kinderseelen haben an der Hand
vollendeter, mächtiger Geister alle Höllengrade zu durchwandern, um Wesen,
Grund und Folgen aller Laster gründlichst kennenzulernen. [GS. Bd. 2, Kap. 106, 3] 08.04.
Sündenbekenntnis und Sündenvergebung
Jesus zu zwei schuldbeladenen, reuigen
Pharisäern: „Es ist für euch gut, daß ihr euer Gewissen genau durchforschet
und so die ganze Größe eurer Sünden und Laster erschauet. Damit habt ihr euch
fürs erste der Sünden entäußert, werdet einen Abscheu vor ihnen bekommen und
sie wahrhaft im Herzen bereuen. Dann werdet ihr auch den festen Vorsatz
fassen, keine Sünde mehr zu begehen und den lebendigen Wunsch in euch fühlen,
jeden Schaden, den ihr jemandem zugefügt habt, nach allen Kräften
gutzumachen. Ihr werdet dies zwar nicht vollauf zu tun imstande sein,
besonders bei denen, die sich schon jenseits befinden; aber da werde Ich
euern festen Willen fürs Werk annehmen und für euch alles gutmachen.“ [Ev. Bd. 7, Kap. 163, 17-18] Jesus: „Die Sündenbekenntnisse vor den
Priestern, so wie sie jetzt bestehen, sind schlecht und verwerflich, weil sie
die Menschen nicht bessern, sondern in ihren Sünden verharren machen. Aber
Ich bin nicht dawider, daß ein schwacher, seelenkranker Mensch in gutem Willen
einem stärkeren, seelengesunden Menschen seine Schwächen und Gebrechen treu
bekennt, weil dann der gesunde, lichtstarke Mensch ihm aus wahrer Nächstenliebe
Mittel an die Hand geben kann, durch die des schwachen Nächsten Seele
erstarkt und gesund wird. Auf diese Weise wird ein Mensch dem andern ein
rechter Seelenheiland. Aber Ich mache daraus kein Gesetz, sondern gebe euch
damit nur einen guten Rat.“ [Ev. Bd. 8, Kap. 43, 3] Jesu Rat an bekehrte und erleuchtete
Essäer: „Ihr könnet als rechte Seelenärzte von jenen Menschen, die bei euch
Hilfe suchen, wohl ernstlich verlangen, daß sie euch ihre Sünden und
Gebrechen bekennen, auf daß ihr ihnen dann einen rechten Rat fürs fernere
Leben und mit dessen genauer Befolgung auch die gewünschte Heilung der Seele
und des Leibes verschaffen könnet. Doch auch in diesem Falle seid ihr keine
sündenvergebenden Stellvertreter Gottes, sondern nur helfende Brüder und
Freunde der an Leib und Seele leidenden Mitmenschen!“ [Ev. Bd. 8, Kap. 194, 7] Auf die Frage einiger Jünger: „Wie
kann ein schuldbewußter, reuiger Sünder zum vollen Glauben an die Erhörung
seiner Bitten kommen?“ antwortet Jesus: „Ein solcher Sünder soll wissen, daß
Ich kein zorniger, rachgieriger, sondern ein geduldiger, liebevollst
sanftmütiger Gott bin, wie das schon durch den Mund der Propheten gesagt
wurde, und wie Ich nun allen Sündern zurufe: Kommet alle zu Mir, die ihr
mühselig und mit Sünden beladen seid, Ich will euch erquicken.“ [Ev. Bd. 9, Kap. 87, 1-3] Auf die Frage des Petrus nach dem Wert
der Beschneidung und anderer Reinigungsmittel erklärt Jesus: „Die Beschneidung
an sich hat für niemand einen heiligenden Wert. Den Menschen heiligt nichts
als der lebendige Glaube und die tätige Liebe zu Gott und zum Nächsten. Wer
aber gesündigt hat gegen Gott und gegen seinen Nächsten, der erkenne
wahrhaftig reuig seine Sünden, bitte Gott ernstlich um Vergebung, mache am
Nächsten die ihm zugefügten Unbilden gut und sündige fürder nicht mehr, so
ist er dann schon völlig gereinigt; denn darum, weil er die Übel gutgemacht
hat und keine Sünde mehr begeht, werden ihm selbstverständlich die Sünden
nachgelassen. — Wer aber das nicht tut, der bleibt in den Sünden und in ihren
argen Folgen auch dann, wenn für ihn tausend Böcke geschlachtet und in den
Jordan geworfen würden.“ [Ev. Bd. 8, Kap. 40, 11-16] Der Herr: „Wenn Jakobus aus Meinem Geiste
ein gegenseitiges Sündenbekennen empfiehlt, so ist darunter keine
(kirchliche) Beichte zu verstehen, sondern nur eine vertrauliche Mitteilung
eigener Gebrechen und Schwächen, um dafür von dem stärkeren Bruder ein wirksames
Gegenmittel im Geist und in der Wahrheit zu bekommen. Sehet, dazu braucht man
keine priesterlichen Weihen, und sogar das Apostelamt ist nur ein brüderliches
Lehramt.“ [Ed. Kap. 71, 24] Das Jesuskindlein zu einer um ihre
verlorene Weltherrlichkeit trauernden schönen Griechin: „Eudokia, seufze
nicht der Welt wegen! Sondern seufze deiner Sünden wegen, so wirst du besser
fahren! Denn siehe, Ich bin mehr als Cyrenius und Rom; hast du Mich, dann
hast du mehr, als besäßest du die ganze Welt! Willst du aber Mich vollkommen
haben, dann mußt du bereuen deine Sünde, derzufolge du unfruchtbar wurdest.
Wirst du aber in Liebe zu Mir deine Sünden bereuen, dann erst wirst du nach
dem Maße deiner Liebe zu Mir erkennen, wer Ich eigentlich bin. Wenn du Mich
aber erkennst, dann wirst du glücklicher sein, als wärest du die Gemahlin des
Kaisers!“ [Jug. Kap. 110, 6-12] Auf die Frage einiger Jünger: ‚Sind
bei der strengen Buße Sack und Asche notwendig?‘ erwidert Jesus: „Ebensowenig
wie es von eurer Seite noch notwendig war, Mich darum zu fragen, da Ich doch
hinreichend klar gezeigt habe, worin die wahre und bei Mir allein gültige
Buße eines Sünders besteht. Was sollen denn Sack und Asche dem Menschen zur
Heilung seiner Seele dienen? Sack und Asche galten bei den Alten nur als
Entsprechungsbilder für die äußere und die innere Demut der Seele.“ [Ev. Bd. 8, Kap. 42, 1-2] Joseph zu Bewohnern von Nazareth, die
aus Furcht vor dem Erbeben der Erde, ihrer Sünden gedenkend, ihre Kleider
zerreißen wollen: „O Brüder, wenn ihr schon Buße tun wollet, da tut sie
lieber in euren Herzen als in euren Kleidern! Denn der Herr sieht weder auf
die Farbe des Kleides noch ob es ganz oder zerrissen ist, sondern allein auf
das Herz. Denn im Herzen kann stecken Schlechtes, wie arge Gedanken,
Begierden, ein schlechter Wille, Unzucht, Hurerei, Ehebruch und dergleichen
mehr. Solches schafft aus euren Herzen, so es darinnen ist, da werdet ihr
besser tun, als wenn ihr eure Kleider zerreißet und euer Haupt mit Asche
bestreuet!“ [Jug. Kap. 270, 5-10] Die im Erdenleben von unnatürlichen
fleischlichen Begierden schwer gepeinigte Gräfin Mathilde bekennt im Jenseits
vor Jesus: „Mein Geist blieb stets hell und voll der besten Vorsätze, aber
diese waren leider zu ohnmächtig, um den Stürmen des Fleisches Widerstand zu
leisten. Ich weinte oft über meine Unnatur. Aber das half alles nichts!“ [Rbl. Bd. 2, Kap. 242, 6] Der Evangelist Johannes: „Fürwahr, ein
reumütiger Blick zum guten Vater genügt, um der Hölle für alle Ewigkeit zu
entrinnen! — Sehet an den Missetäter am Kreuz, er war ein Räuber und Mörder,
aber da blickte er zum Herrn empor und sprach in großer, schmerzlicher Zerknirschung
seines Herzens: ‚O Herr, wenn Du in Dein Reich kommst und wider uns
Missetäter zu Gerichte ziehen wirst, da gedenke meiner und strafe mich nicht
zu hart für meine großen Missetaten, die ich verübt habe!‘ Und sehet, der
allgütige Richter sprach zu ihm: Wahrlich, heute noch sollst du bei Mir im
Paradiese sein!‘ [GS. Bd. 2, Kap. 117, 14-15] Der Evangelist Markus: „Im Gleichnis
vom verlorenen Sohn zeigt der Herr deutlichst, welches das allergültigste
Mittel ist, um zur Vergebung seiner Sünden zu gelangen, nämlich: die wahre,
liebtätige, demütige und liebeerfüllte Umkehr zu Gott, dem besten und
allerliebevollsten Vater aller Menschen!“ [GS. Bd. 1, Kap. 84, 23] Der demütige Fischer Jonatha zu dem
Jesuskindlein: „Mein Gott und mein Herr! Ich bin ein grober Sünder am
Gesetze! “— Das Kindlein erwidert freundlich: „Weißt du, wer ein Sünder ist?
— Ich sage dir: Der ist ein Sünder, der keine Liebe hat! — Du aber hast
Liebe, und so bist du kein Sünder vor Mir. Denn Ich habe deine Sünden dir
vergeben, weil 1 mehr als Moses bin, ein Herr von Ewigkeit!“ [Jug. Kap. 172, 19-22] Jesus zu einem reuigen
Schriftgelehrten: „Wenn ein Mensch, der sein Unrecht erkennt und bereut, es unmöglich
mehr an seinem Mitmenschen gut machen kann, so bekenne er sein Unrecht reuig
und wahr im Herzen vor Gott und bitte Ihn um Vergebung und darum, daß Er, dem
alle Dinge möglich sind, an dem Geschädigten den ihm zugefügten Schaden
gutmachen möge, so wird Gott solch eine aufrichtige Bitte auch allezeit
erhören und dem ernst-gutwilligen Bittsteller die Sünde vergeben, besonders
wenn dieser durch Liebewerke an anderen sein Unrecht sühnt. Wer aber auch das
nicht mehr könnte, dem soll durch eine rechte Reue und durch seinen wahrhaft
guten Willen von Gott aus geholfen sein.“ [Ev. Bd. 8, Kap. 66, 8-9] Jesus: „Wenn dein Bruder dich
beleidigt und dir Übles zufügt, so hast du durch die Liebe in deinem Herzen das
Recht, deinem Bruder zu vergeben. Wenn er dann freundlich zu dir kommt, dir
dankt für deine Liebe und dir Gutes zu tun ernstlich verspricht, so sind ihm
seine an dir begangenen Sünden auch im Himmel vergeben. — Sieht der Bruder
sein an dir begangenes Unrecht aber nicht ein und verharrt in seiner Bosheit,
da wird wohl deine Liebe und Geduld im Himmel hoch angerechnet, aber dem
Bruder werden seine Sünden bleiben, solange er sie nicht erkennt und ablegt.“ [Ev. Bd. 8, Kap. 194, 4-5] Jesus zu dem römischen Oberstatthalter
Cyrenius: „Hast du das belehrende Engelswort im Herzen und sündigst deinem
Außenwesen nach dennoch von Zeit zu Zeit, so ist dein Herz dabei nicht
einstimmig und zwingt dich bald zur Erkenntnis der Sünde und zur Reue, und du
bist dadurch kein Sünder mehr.“ [Ev. Bd. 2, Kap. 39, 7] Jesus verlangt vor der Vergebung
Widerruf böswilliger Verleumdung. [Ev. Bd. 1, Kap. 53, 29] Der Herr zu dem tief gedemütigten,
reuigen König Lamech von Hanoch: „Lange hast du Meine Ordnung mit Füßen
getreten; da du dich aber in der Reue gedemütigt hast vor Mir und deinen
Brüdern, so habe Ich alle deine Missetaten von dir hinweggenommen und dir
vergeben alle deine Schuld! Darum erhebe dich und mache durch die Liebe zu
Mir und deinen Brüdern gut, was du in deiner Abtrünnigkeit Böses getan hast!“ [H. Bd. 2, Kap. 183, 27-28] Der Herr zu dem geläuterten, vor
Ehrfurcht bebenden Volk von Hanoch, das vor Ihm seine Sündhaftigkeit bekennt:
„Kindlein, stehet auf; denn Ich, euer Gott, Schöpfer und Vater, bin ja nicht
zu euch gekommen, um euch zu richten und zu strafen, sondern um euch die
rechten Führer zu erwecken, die euch in eurer Schwäche leiten sollen auf den
Wegen, welche ins wahre Reich des ewigen Lebens führen! Daher steht auf und
fürchtet euch nicht vor Mir, eurem guten Vater, der euch über alles liebt!“ [H. Bd. 3, Kap. 80,4] Der Jünger Empörung über die
kniefällige Umarmung der Füße Jesu durch die reuige Maria Magdalena; des
Herrn Zurechtweisung der Jünger und Seine gnadenvolle Verheißung an die in
reiner Liebe entbrannte Büßerin: „Diese Maid hat viel gesündigt, — aber sie
liebt Mich mehr denn ihr alle, darum wird ihr auch vieles vergeben! — Und
noch sage Ich euch, daß allenthalben, wo Mein Evangelium gepredigt wird, auch
dieses Vorfalles und dieser Maid Erwähnung getan wird.“ [Ev. Bd. 6, Kap. 185, 13-14] Auf die Frage der Maria von Magdalon:
‚Herr und Meister, kann auch ich noch selig werden und das ewige Leben
ernten? Ich bin eine große Sünderin und Deiner geringsten Gnade unwürdig?!‘ antwortet
Jesus: „Bleibe nur in der reinen Liebe und sündige nicht mehr! Das sei deine
Sorge. Um alles andere werde schon Ich für dich Sorge tragen! Ich habe dich
befreit von den unreinen Geistern und zu dir gesagt: Deine Sünden sind dir
vergeben, weil du den Armen viel Liebe erwiesen hast und nun auch Mich liebst
über alles. Zu wem Ich aber sage: ‚Deine Sünden sind dir vergeben!‘, dem sind
sie auch wahrhaft vergeben!“ [Ev. Bd. 8, Kap. 52, 1-2] Jesus über Maria von Magdalon: „Jene
Maid hat stet der Armut gedacht, wozu ihr, die als eine irdische Schönheit
durch ihren unkeuschen Lebenswandel zu großen Schätzen gekommen war,
bedeutende Mittel zu Gebote standen; auch war sie von ihren Eltern aus mit
allem reich ausgestattet. Auf jenem Hügel siehst du ein Schloß, genannt
Magdalon, dort ist die Maid geboren, und das Schloß mit vielen Ländereien ist
nun nach dem Tode ihrer Eltern ihr Eigentum. Sie hätte mehrere Male ehelichen
können, aber die Templer hielten sie aus arger Gewinn- und Vergnügungssucht
davon ab. Doch als sie Mich kennenlernte und Meine Worte hörte, wurde es anders
in ihrem Hause, Verstande und Herzen. Und weil sie die Armen viel geliebt
hat, so wurden ihr auch ihre Sünden vergeben. [Ev. Bd. 8, Kap. 45, 5-7] Joseph zu dem Fischer Jonatha, der
sich als Sünder unwürdig fühlt, in des Jesuskindleins Nähe zu verbleiben:
„Lieber Freund und Bruder, du weißt ja, was das Hauptgesetz ist; warum willst
du denn liebe nach Hause ziehen, als dieses Gesetz lebendig beachten? Liebe
den Herrn aus allen deinen Kräften und gedenke nicht beständig deiner Sünden,
so wirst dem Herrn angenehmer sein als durch deine beständigen Ausrufe!“ [Jug. Kap. 172, 12-13] Jesus zu einem bekehrten und
erleuchteten Herbergswirt zu Kapernaum: „Wohl haben dir deine Jugendsünden
manchen Schaden gebracht für Leib und Seele; aber da du das erkannt und dich
ganz abgewendet hast von der Sünde, so bin Ich denn auch zu dir in dein Haus
gekommen, um dich von allen Übeln zu heilen. Wo aber Ich einmal eingezogen
bin, da ist auch volle Vergebung aller Sünden, Licht und ewiges Leben
eingezogen. Ich kann dir darum sagen, daß deinem Hause und dir selbst ein
großes Heil widerfahren ist. [Ev. Bd. 6, Kap. 68, 12-13] Jesus: Ich bin wohl ein Feind der
Sünde, aber nicht des reuigen Sünders, der demütig zum Guten zurückkehrt.“ [Ev. Bd. 4, Kap. 18, 4] Jesus, der Herr, entlarvt den
diebischen Knecht eines Nachbars in Nazareth, der bereut, alles entwendete
Gut zurückgibt, auf Anordnung Jesu von seinem Herrn Verzeihung erlangt und im
Dienst behalten wird. [Ev. Bd. 7, Kap. 229, 13-24] Auf das reumütige Bekenntnis der
Tullia, Gemahlin des römischen Statthalters Cyrenius, auf Befehl des Kaisers
in Rom einem Götzen geopfert zu haben, erwidert das Jesuskindlein freundlich:
„Diese Sünde habe Ich dir schon lange vergeben. Aber du warst Mir um die
Liebe des Cyrenius neidisch, siehe, das war grobe Sünde! Doch du hast nun
keine Sünde mehr, weil du Mich wieder liebst. Daher sei ruhig und heiter!“ [Jug. Kap. 205, 21-22] Der Herr: „Ein in der Demut und Liebe
vollendeter Mensch kann wohl zu seinem reuigen Bruder sagen: ‚Deine Sünden
sind dir vergeben!‘, und sie werden ihm vergeben sein, aber da vergibt nicht
der Mensch die Sünden, sondern nur die göttliche Kraft, der es allein möglich
ist, die Herzen derjenigen, die gegeneinander gesündigt haben und in
Feindschaft geraten sind, auszusöhnen, d.h. die Herzen mit dem göttlichen
Feuer zu durchglühen, zu durchleuchten und dadurch zu ersticken Zorn, Hochmut
und Neid. Darum kann ein Mensch auch nur zu Gott sagen: ‚Herr, vergib mir
meine Sünde!‘.“ [Ed. Kap. 72, 5-6] Robert Blum, nach eindringlichen
Belehrungen im Jenseits das wahre Wesen Jesu Christi erkennend: „Nun erst
fängt es in mir an — ganz gewaltig zu tagen! O Herr! — O Herr! — O Herr! —
Wie kannst Du bei mir verweilen?! — Ich bin doch ein Sünder! — Wohl sagte mir
meine starke Liebe zu Dir, daß Du mehr sein mußt, als wofür Dich mein
Weltverstand hielt. Nun aber erkenne ich die endlose Kluft zwischen mir und
Dir! Und ich kann nichts anderes sagen als: O Du mein großer Herr und Gott!
Sei gnädig und barmherzig mir ärmstem, törichtstem Sünder!“ Darauf Jesus:
„Liebster Freund und Bruder! Ich sage dir: Deine Sünden sind dir vergeben,
weil du dich so gedemütigt hast, daß du deinen Weltverstand gänzlich hintan
gabst und dafür den Verstand des Herzens annahmst. Daher soll von nun an von
allen deinen irdischen Gebrechen ewig keine Rede mehr sein! [Rbl. Bd. 1, Kap. 39, 15-16, Kap. 40,
1] Auf das im Jenseits abgelegte,
demütige Sündenbekenntnis des Revolutionärs Jellinek erwidert Jesus: „Was sprichst
du von deinen Sünden? — Bruder, vor Mir bist du rein, deine Liebe zu Mir
bedecket die Menge deiner irdischen Sünden! — Was du aber noch irgend der
Welt schuldig warst, — Ich müßte dir ein schlechter Freund sein, wenn Ich dir
diese Schuld nicht abnähme und sie an deiner Statt nicht berichtigte! — Also
trinke nun, Bruder Jellinek, — auf unsere ewige Freundschaft!“ [Rbl. Bd. 1, Kap. 56, 11] Auf die Frage Jesu: „Was soll der
sündigen Erde geschehen? Welche Sühne verlangst du von ihr und ihren Mächtigen,
die dich gerichtet haben?“ erwidert der im paradiesischen Lichte geläuterte
Robert Blum: „Herr, vergib ihnen, denn sie wissen alle nicht, was sie tun!
Aber in ihre Herzen senke Frieden, Demut und Liebe!“ [Rbl. Bd. 1, Kap. 81, 33 und Kap. 82,
1] Jesus im Jenseits zu einer erwachenden
Seele: „Wenn du in deinem Herzen in Ordnung bist, dann bist du es auch mit
Gott. Und hast du allen deinen Feinden vom innersten Grunde deines Herzens
vergeben, so ist dadurch auch deine Schuldtafel vor Gott gereinigt. Und du
kannst ganz ruhigen Herzens zu Gott beten: ‚Vater, vergib mir meine Sünden,
so wie ich nun allen vergebe, die an mir gesündigt haben!‘ Und der Vater wird
dir alles vergeben!“ [Rbl. Bd. 1, Kap. 142, 20] Der Apostel Petrus im Jenseits zu
einer hartherzigen, vor den Qualen der Hölle bebenden Priesterschar: „Eine
Reue, die von der Furcht vor der Strafe erzeugt wird, hat keinen Wert vor
Gott! — Die vor Gott gültige Reue muß der Liebe zu Gott, nicht aber der
Furcht vor der Hölle entstammen! Ebenso steht es mit der Buße. Vor Gott hat
nur die freie Buße, die da entspringt aus dem lebendigen Glauben und der
wahren Liebe zu Gott und zu allen Menschen, einen Wert.“ [Rbl. Bd. 2, Kap. 232, 14-15] Das Jesuskindlein zu dem über den
Kindermörder Herodes ergrimmten römischen Statthalter Cyrenius: „Kümmere dich
nicht vergeblich um den Herodes; denn Mein Arm reicht weiter als der deinige!
Herodes hat seinen Lohn! Du aber vergib ihm, wie Ich ihm vergeben habe. Denn
auch er ist ein blinder Erdensohn!“ [Jug. Kap. 60, 18-24] Jesus: „Einem Bruder, der sich euch in
seiner Schwäche enthüllt hat, sollt ihr ja nicht mit einer richterlich drohenden
Miene begegnen, sondern ihm stets mit aller Liebe und Freundlichkeit die
Wahrheit offen kundtun und ihm auch die Mittel an die Hand geben, durch die
er geheilt werden kann, so wird er den Mut nicht sinken lassen und ein
dankbarer Jünger der freien, heilsamen Wahrheit werden!“ [Ev. Bd. 8, Kap. 43, 9] Der endlich zum vollen Licht erwachte
einstige Bischof Martin: „O Herr, o Vater, wie gut mußt Du sein, daß Du einen
Sünder wie mich so endlos mild und gnädig ansehen kannst! O Jesus, ich halte
es nimmer aus! Mein Herz brennt vor lauter Liebe zu Dir! Sünde hin, Sünde
her! Ich muß wenigstens Deine Füße umklammern und an ihnen meiner großen
Liebe Luft machen! — Herr, tue mit mir, was Du willst, aber nur diesmal laß
meiner Liebe freien Lauf?“ Jesus gewährte mit den Worten: „Komme her, du Mein
hartnäckiger Bruder; deine Sünden sind dir vergeben! Und nicht zu Meinen
Füßen, sondern hier an Meiner Brust mache deiner Liebe Luft! Deiner Liebe wegen,
die Ich in dir sah, hatte Ich so große Geduld mit dir und habe selbst Hand an
dich gelegt.“ [BM. Kap. 34, 13-15 und 20] Ein Tischgebet des Dorfvorstehers
Barnabe voll echter Demut: „O Herr, Du Wunderbarer! Vergib uns unsere Sünden,
auf daß wir würdiger werden, mit Dir zu Tische zu sitzen!“ — Darauf Jesus:
„Ich bin ein Arzt und heile Seele und Leib. Ich habe auch euch völlig
geheilt, und ihr seid nun keine Sünder mehr. Darum setzet euch wohlgemut zu
Tische und esset und trinket nach Herzenslust!“ [Ev. Bd. 5, Kap. 270, 21-22] Jesus auf eines Bekehrten Bitte um
Sündenvergebung und Reinigung: „Stehe auf, Mein Bruder! Deine Sünden sind von
Mir hinweggetan; denn dein Herz kannte Ich schon lange und ließ es endlich zu
Mir kommen. Sei in Meinem Namen voll heiteren Mutes und werde Mir ein gutes,
brauchbares Rüstzeug!“ [Ev. Bd. 4, Kap. 29, 8] Jesus: „Denen, die an euch gesündigt
haben, könnet ihr die Sünden vergeben, und dann sollen sie ihnen auch im
Himmel vergeben sein! Solltet ihr aber wegen ihrer Unverbesserlichkeit guten
Grund haben, ihnen die an euch begangenen Sünden vorzuenthalten, so werden
sie auch im Himmel vorenthalten sein. Aber ihr habt erst dann das Recht dazu,
wenn ihr euren Schuldnern zuvor schon siebenmal 77 Male vergeben habt. — Wenn
ihr aber als Meine Jünger von Mir nur das Recht habt, gegen euch selbst
begangene Sünden zu vergeben oder vorzuenthalten, so ist es klar, daß kein
Priester je von Gott aus das Recht haben kann, auch fremde Sünden zu vergeben
oder vorzuenthalten!“ [Ev. Bd. 8, Kap. 43, 12-14] Der Herr: „Ich will nicht viel dagegen
sagen, wenn ein Mensch seine Fehler und Gebrechen einem Seelenfreunde unter
vier Augen kundgibt, um von ihm den Trost zu bekommen, daß ihm die Sünden nachgelassen
werden, wenn er sich an Mich wendet mit dem ernstlichen Vorsatz, solche
Sünden nicht mehr zu begehen und die begangenen womöglich gutzumachen durch
aufrichtige Reue und durch eine liebfreundliche Genugtuung. Ein solcher
Beichtvater wird Mir allezeit recht lieb, wert und köstlich sein. Freilich
braucht es dazu gerade keines Geistlichen, aber wenn schon ein Geistlicher
der Ausspender des Abendmahls sein will, so kann er wohl auch des ungerechten
Haushalters Amt auf obbeschriebene Weise auf sich nehmen.“ [Ed. Kap. 72, 8-9] Der Evangelist Markus gibt in der
geistigen Welt eine auch im Himmel gültige Erklärung einiger Bibeltexte über
die Vollmacht der Sündenvergebung. [GS. Bd. 1, Kap. 84, 16-20, Kap. 85,
1] Das Jesuskind zu dem Fischer Jonatha
nach erneutem und nun leichtem Tragen des Kindleins: „Meine große Last liegt
nicht in Mir, sondern im Gesetze Mosis! Als du Mich nicht kanntest, sondern
nur das Gesetz, und hattest Mich auf deiner Achsel, da drückte nicht Meine,
sondern des Gesetzes Last deine Schultern weltenschwer. Nun aber hast du
Mich, den Herrn über Moses und über das Gesetz, in deinem Herzen erkannt, und
siehe, des Gesetzes Last ist nicht mehr mit Mir, dem Herrn des Gesetzes!“ [Jug. Kap. 173, 7-9] Jesus über das Leben des Täufers Johannes:
„Wohl hat vor ihm nie ein Mensch ein so strenges Leben geführt wie er — denn
tagelang, so er ein (sinnliches) Begehren in seinem Fleische verspürte, aß
und trank er nichts und war so der Erde größter Büßer, ohne je gesündigt zu
haben. Aber dennoch sage Ich euch allen: Ein Sünder, so er sich bessert und
voll Liebe in seinem Herzen zu Mir kommt, steht höher als Johannes. — Denn
der zu Mir sagt: ‚Herr, ich bin ein Sünder und bin nicht wert, daß Du
eingehest unter meines Hauses Dach!‘ ist Mir lieber als 99 Gerechte, die der
Buße nicht bedürfen.“ [Ev. Bd. 1, Kap. 145, 9-10] Der Herr: „Wenn ein Tiefgefallener
völlig zurückkehrt, dann sollet ihr mehr Freude haben über ihn als über
neunundneunzig Gerechte, die der Umkehr nicht bedürfen! Denn wer da im Lichte
ist, dem ist eine Irrung nicht leicht möglich. Der Schwachen Los aber ist es,
nur Geringes zu tragen auf wohlerleuchteten Wegen. Wenn Ich jedoch einem
Starken eine größere Last zu tragen gebe in der Nacht, er verfehlt aber den
Weg, hört nicht euern Ruf und gelangt an kein Ziel, sondern er gewahrt nur
die Nähe des Unterganges und des Todes und kehrt dann doch von selbst weinend
zu euch zurück, und ihr habt dadurch einen für ewig verloren geglaubten
Bruder wiedergefunden, wie Ich einen verlorenen Sohn, — saget: ist das nicht
mehr als neunundneunzig Gerechte?!“ [H. Bd. 2, Kap. 26, 10-13] 08.05.
Gnadenerlösung oder Selbstgestaltung?
Jesus: „Des Menschen Werk zu seinem
Heile ist nur das, daß er aus Liebe und Ehrfurcht vor Gott den erkannten
Willen Gottes völlig zu seinem eigenen Willen macht und danach handelt. Von
da an wirkt der Wille Gottes alles Gute im Menschen, und so ist denn das Gute
im Menschen ein Werk Gottes, was der gerechte, wahre Mensch in Demut
anzuerkennen hat. Schreibt sich aber ein Mensch ein gutes Werk als sein
eigenes Verdienst zu, so zeigt er dadurch, daß er weder sich noch Gott je wahrhaft
erkannt hat und noch ferne vom Reiche Gottes ist.“ [Ev. Bd. 8, Kap. 19, 3] Der Herr: „Meine Gnade ist ein reicher
Schatz; wem sie zuteil wird, der wird keinen Mangel haben an allem jemals,
zeitlich und ewig. Daher soll sich jeder bemühen, sich diese ja zu eigen zu
machen; Ich gebe sie jedem, der sie nur immer haben will!“ [H. Bd. 1, Kap. 4, 1] Jesus: „Mehr kann der heilige Vater
nicht tun, als daß er sich in Mir, Seinem Sohne, selbst leibhaftig offenbart,
aus euch gerichteten Geschöpfen freieste Gotteskinder zeugt und euch Seine
Freunde und Brüder nennt.“ [Ev. Bd. 1, Kap. 83, 4] Jesus zu Sarah, der Tochter des
Jairus: „Um den willensfreigestellten Menschen die Selbsterkenntnis leichter
zu machen, hat der Schöpfer zu allen Zeiten 0ffenbarungen, Gesetze und Lehren
aus den Himmeln herab den Menschen gegeben und ist nun sogar im Fleische
selbst zur Erde gekommen.“ [Ev. Bd. 2, Kap. 40, 16] Der Erzengel Raphael: „Wenn ein Mensch
frei aus sich ruft in seinem Herzen: ‚Herr, ich bin zu schwach, mir mit den
von Dir dargereichten Mitteln zu helfen; hilf Du mir mit Deinem Arm!‘, — da
hat der Mensch die höhere Hilfe begehrt mit dem eigenen Willen und aus der
Erkenntnis der unzulänglichen eigenen Kraft. Da kann der Herr auch sogleich
mit aller erforderlichen Macht einwirken und einer schwachen Seele helfen.
Aber es muß dabei des Menschen Erkenntnis, Wille und Vertrauen von größter
Entschiedenheit sein!“ [Ev. Bd. 5, Kap. 97, 7-8] Jesus: „Die guten Werke nach dem
Willen und Worte Gottes sind und bleiben, auch wenn der Mensch sie tut aus
freier Selbstbestimmung — eine Gnade von oben, ein Verdienst des Geistes
Gottes im Menschenherzen.“ [Ev. Bd. 6, Kap. 10, 14] Einigen Jüngern, die sich als „blinde
Werkzeuge Gottes“ verdienstlos und unwert fühlen, erwidert Jesus: „Ein
blindes Werkzeug — etwa ein Webstuhl — hat keinen freien Willen, ihr aber
habt einen solchen und könnt ganz frei tun, was ihr wollt. So ihr euch Meinem
erkannten Willen frei unterwerfet und danach handelt, so handelt ja nicht ihr
selbst, sondern Mein Wille in euch, der allein gut und weise ist. Wie habt
ihr dann ein Verdienst des Handelns wegen? — Aber wohl darin, daß ihr euren
bösen Weltwillen Meinem allein guten Willen untergeordnet habt und dadurch
mit Mir eins geworden seid mit Hilfe eures Glaubens. Wahrlich, Ich sage euch:
Ohne Mich könnet ihr nichts Verdienstliches tun zum ewigen Leben! So ihr das
anerkennt in euren Herzen, dann erst seid ihr Meine wahren Jünger — und noch
mehr: dadurch seid ihr auch Meine rechten Brüder im Geiste Gottes!“ [Ev. Bd. 6, Kap. 143, 9-11] Jesus zu Johannes und anderen reifen
Jüngern: „Auch den Weltmenschen ist Gelegenheit gegeben, in die Reihen der
Kinder Gottes zu treten, wenn sie das ernstlich wollen. Wollen sie es nicht,
so habt ihr euch um sie dann nicht weiter zu kümmern. — Denn Ich bin nicht
etwa gekommen, um die trotzige Welt von ihren alten Gerichtsfesseln zu
erlösen, sondern nur, um Meine Kinder von der Welt und ihrem Gericht frei zu
machen. Und wie Ich es nun tue, also werdet auch ihr und eure Nachfolger es
tun. Was auf dieser Erde in und nach Meiner Ordnung zu lösen ist, das löset
auch, und was ihr also lösen werdet, das wird auch bei Mir im Himmel gelöst
sein. Was aber nicht zu lösen ist, das lasset gebunden, oder — so jemand eure
Lösung nicht achtet — lasset ihn in seinen Fesseln — und wahrlich, er wird
auch vor Mir gebunden sein und gar lange ein Sklave seines finsteren Weltwillens
verbleiben!“ [Ev. Bd. 6, Kap. 151, 4-6] Der Jüngling Jesus zu reichen,
hochgestellten Römern: „Wer einmal ernstlich den Weg der Vergeistigung betreten
hat, dem wird auch ohne sein Wissen von Gott aus geholfen, daß er weiter und
endlich sicher ans Ziel kommt. Gott wird die Einung der Seele mit dem Geiste
freilich nicht mit Seiner Allmacht erzwingen, aber Er wird des Menschen Herz
stets mehr erleuchten und es erfüllen mit wahrer Weisheit aus den Himmeln !“ [Ev. Bd. 7, Kap. 223, 8-9] Jesus: „Ich hebe das durch Moses
gegebene Gesetz nicht auf, sondern gebe es euch in seiner ursprünglichen
Reinheit wieder. Nur das alte ‚Muß‘ hebe Ich auf und gebe euch die volle
Freiheit. Und darin besteht hauptsächlich das Werk der Erlösung eurer Seelen
aus dem harten Joch des Gerichtes und Satans, des Fürsten der Finsternis, daß
ihr von nun an in Meinem Namen unter keinem Mußgesetz mehr stehen sollt!“ [Ev. Bd. 8, Kap. 20, 15] Abedam-Jehovas große Verheißung an
Pura, einer Jungfrau aus der Tiefe: „Du, Mein Kindlein, sollst fürder
nimmerdar weichen von Meiner Brust; du allein wirst Mich allzeit durch dein
ganzes Erdenleben schauen und haben wie jetzt! Du sollst keines Mannes Weib
werden eher als in der Zeit der Zeiten (als Jungfrau Maria), da du erfüllt
wirst mit aller Macht der Liebe Meines unendlichen Geistes!“ [H. Bd. 2, Kap. 122, 24-25] Kisehel, ein Erleuchteter der Urzeit:
„Als ich meine große Schuld vor Ihm, dem liebevollsten Vater, bekannt hatte,
nachdem Er mir mit seiner endlosen Gnade und Erbarmung zuvorgekommen war, da
ergriff mich der allerheiligste Vater mit Seinen allmächtigen Händen,
richtete den Wurm im Staube vor sich auf, vergab ihm seine große Schuld
gänzlich und erfüllte ihn dafür mit der Kraft des ewigen Lebens!“ [H. Bd. 2, Kap. 198, 24] Der Herr in einer lichten Wolke zu dem
reumütigen, gottsuchenden Erzmeister Thubalkain aus Hanoch: „Höre, Ich habe
dein Herz angesehen und es gereinigt befunden. Darum sollst du auch erweckt
werden für ewig aus deiner Nacht; und einen Geist aus Mir will Ich in dein
Herz legen, dieser wird dich in alle Weisheit leiten!“ [H. Bd. 2, Kap. 194, 24] Glaubensgerechte Christen, die auf
Erden ein strenges, sehr reines Leben führten, werden von dem Evangelisten
Markus über den höchsten Wert der demütigen Liebe zum himmlischen Vater belehrt
und in den ewigen Morgen geleitet, nachdem sie sich als Sünder erkannt und
vor dem göttlichen Vater gebeugt hatten. [GS. Bd. 1, Kap. 44, 8-20, Kap. 45, 16-27, Kap. 46, 1-3] Der Evangelist Markus zu einem
ratlosen Prior im Jenseits: „Weißt du, was das alleinige Erlösungsmittel und
somit auch die einzige Brücke vom Tode zum Leben ist? Blicke hin auf den
Herrn! Was hat Ihn wohl bewogen, das gefallene Menschengeschlecht der Erde zu
erlösen und somit jeglichem Bewohner der Erde eine ewig haltbare Brücke vom
Tode zum Leben zu bauen? War es nicht Seine ewige, göttliche, barmherzige
Vaterliebe? — So gehe denn hin zu deinen hinter der höllischen Kluft
angstbebenden Brüdern und baue ihnen eine himmlische Brücke aus dem Stoffe
der wahren Gottes- und barmherzigen Nächstenliebe!“ [GS. Bd. 1, Kap. 88, 9-14] Der Herr: Wenn ein Mensch zu der
inneren Ansicht kommt, daß er nichts ist und nichts vermag, sondern daß der
Herr ist alles in allem, der Erste und der Letzte, dann erst gibt er sich dem
Herrn freiwillig ganz hin, und der Herr ergreift ihn und führt ihn auf den
gerechten Weg. Darum lege alle deine Liebe zu deinen Brüdern und alle deine
Sorge um sie vor die Füße des Herrn, umfasse diese mit Ihn über alles
heißliebendem Herzen, und du wirst dich sicher überzeugen, daß der Herr
gerade da tätig zu werden beginnt, wo der Mensch aus seiner demütigen inneren
Erkenntnis seine nichtige Tatkraft und schwache Willensmacht dem Herrn hebend
übertrug.“ [GS. Bd. 1, Kap. 91, 2-3] Inschrift auf der siebenten Stufe
einer für Robert Blums jenseitige Seelenentwicklung und -läuterung sinnbildlichen
Pyramide: „Dein irdisch Wohnhaus ist voll Unflates; wer wird es reinigen? Wer
hat die Kraft und die Macht allein!? — Siehe, Christus, der ewige
Hohepriester vor Gott, Seinem ewigen Vater! Denn Christus und der Vater sind
eins von Ewigkeit. In Christo allein wohnt alle Fülle der Gottheit
körperlich. Und diese Fülle ist der Vater, als die reinste Gottliebe. Diese
ergreife mit deiner Liebe, und sie wird dein Fleisch reinigen und erwecken, wie
sie erwecket hat das Fleisch Christi, das sie selbst in sich barg.“ [Rbl. Bd. 2, Kap. 157, 10] Der einstige Bischof Martin im
Jenseits: „Ein einziger für die Ewigkeit wertvoller Wunschgedanke, daß Jesus
das ewige höchste Gottwesen sein möge, mit dem ewig in Gemeinschaft zu leben
und zu wirken mich zum glücklichsten Wesen in der ganzen Unendlichkeit machen
würde, war meine Rettung vor dem ewigen Verderben und ist nun meine größte
Seligkeit! — Ich bin nun wirklich bei Jesus, dem alleinigen Herrn der Geister-
und Körperwelt, und bin auf diese Weise seligst für die ganze Ewigkeit
versorgt!“ [BM. Kap. 36, 21-22] Der geläuterte einstige Bischof Martin
im Jenseits zu asketischen, werkgerechten ehemaligen Klosterfrauen: „Ihr habt
zwar viel getan an frommen Werken, aber nicht des Herrn, sondern des Himmels
wegen, — und das ist noch lange nicht evangelisch! Man muß alles tun und dann
ausrufen: Herr, siehe, ich war ein fauler, nutzloser Knecht! O Herr, sei mir
gnädig und barmherzig! Denn Paulus spricht: ‚Du wirst nicht aus deinem
Verdienste (durch äußere Werkgerechtigkeit), sondern durch die Gnade des
Herrn selig werden!‘ — Beherziget das, werfet all euer vermeintliches
Verdienst dem Herrn zu Füßen und bekennet vor Ihm die volle Nichtigkeit alles
dessen, das ihr bisher als etwas Verdienstliches zum ewigen Leben angesehen
habt, so wird die Gnade des Herrn sogleich über euch ersichtlich werden!“ [BM. Kap. 60, 2-3] Ein seliger Geist: „Ich weiß, daß ich
vor Gott ein sündiger Mensch bin, daher bin ich demütig und erhoffe von Gott,
dem Herrn, nichts von irgendeinem Verdienste, sondern alles von Seiner Gnade
und Erbarmung! Ich weiß auch wirklich nicht, was sich Geschöpfe vor dem
allmächtigen Gott, der allein alles vermag und unserer Hilfe noch nie
benötigt hat, für belohnende Verdienste hätten sammeln können!“ [St.-Sz. 10. 39] Der Herr: „Habt ihr alles Übel in euch
gefunden und mit Meiner kräftigen Beihilfe aus euch geschafft, da werde Ich,
als euer heiliger Vater, der Ich schon über den halben Weg euch
entgegengekommen bin, vollends zu euch kommen, euch gänzlich von euren
‚Lumpen‘ (dem Erzbösen) befreien und euch dann aufnehmen in das große
Vaterhaus Meiner ewigen Liebe.“ [Hi. Bd. 1, S. 318, 14] Auf die Bitte des Judas, sein Herz zum
Guten umzugestalten, sagt Jesus: „Das große Geheimnis der Selbstgestaltung
des Menschen liegt darin: Alles kann Ich dem Menschen tun und er bleibt
Mensch, aber das Herz ist sein eigen, und dieses muß er selbst bearbeiten,
wenn er sich das ewige Leben bereiten will. Denn würde Ich selbst zuerst die
Feile an des Menschen Herz legen, so würde der Mensch zur Maschine und
gelangte nie zur freien Selbständigkeit. Wenn aber der Mensch Meine Lehre
bekommt, so muß er diese freiwillig befolgen und sein Herz nach ihr bilden.
Hat er sein Herz danach gebildet und gereinigt, dann erst ziehe Ich im Geiste
ein und nehme Wohnung darin; der ganze Mensch ist dann im Geiste
wiedergeboren und kann ewig nimmer verlorengehen.“ [Ev. Bd. 2, Kap. 75, 7-8] Jesus zu einem Jünger, der wegen
seiner zeitweiligen Schwäche die göttliche Hilfe wünscht: „Ohne Mich könnet
ihr niemals etwas wahrhaft Verdienstliches zum ewigen Leben eurer Seele
wirken. Dennoch muß zuvor jeder so viel tun, wie er aus seinem freien Willen
heraus kann. Du mußt zuvor ernstlich deine Augen von den Lockungen und
Reizungen der Welt abwenden, und so auch deine anderen Fleischessinne, und
mußt ein Meister deiner Weltbegierden werden; wirst du das nicht, so werde
Ich dich darum nicht blind, taub und stumm an deinen Leibessinnen machen, und
du wirst mit ihnen gleichfort zu kämpfen haben. Aber wenn du es darin einmal
zu einer halben Meisterschaft gebracht hast, so werde Ich dich dann schon
ehest in die ganze setzen, dessen kannst du versichert sein!“ [Ev. Bd. 8, Kap. 151, 3-4] Der Erzengel Raphael: „Jeder Mensch
muß sich selbst, ganz unabhängig von der Allmacht des göttlichen Willens,
frei aus sich nach der erkannten göttlichen Ordnung ausbilden, um auf diese
Weise ein freies Gotteskind zu werden. Das wirksamste Mittel dazu ist die
Liebe zu Gott und zum Nächsten. Der Liebe zur Seite steht die wahre Demut,
Sanftmut und Geduld.“ [Ev. Bd. 3, Kap. 241, 2-4] Der Erzengel Raphael: „Ein durch die
Sünde seelenverkrüppelter Mensch muß durch eine lange, eifrige Selbstverleugnung
aller seiner alten Leidenschaften die erstorbenen Lebenskräfte in sich neu
beleben und so nach und nach in die möglichst höchste Liebe zu Gott
übergehen, was natürlich für einen sehr verweltlichten Menschen keine leichte
Aufgabe ist.“ [Ev. Bd. 5, Kap. 83, 5] Der römische Hauptmann Julius zu der
erleuchteten Jüngerin Jarah: „Der Mensch kann sich Gott erst dann vollkommen
nähern, wenn er sich mit den ihm verliehenen Kräften selbst gereinigt,
gebildet und gefestet hat, während welcher Selbstbildungszeit er von Gott scheinbar
unbeachtet gelassen wird. — Wenn solches später auch bei dir stattfinden
wird, was dann?“ — Jarah: „Da glaube und vertraue ich fest, daß Gott mich
auch dann nicht völlig verlassen wird!“ [Ev. Bd. 2, Kap. 146, 23-24] Der Erzengel Raphael: „Im ganzen,
unermeßlichen Schöpfungsraum kann keine Seele durch ein unvermitteltes,
unbedingtes Erbarmen Gottes zu einer Lebensvollendung gelangen, sondern nur
durch ihren eigenen Willen. Des Herrn Liebe und Gnade läßt dem Menschen wohl
allerlei Hilfsmittel zukommen; aber dann heißt es beim Menschen, diese als
solche erkennen, sie mit dem eigenen Willen ergreifen und weise gebrauchen.“ [Ev. Bd. 5, Kap. 97, 6] Jesu Antwort auf die Bitte des Jüngers
Philippus um Befreiung von seiner zeitweisen Glaubensschwäche: „Wenn Ich dir
das täte durch die Mir innewohnende Kraft, dann wärest du kein freier Mensch
mehr und gerietest in eine große seelische Trägheit. Darum übe sich jeder
gleichfort in allen guten Dingen des inneren Lebens.“ [Ev. Bd. 6, Kap. 52, 8-9] Jesus: „Ich trage als ein rechter
Führer und Lehrer Meine Jünger nicht über alle schroffen und holperigen Wege
auf den Händen, sondern Ich lasse sie selber gehen, auf daß sie stark werden,
auf noch so knorrigen Wegen zu wandeln.“ [Ev. Bd. 6, Kap. 52, 12] Jesus: „Zur Besiegung eines gar zu
großen Hindernisses auf dem Lebensweg werde Ich jedem Licht und Kraft geben.
Aber vor allem muß jeder Mensch selbst so viel tun, wie in seinen Kräften
steht.“ [Ev. Bd. 6, Kap. 52, 13] Jesus: „Wer es versteht, recht viel
des Lichtes aus der Gnadensonne Gottes im Herzen seiner Seele aufzunehmen und
zu behalten durch die Macht der Liebe zu Gott, der bildet in sich selbst eine
Gnadensonne, die der Urgnadensonne in allem völlig ähnlich ist, und kommt dadurch
zur allein wahren Lebensmeisterschaft.“ [Ev. Bd. 6, Kap. 88, 5] Jesus: „Wird der Einfluß des Guten aus
den Himmeln durch des Menschen eigenen Willen so kräftig, daß die Seele ganz
darin übergeht, so wird der göttliche Geist der Liebe in ihr wach und
durchdringt die Seele ganz. Damit ist die Seele in die erste Stufe ihrer
Vollendung getreten, ist dann für immer frei und kann, wenn sie auch noch im
Fleische ist, Gesichte und Offenbarungen sogar von höchsten Engeln
empfangen.“ [Ev. Bd. 6, Kap. 225, 17] Der Erzengel Raphael: „Bevor ein Mensch
zur vollkommenen Beherrschung der Naturkräfte gelangt, muß er sich durch die
genaueste Befolgung des Willens Gottes diesen so sehr zu eigen machen, daß er
dann frei aus sich nicht anders handeln kann, als es ihm der Wille Gottes in
seinem Herzen weist. Dies ist für den, der Gott erkannt hat und über alles
liebt, nichts Schweres, weil ihm die Liebe zu Gott dazu die Kraft stets in
dem Maße erteilt, als er im Herzen in der Liebe zu Gott wächst und dadurch
auch in der Liebe zum Nächsten. — Hat sich ein Mensch auf diese Weise mit
Gott geeint, so ist er auch schon erfüllt mit dem Geiste aus Gott; denn die
Liebe zu Gott und die Erfüllung Seines heiligen Willens ist ja schon der
vollauf tätige Geist Gottes im Menschen; was der Mensch dann will, das will
auch Gott in ihm.“ [Ev. Bd. 7, Kap. 150, 2-4] Jesus: „Eine Menschenseele kann
niemals ihr Dasein völlig verlieren, aber sie kann höchst unglücklich und unselig
werden durch ihren eigenen Willen und sie kann, wenn sie es nur ernstlich will,
auch wieder durch ihren eigenen freien Willen glücklich und selig werden.“ [Ev. Bd. 8, Kap. 17, 7] Jesus vergleicht die geistige
Entwicklung der Menschen mit dem irdischen Tagesablauf und fährt fort: „Ließe
Ich den vollen geistigen Tag allen Menschen plötzlich werden, so würden sie
träge und gäben sich nicht mehr viel mit Suchen und Forschen ab. Sie würden
wohl die Gebote halten und nach der in ihnen leuchtenden Wahrheit handeln,
aber das auf eine mehr mechanische als lebendige Art; und so ist es besser,
daß die Menschen erst von Stufe zu Stufe durch ihr eigenes Suchen, Forschen
und Handeln den geistigen Tag in sich gewahren.“ [Ev. Bd. 8, Kap. 22, 2] Jesus: „Mir darf beim Menschen nicht
alles möglich sein sonst hätte Ich es niemals nötig gehabt, zu euch in diese
Welt als Mensch zu kommen und euch zu belehren. — Ich habe darum dem Menschen
den freien Willen gegeben und seinem Verstande Wahres und Gutes und daneben
Falsches und Böses gezeigt, auf daß er sich selbst prüfe, richte und bilde,
damit er ein Mensch und kein von Meiner Macht gehaltenes und gerichtetes Tier
sei, das nach Meinem ihm gegebenen Mußgesetz handelt und somit in sich keine
Freiheit, Selbstbestimmung und Selbständigkeit hat. Der Mensch hat außer in
seinem Leibe kein Mußgesetz von Mir, sondern ein freies Gesetz in seinem
Willen.“ [Ev. Bd. 10, Kap. 109, 4-6] Jesus: „Auf daß der Mensch zur
höchsten Seligkeit gelange, muß er mit seinem freien Willen, seinem Verstande
und seiner Vernunft sich nach Meinem ihm bekanntgegebenen Willen richten,
bestimmen und selbst bilden. Ich aber kann und darf dabei mit Meiner Allmacht
seinen freien Willen nicht ergreifen und ihn wie eine gerichtete Kreatur zum
Handeln zwingen!“ [Ev. Bd. 10, Kap. 109, 9] Paulus an die Gemeinde zu Laodizea:
„Also ziehet allein Christus an durch den lebendigen Glauben, durch die
Liebe, durch herzliches Erbarmen über eure Brüder, durch Freundlichkeit,
Demut, Sanftmut und Geduld!“ [Lao. Kap. 3, 19] Ein Himmelsbote zu einer im
Traumerleben sich läuternden Seele im Jenseits: „Niemand kommt in den Himmel
durch vermeintliche gottwohlgefällige Verdienste oder durch ein vermitteltes
oder unvermitteltes Erbarmen des Herrn, sondern allein durch die eigene Liebe
zum Herrn und die daraus hervorgehende Gnade des Herrn Jesus Christus, der da
ist der alleinige Gott und Herr aller Himmel und Welten! Denn es gibt
nirgends einen Himmel außer in euch; diesen müsset ihr selbst öffnen (durch
die Liebe zu Gott und zum Nächsten), wollt ihr in ihn eingehen!“ [BM. Kap. 80, 18-19] Jesus, der Herr, zu dem vollendeten
einstigen Bischof Martin, der alles in einem guten Werk der göttlichen Gnade
zuschreibt: „Das Zukommenlassen Meiner Gnade ist freilich Mein Werk, das da
niemandem vorenthalten wird, aber das Ergreifen dieser Meiner Gnade und das
Handeln danach ist das eigene Werk eines jeden freien Geistes.“ [BM. Kap. 144, 11] Der Apostel Petrus zu dem einstigen
Bischof Martin in der geistigen Welt: „Der Herr tut Großes an dir, um aus dir
einen rechten Engel zu machen; aber du selbst mußt auch etwas tun, da der
Herr so viel tut, sonst wirst du dir ein höchst widriges Los bereiten! Darum,
wenn dich eine zu große Schönheit beirren will, blicke zum Herrn hin, und du
wirst alsbald Ruhe finden.“ [BM. Kap. 159, 10 und 11] Jesus zu drei vollerlösten
Gotteskindern auf unserer Sonne: „Ihr habt euch nun durch alle schweren Prüfungen
durchgewunden und seid siegreich aus manchen heißen Kämpfen hervorgegangen.
Dadurch habt ihr euch völlig tauglich gemacht für Mein Reich und seid nun zu
tüchtigen Arbeitern in Meinem Weinberge geworden!“ [BM. Kap. 202, 1-2] Des Herrn Rat an einen lichtsuchenden
Lebemann: „Überlege dir, was da besser ist: Entweder ein braves Mädchen zu
ehelichen, — oder ob du aus reiner Liebe zu Mir verzichten möchtest auf
alles!? — Siehe, das kannst du auch tun! — Aber dann bedenke wohl, daß Mir
mit einem halben Dienste durchaus nicht gedient ist, — so du etwa dabei
glauben möchtest, dadurch deine Freiheit zu retten. Denn siehe, in deiner
vermeinten Freiheit bist du nur ein Sklave deines Fleisches, deiner Begierden
und deiner freien Weltlust. Darum muß allein dein Fleisch, müssen alle deine
Begierden wie Sklaven dir untertänig werden, und du mußt allen deinen tollen
Gewohnheiten den vollen Abschied geben und dich sogleich in allem zu Mir wenden!
— Höre! — Ich sage: allsogleich!“ [Hi. Bd. 1, S. 194, 32-34] Jesus zu den Schwachen, aber
Gutwilligen: „Wer da mit ernstem Willen selbst soviel tut als er kann und
seine Schwäche Mir übergibt im Geiste, dem wird der Sieg über den Satan ein
leichter sein — aber, wohlgemerkt, nur unter lebendig gläubiger Anrufung
Meines Namens!“ [Ev. Bd. 1, Kap. 217, 8] Der Herr: „Wer da kämpfet in seiner
Schwäche und sieget, ist Mir ums Tausendfache lieber als ein Starker, dem der
Sieg ein Leichtes ist. — Wenn der Schwache (Demütige) fällt, da will Ich ihn
aufrichten, wie oft er auch immer fällt. Aber der Starke mag sich selbst aufrichten,
wenn er gefallen ist!“ [Hi. Bd. 2, S. 191, 18] Engelslehre: „Solange ein Mensch nicht
in allen möglichen Verhältnissen den Satan mit eigener Macht aus dem
Kampffelde treiben kann, hat er die volle Kindschaft Gottes noch nicht. Wie
sollte er aber je dieses Feindes Herr werden, wenn er nie mit ihm in
Berührung käme? Das Reich Gottes kostet der Freiheit des ewigen Lebens wegen
einen großen Kampf, und so muß euch auch Gelegenheit zum Kampfe zwischen
Himmel und Hölle gegeben werden!“ [Ev. Bd. 2, Kap. 59, 14] Jesus: „Der Mensch muß sich gleichfort
in einem Kampfe befinden, ansonst er einschliefe, und sein Lebe muß stets
neue Gelegenheit bekommen, sich als solches zu üben und dadurch aus sich
selbst zu erhalten, zu stärken und so seine Vollendung zu erreichen.“ [Ev. Bd. 3, Kap. 168, 4] Jesus: „Ohne äußeren und inneren Kampf
wird sich Mein Reich auf dieser Erde nicht gewinnen lassen. Denn da schon das
diesirdische Leben Kampf ist, um wieviel mehr das wahre, geistige Leben,
besonders wenn es schon in dieser Welt sich äußern soll. Aber der Kampf wird
dennoch für jeden, der Gott wahrhaft liebt, ein leichter sein. Denn dies sei
jedem Meiner wahren Freunde gesagt: Mein Joch ist sanft und Meine Bürde
leicht!“ [Ev. Bd. 5, Kap. 90, 3] Jesus: „Den Stürmen auf dem Meere
gleich sind beim Menschen die zugelassenen geistigen Proben und Kämpfe. Sie
muß jeder Mensch auf dieser Erde bestehen und sich durch sie zum wahren Leben
emporkämpfen!“ [Ev. Bd. 8, Kap. 162, 10] Jesus: „Gott hat jedem Menschen einen
freien Willen gegeben, einen Verstand und ein ihn mahnendes Gewissen, ohne
welche drei Gaben der Mensch nur ein Tier wäre. Dem Menschen sind zur Probe
seines freien Willens auch Trägheit und Eigenliebe in seinem Fleische
angeboren. Der Mensch aber soll aus eigener Kraft das als ein Übel für seine
Seele erkennen und es mit den von Gott ihm gegebenen Mitteln so lange
bekämpfen, bis er ein vollendeter Meister über alle seine leiblichen
Leidenschaften geworden ist.“ [Ev. Bd. 7, Kap. 193, 1-3] Jesus zu einem bekehrten Römer: „Wie
sich in der Naturwelt alles aus zarten Anfängen durch Kämpfe zu höherem
Werden und Sein gestaltet, so steht es nach Meiner Ordnung auch mit der
Gewinnung der Lebensmeisterschaft des Menschen. Er muß anfangs selbsttätig auftreten
und gegen die ihn bestürmenden Leidenschaften mit den ihm verliehenen Waffen
zu kämpfen beginnen. Tut er das, so wird ihm nach dem Maße seiner Siege auch
die Hilfe von Mir für weitere, ernstere Kämpfe und Siege verliehen werden,
und er wird endlich trotz aller Stürme das Lebensziel erreichen.“ [Ev. Bd. 8, Kap. 152, 14] Einen römischen Hauptmann, den der
grausame Kampf in der Tier- und Menschenwelt bedrückt, belehrt Jesus: „Siehe,
auf dieser Erde, auf welcher die Menschen die Bestimmung haben, ihrer Seele
und ihrem Geiste nach vollendete Gotteskinder zu werden, muß zum Kampf der
gegensätzlichen Kräfte alles so eingerichtet sein, wie es nun ist. — Stelle
dir diese Erde als eine eintönige, ebene Welt mit nur je einer Art von
Metall, Pflanzen, Bäumen und Tieren vor, sage: wie weit sollen es auf einer
solchen Welt die Menschen mit der Erweiterung ihrer Begriffe, Ideen und
Phantasie bringen!? Wie mager wäre es da mit dem Verstand und der höheren
Vernunft bestellt? Dagegen wirst du in einer mit reichster Mannigfaltigkeit
ausgestatteten Welt gebildete Menschen finden, wenn schon nicht in der Sphäre
des innersten Seelen- und Geistlebens, so doch in der Sphäre des äußeren Verstandes,
der Vernunft und der Phantasie, was bei einem Menschen doch da sein muß, wenn
er zur höheren Bildung des inneren Seelen- und Geistlebens übergehen will.“ [Ev. Bd. 10, Kap. 19, 4 und Kap. 20,
2-11] Jesus zu Seinen Jüngern und Freunden: „In
dieser Zeit, in der die Macht der Hölle auf Erden übergroß geworden ist,
braucht Mein Reich Gewalt und ernste Mühe, und nur die werden es besitzen,
die es mit Gewalt an sich reißen. — Es werden auch über euch allerlei
Prüfungen und Versuchungen kommen, dann aber denket daran, daß Ich es euch
zum voraus verkündet habe. Seid dann mutig und kämpfet weise und stets mit
aller Liebe gegen das Heranstürmen der Welt in und außer euch, so werdet ihr
mit Meiner Hilfe für eure Arbeit des Himmels goldene Früchte im reichsten
Maße ernten, und eure Freude darob wird eine große und unvergängliche sein!“ [Ev. Bd. 10, Kap. 117, 12-14] 08.06. Die
göttlichen Gnadenmittel Abendmahl, Geistes- und Wassertaufe
Jesus zu Lazarus von Bethanien, zu
Seinen Jüngern und Freunden: „Alles Gute und Wahre findet im Brot und im Wein
seine Entsprechung. Darum werdet ihr beim mäßigen Genusse des Brotes und des
Weines zu Meinem Gedächtnis stets versichert sein können, daß Ich Mich im
Geiste — so wie nun im Leibe — bis ans Ende aller Zeiten unter euch, Meinen
Kindern, Brüdern und Freunden, persönlich befinden werde. Werdet ihr Mich mit
euren Fleischesaugen auch nicht allezeit erschauen, so wird es euch dennoch
euer Herz sagen: ‚Freuet euch, denn euer Herr, Gott und Vater ist unter euch
und segnet euer Brot und Wein. — Seid dann fröhlich und heiter in Seinem
Namen!‘.“ [Ev. Bd. 8, Kap. 40, 2] Jesus: „Wenn ihr Brot und Wein im
liebevollen Gedenken an Mich genießet, dann glaubet allezeit, daß Ich Mich
persönlich unter euch befinde. Und um was Gutes und Wahres für das Leben der
Seele ihr Mich da bitten werdet, das werde Ich auch allezeit bereitwillig und
wohlverständlich geben. Die Mich aber mit großer Liebe ihrer Herzen begrüßen
werden, dürfen sich bald mit ihren Augen überzeugen, daß Ich wahrhaft
persönlich unter euch bin! Was Ich hier euch sage und beteuere, das gilt ganz
gleich allen euren wahren und getreuen Nachfolgern.“ Im Hause des Lazarus von Bethanien
wurde nach diesen Worten Jesu bester Wein gereicht. Jesus trank, und auch
alle anderen tranken den Wein, der durch des Herrn Willen gewürzt und gesüßt
war. [Ev. Bd. 8, Kap. 40, 3-5] Jesus zu bekehrten Heiden: „Es genügt,
daß ihr den, der Meine Lehre im Herzen angenommen hat, in Meinem Namen taufet
und ihm der Ordnung wegen einen Namen gebt, und Ich werde ihn stärken. —
Denen, die an Mich lebendig glauben und Meine Gebote halten, möget ihr in
Meinem Namen und in Meiner Liebe von Zeit zu Zeit, wenn ihr es habt, auch
Brot und Wein geben zu Meinem Gedächtnis. Wo ihr ein solches Liebesmahl haltet,
da werde auch Ich unter, bei und in euch sein. Denn das Brot, das eure Liebe
zu Mir bieten wird, ist gleich Meinem Fleisch und der Wein wie Mein Blut, das
bald für viele vergossen wird. Das allein genüge als äußeres Zeichen, das
aber nur durch die Liebe vor Mir Wert hat.“ [Ev. Bd. 9, Kap. 166, 11-13] Der Herr hält im Liebehimmel mit
geistig Vollendeten — einstigen Katholiken — ein himmlisches Abendmahl, teilt
ihnen in schlichter, ganz natürlicher Weise Brot und gebratenes Lammfleisch
zu und läßt einen großen Kelch voll Wein unter ihnen kreisen. [GS. Bd. 1, Kap. 61, 3-5] Der Herr beim himmlischen Liebesmahl
zu seligsten Engeln: „Gebet den Kindern der Erde eine lebendige Erleuchtung,
helfet ihnen reinigen ihr Gemach, damit auch Ich bei ihnen einziehen kann und
sie dann selbst frage: Kindlein, habt ihr nichts zu essen? Und wenn sie dann
sagen werden: O Herr, Du liebevollster Vater! Siehe, ein wenig Brot und
einige Fischlein haben wir, so werde Ich zu ihnen sagen: Bringet alles her,
was ihr habt, und Ich will es segnen mit Meiner Liebe, Gnade und Erbarmung
und will euch geben nun ein lebendiges, inneres, geistiges Brot! So ihr
dieses Brot essen werdet und trinken von Meinem Weine, so werden dadurch euer
hart gewordenes Brot und eure versalzenen Fische (die starren Dogmen)
erweicht und gereinigt und euch zu einer lebendigen Speise werden, an welcher
ihr euch sättigen werdet zum ewigen Leben. (Zu den vollendeten Geistern:) Esset
also nun mit Mir und trinket und seid dabei in aller Liebe eingedenk derjenigen,
die noch in der Tiefe ihres Fleisches wohnen und nicht erschauen können Mein
Reich, Meine Gnade, Meine Liebe und Erbarmung!“ [GS. Bd. 2, Kap. 8, 9, 10 und 12] Großes Liebesmahl auf unserer Sonne,
an welchem auch der Herr mit Seinen seligsten Kindern essend und trinkend
teilnimmt. [BM. Kap. 187, 26, Kap. 188, 1] Der Herr offenbart Jakob Lorber eine
wichtige Lehre des nordischen Religionsphilosophen Heinrich Steffens, eines
Zeitgenossen Lorbers, welche gekürzt lautet: „Das Abendmahl ist der höchste
individualisierende Prozeß des Christentums. Denn dadurch versenkt sich das
ganze Geheimnis der Erlösung in seiner reichen Fülle in die empfängliche
Persönlichkeit. Der fruchtbringende Strom der Gnade nimmt die Gestalt des
Heilandes an, damit alles in allem für das Herz des Empfängers sei. Daher das
Abwenden vom Bösen, die vereinigende Vergebung, die gänzliche Hingebung! —
Diese eben ist die Liebe!“ [Hi. Bd. 2, S. 280, 17-18] Der Herr: „Paulus hat gleich Mir das alleinige
Liebesgebot mit dem Liebesmahl bekräftigt und hat Abendmahl, Wasser- und
Geistestaufe noch dazu dieses Mahl dadurch wohl unterschieden von einer
anderen gewöhnlichen Mahlzeit, daß er alle teilnehmenden Gemeinden darauf
aufmerksam machte, daß sie Meinen Leib, das ist Meine endlos große Liebe,
wohl unterscheiden sollen von der Weltliebe der Menschen!“ [Hi. Bd. 2, S. 227, 14] Der Herr: „Meine Liebe ist das wahre,
große Abendmahl! Wer Meine Gebote hält, welche lauter Liebe sind, der ist es,
der Mich wahrhaft liebt! Wer Mich aber liebt in der Tat, der isset wahrhaft
Mein Fleisch und trinket im rechten Sinne Mein Blut, welches ist das wahre
Brot und der wahre Wein der Himmel! — Wahrlich, wer von dem Brote essen und
von dem Blute trinken wird, den wird nimmerdar hungern und dürsten in
Ewigkeit!“ [Hi. Bd. 2, S. 3, 13-14] Auf die Frage, ob auch ein Laie das
heilige Abendmahl spenden darf, antwortet der Herr: „In der Heiligen Schrift
steht nur: ‚Dies tuet zu Meinem Gedächtnis!‘ — Wer aber das tun solle im besonderen
Sinne, davon steht nichts geschrieben. Daß dies ein jeder, der wiedergeboren
ist, d.h. getauft aus dem Wasser und dem Heiligen Geiste in Meinem Namen, tun
kann, zeigt ja die Schrift klar, die es allen und nicht einzelnen anrät. Wie
jeder gute Christ taufen kann, wenn ein Mensch für die Taufe des Geistes
fähig ist, also ist es auch eine noch größere Pflicht für jeden wahrhaft
evangelischen Christen, so er es tun kann, den Brüdern und Schwestern zu
Meinem Gedächtnis ein rechtes Liebesmahl, bestehend aus Brot und Wein, zu
reichen. — Wahrlich, so oft ihr, die ihr Mich liebet, esset und euch dabei
Meiner erinnert, und besonders, so oft ihr arme Brüder in Meinem Namen
speiset und tränket, so oft nehmet ihr das rechte Liebesmahl in euch auf und
spendet es auch würdigst aus. Denn was ihr den Armen tut, das tut ihr Mir
selbst! — Jedoch wo Ich nicht bin in der Liebe der Menschen und in Meinem
Worte, da sind Brot und Wein nichts wert! — Wo ich aber bin in der Liebe und
im Worte, da bin Ich auch fortwährendes ewiges Abendmahl in jedes Menschen
Herz, Seele und Geist — ohne alle priesterliche Konsekration.“ [Hi. Bd. 2, S. 319, 1, 4-6; 10] Der Herr vor Seiner Himmelfahrt zu
Seinen Jüngern und Aposteln: „Wenn ihr den Geist aus Mir überkommen habet,
dann ziehet aus nach allen Landen der Erde und lehret alle Völker, was Ich
euch gelehrt habe und was ihr gesehen habt und taufet sie dann im Namen des
Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes! — Und die eure Lehre annehmen
und von euch getauft werden, wie Ich getauft ward im Flusse Jordan von
Johannes, über die wird auch alsbald der Heilige Geist aus Mir kommen und in
ihren Herzen zeugen von Mir vor euren Augen.“ [Hi. Bd. 2, 5. 210, 16-17] Jesus: Alle die vollgläubig Meine
Lehre annahmen, wurden von Mir mit Wasser, insgeheim aber mit dem Geiste
Meiner ewigen Liebe und Weisheit getauft und erlangten dadurch die Macht,
„Gottes Kinder“ zu heißen. [Ev. Bd. 1, Kap. 23, 3] Johannes der Täufer auf die Frage nach
Jesu Wasser- und Geistestaufe: „Er ist der Herr und kann sonach tun, was Er
will. Er kann taufen mit Wasser, Feuer und Geist, denn Sein ist alles. — Die
Wassertaufe aber ist nichts nütze dem Menschen, so er darauf nicht getauft
würde mit dem Geiste Gottes.“ [Ev. Bd. 1, Kap. 24, 4-6] Jesus zu dem von Ihm vermählten Paar
Joram und Irhael in Sichar: „Wenn euch Kinder werden, dann erziehet sie in
Meiner Lehre, taufet sie in Meinem Namen auf die Weise, wie da tauft ein
Johannes am Jordan, und wie morgen Meine Jünger viele taufen werden.“ [Ev. Bd. 1, Kap. 36, 17] Jesus: „Wer sich im ernsten
Besserungsvorsatz mit Wasser taufen läßt, soll nicht glauben, das Wasser
reinige sein Herz und stärke seine Seele. Dies bewirkt nur der eigene freie
Wille. Das Wasser ist nur ein Zeichen dafür, daß der Wille, als des Geistes
lebendige Wasser, nun die Seele ebenso gereinigt hat von den Sünden, wie das
natürliche Wasser den Leib reinigt von Schmutze. Wer die Wassertaufe im
wahren, geistigen Sinne genommen hat, der ist vollkommen getauft, wenn vor
der Taufhandlung der Wille im Herzen des Getauften seine Wirkung getan hat.
Ist diese nicht erfolgt, so hat die Wassertaufe nicht den geringsten Wert und
erwirkt weder Segnung noch eine Heiligung.“ [Ev. Bd. 4, Kap. 110, 4-5] Jesus: Die Kindertaufe hat nur einen
äußeren Wert für die Aufnahme in eine Gemeinschaft und für die Namensgebung.
Der Täufer Johannes taufte auch Kinder, die man ihm brachte, wenn sich für
sie gewissenhafte Stellvertreter anboten, die für eine geistige, religiöse
Erziehung der Kinder zu sorgen gelobten. [Ev. Bd. 4, Kap. 110, 6-7] Jesus: „Es ist besser, die Wassertaufe
erfolgt erst dann, wenn ein Mensch bereit und fähig ist, alle Bedingungen zur
Heiligung seiner Seele und seines Leibes aus seiner Erkenntnis und aus
freiwilliger Selbstbestimmung zu erfüllen.“ [Ev. Bd. 4, Kap. 110, 8] Jesus: „Wenn ihr dereinst als
vollendete Jünger und Verkünder Meiner Lehre in einem Hause wohl aufgenommen
werdet, so bleibet dort, unterrichtet die Menschen gut und taufet sie dann in
Meinem Namen mit Wasser, wie es Johannes getan hat. Ich selbst werde sie dann
taufen mit Meinem Geiste von oben.“ [Ev. Bd. 6, Kap. 59, 7] Jesus: „Wie Ich nun euch allen die
volle Freiheit des Glaubens und Handelns gebe, so tuet in Meinem Namen euren
Brüdern dasselbe! Taufet sie im Namen Meiner ewigen Liebe, welche da ist der
Vater — des Wortes, das da ist des Vaters fleischgewordener Sohn — und des
Geistes aller Wahrheit!“ [Ev. Bd. 8, Kap. 20, 16] Einen bekehrten Pharisäer, der es
nicht für ratsam hält, die Menschen auf die drei Begriffsnamen der göttlichen
Wesenheit ‚Vater‘, ‚Sohn‘ und ‚Heiliger Geist‘ zu taufen, weil daraus
Verwirrung oder gar der Glaube an drei verschiedene Götter entstehen könnte,
belehrt Jesus: „Ich kann dennoch nicht umhin, euch allen ans Herz zu legen,
das zu tun; denn unter diesen drei Begriffsnamen ist das Wesen Gottes den
Menschen vollständig dargestellt und erklärt.“ [Ev. Bd. 8, Kap. 24, 1-4] Jesus auf die Frage des römischen
Oberstatthalters Cyrenius: „Getauft bist du zwar noch nicht, aber wer da
glaubt (voll Liebe) wie du, der ist im Geiste so gut wie getauft, und zwar
mit aller Segnung der Taufe!“ [Ev. Bd. 4, Kap. 110, 2] Jesus: „Auch die Kindlein sollen, wenn
sie auf Mein Wort und Meinen Namen getauft werden, den Geistesfunken Meiner
Liebe ins Herz ihrer Seele gelegt bekommen, aber dieser wird nur wachsen bei
einer Erziehung nach Meiner euch bekannten Ordnung, nach der vor allem das
Gemüt und von dem aus erst entsprechend der Verstand gebildet werden soll.“ [Ev. Bd. 4, Kap. 220, 11] Jesus: „Die wahre und bei Mir allein
gültige Taufe ist die mit dem Feuer der Liebe zu Mir und zum Nächsten, mit
dem lebendigen Eifer des Willens und mit dem heiligen Geiste der Wahrheit aus
Gott.“ [Ev. Bd. 4, Kap. 110, 9] Jesus: „Wenn Ich werde auferstanden
sein, dann erst werde Ich selbst euch taufen mit dem heiligen Geiste aus Mir,
und der wird euch dann führen in alle Weisheit und Macht, und ihr werdet
dann, so ihr in Meiner Lehre verblieben seid, alles das als Meine wahren
Kinder vermögen, was Ich nun vermag.“ [Ev. Bd. 5, Kap. 221, 1] Jesus zu neuen Jüngern, die eine
Wassertaufe wünschen: „Es genügt vorderhand, daß ihr die Taufe der Wahrheit
(Meiner Lehre) angenommen habt. Wenn ihr aber bei Meiner Lehre verbleibet,
danach lebt und handelt und die wahre, lebendige Taufe (des Geistes) über
euch kommt, dann könnet ihr auch die (Wasser-) Taufe des Johannes nehmen. Es
wird aber eine Zeit kommen, in der viele Mensche eher die Lebensfeuertaufe
des Heiligen Geistes erhalten werden als die Wassertaufe.“ [Ev. Bd. 6, Kap. 25, 10] Jesus zu indischen Weisen: „Wenn ihr
nach Meinem Worte lebt, so werdet ihr in euch die Taufe des Geistes
überkommen, welche da ist die wahre Wiedergeburt des Geistes in eurer Seele.
Dieser lebendigste Geist alles Lichtes wird euch dann in alle Wahrheit
leiten, und es wird alles hell werden in euch.“ [Ev. Bd. 8, Kap. 17, 1] Jesus zu einem Araber, der um
Sündenvergebung auch für sein Volk bittet: „Jeder Mensch kann die Taufe des
Geistes aus Gott überkommen, wenn er den allein wahren und ewigen Gott
erkennt, an Ihn lebendig glaubt, Ihn über alles liebt und den Mitmenschen wie
sich selbst und so handelt, wie ihm das aus dem Munde Gottes geoffenbart ist.
Aber wer die Weiber mehr liebt als Gott, der bleibt in seinen Sünden!“ [Ev. Bd. 8, Kap. 195, 1-2] Jesus: „Wer Mich sieht und hört, der
glaubt und kann auch leicht nach Meinem Worte leben und handeln. Aber wer
Mich künftighin nicht mehr in Meinem Fleische sieht, der wird es schwerer
haben, in das wahre, lebendige Reich Gottes zu gelangen; denn er wird es nur
glauben müssen, was ihm die Boten von Mir erzählen. Wenn er aber das
Vernommene willig in sein Herz aufnimmt und eine rechte Freude daran hat,
dann wird alsbald die Taufe des Geistes aus Mir über ihn kommen, und er wird
in ihr das geöffnete Tor ins Gottesreich erschauen.“ [Ev. Bd. 9, Kap. 58, 2-3] Antwortbrief des Herrn Jesus an den
Fürsten Abgarus Ukkama in Edessa: „Wenn Mein Jünger zu dir kommen wird, der
wird dich in alles leiten. Und so du durch ihn auf Meinen Namen getauft
wirst, dann wird der Geist Gottes über dich kommen und selbst dich in allen
Dingen unterweisen.“ [Bw. Antw. 5, 5] Paulus an die Gemeinde in Laodizea:
„Ihr seid beschnitten worden ohne Hand und Messer durch den Heiligen Geist,
indem ihr abgelegt habt euer sündiges Leben, welches war eine mächtige Wurzel
in eures Leibes Fleisch; und das war eine wahre, lebendige Beschneidung in
Christo! Denn da seid ihr in eurem sündigen Fleische mit Christus für die
Welt begraben worden durch die Taufe mit dem Heiligen Geiste und seid dann
wieder durch Christus neu auferstanden durch den lebendigen Glauben und durch
die Liebe zu Ihm!“ [Lao. Kap. 1, 24-25] 08.07. Die
geistige Neu- oder Wiedergeburt
Jesus: „Jeder Mensch, der sich selbst
und Gott wahrhaft erkennen will, muß in sein Herzlebenskämmerlein auf dem Wege
der äußersten Demut und Fügsamkeit eingehen und das aus ihm empfangene Leben
geistig zurückgeben. Wenn ein Mensch das tut, so erweitert er das
Lebenskämmerlein und erleuchtet es durch und durch. In diesem Kämmerlein
wohnt der eigentliche Geist aus Gott, und wenn die Seele des Menschen in dies
Kämmerlein durch die rechte Demut, Fügsamkeit und die Liebe zur ewigen Liebe
Gottes eingeht, so einigt sich dadurch die Seele mit dem ewigen Geiste aus
Gott und dieser mit der Seele, und das ist dann die Wiedergeburt der Seele im
Geiste aus Gott.“ [Ev. Bd. 8, Kap. 57, 11-12] Jesus: „Wenn der Mensch in diese Welt
kommt, wird ei der Seele nach völlig von der Allmacht Gottes getrennt und ist
in allem seinem eigenen Wollen und Erkennen anheimgestellt. Erst wenn er durch
den Unterricht seiner Eltern und weiser Lehrer zur Erkenntnis Gottes gelangt,
sich dann gläubig an Ihn wendet und Ihn um Seinen Beistand anfleht, fängt von
der göttlichen Seite das Einfließen an, und die Seele des Menschen geht in
ein klareres Erkennen über und daraus immer mehr in die Liebe zu Gott; sie
ordnet dann ihren Willen dem erkannten Willen Gottes unter und einigt sich so
mit dem Geiste Gottes und wird dadurch nach und nach ebenso vollkommen durch
den Geist Gottes in ihr, wie dieser Geist selbst vollkommen ist, bleibt aber
dabei doch in allem völlig frei und selbständig, wie Gott an und für sich
ewig vollkommen frei und selbständig ist.“ [Ev. Bd. 9, Kap. 171, 4] Jesus: „Je tätiger es in einer Seele
zugeht, desto heller wird es in ihr; denn das Grundelement des Seelenlebens
ist das Feuer der Liebe. Je heftiger dieses Element zu wirken beginnt, desto
mehr Licht verbreitet es, und die Seele erkennt in solchem erhöhten
Lebenslichte immer mehr die inneren Lebensgeheimnisse. Dieses tiefere Schauen
und Begreifen verschafft der Seele einen neuen Mut, Gott noch viel inniger zu
bewundern und zu lieben, und diese Liebe ist schon ein erster Funke des Gottesgeistes
in der Seele, der wächst und sich gewaltig mehrt (durch erhöhte
Liebestätigkeit), und bald werden Seele und Geist völlig eins; die Seele wird
dann durch den Geist Gottes in alle Wahrheit und Weisheit geleitet.“ [Ev. Bd. 5, Kap. 124, 10] Jesus: „Solange der Mensch auf dieser
Erde in Zeit und Raum lebt, kann er das Ewige und Unendliche des Geistes niemals
weder mit seinem Verstande noch mit einem äußeren Leibessinn erfassen und
begreifen. Aber wenn der Geist Gottes, der die reinste Liebe ist, des
Menschen geläuterte Seele völlig durchdringt, durchleuchtet und mit dem
ewigen Leben erfüllt, dann wird sie mit Gott eins und dringt auch in die
endlosen, ewigen Tiefen Gottes und kann sie begreifen. Und das ist die
Bedeutung der Verheißung, daß ein vollkommener Mensch in seinem Geiste Gott
schauen wird von Angesicht zu Angesicht!“ [Ev. Bd. 10, Kap. 144, 11] Jesus: „Ihr sollet vollkommen sein,
aber nicht durch Wissen und Erfahrung allein, sondern durch die lebendige
Liebe zu Gott und zum Nächsten; dies ist das große Geheimnis eurer
Wiedergeburt im Geiste. Doch muß jeder zuvor durch die enge Pforte der
Selbstverleugnung gehen, jeder muß aufhören, für sich etwas zu sein, um in
Mir alles werden zu können!“ [Ev. Bd. 4, Kap. 1, 4-5] Jesus: „Die Hauptsache ist und bleibt
das unablässige Streben nach der vollen Wiedergeburt des Geistes in der Seele;
denn durch sie allein erst wird der Mensch in alle Wahrheit und Weisheit
gehoben und hat dann ein vollkommenes, zusammenhängendes Licht vom Irdischen
bis ins reingeistig Himmlische und mit dem Lichte auch das ewige Leben, was
doch endlos mehr ist als alle Wissenschaft in den Dingen der Natur.“ [Ev. Bd. 7, Kap. 183, 13] Jesus: „Gott ist für den Menschen so
lange nicht vorhanden, bis der Mensch durch Meine Lehre Gott erkennt und
durch den lebendigen Willenseifer der Liebe all sein Handeln und Lassen nach
Gottes allerhöchstem Willen einrichtet. Dadurch wird Gottes Ebenbild im
Menschen lebendig und durchdringt bald sein ganzes Wesen. Dann erst geschieht
es, daß der Mensch in alle Tiefen der Gottheit dringt; denn das Ebenbild
Gottes im Menschen ist ein vollkommenes Ebenmaß Gottes. Dann ist alles im
Menschen geheiligt und die wahre Taufe der Wiedergeburt des Geistes erlangt.“
[Ev. Bd. 4, Kap. 110, 10-11] Jesus: Es wird durch des Geistes
Wiedergeburt in die Seele hinein nicht der Seele ihr eigener freier Wille genommen,
und auch ihr äußeres Erkennen verbleibt ihr.“ [Ev. Bd. 4, Kap. 225, 8] Jesus zu dem Römer Agrikola: „Wird
eine Seele schon von Jugend an vernünftig so geleitet und geübt, daß sie
stets mehr Herr ihres Fleisches wird und ihm nicht mehr gewährt, als was ihm
von Natur aus nach Meiner Ordnung gebührt, so wird solch einer Seele alle
Welt mit ihren Schätzen und Lustreizen gleichgültig, und die nun im Geiste
starke Seele ist dadurch nicht nur Herr ihres Leibes und seiner
Leidenschaften, sondern auch ein Herr über die gesamte Natur der Welt und
über die Mächte der Hölle!“ [Ev. Bd. 8, Kap. 12, 16] Jesus: „Sieht der Mensch auch mit
seinem Verstande all das Gute und Wahre klar ein, sein Herz ist aber dabei
noch voll von allerlei weltlichen Dingen, so kostet es den Menschen noch
manchen harten Kampf mit seiner Welt, bis sie aus dem Herzen und dessen
Willen geschafft wird und der Mensch dann nur das liebt und will, was er als
gut und wahr erkennt. Wenn erst die Liebe, der Wille und der von göttlichem Wahrheitslicht
erfüllte Verstand in allen Taten eins geworden sind, so ist der Mensch in die
Wiedergeburt seiner Seele im Geiste aus Gott eingegangen.“ [Ev. Bd. 9, Kap. 103, 5-6] Jesus, der Herr, zu hochgestellten
Römern: „Je mehr Liebe ein Mensch zu Gott und zum Nächsten in sich lebendig
zu fühlen anfängt, und je barmherziger in seinem Gemüte er wird, desto größer
und stärker ist auch der Geist Gottes in seiner Seele geworden. Denn die
Liebe zu Gott und daraus zum Nächsten ist ja eben der Geist Gottes in der
Seele des Menschen. Wie diese zunimmt und wächst, also auch der Geist Gottes
in ihr. Ist endlich der ganze Mensch zur reinen und wohltätigsten Liebe
geworden, dann ist auch die völlige Einung der Seele mit dem Geiste aus Gott
erfolgt, und der Mensch hat für ewig das von Gott ihm gestellte höchste Ziel
des Lebens erreicht. Gott selbst ist in sich ja die allerhöchste und reinste
Liebe, und so ist es auch der in jedem Menschen wohnende Geist aus Gott.“ [Ev. Bd. 7, Kap. 223, 10-11] Jesus, der Herr, zu vornehmen Römern:
„Wird die Seele durch ihr freies Wollen ganz ähnlich der Liebe des Geistes
aus Gott, so ist es klar, daß sie mit dem Geiste aus Gott in ihr eins wird
und dann auch vollendet ist. Die wahre, reine und lebendige Liebe ist höchst
uneigennützig, tätig, voll Demut, Geduld und Erbarmen; sie fällt niemals
jemandem unnötig zur Last und duldet alles gern; sie hat kein Wohlgefallen an
der Not ihres Nächsten, sondern sie hilft unermüdlich jedem, der einer Hilfe
bedarf. — So ist die reine Liebe auch im höchsten Grade keusch und hat keine
Freude an der Begierde des Fleisches, aber eine desto größere Lust an der
Gesittung des Herzens. Wenn des Menschen Seele also beschaffen sein wird
durch ihr freiwilliges Streben, dann ist sie schon gleich ihrem Geiste und in
Gott vollendet.“ [Ev. Bd. 7, Kap. 223, 12-15] Jesus zu einem liebreichen Mägdlein:
„Du wirst eher noch, als du denkst, in den Zustand, den Ich dir als den
vollkommenen und gottähnlichen gezeigt habe, gelangen; denn du hast schon die
rechte Liebe zu Mir und zum Nächsten. Diese Liebe ist das einzige und
sicherste Vereinigungsmittel des Geistes mit der Seele, weil solche Liebe in
der Seele eigentlich schon der Geist Gottes ist. Laß ihn durch gute Taten in
dir stark werden, und du wirst dich bald von seiner wunderbaren Macht und
Kraft überzeugen.“ [Ev. Bd. 9, Kap. 108, 9] Der Erzengel Raphael: Der Weg zur
Wiedergeburt ist ein Kampf des inneren geistigen gegen den äußeren fleischlichen
Menschen. [Ev. Bd. 3, Kap. 61, 5-8] Jesus: „Wenn eine Seele von ihrem Hochmut
absteht und sich demütigt, dann löst sie sich stets mehr von ihres Leibes
grobem Fleische und steht mit ihm nur noch durch den mit ihr verwandten
Nervengeist im Verbande. Ist dieser Zustand eingetreten, dann wird die Seele
in sich lebenfühlend. Nimmt sie zu in der Nächstenliebe, und dadurch auch in
der reinen Liebe zu Gott, den sie in ihrer Demut leicht findet, so ruft sie
dadurch auch ihren jenseitigen Geist aus Gott wach (im Bewußtsein der Seele)
und fängt an, sich mit ihm zu einen. Wenn aber das geschieht, dann geht die
Seele schon in das vollkommene ewige Leben ein, das in ihr zur vollen
Klarheit wird.“ [Ev. Bd. 6, Kap. 111, 5] Jesus: „Wer nach Meiner Lehre eine
baldige, volle Wiedergeburt seiner Seele im Geiste wünscht, der führe ein möglichst
keusches Leben und lasse sich nicht betören vom Fleische der Weiber; denn
dieses zieht den Lebenssinn der Seele nach außen und verhindert dadurch gewaltig
die Wachwerdung (Wirksamkeit) des Geistes in der Seele, ohne die keine volle
Wiedergeburt der Seele in ihrem Geiste denkbar ist.“ [Ev. Bd. 8, Kap. 41, 7] Der erleuchtete Seher Philopold: „Wenn
ein Mensch die Liebesgebote Jesu tatkräftig befolgt, vermag der Geist als
Gott im Menschen die Seele zu durchdringen und diese sich ebenbürtig zu
machen. So wird der naturmäßige Mensch zum Gotteskinde, das sich aller
Vollkommenheit erfreut, wie sie in Gott selbst vorhanden ist.“ [Ev. Bd. 3, Kap. 221, 8-9] Jesus: „Die Neu- oder Wiedergeburt
werdet ihr erst dann völlig verstehen, wenn Ich als der Menschensohn gleich
dem Elias von dieser Erde entrückt sein werde! Darauf erst werde Ich aus den
Himmeln Meinen Geist voll Wahrheit und Kraft über die Meinen ausgießen,
wodurch die volle Wiedergeburt im Geiste ermöglicht wird.“ [Ev. Bd. 3, Kap. 171, 4-5] Jesus: „Um Rückfälle einer sich
läuternden Seele zu verhüten, habe Ich nun den neuen Weg angebahnt, daß Mein
Geist, den Ich nun als einen Funken Meiner Vaterliebe in das Herz einer jeden
Seele lege und gelegt habe, durch eure Liebe zu Mir und daraus um Nächsten genährt
werde, in eurer Seele wachse und nach Erreichung der rechten Kraft sich
völlig mit der gebesserten Seele vereine, welcher Akt dann die Wiedergeburt
des Geistes heißen soll und wird.“ [Ev. Bd. 4, Kap. 220, 8] Jesus: „Der Funke Meiner Liebe wird in
das Herz einer Menschenseele erst dann gelegt in aller Fülle, wenn ein Mensch
Mein Wort vernommen und es in seinem Gemüte gläubig mit aller Liebe zur
Wahrheit angenommen hat. Solange dies nicht der Fall ist, kann kein noch so
seelenvollkommener Mensch zur Wiedergeburt des Geistes gelangen!“ [Ev. Bd. 4, Kap. 220, 10] Die Wiedergeburt der Seele ist die
Vereinigung von Seele- und Geistmensch. [Ev. Bd. 11, Kap. 50, 10; 52, 1 ff] Die Wiedergeburt des Geistes
(Vereinigung von Gottes- und Menschengeist) ist erst seit der Himmelfahrt des
Herrn in Seinem Reiche möglich. [Ev. Bd. 11, Kap. 50, 13; 52, 3 f.] Jesus: „Durch die Ausgießung des
heiligen Geistes werden von Adam an alle an der vollen Wiedergeburt im Geiste
teilnehmen, die auf Erden geboren wurden und in ihrem Leibesleben wenigstens
eines guten Willens waren.“ [Ev. Bd. 3, Kap. 171, 7] Der Erzengel Raphael: „Wer nur seinen
Verstand zu Rate zieht, ohne sein Herz zu erwecken und zu befragen, wird die
Erfüllung der verheißenen geistigen Wiedergeburt auf Erden nie und im
Jenseits nur schwer erleben.“ [Ev. Bd. 3, Kap. 243, 7 und 9] Der Herr zu dem frommen Ahbel: „Sei
den Deinen ein wahres Bild dessen, der einst kommen wird in der großen Zeit der
Zeiten, welcher sein wird der Weg, das Licht, die Wahrheit und das ewige
Leben als alleiniger Überwinder des Todes. Du aber bist frei als ein Engel
und wirst aufgenommen werden, nachdem das Bild des großen Kommenden in kurzer
Zeit (in dir) ganz vollendet wird, dessen du dich aber erst durch deine
steigende Demut, Liebe und große Frömmigkeit ganz fähig und tauglich machen
mußt trotz aller Verfolgungen und Mißhandlungen, die dich noch treffen werden
von deinen Brüdern und Schwestern um der Verherrlichung Meines Namens
willen.“ [H. Bd. 1, Kap. 14, 5] Henoch, der liebeweise Künder der
Urzeit: „Wenden wir unser Herz der Welt zu, dann ist es bei uns Winter, und
das zu kurz dauernde Gnadenlicht vermag da die Geisteswärme in uns nicht zu
lösen; wenn wir aber unsere Herzen beständig zum Herrn kehren, da wird das
lange, ja fortwährende Gnadenlicht die geistige Lebenswärme in uns bald
entbinden, und wir selbst werden dann uns erheben zum ewigen Wachsein im
Lichte des Herrn!“ [H. Bd. 1. Kap. 64, 13 und 17] Jesus fordert den einstigen Bischof
Martin im Jenseits auf: „Ich will, daß du diese großen, reinen Schönheiten
der Sonnenmenschen schauest, damit du in ihrem Lichte deine eigene seelische
Häßlichkeit erkennest, auf daß sie dadurch zerbreche, mürbe und reif werde,
damit dann dein Geist in ihr erstehe und dich zu einem neuen Geschöpf
umgestalte! Denn siehe, du bist noch lange nicht wiedergeboren aus dem
Geiste!“ [BM. Kap. 47, 35-36] Der Herr: „Die erste Bedingung alles
Seins ist und bleibt ewig die Liebe! — Aber wohlgemerkt, die rechte Liebe
nur, wie Ich als die Ewige Liebe selbst sie alle Menschen gelehrt und
uranfänglich jedem Menschen ins Herz gelegt habe. So jemand diese wahre Liebe
in seinem Herzen auszubilden sucht nach Meiner Lehre, dann wandelt er den
vollkommen rechten Weg zur wahren Wiedergeburt.“ [Hi. Bd. 2, S. 403, 1] Der Herr zum Geburtstag eines
Freundes: „Es ist Mir lieb, daß du von deinem Geburtstage nichts weiter
hältst, als daß du um ein Jahr älter geworden bist. — Freilich wäre es Mir
sehr lieb, wenn du auch schon einen vollen geistigen Geburtstag hättest! Aber
da hapert es bei dir nun noch ein wenig. — Wenn es auf der Welt keine schönen
Mägde gäbe, da hättest du schon lange einen vollen geistigen Geburtstag, aber
wegen der schönen Töchter Evas bleibst du noch immer beim halben. Dennoch
gratuliere Ich dir immerhin auch zu diesem halben; denn der halbe geistige
ist besser als tausend irdische. — Trachte aber nun danach, daß du bald zu einem
ganzen geistigen Geburtstag gelangest! Der wird dir alles geben, wonach der
bessere Teil deiner Seele dürstet!“ [Hi. Bd. 2, S. 434, 3-6] Jesus im Paradies: „Es hat wohl jeder
vollendete Geist eine eigene große Kraft, mit der er vieles wirken kann. Aber
was er tut wie aus sich selbst heraus, das gereicht ihm vor Mir zu keinem
Verdienste, da er dadurch nur ein Arbeiter für sein eigenes Haus ist. Wenn er
aber, Meine Kraft in sein Werk aufnimmt, so arbeitet er in Meinem Hause, und
diese Arbeit wird ihm zu einem rechten Verdienst angerechnet!“ [Rbl. Bd. 1, Kap. 103, 9] Der Herr: „Ihr müßt zuerst gesichtet
werden im Fleische und dann befreit werden in eurer Seele von den bösen
Kröpfen (= Weltsinn), die vom Fleisch in sie eingewachsen sind; und darauf
soll der Geist frei werden zur vollen Inbesitznahme der Seele und durch diese
des Fleisches, damit dann Raum werde in eurem Herzen für Mich, und daß Ich
dort — in diesem Jerusalem — durch das Werk der Erlösung Mich selbst vollende
im Menschen, damit der Mensch dadurch vollendet werde in sich durch Mich und
wiedergeboren durch Meine Vollendung in ihm.“ [Hi. Bd. 1, S. 239, 3] Jesus: „Wer durch den festen,
lebendigen Glauben, durch die Liebe zu Gott und zum Nächsten die argen
Leidenschaften seines Fleisches bekämpft und völlig Herr über sie wird, der
befindet sich dadurch im ersten Grade der wahren, inneren Lebensvollendung.
Macht dann der Mensch mit seinen Sinnen einen festen Bund, daß sie sich von
allen irdischen Anreizungen abwenden und sich ganz dem reingeistigen Wesen
zukehren, so ist das schon ein sicheres Zeichen, daß der innere Geist aus
Gott die Seele ganz durchdrungen hat, und der Mensch befindet sich jetzt im
zweiten Grade der inneren, wahren Lebensvollendung. In diesem Grade ist dem
Menschen jene Stärke und Lebensfreiheit zu eigen, daß er, weil erfüllt vom
Geiste Gottes, keine Sünde mehr begehen kann.“ [Ev. Bd. 7, Kap. 155, 6-8] Jesus: „Ein dritter und allerhöchster
Grad der Lebensvollendung besteht darin, daß der Mensch, wohl wissend, daß er
nun als ein mächtiger Herr der ganzen Natur ohne Sünde tun kann, was er nur
immer will, dennoch seine Willenskraft und Macht demütig und sanftmütig im
Zaume hält und nicht eher etwas tut, als bis er unmittelbar von Gott aus dazu
berufen wird. Denn ein hochvollendeter Geist erkennt, daß zwischen dem
sonderheitlichen Willen Gottes in ihm und dem freiesten, endlos allgemeinen
Willen in Gott ein großer Unterschied besteht, weshalb er dann seinen
sonderheitlichen Willen ganz dem allgemeinen göttlichen Willen unterordnet.
Wer das tut, der ist in sich zur innersten, allerhöchsten Lebensvollendung,
dem dritten Grade, gelangt, ist völlig eins mit Gott und besitzt gleich Ihm
die höchste Macht und Gewalt über alles im Himmel und auf Erden! — In diesem
höchsten Grade der Lebensvollendung befinden sich die Erzengel.“ [Ev. Bd. 7, Kap. 155, 10-15] Jesus zu dem Römer Agrikola über das
Wesen des Erzengels Raphael: „Siehe, dieser Jüngling ist schon lange ein
reiner Geist, er hat bereits einmal als Mensch im Fleische dieser Erde
gelebt. Sein Name war Henoch, und er war ein Prophet und Gotteslehrer der
ersten Nachkommen Adams. Da seine Seele in jener Urzeit der ersten Menschen
dieser Erde in der höchsten, reinsten Liebe zu Gott entbrannte, so löste
solche Liebe seinen Leib in eine ätherische Substanz auf, mit der die freie
Seele bekleidet ward, und sie wurde sofort für immer ein Erzengel der Himmel
Gottes, d.h. der höchsten göttlichen Freiheit.“ [Ev. Bd. 7, Kap. 67, 6 und 7] Jesus: „Ist ein Mensch von vollendet
guter Art und in seiner Seele vom göttlichen Geiste erfüllt, so wird seine Außenlebenssphäre
auch stets kräftiger und in weite Fernen reichend. Wenn sich einem solchen
Menschen reißende Tiere nahen, so werden sie von seiner Außenlebenssphäre
durchdrungen und gesänftigt, sind voll Freundlichkeit und tun ihm nichts
zuleide. Der Mensch wird ihnen sogar mit seinem Willen gebieten, und sie
werden sich ihm gehorsam erweisen. Beispiele davon findet ihr bei den
Urvätern und Propheten, und nun habt ihr das schon an Meiner Seite selbst
vielfach erfahren. Denn Ich habe die am weitesten reichende Außenlebenssphäre
von höchster Kraft, Güte und Vollkommenheit — und ihr durch Mich!“ [Ev. Bd. 8, Kap. 102, 5-7] Der Herr: „Als Folge der Wiedergeburt
darf man nicht irgend läppische Wunderdinge erwarten, sondern ganz natürliche
Früchte eines gesunden Geistes und einer durch ihn gesund gewordenen Seele.
Wer aber die Wiedergeburt erreichen möchte wegen allerlei Wundereigenschaften,
der darf versichert sein, daß ihm solche Gnade nicht zuteil wird.“ [Ed. Kap. 70, 22 und 24] Der Herr: „Ohne Sünde sein heißt: sich
im höchsten Grade der Demut und Liebe befinden. Das Gesetz Gottes muß zur
eigenen Natur eines solchen Menschen werden und es immerdar sein.“ [Ed. Kap. 72, 5] Jesus: „Wer sich prüfen will, ob er in
der Demut ganz vollendet ist, der frage sein Herz, ob er noch durch irgend
etwas beleidigt werden kann und ob er seinen Beleidigern und Verfolgern aus
vollem Herzen vergeben kann und Gutes tun denen, die ihm Arges zugefügt haben;
ob er keine Sehnsucht nach Weltherrlichkeit fühlt, ob es ihm angenehm ist,
als der Geringste unter den Geringen jedermann zu dienen. Wer das alles ohne
Trauer und Wehmut vermag, der ist schon hier ein Einwohner der höchsten
Himmel Gottes und wird es bleiben in Ewigkeit; denn durch solch eine gerechte
Demut wird nicht nur die Seele völlig eins mit ihrem Geiste, sondern auch zum
größten Teil der Leib, und solch ein Mensch wird den Tod nie fühlen und
schmecken!“ [Ev. Bd. 4, Kap. 83, 8-9] Jesus: „Prüfet euch sorgfältig, ob
nicht noch starke weltliche Vorteilsgedanken euer Herz beschleichen, ob nicht
zeitweiliger Hochmut, eine zu überspannte Sparsamkeit, Ehrsucht,
richterlicher Sinn, Rechthabelust, fleischliches Gelüst und dergleichen euer
Herz und eure Seele gefangenhalten?! — — So lange das der Fall ist, werdet
ihr nicht zur Erfüllung Meiner Verheißungen gelangen.“ [Ev. Bd. 5, Kap. 125, 2] Jesus: „Eine lebensvollkommene Seele
hat neben der wunderbaren Kraft, über alle Kreatur zu gebieten, auch die
besondere Eigenschaft, die Gedanken der Menschen zu erkennen und sogar zu
sehen, was in jemandes Herzen vorgeht. Sie erkennt mit ihrer höchst
intensiven Außenlebenssphäre oft schon auf weite Entfernung, was ein Mensch
denkt oder will.“ [Ev. Bd. 4, Kap. 221, 8] Jesus: „Hätte Moses zu seiner höchst
vollendeten Seele auch des Geistes Eingeburt erreichen können — die ihm erst
dann zuteil wird, wenn Ich aufgefahren sein werde —‚ so hätte der größte
Prophet der Erde allen Sternen neue Bahnen bestimmen können, so wie er dem
Granitfelsen gebot, eine reiche Wasserquelle springen zu lassen. Er befahl es
den gebannten Geistern, und diese verstanden wohl die Sprache Mosis und
wurden tätig nach seinem Willen. Ich sage euch noch hinzu, daß solches bei
den Menschen auch jetzt stattfindet und fürderhin stattfinden wird.“ [Ev. Bd. 4, Kap. 262, 2 und 4] Jesus: „Ist eine Menschenseele ganz
rein, gesund und kräftig, so fängt sie an, den Überfluß ihrer Außenlebenssphäre
über die Grenzen ihres Leibes hinauszustrahlen und das umso weiter, je
lebensgediegener sie wird. Hat es eine Seele einmal zum höchstmöglichen
Lichte gebracht, so wird ihre Außenlebenssphäre auch die weiteste und
stärkste Auswirkung erreichen, wodurch sie dann als Beherrscherin aller
Kreatur dasteht und sich mit allen in rechter Nähe stehenden Wesen
verständigen kann.“ [Ev. Bd. 4, Kap. 261, 1 und 7] Jesus: „Ihr brauchet eure Seele nicht
darum zu vollenden, um die wunderbaren Fähigkeiten der alten Väter zu
erlangen — denn das gibt keiner Seele ein wahres, seligstes, ewiges Leben —
sondern von nun an hat jeder von euch die neue Möglichkeit, durch die
Befolgung Meines Wortes zur Wiedergeburt des Geistes in seine Seele (hinein)
zu gelangen. Wer diese erreicht hat, wird in einem Augenblicke leichter alle
Sternenwelten durchschauen und sogar deren Sprache hören und verstehen, als
die alten Seher und Wundertäter ihre nahe Umgebung zu durchschauen und zu
beurteilen vermochten.“ [Ev. Bd. 4, Kap. 263, 3] Der Erzengel Raphael: „Wie kann ein
Mensch es erfahren, ob seine Seele eins geworden ist mit dem Geiste Gottes in
ihr? — Wenn du in dir keinen Hochmut, keinen unnötigen Ehrgeiz, keine
Ruhmsucht, keinen Neid, keine Hab- und Glanzsucht, keine unbillige
Eigenliebe, aber dafür desto mehr Liebe zum Nächsten und zu Gott lebendig
fühlst und es dir eine wahre Herzensfreude macht, dein Hab und Gut an
notleidende Brüder und Schwestern zu verteilen, ja, wenn du ein aufrichtiges
Leid in deinem Herzen fühlst, irgendeinem Armen nicht helfen zu können, wenn
dir Gott alles und die ganze Erde mit ihren Schätzen nichts ist, dann ist
deine Seele völlig eins mit dem Geiste Gottes in ihr, hat das vollkommene
ewige Leben erreicht, ist weise und, wo nötig, wundertatkräftig.“ [Ev. Bd. 5, Kap. 51, 4] Der Erzengel Raphael: „Erst wenn der
Geist mit seinem mächtigen Licht in der Seele zur vollen Tat wird, dann kehrt
alle Erinnerung in die Seele zurück, jedoch in einem verklärten Lichte. Da
gibt es keinen Trug und keine Täuschung mehr, sondern nur eine hellste,
himmlische Wahrheit, und die Seele ist dann eins mit ihrem göttlichen Geiste,
alles in und außer ihr wird zur höchsten Wonne und Seligkeit.“ [Ev. Bd. 4, Kap. 120, 19] Jesus: „Mit der Kraft Meines Namens
werdet ihr nach Meinem in eurem Herzen sich klar offenbarenden Willen
wahrhaft Wunder zu wirken imstande sein. Daher machet vor allem Meinen
göttlichen Willen vollkommen zu dem euren, und es wird euch unmöglich etwas
mißlingen, das ihr aus Meiner ewigen Ordnung heraus wollet.“ [Ev. Bd. 5, Kap. 75, 7] Jesus zu einem eifrig forschenden
römischen Oberstadtrichter: „Wenn du in deiner Seele in dem wahren Geiste
Gottes wiedergeboren wirst, so wird dir klar werden, wie die Liebe Gottes
durch die Liebe ihrer Kinder zu Ihm in sich stets mächtiger wird und ebenso
auch die Liebe Gottes (zu Gott) in den Kindern.“ [Ev. Bd. 10, Kap. 171, 7] Jesus: „Wer Gott und den Nächsten eines
anderen Beweggrundes wegen als Gott um Gottes und den Nächsten um des
Nächsten willen liebt, der kommt nicht zur völligen Wiedergeburt, weil diese
eine unmittelbare Verbindung zwischen Gott und dem Menschen ist. Durch seine
eigenliebige Absicht setzt der Mensch stets eine das geistige Licht nicht
durchlassende Scheidewand zwischen sich und Gott und kann darum nicht völlig
eins werden mit dem Geiste Gottes.“ [Ev. Bd. 5, Kap. 160, 5-6] Jesus zu einem römischen Hauptmann:
„Es versteht sich von selbst, daß ein Mensch, der seinen Willen vollkommen
mit dem Willen Gottes geeint hat, teilweise auch die göttliche Weisheit zu
der seinen gemacht hat. Ein solcher Mensch wird dann auch einsehen, ob das,
was er will, gut und weise ist. Und so wird er mit Gott nur etwas Rechtes
wollen, und was er also will, das wird auch geschehen, wenn der Mensch nicht
daran zweifelt. Zweifelt aber ein Mensch daran, so ist solcher Zweifel eine
Folge der noch nicht völligen Einigung seines Willens mit dem Willen Gottes.“ [Ev. Bd. 6, Kap. 135, 8] Jesus: „Sehr viel liegt daran, die
Gedanken im Herzen eines Menschen zu prüfen. Wer das kann, der ist gleich
Gott allwissend, allsehend und allfühlend. Die nach Meiner Lehre leben und
dadurch die Wiedergeburt des Geistes in ihrer Seele erreichen, werden auch
das vermögen.“ [Ev. Bd. 6, Kap. 158, 11] Der Herr: „Liebe zu Mir, große
Herzensgüte, Liebe zu allen Menschen, das ist in einem Bündel beisammen das
echte Zeichen der Wiedergeburt. Wo aber dieses fehlt, und wo die Demut noch
nicht für jeden Stoß stark genug ist, da nützen weder Heiligenschein noch
Kutte, noch Geistervisionen etwas, und derartige Menschen sind dem Reiche
Gottes oft ferner als andere mit einem sehr weltlich aussehenden Gesicht.“ [Ed. Kap. 70, 25] Der Herr: „Die echten Zeichen der
Wiedergeburt sind inwendig im Menschen und werden nur dann außen sichtbar,
wenn es vonnöten ist. Die Gabe der Weissagung hat der Wiedergeborene nur
dann, wenn er sie braucht und Mich darum bittet; denn niemand kann weissagen
als Ich allein!“ [Ed. Kap. 70, 15-16] Gleichnis Jesu von dem Kaufmann und
der unschätzbaren Perle. Ober dessen Bedeutung sagt der Herr: „Ist die
Wiedergeburt der Menschenseele in ihrem Urlebensgeiste aus Gott nicht wert,
daß ein Mensch auf alle Weltschätze verzichtet und aus allen seinen Kräften
nur nach dieser größten Lebensperle trachtet!?“ [Ev. Bd. 8, Kap. 61, 9-10] Der Herr: „Das Hauptziel der
Saturnbewohner ist die vollkommene Einswerdung mit dem ‚Großen Geiste‘ und Seinem
Willen. Dabei haben die Saturnmenschen das unerschütterliche Verlangen, dem
göttlichen Willen ewig treu zu verbleiben. Und dieser überaus bestimmte und
feste Wunsch ist dann der innerste Gottesdienst von der vollkommenst
geistigen Art eines jeden wiedergeborenen Saturnbewohners. — Diesen Zustand
können auf dem Saturn Menschen jeden Geschlechts und Alters erreichen.“ [Sa. Kap. 45, 12-14] 08.08.
Kreuzesopfer, Auferstehung und Himmelfahrt Jesu Christi
Ein Engel erklärt dem Mägdlein Jarah
die Bedeutung ihrer Träume von der Kreuzigung und Auferstehung des Herrn. Er
sagt: „Was du vor drei Tagen, als du von der Kreuzigung Jesu träumtest,
gesehen hast, muß also geschehen nach dem Ratschlusse Gottes, da sonst nie
ein Mensch selig werden und zur Anschauung Gottes gelangen könnte. Der da
gekreuzigt wird, ist Gottes Sohn, und Gott ist in Ihm. Aber am dritten Tage
wird dieser Sohn Gottes aus höchst eigener Macht wieder vom Tode Seines
göttlichen Fleisches auferstehen und herrschen fortan über die ganze
Unendlichkeit, Seines Reiches und Seiner Herrschaft wird ewig kein Ende sein,
und vor Seinem Namen werden sich beugen alle Mächte!“ [Ev. Bd. 2, Kap. 120, 9] Jesus zu dem Römer Agrikola, der mit
römischer Gewalt die Tempelpriesterschaft zu Jerusalem vernichten will, um
Jesu Kreuzigung zu verhindern: „Mein sehr lieber Freund, es kostet Mich nur
einen Wink, und zahllose Scharen der mächtigsten Engel stünden Mir zu Gebote,
von denen einer hinreichen würde, diese Erde und den sichtbaren Himmel in
einem Augenblick zu vernichten! Aber darum bin Ich ja nicht in diese Welt
gekommen, daß Ich sie richte und verderbe, sondern darum, daß sie durch Mich
vom Untergang errettet werde. Und so muß Ich den Menschen, wie sie auch sind,
ihren freien Willen lassen, selbst dann, wenn sie sich an Meinem Leibe vergreifen
wollen; denn wirke Ich da mit Meiner göttlichen, Mir vom Vater gegebenen
Willensmacht entgegen, so tötete dies jedes Menschen Seele, und niemand
könnte an ein ewiges Leben nach dem Abfall des Fleisches denken und darauf
hoffen.“ [Ev. Bd. 7, Kap. 51, 2] Jesus zu scheidenden römischen
Freunden: „Ich werde es in nicht gar ferner Zeit selbst zulassen — zum
Gericht aller Frevler und zum Heil der Meinen —‚ daß Mich die Menschen
ergreifen und Meinen Leib töten, und zwar am Kreuze wie einen gemeinen
Verbrecher. Wenn ihr davon hören werdet, dann ärgert euch nicht über Mich, sondern
bleibet im Glauben an Mich und in der Liebe zu Mir, und ihr werdet dadurch
teilhaben an dem Werke der Erlösung aus den harten Banden der Sünde und des Todes.
Obschon dieser Mein Leib von den Frevlern getötet wird, so werde Ich aber
dennoch schon am dritten Tage den getöteten Leib wieder beleben und
auferstehen als ein ewiger Sieger über den Tod und alles Gericht. — Dann
werde Ich auch zu euch nach Rom kommen und euch selbst überzeugen von dem,
was Ich nun zu euch geredet habe.“ [Ev. Bd. 8, Kap. 149, 5, 6 und 10] Jesus zu Seiner Mutter Maria: „Weib,
du wirst wohl nach Jerusalem kommen und Mein letztes größtes Zeichen schauen;
aber du wirst darob keine Freude, sondern große Trauer in deinem reinen
Herzen haben! Ich werde verraten, von den Pharisäern ergriffen, dem Gericht
überantwortet und am Kreuze dem Leibe nach wie ein gemeiner Verbrecher
getötet werden. Aber am dritten Tage werde Ich aus Meiner eigenen Macht
wieder auferstehen, zu all Meinen Freunden und Brüdern kommen und ihnen die
Macht erteilen, den Menschen die Sünden zu vergeben in Meinem Namen und die
Toten zum Leben zu erwecken.“ [Ev. Bd. 9, Kap. 149, 11-19] Aus dem letzten Antwortbrief des Herrn
Jesus an den Fürsten Abgarus Ukkama in Edessa: „Es muß mit Mir alles so
geschehen (Kreuzigung), weil sonst kein Mensch je das ewige Leben erreichen
könnte —‚ welches große Geheimnis du erst in Kürze einsehen wirst. Daher unterlasse
deine Mir freundlichst dargebotenen Schritte für Meine Rechtfertigung. Den
sie würden da wenig fruchten, wo des Vaters ewige Macht waltet. — Mein Kreuz,
an das Ich geheftet werde, erschrecke dich ja nicht! — Denn siehe, gerade
dieses Kreuz soll für alle künftigen Zeiten der Grundstein zum Reiche Gottes
und zugleich dessen Pforte werden. — Ich aber werde am dritten Tage nach
Meinem Kreuzestode als ein ewiger Überwinder des Todes und der Hölle vom Tode
auferstehen und Mein allmächtiges Gericht wird alle Täter des Übels treffen.
Für die aber, die Meines Herzens sind, werde Ich dann die Pforte der Himmel
weit auftun vor ihren Augen!“ [Bw. Antw. 7, 1-5] Der Herr in einem Schreiben an den
Fürsten Abgarus Ukkama in Edessa: „Du schriebst Mir, daß Ich solle zu dir
kommen, da Ich hier im Judenlande verfolgt werde; Ich aber sage dir: Es ist
nötig, daß alles das, um dessentwillen Ich in die Welt gekommen bin, an
diesem Orte an Mir erfüllt werde, und daß Ich, nachdem dies alles in der
Kürze an Mir erfüllt sein wird, zu dem aufsteigen werde, von dem Ich
ausgegangen bin von Ewigkeit!“ [Bw. 1, 2] Jesus auf die Frage bestürzter Jünger:
„Ich hätte der Mittel und Wege genug, Meine Kinder auch ohne die Erduldung
der Kreuzigung zu erlösen und selig zu machen. Aber die argen Menschen wollen
es so, und darum lasse Ich es denn zu, auf daß sich eben dadurch auch viele
Frevler zur Reue, Buße und zum wahren Glauben an Mich bekehren! Denn die Brut
im Tempel schreit es ja in einem fort: ‚Lasset uns Ihn nur ergreifen und
töten! Wenn Er vom Grabe auferstehen wird, dann wollen auch wir an Ihn
glauben!‘ Sie wollen also diese letzte Probe an Mir machen. Und so sei es
denn auch zugelassen! — Es werden dadurch viele, die jetzt noch stockblind
sind, sehend und an Mich gläubig werden. Doch die Grundbösen werden eben
dadurch ihr Sündenmaß voll machen und in ihr Gericht fallen.“ [Ev. Bd. 8, Kap. 149, 9] Jesus: „So weit ist es also gekommen,
daß viele Menschen (durch ihre große Sinnenlust) völlig verloren wären, wenn
nicht Ich, der Herr selbst, in diese Welt gekommen wäre, um sie zu erlösen
aus dem Joche des Satans und dessen ewigem Verderben. Und Ich werde das
Äußerste tun müssen, um anfangs nur den kleinsten Teil der Menschheit ins
Licht der Himmel zu erheben.“ [Ev. Bd. 1, Kap. 166, 10] Die große Frage des Petrus: „Die menschliche
Vernunft wird zu allen Zeiten die Frage stellen: ‚Warum mußte denn der
Allmächtige von Seinen Geschöpfen gerichtet werden, um ihnen die Seligkeit
und das ewige Leben geben zu können? Genügte die reine Lehre und das nur Gott
mögliche Wundertun nicht? Bessert das die Menschen nicht, wie wird sie dann
Sein Leiden und Sterben bessern?“ Darauf Jesu Antwort: „Ich als der alleinige
Träger alles Seins und Lebens muß auch das, was von Ewigkeiten her durch die
Festigkeit Meines Willens dem Gericht und dem Tode verfallen war, erlösen und
muß eben durch das Gericht und durch den Tod dieses Meines Fleisches und
Blutes in das alte Gericht und in den alten Tod eindringen, um so Meinem
eigenen Gottwillen jene Bande zu lockern und zu lösen, auf daß darauf alle Kreatur
aus dem ewigen Tode zum freien und selbständigen Leben übergehe. — Und es ist
des Menschen Sohn also darum in diese Welt gekommen, um das, was von Ewigkeit
her verloren war, aufzusuchen, es zu erlösen und so für die Seligkeit fähig
zu machen.“ [Ev. Bd. 5, Kap. 247, 2, 4-6] Jesus: „Durch Meinen Leib habe Ich
alles Gericht und den Tod auf Mich genommen, und es muß dieser Leib dem Tode
auf kurze Zeit gegeben werden, damit eure Seelen das ewige Leben haben mögen!
Denn Mein Leib ist der Stellvertreter eurer Seelen; auf daß eure Seelen
leben, muß er das Leben lassen, und das von ihm gelassene Leben wird ewig
zugutekommen euren Seelen.“ [Ev. Bd. 3, Kap. 226, 6-7] Inschrift auf der sechsten Stufe einer
für Robert Blums jenseitige Seelenentwicklung und -läuterung sinnbildlichen
Pyramide: „Christus ist allein der Mittler zwischen Gott und der
Menschennatur. Durch den Tod Seines Fleisches und durch Sein vergossenes Blut
hat Er allem Fleische, das da ist die alte Sünde Satans, den Weg gebahnt zur
Auferstehung und Rückkehr zu Gott! — Sein Fleisch nahm freiwillig alle Sünde
der Welt auf sich und reinigte sie vor Gott durch Sein heilig Blut. — Mache
dich teilhaftig dieses größten Erlösungswerkes Gottes durch das Fleisch und
durch das Blut Christi, so wirst du rein sein vor Gott! Denn kein Wesen und
kein Ding kann rein werden durch sich, sondern allein durch die Verdienste
Christi, die da sind die höchste Gnade und Erbarmung Gottes. — Du allein
vermagst nichts, alles aber vermag Christus!“ [Rbl. Bd. 2, Kap. 157, 9] Jesus: „Unter Meiner ‚Erhöhung‘ ist
nicht die Begründung einer Weltmachtstellung zu verstehen, sondern eine ganz
andere Erhöhung und Krönung; denn Ich bin nun da, um all das Gericht, das
über diese Erde beschlossen war, auf Mich zu nehmen, damit alle Menschen
dadurch die volle Erlösung vom ewigen Tode finden.“ [Ev. Bd. 3, Kap. 16, 5-10 und 12] Der Seher Mathael in prophetischem
Geist: „Meine Seele sieht und erkennt nun recht wohl: Jesus, als die urewige
Zentralmacht alles Seins und Lebens, will Sein Leben und dadurch das Leben
aller Menschen durch Sein (Erden-) Leben noch mehr festigen. Aber solches
wird Er nur erreichen durch eine unerhörte Selbstverleugnung. Er wird Sein
Fleischesleben lassen, um in die ewige Herrlichkeit alles Lebens für sich und
auch für alle Menschen einzugehen. Dann erst wird alle Kreatur ein anderes Gesicht
und eine andere innere Ordnung bekommen. Dennoch wird es heißen: Jeder nehme
die Bürde des äußeren Elends auf sich und folge Mir nach!“ [Ev. Bd. 3, Kap. 31, 10-11] Der erleuchtete Seher Mathael: „Es ist
im Grundleben Gottes für ewig so beschlossen, daß diese winzige Erde der
Schauplatz der größten göttlichen Erbarmung werden soll, und daß die ganze
Unendlichkeit sich in diese heilige neue Ordnung begeben muß, wenn sie an der
endlosen Seligkeit des einigen Gotteslebens teilhaben will.“ [Ev. Bd. 3, Kap. 32, 11] Jesus: „Dem Leibe nach bin auch Ich,
wie ihr alle, ein sterblicher Mensch und werde diesen Leib ablegen, und zwar
am Kreuze zu Jerusalem zum Zeugnisse wider die argen Juden, Hohenpriester und
Pharisäer und zu ihrem Gerichte. Denn Mein Kreuzestod wird für immer ihre
Macht brechen, und der Fürst der geistigen Finsternis, der nun die
Menschenwelt beherrscht, wird machtlos werden und die Menschen nicht mehr so
sehr wie bis jetzt verführen und ins Verderben stürzen können. — Der höchste
Hochmut Satans kann nur durch Meine tiefste Demut zugrundegerichtet werden,
und es ist demnach notwendig, daß an Mir solches verübt werde.“ [Ev. Bd. 5, Kap. 220, 1 und 3] Vergebliche Bemühungen der Pharisäer
beim Laubhüttenfest, den Herrn im Tempel gefangenzunehmen; Jesus entweicht
ihnen mit den Worten: „Bevor Meine Zeit da ist, wird Mich niemand zu greifen
vermögen!“ [Ev. Bd. 6, Kap. 147, 17-21] Jesus: „Ich werde nicht im Grabe
verweilen und verwesen, sondern am dritten Tage wieder auferstehen, und wie
Ich nun bei euch bin, also werde Ich wieder zu euch kommen! Und erst das wird
euch allen das größte und wirksamste Zeugnis Meiner göttlichen Sendung in
eure Seelen geben und vollends euren Glauben stark machen!“ [Ev. Bd. 5, Kap. 220, 3] Jesus zu Jüngern und Freunden: „Die
arge Tempelbrut kann wohl Meinen Leib töten, aber nicht Den, der in Mir lebt
und ewig wirkt. Ich werde aber auch den Leib wahrlich nicht im Grabe lassen;
denn schon am dritten Tage werde Ich diesen Leib erwecken und werde dann
wieder bis ans Ende der Zeiten mit denen umgehen, die an Mich glauben, Mich
lieben und Mein Wort halten. Und ihr, Meine Brüder, werdet Mich sehen und
sprechen können so wie jetzt, da Ich noch im unverklärten Fleische unter euch
wandle.“ [Ev. Bd. 7, Kap. 50, 5] Jesus zu den Töchtern des bekehrten
Oberpriesters Jonael: „Wenn ihr von Meiner ‚Erhöhung‘ hören werdet, so werden
eure Herzen wohl sehr traurig sein. Aber dann tröstet euch mit dem, daß Ich
darauf nach drei Tagen Mich wieder in eurer Mitte befinden und euch selbst
überbringen werde die große Bestätigung des Neuen Testaments (Bundes) und die
Schlüssel zu Meinem ewigen Reiche. Sehet aber zu, daß Ich euch dann so rein,
wie ihr jetzt seid, antreffe, ansonst ihr nicht Meine Bräute für ewig werden
könnet.“ [Ev. Bd. 1, Kap. 72, 8] Jesus: „Ich werde Mich von den
Menschen gefangennehmen und sogar dem Leibe nach töten lassen, um dadurch den
Menschen den freiesten Spielraum ihres Willens zu geben; denn erst aus dieser
höchsten, unbeschränkten Freiheit heraus sind die Menschen dieser Erde
vollkommen in den Stand gesetzt, sich zu wahren, Gott in allem ähnlichen
Kindern zu erheben.“ [Ev. Bd. 3, Kap. 177, 7] Jesus: „Meine Kreuzigung wird für
Meine Widersacher ein ärgstes Gericht und für die Meinen der Höhepunkt Meiner
Liebe sein, und Meine Auferstehung wird auch eine Auferstehung für alle sein,
die Meines Sinnes und Willens sind.“ [Ev. Bd. 5, Kap 220, 8] Jesus auf eine bange Frage des Petrus:
„Es wird geschehen, daß Ich als ein Menschensohn überantwortet werde in der
Menschen Hände. Sie werden an Mir zwar das, was des Menschensohnes ist, töten
— aber am dritten Tage wird der getötete Menschensohn wieder auferstehen und
mehr denn jetzt lebendig hervorgehen aus dem Grabe als ein ewiger Sieger über
Tod und Hölle, und ihr werdet Mich wieder so wie nun in eurer Mitte haben.“ [Ev. Bd. 5, Kap 242, 5] Jesus: Wer nicht selbst durch und
durch geistig lebendig ist, der kann dem andern nicht das volle ewige Leben sichern.
Ich aber bin darum in diese Welt gekommen, um das zu bewirken durch Wort und
Tat. Und so muß auch geschehen, daß Mein Leib, der nun noch sterblich ist wie
der eurige, durch Mein Kreuzesleiden unsterblich werde, und Ich werde danach
auch euch das volle ewige Leben vollkommen sichern können.“ [Ev. Bd. 5, Kap. 242, 7] Jesus: „Diese Meine Materie (Mein
Leib) muß in der möglich größten Erniedrigung und Demütigung gebrochen und
gelöst werden, und der Geist Gottes, der in all Seiner Fülle in Mir wohnt und
eins ist mit Meiner Seele, muß diese gebrochene Materie, als durch Sein
Liebefeuer geläutert, erwecken und beleben, und sie wird dann auferstehen als
ein Sieger über alles Gericht und über allen Tod.“ [Ev. Bd. 5, Kap. 247, 10] Jesus: „Ich weiß, daß Mich das Volk
der Templer zu Jerusalem über alles haßt und verfolgt, und dennoch werde Ich
dahin ziehen müssen und Mich ihrem großen Haß und Zorn nimmer entziehen
können und wollen, und das Opfer, welches durch Mich dargebracht werden muß,
wird für alle Menschen der Erde das Tor in das Reich Gottes auftun!“ [Ev. Bd. 10, Kap. 234, 5] Die über die Ankündigung Seines
Kreuzestodes betrübten Jünger und Freunde tröstet Jesus: „Meinet ihr denn,
daß Ich euch nach Meines Leibes Tode verlassen werde? O mitnichten! Ich werde
dann erst recht bei den Meinen verbleiben bis ans Ende der Zeiten dieser Erde
und für jeden, der an Mich glaubt, offenhalten die Tore zum ewigen Leben in
Meinen Himmeln. Es werden zwar sich Meine Schafe zerstreuen, wenn Ich als ihr
Hirte geschlagen werde, — aber Ich selbst werde sie wieder sammeln, und es
wird dann nur eine Herde und ein Hirte sein für immerdar!“ — Nach dieser
Eröffnung des Herrn ertönt eine Stimme in der Luft des Saales: „Dieser Jesus
mit Fleisch und Blut ist Mein geliebter Sohn, den sollen loben alle
Geschlechter der Erde! Er ist der verkörperte Ausdruck Meiner Liebe, Meiner
Weisheit und Meines Willens. Ich bin in Ihm und Er in Mir! Wir sind völlig
eins. Wer Ihn sieht und hört, der sieht und hört auch Mich, und wer Meinen
Willen tut, der hat in sich das ewige Leben!“ [Ev. Bd. 9, Kap. 149, 18-19] Der erleuchtete römische Hauptmann
Pellagius zu den über den angekündigten Kreuzestod des Herrn tiefbetrübten
Jüngern: „Freunde, auch ich weiß um das, was eure Herzen traurig stimmt. Aber
wenn dies das einzige Mittel ist, die alte Halsstarrigkeit vieler Ungläubigen
zu brechen und sie sehend und gläubig zu machen, so kann ich nicht umhin,
unsern Herrn, Meister und Gott darob zu preisen und umsomehr zu lieben; denn
so etwas kann nur die höchste, reinste Liebe Gottes sich von ihren Geschöpfen
gefallen lassen — unserer menschlichen Liebe wäre das nie möglich! — Zudem
wird der Herr ja am dritten Tage wieder unter uns sein, uns erfüllen mit Seinem
Geiste und bleiben bei den Seinen bis ans Ende dieser Erde. Und so meine ich,
daß wir uns über alles zu freuen Ursache haben, was Er zum Heil aller
Menschen verordnet und über sich kommen läßt! —Die blinden Narren Jerusalems
können sich in ihrer tollen Wut wohl am Leibe des Herrn vergreifen und ihn
töten, wenn Er das selbst, durch Seine Liebe zu uns Menschen genötigt, zur
Besserung der Blinden zuläßt; aber wer wird denn die ewige, allmächtige
Gottheit in Seinem Leibe zu töten vermögen?! Diese wird ihren erhabenen Leib
wieder beleben, und am dritten Tage wird Er so wie jetzt, wieder bei uns
sein, so daß wir alle uns über alle Maßen zu freuen haben!“ [Ev. Bd. 10, Kap. 42, 1-2] Der Herr: „Ich bin die Liebe selbst
und bin um keinen anderen Preis als nur wieder um die Liebe zu haben. Durch Liebe
habe Ich euch alle erkauft, daher fordere Ich von euch allen wieder Liebe.
Wer Mir daher dienen will, der diene Mir in der Liebe, in der Ich für ihn am
Kreuz gestorben bin; und wer zu Mir kommen will, der komme in der Liebe zu
Mir, die am Kreuze für ihn blutete.“ [H. Bd. 1, Kap. 2, 11] Paulus an die Gemeinde zu Laodizea:
„Liebe Brüder, gebt allezeit im Geiste und in der Wahrheit Gott, dem Vater in
dem Sohne, dadurch die Ehre, daß ihr Ihn allezeit liebet über alles in Seinem
Sohne, der für uns alle aus Liebe am Kreuze gestorben ist, um uns zu bringen
die Kindschaft wieder, die unsere Väter von Adam her verwirkt haben!“ [Lao. Kap. 3, 42] Paulus an die Gemeinde in Laodizea:
„Christus hat eure Schmach, eure Sünde, euer Gericht und euern Tod auf sich
genommen und ließ sich für euch ans Kreuz heften, um euch allen die volle
Freiheit zu verschaffen vor Gott; damit ihr in Ehren wandeln sollet, nahm Er
alle eure Schande und Schmach mit ans Kreuz!“ [Lao. Kap. 1, 45] Einweihung der Sonnenbewohner in das
Geheimnis der Menschwerdung Gottes in Jesus und Seines Kreuzestodes auf
unserer Erde, sowie in die Bedingungen der Gotteskindschaft, oft durch den
Herrn selbst. [NS. Kap. 21-22] Der Herr: „Die Saturnbewohner werden
von den Geistern darüber unterrichtet, daß der Große Geist auf einem kleinen
Weltkörper nahe der Sonne Mensch geworden ist, Fleisch und Blut getragen hat
und von dieses Weltkörpers Menschen verkannt und leiblich getötet wurde. [Sa. Kap. 39, 6] Der Herr schildert Jakob Lorber und
seinen Freunden die Bedeutung Seines göttlichen Leidens am Kreuz auf Golgatha
für die ganze Schöpfung. [Hi. Bd. 1, 5. 327, 8-15] Bekenntnis eines erweckten, reumütigen
Sünders im Jenseits: „Wir stehen hier als Nichtigkeiten vor Dir, o Herr der
Unendlichkeit, der Du allein alles in allem bist, und erwarten von Dir Gnade
und Barmherzigkeit, nicht aber so, als hätten wir irgendein auch nur
scheinbares Recht darauf, da wir alle größtenteils schwache und sogar grobe
Sünder sind, — sondern weil Du, Gott, die größte, reinste und vollkommenste
Liebe bist, die sich nicht für die Engel, sondern für die gefallenen Sünder
hat an das Kreuz schlagen lassen! — Du allein bist die Stärke der Schwachen,
der Heiland der Elenden, die Hilfe der Notleidenden! Du selbst offenbartest
Dich als das und sagtest zu den Sündern: Kommet alle zu Mir, die ihr mühselig
und beladen seid, Ich will euch erquicken!“ [Rbl., Bd. 1, Kap. 106, 1] Jesus im Geisterreich: „Ich, als der
allerhöchste und größte Geist von Ewigkeit, nahm das Kreuz auf Mich und ging
den Weg der Demut auf eurer kleinen Erde als Erster allen voran und zeigte,
wie dieser Weg, den der größte und allmächtige Geist Gottes gehen konnte,
auch von allen anderen Geistern leicht durchwandert und auf ihm erreicht
werden kann das wahre, freieste, ewige Leben!“ [BM. Kap. 43, 7] Jesus im Geisterreich: „Ich war endlos
seliger am Kreuze als dereinst, da Ich durch Mein allmächtiges Wort Himmel
und Erde zu gestalten begann! Denn als Schöpfer stand Ich wie ein
unerbittlicher Richter in der Mitte Meiner ewig unzugänglichen Gottheit; aber
am Kreuze hing Ich als ein zugänglicher Vater voll der höchsten Liebe,
umgeben schon von manchen Kindlein, die in Mir den Vater zwar noch nicht
völlig erkannt hatten, aber Mich dennoch aus allen ihren Kräften als den Sohn
des allerhöchsten Vaters über alles liebten.“ [BM. Kap. 186, 9] Jesus belehrt den Ältesten der
gereinigten, armen Judengemeinde in der Bergstadt Abila über Seine Auferstehung
und Himmelfahrt: „Meine geistige Auffahrt hat eine doppelte Bedeutung: Die
erste wird von nun an kein Jahr auf sich warten lassen. — Die zweite aber
wird in jedem Menschen, der an Mich lebendig glaubt, dadurch bewirkt, daß der
Geist Meiner Liebe in seinem Herzen auferstehen und des Menschen Verstand in
alle Weisheit der Himmel leiten wird. — Meine persönliche Auffahrt aber wird
bald nachdem geschehen, wenn dieser Mein Leib am dritten Tage nach der Tötung
durch die Hände der Feinde Gottes aus dem Grabe auferstehen und in Mein
Gottwesen übergehen wird. Wie einst Elias sichtbar wie in einem feurigen
Wagen sich gen Himmel erhoben hat, ebenso werde Ich Mich — sichtbar vielen
Meiner Freunde — vom festen Boden dieser Erde zum Himmel erheben.“ [Ev. Bd. 10, Kap. 60, 5-7] Der Evangelist Johannes in der geistigen
Welt: „Höret, Gott, der Allmächtige, läßt sich sogar verfolgen, gefangennehmen
und dem Leibe nach töten von Seinen nichtigen Geschöpfen! Saget mir, könnt
ihr euch eine größere Liebe, eine tiefere Herablassung denken als diese, die
ihr an Jesus kennt?! — Durch diese unbegreifliche Tat hat Er alle Dinge des
Himmels anders gestaltet. Wohnt Er auch in Seiner Gnadensonne, aus welcher
das Licht allen Himmeln unversiegbar zuströmt, so ist Er aber dennoch ganz
derselbe leibhaftige Jesus, wie Er auf der Erde in all Seiner göttlichen
Fülle gewandelt ist, als ein wahrer Vater und Bruder, als vollkommener Mensch
unter Seinen Kindern gegenwärtig. Er gibt Seinen Kindern alle Seine Gnade,
Liebe und Macht und leitet sie selbst persönlich wesenhaft, endlos mächtig zu
wirken in Seiner Ordnung!“ [GS. Bd. 2, Kap. 13, 11-12] Der Herr verkündet durch Jakob Lorber
ein bis dahin unbekanntes Evangelium über die Himmelfahrt Jesu Christi. [Hi. Bd. 2, S. 208, 1 ff] 08.09. Zorn und
Gerichte Gottes
Jesus: „Der Zorn Gottes ist nur ein
besonderer Eifer Seiner Liebe, dem eine heilsame Kraft innewohnt. Mit ihm
wirkt Gott, wenn es irgend nottut. Hätte die Liebe Gottes solchen Eifer
nicht, so wäre die Unendlichkeit völlig wesenleer; nur dem großen Eifer der
Liebe Gottes verdankt alle Kreatur ihr Dasein.“ [Ev. Bd. 2, Kap. 155, 4] Das Jesuskindlein zu Maria, die um des
Herrn Liebe bangt: „Siehe, so du Mich liebtest mit der Glut aller Sonnen, so
wäre dennoch solche deine Liebe nichts gegen Meine Liebe, mit der Ich den
ärgsten Menschen sogar noch in Meinem Zorne liebe. Und Mein Zorn ist mehr
Liebe als deine größte Liebe!“ [Jug. Kap. 203, 6-9] Der zwölfjährige Jesusknabe im Tempel
zu Jerusalem: „Die wahren Freunde der ewig unwandelbaren Wahrheit aus Gott
werden Mich lieben und das über alle Maßen; aber Menschen, welche die
göttlichen Gesetze und Wahrheiten mit Füßen treten und leben, als gäbe es gar
keinen Gott, die sollen Mich immerhin fürchten! Denn derlei Menschen und
weltsüchtige Gottesleugner sollen Mich kennenlernen, daß Ich durchaus keinen
Scherz verstehe und jedem vergelte nach seinen Werken, denn Ich allein habe
ewig die vollkommenste Macht dazu!“ [Dr. T. Kap. 29, 23] Durch harte, strenge Lehren Adams und
anderer Urväter wurden in vielen schwachen Kindern der Höhe falsche Vorstellungen
von Jehova — als einem Gott des Zornes und Gerichtes — erweckt. [H. Bd. 2, Kap. 120, 1-4] Der Herr belehrt den bekehrten König
Lamech von Hanoch, der sich vor Seinem Zorn fürchtet: „Wie kannst du dir wohl
einen zornigen Gott vorstellen?! — Was du bei Mir als ‚Zorn‘ ansiehst, das
ist Mein göttlicher, allerlebendigster Liebeseifer oder Meine Erbarmung.“ [H. Bd. 2, Kap. 231, 22 und 35] Der Herr: „Solange eine Stadt in der
Tiefe haben wird zwei Gerechte, da will Ich sie verschonen um der Gerechtigkeit
der zwei willen. Solange ein Land wird haben sieben Gerechte, da will Ich es
nicht heimsuchen in Meinem Zorn. Und solange ein Volk wird haben zehn Gerechte,
da will Ich es verschonen vor dem Ausbruche Meines Feuers!“ [H. Bd. 2, Kap. 266, 4] Auf die Frage des Erzvaters Mahal:
‚Warum reut es Dich, Herr, den Menschen geschaffen zu haben?‘ erwidert Jehova:
„Meinst du denn, Meine Reue ist wie die eines Menschen, der gesündigt hat? 0
siehe, da bist du in großer Irre! Meine Reue ist ein Schmerz in Meiner Liebe,
die zusehen muß, wie die von Mir in ihrer Freiheit so vollkommen gestellten
Menschen sich selbst zugrunde richten und verderben! Meinst du denn, Ich
hatte je den Plan, einen Menschen zu richten und zu verderben?! — Nein, im
Gegenteil! — Aber um die Menschen nicht zu richten in Meiner Allmacht, muß
Ich es nun leider zulassen, daß die Menschen selbst die Schleusen der Erde
gewaltsam öffnen, aus denen mächtige Fluten hervortreten und alles ersäufen
werden, was da atmet in diesem größten Wohnbezirke der Erde!“ [H. Bd. 3, Kap. 338, 11-13] Auf das letzte, erbittertste Hadern
des Erzvaters Mahal mit Gott antwortet der Herr aus einer Feuerwolke: „Mahal,
du Ungeratener! Ich bin satt deines Lästerns geworden! Hältst du Mich, deinen
Gott und Herrn, keiner Ehre wert, so halte auch Ich dich nicht wert der
Rettung! Und so bleibe denn hier und sei ein Zeuge Meines Zornes über die
Erde und über dich; aber deine Kinder, da sie nicht in dein Lied gestimmt
haben, will Ich von dir nehmen, und so sollst du Mich nun in Meinem Zorne
kennenlernen, weil du Mich in Meiner Liebe nicht erkennen wolltest! — Es
geschehe!“ Hier ergriff das Feuer die drei Kinder (Mahals) und verzehrte sie
im Augenblick. Mahal blieb nun allein und ward stumm vor Entsetzen. [H. Bd. 3, Kap. 350, 11-13] Der Herr zu einem Reuigen, sich für
straf würdig Haltenden: „Erhebe dich, Mein Sohn! Meinst du denn, Ich, dein
heiliger, liebevollster Vater, habe eine Lust und Freude am Strafen Meiner
Kinder?! Siehe, jeder Streich, den Ich dir geben möchte, würde Mich im Herzen
bei weitem mehr schmerzen als dich auf deiner Haut!“ [H. Bd. 3, Kap. 121, 7-8] Ein Erleuchteter in der geistigen Welt
zu dem einstigen Bischof Martin: „Meinst du, Gott ist ein Gott des Zornes und
des Gerichtes?! — 0 nein! Siehe, Gott ist die reinste und höchste Liebe, der
von sich aussagte: Ich komme nicht zu richten die Welt, sondern selig zu
machen jeden, der an Mich glaubt und Mich liebt!“ [BM. Kap. 53, 18] Ein Engel im Jenseits zu dem einstigen
Bischof Martin: „Meinst du, die Hölle mit ihren Schrecknissen sei eine Rache
des Herrn, gegründet auf Seinem Zorn von Ewigkeit?! 0 mitnichten! Ich sage
dir, der Herr ist auch in der Hölle nur Liebe. Denn die ewige, göttliche
Liebe kennt weder Zorn noch Rache!“ [BM. Kap. 73, 7] Der Apostel Petrus zu dem einstigen
Bischof Martin: „Siehe, als mich der Herr zu einem Pfeiler Seiner Kirche
stellte, da redete Er zu mir aus Seiner Weisheit; als Er mich aber einen
Satan nannte, da redete Er aus Seiner unermeßlichen Liebe zu mir, weil Er da
mein Welttümliches mit aller Gewalt wie mit einem Hiebe aus mir wies, welches
Welttümliche in mir der eigentliche Satan selbst war. Bruder, verstehst du
nun diese Sentenz?“ [BM. Kap. 158, 15] Der Herr: „Da Mein Wort ausgegangen
ist von Meiner Liebe, wie sollte es vergehen, solange die Liebe besteht? —
Jedoch ganz anders verhält es sich mit allem Geschaffenen, das da
hervorgegangen ist aus Meinen Gerichten und daher vergänglich ist wie die
Gerichte, aus denen es hervorging. — Das Gericht dauert nur eine Zeit; die Liebe
aber besteht ewig! Denn die Ewigkeit ist ja die Liebe selbst, und in ihr ist
alles voll Liebe. — In der Zeit wirkt die Liebe durch das Gericht und sänftet
in ihm den Zorneifer Gottes. In der Ewigkeit aber ist die Liebe Siegerin über
den Zorneifer und somit auch über alles Gericht.“ [Hi. Bd. 1, S. 228, 14-17] Jesus: „Jede Gefangenschaft und auch
jedes Sklaventum ist ein von Gott zugelassenes Strafgericht. Ein Gericht aber
ist stets nur eine äußerste Nötigung zur Besserung und hat darum gewöhnlich
für die Seelen der Menschen eine mehr schlechte als gute Wirkung; denn wer
das Schlechte nur meidet der üblen Folgen wegen, der ist noch fern dem Reiche
Gottes. Nur wer das Gute darum tut, weil es gut ist und das Schlechte meidet
des Schlechten wegen, ist ein wahrhaft guter Mensch. Denn solange sich der
Mensch nicht aus eigenem Antrieb ans Licht drängt, bleibt er ein Sklave im
Geiste!“ [Ev. Bd. 2, Kap. 207, 12] Jesus: „Die äußere, sichtbare Natur
und der Leib des Menschen haben von Gott aus ihre notwendigen, unwandelbaren
Mußgesetze. Wenn der Mensch sich Zorn und Gerichte Gottes wider diese Ordnung
auflehnt und sie umgestalten will, dann wird er nicht von einem ‚Zorne
Gottes‘, sondern von der strengen, beleidigten Gottesordnung in der äußeren
Natur gestraft.“ [Ev. Bd. 4, Kap. 143, 2] Jesus mißt der Sichtung der Menschen
und Völker durch große Erdkatastrophen wenig Wert für die Menschheitsentwicklung
bei und verweist auf die Sintflut und ihre kurzdauernde Läuterungswirkung. [Ev. Bd. 5, Kap. 204, 1-6] Jesus im himmlischen Jerusalem zu eben
vollendeten Engeln: „Daß Ich auf Erden angedrohte Strafen und Gerichte oft
nicht erfolgen lasse, hat hauptsächlich darin seinen Grund, weil Strafen die
Menschheit selten bessern. Und so lasse Ich denn, wenn sich nur einige wenige
Gerechtere gläubig an Mich wenden, die Drohungen recht gern in Segnungen
umwandeln. Deshalb aber lasse Ich auch Strafen und Gerichte allezeit nur bedingungsweise
ankündigen und androhen. Finden Meine Mahnungen Ohren, die sie hören, und
Herzen, welche die Bedingungen nur einigermaßen erfüllen, dann segne Ich für
wenige Gute auch viele Schlechte mit. Denn ein Vater bleibt doch stets der
sanfteste Richter seiner leider oft nur zu strafwürdigen Kinder und schlägt
nicht sogleich drein, wenn er auch schon die Zuchtrute drohend erhebt.“ [Rbl. Bd. 2, Kap. 294, 11 und 12] Jesus in der Paradieseswelt zu den
alten Propheten und zu Seinen Aposteln, die ein scharfes Weltgericht fordern:
„Soll Ich denn alle Hierarchien durch ein Feuer vom Himmel mit einem Schlage
vertilgen? — Oh, das geht im allgemeinen nach dem großen Werke der Erlösung
nicht mehr! Keine allgemeine Sündflut und kein Untergang Sodoms und Gomorrhas
mehr!“ [Rbl. Bd. 2, Kap. 190, 5] Der Herr: „Alle Propheten haben
geweissagt, aber nur bedingungsweise, damit durch eine solche Weissagung
niemand gerichtet werde, sondern jeder die Freiheit habe, das Gebotene zu
tun, um dem angedrohten Gericht zu entgehen, oder das Gebotene zu
unterlassen, um gerichtet zu werden. Wenn Menschen ein Gericht angedroht
wird, sie sich aber bessern — wenigstens einige —‚ so wird das Gericht
aufgehoben. Würden unter hunderttausend Menschen nur zehn gerecht, so will
Ich dieser zehn wegen auch die hunderttausend mit dem Gericht verschonen.“ [Ed. Kap. 71, 4, 6, 7, 9-12] Jesus: „Wenn einmal gar zu viele
Menschen sich im Vollmaße des Gerichtes befinden, dann wird von Mir der noch
wenigen Guten und Auserwählten wegen, die Zeit ihres ungestraften argen
Waltens abgekürzt, und ihr Gericht und ihr Tod verschlingt sie vor den Augen der
wenigen Gerechten, wie dies zu Noahs Zeit geschah und von nun an auch
fürderhin öfter der Fall sein wird. — Den Anfang werden die Juden bald
erleben und später andere Reiche mit ihren Fürsten und Völkern; nach nicht
völlig 2000 Jahren aber wird abermals ein größtes allgemeines Gericht kommen
zum Heil der Guten und zum Verderben der Weltgroßen und völlig Lieblosen.“ [Ev. Bd. 9, Kap. 30, 5-6] Jesus: „Muß Gott die Menschen mit der
Zuchtrute in der Hand heimsuchen, so trägt Er ihnen dabei in der anderen Hand,
wenn schon verhüllt, auch Sein Herz entgegen, auf daß sie erkennen mögen, daß
Gott, der Vater, auch mit der Zuchtrute in der Hand ihnen dennoch mit aller
Liebe entgegenkommt.“ [Ev. Bd. 9, Kap. 129, 11] Jesus: „Eine weise Regierung, die auf
eine gute Ordnung durch ihre Gesetze hält, wird den mutwilligen Übertreter
des Gesetzes sicher zur Rechtenschaft ziehen. Soll denn die Gottheit, wenn
auch noch so gut und langmütig ist, ein zu sehr entartetes Volk nicht auch
züchtigen und es mit der gerechten Rute aufwecken aus der zu großen Trägheit
und es hinlenken zur Tätigkeit?!“ [Ev. Bd. 10, Kap. 238, 7] Der Herr: „Meine Ordnung hat gar viele
Wege, von denen viele besser sind denn einige darunter. Das Gericht aber ist
schon von allen allzeit der letzte, da es dabei um Leben und Tod geht! Hütet
euch daher vor jeglichem Gericht!“ [H. Bd. 3, Kap. 31, 18] Gewaltiges Feuergericht über die
rückfälligen Gottesverächter und Götzenanbeter des Reiches Hanoch. [H. Bd. 3, Kap. 163, 6-12] Der Herr trat aus dem neu eröffneten
Tempel vor das durch ein gewaltiges Feuergericht erschütterte Volk von
Hanoch, erhob Seine allmächtige Hand und sprach: „Erde, nun sollst du
schweigen, wenn Ich rede zu Meinen Kindern! Weiche zurück alles Ungetüm, und
du, Sonne, laß wieder deine Strahlen auf der Erde Boden fallen ganz
ungetrübt! Amen!“ — Und als der Herr solches geredet hatte, da verstummte
plötzlich aller Sturm in, auf und über der Erde. Und alles Volk fiel
plötzlich nieder und lobte und pries Gott für diese Errettung. [H. Bd. 3, Kap. 167, 10-12] Die Engel Gottes zu dem Erzvater Noah:
„Der Herr selbst wird es dir anzeigen, wann du die Arche schließen mußt. Wenn
vor dem Regen die Menschen bei dir Schutz suchen, so sollst du sie aufnehmen;
wenn es aber zu regnen anfängt, dann soll niemand mehr in die Arche gelassen
werden!“ [H. Bd. 3, Kap. 347, 8-9] Der Evangelist Markus zu ungeläuterten
Seelen in der Geisterwelt: „Nicht der Herr wird euch richten, sondern das
Wort, das der Herr geredet hat, das wird euch in euch selbst richten!“ [GS. Bd. 1, Kap. 85, 12] Jesus zu übereifrigen Geistern im
Jenseits: „Wenn unter den werdenden Menschen derart schroffe Ordnungswidrigkeiten
entstehen, daß dadurch die zu gewinnende absolute Lebensfreiheit in Gefahr
gerät, dann müssen wir hie und da kleine, aber nur äußere Schreckgerichte auftauchen
lassen, als da sind Kriege, Teuerung, Hunger und Pest. Aber jedes
Strafgericht darf nie mehr als höchstens ein Zehntel der Menschen ergreifen,
weil es bei einer größeren Verschärfung leicht die Wirkung eines tödlichen
Gerichtes annähme!“ [Rbl. Bd. 1, Kap. 95, 10] 08.10. Die Gabe
des heiligen Geistes
Jesus: „Wenn Ich jüngst diese Erde
werde verlassen haben, dann werde Ich den heiligen Geist aller Wahrheit über
Meine getreuen Jünger und Brüder ausgießen. Dieser Geist wird sie dann in
alle Wahrheit, Weisheit und Macht leiten und ihre Seele mit ihrem jenseitigen
Geist der Liebe aus Gott einen und so die Wiedergeburt des Geistes in ihnen
zustandebringen.“ [Ev. Bd. 6, Kap. 142, 8] Der Herr vor Seiner Himmelfahrt zu
Seinen Jüngern: „Verwahret euch noch zehn Tage lang, dann werde Ich euch den
Heiligen Geist senden und geben, nicht einen fremden Geist, sondern Meinen
Geist der Liebe und Weisheit, auf daß ihr mächtig werdet durch Ihn, wie Ich
mächtig war unter euch durch den Vater, der Mich in Seiner Fülle zu euch
gesandt hat!“ [Hi. Bd. 2, S. 209, 11] Jesus zu Seinen Jüngern: „Ich hätte
euch noch gar vieles zu sagen, aber ihr könnet es jetzt nicht ertragen; wenn
aber der Geist der Wahrheit kommen wird über euch, dann wird er euch in alle
Wahrheit leiten. Und so werdet ihr dann für diese Erde in aller Wahrheit sein
und in ihr auch den Schlüssel bekommen zu den endlos vielen Wahrheiten der
Himmel.“ [Ev. Bd. 3, Kap. 168, 13] Jesus zu Seinen Jüngern: „Am dritten
Tage (nach der Kreuzigung) wird Mein Leib sein Leben verwandelt wiedererhalten.
Danach wird die Überfülle Meines ewigen Geistes auch in euch dringen und wird
euch leiten in alle Wahrheit. In solcher Wahrheit erst werdet ihr verwandelt
in euren Herzen und Seelen, und ihr werdet euch selbst nehmen das ewige Leben
aus der Überfülle Meines Geistes frei und unabhängig und also erst wahrhaft
Gottes Kinder sein und bleiben für ewig!“ [Ev. Bd. 3, Kap. 226, 8-9] Jesus: „Wenn der Heilige Geist über
euch kommt, den Ich einst aus den Himmeln über euch ausgießen werde, der wird
euch erst in alle Wahrheit leiten! Das wird sein der Geist der Liebe!“ [Ev. Bd. 4, Kap. 1, 3] Jesus: „Wenn ihr bleibet im Glauben an
mich und tuet nach Meiner Lehre, so werdet ihr in eurer Glaubens- und Liebereife
getauft werden vom Heiligen Geiste, den Ich allen senden werde, die lebendig
an Mich und an den glauben, der Mich aus sich im Fleische als einen Menschensohn
in diese Welt sandte.“ [Ev. Bd. 6, Kap. 13, 7] Jesus: „Wenn Ich später nicht mehr im Fleische
so wie jetzt, sondern nur im Geiste unter euch sein werde, dann werde Ich
euch erteilen können alle Kraft und Macht Meines Geistes. Im Geiste und
seiner Kraft werde Ich bei euch bleiben bis ans Ende der Zeiten, die diese
Erde noch bestehen wird, und bis sie den letzten gerichteten Geist ausgereift
haben wird.“ [Ev. Bd. 6, Kap. 174, 13] Jesus zu gereiften Jüngern und
Freunden: „Denen ihr die Hände auflegen, und die ihr taufen werdet in Meinem Namen,
diese sollen erfüllt werden mit Meinem Geiste; sie sind es, die Ich selbst zu
allen Zeiten als eure Nachfolger erwähle und die Ich durch die wahrhafte
Erteilung Meines Geistes bestätige.“ [Ev. Bd. 6, Kap. 150, 26] Jesus: „Ich selbst muß zuvor völlig in
Gott, dem Vater von Ewigkeit, sein, damit Ich euch Meinen Geist geben kann.
Wenn dieser Geist kommen wird, so wird er euch erst in alle für euch jetzt
noch unbegreiflichen Wahrheiten leiten, und ihr werdet dann das und noch
Größeres tun, als Ich selbst nun tue. Wie aber das möglich ist, das wird euch
Mein Geist, der eure Seelen verklären wird, lehren.“ [Ev. Bd. 7, Kap. 129, 10] Jesus zu berufenen Verkündern Seiner
Lehre: „Wenn ihr das Volk in Meiner Lehre und in Meinem Namen getreu
unterwiesen habt, dann werde Ich einen größeren Apostel zu euch senden, der
wird dann den Gläubigen in Meinem Namen die Hände auflegen und sie taufen in
Meiner Liebe, in Meiner Weisheit und in Meiner Kraft! Sie werden dadurch
empfangen den Heiligen Geist aus Gott und durch ihn erreichen die volle
Geburt ihres Geistes in ihrer Seele, und damit auch das ewige Leben und seine
Kraft.“ [Ev. Bd. 7, Kap. 165, 7] Der Jesusknabe im Tempel zu Jerusalem
zu dem Ratsherrn Nikodemus, der Ihn über die Beschaffenheit der Erde um
Aufschluß bittet: „Jene, die in Meiner Lehre einst sein werden, denen werde
Ich geben Meinen Geist, der sie zu wahren Kindern Gottes machen und sie
leiten wird in alle Wahrheit und Weisheit, und es soll ihnen die
Unendlichkeit naturmäßig und geistig nicht fremd bleiben. Wirst du etwa ein
Jünger Meiner Lehre werden, so sollst auch du von den Gaben des Geistes
Gottes etwas zum Verkosten bekommen!“ [Dr. T. Kap. 30, 1-4] Der Herr: „Mein Wort bedurfte der
Blutzeugen nicht; denn Ich habe ja den einen ewig gültigen Zeugen, Meinen
Heiligen Geist, selbst allen denen verheißen, die Meine Lehre annehmen und
danach leben. Dieser Zeuge ist der bleibende, während das Blut der ersten
Märtyrer schon lange wirkungslos geworden ist.“ [Schrft. Kap. 35, 11] Der erleuchtete Jünger Johannes zu dem
lichthungrigen Fischer Hiram: „In der Folgezeit wird alles, was der Herr
gelehrt hat, durch den Heiligen Geist Gottes vielen Menschen noch besser
geoffenbart werden, als ich es nun euch offenbaren konnte. Wenn da auch über
euch der Geist Gottes kommt, dann wird er euch in alle Tiefen seiner
urgöttlichen Weisheit leiten, und dann erst werdet ihr das vollkommen klar
einsehen, was ihr jetzt erst ganz schwach zu glauben angefangen habt. Bis
dahin glaubet und forschet in den Schriften und in der Natur; sie werden es
euch sagen, daß es so und nicht anders ist.“ [Ev. Bd. 5, Kap. 189, 3] Jesus: „Niemand kann wissen, was in
Gott ist, als allein der Geist. Wer aber Gottes Gebote hält und Ihn über alles
liebt, der bekommt den Geist Gottes in sein Herz, und dieser sieht in die
Tiefen der Gottheit!“ [Ev. Bd. 9, Kap. 12, 9] Der Apostel Paulus verkündet armen,
lichtlosen Seelen im Mittelreich: „Nun ist wieder eine Zeit der besonderen
Gnade Gottes, des Herrn, da Boten aus den höchsten Himmeln durchziehen die unteren
Sphären der finsteren Geisterwelt! Ja, der Herr selbst tut dasselbe, um die Unglücklichen
glücklich zu machen! Auf der Erde und in allen Weltkörpern werden nun
besondere Propheten und Knechte des Herrn erweckt und geben den anderen
Menschen Licht und Wort aus den Himmeln. Aber diese Zeit wird bald wieder
vergehen, und die besondere große Gnadenpforte Gottes wird wieder auf
langehin verschlossen werden den Kindern der Welt und des Gerichts. Und wenn
ihr dann rufen werdet in eurer großen Not, da wird euch keine Antwort
werden!“ [Rbl. Bd. 2, Kap 203, 12-13] Der Herr zu Seinen getreuen
Nachfolgern: „Wenn ich sage: ‚Nehmet Hin den Heiligen Geist’, so heißt das
soviel wie: ‚Nehmet hin die höchste Kraft Meiner Göttlichen Liebe! Was ihr
löset auf Erden, das soll gelöst sein, und es bedarf da keines Opfers und
Hohenpriesters mehr; und was ihr bindet an euer Herz, und was ihr bindet in
der Welt, das soll auch im Himmel gebunden sein! [Ed. Kap. 71, 19] Der Herr: „Jede Vollkommenheit kommt
von Mir und ist als eine Gabe Meines Geistes zu betrachten. Wer sie demütig
und zum Nutzen seiner Brüder verwendet und nicht damit gieret nach Geld und
Ehre der Welt, dem soll sie ein rechter Segen sein zeitlich und ewig. Wer
aber damit das Gegenteil tut, der ist wie ein Sünder gegen den Heiligen Geist
und somit buchstäblich ein Greuel vor Mir, der Ich ihm solche Gabe verliehen
habe!“ [Hi. Bd. 2, S. 335, 9] Der Apostel Paulus im Mittelreich zu
armen, lichtlosen Seelen: „Nun ist geöffnet die Pforte zum Reiche Gottes! Wer
da hinein will, der wird auch hineinkommen. Wer aber nun nicht will, der wird
dann, so die große Pforte der besonderen Gnade wieder geschlossen wird,
schwer hineinkommen! — Denn obschon der Herr stets unveränderlich ist in
Seiner Liebe und großen Erbarmung für alle Seine Geschöpfe und Kinder, so ist
Er dennoch in der Gabe Seiner besonderen Gnade nicht allezeit gleich, und
nicht jeder bekommt sie, sondern nur wenige, die da von Anfang an erwählt und
dazu schon geschaffen und zugerichtet sind, die besondere Gnade in sich ohne
Nachteil für ihr Sein lassen und ertragen zu können. — Auch sind nicht zu
allen Zeiten Propheten da, sondern es gibt nur alle hundert Erdjahre
Propheten, die da erweckt sind nach dem Willen des Herrn durch Seine
besondere Gnade, auf daß sie schauen Dinge des Geistes und hören das Wort
Gottes und dann beides verkünden den Schwachen und den Blinden der Erde, —
damit dann auch diese selig werden und eingehen mögen in die Gnadenhimmel
Gottes.“ [Rbl. Bd. 2, Kap. 203, 11] 08.11.
Prädestination? (Vorherbestimmung)
Jesus: „Denket ja nicht, Gott habe
schon für jeden Menschen bestimmt, was er in seinem Erdenleben zu gewärtigen
hat! Etwas derartiges zu denken und zu glauben, kann der Seele den Tod
bringen, weil diese Lehre eine Ausgeburt der Hölle ist und zu den wahren
Lebensgrundsätzen aus Gott den schroffsten Gegensatz darstellt. Die
Bestimmung machen sich die Menschen selbst durch die Verkehrtheit ihres
freien Willens und dadurch, daß sie nicht in sich erwecken wollen alle sieben
Lebensgeister Gottes, wodurch sie auch nicht zu der wahren Anschauung ihres
inneren, unvergänglichen Lebensschatzes gelangen.“ [Ev. Bd. 7, Kap. 52, 1] Jesus: „Wenn eine Seele so recht in
der tiefsten Nacht ihres selbstgeschaffenen Weltdünkels steckt, so können ihr
bei Belassung ihrer inneren Willensfreiheit auch alle Engel der Himmel keine
andere Richtung geben, und es kann dann niemand sagen: ‚Siehe, das war schon
also die Bestimmung für diesen Menschen.‘ Ja, es war allerdings eine
Bestimmung, aber nicht von Gott ausgehend, sondern vom Menschen selbst. —
Gott darf beim Menschen in bezug auf seine innere geistige Entwicklung nicht
mit Seiner Allmacht lenkend einwirken! — Denn täte Gott das, dann würde der
Mensch zur Maschine und käme nie zur freien Lebensselbständigkeit.“ [Ev. Bd. 7, Kap. 52, 2 und 7] Jesus: „Wenn Ich sagen würde: ‚Du
magst erkennen, wollen und handeln, wie du willst, so wird dennoch bestimmt
nur das geschehen, was Ich will und dir verkünde!‘, dann wäre Ich ganz
zwecklos zu euch Menschen von den Himmeln herabgekommen, und alle Meine Lehren
wären eitel! Denn wenn in sittlicher und staatlicher Hinsicht nur das
geschehen müßte, was Ich euch verkünde, und zwar unabänderlich, so hättet ihr
Menschen keine höhere Bestimmung als die Tiere; und wozu hättet ihr dann eure
Vernunft, euren Verstand, eure Liebe und aus ihr den vollkommen freien
Willen? Ich kann euch nur das bestimmt voraussagen, daß über euch dies oder jenes
kommen wird, wenn ihr so oder so handelt. Aber wenn Ich einem Volke oder auch
nur einem Menschen als ganz sicher zum voraus anzeigen würde, daß dies oder
jenes geschehen werde, so wäret ihr nicht bestimmt und fähig, Kinder Gottes
zu werden, und Ich wäre in Meinem Geiste nicht euer Vater!“ [Ev. Bd. 8, Kap. 99, 8-9] Der Herr zu einigen zukunftsbangen Freunden,
die das Kommen eines Krieges befürchten: „Glaubet denn auch ihr noch an eine
Vorherbestimmung der Völkerschicksale? — Sollte Ich etwa fest bestimmen, so
und so wird es diesem oder jenem Volke ergehen?! — Wenn Ich das täte, wären
dann wohl Liebe, Geduld und Erbarmung in Mir? — Sehet, auf der Welt lasse Ich
alles frei walten, was nur immer den Namen Mensch hat. Wäre es wohl recht von
Mir, wenn Ich nun ganz fest bestimmen möchte: Am 21. März 1847 wird ein
überaus blutiger Krieg seinen Anfang nehmen und sich, zehn Jahre dauernd,
über ganz Europa erstrecken? — Würden sich aber die Menschen bessern, und Ich
ließe dennoch diese Geißel über sie kommen, — wäre Ich da wohl ein rechter
Richter und ein Vater aller Menschen?!“ [Hi. Bd. 2. S. 295, 8-10] Jesus: „Es ist für den Menschen nicht
gut, wenn er zuviel von der Zukunft voraus weiß; denn das würde viele
Menschen entweder zur Verzweiflung bringen oder sie lau und untätig machen. —
Auf dieser Erde, auf der die Gotteskinder erzogen werden, ist ein bestimmtes Weissagen
über die Zukunft auch unmöglich; denn bei der vollen Willensfreiheit der
Menschen dieser Erde kommt es zunächst darauf an, was die Menschen selbst
wollen, und wie sie nach ihrem Erkennen und Willen handeln.“ [Ev. Bd. 8, Kap. 99, 6-7] Jesus: „Nur Meine Fleischwerdung ist
von den Propheten als ganz bestimmt und unabhängig vom Wollen und Handeln der
Menschen geweissagt worden.“ [Ev. Bd. 8, Kap. 99, 10] Jesus erwähnt die Geschichte des
Propheten Jonas als Beispiel für die Bedingtheit aller wahren Prophezeiungen,
ebenso die sich durch die Unverbesserlichkeit des Judenvolkes erfüllende
unheildrohende Weissagung des Propheten Jeremias. [Ev. Bd. 8, Kap. 99, 11-13] Jesus: „Nicht nur der einzelne Mensch,
sondern auch ein ganzes Volk ist und bleibt der Selbstschöpfer seiner zeitlichen
und ewigen Schicksale. So wäre es ganz irrig, anzunehmen, Gott habe schon von
Ewigkeit her bestimmt, daß alles, was Ich euch über das künftige Schicksal
des jüdischen Volkes vorausgesagt habe, also geschehen müsse. 0 nein,
durchaus nicht! Aber es wird dennoch alles geschehen, weil das Volk sogar auf
Meinen gewaltigsten Ruf seine Nacht des Todes nicht verlassen will! Denn
solche Blindheit und eherne Verstocktheit des Herzens heilt kein sanftes
Mittel mehr. Da muß dann das Gericht kommen und als letztes Mittel wirken.
Damit das Gericht losbreche, muß aber erst das Maß (des bösen Willens) voll
werden.“ [Ev. Bd. 7, Kap. 52, 3-5] Ein frommer Altjude bedauert das arge
Treiben dieser Welt und fragt: „Sind denn im Ernst die meisten Menschen vor
Dir, Herr, bestimmt zum Falle und nur ganz wenige zur Auferstehung?“ Ihm
erklärt Jesus: „Das sei ferne, — auch nicht ein Mensch ist von Mir zum Fall bestimmt!
Aber da jeder Mensch erst durch seinen von Mir ihm gegebenen völlig freien
Willen ein wahrer Mensch ist und sich selbst in dem ihm von Mir aus allzeit
treu geoffenbarten Guten und Wahren zu üben, zu prüfen und zu bestimmen hat,
so geschieht es, daß die Menschen sich von den Anreizungen der Welt, in der
das Reich des Satans verborgen waltet, gefangennehmen lassen, Mich trotz
Meiner Mahnungen vergessen, Meine Gebote in den Wind schlagen, von der
Nächstenliebe in alle Selbstsucht übergehen und in allem Guten träge werden.“ [Ev. Bd. 10, Kap. 147, 6-7] Jesus zu einem frommen Altjuden: „Nun
bin Ich (der alte Jehova) selbst persönlich in dieser Welt, lehre die blinden
Menschen und wirke Zeichen, die außer Mir niemandem möglich sind! Gehe aber
hin nach Jerusalem und in viele andere Städte und frage die Großjuden, was
sie von Mir halten! Siehe, fangen und töten wollen sie Mich, weil Ich ihnen
ihre vielen großen Sünden vorhalte! Sie wollen ihren Weltsinn, ihre Weltehre
und ihr unbegrenztes Wohlleben nicht fahren lassen. Sage, bin Ich daran
schuld, daß diese Großjuden unverbesserlich sind?! Du meinst freilich, daß
Ich sie alle in einem Augenblicke vernichten könnte. Das könnte Ich wohl,
aber auch die Abtrünnigen sind Meine Kinder, und Meine Liebe hat Geduld mit
ihnen und wartet gleichfort, ob sich von ihnen am Ende doch noch einer und
der andere zur Mir zurückwendet.“ [Ev. Bd. 10, Kap. 148, 3-5] Der Herr: „Wenn ein Wiedergeborener
spricht: ‚Das tuet!‘, so tut es! Wenn er aber spräche: ‚Dies oder jenes wird
geschehen!‘ und hätte kein wenn dazu gesetzt, so glaubet es ihm nicht; denn
da wäre er schon kein echter Wiedergeborener. Denn alles, was geschehen soll,
(geschieht bedingungsweise, daher auch hinsichtlich des Geschehens niemals
eine feste, unabänderliche Voraussage erfolgen kann. Würde nämlich etwas bestimmt
vorausgesagt werden, was geschehen müßte, so wäre die Welt ganz im Gerichte,
und alle Freiheit wäre verloren!“ [Ed. Kap. 71, 1] Der Herr zu einem Freunde des Neuen
Wortes: „Was Ich dir gebe, das ist ein Leben des Lebens! Und du wirst leben
ewig, und den Abfall deines Fleisches wirst du weder fühlen noch schmecken.
Denn Meine Brüder sind frei! Frei wählten sie in Meinem Lichte aus großer
Liebe zu Mir des Fleisches harten Weg. Und wieder frei werden sie das Fleisch
ablegen und ihre alten und dennoch ewig neuen Burgen in Meinem ewigen
Jerusalem beziehen und allda mit Mir herrschen über die Unendlichkeit!“ [Hi. Bd. 2, S. 436, 4] Der Evangelist Johannes: „In der
Geisterwelt ist der Geist (= Geist und Seele) vollkommen frei und kann tun,
was er will. Seine guten Taten aber sind seine Richter: denn wie seine Liebe
ist, so sind seine Taten, und so ist auch sein Leben. — Nur das Einzige ist
vom Herrn von Ewigkeit fest bestimmt, daß ein jedes Leben seine bestimmten
Wege hat, über die es ewig nimmer hinaus kann. Diese Wege aber sind so eng
mit der Natur des Lebens verflochten, daß sie mit dem Leben selbst das Leben
ausmachen. Würde man jemandem einen solchen Weg abschneiden, so schnitte man
ihm seine Freiheit und somit auch sein Leben ab. Ein solches Abschneiden wäre
ein derart hartes Gericht, das jedem Geistwesen (= Geist und Seele) den
geistigen Tod brächte!“ [GS. Bd. 2, Kap. 121, 7 und 8] Der Evangelist Markus zu einem die
Hölle fürchtenden Prior im Jenseits: „Glaube mir, der Herr ist auch in der
Hölle nur Liebe, und nicht ein arger Geist ist darinnen, der nicht, wenn er
nur will, berechtigt wäre, als ein verlorener Sohn zum Vater zurückzukehren.“
[GS. Bd. 1, Kap. 86, 16] Jesus zu einer lichtverlangenden Seele
im Paradiese: „Sieh, Ich lasse niemanden verschmachten und zugrundegehen,
selbst den Satan und die Teufel nicht! Aber so belassen kann Ich sie nicht,
wie sie — wider Meine Ordnung, von der die Erhaltung aller Dinge abhängt — es
in ihrer eigensüchtigen Blindheit wollen. Ich muß vielmehr auf jede mögliche Weise
sorgen, daß sie alle am Ende doch jenes Ziel erreichen, das ihnen in Meiner
Ordnung von Ewigkeit her gestellt ist.“ [Rbl. Bd. 2, Kap. 153, 6] Ein Engel im Jenseits zu dem einstigen
Bischof Martin: „Siehe, der Herr weiß es, wie weit Er einem Wesen den Kreis
seiner Freiheit spannt. In diesem Kreise kann jedes Wesen, das einen freien
Willen hat, tun, was es will, zur Übung seiner Freiheit; aber über diesen
Kreis hinaus vermag kein Wesen zu handeln. In einem Wassertropfen leben
zahllose Infusorien und bewegen sich frei darin, können sie aber auch über
den Tropfen hinaus ihre Lebensfreiheit ausüben? [BM. Kap. 74, 12-13] 09. Vom Sterben und Hinübergehen
09.01. Das Rätsel
des Todes
Jesus: „Zu den harten Weltmenschen werden
weder Ich noch Meine Jünger kommen und ihnen der Zweifel Nacht aus ihren
Herzen nehmen. Wann aber über ihr Fleisch das Ende kommen wird, so sollen sie
das Übel ihres Unglaubens und die Folgen der Nichtbeachtung Meiner Lehre
fühlen, während jene, die an Mich tatkräftig glauben, des Fleisches Tod weder
fühlen noch schmecken sollen! — Denn wenn Ich diesen die Türe ihres Fleisches
öffne, werden sie aus ihrem Fleische wie die Gefangenen aus ihren Kerkern
heraustreten.“ [Ev. Bd. 1, Kap. 48, 8 f] Der von Tod und Verwesung erweckte,
erleuchtete Knabe Josoe: „Wenn der Mensch von Gott gerufen wird, diese Welt
zu verlassen, dann wird ein Engel Gottes in einem Augenblick alles dem Geiste
Gottes Angehörige aus der Materie frei machen, die Materie der vollen Auflösung
übergeben, die Seele aber und ihren Lichtgeist, sowie alles, was der Seele
angehört, in vollkommener Menschengestalt vereinigen und in die reine Welt
der Geister hinüberführen nach dem unwandelbaren Willen Gottes.“ [Ev. Bd. 2, Kap. 195, 2] Jesus: Einen leichten Tod haben solche
Menschen, die sich von allen Weltsorgen durch die Verbindung der Seele mit
ihrem göttlichen Geiste befreit haben. [Ev. Bd. 2, Kap. 226, 5-9] Jesus: „Hat eine Seele durch ihre
Tätigkeit nach Meiner Lehre die Lebensreife (in einem klaren Seelenlebensbewußtsein)
erreicht, dann ist ihr jeder weitere Beweis für ihre Unsterblichkeit ganz
unnötig. Oder bedarfst du wohl dafür eines Beweises, daß du nun naturmäßig in
deinem Leibe lebst?“ [Ev. Bd. 6, Kap. 67, 9] Jesus zu einem verstandesstolzen
Schriftgelehrten, der Beweise für ein ewiges Fortleben der Seele nach dem
Leibestode wünscht: „Jetzt bin Ich mit dem allerhöchsten Geiste Gottes da und
zeige euch durch Worte und Taten, daß es so ist, und dennoch zweifelt ihr an
der Wahrheit Meiner Lehre! Saget nun selbst: Was für noch größere und
haltbarere Bürgschaften über ein jenseitiges Leben sollte Ich euch dann noch
geben?!“ [Ev. Bd. 6, Kap. 107, 7] Ein erleuchteter Schriftgelehrter: „Es
kommt hie und da wohl vor, daß auch recht fromme, gerechte Menschen mit
unsanfter Todesart von dieser Welt scheiden, aber da können wir annehmen, daß
Gott so einem Menschen eine größere Geduldsprobe zukommen läßt, damit seine
Seele fürs Jenseits eine umso größere Gediegenheit erlange. — Oder aber: es
kann der im Alter fromm und gerecht gewordene Mensch durch manche
Jugendsünden seines Leibes Natur in Unordnung gebracht haben, was ihm dann
die letzten Stunden nicht angenehm macht. — Aber das können wir als sicher
annehmen, daß von der Wurzel an ganz nach der Ordnung Gottes lebende Menschen
sanft dahinsterben.“ [Ev. Bd. 8, Kap. 4, 11-12] Jesus zu einem römischen Hauptmann:
„Du meinst, daß von jetzt an nur jene Seelen ein ewiges Leben nach des Leibes
Tode haben, die nun Mein Wort hören, an Mich glauben und nach Meiner Lehre
handeln, daß aber alle anderen Seelen für ewig vernichtet würden. Dagegen
kann Ich dir vorerst nur das sagen, daß eines jeden Menschen Leben eine Kraft
aus Gott ist, die Gott mit all Seiner Allmacht ebensowenig vernichten kann
wie sich selbst, weil im Grunde Er selbst ja alles in allem von Ewigkeit her
ist. Gott kann wohl jegliche Materie, die nur Seine durch Seinen Willen
festgehaltene Idee ist, auflösen und sie in Geistiges und Unwandelbares
zurücktreten lassen, aber vernichten kann Er sie ewig nicht, weil Er sich
selbst und Seine klaren Gedanken und Ideen nicht vernichten kann.“ [Ev. Bd. 8, Kap. 128, 8-9] Der Herr Jesus in einem Schreiben an
den für seinen todkranken Sohn um Hilfe flehenden Fürsten Abgarus Ukkama in
Edessa: „Glaube ja nicht, daß dein Sohn, so er stirbt, im Ernste sterben
wird! — Nein, nein! Sondern wenn er stirbt, dann erst wird er erwachen vom
Todesschlaf dieser Welt zum wahren, ewigen Leben in Meinem Reiche, welches
ist geistig und nicht leiblich!“ [Bw. 2, Antw. 3] Eigenhändiger Antwortbrief des Herrn
Jesus in griechischer Sprache an den Fürsten Abgarus Ukkama in Edessa: „Mein
geliebter Sohn und Bruder! Was deinen Sohn betrifft, so weiß Ich alles. Und
es ist Mir überaus lieb, daß es mit ihm ein schönes Ende für di Welt, jedoch
einen bei weitem schöneren Anfang in Meinem Reich genommen hat. — Du aber
tust wohl daran, so du um ihn ein wenig trauerst. Denn siehe, der Guten gibt
es wenige auf der Welt. Die aber sind wie dein Sohn, die sind wohl einer
Nachtrauer wert. — Behalte diese Trauer noch eine Zeit, bis du Mir
nachtrauern wirst eine Kürze!“ [Bw. 4, Antw. 1-2 und 5] Fürst Abgarus Ukkama in einem Brief an
den Herrn Jesus: „Was wußte ich früher von einem Leben nach dem Tode? Alle Weisen
der Welt hätten mir dieses Rätsel nicht enthüllt. — Du, o Herr, aber hast es
mir im Worte und in der Tat gezeigt, wie nach dem Tode dieses unseres
gebrechlichen Leibes erst ein vollkommenes, wahrhaftes, freiestes
Geistesleben seinen Anfang nimmt!“ [Bw. 5, 6 und 7] Jesus zu Robert Blum im Jenseits: „Das
Sterben der Menschen auf der Erde ist wohl für die äußeren Sinne eine sehr
traurige, schmerzliche Erscheinung, und der Weltverstand findet sie sehr hart
und grausam seitens der allmächtigen Gottheit. Aber der freie Geist im Menschen
kann unmöglich anders von jedem seine wahre Freiheit hemmenden Gericht ledig
werden als durch die Hinwegnahme seiner gerichteten leiblichen Umhüllung, die
dem Geiste nur so lange belassen werden darf, bis er zur völligen Selbständigkeit
gediehen ist.“ [Rbl. Kap. 28, 1-2] Der Herr: „Die Menschen der Sonne
werden nie krank. Wenn aber ihr Geist (Seele) die gehörige Reife erreicht
hat, dann zerstört er im Augenblick seine Hülle durch einen flammenden
Ausbruch seines Wesens und geht dann in eine höhere Welt über. Ein solches
Verschwinden wird von den Sonnenbewohnern mit einer innersten, geistigen
Andacht gefeiert, und es wird dem Herrn ein Lob dargebracht, da Er wieder
einen Bruder von den irdischen Banden befreit und ihn in das Urreich des
Lichtes und Lebens zurückgeführt hat!“ [NS. Kap. 24, 18 und 20] Der Herr: „Warum trauerst du, weil Ich
deine Schwester zu Mir nahm? Ist ihr denn etwas Arges begegnet? — O ihr
Kleingläubigen! — Meinet ihr, der Verlust eurer Schwester drücke euer Herz? —
O nein, sage Ich, euer schwacher Glaube ist noch immer eure größte Not! — —
Denn wer da glaubt und liebt im Geiste und in der Wahrheit, der wird allezeit
voll Freude und Dankbarkeit sein im Herzen, da er im hellsten Lichte erkennt,
daß Ich, sein ewiger, liebevollster Vater, allezeit nur das Beste tue! —
Danket Mir mit freudigem Herzen, daß Ich eurer Schwester umsonst das ewige
Leben im Reiche der Kinder gab und ihr von da einen hellen Weg ins große
Heiligtum Meiner ewigen Vaterliebe bahne!“ [Hi. Bd. 1, S. 345, 8. 9 und 11] Der Herr zu einem Freunde, der um den
Verlust eines Kindes trauert: „Wenn zu dir ein Weltfürst gesagt hätte:
Möchtest du mir nicht dein Kindlein überlassen, damit ich es erziehe, zu
einer großen Fürstin mache und es belehne mit vieler Länder Kronen, wärest du
da nicht vor Freuden außer dir?! — Oder es käme ein regierender Prinz und
begehrte zur künftigen Kaiserin die Hand einer deiner Töchter —‚ würdest du
einen solchen Brautwerber wohl vom Hause weisen?! — Jedoch was ist dies alles
im Vergleich zu dem, wenn Ich komme und tue alles das im lebendigen, ewigen,
unendlichen Sinne?! Und da kannst, da magst du klagen, weinen und trauern?!“ [Hi. Bd. 1, S. 415, 2-4] Jesus: „Wer noch eine große Furcht vor
dem Tode des Leibes hat, dessen Seele steht noch in einem starken Verbande
mit dem Fleisch und in einem äußerst schwachen mit dem Geiste; denn eine
große Liebe zum Leben auf dieser Welt ist ein sicheres Kennzeichen, daß die
Seele sich noch sehr wenig bekümmert hat um das ewige Leben ihres Geistes in
ihr.“ [Ev. Bd. 2, Kap. 226, 2] Ein bekehrter Judgrieche fragt: „Wer
trägt wohl die Schuld an einem Schiffsuntergang mit Mann und Maus?“ Darauf
Jesus: Solch ein Geschehen ist ganz gewiß eine bestbegründete Zulassung von
oben, und es bedeutet ungefähr dasselbe, wie wenn jemand an einer unheilbaren
Krankheit leidet und zugrunde geht. Denn kein Mensch auf Erden bleibt ewig am
Leibesleben.“ [Ev. Bd. 6, Kap. 155, 5-6] Jesus zu Sadduzäern, die an keine
Auferstehung glauben: „Es steht geschrieben, daß Gott also geredet hat: ‚Ich
bin der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs!‘. Gott aber ist nicht ein Gott der
Toten, sondern der Lebendigen, und so müssen Abraham, Isaak und Jakob auch
jetzt noch fortleben und seit langem auferstanden sein zum wahren, ewigen Leben!“ [Ev. Bd. 7, Kap. 197, 4] Jesus zu verstockten, irrgläubigen
Pharisäern und Tempeljuden: „Siehe, du und dein ganzes Kollegium seid der
Seele nach schon lange völlig tot; seid ihr aber darum vernichtet!? Ihr
werdet niemals vernichtet werden, aber bleiben, wie ihr nun seid, werdet ihr
in euren Sünden, die da sind der Seele Tod darum, weil eine Seele in solch
einem Zustande nimmerdar zu einer höheren und reineren Erkenntnis
emporsteigen kann, sondern in ihrer Finsternis bleiben muß. Wenn eure Seelen
im Jenseits bald ohne ihre irdischen Leiber sich in der eigenen, aus ihnen
hervorgehenden geistigen Weltsphäre befinden werden — ohne Liebe und ohne
Licht, — wie wird es ihnen dann ergehen?!“ [Ev. Bd. 7, Kap. 190, 5-6] Abedam-Jehova zu dem Erzvater Enos, den
die Vergänglichkeit der irdischen Dinge und Wesen bedrückt: „Alle Dinge sind
nur Meine durch die Liebe festgehaltenen Gedanken, die Geister aber
freigestellte Ideen Meiner Liebe, darum haben sie alle einen freien Willen
und ein freies, für sich selbst abgeschlossenes Leben. Wenn Ich nun einen von
Mir festgehaltenen Gedanken wieder freilasse, sage: ist er denn darum
wirklich vergangen, wenn Ich ihn von den Banden Meiner Liebe befreit habe und
er nun wieder aufsteigt in den großen Kreis Meiner Geister, welche da gleich
geformten Feuerflammen alle Unendlichkeit erfüllen?! Oh, Ich sage es dir:
Auch das Moospflänzchen, das der Meeresklippe entsproßte, besteht und lebt
sogar in diesem Meinem großen Kreise noch fort! Nichts wird vernichtet, und
umso weniger dereinst dieser dein Leib des Geistes! Wie er aber jetzt ist,
kann er nicht bleiben, wohl aber wird er nach und nach dem vollendeten Geiste
gereinigt wiedergegeben werden, wenn auch nicht in dieser Form, so aber doch
als ein ewig unzerstörbares, geistiges Kleid. Darum sollte auch niemand
Frevel und Sünde treiben mit seinem Leibe; denn wer solches tut, der wird
dereinst auch mit zerrissenen Kleidern im Geiste einhergehen müssen. Und
somit gibt es keine Vergänglichkeit (= Vernichtung) der Dinge, wohl aber eine
Löse für sie alle!“ [H. Bd. 2, Kap. 132, 14-22] Der Erzengel Zuriel: „Als tot ist nur
das zu betrachten, was zufolge der vom Herrn erhaltenen Willensfreiheit sich
von Gott eigenwillig getrennt hat und fortbestehen will ohne Gott aus eigener
Kraft!“ [H. Bd. 3, Kap. 10, 3] Der Evangelist Johannes: „Gott tötet
tagtäglich der Menschen Leiber, aber zur rechten Zeit, wenn der Geist (die
Seele?) seine bestimmte Reife erlangt hat. Auch die Engel des Himmels, als
Diener Gottes, zerstören in einem fort der Menschen Leiber auf Erden, aber
nicht eher, als bis sie vom Herrn den Auftrag haben, und dann nur auf die
Weise, wie es der Herr haben will.“ [GS. Bd. 2, Kap. 78, 12] Letzte, qualvolle Stunden eines
hochgestellten, berühmten, ungläubigen Mannes, der im Sterben allen Mut verliert
und nur die Schrecken der Hölle, der Verwesung und Vernichtung vor sich
sieht. [St.-Sz. 1. 1-6] Der Herr: „Da der Heilige Geist Mein
ewiger Zeuge ist, wozu sollte Ich die Blutzeugenschaft Meiner Nachfolger
verlangen?! Wer selbst ein Blutzeuge werden will, der soll es auch werden;
aber es glaube ja niemand, daß er dadurch Mir einen Dienst erweist. Ich habe
jedem Menschen aus Meiner Ordnung ein bestimmtes Lebensziel gesetzt, und
dieses besteht nicht im Schwerte noch im Feuer; denn der Tod durch Schwert
und Feuer ist ein Gericht. Wer aber Meiner Ordnung eigenwillig vorgreift, der
muß sich dann auch ein kleines Gericht gefallen lassen.“ [Schrft. Kap. 35, 12 und 14] 09.02. Bestattung
und Verwesung der Leibeshülle
Jesus sagt zu einem seiner Jünger: Laß
die Toten ihre Toten begraben und folge Mir nach!“ Ev. Bd. 1, Kap. 103, 1 Jesus verwirft eitles
Begräbnisgepränge als Ausdruck der Selbstsucht, des Hochmuts und des
geistigen Todes. [Ev. Bd. 1, Kap. 103, 1-2] Auf die Frage des Römers Agrikola:
‚Herr und Meister, was sagst Du zu dem bei uns üblichen Verbrennen und
Einbalsamieren der Leichname?‘ erwidert Jesus: „Wenn ihr es nicht ändern
könnt, dann belasset es beim alten Gebrauch! Aber das Verbrennen ist besser
als das Einbalsamieren, wodurch die Verwesung sehr verzögert wird. Ein
rechtes Beerdigen des Leichnams jedoch ist das Beste. Nur soll ein Leichnam
erst dann beerdigt werden, wenn er völlig tot ist, was ein Arzt gar wohl beurteilen
kann; denn bei Scheintoten stellen sich die eigentlichen Todeszeichen nicht
ein.“ [Ev. Bd. 8, Kap. 84, 1-2] Jesus: „Es gehört zur Nächstenliebe,
daß kein Scheintoter begraben oder verbrannt wird. Wenn ihr es aber merket,
daß jemand im Scheintode liegt, dann bringet ihn in ein Gemach mit guter,
frischer Luft, betet über ihm und leget ihm die Hände auf, und es wird mit
ihm besser werden! Sollte eines Menschen Scheintod hartnäckiger sein, so habt
Geduld und haltet ihn nicht eher für tot, als bis sich die wahren
Todeszeichen wohlerkennbar an ihm zeigen! Denn was ihr wünschet, daß euch die
Menschen in solchem Falle tun, das tuet auch ihnen!“ [Ev. Bd. 8, Kap. 84, 3-4] Der im Jenseits zum Bewußtsein seiner
Unsterblichkeit erwachende einstige Bischof Martin entrüstet sich über das
prunkvolle Leichenbegängnis seiner sterblichen Fleischeshülle mit den Worten:
„Ich weiß mir vor Hunger und Lichtmangel kaum zu helfen, und diese Narren vergöttern
meinen Fleischrock!“ [BM. Kap. 3, 10-11] Jesus: „Die Seele als ein
Zusammengesetzes und Gemengtes ist durch und durch ätherisch-substantieller Beschaffenheit.
Da aber auch der Leib in seinem Wesensgrunde Ätherisch-Substantielles in sich
faßt, so ist solches verwandt mit der substantiellen Wesenheit der Seele.
Dieses Verwandte ist das Eigentliche, das die Seele mit dem Leibe verbindet.
Geht es mit der Zeit zu sehr in das rein Materielle über, so muß es durch den
Verwesungsprozeß aus dem Körper geschieden und jenseits der gewissermaßen
nackten Seele zugeführt werden. — Hat aber die Seele selbst am Ende zuviel
Materielles aus ihrem Leibe in sich aufgenommen, so erreicht der Leibestod
auch sie, und sie muß mit dem Leibe verwesen und kann erst nach mehreren
Erdenjahren als ein unvollkommenes, finsteres Wesen erwachen, wo es ihr dann
sehr schwer wird, sich in eine höhere, lichtere Sphäre emporzuschwingen.“ [Ev. Bd. 4, Kap. 90, 6-7] Jesus: „Auch des Menschen äußere Form,
sein Leib, hat nur so lange einen Wert, wie sie von der lebendigen Seele
bewohnt wird. Ist die Seele reif geworden, dann verläßt sie für ewig den
Leib, und dieser wird verzehrt. Was in ihm noch substantiell der Seele
Angehöriges ist, das wird der Seele auch wiedergegeben; alles übrige geht als
Nährstoff in tausend andere geschöpfliche Lebensformen über.“ [Ev. Bd. 6, Kap. 53, 11] Jesus: „Es ist wahr, daß während des
Lebens auf dieser Erde die Seele sich aus ihrem Fleische das ihr Verwandte
aneignet, es in ihr Wesen verkehrt und nach dem gänzlichen Abfall des Leibes
aus dem Verwesungsäther nach und nach auch noch das ihr Entsprechende zu
ihrer Bekleidung an sich zieht. Aber das ist kein Verdienst, sondern nur eine
in meiner Ordnung begründete Lebenseigentümlichkeit jeder Seele. Hat jedoch
eine Seele rein und nach Meinem Willen gelebt, dann geht von ihrem irdischen
Leibe mehr in sie über als bei einer unreinen, sündigen Seele; denn war ein
keuscher Leib hier schon eine Zierde der Seele, so wird er es in einem
verklärten, geistigen Zustande noch umso mehr sein!“ [Ev. Bd. 8, Kap. 61, 11-12] Jesus: „Es liegt in Meiner Ordnung,
daß der Leichnam aus verschiedenen, sehr weisen Gründen nur langsam verwest
und sich verwandelt. Würde Ich einen Leichnam, der voll unreiner Geister ist,
plötzlich auflösen, so würden die dadurch in großer Masse freigewordenen unreinen
Geister sich in Blitzesschnelle auf die Leiber der nächsten Menschen stürzen
und sie verderben. — Beim langsamen Verwesen aber werden die unreinen Geister
zu einer Unzahl von Würmern, diese verzehren den Leichnam und endlich auch
einander, verwesen dann selbst, steigen in Feuchtigkeiten auf die Oberfläche
der Erde, wo sie in allerlei Kräuter übergehen und dann zu reineren Insekten
werden. Also will es Meine Weisheit und Ordnung.“ [Ev. Bd. 8, Kap. 83, 5-6] Der Herr: „Der Engel löst die Seele
vom Leib mit den Worten: ‚Hephata!‘, d.h. Tue dich auf, du Seele, und du,
Staub, aber sinke zurück in deine Verwesung und zur Löse durch das Reich der
Würmer des Moders! Amen!“ [BM. Kap. 1, 8] Der Herr: „Auch der menschliche Leib
besteht aus Seelenpartikeln, aber diese Partikel sind noch grob und unlauter,
daher sie auch wieder in die Erde kommen, dort verwesen müssen und dann erst
aus der Verwesung aufsteigen, um das Wesen, dem sie einst angehörten, zu
vervollständigen, was sich in der dritten oder obersten Erdgeistersphäre
begibt.“ [Ed. Kap. 40, 6] Der Herr: „Viele Seelen, deren Herz
sehr stark an der Welt hing, verweilen noch gar lange nach dem Hinscheiden
auf der materiellen Erde und meist an dem Ort, wo ihr Leib verwest. Und
manche bleiben so lange auf den Friedhöfen über ihrem Grabe, bis durch den
Akt der Verwesung von ihrem Leibe nicht ein Atom mehr übrig ist. Die
Hauptursache, daß sich die Seelen so lange auf den Friedhöfen aufhalten, ist
die falsche Lehre von der Auferstehung des Fleisches. Die Seelen werden zwar
allezeit (von himmlischen Boten) belehrt, daß der verstorbene Körper sie gar
nichts mehr angehe, daß er für sie nicht mehr zu beachten ist als ein
gänzlich zerrissener Leibrock! Allein solche Lehre nützt bei diesen Wesen
vorerst nichts.“ [Hi. Bd. 1, S. 362, 3-6] 09.03. Übergang
der Seele ins Geisterreich
Der Jüngling Jesus zu einem
lichtsuchenden römischen Ratsherrn: „Siehe, wenn Gott die Menschen nur für
die Erde bestimmt hätte, dann wäre es wohl eine sonderbare Liebhaberei von
Ihm, sie erst zu erschaffen und dann zu zerstören! Aber weil Gott die Menschen
für ein höheres, ewiges Leben erschaffen hat und sie nur so lange auf dieser
Erde bestehen läßt, bis sie die nötige Willensfreiheitsprobe im Fleische
durchgemacht haben, so ist das ein Beweis für die wahre, lebendige Liebe
Gottes zu Seinen Menschen. Verläßt der Mensch diese Erde, so wird er jenseits
in solche Schulhäuser geführt, die für ihn zur Erlangung einer höheren und
wahren Lebensvollendung geeignet sind.“ [Ev. Bd. 7, Kap. 217, 2] Jesus, der Herr: „Ob du als Kaiser oder
Bettler stirbst, ist für das Jenseits einerlei. Wer hier viel hatte, wird jenseits
viel entbehren müssen; wer aber hier wenig oder nichts hatte, der wird
jenseits auch wenig oder nichts entbehren und umso leichter und eher zu den
inneren, allein wahren, lebendigen Geistesschätzen gelangen.“ [Ev. Bd. 7, Kap. 222, 10] Der Seher Mathael schildert den
Austritt der Seele aus dem Leibe einer Sterbenden: Aus der Brustgrube erhebt
sich ein weißer Dunst, der sich allmählich in die Gestalt einer ihm bekannten
Nachbarin umwandelt, eines schönen, jungen Weibes, das sich freudig umschaut
und über ihre jetzige anmutige Umgebung sehr verwundert. [Ev. Bd. 4, Kap. 128, 6-8] Jesus erklärt die von dem Seher
Mathael in dessen Jugend erschauten Vorgänge bei einer Sterbenden: „Die Seele
eines Sterbenden befindet sich bei ihrem Austritt aus dem Leibe in einer
stark bebenden Erregung, so daß sie von einem geistigen Seher zunächst nur
als Dunstwolke erschaut werden kann. Erst nachdem sich die Seele allmählich
beruhigt hat, wird sie als menschliche Form sichtbar. Kehrt sie ganz in den
Zustand der Ruhe zurück, die gleich nach der völligen Ablösung vom Leibe
eintritt, so ist sie in klarer Menschenform zu erschauen, vorausgesetzt, daß
sie sich zuvor nicht durch allerlei Sünden zu sehr entstellt hat.“ [Ev. Bd. 4, Kap. 129, 1-5] Der Evangelist Johannes erklärt: „Niemand kommt sogleich in den Himmel
oder in die Hölle, außer es müßte im ersten Falle jemand schon auf der Erde
vollkommen wiedergeboren sein aus der reinen Liebe zum Herrn, — oder er müßte
im zweiten Falle ein böswilligster Frevler gegen den Heiligen Geist sein.“ [GS. Bd. 2, Kap. 120, 4] Der Herr: „Solange noch eine Wärme im Herzen ist, löst der Engel die
Seele nicht vom Leibe. Denn diese Wärme ist der Nervengeist, der zuvor von
der Seele ganz aufgenommen werden muß, bis die volle Löse durch den Engel
vorgenommen werden kann!“ [BM. Kap. 1, 7] Der einstige Bischof Martin über seine Seelengestalt im Jenseits: „Ich
habe Füße, Hände, Kopf, Augen, Nase, Mund, — kurz, alles, was ich auf der
Erde hatte, einen Magen auch, aber der hat schon lange einen wahren
Kardinalfasttag!“ [BM. Kap. 2, 18] Der Herr: „Da die Seele nach dem Tode immerdar mit ihrem freien Geiste
vereint bleibt, dessen Leib sie ausmacht, so wird auch in Hinsicht der ewig
zu achtenden Freiheit des Willens diesen Wesen durchaus kein Zwang angetan.
Sondern sie werden nur von Zeit zu Zeit belehrt, können aber im übrigen tun,
was sie wollen, geradeso, als wenn sie noch leiblich auf der Welt lebten.“ [Hi. Bd. 1, S. 363, 4] Jesus zu der bekehrten, liebeglühenden Heidin Helena, Tochter des
Königs von Pontus: „Herzen, die so lieben wie du, haben ewig keinen Tod zu
befürchten, Ich bin ja die Auferstehung und das Leben, und die an Mich glauben,
werden den Tod nicht sehen, noch fühlen oder schmecken! — Wohl wird dir
dereinst der schwere Leib genommen, doch ohne Schmerzen wirst du verwandelt
werden in einem Augenblick von diesem unfreien Leben in das hellste Leben
deiner Seele durch Meinen Geist der Liebe, der in dir ist und wächst bis zur
Vollähnlichkeit mit Meinem ewigen Geiste!“ [Ev. Bd. 3, Kap. 110, 3-5] Ein bekehrter Pharisäer: „Was nützen dem Menschen alle Schätze der
Erde, die er nicht mitnehmen kann, wenn er von hier scheidet?! Gottes Schätze
aber, die Gott geschaffen hat für Seele und Geist, nehmen wir mit hinüber ins
große Jenseits, und sie werden uns alles in allem sein: Speise, Trank,
Wohnung und Kleidung und das vollkommene ewige Leben voll Licht und Wonne!“ [Ev. Bd. 3, Kap. 155, 6] Der Jüngling Jesus zu dem Pflegevater Joseph, der an einen langen
Seelenschlaf bis zur Auferstehung am „Jüngsten Tage“ glaubt: „So Ich nun bei
euch bin, — warum fraget ihr denn Mich nicht, wie sich die Sache mit dem
Leben der Seele nach dem Abfalle des Leibes verhält? — Ich weiß nichts von
einer beinahe ewiglangen Todesnacht der Seele nach dem Abfalle des Leibes, sondern
in dem Augenblick, in dem der schwere Leib von dir abfällt, wirst du dich
auch schon in der Auferstehung befinden, fortleben und wirken in Ewigkeit,
d.h. wenn du als ein Gerechter vor Gott diese Welt verlassen wirst.“ [Ev. Bd. 7, Kap. 209, 12] Jesus, der Herr, in einem Schreiben an den Fürsten Abgarus Ukkama in
Edessa: „Wahrlich, Ich sage dir: Die da glauben Meiner Lehre, daß sie von
Gott ausgegangen ist, die sollen auferweckt werden am jüngsten Tage, allda
jeder sein rechtes Gericht finden wird. Aber die Mich wie du lieben, die
werden den Tod nimmer schmecken! Sondern wie der schnellste Gedanke werden
sie aus diesem Leben des Leibes in das allerhellste, ewige Leben verklärt
werden und Wohnung nehmen bei Mir, ihrem Vater von Ewigkeit.“ [Bw. 3, 6] Dreißig Jahre nach dem Tode Adams wurde Evas Geistwesenheit (Geist und
Seele) durch den seligen Geist Adams aus ihrem Leibe gelöst mit den Worten:
„Eva, es ist des Herrn Wille, daß auch du heimkehrest, und so komme denn in
meine Arme im Namen des Herrn!“ Hier sank die Eva tot darnieder, und ihr
Geist und ihre Seele entschwanden alsbald mit dem Geiste Adams und wurden
forthin nimmer gesehen. [H. Bd. 3, Kap. 116, 19-20] Der Herr tröstet Henoch, den Hohenpriester der Urzeit, nahm ihn zu sich
mit dem Leibe, und Henoch ward forthin nicht mehr gesehen auf der Erde. Zu
König Lamech, der Henoch suchen wollte, sprach der Herr: „Mache dir nicht
vergebliche Mühe; denn siehe, Ich habe den Henoch, wie Ich ihm verheißen
habe, zu Mir mit Leib, Seele und Geist genommen.“ [H. Bd. 3, Kap. 117, 20, Kap. 118, 8] Der Erzengel Raphael zu lichtsuchenden Pharisäern: „Ich bin nicht wie
ihr ein irdischer Mensch, sondern ein Bote des Herrn! Mein Name ist Henoch;
Raphael bin ich aber nun genannt, weil ich auf dieser Welt, da ich in der Urzeit
als Mensch das Fleisch trug, gleich dem Propheten Elias keinen Tod des Leibes
genossen habe. Denn Gott der Herr hat mich in einem Augenblick verwandelt.
Doch solche Gnade hat der Herr nicht mir allein erwiesen, sondern auch
anderen, die Ihn über alles liebten.“ [Ev. Bd. 8, Kap. 10, 4] Jesus: „Die Seele eines Wiedergeborenen wird selig und hellsehend der
morschen Leibeshülle entschweben und sogleich von vielen Freunden in die
unbeschreibbaren Freuden der Himmel eingeführt werden und endlos froh und
heiter sein, daß sie von dieser Welt und ihrem Jammer erlöst ist.“ [Ev. Bd. 8, Kap. 82, 11] Das Jesuskindlein zu dem wohltätigen römischen Statthalter Cyrenius:
„Mein lieber Cyrenius Quirinus! Du hast mehrere hundert Arme nun in kurzer
Zeit versorgt, und was du den Armen tust, das tust du Mir! Aber nicht hier
auf Erden werde Ich dich belohnen, sondern, wenn du sterben wirst, da werde
Ich alsbald deine Seele erwecken und dich Meinen Engeln gleich machen!“ [Jug. Kap. 150, 18, 19, 21] Der Hohepriester Henoch zu Sehel (Michael): „Bruder, der Herr bedarf
deiner. Daher gehe hin zu Ihm, aber verrate Ihn nicht vor der Zeit. Der Herr
aber wird dich nun verklären und ermächtigen zu Seinem großen Weltendienst.
Gedenke aber in deiner großen Klarheit meiner; denn auch mich wird der Herr
dereinst verklären also, wie Er nun dich verklären und endlos bevollmächtigen
wird.“ [H. Bd. 2, Kap. 280, 27-29] Der Herr zu erweckten Kindern der Höhe: „Wird dieser jetzt geschlossene
heilige Bund von euch, Meinen wahrhaftigen Kindern, nicht zerrissen durch ein
Übergehen zur toten Äußerlichkeit der Welt, so werde Ich verbleiben bei euch
wie ihr bei Mir, und es wird sein auf der Erde, wie es ist in den Himmeln,
und es wird auch kein Tod mehr sein unter euch, sondern — wie ihr alle
gesehen habet, daß Ich den Sehel zu Mir nahm —‚ also will Ich euch alle zu
Mir nehmen und euch dann im Geiste machen zu gar mächtigen Liebetätern aller
Wesen und aller Kreatur in Meinen endlosen Schöpfungsgebieten! — Wenn Ich
aber jemanden abrufen werde, so wird der Ruf ihn enthüllen; er wird der
schweren Fleischesbürde enthoben und dann alsbald eingehen in die große
Herrlichkeit des ewigen Lebens im Geiste der unvergänglichen Liebe!“ [H. Bd. 3, Kap. 8, 9 und 12] Nach dem glühenden Bekenntnis Mahals seiner neuerwachten, mächtigen
Dankbarkeit und Liebe zu dem göttlichen Vater rührte der Herr den Mahal mit
einem Finger an, und im Augenblick sank der sterbliche Leib in Staub und
Asche zusammen; aber der verklärte Geist Mahals stand als ein leuchtender
Seraph neben dem Herrn und pries mit unsterblichen Lippen die ewige Liebe des
Vaters, die noch im Gericht von gleicher endloser Fülle ist wie im Frieden
der ewigen Ordnung. [H. Bd. 3, Kap. 356, 10] Ein erleuchteter Schriftgelehrter: „Es kommt hie und da vor, daß recht
fromme, gerechte Menschen mit einer unsanften Todesart von dieser Welt
scheiden, aber da können wir annehmen, daß Gott solch einem Menschen eine
größere Geduldsprobe zukommen läßt, damit seine Seele für das Jenseits eine
umso größere Gediegenheit erlange. — Oder aber: es kann der im Alter fromm
und gerecht gewordene Mensch durch manche Jugendsünden seines Leibes Natur in
Unordnung gebracht haben, was ihm die letzten Stunden nicht angenehm macht. —
Aber das können wir als sicher annehmen, daß von der Wurzel an ganz nach der
Ordnung Gottes lebende Menschen sanft dahinsterben.“ [Ev. Bd. 8, Kap. 4, 11-12] Jesus in verhüllter Gestalt im Jenseits zu einer erwachenden Seele,
welche um die Fürsorge Gottes für ihre hinterlassene Familie bittet: „Sorge
dich um nichts mehr, was auf der Erde ist und geschieht! Denn dafür sorgt
schon der Herr, der euch allen hier um sehr vieles näher ist, als ihr meinet.
Was deine adelsstolze Familie betrifft, so tut ihr eine tüchtige irdische
Demütigung überaus not; denn dadurch lernt sie die Nichtigkeit aller
irdischen Güter kennen und verabscheuen. Und so wird es ihr nach der Ablegung
des Leibes leichter werden, in das Reich des Lichtes zu gelangen.“ [Rbl. Bd. 1, Kap. 142, 14] Ein frommer, vom Tode aus irdischer Not und Pein erlöster Vater zu den
Seinen: „In einem mir kaum bewußten, wunderbaren Augenblick bin ich von
meiner beschwerlichen Leibeslast frei gemacht worden! Und sehet, ich lebe
dennoch und rede mit euch, und zwar viel vollkommener, als ich je geredet
habe. Der Grund davon aber ist, daß ich stets an Jesum, den Gekreuzigten,
glaubte und, soviel es mir möglich war, nach Seinen Geboten handelte.“ [St.-Sz. 10. 17 und 18] Überführung eines in der Welt hochgestellten, ungläubigen Mannes durch
drei Engel Gottes in die Geisterwelt. [St.-Sz. 1, 7-13] Übergang eines reichen, gutherzigen, den Herrn Jesus hochverehrenden
und liebenden, jedoch mit fleischlichen Schwächen behafteten Mannes. Nach
einem Festmahl wird er vom Schlage tödlich getroffen, gelangt unvermerkt ins
Jenseits und findet dort zunächst alles genauso vor wie in seinem irdischen
Hause. [St.-Sz. 3. 1-8] Ein weltbekannter, sehr stolzer Feldherr gelangt durch eine
schmerzvolle Krankheit verzweifelt und herrisch fluchend ins Geisterreich.
Dort naht, ihm unsichtbar, ein Engel mit flammendem Schwert, löst die Seele
von ihrem hochmütigsten Fleische und sagt folgende Worte: „Erhebe dich, du
matte Seele, und du, stolzer Staub, falle in das Meer deiner bodenlosen
Nichtigkeit zurück!“ [St.-Sz. 6. 1-9] 09.04. Jüngster Tag und jüngster Gericht
Jesus zu Nathanael: „Wer so lebt und handelt wie du (in der göttlichen
Liebeordnung), der wird erweckt werden jenseits, wie auch schon diesseits,
zum ewigen Leben. Und es wird so jedermanns jüngster Tag sein, wenn er von
Mir erweckt wird zum ewigen Leben, sei es schon hier oder jenseits. Bestrebe
sich daher ein jeder, daß er schon hier erweckt werde. Denn wer schon hier im
Fleische erweckt wird, der wird den Tod des Fleisches weder sehen noch fühlen
und schmecken, und seine Seele wird nicht geängstigt werden.“ [Ev. Bd. 1, Kap. 149, 2-3] Jesus: „Wer an Mich glaubt, Meine Lehre hört und danach tut, den werde
Ich selbst auferwecken an seinem „Jüngsten Tage“, der sogleich nach dem
Austritt der Seele aus ihrem irdischen Leibe erfolgen wird.“ [Ev. Bd. 6, Kap. 54, 11] Jesus zu den verständnislosen Bürgern von Tiberias: „Wenn ihr Mich
erkennen und an Mich glauben werdet, dann wird ein wahrer „jüngster Tag“ in
eurer Seele werden, an dem Ich euch durch die Wahrheit Meiner Lehre
auferwecken werde. So ihr aber an Mich nicht glaubt und Mich nicht erkennt,
dann wird in eurer Seele schwerlich je ein jüngster Tag werden.“ [Ev. Bd. 6, Kap 44, 7] Jesus: „Wer Meine Lehre diesseits vollernstlich annimmt, der wird die
Brücke (zur himmlischen Welt) schon im Leibe überschreiten. Wer aber auf der
Erde Meine Lehre nur lau, unvollständig oder gar nicht annimmt, der wird in
großer Nacht in jener Welt anlangen, und es wird ihm sehr schwer werden,
diese Brücke zu finden. Den Menschen aber, die diesseits von Meiner Lehre nie
etwas erfahren, werden jenseits Führer gegeben, die sie zu dieser Brücke
leiten. Folgen die Unwissenden ihren himmlischen Führern, so sollen auch sie
über diese Brücke zum wahren, ewigen Leben kommen. Verbleiben sie jedoch
hartnäckig bei ihrer (heidnischen) Lehre, so werden sie aus ihrem
Lebenswandel nach ihrer alten Lehre nur geschöpflich gerichtet und können zur
Kindschaft Gottes nicht gelangen.“ [Ev. Bd. 1, Kap 81, 11-12] Jesus verwirft den unsinnigen Glauben an eine Auferstehung der Seelen
nach vielen tausend Jahren: an einem Jüngsten Tage.“ [Ev. Bd. 7, Kap. 194. 10] Auf Jesu Wort: „Ich werde euch erwecken am jüngsten Tage“ sagt der Grieche
Kado: ‚0 Herr und Meister! Das geschähe dann schon morgen? Denn jeder neue
Tag ist für uns ein jüngster!‘ Darauf Jesus: „Ich meine damit keinen
diesirdischen Tag, sondern einen geistigen im Jenseits. Wenn du den Leib
verlassen und in das Reich der Geister eintreten wirst, dann wird das dein
jüngster Tag sein, und Ich werde dich aus dem Gerichte der Materie erlösen,
und dies ist das Erwecken am „Jüngsten Tage“. [Ev. Bd. 8, Kap. 187, 6-8] Jesus zu Jüngern und Freunden: „Daß Ich mit euch noch nie von einem
allgemeinen Erweckungs- und Gerichtstage gesprochen habe, werdet ihr alle
wohl wissen. — Wohl aber war die Rede von einem besonderen ‚jüngsten Tage‘,
der für jeden Menschen kommt und das in dem Augenblick, in dem seine Seele
die fleischlich-irdische Probehülle verläßt. Aber freilich wird diese
Erweckung nicht jedem sofort zum ewigen Leben verhelfen.“ [Ev. Bd. 10, Kap. 155, 1] Jesus: „Jenseits wird des Guten Lohn Gutes sein, des Bösen aber Böses,
und ein jeder wird nach der Ablegung seines Leibes sich befinden in seinem
„jüngsten Tage“, und Ich werde jeden auferwecken und ihm den Lohn geben aus
ihm selbst, wie er war: gut oder böse!“ [Ev. Bd. 10, Kap. 176, 10] Der Herr zu einer hartnäckig in irrigen Dogmen verharrenden
Klostervorsteherin im Jenseits: „Auf deinen ‚Jüngsten Tag‘ wirst du
vergeblich warten; denn dieser ist und dauert für alle Menschen fortwährend.
Er ist für die Liebegerechten ein Tag der Auferstehung zum ewigen Leben,
welches ist die vollkommene Wiedergeburt im Geiste. Er ist aber auch ein Tag
des Gerichtes für alle jene, die Mich nicht im Geiste und in der Wahrheit und
somit in aller Liebe in sich aufnehmen wollten.“ [GS. Bd. 1, Kap. 64, 15] Ein Erweckter im erscheinlichen Wien zu einer Schar blinder Seelen:
„Glaubet ihr denn, daß der ‚Jüngste Tag‘ geradeso aussehen muß, wie er euch
vorgemalt wurde? Es ist jetzt allerdings ein ‚Jüngster Tag‘ hier für uns alle
angebrochen, weil wir bisher in stockfinsterer Nacht gelebt haben. Aber Gott
der Herr selbst hat uns aufgeweckt an diesem Tage, sonst wir in der Nacht der
Weltirrtümer geblieben wären. Und sehet, das ist ein rechter jüngster Tag, an
dem uns Heil für ewig widerfahren ist! — Heißt es denn nicht in der Schrift:
‚Ich, der Herr, werde ihn am jüngsten Tage erwecken!‘ und nicht: Ich werde
ihn am jüngsten Tage verdammen!?‘ [Rbl. Bd. 2, Kap. 238, 2] Ein Erleuchteter in der geistigen Welt zu dem einstigen Bischof Martin:
„Wohl spricht der Herr von einer Erweckung am jüngsten Tage, der — wohl
verstanden — bei jedem gleich nach seines Leibes Tode anfängt; aber von einem
Gericht spricht Er nur also: Jeder hat in sich schon, das ihn richten wird,
nämlich Mein Wort!“ [BM. Kap. 53, 19] 09.05. Todesfurcht und Sterbensfreude
Auf die bange Frage eines Schriftgelehrten: ‚Werde ich der begangenen Sünden
wegen am Ende das Herbe des Todes fühlen und schmecken müssen?‘ erwidert
Jesus: „Wenn du so leben wirst, daß deine Seele in ihrem Geiste völlig
wiedergeboren wird, so wird der Geist mit allen deinen unreinen
Fleischesgeistern bald und leicht fertig werden, und du wirst eines seligen
Todes sterben auch dem Leibe nach. Aber wenn jemand im allgemeinen zwar nach
Meiner Lehre ganz ernstlich lebt und handelt, jedoch insgeheim noch in seine
alten Gewohnheiten verfällt, da wird er diesseits nicht die völlige
Wiedergeburt der Seele im Geiste erlangen können und sich‘s am Ende in aller
Demut und Geduld schon gefallen lassen müssen, wenn er beim Scheiden noch mit
manchen Leiden zu kämpfen hat. Denn da werden die Leiden das Feuer sein,
durch das des Menschen Lebensgold völlig geläutert wird.“ [Ev. Bd. 8, Kap. 82, 10] Jesus: „Solange eine Seele an den Besitz- und Reichtümern dieser Welt
hängt, wird sie des Gefühls der Todesfurcht weder in dieser noch in der
anderen Welt je völlig ledig. Denn alle Materie ist gerichtet und somit gegenüber
dem freien Geiste tot. Wenn also eine Seele an der toten Materie klebt, so
kann sie auch kein anderes Gefühl haben als das des Todes. — Kehrt sich aber
eine Seele von der Materie ab durch den wahren, lebendigen Glauben an den
einen Gott und durch die tätige Liebe zu Ihm und zum Nächsten, dann wird sie
des Gefühles der Todesfurcht bald ledig, und das ist für jeden Menschen dann
ein sicheres Zeichen, daß Gericht und Tod aus seiner Seele entwichen sind.“ [Ev. Bd. 8, Kap. 183, 3-4] Jesus: „Den ungeläuterten Seelen wird es im Sterben nicht leicht
ergehen. Sie werden fürs erste in ihrem Fleische zumeist große Schmerzen
verspüren; außerdem werden in der Seele Furcht, Angst und sogar Verzweiflung
sich kundtun. Und wird die Seele frei von ihrem Fleische, so wird sie
jenseits viele Jahre nach der Zeitrechnung dieser Welt zu tun haben, um zu
einem helleren Bewußtsein zu gelangen. Von einer völligen Vergeistigung aber
ist noch lange Zeiten hindurch keine Rede.“ [Ev. Bd. 5, Kap. 90, 6] Jesus: „Die Furcht vor des Leibes Tode ist nicht so sehr in dem
mangelnden Bewußtsein der Seele von ihrem Fortbestehen nach dem Abfalle des
Leibes begründet, als vielmehr in der Liebe zur Welt und in der Selbstliebe.
Durch diese beiden Liebearten wird die Seele stets mehr in ihr Fleisch
gedrängt. Die Folge davon ist, daß sie dadurch das Gefühl des Sterbens,
Vergehens und Aufhörens immer mehr zu ihrem eigenen macht und in Angst und
Furcht übergehen muß.“ [Ev. Bd. 6, Kap. 68, 1] Jesus zu weltklugen, hochmütigen heidnischen Priesterweibern: „Daß ihr
nicht an das Fortleben der Seele nach dem Leibestode glaubt, daran schulden
euer Hochmut, eure Selbstliebe und die Gier, vor den Menschen als Vielwisser
zu glänzen und jeden andern mit euren alten Weisheitsbrocken in den Staub zu
reden. Solange ihr in diesem Hochmut verharret, werdet ihr anstatt des Lebens
nur den ewigen Tod in euch fühlen; denn der Hochmut treibt die Seele in ihres
Leibes Fleisch, in welchem sie dann nichts anderes fühlen kann als des
Fleisches Tod.“ [Ev. Bd. 6, Kap. 111, 2-4] Jesus: „Um vieles ärger als ein heftiger Wettersturm ist der innere
Sturm eines großen Sünders, wenn sein Ende naht und er den ewigen Tod vor
sich und Gottes Zorn über seinem Haupte sieht. Wird bei Gott der Mensch noch
Gnade und Erbarmung erhoffen können, der nie einem Armen auch nur die
kleinste Barmherzigkeit erwiesen, wohl aber gar viele Menschen ins Elend
gestürzt hat? Siehe, Freund, ein solcher Seelensturm ist ums unaussprechbare
schrecklicher als ein Natursturm!“ [Ev. Bd. 9, Kap. 75, 6-7] Jesus: „Wer das Leben des Leibes liebhat und es um jeden Preis zu
erhalten strebt, der wird mit dem Leben des Leibes auch das ewige Leben der
Seele verlieren. Wer aber das Leibesleben um Meiner Lehre willen dahingibt,
der wird das ewige Leben der Seele dafür gewinnen!“ [Ev. Bd. 2, Kap. 116, 4-5] Jesus zu der ihn über alles liebenden Jarah: „Nein, du Mein Herz, dich
verlasse Ich ewig nimmer. Du wirst den Tod weder sehen noch fühlen; Meine
Engel werden dich von dieser Welt dereinst holen und zu Mir, deinem Vater von
Ewigkeit bringen. Denn sieh, du Meine allerliebste Jarah, zu dem du um Meine
Hierherkunft gar so herzlich gebetet hast, der sitzt nun in Meiner Person bei
dir und liebt dich mit der reinsten göttlichen Flamme aller Himmel, und du hast
recht zu sagen, daß du seliger bist als die vollkommensten Engel!“ [Ev. Bd. 2, Kap. 114, 11] Jesus: „Ein Mensch, dessen Seele sich schon (in ihrem Erdendasein) in
ihren Geist hineingelebt hat, sieht (vor seinem Leibestode) keine Vernichtung
vor sich. Das Gefühl einer solchen Seele ist gleich dem ihres ewig unvernichtbaren
Geistes; sie wird keinen Tod mehr sehen und fühlen, da ihr jede Todesfurcht
ferne ist.“ [Ev. Bd. 2, Kap. 132, 10] Jesus: „Ein in guter Ordnung lebender Mensch wird bis in sein hohes Alter
im ganzen wenig von Schmerzen zu erzählen wissen. Sein Fleisch wird bis zur
letzten Stunde noch fügsam und geschmeidig verbleiben, und die Seele wird
sich nach und nach ganz sachte ihrem Fleische entwinden können in der besten,
wahren Ordnung Gottes.“ [Ev. Bd. 5, Kap. 75, 6] Jesus: „Solange ein Mensch auf dieser Erde lebt und einen ernsten
Willen hat, ist es ihm möglich, zum inneren Lebensgefühl zu gelangen, wovon
dir David ein lebendiges Beispiel gibt; denn auch er hatte viel gesündigt in der
Fleischeslust. Aber er hat sich dann zur rechten Zeit ermannt, sündigte aus
Liebe zu Gott nicht mehr und ward darum ein Mann nach dem Herzen Gottes. Denn
wahrlich, es ist im Himmel mehr Freude über einen Sünder, der seine Sünden
verabscheut, wahrhaft bereut, eine rechte Buße übt und sich vom Grunde aus
bessert, als über 99 Gerechte, die der Buße nie bedurften.“ [Ev. Bd. 6, Kap. 68, 11] Jesus: „Wie sich ein Gefangener über seine Befreiung freut, so und noch
mehr wird sich ein im Geist wiedergeborener Mensch freuen, wenn Mein Engel zu
ihm kommt und sagt: ‚Unsterblicher Bruder, erhebe dich aus deinem Kerker,
ziehe an das Lichtgewand der Ehre in Gott und wandle hinfort frei und
selbständig in der Fülle des ewigen Lebens im Angesichte Gottes, dessen große
Liebe dir solche hohe Gnade erweist!‘.“ [Ev. Bd. 7, Kap. 1, 7] Jesus belehrt einen Schriftgelehrten: „Dem Leibe nach wird jeder Mensch
sterben, und die Seele eines Sünders wird den Tod gar wohl sehen, fühlen und
schmecken, wenn er sich nicht nach Meiner Lehre bessert und rechte Buße tut.
Eine Seele aber, die nach Meiner Lehre in ihrem Geiste völlig wiedergeboren
ist, wird einen Tod ewig nie sehen, fühlen und schmecken, weil sie mit vollem,
hellstem Lebensbewußtsein fern von aller Qual aus dem Leibe scheiden wird,
wenn Ich sie für ewig zu Mir berufe. Ich sage euch Es werden von euch viele,
welche die geistige Wiedergeburt erreicht haben, Mich bitten: ‚Herr, wie
lange wirst Du uns noch die schwere Bürde des Fleisches auf dieser Erde
tragen lassen?‘ Und Ich werde zu ihnen in aller Liebe sagen: ‚Geduldet euch
noch eine kurze Zeit, und Ich werde euch eurer Bürde entledigen!‘ Und wenn
einer von euch von den Heiden um Meines Namens willen zum Tode geführt wird,
so wird er frohlocken, daß er als Blutzeuge seines Fleisches entledigt wird,
und wird Seligkeit und Wonne empfinden selbst in des Fleisches Schmerzen und
Qualen!“ [Ev. Bd. 8, Kap. 81, 3 und 5] Jesus: „Ein hier schon völlig im Geiste wiedergeborener Mensch, der
sein künftiges Leben in aller Klarheit in sich hat und lebendig fühlt, kann
seines Erdenlebens Ende schon genau zum voraus wissen; denn die Abnahme der
Leibesbürde wird ihn nur mit höchster Freude erfüllen!“ [Ev. Bd. 8, Kap. 30, 7] Der hellsehende Knabe Mathael beobachtet wunderbare Vorgänge beim Tode
des seelisch hoch entwickelten alten Vaters des Lazarus in Bethanien. Mathael
schaut auch dessen strahlend verklärte Seele und ihr Empfang im Jenseits
durch himmlische Geister. [Ev. Bd. 4, Kap. 134 und 135] Der Erzengel Raphael schildert einem römischen Oberrichter sein
Erdenleben als Henoch in der Urzeit der Menschheit, das ihn zur machtvollen
Kindschaft gereift hat, und sagt von seinem seligsten Hinübergehen: „Ich bin
nicht in der Weise dem Leibe nach gestorben, wie nun alle Menschen sterben,
sondern die Macht des göttlichen Geistes in mir löste meinen Leib plötzlich
völlig auf, sodaß von ihm auch nicht ein Sonnenstäubchen groß auf dieser Erde
zurückblieb. Alles Leibliche ist zu meinem ewigen, unverwüstbaren Kleide
geworden, und du siehst mich nun mit Leib, Seele und Geist.“ [Ev. Bd. 9,Kap. 174, 9-11] Jesus schildert das Sterben des Moses auf dem Berge Nebo: „Moses mußte
auf diesem Berge den Tod noch sehen, fühlen und schmecken und rief in seinen
letzten Zügen: ‚Herr, Du hast einen Bund mit uns gemacht wider Tod und Sünde
und siehe, ich muß hier sterben, ohne das Gelobte Land des Lebens mit meinen
Füßen betreten zu dürfen!‘ — Und eine Stimme erscholl über ihm: ‚Du wirst
leben, aber nicht aus dem Gesetze des alten, sondern aus der Gnade Meines
neuen Bundes den Ich mit den Völkern der Erde schließen werde!‘ — Da ward
Moses aufgelöst und aufgenommen, nicht durch sein Verdienst, sondern durch
Meine Gnade!“ [Ev. Bd. 10, Kap. 179, 11-13] Jesus: „Siehe, die Menschen der Urzeit, die in der ihnen vom Geiste
Gottes gezeigten Ordnung und Einfachheit blieben, erreichten zumeist ein sehr
hohes Alter, wurden nie krank und schliefen am Ende ganz ruhig ein, und ihre
Seele empfand dabei keine Schmerzen und keine Todesangst.“ [Ev. Bd. 10, Kap. 182, 2] Fürst Abgarus Ukkama in Edessa über das selige Ende seines Sohnes: „0
Du mein guter Heiland Jesus! Nun ist in Wirklichkeit geschehen an meinem
lieben Sohne, was Du, o Herr, vorhergesagt hast. Er ist vor einigen Tagen
gestorben und hat mich auf dem Totenbette noch angelegentlichst mit Tränen im
Auge gebeten, ich möchte Dir mit diesem Schreiben seinen innigsten Dank
ausdrücken dafür, daß Du ihn wirklich so ganz ohne Schmerzen und ganz ohne
Furcht vor dem Tode des Leibes hast gnädigst dahinscheiden lassen! Sein
letztes Wort war: 0 Du mein guter Vater Jesus, Du ewige Liebe, der Du allein
das wahre Leben bist von Ewigkeit! Du, der Du jetzt wie eines Menschen Sohn
wandelst unter denen, die Deine Allmacht ins Dasein rief und denen sie
Gestalt und Leben gab, — Du allein bist meine Liebe in Ewigkeit! — Ich lebe,
lebe, — lebe durch Dich — in Dir — ewig!!“ [Bw. 4, Abs. 2-3] Der Herr: „Menschen, die schon in ihrem Leibesleben ihr Leben durch
Selbstverleugnung, Demut und Liebe zu Mir mit Mir vereinigt haben, wahrlich,
diese werden von des Leibestodes Angst nicht viel verspüren!“ [Hi. Bd. 1, S. 336, 7] Ein seliger Geist: „Als ich noch auf Erden wandelte, hat mich oft der
Gedanke an den einstigen Tod des Leibes erschüttert. Doch glaubt es mir, meine
Furcht war eitel; denn als der Tod über meinen Leib kam und ich der Meinung
war, für ewig zugrunde zu gehen, da erwachte ich wie aus einem tiefen Traum
und ging sogleich in das wahre Leben über.“ [GS. Bd. 1, Kap. 7, 12] Der Herr: „Meine lieben Freunde, seid heiter und fröhlich in eurem
Herzen! Denn Ich bin bei euch und freue Mich mit euch, so ihr Freude an Mir
habt. Und diese Freude wird euch ein heller Stern sein, wenn ihr die Welt
verlassen werdet. Sie wird euch treu geleiten auf der weiten Reise in Meine
Himmel!“ [Hi. Bd. 1, S. 43, 7] 10. Fragen
des Jenseitslebens
10.01. Ewige Verdammnis?
Jesus zu einem Schriftgelehrten, der es nicht für geraten hält, von der
möglichen Erlösung eines Sünders aus der Hölle zu sprechen: „Gibt es wohl
einen Vater von nur einiger Liebe zu seinen Kindern, der ein Kind, das gegen
sein Gebot einen Fehler beging, auf lebenslänglich in einen Kerker stieße und
es da noch züchtigen lassen möchte alle Tage, solange es lebt?! Wenn aber das
ein irdischer Vater nicht tut, um wieviel weniger wird das der Vater im
Himmel tun, der die ewige, reinste Liebe und Güte ist!“ [Ev. Bd. 6, Kap. 243, 9] Floran, ein von Jesus bekehrter, erleuchteter Pharisäer, verwirft die
Lehre von ewiger Verdammnis und Pein, preist Gottes Liebe und Weisheit in der
Seelenführung durch bittere Erfahrungsschulen hier und jenseits und fährt
fort: „Du kannst Gott nicht ärger beschimpfen, als wenn du Ihn dir als einen
ewigen Tyrannen vorstellst! — Ich kann Gott nur über alles lieben und Ihn als
das heiligst beste und weiseste Wesen anbeten, aber als grausamen Tyrannen
fürchten ewig nimmer!“ [Ev. Bd. 3, Kap. 157, 12-16] Der Erzengel Raphael: „Der Herr hat keine Seele fürs Verderben, sondern
alle Seelen für eine möglichst hohe Lebensvollendung erschaffen!“ [Ev. Bd. 5, Kap. 97, 6] Ein römischer Oberrichter, erschüttert durch die höllische Erscheinung
seines herrschsüchtigen, grausamen Vaters aus dem Jenseits, fragt: „0 Herr
und Meister alles Seins und Lebens, wird es denn mit solch einer Seele ewig
nimmer besser werden? Wird sie nimmerdar zum Lichte kommen?“ Ihn belehrt
Jesus mit freundlicher Miene: „Bei Gott sind alle Dinge möglich, wenn sie dem
Menschen noch so unmöglich vorkommen. Doch das Wie und Wann wirst du erst
dann einsehen, wenn es dir Mein Geist der ewigen Liebe und Wahrheit in deiner
Seele verkünden wird.“ [Ev. Bd. 9, Kap. 169, 25-26] Der Evangelist Markus zu einem die ewige Verdammnis fürchtenden Prior
im Jenseits: „Wenn du dich selbst nicht verdammst durch deinen unbeugsamen
Sinn und wenn du, wie ich es sehe, Liebe zum Herrn in dir empfindest, wer
hätte da wohl die Macht, dich zur Hölle zu verdammen? Meinst du, der Herr
sendet Seine Boten der Verdammnis wegen? Oh, da bist du doch in einer großen
Irre! Der Herr sendet Boten nur der Erlösung, aber nie der Verdammnis wegen.
Daher mache deine Liebe zum Herrn hell auflodern, gehe hin in solcher Liebe
zu deinen Brüdern und führe sie alle aus ihren Gefängnissen hierher, und du
wirst dann erst erfahren, wie der Herr Seine Kinder richtet! [GS. Bd. 1, Kap. 86, 14-15] Ein weiser Ältester einer Zentralsonne: „Solches wissen wir auch von
Gottes Engeln, daß der Herr eher eine ganze Schöpfung zerstören würde, ehe Er
ein Kind vollkommen verloren gäbe!“ [GS. Bd. 2, Kap. 17, 14] Jesus zu Robert Blum in der Geisterwelt: „Was die von dir gerügte
‚ewige Verdammnis‘ der durch schlechte Regenten verdorbenen Menschenseelen
anlangt, da muß Ich dir offen gestehen: Die ganze Ewigkeit kann dir in
Wahrheit nicht einen Fall vorweisen, wo ein Geist von Gott aus verdammt
worden wäre! Aber zahllose Fälle kann Ich dir vorführen, wo Geister nur
zufolge ihrer vollen Freiheit die Gottheit verabscheuen und verfluchen und um
keinen Preis von Ihrer endlosen Liebe abhängen wollen, da sie selbst Herren,
sogar über die Gottheit, zu sein sich dünken! Kann da wohl die Gottheit an
solch einer Selbstverdammnis schuld sein?!“ [Rbl. Kap. 24, 5 u. 8] Jesus zu Robert Blum im Jenseits: „Hätte die Gottheit die abtrünnigen
Geister mit Ihrer Allmacht ergreifen sollen, wenn sie Ihrer Liebe kein Gehör
schenken wollten? Siehe, das hieße: solche Geister für ewig verderben! — Was
kann die ewige Liebe anderes tun, als aus Ihrer Liebe und Weisheit zu sagen:
Weichet von Mir, die ihr euch selber gänzlich von Mir abgeflucht oder
abgelöst habt, und gehet in eine andere Erfahrungsschule, die euch zu eurer
möglichen Wiederlöse bereitet ist! — Wie kannst du da noch glauben, daß die
Gottheit Ihre Geschöpfe, die Sie aus sich zeugt und schafft, — verfluchen, verdammen
und elend machen solle für ewig?! Was hätte Sie wohl davon?!“ [Rbl. Bd. 1, Kap. 28, 7-9] Jesus: „Die Kluft zwischen Himmel und Hölle bedeutet den nie
übersteigbaren Unterschied zwischen Meiner freiesten Ordnung in den Himmeln
und der ihr in allem äußerst widerstrebenden Unordnung in der Hölle. Dieser
Bibeltext (in Meinem Gleichnis vom reichen Mann und von dem armen Lazarus)
bezeichnet also nur die Unvereinbarkeit der Ordnung und der Unordnung, nicht
aber eine ewige Torsperre für denjenigen, der sich in der Unordnung befindet.“
[Rbl. Bd. 2, Kap. 227, 2] Der Apostel Petrus im Geisterreich zu hartherzigen, verstockten
kirchlichen Würdenträgern: „Wenn der Herr selbst von sich aussagt, daß Er
nicht gekommen sei, um die Welt zu richten, sondern selig zu machen alle, die
durch den Glauben an Ihn selig werden wollen, — woher habt denn ihr euch das
Recht genommen, eure schwachen Brüder zu richten und für ewig in die Hölle zu
verdammen?!“ [Rbl. Bd. 2, Kap. 232, 12] Jesus, im Jenseits von einem forschenden Geist befragt über die ‚ewige
Verdammnis‘, erwidert mit Nachdruck: „Da Ich selbst das ewige Leben bin, so
kann Ich doch nie Wesen für den ewigen Tod erschaffen haben! — Es steht wohl
geschrieben von einem ewigen Tode und einem ewigen Gericht, dieses Gericht
geht hervor aus Meiner ewig unwandelbaren Ordnung und ist das ‚Zorn- und Eiferfeuer
Meines Willens‘, der für ewig und wandelbar verbleiben muß, ansonst es mit
allem Geschaffenen völlig aus wäre! — Es muß also der Geschaffenen wegen ein
ewiges Gericht, ein ewiges Feuer und einen ewigen Tod geben. Aber das hat
nicht zur Folge, daß ein im Gericht gefangener Geist so lange gefangen
verbleiben muß, wie dieses Gericht an und für sich dauern kann, — so wenig
wie auf Erden die Gefangenen auf die ganze mögliche Dauer ihres festen
Gefängnisses verurteilt werden können. Sind denn nicht ‚Gefängnis‘ und ‚Gefangenschaft‘
zweierlei? — Das Laster als Unordnung oder Widerordnung ist wahrlich auf ewig
verdammt, jedoch der Lasterhafte nur so lange, wie er sich im Laster
befindet. Also gibt es in Wahrheit eine ewige Hölle, aber keinen Geist, der
seiner Laster wegen ewig zur Hölle verdammt wäre, sondern nur bis zu seiner
Besserung.“ [Rbl. Bd. 2, Kap. 226, 6-12] Der Herr: „Was dereinst mit den in Gottesfeindschaft verharrenden
Verdammten nach der Wiederbringung aller Dinge geschehen wird, ist niemandem
zu wissen gestattet. Solches weiß auch der höchste Engel nicht. Nur die
Gottheit des ewigen Vaters in ihrer Heiligkeit sieht vorher die Schicksale
aller Kreatur durch alle Ewigkeiten der Ewigkeiten — jeder nach dem heiligen
Willen Gottes Erleuchtete in dieser überaus geheimnisvollen Sache aber erst
in künftigen Zeiten!“ [Hi. Bd. 2, S. 18] 10.02. Selbstmord und dessen Folgen im Jenseits
Jesus erläutert und beleuchtet die Jenseitszustände und -schicksale eines
tödlich verunglückten Knaben und eines vom Tempel verfluchten, darob
verzweifelten Selbstmörders. [Ev. Bd. 4, Kap. 151, 7-16] Jesus schildert verschiedene Arten von Selbstmord, ihre Beweggründe und
entsprechenden Folgen, sowie die Erscheinungsformen der Selbstmörder im
Jenseits. [Ev. Bd. 4, Kap. 152] Jesus: „Eine Seele, die schon im Erdenleben nur Liebe war, sieht
jenseits sogleich sehr reizend, üppig und der Form nach vollendet aus. — Eine
geizige und sehr eigenliebige Seele dagegen sieht im Jenseits sehr mager aus,
aber etwas Fleisch ist immer noch da, weil eine solche Seele doch wenigstens
die Liebe zu sich selbst hat. Ein Selbstmörder aber ist auch dieser Liebe
bar, und seine Seele muß daher im Jenseits als ein dürres Gerippe erscheinen.“ [Ev. Bd. 4, Kap. 152, 4] Jesus: „Einer Selbstmörderseele bleibt durch ihre selbst vernichtende
Tat ein Leck für immer, das darin besteht, daß sie nahezu nie zur vollen
Kindschaft Gottes gelangen kann. Denn über die Seligen des untersten Himmels
hinaus kommt eine selbstmörderische Seele kaum jemals.“ [Ev. Bd. 4, Kap. 152, 13] Jesus auf die Frage nach dem jenseitigen Schicksal der Selbstmörder:
„Das Leben des Leibes ist das dem Menschen von Gott gegebene Mittel, durch
welches er das Leben der Seele für ewig gewinnen soll und kann. Wenn der
Mensch aber dieses Mittel vernichtet, womit soll er dann das Leben der Seele
gewinnen!? Wenn ein Weber seinen Webstuhl zerstört, wo und wie wird er danach
seine Leinwand weben?! Ich sage dir: Die Selbstmörder — wenn sie nicht
Irrsinnige sind — werden schwerlich je oder auch nie das Reich des ewigen
Lebens besitzen! Denn wer einmal ein solcher Feind seines Lebens ist, in dem
ist keine Liebe zum Leben; ein Leben ohne Liebe aber ist kein Leben, sondern
der Tod!“ [Ev. Bd. 6, Kap. 163, 2] Aus dem Dunkel der Seelennot des Selbstmordes zeigt Jesus den rechten
Weg mit den Worten: „Ich werde jedes ernsten Strebens Hilfe, Kraft und Stütze
sein. In der Zeit der Not werde Ich niemanden verlassen, der treugläubig und
Mich hebend auf Meinen Wegen gewandelt ist. — Ist er aber durch allerlei
Lockungen der Welt von Meinen Wegen abgewichen, dann muß er es sich schon
selbst zuschreiben, wenn für ihn Meine Hilfe zur Zeit der Not unterm Wege verbleibt
und das so lange, bis der Gefallene (also auch der Selbstmörder) sich reuig
an Mich wendet. — Ich werde zwar ewig ein und derselbe treue Hirte verbleiben
und nachgehen den Schafen, die sich verloren haben. Aber das Schaf muß zu
blöken anfangen und sich finden lassen nach seinem unantastbaren freien
Willen!“ [Ev. Bd. 5, Kap. 169, 2-3] Jesus: „Es ist gut, für lichtlose, unselige Seelen im Jenseits (also
auch für Selbstmörder) zu beten. Denn das Gebet eines mit wahrer Liebe und
Erbarmung erfüllten Menschen im vollen Liebevertrauen auf Mich hat eine gute
Wirkung auf arme Seelen im Jenseits. Es bildet um sie einen gewissen
Lebensätherstoff, in dem sie wie in einem Spiegel ihre Mängel und Gebrechen
erkennen, sich bessern und dadurch zum Lebenslichte empor- kommen.“ [Ev. Bd. 8, Kap. 38, 1] 10.03. Wiedereinzeugung (Reinkarnation) und Rückerinnerung
Jesus: „Sollte eine Seele im Jenseits wegen zu großer Verstocktheit
völlig vom Gegenpol verschlungen werden, so wird sie nach langen Zeiten es
sich gefallen lassen müssen, entweder auf dieser Erde oder auf einer andern
Welt, deren es ja zahllos viele gibt, eine abermalige Fleischlebensprobe
durchzumachen, ohne zu wissen oder auch nur zu ahnen, daß sie schon eine
solche durchgemacht hat.“ [Ev. Bd. 5, Kap. 232, 2] Jesus: „Ist die Besserung einer verdorbenen Seele im jenseitigen
Mittelreich bis zu einem gewissen Grade er folgt, über den es mangels höherer
Befähigung nicht hinausgeht, so kann solch eine Seele in eine bloß geschöpfliche
Beseligung in der geistigen Sphäre irgendeines anderen Weltkörpers übergehen
oder aber auch, wenn sie es will, noch einmal ins Fleisch dieser Erde treten,
auf welchem Wege sie höhere Befähigungen erwerben und mit deren Hilfe sogar
die Gotteskindschaft erreichen kann.“ [Ev. Bd. 6, Kap. 61, 4] Jesus: Wiedereinzeugung eines früheren stolzen hinterasiatischen Königs
als Sohn einer armen Mutter, seine Demutsschule als ehrlicher, tüchtiger
Tagelöhner und volle Umkehr zu Gott nach vollbrachtem arbeitsamem Erdenleben. [Ev. Bd. 5, Kap. 232, 8-21] Auf die Frage des Petrus: ‚Was wird mit jenen Menschen geschehen, die
vor dieser Deiner Herniederkunft gelebt haben? — Können auch sie noch zu
einer wahren Lebensvollendung gelangen, und wie?‘ erwidert Jesus: „Ich habe
nun die Tore zum Leben nicht nur für die auf der Erde Lebenden geöffnet,
sondern auch für alle, die schon lange hinübergegangen sind. Und viele der
alten Sünder werden noch eine neue, kurze Fleischlebensprobe durchzumachen
bekommen.“ [Ev. Bd. 6, Kap. 65, 1-2] Ein Engel zeigt dem Römer Agrikola durch das dritte geistige Gesicht
eine herrliche Sonnenwelt und sagt: „Auf dieser Lichtwelt hast du der Seele
nach 4 000 Erdenjahre hindurch in einem Leibe gelebt. Dort siehst du deine
frühere Behausung, und die Menschen, die da ein- und ausgehen, waren dem
Leibe nach deine nächsten Anverwandten. — Als du von einem Weisen belehrt wurdest,
daß es eine Welt gibt, auf der die Menschen Großkinder des allmächtigen
Gottes werden können, wenn sie sich dazu entschließen, auf jener Gotteserde
nochmals im Leibe eine Liebe-lebens-freiheitsprobe durchzumachen, doch
ohne Rückerinnerung an diese schöne Welt, da warst du damit einverstanden,
wurdest sogleich verwandelt, und deine freigewordene Seele wurde in einen
Mutterleib eingezeugt, und zwar in der prachtvollsten Stadt dieser
Gotteserde.“ [Ev. Bd. 6, Kap. 192, 10-11] Jesus: „Mancher Menschen Seelen sind vormalige Engel der Himmel
gewesen; bei ihnen kann nichts so leicht verdorben werden. Johannes der
Täufer, Moses, Elias, Jesajas und andere Propheten können als Beispiele dienen,
und es gibt noch jetzt mehrere Engel auf dieser Erde, die mit Mir den
schweren Weg des Fleisches durchmachen. Solche Menschen sind einer gar
starken Fleischlebensprobe fähig und ertragen sie mit der größten Aufopferung.“ [Ev. Bd. 4, Kap. 34, 9] Ein Zentralsonnen-Bewohner liest aus einer Flammenschrift am Altar: „Du
wirst auf jener Welt, da die Kinder Gottes gezeugt werden, mit voller
Blindheit geschlagen sein, und nichts wird dir von alledem, was du nun hier erfährst,
zur Hilfe deines ferneren Verhaltens im Bewußtsein bleiben; denn du wirst da
genötigt sein, ein ganz neues, mühevolles und beschwerliches Leben zu
beginnen. Nichts wird dir somit bleiben, nur allein als deine größte Gefahr
die Begierde des Lebens in dieser (Sonnen-) Welt.“ [GS. Bd. 2, Kap. 16, 17] Ein Zentralsonnenbewohner vor seinem Übertritt auf die Erde zur
Erwerbung der Gotteskindschaft: „Herr, Du Allmächtiger in Deiner Liebe, Gnade
und Erbarmung! Aus Liebe nur will ich zu Dir! Daher verlaß mich nicht in der
Zeit meiner Schwäche und sei Du allein alle meine Kraft und Stärke! In
welcher Gestalt immer ich in der neuen Welt auftreten werde, sei Deine Liebe
mir das alleinige, ewige, mächtige Vorbild meines Lebens, nach welchem ich
trachten will aus all meiner mir von Dir verliehenen eigenen Lebenskraft!
Diesen Grund (der demütigen Liebe) laß allzeit auftauchen in mir, auf daß ich
stets kräftiger werde in der Liebe zu Dir! — Und so denn übergebe ich mich, o
Herr, Deiner unendlichen Liebe, Erbarmung und Gnade!“ [GS. Bd. 2 Kap. 17, 20] Der Herr: „Es leben Menschen auf dieser Erde bereits das siebente Mal,
und es geht ihnen nun besser. Sie werden aber noch einige Weltkörper mit
einem leichten leiblichen Überwurf durchzumachen haben, bis sie in eine reingeistige
Sphäre des unteren Paradieses aufgenommen werden, aus der es noch viele
Stufen gibt bis in das innere, wahre Himmelreich, in welchem die Liebe des
Vaters, das Licht des Sohnes und die Kraft des Heiligen Geistes walten und
jeden Geist durch und durch beleben.“ [Hi. Bd. 2, S. 446, 8] Jesus: „Es ist irrig zu glauben, daß die Menschenseelen wieder in das
Tierreich zurückkehren. Wohl sammeln sich nach und nach in der gefesteten
Ordnung Gottes die Seelenfunken aus dem Mineral-, Pflanzen- und Tierreich und
bilden sich dann zur Menschenseele empor, aber rückwärts ins Tierreich
wandert keine noch so unvollendete Menschenseele außer im jenseitigen
Mittelreich der (flüchtigen) Erscheinlichkeit nach zu ihrer Demütigung und
Besserung.“ [Ev. Bd. 6, Kap. 61, 3-4] Johannes der Täufer, in welchem der Geist des Propheten Elias wohnte,
war ebenderselbe Engelsgeist (Michael), der im Urbeginne den abtrünnigen
Erzengel Luzifer besiegte und später auf dem bekannten Berge mit diesem um
den Leichnam des großen Propheten Moses vergeblich rang. [Ev. Bd. 1, Kap. 2, 1-4] Der Seher Philopold berichtet von seinem früheren Leben auf einer
fernen, großen Lichtwelt, in welche er auf Jesu Geheiß mit geöffnetem
geistigem Auge zurückblicken darf. Ev. Bd. 3, Kap. 222, 5-9 Jesus auf dem Berge Tabor zu dem Geist Elias (Johannes der Täufer): „Du
warst ja in jüngster Zeit auch mit Mir auf der Erde! Hat dir des Herodes Werk
an deinem Fleische wohlgetan?“ — Darauf Elias-Johannes: „Auf Erden nicht aber
umso wohler hier! Dennoch möchte ich trotz der größten Seligkeit, die nun für
ewig mein Teil ist, Dir zuliebe noch oft den Fleischesweg durchwandeln, so
elend und dornig er auch ist!“ Jesus: „Am Ende der Zeiten dieser Erde wirst
du noch einmal im Fleische zu den Menschen der Erde gesandt werden, aber
nicht mehr mit verdeckter Geistessehe, sondern noch heller als einst unter
den Namen Sehel und Elias.“ Ev. Bd. 5, Kap. 235, 6-9 Jesus: „Johannes der Täufer war dreimal im Fleische auf dieser Erde;
die ersten zwei Male als Sehel und später als Elias ist er nicht gestorben,
sondern mit dem verklärten Leibe in die Himmel aufgefahren, obwohl er ebenso
wie das letzte Mal (als Johannes der Täufer) aus einem Weibe zur Welt geboren
worden war.“ [Ev. Bd. 5, Kap. 237, 8] Der vom Herrn berufene Geist des Moses bezeugt, daß er in Zacharias
war, und klagt die Tempeljuden des Mordes an Zacharias an. [Ev. Bd. 6, Kap. 8, 7] Jesus zu dem in Nahim vom Tode erweckten Jüngling, der glaubt, nach dem
Sterben nichts erlebt zu haben: „Daß du nun keine Rückerinnerung daran hast,
was deiner Seele in ihrer Abwesenheit vom Leibe begegnet ist, das habe Ich
ganz weise angeordnet; denn wäre deiner Seele die Rückerinnerung geblieben an
das, wie sie im Paradiese sich wohl und selig unter vielen Engeln befand, so
würdest du dich, als nun wieder mit dem Leib vereint, nicht so heiter wie
jetzt befinden. Ich könnte dir die volle Rückerinnerung gleich wieder
verschaffen, wenn Ich das wollte, d Ich würde dir damit nichts Gutes
erweisen, wei1- du dadurch für diese Welt, in der du noch vieles zu wirken
bekommst, auf langehin völlig untüchtig würdest.“ [Ev. Bd. 9, Kap. 36, 11] Der Erzengel Raphael beantwortet die Frage eines griechischen
Wahrheitssuchers nach dessen früheren Daseinszuständen: „Würdest du dir aller
Vorzustände bis zu deinem gegenwärtigen Leben klar bewußt werden, so würdest
du dadurch in deinem Denken, Urteilen und Wollen derart zerteilt und
zerrissen werden, daß es dir unmöglich wäre, die sittliche Einheit, Kraft und
Stärke aus dem Geiste der Liebe Gottes in deiner Seele aufzunehmen, daß sie
eins würde mit ihm. Wird die Seele aber eins mit ihm, dann wird sie in der
Beschauung ihrer selbst schon in jene klare Rückerinnerung gelangen, aus der
sie die endlose Liebe und Weisheit des einen großen Baumeisters im seligsten
Dankgefühl erkennen und ewig bewundern wird; dann wird ihr eine solche von
dir schon jetzt verlangte Rückbeschauung zum ewigen Lebensnutzen dienlich
sein, während sie dir jetzt gar gewaltig schaden würde! Werde daher nach dem
Willen des Herrn eins mit dem göttlichen Geiste in dir, werde ein vollkommener
Baumeister deiner selbst, dann wird es dir auch zu einem hellen Bewußtsein
werden, warum der weise und wohlkundige Erbauer einer großen, festen Burg
sein früher unzusammenhängendes Baumaterial so sinnvoll geordnet und zu einem
großen, ewig dauernden Ganzen zusammengefügt hat.“ [Ev. Bd. 9, Kap. 178, 2, 3, 9] Jesus belehrt einen lichtsuchenden römischen Hauptmann: „Wenn ein
Mensch in diese Welt geboren wird und zu seiner vollen Freiwerdung einen Leib
zu tragen bekommt, da ist das höchst weise von Gott so eingerichtet, daß er
als eine vollständige Seele sich aller notwendigen Vorzustände in ihren
übergänglichen, aber immer noch gesonderten Beständen ebensowenig erinnert,
wie dein Auge die Einzeltropfen des Meeres, aus denen es besteht,
unterscheiden kann. Denn wäre einer Menschenseele das gegeben, so würde sie
diese Einung aus so zahllos verschiedenen Seelensubstanz und Intelligenzteilen
nicht ertragen, sondern sich schnellstens aufzulösen trachten, gleichwie sich
ein Wassertropfen auf glühendem Eisen auflöst. Um die Seele des Menschen zu
erhalten, muß ihr daher jede Rückerinnerung genommen werden bis zur Zeit
ihrer vollen inneren Einung mit ihrem Geiste der Liebe aus Gott; denn dieser Geist
ist das Verbindende, durch das alle die endlos verschiedenen
Seelenintelligenzteile zu einem ewig unzerstörbaren Ganzwesen gefestet
werden, sich in aller Klarheit durchleuchten, erkennen, begreifen und als ein
vollendetes gottähnliches Wesen Gottes Liebe, Weisheit und Macht loben und
preisen.“ [Ev. Bd. 10, Kap. 21, 5-6] 10.04. Wiedersehen und Verkehr mit den Jenseitigen
Ein Engel zu dem Griechen Philopold: „Es darf keiner Seele eine
Rückerinnerung an ein früheres Körperleben verbleiben, da sie auf unserer
Erde ein ganz neues Geschöpf aus und in Gott werden soll. Erst wenn
der Mensch ein völlig neues Geschöpf geworden ist und die volle Gotteskindschaft
erreicht hat, wird ihm alles (an Rückerinnerung) wieder gegeben.“ [Ev. Bd. 1, 214, 9] Jesus belehrt die drei Weisen aus dem Morgenlande: „Alle von Natur aus
besseren Menschen werden von Geistern auf eine mehr oder weniger fühlbare Art
unterwiesen in allerlei geistiger und natürlicher Wissenschaft. — Je
naturgemäßer, einfacher und in sich gekehrter die Menschen leben, desto mehr
und lebhafter stehen sie auch mit den besseren Geistern aus dem Jenseits in
Verbindung.“ [Ev. Bd. 6, Kap. 40, 4-5] Der Evangelist Johannes enthüllt aus dem Geiste die Herkunft und
Berufung der ‚drei Weisen aus dem Morgenlande’, sowie ihre Führung und
Erleuchtung durch die seligen Geister des Adam, Kain und Abraham. Dem ihnen
nur bekannten ‚Stern von Bethlehem‘ folgen sie zum göttlichen Kinde in der
Krippe. [GS. Bd. 2, Kap. 15, 11-20] Jesus: „Daß aller Menschen Seelen, gleich ob gut oder böse, nach des
Leibes Tod fortleben, davon haben bei allen Völkern der Erde gewisse in sich
gekehrte Menschen viele Tausende von überzeugendsten Beispielen erlebt, indem
sie mit den Seelen der leiblich Verstorbenen oft sogar jahrelangen Verkehr und
belehrenden Umgang hatten. — Wenn aber materiell gesinnte Weltmenschen daran
nicht glauben, weil ihnen noch nie etwas ähnliches zu Gesicht gekommen ist,
kann daran etwa Gott die Schuld gegeben werden?! Diese Weltmenschen suchen
das ja nie, und so finden sie es auch nicht; die es aber suchen, die finden
es auch unter allen Völkern der Erde!“ [Ev. Bd. 8, Kap. 129, 1-2] Ein gläubiger Bootsmann fragt: ‚0 lieber Herr und Meister, warum wird es
nicht zugelassen, daß die Seelen der Verstorbenen zu ihren Verwandten
sichtbar kommen, sie vor der Welt warnen und ihnen das Jenseits zeigen?‘ —
Ihn belehrt Jesus: „Was du Wiedersehen und Verkehr mit den Jenseitigen
wünschest, ist allzeit zugelassen worden, und die einfachen, in ihren Sitten
noch reinen, unverdorbenen Menschen der Urzeit sind in allen Dingen von
reinen Geistern belehrt worden, da sie im beständigen Verkehr mit ihnen
standen. Aber die Menschen wurden gewahr, daß sie weise und verständig geworden,
und wurden darum eitel, hochmütig, weltsinnig und selbstsüchtig. Sie
benötigten des Unterrichts aus den Himmeln nicht mehr und fingen an, sich
dessen sogar zu schämen! — Wenn nun der Weltmensch an nichts Reingeistiges
mehr glaubt, ist es dann zu verwundern, daß die reinen Geister sich stets
seltener bei den Weltsinnigen einfinden?! 0 Freund, die Zulassung ist noch
immer die alte, — nur die Menschen sind nicht mehr jene alten, die mit den
Geistern der Himmel im stetigen Verkehr standen!“ [Ev. Bd. 9, Kap. 138, 1, 8, 12 und 14] Der Erzengel Raphael verwirft die heidnischen Geisterbeschwörungen als
Betrug gauklerischer Magier und erklärt dann einem Lichtsuchenden: „Zum
wahren Geistersehen ist es nötig, dein verborgenes Inneres, das geistig ist,
zu stärken und es über deine Leibessinne sehfähig zu machen, und du wirst
dann nicht nur einen Geist, sondern gar viele Geister sehen, hören und auch
sprechen können.“ [Ev. Bd. 8, Kap. 132, 2-8] Der Römer Agrikola berichtet zum Beweise für das Fortleben der Seele
nach dem Leibestode, daß ihm und seinen Gefährten auf einer Reise durch
Spanien der Geist seines verstorbenen Vaters erschienen sei und sie vor einem
bevorstehenden Erdbeben mit lauter Stimme gewarnt habe. [Ev. Bd. 6, Kap. 215, 9-13] Der erleuchtete Römer Agrikola berichtet als Beweis für das Fortleben
der Seele nach dem Tode, daß die Seele seines verstorbenen Urgroßvaters ihn
vor dem Antritt einer Seereise vor einem nahen, vernichtenden Sturme gewarnt
habe, und fährt fort: „Das war nun die von mir und allen meinen
Reisegefährten gesehene fortlebende Seele eines schon lange gestorbenen und
zerstörten Leibes, hatte vollkommene Menschengestalt, sprach wohlvernehmliche
Worte zu meinem Heile und bewies durch das Festhalten unseres Schiffes am
Ufer eine Willenskraft, gegen die alle unsere physische Kraft zu nichts
wurde.“ [Ev. Bd. 6, Kap. 218, 6-12] Der Römer Agrikola schildert eine in Memphis erlebte Begegnung mit der
Seele einer längst verstorbenen Tochter des Sesostris, die ihm als junges
Mädchen in altägyptischer Tracht erschien und ihn um Kunde von dem einen,
wahren Gott bat, der allein sie von langer Qual erlösen könne. Agrikola riet
ihr: „So kehre dich an den Gott der Juden!“. Darauf ward die Gestalt ganz
weiß und verschwand. [Ev. Bd. 6, Kap. 219, 1-7] Jesus: „Menschen, deren Seele mit ihrem göttlichen Geiste verbunden
ist, haben häufig Gesichte, können mit den Seelen im Jenseits sprechen, sich
von ihnen belehren lassen und davon auch anderen Menschen wahre Kunde geben.
Wer ihnen glaubt, tut wohl daran, doch darf er nicht auch gleich verlangen,
solches selbst zu erleben; denn das kann nicht eher geschehen, bis er die
erforderliche geistige Seelenreife erlangt hat.“ [Ev. Bd. 6, Kap. 225, 18] Jesus zu einem Pharisäer, der Belehrung über das Wesen der Seele und
das Jenseitsleben wünscht: „Das Leben der Seele nach dem Leibestode kann dir
weder ein Mensch noch ein abgeschiedener Geist beweisen. Das mußt du in dir
selbst finden durch die wahre Liebe zu Gott und zum Nächsten. — Du meinst,
daß die Rückkunft einer abgeschiedenen Seele den Glauben an die
Unsterblichkeit der Seele und an Gott am meisten stärken würde. Doch darin
irrst du! Fürs erste hat eine abgeschiedene Seele im Jenseits für sich und
ihre dortigen Nächsten zur Übergenüge zu tun und hat nicht viel Muße, zu
öfteren Malen in einem aus der Luft der Erde geschaffenen Leibe den
Fleischmenschen zu erscheinen und sie zu lehren, wie es drüben steht; und
fürs zweite kann jeder vollkommene Geist auf die Menschen ohne Beschränkung
ihres freien Willens einwirken, und solch unsichtbares Einwirken ist dem
Menschen um vieles heilsamer als die Sicht- und Hörbarkeit eines
abgeschiedenen Geistes.“ [Ev. Bd. 6, Kap. 225, 2-3] Jesus, der Herr, öffnet einem römischen Ratsherrn das zweite Gesicht,
um ihn vom Fortleben der Menschenseele nach dem Leibestode zu überzeugen. Es
erscheinen dem Ratsherrn verstorbene Verwandte und Freunde, — zuletzt auch
der römische Herrscher Julius Cäsar —‚ und erklären ihm: „Du könntest uns zu
öfteren Malen sehen und sprechen, wenn deine Seele nicht so geblendet wäre
von der Sinnenlust der materiellen Welt. Die einfachen Urmenschen dieser Erde
konnten die Seelen der Verstorbenen sehen und sprechen; als aber dann ihre
Nachkommen stets mehr und mehr in die Materie der Welt versanken, da verloren
sie diese Fähigkeit und gerieten in die Nacht der Zweifel über das Fortleben
der unsterblichen Seele nach dem Tode des Leibes.“ [Ev. Bd. 7, Kap. 217, 9 — Kap. 218, 5] Die Seele des verstorbenen Vaters eines vielbeschäftigten römischen
Richters zu seinem irdischen Sohn: „Wie hätte ich dir denn erscheinen
können?! Wie oft ich auch zu dir kam, nie warst du zu Hause und hattest immer
zu tun in der Außenwelt und ihrem Lichte, und da ist es für uns unmöglich,
jemandem zu erscheinen und ihn zu belehren.“ [Ev. Bd. 10, Kap. 173, 9] Jesus: „Die Hexe von Endor war in einer hellsehenden Ekstase, als Saul
sie zwang, für ihn den Geist Samuels zu beschwören, obschon sie sonst nur mit
argen Geistern im Verbande stand.“ [Ev. Bd. 3, Kap. 167, 14] Jesus erwähnt biblische Beispiele für Botschaften höchsten Ranges aus
der Geisterwelt und für deren böswillige Verwerfung durch die
herrschsüchtigen Tempelpriester. [Ev. Bd. 6, Kap. 107, 3-6] Jesus zu den durch die Seele ihres einstigen Mentors derb belehrten
Minerva-Priesterinnen: „Verlanget in der Folge nicht mehr einen Geist zu
eurer Belehrung, sondern lebet nach Meiner Lehre, auf daß ihr dadurch fähig
werdet, mit Meinem Geiste in den vollen Lebensverband zu treten, — dann
werdet ihr solcher Geister harte Belehrung leicht entbehren können!“ [Ev. Bd. 6, Kap. 125, 11] Oubratouvishar, der weise Führer einer nubischen Karawane: „Wir als
einfach lebende Menschen können die Seelen verstorbener Menschen und auch
Naturseelen, die noch nie inkarniert waren, sehen. Diese Naturseelen können
ihre Form plötzlich ändern, sich in allerlei andere kleine Wesen auflösen und
sich wieder in die Menschenform zusammenziehen, was wir bei Seelen
verstorbener Menschen noch nie entdeckt haben.“ [Ev. Bd. 4, Kap. 186, 4] Auf den Vorwurf des mit Gott hadernden Erzvaters Mahal wegen der
Vergänglichkeit aller sichtbaren Formen, auch des menschlichen Leibes,
erwidert der Herr: „Es muß dein irdischer Leib in die Erde gelegt werden, auf
daß dein geistiger, unzerstörbarer Leib frei in der Fülle zum ewigen Leben
erstehe. Daß sich aber die Sache also verhält, davon hast du in deinem Leben
die vielfachsten Beweise erhalten, da du schon mit gar vielen Abgeschiedenen
geredet hast, deren Leib in die Erde gelegt worden ist.“ [H. Bd. 3, Kap. 339, 9-10] Der Herr: „In früheren Zeiten, in denen die Menschen viel einfacher
lebten als jetzt, gab es häufig solche, die das sogenannte ‚doppelte Gesicht‘
hatten und ganz naturgemäß in den beiden Welten lebten.“ [Ed. Kap. 35, 3] Der Herr: „Es könnten auch Menschen in dieser Zeit leicht zu dem
‚zweiten Gesicht‘ gelangen, wenn ihre Kost einfacher wäre; aber zumeist
schadet ihnen die heute übliche üppige Kost. Damit verderben sie ihre Natur
so, daß ihrer Seele ein freier Auf- und Ausflug in die Geisterwelt unmöglich
wird.“ [Ed. Kap. 35, 3] Der Herr: „Viele einfache Menschen, besonders solche, die an Bergen
wohnten, hatten früher das ‚zweite Gesicht‘ und bei Tag und Nacht einen
natürlichen Umgang mit Geistern, die sie in den mannigfachsten Dingen
belehrten. Sie zeigten den Menschen die Wirkungen der Kräuter, sowie die
edlen und unedlen Metalle in den Bergen, lehrten sie auch, das Metall aus den
Bergen zu gewinnen und durch Schmelzen und Schmieden zu allerlei nützlichen
Dingen brauchbar zu machen.“ [Ed. Kap. 35, 9, Kap. 36, 1] Der Herr: „In früheren Zeiten gab es selten ein Haus auf den Bergen,
das nicht seine eigenen Hausgeister gehabt hätte, die wie ein anderes
Hausgesinde zum Hause gehörten. Dadurch aber gab es denn auch eine Menge
Weiser, namentlich auf den Bergen, welche mit den geheimen Kräften der Natur,
mit unseren Geistern nämlich, in größter Vertrautheit lebten.“ [Ed. Kap. 35, 10] Der Herr: „So gefehlt es auch ist, sich als natürlicher Mensch nur mit
Geistern zu beschäftigen, so und noch mehr gefehlt ist es, das ganze
Geisterreich als null und nichtig zu erklären.“ [Ed. Kap. 35, 15] Der Geist des verstorbenen alten Lazarus in Bethanien, ein Engel
Gottes, kehrt in das Sterbezimmer zurück und verkündet, den Anwesenden
sichtbar, das Kommen des Messias. [Ev. Bd. 4, Kap. 136, 15-17] Jesus: „Zur Zeit der Wiederkunft des lebendigen Lichtes in vielen
Herzen werden die Menschen vielfach Umgang haben mit den reinen Geistern
Meines Himmels. Diese werden ihre Lehrer sein und sie in allen Geheimnissen
des Lebens in Gott unterweisen.“ [Ev. Bd. 7, Kap. 54, 7] Jesus läßt zur Ermahnung bekehrter hoher Pharisäer die Geister von
Moses und Elias erscheinen; in Elias erkennen die Pharisäer mit Entsetzen
Johannes den Täufer, an dessen Tötung sie sich mitschuldig wissen. [Ev. Bd. 7, Kap. 163, 1-7] Jesus, der Herr, zu dem römischen Oberstatthalter Cyrenius, der zu
seiner Belehrung Geister sehen und sprechen möchte: „Der Glaube an das, was
Ich sage, ist für die Seele heilsamer als das Schauen, weil sich die Seele im
Glauben freier bewegt, als im Schauen.“ [Ev. Bd. 7, Kap. 220, 9] Der Erzengel Raphael öffnet mehreren Lichtsuchenden zu ihrer Belehrung
über die Geisterwelt die innere Sehe. Den Jüngern des Täufers Johannes
erscheint die Seele ihres verstorbenen Meisters und belehrt sie über Jesus,
ihnen ihren Unglauben verweisend. — Einem römischen Hauptmann erscheint sein
verstorbener Vater und preist ihn glücklich, daß er schon auf der materiellen
Erde das höchste, ewige Lebensglück durch Jesus für seine Seele gefunden habe,
und ermahnt ihn, dieses Glück niemals einem vergänglichen Erdenglück zu
opfern. [Ev. Bd. 8, Kap. 133, 1-2] Jesus beruft am Meeresufer bei Kis zur Glaubensstärkung Seiner Jünger
und Freunde die drei Erzengel Michael, Gabriel und Raphael, die, ihr Licht
dämpfend, in irdischer Gestalt erscheinen. [Ev. Bd. 9, Kap. 119, 1-5] Die drei von Jesus berufenen sichtbaren Erzengel Michael, Raphael und
Gabriel belehren die Jünger und Freunde des Herrn über die Schöpfung Gottes
und ihre geistige Bedeutung. [Ev. Bd. 9, Kap. 125, 12-15] Nach dem Willen Jesu erschienen auf dem Berge Tabor die seligen Geister
der Propheten Moses und Elias und belehrten die Jünger über das Fortleben der
Seelen nach dem leiblichen Tode. In lichtvollem Traume erfahren die Jünger
von vielen Propheten der Vorzeit mancherlei über die Zustände des Jenseits
und von den Geheimnissen Gottes. [Ev. Bd. 5, Kap. 235, 2-4, Kap. 236, 1-2] Jesus weist hochmütige, das Fortleben der Seele leugnende
Priesterweiber darauf hin, daß ihnen ihr Mentor zu ihrer Belehrung siebenmal
vergebens im Traume erschienen war und fährt fort: „Eure weltsinnlichen
Seelen vergruben sich jedoch zu sehr ins Fleisch, dadurch verloret ihr die
zum Geistersehen notwendige Außenlebensäthersphäre. Denn nur wer durch die
Fülle seines inneren Lebens außerhalb seines Leibes eine kräftige
Lebenssphäre bekommt, der kann die Seelen verstorbener Menschen sehen und
sich mit ihnen über die wichtigsten Lebensdinge besprechen.“ [Ev. Bd. 6, Kap. 11, 15-17] Jesus: „Es sind dem Menschen darum Traumgesichte gegeben, damit er
durch sie in einem Verkehr mit der Welt der Geister niederer oder höherer Art
während seines irdischen Lebens verbleiben kann, je nachdem er in sich mehr
oder weniger des wahren Himmels durch seine guten Werke nach dem Willen Gottes
erbaut hat.“ [Ev. Bd. 8, Kap. 18, 8] Der Evangelist Johannes zu den Eltern verstorbener Kinder: „Im
Geisterreich zeigen die Kinder keine Ähnlichkeit mehr mit der Gestalt ihrer
irdischen Eltern, sondern in entsprechendem Maße Ähnlichkeit mit dem Herrn je
nach ihrer Aufnahmefähigkeit für das Liebegute und das Glaubenswahre aus dem
Herrn. Dessenungeachtet aber können sie auch bei gewissen Gelegenheiten das
irdisch Anähnelnde, welches in ihrer Seele haftet, annehmen und sich dadurch
der Form nach denjenigen erkennbar machen, welche von der Erde im Jenseits
anlangen und von den geistigen Verhältnissen noch nicht viel wissen.“ [GS. Bd. 2, Kap. 73, 2] Bekenntnis und Ermahnung einer seligen Mutter aus dem Jenseits: „Wenn
der Herr bei euch ist, da bin auch ich bei euch. Denn ich bin nun stets beim
Herrn, und mein Glück ist unendlich, meine Seligkeit unaussprechlich! — Meine
Tochter (vom Herrn ‚Martha‘ genannt), bereichere immer mehr dein Herz mit der
Liebe zum himmlischen Vater, so wirst du ebenso glücklich und selig sein wie
ich nun im Himmel. Aber tue auch alles, was dir der heilige, liebevollste
Vater schon so oft angeraten! Dann kannst du eine wahre Braut Seines
innersten Herzensgrundes werden. Und das ist der Seligkeiten höchste, die nur
sehr wenigen zu teil wird.“ [Hi. Bd. 2, S. 423, 6-7] 10.05. Fürbitte für Abgeschiedene
Jesus: „Bei euren Gebeten für die abgeschiedenen Seelen sollt ihr nicht
etwa der Meinung sein, als möchtet ihr Mich dadurch zu einer größeren
Erbarmung bewegen, da Ich wahrlich endlos barmherziger bin als alle besten,
liebevollsten Menschen der Welt! — Traget vielmehr den armen Seelen gläubig
und aus dem wahren Liebegrunde eures Herzens im Herzen das Evangelium vor;
sie werden es vernehmen und sich danach richten!“ [Ev. Bd. 8, Kap. 38, 4] Jesus: „Es ist gut, für lichtlose, unselige Seelen im Jenseits zu
beten. Denn das Gebet eines mit wahrer Liebe und Erbarmung erfüllten Menschen
im vollen Liebevertrauen auf Mich hat eine gute Wirkung auf arme Seelen im
Jenseits. Es bildet um sie einen gewissen Lebensätherstoff, in dem sie wie in
einem Spiegel ihre Mängel und Gebrechen erkennen, sich bessern und dadurch
leichter zum Lebenslichte emporkommen. — Durch solche Fürbitte schaffet ihr
euch wahre, mächtige und sehr dankbare Freunde im Jenseits, die euch, so ihr
in irgendeine Not gerietet, nicht verlassen werden, weder dies- noch jenseits
Freunde werden eure Schutzgeister sein und sich allezeit um das Wohl ihrer
Wohltäter kümmern.“ [Ev. Bd. 8, Kap. 38, 1 und 7] Jesus: „Um für jenseitige arme Seelen zu beten, braucht ihr nicht auf
alte Burgen und Meierhöfe zu gehen, sondern das könnt ihr allezeit und
überall im Herzen tun; denn euer Glaube, eure Liebe und Erbarmung und die
Wahrheit aus Mir reichen endlos weit.“ [Ev. Bd. 8, Kap. 38, 8] Der Evangelist Markus zu einem einstigen Prior in der geistigen Welt:
„Du hast auf der Welt zwar viele Messen gelesen und andere kirchliche
Funktionen zur Wohlfahrt der verstorbenen Menschen verrichtet. Aber du
bautest überall auf Sand, da du bei all diesen Funktionen nicht die Liebe zum
Grunde hattest, sondern nur den kirchlichen Erwerb.“ [GS. Bd. 1, Kap. 88, 15] Jesus zu einer reiferen Seele, die für ihre Verwandten und Freunde im
Jenseits um Gnade fleht: „Mein geliebter Freund und Bruder, gehe hin und
bringe sie alle zu Mir! Denn wo ist wohl ein Vater, der dem Ohr und Herz
verschlösse, der ihn um Gnade für seine Kinder anfleht?! Sieh, das würde
sogar ein harter Vater auf Erden nicht tun, um wieviel weniger Ich, da doch
in Mir alle Liebesfülle des himmlischen Vaters wohnt!“ [Rbl. Bd. 1, Kap. 75, 2] Der im Jenseits gereifte, demütige Mönch Thomas bittet: „0 Herr, Du
liebevollster, heiliger Vater! Da sieh dieses Elend einer großen Schar
unglücklicher Seelen! Könnte denn nicht auch ihnen geholfen werden? Sie sind
beinahe alle im Grunde besser als ich, weshalb sie mich ehedem auch als den
Schlechtesten gebührlichermaßen aus ihrer Gesellschaft hinausgeworfen haben,
was ich ihnen schon lange gänzlich verziehen habe. Vergib ihnen auch Du, o
allerbester Vater, und laß sie alle an unserem überreichlichen Mahl
teilnehmen!“ Darauf Jesus: „Ja, du Mein liebster Bruder Thomas, wenn du Mir
mit solchen Angelegenheiten deines Herzens kommst, da wirst du bald ausrufen
müssen: ‚Vater, höre auf zu segnen!‘ Siehe, mit diesem deinem Herzenswunsch
hast du selbst mit einem Zuge alle deine Schuld vor Mir getilgt!“ [Rbl. Bd. 1, Kap. 128, 5-6] Ein im Jenseits zum Licht gelangter und an die göttliche Vaterbrust
geführter einstiger Offizier bittet in herzlicher Erbarmung für seine Truppe
und für eine Schar armer Seelen. Jesus erhört seine Bitte und bestellt ihn
zum Führer und Lehrer dieser Seelen. [Rbl. Bd. 2, Kap. 237, 11-14] Der Herr auf die Frage, ob und wie man für Abgeschiedene beten soll: „Ihr
wißt zwar nicht, in welchem Zustand sich jenseits die Abgeschiedenen
befinden. Allein daran liegt auch nichts, sondern es liegt alles daran zu
wissen, daß Ich ein gar großer Freund der Liebe bin, und daß die Liebe
jedermann wohltut. Und somit wird es auch eure Abgeschiedenen freuen, wenn
sie erfahren, daß ihre Zurückgelassenen in wahrer Liebe ihrer gedenken.“ [Hi. Bd. 1, S. 166, 18-19] Der Herr: „Betet für euren unbußfertigen Freund im Jenseits, so werdet
ihr ihm dadurch mehr nützen, als wenn ihr euch ferner nach seinem Zustand
erkundigt.“ [Hi. Bd. 2, S. 222, 12] Der Herr: „Wer für die Verstorbenen beten will, der muß zuerst recht
wissen, wer eigentlich die ‚Verstorbenen‘ sind, und dann aber auch, wie und
warum er beten soll. — Es werden aber unter den ‚Verstorbenen‘ nicht nur
gemeint die von der Welt Abgeschiedenen, sondern vorzüglich auch die noch in
der Welt Lebenden, die aber gestorben sind in ihrem Herzen und haben keinen
Glauben und keine Liebe und daher wahrhaft tot sind. Für solche sollet ihr zunächst
beten mit Rat und Tat, leuchtend vor ihnen wie eine Sonne dem müden Wanderer
durch Sand und Wüsten. — Es soll eure Liebe zu Mir und euren Brüdern allezeit
das vornehmste Gebet sein!“ [Hi. Bd. 1, S. 163, 11-14] 11. Das
große Jenseits
11.01. Das Wesen der Geisterwelt
Der Arzt Borus, ein glühender Freund Jesu, zu dem noch in Weltsorgen
befangenen Synagogenobersten Jairus: „Denke dir einen ewigen, gerechten Gott,
der das Licht und die unwandelbare Wahrheit ist und nicht mit sich handeln
läßt: was wird dieser dereinst zu solchen Dienern sagen, wie du einer bist?
Wahrlich, keiner von euch wird Ihm auskommen! — — Es gibt ein großes Jenseits über der Pforte des Grabes, wo einem
jeden genau vergolten wird nach seinem Tun und Handeln. Mir ist es nicht unbekannt;
denn ich habe es gesucht und gefunden. Ich habe mein ewiges Leben in meiner
Hand und gäbe tausend Leibesleben darum, so ich‘s nicht anders haben könnte
als um diesen Preis! Das ewige Leben hat mich gelehrt, auf das Leben des
Fleisches nur soviel Wert zu legen, als es dienlich ist, mir das ewige Leben
der Seele zu verschaffen. Und daß ich solches in aller Wahrheit erreicht
habe, verdanke ich niemandem als allein Jesus, der mir dahin den verborgenen
Weg gewiesen hat.“ [Ev. Bd. 1, Kap. 229, 11-14] Die abgeschiedene Seele des römischen Herrschers Julius Cäsar belehrt
einen lichtsuchenden römischen Ratsherrn: „Der Unterschied zwischen unserer
und eurer Welt besteht darin: Wir Geister wohnen in unserer eigenen Welt, ihr
Menschen im Fleische aber wohnet in Gottes Welt. Denn unsere Welt ist das
Werk unserer Gedanken, Begierden und unseres Willens; diese Erdenwelt aber
ist das Werk der Liebe, der Gedanken, der Ideen und des Willens Gottes. — Der
Mensch hat als Ebenmaß Gottes schöpferische Kraft und kann im geistigen
Zustande seine Welt selbst erschaffen und sonach in seinem völligen Eigentume
wohnen.“ [Ev. Bd. 7, Kap. 219, 10-11] Jesus zu Irhael, dem bekehrten Weib am Jakobsbrunnen: „Die endlos
vielen Wohnungen im Hause Meines Vaters sind voll der höchsten Zierden, was
du schon daraus recht wohl entnehmen kannst, wenn du aufmerksam die Blumen
der Felder betrachtest, deren einfachste herrlicher geschmückt ist als Salomo
in all seiner Königspracht.“ [Ev. Bd. 1, Kap. 34, 7] Jesus zu einem lichtsuchenden römischen Oberstadtrichter: „Wenn deine
Seele (vom Leibe) frei wird durch Meinen Geist in ihr, so wird diese dir nun
sichtbare Welt für dich vergehen, d.h. du wirst sie allzeit noch schauen
können, wenn du es willst, aber ihre für dich jetzt allenthalben harte Materie
und die in ihr wohnenden Kräfte werden dir nach keiner Seite hin den
geringsten Widerstand mehr bieten können. Du aber wirst im Jenseits aus
deinem Innern dir selbst eine Welt erschaffen können, die für dich, solange
du sie erhalten willst, eine ebenso vollkommene Wohnunterlage bilden wird,
wie nun diese Meine Erde für deinen Leib eine Wohn- und Tätigkeitsunterlage
bildet.“ [Ev. Bd. 10, Kap. 195, 5] Auf die Frage, warum denn auch Geister essen und trinken, antwortet der
Evangelist Markus: „Die Formen sind die Träger des Lebendigen. Da aber das
Lebendige pur Göttliches ist und somit das Allerinwendigste und sonach
allerreinst Geistige daher kann es auch von keinem äußeren Geiste ganz rein
für sich aufgenommen werden. Darum erschafft der Herr entsprechende
Liebformen, welche da Träger sind Seines Lebens. Wollen wir demnach dieses
Leben in uns aufnehmen, so müssen wir es samt der Form aufnehmen. In uns erst
wird die Form als Lebensträger zerstört; das Leben wird dadurch frei und
vereinigt sich sobald mit dem ebenfalls göttlichen Leben in uns, dasselbe
lebendig stärkend und erhaltend.“ [GS. Bd. 1, Kap. 45, 14] Der Herr: „Die Dinge in der Geisterwelt gestalten sich in der Sphäre
jedes einzelnen seligen Geistes ganz verschieden und sind dann in der anderen
Gestaltung wieder ebenso gut und wahr wie in der Sphäre eines anderen
Geistes. — Solches muß auch im vollkommensten Reiche der Engel stattfinden,
sonst wäre ja ein Geist dem anderen entbehrlich, und keiner würde dem anderen
eine neue, große Seligkeit bereiten können! — Sehet, wie die Gedanken über
denselben Gegenstand in vielen Menschen verschieden sind, so sind auch die
Sphären der Engelsgeister verschieden, aber im Grunde gehen sie doch alle auf
eine und dieselbe Wahrheit hinaus.“ [GS. Bd. 2, Kap. 9, 2, 6, und 14] Zu der wirklichkeitsgetreuen, derben Enthüllungsszene um ein Wiener
Straßenmädchen gibt Jesus die Erklärung: Diese Szene wird hier so wörtlich
wieder gegeben, wie sie in der Geisterwelt in Wirklichkeit vor sich ging, und
wie es Sitte, Sprache, Wesensart und die verschiedenen Bildungsgrade der
Beteiligten mit sich brachten. Das soll beweisen, daß der Mensch nach der
Ablegung des Leibes zunächst ganz so Mensch ist und bleibt mit seiner
Sprache, seinen Ansichten, Gewohnheiten, Sitten, Gebräuchen, Neigungen,
Leidenschaften und daraus hervorgehenden Handlungen, wie er es auf der Welt
in seinem Leibesleben war. [Rbl. Bd. 1, Kap. 67, 1] Eine geweckte Seele urteilt über die Art und Weise des jenseitigen
Erlebens im Geisterreich: „Ich habe auf Erden oft sehr lebhaft geträumt, aber
welch ein Unterschied zwischen einem Traum und dieser einleuchtend hellen
Wirklichkeit! — In meinen Träumen verhielt ich mich stets passiv, und hier
(in der Geisterwelt) bin ich meinem klarsten Bewußtsein nach vollkommen
aktiv. Im Traume hatte ich kaum eine Rückerinnerung, hier aber ist auch sie
von vollendeter Klarheit — wie die Bilder einer Camera lucida. Die Gestalten
der mir im (irdischen) Traume vorkommenden Wesen waren stets sehr flüchtig
und wandelbar und verdrängten einander in schneller Folge, von einer
logischen Ordnung war nie eine Spur zu entdecken. — Hier hingegen geht alles,
wenn schon das Gepräge des Wunderbaren unleugbar an sich tragend, in einer
logischen Konsequenz seinen bestimmten Weg. Welch weise Logik durchweht jede
Rede der erleuchteten Geister! Wie formbeständig und architektonisch richtig
ist dieser Saal erbaut! Freunde, das alles ist kein Traum, keine Phantasie,
sondern eine große, heilige Wirklichkeit!“ [Rbl. Bd. 1, Kap. 69, 5-9] Bedeutsame geistige und naturgemäße Vorgänge am Berge Reinerkogel bei
Graz anläßlich der Ankunft des Herrn Jesus und Seiner Gesellschaft zur Zeit
der ‚besonderen Gnade‘ im Jahre 1850. [Rbl. Bd. 2, Kap. 260, 1-12] Der Herr im Mittelreich zu dem einstigen Bischof Martin: „Hier im
Geisterreich ist es nichts mit deinem ‚Requiescant in pace!‘, sondern das
Gottesreich ist ein Arbeitsreich!“ [BM. Kap. 18, 19] Ein Funke wahrer, reiner Liebe verwandelt die bisherige trübe
Vorstellungswelt des einstigen Bischofs Martin in eine herrliche Landschaft,
in deren Gärten jedoch noch die Früchte fehlen; denn wie auf der Erdenwelt
alles im Lichte und in der Wärme der Sonne wächst und reift, ebenso wächst
und reift in der geistigen Welt alles im Lichte und in der Liebe des
Menschenherzens. [BM. Kap. 22, 2-5] Jesus der Herr: „Hier in der ewigen Geisterwelt ist das Denken ein ganz
anderes als auf Erden! Auf der Erdenwelt besteht das Denken aus Ideen und
Bildern, welche den Dingen der Welt entnommen sind; hier im Geisterreich aber
entsteht das Denken aus den Fähigkeiten des Geistes, die von Gott in ihn
gelegt sind und durch die Werktätigkeit der Liebe zu Gott und zum Nächsten
mit dem Lichte aus Gott erleuchtet werden!“ [BM. Kap. 25, 5] Gestalten, Gesichtszüge und Gewänder veredeln und verwandeln sich im
Jenseits bei geistig fortschreitenden Seelen. [BM. Kap. 30, 2] Der Herr: „Der Schlaf ist den Geistern fremd. Sie haben wohl auch einen
entsprechenden Zustand, der Ruhe heißt, aber dennoch nicht die geringste
Ähnlichkeit mit dem irdischen Schlafe hat.“ [St.-Sz. 3. Expl. Abs. 9] Der Herr: „Jeder Geist nimmt die Sprache derjenigen Welt ins Jenseits
mit hinüber, auf welcher er im Leibe gewandelt ist. Bei den Geistern eurer
Erde ist ein Verständnis fremder Sprachen so lange nicht vorhanden, bis sie völlig
im Geiste wiedergeboren und für den Himmel geeignet sind. — Es geschieht
öfter, daß Geister eurer Erde mit den Geistern des Saturn nach dem Tode
zusammenkommen. Alsdann verstehen die Saturngeister die Geister eurer Erde
augenblicklich. Umgekehrt aber ist solches gar selten, bei unreiferen
Geistern der Erde nie der Fall. Auch sehen die Geister eurer Erde die
Saturngeister nicht eher, als bis diese sich ihnen zeigen wollen. Der Grund
dieser Überlegenheit liegt in der großen, inneren Weisheit der Saturngeister.“ [Sa. Kap. 42, Abs. 21-22] 11.02. Die Örtlichkeit der Geisterwelt
Auf die Frage eines bekehrten Pharisäers, ob wohl für alle erlösten
Seelen in der Schöpfung Raum sei, schildert Jesus die Größe der materiellen
und geistigen Welten: „Weißt du noch nicht, was diese dir sichtbaren Sterne
in ihrer Unzahl sind? Siehe, wenn aus jedem Atom dieser Erde Tausende von
Seelen würden — was eine für euch unvorstellbare Zahl ergäbe —‚ so käme kaum
eine Seele auf eine Sonnenwelt im großen Schöpfungsraume, geschweige auf die
viel zahlreicheren Erdweiten, die sich nicht selten zu Tausenden um eine
riesige Sonnenwelt bewegen. — Nun aber denke dir noch dazu die endlos größere
Räumlichkeit der Himmel Gottes und die ebenso endlose Anzahl ihrer
Engelsvereine, — dann wird es dir wohl ein wenig klarer werden, ob eine noch
so große Anzahl von wahren Kindern Gottes einst für die ewigen, endlosen
Himmel zu sehr anwachsen wird. Meinst denn du, daß für den ewigen Gott eine
dem Menschenverstand faßbare Anzahl ewighin genügen würde?“ [Ev. Bd. 6, Kap. 226, 2, 3 und 4] Jesus zu einem indischen Weisen, der nach der Örtlichkeit des
Himmelreiches forscht: „Wenn du zur wahren, inneren Vollendung des Lebens
gelangt bist und dir der Leib abgenommen wird, dann wirst du dir gleich Mir
alles aus dir erschaffen können und wirst gleich Mir in der Örtlichkeit und
Welt leben und sein, die du aus dir selbst erschaffen haben wirst. — Daß
sogar in deiner noch sehr materiellen Seele schöpferische Kraft wohnt, das
kannst du deinen Träumen entnehmen. Wo ist denn die Welt, die du in lebhaften
Träumen bewohnst? Sie besteht nur in deiner Seele, die auch im Traume will
und schafft.“ [Ev. Bd. 7, Kap 128, 8-9] Jesus zu Jungen, reinen Menschen: „Meine Himmel befinden sich überall,
wo es fromme, reine und gute Menschen und Geister gibt. Dieser ganze
sichtbare Raum, der nirgends ein Ende hat, ist der Himmel ohne Ende und
Anfang, aber nur für gute Menschen und Geister. Wo aber böse Menschen und
Geister hausen, da ist dieser Raum kein Himmel, sondern die Hölle, welche da
ist das Gericht und der ewige Tod, den in dieser Welt die Materie darstellt,
die in sich auch ein Gericht und somit tot ist. Wer daher nur nach den
Schätzen dieser Welt giert, geht dadurch auch mit seiner Seele in den Tod. Es
halten sich denn auch alle bösen Geister zumeist in der Materie dieser Erde
auf, die guten und reinen Geister aber bewohnen die reinen Lichträume des
freien Äthers.“ [Ev. Bd. 7, Kap 169, 8-9] Auf die Frage des Römers Agrippa nach der Örtlichkeit der Geisterwelt
belehrt ihn Jesus: „Es hat zwar alle Geisterwelt mit dem Raum und der Zeit
dieser Welt nichts zu tun, aber der Raum ist — als äußerste Hülle — auch der
Träger aller Himmel und Geisterwelten, weil diese sich außerhalb des
unendlichen Schöpfungsraumes nirgends befinden können. Und so muß es auch
gewisse Räumlichkeiten geben, in denen sich die Geisterwelten örtlich
befinden.“ [Ev. Bd. 8, Kap. 33, 2] Auf die weitere Frage des Römers Agrippa nach der Örtlichkeit der
Geisterwelt sagt Jesus: „Du willst von Mir die eigentliche Örtlichkeit
kennenlernen, in der sich besonders die lebensunvollendeten Seelen nach dem
Tode des Fleisches befinden, und so höre Mich denn: Wenn ein Mensch in seinem
Leibesleben eine besondere Liebe für einen bestimmten Ort auf Erden hatte, so
bleibt er dort auch als abgeschiedene Seele, oft viele hundert Jahre lang,
und wird dessen zuweilen inne. Wo du demnach auf dieser Erde einen Ort hast,
da besteht auch eine Örtlichkeit für die Welt der Geister, die in sich aber
keine materielle, sondern eine geistige ist, weil sie aus der Phantasie und
dem Willen der Geister entsteht. Du kannst eine von dir selbst geschaffene
Welt kreuz und quer durchreisen, bleibst aber als Individuum dennoch fest in
ein und derselben materiellen Örtlichkeit.“ [Ev. Bd. 8, Kap. 33, 4-7] Jesus: „Wenn die Seele eines Menschen, der eine große Sehnsucht hat,
andere Gestirne kennenzulernen, entleibt wird, so ist ihre materielle
Örtlichkeit auch schon dort, wohin sie ihre Liebe zieht. Dort wird sie bald
mit den Geistern jener Welten in Verkehr treten und ihre Weltkörper
studieren.“ [Ev. Bd. 8, Kap. 33, 8] Jesus: „Sehr materiell gewordene Seelen halten sich nach dem Abfalle
des Leibes in jenen Örtlichkeiten auf, die ihnen in ihren Leibeslebzeiten
lieb und teuer waren, und das oft so lange, bis von ihrem einstigen irdischen
Besitz jede Spur verweht ist. Dann erst fangen sie jenseits an, mehr und mehr
in sich zu gehen, weil sie in sich selbst gewahren, daß aller irdische und
zeitliche Besitz ein eitler Wahn ist. Doch solche Seelen können nie in eine
gar zu fühlbare Bosheit ausarten, und ihr ganz machtloses Dasein kann keinem
Menschen schaden, im Gegenteil wirkt ihr Sichkundgeben oft ganz gut auf den
Unglauben manches Weltmenschen, der dann gläubig wird und sein Weltleben
ändert, weil er von einem Fortleben der Menschenseelen nach dem Leibestode
erfährt.“ [Ev. Bd. 8, Kap. 37, 14-15] Jesus: „Es versteht sich von selbst, daß vollendete Seelen nicht nur
diese Erde, sondern auch die ganze Schöpfung, wenn sie es wünschen, sehen und
beobachten können. — Unvollendete, böse und finstere Seelen dagegen werden
das nicht vermögen; denn das wäre nicht gut, weil sie in ihrer großen
Schadenfreude und Rachgier der Erde und allen Geschöpfen großen Schaden
zufügen würden. Sie halten sich zwar in den Niederungen sowie auch in manchen
Höhlen und Löchern der Erde auf, aber sie sehen dennoch den von ihnen
besessenen Ort nicht, sondern nur das haltlose, lockere Gebilde ihrer
Phantasie. Nur zuweilen wird es einem Abgeschiedenen gestattet, des
materiellen Ortes, den er bewohnt, inne zu werden. Und dann weiß er auch, was
ein (von ihm beobachteter) Mensch auf der Erde tut, wie es ihm geht und noch
so manches andere, — aber alles nur auf einige Augenblicke. Dann kehrt er
wieder in seinen nichtigen Phantasieort zurück.“ [Ev. Bd. 8, Kap. 83, 7-8] Auf die Frage eines gläubigen Bootsmannes: „0 Du lieber Herr und
Meister, wo befindet sich das große, herrliche Jenseits, in das nach des
Leibes Tode eine vollkommene Seele aufgenommen wird?“ antwortet Jesus: „Siehe,
das große, allerseligste Jenseits ist vor allem, als das wahre Gottesreich,
im Innersten der Seele des Menschen. Von da aus aber ist es auch überall über
den Sternen, den ganzen endlosen Raum nach allen Richtungen hin umfassend,
also auch in und unter den Sternen, im freien Luftraume, auf und in dieser
Erde, also überall, wo du es dir nur immer denken magst. Denn alles, was du
schaust auf dieser Welt, ist entsprechend auch in der Geisterwelt vorhanden.
Wenn du im Geiste Gottes in deiner Seele vollendet bist, dann wirst auch du
alles das in einem verjüngten Maße in dir selbst zur Beschauung und zum
Gebrauche haben, was Gott von Ewigkeit her im endlos größten Maße in sich
hat.“ [Ev. Bd. 9, Kap. 141, 4, 5 und 7] Der Herr zu einer Ihn nicht erkennenden abgeschiedenen Seele: „Wenn du
hier im Jenseits etwas finden willst, dann mußt du es nicht so anstellen wie
auf der materiellen Welt, in der man alles nur außer sich sucht. Wer hier das
tut, der findet ewig nichts! Du mußt mit deinen Sinnen, deinem Denken und
Wollen in dich selbst zurückgehen und in dir suchen, denken und formen. Dann
wirst du einen Ort finden, der deinem Denken, Formen, Wollen und deiner Liebe
entspricht.“ [Ev. Bd. 10, Kap. 174, 7-8] Der Herr: „Wo ihr am Firmament mit euren leiblichen Augen nur ein
Schöpfungsgebiet sehet, da schwimmen in Meiner ewigen Allmacht zahllose
Welten, alle Träger eurer Art, und hinter den Welten sind die endlosen
Wohnstätten im Geiste, geistig den Geistern, von denen eine mehr faßt, als
der ganze äußere, sichtbare Raum bietet!“ [H. Bd. 3, Kap. 8, 10] Der Herr: „In der Erde gibt es allenthalben gefangene Geister, die
entweder schon den Weg des Fleisches durchgemacht, oder die sich ohne diesen
Weg als komplette Geister (Naturgeistwesenheiten) manifestiert haben, nämlich
die Erd-, Berg-, Wasser-, Feuer- und Luftgeister.“ [Ed. Kap. 40, 4] Der Evangelist Johannes: „Es gibt Wesen, die nur im Äther, nicht mehr
in der Luft und noch weniger in einer dichteren Materie leben können. Sie
haben für euch (verkörperte Menschen) nicht sichtbare Leiber; aber deswegen
existieren sie dennoch und zwar in einer so unendlichen Zahlenfülle, daß ihr
euch davon keinen Begriff machen könnt.“ [GS. Bd. 2, Kap. 57, 13] Der Evangelist Johannes schildert Beschaffenheit und Aufenthaltsorte
der verschiedenen Geisterarten vom Inneren der materiellen Gestirne an bis zu
den reinsten Ätherregionen. [GS. Bd. 2, Kap. 57, 15-16] Der Evangelist Johannes: „In einem sehr anmutigen Gebiet der geistigen
Sonne wohnen die Seelen der jüngsten Kinder, welche auf der Erde bald nach
ihrer Geburt dem Leibe nach gestorben sind. Diese Kinderchen können unmöglich
schon geordnete Begriffe und Vorstellungen vom Herrn und Seinem Worte haben;
daher sehet ihr hier (in der Pflanzenwelt dieses geistigen Sonnengebietes)
auch alles (der entsprechungsmäßigen Bedeutung nach) jung, klein und bunt
durcheinander.“ [GS. Bd. 2, Kap. 67, 3] Der Herr: „Die Geister eines jeden Erdkörpers, besonders wenn sie noch
nicht völlig geläutert sind, halten sich zumeist auf dem Gebiete ihrer früher
körperlich bewohnten Erdenwelt auf.“ [Sa. Kap. 10, Abs. 16] 11.03. Die Stufung der Geisterwelt
Jesus: „Des Menschen Seelenleben nach dem Abfalle des Leibes ist ein
stufenweise fortschreitendes, da die Vollendung der Seele unmöglich das Werk
eines Augenblicks sein kann, und das aus dem Grunde, weil die Seele als ein
begrenztes Wesen das Unendliche und Ewige des Gottgeistes und Seiner Werke
nur nach und nach in sich aufnehmen und fassen kann.“ [Ev. Bd. 5, Kap. 225, 8] Der erleuchtete Jünger Johannes: „Wenn schon den Menschen auf der Erde
die völlige Einförmigkeit in allem eine entsetzliche Langeweile bereiten
würde und ihn nur die zahlreichen Unterschiede und Veränderungen vergnügen,
so muß es doch auch in Gottes unendlichem Geisterreich Unterschiede geben und
unzählbar viele, ansonst ja ein vollendeteres Wesen nie eine Seligkeit und
Wonne über die Wunder Gottes haben könnte!“ [Ev. Bd. 5, Kap. 188, 11-12] Jesus: „Unvollendete arge, unter sich gleichgesinnte Seelen schließen
sich jenseits in Vereine zusammen, aber freilich in keine guten; denn in gute
Vereine bünden sich nur die guten, seligen Geister!“ [Ev. Bd. 8, Kap. 83, 8] Jesus gewährt auf einem Berge gereifteren Anhängern einen Einblick in
die Geisterwelt und ihre verschiedenen Sphären. [Ev. Bd. 1, Kap. 152, 4-6] Patriarchen, Propheten und fromme Könige des alten Bundes waren zu Jesu
Erdenzeit in der „Vorhölle“ und warteten auf die Freimachung durch den
siegreichen, göttlichen Erlöser Jesus Christus und die Einführung in Seine
Himmel, was nach Jesu Auferstehung auch geschah. Bis dahin bildeten sie eine
Schutzwehr zwischen Hölle und Geisterwelt. [Ev. Bd. 1, Kap. 152, 9-10] Der Herr: „Bei einer abgeschiedenen Seele tritt gewöhnlich eine
Hauptleidenschaft auf, welche die Seele mehr und mehr beherrscht, — was aber
nicht sagen will, daß eine abgeschiedene Seele unverbesserlich ist, sondern
nur, daß sie in ihrer Hauptleidenschaft gefangenbleibt, bis diese alle
anderen Seelenfunken aufgezehrt hat, wodurch die Seele in einen
Abödungszustand übergeht. In dieser Abödung kann der Geist erst frei werden
und seine Seele zu durchdringen anfangen, und das bewirkt dann den Übergang
von der zweiten in die dritte, oberste Luftregion eurer Erde.“ [Ed. Kap. 30, Abs. 12] Böse Menschenseelen, bei denen viele Besserungsversuche fruchtlos
blieben, werden ins Innerste der Erde gebannt. [Ed. Kap. 40, 2] Der Herr: „Eines jeden Verstorbenen Seele mit ihrem Geist kommt gleich
nach dem Leibestode zunächst in die mittlere Luftregion eurer Erde, in
welcher sie geradeso fortlebt, wie sie auf Erden gelebt hatte; denn diese
Region ist der Platz, wo die Geistwesenheiten entweder für den Himmel oder
für die Hölle vorbereitet werden.“ [Ed. Kap. 31, 4] In der zweiten (mittleren) Luftregion unserer Erde wohnen Seelen, die
ihr Geist noch nicht völlig durchdrungen hat, und die darum noch von
verschiedenartigen Leidenschaften und Begierden erfüllt sind. [Ed. Kap. 30, Abs. 3-4] Der Herr: „In der zweiten (mittleren) Luftregion eurer Erde kämpfen die
unlauteren Menschenseelen miteinander, werden aber vom mächtigen
Friedensgeistern besiegt, gefangen und gedemütigt.“ [Ed, Kap. 31, 5] Der Herr: „Wenn die von den Friedensgeistern gedemütigten unlauteren Menschenseelen
der zweiten Luftregion eurer Erde in den Stand gebracht werden, Meinen Namen
aussprechen zu können und zu wollen und in diesem Namen Hilfe, Rettung und
Heil zu suchen, so werden solche Seelen alsbald von den Friedensgeistern in
die dritte, oberste Luftregion eurer Erde geleitet und dort, freilich im
Anfange zu unterst, einquartiert, wo sie dann schon fortwährend in Verbindung
mit diesen reinen Geistwesenheiten leben.“ [Ed, Kap. 31, Abs. 5] Der Herr: „Die von der Erde ankommenden reineren Seelen halten sich in
der dritten obersten Luftregion zuerst dort auf, wo sie bei Leibeslebzeiten
auf der Erde gewohnt haben. Wenn sie aber vollkommener geworden sind, dann
dehnt sich ihr Wirkungskreis über alle Gebiete der Erde aus; die stärksten
bewachen die Polargegenden, die sanfteren und schwächeren die Tropengegenden
der Erde, die sehr regsamen bewachen das Meer, die Seen und Flüsse, und den
Anfängern werden die Gebirge zur Überwachung anvertraut. Die weiblichen
Seelen aber beaufsichtigen zumeist das Pflanzenleben der Erde.“ [Ed. Kap. 29, 10-11] Der Herr: „Die Geistwesenheiten der zweiten Luftregion eurer Erde
können in die dritte Region übergehen, wenn ihre Seelen sich immer mehr
vergeistigen und endlich mit dem Geiste völlig eins werden.“ [Ed. Kap. 30, 2] Der Herr: In der obersten, dritten Luftregion der Erde wohnen
vollkommene Geister und solche, die ehedem leibliche Menschen auf dem
Erdkörper waren. [Ed. Kap. 28, 2] Jesus: „In den ersten (untersten) Weisheitshimmel kommen zumeist Seelen
von anderen Weltkörpern und von dieser Erde die Seelen jener weisen Heiden,
die nach ihrer Erkenntnis zwar sehr gewissenhaft und gerecht gelebt haben,
aber von Meiner Person auch jenseits nichts vernehmen wollen. Nehmen sie mit
der Zeit Meine Lehre an, so können sie wohl in den höheren, zweiten Himmel
aufgenommen werden, aber in den dritten, innersten und höchsten, den
eigentlichen Liebehimmel, kommen sie nie. Dahin gelangen nur jene, welche den
Weg des Fleisches auf Erden durchgemacht und diesseits oder jenseits die
volle Kindschaft Gottes erworben haben.“ [Ev. Bd. 4, Kap. 152, 14] Der Herr im himmlischen Kleinhügelland zu einer wißbegierigen Seele:
„Siehe, in jener prächtigen Ebene da unten wohnen zumeist Menschen, welche
durch den alleinigen Glauben an Mich ein vollkommen gerechtes Leben geführt
haben. Darunter sind die Protestanten und einige christliche Sekten. In dem
weiteren Hintergrunde aber wohnen Heiden, die auf der Welt ihrem Glauben
zufolge ein gerechtes Leben geführt und erst hier den Glauben an Mich angenommen
haben. Dort noch mehr im Hintergrunde zwischen Mittag und Abend wohnen teils
römische, teils griechische Katholiken, die sich aber hier ohne Beschädigung
ihres Lebens und ihrer Freiheit nicht völlig von ihren Irrtümern zu reinigen
vermochten. Diese sind darum nicht etwa unselig, sondern sie genießen eine
große Seligkeit; auch sind sie nicht etwa an ihre Gegend gebannt, sondern
können nach einer tieferen Innewerdung des eigentlichen Grundwahren weiter
vorwärts gelangen.“ [GS. Bd. 1, Kap. 59, 9] Der Evangelist Markus erklärt die Örtlichkeit, Wesenheit und
Beschaffenheit der drei Himmelsstufen. [GS. Bd. 2, Kap. 4, 1-20] Petrus in der Geisterwelt zu dem Gott lästernden Räuberfürsten Cado:
„Damit du weißt, wer Jesus der Gekreuzigte ist, so sage ich es dir als einer
Seiner getreusten Zeugen: Er ist Gott, der Einige und Alleinige, der Ewige,
ein Herr und Meister, heilig in der ewigen Unendlichkeit! Er allein kann dich
erhalten, aber auch fallen lassen für ewig! — Sieh gen Morgen hin den Himmel
offen! Siehe aber auch gen Mitternacht der Hölle Rachen weit aufgetan! —
Wohin willst du ziehen? — Kein Gott wird dich richten, kein Engel und ich
auch nicht! Aber dein Wille sei dein Richter!“ [Rbl. Bd. 2, Kap. 163, 12] Der einstigen großen Sünderin Helena erklärt Jesus in der geistigen
Welt: „Ja, es gibt eine Hölle, die in drei Grade geschieden ist. Und da ist
die unterste die allerschlimmste.“ [Rbl. Bd. 2, Kap. 162, 9] Jesus: „Jeder Engel muß auch die Hölle kennen, wie sie beschaffen ist,
und was da für Früchte aus ihrer bösen Liebe erwachsen!“ [Rbl. Bd. 2, Kap. 165, 6] Der Evangelist Johannes: „Wer den lutherischen Glauben völlig
angenommen hat, der wohnt geistig genommen schon in der allgemeinen geistigen
Form des Luther, oder — er ist ein Bewohner des lutherischen Vereines (in der
Geisterwelt). Solch ein Verein ist schon ein großer, der in sich wieder eine
Menge kleinerer Vereine hat, welche alle ihre Vorsteher haben.“ [GS. Bd. 2, Kap. 65, 12] 11.04. Das Mittelreich
Jesus: „Es ist jedem Menschen die Gelegenheit gegeben, welchen
‘Glaubens er auch immer sei, sich mehr dem Geistigen als dem Materiellen
zuzuwenden. Tut er das, so kann seine Seele jenseits nicht mehr zu stark vom
materiellen Pol angezogen werden, sondern bleibt mit ihrem freien Willen in
der Schwebe. Dieser Seelenzustand kennzeichnet sich daher als ein
„Mittelreich“, in welchem die Seelen von vollendeteren Geistern geleitet und
dem geistigen Pol zugeführt werden.“ [Ev. Bd. 5, Kap. 232, 1] Der Evangelist Johannes: „Das große Mittelreich ist die Hauptwerkstätte
für alle himmlischen Geister; dort bekommen sie vollauf zu tun. Denn denket
euch diesen Ort, der jede Stunde eures Tages tausende neuer Ankömmlinge
erhält, die sogleich durchgeprüft werden und an den ihnen entsprechenden Ort
gebracht werden müssen. Mit anderen Worten: die ankommenden Seelen müssen
sofort in einen solchen Zustand geleitet werden, der mit ihrer Grundliebe
zusammenfällt. Daher müssen sie in allen ihren Neigungen erforscht und
erprobt werden.“ [GS. Bd. 2, Kap. 120, 5] Die im Mittelreich ankommenden Seelen werden von den führenden
Engeisgeistern ihren irdischen Hauptleidenschaften bis zum Ekel und zur
Abödung — auch Abtötung genannt — überlassen. So werden alle bösen Triebe, auch
starke künstlerische Fähigkeiten, die Hochmut und Gewinnsucht erzeugen, aus
der Seele hinausgeschafft. [GS. Bd. 2, Kap. 120, 11-15, Kap. 121, 1-7] Jenseitiges elendes Schicksal auf Erden berühmter und reicher
Tänzerinnen, die den von ihnen nicht erkannten Herrn Jesus um Unterkunft und
ein Stückchen Brot bitten, um ihren brennenden Hunger zu stillen. [Rbl. Bd. 1, Kap. 49, 11-13] Ansicht eines unerleuchteten Gottsuchers im geistigen Mittelreich über
Jesus: „Was den Glauben betrifft, daß der gewisse Jesus die Fülle der
Gottheit in sich fassen soll, da muß ich euch, meinen Freunden, ganz offen
bekennen, daß ich darin ein reinster Atheist war und bin. — Es hat zwar die
reine Lehre Jesu, natürlich getrennt von den ihr beigemischten Wundermärchen,
wahrhaftig die edelsten und richtigsten, mit der Natur der Menschen
vollkommen übereinstimmenden Grundsätze, gegen die sich gar nichts einwenden
läßt. Aber daß der Erfinder solcher Grundsätze darum ein Gott sein solle, das
geht über den Horizont meines Wissens und Glaubens.“ [Rbl. Bd. 1, Kap. 54, 9-10] Ein geläuterter Geist zu einer hadernden Gesellschaft im Geisterreich:
„Lasset ab von eurem Hader und werdet sanft in euren Herzen, so wird euch
bald und leicht zu helfen sein! Aber wenn ihr so untereinander forthadert,
dann werdet ihr noch lange leiden müssen. Und wenn euch auch geholfen wird,
da wird die Hilfe ebenso karg wie eure gegenseitige Liebe und Freundschaft
bemessen sein! Bedenket doch, daß wir vor Gott alle gleich sind und niemand
einen anderen Vorzug hat als den seiner Demut und seiner Liebe zu Gott und
allen Brüdern!“ [Rbl. Bd. 1, Kap. 65, 6] In der naturmäßigen Sphäre der Geisterwelt gibt es eine
Erscheinlichkeit gleich der irdischen Zeit; doch oft erweckt der führende
Engel in einer ungeläuterten Seele ein Gefühl, als seien während weniger
Stunden ihres Verweilens im niederen Geisterreich bereits Millionen
Erdenjahre vergangen. [BM. Kap. 2, 1 und 11, sowie Kap. 72, 1] Jesus im jenseitigen Mittelreich zu dem einstigen Bischof Martin, der
Gott, weil ihm unvorstellbar, nicht lieben kann: „Es steht geschrieben:
‚Suchet, so werdet ihr finden; bittet, so wird euch gegeben, und klopfet an,
so wird euch aufgetan!‘ — Tatest du je etwas davon? — Siehe, weil du von
alledem nie etwas getan hast, so konntest du auch nie zu einer geistigen
Anschauung von Gott gelangen!“ [BM. Kap. 21, 15-16] Der Evangelist Johannes zu katholischen Freunden Jesu: „Das Mittelreich
ist das, was ihr als ‚Römischgläubige‘, freilich stark irrig, unter dem ‚Fegefeuer‘
versteht. Am besten kann dieses Reich einem großen Eintrittszimmer verglichen
werden, wo alle ohne Unterschied des Standes und des Ranges eintreten und
sich dort zum späteren Eintritt in die eigentlichen Gastgemächer vorbereiten.
Somit ist das Mittelreich auch jener erste naturmäßig-geistige Zustand des
Menschen, in den er gleich nach dem Tode kommt. Denn niemand kommt sogleich
in den Himmel oder in die Hölle.“ [GS. Bd. 2, Kap. 120, 2-4] Jesus: „Wenn ein Mensch stirbt, wird die Seele aus dem Leibe genommen
und als Geistmensch an einen Ort kommen, der ihrem Wesen entspricht, und es
wird ihr da zum weiteren Fortkommen nichts helfen als ihr freier Wille und
ihre Liebe. Sind Wille und Liebe gut, so wird auch der Ort gut sein, den sich
die Seele selbst zurichten wird durch die von Gott ihr eingepflanzte Kraft;
sind aber Wille und Liebe schlecht, so wird als deren Werk auch der Ort
schlecht sein.“ [Ev. Bd. 2, Kap. 18, 1] Jesus: „Wenn der Mensch dem Leibe nach stirbt, dann lebt die Seele zwar
dem Wesen nach auch im Raume, hat aber keine andere Welt zu ihrer geistigen
Unterlage und zur Wohnung als die, welche sie sich selbst geschaffen hat, und
sie hat mit der äußeren Welt keine wesentliche Verbindung mehr, weil sie
einsieht, daß die gesamte materielle Welt nichts als ein schwer zu
ertragendes Gericht ist.“ [Ev. Bd. 7, Kap. 57, 8] Der Geist Julius Cäsars zu einem römischen Ratsherrn: „Darin besteht
der endlos große Unterschied zwischen Gott und uns (unvollkommenen) Menschen,
daß Gott allein aus Seinen großen Gedanken Menschen ins selbständige, freie
Dasein rufen kann, während wir Geister wohl Phantome, aber keine Realitäten
ins erscheinliche Dasein stellen können. So ist auch die Welt, die ein Geist
erschafft und bewohnt, mehr ein Phantom als eine Wirklichkeit. Denn es haben
mich vollkommenere Geister ihre Welt sehen lassen, und eine solche Welt hatte
ein ganz anderes Aussehen als die von mir erschaffene und bewohnte.“ [Ev. Bd. 7, Kap. 219, 15] Der Herr: „Das Leben der Seelen in der zweiten (mittleren) Luftregion
eurer Erde gleicht dem Treiben der Menschen auf der Erdoberfläche. Da gibt es
ein fortwährendes Hin- und Herrennen, ein Zusammenrotten der Gleichgesinnten,
Krieg, Mord, Gefangennehmung, Besiegung, Stehlen und Rauben, Böses tun und
dann wieder Gutes zufügen. Das alles kann man in dieser zweiten Region haben.
Sie ist der eigentliche Kampfplatz der Geister.“ [Ed. Kap. 31, 3] Kennzeichnendes Gespräch dreier hingerichteter Wiener Revolutionsführer
im Geister-Mittelreich über ihr Fortleben nach dem Tode, die ewige
Verdammnis, über Gott, Hölle und Fatum; alles Lebenswichtige ist ihnen
fragwürdig. Durch bessere Ordnung ihrer Gedanken nach unmerklicher
himmlischer Beeinflussung gestaltet sich ihre Umwelt lichter und
freundlicher. [Rbl. Bd. 1, Kap. 53, 3-15, Kap. 54] Tumultuarische Ankunft wilderregter, erdgebundener Kriegsgefallener im
Jenseits. [Rbl. Bd. 1, Kap. 122-123] Der Evangelist Markus zeigt auf einer geistigen Wanderung durch das
jenseitige Mittelreich, wie einst auf Erden reiche, hier sehr dürftig
lebende, jedoch wenig mildtätige Menschen nur durch größte, selbstlose,
aufopfernde Nächstenliebe zu einem höheren Licht und ins Reich Gottes kommen
können. [GS, Bd. 1, Kap. 23, 3-15] Der Evangelist Markus zeigt in seiner Sphäre die finsteren Schluchten
der hartherzigen Reichen und der kalten Verstandesgelehrten. [GS. Bd. 1, Kap. 28-30] Robert Blum erwacht im Jenseits in der Finsternis und ruft verzweifelt:
„Was ist denn mit mir geschehen?! — Was ist das für ein verfluchter Zustand?!
— Gibt es denn keinen Gott mehr? — einen Gott, der mächtig wäre und gerechter
als die Machthaber der Erde von Seinen Gnaden und ihre Helfershelfer? — Gott,
so Du irgend Einer bist, recke aus Deinen Arm und sühne (räche) mich!“ [Rbl. Bd. 1, Kap. 4, 1-3] Jesus wandert mit den Aposteln Petrus, Paulus und Johannes, mit Robert
Blum und dessen himmlischer Gemahlin Helena durch das erscheinliche Wien in
der geistigen Welt. Ihr Erleben und Wirken unter den dort wohnenden Seelen. [Rbl. Bd. 2, Kap. 199-255] Robert-Uraniel in der jenseitigen Welt vor dem erscheinlichen Wien zum
Herrn: „Du sagtest vordem, daß dies Wien nur eine Erscheinlichkeit sei und
sonst nichts. Und doch steht es so klar vor uns, wie wir selbst: einander
gegenüberstehen. Sind demnach wir uns gegenseitig auch nur pure
Erscheinlichkeiten? Oder sind wir wirklich das, was wir zu sein scheinen? Ist
diese Pforte etwa auch nur eine Erscheinlichkeit und sonst nichts? — Ich kann
mich hier in den Begriff „Erscheinlichkeit“ noch immer nicht finden. Denn nach
meiner Beurteilung ist eine Erscheinlichkeit die Widerstrahlung eines
wirklich vorhandenen Dinges oder Wesens, — oder sie ist zur Erklärung eines
Begriffes oder zur Prüfung eines Geistes nur für einen nützlichen Moment
erschaffen; hat sie aber ihren Dienst verrichtet, dann tritt sie wieder aus
dem Dasein.“ — Darauf der Herr: „Siehe, eine Erscheinlichkeit in der
geistigen Welt ist entweder nur ein Abbild eines in der Wirklichkeit
vorhandenen Dinges, oder sie ist ein Muster zu einer neuen Schöpfung, zuerst beschaulich
dem Herrn allein, dann aber auch jedem Geiste, der seinem Innern nach mit der
neuerscheinlichen Idee des Herrn in einem wesentlichen
Liebeauswirkungsverbande steht. Aber nicht alles, was ein hier angekommener
Geist zu Gesicht bekommt, ist nur Erscheinlichkeit, sondern — nach der Kraft
des Geistes — zum größten Teil Wirklichkeit. Diese Pforte hier ist eine
geistige Wirklichkeit und wir uns gegenüber auch. Aber jenes Wien dort ist
nur eine Erscheinlichkeit, aber ein Abbild der wirklichen, irdischen Stadt
Wien, das ihr beide in eurer eigenen Seele beschaulich berget.“ [Rbl. Bd. 2, Kap. 197, 7-10] Erwachen der irrenden Seele des einstigen Bischofs Martin im düsteren
Mittelreich, wo sie sofort ihre unbegründeten Himmelsansprüche äußert, die
jedoch nicht erfüllt werden. [BM. Kap. 1, 9-15] Der Führerengel Petrus rät dem gutwilligen einstigen Bischof Martin im
Jenseits: „Lege sogleich dein Bischofsgewand ab und ziehe diesen ganz
einfachen Bauernrock an!“, und Bischof Martin tut dies auf der Stelle. [BM. Kap. 3, 17-19] Magere und dunkle Scheinwelt des im äußerlichen, falschen und lieblosen
Glauben begründeten einstigen Bischofs Martin im Jenseits. [BM. Kap. 10, 1-3] Abödung der falschgläubigen, sinnlichen und hochmütigen Seele des
einstigen Bischofs Martin in einer finsteren Sumpf- und Seenlandschaft des
jenseitigen Mittelreiches. [BM. Kap. 10, 6-10] Des einstigen Bischofs Martin jenseits in tiefste Armseligkeit geratene
Seele fleht beim Anblick eines sich ihm nahenden Rettungsschiffes Gott um
Hilfe an. [BM. Kap. 12, 8] Im Mittelreich erlebt der einstige Bischof Martin in dem
Erscheinungsbild eines dunklen Meeres, aus dem Ungeheuer und Fische von einem
hilfreichen Schiffsmann herausgezogen werden, die Sündhaftigkeit und die
Errettung seiner Seele. [BM. Kap. 20, 7-9] Eine Seele aus dem jenseitigen Mittelreich zeigte sich wiederholt ihrem
einstigen Freunde Jakob Lorber und berichtete ihm von ihrem traurigen Erleben
und Ergehen im Geisterreich, verschuldet durch unbereute irdische Begierden
und Leidenschaften. Jakob Lorber weist den früheren glaubenslosen Musiker auf
Jesus hin. Nach mehreren Irrwegen im Jenseits findet diese Seele endlich den
Weg zum Licht. [Hi. 2, S. 220] 11.05. Enthüllung, Unterweisung und Erziehung der
Seelen im Jenseits
Jesus: „Im Jenseits hat des Menschen Seele zunächst nur sich selbst und
ist die Schöpferin ihrer Welt wie in einem Traum. In solch einer Welt kann es
keine anderen Wege geben, als die sich eine Seele aus ihrer Liebe, ihrem
Willen und ihrer Phantasie gebahnt hat. Ist ihre Liebe und ihr Wille nach
Meiner Ordnung gut und gerecht, wenn auch nur zum größeren Teil, dann wird
solch eine Seele nach einigen bitteren Erfahrungen sich bald für die
ordentlichen Wege entscheiden, auf ihnen vorwärtsschreiten und so von ihrem
Phantasie- und Traumdasein in ein wahres, wirkliches Sein übergehen, in
welchem ihr alles in stets hellerem Lichte verständlich und begreiflich wird.
— Wie wird es aber einer Seele in der anderen Welt ergehen, die auch nicht
einen halben oder viertel Weg in Meiner Ordnung hat und darum auch keinen
derartigen Weg finden kann? Siehe, das ist dann schon die eigentliche Hölle.“
[Ev. Bd. 10, Kap. 113, 3-5 und 7] Jesus zu einem bekehrten römischen Richter: „Auch im Jenseits wird den
Seelen das Evangelium von Meinen zahllos vielen Engeln verkündet. Die es
anhören, annehmen und sich danach richten, werden auch zur Seligkeit
gelangen, doch so bald nicht wie auf dieser Erde, auf welcher der Mensch
viele und oft recht schwere Kämpfe mit der Welt, mit seinem Fleische und mit
vielen anderen Mächten in Geduld, Selbstverleugnung, Sanftmut und Demut zu
bestehen hat. Darum sei dir um niemand im Jenseits allzu bange; denn Gottes
Liebe, Weisheit und Erbarmung walten überall, auch im großen Jenseits.“ [Ev. Bd. 10, Kap. 2, 5-6] Jesus zu dem Römer Agrikola, der um Auskunft über den raumörtlichen
Aufenthalt der Seelen im Jenseits bittet: „Raumörtlich hält sich eine
unvollendete Seele nach dem Abfalle ihres Leibes — besonders in der ersten
Zeit — gewöhnlich dort auf, wo sie sich im Leibe aufgehalten hat. In solchem
Falle sieht und hört sie aber von der Naturwelt, die sie im Leibe bewohnt
hat, nichts, wenn sie sich auch räumlich auf derselben Welt befindet. Ihr
Sein ist mehr oder weniger wie ein heller Traum, in welchem die Seele auch in
einer gleichsam aus ihr hervorgegangenen Landschaft oder Gegend lebt und ganz
so handelt, als befände sie sich in der natürlichen Welt, und es geht ihr die
verlassene Naturwelt nicht im geringsten ab. Jedoch wird die von der Seele
bewohnte Gegend durch Zulassung von Gott früher oder später vernichtet, und
die Seele befindet sich dann in einer anderen Welt, die ihrem Zustand
angemessen ist. Durch manche Belehrungen, Erfahrungen und Erscheinungen kommt
sie zu der Einsicht, daß alles, was sie früher zu besitzen wähnte, eitel und
nichtig ist. Sie beginnt nun erst, ernstlich über ihren Zustand Betrachtungen
zu machen und wird inne, daß sie die irdische Welt verlassen hat, und die
Sehnsucht wird in ihr wach, eine bleibende, unwandelbare Lebensstätte zu bekommen.
In solchem Zustand wird sie von vollendeteren Geistern belehrt, was sie zu
tun hat; tut sie das, so wird es immer heller in ihr, weil ihr innerer Geist
sie mehr und mehr durchdringt. Je mehr dies geschieht, desto mehr Bestand
nimmt die Umwelt der sich vergeistigenden Seele an. Wenn eine Seele dahin
gelangt ist, daß ihr innerer Geist sie ganz durchdringt, dann kommt die Seele
zum vollen Bewußtsein und zur klaren Erinnerung an alles, was sie war, wie
sie geworden ist, was sie gemacht und wie die Welt, in der sie im Leibe
lebte, bestellt war. Solch eine Seele kann dann sowohl diese Erde als auch
alle anderen Gestirne schauen und sich an ihrer wunderbaren Gestaltung und
Einrichtung ergötzen und eine wahre, größte Freude an der Liebe, Weisheit und
Macht des einen Gottes haben.“ [Ev. Bd. 7, Kap. 66, 10-15] Jesus: „Jede Seele wird jenseits ganz aus ihrer Liebe, aus ihrem
Glauben und der vollen Freiheit ihres Willens fortleben. Ist die Liebe rein
und gut, so wird auch ihr jenseitiges Leben ein reines, gutes und seliges
sein. Ist aber ihre Liebe schlecht und unrein, bereitet sie keinem
Nebenmenschen eine Seligkeit, so wird auch ihr jenseitiges Leben ein
unreines, schlechtes und seligkeitsloses sein.“ [Ev. Bd. 6, Kap. 14, 7] Jesus: „Wie des Menschen Inneres beschaffen ist, wenn er diese Welt
verläßt, so auch wird jenseits die Welt beschaffen sein, die er aus sich
selbst gestalten und in der er dann gut oder schlecht leben wird. — Alle, die
in der Wahrheit und im Lichte aus Meinem Worte sind durch den lebendigen
Glauben und ihr Tun danach, deren Welt in Meinem Reiche wird voll Licht und
Liebe sein. — Die aber eigenwillig im Falschen und daraus im Bösen sind,
deren Welt wird gleich sein ihrem lichtlosen, argen Inneren.“ [Ev. Bd. 6, Kap. 33, 9-10] Jesus: „Drüben im Geisterreich wird alles auf dieser Welt noch so
verborgen Gehaltene bis aufs kleinste offenbar werden. Was jemand hier noch
so geheim und verborgen tut, wird ihm jenseits von den Dächern herab
verkündet, und das vor vielen Augen und Ohren.“ [Ev. Bd. 5, Kap. 136, 12] Jesus: „Wie des Menschen Seele auf Erden durch Leiden und Schmerzen,
die er durch sein unordentliches Leben sich selbst bereitet hat, nüchtern,
geduldig, bescheiden und zum Wirken für ihr inneres Leben kräftiger und
ernster wird, so werden auch die Seelen im großen Jenseits durch allerlei
Leiden und Widerwärtigkeiten mit der Weile geläutert, sodaß sie einen starken
Widerwillen gegen ihr unordentliches Handeln bekommen, es stets tiefer
verabscheuen und somit ihre Liebe, ihren Willen, ihr Denken und Trachten
völlig ändern, in ihren wahren, inneren Lebensgeist eingehen und so von Stufe
zu Stufe in ein helleres, glücklicheres Sein übergehen. Doch im großen
Jenseits geht das schwerer und mühsamer als auf dieser Welt, und es wird bei
vielen zu tief wider Meine Ordnung gesunkenen Seelen einer sehr langen
Zeitenfolge benötigen, bis sie den Weg in Meine ewige Ordnung endlich
finden.“ [Ev. Bd. 10, Kap. 113, 1-2] Von Jesus dem Herrn zur Belehrung eines lichtsuchenden römischen
Ratsherrn berufene Seelen Verstorbener: „Es geht im Jenseits nur dem wohl,
der auf der Welt im Leibe gerecht war und gute Werke ausübte; den
Ungerechten, Verleumdern, Harten und völlig Lieblosen aber geht es schlimm,
ja tausendmal schlimmer als den Menschen auf Erden, die in finsteren Kerkern
schmachten. — Wenn du zu uns herüber kommen wirst in deiner strengen, harten
Sinnesart, so wirst du auch die strenge und unerbittliche Gerechtigkeit, aber
keine Liebe und Erbarmung finden. Denn keine Seele findet bei uns etwas
anderes, als was sie in ihrem Gemüte mit sich bringt.“ [Ev. Bd. 7, Kap. 218, 7 und 8] Die Seele des einstigen römischen Herrschers Julius Cäsar schildert ihr
anfänglich licht- und trostloses, einsames Leben im Jenseits, die Besserung
ihrer Lage durch die Anrufung des Gottes der Juden und durch die Seelen armer
Juden, denen Julius Cäsar auf Erden Wohltaten erwiesen hatte. Diese ehemalige
Herrscherseele machte im Geisterreich große Fortschritte durch demütigende,
niedere Arbeit unter der Führung und Belehrung eines Engels. [Ev. Bd. 7, Kap. 218, 12-18, Kap. 219, 1-7] Der Evangelist Markus zeigt und erläutert in seiner Sphäre materielle
Himmelsvorstellungen einfacher katholischer Seelen vom ewigen himmlischen Freudenmahl
und der Anschauung der ‚Göttlichen Dreifaltigkeit‘, welche aber die Gläubigen
nicht auf die Dauer befriedigen. — Ein auf Erden sehr fleißiger Landmann
sehnt sich nach Freiheit und Tätigkeit und entrinnt der ewigen Festtafel. [GS. Bd. 1, Kap. 49, 3-25, Kap. 50] Ein hoher, himmlischer Geist erläutert einer aus dem
Müßiggangsscheinhimmel entflohenen Gesellschaft die tiefe Bedeutung aller
erlebten Erscheinlichkeiten als Widerspiegelungen ihrer falschen
Glaubensbegriffe und -vorstellungen. Erst durch wahres Verständnis des
göttlichen Wortes gewinnt diese Gesellschaft festen, geistigen Boden. [GS. Bd. 1, Kap. 53 und 54] Jesus: Als Robert Blum in seiner jenseitigen Finsternis den Namen Jesus
so recht teilnehmend und sehr ehrend ausspricht, fährt ein starker Blitz vom
Aufgang bis zum Niedergang, worüber Robert sehr erschrickt, zugleich aber
auch eine große Freude empfindet. [Rbl. Bd. 1, Kap. 7, 3] Gute, forschende Gedanken Robert Blums über Jesus, den „weisen Lehrer
der Völker“, bewirken wiederholt einen Blitz, der eine Art Dämmerung und eine
beglückende innere Stärkung der erwachenden Seele hinterläßt. [Rbl. Bd. 1, Kap. 10, 1-7] Im zunehmenden Licht erkennt Robert Blum seine volle Menschengestalt
mit der Kleidung, die er am Richtplatz trug. Dadurch erkennt er sein
Fortleben und es erwacht auch sein Glaube an Gott und an Jesu übermenschliche
Wesenheit. [Rbl. Bd. 1, Kap. 10, 7-11] Jesus schildert Seine Begegnung mit Robert Blum in der Geisterwelt:
„Als Robert vor Mir steht, betrachtet er Mich vom Kopfe bis zu den Zehen und
findet in Mir den Jesus, den er zu finden glaubte, und zwar in derselben
dürftigen Kleidung und auch mit den Wundenmalen, wie er sich seinen Jesus gar
oft in seiner Phantasie ausgemalt hatte. Nachdem er Mich eine Weile stumm
betrachtet hat, beginnen ihm Tränen des innigsten Mitleids wegen Meiner
vermeinten Dürftigkeit aus den Augen zu rollen.“ [Rbl. Bd. 1, Kap. 14, 1-2] Jesus fordert eine kranke, unlautere Seele, die Ihn im Jenseits um
Hilfe bittet, zur aufrichtigen Enthüllung ihrer Schwächen und Leiden, sowie
deren Ursachen auf. [Rbl. Bd. 1, Kap. 66, 2 und 4] Enthüllung, Erweckung und teilweise Läuterung einer standesstolzen
Adelsfamilie. [Rbl. Bd. 1, Kap. 70-77] Ein Polizeisergeant und ein Steuereinnehmer im jenseitigen erscheinlichen
Wien kommen nach einer Begegnung mit dem Herrn und durch sonderbare
Erscheinlichkeiten zur Kenntnis, daß sie dem Leibe nach gestorben sind. [Rbl. Bd. 2, Kap. 200, 1-13] Der Apostel Paulus erschüttert mit einer Donnerrede im jenseitigen erscheinlichen
Wien den hochmütigen Starrsinn einstiger tyrannischer österreichischer
Herrscher. [Rbl. Bd. 2, Kap. 212] Jesus in der geistigen Welt: „Geister (Seelen Abgeschiedener), die auf
den Höhen der Berge sich lagern, haben schon eine hellere Sehe und wissen,
woran sie sind. Sie kommen daher scharenweise zu vielen Tausenden und bitten
um eine baldige Verbesserung ihres Zustandes. Aber es ist noch in manchen
eine tüchtige Portion Selbstsucht; daher darf man ihnen nur so viel tun, als
es zu ihrem Heile unumgänglich nötig ist. Würde man ihnen zuviel tun, so
würden sie übermütig. Aber wenn sie mehr in der Dürftigkeit gehalten werden,
bleiben sie nüchtern und reifen der Vollendung schneller entgegen.“ [Rbl. Bd. 2, Kap. 260, 17] An ihren Grabstätten haftende arme ‚Friedhofsseelen‘ werden als leichte
Nebel sichtbar und streben, von Jesu Willensmacht gedrängt, in die Nähe des
Herrn. [Rbl. Bd. 2, Kap. 266, 10] Arme Seelen, die zu Tausenden in Robert Blum‘s Sphäre untergebracht und
durch Jesu Gnadenwalten von allerlei irdischen Übeln geheilt und neu
bekleidet wurden, erhalten zu ihrer Stärkung Milch, Brot und Wein. Sie
erfahren von einem Boten Jesu, daß der Herr Jesus sie bald besuchen werde und
daß sie in Ihm mit ihren Augen zum ersten Male Gott, ihren Schöpfer und
Vater, sehen und von Ihm selbst für ewig gesegnet werden sollen. [Rbl. Bd. 2, Kap. 267, 3-5] Jesus vergleicht das göttliche Gnadenwalten an einem großen Sünder mit
einer gründlichen Uhrmacherarbeit und schließt mit den Worten, gerichtet an
den einstigen Bischof Martin im Mittelreich: „Hast du alle deine Gebrechen
erkannt, dann erst kann die Raspel, die Feile, die Zange und endlich auch
eine Putz- und Polierbürste angelegt werden, um aus dir einen ganz neuen
Menschen in der Ordnung Gottes zu gestalten!“ [BM. Kap. 21, 30-34] Jesus enthüllt im Jenseits dem einstigen Bischof Martin nach dessen
längerem heilsamen Alleinsein die Mängel und Schwächen seiner Seele,
besonders seine Lieblosigkeit gegen Arme. [BM. Kap. 13, 1-10] Jesus: „Die Belehrung sehr schwacher oder zart empfindender Seelen darf
auch im Jenseits nicht sofort durch zu machtvolle Geister in zwingender Weise
geschehen.“ [BM, Kap. 36, 16-17] Unlautere Seelen können sich im Jenseits nicht verstellen, von höheren
Geistern werden sie sofort durchschaut. [BM, Kap 62, 3] Die nationale Eigenart verbleibt gutwilligen, geistig emporstrebenden
Seelen auch im Jenseits Beispiel die Chinesin Chanchah. [BM, Kap 100, 7-8] Der Herr: „Sollte sich irgendwer an manchen Reden des einstigen
Bischofs Martin stoßen, weil sie ihm doch zu irdisch, schmutzig und ungeistig
klingen, dem sei gesagt: Des Menschen Seele ist Jenseits wie hier gleich in
ihrer Trübsal; doch wenn sie geläutert wird von allen Schlacken, dann wird
der Mensch auch reden wie ein reiner Geist.“ [BM. Kap. 205, 3] Der Herr: „Ob ein Mensch auf der Welt Bettler oder Kaiser war, das ist
im Geisterreiche vollkommen gleich. Die Mächtigen der Welt werden sich im
Meere der Ewigkeit in ihrer Einbildung als das noch lange dünken, was sie auf
der Welt waren. Der Kaiser wird sich dort noch als Kaiser dünken und der
Bettler — mit dem Anspruch auf Vergeltung (Entschädigung) — als Bettler; aber
dennoch werden dort in der großen Wirklichkeit beide miteinander ein gleiches
Los teilen. Nur dürfte der Arme eher in die Gärung kommen und sein Wesen
daher auch eher von der wahren Demut angefüllt werden als der Kaiser oder ein
sonstiger Weltgroßer.“ [St.-z. Einltg. Abs. 5 und 7] Der Herr rät einer einsamen, abgeschiedenen Seele: „Erwecke in dir
recht lebendig das Gefühl der Liebe, des Mitleids, der Erbarmung und des
Wohltuns, und es werden bald mehrere Seelen zu dir kommen, denen es jetzt
noch so elend geht, wie es dir ergangen ist! Teile dann mit ihnen dein
Lebensbrot und deinen Lebenswein, und sie werden bald deine glücklichen
Nachbarn sein. Die aber von dir nichts annehmen wollen, die laß nach ihrem
Willen weiterziehen!“ [Ev. Bd. 10, Kap. 175, 2] Ein Engel: „Sehet in der Sphäre des Apostels Paulus die nahe zahllose
Menge der glänzenden Tempel in den weiten Gebieten! Sie sind lauter
Lehranstalten für allerlei Heiden, und viele Apostel und Jünger dieses
Apostels Paulus sind ihre Lehrer.“ [GS. Bd. 1, Kap. 9, 14] Ein himmlischer Geist zu Seelen, die eines irrigen Müßigkeitshimmels
überdrüssig sind: „Dieser Himmel, den ihr hier sehet, ist nichts anderes als
eine Erscheinlichkeit eures irrtümlichen Glaubens; die Dreieinigkeit, die ihr
sehet, stellt den Höhepunkt eures Irrtums dar!“ [GS. Bd. 1, Kap. 51, 13] Ein hoher, himmlischer Geist zu katholischen Seelen: „Wie habt ihr es
je denken können, daß drei Götter am Ende doch ein Gott sein sollen?! Daß ein
jeder dieser drei Götter etwas anderes verrichte, rund dennoch sollen die
Drei vollkommen einer Weisheit und Natur sein? — Ferner: wie habt ihr euch
können einen müßigen Gott vorstellen, der doch das allertätigste Wesen von
Ewigkeit her war? Sehet, aus dem Grunde habt ihr euch dann auch ein müßiges
ewiges Leben vorgestellt, ohne zu bedenken, daß das Leben eine Tatkraft ist,
welche Gott aus Seiner ewigen Tatkraft heraus allen Seinen lebendigen
Geschöpfen eingehaucht hat.“ [GS. Bd. 1, Kap. 51, 14] Jesus zu einer bekennenden, hilfeflehenden Sünderin: „Ich bin zufrieden
mit deiner Offenherzigkeit! Und Ich werde nun auch schauen, ob und wie dir zu
helfen sein dürfte. Zugleich aber muß Ich dir ebenso offen bekennen, wie du
Mir deine Hauptsünden offen bekannt hast, daß dich nur dein gutes Herz und
deine dir unmöglich zuschulden kommende schlechte Erziehung vor der Hölle
retten. Denn es steht geschrieben: Hurer und Ehebrecher werden in das
Himmelreich nicht eingehen!“ [Rbl. Bd. 1, Kap. 66, 9] Ein zur Einsicht kommender reuiger Sünder im Jenseits: „Ich fange nun
wohl zu glauben an, daß Jesus das allerhöchste, allmächtige Gottwesen ist;
aber mit dem Wachstum dieses schönen Glaubens wächst auch die Furcht vor Ihm,
dem Heiligsten! Wer wird mich von der großen Furcht befreien?!“ — Darauf der
gereifte Robert Blum: „Freund, danke dem Herrn für diese Furcht! Denn in
dieser Furcht hat der Herr Seine Hand an dein Herz gelegt und kräftig
angefangen, dein sehr zerstreutes Geistesleben zu sammeln. Diese heilige
Tätigkeit des Herrn in deinem Herzen drängt deinen Geist, daß er wach werde,
und bewirkt in deiner Seele das leidige Gefühl der Furcht. Aber ermanne dich
selbst und folge mir zum Herrn, da wirst du bald deiner guten Furcht ledig
werden! Der Herr selbst, der dir diese heilige Furcht gibt, wird sie dir
nehmen!“ [Rbl. Bd. 1, Kap. 99, 5-6] Eine im Licht gereifte Seele zu einer suchenden, noch blinden Schar:
„Hier im jenseitigen Leben kommt es nur darauf an, ob das Herz (Gemüt) der
Seele noch einer reineren Erkenntnis fähig ist. Wenn ja, so ist es gut für
uns. Ist aber das Herz verdorben, so ist alles dahin! — — Aus der getreuen
Beschreibung meines eigenen elenden Erdenlebens könnt ihr alle entnehmen,
woher es kommt, daß ihr in geistiger Hinsicht noch völlig blind seid. —
Wendet euch aber nun vollernstlich an den Herrn Jesus in euren Herzen und
bittet Ihn allein um rechte Unterweisung, so wird euch Licht werden!“ [Rbl. Bd. 1, Kap. 109, 10] Ein General schildert das traurige, als endlos langdauernd empfundene
Erleben und den verzweifelten Zustand einer mit ihm kriegsgefallenen
lichtlosen Schar im Jenseits. Er fordert seine Kameraden auf, den ihnen durch
zwei Lichtboten verkündeten rettenden Glauben an die Gottheit Jesu, des
Gekreuzigten, anzunehmen, und schließt mit den Worten: „Jesus Christus für
unsere Herzen um jeden Preis! Hilft Der uns nicht, so sind wir verloren!“ [Rbl. Bd. 1, Kap. 129, 8-10] Der erleuchtete einstige Mönch Thomas im Jenseits zu einer Schar
Kriegsgefallener: „Es steht geschrieben: Wer an den Sohn Gottes glaubt und
nicht zweifelt, daß Er ist und gibt das ewige Leben, der wird selig werden! —
Ihr aber glaubet es nun und werdet deshalb auch nur durch Seine Gnade selig! —
Aber es geht euch noch etwas ab, und das ist die Liebe zu Jesus, dem Herrn.
Öffnet Ihm euer Herz! Lasset es in aller Liebe zu Ihm erbrennen, und Er wird
euch selbst — wahrlich — entgegenkommen, euch aufnehmen und weiterführen!
Denn Seiner Güte, Liebe und Erbarmung hat es ewig kein Ende!“ [Rbl. Bd. 1, Kap. 129, 13] Der Apostel Paulus zu noch unerlösten österreichischen Kaisern im
erscheinlichen, jenseitigen Wien: „Da der Herr selbst hier an meiner Herzseite
persönlich wesenhaft gegenwärtig ist, so gehet hin vor Ihn! — Er allein kann
und wird euch helfen! Wir andern haben keine Hilfe in unserer Macht, wohl
aber die Eigenschaft, unsere blinden Brüder für die Hilfe aus Gott
vorzubereiten!“ [Rbl. Bd. 2, Kap. 208, 6] Der selige Geist Robert Blum erklärt einer noch unerlösten Schar im
erscheinlichen, geistigen Wien: „Alle diese Seelen, die ihr hier erschaut,
sind Erlöste dieser Stadt, in der manche, noch vom irdischen Wahn betört,
schon einige Hunderte von Jahren traurig und elend zugebracht haben. Durch
die alles durchleuchtende Kraft des göttlichen Wortes sind sie ihres
Irrwahnes innegeworden, haben das wahre Licht des Lebens erkannt und sind
dann freiwillig, durch ihre eigene Überzeugung gedrängt, Dem gefolgt, der
allein ein Herr alles Lebens ist von Ewigkeit!“ [Rbl. Bd. 2, Kap. 235, 9] Jesus im Jenseits zu einer Schar geistig blinder Prälaten, die Ihn aus
ihrem vermeintlichen Herrschgebiet vertreiben wollen: „Ich bin Christus, der
Herr! Bin gekommen, der argen Welt ein Gericht zu geben und Meinen getreuen
Bekennern Meine Gnade, Vergebung ihrer Sünden und das ewige Leben. Wer Mich
erkennt, annimmt und sich an Mir nicht ärgert, der soll nicht zugrunde gehen!
Wer sich aber an Mir ärgert und nicht glaubt, daß Ich der Erste und Letzte,
der Anfang und das Ende bin, der wird verlorengehen!“ [Rbl. Bd. 2, Kap. 265, 13] Jesus im Geisterreich als unerkannter Bote zu einer Schar erwachender
Seelen: „Seid voll guten Mutes; denn ihr habt den Weg zum Heil gefunden! Eure
Gewänder sollen lichtblau und eure Herzen beständig werden in der Liebe zu
Gott dem Herrn und zu euren Brüdern und Schwestern. Werdet frei in allem! Und
tuet Gutes jedermann! Niemand sei euch zu gering, aber auch niemand zu groß!
Denn im Gottesreich herrscht volle Gleichberechtigung aller Stände und
Nationen!“ [Rbl. Bd. 2, Kap. 275, 15] Eine erwachte Seele im Jenseits zu dem noch erkenntnisschwachen
einstigen Bischof Martin: „Wie kannst du sagen, du kennst den Herrn dieses
Hauses nicht näher?! Bist du denn blind und hast noch nie beschaut Seine
durchbohrten Hände und Füße, die wir doch alle auf den ersten Blick entdeckt
haben?! Betrachte nur Seinen mildesten Ernst, Seine große Liebe und Weisheit
und lege deine Hände auf Seine durchbohrte Seite gleich einem Thomas, und du
wirst es noch klarer als wir ärmsten Teufel ersehen, Wer da hinter deinem
Herrn und Meister steckt!“ [BM. Kap. 27, 13-14] Jesus im Jenseits zu dem einstigen Bischof Martin: „Was du hier siehst,
und worüber du so staunst, ist nicht außerhalb von dir, sondern in dir
selbst! Daß du es aber hier wie außer dir erblickst, das liegt an deiner
geistigen Sehe, die Ähnlichkeit hat mit dem Schauen von Gegenden, die du im
Traume wie außer dir sahst, während du sie eigentlich doch in dir selbst mit dem
Auge der Seele beschautest. Nur mit dem Unterschied, daß hier in Meiner Nähe
alles Geschaute Wirklichkeit ist, was sich dir im Traume zumeist als leere
Seelenspiegelung darstellt.“ [BM. Kap. 42, 6] Der Apostel Petrus zu dem einstigen Bischof Martin: „Mache endlich
einen Bund mit dir selbst und laß dich nimmer gelüsten nach dem, was deines
Geistes nicht würdig ist, so wird die Sehe deines Geistes immer heller
werden! Wenn du aber das nicht vollernstlich tust, da wirst du aus deiner
Torheit nimmer herauskommen, und der Herr wird dich, statt dich höher zu
leiten, in den Mond der Erde geben auf tausend Jahre!“ [BM. Kap. 159, 8] Der Apostel Petrus zu dem einstigen Bischof Martin in der geistigen
Welt: „Du mußt es dahin bringen, daß dich die größten weiblichen Schönheiten
nimmer überwinden können, weil du des Herrn bist und ewig sein willst; dann
erst wirst du fähig sein, in den wahren Himmel aufgenommen zu werden, allwo
Seligkeiten ohne Namen und Zahl deiner harren, von denen du jetzt noch keine
Ahnung hast.“ [BM. Kap. 159, 11 und 12] Ein Astronom zieht sich im Forschungsübereifer an seinem Teleskop eine
tödliche Erkältung zu und gelangt in einer wegen der Vergänglichkeit der
Menschen verzweifelten Gemütsverfassung ins Geisterreich. Hier darf er durch
die Gnade des Herrn den gekreuzigten Heiland erschauen und sich entscheiden,
ob er bei Jesus bleiben oder weiter die Sternenwelt erforschen will. Er
entscheidet sich für das Letztere, darauf spricht zu ihm der Herr: „Es
geschehe dir nach deiner Liebe! Aus diesen drei Engeln wähle dir einen, der
dich führen und dir am Ende deiner Reise zeigen wird, wer dein vermeintlicher
Jesus ist, den du nur als einen Menschen kennst, der gekreuzigt ward!“ Der
Herr: Sehet nun wieder, wie dieser Astronom sein Wasser sucht und darin zu
Mir schwimmen will, nicht beachtend, daß Ich schon bei ihm — und er bei Mir
war! [St.-Sz. 2. Expl., Abs. 1-42] Ein Engel Gottes zu der soeben ins Jenseits getretenen Seele eines in der
Welt hochberühmten Mannes: „Ich bin ein Bote Gottes, des Herrn Jesus
Christus, bestimmt, dich zu führen — so du willst — des Herrn Wege; du aber
bist nun körperlich gestorben für die äußere, materielle Welt und befindest
dich in der Geisterwelt. Hier stehen dir zwei Wege offen: der Weg zum Herrn
in den Himmel oder — der Weg zur Hölle! Es kommt nun ganz auf dich an, wie du
wandeln wirst; denn siehe, hier bist du vollkommen frei und kannst tun, was
du willst. Willst du dich leiten lassen von mir und mir folgen, so wirst du
wohl tun; willst du aber lieber dich selbst bestimmen, so steht es dir auch
frei. Aber das wisse, daß es hier nur einen Gott, einen Herrn und einen
Richter gibt, und dieser ist Jesus, der in der Welt Gekreuzigte! An diesen
allein halte dich, so wirst du zum wahren Lichte und Leben gelangen; alles
andere aber wird sein Trug und Schein deiner eigenen Phantasie, in der du nun
lebst, während du von mir dieses vernimmst!“ Dieser einstige Weltgroße lehnt
die Belehrung des Engels ab, tritt bald darauf in seine naturmäßige Sphäre
ein und kümmert sich fortan weder um den Himmel noch um die Hölle, am
wenigsten um den Herrn. [St.-Sz. 1. Expl., Abs. 14-16] Jesus zu lehrenden Geistern im Jenseits: „Es soll von unserer Seite nie
mangeln, allen Seelen nach ihrer Fassungskraft den rechten Weg zu zeigen und
sie durch eine rechte Belehrung zum Guten hinzulenken. Wollen sie rechten
Weges im Lichte wandeln, so wird es für sie gut sein; wollen sie aber das
durchaus nicht, nun, so werde ihnen darob von uns aus keine Strafe zuteil,
sondern das nur, was sie selbst wollen, und sie haben dadurch des Gerichtes
und der Strafe in Überfülle! — Wollen sie sich aber mit der Zeit, durch ihre
Leiden genötigt, auf den guten Weg begeben, so sollen ihnen nie hemmende
Schranken in den Weg gelegt werden! — Sehet, das ist die wahre himmlische
Ordnung der reinsten Liebe Meines Herzens!“ [Rbl. Bd. 1, Kap. 111, 6-7] 11.06. Große Schwierigkeiten der jenseitigen
Entwicklung sehr unlauterer Seelen
Jesus: „Jeder suche vor allem seine Seele zu retten. Denn Ich sage es
allen, daß es jenseits so sein wird: Wer da hat die Liebe, die Wahrheit und
also die rechte Ordnung Gottes in sich, dem wird dort sogleich noch gar
vieles hinzugegeben werden. Wer aber zu wenig hat, dem wird auch noch das,
was er hat, genommen werden, auf daß er dann gar nichts habe und nackt,
mittel- und hilflos dastehe. Wer wird sich da seiner erbarmen und für ihn
geben eine Löse?! Wahrlich, Ich sage euch: Hier (im Erdenleben) zählt eine
Stunde mehr als dort (im Geisterreich) tausend Jahre! — Diese Worte schreibet
euch tief ins Herz!“ [Ev. Bd. 6, Kap. 13, 10] Jesus: „Der Mensch muß dieses Leibesleben dazu benützen, das ewige
Leben der Seele zu gewinnen, sonst ist er selbst schuld daran, wenn er das
Leben seiner Seele verwirkt oder soweit schwächt, daß die Seele hernach
jenseits eine überaus lange Zeit zu tun hat, um in ein helleres, besseres
Geistleben überzugehen. Solange eine Seele an ihrem Leibesleben und seinen
Vorteilen hängt, kann sie nicht im Geiste völlig wiedergeboren werden und ins
Reich Gottes eingehen, weil darin nichts Materielles bestehen kann.“ [Ev. Bd. 6, Kap. 162, 11] Jesus: „Gott als die höchste und reinste Liebe von Ewigkeit wird alle
Ihm zu Gebote stehenden Mittel anwenden, um eine verdorbene Seele zu heilen.
Aber der Seele charakteristisches Ich kann Gott ihr nicht nehmen, sondern Er
muß die Seele in solche Zustände kommen lassen, die sie durch schmerzliche
Erfahrungen und Witzigungen zurechtbringen. Im äußersten Falle kann dieser
Weg ein sehr langwieriger werden; aber es trägt daran niemand die Schuld als
die zu starr- und eigensinnig gewordene Seele!“ [Ev. Bd. 4, Kap. 243, 2-3] Jesus: „Wer mit wahrer Liebe mißt, dem wird es auch also zurückgemessen
werden; wer aber in Zorn und Rache mißt, dem wird dereinst zu seiner Heilung
dieselbe Arznei in sehr verstärktem Maße wiedergereicht werden, bis jede
harte Fiber an seiner Seele weiß und weich wie Wolle ist.“ [Ev. Bd. 4, Kap. 38, 5] Jesus: „Es wird die Seele eines weltflüchtigen Menschen, der sich um
des Reiches Gottes willen verstümmelte, beim Tode ihren Leib ablegen müssen;
was wird sie dann jenseits machen? Dort werden doch Prüfungen aller Art über
sie kommen, die sie zur vollen Lebenstätigkeit aneifern sollen. Und diese
Prüfungen werden für die noch mit ihren diesirdischen Eigenschaften
ausgestattete Seele stärker sein als auf Erden, weil jenseits das, was eine
Seele denkt und will, sich auch schon wie in der Wirklichkeit vor sie
hinstellt. — Auf Erden hat sie es nur mit ihren unsichtbaren Gedanken und Ideen
zu tun, die sie leichter bekämpfen und verwerfen kann. Aber wo Gedanken und
Ideen zu einer sichtbaren Realität werden, wie wird die schwache Seele da
wohl ihre selbstgeschaffene Welt bekämpfen? Wen hier der pure Gedanke, z.B.
an seines Nachbarn schönes, junges Weib, schon mit brennender Leidenschaft
erfüllt, wie wird es dem dann ergehen, wenn ihm jenseits der Gedanke an des
Nachbars Weib dieses ihm ganz nach seinem Wunsch und Willen in der vollen,
wennschon scheinbaren Wirklichkeit darstellen wird? — Wie wird da die Seele
sich aus der harten Gefangenschaft ihrer bösen Leidenschaft befreien?!“ [Ev. Bd. 7, Kap. 156, 8-10] Jesus: „Wer Mein Wort hört, es als Wahrheit annimmt und treu danach
lebt und handelt, der wird hinfort keinen Tod fühlen noch schmecken. Aber wer
Mich nur als eine gute Beute gleichen Schrittes neben der Welt einherziehen
will, der wird bis zu seinem Ende wenig des geistigen Lebenstrostes
verspüren, und jenseits wird sich dann klar zeigen, was bei ihm das
Übergewicht hatte. Denn wer mehr Welt in sich hat, der wird sehr zu tun
haben, um nur einmal das Gleichgewicht herzustellen, und Ich selbst werde
noch lange nicht in seinem Hause zu Gaste sitzen.“ [Ev. Bd. 6, Kap. 69,1] Jesus: „Um solcher Menschen willen, die nicht an Meine Lehre glauben
oder sie des weltlichen Gewinnes wegen sogar verfälschen, wird die
Lebenslehre von Mir nicht gegeben; denn für die mögliche und weitere
Ausbildung dieser Toren habe Ich noch endlos viele große Schulhäuser in der
ganzen Unendlichkeit.“ [Ev. Bd. 6, Kap. 151, 2] Jesus: „Wer die Wahrheit einer göttlichen Offenbarung mit seinem
Verstande einsieht, aber eigenwillig dagegen handelt, der sündigt und
verdirbt sein Leben auch jenseits auf eine oft lange Zeitenfolge; denn er ist
allen inneren Lichtes bar, da er weder seiner absoluten Vernunft noch der
wohlverstandenen göttlichen Offenbarung willig Folge leistet. Wenn aber eine
Seele so durch ihr eigenes Verschulden in die dickste Lebensfinsternis
gelangt, so kann ihr Gott mit Seiner Allmacht auch nicht helfen so lange, bis
sie zu einiger (Selbst-) erkenntnis kommt.“ [Ev. Bd. 6, Kap. 204, 11-12] Jesus: „Es stelle sich ja niemand vor, daß die allgemeine Umkehr des
großen Weltenmenschen in einem kurzen Zeitraum erfolgen werde, und daß die
Einwohner der Hölle etwa zu wenig für ihre Untaten in ihrer
selbstgeschaffenen Unordnung zu schmachten haben. Die Hartnäckigsten werden
am längsten und die früher in sich Gehenden weniger und kürzere Zeit leiden
müssen.“ [Ev. Bd. 6, Kap. 246, 9] Jesus angesichts von Händlerkarawanen, die zum Fest nach Jerusalem
ziehen: „So wie diese da werden noch viele an Mir vorüberziehen, werden Mich
nicht ansehen und nicht erkennen, sondern in ihrem Welttume fortwühlen, bis
der Tod sie ins Grab wirft und ihre Seele in die Hölle! Derlei Händler,
Kaufleute und Makler sind zu weit von allem Geistigen entfernt und sind unter
der besseren Menschheit, was da ist das Unkraut unter dem Weizen. Lassen wir
sie ziehen ihrem Grabe und Tode entgegen!“ [Ev. Bd. 7, Kap. 6, 5] Jesus: „Auch eine ganz fleischlich gewordene Seele stirbt nach dem
Abfalle des Leibes nicht, sondern lebt fort in der Geisterwelt, aber ihr
Fortleben ist ein ebenso mageres wie ihr Erkennen und Selbstbewußtsein. Solch
eine Seele lebt jenseits nur wie in einem etwas helleren Traume fort und weiß
oft nicht, daß sie je in einer anderen Welt gelebt hat, sondern sie lebt und
handelt ihrer gewohnten Sinnlichkeit gemäß. Und wird sie von helleren, sich
ihr offenbarenden Geistern dahin ermahnt und belehrt, daß sie sich nun in
einer anderen, geistigen Welt befindet, so glaubt sie das nicht und verhöhnt
die seligen Geister, welche ihr die Wahrheit anzeigen.“ [Ev. Bd. 7, Kap. 58, 5] Jesus zu dem Römer Agrikola: „Wenn eine arge Seele im Jenseits ihren
Zustand einsieht, so wird sie ihrer alten Bosheit feind und fängt an, sie zu
verabscheuen und sucht in sich besser zu werden. Dann werden nach und nach
ihre bösen Leidenschaften vermindert und abgekühlt, und es wird lichter in
ihr. Meine Allmacht darf dabei nur insoweit auf eine sich bessernde Seele
einwirken, daß sie in solche Zustände gerät, die ihr als notwendige Folge
ihrer bösen Handlungen erscheinen müssen. Nur dadurch ist es möglich, eine
solche Seele wahrhaft zu bessern. Ob früher oder später, das ist gleich vor Mir
und im Vergleich mit der Ewigkeit.“ [Ev. Bd. 7, Kap. 119, 13 u. 16] Jesus zeigt dem Römer Agrikola in einer geistigen Schau den durch
Jahrtausende immer noch währenden Kampf zwischen den argen Seelen der mit
Sodom und Gomorrha untergegangenen Menschen und den ihnen zu Hilfe eilenden
Friedensgeistern und sagt: Ja, Mein
Freund, da hast du nun selbst geschaut, wie schwer es ist, jenseits eine
gänzlich verdorbene Seele zur Einsicht ihres bösen Zustandes zu bringen und zu
bessern.“ [Ev. Bd. 7, Kap 119, 4-12] Jesus, der Herr, zu Seinem Pflegevater Joseph, der an einen langen
Seelenschlaf nach dem Tode glaubt: „Stirbst du als ein Ungerechter vor Gott,
so wird dann wohl eine sehr lange Nacht zwischen deinem Leibestode und deiner
wahren Auferstehung folgen — aber keine dir unbewußte, sondern eine der Seele
wohl bewußte —‚ und das wird der Seele rechter und lange währender Tod sein.
Denn ein Tod, um den die Seele nicht wüßte, wäre ihr auch kein Tod, aber der
Tod, dessen sie bewußt sein wird im Reiche der unlauteren Geister, wird ihr
zur großen Pein und Qual werden.“ [Ev. Bd. 7, Kap 209, 13] Jesus zu reumutigen Pharisäern hohen Ranges: „Euer gewissenloses und
vieljähriges Sündigen wider Gott, wider eure Mitmenschen und sogar wider die
Natur, hat eure Seele derart geschwächt und verunstaltet, daß es euch eine
sehr große Mühe kosten wird, bis eure Seele ein menschliches Aussehen
bekommt‘ — Wie werdet ihr aus euren wahren Tigerseelen Menschenseelen machen?
Ihr hanget noch zu sehr an der Welt und an euren großen Schätzen, an denen
viel Blut von Witwen und Waisen klebt, und das ist jene große Kluft über die
ihr höchst schwer hinwegkommt!“ [Ev. Bd. 7, Kap. 154, 9, 10, Kap. 155, 1] Jesus: „Wohl ist jeder Mensch berufen, schon auf der Erde durch die
Beachtung Meines Wortes sich des vollkommenen ewigen Lebens zu versichern.
Aber da jeder Mensch, um ein ewig lebender Geist zu werden, auch seinen
freiesten Willen haben muß und hat, so geschieht es häufig, daß die Menschen
ihre Ohren von den Sirenenstimmen der Welt betören und ihre Augen vom
trügerischen Lichte des Weltglanzes blenden lassen. Solche Menschen kommen
auf der Welt schwer oder oft gar nicht dahin, wozu sie berufen sind, sondern
gerade dahin, wohin sie nicht kommen sollten, nämlich zu Eigenliebe,
Herrschlust, Habsucht, Neid, Völlerei und Unzucht. Diese Laster verzehren das
Leben, statt es zu mehren. Und so kommt es, daß die sündigen Seelen nach der
Ablegung des Fleisches sich in der Geisterwelt sehr verlassen fühlen von
allem, was je ihre Sinne zu sehr beschäftigt hatte, und müssen sehr elend
werden, damit sich ihr Leben in solch geistiger Einöde wieder finden und
sammeln kann. Hat es sich gefunden, dann kommt auch die Hilfe, die da
vonnöten ist — aber stets so, daß sie nicht als aufgedrungen, sondern als von
den Bedürftigen selbst verlangt erscheint.“ [Rbl. Bd. 1, Kap. 130, 6-7] Jesus zu einem lichtsuchenden römischen Hauptmann: „Es muß mit den
Seelen, die sich im Falschen und Bösen begründet haben, im Jenseits ganz
behutsam zu Werke gegangen werden, um sie nach und nach auf den rechten Weg
zu bringen. Dazu gehört die höchste göttliche Liebe, Weisheit und Geduld;
denn man muß auf eine solche Seele so einwirken, daß sie durch eigenes
Wollen, Trachten und Handeln in Zustände kommt, in denen sie innewird, daß
sie sich in großen Irrtümern befindet. Dann erst ist es an der Zeit, solch
einer Seele einen ihr ebenbürtig aussehenden Geist zur weiteren Belehrung
entgegen kommen zu lassen.“ [Ev. Bd. 8, Kap. 129, 7 und 8] Jesus: „Wer da sagt: ‚Siehe, ich besitze viele Güter und Schätze und
verschaffe mir durch Künstler allerlei kostbare Dinge!‘, dem sage Ich: Wie
lange wirst du denn alles das noch dein nennen können? Siehe, morgen schon
kann man deine Seele vom Leibe nehmen, und was wird sie dann von allem was du
nun noch dein nennst, mit hinübernehmen? — Gar nichts als nur das, was sie in
dieser Welt jemandem wahrhaft Gutes erwiesen hat! Hat sie das aber nicht
getan, so werden ihr die hier verlassenen Güter und Schätze jenseits eine
schwer übersteigbare Scheidewand zwischen Meinem Reiche und ihrem Wesen
aufrichten!“ [Ev. Bd. 8, Kap. 97, 4] Jesus schildert die Beschaffenheit und die traurigen Verhältnisse der
auf der unserer Erde zugekehrten Seite des Mondes lebenden Menschenseelen:
„Seht, das sind Seelen der Menschen dieser Erde, die in ihrem Leibesleben in
die tollste Weltsucht und Selbstliebe übergegangen sind. Aber nun können sie
mit nichts Irdischem mehr ihre Habgier stillen, wodurch sie gehörig abgeödet
werden und zu der Einsicht kommen, daß alle irdischen Güter wertlos sind.
Endlich suchen diese Mondbewohner einen Ausweg aus den Tälern ihrer Leiden,
bis sie mit vieler Mühe und Anstrengung auf hohen Gebirgen Geister finden,
die sie darüber belehren, daß es einen allmächtigen, weisesten und höchst
guten Gott gibt, an den sie glauben und den sie lieben sollen, dann werde es
ihnen auch bald besser ergehen. Diese Lehre nehmen sie gern an, verlieren
ihre halbmateriellen Leiber und werden dann auf anderen Weltkörpern geistig weiter
geführt. So können sie endlich eine große Seligkeit genießen; aber dahin
gelangen sie doch nimmerdar, wohin ein geringstes Meiner Kinder kommen wird.
— Doch auch diesen elenden Mondbewohnern soll eine Erlösung werden, wenn Ich
dahin zurückgekehrt bin, von wannen Ich gekommen!“ [Ev. Bd. 6, Kap. 157, 13-19] Langwieriger, schwieriger Läuterungsweg der unreinen Seelen von
Planetarmenschen, besonders von großen, stolzen Verstandesgrüblern. [NS. Kap. 3, 14-15] Jesus zu Robert Blum nach dessen Donnerrede zu entarteten Unzüchtlern:
„Solche Geister, die am Rande des Abgrundes stehen und sich schon also
vorneigen, um im nächsten Augenblicke hineinzustürzen, müssen mit aller Kraft
ergriffen und vom Abgrund zurückgerissen werden. Nur so ist es möglich, sie
ohne Hölle auf einen besseren Weg zu bringen. Du wirst dich bald überzeugen,
welch eine gute Wirkung deine Donnerrede bei ihnen hervorgebracht hat.“ [Rbl. Bd. 1, Kap. 50, 16-17] Jesus im Jenseits zu einer erweckten Seele, die für einen sittlich
entarteten Freund um Nachsicht fleht: „Deine Meinungen und Ideen sind gut. —
Aber mit jenem Geiste wird noch so manches geschehen müssen, bis er zur
wahren Einsicht und Besserung gelangt. Ich will von seinem irdischen, höchst
unkeuschen Lebenswandel gerade nichts sagen, obschon er sehr geeignet wäre,
ihn um das ewige Leben zu bringen. Aber dieser Geist ist zugleich voll des
stinkenden Hochmuts und voll des verderblichsten Übermutes! Daher sieht es
bei weitem schlimmer für diesen Geist aus, als du es meinst. Seiner Sinnlichkeit
kann (hier im Geisterreich) bald ein taugliches Mittel ein Ziel setzen, aber
dem Hoch- und Übermut ist auf dem Wege der ungebundenen Freiheit nur sehr
schwer oder gar nicht beizukommen!“ [Rbl. Bd. 1, Kap. 77, 2-4] Jesus: „Wenn gar hartnäckige Buhler gebessert werden sollen, dann
müssen sie zuzeiten ganz absonderlich hart angepackt werden. Denn geringe
Rupfer sind für so materielle Seelen von gar keiner Wirkung. Ich sehe dieser
Art Menschen lange durch die Finger, aber wenn alle sanfteren Mahnungen und
Rupfer nichts nützen, dann werden sie doch mit Meinem Vollernst angegriffen.
Und nur durch die Fülle des Schmerzes fangen sie ein wenig an, in sich zu
gehen, und werden dann für etwas Höheres aufnahmefähig.“ [Rbl. Bd. 2, Kap. 154, 5] Jesus zu einem Jünger, der nach der möglichen Umkehr teuflisch
entarteter Seelen fragt: „Was für die langen, künftigen Zeiten vorbehalten
ist, liegt im Rate Meiner Liebe und Weisheit verborgen; es wird noch lange
dauern, bis die letzte der Sonnen verglüht ist! Die Menschen werden viele
Sterne am Himmel verlöschen und wieder andere an ihre Stelle treten sehen, —
aber die eigentlichen „Krebse“ (d.h. sehr entartete Seelen, die in ihrer
Entwicklung rückwärtsgehen) werden nicht viel von ihrer häßlichen Gestalt
dabei verlieren! — Doch bei Mir sind tausend Erdenjahre wie ein Augenblick, —
was die eine lange dauernde Zeit nicht zu bewirken vermag, das vermag
vielleicht eine nächste oder die tausendste Zeitperiode! Wer da will, daß ihm
geholfen werde, dem wird auch in Kürze geholfen; wer aber in seinem Starrsinn
beharren will, der verharre, solange es ihm beliebt, und will er darin ewig
verharren, so steht es ihm auch frei!“ [Ev. Bd. 10, Kap. 188, 19-20] Cado‘s, des einstigen argen Teufels, durch schmerzlichste Erfahrungen
bewirkte Auferstehung aus der untersten Hölle. [Rbl. Bd. 2, Kap. 171-172] Eine vor den erscheinlichen Flammen der Hölle verzweifelnde, um Gnade
flehende Priesterschar wird vom Herrn in Seiner grenzenlosen Güte und
Barmherzigkeit begnadigt, gestärkt mit Brot und Wein und danach von Seinen
Boten auf die Wege des Lichts gewiesen. [Rbl. Bd. 2, Kap. 232, 16-17, Kap. 233, 5] Ein erleuchteter Geist zu dem über grausige Erscheinlichkeiten im
Jenseits entsetzten einstigen Bischof Martin: „Alles, was du hier siehst,
entstammt allein der allertiefsten Liebe und Weisheit des Herrn und hat viel
Ähnlichkeit mit den Erscheinungen der mannigfachen Krankheiten auf Erden.
Solche Krankheiten sind zwar ein Übel des Leibes, aber dafür eine große
Wohltat der Seele! So sind auch diese seelischen Erscheinlichkeiten mit
herübergebrachte Krankheiten der Seele, die alle hinausgetrieben werden
müssen, und zwar durch geistige Heilmittel, da sonst die Seele nicht gesunden
und der Geist in ihr nimmer erstehen kann. Die Kraft des Wortes Gottes ist für
diese Seelenkrankheiten die allerkräftigste Medizin!“ [BM. Kap. 70, 25-27 und 29] Der geläuterte einstige Bischof Martin: „Im himmlischen Reich erkannte
ich, daß alle die elenden und beängstigenden Zustände und Erlebnisse meiner Seele
nach meinem Leibestode nur die größte Liebe des Herrn waren, damit ich durch
sie noch im Jenseits geläutert und fähig würde, die Volliebe des göttlichen
Vaters in mich aufzunehmen. — Hätte ich meinen irdischen Hochmut früher
abgelegt — was ich gar leicht hätte tun können —‚ so wäre es mit mir auch
schnell besser gewesen; aber ich war hart und wollte es nicht, weil der
Hochmut mich belebte! Und so mußte ich wohl leiden, — aber nicht aus dem
Willen des Herrn, sondern nur aus meinem eigenen Willen!“ [BM. Kap. 192, 4-5] Trügerische Himmelserwartungen schwer belehrbarer Friedhofseelen. [Hi. 1, S. 364, 9-12] 11.07. „Himmel“ und „Hölle“ sind Seelenzustände
Jesus: „In der Hölle ist der Hochmutsbrand am höchsten; im Himmel aber
leuchtet das Licht der tiefsten Demut und Bescheidenheit, und das sanfte
Feuer der Liebe erwärmt und belebt alles.“ [Ev. Bd. 6, Kap. 244, 7] Jesus: „Hier, wo Ich nun bin mit euch, ist der höchste Himmel, und das
heißt ‚oben‘, und eben hier (auf dieser Erde) ist auch die tiefste und böseste
Hölle, und das heißt ‚unten‘. Die materielle Räumlichkeit macht dabei keinen
Unterschied, sondern entscheidend ist nur der geistige Zustand.“ [Ev. Bd. 6, Kap. 33, 4 und 5] Beispiel Jesu: Ein frommer Weiser, der den Himmel in sich trägt, und
ein Bösewicht in höllischem Zustand können räumlich „auf einer Bank sitzen“
und zuständlich voneinander so weit entfernt sein wie Himmel und Hölle. [Ev. Bd. 6, Kap. 33, 5-8] Jesus zu dem römischen Oberrichter Faustus: „Durch dein Herz wirst du
nach dem Tode deines Leibes hinaustreten in den endlosen Gottesraum, und nach
der Art deines Herzens wirst du ihn entweder als Himmel oder als Hölle
antreffen. Denn es gibt nirgends einen eigens geschaffenen Himmel noch
irgendeine eigens geschaffene Hölle, sondern alles das kommt aus dem Herzen
des Menschen. Wie der Mensch glaubt, will und handelt — entweder gut oder
böse —‚ also wird er auch seines Glaubens leben, aus dem heraus sein Wille
genährt ward und ins Handeln überging.“ [Ev. Bd. 2, Kap. 8, 6-7] Jesus: „Jeder Mensch hat entweder den Himmel oder die Hölle in sich. —
Wer die Hölle in sich birgt, der ist taub und blind in seinem Gemüte, nur
dann und wann mahnt ihn sein Gewissen. Eine Seele aber, die durch ihre guten
Werke nach Meinem Willen den Himmel in sich hat, kann in sich den Himmel wohl
gewahren und von Zeit zu Zeit in nächtlichen, hellen Traumgesichten
erschauen.“ [Ev. Bd. 8, Kap. 18, 6-8] Jesus: „Nur der Mensch, der in diesem Leben schon das innere
Lebenslicht besitzt, in welchem er sich, Gott und Seine liebevollsten,
weisesten Absichten mit den Menschen klar erkennt und keinen Tod, sondern nur
ein ewiges, allerseligstes Leben vor sich sieht, kann hier auf Erden schon in
einer himmlischen Weise selig sein. — Ein anderer Mensch dagegen, der sich
nicht in solchem Lebenslicht befindet, verfällt von einem Zweifel in den
andern, ängstigt sich mit allerlei finsteren Gedanken, wirft sich darum allen
sinnlichen Genüssen in die Arme und wird so anstatt ein Kind des Himmels ein
Kind der Hölle und ihres Gerichtes.“ [Ev. Bd. 8, Kap. 102, 21] Jesus: „Die Liebe ist das Leben der Seele. Ist diese geistig und somit
nach der Ordnung Gottes gut, so hat die Seele ein wahres Leben in sich und
lebt in großer Klarheit ewigfort. Ist aber die Liebe der Seele eine materielle
und somit gerichtete, so ist ihr Leben gleich der Liebe in ihr. Solch ein
Leben kann kein wahres, sondern nur ein Schein- und Trugleben sein, weil es
in seiner Unart nicht fortbestehen kann, sondern sich ändern muß entweder zum
Guten oder im schlimmsten Falle zum Grundbösen, das da ist das harte
Mußgericht und der eigentliche ewige Tod, aus dessen Banden sich eine Seele
ebenso schwer losmachen wird, wie ein harter Stein in ein reines Quellwasser
sich umwandeln kann. Darum habt die Welt nicht lieb, sondern fliehet ihr
verlockendes Wesen, benützet ihre Schätze zu guten Werken, und ihr werdet
dadurch die wahren Schätze für Seele und Geist überkommen.“ [Ev. Bd. 8, Kap. 122, 8-10] Der Evangelist Johannes: „Wer erfahren will, ob er dem Himmel oder der Hölle
angehört, der frage sorgfältig sein Gemüt: Sagt dieses nach der Grundneigung
und Liebe: Das ist mein, und jenes ist auch mein, gebt mir alles, ich will
alles! — Wo das Gemüt sich so hören läßt, da herrscht noch die Hölle! Wenn
aber das Gemüt sagt: Nichts ist mein, weder dieses noch jenes, alles ist des
Einen, und ich bin des geringsten nicht wert, — wenn das die Antwort des
Gemütes ist, da ist der Himmel!“ [GS. Bd. 2, Kap. 118, 3-4] Jesus: „Mein Reich ist in eines jeden Menschen kleines Herz gelegt. Wer
also hineinkommen will, der muß in sein eigenes Herz eingehen und sich da ein
Plätzchen zur Ruhe gönnen, das da heißt Demut, Liebe und Zufriedenheit. Ist
er mit diesem Plätzchen in Ordnung, so ist auch sein Glück für ewig gemacht.
Ein Herz voll Liebe zu Mir und zu den Brüdern und Schwestern und ein stets
tätigkeitsfreudiger Sinn, glaubet es Mir, das wird die wahre, ewige Seligkeit
begründen!“ [Rbl. Bd. 2, Kap. 278, 4-5] Jesus: „Ihr sollt euch Meine Himmel nicht irgendwo als recht weit
entfernt vorstellen, sondern ganz nahe. Der Weg dahin beträgt drei Spannen
Maß. Es ist dies die Entfernung vom Kopfe bis ins Zentrum des Herzens. Habt
ihr diese kleine Strecke zurückgelegt, so seid ihr auch im Himmel. Denket ja
nicht, daß ihr etwa eine Auffahrt über alle Sterne hinaus machen werdet,
sondern denket euch, daß ihr nur eine Niederfahrt in euer Herz macht. Und da
werdet ihr euern Himmel und das wahre, ewige Leben finden!“ [Rbl. Bd. 2, Kap. 278, 6] Jesus: „Es gibt Menschen, die mit dem wahrhaft guten Erdreich zu
vergleichen sind. Diese nehmen Mein Wort an und setzen es sogleich gläubig
ins Werk. Da bringt dann der Same reichliche Frucht, und diese Frucht ist das
eigentliche Himmelreich im Menschen und hat kein äußeres Schaugepränge. Aber
dieses Reich wird sich dann über den Menschen, der es in sich aus Meinem Wort
geschaffen hat, ausbreiten und ihm geben Seligkeit, Wahrheit, Weisheit und
Macht über alle Kreatur.“ [Ev. Bd. 6, Kap. 65, 16] Der Herr: „Den lichtsuchenden Seelen wird gezeigt, daß der eigentliche,
wahre Himmel aus ihnen selbst hervorgehen muß, und daß sie durchaus nicht ‚in
den Himmel kommen‘ können, sondern nur der Himmel in sie durch den lebendig
ernsten Willen, immer mehr Gutes zu tun und darum auch stets geringer zu
werden, um desto mehr Gelegenheit zu bekommen, jedermann zu dienen.“ [Hi. 1, S. 365, 16] Jesus zu dem Römer Markus, der die Morgenpracht einer Landschaft mit
den Himmeln Gottes vergleicht: „Würde Ich dich nur einen Augenblick im Geiste
in Meine Himmel versetzen, so könntest du nicht mehr auf dieser Erde leben;
denn die unbeschreibbar große Anmut der Himmel, das Licht, die Freundlichkeit
und des Lebens höchstes Wohlgefühl würden dein Fleisch in einem Augenblicke
vernichten und die Sinne deiner Seele auf langehin völlig betäuben. Darum muß
jede Seele von Stufe zu Stufe geführt und endlich lauter werden wie reinstes
Gold, damit sie fähig wird, in die endlosen Freuden der Himmel Gottes
einzugehen. Denn keines Menschen Auge hat es je geschaut, kein Ohr gehört und
keines Menschen Sinn je empfunden, welche Freuden und Seligkeiten Gott denen,
die Ihn über alles wahrhaft lieben, in den Himmeln bereitet hat.“ [Ev. Bd. 8, Kap. 106, 11 und 15] Der Herr: „Fraget nicht diesen oder jenen: ‚Wie sieht der Himmel aus
und wie die Geisterwelt?‘ Denn das ist eitel. Suchet jegliches Wort von Mir
in euch lebendig zu machen durch die Werke der Liebe, und ihr habt dann den
Himmel lebendig in euch und alles, was der Geisterwelt ist. Denn es wird
niemand in einen Himmel kommen, der so aussehen wird, wie er ihn so oder so
beschrieben in sein Gedächtnis und Vorstellungsvermögen aufgenommen hat. Ein
jeder trägt den eigenen Himmel und die eigene Geisterwelt in sich, deren Form
sich allezeit nach der Art der Liebe richten wird, die in ihm ist, und nach
den Werken, die aus ihr hervorgegangen sind.“ [GS. Bd. 2, Kap. 124, 15-16] Auf die Frage eines Schriftgelehrten nach der Örtlichkeit der
persönlichen Teufel erwidert Jesus: „Wenn deine Seele aus Mir rein und stark
ist, so kann sie sich in den ärgsten Teufelsvereinen befinden, diese werden
ihr nicht den geringsten Schaden zufügen können. Eine reine, aus Mir starke
Seele befindet sich mitten unter Legionen von persönlichen Teufeln dennoch
(geistig) vollkommen im Reiche der Himmel, die nicht sind wie ein äußeres
Schaugepränge, sondern inwendig im Herzen der vollkommenen Seele. Denn solch
eine Seele wird zu einer Mir ähnlichen Schöpferin ihres seligsten
Wohnreiches, in das ewig kein persönlicher Teufel zu dringen vermag. Und
somit kann einer reinen, aus Mir starken Seele der Wohnort der persönlichen
Teufel ganz gleichgültig sein.“ [Ev. Bd. 8, Kap. 36, 4-5] Der Herr zu lichtsuchenden Seelen in der geistigen Welt: „Du kannst
nicht irgendwohin in einen Himmel kommen, sondern du mußt dir deinen Himmel
selbst bereiten. Der Same zum Himmelreich ist das Wort Gottes; wer es in sich
aufnimmt und danach tätig wird, der hat dieses himmlische Samenkorn in sein
Erdreich gelegt, und der Himmel wird aus ihm gleich einem Baume erwachsen.“ [GS. Bd. 1, Kap. 57, 9] Ein ehemaliger Ligourianermönch erkennt im Jenseits die Unvernunft und
die Langeweile eines ewigen tatenlosen Wohlergehens in einem auf Erden
erträumten ‚Himmel‘ und sehnt sich nach ersprießlicher Tätigkeit. [BM. Kap. 63, 7] Die liebende Chinesin Chanchah zu dem von ihr noch nicht erkannten
Herrn Jesus: „Man lehrte mich auf der Erde, daß es für die Guten einen Himmel
gibt, aber ich finde, daß nicht des Himmels Pracht, sondern nur ein Herz dem
andern ewig ein Himmel bleibt! — Ich habe nun in Dir meinen Himmel gefunden!
Ach, möchtest du auch in mir wenigstens ein kleines Lustgärtchen finden!“ [BM. Kap. 95, 14-15] Jesus: „Es denke von euch niemand, Ich habe dereinst die Hölle
erschaffen. Das sei ferne von Mir und von euch allen! Auch denket nicht, die
Hölle sei ein Ort zur ewigen Bestrafung der Übeltäter! Sie hat sich von
selbst gebildet aus jenen gar vielen Menschenseelen, die auf dieser Erde im
Fleische jeder göttlichen Offenbarung Hohn sprachen, Gott leugneten und nur
taten, was ihrer äußeren Sinnlichkeit behagte.“ [Ev. Bd. 6, Kap. 240, 1] Der Evangelist Johannes: „Man darf sich unter dem Begriff ‚Hölle‘
keinen kerkerlichen Ort denken, in welchen man kommen kann, sondern nur einen
Zustand, in welchen sich ein freies Wesen durch seine Liebeart, durch seine Handlung,
versetzen kann. Ein Mensch gehört so lange der Hölle an, wie er nach ihren
Grundsätzen denkt, will und handelt. Ihre Grundsätze aber sind: Herrschsucht
und Eigenliebe. Diese sind den himmlischen Grundsätzen gerade entgegen,
welche da sind: Demut, Liebe zu Gott und Liebe zum Nächsten.“ [GS. Bd. 2, Kap. 118, 2] Jesus erklärt Robert Blum den tiefen, wahren Sinn des Gleichnisses vom
reichen Prasser und armen Lazarus und fährt fort: „Meinst du denn, daß die
Gottheit die Hölle so eingerichtet habe?! Oh, da bist du in einer großen
Irre! — Siehe, das haben von alten Urzeiten her die argen Geister selbst
getan. Die Gottheit hat es ihnen nur zugelassen, um sie nicht in ihrer
Freiheit zu beirren. Denn es gibt nirgends eine Hölle als nur im Menschen
selbst. — Da aber die Gottheit allein das wahre Leben und das Licht alles
Lichtes ist und sonach auch die alleinige wahre Seligkeit aller Wesen, so ist
es ja wohl klar, daß ein gottloser Zustand durchaus nichts Angenehmes haben
kann, da es ohne Gott kein Leben, kein Licht, kein Wahres und Gutes gibt. —
Ein Mensch, der die Gottheit verläßt und sie aus sich hinausschafft, muß also
in sich eine wahre Hölle gestalten, die in allem böse und arg ist, weil er ja
freiwillig die Gottheit aus sich verbannte!“ [Rbl. Bd. 1, Kap. 30, 6-9] Jesus: „Erkennt der Mensch das Gute und Wahre, handelt aber dennoch
freiwillig dawider, so baut er sich selbst das Gericht und seine eigene Hölle
und ist darum schon in dieser Welt ein Teufel. Und das ist dann die Strafe,
die sich ein Mensch ohne Mein Wollen selbst antut.“ [Ev. Bd. 7, Kap. 202, 6] Auf die Frage des römischen Hauptmanns Pellagius nach Ort und Wesen der
Hölle erklärt Jesus: „Siehe, wie der Himmel allenthalben ist, wo es gute, Mir
wohlgefällige Menschen gibt, so ist die Hölle überall, wo es Gottesverächter
und Übeltäter gibt. In der Hölle will jeder der höchste, unumschränkte
Gebieter sein, alles besitzen, und alle sollen ihm gehorchen und für ihn
arbeiten um den schlechtesten Lohn!“ [Ev. Bd. 10, Kap. 110, 10-12] Jesus: „Ganz welttümliche Menschen, die an keinen Gott glauben und
dabei doch ein gesundes Leben bis in ihr hohes Alter genießen und auch eines
schnellen, schmerzlosen Todes sterben, haben ihren Lebenslohn schon auf
dieser Welt empfangen und werden im Jenseits kaum mehr einen zu gewärtigen
haben. In der Gesellschaft solcher Seelen wird die äußerste Finsternis
walten, und es wird sein viel Heulen und Zähneknirschen unter ihnen.“ [Ev. Bd. 8, Kap. 16, 13] Jesus öffnet den Seinen die geistige Sehe und enthüllt ihnen das wahre,
höllische Raubtierwesen der reichen Kaufleute in einer sich nahenden
Handelskarawane. [Ev. Bd. 7, Kap. 170, 1-5] Schilderungen der untersten Hölle in irdischen Entsprechungsbildern. [GS. Bd. 2, Kap. 112-116] Des einstigen Bischofs Martin licht- und lieblose Seele empfindet
Hunger und Angst im Jenseits und gelangt in ihrer grauenvollen Einsamkeit zu
ganz falschen Zeit- und Daseinsbegriffen. [BM. Kap. 11, 9-11 und 15] Der Evangelist Markus schildert in seiner Sphäre verschiedenartige
Laster und höllische Zustände vieler Seelen auf der Welt und im Jenseits in
erschütternden Entsprechungsbildern. [GS. Bd. 1, Kap. 18-20] 11.08. Der Absturz in die Hölle
Der Herr: „Die Hölle bemüht sich, durch zahllose Trugkünste eine Seele
stets näher dem erzbösen Wesen Satans zu bringen, auf daß sie mit ihm völlig
eins werde, was aber nimmer geschehen kann, da jede Seele einen eigenen
(reinen) Geist in sich enthält, der das Entgegengesetzte des Satansgeistes
ist. Will sich eine Seele dem Satan nähern, dann tritt dieser ihr eigener
Geist in ihr als Richter und Strafer auf und peinigt die Seele als ein
unlöschbares Feuer von innen heraus, wodurch die Seele vom Satan wieder
entfernt wird und zur Besserung übergeht. Diesem Besserungsdrange zu folgen,
wird ihr umso leichter, je mehr sie sich der Reinheit ihres Geistes nähert. —
Das ist der Unterschied zwischen der Seligkeit und der Verdammnis: In der
Seligkeit geht die Seele ganz in den Geist über, und der Geist ist dann das
eigentliche Wesen; in der Verdammnis aber, will die Seele den Geist ausstoßen
und einen anderen, nämlich den Satans, annehmen. In diesem Falle wird sie das
dem Geiste Unähnlichste!“ [Ed. Kap. 58, 10-12] Jesus zu einer erweckten Seele im Paradies: „In die Seele ist ein neuer
Geist gelegt, und, mit ihm eins zu werden, sollte die Seele alles aufbieten.
Aber wenn die Seele alles nur aufbietet, um mit ihrer Materie eins zu werden,
— wie soll dann der Geist in der Seele ein Herr seines Hauses werden?!“ [Rbl. Bd. 2, Kap. 152, 6-7] Der einstige Räuberfürst Cado beantwortet die Enthüllung seines
teuflischen Erdenlebens und den Rat des Petrus zur Umkehr mit höllischem Hohn
und Trotz: „Einem allmächtigen Gott gehorchen kann je der feige Esel, aber
Ihm den hartnäckigsten Trotz bieten und alle Seine Weisheit zuschanden
machen, das kann nur ein starker Geist, der keine Furcht kennt, auch vor
einem ewigen Schmerz in der ärgsten Hölle nicht! Werfet mich in kochendes
Erz, und ich werde euch im höchsten Brandschmerze dieselbe Antwort erteilen!“ [Rbl. Bd. 2, Kap. 164, 2] Jesus: „Es ist bei diesem Geiste (dem Teufel Cado) jedes denkbare,
Meiner Liebe und Weisheit entsprechende Mittel aufgeboten worden. Aber ohne
den geringsten Erfolg! Starke Engel wurden (auf Erden) zu seiner Bewahrung befohlen.
Aber sein Wille, der frei bleiben mußte, war stets mächtiger als Meine
Liebefesseln, die Ich ihm anlegen ließ. Er zerriß sie alle und spottete ihrer
gräßlich. — Es fehlte ihm nicht an Erkenntnis; er kannte jeden Buchstaben der
Schrift und hatte sogar das Vermögen, mit der Geisterwelt zu verkehren. Er
kennt Mich und Meine Göttlichkeit und kann doch Meiner spotten. — Was kann da
Meine Liebe noch ausrichten bei solch einem Wesen?!“ [Rbl. Bd. 2, Kap. 164, 5] Der Erzengel Raphael: „Jede Seele, die einem der zahllosen Laster
festergeben ist, stellt einen Teufel, also einen tätigen Ausdruck des Bösen
dar, und es ist einer solchen Seele schwer zu löschender Trieb, gleichfort
Böses zu tun in der Art, in der sie sich begründet hat in der Zeit ihres
irdischen Lebens.“ [Ev. Bd. 5, Kap. 94, 3] Jesus: „Es werden von Zeit zu Zeit Lehrer in die höllischen Vereine
gesandt, aber es geht ihnen nicht besser als den Engeln zu Sodom und
Gomorrha: die argen Geister möchten diese starken Wesen dazu mißbrauchen, um
alle ihre höllischen Feinde zu vernichten.“ [Ev. Bd. 6, Kap. 238, 6] Jesus: „Die jenseitige Schulung der sündigen Seelen diene niemandem zu
einem besonderen Troste; denn wenn jenseits eine Seele in sich statt besser nur
immer schlechter und böser wird, so gestaltet sich im gleichen Maße auch ihre
Scheinwelt und Gesellschaft häßlicher und schlechter. Und so wie die Seele in
sich wahrheits- und lichtloser wird, ebenso verdunkelt sich auch ihre
Umgebung, was sie sehr drückt und quält. Mit der Steigerung der Qual wächst
auch ihr Zorn und ihre Rachgier, und das ist dann schon der Eingang in die
Hölle.“ [Ev. Bd. 6, Kap. 65, 4-5] Beispiel Jesu: Die Erlebnisse, Machtkämpfe und Leiden eines grausamen,
mordlustigen Königs in der Hölle. [Ev. Bd. 5, Kap. 232, 3-7] Ein Engel Gottes schildert den Regenten in Hanoch furchtbare
Greueltaten in anderen Städten des Reiches und fährt fort: „Sollte Gott bei
solchen Umständen wohl noch länger des menschlichen Geschlechtes schonen und
harren seiner Besserung? Wahrlich, die Hölle sei der ewige Besserungsort für
diese Teufel in menschlicher Haut!“ [H. Bd. 3, Kap. 298, 5-8] Jesus zu dem weisen Griechen Philopold: „Wie es in dieser Welt zugeht,
ebenso geht es in der Hölle zu, nur mit dem Unterschiede, daß im allgemeinen
Geisterreich die Guten, Demütigen, Geduldigen und auf Gott Vertrauenden aus
dem Kampf der Hölle für ewig ausgeschieden sind und somit allein die Bösen in
der Hölle miteinander ihr falsches, arges Getriebe haben.“ [Ev. Bd. 6, Kap. 33, 13] Auf die Frage: „Gibt es einen persönlichen Satan oder Teufel?“,
erwiderte Jesus: „0 ja, es gibt Teufel, hier auf dieser Welt im Fleische
wandelnd, und noch mehr im großen Jenseits, die fort und fort bemüht sind,
einen argen Einfluß auf das Diesseits auszuüben, und das einmal durch die
rohen Naturgeister, die noch in allerlei Materie der Ausreifung wegen weilen,
und dann aber auch unmittelbar durch geheime Einflüsterungen, Anreizungen und
Verlockungen. Sie merken bei den Menschen gar wohl die verschiedenen
Schwächen und bösen Anlagen, bemächtigen sich ihrer und fachen sie zu
glühenden Leidenschaften an.“ [Ev. Bd. 8, Kap. 35, 11-12] Jesus: „Ein Mensch, der an einen Gott nicht glauben und darum auch
nicht nach dessen Willen handeln will, versenkt sich dadurch stets mehr und
tiefer in das Materielle, wird geistig unrein und böse und somit ein Teufel.“ [Ev. Bd. 8, Kap. 34, 11] Göttliches Feuergericht über höllische Streiter in der niederen
Geisterwelt. [Rbl. Bd. 2, Kap. 169, 11-16, Kap. 170] Der Herr im Toben der Sintflut zu dem von Ihm berufenen, wutentbrannten
Satan: „Elender Versucher Meiner Liebe, Langmut und Geduld! Siehe, hier
stehen deine getreuesten Knechte (die letzten Gewaltherrscher von Hanoch)!
Sie haben deinen Plan meisterhaft vollbracht! Welchen Lohn wirst du ihnen
darum nun geben?“ Und der Satan sprach: ‚Hatten sie nicht auf der Erde alles,
wonach ihr Herz dürstete?! Welchen Lohn sollten sie fürder noch haben
wollen?! — Der Tod sei ihr Los!‘ Darauf der Herr: „Habt ihr es nun vernommen,
wie euer Meister seine Knechte lohnt? Seid ihr zufrieden damit?“ Hier fingen
die drei an zu heulen vor Furcht und Angst und baten den Herrn um Hilfe. Der
Herr aber sprach: „Das tut nun die Angst in euch, und ihr habt keine Reue!
Daher weichet von Mir, Satans Diener, und büßet mit ihm in seinem Feuer euren
Frevel!“ Hier fuhr ein mächtiger Blitz durch die Grotte und tötete die drei,
und des Herrn Macht trieb die vier Geister zur Hölle. [H. Bd. 3, Kap. 355, 10-15] Der Herr: „Alle Höllengeister leben in der größten Furcht vor Mir; Mich
nur von ferne zu erschauen oder Meinen Namen zu vernehmen, ist für sie das
Schrecklichste!“ [Schrft. Kap. 27, 21] Im Geisterreich erblickt sich die Seele eines sehr hochmütigen
Feldherrn in der Kleidung ihres irdischen hohen Ranges, dabei aber in
völliger Einsamkeit. In schier endlos währender Langeweile ruft der unselige
Feldherr zu Gott um Hilfe; sogleich erscheint ein Engel, um ihn durch
Belehrung auf den Weg der Demut zu weisen. Aber der Lichtbote wird nicht
angehört, und der unbelehrbare Feldherr verfällt der Hölle. [St.-Sz. 6, Expl. Abs. 10-22] Jesus: „Ganz welttümliche Menschen, die an keinen Gott glauben und
dennoch ein gesundes Leben bis in ihr hohes Alter genießen und auch eines schnellen,
schmerzlosen Todes sterben, haben ihren Lebenslohn schon auf dieser Welt
empfangen und werden im Jenseits kaum mehr einen zu gewärtigen haben. In
ihrer Gesellschaft wird die äußerste Finsternis walten, und es wird sein viel
Heulen und Zähneknirschen unter ihnen.“ [Ev. Bd. 8, Kap. 16, 13] Der Evangelist Markus zeigt in seiner geistigen Sphärenschau folgende
Begebenheit: Eine selbstsüchtige, glaubenslose Ehefrau zieht ihren nach
besseren Erkenntnissen strebenden Ehegatten in ihre eigene höllische Finsternis;
ein Engel Gottes greift jedoch ein, trennt die Ehegatten und führt den Mann
zum Licht. Die hartnäckig böswillige Ehefrau wird nun gänzlich eine Beute der
Hölle. [GS. Bd. 1, Kap. 35-39] Ein reicher, verwöhnter Student, der sich anstatt seinen Studien einem
fruchtlosen, sinnlichen Genußleben ergab, stirbt frühzeitig an einer furcht
baren Krankheit und kommt als völlig zerstörte Seele in affenähnlicher
Gestalt ins Jenseits. Der Der Absturz in die Hölle Todesengel bewahrt Geist und Seele dieses argen Sünders durch
peinvolle Verbrennung der letzten sinnlichen Lebenskräfte vor dem ewigen
Tode. [St.-Sz. 4. Expl.] Jesus: „Rache aus dem Jenseits ist nur ungerecht mißhandelten und
getöteten Menschen gestattet, jedoch niemals von Grund auf bösen Geistern.“ [Ev. Bd. 1, Kap. 81, 6-7] 11.09. Der Aufstieg zum Licht der Paradiese und
Himmel
Jesus zu dem vom Tode erweckten Jüngling in Nahim, der wünscht, nicht
mehr sterben zu müssen: „Es wird in deinem hohen Alter wieder eine Stunde
kommen, in der Ich deine Seele aus dem Leibe zu Mir rufe, dann werde Ich dir
auch die Rückerinnerung an den dreitägigen Zustand im Paradiese Meiner Engel
geben, und du selbst wirst Mich dann kniend bitten, dich als Seele aus ihrem
morsch gewordenen Leibe zu erlösen. Du wirst dann ewig fortleben im
vollkommenen Bewußtsein deiner selbst und mit Meinen Engeln von einer
Weisheits- und Liebesstufe zur anderen emporsteigen und stets seliger
werdend, den Vater, der in Mir wohnt, immer tiefer erkennen und Seine zahllos
vielen großen Schöpfungen bewundern.“ [Er. Bd. 9, Kap. 36, 12-13] Jesus: „Die erst nach ihrem Erdenleben geläuterten Weltkinder werden
geistige Bewohner jener Weltkörper und jener ihnen entsprechenden Vereine
verbleiben, auf und in denen sie nachirdisch geläutert werden. Aber in des
ewigen Vaters Hause, in des aller höchsten Himmels Mitte werden sie nimmer
aus- und eingehen wie Meine wahren Kinder, die mit Mir die ganze
Unendlichkeit richten werden ewigfort!“ [Ev. Bd. 5, Kap. 111, 2] Der Herr: „Der reine Geist an und für sich, als das Urprinzip des
Lebens aus Mir, braucht nichts aus dem Erdkörper zu seiner Vollendung, aber
die Seele muß das wieder in sich vereinen, was ihr einst (im Erdenleben auf
den Stufen der Naturreiche) aus der endlosen Fülle Meiner sie formenden Idee
gegeben ward.“ [Ed. Kap. 28, Abs. 5] Allmählicher, langwieriger Aufstieg der Sonnengeister über viele
größere Zentralsonnen bis zum Himmelreich. [NS. Kap. 3, 10-12] Der Evangelist Markus zeigt in einer himmlischen Sphäre Seelen, die
zwar den Herrn lieben und Ihn in Seiner Gnadensonne erschauen, aber Sein
menschliches Wesen noch nicht fassen können. Nur selten geschieht es, daß
durch das Wirken hoher Engelsgeister einige Seelen aus diesem Weisheitshimmel
in den höchsten Liebehimmel, den ‚ewigen Morgen‘ geführt werden. [GS. Bd. 1, Kap. 41, 8-21] Der Evangelist Markus: „In den höchsten Liebedemutshimmel gelangen nur
solche Seelen, welche den Herrn schon bei ihrem Leibesleben ihrem Inwendigen nach
trotz aller irrigen Begriffe, die sie gelehrt wurden, einzig und allein über
alles geliebt haben.“ [GS. Bd. 1, Kap. 61, 26] Der Evangelist Markus in der geistigen Welt: „Wenn die Menschen vom
Herrn geführt werden, so überkommen sie dadurch das Licht des Glaubens und
gehen ein in den untersten Himmel. — Wenn die Menschen vom Herrn gezogen
werden, so heißt das: Diese Menschen werden in die Liebe des Vaters
aufgenommen, oder sie kommen in den zweiten Himmel, der da besteht aus dem
Glaubenswahren durch das Licht der tätigen Liebe zum Herrn und daraus zum
Nächsten. — Wenn es aber heißt: die Menschen werden vom Herrn getragen, so
drückt das schon einen vollkommenen, kindlichen Zustand der Menschen aus,
welche ganz und gar in die Liebe zum Herrn übergegangen sind, sodaß sie Ihm
auch den allerletzten Tropfen ihrer gedemütigten Eigenliebe zum Opfer
dargebracht haben. Dadurch sind sie wahrhaftig Kinder Gottes und werden von
Ihm als ihrem ewigen Vater in den allerhöchsten Liebehimmel aufgenommen.“ [GS. Bd. 1, Kap. 101, 11-13] Ein Mönch vernimmt im Jenseits nach seinem Erwachen zum Licht die
himmlischen Offenbarungsworte: „Das ewige, Gott völlig gleiche seligste Leben
ist durch Jesus allein ermöglicht worden und als ein unendlicher Schatz
gegeben aller Kreatur. Und es bedarf nun nichts mehr und nichts weniger, als
diese große Gabe des himmlischen Vaters liebewillig zu verlangen und dankbar
anzunehmen, — und der Mensch ist selig lebend in Ewigkeit in der Gesellschaft
Gottes. Gott, der da ist unser aller Vater Jesus, ist die reinste Liebe, die
niemanden richtet und jeden selig machen will. Aber nur muß der Mensch auch
das wollen, was Gottes reinste Liebe will, sonst kann er nicht selig werden.“ [Rbl. Bd. 1, Kap. 126, 3-4] Jesus in verhüllter Gestalt zu einer suchenden Schar im Paradiese:
„Hier gibt es kein gesondertes Eigentum, sondern alles ist ein Gemeingut. Was
in diesem Reiche dem einen gehört, das gehört auch allen andern, die eines
Sinnes und eines Herzens sind. Und was hier jemand will, das wird ihm auch
zuteil. — Hier gibt es nur ein Recht, das der reinen Liebe. — Was ihr wollet,
das man euch tue, das tuet auch den anderen, — das ist hier der Grundsatz des
Lebens!“ [Rbl. Bd. 1, Kap. 139, 19 und 21] Jesus im Jenseits zu einer licht- und hilfesuchenden Schar: „Behaltet
hauptsächlich Jesum in eurem Herzen, so wird euch ehest die beste Hilfe in
allem werden. Aber nur müsset ihr allen euern von der Welt mitgebrachten
Hochmut, Stolz, Eigendünkel, jedes Rachegefühl und die leidige Sinnlichkeit
von euch verbannen und alles Jesus, dem Herrn, anheimstellen. So werdet ihr
Jesus nicht nur auf einen Augenblick zu Gesicht bekommen, sondern werdet für
ewig bei und in Ihm sein!“ [Rbl. Bd. 1, Kap. 139, 27] Der Herr: „Kein Geist, der von der natürlichen Erde auch noch so
vollendet in die geistige Welt übergeht, kann sogleich in das eigentliche
Himmelreich emporsteigen, und das darum nicht, weil zu seiner endlichen
Vollendung immer etwas im Erdkörper zurückbleibt, was er nur nach und nach
aufnehmen kann. Erst wenn er den letzten Rest dessen, was ihm als Mensch im
Erdenleben angehörte, veredelt und vergeistigt in sein Wesen aufgenommen hat,
kann er diese Region verlassen und ins Himmelreich eingehen.“ [Ed. Kap. 28, Abs. 4] Auf die Frage des einstigen Mönches Cyprian, ob denn niemand ‚vom Mund
auf‘ in den Himmel komme, antwortet Jesus: „Nicht leicht, Mein Lieber! Denn
so Ich selbst zur Unterwelt mußte, der Ich doch der Herr bin, — so wird auch
ein jedes Meiner Kinder es tun müssen! Denn jedes Obst muß vollkommen reif
sein, bevor man es genießen kann. Also ist‘s durchaus nichts mit dem ‚vom
Munde aus gleich in den Himmel kommen‘, wohl aber in das geistige Paradies,
wo ihr euch nun an Meiner Seite befindet. Denn es ist genug, wenn Ich zu
einem Sünder sage: Sei getrost, heute noch wirst du bei Mir im Paradiese
sein!“ [Rbl. Bd. 2, Kap. 156, 7] Jesus über die Entwicklungsmöglichkeiten einer in falschem, lieblosem
Glauben begründeten Priesterschar: „In etwa dreißig Jahren werden sie für den
unteren Weisheitshimmel ganz geeignet sein. Höher hinauf aber werden sie
schwerlich je kommen, weil bei ihnen das Organ der Liebe — da es nie geübt
und gestärkt wurde — zu schwach ist. — Dafür aber hat das Organ der Weisheit
eine viel zu große Ausdehnung und kann daher nie jenes Verhältnis zwischen
Liebe und Weisheit hergestellt werden, welches notwendig ist, um in einen
höheren Himmel aufsteigen zu können.“ [Rbl. Bd. 2, Kap. 233, 6] Der Herr: Daß es nun den Augen des einstigen Bischofs Martin zu dämmern
anfing, geschah deshalb, weil in seinem Innersten die Liebe auftauchte,
nachdem durch Meine Gnade der Bischof eine große Menge irdischen Schmutzes
freiwillig von sich hinausgeschafft hatte. [BM. Kap. 17, 2] Jesus in der geistigen Welt zu reumütigen Sündern: „Stehet auf, Meine Kindlein!
Sehet, nicht mit dem Gerichte, sondern mit der größten Liebe kommt euch euer
Vater entgegen, und da ihr Ihn aufgenommen habt in eure Herzen, so nimmt Er
euch tausendfach auf in Sein ewiges Vaterherz! Kommet daher nun alle zu Mir,
die ihr schwer beladen und mühselig waret, Ich will euch für ewig vollauf
erquicken!“ [BM. Kap. 36, 33] Guter Rat des seligen Geistes Borem in der geistigen Welt: „Liebe
Schwestern und Brüder, liebet Jesus, den Gekreuzigten, über alles; denn Er
ist unser einiger, liebevollster und heiligster Vater! Suchet allein Ihn und
Seine Liebe und hänget an nichts eure Herzen als nur an Ihn, so werdet ihr
viel eher, als ihr es denket, in Seiner ewigen Liebewohnung euch befinden.
Aber alle eure sinnlichen Weltanhängsel müsset ihr aus euren Herzen
verbannen, ansonst es nicht möglich wäre, euch in die ewige Wohnung des
heiligen Vaters zu bringen!“ [BM. Kap. 68, 6] Jesus zu der wißbegierigen Chinesin Chanchah: „Hier in der Geisterwelt
ist es niemandem gut, sogleich alles zu erfahren, sondern allmählich, wie es
eines jeden Aufnahmefähigkeit erheischt; also geleitet, werden dann die
Seelen immer stärker und können nach und nach mehr ertragen, bis sie zum
Empfange des Allerhöchsten stark genug und tauglich werden.“ [BM. Kap. 108, 4] Jesus: „Wer das Weltleben aus wahrer Liebe zu Mir verachtet und flieht,
der wird das ewige Leben finden. Denn Ich werde ihn nach dem Tode seines
Leibes sogleich erwecken am jüngsten Tage seines neuen Lebens in der
Geisterwelt und ihn einführen in Mein ewiges Reich“. [Ev. Bd. 1, Kap. 139, 10] Jesus verheißt der zum zweiten Mal vom Tode auferweckten liebreichen
Tochter des Synagogenobersten Jairus, daß Er selbst, aus den Himmeln kommend,
sie einst nach vielen Jahren abholen und in Sein ewiges Reich führen werde. [Ev. Bd. 2, Kap. 12, 11] Jesus: „Niemand meine, daß er sich einst jenseits in einer ewig
untätigen, süßen Ruhe befinden werde; denn das wäre des Geistes und der Seele
Tod. Je geistiger ein Mensch in seinem Innern wird, desto tätiger wird er
auch. Wenn aber solches schon wohl ersichtlich in dieser Welt der Fall ist,
um wieviel mehr wird es erst drüben so sein, wo kein schwerer Leib mehr die
Seele in ihrer Tätigkeit hemmt.“ [Ev. Bd. 6, Kap. 226, 16] Jesus im Jenseits zu Robert Blum, der zu Ihm in demütiger, höchster
Liebe entbrannt ist und den Herrn bittet, ihn nicht zu verlassen: „Da du Mich
so sehr liebst, so werde Ich dich nicht verlassen, sondern mit dir in dein
Wohnhaus einziehen und mit dir arbeiten! Denn da du Mich gar so sehr zu
lieben anfängst, so will Ich dir auch vieles erlassen, was du sonst noch
bestehen müßtest. Denn — wer viel Liebe hat, dem wird auch viel vergeben!“ [Rbl. Bd. 1, Kap. 41, 9] Jesus über einen im Jenseits vom Abgrund der Hölle zurückgerissenen
Sünder: „Ich habe darob eine sehr große Freude, daß dieser Geist (Cado)
wieder gewonnen ist; denn Geister seiner Art gibt es wenige. Er hat einen
paulinischen Geist und gehört zu Meinem Rüstzeug wider alle Feinde Meiner
Himmel. Wie hartnäckig er ehedem Mir widerstrebte, ebenso beharrlich wird er
von nun an in Meinem Dienste stehen!“ [Rbl. Bd. 1, Kap. 103, 3] Jesus in der geistigen Welt zu einer Schar erwachender ehemaliger
Prälaten: „Von nun an sollt ihr Mich lieben über alles, — da eure Liebe zu
Mir euer wahres, ewiges Leben ist, — und alle Brüder und Schwestern liebet
wie euch selbst; denn die gegenseitige Bruder- und Schwesterliebe bedingt
eure Seligkeit. Je mehr ihr der wahren, tätigen Liebe euch gegenseitig gemäß
Meiner ewigen Ordnung erweiset, desto seliger werdet ihr sein! Alle Himmel mit
ihren Seligkeiten ohne Maß und Zahl gehen aus der gegenseitigen wahren
Nächstenliebe hervor, so wie im Gegenfalle auch alle Qualen und Martern der
Hölle aus der Eigenliebe.“ [Rbl. Bd. 2, Kap. 266, 5-6] Der Herr: „Hat sich in den läuterungswilligen Seelen die wahre
Himmelsbegierde (die Freude am Dienen) hervorgetan, gänzlich verzehrend alles
noch Irdische, so geht diese himmlische Begierde wunderbar nach allen Seiten
auseinander, einen herrlichen Weg bildend und, sich immer mehr ausbreitend,
endlich auch den Himmel selbst. Und dieser Himmel vereinigt sich dann mit dem
gleichen Himmel der schon seligen Geister, wie sich gleichsam Liebe mit Liebe
vereinigt und das Liebegute mit dem Glaubenswahren.“ [Hi. 1, S. 365, 18-19] Jesus: „Die Werke der wahren Nächstenliebe sind in der Geisterwelt der
wahre, ewige Leib der Seele, ihr Wohnhaus, ihr Land und ihre rechte Welt.“ [Ev. Bd. 5, Kap. 238, 6] Die Mutter Maria im Paradiese zu einem ehemaligen Franziskanermönch,
der vor übergroßer Ehrfurcht Brot und Wein nicht zu genießen wagt: „Meinst du
denn, hier im Himmelreich gehe es auch so hochmütig zu wie an den Höfen der
Könige auf der finstern Erde? O mitnichten! Hier sind wir alle wie Kinder und
lieben den Vater und sind voll Liebe, Güte und Sanftmut gegen jedermann.“ [Rbl. Bd. 1, Kap. 149, 23] Ein ehemaliger Franziskanermönch im Licht: „Herr, Gott und Vater! Wenn
es mir je ein Engel auf der Erde gesagt hätte, daß es in Deinem Himmelreich
so aussähe und zugehe, wie ich es nun wahrlich überselig sehe und vernehme, —
so hätte ich es ihm nicht geglaubt! Denn wo ist hier der von uns gelehrte
mystisch-göttliche Nimbus? Wo das schrecklich ernste Richtergesicht des
Gottessohnes und des unerbittlichen Vaters?! ‚— Alles ist hier so natürlich,
die höchste Freundlichkeit von allen Seiten! — Du, das allerhöchste
Gottwesen, wandelst am einfachsten unter allen einher, und Deine Rede ist die
schlichteste! — Ja, dies ist das wahre Himmelreich!“ [Rbl. Bd. 1, Kap. 150, 9-11] Der Herr zu einem neuen Himmelsbürger: „In deinem neuen Hause in diesem
Himmel wirst du eine weiße Tafel finden. Diese beschaue von Zeit zu Zeit nach
Umstand deiner Liebetätigkeit, so wirst du darauf Meinen Willen erschauen.“ [GS. Bd. 1, Kap. 100, 8] Robert Blum wird von Jesus auf seinem jenseitigen Entwicklungswege in
eine Paradiesessphäre eingeführt, die sich ihm als wunderschöne, von Sternen
hell beleuchtete Landschaft darstellt. Robert ergießt vor Jesus seine tiefste
Ergriffenheit in ein feuriges Gebet und schließt mit den Worten: „0 Herr, o
Vater, o Gott! 0 schaffe, schaffe in mir Kräfte, daß ich Dich für Deine
endlose Güte und Herablassung mit der Glut aller Sonnen lieben kann!“ [Rbl. Bd. 1, Kap. 43, 6-10] Jesus gewährt einer Gruppe reumütiger, keusch gesinnter Tänzerinnen im
Paradiese eine neue, herrliche Bekleidung, wodurch sich auch ihre Gestalten
wunderbar verschönen. [Rbl. Bd. 1, Kap. 52, 7-13] Eine von Herrn um ihres liebevollen Herzens willen geheilte, vorher
sündige Seele zu Jesus: „0 Du hoher Freund aus den Himmeln, wie wohl wird mir
an Deiner Seite! Alles Rohe fiel wie ein Schuppenpanzer von mir! Mein grobes
Denken und meine grobe Sprache haben sich verwandelt wie eine eklige Raupe in
einen herrlichen Falter! Und alle meine Schmerzen schwanden wie der Schnee
vor der Glut der Sonne!“ [Rbl. Bd. 1, Kap. 68, 10] Ein geweckter Geist im Jenseits: „Die Lerchenfelderin (auf Erden ein
Straßenmädchen) wurde neu bekleidet und sieht nun wie ein reiner Engel aus.
Und je mehr sie jenem sonderbaren Manne (Jesus) in Liebe zugetan ist, desto
schöner und weiser wird sie!“ [Rbl. Bd. 1, Kap. 74, 3] Jesus zu einer Schar armer Seelen im Jenseits: „Saget Mir, habt ihr
keinen Hunger und keinen Durst?“ Sprechen alle: „0 ja, du bester, himmlischer
Freund, wir vergehen fast vor Hunger und Durst! Wenn wir nur eine kleine
Stärkung haben könnten! Wie würde das unsere Gemüter aufrichten! Darum sei so
gut und laß uns so etwas zukommen!“ — Dienende Freunde bringen auf Jesu Wink
Brot und Wein, und die armen Seelen essen und trinken begierig, verwundert und
dankbar.“ [Rbl. Bd. 1, Kap. 77, 10-13] Jesus zu einer großen Seelenschar, die in der Sphäre — dem „Hause“ —
Robert Blums zum Licht erweckt wurde: „Wenn ihr durch viele große Erfahrungen
in der Liebe zu Mir ein rechtes Übermaß erreicht habt, dann wird auch ein
jeder in sich selbst sein eigenes Wohnhaus finden, das er dann seligst
bewohnen wird für alle Ewigkeiten!“ [Rbl. Bd. 1, Kap. 120, 6] Eine erlöste Seele preist beim himmlischen Liebesmahl den Wohlgeschmack
und die Kraft von Brot und Wein, deren reingeistige Bedeutung als ‚Fleisch
und Blut Jesu Christi‘ sie erkennt und erläutert. [Rbl. Bd. 1, Kap. 148, 7] Jesus, der Herr, genießt in der Paradieseswelt die Gaben Brot und Wein,
die Ihm zwei erlöste Seelen voll Dank darbringen, mit den Worten: „Es freut
Mich wahrlich gar sehr, daß ihr euch Meiner erinnert und als Kinder eurem
Vater etwas zu essen und zu trinken bringt! Ich könnte Mir es ja selbst
nehmen, aber dann hätte es Mir bei weitem nicht so gut geschmeckt, wie wenn
es Mir Meine Kindlein zubringen!“ [Rbl. Bd. 1, Kap. 150, 8] Jesus zu dem einstigen Bischof Martin im Jenseits: „Meine Kinder sehen
endlos schön aus, wenn sie vollkommen sind; wenn sie aber noch dir gleichen
in der Unvollkommenheit, dann sehen sie freilich nicht gar zu schön aus! —
Daher bemühe dich um geistige Vollendung, so wird deine Gestalt schon auch
ein himmlischeres Aussehen bekommen!“ [BM. Kap. 47, 34] Der Engel Borem zu dem einstigen Bischof Martin, der ein glänzendes,
himmlisches Gewand ablehnt: „Es ist wohl allein das Herz, auf das der Herr
sieht, — und unsere Demut, durch die wahre Liebe zum Herrn erzeugt, ist jedes
Engels kostbarste Bekleidung, aber dessenungeachtet erfordert es doch die
Ordnung des Herrn, daß in Seinem Reiche das Kleid der Wiedergeburt und ewigen
Unsterblichkeit jeden Bewohner der Himmel als seinem Inneren Entsprechendes
schmücken soll.“ [BM. Kap. 87, 5] Jesus: Selige Geister müssen den besonderen Sitten ihres Heimatlandes
nach und nach entsagen und sich den Sitten und Formen höherer himmlischer
Sphären anpassen. [BM. Kap. 94, 11] Zurüstungen zu einem himmlischen Mahl, bestehend aus Brot, Wein und
Feigen, auf Anordnung des Herrn. [BM. Kap. 110, 1-2] Die plötzliche Erschaffung einer großen, himmlischen Speisetafel durch
den Willen des Herrn setzt viele neue Gäste der Paradiesessphäre in
Erstaunen. [BM. Kap. 110, 3-4] Tischsegensspruch des Herrn vor einem himmlischen Mahl: „Kindlein,
esset und trinket alle, jeder nach seinem Bedürfnis; denn lange schon ist
alles wohl gesegnet für alle, die Gott lieben und ihre Brüder und Schwestern
wie sich selbst!“ [BM. Kap. 112, 17] Der Herr: „Obschon durch diese Enthüllung (das Offenbarungswerk
‚Bischof Martin‘) die Geisterwelt nahezu erschöpfend gezeigt ist in den
verschiedenen jenseitigen Seelenführungen, so müsset ihr aber dieses Werk
dennoch nicht als einen allgemeinen, sondern nur als einen
individuell-speziellen Führungsfall ansehen, der lediglich die Reinigung und
Vollendung des einstigen Bischofs Martin bezweckte.“ [BM. Kap. 205, 4] Das Schlußwort Jesu, des himmlischen Vaters, zu dem Offenbarungswerk
„Robert Blum“: „Das ist die in aller Fülle gezeigte Führung eines großen
Geistes in der Geisterwelt. Wohl dem, der sie mit redlichem Herzen betrachtet
und sein Leben danach einrichtet, er wird dereinst auch diesen Weg zu machen
haben, wenn er redlichen Herzens ist. Hat er ihn schon auf Erden getreu
mitgemacht, so wird er dereinst im Jenseits nur einen sehr kurzen Weg zu
wandeln haben. — Jeder lese aber das Kundgegebene mit dem Herzen und nicht
mit dem Kopfe, so wird er dadurch in seinem Leben zu einem großen Segen
gelangen, und der Tod wird weichen aus seinen Lenden!“ [Rbl. Bd. 2, Kap. 303, 16-18] 11.10. Das jenseitige Kinderreich
Jesus: „Die Seelen frühverstorbener Kindlein dieser Erde werden im
Mittelgürtel unserer Sonne großgezogen und unterwiesen, jedoch in dessen
geistiger Sphäre.“ [Ev. Bd. 2, Kap. 140, 1] Das Jesuskindlein tröstet Maria: „Siehe, die Kindlein, die von Herodes
für Mich erwürgt wurden, sind schon überaus glücklich in Meinem Reiche. Sie
sind täglich um Mich und erkennen in Mir schon vollkommen ihren Herrn für
ewig!“ [Jug. Kap. 72, 21] In der geistigen Sonne im jenseitigen Kinderreich werden die Seelen
sehr früh verstorbener Kinder von zahlreichen Wärtern in ihrer
Seelenwesenheit liebevollst gehegt und gepflegt und in weiser Stufenfolge
höher entwickelt. [GS. Bd. 2, Kap. 67, 5-7] Die in der Liebe des Herrn im jenseitigen Kinderreich der geistigen
Sonne ausgereiften Kinderseelen werden von Engeln, die schon in ihrer
Erdenzeit große Kinderfreunde waren, in höchst lebendiger, anschaulicher
Weise im Sprechen und in der Gemüt und Verstand beschäftigenden dramatischen
Gestaltung selbsterfundener Ereignisse unterrichtet. [GS. Bd. 2, Kap. 67, 8-19] Höchst anschaulicher, lehrreichster Unterricht im jenseitigen
Kinderreich über das Wesen unserer Erde aufgrund von bilderreichen
Darstellungen aller Phasen der geologischen und geschichtlichen Entwicklung
unseres Planeten, sowie der Entstehung und göttlichen Führung unseres
Menschengeschlechts. [GS. Bd. 2, Kap. 69, 70 und 72] Im großen Schulhaus ‚der zwölf Gebote‘ des jenseitigen Kinderreiches
werden die gereifteren Kinderseelen mit der reingeistigen Bedeutung dieser
zwölf Gebote, welche ewig für die materielle und für die geistige Schöpfung
Gültigkeit hat, vertraut gemacht. — Danach erfolgen praktische Übungen in der
wahren Nächstenliebe. [GS. Bd. 2, Kap. 73-105] Der Evangelist Johannes: „Diese Kinderseelen hatten — zufolge ihrer
frühen Hierherkunft (ins geistige Kinderreich) — auf der Erde keine
Gelegenheit, die Freiheitsprobe für ihren Geist ( Geist und Seele), welche
die eigentliche Lebensprobe ist, zu bestehen. Daher muß diese überaus
wichtige Probe für das Leben des Geistes hier (im jenseitigen Kinderreich)
ins volle Werk gesetzt werden.“ [GS. Bd. 2, Kap. 73, 11] Der Evangelist Johannes: „Sind die irdischen Schützlinge der
Kindergeisterengel mit der zur Läuterung ihrer Seele (nach dem Leibestode)
verordneten Wanderung durch die Planeten fertig, so kommen sie in die Sonne,
in welcher sie zuerst die gleiche planetarische Läuterung durchzumachen
haben, worauf sie zu geringsten Wärtern der kleinen Kinder in der geistigen
Sonne befördert werden. Ihre Führer aber (die ehemaligen Kinderseelen) werden
hier zu Hauptlehrern. Und haben sie eine Schule bis zur Vollendung
durchgemacht, dann erst werden sie als Bürger der heiligen Stadt Jerusalem
aufgenommen.“ [GS. Bd. 2, Kap. 122, 1-6 und 10] 11.11. Die Auferstehung des Fleisches
Jesus: „Jedes gute Werk, das die Seele in ihrem Leibe an ihren Nächsten
ausgeübt hat, geht wie alles auf dieser Erde vorüber, wird vergessen und
stirbt gleichsam. Aber an dem wahren „Jüngsten Tage“ der Seele wird es als
ewig dauernd von Meinem Geiste in der Seele auferweckt, doch nicht in der
Form der vergänglichen Tat, sondern der ewig dauernden Frucht. Wie wird diese
Frucht denn aussehen? Siehe, sie wird jenseits zur herrlichsten, mit allem
bestens und reichst versehenen Wohngegend der Seele für ewig werden, in der
sie höchst selig von einer Vollkommenheit zur anderen sich emporschwingen
wird. [Ev. Bd. 10, Kap. 9, 11-13] Jesus: „Unter der „Auferstehung des Fleisches“ sind zu verstehen die im
Erdenleben vollbrachten guten Werke der wahren Nächstenliebe! Diese werden
sein das „Fleisch“ der Seele und mit ihr an ihrem jüngsten Tage in der
Geisterwelt als ihr ätherischer Leib auferstehen.“ [Ev. Bd. 5, Kap. 238, 1] Jesus: „Durch die Wiedergeburt der Seele in ihrem Geiste ist sie mit
ihm so gut wie ein Wesen, so wie auch die edleren materiellen Leibesteile
einer vollkommenen Seele in den vergeistigten substantiellen Leib, den ihr
das Fleisch der Seele nennen könnet, übergehen und dadurch auch in den
essentiellen des Geistes, worunter zu verstehen ist die Auferstehung des
Fleisches an dem jüngsten und wahren Lebenstage der Seele, der dann erfolgt,
wenn ein Mensch völlig im Geiste wiedergeboren wird, entweder schon hier in
diesem Leben oder etwas mühevoller und langwieriger jenseits.“ [Ev. Bd. 8, Kap. 24, 13] Der Erzengel Raphael schildert dem Römer Agrikola seine
seelisch-geistige Entwicklung als Mensch Henoch: „Als ich viele Jahre einen
Leib bewohnte, ward ich durch die Gnade des Herrn des geistigen Lebensweges
inne und beging ihn mit stets größerer Beharrlichkeit. Dadurch geschah es in
meiner letzten Erdenzeit, daß mein Geist und meine Seele eins wurden, und es
ward mir die volle Macht auch über meinen irdischen Leib, so daß ich ihn
plötzlich auflösen konnte.“ [Ev. Bd. 7, Kap. 70, 1] Der Erzengel Raphael zu lichtsuchenden Pharisäern: „Ich bin nicht wie
ihr ein irdischer Mensch, sondern ein Bote des Herrn! Mein Name ist Henoch;
Raphael bin ich aber nun genannt, weil ich auf dieser Welt, da ich in der
Urzeit als Mensch das Fleisch trug, gleich dem Propheten Elias keinen Tod des
Leibes genossen habe. Denn Gott der Herr hat mich in einem Augenblick
verwandelt. Doch solche Gnade hat der Herr nicht mir allein erwiesen, sondern
auch anderen, die Ihn über alles liebten.“ [Ev. Bd. 8, Kap. 10, 4] Jesus: „Da Gott selbst ein reinster Geist ist und auch die Menschen zu
gottähnlichen, reinen Geistern für ewig werden sollen, wozu sollen ihnen dann
in der Ewigkeit die (materiellen) Leiber dienen? Ja, die Menschen werden auch
im Himmel mit Leibern angetan sein, aber nicht mit den irdischen,
grobmateriellen, sondern mit ganz neuen, geistigen, die da hervorgehen werden
aus ihren diesirdischen guten Werken nach Meiner euch gegebenen Lehre.“ [Ev. Bd. 6, Kap. 54, 8-9] Jesus: „Die Auferstehung des Fleisches erfolgt in den der Seele allein
das wahre, ewige Leben gebenden guten Werken, welche sie in ihrem Fleische
den Mitmenschen hat angedeihen lassen.“ [Ev. Bd. 6, Kap. 54, 10] Jesus: „Wessen Liebe zu Mir im Erdenleben übermächtig ist, der wird
dadurch schon im Leibe so verwandelt, daß sein Fleisch vom Feuer seines
Geistes alsbald zersetzt, geläutert und in das Leben und Wesen des Geistes
aufgenommen wird, ohne daß vorher der Leib (durch den Tod) gänzlich vom Wesen
des Geistes getrennt zu werden braucht.“ [BM. Kap. 188, 10] Jesus: „Der Mensch hat zu verschiedenen Zeiten seines Lebens einen
anderen Leib; so ist z.B. der Leib eines Kindes ein anderer als der eines
Jünglings oder der eines Mannes oder eines Greises. Welcher dieser
verschiedenen Leiber soll da an einem „Jüngsten Tage“ wiedererweckt werden?
Etwa gar alle? Und was soll denn mit verbrannten oder von wilden Tieren
verzehrten Menschenkörpern geschehen?“ [Ev. Bd. 6, Kap. 54, 5-6] Jesus: „Es ist selbstverständlich, daß der irdische Leib, wenn er einmal
entseelt ist, nimmerdar auferstehen und in allen seinen Teilen wieder belebt
wird. Denn sonst müßten an dem gewissen „Jüngsten Tag“ auch alle durch das
ganze zeitliche Leben abgelegten Teile, wie Haare, Zähne, Nägel und dergl.,
miterweckt und -belebt werden. Welch ein lächerlichstes Aussehen müßte dann
solch ein Leib haben?!“ [Ev. Bd. 6, Kap. 54, 4] Der erleuchtete Jünger Johannes: „Es ist sehr zu beherzigen, daß die
erst jenseitige Ausbildung einer Seele um vieles länger dauert und dennoch
nie jenen allerhöchsten Grad erreichen kann, als wenn die Ausbildung der
Seele schon diesseits, noch im Leibe, geschehen ist! Denn durch die irdische
Läuterung einer Seele wird auch der edlere Teil des Leibes mitgeheiligt, und
nahezu alles Fleisch erreicht mit der Seele und dem mit ihr vereinigten
Geiste eine Art Verklärung und Auferstehung und bildet dann für ewig ein mit
Seele und Geist völlig vereintes Wesen. Allein, das erreichen auf Erden nur
wenige, — aber kurz nach dem Leibestode recht viele!“ [Ev. Bd. 5, Kap. 184, 8] Jesus: „Wer immer von nun an in Meinem Namen mit dem lebendigen Wasser
Meiner Lehre und mit dem Geiste Meiner Liebe getauft wird der Kraft und Tat
nach, von dem ist die alte Erbsünde für ewig abgewischt. Sein Leib ist nicht
mehr eine Mördergrube der Sünde, sondern ein Tempel des heiligen Geistes.
Wenn dieser reinste Geist in euch zur Alleinherrschaft gelangt, dann wird in
ihm und durch ihn nicht nur die Seele, sondern auch des Leibes Fleisch und
Blut zum ewigen Leben auferstehen!“ [Ev. Bd. 4, Kap. 109, 5-6] Auf die Frage des Freundes Ebal: ‚Von dem Fleischleibe, welcher der
Seele hier gedient hat, wird also kein Stäubchen im Jenseits, mit der Seele
vereint, zum ewigen Leben auferstehen?‘ antwortet Jesus: „Als Bestandteil der
durch Meinen Geist ewig lebenden Seele nicht, da diese zu einem reinsten
Geiste wird. Aber was ihre äußere Form und ihre Bekleidung betrifft, da
werden auch die Seelenätherteile ihres diesirdischen Leibes in geistiger
Reinheit mit ihr wieder vereinigt, doch von dem groben Körper nicht ein Atom;
denn für diesen Leib ist bestimmt, was für alle Materie der Erde gilt, die
stets so in bessere Naturgeister aufgelöst wird, wie sie ursprünglich aus
minder reinen, auf unterster Gerichtsstufe stehenden Naturgeistern
zusammengefügt wurde.“ [Ev. Bd. 10, Kap. 9, 14-15] Der Herr: „Jeder reine Geist wird erst dann vollkommen, wenn er all das
Seinige (Leiblich-Seelische) nach der Verwesung wieder in sich aufgenommen
hat, — welches Aufnehmen die sogenannte ‚Auferstehung des Fleisches‘ ist und
den Ausspruch des Paulus rechtfertigt: Ich werde in meinem Fleische Gott
schauen!“ [Ed. Kap. 40, 6] Jesus: „Wer Mich wahrhaft so sehr liebt, daß er aus Liebe zu Mir alles
verläßt, der wird schon im Leibe ins geistige Wesen und Leben verwandelt
werden. Die Erde hat solche Beispiele völliger geistiger Verwandlung
aufzuweisen, sowohl in der alten wie in der neuen Zeit, aber einer derartigen
Wirkung muß auch die dazu erforderliche Ursache vorangehen! Bei zu wenig
Wärme schmilzt nicht einmal das Wachs, geschweige das Erz!“ [BM. Kap. 188, 11 und 14] Jesus: „Auch in den Gräbern geschehen Wunder, die von den Fleischaugen
der Erdenmenschen nicht gesehen und beobachtet werden.“ [BM. Kap. 188, 16] Robert Blum erlebt im Jenseits seine ‚Auferstehung des Fleisches‘.
Durch seine große Gottesliebe und Jesu unermeßliche Gnade wandeln sich seine
bisher noch unerlösten fleischlichen Seelenkräfte in himmlische
Erscheinungen. Die Sinnbilder des fleischlichen Todes verschwinden, an ihrer
Stelle erheben sich mächtige Lichter zum Himmelsgewölbe. Ein Engel erscheint
und gestaltet aus den erlösten Fleischeskräften ein sternenbesätes,
himmlisches Gewand für Roberts Seele; sein Kleid der Unsterblichkeit. [Rbl. Bd. 2, Kap. 161, 1-6] Jesus zu Robert Blum und anderen fortgeschrittenen Seelen im Jenseits:
„Ich bin nicht nur der Seele und dem Geiste nach auferstanden, sondern
hauptsächlich dem Leibe nach. Denn Meine Seele und Mein urewiger Gottgeist
bedurften keiner Auferstehung, da es doch ganz unmöglich ist, als Gott
getötet zu werden. — Wie Ich selbst also dem Leibe nach auferstanden bin als
ein Sieger über allen Tod, so müsset auch ihr alle dem Leibe nach
auferstehen. Denn Mich, den vollkommenen Gott, könnet ihr erst in eurem
auferstandenen, geläuterten und verklärten Fleische schauen. — Das Fleisch
aber ist im Gericht, und dieses muß dem Fleische benommen werden, an sonst es
nimmer zur Festigung der Seele dienen kann. — Wie aber Ich aus Meiner
höchsteigenen Kraft und Macht Mein Fleisch erweckte, so müsset auch ihr alle
euch durch die Kraft Meines Geistes in euch an dieses wichtigste Werk machen
und es zur Vollendung bringen. Denn wer wahrhaft Mein Kind sein will, der muß
Mir in allem gleichen und alles tun, was Ich getan habe, noch tue und tun
werde!“ [Rbl. Bd. 2, Kap. 155, 13 und 15] Inschrift auf der achten Stufe einer für Robert Blums jenseitige
Seelenentwicklung und -läuterung sinnbildlichen Pyramide: „Siehe, Christus,
der getötet ward, ist auferstanden und lebt, ein Herr von Ewigkeit! — Wäre Er
im Tode verblieben, dann wäre dir ebenfalls der ewige Tod sicher. Aber da
Christus auferstanden ist, so ist es unmöglich, daß jemand im Grabe belassen
wird! — Denn wie durch die eine Schlange der Tod kam über alles Fleisch so
kam auch das Leben durch den einen Gottmenschen über alles Fleisch der
Menschen der Erde!“ [Rbl. Bd. 2, Kap. 157, 11] 11.12. Das Leben der Vollendeten
Jesus: „Aus vielen Teilenthüllungen des inneren, geistigen Sinnes des
Wortes Gottes wird sich eine wahre, große Licht- und Lebenslehre formen, und
diese Lehre wird das „neue Jerusalem“ sein, das aus den Himmeln zu den
Menschen herniederkommt. Die Menschen, welche in der neuen Lehre leben,
werden wandeln im neuen Jerusalem und darin ewig wohnen, und ihrer Seligkeit
wird nimmer ein Ende sein. Denn Ich selbst werde bei ihnen sein, und sie
werden schauen die zahllosen Herrlichkeiten Meiner Liebe, Weisheit und
Allmacht.“ [Ev. Bd. 7, Kap. 54, 5] Jesus: „Ist eine Seele schon auf dieser Welt durch die geistige
Wiedergeburt vollendet worden und dadurch schon hier zur Anschauung und
klaren Wahrnehmung der geistigen und himmlischen Dinge gelangt, so kommt sie
in sich auch zur wahren Anschauung der gesamten materiellen Schöpfung und
weiß, was da in und auf Sonnen, Monden und Planeten geschieht. Wenn aber
solch eine Seele von ihrem schweren Leibe erlöst ist, so wird ihr Schauen ein
völlig gottähnliches, und sie wird — wenn sie es will allsehend, allhörend,
allwissend und allfühlend sein.“ [Ev. Bd. 7, Kap. 58, 7-8] Jesus: „Eine vollendete Seele kann im Verband mit ihrem Geiste die
ganze Schöpfung schauen und sich daran ergötzen, aber ihre größere Seligkeit
besteht darin, daß die vollendete Seele mit einer wahrhaft göttlichen
Schöpferkraft ausgerüstet ist und mit gottähnlicher Weisheit alles bewirken kann,
was Gott selbst bewirkt und hervorbringt. — Ein noch höherer und eigentlich
schon höchster Seligkeitsgrad einer vollendeten Seele aber besteht darin, daß
sie Gott, den alleinigen Herrn und Schöpfer der Unendlichkeit, als ihren
höchsten Lebensfreund fort und fort um sich haben, Ihn ohne alle Grenzen
lieben und mit Ihm in einem Augenblicke die ganze geistige und materielle
Schöpfung übersehen kann. — Die allerhöchste Seligkeit einer vollendeten
Seele jedoch besteht darin, daß sie sich, als mit Gott durch die Liebe völlig
vereint, auch in der vollen göttlichen Freiheit befindet.“ [Ev. Bd. 7, Kap. 67, 1-4] Jesus zu einem römischen Freund: „Es ist im Himmel aller vollkommensten
Geister höchste Seligkeit, mit Mir zu reden und Umgang zu pflegen. Aber diese
übergroße Seligkeit rührt eigentlich doch nicht von Meiner einfachen,
schlichten Persönlichkeit her, der Ich ebensogut ein Mensch bin wie du und
als Geist ebenso ein Geist wie dieser Urerzengel Raphael, sondern die
Hauptseligkeit der himmlischen Geister liegt darin, daß sie Meine endlose
Vollkommenheit aus Meinen zahllosen Werken stets vollkommener, lichter und
tiefer erkennen.“ [Ev. Bd. 10, Kap. 206, 4-5] Der Herr zu einer liebeentbrannten, lebensvollendeten Seele, die
angesichts der erhabensten Herrlichkeiten der Himmel nichts anderes erbittet,
als den göttlichen Vater umarmen zu dürfen: „Darum habe Ich dich ja
erschaffen, daß du Mich allerseligst lieben sollest, und damit du Mir seiest
ein liebes, allerteuerstes Kind, das Ich nun auch in aller Meiner göttlichen
Vaterfülle lieben kann!“ [GS. Bd. 1, Kap. 61, 14-15] Der Evangelist Markus beim himmlischen Liebesmahl: „Niemals ist der
Herr größer und unerforschlich wunderbarer, als wenn Er sich am allermeisten
herabläßt zu Seinen Kindern. Er liebt zwar fortwährend alle Seine Kinder
gleich mächtig, aber nicht immer läßt Er sie die Macht Seiner Liebe in
solcher Fülle empfinden. Dann aber sind Seine Kinder von einer solchen
Seligkeit durchdrungen, daß sie von der größten Liebe und Demut erfüllt
werden!“ [GS. Bd. 2, Kap. 8, 17-18] Robert Blum auf der höchsten Erkenntnisstufe seiner
Naturlebenspyramide: „0 Gott! Jetzt, jetzt erst durchdringt mich eine
ungeheure Liebe zu Dir ganz allein! Und in diesem Durchdringen der
mächtigsten Liebe zu Dir allein gewahre ich erst so ganz innig, daß ich Dich
noch nie völlig wahr geliebt habe! — Aber nun ist es anders geworden! Du
allein, ja Du ganz allein bist nun der Herr meines Herzens, meines Lebens! —
Ewige, unbesiegbare Liebe, Dir allein nichts als Liebe, Liebe und Liebe, Du mein
süßester Gott und Vater Jesus!“ [Rbl. Bd. 2, Kap. 157, 14] Die höchste Seligkeit der Gotteskinder besteht in der regsten Tätigkeit
in allen Schöpfungen Gottes, sowie in der nächsten persönlichen Verbindung
mit dem himmlischen Vater in Jesus. [BM. Kap. 121, 10] Martins Einzug in die Heilige Stadt Gottes, sein überaus freundlicher
Empfang durch die höchsten Liebeengel, unter denen seine vollkommene
Seligkeit ihren Anfang nimmt. [BM. Kap. 204, 2-4] Ständige Sehnsucht der vollendeten Gotteskinder nach der sichtbaren
Gegenwart des Herrn. [BM. Kap. 129, 49 Jesus: „Bei vielen Wesen haben die Gegensätze ein rechtes Maß nach der
Ordnung Gottes erreicht, und ihr Sein ist dadurch ein vollkommenes, weil sich
ihre gleichartigen und gegensätzlichen Intelligenzfähigkeiten fortwährend
allerbestens unterstützen und aus gleichen.“ [Ev. Bd. 2, Kap. 229, 9] Jesus: „Ein im Geiste vollkommen wiedergeborener Mensch ist Mir völlig
ebenbürtig und kann aus sich in seiner Lebensfreiheit wollen, was ihm in
Meiner Ordnung nur immer beliebt, und es muß geschehen nach seinem freien
Willen. In solchem lebensvollendeten Zustand ist der Mensch dann nicht nur
ein Herr der Kreatur und der Elemente dieser Erde, sondern seine Herrlichkeit
erstreckt sich dann, gleich der Meinigen, über die ganze Schöpfung im
endlosen Raum, und sein Wille kann den zahllosen Welten Gesetze vorschreiben,
und sie werden befolgt. Denn seine verklärte Sehe durchdringt alles gleich
der Meinigen, und sein klares Erkennen erschaut allenthalben die Bedürfnisse
in aller Schöpfung und kann darauf verordnen, schaffen und helfen, wo und was
es auch sei; denn er ist ja in allem eins mit Mir!“ [Ev. Bd. 4, Kap. 217, 9] Jesus: „Der unübersteigbare Unterschied zwischen Gott und dem
geschaffenen Menschen, selbst der vollkommensten Art, besteht gleichfort in
alle Ewigkeit darin, daß Gott in Seinem Urwesen ewig und unendlich ist,
während der Mensch zwar in seinem Geistwesen stets vollkommener werden, aber
dem unendlichen Urwesenmaße nach Gott nimmer erreichen kann. Der Mensch kann
Gott ähnlich werden in der Form, auch in der Liebe und in ihrer Kraft, jedoch
ewig nie in der endlosen Tiefe der göttlichen Weisheit.“ [Ev. Bd. 4, Kap. 254, 4] Jesus zu dem bekehrten Tempelobersten Nikodemus „Warum hast du Furcht
vor diesem Erzengel (Raphael), da du selbst doch auch berufen bist, ein
Erzengel Gottes zu werden. Wisse, daß er Henochs Geist ist. Sein für euch nun
sichtbarer Leib ist Mein Wille. In den (höchsten) Himmeln gibt es keine anderen
Erzengel fortan als nur die, welche zuvor auf einer Welt im Fleische gelebt
haben.“ [Ev. Bd. 7, Kap. 58, 29] Der Evangelist Johannes auf die Frage des Ältesten eines
Zentralsonnengebietes, wie man es denn anstellen soll, um Gott über alles zu
lieben?: „Betrachte alles in deiner Welt für wertlos und setze den Herrn über
alles in deinem Herzen, so liebst du Gott über alles; und in dieser Liebe
wird der Geist Gottes in deinem Herzen Wohnung nehmen, und du wirst von
diesem Augenblick an sein ein wahres Kind Gottes. Denn siehe, Gott der Herr,
der gute Vater aller Seiner Kinder, hat keine Freude an der Pracht und dem
Glanze; darum sind auch wir, Seine Kinder, ganz einfach und schlicht, und Er
selbst als Vater ist der Einfachste und Schlichteste unter Seinen Kindern!“ [GS. Bd. 2, Kap. 2, Kap. 59, 17-19] Der Herr: „Wie Ich keine Reise zu machen brauche, um von einer
Unendlichkeit zur anderen zu gelangen, also werden es auch Meine Geliebten
mit Mir nicht nötig haben, um alle endlosen Wunder beschauen zu können, sich
persönlich überall hinzubegeben, sondern sie werden alle Mir gleich in aller
ewigen Ruhe das wahre, ewige Leben genießen, obschon sie dieser Ruhe sich nie
bewußt werden, sondern einer ewigen, allerseligsten Regsamkeit!“ [H. Bd. 1, Kap. 184, 18] Ein Engel: „Über die Meere hier in den Himmeln Gottes brauchen wir
keine Schiffe, durch unseren Willen können wir überallhin gelangen, dahin wir
nur immer wollen.“ [GS. Bd. 1, Kap. 10, 16] Ein seliger Geist belehrt den einstigen Bischof Martin: „In den himmlischen
Sphären gibt es drei Arten der Fortbewegung: erstens eine natürliche mit den
Füßen wie auf der Welt, zweitens eine schwebende, das ist die seelische Art,
welche die Schnelligkeit der Winde hat, — und endlich drittens eine geistige,
welche dem Blitz oder dem Flug des Gedankens gleicht. Diese dritte Art der
Fortbewegung wird im Himmel nur im äußersten Notfall gebraucht. Das Mittel zu
jeder schnelleren Fortbewegung ist unser fester Wille. Daher dürfen wir nur
wollen in des Herrn Namen, und sogleich werden wir uns in dieser Himmelsluft
freischwebend befinden; und wohin wir dann ziehen wollen, dahin geht es auch
mit Windesschnelle!“ [BM. Kap. 110, 11-12] Der Apostel Petrus zu dem einstigen Bischof Martin: „Wir Himmelsgeister
haben nur einen Willen, und dieser Wille ist des Herrn; was Er will und
anordnet, das ist gut! Die Unendlichkeit ist voll von Seinen Werken; wir,
Seine Kinder, sind wie Sein Arm. Daher sind wir bald hier, bald dort; wie und
wo uns der Herr gebrauchen will, da sind wir auch im Augenblick, ob
Milliarden Sonnenentfernungen tiefer unten oder höher oben, das ist gleich —;
denn für uns gibt es keine Entfernungen dem Raume nach!“ [BM. Kap. 129, 3] Der Herr im Liebehimmel zu lebensvollendeten Seelen: „Ihr sollet, wenn
Ich euch zu einem großen Dienst dahin oder dorthin senden werde, Mir gleich
schauen alle naturmäßige Welt, und zwar vom innersten Grunde aus bis zur
äußersten Rinde und auch umgekehrt bis zum innersten Grunde vollkommen. Was
ihr bei einer solchen Sendung zu wirken habt, dessen werdet ihr allzeit
innewerden.“ [GS. Bd. 1, Kap. 61, 11] Der Evangelist Markus erklärt das Wesen und das innere Erleben der
himmlischen Musik. [GS. Bd. 2, Kap. 5, 16-26] Jesus im Jenseits zu dem geistig hochentwickelten Robert Blum: „Jede
deiner Handlungen wird von nun an leichter und schneller beendet werden
können, da du als ein vollendeter Bürger des Himmelreiches dastehst und jetzt
nicht nur eine unterweisende Macht hast durch die Wahrheit des Wortes,
sondern auch eine richtende durch den Liebewillen aus Mir, die du jedoch nur
dann gebrauchen wirst, wenn die erste durchaus nicht ausreichen sollte!“ [Rbl. Bd. 1, Kap. 124, 15] Jesus im himmlischen Jerusalem zu eben vollendeten Engeln: „Solange ihr
Geister des höchsten Himmels nicht das Element der unteren Himmel annehmet,
werdet ihr stets unsichtbar verbleiben, wobei ihr aber dennoch alles sehen
werdet, was sich dort vorfindet.“ [Rbl. Bd. 2, Kap. 292, 7] Jesus der Herr: „Wenn ein vollkommener Geist etwas denkt und das Gedachte
zugleich auch will, so ist es schon vollendet also da, wie es gedacht wurde.“
[BM. Kap. 25, 4] Der vollendete Jünger Johannes zu dem einstigen Bischof Martin: „Wir
höchsten Himmelsgeister sind überall dort, wo wir sein müssen und wollen! —
Siehe, während ich mit dir rede, bin ich nicht nur in dieser Sonne, sondern
in zahllosen Sonnen und Welten, handle dort wie hier im Namen des Herrn und
vollziehe nach allen meinen Kräften Seinen heiligen Willen. Was ich tue, das
vollbringt um so mehr der Herr selbst und tun alle vollkommenen
Himmelsbürger!“ [BM. Kap. 132, 2-3] Spiegelgleichnis des Jüngers Johannes für die vielfältige,
gleichzeitige persönliche Sichtbarkeit und Wirksamkeit des göttlichen Vaters
und Seiner vollendeten Kinder. [BM. Kap. 132, 8-10, Kap. 133, 2-3] Jesus: „Eine wohlgeordnete Gemeinde wird sein wie ein vollkommener
Mensch vor Gott, wie solches in den Himmeln der Fall ist. Der Himmel besteht
aus zahllos vielen Vereinen, wobei jeder Verein gleichsam einen vollkommenen
Menschen darstellt. Die Unterschiede zwischen den Vereinen bestehen nur
darin, daß in zahllos mannigfachen Verhältnissen in dem einen oder anderen
Vereine der eine oder der andere der Sieben Geister Gottes als reichlicher
ausgebildet und vertreten erscheint.“ [Ev. Bd. 8, Kap. 102, 23] Jesus zu Seiner Mutter und zu Seinen Jüngern und Freunden: „Für dich
habe Ich schon gesorgt für Zeit und Ewigkeit! — Wenn Ich dahin zurückkehren
werde, von wannen Ich gekommen bin, so werde Ich für euch alle eine Wohnung bereiten,
in der euch ewig kein Kummer und keine eitle Sorge mehr plagen werden; denn
wo Ich sein werde, da werdet auch ihr bei Mir sein, wenn ihr euch von dieser
Welt nicht habt fangen lassen!“ [Ev. Bd. 9, Kap. 116, 32] Jesus in Abila zu neubekehrten Freunden: „Darum bin Ich zu euch in
diese Welt gekommen, um euch den Weg zu zeigen, auf dem fortwandelnd ihr jene
Vollendung in allem erreichen sollet, die Ich von Ewigkeit her unwandelbar
besitze. Ich bin alles in allem, und alles ist in und aus Mir. Und also
sollet auch ihr, als Meine Kinder, mit Mir sein! Ich sage euch: Kein Auge hat
es je gesehen, kein Ohr vernommen, in keines Menschen Sinn ist es je
gekommen, welche Seligkeiten für die bereitet sind, die Mich lieben und Meine
Gebote treulich halten!“ [Ev. Bd. 10, Kap. 69, 8-9] Der Herr zu dem frommen, liebeweisen Führer seiner Familie, Zuriel: „Du
sollst den Tod ewig nimmer schmecken! Siehe, jetzt habe Ich deinen Geist frei
gemacht vom Fleische, damit er ein Herr sei in seinem leiblichen Hause und
darin nach Gefallen aus- und eingehen kann; ganz jedoch sollst du nicht eher
dein Haus verlassen, als bis Ich dich rufen werde. Im Reiche des Liebelichtes
sollst du dereinst mit all den Deinen die schönste Wohnung haben, wahrlich,
schöner als alle sichtbaren Himmel und größer als sie; für jetzt aber bleibe
bei Mir mit den Deinen!“ [H. Bd. 1, Kap. 180, 26-27] Der Herr begründet die feste, geistige Unveränderlichkeit der
himmlischen Morgengegend, Seines Wohnsitzes, mit der unwandelbaren Festigkeit
Seines Wesens und Willens sowie mit der vollständigen Hingabe und Demut
Seiner vollendeten Kinder. [GS. Bd. 1, Kap. 59, 13-16] Der Herr zu neuen Himmelsbürgern: „Ihr sollt hier nicht sorgen um die
Nahrung noch um ein anderes Bedürfnis; denn für alles das ist von Mir schon
für alle Ewigkeiten gesorgt. Dies ist ja ein Reich, welches Ich von Anbeginn
denen bereitet habe, die Mich lieben; es ist das große heilige Erbe an alle
Meine Kinder, das Ich ihnen bereitet habe am Kreuz! Daher nehmet es von Mir
als dem alleinigen Geber aller guten Gaben an und genießet dessen übergroße
Herrlichkeiten und Schätze ewiglich! — Ihr sollet nicht altern in diesem
Reiche, sondern immer seliger werden und stets kräftiger, jugendlicher und
herrlicher! Solches also ist euer wohlgemessenes, seliges Los.“ [GS. Bd. 1, Kap. 100, 10-11] Der Herr zu einem erlösten einstigen Prior: „Mein lieber Sohn, du wirst
in Meinem Hause noch auf so manche dir unbegreifliche Erscheinungen stoßen,
aber sie sind dennoch die vollkommenste und gediegenste Wahrheit! Hier gibt
es keine Augentäuschungen, sondern alles, was du hier siehst, ist ganz fest
und handgreiflich wahr. Im Reiche der Liebe ist alles truglos. Daher sind
auch diese Himmelsgeister so gut wie nun du vollkommen wahre Wesen und
allesamt und sämtlich Meine lieben Kinder!“ [GS. Bd. 2, Kap. 2, 9-10] Einfache, höchst wohlschmeckende Mahlzeit im Himmel, bestehend aus Brot
und Wasser; der Herr erklärt: „Siehe, wie aus der reinen Liebe in Mir alle
guten Früchte auf der Erde wie auf allen anderen Weltkörpern zum Vorschein
kommen und ihr Geschmack, ihr Wohlgeruch und ihre Tauglichkeit zur Ernährung
hervorgehen, — so enthält dieses Brot als der Grundbegriff alles dessen, was
auf allen Weltkörpern vorkommt, dieses in liebeguter und brauchbarer Art
ursächlich in sich. Dieses Brot ist gleich Meiner Liebe, die sich hier allen
Meinen Kindern zur ewig lebendigen Sättigung darbietet. Und dieses Wasser ist
ebenfalls wie das Brot der Grund aller Dinge; denn es ist das Licht der Liebe
und somit der ewige Mitgenuß an Meiner Weisheit für alle Meine Kinder!“ [GS. Bd. 2, Kap. 3, 2-3] Der Evangelist Markus: „Im höchsten Liebehimmel sind die allerseligsten
Geister nicht stets im gleichen hohen Grade der innersten Weisheit aus dem
Herrn, sondern auch darin findet hier ein Zustandswechsel statt, welcher zu
vergleichen ist mit dem Wirkungsstande und dem darauffolgenden Raststande. Im
Wirkungsstande ist jeder nach Bedarf mit der tiefsten Weisheit des Herrn
ausgerüstet, im Raststande aber bedarf niemand solcher Tiefe, sondern auch
hier einer gewissen Sabbatruhe in der stillen, himmlischen Liebe zum Herrn.“ [GS. Bd. 2, Kap. 6, 6] Der Herr im Himmelreich: „Ich bin nur auf den materiellen Weltkörpern
etwas sparsam und halte da Meine wahrhaftigen Bekenner und Nachfolger so kurz
wie möglich. Denn wo der Mensch die Wege des Lebens werktätig studieren muß,
um sich auf diesen Wegen das ewige Leben anzueignen, dazu gehört kein voller
Magen! — Dafür aber bin Ich hier (im Himmel) die unendliche Freigebigkeit
selbst, und es muß alles in höchster Fülle vorhanden sein.“ [GS. Bd. 2, Kap. 3, 7-8] Der Herr unterrichtet einen neuen Himmelsbürger über seine und der
anderen seligsten Geister Wohnungen im ‚Neuen Jerusalem‘ und fügt hinzu: „Ich
habe in diesem Hause keine eigenen Wohngemächer, die Ich als ein unmittelbarer
Herr bewohnen möchte, sondern Ich wohne stets unter euch, bald bei dem einen,
bald bei dem anderen. Dieser Saal aber ist unser Ratssaal; von da aus geht es
allzeit ans Geschäft. unser Ratssaal; von da aus geht es allzeit an die
Arbeit.“ [GS. Bd. 2, Kap. 8, 27-28] Jesus zu dem ehemaligen Kaiser Rudolf von Habsburg vor den Toren des
himmlischen Jerusalem: „Auf der Erde müssen Unterschiede sein, sonst wäre sie
nicht, was sie sein muß: eine Demutsschule für werdende Gotteskinder. — Hier aber
ist alles gleich! Da gibt es keinen Rang, außer dem, daß ihr Meine Kinder
seid und Ich euer aller Vater und Herr. — Aber dessenungeachtet gibt es auch
hier Unterschiede, und niemand soll von dem etwas verlieren, was er redlich
auf der Erde besessen hat. Du warst auf der Erde ein rechter Kaiser. Und
siehe, du wirst wieder ein Kaiser werden, aber über ein sehr bedeutend
größeres Reich, als dies auf der Erde der Fall war. Dort maß dein Reich in
allem wohl einige tausend Quadratmeilen; hier aber wirst du gesetzt werden
über eine ganze Sonne, in welcher eine Trillion Erden Platz hätten!“ [Rbl. Bd. 2, Kap. 284, 3] Jesus beim Einzug Robert Blums und seiner Freunde in das himmlische
Jerusalem: „Wir ziehen nun ein in die Stadt voll Licht und Leben, in der ewig
an keine Not mehr gedacht wird, weil in ihr alles in höchster Überfülle
vorhanden ist. Denn aus dieser Stadt bezieht alle Unendlichkeit ihre Nahrung
naturmäßig und geistig.“ — Robert und alle anderen Seligen staunen über die
große Lieblichkeit der Wohnungen, deren es hier unzählbare gibt. — [Rbl. Bd. 2, Kap. 284, 5-6] Lieblichste Überraschungsszene im Hause des Herrn, als die
Neuankömmlinge ihre Verwandlung in vollendet schönste himmlische Gestalten
erleben. [Rbl. Bd. 2, Kap. 285, 8-10] Jesus im himmlischen Jerusalem über das Tragen und die Verwendung von
Macht- und Würdezeichen durch die Engel: „Es gibt hier sehr verschiedenartige
Verhältnisse und Aufgaben; oft die großartigsten Besuche aus zahllosen
Weltgebieten und sehr viele Sendungen in verschiedene Welten und Sonnen,
sowie in die zwei unermeßlichen unteren Himmel und ihre zahllosen
Engelsvereine, ebenso Sendungen in die zahllosen Geisterregionen der Welten
aller Art. Für solche Gelegenheiten müssen von hier abgesandte Engel mit
Würdezeichen versehen sein und sie als Merkmal dafür tragen, daß sie selbst
den mächtigsten Sieg über sich erfochten haben und nun mit Mir Herren sind
über die ganze Unendlichkeit!“ [Rbl. Bd. 2, Kap. 287, 2] Jesus erläutert eben vollendeten Engeln die Bedeutung ihrer himmlischen
Würdezeichen: „Die Krone ist ein Zeichen, daß ihr der Seele nach, die nun
euer geläuterter Leib ist, Meine Kinder — und dem Geiste nach, der aus Meinem
Herzen stammt und Mein Ich in euch ist, Meine Brüder seid. Das Zepter zeigt
an, daß ihr, da ihr Mein Ich in euch habt, mit Mir Regenten der Unendlichkeit
seid für ewig! — Das Schwert aber ist ein Zeichen der Macht und Gewalt, die
euch von Mir gegeben ist. — Und der Purpur endlich bezeuget, daß euer
Äußerstes wie euer Innerstes pur Liebe ist, und daß ihr somit gleich Mir
überall nur durch die Macht der Liebe alles ordnen und beherrschen wollet!“ [Rbl. Bd. 2, Kap. 287, 5] Der Apostel Petrus im himmlischen Jerusalem: „Hier lernt man nie aus!
Man bleibt ein Schüler in Ewigkeit. Denn unsere Vollendung besteht nur in der
Liebe und in der Empfänglichkeit für die stets wachsende Gnade des Vaters.
Aber im Wissen und im Erfahrungenmachen bleiben wir ewig Jünger des Herrn. —
Nur der Herr ist allwissend; wir aber nur insoweit, als es der Herr will und
für gut und zweckdienlich findet.“ [Rbl. Bd. 2, Kap. 288, 15] Jesus zu dem neuen Himmelsbürger Robert Blum in der heiligen
Gottesstadt Jerusalem: „Gegen Osten erschaust du eine endlos große Vorstadt,
die voll ist von Gebäuden aller Art, wie sie auf allen Weltkörpern gang und
gäbe sind. In dieser Vorstadt wirst du vollendete Geister aus allen Welten
der Unendlichkeit antreffen, die ebenfalls überselig sind nach der Art ihrer
Liebe und inneren Vollendung.“ [Rbl. Bd. 2, Kap. 291, 5] Himmlisches, wundersamstes Festmahl Robert Blums und seiner
Gesellschaft, sowie zahlreicher seligster Engel unter dem Vorsitz Jesu im
‚Hause des Herrn‘. [Rbl. Bd. 2, Kap. 291, 7-12] Himmlisches Tafelkonzert und seine tiefgreifende, erhabene Wirkung auf
neu angekommene Himmelsbürger. [Rbl. Bd. 2, Kap. 291, 13-15 und 17] Auf die Frage eines schon auf Erden sehr musikverständigen neuen
Himmelsbürgers nach dem jenseitigen Aufenthalt einstiger berühmter, irdischer
Tonschöpfer wie Händel, Bach Gluck, Sahen, Mozart und Haydn, erwidert Jesus:
„Wenn du in den ersten (untersten) und zweiten Himmel kommst, wo du ebenfalls
die größten Herrlichkeiten antreffen wirst, da wirst du jene Geister auch
finden!“ [Rbl. Bd. 2, Kap. 291, 18] Jesus erklärt neuen, staunenden Zuhörern bei einem erhabenen Tischkonzert
im himmlischen Jerusalem die ergreifende und erhebende Musik einer mächtigen
Orgel, deren Tonverbindungen mannigfaltige, farbige, höchst erbauliche Bilder
erzeugen. [Rbl. Bd. 2, Kap. 292, 1-5] Der Herr: „Es gibt am Firmament ein Sternbild, genannt ‚Der große
Löwe‘. Diese Gestirnsgruppe ist der überaus lichte, nahezu endlos große
Schöpfungsraum, der dazu bestimmt ist, zu einer seligsten Wohnstätte denen zu
dienen, welche in der Liebe, Selbstverleugnung, Demut und Geduld bis ans Ende
ihres Lebens beharren und gleich einem Löwen mutig um Meiner Liebe und Meines
Namens willen mit aller Welt gekämpft haben. Der Hauptstern dieser
Gestirnsgruppe (Regulus) ist der größte und herrlichste der ganzen
Unendlichkeit. Es ist eine Mittelsonne aller Mittelsonnen (in der geistigen
Welt die ‚Gnadensonne‘ genannt). — Im Vergleich zu dieser Sonne ist eure
Sonne nur ein stockfinsteres Stäubchen. Denn höret: Dort bin Ich selbst
zumeist wesenhaft zu Hause!“ [Hi. 2, S. 24, 8-11] Jesus: „Je enger ein Menschengeist mit Meinem Geiste in Verbindung
steht, desto freier ist er im Geiste und Willen, da Ich selbst die höchste
und unbegrenzte Freiheit und Macht in Mir berge. Wer ganz eins ist mit Mir,
der wird auch alles das vermögen, was Ich vermag! Welch größeren und seligeren
Lebensvorteil aber kannst du dir wohl denken als den, mit Mir, mit Meinem
Geiste vereint, gleich Mir allmachtsvoll und dabei doch vollkommen
selbständig tätig zu sein?!“ [Ev. Bd. 5, Kap. 217, 8-9] Jesus: „Meine Kinder werden stets bei Mir sein und mit Mir wie aus
einem Herzen denken, fühlen, wollen und handeln. Darin wird bestehen der
endlos große Unterschied zwischen Meinen wahren Kindern und den mit Vernunft
und Verstand begabten glückseligen Geschöpfen. Sehet euch daher wohl vor, daß
ihr dereinst als Meine Kinder für tauglich und würdig befunden werdet!“ [Ev. Bd. 5, Kap. 112, 10] Jesus auf die Frage der Jünger nach ihrem himmlischen Lohn: „Ihr werdet
dereinst in Meinen Himmeln mit Mir zum ewigen Wohle aller Menschen dieser
Erde und auch der anderen Welten tätig sein, indem ihr als Schutzgeister die
Menschen hier und auch jenseits bewachen, leiten und führen werdet. Denn nur
in einer stets sich mehrenden Liebetätigkeit besteht das Himmelreich und die
wachsende Seligkeit.“ [Ev. Bd. 5, Kap. 259, 7-2] Jesus über die ewige Tätigkeit Gottes und Seiner vollendeten Geister:
„Denke dich selbst in ewig jugendlicher Kraft auf einer Welt unsterblich
fortlebend! Wirst du einmal zu denken und zu wollen aufhören und ganz untätig
werden oder nichts mehr genießen wollen? Sicher nicht, sondern du wirst stets
tätiger werden, wirst aufs eifrigste bemüht sein, dir stets größere
Annehmlichkeiten des Lebens zu bereiten; denn das wahre Leben der Liebe hat
es in sich, daß es nimmer ruhen kann, sondern immer tätig sein muß, weil das
Leben selbst eine dauernde Tätigkeit ist.“ [Ev. Bd. 6, Kap. 226, 15] Jesus: „Dereinst werden die Gott in der Liebe völlig ähnlich gewordenen
Seelengeister auch die natürlichen Sonnen zur Leitung bekommen, was unendlich
viel sagen will. Denn dadurch bekommen sie auch die Leitung über alle Erden,
die um eine Sonne bahnen. Und den noch vollendeteren Kindern Gottes werden
die Zentralsonnen zur Leitung übergeben, von denen die Leiter der kleineren
Planetarsonnen ihre Weisungen bekommen. Aber um das sein zu können, muß man
zuvor eine volle geistige Sonne in seinem Innern tragen.“ [Ev. Bd. 6, Kap. 228, 6] Auf eine Frage der Jünger erklärt Jesus: „Ihr werdet aus den Himmeln
die künftige Entwicklung auf Erden nicht nur klar sehen und hören, sondern
ihr werdet die Hauptleiter zu allen Zeiten sein, — aber nicht nur auf der
neuen Erde, sondern über den ganzen großen Schöpfungsmenschen, sowie auch
über die endlos vielen Vereine der Himmel. Denn kein Mensch hat es je
geschaut, noch gehört, und in keines Menschen Sinn ist es gekommen, was Gott
denen bereitet hat, die Ihn wahrhaft lieben.“ [Ev. Bd. 8, Kap. 49, 1-3] Auf die Frage eines Wahrheitssuchers: ‚Worin besteht die Tätigkeit
einer vollkommenen Seele im Jenseits? Wird auch dort gepflügt, gesät und
geerntet des Lebensunterhaltes wegen?‘ antwortet Jesus: „Siehe, ohne die
große Tätigkeit der Geister würde auf keiner Erde etwas entstehen! Die
Menschen pflügen wohl die Erde und streuen den Samen in ihre Furchen; aber
den Geistern obliegt es, das Keimen, Wachsen und Reifwerden der Frucht zu
bewirken. Und du wirst daraus nun wohl erkennen, daß es besonders für die
Geister höherer Art hier auf dieser Erde sowie auch auf allen anderen
Weltkörpern viel zu schaffen und zu gestalten gibt. Mehr aber zu sorgen und
zu tun ist für die rechte Seelenbildung und geistige Vervollkommnung der
Menschen schon diesseits und um vieles mehr noch jenseits.“ [Ev. Bd. 9, Kap. 143, 1-4] Der Herr im Himmel zu erlösten Seelen: „Ein jeder von euch hat einen der
herrlichen Paläste zu übernehmen und zu nehmen ein ihm wohlgefälliges
Himmelsweib und hat dann als Herr eines solchen Gutes keine andere
Verpflichtung, als fürs erste Mich als den Herrn und Vater ewig anzuerkennen
und zu lieben und dann die nicht selten hier anlangenden armen Seelen
aufzunehmen, zu bewirten, zu bekleiden und sie durch liebevolle Unterweisung
Mir, dem Vater, näherzubringen.“ [GS. Bd. 1, Kap. 100, 5] Jesus im Jenseits zu Robert Blum: „Du bist von nun an ein Hauptpfeiler
eines neuen Engelvereins. Das ist ein Lohn, der allen jenen zuteil wird, die
auf der Welt aus einem redlichen, guten Grunde in Meinem Weinberg gearbeitet
haben!“ [Rbl. Bd. 2, Kap. 265, 20] Jesus im himmlischen Jerusalem zu einer vollendeten Seele: „Es kommt
niemand in Meinen höchsten Liebehimmel, der nicht seinen irdischen Weltwillen
ganz aus sich hinausgeschafft und dafür auf ewig den Meinen in sich und sein
ganzes Leben vollkommen aufgenommen hat.“ [Rbl. Bd. 2, Kap. 288, 1] Auf die Frage des vollendeten Robert Blum: „Ich möchte nun die Arbeiter
kennen, die einen so riesengroßen himmlischen Garten so gut bestellen im
Namen des Herrn!“ erwiderte der Apostel Petrus: „Das alles tut der Herr
selbst durch Seinen allmächtigen Willen. Er will es, und es ist da, was Er
will! — Aber eine Weiterverpflanzung geschieht dann durch eigens dazu
bestimmte Geister und Engel, denen die Befruchtung aller Weltkörper
anvertraut ist.“ [Rbl. Bd. 2, Kap. 288, 11] Der Apostel Petrus im himmlischen Jerusalem: „Von einer Einförmigkeit
der Betätigung ist in den Himmeln nie die Rede. Überall herrscht die
freieste, mannigfaltigste Abwechslung. Wozu jemand die meiste Lust hat, damit
beschäftigt er sich, solange es ihm Freude und Seligkeit macht. Freut ihn
dann eine Beschäftigung nicht mehr gar sehr, dann hat er sogleich eine große
Auswahl vor sich und kann nehmen, was er nur immer will. Das wird doch der
Freiheit in Übergenüge abgeben?!“ [Rbl. Bd. 2, Kap. 288, 12] Der Apostel Petrus im himmlischen Jerusalem über die schnellste,
gleichzeitige Verständigung der zahlreichen Engelsgeister im Hause des Herrn:
„In jedem der zahllos vielen Gemächer dieses Hauses, und zwar in allen drei
Hauptstockwerken, befindet sich eine sogenannte Weisungstafel. Auf dieser
Tafel wird vom Herrn aus angezeigt, was da zu geschehen hat. Und jeder
Bewohner richtet sich dann allerseligst darnach.“ [Rbl. Bd. 2, Kap. 288, 14; Kap. 292, 14] Jesus auf die Frage eines neuen Himmelsbürgers nach der Bedeutung und
Bestimmung der den freien Äther des Weltraumes durchschwebenden Engel: „Das
sind in Arbeit stehende Engel dieses obersten Himmels. Sie stehen für die
Erhaltung aller Welten und sind deren oberste Leiter und Führer. Siehe, solch
ein munterer Engel ist nicht selten ein Herr und Regent eines ganzen
Sonnengebietes. Um aber eine solche Regentschaft antreten zu können, muß er
vorher sehr vieles kennenlernen und viele Schulen durchmachen.“ Rbl. Bd. 2,
Kap. 295, 11 Jesus: „Ein jeder große Engel hat Millionen seliger Geister unter sich,
die seinen Willen vollbringen, und er kann, so oft er will, hierher in diese
heilige Stadt (hl. Jerusalem) kommen und von Mir selbst fernere
Verhaltungsmaßregeln und dazu die nötigen Stärkungen empfangen.“ [Rbl. Bd. 2, Kap. 295, 15] Jesus zu dem einstigen Bischof Martin in der geistigen Welt: „Ich
selbst bin das Licht allenthalben! Das Licht ist Mein Gewand, weil die ewige,
unermüdlichste Tätigkeit Mein Grundwesen ist. Wo eine große Tätigkeit
herrscht, da ist auch viel Licht vorhanden; denn das Licht ist eine
Erscheinung der Tätigkeit der Engel und besseren Menschengeister. Je höher in
der Tätigkeit diese stehen, je größer ist auch ihr Licht.“ 12. Der
Weltplan Gottes
12.01. Die Schöpfung: ein Entwicklungsvorgang in
Schöpfungsperioden
Jesus: „Wie lange die Erde noch fortbestehen wird bis ans Ende ihrer Zeiten,
das weiß allein der Vater im Himmel. Denn die ganze Schöpfung ist Sein großer
Gedanke, der aber kein Zeitgedanke, sondern ein ewiger ist wie Sein
allmächtiger Träger und Festhalter.“ [Ev. Bd. 8, Kap. 49, 6] Jesus: „Ihr werdet ewigfort neue Wunder kennenlernen und euch darin
zurechtfinden, aber das Ende dennoch ewig nie erreichen! So Ich dem Geiste
nach von aller Ewigkeit her als ein und derselbe Gott bestehe, denke, will,
handle und wirke aus der stets gleichen Liebe und Weisheit und Mich durch jede
Schöpfungsperiode ob des gelungenen Werkes immer seliger fühle, so könnet ihr
Weiseren es euch wohl denken, daß der Vater, der nun aus Mir spricht, bis zu
dieser Schöpfungsperiode nicht irgendwo im ewigen Raume eine Art Winterschlaf
gehalten hat. Mag eine Schöpfungsperiode von ihrem Urbeginn an bis zur
endlichen geistigen Vollendung auch äonenmal Äonen von Jahren andauern, so
ist solch eine Periode dennoch nichts gegen Mein ewiges Sein; und die für
euch unmeßbare Größe Meiner Schöpfungen ist dem Raume nach ein Nichts
gegenüber dem unendlichen Raum!“ [Ev. Bd. 4, Kap. 254, 3] Der Seher Mathael: „Dein Anfang, o Herr, ist keiner, und so haben auch
Deine Schöpfungen unmöglich je einen Anfang gehabt, und soviele derer auch
der ewige Raum fassen kann, so ist darunter doch keine, von der man sagen
könnte: Das war die erste! Vor dieser ist nichts erschaffen worden! — Denn
hinter einer solchen vermutlichen ersten steht ja doch wieder eine
vollkommene Ewigkeit! Was hättest Du diese hindurch denn gemacht bei Deiner stets
gleichen Wesenheit? Platz haben im endlosen Raume ja endlos viele
Schöpfungen!“ [Ev. Bd. 4, Kap. 254, 8] Jesus belehrt Lichtsuchende über die Entwicklung der Erde in großen
Zeiträumen durch periodische Überflutungen und Rückflutungen. [Ev. Bd. 5, Kap. 198, 3, 6 und 8] Jesus schildert die Entstehung der Kometen aus im Ather sich
begegnenden Lichtstoffen und ihre in unendlich langen Zeiträumen erfolgende
Entwicklung zu Sonnengestirnen. [Ev. Bd. 6, Kap. 232, 3-7] 12.02. Das materialistische Maschinenzeitalter auf
Erden
Der Erzengel Raphael: „Es wird soweit kommen, daß die Menschen auf
Riesenstraßen so schnell wie ein abgeschossener Pfeil dahinfahren und mit der
Zunge des Blitzes reden werden von einem Ende der Welt bis zum anderen. Sie
werden auch in der Luft umherfliegen wie die Vögel, weithin über Länder und
Meere.“ [Ev. Bd. 5, Kap. 46, 1] Jesus: „Es wird am Ende eine Zeit kommen, in der die Menschen zu einer
großen Klugheit und Geschicklichkeit in allen Dingen gelangen und erbauen
werden allerlei Maschinen, die alle menschlichen Arbeiten verrichten wie
lebende, vernünftige Menschen und Tiere. Dadurch aber werden viele Menschen
arbeitslos und voll Hungers. Es wird sich dann ihr Elend steigern zu einer
unglaublichen Höhe. In dieser Zeit aber werden von Mir Menschen erweckt, um
Meinen Namen zu verkünden über 200 Jahre lang. Wohl denen, die sich danach
kehren werden! Doch wird ihre Zahl nur eine geringe sein.“ [Ev. Bd. 5, Kap. 108, 1] Jesus: „Die späteren Erdbewohner werden böse Sprengkörper erfinden und
noch viele andere Zerstörungswerkzeuge und große Verheerungen auf der Erde
anrichten; daß sie aber nicht zu tief in die Erde werden dringen können,
dafür wird von Mir aus schon vorgesehen. So werde Ich auch die Meinen auf
dieser Erde nimmerdar als Waisen lassen, sondern im Geiste bei ihnen
verbleiben bis ans Ende ihrer Zeiten, und es wird darum eine völlige
Zerstörung dieser Erde nimmerdar geschehen; aber örtliche Verwüstungen werden
vor sich gehen, und die Menschen werden dabei in große Schrecken und Trübsale
geraten, und es werden viele verschmachten vor Furcht und banger Erwartung
der Dinge, die über die Erde kommen könnten. Aber die Menschen werden selber
schuld sein an allem, was über sie kommen wird.“ [Ev. Bd. 8, Kap. 76, 6-7] Auf die Frage eines Freundes verkündet Jesus den Seinen: „Das Feuer,
wodurch die Menschen vor Meiner abermaligen Ankunft geläutert werden, wird
heißen: große, allgemeine Not und Trübsal, wie die Erde eine größere noch nie
gesehen hat. Der Glaube wird erlöschen und die Liebe erkalten, und alle armen
Geschlechter werden klagen und verschmachten; aber die Großen, Mächtigen und
Könige dieser Welt werden den Bittenden nicht helfen ob des großen Hochmuts
und der Härte ihrer Herzen. Es wird auch ein Volk sich wider das andere
erheben und es mit Feuerwaffen bekriegen. Dadurch werden die Herrscher in
unerschwingliche Schulden geraten, und sie werden ihre Untertanen mit
überhohen Steuern quälen, wodurch Teuerung, Hungersnot und viele böse
Krankheiten an Menschen, Tieren und Pflanzen entstehen werden. Auch werden
große Stürme auf dem Lande und auf dem Meere, sowie Erdbeben da sein, und das
Meer wird die Ufer überfluten, und dann werden die Menschen in großer Angst
und Erwartung der Dinge leben, die über die Erde kommen werden. Das alles
wird darum zugelassen, um die Menschen von ihrem Hochmut, ihrer Selbstsucht
und ihrer großen Seelen-Trägheit abzuwenden. — Und sehet, das ist die erste
Gattung des Feuers, durch das die Menschen für Meine abermalige Ankunft
geläutert werden!“ [Ev. Bd. 8, Kap. 185, 1-6] Jesus: „So wie es zu Noahs Zeiten war, wird es auch in jener
Gerichtszeit sein: die Liebe wird abnehmen und völlig erkalten, der Glaube an
eine aus den Himmeln geoffenbarte, reine Gottes- und Lebenslehre wird in
einen finsteren, toten Aberglauben verwandelt werden. Die Machthaber werden
sich der Menschen wie der Tiere bedienen und sie kaltblütig hinschlachten
lassen, wenn sie sich nicht fügen. Sie werden die Armen plagen mit allerlei
Druck und jeden freieren Geist verfolgen. Dadurch wird eine Trübsal wie noch
nie unter die Menschen kommen. Aber dann werden die Tage (der Trübsal)
verkürzt werden wegen der unter den Armen sich vorfindenden vielen
Auserwählten. Denn so dieses nicht geschähe, könnten sogar die Auserwählten
zugrunde gehen.“ [Ev. Bd. 1, Kap. 72, 2] Jesus: „Vor Meiner abermaligen Ankunft auf dieser Erde wird auch das
natürliche Feuer einen gewaltigen Dienst zu versehen haben. Es wird die
Schiffe auf allen Meeren mit mehr als Windeseile antreiben; auch werden die
Menschen durch ihren scharfen Verstand eherne Wagen und Straßen machen und
statt der Zugtiere Feuer vor die Wagen spannen und mit seiner Gewalt
schneller als ein abgeschossener Pfeil über die Erde hinfahren. So werden sie
auch den Blitz (Elektrizität) zu bannen verstehen und ihn zum schnellen
Überbringer ihrer Wünsche und ihres Willens von einem Ende der Erde bis zum
andern machen. Wenn alsdann die stolzen, habgierigen Könige miteinander Krieg
führen, so wird dabei das Feuer den entscheidendsten Dienst bekommen; durch
seine Gewalt werden eherne Massen in Kugelgestalt von großer Schwere mit
B1itzesschnelle gegen den Feind, gegen seine Städte und Festungen
geschleudert werden und große Verheerungen anrichten. Und sehet, das ist die
zweite Art des Feuers, durch welches die Menschen geläutert werden.“ [Ev. Bd. 8, Kap. 185, 7, 8 und 12] Jesus: „Die vierte Art des Läuterungsfeuers vor Meiner abermaligen
Ankunft auf Erden wird in allerlei großen, natürlichen Erdrevolutionen
bestehen, und zwar namentlich an jenen Orten der Erde, wo sich zu große,
prachtvolle Städte befinden, in denen dann herrschen: größter Hochmut,
Lieblosigkeit, böse Sitten, falsche Gerichte, Macht und Trägheit, dabei die
größte Armut, herbeigeführt durch die übersteigerte Genußsucht der Großen und
Mächtigen.“ [Ev. Bd. 8, Kap. 186, 4] Jesus: „Werden die großen, durch zunehmende Naturbeherrschung
errungenen irdischen Lebensvorteile, zu denen euch Menschen mit der Zeit Mein
Geist leiten wird, in Meiner göttlichen Ordnung verwendet, so werden sie euch
tausendfachen Segen bringen. Werdet ihr Menschen sie aber wider Meine Ordnung
selbstsüchtig gebrauchen, so werden sie für euch zu Brutstätten allen
erdenklichen Unheils werden. Was Ich nun zu euch, Meinen Jüngern, rede, das
rede Ich auch zu allen, die euch in etwa zweitausend Jahren folgen werden.“ [Ev. Bd. 4, Kap. 225, 5-6] Der Erzengel Raphael über das Fliegen der Menschen: „Was jetzt nicht
ist, kann dereinst noch werden! Vorderhand ist es aber besser für den
Menschen, daß er leiblich nicht fliegen kann; denn könnte er das, so würde er
bald zum größten Raubtier der Erde werden und der Kultur des Erdbodens nimmer
gedenken. Besser ist es für den Menschen, wenn seine Seele geistig recht
flügge wird, der Mensch aber seinem Leibe nach auf dem Boden der Erde verbleibt.
— In späterer Zeit aber werden die Menschen noch eine Menge
Beförderungsmittel erfinden, die mit großer Schnelligkeit von einem Ort zum
andern dahinbrausen werden.“ [Ev. Bd. 10, Kap. 228, 5-6] Jesus sagt die Erfindung der riesigen neuzeitlichen, der Erforschung
des Sternenhimmels dienenden Teleskope voraus. [Ev. Bd. 6, Kap. 234, 6-8] Der Herr: „In den Erfindungen von allerlei der armen Menschen Hände
überflüssig machenden Maschinen, in der Förderung der Industrie und in der
Aufstellung großer Kriegsmächte wirkt der Heilige Geist nie! Denn alles dies
war auch vor der Sündflut zu Noahs Zeiten gang und gäbe durch die Wirkung des
Weltgeistes, welcher ist der Teufel in seiner Gesamtheit. Also folgte denn
auch auf solche dem Heiligen Geiste zuwiderlaufende Handlungsweise allezeit
ein mächtiges Gericht; ein gleiches Ich auch jetzt schon in Bereitschaft
halte, um daran zu zeigen, daß Mein Heiliger Geist in der jetzigen
Handlungsweise der Welt durchaus nirgends zugegen ist.“ [Schrft. Kap. 19, 17-18] 12.03. Die geistige Wiederkunft Christi
Jesus: „Vor Meiner Wiederkunft werde Ich von Zeit zu Zeit Menschen
erwecken, denen Ich alles, was jetzt bei dieser Meiner Gegenwart geschieht
und gesprochen wird, durch ihr Herz in die Feder sagen werde, und es wird
dann das Geschriebene auf eine den dermaligen Menschen bekannte kunstvolle
Art in ganz kurzer Zeit in vielen Tausend gleichlautenden Exemplaren können
vervielfacht und verbreitet werden. Da die Menschen in jener Zeit beinahe
durchgängig des Lesens und Schreibens kundig sind, so werden sie die neuen
Bücher auch selbst lesen und wohl verstehen können. Und diese Art der
Ausbreitung Meiner neu und rein wiedergegebenen Lehre aus den Himmeln wird
dann um vieles schneller und wirksamer zu allen Menschen der Erde kommen als
jetzt durch Meine Boten von Mund zu Mund. — Wenn auf diese Art Meine Lehre zu
den Menschen, die eines guten Willens und tätigen Glaubens sind, gelangt ist
und wenigstens ein Drittel der Menschen davon Kunde hat, dann erst werde Ich
hie und da persönlich und leibhaftig sichtbar zu denen kommen, die Mich am
meisten lieben und nach Meiner Wiederkunft die größte Sehnsucht und dafür
auch den vollen, lebendigen Glauben haben. Und Ich selbst werde aus ihnen
Gemeinden bilden, denen keine Macht der Welt Trotz und Widerstand zu bieten
vermag! Denn Ich werde ihr Heerführer und ihr ewig unüberwindlicher Held sein
und alle toten, blinden Weltmenschen richten. So werde Ich die Erde reinigen
von ihrem alten Unflat.“ [Ev. Bd. 9, Kap. 94, 4-7] Jesus über Seine geistige Wiederkunft im Wort: „Wenn Ich licht und
helle in den Wolken der Himmel mit allen Himmelsmächten unter dem Schalle wie
von vielen Kriegs- und Gerichtsposaunen im lebendigen Wort vor allen Menschen
auftreten werde im wahren Himmel, der im Herzen der Menschen ist, dann ist
das Gericht der Welt da! — Ich selbst aus Meiner urgöttlichen Persönlichkeit
werde niemanden richten, sondern das wird Mein Wort tun, das Ich zu euch
geredet habe. Denn wenn Ich einmal aufgefahren sein werde in Mein Reich, dann
werde Ich nimmer im Fleische auf diese Erde wiederkommen, sondern nur im
Geiste, im Worte.“ [Ev. Bd. 6, Kap. 174, 10 und 12] Jesus: „Bei Meiner Wiederkunft werde Ich zuerst unsichtbar kommen in
den Wolken des Himmels, was soviel sagen will als: Ich werde vorerst Mich den
Menschen nahen durch wahrhaftige Seher, Weise und neuerweckte Propheten, und
es werden in jener Zeit auch Mägde weissagen und die Jünglinge helle Träume
haben, aus denen sie den Menschen Meine Ankunft verkünden werden; und es
werden sie viele anhören und sich bessern. Aber die Welt wird sie irrsinnige
Schwärmer schelten und ihnen nicht glauben, wie das einst auch bei den
Propheten der Fall war.“ [Ev. Bd. 9, Kap. 94, 3] Jesus: „In diesem Lande, wo Ich nun von einem Orte zum andern von den
Juden des Tempels wie ein Verbrecher verfolgt werde, werde Ich persönlich
nicht wieder auftreten, lehren und trösten die Schwachen. Wohl aber in den
Landen eines andern Weltteiles, die nun von Heiden bewohnt werden, werde Ich
ein neues Reich gründen, ein Reich des Friedens, der Eintracht, der Liebe und
des lebendigen Glaubens, und die Furcht vor dem Tode des Leibes wird nicht
mehr unter den Menschen sein, die in Meinem Lichte wandeln und im beständigen
Verkehr mit den Engeln des Himmels stehen werden!“ [Ev. Bd. 9, Kap. 94, 9] Die Frage eines bekehrten Schriftgelehrten: „Asien, die alte Wiege der
Menschen und der vielen Segnungen Gottes, wird nicht mehr das Glück haben,
Dich, o Herr, bei Deiner Wiederkunft zu sehen und zu hören?!“ beantwortet Jesus:
„In jener Zeit, in der sich die Menschen von einem Ende der Erde zum andern
so schnell, wie da fährt ein Blitz aus der Wolke, verständigen können, und in
der die Menschen auf ehernen Straßen mit Benutzung der im Feuer und im Wasser
gebundenen Geister schneller dahinfahren als der heftigste Sturm und die
Schiffe mit Hilfe derselben Kräfte den großen Ozean in viel kürzerer Zeit
überqueren, als nun die Römer von Rom bis Ägypten, da wird die Kunde von
Meiner persönlichen Wiederkunft in ganz kurzer Zeit leicht über die ganze
Erde verbreitet werden können und so auch nach Asien. Aber wird diese Kunde
bei den blinden Heiden dieses Weltteiles auch Glauben finden? — Ich sage:
Schwerlich eher, als bis er durch ein großes Weltgericht geläutert wird.“ [Ev. Bd. 9, Kap. 94, 10-13] Die Jünger nach den gewaltigen Eröffnungen Jesu (Kap. 94, 3-13) über
Seine Wiederkunft: „So klar und ausführlich hat Er von Seiner einstmaligen
Wiederkunft noch nicht geredet! Glücklich werden die Menschen sein, die in
jener Zeit dort leben, wo Er wiederkommen wird mit aller Fülle Seiner
‘Gnade!“ Ev. Bd. 9, Kap. 94, 16 Jesus: „In der Zeit Meiner Wiederkunft werden es die Menschen durch das
unermüdliche Forschen und Rechnen unter den weit ausgebreiteten Ästen des
Baumes der Erkenntnis in vielen Wissenschaften und Künsten sehr weit bringen
und mit allen in der Natur der Erde noch verborgenen Kräften Wunderbares
zustande bringen und dann sagen: Sehet, das ist Gott — sonst gibt es keinen!“ [Ev. Bd. 9, Kap. 89, 1] Jesus zu Seinen Jüngern: „Ich werde nie mehr in einem Tempel, von
Menschenhand erbaut, Wohnung nehmen, sondern nur im Geiste derer, die Mich
suchen, Mich bitten, an Mich allein glauben und Mich auch über alles lieben
werden; ihr Herz wird Mein wahrer Wohntempel sein, und in diesem werde Ich
auch zu ihnen reden, sie lehren und führen. Dieses merket euch!“ [Ev. Bd. 8, Kap. 163, 4] Auf die Frage eines Freundes: ‚Herr und Meister, wo wirst Du auf diese
Erde zu den Menschen wieder kommen?‘ erwidert Jesus: „Es werden bis zur Zeit
Meiner Wiederkunft auf Erden viele neue Staaten und Völker entstehen, die
jetzt noch keinen Namen haben; doch Ich werde nur in einem solchen Lande und
Orte wieder zur Erde kommen, wo unter den Menschen noch der lebendigste
Glaube und die größte Liebe zu Gott und zum Nächsten bestehen werden!“ [Ev. Bd. 8, Kap. 187, 3-4] Jesus: „Wenn Ich dereinst zur Erde wiederkomme, dann werde Ich nicht
allein kommen, sondern alle die Meinen, die schon lange in Meinem
Himmelreiche bei Mir sind, werden mit Mir in großen Scharen kommen und
stärken ihre noch auf Erden im Fleische wandelnden Brüder, und es wird so
eine wahre Gemeinschaft zwischen den seligsten Geistern der Himmel und den
Menschen dieser Erde bestehen, was den derzeit lebenden Menschen zum größten
Troste gereichen wird.“ [Ev. Bd. 8, Kap. 187, 5] Auf die Frage eines bekehrten Schriftgelehrten über die Art Seiner
Wiederkunft erwidert Jesus: „Ich werde bei Meiner Wiederkunft nicht mehr aus
einem Weibe als ein Kind geboren werden. Denn dieser Leib bleibt verklärt wie
Ich als Geist in Ewigkeit. Und somit benötige Ich nimmerdar eines zweiten
Leibes aus Fleisch und Blut.“ [Ev. Bd. 9, Kap. 94, 2] Jesus: „Ich bin zu euch gekommen als die Wahrheit, der Weg und das Leben
und werde von der Erde hinwegfegen die Lüge und ihre bösen Werke. Ich werde
zwar in Kürze diese Welt verlassen, und es wird in der Zeit Meiner
Abwesenheit die Lüge und ihr Falsches und Böses noch eine Zeit fortwuchern;
aber Ich werde dann zur rechten Zeit wiederkommen zu euch Menschen mit aller
Macht und Kraft, um der Herrschaft der Lüge und des Truges ein Ende zu
machen. Ich bereite schon jetzt in den Herzen der Menschen den Grund dazu und
erbaue einen neuen Tempel und eine neue Stadt Gottes. Lasset uns den Bau
ehest vollenden, damit für immerdar zerstört werde der alte Tempel und die
Stadt der Lüge, des Truges und aller Bosheit!“ [Ev. Bd. 9, Kap. 69, 12-13] Jesus: „Das dritte Läuterungsfeuer vor Meiner abermaligen Ankunft auf
Erden wird darin bestehen, daß Ich etliche hundert Jahre vorher stets heller
erleuchtete Seher und Propheten erwecken werde, die in Meinem Namen die
Völker allerorten ebenso klar und wahr über alles belehren werden, wie Ich es
jetzt tue, und sie dadurch befreien von allerlei Trug der falschen Propheten
und Priester. Durch dieses dritte Feuer und sein helles Licht werden die
falschen Propheten und Priester um alles Ansehen kommen und völlig zugrunde
gehen. Und wenn ihnen die Mächtigen der Erde helfen wollen, dann werden sie
dabei um Macht, Vermögen und um ihre Throne kommen; denn Ich werde dann Meine
Könige und Heerführer wider sie erwecken und ihnen den Sieg verleihen. Und so
wird die alte Nacht der Hölle und ihrer Boten auf Erden ein Ende nehmen.“ [Ev. Bd. 8, Kap. 186, 1-2] Die Frage Seiner Jünger: ‚Herr, in welcher Zeit wirst Du wiederkommen,
wo und wie?‘ beantwortete Jesus: „Das Jahr, den Tag und die Stunde Meiner
Wiederkunft kann Ich euch darum nicht fest bestimmen, weil das alles auf
dieser Erde auch von dem vollkommen freien Willen der Menschen abhängt. Darum
weiß das kein Engel im Himmel, sondern nur der Vater und der, dem Er es
offenbaren will. Zudem ist das genauest zum voraus zu wissen zum Heile der
Seele durchaus nicht unumgänglich notwendig.“ [Ev. Bd. 9, Kap. 70, 1-2] Da die Jünger hartnäckig begehren, Zeit und Ort Seiner Wiederkunft von
dem Herrn zu erfahren, entgegnet ihnen Jesus: „Es ist wahrlich zum Staunen,
wie unverständig ihr noch seid! Ich habe es euch doch schon oft genug
angedeutet, warum sich da die irdische Zeit nicht ebenso auf ein Haar — wie
ihr das meinet — mit Gewißheit bestimmen läßt wie irgendein materielles
Naturereignis. Denn in der Natur haben wir es mit der gerichteten Materie zu
tun, die in allem ganz von der Macht Meines Willens abhängt. Aber bei den
Menschen, die einen freien, sich selbst bestimmenden Willen haben, geht das
nicht ebenso, wovon Ich euch den Grund schon oft gezeigt habe, und ihr werdet
ihn doch endlich einmal einsehen und sollet Mir darum auch nicht gleichfort
mit derselben Frage kommen!“ [Ev. Bd. 9, Kap. 71, 1] Auf die Frage eines bekehrten Juden nach der Art und Wirkung der Lehre
des Herrn bei Seiner einstigen Wiederkunft antwortet Jesus: „Freund, die
Lehre, die Ich euch nun gebe, ist Gottes Wort und bleibt ewig. Und darum
werden jene Menschen zur Zeit Meiner Wiederkunft nur die Lehre überkommen,
die ihr von Mir bekommen habt. Aber in jenen Zeiten wird sie ihnen nicht
verhüllt, sondern völlig dem geistigen und himmlischen Sinne nach enthüllt
gegeben werden, und darin wird das neue Jerusalem bestehen, das aus den
Himmeln auf die Erde herniederkommt. — In seinem Lichte wird den Menschen
klar werden, wie sehr ihre Vorfahren von den falschen Propheten betrogen
wurden. Sie werden dann nicht mehr Mir und Meiner Lehre die Schuld an dem vielen
Unheil auf Erden zuschieben, sondern den selbst- und herrschsüchtigen
falschen Lehrern und Propheten.“ [Ev. Bd. 9, Kap. 90, 2-4] Jesus zu Seinem Jünger Simon Juda: „Wenn des Menschen Sohn dereinst
wiederkommt, wird Er, ebenso wie in dieser Zeit, nahezu keinen Glauben
finden, aber es werden dennoch viele sein, die sich von der Weltweisheit
nicht blenden lassen und Mein Wort offen verkünden. Und zu denen werde Ich
kommen bei Tag und Nacht, Mich ihnen offenbaren und sie beschützen vor den
Verfolgungen der Welt. Und Ich werde ihnen auch geben die Wundergabe, durch
die Liebe den Bedrängten, den Bresthaften und Kranken zu helfen. Und es wird
dann lichter und tröstlicher werden auf Erden.“ [Ev. Bd. 8, Kap. 161, 9-10] Des Herrn große Rede zu Adam und dessen Kindern der Höhe über Sein
siebenmaliges Kommen zu den Menschen. [H. Bd. 1, Kap. 46, 17-23] Jesus: „Das Menschengeschlecht der Erde ist aus der Erde und hat in
allem ihre Natur und Eigenschaft. — Es wäre demnach mit der gänzlichen
Vertilgung aller nun auf Erden lebenden Menschen der einmal eingerissenen
Unordnung sehr wenig abgeholfen. Denn dann müßten wir doch wieder andere
Menschen aus der Materie hervorgehen lassen, die den gegenwärtigen wieder so
gleichen würden wie die Früchte eines Baumes von einem vergangenen Jahre den
Früchten desselben Baumes in einem folgenden Jahre! Man müßte sonach die
ganze Erde aus dem Dasein schaffen und an ihre Stelle eine andere setzen, was
aber ein noch viel größerer Streich wider Meine Ordnung wäre! Denn die Erde
ist ja der Kern des Lebens für den gesamten Lebensbaum und eine Hauptwurzel
der ganzen Schöpfung! Würden wir an ihr ein Zerstörungswerk ausüben, so
würden wir dadurch nicht nur die Erde, sondern die ganze sichtbare Schöpfung
der Auflösung preisgeben!“ [Rbl. Bd. 1, Kap. 83, 3-4] Der Herr zu seligen Geistern auf unserer Sonne: „Meiner Liebe Gericht
wird sein ein ewig unwandelbares, aber es wird nicht drücken wie eine
schwerste Bürde, sondern nur gefangenhalten, was nicht frei werden wollte.
Bevor aber dieses Gericht seinen Anfang nehmen soll, wollen wir noch einmal
Einlader zum großen Festmahl hinaussenden zu allen Welten, und wer immer da
getroffen wird, soll eingeladen werden. Wohl denen, die sich den Einladungen
nicht widersetzen, ihrer Freuden soll nimmer ein Ende werden!“ [BM. Kap. 201, 8-9] Der Herr: „Merket vorzugsweise auf Meine Ankunft in euch selbst und
kümmert euch weniger um die allgemeine (Wiederkunft Christi)! Was ihr fürs
allgemeine empfindet, das traget Mir betend in eurem Herzen vor! Um alles andere
kümmert euch nicht! Denn das große Wann, Wie und Warum ist in den besten
Händen wohlverwahrt!“ [Hi. 1, S. 319, 16] Der Herr erläutert eine im ersten Band der ‚Haushaltung Gottes‘
gemachte Voraussage mit den Worten: „Das Liebelicht des neuen Wortes (Stern
im Osten) wird der göttlichen Liebe (Orion) Bahn brechen. Und die Treue
dieser Liebe (Feuer des großen Hundes) wird alle Frevler, alle Ungläubigen
und Lauen zuschanden machen. Denn der Osten ist frei, und der Stern der Liebe
stehet schon hoch!“ [Hi. 2, S. 121, 6] 12.04. Das Tausendjährige Reich - eine Kampfzeit
Jesus deutet Seinen Jüngern und Freunden das Bild vieler von der
Morgensonne durchleuchteten Wölkchen als Entsprechung für die einstige
Entstehung des ‚Tausendjährigen Reiches‘ und sagt: „Was wohl stellen die
lichten Wölklein dar? Es sind Vereine solcher Menschen, die von der
göttlichen Wahrheit durch leuchtet sind. Sehet, nun rücken diese lichtvollen
Vereine immer enger zusammen und bilden so einen großen Verein, und sehet,
das ist eben die neue Erde, über der sich ein neuer Himmel ausbreitet voll
Licht und Klarheit. Ihr müsset aber nicht der Meinung sein, als würde dann
diese natürliche Erde vergehen und in eine neue umgewandelt werden, sondern
nur die Menschen werden durch die Vollaufnahme der göttlichen Wahrheit in
ihre Herzen als wahre Brüder und Schwestern in Meinem Namen unter sich eine
neue geistige Erde schaffen. — Auf dieser neuen Erde werde Ich selbst dann
sein und herrschen unter den Meinen, und sie werden mit Mir Umgang pflegen und
Mich nimmerdar aus ihren Augen verlieren. Aber betrachtet nun auch nebenbei
die alte Erde! Sehet, wie aus der neuen Erde in stets dichteren Strömen
Lichter hinab auf die alte Erde schweben und diese so entzünden, daß sie wie
in vollen Flammen zu stehen scheint! Da sehet ihr gar viele Tote wie aus den
Gräbern hervor ans Licht gehen, und wie sie auch bald bekleidet werden mit
dem Gewande der Wahrheit und dann aufwärtsschweben in das Reich der neuen
Erde.“ [Ev. Bd. 8, Kap. 48, 1-5] Verkündung Jesu über die Wende- und Endzeit: „Es werden von nun (Jesu
Erdenleben) an tausend und nicht noch einmal tausend Jahre vergehen, alsdann
werde Ich dieselben Engel, wie ihr sie nun hier erschauet, mit großen
Ausrufsposaunen unter die arme Menschheit senden. Diese werden die im Geiste
getöteten Menschen der Erde gleichsam aus den Gräbern ihrer Nacht erwecken.
Und wie eine Feuersäule sich wälzt von einem Ende der Welt zum andern, werden
diese vielen Millionen sich stürzen über alle Weltmächte, und niemand wird
ihnen einen Widerstand zu leisten vermögen. — Von da an wird die Erde wieder
zum Paradiese werden, und Ich werde leiten Meine Kinder rechten Weges
immerdar!“ [Ev. Bd. 1, Kap. 72, 3 ff] Der Herr zu einem Freunde des Neuen Wortes: „Ein wahres Gottesreich
kann es nimmer geben in der Materie, sondern nur im Geiste! Und so kommt das
‚Tausendjährige Gottesreich‘ nicht irgend äußerlich schaubar, sondern ganz
still und prunklos in den Herzen der Menschen, die eines guten Willens sind.
— Frage auch nicht, wann und wie: — Denn die Ankunft des ‚Tausendjährigen
Gottesreiches‘ ist die allzeitige und stets gleiche volle Wiedergeburt des
menschlichen Geistes. — Das Aufbaumittel zu einem allgemeinen Gottesreich auf
Erden in den Herzen der Menschen aber hast du nun schon vielfach in deinen
Händen (in den Niederschriften des Neuen Wortes). Mache, daß sie bald in die
Hände vieler gelangen, und du wirst darin das wahre ‚Tausendjährige
Gottesreich auf Erden‘ erschauen!“ [Hi. 2, S. 436, 5-8] Jesus: „Denket ja nicht, daß Ich, der Herr, das große Endgericht der
Erde haben wolle, und daß alles schon so bestimmt sei! Das sei ferne von Mir
und von euch! Aber es wird also sein wie vor den Zeiten Noahs: Die Menschen
werden von ihren vielen Weltkenntnissen und erworbenen Fertigkeiten einen
stets böseren Gebrauch machen und dadurch freiwillig allerlei Gerichte aus
den Tiefen Meiner Schöpfungen über sich und am Ende über die ganze Erde
heraufbeschwören. Da sage auch Ich: ‚Volenti non fit injuria!“ [Ev. Bd. 5, Kap. 108, 4] Jesus: „Es wird so manchen Kampf geben zwischen Meinen Kindern und den
Kindern der Welt, weil die Zahl der Meinen auf der Erde stets kleiner sein
wird als die Zahl der Kinder der Welt; aber am Ende werden doch die Meinen
siegen über alle Welt, und diese wird ihnen nichts mehr anhaben können. Denn
mag euch alle Materie noch so hart und unzerstörbar dünken, so wird sie
endlich doch der Macht des Geistes weichen müssen!“ [Ev. Bd. 6, Kap. 149, 5] Jesus über die Entwicklung der Erde und der Menschheit bis zum
‚Tausendjährigen Reich‘: „Wie diese Erde durch viele tausende Feuerausbrüche
nach und nach zu ihrer heutigen Gestalt gekommen ist, so ging und geht es
auch mit der geistigen Bildung des Menschen vorwärts. Jetzt ist in den
Gemütern der Menschen noch alles voller Stürme und Ausbrüche des heftigsten
Feuers, und die wilden, alles verheerenden Leidenschaften machen sich Luft.
Aber es wird eine Zeit kommen, in der sich alle Leidenschaften in ein
ruhiges, fruchtbares Erdreich umgestalten; dann erst wird es völlig helle und
wonniglich unter den Menschen sein. Doch stets wird es der wahrhaft reinen,
guten Menschen eine geringere Anzahl geben als derer, die sich noch immer von
ihren Weltleidenschaften beherrschen lassen. Solch eine bessere Zeit wird
tausend und noch etliche Jahre währen!“ [Ev. Bd. 6, Kap. 207, 4-6] Jesus: „Zur Zeit der neuen Seher und Propheten wird eine große Trübsal
und Bedrängnis unter den Menschen sein, wie sie auf dieser Erde noch niemals
da war, aber sie wird Meiner dermaligen Auserwählten wegen nur kurze Zeit
dauern, auf daß diese an ihrer Seligwerdung nicht sollen Schaden erleiden.“ [Ev. Bd. 9, Kap. 94, 8] Jesus zu Seinen Jüngern: „Von nun an werden nahezu 2000 Jahre hindurch
viele Seher und Propheten erweckt werden, weil auch eine noch größere Anzahl falscher
Propheten und Christusse erstehen werden. — Gegen Ende der angezeigten Zeit
werde Ich stets größere Propheten erwecken, und mit ihnen werden auch die
Gerichte sich mehren und ausdehnen. Da werden große Erderschütterungen
kommen, verheerende Stürme, Teuerungen, Kriege, Hungersnot, Pestilenz und
viele andere Übel. Der Glaube wird nicht unter den im eisigen Hochmut
erkalteten Menschen sein, und ein Volk wird wider das andere ziehen. — Es
sollen die Menschen auch gewarnt werden durch Seher und besondere Zeichen am
Firmamente, woran sich aber nur die wenigen Meinen kehren werden, während die
Weltmenschen das alles nur für seltene Wirkungen der Natur ansehen werden. Doch darauf wird eine allergrößte Offenbarung geschehen durch Meine
abermalige Darniederkunft auf diese Erde; aber dieser Offenbarung wird
vorangehen ein allergrößtes, schärfstes Gericht und nachfolgen eine
allgemeine Sichtung der Weltmenschen durchs Feuer und sein Geschoß, auf daß
dann Ich selbst eine ganz andere Pflanzschule für wahre Menschen auf dieser
Erde werde errichten können, die bis ans Ende der Zeiten dieser Erde dauern
wird.“ [Ev. Bd. 6, Kap. 150, 14-17] Jesus: „Es gibt ein gar großes Land im fernen Westen, das von allen
Seiten vom großen Weltozean umflossen ist und nirgend mit der alten Welt
zusammenhängt. Aus jenem Lande werden die Menschen zuerst bedeutende Dinge
vernehmen, und diese werden auch im Westen Europas auftauchen, und es wird
daraus ein helles Strahlen und Widerstrahlen entstehen. Die Lichter der
Himmel werden sich begegnen, erkennen und unterstützen. — Aus diesen Lichtern
wird sich die Sonne des Lebens, also das neue, vollkommene Jerusalem,
gestalten. Und in dieser Sonne werde Ich auf diese Erde wiederkommen!“ [Ev. Bd. 9, Kap. 94, 14-15] 12.05. Die letzte kurze Freiheitsprobe Luzifers und
das große Feuergericht
Jesus zu Seinen Jüngern und Freunden: „Im ‚Tausendjährigen Reich‘ ist
noch ein gar großer, finsterer Teil der Menschheit bestrebt, das Gewand des
Lichtes über sein schwarzes anzuziehen und dadurch aus Eigennutz und
Herrschsucht abermals ein neues antichristliches Heidentum zu schaffen; aber
Ich selbst lasse Meinen Zorn — d.i. das Feuer Meiner Wahrheit — über sie
hereinbrechen, und Meine Engel der neuen Erde fallen wie mit flammenden
Schwertern über sie her und schlagen jede weitere finstere Bestrebung in die
Flucht und in den Abgrund der gänzlichen Vernichtung. Dies ist dann das
allerletzte und größte Gericht um tausend Jahre später. Diese Zeit wird
genannt werden Mein ‚Tausendjähriges Reich‘ auf Erden, das durch dieses
allerletzte Gericht auf eine ganz kurze Zeit noch einmal eine kriegerische
Unterbrechung haben wird; aber der Sieg wird ein baldiger und für alle
künftigen Zeiten gänzlicher sein. Von da an wird aus den Himmeln und aus der
Erde ein Hirt und eine Herde werden. Der Hirt werde — wie allzeit — Ich sein,
und die Herde werden die Menschen auf Erden im vollen Vereine mit den Seligen
in Meinen Himmeln ausmachen.“ [Ev. Bd. 8, Kap. 48, 6-7] Letzte, kurze Freiheitsprobe Luzifers. — Jesus: „Von da (d.h. der in
Ev. Bd. 1, Kap. 72, 3 f) geschilderten Gerichtszeit) an nach einem Verlauf
von tausend Jahren wird der Fürst der Nacht noch einmal auf eine nur sehr
kurze Zeit von sieben Jahren und etlichen Monden und Tagen seiner selbst
willen frei, entweder zum gänzlichen Falle oder zur möglichen Wiederkehr. —
Im ersten Falle wird die Erde ihrem innersten Teile nach zu einem ewigen
Kerker umgewandelt; aber die Außenerde wird ein Paradies verbleiben. Im
zweiten Falle würde die Erde zum Himmel umgestaltet, und der Tod des
Fleisches und der Seele würde für ewig verschwinden. Wie aber das und ob? —
das darf voraushin nicht einmal der erste Engel der Himmel wissen. Das weiß
allein der Vater.“ [Ev. Bd. 1, Kap. 72, 5 f] Jesus über die letzte Feuerprobe der Erde und das ewige Friedensreich:
„Nach einer etwa tausendjährigen hellen und wonnigen Zeit wird diese Erde
abermals eine große Feuerprobe zu bestehen bekommen. In solcher Zeit werden
die Berge zu einem ebenen und fruchtbaren Lande werden, und das Meer wird das
tote Land, das noch in seinen Tiefen liegt, vielfach hergeben müssen, die
besseren Menschen werden es in Besitz nehmen und in ein Eden umgestalten.
Dann wird für immer bis zur völligen Auflösung der ganzen Erde der wahre
Friede herrschen und der Tod sein Recht nimmer haben.“ [Ev. Bd. 6, Kap. 207, 7] Jesus: „Was Ich euch jetzt über das Endgericht der Welt gesagt habe,
behaltet für euch; denn in dieser Zeit würde das niemandem zu seinem Heile
etwas nützen. Zur rechten Zeit aber werde schon Ich selbst den Menschen, wenn
sie Tieferes ertragen können, solche Dinge kundmachen.“ [Ev. Bd. 6, Kap. 207, 14] 12.06. Das ewige Friedensreich auf Erden
Jesus: „Nur in der wahren Demut liegt der Weg zum inneren, geistigen
Leben der Seele. Solange nicht die wahre, reine Liebe und die ihr
entsprechende Demut die Völker ordnen und leiten werden, so lange wird es im
allgemeinen finster sein auf der Erde. Denn solange werden Selbstsucht, Neid,
Geiz, Verfolgung und Verrat, als die Elemente der Hölle, vom Boden der Erde
nicht weichen, und es wird stolze, ruhmsüchtige Herrscher in der Welt geben
bis zur Zeit des großen Gerichtes, in welchem Ich die Erde von neuem durchs
Feuer reinigen werde. Nach solcher Zeit wird kein König mehr herrschen über
ein Volk der Erde, sondern allein das Licht Gottes!“ [Ev. Bd. 6, Kap. 76, 7 und 8] Auf die Frage eines Freundes: ‚Herr, wann kommt jene glückliche Zeit,
in der nur das Licht Gottes auf Erden herrschen wird?‘ antwortet Jesus:
„Darum weiß allein der Vater; Mir hat es bis jetzt Mein Vater noch nicht
geoffenbart, außer, daß solches geschehen wird. — Das aber könnet ihr alle
als völlig wahr annehmen, daß nahezu alle zweitausend Jahre auf dieser Erde
eine große Veränderung vor sich geht. Und so wird es auch, von nun an
gerechnet, geschehen.“ [Ev. Bd. 6, Kap. 76, 9-10] Jesus über die Menschen im ewigen Friedensreich: „Wie die Berge der
Erde einst dem ebenen Lande gleichgemacht werden, werden auch die Menschen
ihren Hochmut durch harte Prüfungen ablegen müssen, ansonst es unter ihnen
nimmerdar zu einem wahren Frieden käme. Denn den Krieg gebiert der Hochmut
der Menschen; hört der Hochmut auf, dann hören auch Mißgunst, Neid, Geiz,
Haß, Unfriede, Streit und Krieg auf.“ [Ev. Bd. 6, Kap. 207, 8] Jesus schildert künftige große Veränderungen auf der Erdoberfläche,
wodurch fruchtbares Land für eine zahlreiche Menschheit entsteht. Er
prophezeit ein glückseliges, gesundes und sorgloses Dasein der mit den
himmlischen Mächten verbundenen Menschen im ewigen Friedensreich. [Ev. Bd. 8, Kap. 48, 8-9] Jesus: „Das Wohltun im ewigen Friedensreich wird in der rechten
Erziehung der Kinder bestehen und darin, daß der Starke mit aller Liebe das
physisch schwächere Alter nach Kräften unterstützt.“ [Ev. Bd. 8, Kap. 48, 10] Jesus: „Es werden auf der neuen, glücklichen Erde auch Ehen geschlossen
— aber wie im Himmel nach Meiner Ordnung —‚ und es werden auch Kinder
gezeugt, aber nicht auf dem Wege der puren Sinnenlust, sondern des wahren
Liebeernstes, und das bis ans Ende aller Zeiten dieser Erde.“ [Ev. Bd. 8, Kap. 48, 11] Jesus zu Seinen Jüngern: „Ich lege jetzt den Samen ins Erdreich und
bringe dadurch den Menschen nicht den Frieden, sondern das Schwert zum
Streite und zu großen Kriegen. Nur der Mensch, welcher Meine Lehre annimmt
und nach ihr lebt, wird in sich das Licht, die Wahrheit und den Lebensfrieden
finden, obschon er dabei mit der Welt viele Kämpfe und Verfolgungen um Meines
Namens willen zu bestehen haben wird, was auch ihr alle an euch erleben
werdet. Wenn Ich aber zum zweiten Male in diese Welt kommen werde, dann wird
unter den Völkern der Erde das Gären, Kämpfen und Verfolgen ein Ende haben,
und das Urverhältnis der Menschen zu den reinen Geistern der Himmel wird
wieder hergestellt werden.“ [Ev. Bd. 8, Kap. 163, 1-2] Jakob, der Pflegebruder des Jesuskindleins, enthüllt prophetisch das
nach einem Gericht kommende ewige Friedensreich und sagt darüber: „Die Zeit
des ewigen Friedens wird bleiben auf der Erde und wird von ihr fürder nicht
genommen werden. Und da wird die Erde eins werden mit der Sonne. Und ihre Menschen
werden bewohnen die großen Lichtgefilde der Sonne und werden leuchten wie
sie. Und der Herr wird allein Herr und der Hirte sein, und alle leuchtenden
Bewohner werden seine Herde sein. Und also wird die Erde bestehen ewig wie
ihre Bewohner, und der Herr wird ewig sein unter ihnen — ein Vater Seiner
Kinder! Da wird kein Tod mehr sein; wer da leben wird, der wird leben ewig.“ [Jug. Kap. 238, 22-26] Jesus: „Wenn Ich zum andern Male auf diese Erde kommen werde, um
Gericht zu halten, aber auch den Lohn des Lebens dem zu geben, der viel Elend
und Not aus Liebe zu Gott und zum Nächsten erduldet hat, — dann soll Mir die
Erde mit keinem Maßstabe mehr zu jemandes alleinigem Nutzen vermessen werden,
sondern da, wo man stehen wird, da wird man auch ernten und seine Bedürfnisse
befriedigen können. — Die Menschen werden einander wohl unterstützen, aber
keiner wird sagen: ‚Siehe, das ist mein Eigentum, und ich bin darüber ein
Herr!‘ Denn dann werden die Menschen einsehen, daß Ich allein der Herr bin,
sie alle aber sind Brüder und Schwestern. Es sollte wohl auch jetzt so unter
den Menschen sein, allein in dieser Mittelbildungsperiode der Menschen, die
noch nicht durch das große Lebensfeuer gereinigt sind, wird das Besitzrecht
Einzelner zugelassen bleiben, doch von jetzt an nicht mehr volle 2000 Jahre!
— Darauf wird der Geist bei den Menschen das große Übergewicht bekommen, und
man wird auf der Erde kein gemessenes Mein und Dein mehr sehen, noch davon
reden.“ [Ev. Bd. 8, Kap. 182, 4-5] Jesus: „Wenn dereinst die geläuterten Menschen in Meinem Lichte stehen
und lebendig und wahr die Gebote der Liebe immerdar beachten, so wird der
irdische Grundbesitz unter den Menschen so verteilt sein, daß jedermann
soviel haben wird, daß er bei einem rechten Fleiße nie Not zu leiden hat. Die
Vorsteher der Gemeinden sowie die Könige werden, als völlig unter Meinem
Willen und in Meinem Lichte stehend, dafür sorgen, daß bei ihren Völkern nie
ein Mangel eintritt. Und Ich selbst werde bald da und dort die Menschen
besuchen und sie stärken und aufrichten, wo immer sie die größte Sehnsucht
nach und die meiste Liebe zu Mir haben.“ [Ev. Bd. 8, Kap. 186, 8] Jesus: „Am Ende wird aller Aberglaube mit den Waffen der Wissenschaften
und der Künste von der Erde hinweggeräumt werden, wobei aber dennoch kein
Mensch in seinem freien Willen im geringsten beirrt wird. Dadurch wird wohl
eine völlige Glaubensleere unter den Menschen eintreten, aber dieser Zustand
wird nur kurze Zeit dauern. In jener Zeit will Ich den alten Baum der
Erkenntnis segnen, und es wird durch ihn der Baum des Lebens im Menschen
wieder zu seiner alten Kraft gelangen. Dann wird es nur einen Hirten und eine
Herde geben.“ [Ev. Bd. 9, Kap. 89, 9-11] Jesus: „Diese Erde wird nach der vorhergesagten letzten großen Läuterung
so wie nun Menschen tragen, aber diese künftigen Menschen werden um vieles
besser sein als die jetzigen und werden fort und fort Mein lebendiges Wort
haben.“ [Ev. Bd. 5, Kap. 111, 3] Das Jesuskindlein: „Die Menschen der Erde werden dereinst im Geiste
alle erkennen, daß es nur einen Gott, einen Herrn, einen Vater und nur ein
vollkommenes Leben in Ihm gibt!“ [Jug. Kap. 198, 18] Jesus in der Geisterwelt zu seinen Engeln: „Ich will nun die Erde fegen
von allem Unkraut! Alsdann wird eine Brücke gestellt zwischen hier und dort,
(Himmel und Erde), auf daß die Bewohner der Erde leichter zu uns
herüberkommen sollen als bis jetzt auf der schon sehr morsch gewordenen
Leiter Meines Jakob (die Gesetzeserfüllung), auf der nur Engel auf und ab
steigen konnten. Die neue Brücke (d.h. der neue Bund der Liebe und Gnade
Jesu) aber soll sein sehr breit und so eben wie der Spiegel eines ruhigen
Sees. Und es sollen weder am Anfange noch in der Mitte noch am Ende der
Brücke Wächter aufgestellt sein, zu untersuchen die Elenden und Schwachen,
sondern da soll jeder ein Freizügler sein und sich jederzeit Rat und wahre
Hilfe von hier als von seiner wahren Heimat holen können! — Auf dieser Brücke
aber werden auch wir die lange verlassene Erde wieder betreten und dort
unsere Kinder selbst erziehen, lehren, leiten und regieren und so das
verlorene Paradies wieder aufrichten!“ [Rbl. Bd. 1, Kap. 86, 17-20] Bedeutsame Voraussage des Herrn nach einer großen Auseinandersetzung
zweier Engel mit Satan auf unserer Sonne: „Wohl hat Satan noch viele
Legionen, die in seinem Namen Arges wirken; die Erde wird es empfinden, doch
auf kurze Zeit nur! Dann aber wird die arge Quelle mehr und mehr versiegen,
alles Arge wird dadurch erlahmen, und es wird dann auch das Ende alles Bösen
nicht mehr ferne sein! — Das Gericht über alles Arge aber wird sein unsere
Liebe; diese wird alles gefangennehmen, und nichts wird ihr widerstehen
können ewig!“ [BM. Kap. 201, 7-8] 12.07. Die Auflösung der Erde und aller Materie
Der Herr: „Welche Möglichkeit der Besserung und Rückkehr in die Ordnung
Gottes für Satan und seinen Anhang besteht, wird sich erst nach einer
Hauptprüfung dieses Geistes zeigen, durch die er in klarste Erfahrung bringen
wird, daß all sein Seelisches ihm genommen wurde und sich in die Herrlichkeit
Gottes begeben hat. Dann wird keine Sonne mehr sein und keine Erde im weiten
Schöpfungsraume; denn da werden alle sichtbaren Körper ihre Gefangenen schon
völlig ausgeliefert haben, und da wird keine Materie mehr zu finden sein, —
außer die geistige eines neuen Himmels und einer neuen Erde. Die alte Erde
aber wird zusammenschrumpfen wie ein Apfel, der faul geworden ist und darum
eindorrte; das aber wird auch alles sein, was von aller Materie übrigbleibt,
nämlich die letzte Schlacke echt satanischer, allerbösester seelischer
Intelligenzpartikel, welche der Geist Satans und seiner Spießgesellen nicht
verlassen wird. — Das aber wird geschehen: daß diese erzbösen Geister mit
ihrer Schlackenumhüllung geworfen werden in alle Unendlichkeit, und ihr Fall
wird nimmer ein Ende finden, wie es geschrieben steht: Alle Bosheit ist
hinabgesunken in den ewigen Abgrund und wurde verschlungen auf ewig, und
fürder wird nimmer eine Bosheit sein in allen Räumen der Unendlichkeit.“ [Ed. Kap. 55, 2.4.7] Der Herr: „Damit eine jede Seele ein vollkommenes göttliches Ebenmaß
bekomme, wird jeder Seele ein neuer Geist aus Gott eingepflanzt, wodurch sie
eine neue Kreatur wird. Und das ist die neue Schöpfung, die durch das Feuer
der göttlichen Liebe gestaltet wird; die alte Schöpfung aber wird
zurücksinken in ihren Staub und in ihre stets größere Ohnmacht, sie wird
verhärten und zu einer Unterlage und zu einem Schemel der neuen werden.“ [Ed. Kap. 54, 9] Jesus: „Wenn aus der Materie einer Welt alle Sondergeister
herausgehoben sein werden, dann ist auch das volle Ende einer solchen Welt
gekommen. Das dauert bei einer Welt, wie diese Erde eine ist, freilich wohl
sehr lange, aber einmal kommt dennoch das Ende herbei.“ [Ev. Bd. 2, Kap. 231, 9-10] Jesus: „Wenn einst die Erde nach für euch undenklich vielen Jahren alle
ihre Gefangenen hergegeben hat, so wird sie dann selbst im Lichtmeere der
Sonne in eine geistige umgewandelt werden. — Das unterste Hüls- und
Schotenwerk, darin früher die lebendigen Geister und Seelen hausten, gleicht
dann einem Bimsstein, der, obschon kein eigentliches Lebenselement mehr, doch
immer noch eine plumpe, zerrissene Materie ist und eine unterste Art
gerichteter Geister in sich birgt.“ [Ev. Bd. 5, Kap. 111, 4] Jesus: „Aus den aufgelösten, entseelten Weltkörpern und Sonnen aller
Art werden nach undenkbaren Zeiten vollkommen geistige Weltkörper zur
Grundlage und Wohnung der seligen Geister. Es werden solche Weltkörper nicht
nur auf der Oberfläche, sondern auch inwendig bewohnt sein in allen ihren den
früheren materiellen Formen entsprechend ähnlichen Lebenstempeln. Da werden
die Menschen als vollendete Geister erst die innere Beschaffenheit der sie
tragenden Welten vollkommen kennenlernen und sich nicht genug darüber wundern
können.“ [Ev. Bd. 5, Kap. 112, 1-3] Jesus: „Alle um eine Planetarsonne bahnenden kleineren Weltkörper, wie
diese Erde, der Mond und auch die Kometen werden nach für euch undenkbar
vielen Erdenjahren in ihrer Planetarsonne ihre Auflösung finden. — Die
zahllosen Planetarsonnen finden ihre Auflösung in ihrer Mittelsonne. Diese
Mittelsonne (mit ihren Trabanten) in ihrer nächst höheren Zentralsonne. Diese
Sonnengebietszentralsonnen stehen in allen ihren Seinsverhältnissen ums
millionenmal Millionenfache größer da als die sie umbahnenden Sonnen niederer
Ordnung. — So geht die Auflösung (der materiellen Weltkörper) fort bis zu der
einzigen Urzentralsonne einer Hülsenglobe, deren Größe für eure Begriffe
wahrhaft unermeßlich ist. — Aber wie wird dann diese Urzentralsonne ihre
endliche Auflösung finden? — Im Feuer Meines Willens! — Und schließlich
werden alle Weltkörper vergeistigt in ihre früheren Ordnungen und
Dienstleistungen zurücktreten und ewig fortbestehen in ihrer Pracht, Größe
und Wunderfülle!“ [Ev. Bd. 5, Kap. 112, 4-6] Jesus: „Trotz der für euch unermeßlichen Dauer der (materiellen)
Weltkörper wird dereinst ihre Zeit dennoch aus sein und damit abermals eine
Schöpfungsperiode vollbracht und abgeschlossen werden, wonach dann in einem
weit entlegenen Raumgebiet zu einer neuen Schöpfung geschritten wird, an der,
wie an zahllosen weiteren, auch ihr (Meine wahren Kinder) einen
Tätigkeitsanteil nehmen werdet, begabt mit einer stets größeren
Machtvollkommenheit.“ [Ev. Bd. 5, Kap. 112, 8] Jesus zu gereiften Jüngern: „Gleich wie ihr werden zahllos viele
Menschen aus dem großen Weltenmenschen hervorgehen, und das so lange, bis
alles in ihm Gerichtete und Gefangengehaltene in das freieste geistige Leben
übergegangen sein wird; und solange dieser ganze Weltenmensch nicht völlig
ins freie und selbständige Geistige aufgelöst sein wird, so lange werden
Gericht und Hölle fortbestehen.“ [Ev. Bd. 6, Kap. 246, 1] Jesus: „Für diese Erde wird nach der Ausreifung des letzten gerichteten
Geistes der Dienst als Wiege der Gotteskinder für ewig erlöschen.“ [Ev. Bd. 6, Kap. 174, 13] 12.08. Das Schicksal des gefallenen großen
Lichtgeistes
Jesus: „Der große Schöpfungsmensch in seinem ganzen Gehalt ist der
urgeschaffene Geist, den die Schrift ‚Luzifer‘ (Lichtträger) nennt. Er ist
noch immer im Vollbesitz seines starken Selbstbewußtseins, aber nicht mehr im
Besitze seiner Urkraft, sondern gefangen und gerichtet in allen seinen
Teilen. Nur ein Weg steht ihm stets frei, und das ist der zu Meinem
Vaterherzen. Für jeden anderen aber ist er gerichtet und so gut wie tot und vermag
keinen Fuß und keine Hand auch nur um ein Haarbreit weiter zu bewegen. — Daß
aber dieser Geist nun in sich in lauter feste Hülsengloben gesondert ist, das
ist sein Gericht. Und sein Leben, das dadurch in zahllos viele abgeschlossene
Teile getrennt ist, ist denn auch als kein Ganzes, sondern als ein höchst
geteiltes anzusehen. Denn nur in jeder Hülsenglobe ist Leben, außerhalb
derselben aber kein anderes — als nur das Meines ewig unwandelbar festen
Gottwillens. Jede Hülsenglobe steht fest und kann ihr Standverhältnis gegen
ihre Nachbargloben auch nicht um Haaresbreite ändern!“ [Rbl. Bd. 2, Kap. 301, 6 und 8] Jesu große, dem römischen Oberstatthalter Cyrenius im Herzensinnern
erteilte Eröffnung über das Los Luzifers, den Sinn der Schöpfung und die
Wiederbringung aller Dinge: „Luzifer, der verloren ist, wird gesucht und dem
Schwerkranken wird Arznei geboten; aber sein Wille bleibt frei und muß frei
bleiben! Denn seinen Willen hemmen, hieße die ganze Schöpfung in härtesten
Stein verwandeln, darin sich kein Leben regen kann. Die ganze materielle
Schöpfung ist der gerichtete große Geist, getrennt in zahllose Welten, die
sein Wesen bedingen. Aber aus diesem einen Wesen werden zahllose Myriaden
Wesen, wie da sind die Menschen dieser Erde, genommen und werden durch Gottes
Macht, Liebe und Weisheit zu gottähnlichen Wesen umgestaltet. Und das ist
eine sichere Umkehr des einen großen Geistes!“ [Ev. Bd. 2, Kap. 63, 2] Fortsetzung von Jesu großer, dem römischen Oberstatthalter Cyrenius im
Herzensinnern erteilten Eröffnung: „Wenn einst alle Erden und Sonnen in
Menschen aufgelöst sein werden, dann wird von dem Einen (Luzifer) nichts mehr
übrig sein als sein eigentliches „Ich“, das im völligen Alleinsein sich nach
Zeiten der Zeiten zur Umkehr wird anschicken müssen, ehe es einem ewigen
Verschmachten preisgegeben wird. Dann wird kein materieller Weltkörper mehr
kreisen im endlosen Raum, sondern überall wird eine herrliche, neue geistige
Schöpfung mit seligen, freien Wesen den Raum erfüllen. Und Ich werde
gleichfort aller Wesen Gott und Vater sein von Ewigkeit zu Ewigkeit. Und
dieser allerseligste Zustand wird nimmer ein Ende haben; es wird da sein eine
Herde und ein Hirte! — Wann aber dieses alles so sein wird nach der Anzahl
der Erdenjahre, kann nimmer bestimmt werden. Und würde Ich dir die Zahl auch
kundtun, so würdest du sie unmöglich fassen!“ [Ev. Bd. 2, Kap. 63, 3-4] Jesus zu dem römischen Hauptmann Julius, der die Möglichkeit einer
Umkehr Satans zu Gott bezweifelt: „Freund, das sind Dinge, die du jetzt noch
nicht verstehen kannst, und die auch die Engel nicht in aller Tiefe fassen.
Die irdische Zeit hat dafür kein Maß. — Doch siehe: Ein Weltkörper, wie da
ist die Urgrundmittelsonne einer Hülsenglobe, braucht einen für dich
unendlich langen Zeitraum, bis all das in ihr gerichtete Leben, das jetzt
eine scheinbar tote Materie ist, sich völlig auflöst ins freie, geistige
Leben. Wenn aber eine solche Urgrundmittelsonne einmal zu Ende kommt, dann
wird auch die noch immer mögliche Umkehr Satans (zur göttlichen Ordnung)
nicht mehr ferne sein.“ [Ev. Bd. 2, Kap. 152, 23-24] Der bekehrte und erleuchtete Römer Markus bezeugt: „Der verlorene und
dann zum Vater zurückgekehrte Sohn in Deinem Gleichnis, o Herr, scheint mir
im kleinen Maßstab zunächst die geistige Wiedergeburt eines Menschen dieser
Erde anzudeuten, aber im größten Maßstabe zugleich auch jene geistige völlige
Wiedergeburt des großen Schöpfungsmenschen.“ [Ev. Bd. 8, Kap. 60, 14] Der Herr: „Solange noch die Erde besteht, ist es jedem Geiste möglich, den
Weg der Reue, Demut und Besserung zu beschreiten, somit auch dem ärgsten
Geiste. Wenn aber die Zeit verrinnen wird, dann wird auch die Möglichkeit der
Rückkehr versperrt sein auf ewige Zeiten. Ja, es werden noch einige Millionen
Erdjahre verfließen, bis die Erde alle Gefangenen (Seelensubstanzen)
ausgeliefert hat und dann ihre letzte Probe im Feuer der Sonne machen wird.
Was dabei noch aufgelöst werden kann, das wird zur Freiheit gelangen; was
aber das Feuer der Sonne nicht auflösen wird, das bleibt Schlacke ewiglich
als Gefängnis des Allerärgsten, — und das wird sein der letzte und ewige
Tod!“ [Ed. Kap. 55, 8] Jesus schildert im Jenseits dem Bischof Martin die einstige Bestimmung
des zerstörten Planeten Mallona: „Dieser Planet, der früher zwischen Mars und
Jupiter um eure Sonne bahnte, hatte einst dieselbe Bestimmung wie nun eure
Erde: als Pflanzschule der Gotteskinder zu dienen. Denn der erste gefallene
Geist hatte ihn erwählt mit dem Versprechen, er wolle sich da demütigen und
zu Mir zurückkehren, und dieser Stern sollte darum dereinst ein Stern alles
Heiles sein! Hier wollte Luzifer ganz in sich gezogen wirken, und kein
Geschöpf dieses Gestirnes und anderer Planeten sollte je von ihm beirrt
werden. Aber er hielt sein Gelübde nicht, sondern wirkte so böse in seiner
ihm zugelassenen Freiheit, daß kein Leben mehr fortkommen konnte. Er wurde
darum in das Feuerzentrum dieses Planeten (Mallona) gebannt, und die
Bestimmung dieses Planeten ward der Erde gegeben. Als diese reif ward für
Menschen und Ich zu dem ersten Menschen den Keim legte, da riß der Böse an
seinem Kerker, und es dauerte Mich seiner, und Ich ließ ihn tun, was er
wollte. Und siehe, da zerriß er seine Erde und fiel von da in den Abgrund
dieser eurer Erde und tat dann darauf, was dir wohlbekannt ist.“ BM.[ Kap. 46,7-9] Der einstige Bischof Martin zum Drachen (Satan): „Ich weiß, daß du als
ein erster, größter Geist voll Licht und Klarheit aus Gott hervorgegangen
bist — deine Macht durchdrang alle Räume, und dein Licht strahlte wie ein
Gottesauge —‚ aber ich weiß es auch, daß dich Gott nicht für den Fall, in dem
du nun schon einige Ewigkeiten hartnäckig verharrst, sondern für die
allerhöchste Auferstehung des freiesten und seligsten Lebens aus sich
hervorrief!“ [BM. Kap. 117, 2] Bei einer großen Auseinandersetzung in der geistigen Welt mit Satan
warnt der Herr Seinen Widersacher: „Du weißt, daß diese Zeit deine
allerletzte ist; in dieser kannst du noch erstehen — oder fallen auf ewig!“ [BM. Kap. 119, 2] Der Apostel Johannes zu dem einstigen Bischof Martin über das Gericht
Satans: „Du wirst dich selbst davon überzeugen, daß dem Satan auf keinem
anderen Wege beizukommen ist als auf dem des lange fortdauernden Gerichtes —
das nämlich in der äußeren Schöpfung besteht —; denn dadurch wird er stets schwächer
und ohnmächtiger und muß sich, solcher Schwäche und Ohnmacht bewußt, doch in
gar vieles fügen, in das er sich in seiner freien, ungerichteten Vollkraft
ewig nie fügen würde!“ [BM. Kap. 190, 15] Satan spricht zu dem einstigen Bischof Martin über die Möglichkeit
seiner sehr späten Umkehr zu Gott. [BM. Kap. 193, 17-22] Jesus zu dem lebensvollendeten Robert Blum: „Zu unterst in der linken
kleinen Zehe des Großen Schöpfungsmenschen siehst du einen etwas rötlich
glitzernden Punkt. Das ist jene Globe, in welcher sich naturmäßig eure Erde
befindet. — Und in eben diese Globe ist das gesamte (eigenpersönliche) Leben
des größten urgeschaffenen Geistes (Luzifer) nun gebannt. Will er sich dort
demütigen und zu Mir wiederkehren, so soll sein Urleben wieder freigegeben
werden. Und dieser Große Schöpfungsmensch wird dann ganz wie von einem
freiesten Leben durchweht sein. Will aber dieser Urgeist Meiner Schöpfung in
seinem hochmütigen Starrsinn verharren, so mag diese Ordnung, wie sie nun
bestellt ist, für ewig verbleiben, wenigstens, bis die ganze Materie in ein
neues, endlos vervielfachtes Seelen- und Geisterleben sich aufgelöst haben
wird! Diese letztere Ordnung wird aber auch dann fortbestehen, wenn der
urgeschaffene große Geist eine rechte Umkehr machen würde! — Er kann nur als
ein ganz einfacher Geist gedemütigt umkehren und muß dann frei aus sich seine
Urtotalität für ewig fahren lassen, wofür ihm freilich eine unmeßbar größere,
aber, wie jedem anderen Menschengeiste, nur ganz einfache zuteil würde.“ [Rbl. Bd. 2, Kap. 301, 9-11] Jesus: „Das Hülsenwerk des Großen Schöpfungsmenschen, das nur aus
Meinem festesten, ewig unwandelbaren Willen besteht, wird nach der Befreiung
aller gerichteten Seelenfunken bleiben, entledigt alles jetzt in ihm
enthaltenen Seelen- und Geisterlebens, als feste Unterlage und als ein ewiges
Denkmal unseres großen Wirkens, an das sich dann ewig neue und reingeistige
Schöpfungen reihen sollen!“ [Rbl. Bd. 2, Kap. 301, 12] 12.09. Der neue, große Lichtmensch
Jesus, der Herr, zu dem lebensvollendeten Robert Blum: „Wenn du diesen
übergroßen, neuen, hellstrahlenden Lichtmenschen genauer betrachtest, so
wirst du entdecken, daß auch er aus zahllos vielen herrlichsten Sternen
besteht, sowohl sein Gewand als auch sein ganzer Leib. Dieser Sterne einer
ist um unberechenbar vieles größer als der ganze große, materielle
Schöpfungsmensch mit seinen zahllosen Hülsengloben. Denn diese Sterne sind
Vereine, von seligsten Geistmenschen bewohnt, von denen jeder kleinste ums Tausendfache
mächtiger und größer ist als jener erste Mensch, dessen Bild du hier im
rechten Verhältnis zu diesem zweiten Himmelsmenschen unter dessen kleinster
Fußzehe gleich einem gekrümmten Würmchen ersiehst. — — — Dieser zweite Mensch
aber stellt im Grunde des Grundes Mich selbst in Meiner Wirkung auf einem
schon wohlbestellten Acker dar. — Du siehst aber, daß auch die Form dieses
zweiten Menschen notwendig eine Begrenzung haben muß, ansonst du keinen
Menschen erschauen könntest. — Was ersiehst du aber über diese Form hinaus? —
— — — Licht und Licht, so weit das Auge reicht! — Das ist alles Mein Geist,
Meine Macht, Meine Liebe! — Hier werden noch zahllose Myriaden solcher
Großmenschen den geräumigsten Platz finden. Denn alle Meine Kinder müssen ja
auch Raum haben, um ihre Schöpfungen unterzubringen!“ [Rbl. Bd. 2, Kap. 303, 3-6] Robert-Uraniel und seine lebensvollendeten Freunde erschauen im
himmlischen Diorama einen endlos großen Menschen, von einem sanftest und
lieblichst strahlenden Lichte umflossen. Aus der Gegend seines Herzens dringt
ein mächtiges Licht hervor, welches das Auge nicht beleidigt, sondern im
Beschauer ein überaus wonniges Gefühl hervorruft. Unter dem linken Fuße
dieses herrlichen, unermeßlich großen Lichtmenschen ist in einer halb liegenden,
mit dem Kopfe abwärts gewandten Stellung eine sehr kleine Menschengestalt zu
ersehen, die von einem matten, etwas rötlichen Schimmer umgeben ist. Jesus,
der Herr, erläutert dieses Bild: „Ihr seht hier die erste und die zweite
Schöpfung nebeneinander. Der große Lichtmensch stellt die neue Schöpfung dar,
einen neuen Himmel und eine neue Erde. Hier befindet sich die Erde nicht mehr
in der untersten und kleinsten Fußzehe, wie dies bei der ersten, materiellen
Schöpfung der Fall ist, — sondern im Zentrum des Herzens dieser neuen
Schöpfung. Das mächtige Licht aus der Gegend des Herzens entstammt der neuen
Erde, die ein ewiges Wohnhaus Meiner Liebe und aller Meiner Kinder bleiben
wird.“ [Rbl. Bd. 2, Kap. 303, 1-2] Der Herr: „Alle Welten mit ihren Herrlichkeiten werden einst vergehen,
— aber aus den Taten der Liebe werden unvergängliche Sonnen und Welten
hervorgehen, wachsen und herrlicher werden in alle Ewigkeit! Und ihr werdet
darin schauen die große Herrlichkeit des ‚neuen Himmels‘ und der ‚neuen
Erde‘, welche sein werden und jetzt schon sind: reine, unvergängliche Werke
der ewigen Liebe!“ [Hi. 1, S. 368, 11] 12.10. Die materielle und die geistige Schöpfung
ein Werk der barmherzigen Liebe Gottes
Auf die bange Frage vieler Menschen: ‚Wohin denn am Ende mit solcher
unendlichen Vielheit der Geschöpfe?‘ erwidert der urewige, allmächtige
Schöpfer: „In Meiner Unendlichkeit hat auch Unendliches Platz und wird ihn
ewig nimmer ausfüllen; — wenn auch der beständige Wesenzuwachs noch
unaussprechlichmal größer und zahlreicher wäre, als er der bestehenden
Ordnung zufolge ist. Dieser Hinweis aber soll euch auch die Beruhigung geben,
daß euer guter, heiliger Vater größer, mächtiger und vollkommener ist, als
sich Ihn ein schwacher Erdengeist selbst in seinen feierlich hellsten Augenblicken
vorzustellen vermag.“ [NS. Kap. 73, 11-13] Die von Abedam-Jehova zur himmlisch-geistigen Schau erweckte Ghemela,
Tochter des frommen Erzvaters Zuriel, schildert in fassungsloser
Erschütterung die Herrlichkeit, Größe und Lichtfülle der zahllosen
Riesensonnen im unermeßlichen Weltall. [H. Bd. 1, Kap. 183, 22-26] Der zur Gottesliebe heimkehrende, bisher weisheitskalte Naturforscher
Hored bricht in die Jubelrufe aus: „O du herrliche, wunderbare Schöpfung
Gottes, wie erhaben und heilig bist du, mit den Augen der Liebe betrachtet
und tief gefühlt im liebenden Herzen!“ [H. Bd. 2, Kap. 37, 3] Der Herr erläutert neuen Himmelsbürgern die Ordnung der Sonnensysteme,
die Lichtstärke der Sonnen und ihre Größe. Den Schauenden zeigen sich auch
die Feuergeister der All-Mittelsonne in ihrer gewaltigen Tätigkeit. [Rbl. Bd. 2, Kap. 298] Jesus zu lebensvollendeten Himmelsbürgern: „Was ihr nun sehet, ist eine
Haupt- und Urmittelsonne, um die sich sieben Millionen Sonnen-Allalle drehen
und bewegen. Sie ist um eine Millionmal größer als die sieben Millionen
Sonnen-Allalle. Ihr Durchmesser beträgt etwa zwei Oktillionen irdischer
Wegmeilen. Das Licht in größter elektromagnetischer Schnelligkeit, auf die
Sekunde vierzigtausend irdische Wegmeilen gerechnet, hätte viele tausend
Trillionen Jahre der Erde zu tun, um von einem Pol zum anderen dieser Sonne
zu gelangen!“ [Rbl. Bd. 2, Kap. 299, 8] Lebensvollendete Himmelsbürger erschauen in ihrem eigenen
Geistesspiegel die sie fast überwältigende, der Schöpfung dienende Tätigkeit
von Feuerriesengeistern auf der Urzentralsonne einer Hülsenglobe und die
Ausgeburt eines gewaltigen Feuerballes, welche den Beginn der Erschaffung
einer neuen All-Mittelsonne darstellt. [Rbl. Bd. 2, Kap. 299, 13-18, Kap. 300, 1-4] Jesus zu dem eben lebensvollendeten Robert Blum: „Das, was dir im Bilde
des Großen Schöpfungsmenschen wie glitzernde Sandkörnchen vorkommt, sind
lauter Hülsengloben, in deren jeder Dezillionen von Sonnen und dazu noch ums
Millionenfache mehr Planeten, Monde und Kometen enthalten sind. — Die
Entfernung einer solchen Hülsenglobe von der anderen beträgt durchschnittlich
eine Million Durchmesser einer Hülsenglobe.“ [Rbl. Bd. 2, Kap. 301, 7] Eine geläuterte heidnische Seele im Jenseits: „Die Erde und was du auf
und über ihr siehst ist ein von einem allerhöchsten Geiste geschaffener Ort
gerade so, wie im kleinen Maßstabe ein kleiner Ort (im Jenseits) durch mein
Denken und Wollen geschaffen wurde. — Die Liebe des großen Geistes, Seine
überaus hellen Lichtgedanken, Sein allmächtiges Wollen und Seine große
Barmherzigkeit sind die Urelemente, aus denen Er solche wunderbaren Orte
herstellt und sie auch erhält, solange Er will!“ [Ev. Bd. 10, Kap. 175, 14-15] Da sich einige Jünger darüber wundern, daß der Herr sich gleich anderen
Menschen an den Erscheinungen der Naturwelt erheitert, erklärt ihnen Jesus:
„Wenn Ich an den Dingen und Erscheinungen der materiellen Natur kein größeres
und innigeres Wohlgefallen hätte als ihr, da würde sich von dieser Erde mit
allem, was sich auf, in und über ihr befindet, gar bald auch nicht ein
Pünktlein mehr vorfinden. Es ist ja alles Meine ewige Liebe, verkörpert vor
euren Augen; wie sollte Ich denn kein Wohlgefallen an Meiner Liebe haben, die
doch von Ewigkeit her alles in allem ist!?“ [Ev. Bd. 9, Kap. 152, 3-4] Der Herr: „In einer Sonnenhülsenglobe sind eine Milliarde Sonnen
enthalten. Denket euch hinzu, daß von einer Globe bis zur anderen eine
Milliarde Globen Platz hätten, — und denket euch ferner, daß eine Milliarde
Milliarden solcher Globen ein Schöpfungsganzes ausmachen, — so wird euch
einleuchten, wie groß Ich, wie groß Meine Sorge, und wie groß erst Meine
Liebe sein muß, die dieses alles erhält und Leben haucht über alles nach
Bedarf des Seins! Sehet, Ich bin also ein gar großer Vater, der sehr vieles
hat, und Meine lieben Kinder sollen dereinst nicht zu kurz kommen!
Wohlgemerkt! — die Mich lieben!“ [Hi. 1, S. 118, 3-4] Der Herr: „Ich bin in allem, was euer Auge und Ohr berühren kann,
immerwährend die ewige Liebe selbst. Wie einst die Welt entstanden ist aus
der Erbarmung Meiner Liebe, so besteht sie in Meiner Liebe, und so wird sie
einst auch nur sanft aufgelöst werden in Meiner Liebe. — Und ist auch der
Zorn Meiner Gottheit das Sichtbare der Materie, so wird aber diese doch nur gesänftet
erhalten von Meiner Liebe, solange es Meine ewige Ordnung für notwendig
finden wird.“ [Hi. 1, S. 138, 28] 08.01. Die
Willensfreiheit im neuen Lichte 08.02. »Adams
Fall« und die »Erbsünde« 08.03. Die
Sünden und ihre Folgen 08.04. Sündenbekenntnis
und Sündenvergebung 08.05. Gnadenerlösung
oder Selbstgestaltung? 08.06. Die
göttlichen Gnadenmittel Abendmahl, Geistes- und Wassertaufe 08.07. Die
geistige Neu- oder Wiedergeburt 08.08. Kreuzesopfer,
Auferstehung und Himmelfahrt Jesu Christi 08.09. Zorn
und Gerichte Gottes 08.10. Die
Gabe des heiligen Geistes 08.11. Prädestination?
(Vorherbestimmung) 09.
Vom Sterben und Hinübergehen 09.02. Bestattung
und Verwesung der Leibeshülle 09.03. Übergang
der Seele ins Geisterreich 09.04. Jüngster
Tag und jüngster Gericht 09.05. Todesfurcht
und Sterbensfreude 10.02. Selbstmord
und dessen Folgen im Jenseits 10.03. Wiedereinzeugung
(Reinkarnation) und Rückerinnerung 10.04. Wiedersehen
und Verkehr mit den Jenseitigen 10.05. Fürbitte
für Abgeschiedene 11.01. Das
Wesen der Geisterwelt 11.02. Die
Örtlichkeit der Geisterwelt 11.03. Die
Stufung der Geisterwelt 11.05. Enthüllung,
Unterweisung und Erziehung der Seelen im Jenseits 11.06. Große
Schwierigkeiten der jenseitigen Entwicklung sehr unlauterer Seelen 11.07. „Himmel“
und „Hölle“ sind Seelenzustände 11.08. Der
Absturz in die Hölle 11.09. Der
Aufstieg zum Licht der Paradiese und Himmel 11.10. Das
jenseitige Kinderreich 11.11. Die
Auferstehung des Fleisches 11.12. Das
Leben der Vollendeten 12.01. Die
Schöpfung: ein Entwicklungsvorgang in Schöpfungsperioden 12.02. Das
materialistische Maschinenzeitalter auf Erden 12.03. Die
geistige Wiederkunft Christi 12.04. Das
Tausendjährige Reich - eine Kampfzeit 12.05. Die
letzte kurze Freiheitsprobe Luzifers und das große Feuergericht 12.06. Das
ewige Friedensreich auf Erden 12.07. Die
Auflösung der Erde und aller Materie 12.08. Das
Schicksal des gefallenen großen Lichtgeistes 12.09. Der
neue, große Lichtmensch 12.10. Materielle
und geistige Schöpfung - ein Werk der barmherzigen Liebe Gottes ________ *
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